HOME

Weitere interessante
VÖs im November:
03.11.2003

Magellan - Impossible Figures

Magellan
Impossible Figures
Wertung: 5,5/ 10
17.11.2003

Tad Morose - Modues Vivendi

Tad Morose
Modues Vivendi
Wertung: 9/ 10
  03.11.2003

Doc Holliday - Good Time Music

Doc Holliday
Good Time Music
Wertung: 7,5/ 10
18.11.2003

Michael Harris - Words Collide

Michael Harris
Words Collide
Wertung: 7,5/ 10
  10.11.2003

Axenstar - Far From Heaven

Axenstar
Far From Heaven
Wertung: 6,5/ 10
24.11.2003

The Storyteller
Tales Of The Holy Quest
Wertung: 6,5/ 10

ein von mir verfasstes Review könnt ihr ab Ende Januar in der 20. Ausgabe des Rock It! lesen

  11.11.2003

Dogpound - The Hellbound

Dogpound
The Hellburn
Wertung: 7/ 10
24.11.2003

First Shot - Midnight Madness

First Shot
Midnight Madness
Wertung: 7/ 10
  17.11.2003

Frost - Raise Your Fist To Metal

Frost
Raise Your Fist To Metal
Wertung: 6/ 10
24.11.2003

Dark Moor - Dark Moor

Dark Moor
Dark Moor
Wertung: 7,5/ 10

ein von mir verfasstes Review könnt ihr ab Ende Januar in der 20. Ausgabe des Rock It! lesen

  17.11.2003

Cornerstone - Once Upon Our Yesterday

Cornerstone
Once Upon Our Yesterday
Wertung: 6,5/ 10
??.11.2003

Exiled - Fortune Teller

Exiled
Fortune Teller
Wertung: 7,5/ 10

ein von mir verfasstes Review könnt ihr ab Ende November in der 19. Ausgabe des Rock It! lesen


VII GATES/ Fire, Walk With Me
  • Band: VII Gates
  • Albumtitel: Fire, Walk With Me
  • Spielzeit: 52:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Sound Riot Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Gamma Ray, Primal Fear, Stratovarius, Iron Maiden
  • Veröffentlichung: 28.11.2003
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Mit VII GATES stellt sich eine ambitionierte Heavy Metal Band vor, die sich eindeutig auf traditionellen Pfaden bewegt. Auf seinem Debüt präsentiert der Sechszylinder eine eigenwillige Mixtur aus IRON MAIDschen Gitarrengewitter ("Bounded By Hate"), sphärischen Parts der Marke GAMMA RAY ("Under The Crossed Bones"), der Aggressivität und Härte a la PRIMAL FEAR sowie aus symphonisch-neoklassischen ("A Dark Room Of My Mind"/ "The Madman Inside"), orientalischen und keltischen ("The Saviour") Elementen. Besonders auffallend - neben dem äußerst ordentlichen Zusammenspiel - ist die stimmliche Bandbreite von Sänger Criss Blackburn, der in den härteren, aggressiven Passagen an Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) erinnert und in den ruhigen Momenten (ex-)STRATOVARIUS-Fronter Timo Kotipelto ("So Far Away"/ "Tormented") Paroli bieten könnte. Leider haben sich mit "Seconds Left To Live" und "Like A Rock" (erinnert stellenweise an EUROPE) auch zwei Durchhänger eingeschlichen, die den positiven Gesamteindruck etwas nach unten korrigieren. Fazit: "Fire, Walk With Me" ist ein Album, das die Fans der genannten Band bestimmt ansprechen, aber nicht unbedingt vom Hocker reißen dürfte.

Sonny

Trackliste: 1. Bounded By Hate - 2. The Surviour - 3. Seconds Left To Live - 4. Under The Crossed Bones - 5. So Far Away - 6. Tormented - 7. Love Bullet - 8. A Dark Room Of My Mind - 9. Like A Rock - 10. The Madman Inside

Thanks to Luis @ Sound Riot Records


FRAMESHIFT/ Unweaving The Rainbow
  • Band: Frameshift
  • Albumtitel: Unweaving The Rainbow
  • Spielzeit: 79:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ProgRock Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Dream Theater, Spock's Beard, Yes, Hubi Meisel
  • Veröffentlichung: 25.11.2003
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Ich gelte gemeinhin ja nicht unbedingt als Prog Rock-Freak, aber hin und wieder schaffen es auch einige Scheiben aus dem progressiven Genre in meine "melodic-verseuchte" CD-Mühle. Allerdings erreichen nur wenige Alben den Status der Dauerrotation, da der Großteil dieser Veröffentlichungen entweder zu frickelig oder zu unruhig ausfällt. Eine große Ausnahme bildet das Progressive Rock-Projekt FRAMESHIFT. Hinter diesem Namen verbirgt sich der deutsche Multi-Instrumentalist Henning Pauly (CHAIN), den es schon vor einigen Jahren in die USA verschlagen hat. Als Sänger konnte er keinen geringeren als James LaBrie gewinnen. Der hauptberufliche DREAM THEATER-Stimmbandakrobat hat nicht nur die Nummern eingesungen, sondern war auch weitestgehend ins Songwriting miteinbezogen und kann sich daher viel freier und facettenreicher als bei seiner Hauptband präsentieren. Thematisch befasst sich "Unweaving The Rainbow" mit evolutionären Theorien, die allesamt auf den Büchern von Richard Dawkins, einem bekannten neo-darwinistischen Autor, beruhen. Musikalisch schöpft das Trio aus dem Vollen, denn von Klassik ("Massage From The Mountain") und Jazz ("Bats") über Pop und Rock bis hin zum modernen Metal ("Arms Races") ist auf dieser Scheibe so ziemlich jede Musikrichtung vertreten. Ab und an bedient man sich sogar der einiger Elemente aus dem Techno- und Dancefloor-Bereich ("Cultural Genetics"). Hier treffen u. a. messerscharfe Riffs ("Spiders"), dominante Bassläufe ("Origins And Miracles") und prägnante Drums auf gefühlvolle Piano-Parts ("La Mar") und röhrende bzw. galoppierende Hammonds ("Nice Guy Finished First"), die sich zu einem wunderschönen melodischen Sound vermengen. Obwohl es sich hier um ein Konzept-Album handelt, kann jeder Song problemlos für sich alleine stehen. Dass die Scheibe ohne nichtssagende und unübersichtlich verschachtelte Instrumentals auskommt, erweist sich als weiterer äußerst positiver Aspekt. Selten ist mir ein Prog Rock-Album untergekommen, das trotz seines extrem hohen Niveaus zu keiner Minute überladen wirkt. Außerdem wage ich zu behaupten, das Ausnahmesänger James LaBrie auf dieser Scheibe den besten Job seiner bisherigen Karriere abgeliefert hat. Da kann man nur zu den Prog-Göttern beten, das dies nicht die einzigste Zusammenkunft zweier Genies bleibt. Einfach klasse!

Sonny

Trackliste: 1. Above The Grass/ Part I - 2. The Gene Machine - 3. Spiders - 4. River Out Of Eden - 5. Message From The Mountain - 6. Your Eyes - 7. La Mer - 8. Nice Guys Finsish First - 9. Arms Races - 10. Origins And Miracles - 11. Off The Ground - 12. Walking Through Genetic Space - 13. Cultural Genetics - 14. Bats - 15. Above The Grass/ Part II

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

weitere Reviews über FRAMESHIFT:
FRAMESHIFT/ An Absence Of Empathy


KRISTY "KRASH" MAJORS/ Goodbye Rock - N - Roller
  • Band: Kristy "Krash" Majors
  • Albumtitel: Goodbye Rock 'N' Roller
  • Spielzeit: 29:34 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Pretty Boy Floyd, Backyard Babies
  • Veröffentlichung: 25.11.2003
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Der Kater lässt das Mausen nicht. Obwohl er schon seit Jahren als findiger Geschäftsmann mit einer erfolgreichen Booking-Agentur sein Geld verdient, gilt seine große Liebe nach wie vor dem Rock 'N' Roll. Es ist gerade mal ein halbes Jahr seit seinem RAMONES-Tribute Album "For Those About To Sniff Some Glue... We Salute You" ins Land gezogen, doch der frühere PRETTY BOY FLOYD-Gitarrist KRISTY "KRASH" MAJORS steht schon wieder mit seinem nächsten Solo-Streich in der Türe. Auf "Goodbye Rock 'N' Roller" präsentiert er zehn prickelnde Songs, die in die gleiche Kerbe schlagen wie das Material seiner einstigen Band oder der BACKYARD BABIES. Den fetzig-rockenden Opener und Titeltrack, der als Ode an Kurt Cobaine (NIRWANA) angedacht ist, dürfte den Freaks unter euch schon als Beitrag zum Sampler "Hollywood Hairspray Vol. II" bekannt sein. Mit dem Stampfer "Hey, Hey Punks" kommt schon der nächste Knaller im Punk-Gewand um die Ecke bevor es mit dem kompromisslosen Kracher "Bad Attitude" richtig zur Sache geht. Eigentlich wird bei allen Songs nicht lange rumgefackelt, sondern KRISTY "KRASH" MAJORS kommt ziemlich schnell auf den Punkt. Deshalb kommen auch gerade mal ganze drei Nummern auf eine Spielzeit von über 3 Minuten hinaus. Diese Tracks gehören auch mit Abstand zu den ruhigsten auf "Goodbye Rock 'N' Roller", was die lässig angesleaste Midtempo-Hymne "We Can't Go Back" und die Herzschmerz-Ballade "Afterglow", die mit einem Hauch von ALICE COOPER-Flair umgeben ist, unverblümt ans Tageslicht bringen. Fazit: "Goodbye Rock 'N' Roller" ist ein Glam Rock-Happen der aller ersten Güte, der uns leider schon nach nicht mal einer halben Stunde auf den Boden der Realität aufprallen lässt. Dieser Umstand hat natürlich unweigerlich einen Punktabzug in der B-Note zur Folge. Nichtsdestotrotz heißt die Devise: "1, 2, 3... Rock 'N' Roll... Vollgas back to the 80ies". Die Scheibe rockt einfach wie Sau!
Da die Scheibe momentan als US-Import zu haben ist, sollten alle Interessenten mal unter
www.perris-records.de vorbeischauen.

