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Exiled Fortune Teller Wertung: 7,5/ 10 ein von mir verfasstes Review könnt ihr ab Ende November in der 19. Ausgabe des Rock It! lesen |
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Review:
Mit VII GATES stellt sich eine ambitionierte Heavy Metal Band
vor, die sich eindeutig auf traditionellen Pfaden bewegt. Auf
seinem Debüt präsentiert der Sechszylinder eine eigenwillige
Mixtur aus IRON MAIDschen Gitarrengewitter ("Bounded By
Hate"), sphärischen Parts der Marke GAMMA RAY ("Under
The Crossed Bones"), der Aggressivität und Härte a la
PRIMAL FEAR sowie aus symphonisch-neoklassischen ("A Dark
Room Of My Mind"/ "The Madman Inside"),
orientalischen und keltischen ("The Saviour")
Elementen. Besonders auffallend - neben dem äußerst
ordentlichen Zusammenspiel - ist die stimmliche Bandbreite von
Sänger Criss Blackburn, der in den härteren, aggressiven
Passagen an Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) erinnert und in den
ruhigen Momenten (ex-)STRATOVARIUS-Fronter Timo Kotipelto
("So Far Away"/ "Tormented") Paroli bieten
könnte. Leider haben sich mit "Seconds Left To Live"
und "Like A Rock" (erinnert stellenweise an EUROPE)
auch zwei Durchhänger eingeschlichen, die den positiven
Gesamteindruck etwas nach unten korrigieren. Fazit: "Fire,
Walk With Me" ist ein Album, das die Fans der genannten Band
bestimmt ansprechen, aber nicht unbedingt vom Hocker reißen
dürfte.
| Trackliste: | 1. Bounded By Hate - 2. The Surviour - 3. Seconds Left To Live - 4. Under The Crossed Bones - 5. So Far Away - 6. Tormented - 7. Love Bullet - 8. A Dark Room Of My Mind - 9. Like A Rock - 10. The Madman Inside |
Thanks to Luis @ Sound Riot Records
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Review:
Ich gelte gemeinhin ja nicht unbedingt als Prog Rock-Freak, aber
hin und wieder schaffen es auch einige Scheiben aus dem
progressiven Genre in meine "melodic-verseuchte"
CD-Mühle. Allerdings erreichen nur wenige Alben den Status der
Dauerrotation, da der Großteil dieser Veröffentlichungen
entweder zu frickelig oder zu unruhig ausfällt. Eine große
Ausnahme bildet das Progressive Rock-Projekt FRAMESHIFT. Hinter
diesem Namen verbirgt sich der deutsche Multi-Instrumentalist
Henning Pauly (CHAIN), den es schon vor einigen Jahren in die USA
verschlagen hat. Als Sänger konnte er keinen geringeren als
James LaBrie gewinnen. Der hauptberufliche DREAM
THEATER-Stimmbandakrobat hat nicht nur die Nummern eingesungen,
sondern war auch weitestgehend ins Songwriting miteinbezogen und
kann sich daher viel freier und facettenreicher als bei seiner
Hauptband präsentieren. Thematisch befasst sich "Unweaving
The Rainbow" mit evolutionären Theorien, die allesamt auf
den Büchern von Richard Dawkins, einem bekannten
neo-darwinistischen Autor, beruhen. Musikalisch schöpft das Trio
aus dem Vollen, denn von Klassik ("Massage From The
Mountain") und Jazz ("Bats") über Pop und Rock
bis hin zum modernen Metal ("Arms Races") ist auf
dieser Scheibe so ziemlich jede Musikrichtung vertreten. Ab und
an bedient man sich sogar der einiger Elemente aus dem Techno-
und Dancefloor-Bereich ("Cultural Genetics"). Hier
treffen u. a. messerscharfe Riffs ("Spiders"),
dominante Bassläufe ("Origins And Miracles") und
prägnante Drums auf gefühlvolle Piano-Parts ("La
Mar") und röhrende bzw. galoppierende Hammonds ("Nice
Guy Finished First"), die sich zu einem wunderschönen
melodischen Sound vermengen. Obwohl es sich hier um ein
Konzept-Album handelt, kann jeder Song problemlos für sich
alleine stehen. Dass die Scheibe ohne nichtssagende und
unübersichtlich verschachtelte Instrumentals auskommt, erweist
sich als weiterer äußerst positiver Aspekt. Selten ist mir ein
Prog Rock-Album untergekommen, das trotz seines extrem hohen
Niveaus zu keiner Minute überladen wirkt. Außerdem wage ich zu
behaupten, das Ausnahmesänger James LaBrie auf dieser Scheibe
den besten Job seiner bisherigen Karriere abgeliefert hat. Da
kann man nur zu den Prog-Göttern beten, das dies nicht die
einzigste Zusammenkunft zweier Genies bleibt. Einfach klasse!
| Trackliste: | 1. Above The Grass/ Part I - 2. The Gene Machine - 3. Spiders - 4. River Out Of Eden - 5. Message From The Mountain - 6. Your Eyes - 7. La Mer - 8. Nice Guys Finsish First - 9. Arms Races - 10. Origins And Miracles - 11. Off The Ground - 12. Walking Through Genetic Space - 13. Cultural Genetics - 14. Bats - 15. Above The Grass/ Part II |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music
weitere Reviews über FRAMESHIFT:
FRAMESHIFT/ An Absence Of Empathy
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Review:
Der Kater lässt das Mausen nicht. Obwohl er schon seit Jahren
als findiger Geschäftsmann mit einer erfolgreichen
Booking-Agentur sein Geld verdient, gilt seine große Liebe nach
wie vor dem Rock 'N' Roll. Es ist gerade mal ein halbes Jahr seit
seinem RAMONES-Tribute Album "For Those About To Sniff Some Glue... We Salute You" ins Land gezogen, doch der frühere
PRETTY BOY FLOYD-Gitarrist KRISTY "KRASH" MAJORS steht
schon wieder mit seinem nächsten Solo-Streich in der Türe. Auf
"Goodbye Rock 'N' Roller" präsentiert er zehn
prickelnde Songs, die in die gleiche Kerbe schlagen wie das
Material seiner einstigen Band oder der BACKYARD BABIES. Den
fetzig-rockenden Opener und Titeltrack, der als Ode an Kurt
Cobaine (NIRWANA) angedacht ist, dürfte den Freaks unter euch
schon als Beitrag zum Sampler "Hollywood Hairspray Vol.
II" bekannt sein. Mit dem Stampfer "Hey, Hey
Punks" kommt schon der nächste Knaller im Punk-Gewand um
die Ecke bevor es mit dem kompromisslosen Kracher "Bad
Attitude" richtig zur Sache geht. Eigentlich wird bei allen
Songs nicht lange rumgefackelt, sondern KRISTY "KRASH"
MAJORS kommt ziemlich schnell auf den Punkt. Deshalb kommen auch
gerade mal ganze drei Nummern auf eine Spielzeit von über 3
Minuten hinaus. Diese Tracks gehören auch mit Abstand zu den
ruhigsten auf "Goodbye Rock 'N' Roller", was die
lässig angesleaste Midtempo-Hymne "We Can't Go Back"
und die Herzschmerz-Ballade "Afterglow", die mit einem
Hauch von ALICE COOPER-Flair umgeben ist, unverblümt ans
Tageslicht bringen. Fazit: "Goodbye Rock 'N' Roller"
ist ein Glam Rock-Happen der aller ersten Güte, der uns leider
schon nach nicht mal einer halben Stunde auf den Boden der
Realität aufprallen lässt. Dieser Umstand hat natürlich
unweigerlich einen Punktabzug in der B-Note zur Folge.
Nichtsdestotrotz heißt die Devise: "1, 2, 3... Rock 'N'
Roll... Vollgas back to the 80ies". Die Scheibe rockt
einfach wie Sau!
Da die Scheibe momentan als US-Import zu haben ist, sollten alle
Interessenten mal unter www.perris-records.de vorbeischauen.
| Trackliste: | 1.
