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Various Artists - Munichs Hardest Hits ... Melodic Rock Is Back Vol. 4

Review:
Melodic Rock Is Back - die Vierte! Vor einiger Zeit hat die Münchener Internet-Radio-Station den vierten Teil ihrer hauseigenen Sampler-Reihe ins Rennen geschickt. Bei den bisherigen Interpreten hatten die Macher von MUNICH'S HARDEST HITS natürlich nicht nur einmal die Qual der Wahl, sich für einen bestimmten Song zu entscheiden. Natürlich mussten Tom Schafhauser und Peter Hanft gelegentlich auf die ein oder andere Perle verzichten. Um uns diese Knaller nicht vorzuenthalten, haben die beiden insgesamt 16 Künstlern erneut die Möglichkeit geboten, einen weiteren Song auf Scheiblette Nr. 4 zu platzieren. Das vorliegende Ergebnis gibt ihnen unumwunden Recht, denn auf dem Silberling reiht sich - unabhängig davon ob nun signed oder unsigned Band - Killer an Killer. Richtige Ohrwürmer sind der druckvoll-melodische Opener "Restless Heart, Restless Mind" der schwedischen Newcomer COASTLINE, das verträumt rockende "La Fonte Dei Sogni" von den Südtirolern BRUNOROCK oder die Rock-Hymne "Rattle Your Cage" vom V-PROJECT (feat. James Christian/ HOUSE OF LORDS). Während die US-Amerikaner KAMERA in ihrem relaxten "When We Said Hello" ziemlich nahe an den Stil von JOURNEY herankommen, bieten ihre Landsmänner RAGGEDY ANN - nicht zuletzt aufgrund der stimmlichen Ähnlichkeit von Brain Carson zu Carsten "Lizard" Schulz - eine sehr angenehme Mischung aus EVIDENCE ONE und MIDNITE CLUB. Als weiterer Leckerbissen erweist sich MICHAEL RIESENBECKs "Two Hearts", bei dem der Songwriter/ Multi-Instrumentalist von keinem geringeren als Tony O'Hara (PRAYING MANTIS) gesanglich unterstützt wurde. Obwohl ich schon von den Teilen 1 - 3 schon ziemlich beeindruckt war, muss ich gestehen, dass mich die Songsauswahl auf Vol. 4 einfach vom Hocker haut. Eine richtig geile Scheibe, die eigentlich jedem Melodic-Freak zusagen müsste. Wer seine Sammlung noch nicht mit den Silberlingen dieser Reihe veredelt hat, der sollte sich mal auf
www.munichshardesthits.com umschauen, denn dort sind neben dieser Scheibe auch noch die ersten drei Teile für je 7,95 € bzw. 9,95 € zu haben. Wo bekommt man heute sonst noch soviel für sein sauerverdientes Geld geboten?
Man darf schon neugierig sein, was sich die Herren für Vol. 5 einfallen lassen!!!

Sonny

Trackliste: 1. COASTLINE/ Restless Heart, Restless Mind - 2. WILD FRONTIER/ I Can Hear You - 3. RAGGEDY ANN/ Superhero - 4. MICHAEL RIESENBECK/ Two Hearts - 5. BRUNOROCK/ La Fonte Dei Sogni - 6. MERLIN/ Time To Leave - 7. LOVE HUNTER/ You Took A Piece Of My Heart - 8. PHIL VINCENT/ Friend Of Foe - 9. THE V-PROJECT/ Rattle Your Cage - 10. LAMORNA/ Mary (I Still Love You) - 11. BADHOVEN/ Behind The Masquerade - 12. KAMERA/ When We Said Hello - 13. ALPHA/ Throwin' It All Away - 14. ELAYNE/ Wildest Dreams - 15. THE LEC ZORN PROJECT/ Long Time Coming - 16. CHAPTER EIGHT/ Snake Eyes

Thanks to Tom & Peter @ Munichs Hardest Hits

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OUT OF THE LAIR/ Psychotears
  • Band: Out Of The Lair
  • Albumtitel: Pyschotears
  • Spielzeit: 38:03 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Griechenland
  • Vergleichbare Bands: a little bit of Death Angel und Foltsam & Jetsam
  • Veröffentlichung: ??.10.2003
  • Wertung: 7/ 10

Review
Es ist mal wieder an der Zeit den metallischen Underground etwas genauer zu durchleuchten. Mit der Besprechung der hier vorliegenden CD verschlägt es uns erstmalig in griechische Gefilde. Bevor das selbstfinanzierte Debüt von OUT OF THE LAIR musikalisch von sich reden macht, hinterlässt schon mal die luxuriöse Aufmachung (Jewelcase im edlen Pappschuber, gelungenes Cover-Artwork) einen äußerst positiven Eindruck. Musikalisch gibt sich der Vierzylinder aus Thessaloniki kompromisslos dem Power Metal der 80er Prägung hin, der mit einer ordentlichen Portion von angepunkten Thrash verdammt erdig und rau auf den Zuhörer niederprasselt, aber hier und da etwas angestaubt wirkt. Ihren nahezu eigenständigen Stil zelebrieren sie in neun Nummern (inkl. Intro), die von donnernden Doublebass-Orgien ("Flying Surf"), speedigen Riffs ("Nosferatu"), atemberaubenden Gitarren-Solos (Titeltrack), verspielten Gitarren- und Bassparts ("Last Time Of Fire Child") und dominant-variablen Vocals bestimmt werden. Zwar stößt Sänger Spyros gelegentlich an seine stimmlichen Grenzen ("Vampire Lady"), aber über die gesamte Spieldauer gesehen erledigt er einen äußerst ordentlichen Job. Auch die Tatsache, dass die Herren schon einige Jahre miteinander musizieren schlägt äußerst positiv zu Buche, denn das Zusammenspiel präsentiert sich wie aus einem Guss. Wer den Power Metal der 80er Jahre zu seiner metallischen Grundnahrung zählt, sollte "Pyschotears" unbedingt Gehör schenken.
Durch eine äußerst aufwendig gestaltete Multimedia-Sektion (Biographie, Galerie, Lyrics usw.) wird ein eh schon sehr positives Gesamtbild perfekt abgerundet... und das bei einer Eigenproduktion... Davon könnte sich so manch verweichlichtes Major Label eine Scheibe abschneiden ;-) Erwerben könnt ihr das Teil unter
www.outofthelair.com

Sonny

Trackliste: 01. Intronoise-X - 02. Flying Surf - 03. G.O.D. - 04. Nosferatu - 05. Wolverine's Knights - 06. Vampire Lady - 07. Last Time Of Firechild - 08. Psychotears - 09. Out Of The Lair - 10. PC-CDRom Multimedia track, containing: band info, biography, lyrics, tracks, photos, videos, contact info, and more

Thanks to Spyros @ Out Of The Lair


MOTHER MERCY/ Dancing With The Devil
  • Band: Mother Mercy
  • Albumtitel: Dancing With The Devil
  • Spielzeit: 51:15 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Love / Hate
  • Veröffentlichung: ??.10.2003
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
MOTHER MERCY verwirrt mich mit dem vorliegenden "Dancing With The Devil" auch nach dem x-ten Hördurchgang immer wieder aufs Neue. Stilistisch haben sich den Jungs aus L.A. dem Glam Rock a la LOVE / HATE verschrieben, was vor allem auf einen Sänger, der die Reinkarnation von Jizzy Pearl sein könnte, zurückzuführen ist. Allerdings paaren die Jungs diese typischen Trademarks mit oftmals ultraharten Grooves bzw. Refrains, und weisen so eine deutlich modere Grundausrichtung auf.
Folglich bedarf es einiger Hördurchläufe um sich für "Dancing With The Devil" zumindest teilweise begeistern zu können. Das komische und überflüssige "spoken Intro" mündet in den zwiespältigen Titeltrack, der zwar aus gefällige Strophen jedoch auch einem SEPULTURA-light Grölrefrain besteht ... als Opener deplaziert. Besser wird es jedoch mit dem nachfolgenden, midtempolastigen "Waste Of Skin", dessen Basslauf an MÖTLEY CRÜEs "Primal Scream" erinnert und das Stimmungsbarometer steigen lässt. Ein erster wirklicher Hinhörer ist das fetzige "Mercy's Law", das einfach nur Spaß macht und voll auf die 12 geht ... klingt wie MÖTLEY CRÜE around 1989, nur mit einem wirklich geilen Sänger. Das nachfolgende und ultraharte "Machine Gun" fesselt erneut durch einen völlig variablen Gesang und lebt von seinem gnadenlosen Rhythmusteppich. In "Creatures Of The Night" fließen teilweise erneut knüppelharte brachiale Vocalparts ein, die den Zuhören anfänglich vor den Kopf stoßen, aber auf ihre eigene Art irgendwie doch wieder cool klingen.Nach der RATT-Homage "Ragmann" und den unsäglich schwachen "Sweet Nikki", schrauben die Jungs auf "Chosen One" dann den Härtgrad wieder deutlich nach oben, und stimmen ihre Gitarren leider in die entgegengesetzte Richtung ... folglich wird's nun richtig (!) hart, und das Material will überhaupt nicht mehr zu den vorher gehörten Tracks passen, zumal auch der Sänger nicht mehr wiederzuerkennen ist.
Entgegen dem typischen Perris Records-Schwachpunkt punktet "Dancing With The Devil" durch einen wirklich guten Sound, sollte jedoch vor dem Kauf angetestet werden, da die Veröffentlichung nicht wirklich homogen ist.