Sonny

Trackliste: 1. Goodbye Rock N Roller - 2. Hey Hey Punks - 3. Bad Attitude - 4.We Can't Go Back - 5. It Doesn't Matter - 6. Where It Ends - 7. 21st Century Digital boy - 8. Out Of Sight - 9. Alexia - 10. Afterglow

Thanks to Perris Records

weitere Reviews über KRISTY "KRASH" MAJORS:
KRISTY "KRASH" MAJORS/
For Those About To Sniff Some Glue We Salute


VARIOUS ARTISTS/ None Blacker - A Tribute To Metallica
  • Band: Various Artists
  • Albumtitel: None Blacker
  • Spielzeit: 70:51 min
  • Vergleichbare Bands: Metallica
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Veröffentlichung: 25.11.2003
  • Bewertung: 8/ 10

Review:
Einer von wohl vielen METALLICA-Samplern in diesem Jahr! Aber dieser Tribute-Mix hat es allerdings in sich und die mitwirkenden Bands geben sich mal zur Abwechslung nicht der Reihe nach die Blöße wie man es sonst von METALLICA-Tributes gewohnt ist! Auch die Tracklist kann überzeugen und besteht aus den, meiner Meinung nach wohl neun besten Songs, die Hetfield & Co. je geschrieben haben. Von "Jump in the fire"("Kill 'em All") bis "Sad But True"("Metallica") wird alles geboten, was Rang und Namen hat. Dauerkracher wie etwa "Seek And Destroy", "For Whom The Bell Tolls", "Ride The Lightning" oder einer noch schneller als gewohnten Version von "Master of Puppets". Einziger Ausfall ist die in meinen Augen total verpatzte Cover-Version von "Wherever I May Roam", das leider durch seinen sehr durchschnittlichen Gesang eher negativ aus den sonst sehr gut dargebotenen restlichen Nummern sticht. Um auf die Bands zu kommen, die allesamt bei Perris Records ihren Vertrag haben, gibt es Geheimtipps wie EVERY MOTHER'S NIGHTMARE ("Welcome Home"), DIVINE RUINS("The Thing That Should Not Be"), BRUTAL FAITH ("For Whom The Bell Tolls) oder BLESSED AGONY ("Ride The Lightning") um nur ein paar zu nennen. Für Leute, die gerne die früheren METALLICA mit neuem Gesicht sehen wollen, ist das hier wohl genau der richtige Sampler. Aber auch sonst kann hier jedes Metal Heart höher schlagen!
Zu bestellen ist dieser US Import übrigens am besten direkt bei Perris Records unter:
www.perrisrecords.com.
PS: Am Ende der CD sind noch 9 Hörproben mit Eigenkompositionen der jeweilig mitwirkenden Band vertreten. Quasi etwas Eigenwerbung - aber trotzdem recht interessant und durchaus hörbar.

Christian

Trackliste: 1. Sad But True - 2. Master Of Puppets - 3. Welcome Home - 4. Wherever I May Roam - 5. Seek & Destroy - 6. The Thing That Should Not Be - 7. Jump In The Fire - 8. For Whom The Bell Tolls - 9. Ride The Lightning

Thanks to Perris Records


PRETTY BOY FLOYD/ Tonight Belongs To The Young
  • Band: Pretty Boy Floyd
  • Albumtitel: Tonight Belongs To The Young
  • Spielzeit: 40:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Poison, Mötley Crüe, Jetboy
  • Veröffentlichung: 25.11.2003
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Wow! Es hat wirklich den Anschein als wäre die Quelle an unveröffentlichten Material aus PRETTY BOY FLOYD-Archiven schier unerschöpflich, denn nach den beiden "Vault"-Veröffentlichungen fördern die Kumpels von Perris Records mit "Tonight Belongs To The Young" nunmehr schon die dritte Scheibe mit rarem PBF-Demos zutage. Bei diesem Album handelt es sich um zehn Demo-Versionen von Songs, die eigentlich für den Nachfolger des Hammer-Debüts "Leather Boyz With Electric Toyz" vorgesehen waren. Das komplette Material, welches es in punkto Hitpotenzial mit dem genialen Erstling fast aufnehmen kann, wurde im legendären Original-LineUp von 1989 (Steve Summers, Kristy Major, Vinnie Chas, Keri Kane) eingespielt. Ich bin mir sicher, hätte uns zu jener Zeit die Grunch-Seuche nicht heimgesucht, dann wären Songs wie der arschtretende Titeltrack, der lässige Stampfer "Heaven Must Be Missing An Angel" und der finale Kracher "Gangster Of Love" regelrecht im Radio rauf- und runtergelaufen. Zu meinen persönlichen Favoriten zählen die herzerweichende Ballade "Far Away" und die Wochenend-Hymne "5 Long Days", die richtig gute Laune verbreitet. Einziger Schwachpunkt dieser Scheibe ist der Sound, der trotz digitalem Remastering doch ziemlich zu wünschen übrig lässt. Allerdings sollten sich Fans der Hollywood-Glam-Götter nicht davon abhalten lassen die Scheibe unter
www.perrisrecords.com zu ordern, denn die Songs sind wirklich bärenstark.

Sonny

Trackliste: 1. Tonight Belongs To The Young - 2. Hands Off My Radio - 3. Far Away - 4. Til The Real Thing Comes Along - 5. 5 Long Days - 6. Restless - 7. Hold On To Your Dreams - 8. Stray Bullet - 9. Heaven Must Be An Missing Angel - 10. Gangster Of Love

Thanks to Perris Records

weitere Reviews über PRETTY BOY FLOYD:
PRETTY BOY FLOYD/
Dirty Glam
PRETTY BOY FLOYD/
Size Really Does Matter
PRETTY BOY FLOYD/
Vault II
PRETTY BOY FLOYD/
Leather Boyz With Electric Toyz


Midnite Club - Running Out Of Lies
  • Band: Midnite Club
  • Albumtitel: Running Out Of Lies
  • Spielzeit: 50:32 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Sony Music
  • Vergleichbare Bands: Evidence One, Journey, Dokken, AC/DC
  • Veröffentlichung: 24.11.2003
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nachdem uns Ausnahmesänger Carsten Schulz erst vor knapp zwei Monaten mit dem neuen DOMAIN-Album erfreut hat, präsentiert er sich auf dem Erstling von MIDNITE CLUB von einer etwas anderen Seite. Während er mit seiner Stamm-Combo mittlerweile ziemlich harte Wege beschreitet, zeigt er sich in der neuen Band seines ehemaligen MR. HATE-Mitstreiters und Freundes Stephen Seger (Gitarre) von einer sehr melodischen und stellenweise sehr gefühlvollen Seite. Ursprünglich war diese Scheibe als Solo-Album von Stephen Seger angedacht, aber da sich die Nummern zu richtig coolen Rock-Songs entwickelten, hat sich der Gitarrist dazu entschieden, die Tracks nicht als Instrumentals "verkümmern" zu lassen, sondern sie mit Texten zu versehen und den Silbering mit einer kompletten Band an den Start zu bringen. Das Ergebnis auf "Running Out Of Lies" gibt ihm recht und mit Carsten Schulz weiß er einen Sänger auf seiner Seite, der es wie kaum ein anderer versteht, sich in die Songs richtig hineinzufühlen und sie mit einem unwiderstehlichen Charme auszustatten. Angefangen vom bass-schwangeren Opener "Neon Dreaming" und dem stellenweise leicht angebluesten "Too Close To The Sun", das mit schönen Gitarren-Solis aufwartet und stellenweise sogar an AC/DC erinnert, über das relaxte "Morning Rain" und den Groover "Snakecharmer" bis hin zum stampfenden "Heaven Beyond" und melodisch prickelnden Titeltrack kann jede Nummer auf Anhieb überzeugen. Besonders hervorheben möchte ich allerdings die beiden wunderschönen Balladen "Ticket To Silence" und "Thoughts Away" (phantastische Piano-Parts), die dem Zuhörer einen wohligen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen (meinen tiefsten Respekt Herr Schulz ;-), sowie der einmalig in Szene gesetzte DURAN DURAN-Klassiker "Wild Boys", der in meinen Ohren noch einen Zacken besser als das eh schon geniale Original ist. "Running Out Of Lies" ist zweifelsohne eine der besten Melodic Rock-Scheiben dieses Jahres und hat absolut das Zeug zum Klassiker. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass sich die Herren mit diesem Album nicht ein einmaliges Stelldichein gegeben haben, wie seinerzeit mit dem MR. HATE-Debüt "Fragments".