Goodbye Rock N Roller - 2. Hey Hey Punks |
Thanks to Perris Records
weitere Reviews über
KRISTY "KRASH" MAJORS:
KRISTY "KRASH" MAJORS/ For Those
About To Sniff Some Glue We Salute
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Review:
Einer von wohl vielen METALLICA-Samplern in diesem Jahr! Aber
dieser Tribute-Mix hat es allerdings in sich und die mitwirkenden
Bands geben sich mal zur Abwechslung nicht der Reihe nach die
Blöße wie man es sonst von METALLICA-Tributes gewohnt ist! Auch
die Tracklist kann überzeugen und besteht aus den, meiner
Meinung nach wohl neun besten Songs, die Hetfield & Co. je
geschrieben haben. Von "Jump in the fire"("Kill 'em All") bis "Sad But
True"("Metallica") wird alles geboten, was Rang
und Namen hat. Dauerkracher wie etwa "Seek And
Destroy", "For Whom The Bell Tolls", "Ride
The Lightning" oder einer noch schneller als gewohnten
Version von "Master of Puppets". Einziger Ausfall ist
die in meinen Augen total verpatzte Cover-Version von
"Wherever I May Roam", das leider durch seinen sehr
durchschnittlichen Gesang eher negativ aus den sonst sehr gut
dargebotenen restlichen Nummern sticht. Um auf die Bands zu
kommen, die allesamt bei Perris Records ihren Vertrag haben, gibt
es Geheimtipps wie EVERY MOTHER'S NIGHTMARE ("Welcome
Home"), DIVINE RUINS("The Thing That Should Not
Be"), BRUTAL FAITH ("For Whom The Bell Tolls) oder
BLESSED AGONY ("Ride The Lightning") um nur ein paar zu
nennen. Für Leute, die gerne die früheren METALLICA mit neuem
Gesicht sehen wollen, ist das hier wohl genau der richtige Sampler. Aber auch sonst kann hier jedes Metal Heart höher
schlagen!
Zu bestellen ist dieser US Import übrigens am besten direkt bei
Perris Records unter: www.perrisrecords.com.
PS: Am Ende der CD sind noch 9 Hörproben mit Eigenkompositionen
der jeweilig mitwirkenden Band vertreten. Quasi etwas
Eigenwerbung - aber trotzdem recht interessant und durchaus
hörbar.
| Trackliste: | 1. Sad But True |
Thanks to Perris Records
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Review:
Wow! Es hat wirklich den Anschein als wäre die Quelle an
unveröffentlichten Material aus PRETTY BOY FLOYD-Archiven schier
unerschöpflich, denn nach den beiden
"Vault"-Veröffentlichungen fördern die Kumpels von
Perris Records mit "Tonight Belongs To The Young"
nunmehr schon die dritte Scheibe mit rarem PBF-Demos zutage. Bei
diesem Album handelt es sich um zehn Demo-Versionen von Songs,
die eigentlich für den Nachfolger des Hammer-Debüts
"Leather Boyz With Electric Toyz" vorgesehen waren. Das
komplette Material, welches es in punkto Hitpotenzial mit dem
genialen Erstling fast aufnehmen kann, wurde im legendären
Original-LineUp von 1989 (Steve Summers, Kristy Major, Vinnie Chas, Keri Kane) eingespielt. Ich bin mir sicher, hätte uns zu
jener Zeit die Grunch-Seuche nicht heimgesucht, dann wären Songs
wie der arschtretende Titeltrack, der lässige Stampfer
"Heaven Must Be Missing An Angel" und der finale
Kracher "Gangster Of Love" regelrecht im Radio rauf-
und runtergelaufen. Zu meinen persönlichen Favoriten zählen die
herzerweichende Ballade "Far Away" und die
Wochenend-Hymne "5 Long Days", die richtig gute Laune
verbreitet. Einziger Schwachpunkt dieser Scheibe ist der Sound,
der trotz digitalem Remastering doch ziemlich zu wünschen übrig
lässt. Allerdings sollten sich Fans der Hollywood-Glam-Götter
nicht davon abhalten lassen die Scheibe unter www.perrisrecords.com zu ordern, denn die Songs sind wirklich
bärenstark.
| Trackliste: | 1. Tonight Belongs To The Young - 2. Hands Off My Radio - 3. Far Away - 4. Til The Real Thing Comes Along - 5. 5 Long Days - 6. Restless - 7. Hold On To Your Dreams - 8. Stray Bullet - 9. Heaven Must Be An Missing Angel - 10. Gangster Of Love |
Thanks to Perris Records
weitere Reviews über
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PRETTY BOY FLOYD/ Dirty Glam
PRETTY BOY FLOYD/ Size Really Does Matter
PRETTY BOY FLOYD/ Vault II
PRETTY BOY FLOYD/ Leather Boyz With Electric Toyz
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Review:
Nachdem uns Ausnahmesänger Carsten Schulz erst vor knapp zwei
Monaten mit dem neuen DOMAIN-Album erfreut hat, präsentiert er
sich auf dem Erstling von MIDNITE CLUB von einer etwas anderen
Seite. Während er mit seiner Stamm-Combo mittlerweile ziemlich
harte Wege beschreitet, zeigt er sich in der neuen Band seines
ehemaligen MR. HATE-Mitstreiters und Freundes Stephen Seger
(Gitarre) von einer sehr melodischen und stellenweise sehr
gefühlvollen Seite. Ursprünglich war diese Scheibe als
Solo-Album von Stephen Seger angedacht, aber da sich die Nummern
zu richtig coolen Rock-Songs entwickelten, hat sich der Gitarrist
dazu entschieden, die Tracks nicht als Instrumentals
"verkümmern" zu lassen, sondern sie mit Texten zu
versehen und den Silbering mit einer kompletten Band an den Start
zu bringen. Das Ergebnis auf "Running Out Of Lies" gibt
ihm recht und mit Carsten Schulz weiß er einen Sänger auf
seiner Seite, der es wie kaum ein anderer versteht, sich in die
Songs richtig hineinzufühlen und sie mit einem unwiderstehlichen
Charme auszustatten. Angefangen vom bass-schwangeren Opener
"Neon Dreaming" und dem stellenweise leicht
angebluesten "Too Close To The Sun", das mit schönen
Gitarren-Solis aufwartet und stellenweise sogar an AC/DC
erinnert, über das relaxte "Morning Rain" und den
Groover "Snakecharmer" bis hin zum stampfenden
"Heaven Beyond" und melodisch prickelnden Titeltrack
kann jede Nummer auf Anhieb überzeugen. Besonders hervorheben
möchte ich allerdings die beiden wunderschönen Balladen
"Ticket To Silence" und "Thoughts Away"
(phantastische Piano-Parts), die dem Zuhörer einen wohligen
Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen (meinen tiefsten
Respekt Herr Schulz ;-), sowie der einmalig in Szene gesetzte
DURAN DURAN-Klassiker "Wild Boys", der in meinen Ohren
noch einen Zacken besser als das eh schon geniale Original ist.
"Running Out Of Lies" ist zweifelsohne eine der besten
Melodic Rock-Scheiben dieses Jahres und hat absolut das Zeug zum
Klassiker. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass sich die
Herren mit diesem Album nicht ein einmaliges Stelldichein gegeben
haben, wie seinerzeit mit dem MR. HATE-Debüt
"Fragments".
| Trackliste: | 1. Neon Dreaming |
Thanks to Birgitt @ Germusica
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Review:
Mit einem äußerst protzigen Albumtitel melden sich SKEW SISKIN
nach einer über vierjährigen schöpferischen Pause zurück.