Florian

Trackliste: 1. The Thunder, Perfect Mind - 2. Dancnig With The Devil - 3. Waste Of Skin - 4. Mercy's Law - 5. Machine Gun - 6. Blood - 7. Creatures Of The Night - 8. Devil Child - 9. The Sideshow - 10. Ragman - 11. Little Nikki - 12. Chosen One - 13. Invisible - 14. Don't Bury Me - 15. Kicking 'N' Screaming - 16. Mercy Killing

Thanks to Tom @ Perris Records


MAJESTY/ Reign In Glory
  • Band: Majesty
  • Album: Reign In Glory
  • Spielzeit: 65:11 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Massacre Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Manowar, Omen, Iron Maiden
  • Veröffentlichung: 27.10.2003
  • Wertung: 8/ 10


Review:
Über diese Band scheiden sich nun wirklich die Geister der Kritiker. Das eine Lager umschreibt MAJESTY mit schwachbrüstig und unflexibel, während die andere Seite in der Band die deutsche Antwort auf MANOWAR sieht. Ich zähle mich seit "Sword & Sorcery" definitiv zur letzteren Kategorie. Konnte mich das in Eigenregie gespielte Debüt "Keep It True" noch nicht ganz überzeugen, so hat mich die Band mit ihrem ersten offiziellen Longplayer eines Besseren belehrt. Auch mit der hier vorliegenden Scheibe muss ich dem Sechszylinder wieder einen weiteren Schritt vorwärts attestieren. War MAJESTY auf "Sword & Sorcery" noch ein gutes Stück von der Klasse ihrer Vorbilder entfernt, so konnten die Mannen um Sänger Tarek Maghary mit Kalibern wie der eingängigen Hymne "Into The Stadium", dem Doublebass-Kracher "Will Of The Cobra" und der Hammerballade "Thunder In The Silence" die Lücke auf ein Minimum reduzieren. Außerdem will ich aus einer sehr ausgeglichenen Scheibe noch das abschließend 10min-Epos "Falcon In The Storm" hervorheben. Wem das letzte MANOWAR-Album etwas zu soft war, dürfte sich bei "Reign In Glory" sehr gut aufgehoben fühlen.

Sonny

Trackliste: 1. Heavy Metal Battlecry - 2. Into The Stadiums - 3. Reign In Glory - 4. Will Of The Cobra - 5. Defender Of The Brave - 6. Lord Of The Damned - 7. Heroes - 8. Thunder In The Silence - 9. Troopers Of Steel - 10. Falcon In The Storm

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MAJESTY/ Hellforces
MAJESTY/ Sons Of A New Millennium (EP)
MAJESTY/
Swords & Sorcery


VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation Vol. 9

Review:
In regelmäßigen Abständen versorgt uns das Münchener Label MTM mit seinen hauseigenen Compilations, auf denen es einen Rückblick auf seine kürzlich veröffentlichten Scheiben bzw. eine Vorschau auf kommende Releases bietet. So weisen z. B. der melodisch-erdige Rocker "Afterlife" von NORTHRUP/ SHORTINO, das modern-orientalisch angelegte "Desert Dreams" des Label-Neuzugangs SHIVA und SEVEN WISHES' (ebenfalls neu im MTM-Stall) bassschwangere Groover "Fortuneteller" auf kommende Highlights hin. Auf der anderen Seite wird der interessierte Zuhörer mit S.I.N.s eingängigem Riffhammer "Crucified" sowie mit dem an LED ZEPPELIN erinnernden Kracher "Losing My Head" (HUGHES TURNER PROJECT) und dem TNT-Rocker "Give Me A Sign" mit den aktuellen Veröffentlichungen bekannt gemacht. Unter den 16 Songs befindet sich des weiteren Material von JOE LYNN TURNER, SAYIT, CRYSTAL BLUE und vielen anderen. Als besondere Zuckerln hat sich das Label entschlossen den ein oder anderen Japan-Bonus bzw. bisher unveröffentlichten Track auf "MTM Music Compilation Vol. 9" wie etwa RADIOACTIVEs sphärisch-rockendes "Somewhere, Someday", FAROs Killer-Halbballade "Sometimes" oder das endlos groovende "Change" von ZAR. Alleine durch diese drei Nummern dürfte dieser Sampler nicht nur für neugierige Nasen, sondern auch für Sammler äußerst interessant sein. Auch diese Compilation-Reihe sollte - nicht zuletzt wegen ihres hervorragenden Preis/ Leistungs-Verhältnisses - in keiner gutsortierten Rockmusik-Sammlung fehlen. Also, ab zum CD-Dealer eures Vertrauens und "MTM Music Compilation Vol. 9" für flockige zehn Euros einpacken lassen. Falls ihr bei eurem Plattenhändler nicht fündig werden solltet, dann könnt ihr den äußerst empfehlenswerten Silberling auf
www.musicbuymail.com bequem bestellen.

Sonny

Trackliste: 1. NORTHRUP/ SHORTINO/ Afterlife (rough mix/ forthcoming album spring 2004) - 2. HUGHES TURNER PROJECT/ Losing My Head (recent album "HTP II") - 3. FARO/ Sometimes (previously unreleased/ recent album "Dawn Forever") - 4. SAYIT/ That Ain't Me (rough mix/ forthcoming album November 2003) - 5. SHIVA/ Desert Dreams (rough mix/ forthcoming album spring 2004) - 6. TNT/ Give Me (recent EP "Give Me A Sign") - 7. RADIOACTIVE/ Somewhere, Someday (bonus track Japan/ recent album "Yeah!") - 8. ZAR/ Change (previously unreleased/ recent album "Hard To The Beat") - 9. TAXACARUM/ Rainmaker (recent album "Rainmaker") - 10. SEVEN WISHES/ Fortuneteller(rough mix/ forthcoming album spring 2004) - 11. S.I.N./ Crucified (recent album "Somewhere Into Nowhere") - 12. CRYSTAL BLUE/ Never Say Surrender (recent album "Detour") - 13. OPEN UP feat. MORTEN HOLM/ Dreams (recent album "Open Up") - 14. JOE LYNN TURNER - Excess (recent album "JLT") - 15. XING/ Wondering Man/ Crossing (previously unreleased) - 16. DANNY DANZI/ Only The Strong Will Survive (rough mix/ forthcoming album "DanziLand" 2004)

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über MTM MUSIC COMPILATIONS:
VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation "10th Anniversary" (Sampler-Tipp/ October 2006)
VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation Rock Ballads Vol. 6
VARIOUS ARTISTS/
MTM Music Compilation Vol. 10
VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation Rock Ballads Vol. 5


Stratovarius - Elements Pt. 2
  • Band: Stratovarius
  • Albumtitel: Elements Pt. 2
  • Spielzeit: 50:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast/ EastWest Records
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 27.10.2003
  • Charteinstieg: 10.11.2003 Platz Nr. 75
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Zu Beginn diesen Jahres präsentierte uns der finnische/ schwedische/ deutsche Fünfer den ersten Teil seines Konzeptwerks "Elements". Kaum 10 Monate später stehen die Workaholics um Bandkopf und Gitarrist Timo Tolkki schon mit dem zweiten Streich vor der Tür. Obwohl ich vom ersten Akt schon ziemlich angetan war, bin ich trotz des kurzen Abstands der beiden Werke doch auf angenehmste Weise überrascht. STRATOVARIUS legen eine herzerquickende Frische und prickelnde Spontaneität an den Tag, die mich schier vom Hocker haut. War mir persönlich der Vorgänger - trotz seiner sehr hohen Qualität - doch tempotechnisch etwas zu unruhig und dramatisch, so kann ich auf Teil Numero Due (auch nach zig Durchläufen) nichts dergleichen feststellen. Ganz im Gegenteil, denn mit jedem weiteren Hördurchgang wird man mit neuen Elementen überrascht und entdeckt neue Finessen, welche die Band gekonnt eingebaut hat. So erinnern mich der Opener "Alpha & Omega" sowie die ruhigeren Momente wie z. B. das episch angelegte "Seasons Of Faith's Perfection", "Luminous" und die abschließende Hammerballade "Liberty" in angenehmster Weise an Timo Tolkkis letzten Solo-Output. Natürlich kommen bei STRATOVARIUS auch die Fans der kraftvolleren Klänge - wie gewohnt - voll auf ihre Kosten. Eine Nummer wie das mit modernen Elementen versehene "Awaken The Giants" strotzt nur so vor Power, und mit "Still Alive" präsentieren uns die Herren eine Speed-Hymne in bester Bandmanier. Meine persönliche Lieblingsnummer ist allerdings der neoklassische Killer "Know The Differenz". Auch die restlichen Songs können den bereits genannten Nummern - mit einer schwindelerregenden Coolness - locker das Wasser reichen. Für mich ist "Elements Pt. 2" das beste Album, das die Band in ihrer bisher makellosen Karriere eingespielt haben und deshalb bleibt mir diesmal auch nichts anderes übrig als die Höchstnote zu zücken. Einsame SPITZENKLASSE!!!