Sonny

Trackliste: 1. Neon Dreaming - 2. Too Close To The Sun - 3. Morning Rain - 4. Wild Boys - 5. Snakecharmer - 6. Ticket To Silence - 7. Heaven Beyond - 8. Running Out Of Lies - 9. Midnite Club - 10. What The Mirror Only Knows - 11. Thoughts Away

Thanks to Birgitt @ Germusica


SKEW SISKIN/ Album Of The Year
  • Band: Skew Siskin
  • Albumtitel: Album Of The Year
  • Spielzeit: 58:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Contraire
  • Vergleichbare Bands: Motörhead, Nashville Pussies, Lee Aaron
  • Veröffentlichung: 24.11.2003
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Mit einem äußerst protzigen Albumtitel melden sich SKEW SISKIN nach einer über vierjährigen schöpferischen Pause zurück. "Album Of The Year" - so der Titel der neuen Scheibe - lässt auf ein wahrlich gestärktes Selbstbewusstsein und kompromissloses, kraftstrotzendes Album schließen. - Tatsächlich, denn schon der alles in den bodenstampfende Opener "We Hate" hat verdammt viel Druck auf dem Kessel. Auch der folgende Groove-Hammer "Girl On The Mission" und der höllische Rocker "Shake Me", den Mr. KILMISTER himself mit dreckigen Backing Vocals veredelt hat, zeigen, dass die Berliner nichts an ihrer Spontaneität und Kompromisslosigkeit eingebüsst haben. Im Gegenteil, der neue Silberling kommt noch frecher, powergeladener und cooler als der Vorgänger "What The Hell" aus den Lautsprechern und ist dem makellosen 92er Debüt mehr als ebenbürtig. Etwas gedämpfter, aber nicht minder aggressiv gehen Sängerin Nina C. Alice & Co. beim modern angehauchten "Hate Lies" zu Werke und eine winzige Verschnaufpause vergönnen sie uns gar nur mit dem "War And Peace Song", der durch den Einsatz von Streicherelementen mit einem Hauch von Klassik und Mystik umgeben wird. Des weiteren fräsen sich der lässig-moderne Groover "Lips" (MOTÖRHEAD hätten es bestimmt nicht besser gekonnt), der knisternde Rocker "All Fired Up" und das hitverdächtige "The Goddess" (beide erinnern stellenweise an AC/DC) mit rasanter Geschwindigkeit durch die Gehörgänge und schlagen ihre Zelte dort auf. Das Nina C. Alice nicht nur eine begnadete Sängerin ist, die sich nicht hinter DORO oder LEE AARON verstecken zu braucht, sondern auch eine ganz passable Axt schwingt und auch am Schlagzeug nicht ganz untalentiert zu Werke geht, davon zeugen der Opener und das Gitarrensolo auf "Girl On The Mission". Auf diesem Album treffen raue, energiegeladene und aggressive - stellenweise aber auch einfühlsame - Vocals auf messerscharfe Gitarren-Riffs der Marke Jim Voxx und eine druckvoll-bestechende Rhythmus-Fraktion, die sich aus Bassist Spray und dem neuen Drummer Damien Insane zusammensetzt. Ob die Scheibe nun euer persönliches "Album Of The Year" ist bzw. wird, müsst ihr selbst entscheiden. In meine Jahres-Top Ten haben es SKEW SISKIN mit Sicherheit geschafft. Wie auch immer, Rock 'N' Roll in Deutschland hat einen Namen: S-K-E-W S-I-S-K-I-N

Sonny

Trackliste: 1. We Hate - 2. Girl On The Mission - 3. Shake Me - 4. All Fired Up - 5. Hate Lies - 6. Lips - 7. White Thrash - 8. Jesus Of Cool - 9. 2 Much 4 U - 10. The Goddess - 11. Strike Me Blind - 12. War And Peace Song - 13. Another Good Man - 14. Torn Apart

Thanks to Sven @ MusicConsult


GREAT WHITE/ Revisiting Familiar Waters
  • Band: Great White
  • Albumtitel: Revisiting Familiar Waters
  • Spielzeit: 56:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Rolling Stones, Status Quo, AC/DC und viele mehr
  • Veröffentlichung: 24.11.2003
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Die California-Rocker GREAT WHITE sorgten mit einem tragischen Ereignis während ihres Konzerts auf Rhode Island gleich zu Beginn dieses Jahres für negative Schlagzeilen. Nun, wo sich das laufende Jahr langsam gen Ende neigt, macht die Band um Ausnahmesänger Jack Russell erneut von sich reden. Diesmal gibt uns die Band aber allen Anlass zur Freude, denn endlich kommt das Cover-Album, welches 1989 im Studio "live" eingespielt und bereits 2002 in den USA veröffentlicht wurde, auch europaweit zu Veröffentlichungsehren. Neu abgemischt und gemastert - sowie mit zwei Bonus Tracks bestückt - kommt es nun über das belgische Label Mausoleum Records in die Läden der Nation. In insgesamt 14 Songs huldigen Jack Russell & Co einigen Bands, von denen sie maßgeblich beeinflusst wurden. Unter anderem haben sie Songs von THE CULT ("Love Removal Machine)", STATUS QUO ("Again And Again"), BAD COMPANY ("Ready For Love"), THE FREE ("Fire And Water") und ROBIN TROWER ("Lady Love") auf ihre unverkennbar kraftvolle und ehrliche Weise interpretiert. Die absoluten Höhepunkte auf einem durchwegs starken Album sind allerdings das ROLLING STONES-Medley "Bitches And Other Womans", AC/DCs "Sin City" und "No Matter What" von BADFINGER. Der sehr gute Gesamteindruck wird leider durch die beiden wirklich überflüssigen Bonus Tracks etwas nach unten gedrückt. Hierbei handelt es sich um eine äußerst missglückte dance-lastige Version des VAN HALEN-Klassikers "Unchained" (KMFDM-Remix) und den gewöhnungsbedürftigen Rosetta Stone-Remix von "Sin City". Fazit: Wer schon am LED ZEPPELIN-Tribut-Album der Raubfische seine Freude hatte, wird mit Sicherheit auch an "Revisiting Familiar Waters" Gefallen finden. Zum vollendeten Glück fehlt natürlich noch ein neues Studio-Album von GREAT WHITE!

Sonny

Trackliste: 1. Love Removal Machine - 2. Again And Again - 3. Ready For Love - 4. Bitches And Other Women (Medley: Bitch/ It's Only Rock 'N' Roll/ Woman) - 5. Tangled Up And Blue - 6. Burning House Of Love - 7. Ain't No Way To Treat A Lady - 8. Sin City - 9. No Matter What - 10. Fire And Water - 11. Down To The Doctor - 12. Lady Love - 13. Unchained (KMFDM remix/ bonus track) - 14. Sin City (Rosetta Stone remix/ bonus track)

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


SINN/ Jailbait
  • Band: Sinn
  • Albumtitel: Jailbait
  • Spielzeit: 36:01
  • Plattenfirma/Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Ratt, Poison, Cats In Boots
  • Veröffentlichung: 18.11.2003
  • Wertung: 3/ 10

Review:
Die Glamrocker SINN präsentieren uns auf Ihrem Debüt "Jailbait" ein Dutzend genretypischer
Drei-Minuten-Songs, die beinahe allesamt unter dem Banner völliger Belanglosigkeit anzusiedeln sind.
Auch nach dem x-ten Hördurchgang will der zündende Funke bei mir einfach nicht überspringen, was durch den spartanischen Sound der Veröffentlichung ebenfalls nicht unterstütz wird. Wie sämtliche Sleaze/ Glam-Bands machen es sich auch die Jungs um Tommy Krash nicht zum Anspruch die Musikwelt neu zu definieren, wogegen es ja auch generell nichts einzuwenden gäbe ... Jedoch verbinde ich Glam Rock mit einem gewissen Maß an "Gute-Laune-Garantie", und einfach gestrickten Songs, die sich bereits nach dem ersten Durchgang schier im Gehör festgefressen zu haben scheinen.
Jungs, falls Ihr mich hören könnt: Wenn ich mir eine Glam Rock-Scheibe auflege, will ich das Gefühl haben am "Sunset Strip", "48 hours" unter "Girls, Girls, Girls" auf einem Trip "Round and Round" der "Wild Side" zu sein - weitestgehend Ideenlosigkeit und geringen Wiedererkennungswert bietet mir der deutsche Rundfunk schon genug ... "Anspieltipps" erscheinen mir am ehesten das leicht an PRETTY BOY FLOYD erinnernde "Freak", sowie "Stepsister". Schande jedoch über die Jungs für die Vergewaltigung der "Poison" - Coverversion "Look What The Cat Dragged In", die dem Hörer nur allzu gut vor Augen führt, woran es SINN trotz einem überdurchschnittlichem Sleaze/ Glam Sänger mangelt: Am unverkrampften Spaßfaktor!!!

