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VÖs im September:
01.09.2003

Poor Genetic Material - Winter's Edge

Poor Genetic Material
Winter's Edge

ein von mir verfasstes Review könnt ihr ab Ende November in der 19. Ausgabe des Rock It! lesen

22.09.2003

Jane - Shine On

Jane
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Wertung: 7/ 10
  08.09.2003

milesABOVE - Further

milesABOVE
Further
Wertung: 7/ 10
22.09.2003

Balance Of Power - Heathen Machine

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Heathen Machine
Wertung: 5/ 10
  08.09.2003

Omen - The 20th Anniversary Boxset

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Wertung: 9/ 10
28.09.2003

AOR - Dreaming Of L.A.

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Wertung: 8/ 10
  12.09.2003

Hubi Meisel - EmOcean

Hubi Meisel
EmOcean
Wertung: 8,5/ 10

ein von mir verfasstes Review könnt ihr ab Ende Mai in der 16. Ausgabe des Rock It! lesen

29.09.2003

Supreme Majesty - Danger

Supreme Majesty
Danger
Wertung: 7,5/ 10
  15.09.2003

Condition Red - II

Condition Red
II
Wertung: 6/ 10
29.09.2003

Silver - Intruder

Silver
Intruder
Wertung: 6/ 10
  15.09.2003

Omen - Eternal Black Dawn

Omen
Eternal Black Dawn
Wertung: 7/ 10
29.09.2003

Victory - Instinct

Victory
Instinct
Wertung: 8/ 10
  22.09.2003

Alice Cooper - The Eyes Of Alice Cooper

Alice Cooper
The Eyes Of Alice Cooper
Wertung: 8,5/ 10
Charteinstieg: 06.10.2003 Platz Nr. 78
??.09.2003

AtMosfear - Inside The Atmosphere

AtMosfear
Inside The Atmosphere
Wertung: 7,5/ 10

Krux - Live (DVD)
  • Band: Krux
  • DVD: Live
  • Spielzeit: ca. 80 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi New Media/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Candlemass, Entombed, Black Sabbath
  • Veröffentlichung: 29.09.2003
  • Wertung: keine

Review:
Mit der folgenden Besprechung hält nun auch endlich das Medium DVD auf Rock & Metal Heaven seinen Einzug. Es ist gerade mal ein halbes Jahr her, da machte CANDLEMASS-Tieftöner Leif Edling mit seiner Zweit-Combo KRUX und dem selbstbetitelten Debüt in der Doom-Szene von sich Reden. Die dazugehörige Relase-Party am 18. Mai im Stockholmer Kägelbanen Club hat man erfreulicherweise auch filmtechnisch festgehalten und nun mit eine paar anderen tollen Features auf eine DVD gepackt. Auf besagten Konzert wurde das komplette Album - sowie eine Nummer aus den früheren Tagen von Leif Edling ("Shadowplay") - zum Besten gegeben. Bei ihrem bisher einzigsten Lifeauftritt präsentiert sich die gesamte Band in Bestform, obwohl die Herren für diesen Gig nur ein paar Mal geprobt haben. Neben Mr. Edlings bekannt guter Bassarbeit, kann man die Leistung von AT VANCE-Sänger Mats Leven nicht genug würdigen, denn schließlich zeigt er sich bei KRUX von einer bisher unbekannt düsteren Seite, die er auch live-haftig sehr gut umzusetzen vermag. Des weiteren sind bei KRUX die beiden ENTOMBED-Kumpels Peter Stjärnvind (Schlagzeug) und Jörgen Sandström (Gitarre) sowie TALISMAN-Klampfer Frederik Akesson und Keyboarder Carl Westholm mit von der Partie. Als besondere Zuckerln bietet diese DVD ein sehr interessantes Interview mit Leif Edling & Co, den Videoclip zu "Black Room" und eine coole Image Gallery. Nachdem ich das Debüt der Herren doch etwas zwiespältig angenommen habe, kann ich jedoch "Live" jeden DOOM-Fan nur uneingeschränkt empfehlen. Also Leute: nicht dran vorbeigehen, sondern angucken! Es lohnt sich, denn das ganze Spektakel ist im Dolby Digital 5.1 Sound/ DTS aufgenommen!!!

Sonny

Trackliste: 1. Black Room, 2. Enigma EZB, 3. Nimis, 4. Shadowplay, 5. Omfalos, 6. Popocatépetl, 7. Krux, 8. Abstrakt Sun, 9. Evel Rifaz, 10. Lunochod
Special features:
- DTS
- "Dobly Digital 5.1
- Interview
- Video
- Image gallery

Thanks to Birgitt @ Germusica


The Hellacopters - Goodnight Cleveland (DVD)
  • Band: Hellacopters
  • DVD: Goodnight Cleveland
  • Spielzeit: ca. 114 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi New Media/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: wir wollen doch niemanden verärgern, oder?
  • Veröffentlichung: 29.09.2003
  • Wertung: keine