Sonny

Trackliste: 1. Alpha & Omega - 2. I Walk To My Own Song - 3. I'm Still Alive - 4. Season Of Faith's Perfection - 5. Awaken The Giant - 6. Know The Difference - 7. Luminous - 8. Dreamweaver - 9. Liberty

Thanks to Markus @ Nuclear Blast

weitere Reviews über STRATOVARIOUS:
STRATOVARIUS/ Stratovarius
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Intermission


Britny Fox - Boys In Heat + 3 (re-release)
  • Band: Britny Fox
  • Albumtitel: Boys In Heat
  • Spielzeit: 52:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Contraire
  • Vergleichbare Bands: Cinderella, AC/DC
  • Veröffentlichung: 20.10.2003
  • Wertung: 10/ 10

Review:
BRITNY FOX meldeten sich erst im Sommer diesen Jahres mit "Springhead Motorshark" nach 12 Jahren Studio-Abstinenz mehr oder weniger eindrucksvoll zurück. Nun hat sich das Berliner Label Ulftone Music aufgemacht, mit "Boys In Heat" (1989) erneut einen Klassiker aus den 80er Jahren neu aufzulegen und wie man es von dieser Plattenfirma gewohnt ist, kommt der Silberling nicht nur komplett remastert, sondern auch noch mit einigen Bonustracks im Gepäck in die Läden. Obwohl das Album nun mittlerweile gut 14 Jahre auf dem Buckel hat, zählt es immer noch mit Abstand zu den besten Sleaze Rock-Scheiben aller Zeiten. Nicht nur die druckvolle Produktion, sondern auch die unwiderstehliche Reibeisenstimme von "Dizzy" Dean Davidson und die genialen Gitarrensolos von Michael Kelly Smith (ex-CINDERELLA) sind dafür verantwortlich, dass die Scheibe über die Jahre nichts an ihrem Reiz verloren hat. Natürlich darf bei diesem Meilenstein die treibende Rhythmusarbeit von Tieftöner Billy Childs und Felldrescher Johnny Dee (MOTÖRHEAD) nicht unterschlagen werden. Ein weiterer Pluspunkt auf diesem Album sind die mitreißenden Shout-Passagen, die für wilde Rocker ("In Motion"/ "She's So Lonley"), lässige Groover ("Livin' On A Dream"/ "Plenty Of Love") und Mitsing-Hymnen ("Long Way From Home") unbestritten das Salz in der Suppe bedeuten. Dass die Band nicht nur endlos nach vorne abrocken konnte, sondern auch meisterhaft mit sanften Klängen in Szene setzen konnten, davon zeugen die Hammer-Ballade "Dream On" (erinnert stellenweise an LED ZEPPELIN) und das gedämpfte "Long Road". Meine persönliche Lieblingsnummer aus diesem Album war schon damals die eigenwillige Interpretation der NAZARETH-Nummer "Hair Of The Dog", und an dieser Tatsache vermögen auch die drei Bonustracks nichts zu ändern. Nichtsdestotrotz passen die drei zusätzlichen Nummern - allem voran der Killer "Living On The Edge" aus dem schwergesuchten Soundtrack "Iron Eagle II" - wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Wer diese Scheibe noch nicht sein Eigen nennen sollte, tut gut daran, bald den Händler seines Vertrauens aufzusuchen.

Sonny

Trackliste: 1. In Motion - 2. Standing Int The Shadows - 3. Hair Of The Dog - 4. Livin' On A Dream - 5. She's So Lonely - 6. Dream On - 7. Long Way From Home - 8. Plenty Of Love - 9. Stevie - 10. Shine On - 11. Angel In My Heart - 12. Left Me Stray - 13. Long Road - 14. Girlschool (bonus track) - 15. Long Way To Love (bonus track) - 16. Livin' On The Edge (bonus track)

Thanks to Bonna @ Ultone Music


MAN DOKI/ Soulmates Absolutely Live (DVD)
  • Band: Man Doki
  • DVD: Soulmates – Absolutely Live
  • Spielzeit: ca. 150 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Paroli Records/ Sony Music
  • Vergleichbare Bands: 2 many 2 mention
  • Veröffentlichung: 20.10.2003
  • Charteinstieg: 03.11.2003 Platz Nr. 96
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Nachdem wir an dieser Stelle das geniale MAN DOKI-Album "Soulmates" schon ausführlich besprochen haben, ist es nun wirklich endlich an der Zeit auch die DVD "Soulmates – Absolutely Live" entsprechend zu würdigen. Ja, ihr habt richtig gelesen: Live! – Leslie Mandoki hat also Größen wie z. B. Ian Anderson (JETHRO TULL), Chris Thompson, Bobby Kimball (TOTO) oderJack Bruce (CREAM) nicht nur in sein Studio eingeladen, sondern konnte seine Freunde und Kollegen auch für eine ausgedehnte Tour gewinnen. Das Grundgerüst für diese aufwendige DVD bildet das Konzert in Berlin, das mit weiteren Highlights aus den Gastspielen in Magdeburg, Köln und Budapest (Leslie Mandokis Geburtsstadt) vervollständigt wird. Im Gegensatz zum Gig in der Hauptstadt, der von MTV-Ikone Ray Cakes moderiert wurde, sind besagte Ausschnitte leider nicht im 5.1 Dolby-Surround-Sound aufgenommen. Das tut dem sichtlichen Vergnügen und der intimen Atmosphäre, die "Soulmates – Absolutely Live" zu jeder Sekunde verbreitet, aber keinerlei Abbruch. Was das "Soulmates"-Album bereits erahnen ließ, wird nach dem ersten Durchlauf der DVD manifestiert: Hier sind nicht nur wahre Meister ihres Faches, sondern auch Improvisationskünstler zugange, die sich als echte und eingeschworene Band oder gar als Seelenverwandte präsentieren. Das große Plus dieser Scheibe beruht auf dem Umstand, dass während der diversen Konzerte die einzelnen Songs nicht 1:1 nachgespielt worden sind, sondern jeder der Künstler seinen Freiraum ausnutzten konnte. Daher kommt die DVD auch eine ordentliche Portion Jazz- und Fusion-lastiger um die Ecke als das bereits mehrfach erwähnte Album. Als Highlights einer nahezu genialen DVD möchte ich "Look Up To The Sky", das besonders in den Duett-Passagen von Chris Thompson und Masha einen extrem hohen Gänsehaut-Faktor aufweist, und "Circle Of Chance" gesondert hervorheben. Letztere Nummer entwickelt sich von einem Piano-Intro (Laszlo Bencker) über ein feuriges Gitarrensolo von Al Di Meola zu einer richtig geilen Jam-Session, die in einem – von wohldosierten Percussions (Leslie Mandoki) untermalten – „Wettstreit“ zwischen Bill Evans am Sopran-Saxophon und Ian Andersons Querflöte mündet (Phantastisch!). Abgerundet wird diese Veröffentlichung durch eine sehr ausführliche und interessante Dokumentation, die anhand von sehr persönlichen und privaten Momenten (während der Aufnahmen zum Album) – bzw. Interviews mit allen Beteiligten – eine ganz besondere Atmosphäre in die heimischen vier Wände zaubert. Fazit: Diese DVD ist nicht nur eine wunderschöne Ergänzung zum Album, sondern auch ein warmes und ehrliches Stück Musikgeschichte!!!