"Album Of The Year" - so der Titel der neuen Scheibe -
lässt auf ein wahrlich gestärktes Selbstbewusstsein und
kompromissloses, kraftstrotzendes Album schließen. -
Tatsächlich, denn schon der alles in den bodenstampfende Opener
"We Hate" hat verdammt viel Druck auf dem Kessel. Auch
der folgende Groove-Hammer "Girl On The Mission" und
der höllische Rocker "Shake Me", den Mr. KILMISTER
himself mit dreckigen Backing Vocals veredelt hat, zeigen, dass
die Berliner nichts an ihrer Spontaneität und
Kompromisslosigkeit eingebüsst haben. Im Gegenteil, der neue
Silberling kommt noch frecher, powergeladener und cooler als der
Vorgänger "What The Hell" aus den Lautsprechern und
ist dem makellosen 92er Debüt mehr als ebenbürtig. Etwas
gedämpfter, aber nicht minder aggressiv gehen Sängerin Nina C.
Alice & Co. beim modern angehauchten "Hate Lies" zu
Werke und eine winzige Verschnaufpause vergönnen sie uns gar nur
mit dem "War And Peace Song", der durch den Einsatz von
Streicherelementen mit einem Hauch von Klassik und Mystik umgeben
wird. Des weiteren fräsen sich der lässig-moderne Groover
"Lips" (MOTÖRHEAD hätten es bestimmt nicht besser
gekonnt), der knisternde Rocker "All Fired Up" und das
hitverdächtige "The Goddess" (beide erinnern
stellenweise an AC/DC) mit rasanter Geschwindigkeit durch die
Gehörgänge und schlagen ihre Zelte dort auf. Das Nina C. Alice
nicht nur eine begnadete Sängerin ist, die sich nicht hinter
DORO oder LEE AARON verstecken zu braucht, sondern auch eine ganz
passable Axt schwingt und auch am Schlagzeug nicht ganz
untalentiert zu Werke geht, davon zeugen der Opener und das
Gitarrensolo auf "Girl On The Mission". Auf diesem
Album treffen raue, energiegeladene und aggressive - stellenweise
aber auch einfühlsame - Vocals auf messerscharfe Gitarren-Riffs
der Marke Jim Voxx und eine druckvoll-bestechende
Rhythmus-Fraktion, die sich aus Bassist Spray und dem neuen
Drummer Damien Insane zusammensetzt. Ob die Scheibe nun euer
persönliches "Album Of The Year" ist bzw. wird, müsst
ihr selbst entscheiden. In meine Jahres-Top Ten haben es SKEW
SISKIN mit Sicherheit geschafft. Wie auch immer, Rock 'N' Roll in
Deutschland hat einen Namen: S-K-E-W S-I-S-K-I-N
| Trackliste: | 1. We Hate - 2. Girl On The Mission - 3. Shake Me - 4. All Fired Up - 5. Hate Lies - 6. Lips - 7. White Thrash - 8. Jesus Of Cool - 9. 2 Much 4 U - 10. The Goddess - 11. Strike Me Blind - 12. War And Peace Song - 13. Another Good Man - 14. Torn Apart |
Thanks to Sven @ MusicConsult
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Review:
Die California-Rocker GREAT WHITE sorgten mit einem tragischen
Ereignis während ihres Konzerts auf Rhode Island gleich zu
Beginn dieses Jahres für negative Schlagzeilen. Nun, wo sich das
laufende Jahr langsam gen Ende neigt, macht die Band um
Ausnahmesänger Jack Russell erneut von sich reden. Diesmal gibt
uns die Band aber allen Anlass zur Freude, denn endlich kommt das
Cover-Album, welches 1989 im Studio "live" eingespielt
und bereits 2002 in den USA veröffentlicht wurde, auch
europaweit zu Veröffentlichungsehren. Neu abgemischt und
gemastert - sowie mit zwei Bonus Tracks bestückt - kommt es nun
über das belgische Label Mausoleum Records in die Läden der
Nation. In insgesamt 14 Songs huldigen Jack Russell & Co
einigen Bands, von denen sie maßgeblich beeinflusst wurden.
Unter anderem haben sie Songs von THE CULT ("Love Removal
Machine)", STATUS QUO ("Again And Again"), BAD
COMPANY ("Ready For Love"), THE FREE ("Fire And
Water") und ROBIN TROWER ("Lady Love") auf ihre
unverkennbar kraftvolle und ehrliche Weise interpretiert. Die
absoluten Höhepunkte auf einem durchwegs starken Album sind
allerdings das ROLLING STONES-Medley "Bitches And Other
Womans", AC/DCs "Sin City" und "No Matter
What" von BADFINGER. Der sehr gute Gesamteindruck wird
leider durch die beiden wirklich überflüssigen Bonus Tracks
etwas nach unten gedrückt. Hierbei handelt es sich um eine
äußerst missglückte dance-lastige Version des VAN
HALEN-Klassikers "Unchained" (KMFDM-Remix) und den
gewöhnungsbedürftigen Rosetta Stone-Remix von "Sin
City". Fazit: Wer schon am LED ZEPPELIN-Tribut-Album der
Raubfische seine Freude hatte, wird mit Sicherheit auch an
"Revisiting Familiar Waters" Gefallen finden. Zum
vollendeten Glück fehlt natürlich noch ein neues Studio-Album
von GREAT WHITE!
| Trackliste: | 1. Love Removal Machine - 2. Again And Again - 3. Ready For Love - 4. Bitches And Other Women (Medley: Bitch/ It's Only Rock 'N' Roll/ Woman) - 5. Tangled Up And Blue - 6. Burning House Of Love - 7. Ain't No Way To Treat A Lady - 8. Sin City - 9. No Matter What - 10. Fire And Water - 11. Down To The Doctor - 12. Lady Love - 13. Unchained (KMFDM remix/ bonus track) - 14. Sin City (Rosetta Stone remix/ bonus track) |
Thanks to Alfie @ Mausoleum Records
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Review:
Die Glamrocker SINN präsentieren uns auf Ihrem Debüt
"Jailbait" ein Dutzend genretypischer
Drei-Minuten-Songs, die beinahe allesamt unter dem Banner
völliger Belanglosigkeit anzusiedeln sind.
Auch nach dem x-ten Hördurchgang will der zündende Funke bei
mir einfach nicht überspringen, was durch den spartanischen
Sound der Veröffentlichung ebenfalls nicht unterstütz wird. Wie
sämtliche Sleaze/ Glam-Bands machen es sich auch die Jungs um
Tommy Krash nicht zum Anspruch die Musikwelt neu zu definieren,
wogegen es ja auch generell nichts einzuwenden gäbe ... Jedoch
verbinde ich Glam Rock mit einem gewissen Maß an
"Gute-Laune-Garantie", und einfach gestrickten Songs,
die sich bereits nach dem ersten Durchgang schier im Gehör
festgefressen zu haben scheinen.
Jungs, falls Ihr mich hören könnt: Wenn ich mir eine Glam
Rock-Scheibe auflege, will ich das Gefühl haben am "Sunset
Strip", "48 hours" unter "Girls, Girls,
Girls" auf einem Trip "Round and Round" der
"Wild Side" zu sein - weitestgehend Ideenlosigkeit und
geringen Wiedererkennungswert bietet mir der deutsche Rundfunk
schon genug ... "Anspieltipps" erscheinen mir am
ehesten das leicht an PRETTY BOY FLOYD erinnernde
"Freak", sowie "Stepsister". Schande jedoch
über die Jungs für die Vergewaltigung der "Poison" -
Coverversion "Look What The Cat Dragged In", die dem
Hörer nur allzu gut vor Augen führt, woran es SINN trotz einem
überdurchschnittlichem Sleaze/ Glam Sänger mangelt: Am
unverkrampften Spaßfaktor!!!
| Trackliste: | 01. Girl - 02. Stepsister - 03. Look What The Cat Dragged In - 04. Freak - 05. Find A Way - 06. Science Girl - 07. Too Late - 08. Outlaw - 09. Shame - 10. She Wants Love - 11. 16 Sexy Sweet - 12. Almost 16 |
Thanks to Perris Records
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Review:
MTM-Classix die Zweite! Kaum sind die letzten Takte von SNAKE
CHARMER verklungen, schiebt das Münchener Label mit FAR NORTH
das nächste verschollene Schweden Rock-Schnittchen nach. Hierbei
handelt es sich um eine Band, die Songwriter/ Keyboarder Tobias
Öhman Ende 1992 ins Leben gerufen und die 1993 mit
"What?!" ihre bisher erste und einzige Scheibe
abgeliefert hat. Seinerzeit kam dieses Album nur in Schweden und
im Land der aufgehenden Sonne zu VÖ-Ehren. Musikalisch treffen
hier fette Keyboards der Marke EUROPE und wirbelnde Drums auf
griffige Gitarrenriffs und neoklassische Elemente a la YNGWIE
MALMSTEEN ("The Gates Of Haven") aufeinander, die durch
den ausdrucksstarken Gesang von Patrik Jonsson zu einer
wild-eingängigen AOR/ Melodic Rock-Mixtur avanciert. Songs wie
der Stampfer "Freedom Is All", AOR-Hymne "I Just
Need Your Love" oder das von irischen Gefiedel begleitete
"Phantoms" flutschen nur so durch den Gehörgang und
setzen sich unweigerlich im Gehirn fest. Ein weiteres Schmankerl
ist die Coverversion von "Heartattack", den der flotte
Fünfer eigens für ein THIN LIZZY-Tribute Album aufgenommen hat.
