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Weitere interessante
VÖs im Mai:
04.05.2002

Scanner - Scantropolis

Scanner
Scantropolis
Wertung: 8,5/ 10
22.05.2002

Vicious Mary - Vicious Mary

Vicious Mary
Vicious Mary
Wertung: 6,5/ 10
  13.05.2002

Sentenced - The Cold White Light

Sentenced
The Cold White Light
Wertung: 8,5/ 10
27.05.2002

Bowes & Morley - Moving Swifty Along

Bowes & Morley
Moving Swifty Along
Wertung: 9,5/ 10
  20.05.2002

Mind Colour - Mind Colour

Mind Colour
Mind Colour
Wertung: 7,5/ 10
27.05.2002

Dogface - In Control

Dog Face
In Control
Wertung: 7/ 10
  20.05.2002

Iron Savior - Condition Red

Iron Savior
Condition Red
Wertung: 9/ 10

ein von mir verfasstestes Review könnt ihr ab Ende Mai in der 10. Ausgabe des
Rock It! lesen
27.05.2002

Timo Kotipelto - Waiting For The Dawn

Timo Kotipelto
Waiting For The Dawn
Wertung: 6,5/ 10
  21.05.2002

Snakes In Paradise - Dangerous Love

Snakes In Paradise
Dangerous Love
Wertung: 6,5/ 10
27.05.2002

Nocturnal Rites
Shadowland
Wertung: 7/ 10
  21.05.2002

Dio - Killing The Dragon

Dio
Killing The Dragon
Wertung: 7,5/ 10
Charteinstieg: 10.06.2002 Platz 30
Weiter Platzierungen:
17.06.2002 Platz Nr. 71
24.06.2002 Platz Nr. 82
??.05.2002

Death Or Glory - In The Middle Of The Storm

Death Or Glory
In The Middle Of The Storm
Wertung: 2,5/ 10

Manowar - Warriors Of The World
  • Band: Manowar
  • Albumtitel: Warriors Of World
  • Spielzeit: 47:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast
  • Vergleichbare Bands: bisher unerreicht
  • Veröffentlichung: 27.05.2002
  • Charteinstieg: 10.06.2002 Platz Nr. 02
  • Weitere Platzierungen:
    17.06.2002 Platz Nr. 04 / 24.06.2002 Platz Nr. 08
    01.07.2002 Platz Nr. 10 / 08.07.2002 Platz Nr. 17
    15.07.2002 Platz Nr. 24 / 22.07.2002 Platz Nr. 30
    29.07.2002 Platz Nr. 39 / 05.08.2002 Platz Nr. 39
    12.08.2002 Platz Nr. 49 / 19.08.2002 Platz Nr. 56
    26.08.2002 Platz Nr. 53 / 02.09.2002 Platz Nr. 33
    09.09.2002 Platz Nr. 44 / 16.09.2002 Platz Nr. 59
    23.09.2002 Platz Nr. 62 / 30.09.2002 Platz Nr. 80
    07.10.2002 Platz Nr. 89 /
  • Wiedereinstieg: 23.12.2002 Platz Nr. 58
  • Weitere Platzierungen:
    13.01.2003 Platz Nr. 60 / 20.01.2003 Platz Nr. 56
    27.01.2003 Platz Nr. 31 / 03.02.2003 Platz Nr. 37
    10.02.2003 Platz Nr. 43 / 17.02.2003 Platz Nr. 44
    24.02.2003 Platz Nr. 53 / 03.03.2003 Platz Nr. 62
    10.03.2003 Platz Nr. 83 / 17.03.2003 Platz Nr. 80
    24.03.2003 Platz Nr. 95 /
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Endlich ist es soweit - The Kings Of Metal are back! Sechs Jahre nach "Louder Than Hell" (von den beiden genial Live-Doppeldeckern "Hell On Wheels" und "Hell On Stage" mal abgesehen) gibt das stählerne Kleeblatt um Bassist Joey DeMaio endlich wieder ein Lebenszeichen von sich. Wer jetzt aber glaubt, dass sich MANOWAR auf "Warriors Of The World" den typischen Metal-Klischees hingeben, der muss leider enttäuscht werden, denn das neue Langeisen dürfte das kommerziellste der Bandgeschichte sein. Diese Feststellung ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir es hier mit einer genialen Metal-Scheibe zutun haben. Nur dürfte es für MANOWAR-geeichte Ohren etwas gewöhnungsbedürftig sein, denn erst ab dem trashigen Doublebass-Hammer "Hand Of The Doom" (Track Nr. 9!) geht die Band in gewohnter Manier ans Werk. Zwar bewegen sich die restlichen Songs wie z. B. der Opener "Call In Arms" (erinnert an die früheren Tage der Band) und das folgende "Fighting For Freedom" (Mitsing-Hymne a la "Carry On") in ruhigeren Gewässern, aber mit zunehmender Spieldauer entwickeln die Nummern einen unwiderstehlichen Charme. Besonderes Ohrenmerk sollte man der brillanten Interpretation von Puccinis "Nessun Dorma" und dem eigenwilligen Medley "American Trilogy" (bestehend aus beiden Bürgerkriegsliedern "Dixie"/Süden und "Battle Hymn Of The Republic"/Norden) schenken, denn bei diesen beiden Nummern demonstriert Sänger Eric Adams die unumstrittene Flexibilität seiner Stimme. Über den Titelsong und Chart-Breaker (cooler Midtempo-Stampfer) braucht man mittlerweile wohl keine Worte mehr zu verschwenden, denn den dürfte eh schon jeder MANOWAR-Fan in- und auswendig kennen. Diese Scheibe wird wohl auch den größten MANOWAR-Kritiker verstummen lassen, denn die Band haben mit "Warriors Of The World" ein Werk abgeliefert, das ihnen wahrscheinlich keiner zugetraut hätte. Einfach genial!!!