Sonny

Trackliste: Live In Concert
Berlin (67:13)
1. Introduction - 2. The Endless Power Of Change - 3. Look Up To The Sky - 4. Last Day Of Summer - 5. Circle Of Chance - 6. Room No. 8 - 7. Back To Budapest - 8. Locomotive Breath - 9. Daydream
Magdeburg (5:35)
1. Introduction - 2. Still Running Wild
Köln (5:06)
1. Introduction - 2. We're Not Young Enough Ton Know Everyting
Budapest (17:54)
1. Introduction - 2. Carry Me Home - 3. Live Is Like A Strong Song

MAN DOKU (Documentary)
The Spirit Of Soulmates (37:07)
Man Doki - The Story (15:08)

Thanks to Sabine @ Red Rock Production

weitere Reviews über MAN DOKI:
MAN DOKI/ Soulmates


SNAKE CHARMER/ Backyard Boogaloo (re-release)
  • Band: Snake Charmer
  • Albumtitel: Backyard Boogaloo
  • Spielzeit: 57:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Street Talk, Journey, Def Leppard
  • Veröffentlichung: 20.10.2003
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Mit der hier vorliegenden Veröffentlichung läuten MTM Music ihre neue Serie "Classix" ein. In dieser Serie fördern sie gesuchte oder bereits untergegangene Scheiben aus dem Bereich des Skandinavischen Rocks erneut zu Tage. SNAKE CHAMER wurde 1991 von Bassist Per Standin (SILVER MOUNTAIN) gegründet und veröffentlichte bereits 1993 ihr Debüt "Smoke And Mirrors". Erst 1998 legten die Schweden mit "Backyard Boogaloo" den Nachfolger vor. Diese Scheibe kommt nun - erweitert mit den beiden damaligen Japan-Bonussen - zu Wiederveröffentlichungsehren. Neben Herrn Standin wirkten damals Workaholic-Sänger Göran Edman (u. a. STREET TALK, YNGIEW MALMSTEEN), der jetzige HAMMERFALL-Drummer ANDERS JOHANSSON, Gitarrero Benny Jansson (ERIKA) und STRATOVARIUS-Tastenwirbelwind Jens Johanssson mit. Musikalisch hat die Band feinsten Schweden Rock samt seiner melancholischen Seite geboten, der hin und wieder mit einem Hauch von Soul ("Free Floating") oder LEPPARDschen Chören ("She Made Me Fall") sowie mit rockigen Flair der Marke JOURNEY ("Not A Day Without You") elegant abgeschmeckt wurde. Ebenfalls positiv zu Buche schlagen die dramatisch umgesetzte Version von DAVID BOWIEs "Life On Mars" und der extrem eingängige Smasher "Someday You're Gonna Love Someone" . Unterm Strich bleibt eine starke Rock-Scheibe, die nicht nur für AOR-Fans interessant sein dürfte. Wie auch immer: MTM haben mit dieser Scheibe einen tollen Einstand für ihre Classix-Serie auserkoren. Man darf sich schon jetzt auf weitere verschollene Highlights freuen!

Sonny

Trackliste: 1. Miracle Man 4.40 - 2. Someday You Are Gonna Love Someone 3.57 - 3. Life On Mars? 3.58 (cover version of David Bowie) - 4. Need A Little Help 5.07 - 5. Pretty Little Small Town Girl 4.11 - 6. Not A Day Without You 5.43 - 7. She Made Me Fall 4.37 - 8. Free Floating 5.02 - 9. Take A Look At Yourself 4.37 - 10. Cold Hearted Woman 7.06* -11. White Noise Boogie 4.33** - 12. Heart Of A Demon 4.05**

*Bonus track!
**Bonus tracks, originally for Japanese edition!

Thanks to Sebastian @ MTM Music


Astral Doors - Of The Son And The Father
  • Band: Astral Doors
  • Albumtitel: Of The Son And The Father
  • Spielzeit: 42:37 min
  • Vergleichbare Bands: Black Sabbath, Dio
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Veröffentlichung: 20.10.2003
  • Bewertung: 9/ 10

Review:
Was ist das? Etwa BLACK SABBATH unter Pseudonym? Und wirklich erst beim zweiten oder dritten Durchlauf kristallisiert sich heraus, daß doch wer anderes als der Meister des Doom Metal und seine Mannen am Werk sind! Zwei Dänen (Joachim Nardel an der Gitarre und Johan Lindstedt) haben wir es zu verdanken, dieses kleine Meisterwerk, welches uns so an BLACK SABBATH erinnert. Gut zwei Jahre ist es her da trafen sich die beiden und beschlossen Metal Songs im Stil von Iommi/ DIO & Co zu schreiben. Was ihnen mit dieser CD auch gelang, wie wir uns selbst seit dem 20 Okt. überzeugen können! Hier wird kein SABBATH-Freund enttäuscht, denn alle 11 Songs hören sich so an als kämen sie aus der Schaffensperiode zwischen "Headless Cross" (1988) & "TYR" (1991). Sogar der Sänger (Patrick Johangson) erinnert wirklich an Toni Martin, was das gesamte Album noch etwas interessanter macht. Komplettiert wird dieses Quintett noch durch Jacke Roberg (Keyboard) und Martin Haglund (Bass). Unter den 11 phantastischen Songs gibt es drei Perlen, zum ersten den Titeltrack "Of The Son And The Father" der sehr an "Headless Cross" anlehnt (gleicher stampfender Rhythmus und hymnenreifer Refrain) ist. Zum zweiten: "Slay The Dragon" der genau so auf DIOs "Holy Diver" Album hätte sein können! Und zu guter letzt noch "Prison For Life", dessen Energie und Power Wände zum Einsturz bringen könnten und das ab der ersten Sekunde so richtig abgeht (einfach geil)! Was noch zu erwähnen wäre: Produziert wurde diese Scheibe von Peter Tätgren (selbst HYPOCRISY & PAIN) der ja schon in den vergangenen Jahren immer wieder Acts produzierte (zu letzt DESTRUCTION). Fazit: Gigantische Metal-Scheibe die wohl jedem gefallen dürfte, der sich Metal-Fan schimpft und BLACK SABBATH in Höchstform geil fand!!!

Christian

Trackliste: 1. Cloudbreaker - 2. Of The Son And The Father - 3. Hungry People - 4. Slay The Dragon - 5. Ocean Of Sand - 6. In Prison For Life - 7. The Trojan Horse - 8. Burn Down The Wheel - 9. Night Of The Witch - 10. Rainbow On Your Mind - 11. Man On The Rock

Thanks to Julia @ Flying Dolphin

weitere Reviews über ASTRAL DOORS:
ASTRAL DOORS/ Astralism
ASTRAL DOORS/ Raiders Of The Ark (EP)
ASTRAL DOORS/ Evil Is Forever


Mägo De Oz - Gaia
  • Band: Mägo De Oz
  • Albumtitel: Gaia
  • Spielzeit: 72:41 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Folk-Musik, die ihre Wurzeln im Metal der 80er Jahre hat
  • Veröffentlichung: 20.10.2003
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Stammlesern meiner Seite wird bisher nicht entgangen sein, dass ich ein Faible für spanischsprachigen Metal sowie für mittelalterliche und keltische Klänge habe. Genau diese eigenwillige Kombination präsentiert uns die spanische Kapelle MÄGO DE OZ auf ihrem mittlerweile fünften Studioalbum "Gaia". Ihren sehr facettenreichen Folk-Metal haben die Madrider mit einer wohldosierten Prise progressiver Elemente ("La Conquista"/ "Van A Robar Cabezas") verfeinert und somit ihren nahezu unverkennbaren Bandsound kreiert, der sie in ihrem Heimatland schon längst zu gefeierten Stars machte. Nur hierzulande scheinet das Oktett leider immer noch nicht über den Geheimtipp-Status hinausgekommen zu sein und das obwohl sie schon auf bedeutenden Festivals wie dem Wacken Open Air (2001) und Bang Your Head (2002) gespielt haben. Aber ich vermute mal, dieser Zustand wird sich mit dem neusten Output der Herren rasch ändern, denn sich den unglaublichen Charme der zwölf Nummern auf "Gaia" zu verwähren, fällt unheimlich schwer. Wer es nicht glauben will, der sollte doch ab 20. Oktober zum Händler seines Vertrauens eilen und sich mit dem rhythmischen Stampfer "La Costa Del Silencio" (garniert mit fetzigen Violinenparts), dem lieblich klingenden "La Rosa De Los Vientos" oder dem quirlig-sprudeligen Instrumental "La Leyenda De La Llorona" vom Gegenteil überzeugen. Auch die beiden 11minütigen Epen "Gaia" und "La Venganza De Gala" sollte man unbedingt antesten, denn trotz ihrer langen Spielzeit weisen die beiden Nummern keinen Durchhänger auf, sondern wissen durch ihren Abwechslungsreichtum zwischen den bereits genannten Elementen und traditionellen Metal zu begeistern. Also mich haben die Herren von MÄGO DE OZ mit ihrem "Gaia" restlos überzeugt und mich somit auch auf die Vorgänger-Album neugierig gemacht.