Die ganze Scheibe wurde komplett remastert und wirkt daher zu
keiner Sekunde irgendwie angestaubt oder gar altbacken. Das bei
den Aufnahmen auch der Spaß nicht zu kurzgekommen ist, davon
zeugt ein recht witziger Sketch am Ende des Albums. Ein knackiges
Scheiberl, das sich Fans der oben genannten Bands ohne Bedenken
beim Händler ihres Vertrauens eintüten lassen können.
| Trackliste: | 1. Yes I'll try - 2. Never
trust a stranger |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
![]() |
Review:
Nachdem ich mich mit dem Vorgänger-Album "Again"
(2001) nicht richtig anfreunden konnte, ging ich nicht mit
besonders großen Erwartungen an das neue Machwerk des
türkischstämmigen Gitarristen heran. Doch schon der treibende
Opener "Stand Up" macht hellhörig! Warum? Ganz
einfach, das schwedische Schwergewicht hat eindeutig an Härte
und Eingängigkeit zugelegt. Zwar fließt die Chose nicht ganz so
leicht ins Ohr wie bei den obengenannten Bands, aber das fetzige
"The Queen" und die AOR-Hymne "That Ain't Me"
(erinnert stellenweise an JOE COCKER) zeigen, dass sich SAYIT
zweifelsohne auf dem richtigen Weg befindet. Diesmal hat sich das
Ausnahmetalent auch dazu durchringen können nicht eine ganze
Riege begnadeter Sänger ins Studio zu holen, sondern einzig und
alleine Geir Rönning (PRISONER) das Vertrauen auszusprechen. Ein
wahrlich lohnenswerter Entschluss, denn Hr. Rönning versteht es
wie keine anderer - begleitet von Tommy Denanders tragenden und
abwechslungsreichen Keyboardteppichen- dem Material von SAYIT die
besondere Würze zu verleihen. Natürlich war SAYIT-Kumpel und
Producer-Workaholic Tommy Denander auch diesmal wieder der
Verantwortliche hinter den Reglern und hat "Louder" mit
seiner unverkennbaren Produktion veredelt. Als weitere
Entscheidungshilfen möchte ich euch das modern groovende
"I'm King", die ruhige Blues-Nummer "Longing For
Someone To Hold" und den Stampfer "My Lonely
Heart" ans Ohr legen. Fazit: Ein Album, das seinem Titel
mehr als gerecht wird und auf mehr "louder" Stoff aus
dem Hause SAYIT hoffen lässt.
| Trackliste: | 1. Stand Up - 2. The Queen |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
![]() |
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Review:
That's it! Der pure Wahnsinn, was uns die Schweizer auf ihrer
vierten Scheiblette servieren. Nach einem recht originellen
Alphorn-Intro hauen uns CRYSTAL BALL mit dem röhrenden
Titeltrack, dem mega-eingängigen Stampfer "Forever And
Eternally" und der Mitsing-Hymne "My Life" ein
Opener-Trio um die Ohren, das sich wirklich gewaschen hat und
mächtig Spaß macht. Beschritt das Quintett auf ihrem letzten
Output "Virtual Empire" doch etwas heftigere Wege als
gewohnt, so haben sich die Mannen um Sänger Marc Sweeney wieder
mehr an ihrem großartigen Debüt "In The Beginning"
orientiert. Und das Ergebnis auf "Hellvetia" gibt ihnen
uneingeschränkt recht, denn auch die weiteren Nummern wie der
Groove-Hammer "Oppsites Attract" (geile Gitarren), der
Kracher "Last Dance" und das leicht speedige "Want
It All" wissen schon beim ersten Durchlauf voll zu
überzeugen. Natürlich wird mit dem lieblichen "Wasn't It
Love" auch wieder die Balladen-Fraktion bestens bedient.
Auch in den anderen Songs bestechen CRYSTAL BALL mit ihrer
wiedergewonnen Unbekümmertheit und rocken richtig lässig
drauflos. Für frischen Wind hat diesmal mit Sicherheit auch die
Zusammenarbeit mit Stefan Kaufmann (ex-Accept/ U.D.O.) gesorgt,
der den 12 Songs (inkl. Bonus Track "Seeing Is
Believing") produktionstechnisch seinen Stempel aufgedrückt
hat. Fazit: "Hellvetia" ist eine Scheibe mit genialen
Hooks, fetten Grooves und tollen Melodien, zu der sich von Anfang
bis Ende höllisch abrocken lässt. Mit diesem Output werden sie
sich wohl mit ihren Landsmännern SHAKRA um den Titel "Hard
Rock-Album des Jahres 2003" streiten dürfen.
Das Album ist außerdem als streng limitierte Erstauflage (Bonus
Track) in einer edlen Metallbox, die in Form Schweizer Frankens
daherkommt, erhältlich. Also Sammler aufgepasst!!!
| Trackliste: | 1. HELLvetia - 2. Forever And Eternally - 3. My Life - 4. Opposites Attract - 5. Last Dance - 6. Want It All - 7. Picture Of Love - 8. Bird On The Wire - 9. Misery Needs Company - 10. One Day At A Time - 11. Wasn't It Love - 12. Seeing Is Believing (bonus track) |
Thanks to Markus
@
Nuclear Blast
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CRYSTAL BALL/ TimeWalker
CRYSTAL BALL/ Virtual
Empire
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Review:
Der Erstling von PERFECT WORLD ist mal wieder eine CD die mich
persönlich an den Rande der Verzweiflung treibt. Da startet ein
Sänger aus meiner Lieblingsgarde ein gemeinsames Projekt mit
einem namhaften Produzenten, und meine Wenigkeit ist von dem
vorliegenden Ergebnis ziemlich enttäuscht. Da stellt man sich
die Frage, ob man denn mit zu hohen Erwartungen an diese Scheibe
herangegangen ist? Aber ich denke nicht, denn schließlich hat
Kelly Hansen schon Alben wie "Waiting For The Sun"
(UNRULY CHILD) oder "Liquifury" (HURRICANE) mit seinem
Gesang veredelt und Bassist/ Producer Fabrizio V. Zee Grossi hat
schon mit Namen wie STEVE VAI, Steve Lukather (TOTO) oder NINA
HAGEN zusammengearbeitet. Auf ihrem Debüt präsentiert die Band,
die mit JM Scattolin (Acoustic- u Rhythmus-Gitarre), Alex DeRosso
(Lead-Gitarre), Biggs Brice (Drums) und Adam Forgione (Keys)
vervollständigt wird, einen Sound, der in etwa einer Mischung
aus UNRULY CHILD ("Waiting For The Sun") und DEF
LEPPARD ("X") sehr nahe kommen dürfte, aber weder
musikalisch - noch produktionstechnisch - an die zweifelsohne
hohe Qualität der genannten Bands bzw. Scheiben herankommt. So
bleiben eigentlich nur Songs wie "Leaving Lonley", das
mit eingängigen Passagen und starken Gesangslinien zu glänzen
weiß, die Coverversion des PINK-Smash-Hits "Just Like A
Pill" und die Halbballade "Someday Soon", das fast
im modernen DEF LEPPARD-Gewand daher kommt, im Gehörgang
hängen. Die restlichen Nummern plätschern leider etwas
gemächlich und emotionslos vor sich hin. Zugegeben, die Scheibe
ist wirklich nicht schlecht, aber von den beteiligten Musikern
hat man sich insgeheim doch etwas mehr erhofft.