Sonny

Trackliste: 1. Call To Arms - 2. Fight For Freedom - 3. Nessun Dorma - 4. Valhalla - 5. Swords In The Wind - 6. An American Trilogy - 7. The March - 8. Warriors Of The World - 9. Hand Of Doom - 10. House Of Death - 11. Fight Until We Die

weitere Reviews über MANOWAR:
MANOWAR/ Gods Of War


Witt - Eisenherz
  • Interpret: Witt
  • Albumtitel: Eisenherz
  • Spielzeit: 51:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Sony Music
  • Vergleichbare Bands: eben typisch Witt (ab Ende der 90er)
  • Veröffentlichung: 27.05.2002
  • Charteinstieg: 10.06.2002 Platz Nr. 07
  • Weitere Platzierungen:
    17.06.2002 Platz Nr. 16 / 24.06.2002 Platz Nr. 20
    01.07.2002 Platz Nr. 27 / 08.07.2002 Platz Nr. 37
    15.07.2002 Platz Nr. 61 / 22.07.2002 Platz Nr. 83
    29.07.2002 Platz Nr. 88
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Mit "Bayreuth Eins" und der Hit-Single "Die Flut" feierte JOACHIM WITT vor vier Jahren ein sagenhaftes Comeback. Nun wartet der einstige NDW-Star ("Der Goldene Reiter") nach den beiden "Bayreuth"-Alben (Part 1 + 2) mit einem neuen Scheibe auf. Wie schon auf den beiden Vorgänger-Werken dreht sich auch auf "Eisenherz" alles um Liebe, Freundschaft, Schmerz und Tod. Auch musikalisch hat sich gegenüber den bereits genannten Scheiben nicht viel geändert, dann auch auf seinem aktuellen Output vereint Herr WITT auf seine unnachahmliche Art und Weise die Elemente der NDH (Neue Deutsche Härte) mit tanzbaren Beats ("Du Teufel") und hauchzarten - zum Teil femininen - Chören. Ja sogar exotisch wirkende Panflöten- und gefühlvolle Pianoparts finden beim mittlerweile 53jährigen Hamburger in balladesken Nummern wie "Freundschaft" und "Ich Bin Schwul" ihre Verwendung. Die absoluten Knaller sind allerdings der Opener und Titeltrack, welcher mit Sicherheit in den Tanz-Tempeln rauf- und runterläuft (erinnert mich stellenweise etwas an FALCOs "Out Of The Dark") und "Wie Oft Muss Ich Noch Sterben?" (ein Hit a la "Die Flut") sowie "Supergestört und Superversaut". Mit "Eisenherz" hat JOACHIM WITT den Nerv der Zeit getroffen und die beiden ziemlich gleichwertigen Vorgänger um eine weitere Zutat bereichert. Somit ist der Silberling ein Fall für eine Top-Note. "Eisenherz" hat mein eingefleischtes Hard Rock- und Metal-Herz erweichen können. - Sachen gibt's!?! Also unbedingt reinhören!!!