Sonny

Trackliste: 1. Obertura MDXX - 2. Gaia - 3. La Conquista - 4. Alma - 5. La Costa Del Silencio - 6. El Arbol De La Noche Triste - 7. La Rosa De Los Vientos - 8. La Leyenda De La Llorona - 9. Van A Radar Cabezas - 10. El Atrapasueños - 11. Si Te VAs - 12. La Venganza De Gaia

Thanks to Julia @ Flying Dolphin

weitere Reviews über MÄGO DE OZ:
MÄGO DE OZ/ Rarezas
MÄGO DE OZ/
Belfast


Dreamtide - Daring ForThe Dreaming
  • Band: Dreamtide
  • Albumtitel: Dreams for the Daring
  • Spielzeit: 77:05 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Zeno, Fair Warning
  • Veröffentlichung: 20.10.2003
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Zwei Jahre nach der Veröffentlichung Ihres Debüts "Here Comes The Flood" setzen es sich DREAMTIDE erneut zum Ziel, die Fans von FAIR WARNING über deren unrühmliches Ende hinweg zu trösten. Da sich neben drei ehemaligen Mitgliedern eben erwähnter Combo mit Olaf Senkbeil ein Sänger an Bord befindet, der den Gesangsstil eines Tommy Hearts beinahe perfekt adaptiert, kann "Dreams For The Daring" somit diesem Anspruch durchaus gerecht werden. Wie nicht anders zu erwarten, legt es das Quintett gar nicht erst darauf an, sich musikalisch neu zu definieren und unerforschte Pfade zu beschreiten, sondern verlässt sich auf altbewährte Erfolgskomponenten. Dem Hörer werden so 15 (!) hymnenhafte, stark bombastlastige Melodic Rocknummern geboten, welche sich zwar nicht durch ein hohes Maß an Abwechslung auszeichnen, im Gegenzug jedoch Lückenfüller (nicht wirklich) vermissen lassen ... Bereits der Opener "Dream Real" vermag durch seinen genialen Groove mehr als nur zu überzeugen, und verwirrt mich persönlich positiv in Punkto Soundqualität: Der hinsichtlich "Dreams For The Daring" bislang oftmals angebrachte Kritikpunkt mangelhafter Soundqualität ist für meine Ohren nicht im Geringsten nachzuvollziehen - ganz im Gegensatz, die Scheibe klingt fett produziert und knallt!!! (mit dieser Meinung steht wohl ziemlich alleine da ;-)/ Anmerk. Red.) Klasse sind das angenehm modern angehauchte, fett groovende und in einem ansprechende Chorus gipfelnde "Land Without Justice", sowie das flotte und mit einem harten Riff versehene "Man On A Mission". "Dreams Are Free" zeichnet sich in den Strophen ebenfalls von moderner Federführung gekennzeichnet, um sich im eingängigen Refrain an GARY HUGHES' und BOB CATLEYs (Spät)- Solophase zu orientieren. Als weitere Anspieltipps seien das hymnenhafte "You Can't Burn My Heart Out" sowie "All Of My Dreams" genannt, welches in den Strophen stellenweise frappierend an WHITESNAKEs "Don't Fade Away" erinnert. Das Highlight einer ansprechenden Veröffentlichung bildet die von indianischen Klängen eingeleitete Antikriegshymne "I'm Not With You", die hervorragend interpretiert, in einem bombastischen Refrain explodiert und von Anfang bis zum Ende fett rockt !!! Ein Album, bei dem Fans von Gruppen wie ZENO oder FAIR WARNING massiv auf Ihre Kosten kommen werden - wer sich mit besagten Gruppen bislang nur schwerlich anfreunden konnte, sollte unbedingt einen Hördurchgang wagen um sein Urteil gegebenenfalls zu revidieren. Ich persönlich bin mehr als positiv von DREAMTIDE überrascht, da ich weder mit Ihrem Debüt "Here Comes The Flood" noch mit FAIR WARNING auch nur annähernd warm wurde - an "Dreams For The Daring" führt jedoch kein Weg vorbei ... und das ist auch gut so ...

Florian

Trackliste: 1. Dream Real - 2. Live & Let Live - 3. I´ll Be Moving on - 4. All Of My Dreams - 5. I´m Not With You - 6. Man On A Mission - 7. Eden - 8. Land Without Justice - 9. Out There - 10. Dreams Are Free - 11. Sweet Babylon - 12. You Can´t Burn My Heart Out - 13. Eden (alternate mix) - 14. Land Without Justice (alternate mix) - 15. Live & Let Live (alternate mix)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


Vertigo - Vertigo

  • Band: Vertigo feat. Joseph Williams

  • Album: Vertigo

  • Spielzeit: 59:58 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood

  • Vergleichbare Bands: Toto, Survivor, Yes

  • Veröffentlichung: 20.10.2003

  • Wertung: 5,5/ 10

    Sonny

+ Review:
Schier endlose sechs Jahre nach seinem letzten, lediglich in Japan veröffentlichten, Soloalbum "3" meldet sich der ehemalige TOTO-Sänger Joseph Williams in Form des Projekts VERTIGO und brandneuem Material in der Szene zurück. Unterstützt von solch namhaften Songwritern wie Jim Peterik (u.a. SURVIVOR, 38 SPECIAL), Kane Roberts (ex-ALICE COOPER) oder David Tyson (AMANDA MARSHAL, ALANNAH MYLES) versteht es Joseph Williams noch immer, dem Zuhörer alleine durch seine begnadete Stimme einen Schauer nach dem anderen über den Rücken zu jagen. So kommt es nicht von ungefähr, dass er die erste Wahl zur Besetzung der Hauptrolle des "Simba" im Disney-Musical "The Lion King" gewesen ist - ein gigantischer Erfolg, der in einer Oscarauszeichnung und mehr als zehn Millionen verkauften Einheiten gipfelte ... Bereits die ersten vier Stücke erscheinen, jedes für sich, absolut hitverdächtig und dürften TOTO-Fans der 80er Jahre die Freudentränen in die Augen treiben - vor allem "Straight To Your Heart" und "Never Let You Go" hätten auch auf einem Meisterwerk wie "The Seventh One" ihre Daseinsberechtigung mehr als gerechtfertigt! Ebenfalls als aus dem Songmaterial hervorstechend sind "When It Doesn't Matter" und "I Don't Want To Go" anzusehen, welche jedoch von der Grundausrichtung her eher in der Westcoast-Fraktion anzusiedeln sind. Das ultimative Highlight stellt jedoch der als Bonustrack enthaltene und spartanisch instrumentierte Remix von "More Than Enought" dar, der die stimmliche Klasse eines Joseph Williams eindrucksvollst untermauert ... Gänsehaut pur ... Kritikpunkt an einer perfekt produzierten CD bleibt für mich, dass das Songmaterial in "China Rain", "Sarah" und "Vertigo" ins Mittelmaß abdriftet. Leider können auch die enthaltenen Coverversionen "Love Is Blind" (URIAH HEEP, im Original göttlich) und "I Want To Be Wanted" (DAN LUCAS, ex-KARO) nicht überzeugen, da sie Ihren mehr als unglücklichen Arrangements zum Opfer fallen, und so im direkten Vergleich zum Original kraftlos wirken. Alles in allem jedoch eine lohnenswerte Anschaffung, die aufgrund einiger hochkarätiger Nummern nicht nur bei Westcoast- und TOTO-Fans auf Zustimmung stoßen und die stimmliche Ausnahmestellung eines Joseph Williams' weiter manifestieren wird!