Review:
Das ist sie nun, die langersehnte erste DVD der HELLACOPTERS. Da ich mir ziemlich viel von dieser DVD erwartet habe, war ich natürlich gespannt wie Flitzebogen! Aber schon beim ersten Probelauf macht sich Ernüchterung breit und auch nach mehreren Durchläufen stellt sich mir die Frage nach dem Sinn dieser Veröffentlichung. "Goodnight Cleveland" wurde während der US-Tour 2002 aufgezeichnet. Aber leider enthält dieses Medium nicht sonderlich viele Konzertmitschnitte dieser Tour, sondern vielmehr das Drumherum dieser Konzert-Reise. So wird der Fan mehr mit Reiseeindrücken, Hotel Check-in and -out, Soundchecks, Aftershow-Partys und anderen Outtakes überhäuft, als etwa mit herzerfrischenden Konzert-Aufzeichnungen. Zugegeben, das "Vingtage Copter Bootleg", das u. a. die eine der ersten Shows der Schweden beinhaltet, entschädigen - trotz ihrer oft etwas wünschenswerten Qualität - die Anhängerschaft für die eben angeführten Kritikpunkte. Als weiteren Pluspunkt möchte ich die ausführlich begleitenden Untertitel (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch oder Spanisch) anführen, die sich als sehr verbraucherfreundlich erweisen, da viele Sequenzen nicht nur in englischer, sondern auch in schwedischer Sprache festgehalten sind. Fazit: Diese Dokumentations-DVD ist somit mehr als ein bewegtes und sprechendes Tour-Tagebuch zu sehen, das eigentlich nur die Die Hard-Fraktion ansprechen und dementsprechend auch unterhalten dürfte. Alle anderen Musiknarren, welche die Band erstmals antesten wollen, sollten sich lieber an die ein oder andere geile Scheibe der recht umfangreichen HELLACOPTERS-Diskographie heranwagen.

Sonny

Trackliste: (Gotta Get Some Action) Now!, Toys n’ Flavours, Soulseller, Born Broke, Baby Borderline, No Song Unheard, Another Place, Killin’ Allan u.v.m.
Special features:
- New analog transfers
- "Vintage Copter Bootleg Videos" incl. the band's 2nd show ever
- Audio commentary by THE HELLACOPTERS
- Over 1 hour of "never-before-seen" outtakes

Thanks to Birgitt @ Germusica


Hughes Turner Project - HTP 2
  • Band: Hughes Turner Projekt
  • Albumtitel: HTP 2
  • Spielzeit: 58:07 min
  • Vergleichbare Bands: Deep Purple, Led Zeppelin, Rainbow
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Veröffentlichung: 29.09.2003
  • Bewertung: 9,5/ 10

Review:
Erst vor 2 Wochen schrieb ich das Review zu GLENN HUGHES neuem Soloalbum und nun erscheint - fast zeitgleich - sein zweites Projekt-Album mit JOE LYNN TURNER! Um es gleich vorwegzunehmen, auch diese Scheibe geht eher wieder zurück zu früheren Tagen. Harte, rockige Nummern, die ihre ganz individuelle Note des bestimmten Etwas besitzen! Im Vergleich zum Erstlingswerk der Herren ist das Ganze insgesamt wieder etwas straighter und die ganzen Funk-Elemente, die man von Mr. HUGHES sonst schon gewöhnt war und die auch auf dem ersten Projekt Silberling noch gut zu hören waren, fallen gänzlich weg. Tolle Duette reichen sich hier die Kralle, wobei man sich nicht entscheiden kann, welcher von beiden nun die bessere Stimme hat. - Aber ist das wirklich entscheidend? Harmonieren tun sie offensichtlich sehr gut miteinander! Auf keinen Fall dürfen hierbei die Gastmusiker außer Acht gelassen werden, die an der Entstehung dieses Albums beteiligt waren! Die wahrlich was drauf haben und einen rockigen Part nach dem anderen aus dem Ärmel zaubern. Die Songs, die meiner Meinung nach am härtesten rocken und am meisten ins Ohr gehen, sind: "Revelation" (der nichts mit seinem Namensverwandten von Iron Maiden zu tun hat), "Losing My Head", der mich sehr an "Kashmir" von LED ZEPPELIN erinnert, und zuletzt noch "Going My Way", der genau in dieser Form auf RAINBOWs "Down to Earth" hätte sein können, wo unser Freund JOE LYNN TURNER ja damals sang! Alles in allem ein sehr gelungenes Hard Rock-Scheibchen, das jedem Rock-Nostalgiker und auch Hard Rocker heiße Träume bescheren dürfte! Aber auch alle anderen dürfen sich das Scheiblein zulegen, wenn sie Hard Rock in Höchstform erleben wollen!