Sonny

Trackliste: 1. Eisenherz - 2. Du Teufel - 3. Wie Oft Muss Ich Noch Sterben? - 4. Freundschaft - 5. Supergestört Und Suuperversaut - 6. Ich Bin Schwul - 7. Steif - 8. Du Wirst Niemals Meine Tränenn In Dir Seh'n - 9. Fliegen - 10. Wie Ein Schrei - 11. Schwingenschlag - 12. Trauer Liegt Überm See

weitere Reviews über WITT:
WITT/ Bayreuth 3 (Deutsch Rock-Tipp/ Januar 2006)


Lustfinger - Eiszeit
  • Band: Lustfinger
  • Albumtitel: Eiszeit
  • Spielzeit: 41:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: BSC Music/ Zomba
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: ??.05.2002
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Mit der Beschreibung von "Eiszeit" begibt sich der ROCK & METAL HEAVEN wieder einmal auf ungewohntes Terrain und unternimmt erstmals einen Ausflug ins deutschsprachige Punk Rock-Genre. Im Zuge der ROCK IT!-Soundcheck-Runde für Heft 12 wurde ich mit dem aktuellen Longplayer von LUSTFINGER konfrontiert und seither läuft die Scheibe in meinen Player rauf und runter. Also ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich dem mittlerweile siebten Album der Münchener Band auch einen Platz in meinem Online-Mag einräume. Musikalisch fühlt sich der bayrische Fünfer (gegründet 1981) zwischen melodischem Punk Rock und dreckigem Rock 'N' Roll zuhause und ist neben den TOTEN HOSEN oder den ÄRZTEn eine der ältesten Punkbands Deutschlands. Um es gleich vorwegzunehmen: "Eiszeit" ist ein Album, welches mit Knallern - egal ob mit amüsanten ("Nie Wieder Alkohol") oder nachdenklichen Texten ("Eiszeit") - bespickt ist. Songs wie "Nur Du" oder "Benzin" verbreiten auf Anhieb Partylaune und gehen sofort ins Ohr, während Nummern wie das von modernen Sounds dominierte "Wozu (Sind Nur All Unsere Träume Da)" oder der Titeltrack eher zum Grübeln Anlass geben. Mit "Eisbär" (GRAUZONE) hat man sich eines fast vergessenen NDW-Klassikers angenommen und ihn in ein flockig-rockiges Punk-Gewand gekleidet. Die vorab veröffentlichte Single "Grünwalder Stadion" wurde im Herbst 2001 beim Spiel TSV 1860 - HSV als Aufruf zum Stadionumbau an 3000 Löwenfans kostenlos verteilt und dürfte so manchen 60ziger aus der Seele sprechen. Beim abschließenden "Honolulu Baby" pendelt man äußerst gekonnt zwischen NDH und fetzigen Punk Rock hin und her. "Eiszeit" ist ein qualitativ hochwertiges Album und kann es mit den letzten Werken von bekannteren Genregrößen locker aufnehmen. Gitarrist Chris "Yps" Limburg und Sänger Tom "Foug" Fock, der sich gesanglich irgendwo zwischen Hartmut Engler (PUR) und Claus Lessmann (BONFIRE) bewegt, haben ein starkes Punk Rock-Album produziert, welches nicht nur die alten Fans der Band begeistern wird, sondern auch das jüngere Publikum ansprechen dürfte. Also vergesst die TOTEN HOSEN oder die ÄRZTE und gebt LUSTFINGER eine Chance. Ihr werdet es nicht bereuen!!!
PS. die Felle bei LUSTFINGER verdrischt übrigens ein gewisser Jürgen "Bam Bam" Wiehler, den die meisten eigentlich von BONFIRE her kennen müssten.