Florian

- Review:
Gut sechs Jahre nach seinem letzten Solo-Album "3", gibt Joseph Williams mit seinem neuen Projekt VERTIGO endlich wieder ein Lebenszeichen von sich. Mit der AOR-Hymne "Not Enough Hours In The Night" feiert der ehemalige TOTO-Sänger einen Einstand, der seinen Wurzeln gerecht wird und auf ein Genre-Highlight hoffen lässt, aber diese Hoffnung wird schon mit dem folgenden "Straight To Your Heart", das etwas arg rumplig um die Ecke kommt, fast schon wieder im Keime erstickt. Zwar hat Mr. Williams mit "More Than Enough", dem rockigen "I Want To Be Wanted" und dem fast boygroup-artig angelegten "When It Doesn’t Matter" drei weitere ansprechende Nummern am Start, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass das restliche Material belanglos vor sich herplätschert. Mit "Never Let You", in dem man versucht hat traditionellen AOR mit moderner Rockmusik zu verbinden, und dem dünnen – sowie emotionslosen - "Sarah" haben sich zwei Totalausfälle eingeschlichen. Schade, denn von einem Album bei dem Namen wie Jim Peterik (SURVIVOR), Joey Carbone (KIM CARNES) und Kane Roberts (ALICE COOPER) am Songwriting beteiligt waren, hätte man schon etwas erwarten können.

Sonny

Trackliste: 1. Not Enough Hours In The Night - 2. Straight To Your heart - 3. More Than Enough - 4. Never Let You Go - 5. I Don't Want To Go - 6. I Want To Be Wanted - 7. China Sky - 8. Love Is Blind - 9. When It Doesn't Matter - 10. Sarah - 11. Vertigo - 12. I Don't Want To Go (remix) - 13. More Than Enough (remix)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über VERTIGO:
VERTIGO/ 2 (Earcatcher/ June 2006)


STEVE LUKATHER & FRIENDS/ Santa Mental

Review:
Weihnachten steht vor der Türe und wie jedes Jahr um diese Zeit werden wir von sinnlosen Christmas-Compilations und -projekten überhäuft. Natürlich befinden sich unter der schier unüberschaubaren Masse auch ein paar wirklich sehr interessante Scheiben. Eine dieser Ausnahmen, welche die Regel bestätigen, stellt das neue Solo-Album von TOTO-Gitarrist STEVE LUKATHER dar. Ging es auf seiner letzten Solo-Scheibe "Luke" (1996) noch ziemlich rockig ans Werk, so drückt der Ausnahme-Gitarrist auf "Santa Mental" nicht nur verschiedenen Christmas-Klassikern ("Winter Wonderland"/ "Silent Night") seinen eigenen unverkennbaren Stempel auf, sondern gibt auch eigene, weihnachtlich arrangierte Nummern zum Besten. STEVE LUKATHER wäre nicht STEVE LUKATHER, wenn er sich für diesen weihnachtlichen Silberling nicht ein paar sehr illustre Freunde und Gäste eingeladen hätte. So haben u. a. EDDY VAN HALEN oder STEVE VAI diverse Gitarren-Solos zu "Joy To The World" bzw. "Carol Of The Bells" beigesteuert und von SLASH wurde Luke beim souly "Broken Heart For Chrismas" sogar komplett gitarrentechnisch begleitet. Die zehn Nummern setzten sich aus vier Songs und sechs Instrumentalen zusammen, wobei auf der einen Seite "Jingle Bells" im Big Band/ Jazz-Sound als postumes Duett mit SAMMY DAVIS JR. ein ganz besonderes Flair ausstrahlt. Unter den instrumentellen Darbietungen wissen das bluesgetränkte "Carol Of The Bells" und die im Stile von SANTANA interpretierte "Silent Night" den Zuhörer in den festlichen Bann zu ziehen. Falls ihr noch unschlüssig seid, welche musikalische Untermalung den hoffentlich reichlich gedeckten Gabentisch begleiten soll, dann solltet ihr unbedingt in STEVE LUKATHERs "Santa Mental" reinhören. Ein richtig heimeliges Weihnachts-Album - Fehlt also nur noch der Schnee zum Fest!

Sonny

Trackliste: 1. Joy The World - 2. Greensleeves - 3. Jingle Bells - 4. Carol Of The Bells - 5. Broken Heart For Christmas - 6. Angels We Have Heard On High - 7. Winterwonderland - 8. Look Out For Anyone - 9. Silent Night - 10. The Chrismas Song (Chestnuts Roasting) (Bonuscut)

Thanks to Bonna @ Ultone Music

weitere Reviews über STEVE LUKATHER:
TOTO/ Bottom Of Your Soul (Summer 2006 - Tour Edition) (Single-Tipp/ July 2006)
TOTO/ Falling In Between (Album Of The Month/ February 2006)
TOTO/
Through The Looking Glass


Spirit Web - Far Beyond The Visual Mind
  • Band: Spirit Web
  • Albumtitel: Far Beyond The Visual Mind
  • Spielzeit: 56:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Metallica, Megadeth, Helstar
  • Veröffentlichung: 13.10.2003
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Mit ihrem selbstfinanzierten und -betitelten Debüt konnte die Band vor gut drei Jahren bereits ziemlich gute Kritiken einfahren, was zwei Jahre später zur Folge hatte, dass das amerikanische Quartett einen Deal mit Mausoleum Records erhaschen konnte und das Debüt (ergänzt um zwei Bonus Tracks) offiziell auch in Europa veröffentlicht wurde. Mit einem neuen Sänger im Gepäck wuchten nun die Power Metaller nun den vielversprechenden Nachfolger auf den Verkaufstresen. Schon der wuchtige Opener "Slave" deutet an in welche Richtung es geht: Power Metal US-amerikanischer Prägung, der ziemlich stark an MEGADETH angelehnt ist. Hauptverantwortlich dafür ist nicht zuletzt das Organ von Randy Barron (WINTERKILL), der doch des öfteren an Rotschopf Dave Mustaine in Bestform erinnert. Während der Opener doch ziemlich traditionell angelegt ist, sind die Mannen um Bandkopf Paul Speredes (Guitars) mit dem folgenden "The Game" das Wagnis eingegangen traditionelle Elemente mit Cross Over-Passagen und jazzigen Parts zu paaren. Auch die nächste Nummer kann man nur bedingt als reinrassige Metal-Kost stehen lassen, denn bei "Fame And Glory" jonglieren SPIRIT WEB mit den Trademarks a la THE CURE, die von Power Metal-typischen Gitarren-Solos der Marke Speredes begleitet werden. Mit dem Titeltrack (Gänsehaut pur) haben SPIRIT WEB eine Hammer-Ballade gestrickt, die mit dem METALLICA-Hit "Nothing Else Matter" in einem Atemzug genannt werden müsste und hoffentlich der Band den verdienten Durchbruch beschert. Als weitere Appetithappen drängen sich das angesleazte "Miss Behaven", der düstere Groover "Skies R Grey" und der Thrasher "Hellbound Train" auf. Eine weiteres kleines Kunstwerk ist der Band mit dem abschließenden 7min-Epos "From A Prince To A Pauper" geglückt, in dem sie sich sehr gekonnt irgendwo zwischen IRON MAIDEN und HELSTAR bewegen. Wer nichts sehnlicher wünscht als ein neues MEGADETH-Album, dürfte von "Far Beyond The Visual Mind" äußerst angetan sein.

Sonny

Trackliste: 1. Slave - 2. The Game - 3. Fame And Glory - 4. Troubled Tymes - 5. Far Beyond The Visual Mind - 6. Miss Behaven - 7. Skies R Grey - 8. Hellbound Train - 9. Where 2 Begin - 10. From A Prince To A Pauper - 11. Bonus Track

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


Bonfire - Free
  • Band: Bonfire
  • Albumtitel: Free
  • Spielzeit: 47:49 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: BMG Ariola
  • Vergleichbare Bands: Bonfire mit verschiedensten Einflüssen aus den letzten 40 Jahren
  • Veröffentlichung: 06.10.2003
  • Charteinstieg: 20.10.2003 Platz Nr. 94
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nach der für BONFIRE wirklich untypischen Single "Tell Me What U Know" konnte man wirklich gespannt sein, in welche Richtung das neue Album gehen würde. Nun, ganz so modern wie man vielleicht befürchten konnte, ist es nun auch wieder nicht geworden und die eben erwähnte Single haben die Herren auch nicht aufs Album gepackt. "Free" ist vielmehr eine gesunde Mixtur aus dem bandeigenen Sound und modernen Stilmitteln, die noch mit dem einen oder anderen Einfluss aus den 60s und 70s verfeinert wird. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass ein Song wie der groovende Opener "On And On" stellenweise an LED ZEPPELIN oder QUEEN erinnert und "Love Can Conquer All" von seichten, BEATLES-lastigen Chören umgeben ist. Während man dem Ohrwurm "What About Love" mit einer wohldosierten Portion Grunge den richtigen Pep verliehen hat, zeigen sich die Ingolstädter mit dem folgenden "Rock 'N' Roll Star" erneut von einer sehr experimentellen Seite, denn diese Nummer weis mit fetten Rap-Passagen zu überraschen. Auf der anderen Seite kommt aber der Titeltrack im nahezu typischen Bandsound um die Ecke. Außerdem liefert Sänger Claus Lessmann, der für dieses Album auch wieder zur Gitarre gegriffen hat, eine seiner bisher besten Gesangsleistungen ab. Als weitere Anspieltipps möchte ich euch "September On My Mind", in dem BONFIRE ihre Gedanken zum 11. September 2001 verarbeitet haben, und die akustische Hammer-Ballade "We Will Be Friends", die ein BRYAN ADAMS bestimmt nicht besser hingekriegt hätte, besonders ans Herz legen. Fazit: "Free" ist ein Album, auf dem sich BONFIRE von einer bisher unbekannten Seite zeigen, ohne aber Verrat an ihren Trademarks zu begehen. Eine sehr abwechslungsreiche Scheibe, die vielleicht nicht sofort beim ersten Durchlauf ihr komplettes Potenzial offenbart, sondern mit jedem weiteren Hördurchgang ein bisschen mehr von sich preisgibt.