Christian

Trackliste: 1. Revelation - 2. Alone I Breath - 3. Losing My Head - 4. Going My Way - 5. Hold On - 6. Lost Dreams - 7. Time And Time Again - 8. Goodbye Friday - 9. Burning The Sky - 10. Sofia - 11. Let's Talk About It Later

Thanks to Sebastian @ MTM Music


Adagio - Underworld
  • Band: Adagio
  • Albumtitel: Underworld
  • Spielzeit: 63:30 min
  • Vergleichbare Bands: Dream Theater
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nothing To Say/ Point Music
  • Veröffentlichung: 29.09.2003
  • Bewertung: 8/ 10

Review
Ein bisschen sperrig ist sie ja schon die neue ADAGIO-Scheibe (und damit meine ich nicht etwa das Format des Tonträgers, das ist nach wie vor die CD)! Aber es ist schon gewöhnungsbedürftig und benötigt mehrere Durchläufe bis das Licht angeht (Symphonic-Progressiv-Metal mit einem Touch Death, harte Kost)! Aber danach offenbart sich das wahre Gesicht dieses Silberlings, Songs die anfangs als ungenießbar empfunden wurden, entpuppen ihre Schönheit und vor allem aber das kompositorische Können seines Schöpfers. Fast dreieinhalb Jahre benötigten Stephan Forté und seine Band um diese CD fertig zu stellen, was keinen falls schnell aber bei so ausgefeilten komplexen Songs kein Wunder ist! Die 8 Tracks bestehen zum Großteil aus orchestralen klassischen Klängen, die mich am ehesten an RACHMANINOV erinnern. Dazu ein teils sehr dezent eingesetztes Schlagzeug und Keyboard. Aber irgendwann ist genug mit der Ruhe und die Jungs lassen die Fetzen fliegen, was dann doch sehr an Death-Metal erinnert (der Klasse CARCASS oder DISMEMBER). Highlight auf dieser durchwegs guten Scheibe ist der Titeltrack "Underworld", der mit großartigen Stimmungswechseln spielt und einmal sehr nachdenklich und dann wieder aggressiv rüberkommt. Im Großen und Ganzen ist "Underworld" eine gelungene CD! Die aber aufmerksame Zuhörer benötigt und nicht einfach mal so nebenbei mitläuft! Für alle denen "Scenes From A Memory" von DREAM THEATER zu langweilig oder zu melancholisch war, ist dieses Album dann wohl eher nichts! Denn ADAGIO hat all das was diese Scheibe auszeichnete noch mal eine Spur mehr in diese Richtung getrimmt!
PS. Es ist wirklich schwierig genau zu beschreiben was hier musikalisch los ist, am besten ihr hört es euch im Zweifelsfall selbst an!!!

Christian

Trackliste: 1. Next Profundis - 2. Interoitus/ Solvet Saeclum In Favilla - 3. Chosen - 4. From My Sleep... To Someone Else - 5. Underworld - 6. Promises - 7. The Mirror Stage - 8. Niflheim

Thanks to Julia @ Flying Dolphin

weitere Reviews über ADAGIO:
ADAGIO/ Dominate


L.A. Guns - Golden Bullets
  • Band: L.A. Guns
  • Albumtitel: Golden Bullets
  • Spielzeit: 78:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: L.A. Guns only
  • Veröffentlichung: 25.09.2003
  • Wertung: keine

Review:
Da mich die letzten Alben der L.A. Guners nicht sonderlich vom Hocker gerissen haben, war ich natürlich sehr neugierig auf die Zusammenstellung der hier vorliegenden Best Of-Compilation. Zumal man sich angesichts der Veröffentlichungsflut auf diesem Sektor wirklich genau überlegen sollte, in welches Greatest Hits-Album man seine sauerverdiente Kohle investieren möchte. Aber schon alleine der Blick auf die Tracking-List lässt wahrscheinlich den Hosenschlitz eines jeden Fans vor Freude rauf- und runterwandern. "Golden Bullets" wartet im Grunde genommen mit der gleichen Setlist auf wie die 2002 bereits in den USA veröffentlichte Compilation "Ultimate L.A. Guns". Das heißt 20 Songs, die ordentlich Arschtreten und den Fan mit nahezu 80 min Rock 'N' Roll in Reinkultur erfreuen. Die Songauswahl erstreckt sich vom Live-Album "A Nite On The Strip" über "Cooked & Re-Loaded" (2002), auf dem man 2000 das Material vom zweiten Album "Cooked & Loaded" (1989) nochmals neu aufgenommen hat, bis hin zu 5 Tracks die schon auf "Greatest Hits And Black Beauties" (Japan-Best Of) vertreten waren. Zudem hat man auf diesem Silberling mit der Interpretation der GUNS N' ROSES Nummern "My Michelle" einen besonderen Leckerbissen mit draufgepackt. Dieser Song wurde ursprünglich für das Album "A Rock Tribute To GUNS N' ROSES" in der Besetzung Phil Lewis (Gesang), Tracii Gun (Gitarre), ex-GUNS N' ROSES-Klampfer Gilby Clarke, Tieftöner Kyle Kyle (BANG TANGO) und Felldrescher Randy Castillo (OZZY OSBOURNE/ MÖTLEY CRÜE) eingezockt und wird dem Original zu jeder Sekunde mehr als gerecht. Diese Scheibe dürfte nicht nur für Sammler, sondern auch für Neueinsteiger sehr interessant sein, da die Band auf ihren letzten Outputs nie an die Klasse herangekommen ist, für die sie in den 80ern bekannt war. Eine rundum geile Sache!!!