Sonny

Trackliste: 1. 7 Tage - 2. Eisbär - 3. Nur Du - 4. Nie Wieder Alkohol - 5. Eiszeit - 6. Benzin - 7. Bleib Heut Nacht - 8. Mach' Es Mit Liebe - 9. Ein Neuer Weg - 10. Wozu (Sind Nur Unsere Träume Da) - 11. Grünwalder Stadion - 12. Honolulu Baby

Thanks to Tom @ Lustfinger

weitere Reviews über LUSTFINGER:
LUSTFINGER/ Achtung Heilig (Deutsch Rock-Tipp/ December 2006)


Talon - Talon
  • Band: Talon
  • Albumtitel: Talon
  • Spielzeit: 47:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Scorpions, Dokken
  • Veröffentlichung: 22.05.2002
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
TALON (Moment mal, hatten wir nicht schon Mitte der 80er eine deutsche Band mit diesem Namen?) sind eine vielversprechende Band aus den USA, die in den Staaten unter dem Namen VOXEN schon einige Tonträger unters Volk gebracht haben. Unter neuer Flagge versucht der Fünfer aus Nord-Kalifornien nun mit seinem selbstbetitelten Debut auch in Europa ein Bein auf den Boden zu bekommen. Musikalisch fühlen sich die Mannen um das Gründer-Duo Kory Voxen (Gitarre) und John Praker (Drums) zwischen den früheren DOKKEN ("Wrecking Ball"/ "Mother Mary, May I") und den Scorpions - als die noch sie selbst waren - bestens aufgehoben. Besonders bei Songs wie "Talon In My Heart" und "Falling Star " ist der Einfluss der Hannoveraner nicht von der Hand zu weisen, denn in gewissen Passagen erinnert Sänger Michael O'Mara (ex-M-PIRE/ VFX) doch ziemlich stark an den guten Klaus Meine. Als weitere Appetitanreger kann ich die Ballade "Holding You Soon", das treibende "Fire In My Soul" sowie den abschließenden Killer "Rock & Roll Runaway" nur wärmstens empfehlen. Wer - genauso wie ich - von der aktuellen DOKKEN-Scheibe etwas enttäuscht ist, sollte "Talon" unbedingt eine Chance geben. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen.

Sonny

Trackliste: 1. Wrecking Ball - 2. Fire In Your Soul - 3. Still You Run - 4. Calling You Tonight - 5. Talon In My Heart - 6. Falling Star - 7. Mother Mary, May I - 8. Holding You Soon - 9. All Is Not Forgiven - 10. Livin' For Your Love - 11. Rock And Roll Runaway

Thanks to Ilse @ Flying Dolphin


Dario Mollo/ Tony Martin:The Cage - 2
  • Band: Dario Mollo/ Tony Martin - The Cage
  • Albumtitel: II
  • Spielzeit: 61:03 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Point Music
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 22.05.02
  • Wertung: 6,5/ 10


Review:
Ich muss zugeben, dass es mir selten so schwergefallen ist ein Album zu beschreiben, wie das hier vorliegende. Auch nach gut einem Dutzend Durchläufen suche ich noch immer nach dem überspringenden Funken. - Aber vergebens. Fairerweise muss ich allerdings vorausschicken, dass ich mich schon mit dem selbstbetitelten Erstling von THE CAGE nicht sonderlich anfreunden konnte. Aber was der italienische Gitarrero Dario Mollo (VOODOOHILL) und Stimmband-Akrobat Tony Martin (ex-BLACK SABBATH) auf ihrem zweiten gemeinsamen Output vom Stapel lassen, welcher schlicht mit "II" betitelt ist, verursacht mir doch einige Magenkrämpfe. Gut, über Tony Martins gesangliche Qualitäten zu diskutieren wäre widersinnig, denn schließlich hat der Mann so einige Meilensteine der Rockgeschichte mit seinem großartigen Organ veredelt. Auch am Können von Seniore Mollo gibt es kaum etwas auszusetzen, aber es hat doch den Anschein, als wolle er phasenweise seinen Sänger übertönen anstatt dessen Stärken zu unterstützen. Leider sind mit dem eingängigen "Life, Love And Everything", der Ballade "Wind Of Change" und den Rausschmeißer "Poison Roses" (mit Gitarrenriffs a la Tony Iommi) schon die wenigen guten Momente der Scheibe genannt. Fazit: Weder kalt, noch heiß.