| Trackliste: | 1. Here With Me - 2. Leavin Lonley - 3. Just Like A Pill - 4. I Believe In You - 5. Between You And Me - 6. Out Of Bounds - 7. You'll Be Gone - 8. Someday Soon - 9. Do You Love - 10. I Need You - 11. Overnight Sensation - 12. Broken |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
|
Review:
Erst vor knapp 1½ Jahren erfreute uns Mr. Jim Peterik mit
seinem WORLDSTAGE-Projekt und nun steht mit PRIDE OF LIONS das
neue Projekt des SURVIVOR-Mitbegründers und Songwriters in den
Läden. Mit dem 25jährigen Sänger Toby Hitchcock hat sich der
Meister ein relativ unbeschriebenes Blatt ins Boot geholt, der
sich nicht im geringsten hinter den SURVIVOR-Sängern Dave
Bickler oder Jimi Jamison verstecken zu braucht. Auf dem
selbstbetitelten Debüt hat der Ausnahme-Songwriter dem neuen
Gesangswunder zwölf Perlen auf den Leib geschneidert, die man
seit den glorreichen SURVIVOR-Tagen nicht mehr gehört hat.
Angefangen von Hard Rock-Hymnen mit phantastischen Chören und
Refrains ("It's Criminal") über lässige
Midtempo-Nummern ("Love Is On The Rocks") bis hin zu
herzerweichenden Balladen wie "Interrupted Melody" und
"Last Safed Placed" ist alles vertreten, was ein
starkes AOR-Album ausmacht. Hinzu kommt noch eine klare und
druckvolle Produktion, die das ganze zu einer erstklassigen
Scheibe macht. Während die erste Ballade zu Beginn nicht nur von
der Textzeile, sondern auch von der Melodie her ziemlich stark an
EUROPEs "Carrie" erinnert (getreu nach dem Motto:
besser gut geklaut als selbst schlecht gemacht ;-), weiß
letztere durch gänsehaut-erregende und ausgeklügelte
Arrangements zu brillieren. Jim Peterik hat mit Toby Hitchcock
einen wahren Glücksgriff gemacht hat, denn die beiden ergänzen
sich stimmlich wirklich hervorragend. Lauscht einfach mal den
Gesangs-"Duellen" bei "Sound Of Home" oder
"Unbreakable" (erinnert phasenweise an "Eye Of
Tiger"), dann wisst ihr wovon ich hier spreche. "Pride
Of Lions" ist die Scheibe, auf die SURVIVOR-Fans seit
"Vital Signs" gewartet haben. Definitiv das AOR-Album
2003!
| Trackliste: | 1. It's Criminal - 2. Gone - 3. Interrupted Melody - 4. Sound Of Home - 5. Prideland - 6. Unbreakable - 7. First Time Around The Sun - 8. Turn To Me - 9. Madness Of Love - 10. Love Is On The Rocks - 11. Last Safe Place - 12. Music And Me |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Sie werden auch die spanischen MOTÖRHEAD genannt, die Rede ist
von LOS SUAVES. Mit über 500.000 verkauften LPs sind sie die
wohl erfolgreichste Hard Rock 'N' Roll Band des Landes! Daß sie
jetzt, zu ihrem 25. Geburtstag, noch einmal einen solchen Hammer
auf den Tisch knallen, haben vermutlich nicht mal Insider
erwartet und auch sonst konnte das keiner ahnen. Und wirklich -
sie klingen ihrem ihnen vorauseilenden Ruf entsprechend - eine
Mischung aus "1916" und "Overnight Sensation"
ist ungefähr der Sound, der uns hier entgegen pfeift! Mit
"Si Yo Fuero Dios" haben sie das wohl stärkste Album
der gesamten 25 jährigen Band-History abgeliefert. Egal aus
welchem Blickwinkel man die Musik betrachtet, man merkt einfach
von der ersten Minute an, daß hier begeisterte Musiker am Werk
waren. Auch das gesamte Songwriting ist von diesem Geist
inspiriert. Alles findet hier seine Berechtigung, denn absolut
jedes der 10 Lieder hat seinen ganz eigenen Reiz und weiß zu
begeistern! Von knallharten Rock 'N' Roll Nummern wie
"Judas", "11 Minutos" oder "Si Yo Fuero
Dios", die alle zusammen einen sehr hymnenhaften Charakter
besitzen, bis hin zu sanften melodischen und gefühlvollen
Balladen wie "Libertad" und "Ojos".
Inhaltlich handeln die Songs von Einsamkeit, Verbitterung und
allgemein tendenziell eher von negativen Momenten des Lebens.
Fazit: "Si Yo Fuero Dios" ist ein Meisterwerk, das wohl
jeden Hard 'N' Roller und MOTÖRHEAD-Fan in helle Verzückung
geraten lassen dürfte: Wirklich ein kleines Highlight zum
langsamen Ausklang des Jahres!
| Trackliste: | 1. Judas - 2. Viejo - 3. 11 Minutos - 4. Tormenta - 5. Libertad - 6. Si Yo Fuera Dios - 7. Mi Casa - 8. Ojos - 9. Noche - 10. Ya Nos Vamos |
Thanks to Julia @ Flying Dolphin
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Review:
Mit der Besprechung dieser Scheibe verschlägt es uns mal wieder
in die heftigeren Gefilde des Heavy Metals. Mit "Force
Againtst Mind" schickt der brasilianische Vierer bereits
sein zweites Album in die Schlacht. Mit dem Wort Schlacht trifft
man hier den Nagel voll auf den Kopf, denn auf dieser Scheibe
wird Thrash Metal der temporeichen Art geboten - Explict
FastTrash! Hier wird auf über 14 Nummern (inklusive dreier
Live-Bonustracks) alles kompromisslos niedergeknüppelt, was sich
der Gang um Sänger/ Gitarrist Alex Coelho in den Weg stellt - d.
h. für 45 Minuten Vollgas; ohne jegliche Verschnaufpause. Die
Songs bewegen sich auf relativ gleich hohen Level und auch nach
mehreren Gehör-Attacken lässt sich kein Füller oder gar
Ausfall verzeichnen. Andererseits fehlt irgendwie der
Überknaller, damit sich der zögernd überspringende Funke zum
feuergewaltigen Inferno entwickelt. Meine persönlichen Favoriten
hören auf die Titel "Misery Screams" und
"Cocaine". Während erstgenannter mit leicht
orientalischen Elementen zu gefallen weiß, kann letzterer mit
einer ordentlichen Portion Groove punkten. Für meinen Geschmack
wären ein paar ruhigere und etwas eingängigere Momente nicht
fehl am Platze gewesen, aber Fans von SEPULTURA & Co.
dürften an dieser Scheibe mit Sicherheit Gefallen finden. Also
auf jeden Fall mal reinhören!!!