Sonny

Trackliste: 1. Slap In The Face - 2. Sex Action - 3. Ritual - 4. Electric Gypsy '99 - 5. The Ballad Of Jayne - 6. Nothing Better To Do - 7. Over The Edge - 8. One More Reason - 9. Time - 10. Long Time Dead - 11. Never Enough - 12. Face Down - 13. Bitch Is Back - 14. My Michelle - 15. Kiss My Love Goodbye - 16. Letting Go - 17. Disbelief - 18. Wheel Of Fire - 19. Give A Little - 20. Rip And Tear

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records

weitere Reviews über L.A. GUNS:
L.A. GUNS/ Cocked And Reloaded (re-release)


S.I.N. - Somewhere Into Nowhere
  • Band: S.I.N.
  • Albumtitel: Somewhere Into Nowhere
  • Spielzeit: 43:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Forever
  • Veröffentlichung: 22.09.2003
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Ziemlich genau vor einem Jahr wurde mir die Ehre zuteil, den ersten vier Tracks, die Deddy Andler und Janson Marks (beide ex-FOREVER) für ihre neue Band S.I.N. aufgenommen hatten, zu lauschen. Das Gehörte riss mich damals derart vom Hocker und ich stellte mir die Frage, ob die Herren in der Lage sind, auch ein ganzes Album auf diesem hohen Level einzuspielen. Diese leicht gehegten Zweifel werden postwendend durch den mitreißenden Opener "Cruzified", der sich mit handfesten Gitarrenriffs und einem Wahnsinns-Refrain durch die Gehörgänge fräst, über den Haufen geworfen, um dann von "Throwing It All Away" (Cabri-Feeling pur) entgültig weggefegt zu werden. Während die Ballade "All Of My Heart" eher mit 80er-Feeling zu berauschen weiß, ist dem badischen Quartett mit dem Titeltrack ein bemerkenswerter Spagat zwischen traditionellen Hard Rock und moderner Rockmusik gelungen. Meine persönlichen Highlights sind allerdings "A New Tomorrow", das in einer Ballade der Marke "Gänsehaut pur" daherkommt, und das Intensität versprühende "I Know". Außerdem möchte ich, neben dem atemberaubenden Gesang von Jason Marks, noch auf die starke, in sich greifende Gitarrenarbeit vom Duo Andler/ Frank aufmerksam machen. Auch produktionstechnisch scheinen die beiden Gitarristen enorm dazugelernt zu haben, denn diesmal haben sich die Herren von niemanden dazwischenfunken lassen (siehe FOREVER-Debüt "Faces Of The Past"), sondern die Arbeit hinter den Reglern gleich selbst erledigt und dem Album einen spitzenmäßigen Sound verpasst. Auf dieser Scheibe ist wirklich für jeden etwas dabei, denn das Spektrum der Band erstreckt sich von Balladen über AOR-lastige Nummern bis zum Melodic Rock ("Freefalling") in Reinkultur und erdigen Stampfern ("All Or Nothing"). Also zugreifen solange der Vorrat noch reicht ;-)

Sonny

ein von weiteres mir verfasstestes Review über "Somewhere Into Nowhere" könnt ihr ab Ende September in der 18. Ausgabe des Rock It! lesen

Trackliste: 1. Crucified - 2. Throwing It All Away - 3. Somewhere Into Nowhere - 4. All Of My Heart - 5. Learning To Live - 6. Freefalling - 7. I Know - 8. A New Tomorrow - 9. Rain - 10. All Or Nothing

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über S.I.N.
S.I.N/ Equilibrium (Album Of The Month/ September 2005)
S.I.N./ Somewhere Into Nowhere (demo)
FOREVER/ Faces Of The Past


Domain - The Sixth Dimension
  • Band: Domain
  • Albumtitel: The Sixth Dimension
  • Spielzeit: 61:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Point Music
  • Vergleichbare Bands: Domain mit Elementen a la Helloween und Stratovarius
  • Veröffentlichung: 22.09.2003
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Es kommt nun wirklich selten vor, dass ich eine Note, die ich im Rock It! schon einmal vergeben habe, nach oben korrigieren muss. Aber zu jenen seltenen Umstand zwingen mich die Herren von DOMAIN in Form ihres neuesten Outputs "The Sixth Dimension". Zwar ging mir der Vorgänger etwas leichter ins Ohr, aber mit jedem weiteren Durchlauf bekam ich immer mehr Zugang zu den Songs. Die neue Scheibe entpuppt sich schon nach wenigen Tracks als konsequenter Nachfolger von "The Artefact", denn in Punkte Härte haben DOMAIN nochmals eine richtige Schippe draufgepackt, was zu einem gewissen Anteil auch der neuen Rhythmus-Fraktion zuzuschreiben ist. Mit Tieftöner Sandro LoGuidice (CIRCLE OF PAIN) und Schlagwerker Stefan Köllner (SYMPHORCE) hat sich die Band zwei Männer ins Boot geholt, die diese etwas härtere Gangart nicht nur unterstützen, sondern diese auch noch gekonnt und konsequent nach vorne treiben. Bei aller Power und Härte, welche die DOMAINer bei Nummern wie "Burning Red" oder dem neoklassisch-angehauchten "Warpath", an den Tag legen, haben sie aber nicht den Sinn für eingängige Chöre und wunderschöne Melodien verloren. Diese zuletzt genannten Elemente kommen bei der Mitsing-Hmyne "King's Tears" (erneute Hommage an GARY MOORE), der Mega-Gänsehaut Nummer "One Perfect Moment" oder dem Hard Rock-Groover "Young Hearts Can Fly" besonders zum Tragen. Während Axel "Ironfinger" Ritt seinem Spitznamen alle Ehre macht und des Öfteren die Saiten zum Glühen ("Warpath") bringt, zeigt Sänger Carsten Schulz erneut, dass er zu den besten und variationsreichsten Sängern in unseren Breitengraden zählt und keinen Vergleich mit den Großen der Szene zu scheuen braucht. Auf diesem Silberling stimmt einfach die Mischung, denn von gefühlvollen Balladen über stampfende Hard Rock-Rhythmen und bombastischen Keyboardteppichen (alle Achtung, Herr Lange) bis hin zum Melodic (Power) Metal, ist alles vertreten, was eine gute Heavy Rock-Scheibe ausmacht. Veredelt wurde das Album erneut durch eine druckvolle und fette Produktion der Marke Ritt.
Außerdem wird es "The Sixth Dimension" in einer limitierten Erstauflage geben. Dieses Digi-Pack enthält neben der gelungenen Interpretation des AEROSMITH-Klassikers "Rats In The Cellar" auch noch einen sehenswerten Video-Clip von "Charade", der während der Tour mit HTP mitgeschnitten wurde.