Sonny

ein von weiteres mir verfasstestes Review über "Free" könnt ihr ab Ende September in der 18. Ausgabe des Rock It! lesen

Trackliste: 1. On And On - 2. I Would Do Anything 4 U - 3. What About Love - 4. Rock 'N' Roll Star - 5. Free - 6. Preachers And Whores - 7. Love Can Conquer All - 8. Give A Little Love - 9. September On My Mind - 10. We Will Be Friends

Thanks to Willi & Brigitte @ Point Of Music

weitere Reviews über BONFIRE:
BONFIRE/ Double X
BONFIRE/ One Acoustic Night - Live At The Private Music Club (Album Of The Month/ March 2005)
BONFIRE/
Tell Me What U Know (Single)
BONFIRE/
Live Over Europe!
BONFIRE/
29 Golden Bullets
BONFIRE/
Strike Ten


RAGE/ Soundchaser
  • Band: Rage
  • Albumtitel: Soundchaser
  • Spielzeit: 53:18 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands: nicht wirklich, oder?
  • Veröffentlichung: 06.10.2003
  • Charteinstieg: 20.10.2003 Platz Nr. 54
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Auf "Soundchaser" setzt das internationale Trio nicht nur den Weg fort, den sie vor gut einem Jahr mit "Unity" eingeschlagen haben, sondern bringen die Songs noch kompromissloser auf den Punkt als dies noch auf dem exzellenten Vorgänger der Fall war. Bei aller Zielstrebigkeit haben die Mannen um Bandkopf Peavy Wagner aber keinesfalls das Gespür für eingängige und schöne Melodien verloren, denn die Refrains der einzelnen Songs fräßen sich ohne große Umwege in den Gehirnwindungen ein. Mit Metal-Granaten der feinsten Güte ("War Of Worlds"/ "Great Old Ones") heizen uns RAGE gleich zu Beginn ordentlich ein, bevor sie mit dem endlos groovenden Titeltrack dezent vom Gas gehen. Während das leicht progressiv-symphonische "Secrets In A Weird World" an orchestrale Großtaten erinnert, servieren uns die Herren mit "Flesh And Blood" eine hymnische Halbballade in bester Band-Tradition. Perfekt abgerundet wird das Hammer-Werk mit dem wunderschönen epischen Zweiteiler "Falling From Grace", bei dessen ersten Teil "Wake The Nightmares" man Kürbiskopf Andy Deris für einen Gastauftritt gewinnen konnte. Zudem ließ sich - wie schon beim wegweisenden Vorgänger - Producer-Koryphäe Charlie Bauernfeind (u. a. BLIND GUARDIAN, HELLOWEEN), der das Konzept-Album in einen nahezu explosiven Monster-Sound gebettet hat, erneut für den Job hintern den Reglern begeistern. Ein weiteres Highlight ist der Stampfer "Human Metal", der mit seinem unbeschreiblichen Groove restlos alles in den Boden rammt, das sich ihm in den Weg stellt. Herrschaften, hier wird kompakter, knackiger und abwechslungsreicher Metal geboten. Zugreifen!

Sonny

Trackliste: 1. Orgy Of Destruction - 2. War Of Worlds - 3. Great Old Ones - 4. Soundchaser -5. Defenders Of The Ancient Life - 6. Secrets In A Weird World - 7. Flesh And Blood - 8. Human Metal - 9. See You In Heaven Or Hell Falling From Grace - 10. Wake The Nightmares (Pt.1) - 11. Death Is On It's Way (Pt.2)

weitere Reviews über RAGE:
RAGE/
From The Cradle To The Stage
RAGE/
Unity


LANA LANE/ Covers Collection
  • Band: Lana Lane
  • Albumtitel: Covers Collection
  • Spielzeit: 60:49 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Think Tank Media/ Empire Music
  • Vergleichbare Bands: erinnert gesanglich an Ann Wilson von HEART
  • Veröffentlichung: 06.10.2003
  • Wertung: 9/ 10

Review:
LANA LANE dürfte eigentlich jedem an der Rockmusik interessierten Menschen als das weibliche Aushängeschild der Prog-Szene und somit wohl auch als emsigster Act dieses Genres bekannt sein. Mit ihrem Album "Covers Collection" präsentiert sie uns nicht zum Erstenmal einige Meilesteine der Rockgeschichte. Jetzt werdet ihr wahrscheinlich sagen: "... schon wieder ein Cover-Album, das die Welt nicht braucht!". Klar, über Sinn und Zweck derartiger Veröffentlichungen lässt sich vortrefflich streiten. Aber über die Art und Weise, in der die Prog-Queen solche Klassiker wie "Kashmir" (LED ZEPPELIN), "Innocence" (die ENUFF Z' NUFF-Nummer erinnert stellenweise stark an die progressive Zeit der BEATLES) oder RAINBOWs "Stargazer" interpretiert, ist über jeden Zweifel erhaben und dürfte bei einigen nimmerstillen Kritikern für offene Münder sorgen. So hat LANA LANE mit der Unterstützung ihres Mannes und Multi-Instrumentalisten ERIK NORLANDER den SCORPIONS-Welthit "Still Loving You" in ein erfrischendes Barock-Ambiente gebettet, das von wunderschönen Streicher-Parts getragen wird. Die Frau mit der großartigen Stimme schafft es immer wieder den von ihr dargebotenen Coverversionen ihren ureigenen Stempel aufzudrücken. Ganz egal ob die Songs gegenüber dem Original nun orchestral ("Nothern Lights" von TNT) oder progressiv-dramatisch (GIANTs Gänsehaut-Nummer "I'll See You In My Dreams") umgesetzt werden, das kreative Ehepaar vermag es immer wieder die Zuhörer zu fesseln und aufs Neue zu verblüffen. Das heimliche Highlight auf dieser "Covers Collection" ist die sehr gefühlvolle und mystische Interpretation des nicht unbedingt jedermann bekannten AVIARY-Hits "Soaring". Ich behaupte einfach mal, dass diese Collection eine der innovativsten Veröffentlichungen auf dem Cover-Sektor ist. Einfach Klasse!

Sonny

Trackliste: 1. The Wall - 2. Kashmir - 3. Soaring - 4. Hold Your Head Up - 5. Innocence - 6. I'll See You In My Dreams - 7. Don't Try So Hard - 8. Northern Lights - 9. Still Loving You - 10. Weep In Silence - 11. Stargazer

Thanks to Erik @ Think Tank Media

weitere Reviews über LANA LANE:
LANA LANE/ Gemini (Symphonic Rock-Tipp/ January 2007)
LANA LANE/ 10th Anniversary Concert (DVD/ CD) (Live Candy/ March 2006)
LANA LANE/ Lady Macbeth
LANA LANE/
Storybook: Tales From Europe And Japan (DVD)
LANA LANE/
Return To Japan
LANA LANE/
Winter Sessions