PS. Das Cover ist allerdings recht unglücklich gewählt. Klar,
die Mucke auf "Force Against Mind" ist nichts für
Weicheier, aber auf die Nachstellung einer Hinrichtungsszene
hätte man getrost verzichten können.
| Trackliste: | 1. Beyond The Chaos - 2. Rotten The Money - 3. Misery Screams - 4. Trash - 5. Blood's Mine - 6. Andralls On Fire Pt. II - 7. Desire To Glorify - 8. Cocaine - 9. The Shade And The Darkness - 10. So Many Gods - 11. Back - 12. Terror Fetus (live bonus track) - 13. Lady Death (live bonus track) - 14. Desire To Glorify (live bonus track) |
Thanks to Alfie @ Mausoleum Records
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Review:
Nachdem ich über den letztjährigen Gig von HARDLINE auf dem
"Gods-Festival" fast ausschließlich Lobeshymnen
gehört habe, war ich natürlich mächtig gespannt auf die
Tonkonserve, die Frontiers Records dieser Tage auf den Markt
bringen. Doch schon während des Openers und der Übernummer
"Hot Cherie" läuft mir ein eiskalter Schauer über den
Rücken. Nicht etwa aus grenzenloser Begeisterung, wie man
vielleicht vermuten könnte, sondern wegen maßloser
Enttäuschung. Selten ist mir eine Live-Scheibe untergekommen,
die ein Konzert-Feeling so dermaßen schlecht transportiert wie
der hier vorliegende Silberling. Obwohl Johnny Gioeli & Co in
ihrer Setlist vorwiegend auf ihr phantastisches Debüt
"Double Eclipse" stützen (lediglich die Ballade
"Face The Night", "Weight" und "Only A
Night" haben es aus dem neuen Album zu
Live-"Ehren" gebracht), will sich das unwiderstehliche
Flair jenes Klassikers einfach nicht auf die Live-Scheibe
übertragen. Egal ob es nun am gewöhnungsbedürftigen Live-Sound
oder an den unharmonischen und teils schrägen Backvocals/
Chören liegen mag, auf jeden Fall vermag der Funke (während der
14 live dargebotenen Songs) zu keinem Zeitpunkt richtig
überspringen. An dieser Tatsache können auch die drei
zusätzlichen Studio-Tracks (u. a. eine Acoustic-Version von
"Only A Night") nichts ändern. Diese Scheibe ist nach
JEFF SCOTT SOTO und HAREM SCAREM mittlerweile schon der dritte
Output, den uns Frontiers Records vom "Gods-Festival
2002" präsentiert, der aber leider nicht mal annähernd an
die Qualität der eben genannten Alben herankommt. Dieses
Live-Album muss man sich nicht unbedingt antun und es wird auf
keinen Fall der Klasse der Band in irgendeiner Weise gerecht.
Sehr schade in Anbetracht der beteiligten Musiker.
PS. Dieser Gig wurde nicht nur auf tontechnisch, sondern - wie
auch die beiden anderen Gods-Beiträge aus dem Hause Frontiers
Records - auch filmtechnisch auf DVD festgehalten.
| Trackliste: | 1. Intro - 2. Hot Cherie - 3. Life's A Bitch - 4. Everything - 5. Face The Night - 6. Takin' Me Down - 7. Weight - 8. In The Hands Of Time - 9. Only A Night - 10. I'll Be There - 11. Drums Solo - 12. Rhythm From A Red Car - 13. Keyboards Solo - 14. Dr. Love - 15. Hypnotized (bonus studio track) - 16. Only A Night (acoustic) (bonus studio track)- 16. Mercy (bonus studio track) |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Wow, wie ein Wirbelwind legt sie los! Wirklich beeindruckend
diese Debüt-Scheibe. Man nehme etwas 70er-Rock der Klasse LED
ZEPPELIN oder BLACK SABBATH, vermische das Ganze mit modernen
Death-Metal und etwas Hardcore-Elementen und fertig ist ein Mix,
der sich durchaus hören lassen kann. Ein Jahr ist es her als die
Brüder Harto & Jaakko (beide spielen Gitarre) zusammen mit
ihren Freunden Oze und Tom (Drums bzw. Vocals) anfingen Songs zu
schreiben. Da alle vier Bandmitglieder in Finnland schon vor
HEAVEN 'N' HELL aktive Profimusiker waren (sie spielten in dort
bekannten Britpop- ,Hardcore- und Heavy Bands), ist es durchaus
kein Wunder, dass den Jungs sofort nach dem ersten Demo-Tape und
ein paar lokalen Konzerten ein Plattenvertrag angeboten wurde.
Vielleicht ist euch ja schon die Vorab-Single bekannt, die seit
Mitte letzten Monats im Handel erhältlich ist ("Two Lost
Lonely Souls"/ "Shreen"). Diese CD überraschte
mich während der letzten paar Tage immer wieder aufs neue, denn
um so öfter ich sie mir anhörte, um so besser wurde sie! Und
mittlerweile kann ich getrost sagen, dass jeder, der Heavy-Metal
liebt, sich diese Platte auf keinen Fall entgehen lassen sollte
(was ja nicht unbedingt auf jedes Debüt zutrifft). Drei
Anspieltipps für den Plattenladen hab ich auch noch auf Lager:
Zum ersten ist da "Shy", das von Anfang an vor Power
nur so strotzt und einen sehr eingängigen Chorus besitzt. Dann
wären da noch die Songs "Gone Like An Angel" und
"Almost Done", die beide sehr an alte TURBO NEGRO-Songs
angelehnt sind. Wirklich eine klasse Scheibe, die so ziemlich
jedem Metal-Freak gefallen dürfte. Einziges Manko: Die mit 40
Minuten knapp bemessene Laufzeit.
Wertung: 7,5/ 10
ein von mir verfasstes Review könnt ihr ab Ende November in der 19. Ausgabe des Rock It! lesen
| Trackliste: | 1. Turn Me Around - 2. Shy - 3. Take My Hand - 4. Another Man - 5. Two Lost Lonely Souls - 6. Gone Like An Angel - 7. Almost Done - 8. A Cry For Help - 9. One Of A Kind - 10. Paid All The Dues |
Thanks to Jan @ Sure Shot Worx
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Review:
Bereits 2002 ließ P!NK mit Ihrem Mega - Hit "Just Like A
Pill" etliche Rockfans aufhorchen - ein wirklich
hervorragender Videoclip tat sein übriges. Dass ihr nicht mehr
so ganz neues Werk "Try this" jedoch ein derartiges
Meisterwerk werden würde, hätte zumindest ich niemals erwartet.
Vergesst die Garde der alten Rockladies wie etwa MELISSA
ETHERIDGE oder ALANNAH MYLES, denn was Madame P!NK hier vom
Stapel lässt ist wirklich allererste Sahne - und obwohl
"Try Thís" nicht durchgängig mit hochkarätigen Songs
aufwartet, ist es ein Werk, das einfach zu gut ist als es nicht
zu rezensieren. Einen besseren Einstieg als das flotte, punkige
"Trouble" hätte man wahrlich nicht wählen können -
100% Kick Ass Rock ´n Roll, absolut eingängig und nicht mehr
aus dem Kopf zu bekommen Einiger Hördurchgänge bedarf hingegen
"Last To Know", um jedoch von Durchlauf zu Durchlauf zu
wachsen. Das fetzige "Try To Hard" fesselt mit einer
fantastischen Hookline, und trifft mit einem nicht minder
genialem Chorus voll ins Schwarze. "Humble
Neighbourhood" gleicht einer Symbiose aus PAT BENATARs
"Anxiety", gepaart mit einem ZZ TOP-Gitarren- und
Schlagzeugsound a la "Eliminator" - P!INK´s völlig
steril und bewußt kühl gehaltene Vokalakkrobatik ... genial ...