Sonny

Trackliste: 1. World Gone Crazy - 2. Your Favourite Curse - 3. King's Tears - 4. One Perfect Moment - 5. Burning Red - 6. Warpath - 7. Time Machine - 8. Skylighter - 9. Young Hearts Can Fly - 10. Last Exit Moon - 11. Talk To The Wind - 12. Rats In The Cellar (bonus track) - 13. Charade (bonus video clip)

Thanks to Birgitt @ Germusica
&
Thanks to Julia @ Flying Dolphin

weitere Reviews über DOMAIN:
DOMAIN/ Last Days Of Utopia
DOMAIN/
The Artefact
DOMAIN/
New Horizons (Acoustic EP)
DOMAIN/
One Million Lightyears From Home


SPIRIT CORPSE/ First Truth - Last Breath
  • Band: Spirit Corpse
  • Albumtitel: First Truth/ Last Breath
  • Spielzeit: 52:28 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: STF Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands: nicht wirklich
  • Veröffentlichung: 15.09.2003
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Normalerweise bin ich ja nicht unbedingt der Fan von Düstermucke, aber hin und wieder kommen aus Black/ Death Metal-Bereich derart ergreifende Scheiben, die sich dann auch für die nächsten Monate in meinem CD-Player regelrecht einnisten. Der Zweitling von SPIRIT CORPSE ist auf dem besten Wege sich zu einem Dauerbrenner dieser Güte zu entwickeln. Auf "First Truth/ Last Breath" vereinen sich groovige Rock 'N' Roll-Leads, eiskalte Stakkato-Riffs, sphärische sowie verspielte Keyboards und ein endloses Doublebass-Feuerwerk zu einem Düster Metal-Spektakel allerschärfsten Kalibers, ohne dabei aber den Unterhaltungsfaktor zu vernachlässigen. Dieser Silberling fräst sich mit Songs wie dem orientalisch angelegten Opener "The Preacher", das mit einem wunderschönen akustischen Abgang zu brillieren weiß, dem relaxt-groovenden "Horizon" (MOONSPELL hätten es nicht besser hinbekommen) oder dem lieblich-schonungslosen Titeltrack unweigerlich in den Gehirnwindungen des paralysierten Zuhörers ein. Auch zwei deutschsprachige Titel sind auf diesem Album zu finden. Während "Alchemie" einer Variante TOTE HOSEN goes Death Metal nahe kommt, jagt uns das Düster-Quintett mit "Vampire" (erinnert stellenweise an RAMMSTEIN) einen kalten Schauer nach dem anderen über den Rücken. Trotz aller Brutalität und Power, die zu jeder Sekunde präsent ist, zieht sich das Gespür für einprägsame und schöne Melodien wie ein roter Faden durch die 12 Nummern (inkl. Intro, Zwischenspiel und Outro). Die Osnabrücker verstehen es einfach wie kaum eine andere Band Rockmusik jeglicher Couleur zu einem homogenen und unverkennbaren Sound zu kreieren. Selten ist mir ein Album aus diesem Genre untergekommen, welches den Fan so dermaßen an der unbändigen Spielfreude der Band teilhaben lässt. "First Truth/ Last Breath" ist für mich - nach dem Meisterwerk von CRADLE OF FILTH - die Düster-Scheibe des Jahres. Well Done, Zombies ;-)

Sonny

Trackliste: 1. Intro - 2. The Preacher - 3. The Guts Of The Unholy Server - 4. Horizon - 5. First Truth/ Last Breath - 6. Looking Down The Cross - 7. Alchemie - 8. Heaven's Gate - 9. Demon Child - 10. Lilith - 11. Dein Vampyr (bonus track) - 12. Outro