Lynch Mob - REvolution
  • Band: Lynch Mob
  • Albumtitel: REvolution
  • Spielzeit: 60:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mascot Records/ Zomba
  • Vergleichbare Bands: Dokken, Pilson/ Lynch
  • Veröffentlichung: 06.10.2003
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Es sind mittlerweile vier Jahre ins Land gezogen seit George Lynch und sein Mob mit seinem HipHop-lastigen Album "Smoke This" die Musikwelt beglückte. Seit geraumer Zeit ist das vierte Studio-Album von LYNCH MOB namens "REvolution" in den Läden. Wer mit der Hoffnung an diese Scheibe herangeht, dass sich die Band um den ex-DOKKEN-Saitenvirtuosen wieder der alter Stärken besonnen hat, der dürfte wahrscheinlich ziemlich enttäuscht von diesem neuen Silberling sein. Allerdings sollte man "REvolution" nicht unbedingt als richtiges neues Album ansehen, denn schließlich hat Meister Lynch die Perlen vergangener Tag in ein modern-grunchiges, aber wuchtig groovendes Gewand gepackt. So kommen die LYNCH MOB-Klassiker wie "All I Want", "Cold Is The Heart" oder "Wicked Sensation" in ungewohnten und nahezu atemberaubenden Sound aus den Boxen. Selbstredend wurden mit z. B. "Tooth And Nail", "Kiss Of Death" (Killer-Nummer) oder "Breaking The Chains" auch einige Songs aus seiner DOKKEN-Ära einer Frischzellen-Kur unterzogen und mit dem Drive des neuen Jahrtausends versehen. Unter den 13 Neuaufnahmen hat's mir persönlich die neue, sehr mystische Version von "When The Darkness Calls" angetan. Äußerst positiv zu Buche schlägt, neben den bekannt guten Gitarrenspiel von George Lynch, die nach wie vor großartige Gesangleistung von Robert Mason. Die restlichen Nummern haben eigentlich auch nur die Lyrics mit dem jeweiligen Original gemeinsam, strotzen aber trotzdem nur so vor Power und Energie und man könnte fast meinen, dass es sich hier tatsächlich um neue Songs handelt. - Aber eben nur fast! Nichtsdestotrotz ist "REvolution" ein richtig starkes und prickelndes Album geworden, das ich der diesjährigen halbgaren Projekt-Scheibe ("Wicked Underground") mit seinem ehemaligen DOKKEN-Kumpel Jeff Pilson zu 100% vorziehe. Ich bin schon gespannt, was sich Mr. Lynch und sein Gefolge für den nächsten Output einfallen lassen.

Sonny

Trackliste: 1. Tooth And Nail - 2. Tangled In The Web - 3. All I Want - 4. Kiss Of Death - 5. She's Evil But She's Mine - 6. Relax - 7. Cold Is The Heart - 8. Breacking The Chains - 9. When Darkness Calls - 10. River Of Love - 11. Wicked Sensation - 12. Paris Is Burning - 13. The Secret

Thanks to Yvo @ Mascot Records


Gary Hughes - Once And Future King (Part II)
  • Band: Gary Hughes
  • Albumtitel: Once And Future King, Part II
  • Spielzeit: 56:15 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Ten, teilweise Nightwish
  • Veröffentlichung: 06.10.2003
  • Wertung: 5/ 10

Review:
Unter Zuhilfenahme einer illustren Schar von Gastmusikern präsentiert uns GARY HUGHES den 2. Teil seiner Vertonung der Sage um König Artur. Verstand es der Vorgänger, mittels vier phantastischer Stücke, einer ansonsten langatmigen Veröffentlichung Leben einzuhauchen, so gilt hier leider die alte Weisheit, dass viele Köche den Brei letzten Endes doch verderben. Liest sich die Liste der mitwirkenden Gastsänger wie das "Who is who" der Melodic Rock-Szene, so macht sich zu meinem Erschrecken bereits beim ersten Hördurchgang, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, gähnende Langeweile breit. Die Vielzahl der Songs dümpelt wie bei GARY HUGHES hinlänglich bekannt, einmal mehr im typischen TEN-Sound, und versteht es leider viel zu selten den Hörer wirklich aufhorchen zu lassen. Absolut hervorzuheben ist jedoch das von Irene Jansen veredelte und an NIGHTWISH erinnernde "Ride From The Shadows" - sägende Gitarren, aggressiver Gesang sowie ein mehrstimmig, getragener Refrain bilden die Basis für einen absoluten Knaller. Wie bereits vom Teil I bekannt, werden die Fans vor die Qual der Wahl gestellt, ihr Geld aufgrund eines "Must have" - Songs in eine ansonsten tendenziell schwache Veröffentlichung zu investieren ... Ebenfalls noch in Ordnung gehen der leicht progressiv angehauchte und von DC COOPER vertonte Schlachtruf "Kill The King", sowie das episch getragene Titelstück. Alles in allem eine langatmige CD, welche solch mitwirkende Legenden wie BOB CATLEY (MAGNUM, ex-HARD RAIN) , Sean Harris (DIAMOND HEAD) Doogie White (ex-RAINBOW, ex-PRAYING MANTIS, MALMSTEEN) oder Harry Hess (HAREM SCAREM) zu keiner Zeit ins richtige Licht zu setzten vermag und ihren absoluten Tiefpunkt in dem überflüssigen Instrumental "Deius" findet. Es bleibt kritisch anzumerken, dass hier weniger mehr gewesen wäre - die Highlights beider Teile auf einen Silberling gebannt, hätten zum einen eine wirklich solide Veröffentlichung ergeben, und zum anderen den Geldbeutel der Fans weniger strapaziert ... vor dem Kauf antesten ...

Florian

ein von mir verfasstes Review könnt ihr in der 17. Ausgabe des Rock It! lesen

Sonny

Trackliste: 1. Kill The King (DC COOPER) - 2. There By The Grace Of Gods (GARY HUGHES) - 3. I Still Love You (GARY HUGHES) - 4. Ocean Of Tears (LANA LANE) - 5. Rise From The Shadows (IRENE JANSEN) - 6. Believe Enough To Fight (SABINE EDELSBACHER & BOB CATLEY) - 7. The Hard Way (DOUGIE WHITE) - 8. The Pagan Dream (SABINE EDELSBACHER) - 9. Demon Down (DOUGIE WHITE) - 10. Deius (instrumental) - 11. Without You (SEAN HARRIS) - 12. Once And Future King (HARRY HESS)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über GARY HUGHES:
TEN/ The Twilight Chronicles (Earcatcher/ August 2006)
TEN/ The Essential Collection 1995 - 2005
TEN/
Return To Evermore
GARY HUGHES/ Once And Future King (Part I)
TEN/
Far Beyond The World


Twilightning - Delirium Veil
  • Band: Twilightning
  • Albumtitel: Delirium Veil
  • Spielzeit: 48:26 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Spinefarm Records/ Motor Music
  • Vergleichbare Bands: Vanishing Point, Gamma Ray
  • Veröffentlichung: 06.10.2003
  • Bewertung: 7,5/ 10

Review:
TWILIGHTNING wurden 1998 in Imatra/ Finnland gegründet. "Delirium Veil" ist aber ihre erste offizielle Veröffentlichung. In der ersten Besetzung waren ursprünglich nur vier Mitglieder, aber seit 2001 ist die Band ein Sextett: Tommi Sartanen (Guitar, Vocals) Ville Wallenius (Guitar),Jussi Kainulainen (Bass) und Jusha Leskinen (Drums.), sowie Heikki Pöyhiä (Vocals) und Mikko Naukkarinen (Keyboards). Und wirklich alles auf diesem Silberling hört sie danach an, als müsse man sich diesen Namen unbedingt merken, da ihnen vielleicht eines Tages der große Wurf glücken könnte. Das Potential dazu haben sie auf jeden Fall, wie sich jeder von uns selbst vergewissern kann. Die neun Lieder besitzen tolle atmosphärische Klänge, die jeden Metal-Fan hellhörig machen: beinharte Gitarrenriffs a la Jon Schaffer (ICED EARTH) und fettes Doublebass-Gemetzel, das mit einer aggressiven, aber zugleich auch melodisch-hellen Stimme abgerundet wird. Die Scheibe erinnert etwas an VANISHING POINTs Erstlingswerk "In Thought", doch leider fehlt den Finnen im Vergleich zu den Australiern dann doch etwas der Esprit! Eine durchwegs gelungene Melodic Power Metal-Scheibe, die aber nach vermehrten Hörgenuß einige kleine Fehler offenbart. Aber das sind wohl die kleinen Fehler, die fast jede Band beim ersten Album macht. Für alle, die vorhaben in nächster Zeit in den Plattenladen zu gehen und neugierig auf "Delirium Veil" geworden sind, sollten sich "At The Forge", "Enslaved To The Mind" und "Masked Ball Dalliance" anhören, da dies wohl die besten drei Nummern auf dem gesamten Album sind.
PS: Auch wenn ihr die Scheibe nicht kaufen solltet, diese drei Songs müsst ihr euch auf jeden Fall reinpfeifen!

Christian

Trackliste: 1. Gone To The Wall - 2. At The Forge - 3. Jester Realm - 4. Delirium Veil - 5. Return To Innocence - 6. Under Somber Skies - 7. Seventh Dawn - 8. Enslaved To The Mind - 9. Masked Ball Dalliance

Thanks to Jan @ Sure Shot Worx

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Last Update: Sunday, 16. January 2005
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