"Save My Life" und "Walk Away" zünden
ähnlich wie "Last To Know" ebenfalls nicht auf den
ersten Hördurchgang, um jedoch ihr Potential von Mal zu Mal mehr
zu entfalten. Im dezent mit Bläsersätzen untermalten
"Unwind" röhrt sich P!NK förmlich die Seele aus dem
Leib und läßt Erinnerungen an JANIS JOPLIN zu Ihren besten
Zeiten aufkommen - für mich das Highlight dieser
Veröffentlichung!!!Den Abschluss bildet die Überballade
"Love Song", bei der P!INK lediglich durch Ihre
einzigartige Stimme dem Hörer eine eiskalten Schauer über den
Rücken jagt - Gänsehaut pur !!!Auch wenn P!INK in ihrer
Vergangenheit nicht unbedingt Rockfans zu Ihrem Klientel zählen
wollte, solltet ihr "Try this" unbedingt antesten, euch
aber jedoch über garantiertes Suchpotential im Klaren sein ...
just like a pill ...
| Trackliste: | 1. Trouble - 2. God Is A DJ - 3. Last To Know - 4. Tonight's The Night - 5. Oh My God - 6. Catch Me While I'm Sleeping - 7. Waiting For Love - 8. Save My Live - 9. Try To Hard - 10. Humble Neighbourhood - 11. Walk Away - 12. Unwind - 13. Love Song |
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Review:
Aufmerksamen Lesern dürfte die Band COASTLINE vielleicht bekannt
vorkommen, denn durch ihre Beiträge zu den beiden "Munich's
Hardest Hits - Melodic Rock Is Back Vol. 3 + 4" konnte das
schwedische Quintett für einige Aufmerksamkeit sorgen. Nun legt
die Female Fronted Band ihr selbstbetiteltes Album vor, und
wandert damit verdammt gekonnt auf den Spuren einstiger 80er
AOR-Größen wie HEART ("Can't Live Here Without You"/
Ballade), STEVE NICKS (der fetzige Opener "Restless Heart,
Restless Mind") oder SURVIVOR ("Innocent Child").
Die stimmliche Bandbreite von Sängerin Helena Rosendahl reicht
dabei von Ann Wilson (HEART) über PAT BENATAR und Darby Mills
(HEADPINS). Zu den Highlights gehört neben den bereits
erwähnten Songs u. a. auch "Masterplan", das in punkto
Hookline und Chorus doch ziemlich nahe an DOMINOEs Renault-Hymne
"Here I Am" angelegt ist, sowie der JOURNEYlastige
Midtempo-Rocker "One Step". Da sämtliche
Bandmitglieder schon Erfahrungen in anderen Bands und mit anderen
Musikrichtungen gemacht haben, ist instrumenten- und
performancetechnisch alles in Butter. Auch die freche und frische
Produktion, für die sich die Band selbst verantwortlich zeigt,
kann es mit so einigen anderen 2003er Produktionen aus dem
AOR-Bereich lässig aufnehmen. Ich schätze mal - dass trotz
dieser Frische - den ewigen Besserwissern und Nörglern das Album
wahrscheinlich zu 80er-lastig und zu voraussehbar sein wird.
Allerdings für die Fans der genannten Bands/ Interpreten dürfte
"Coastline" ein wahres Fest sein.
Falls ihr dieses Album bei eurem ortsansässigen Dealer nicht
bekommen solltet, dann findet ihr selbige mit Sicherheit unter www.cdtotal.com.
| Trackliste: | 1. Restless Heart, Restless Mind - 2. Breaking A Heart Is So Easy - 3. Masterplan - 4. Can't Live Here Without You - 5. Desperate Heartbeats - 6. Innocent Child - 7. Love's Not For Everyone - 8. One Step - 9. Save Your Love - 10. Miracle - 11. Searching For An Answer (european bonus track) |
Thanks Vicente @ Vinny Records
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Review:
Marco Paganini dürfte vielen Besuchern durch seine Zeit als
Sänger an der Seite von Barbara Schenker bei den Hannoveranern
VIVA bekannt sein. Nach zwei gemeinsamen Alben widmet sich Marco
fortan seiner Solo-Karriere und landete mit "Berlin By
Night" (aus dem Debüt "Weapon Of Love") und den
Titeltrack seines zweiten Albums ("It's A Long Way To The
Top") zwei wahre Hits. Nach seinem dritten und bisher
letzten Album "Detox" (1990) wurde es urplötzlich
ziemlich ruhig um den sympathischen Schweizer mit der
Reibeisenstimme. Aber genauso plötzlich wie er sich damals aus
der Szene verabschiedet hatte, taucht der Nachfahre des
"Teufelgeigers" 13 Jahre später wie Phönix aus der
Asche wieder auf. Auf seiner Comeback-Scheibe
"Esoterrorism" präsentiert er uns 11 Rock-Happen (plus
Intro "Open The Circle/ Gun Play"), die deutlich
härter und düsterer ausgefallen sind als die bisherigen
Veröffentlichungen des Eidgenossen. Dass der Sound nicht nur
dunkler und brutaler geworden ist, sondern auch ein zeitgemäßes
Gewand trägt, bringt gleich der kompromisslose Opener
"Revolutionary Chant", der nicht gerade mit
Scratch-Einlagen geizt, und der heftige Arschtretter "Shake
Your Bones" schonungslos zutage. Trotz aller Moderne und
Härte im Sound von PAGANINI hat der Meister nicht das Gefühl
für erdige Grooves ("Feed") und rotzige Elemente
("I Want It Back"/ "The Knowing") verloren.
Obwohl eine Nummer wie "Out Of My Skin I'm In" gut und
gerne auf einer der beiden vorletzten Scheiben von Schockrocker
ALICE COOPER hätte stehen können, hat Marco Paganini gemeinsam
mit seinem Freund Dale Powers (Gitarren, Backing Vocals) und
Producer ZouZou Mamoux (Keyboards/ Samples/ Scatches) einen
ziemlich eigenständigen und fetten Sound kreiert, der den
Traditionalisten höchstwahrscheinlich etwas übel aufstoßen
dürfte. Allerdings dürften Songs wie z. B. das hitverdächtige
"Feed" und das punkige "How Could I Know?"
oder der Stampfer "One For The Taken" für weitsichtige
Fans das Salz in der Suppe sein, denn mit diesen Nummern ist es
PAGANINI gelungen den guten alten Hard Rock übergangslos mit dem
Sound der heutigen Zeit zu vereinen. Mit "Esoterrorism"
hat sich das Stehaufmännchen zwar eindrucksvoll zurückgemeldet,
aber an die oben genannten Glanztaten aus vergangenen Tagen kommt
er nicht ganz heran. "It's a long hard way back to the top,
but PAGANINI will take it!"
Übrigens: Das Video zu "Feed" findet ihr in voller
Länge auf der offiziellen Page unter www.paganini.ch!
| Trackliste: | 1. Open Th Circle/ Gun
Play - 2. Revolutionary Chant - 3. Shake Your Bones - 4.
Feed - 5. Out Of The Skin I'm In - 6. Like Guns Over Head |
Thanks to Thomas @ Tyrolis Musik
weitere Reviews über PAGANINI:
PAGANINI/ Resurrection
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Review:
Oh, welch wohlklingende Töne bohren sich da durch meine
metal-malträtierten Ohren? Feinster Hard Rock aus Portugal.
Obwohl sich meine Vorlieben für spanisch-/
portugiesischsprachige Bands mittlerweile rumgesprochen haben
müsste, tragen FAITHFULL ihre Songs nicht in ihrer Muttersprache
vor. Wenn ihr jetzt eine Scheibe erwartet habt, die vom
südländischen Akzent dominiert wird, dann habt ihr euch
ordentlich geschnitten, denn Sergio Sabino (ex-EVIDENCE) bewegt
sich äußerst gekonnt und akzentfrei über die zwölf Songs und
erinnert dabei an eine Mischung aus Claus Lessmann/ Jon Bon Jovi.
Auch die musikalische Gangart von FAITHFULL spielt sich zwischen
den Bands der beiden genannten Sänger ab. Ich will jetzt aber
nicht den Eindruck erwecken, dass der Vierer jetzt wie billiger
Abklatsch bekannter Größen klingt - nein, im Gegenteil - denn
Rui Martins bringt mit seinem sehr variablen Gitarrenspiel, das
von VAN HALEN ("There's No Turning Back") bis ZZ TOP
("Way Back") reicht, zwar wohlbekannte Elemente ins
Spiel, aber baut diese so geschickt in den Bandsound ein, dass er
schon fast wieder eigenständig klingt. Zum Appetitholen eignen
sich das basslastige "You Won't Get Me Now",
"Learned My Lesson", das mit einprägsamen Riffs und
dezent eingestreuten - sowie sehr melodischen - Keyboards zu
fesseln weiß, und der kompromisslose Groover "The Way I
Am" hervorragend. Abgerundet wird der wohlklingende
Silberling mit der Acoustic-Nummer "Please" und einer
kompakten Produktion von TARANTULA-Drummer Luis Barros, der mit
dem Projekt BARROS auf ähnlichen Pfaden wie FAITHFULL wandert.