Thanks to Gaby @ STF-Records


Sissy - Sick
  • Band: Sissy
  • Albumtitel: Sick
  • Spielzeit: 67:25 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: STF Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands: Metallica meets Cure, Nickelback & Korn
  • Veröffentlichung: 15.09.2003
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Mit SISSY stellt sich eine fünfköpfige Band aus dem Hessischen vor. Gestartet wurde die SISSY vor ein paar Jahren von Sänger/ Komponist Tobias Roick, der schon vor dem hier vorliegenden Debüt zwei Alben in Eigenregie ("Losers Revenge"/ 1999, "Help"/ 2001) eingespielt hat. Über Punk und progressiven Crossover ist die Band auf "Sick" nun bei einer Mischung von beiden Elementen gekommen, die sie mit aggressiven und wilden Metal-/ New Metal-Parts ziemlich gekonnt vermengt. Den vielversprechenden Anfang macht das leicht angefunkte "Do U Know Your Daughter", das man großartig mit dezent eingestreuten femininen Backing-Vocals in Szene gesetzt hat. Außerdem erinnert das Bandoberhaupt in diesem Song stellenweise sehr angenehm an den jungen James Hetfield (METALLICA). Spritzig-frech geht die Band bei der fetzigen Nummer "Asshole Use To Come In My Way" zu Werke, während man gleich im Anschluss mit "Final Destination" in der Power von NICKELBACK (in Verbindung mit punkigen Elementen) um die Ecke biegt. Ausgesprochen sphärisch und nachdenklich geht es bei "Love Is Not Real (But It Fucking Hurts Sometime)" zur Sache und das druckvolle "Sad" weiß mit einer punkigen Additüte a la THE CURE zu punkten. Des weiteren fallen noch "Already Death" (erinnert mich stellenweise an die CRASH TEST DUMMIES) mit seinem unbestrittenen Drive und das sehr melodisch-bedrohliche "Escape" auf. Leider ist auf diesem Silberling nicht alles Edel-Metal was glänzt, denn Licht und Schatten wechseln auf "Sick" sich in regelmäßigen Abständen ab. Auf die ein oder andere Nummer unter den 14 Songs hätte man getrost verzichten können, denn dann wäre mit Sicherheit ein verdammt starkes New Metal-Album herausgekommen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass SISSY durch ihre Vielfalt einen nahezu eigenständigen Bandsound kreiert haben. Ich bin wirklich neugierig, wie sich die Band weiterentwickelt, denn Potential steckt in den Mannen allemal.

Sonny

Trackliste: 1. Do U Know Your Daughter - 2. I Don't Like It When U're Joking - 3. Assholes Use To Come In My Way - 4. Final Destination - 5. Rock 'N' Roller - 6. Love Is Not Real (But It Fucking Hurts Sometimes) - 7. Upside Down - 8. Song Of Pain - 9. Sad - 10. Brother - 11. Already Dead - 12. Skate - 13. Escape - 14. Call Me Sissy

Thanks to Gaby @ STF-Records


Various Artists - Beyond Inspiration - A Tribute To Uli Jon Roth

Review:
Es ist schon eine Schande! Da werden jährlich zig Tribute-Alben veröffentlicht nach denen kein Hahn kräht und dabei übersieht man so wegweisende Gitarristen wie ULI JON ROTH. Selbiges muss auch Labelchef und Ausnahme-Gitarrist Lars Eric Mattsson gedacht haben, als er sich mit "Beyond Inspiration" einen langgehegten Traum erfüllen wollte. Was lag also näher als die besten Gitarristen und Musiker aus dem eigenen Stall für die Umsetzung dieses Projekts zu begeistern. Auf "Beyond Inspiration" haben sich - neben Herrn Mattson selbst - Chris Steberl (PROJECT ALCAZAR), Rolf Munkes (EMPIRE), James Byrd (BYRD), Cyril Achard, Neal Grusky (TAKARA) und Alex Masi ein Stelldichein gegeben, um einige Songs aus ULI JON ROTHs (z. B. "Electric Sun") eigenen Projekten und seiner Zeit bei den SCORPIONS ("Pictured Life") gebührend in Szene zu setzen. Obwohl die Scheibe auf durchgehend hohen Niveau eingespielt wurde, haben es mir die Interpretationen von "Sails Of Charon", das neben dem großartigen und variablen Gitarrenspiel von Joop Wolters (ARABESQUE) mit dem ausdruckstarken Gesang von Lance King (DEFYANCE/ ex-BALLANCE OF POWER) veredelt wurde, sowie das bluesy "I'll Be Loving You Always" (Lars Eric Mattsson), dem durch den bezaubernden Gesang von Ella Grussner (CONDITION RED) ein besonderes Flair verliehen wird, besonders angetan. Außerdem schlagen Petrossi Dushan (IRON MASK) und MISTER KITE-Sänger Alf Wemmerlind mit ihrer schleichenden Version von "Yellow Raven" äußerst positiv zu Buche. Fazit: Es war wirklich an der Zeit den Erfinder der Sky-Gitarre mit einem derartigen Album zu huldigen und "Beyond Inspiration" gehört für mich definitiv zu den besseren Alben seiner Gattung. Tipp: Verzieht euch in eine ruhige Ecke, setzt euch den Köpfhörer auf und lasst diese Musik einfach auf euch wirken!