Florian

Trackliste: 01. Girl - 02. Stepsister - 03. Look What The Cat Dragged In - 04. Freak - 05. Find A Way - 06. Science Girl - 07. Too Late - 08. Outlaw - 09. Shame - 10. She Wants Love - 11. 16 Sexy Sweet - 12. Almost 16

Thanks to Perris Records


FAR NORTH/ What?! (re-release)
  • Band: Far North
  • Albumtitel: What?!
  • Spielzeit: 52:08 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Europe, Treat, Dalton, Glory
  • Veröffentlichung: 17.11.2003
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
MTM-Classix die Zweite! Kaum sind die letzten Takte von SNAKE CHARMER verklungen, schiebt das Münchener Label mit FAR NORTH das nächste verschollene Schweden Rock-Schnittchen nach. Hierbei handelt es sich um eine Band, die Songwriter/ Keyboarder Tobias Öhman Ende 1992 ins Leben gerufen und die 1993 mit "What?!" ihre bisher erste und einzige Scheibe abgeliefert hat. Seinerzeit kam dieses Album nur in Schweden und im Land der aufgehenden Sonne zu VÖ-Ehren. Musikalisch treffen hier fette Keyboards der Marke EUROPE und wirbelnde Drums auf griffige Gitarrenriffs und neoklassische Elemente a la YNGWIE MALMSTEEN ("The Gates Of Haven") aufeinander, die durch den ausdrucksstarken Gesang von Patrik Jonsson zu einer wild-eingängigen AOR/ Melodic Rock-Mixtur avanciert. Songs wie der Stampfer "Freedom Is All", AOR-Hymne "I Just Need Your Love" oder das von irischen Gefiedel begleitete "Phantoms" flutschen nur so durch den Gehörgang und setzen sich unweigerlich im Gehirn fest. Ein weiteres Schmankerl ist die Coverversion von "Heartattack", den der flotte Fünfer eigens für ein THIN LIZZY-Tribute Album aufgenommen hat. Die ganze Scheibe wurde komplett remastert und wirkt daher zu keiner Sekunde irgendwie angestaubt oder gar altbacken. Das bei den Aufnahmen auch der Spaß nicht zu kurzgekommen ist, davon zeugt ein recht witziger Sketch am Ende des Albums. Ein knackiges Scheiberl, das sich Fans der oben genannten Bands ohne Bedenken beim Händler ihres Vertrauens eintüten lassen können.

Sonny

Trackliste: 1. Yes I'll try - 2. Never trust a stranger - 3. The Run (I wanna see the sun go down) - 4. Freedom is all - 5. Phantoms - 6. Why are the children dying - 7. Take me home - 8. The Gates Of Heaven - 9. I just need your love - 10. I need my child -11. What - 12. Heartattack (bonus track)

Thanks to Sebastian @ MTM Music


Sayit - Louder
  • Band: Sayit
  • Albumtitel: Louder
  • Spielzeit: 47:21 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Radioactiv, Prisoner, Street Talk,
  • Veröffentlichung: 10.11.2003
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Nachdem ich mich mit dem Vorgänger-Album "Again" (2001) nicht richtig anfreunden konnte, ging ich nicht mit besonders großen Erwartungen an das neue Machwerk des türkischstämmigen Gitarristen heran. Doch schon der treibende Opener "Stand Up" macht hellhörig! Warum? Ganz einfach, das schwedische Schwergewicht hat eindeutig an Härte und Eingängigkeit zugelegt. Zwar fließt die Chose nicht ganz so leicht ins Ohr wie bei den obengenannten Bands, aber das fetzige "The Queen" und die AOR-Hymne "That Ain't Me" (erinnert stellenweise an JOE COCKER) zeigen, dass sich SAYIT zweifelsohne auf dem richtigen Weg befindet. Diesmal hat sich das Ausnahmetalent auch dazu durchringen können nicht eine ganze Riege begnadeter Sänger ins Studio zu holen, sondern einzig und alleine Geir Rönning (PRISONER) das Vertrauen auszusprechen. Ein wahrlich lohnenswerter Entschluss, denn Hr. Rönning versteht es wie keine anderer - begleitet von Tommy Denanders tragenden und abwechslungsreichen Keyboardteppichen- dem Material von SAYIT die besondere Würze zu verleihen. Natürlich war SAYIT-Kumpel und Producer-Workaholic Tommy Denander auch diesmal wieder der Verantwortliche hinter den Reglern und hat "Louder" mit seiner unverkennbaren Produktion veredelt. Als weitere Entscheidungshilfen möchte ich euch das modern groovende "I'm King", die ruhige Blues-Nummer "Longing For Someone To Hold" und den Stampfer "My Lonely Heart" ans Ohr legen. Fazit: Ein Album, das seinem Titel mehr als gerecht wird und auf mehr "louder" Stoff aus dem Hause SAYIT hoffen lässt.

Sonny

Trackliste: 1. Stand Up - 2. The Queen - 3. That Ain't Me - 4. A Love I Can't Handle - 5. Come Please Me, Completely - 6. I Am King - 7. Longing For Someone To Hold - 8. John Doe - 9. Love Without Reason - 10. My Lonely Heart - 11. I May Be Hurt, But I'm Free - 12. Waiting For My Love

Thanks to Sebastian @ MTM Music


Crystal Ball - Hellvetia
  • Band: Crystal Ball
  • Albumtitel: Hellvetia
  • Spielzeit: 53:04 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast/ EastWest Records
  • Vergleichbare Bands: Dokken, Bonfire, Victory, Stratovarius
  • Veröffentlichung: 10.11.2003
  • Wertung: 9/ 10

Review:
That's it! Der pure Wahnsinn, was uns die Schweizer auf ihrer vierten Scheiblette servieren. Nach einem recht originellen Alphorn-Intro hauen uns CRYSTAL BALL mit dem röhrenden Titeltrack, dem mega-eingängigen Stampfer "Forever And Eternally" und der Mitsing-Hymne "My Life" ein Opener-Trio um die Ohren, das sich wirklich gewaschen hat und mächtig Spaß macht. Beschritt das Quintett auf ihrem letzten Output "Virtual Empire" doch etwas heftigere Wege als gewohnt, so haben sich die Mannen um Sänger Marc Sweeney wieder mehr an ihrem großartigen Debüt "In The Beginning" orientiert. Und das Ergebnis auf "Hellvetia" gibt ihnen uneingeschränkt recht, denn auch die weiteren Nummern wie der Groove-Hammer "Oppsites Attract" (geile Gitarren), der Kracher "Last Dance" und das leicht speedige "Want It All" wissen schon beim ersten Durchlauf voll zu überzeugen. Natürlich wird mit dem lieblichen "Wasn't It Love" auch wieder die Balladen-Fraktion bestens bedient. Auch in den anderen Songs bestechen CRYSTAL BALL mit ihrer wiedergewonnen Unbekümmertheit und rocken richtig lässig drauflos. Für frischen Wind hat diesmal mit Sicherheit auch die Zusammenarbeit mit Stefan Kaufmann (ex-Accept/ U.D.O.) gesorgt, der den 12 Songs (inkl. Bonus Track "Seeing Is Believing") produktionstechnisch seinen Stempel aufgedrückt hat. Fazit: "Hellvetia" ist eine Scheibe mit genialen Hooks, fetten Grooves und tollen Melodien, zu der sich von Anfang bis Ende höllisch abrocken lässt. Mit diesem Output werden sie sich wohl mit ihren Landsmännern SHAKRA um den Titel "Hard Rock-Album des Jahres 2003" streiten dürfen.
Das Album ist außerdem als streng limitierte Erstauflage (Bonus Track) in einer edlen Metallbox, die in Form Schweizer Frankens daherkommt, erhältlich. Also Sammler aufgepasst!!!