Ein starkes Album, das man als Hard Rock-Fan nicht übersehen
solltte!
| Trackliste: | 1. Light This City - 2. There's No Turning Back - 3. All I Want, All I Need - 4. I've Been Missing You - 5. You Won't Get Me Now - 6. Ending Songs - 7. Melting Your Ice - 8. Learned My Lessons - 9. Like A Shadow - 10. The Way I Am - 11. Way Back - 12. Please (european bonus track) |
Thanks Vicente @ Vinny Records
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Wertung: 8/ 10
Review:
Nachdem Schauspielerin KATJA RIEMANN mit dem Film
"Bandits" (1997) und dem dazugehörigen ziemlich
rockigen Soundtrack erstmals musikalisch in Erscheinung trat,
folgte mit "Nachtblende" (2000) ihr überraschendes
Solo-Debüt, welches die Künstlerin von einer
experimentell-popigen Seite zeigte. Mit ihrem neuen Album ist die
vielseitige Frau noch einen Schritt weitergegangen, denn auf
"Favorites" bewegt sie sich mit ihrem Oktett gekonnt
zwischen Jazz, Funk und Folk. Songwritertechnisch wurde sie
größtenteils von ihrem Bruder Jochen Riemann unterstützt, aber
auch ihre Schauspieler- und Sängerkollegin JASMIN TABATABAI
konnte mit "Peaces Of My Heart" und "After You
Killed Me" zwei Songs beisteuern. Während ersterer zwischen
getragenen Streicherparts und ungezügelt-bizarren Gitarren- und
Trompeten-Passagen hin- und herpendelt, weiß letzterer mit
klassischer Piano-Bar-Atmosphäre zu brillieren. Für Songs wie
die sehr verträumte und jazzige Version von "Shadows"
(im Original auf dem "Bandits"-Soundtrack), welches von
erfrischenden Dobro-Klängen aufgelockert wird, oder das zum
Nachdenken auffordernde "November Night" hat Frau
RIEMANN sogar selbst zur Feder gegriffen. Sogar Bandits"-
Regisseurin Katja von Garnier hat eine Nummer für dieses Album
geschrieben. "Absence Make The Hearts Beat", so der
Titel dieses besagten Songs ist eine gelungene Melange aus Jazz,
irischen Folk und afrikanischer Klänge. Abwechslung wird auf
diesem Album großgeschrieben, denn einerseits geht's mit
"Bad Boys" ziemlich funky und groovy zur Sache,
andererseits schlägt man mit "Carless Love"
(wunderschöne Jazzpiano-Parts) aber auch sehr gefühlvolle -
fast zerbrechlich - Klänge an. Mit dem verführerischen
Evergreen "Funny Valentine" und dem melancholischen
Chanson "Les Choses De La Vie", bei dem sie von Michael
Wenninger gesanglich unterstützt wird, sind auch zwei
Cover-Versionen mit von der Partie. Für etwas Auflockerung und
Heiterkeit sorgt der unbetitelte Bonustrack (Lachkrampf a la
ELVIS PRESLEY) und der Hiddentrack, der irgendwie das Flair der
NDW aufkommen lässt. Auf diesem Album wurde wirklich nichts dem
Zufall überlassen, denn das KATJA RIEMAN OKTETT hat vor den
Aufnahmen über zwei Jahre an den zwölf Stücken geprobt und
herumgefeilt. Fazit: "Favorites" verdeutlicht einmal
mehr, dass KATJA RIEMANN nicht nur eine begnadete Schauspielerin
ist, sondern auf eine sehr begabte und vielseitige Sängerin ist.
Eine außergewöhnliche und rundum gelungene Scheibe, die von
Jens Fischer Rodrian produktionstechnisch in den richtigen Rahmen
gesetzt wurde. Well done, Madame Riemann ;-)
| Trackliste: | 1. Blue Moon - 2. Absence Makes The Heart Beat - 3. Shadows - 4. My Funny Valentine - 5. Pieces Of My Heart - 6. Careless Love - 7. Bad Boys - 8. After You Killed Me - 9. Les Choses De La Vie - 10. Trouble - 11. November Night - 12. To My Family |
Thanks to Julia @ SPV
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Review:
Groß vorstellen muss man wohl INA DETER nicht mehr, denn mit
Liedern wie "Wenn Du So Bist Wie Dein Lachen",
"Neue Männer Braucht Das Land" oder "Soll Mich
Lieben Wer Will" machte die Emanzen-Rockerin während der
70er/ 80er und Anfang der 90er von sich reden. Mitte des letzten
Jahrzehnts zog sich die geborene Berlinerin für einige Jahre aus
dem Musik-Geschäft zurück um ihren Leidenschaften für Theater,
Schriftstellerei und Malerei freien Lauf zu lassen. Ende der 90er
kam INA DETER mit neuem Album zurück und veröffentlichte im
Herbst 2000 mit "Spieglein, Spieglein" ihr vorerst
letztes Rock-Album. Nach der dazugehörigen Tour kehrte die
vielseitige Frau der Rockmusik erneut den Rücken und es folgten
die ersten Konzerte unter dem Motto "Voilà - Lieder von
Edith Piaf". Schließlich begab sie sich im Frühjahr 2003
mit dem 8köpfigen Orchesters DIE COMPAGNONS ins Studio und das
Ergebnis dieser Zusammenarbeit präsentiert uns die Künstlerin
auf dem hier vorliegenden Album. Für dieses Projekt hat sich
"Madame" DETER eigens 14 der bekanntesten PIAFschen
Texte von Laila Khayati wortwörtlich ins Deutsche übersetzen
lassen, um diese dann auf ihre ureigenste Weise zu
interpretieren. So erscheinen Songs wie z. B. das sehr
rhythmische "Derda's Java" ("La Java De
Cezique"), das sarkastisch-schwermütige "Liebende Für
Einen Tage" ("Les Amants D' Un Jour") oder auch
der schmissige Evergreen "Milord" gegenüber den
Originalen in einem ganz neuen Licht. Einerseits geht es mit
"Mein Herz Liegt Unten In Der Gosse" ("Mon Coeur
Est Au Coin D' Une Rue") ziemlich smooty, andererseits aber
auch stampfend-beschwingt ("Die Strassenmädchen"/
"Mômes De La Cloche") zur Sache. Obwohl die meisten
Originaltexte schon ein 3/4 Jahrhundert auf dem Buckel haben,
scheinen sie nichts an ihrer Aktualität verloren zu haben, denn
viele Szenen aus diesen Songs könnten auch aus unserer Zeit
stammen. Auf diesem Album zeigt sich, dass Diva EDITH PIAF und
die einstige Emanzen-Rockerin INA DETER auf irgendeine Weise
seelenverwandt sind. Während die eine schon in den 30ern und
40ern der Männergesellschaft klarzumachen versuchte wer das
wirklich starke Geschlecht ist, zeigt die andere nach fast 30
Jahren im Musikgeschäft den Männern immer noch die Ellenbogen.
"Voilà - Lieder von Edith Piaf In Deutsch" dürfte
für Leute, die gerne mal über den Tellerrand von Pop/
Rock-Musik hinausschauen, eine ganz neue und besondere Erfahrung
sein. Also traut euch!
| Trackliste: | 1. Padam Padam, dieses Lied... - 2. Derda's Jave - 3. Liebende Für Einen Tag - 4. Die Eulen - 5. Mein Herz Liegt Unten In Der Gosse - 6. Unter Dem Himmel Von Paris - 7. Die Strassenmädchen - 8. Immer Die Selbe Geschichte - 9. Der Akkordeonspieler - 10. Weihnachten Auf Der Strasse - 11. Die Menge - 12. Der Fremde - 13. Hymne An Die Liebe - 14. Milord |
Thanks to Julia @ SPV
Last
Update: Sunday, 02. May 2004
created in January 2001 © by Sonny