Sonny

Trackliste: 1. CHRIS STEBERL/ Electric Sun - 2. JOOP WOLTERS/ Sails Of Charon - 3. LARS ERIC MATTSSON/ I'll Be Loving You Always - 4. TONY HARNANDO/ Firewind - 5. ROLF MUNKES/ Dark Lady - 6. PETROSSI DUSHAN/ Yellow Raven - 7. TORBEN ENEVOLDSEN/ Burning Wheel Turning - 8. BYRD/ Still So Manny Lives Away - 9. CYRIL ACHARD/ I'll Be There - 10. THORBJÖRN ENGLUND/ Indian Dawn - 11. NEAL GRUSKY/ Pictured Life - 12. WILLIAM STRAVATO with ALEX MASI/ Return - 13. ERIC SANDS/ Polar Nights - 14. PAUL NELSON/ Paganini Paraphrase

Thanks to Birgitt @ Germusica


Ring Of Fire - Burning Live In Tokyo 2002
  • Band: Ring Of Fire
  • Albumtitel: Burning Live In Tokyo 2002
  • Spielzeit: 51:18 min/ 59:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Artension, Symphony X, Yngwie Malmsteen
  • Veröffentlichung: 15.09.2003
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nachdem Mark Boals (ex-YNGWIE MALMSTEEN) und seine Mannen uns hierzulande noch nicht mit ihrer Live-Performance erfreut haben, kommt die Doppel-Konserve "Burning Live In Tokyo 2002" gerade zum richtigen Zeitpunkt. Da mich schon die beiden Studio-Alben ziemlich beeindruckt haben, war ich natürlich mächtig gespannt, welches Feeling die All-Star-Combo wohl livehaftig rüberbringen würde. Ich muss gestehen, dass ich vom Ergebnis angenehm überrascht bin! Denn im Gegensatz zu manch anderen Bands in All-Star-Besetzung sind Mark Boals, Ausnahme-Gitarrist Tony MacAlpine, Tastenakrobat Philip Vitalij Kuprij (ARTENSION) sowie die Rhythmus-Abteilung bestehend aus Philip Bynoe (u. a. Bassist bei STEVE VAI) und Schlagwerker Virgil Donati (PLANET X) nicht nur in der Lage richtig gute Studio-Alben abzuliefern, sondern vermögen sich live sogar noch zu steigern. Zudem stellen sich alle Mitglieder in den Dienst der Band und des Materials. - Was aber nicht heißen soll, dass sich die Virtuosen nicht den Freiraum für Solopassagen und -einlagen, in denen sie ihr unumstrittenes Können eindrucksvoll untermauern, zugestehen. Als Highlights zweier durchgehend guter Live-Scheiben kristallisieren sich bereits nach wenigen Durchläufen das quirlig-eingängige "Circle Of Time", der 8minütige Epos "Atlantis" und das mitreißende "Dreams Of Empire" sowie die Hymne "Keeper Of The Flame", das dramatische aufgebaute "The Oracle" (erinnert stellenweise an das Musical "Phantom Of The Opera") und "Moonlight Sonata", das von einem Keyboardfeuerwerk der Marke Kuprij umgeben wird, heraus. Irgendwie werde ich auch den Eindruck nicht los, dass Mark Boals mit zunehmenden Alter immer noch besser wird. Wer mit den beiden Studioalben noch nicht richtig warm werden konnte, sollte sich unbedingt mal an "Burning Live In Tokyo 2002" versuchen, denn hier wird auf über 110 min Neoclassic Power Metal - gepaart mit einer wohldosierten Prog-Prise - zelebriert. Hoffentlich kann sich dieses tolle Package von der diesjährigen Veröffentlichungsflut auf dem Live-Sektor absetzen.
Für all diejenigen, denen das Hörvergnügen nicht ausreicht, sondern das ganze Spektakel optisch mit verfolgen möchten, sei die DVD-Version dieses Live-Mitschnitts ans Herz gelegt, die mit einigem Bonusmaterial aufwartet.

Sonny

Trackliste: CD 1: 1. Introduction-Prelude - 2. Circle Of Time - 3. City Of The Dead - 4. Vengeance For Blood - 5. Atlantis - 6. (Interlude) Prelude n. 2 - 7. Death Row - 8. Samurai - 9. Dreams Of Empire - 10. Tony Mac Alpine Guitar Solo
CD 2: 1. Keepers Of The Flame - 2. Philip Bynoe Bass Solo - 3. Virgil Donati Drums Solo - 4. The Oracle - 5. Vitalij Kuprij Keyboard Solo - 6. E Lucevan Le Stelle - 7. Bringer Of Pain - 8. Face The Fire - 9. Fairytales Won't Die - 10. Ring Of Fire - 11. Leviathan

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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Harem Scarem - Higher

  • Band: Harem Scarem
  • Albumtitel: Higher
  • Spielzeit: 37:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Emerald Rain, Def Leppard
  • Veröffentlichung: 15.09.2003
  • Wertung: 7,5/ 10
    Sonny