Sonny

Trackliste: 1. HELLvetia - 2. Forever And Eternally - 3. My Life - 4. Opposites Attract - 5. Last Dance - 6. Want It All - 7. Picture Of Love - 8. Bird On The Wire - 9. Misery Needs Company - 10. One Day At A Time - 11. Wasn't It Love - 12. Seeing Is Believing (bonus track)

Thanks to Markus @ Nuclear Blast

 

weitere Reviews über CRYSTAL BALL:
CRYSTAL BALL/ TimeWalker
CRYSTAL BALL/ 
Virtual Empire


Perfect World - Perfect World
  • Band: Perfect World
  • Albumtitel: Perfect World
  • Spielzeit: 52:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Hurricane, Unruly Child, Vertigo, Def Leppard
  • Veröffentlichung: 10.11.2003
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Der Erstling von PERFECT WORLD ist mal wieder eine CD die mich persönlich an den Rande der Verzweiflung treibt. Da startet ein Sänger aus meiner Lieblingsgarde ein gemeinsames Projekt mit einem namhaften Produzenten, und meine Wenigkeit ist von dem vorliegenden Ergebnis ziemlich enttäuscht. Da stellt man sich die Frage, ob man denn mit zu hohen Erwartungen an diese Scheibe herangegangen ist? Aber ich denke nicht, denn schließlich hat Kelly Hansen schon Alben wie "Waiting For The Sun" (UNRULY CHILD) oder "Liquifury" (HURRICANE) mit seinem Gesang veredelt und Bassist/ Producer Fabrizio V. Zee Grossi hat schon mit Namen wie STEVE VAI, Steve Lukather (TOTO) oder NINA HAGEN zusammengearbeitet. Auf ihrem Debüt präsentiert die Band, die mit JM Scattolin (Acoustic- u Rhythmus-Gitarre), Alex DeRosso (Lead-Gitarre), Biggs Brice (Drums) und Adam Forgione (Keys) vervollständigt wird, einen Sound, der in etwa einer Mischung aus UNRULY CHILD ("Waiting For The Sun") und DEF LEPPARD ("X") sehr nahe kommen dürfte, aber weder musikalisch - noch produktionstechnisch - an die zweifelsohne hohe Qualität der genannten Bands bzw. Scheiben herankommt. So bleiben eigentlich nur Songs wie "Leaving Lonley", das mit eingängigen Passagen und starken Gesangslinien zu glänzen weiß, die Coverversion des PINK-Smash-Hits "Just Like A Pill" und die Halbballade "Someday Soon", das fast im modernen DEF LEPPARD-Gewand daher kommt, im Gehörgang hängen. Die restlichen Nummern plätschern leider etwas gemächlich und emotionslos vor sich hin. Zugegeben, die Scheibe ist wirklich nicht schlecht, aber von den beteiligten Musikern hat man sich insgeheim doch etwas mehr erhofft.

Sonny

Trackliste: 1. Here With Me - 2. Leavin Lonley - 3. Just Like A Pill - 4. I Believe In You - 5. Between You And Me - 6. Out Of Bounds - 7. You'll Be Gone - 8. Someday Soon - 9. Do You Love - 10. I Need You - 11. Overnight Sensation - 12. Broken

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


Pride Of Lions - Pride Of Lions
  • Band: Pride Of Lions
  • Albumtitel: Pride Of Lions
  • Spielzeit: 60:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Survivor, Toto, Jim Peterik's Worldstage
  • Veröffentlichung: 10.11.2003
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Erst vor knapp 1½ Jahren erfreute uns Mr. Jim Peterik mit seinem WORLDSTAGE-Projekt und nun steht mit PRIDE OF LIONS das neue Projekt des SURVIVOR-Mitbegründers und Songwriters in den Läden. Mit dem 25jährigen Sänger Toby Hitchcock hat sich der Meister ein relativ unbeschriebenes Blatt ins Boot geholt, der sich nicht im geringsten hinter den SURVIVOR-Sängern Dave Bickler oder Jimi Jamison verstecken zu braucht. Auf dem selbstbetitelten Debüt hat der Ausnahme-Songwriter dem neuen Gesangswunder zwölf Perlen auf den Leib geschneidert, die man seit den glorreichen SURVIVOR-Tagen nicht mehr gehört hat. Angefangen von Hard Rock-Hymnen mit phantastischen Chören und Refrains ("It's Criminal") über lässige Midtempo-Nummern ("Love Is On The Rocks") bis hin zu herzerweichenden Balladen wie "Interrupted Melody" und "Last Safed Placed" ist alles vertreten, was ein starkes AOR-Album ausmacht. Hinzu kommt noch eine klare und druckvolle Produktion, die das ganze zu einer erstklassigen Scheibe macht. Während die erste Ballade zu Beginn nicht nur von der Textzeile, sondern auch von der Melodie her ziemlich stark an EUROPEs "Carrie" erinnert (getreu nach dem Motto: besser gut geklaut als selbst schlecht gemacht ;-), weiß letztere durch gänsehaut-erregende und ausgeklügelte Arrangements zu brillieren. Jim Peterik hat mit Toby Hitchcock einen wahren Glücksgriff gemacht hat, denn die beiden ergänzen sich stimmlich wirklich hervorragend. Lauscht einfach mal den Gesangs-"Duellen" bei "Sound Of Home" oder "Unbreakable" (erinnert phasenweise an "Eye Of Tiger"), dann wisst ihr wovon ich hier spreche. "Pride Of Lions" ist die Scheibe, auf die SURVIVOR-Fans seit "Vital Signs" gewartet haben. Definitiv das AOR-Album 2003!

Sonny

Trackliste: 1. It's Criminal - 2. Gone - 3. Interrupted Melody - 4. Sound Of Home - 5. Prideland - 6. Unbreakable - 7. First Time Around The Sun - 8. Turn To Me - 9. Madness Of Love - 10. Love Is On The Rocks - 11. Last Safe Place - 12. Music And Me

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über PRIDE OF LIONS:
PRIDE OF LIONS/ The Roaring Of Dreams (Earchatcher/ February 2007)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (DVD) (Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (Live-Candy/ June 2006)

PRIDE OF LIONS/
The Destiny Stone
PRIDE OF LIONS/
Black Ribbons (Voices Of The World) (Single)


Los Suaves - Si Yo Fuera Dios
  • Band: Los Suaves
  • Albumtitel: Si Yo Fuera Dios
  • Spielzeit: 60:14 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Motörhead
  • Veröffentlichung: 10.11.2003
  • Bewertung: 9/ 10

Review:
Sie werden auch die spanischen MOTÖRHEAD genannt, die Rede ist von LOS SUAVES. Mit über 500.000 verkauften LPs sind sie die wohl erfolgreichste Hard Rock 'N' Roll Band des Landes! Daß sie jetzt, zu ihrem 25. Geburtstag, noch einmal einen solchen Hammer auf den Tisch knallen, haben vermutlich nicht mal Insider erwartet und auch sonst konnte das keiner ahnen. Und wirklich - sie klingen ihrem ihnen vorauseilenden Ruf entsprechend - eine Mischung aus "1916" und "Overnight Sensation" ist ungefähr der Sound, der uns hier entgegen pfeift! Mit "Si Yo Fuero Dios" haben sie das wohl stärkste Album der gesamten 25 jährigen Band-History abgeliefert. Egal aus welchem Blickwinkel man die Musik betrachtet, man merkt einfach von der ersten Minute an, daß hier begeisterte Musiker am Werk waren. Auch das gesamte Songwriting ist von diesem Geist inspiriert. Alles findet hier seine Berechtigung, denn absolut jedes der 10 Lieder hat seinen ganz eigenen Reiz und weiß zu begeistern! Von knallharten Rock 'N' Roll Nummern wie "Judas", "11 Minutos" oder "Si Yo Fuero Dios", die alle zusammen einen sehr hymnenhaften Charakter besitzen, bis hin zu sanften melodischen und gefühlvollen Balladen wie "Libertad" und "Ojos". Inhaltlich handeln die Songs von Einsamkeit, Verbitterung und allgemein tendenziell eher von negativen Momenten des Lebens.
Fazit: "Si Yo Fuero Dios" ist ein Meisterwerk, das wohl jeden Hard 'N' Roller und MOTÖRHEAD-Fan in helle Verzückung geraten lassen dürfte: Wirklich ein kleines Highlight zum langsamen Ausklang des Jahres!

Christian

Trackliste: 1. Judas - 2. Viejo - 3. 11 Minutos - 4. Tormenta - 5. Libertad - 6. Si Yo Fuera Dios - 7. Mi Casa - 8. Ojos - 9. Noche - 10. Ya Nos Vamos

Thanks to Julia @ Flying Dolphin


ANDRALLS/ Force Against Mind
  • Band: Andralls
  • Albumtitel: Force Against Mind
  • Spielzeit: 44:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Sepultura
  • Veröffentlichung: 10.11.2003
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Mit der Besprechung dieser Scheibe verschlägt es uns mal wieder in die heftigeren Gefilde des Heavy Metals. Mit "Force Againtst Mind" schickt der brasilianische Vierer bereits sein zweites Album in die Schlacht. Mit dem Wort Schlacht trifft man hier den Nagel voll auf den Kopf, denn auf dieser Scheibe wird Thrash Metal der temporeichen Art geboten - Explict FastTrash! Hier wird auf über 14 Nummern (inklusive dreier Live-Bonustracks) alles kompromisslos niedergeknüppelt, was sich der Gang um Sänger/ Gitarrist Alex Coelho in den Weg stellt - d. h. für 45 Minuten Vollgas; ohne jegliche Verschnaufpause. Die Songs bewegen sich auf relativ gleich hohen Level und auch nach mehreren Gehör-Attacken lässt sich kein Füller oder gar Ausfall verzeichnen. Andererseits fehlt irgendwie der Überknaller, damit sich der zögernd überspringende Funke zum feuergewaltigen Inferno entwickelt. Meine persönlichen Favoriten hören auf die Titel "Misery Screams" und "Cocaine". Während erstgenannter mit leicht orientalischen Elementen zu gefallen weiß, kann letzterer mit einer ordentlichen Portion Groove punkten. Für meinen Geschmack wären ein paar ruhigere und etwas eingängigere Momente nicht fehl am Platze gewesen, aber Fans von SEPULTURA & Co. dürften an dieser Scheibe mit Sicherheit Gefallen finden. Also auf jeden Fall mal reinhören!!!
PS. Das Cover ist allerdings recht unglücklich gewählt. Klar, die Mucke auf "Force Against Mind" ist nichts für Weicheier, aber auf die Nachstellung einer Hinrichtungsszene hätte man getrost verzichten können.

