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08/ 2004

Fast zwei Jahre ist es her, als FADING STARLIGHT mit ihrem Debüt "Lost" unter Beweis stellten, dass die Sterne am deutschen Metal-Himmel keineswegs am erblassen sind. Im Sommer diesen Jahres war es dann wieder an der Zeit den nächtlichen Sternhimmel in Form von "Timeless Fate" zu erhellen. Die Band zeigt sich auf ihrem zweiten Album deutlich reifer und deshalb haben wir den Songwriter und Gitarristen Sebastian Scharf gebeten, ein paar Statements über die einzelnen Songs auf "Timeless Fate" abzugeben, die so ganz nebenbei erstaunlich ehrlich ausgefallen sind.
Lest einfach selbst:

As The Harlequin Died
Thematisch geht es um Jemanden der unsterblich ist, mit dieser Tatsache aber überhaupt nicht glücklich ist, da er den Bezug zu Zeit und Raum völlig verloren hat. Die Menschen und Dinge um ihn herum verblassen und verblühen wie im Handumdrehen - nur er allein ist von Dauer. - sehr trauriger Song über ein Thema, über das jeder schon einmal nachgedacht hat. Im Solo spiele ich übrigens eine Ganztonleiter, die eigentlich richtig Scheiße klingt, sich dann im letzten Teil schön auflöst.

The Missing Link
Diesen Song habe ich geschrieben als wir als Band, aufgrund interner Probleme, kurz vor der Auflösung standen. Wir haben dann bemerkt, dass wir viel zu wenig miteinander und zu viel übereinander reden. Das fehlende Bindeglied - the missing link - stellt in diesem Fall die Konversation miteinander dar. Dieses Stück spielen wir oft live als Opener, da wir ihn völlig "blind" spielen können, falls der Sound bei den ersten Stücken noch nicht so gut sein sollte.

Alone
Wir waren mal zu Gast in einem Heim für Kinder die mit ihren Eltern aufgrund der verschiedensten Dinge Probleme hatten, oft aber seitens der Eltern. Mir wurde damals klar, dass eine Kindheit wie ich sie erleben durfte keine Selbstverständlichkeit ist und das man unendlich dankbar dafür sein sollte. In dem Lied geht es um jemanden, der vom Vater missbraucht wird und deshalb im späteren Leben gefühlskalt und emotionslos wird. "now I`m bleeding for you, no shine came through `cause you swallowed the light father, who will take me home?" vom Text her der ernsteste und traurigste Song des Albums, deshalb auch das ruhige Solo, von dem viele sagen, es würde ein wenig nach GARY MOORE klingen - danke.

Rain
Obligatorische Ballade, wenn es ein beziehungsmäßigen Text auf "Timeless Fate" gibt, dann ist es dieser. Lustig war, dass wir den Song vor dem Studioaufenthalt nie zusammen gespielt hatten und ich Pierre beim einspielen die einzelnen Parts anzeigen musste. Dirigent sein lag mir dann aber doch nicht. Ich bin allerdings der Meinung, die Ballade vom "Lost"-Album sei besser, es gibt dann immer Diskussionen im Proberaum, welches Stück von beiden live gespielt werden soll. Oft verliere ich...

Down In This Land
Was würde geschehen, wenn ein Engel im Himmel für jede Sünde auf der Erden sterben würde? "Down In This Land" befasst sich genau mit dieser Überlegung.Meiner Meinung nach der schwächste Song der CD, weil er im Studio irgendwie ein wenig vor seiner Tightness verloren hat. Wie? - Keine Ahnung. Plätschert nun eher so vor sich hin - schade...

Timeless Fate
Der Titelsong. Im Prinzip wollte ich nur ein schnelles Stück schreiben. Schicksal und unbeeinflussbare Vorhersehung sind die Schlagworte, mit denen man die Thematik dieses Songs umreißen kann.

Dawn Of Tomorrow
Vom Thema her strebt "Dawn Of Tomorrow" in die gleiche Richtung wie "Timeless Fate". Der Charakter des Liedes ist aber ein völlig anderer. Ein paar Freunde bezeichnen ihn als Stadion-Rock - straighte Strophe und eingängiger Refrain. Besonders lustig ist das wackeln der Köpfe der Zuschauer beim Mittelteil, der vielleicht etwas Irish Folk-lastig ausgefallen ist. Unbedingt mal drauf achten ;-)

Spirit Of The Sea
Der alte Mann und das Meer. Diese Worte treffen den Inhalt am besten. Es geht um Fern- und Heimweh, Enttäuschung und Hoffnung. Unsere erste 3/4 Takt-Nummer, schunkeln ist also definitiv erwünscht. Besondert hervorzuheben sind Ingas Chöre in Refrain und im Gesangsbreak.

Disguised
Der älteste Song des gesamten Albums, er beschreibt meiner Meinung nach aber auch schon die deutlichsten Veränderungen zur "Lost"-cd. Live immer ein guter Abschluss bei dem noch mal alles rausgelassen werden kann.

Chapter II
Die Jungs wollten ein kurzes Intro bwz. ein halbes Iinstrumental und etwas im Stil von RUNNING WILD. Ob mir das nun gelungen ist oder nicht müssen andere entscheiden, meine Kameraden waren zufrieden.

Every Hundred Years
Vom Text her ziemlich düster und dunkel, nur im Refrain geht dann kurzzeitig etwas die Sonne auf. Im Mittelteil habe ich mich etwas von STRATOVARIUS inspirieren lassen, gemerkt? Nein, nicht geklaut; ;-) Frank war von dem Main-Riff so begeistert, dass er meinte ich könnte solch ein Riff nur alle hundert Jahre schreiben - daher also der Titel.

1. As The Harlequin Died
2.
The Missing Link
3.
Alone
4. Rain
5. Down In This Land
6.
Timeless Fate
7.
Dawn Of Tomorrow
8. Spirit Of The Sea
9. Disguised
10. Chapter II
11. Every Hundred Years

"Timeless Fate"
(2004/ TTS Media/ Alive)

DISKOGRAFIE:

"Lost" (2003)
"Timeless Fate" (2004)

more infos @ www.fadingstarlight.de

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Sonny

Last Update: Sunday, 29. August 2004
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