Review:
Nicht gerade das Gelbe vom Ei, was uns die vier Kanadier hier zu Ohren reichen. Hatten meiner Meinung nach schon mal bessere Songs auf Lager als diese 10 Lieder vom neuen Album. Alles relativ durchschnittliche und absolut radio-/ baywatch-taugliche Mucke, die schon etliche andere Bands am laufenden Band produzieren! Sänger Harry Hess hat zwar eine relativ angenehme Stimme, setzt sie aber sehr monoton ein und wirkt nach dem dritten Song langweilig. Die restlichen Musiker spielen ein Rockklischee nach dem anderen und man hat nicht den Eindruck etwas Neues zu hören. Erfolgsrezepte der Achtziger werden hier lauwarm aufbereitet und dem Hörer auf einem Silbertablett serviert. Versteht mich bitte nicht falsch - es gibt durchaus Musikliebhaber, die von dieser CD begeistert wären, was ja auch nichts Schlechtes ist. Aber mich spricht diese Art von Musik leider nicht an. Zum Reinhören empfehle ich "Reach", der sehr Melodic Metal mäßig herüberkommt und mit seinem eingängigen Refrain sehr an HELLOWEEN erinnert. "Give It To You" mit sehr punkrockigem Anfang und einem progressiven Mittelteil, der etwas an SHADOW GALLERY denken lässt.
Mein Fazit: Diese Scheibe ist wirklich was für Cabrioletfahrer, Sunnyboys und Hardrockliebhaber der 80er.

Christian

Review:
In einem Punkt muss ich meinem Kollegen Christian recht geben: Die Kanadier haben mit Sicherheit schon bessere Songs abgeliefert als auf dem hier vorliegenden Album. Aber deshalb das Material auf "Higher" einfach als monotonen, lauwarmen oder gar langweiligen 80er-Aufguss abzukanzeln, grenzt meines Erachtens schon fast an Frevel. Zugegeben, solche Meilensteine wie auf dem selbstbetitelten Debüt oder "Mood Swings" sucht man auf diesem Silberling vergebens. Doch trotzdem haben Songs wie das hitverdächtige "Waited", die leicht moderne Power Pop-Nummer "Give It To You" und das simple-relaxte "Lucky Ones" mehr Potenzial als das ganze gehypte Zeug, das uns in den Charts als "ach so trendy und topp" vorgegaukelt wird. Außerdem zählt Harry Hess nach wie vor zu den besten Sängern der Szene und die gelungenen Gitarreneinlagen und -solis (z. B. "Lost", "Run And Hide") von Pete Lesperance sprechen sowieso für sich. Lediglich der etwas eckige Opener "Reach" und der laue Titeltrack fallen etwas aus dem Rahmen und können das Niveau der genannten Nummern nicht ganz halten. Außerdem könnte man die erneut ziemlich magere Spielzeit als Kritikpunkt aufführen, aber im Gegensatz zur Comeback-Scheibe "Weight Of The World" haben HAREM SCAREM diesmal auf ein überflüssiges Instrumental gänzlich verzichtet. Wer weiß, vielleicht überraschen uns die Herren auf der nächsten Scheibe auch mit einer etwas fetteren Spielzeit.

Sonny

Trackliste: 1. Reach - 2. Waited - 3. Torn Right Out - 4. Give It To You - 5. Higher - 6. Run And Hide - 7. Lucky Ones - 8. Lies - 9. Gone - 10. Lost

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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Cosmotron - Antiparallel

Review:
Mit der Beschreibung von "Anitparallel" werfen wir mal wieder einen Blick in die Alternative-Szene. Normalerweise ist das ja nicht unbedingt meine bevorzugte Musikrichtung, aber als mir vor einigen Monaten die ersten Kostproben zu Gehör gekommen sind, wurde ich hellhörig. Seit geraumer Zeit liegt mir auch das komplette Album vor und ich muss gestehen, dass ich von COSMOTRON mehr als angenehm überrascht bin. Im Gegensatz zu den meisten Bands aus diesem Bereich gleitet das Bremer Quintett nicht nur auf der festgefahrenen Alternative-Schiene, sondern wandelt äußerst gekonnt durch die verschiedensten Musikrichtungen und haben damit einen eigenen Stil mit hohem Wiedererkennungswert kreiert. Die Einflüsse auf ihrem Debüt reichen von MOTOR PSYCHO und RADIOHEAD über BABYLON ZOO und DAVID BOWIE ("The Indication Of One's Baser Instincts") bis zu LED ZEPPELIN ("Coma"). Die elf Songs präsentieren sich einerseits in psychedelischer Manier, während auf der anderen Seite Brit Pop-Element ("Eye For An Eye") um die Ecke kommen. Natürlich wird auf dieser Scheibe auch derb abgerockt, was Songs wie der fulminante Opener "The Dog-Show", das mystisch-bizarre "Circles" oder der groovy Ohrwurm "Picturefreak" eindrucksvoll unterstreichen. Selten ist mir aus der alternativen Szene ein Album untergekommen, das sich so facettenreich präsentiert wie "Anitparallel". Die Scheibe dürfte nicht nur für Alternative-Freaks interessant sein, sondern könnte durchaus auch einige Freunde der melodischen Rockklänge ansprechen. Unbedingt antesten!

Sonny

Trackliste: 1. The Dog-Show - 2. Circles - 3. Pieces Of Me - 4. Picturefreak - 5. The Indication Of One's Baser Instincts - 6. Coma - 7. Eye For An Eye - 8. The Antiparallel - 9. Just Anyone - 10. Cheap Perfume - 11. Tram

Thanks to Eric & Florian @ Hardbeat Propaganda

Last Update: Sunday, 30. November 2003
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Sonny