Sonny

Trackliste: 1. Beyond The Chaos - 2. Rotten The Money - 3. Misery Screams - 4. Trash - 5. Blood's Mine - 6. Andralls On Fire Pt. II - 7. Desire To Glorify - 8. Cocaine - 9. The Shade And The Darkness - 10. So Many Gods - 11. Back - 12. Terror Fetus (live bonus track) - 13. Lady Death (live bonus track) - 14. Desire To Glorify (live bonus track)

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


Hardline - Live At The Gods Festival 2002
  • Band: Hardline
  • Albumtitel: Live At The Gods Festival 2002
  • Spielzeit: 75:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Hardline only
  • Veröffentlichung: 10.11.2003
  • Wertung: keine Bewertung

Review:
Nachdem ich über den letztjährigen Gig von HARDLINE auf dem "Gods-Festival" fast ausschließlich Lobeshymnen gehört habe, war ich natürlich mächtig gespannt auf die Tonkonserve, die Frontiers Records dieser Tage auf den Markt bringen. Doch schon während des Openers und der Übernummer "Hot Cherie" läuft mir ein eiskalter Schauer über den Rücken. Nicht etwa aus grenzenloser Begeisterung, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern wegen maßloser Enttäuschung. Selten ist mir eine Live-Scheibe untergekommen, die ein Konzert-Feeling so dermaßen schlecht transportiert wie der hier vorliegende Silberling. Obwohl Johnny Gioeli & Co in ihrer Setlist vorwiegend auf ihr phantastisches Debüt "Double Eclipse" stützen (lediglich die Ballade "Face The Night", "Weight" und "Only A Night" haben es aus dem neuen Album zu Live-"Ehren" gebracht), will sich das unwiderstehliche Flair jenes Klassikers einfach nicht auf die Live-Scheibe übertragen. Egal ob es nun am gewöhnungsbedürftigen Live-Sound oder an den unharmonischen und teils schrägen Backvocals/ Chören liegen mag, auf jeden Fall vermag der Funke (während der 14 live dargebotenen Songs) zu keinem Zeitpunkt richtig überspringen. An dieser Tatsache können auch die drei zusätzlichen Studio-Tracks (u. a. eine Acoustic-Version von "Only A Night") nichts ändern. Diese Scheibe ist nach JEFF SCOTT SOTO und HAREM SCAREM mittlerweile schon der dritte Output, den uns Frontiers Records vom "Gods-Festival 2002" präsentiert, der aber leider nicht mal annähernd an die Qualität der eben genannten Alben herankommt. Dieses Live-Album muss man sich nicht unbedingt antun und es wird auf keinen Fall der Klasse der Band in irgendeiner Weise gerecht. Sehr schade in Anbetracht der beteiligten Musiker.
PS. Dieser Gig wurde nicht nur auf tontechnisch, sondern - wie auch die beiden anderen Gods-Beiträge aus dem Hause Frontiers Records - auch filmtechnisch auf DVD festgehalten.

Sonny

Trackliste: 1. Intro - 2. Hot Cherie - 3. Life's A Bitch - 4. Everything - 5. Face The Night - 6. Takin' Me Down - 7. Weight - 8. In The Hands Of Time - 9. Only A Night - 10. I'll Be There - 11. Drums Solo - 12. Rhythm From A Red Car - 13. Keyboards Solo - 14. Dr. Love - 15. Hypnotized (bonus studio track) - 16. Only A Night (acoustic) (bonus studio track)- 16. Mercy (bonus studio track)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


Heaven 'N' Hell - Sleeping With Angels
  • Band: Heaven 'N' Hell
  • Albumtitel: Sleeping with Angels
  • Spielzeit: 39:01 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ranch Records/ Motor Music
  • Vergleichbare Bands: Mercyfull Faith , Turbo Negro
  • Veröffentlichung: 10.11.2003
  • Bewertung: 8/ 10

Review:
Wow, wie ein Wirbelwind legt sie los! Wirklich beeindruckend diese Debüt-Scheibe. Man nehme etwas 70er-Rock der Klasse LED ZEPPELIN oder BLACK SABBATH, vermische das Ganze mit modernen Death-Metal und etwas Hardcore-Elementen und fertig ist ein Mix, der sich durchaus hören lassen kann. Ein Jahr ist es her als die Brüder Harto & Jaakko (beide spielen Gitarre) zusammen mit ihren Freunden Oze und Tom (Drums bzw. Vocals) anfingen Songs zu schreiben. Da alle vier Bandmitglieder in Finnland schon vor HEAVEN 'N' HELL aktive Profimusiker waren (sie spielten in dort bekannten Britpop- ,Hardcore- und Heavy Bands), ist es durchaus kein Wunder, dass den Jungs sofort nach dem ersten Demo-Tape und ein paar lokalen Konzerten ein Plattenvertrag angeboten wurde. Vielleicht ist euch ja schon die Vorab-Single bekannt, die seit Mitte letzten Monats im Handel erhältlich ist ("Two Lost Lonely Souls"/ "Shreen"). Diese CD überraschte mich während der letzten paar Tage immer wieder aufs neue, denn um so öfter ich sie mir anhörte, um so besser wurde sie! Und mittlerweile kann ich getrost sagen, dass jeder, der Heavy-Metal liebt, sich diese Platte auf keinen Fall entgehen lassen sollte (was ja nicht unbedingt auf jedes Debüt zutrifft). Drei Anspieltipps für den Plattenladen hab ich auch noch auf Lager: Zum ersten ist da "Shy", das von Anfang an vor Power nur so strotzt und einen sehr eingängigen Chorus besitzt. Dann wären da noch die Songs "Gone Like An Angel" und "Almost Done", die beide sehr an alte TURBO NEGRO-Songs angelehnt sind. Wirklich eine klasse Scheibe, die so ziemlich jedem Metal-Freak gefallen dürfte. Einziges Manko: Die mit 40 Minuten knapp bemessene Laufzeit.

Christian

Wertung: 7,5/ 10

ein von mir verfasstes Review könnt ihr ab Ende November in der 19. Ausgabe des Rock It! lesen

Sonny

Trackliste: 1. Turn Me Around - 2. Shy - 3. Take My Hand - 4. Another Man - 5. Two Lost Lonely Souls - 6. Gone Like An Angel - 7. Almost Done - 8. A Cry For Help - 9. One Of A Kind - 10. Paid All The Dues

Thanks to Jan @ Sure Shot Worx


P!NK/ Try This
  • Band: P!nk
  • Albumtitel: Try This
  • Spielzeit: 49:15 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Arista/ BMG
  • Vergleichbare Bands: Pat Beatar, (teilweise stimmlich) Janis Joplin
  • Veröffentlichung: 10.11.2003
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Bereits 2002 ließ P!NK mit Ihrem Mega - Hit "Just Like A Pill" etliche Rockfans aufhorchen - ein wirklich hervorragender Videoclip tat sein übriges. Dass ihr nicht mehr so ganz neues Werk "Try this" jedoch ein derartiges Meisterwerk werden würde, hätte zumindest ich niemals erwartet.
Vergesst die Garde der alten Rockladies wie etwa MELISSA ETHERIDGE oder ALANNAH MYLES, denn was Madame P!NK hier vom Stapel lässt ist wirklich allererste Sahne - und obwohl "Try Thís" nicht durchgängig mit hochkarätigen Songs aufwartet, ist es ein Werk, das einfach zu gut ist als es nicht zu rezensieren. Einen besseren Einstieg als das flotte, punkige "Trouble" hätte man wahrlich nicht wählen können - 100% Kick Ass Rock ´n Roll, absolut eingängig und nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen Einiger Hördurchgänge bedarf hingegen "Last To Know", um jedoch von Durchlauf zu Durchlauf zu wachsen. Das fetzige "Try To Hard" fesselt mit einer fantastischen Hookline, und trifft mit einem nicht minder genialem Chorus voll ins Schwarze. "Humble Neighbourhood" gleicht einer Symbiose aus PAT BENATARs "Anxiety", gepaart mit einem ZZ TOP-Gitarren- und Schlagzeugsound a la "Eliminator" - P!INK´s völlig steril und bewußt kühl gehaltene Vokalakkrobatik ... genial ... "Save My Life" und "Walk Away" zünden ähnlich wie "Last To Know" ebenfalls nicht auf den ersten Hördurchgang, um jedoch ihr Potential von Mal zu Mal mehr zu entfalten. Im dezent mit Bläsersätzen untermalten "Unwind" röhrt sich P!NK förmlich die Seele aus dem Leib und läßt Erinnerungen an JANIS JOPLIN zu Ihren besten Zeiten aufkommen - für mich das Highlight dieser Veröffentlichung!!!Den Abschluss bildet die Überballade "Love Song", bei der P!INK lediglich durch Ihre einzigartige Stimme dem Hörer eine eiskalten Schauer über den Rücken jagt - Gänsehaut pur !!!Auch wenn P!INK in ihrer Vergangenheit nicht unbedingt Rockfans zu Ihrem Klientel zählen wollte, solltet ihr "Try this" unbedingt antesten, euch aber jedoch über garantiertes Suchpotential im Klaren sein ... just like a pill ...

Florian

Trackliste: 1. Trouble - 2. God Is A DJ - 3. Last To Know - 4. Tonight's The Night - 5. Oh My God - 6. Catch Me While I'm Sleeping - 7. Waiting For Love - 8. Save My Live - 9. Try To Hard - 10. Humble Neighbourhood - 11. Walk Away - 12. Unwind - 13. Love Song

COASTLINE/ Coastline
  • Band: Coastline
  • Albumtitel: Coastline
  • Spielzeit: 45:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Vinny Records/ Rock In Spain
  • Vergleichbare Bands: Heart, Alyson Avenue, Black[N]Blue, Tone Norum, Dominoe
  • Veröffentlichung: 07.11.2003
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Aufmerksamen Lesern dürfte die Band COASTLINE vielleicht bekannt vorkommen, denn durch ihre Beiträge zu den beiden "Munich's Hardest Hits - Melodic Rock Is Back Vol. 3 + 4" konnte das schwedische Quintett für einige Aufmerksamkeit sorgen. Nun legt die Female Fronted Band ihr selbstbetiteltes Album vor, und wandert damit verdammt gekonnt auf den Spuren einstiger 80er AOR-Größen wie HEART ("Can't Live Here Without You"/ Ballade), STEVE NICKS (der fetzige Opener "Restless Heart, Restless Mind") oder SURVIVOR ("Innocent Child"). Die stimmliche Bandbreite von Sängerin Helena Rosendahl reicht dabei von Ann Wilson (HEART) über PAT BENATAR und Darby Mills (HEADPINS). Zu den Highlights gehört neben den bereits erwähnten Songs u. a. auch "Masterplan", das in punkto Hookline und Chorus doch ziemlich nahe an DOMINOEs Renault-Hymne "Here I Am" angelegt ist, sowie der JOURNEYlastige Midtempo-Rocker "One Step". Da sämtliche Bandmitglieder schon Erfahrungen in anderen Bands und mit anderen Musikrichtungen gemacht haben, ist instrumenten- und performancetechnisch alles in Butter. Auch die freche und frische Produktion, für die sich die Band selbst verantwortlich zeigt, kann es mit so einigen anderen 2003er Produktionen aus dem AOR-Bereich lässig aufnehmen. Ich schätze mal - dass trotz dieser Frische - den ewigen Besserwissern und Nörglern das Album wahrscheinlich zu 80er-lastig und zu voraussehbar sein wird. Allerdings für die Fans der genannten Bands/ Interpreten dürfte "Coastline" ein wahres Fest sein.
Falls ihr dieses Album bei eurem ortsansässigen Dealer nicht bekommen solltet, dann findet ihr selbige mit Sicherheit unter
www.cdtotal.com.

Sonny

Trackliste: 1. Restless Heart, Restless Mind - 2. Breaking A Heart Is So Easy - 3. Masterplan - 4. Can't Live Here Without You - 5. Desperate Heartbeats - 6. Innocent Child - 7. Love's Not For Everyone - 8. One Step - 9. Save Your Love - 10. Miracle - 11. Searching For An Answer (european bonus track)

Thanks Vicente @ Vinny Records


MARCO PAGANINI/ Esoterrorism
  • Band: Paganini
  • Albumtitel: Esoterrorism
  • Spielzeit: 37:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Tyrolis Musik
  • Vergleichbare Bands: Paganini meets Alice Cooper zu "Brutal Planet"-Zeiten
  • Veröffentlichung: 07.11.2003
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Marco Paganini dürfte vielen Besuchern durch seine Zeit als Sänger an der Seite von Barbara Schenker bei den Hannoveranern VIVA bekannt sein. Nach zwei gemeinsamen Alben widmet sich Marco fortan seiner Solo-Karriere und landete mit "Berlin By Night" (aus dem Debüt "Weapon Of Love") und den Titeltrack seines zweiten Albums ("It's A Long Way To The Top") zwei wahre Hits. Nach seinem dritten und bisher letzten Album "Detox" (1990) wurde es urplötzlich ziemlich ruhig um den sympathischen Schweizer mit der Reibeisenstimme. Aber genauso plötzlich wie er sich damals aus der Szene verabschiedet hatte, taucht der Nachfahre des "Teufelgeigers" 13 Jahre später wie Phönix aus der Asche wieder auf. Auf seiner Comeback-Scheibe "Esoterrorism" präsentiert er uns 11 Rock-Happen (plus Intro "Open The Circle/ Gun Play"), die deutlich härter und düsterer ausgefallen sind als die bisherigen Veröffentlichungen des Eidgenossen. Dass der Sound nicht nur dunkler und brutaler geworden ist, sondern auch ein zeitgemäßes Gewand trägt, bringt gleich der kompromisslose Opener "Revolutionary Chant", der nicht gerade mit Scratch-Einlagen geizt, und der heftige Arschtretter "Shake Your Bones" schonungslos zutage. Trotz aller Moderne und Härte im Sound von PAGANINI hat der Meister nicht das Gefühl für erdige Grooves ("Feed") und rotzige Elemente ("I Want It Back"/ "The Knowing") verloren. Obwohl eine Nummer wie "Out Of My Skin I'm In" gut und gerne auf einer der beiden vorletzten Scheiben von Schockrocker ALICE COOPER hätte stehen können, hat Marco Paganini gemeinsam mit seinem Freund Dale Powers (Gitarren, Backing Vocals) und Producer ZouZou Mamoux (Keyboards/ Samples/ Scatches) einen ziemlich eigenständigen und fetten Sound kreiert, der den Traditionalisten höchstwahrscheinlich etwas übel aufstoßen dürfte. Allerdings dürften Songs wie z. B. das hitverdächtige "Feed" und das punkige "How Could I Know?" oder der Stampfer "One For The Taken" für weitsichtige Fans das Salz in der Suppe sein, denn mit diesen Nummern ist es PAGANINI gelungen den guten alten Hard Rock übergangslos mit dem Sound der heutigen Zeit zu vereinen. Mit "Esoterrorism" hat sich das Stehaufmännchen zwar eindrucksvoll zurückgemeldet, aber an die oben genannten Glanztaten aus vergangenen Tagen kommt er nicht ganz heran. "It's a long hard way back to the top, but PAGANINI will take it!"
Übrigens: Das Video zu "Feed" findet ihr in voller Länge auf der offiziellen Page unter
www.paganini.ch!

Sonny

Trackliste: 1. Open Th Circle/ Gun Play - 2. Revolutionary Chant - 3. Shake Your Bones - 4. Feed - 5. Out Of The Skin I'm In - 6. Like Guns Over Head - 7. I Want It Back - 8. The Knowing - 9. Like River Runs - 10. How Could I Know? - 11. One For Taken - 12. Full Moon Rising

Thanks to Thomas @ Tyrolis Musik

weitere Reviews über PAGANINI:
PAGANINI/ Resurrection


FAITHFULL/ Light This City
  • Band: Faithfull
  • Albumtitel: Light This City
  • Spielzeit: 51:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Vinny Records/ Rock In Spain
  • Vergleichbare Bands: Paul Laine, Tower City, Bonfire, Shakra, Bon Jovi, Van Halen
  • Veröffentlichung: 05.11.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Oh, welch wohlklingende Töne bohren sich da durch meine metal-malträtierten Ohren? Feinster Hard Rock aus Portugal. Obwohl sich meine Vorlieben für spanisch-/ portugiesischsprachige Bands mittlerweile rumgesprochen haben müsste, tragen FAITHFULL ihre Songs nicht in ihrer Muttersprache vor. Wenn ihr jetzt eine Scheibe erwartet habt, die vom südländischen Akzent dominiert wird, dann habt ihr euch ordentlich geschnitten, denn Sergio Sabino (ex-EVIDENCE) bewegt sich äußerst gekonnt und akzentfrei über die zwölf Songs und erinnert dabei an eine Mischung aus Claus Lessmann/ Jon Bon Jovi. Auch die musikalische Gangart von FAITHFULL spielt sich zwischen den Bands der beiden genannten Sänger ab. Ich will jetzt aber nicht den Eindruck erwecken, dass der Vierer jetzt wie billiger Abklatsch bekannter Größen klingt - nein, im Gegenteil - denn Rui Martins bringt mit seinem sehr variablen Gitarrenspiel, das von VAN HALEN ("There's No Turning Back") bis ZZ TOP ("Way Back") reicht, zwar wohlbekannte Elemente ins Spiel, aber baut diese so geschickt in den Bandsound ein, dass er schon fast wieder eigenständig klingt. Zum Appetitholen eignen sich das basslastige "You Won't Get Me Now", "Learned My Lesson", das mit einprägsamen Riffs und dezent eingestreuten - sowie sehr melodischen - Keyboards zu fesseln weiß, und der kompromisslose Groover "The Way I Am" hervorragend. Abgerundet wird der wohlklingende Silberling mit der Acoustic-Nummer "Please" und einer kompakten Produktion von TARANTULA-Drummer Luis Barros, der mit dem Projekt BARROS auf ähnlichen Pfaden wie FAITHFULL wandert. Ein starkes Album, das man als Hard Rock-Fan nicht übersehen solltte!

Sonny

Trackliste: 1. Light This City - 2. There's No Turning Back - 3. All I Want, All I Need - 4. I've Been Missing You - 5. You Won't Get Me Now - 6. Ending Songs - 7. Melting Your Ice - 8. Learned My Lessons - 9. Like A Shadow - 10. The Way I Am - 11. Way Back - 12. Please (european bonus track)

Thanks Vicente @ Vinny Records


KATJA RIEMANN/ Favorites (Off Rock & Metal)
  • Band: Katja Riemann Oktett
  • Albumtitel: Favorites
  • Spielzeit: 58:47 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: SPV Recordings/ SPV
  • Vergleichbare Bands: da fällt mir beim besten Willen nichts dazu ein J
  • Veröffentlichung: 03.11.2003

Wertung: 8/ 10
Review:
Nachdem Schauspielerin KATJA RIEMANN mit dem Film "Bandits" (1997) und dem dazugehörigen ziemlich rockigen Soundtrack erstmals musikalisch in Erscheinung trat, folgte mit "Nachtblende" (2000) ihr überraschendes Solo-Debüt, welches die Künstlerin von einer experimentell-popigen Seite zeigte. Mit ihrem neuen Album ist die vielseitige Frau noch einen Schritt weitergegangen, denn auf "Favorites" bewegt sie sich mit ihrem Oktett gekonnt zwischen Jazz, Funk und Folk. Songwritertechnisch wurde sie größtenteils von ihrem Bruder Jochen Riemann unterstützt, aber auch ihre Schauspieler- und Sängerkollegin JASMIN TABATABAI konnte mit "Peaces Of My Heart" und "After You Killed Me" zwei Songs beisteuern. Während ersterer zwischen getragenen Streicherparts und ungezügelt-bizarren Gitarren- und Trompeten-Passagen hin- und herpendelt, weiß letzterer mit klassischer Piano-Bar-Atmosphäre zu brillieren. Für Songs wie die sehr verträumte und jazzige Version von "Shadows" (im Original auf dem "Bandits"-Soundtrack), welches von erfrischenden Dobro-Klängen aufgelockert wird, oder das zum Nachdenken auffordernde "November Night" hat Frau RIEMANN sogar selbst zur Feder gegriffen. Sogar Bandits"- Regisseurin Katja von Garnier hat eine Nummer für dieses Album geschrieben. "Absence Make The Hearts Beat", so der Titel dieses besagten Songs ist eine gelungene Melange aus Jazz, irischen Folk und afrikanischer Klänge. Abwechslung wird auf diesem Album großgeschrieben, denn einerseits geht's mit "Bad Boys" ziemlich funky und groovy zur Sache, andererseits schlägt man mit "Carless Love" (wunderschöne Jazzpiano-Parts) aber auch sehr gefühlvolle - fast zerbrechlich - Klänge an. Mit dem verführerischen Evergreen "Funny Valentine" und dem melancholischen Chanson "Les Choses De La Vie", bei dem sie von Michael Wenninger gesanglich unterstützt wird, sind auch zwei Cover-Versionen mit von der Partie. Für etwas Auflockerung und Heiterkeit sorgt der unbetitelte Bonustrack (Lachkrampf a la ELVIS PRESLEY) und der Hiddentrack, der irgendwie das Flair der NDW aufkommen lässt. Auf diesem Album wurde wirklich nichts dem Zufall überlassen, denn das KATJA RIEMAN OKTETT hat vor den Aufnahmen über zwei Jahre an den zwölf Stücken geprobt und herumgefeilt. Fazit: "Favorites" verdeutlicht einmal mehr, dass KATJA RIEMANN nicht nur eine begnadete Schauspielerin ist, sondern auf eine sehr begabte und vielseitige Sängerin ist. Eine außergewöhnliche und rundum gelungene Scheibe, die von Jens Fischer Rodrian produktionstechnisch in den richtigen Rahmen gesetzt wurde. Well done, Madame Riemann ;-)

Sonny

Trackliste: 1. Blue Moon - 2. Absence Makes The Heart Beat - 3. Shadows - 4. My Funny Valentine - 5. Pieces Of My Heart - 6. Careless Love - 7. Bad Boys - 8. After You Killed Me - 9. Les Choses De La Vie - 10. Trouble - 11. November Night - 12. To My Family

Thanks to Julia @ SPV


INA DETER & DIE COMPAGNONS/ Voilà - Lieder von Edith Piaf in Deutsch (Off Rock & Metal- Tipp)
  • Band: Ina Deter & Die Compagnons
  • Albumtitel: Voilà - Lieder von Edith Piaf In Deutsch
  • Spielzeit: 53:24 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: SPV Recordings/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Edith Piaf
  • Veröffentlichung: 03.11.2003
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Groß vorstellen muss man wohl INA DETER nicht mehr, denn mit Liedern wie "Wenn Du So Bist Wie Dein Lachen", "Neue Männer Braucht Das Land" oder "Soll Mich Lieben Wer Will" machte die Emanzen-Rockerin während der 70er/ 80er und Anfang der 90er von sich reden. Mitte des letzten Jahrzehnts zog sich die geborene Berlinerin für einige Jahre aus dem Musik-Geschäft zurück um ihren Leidenschaften für Theater, Schriftstellerei und Malerei freien Lauf zu lassen. Ende der 90er kam INA DETER mit neuem Album zurück und veröffentlichte im Herbst 2000 mit "Spieglein, Spieglein" ihr vorerst letztes Rock-Album. Nach der dazugehörigen Tour kehrte die vielseitige Frau der Rockmusik erneut den Rücken und es folgten die ersten Konzerte unter dem Motto "Voilà - Lieder von Edith Piaf". Schließlich begab sie sich im Frühjahr 2003 mit dem 8köpfigen Orchesters DIE COMPAGNONS ins Studio und das Ergebnis dieser Zusammenarbeit präsentiert uns die Künstlerin auf dem hier vorliegenden Album. Für dieses Projekt hat sich "Madame" DETER eigens 14 der bekanntesten PIAFschen Texte von Laila Khayati wortwörtlich ins Deutsche übersetzen lassen, um diese dann auf ihre ureigenste Weise zu interpretieren. So erscheinen Songs wie z. B. das sehr rhythmische "Derda's Java" ("La Java De Cezique"), das sarkastisch-schwermütige "Liebende Für Einen Tage" ("Les Amants D' Un Jour") oder auch der schmissige Evergreen "Milord" gegenüber den Originalen in einem ganz neuen Licht. Einerseits geht es mit "Mein Herz Liegt Unten In Der Gosse" ("Mon Coeur Est Au Coin D' Une Rue") ziemlich smooty, andererseits aber auch stampfend-beschwingt ("Die Strassenmädchen"/ "Mômes De La Cloche") zur Sache. Obwohl die meisten Originaltexte schon ein 3/4 Jahrhundert auf dem Buckel haben, scheinen sie nichts an ihrer Aktualität verloren zu haben, denn viele Szenen aus diesen Songs könnten auch aus unserer Zeit stammen. Auf diesem Album zeigt sich, dass Diva EDITH PIAF und die einstige Emanzen-Rockerin INA DETER auf irgendeine Weise seelenverwandt sind. Während die eine schon in den 30ern und 40ern der Männergesellschaft klarzumachen versuchte wer das wirklich starke Geschlecht ist, zeigt die andere nach fast 30 Jahren im Musikgeschäft den Männern immer noch die Ellenbogen. "Voilà - Lieder von Edith Piaf In Deutsch" dürfte für Leute, die gerne mal über den Tellerrand von Pop/ Rock-Musik hinausschauen, eine ganz neue und besondere Erfahrung sein. Also traut euch!

Sonny

Trackliste: 1. Padam Padam, dieses Lied... - 2. Derda's Jave - 3. Liebende Für Einen Tag - 4. Die Eulen - 5. Mein Herz Liegt Unten In Der Gosse - 6. Unter Dem Himmel Von Paris - 7. Die Strassenmädchen - 8. Immer Die Selbe Geschichte - 9. Der Akkordeonspieler - 10. Weihnachten Auf Der Strasse - 11. Die Menge - 12. Der Fremde - 13. Hymne An Die Liebe - 14. Milord

Thanks to Julia @ SPV

Last Update: Sunday, 02. May 2004
created in January 2001 © by
Sonny