Sonny

Trackliste: 1. Terria Toria - 2. Overload - 3. Life, Love And Everything - 4. Balance Of Power - 5. Amore Silenzioso - 6. II (instrumental) - 7. Wind Of Change - 8. Theater Of Dreams - 9. What A Strange Thing Love Is - 10. Dazed And Confused - 11. Guardian Angel - 12. Poison Roses

Thanks to Ilse @ Flying Dolphin


Poison - Hollyweird
  • Band: Poison
  • Albumtitel: Hollyweird
  • Spielzeit: 51:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Cyanide Records/ Mailboat Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Poison only
  • Veröffentlichung: 21.05.2002
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Die Sleaze/ Glam-Rocker aus Los Angeles melden sich mit ihrem mittlerweile sechsten Studio-Album zurück und das sogar im Original-Lineup, denn der wegen seiner Drogen- und Alkoholsucht 1991 gefeuerte Klampfer C. C. DeVille wurde wieder in Kulttruppe aufgenommen. Mit dem aktuellen Output "Hollyweird" versuchen Sänger Bret Michaels & Co. wieder an die glorreichen Tage Ende der 80er/ Anfang der 90er anzuschließen. Gleich mit dem Opener & Titeltrack geht es mit dreckigen Gitarren a la DeVille und beinahe genauso schmutzigen Gesang von Herrn Michaels so richtig zur Sache. Der anschließende Stampfer "Squeeze Box" (geniales Solo von C. C.) dürfte in den einschlägigen Clubs für proppenvolle Tanzböden sorgen. Mit "Shooting Star", dem absoluten Highlight neben "Emperor's New Clothes" (erinnert stellenweise an JOAN JETT's "Treadin' Water") wird ein nahezu perfektes Eröffnungs-Trio vervollständigt. Eingeleitet von einem genialen Harmonica-Part - gefolgt von Gitarren der Marke AC/DC - lässt der nächste Killer mit "Devil Woman" nicht lange auf sich warten. Nach Lückenfüllern oder Ausfällen sucht man auf "Hollyweird" vergebens. - Im Gegenteil, denn mit jedem weiteren Durchlauf lässt uns die Band ein Stückchen mehr an ihrer ungebrochenen Spielfreude teilhaben. Kurzum: "Hollyweird" braucht den Vergleich mit "Open Up And Say... Ahh!" oder "Flesh & Blood" nicht zu scheuen, denn das Album ist den beiden Scheiben mindestens ebenbürtig. Leider ist "Hollyweird" momentan nur als US-Import zu haben, aber der Silberling ist jeden einzelnen Cent wert. Ein Sahneteil! Also wer braucht denn noch ein neues GUNS 'N ROSES-Album? - Es gibt doch schließlich POISON!

Sonny

Trackliste: 1. Hollyweird - 2. Squeeze Box - 3. Shooting Star - 4. Wishful Thinkin' - 5. Get 'Ya Some - 6. Emperor's New Clothes - 7. Devil Woman - 8. Wasteland - 9. Livin' In the Now - 10. Stupid, Stoned & Dumb - 11. Home (Bret's Story) - 12. Home (C.C.'s Story) - 13. Rockstar (bonus track)

Crystal Ball - Virtual Empire
  • Band: Crystal Ball
  • Albumtitel: Virtual Empire
  • Spielzeit: 52:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 21.05.2002
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Mit "Virtual Empire" schicken die Schweizer CRYSTAL BALL ihren dritten Longplayer zu uns über die Alpen. Mit ihrem großartigen Debut "In The Beginning " und dem nicht minder genialen Nachfolger "Hard Impact" hat das Quintett um Sänger Mark Sweeney dafür gesorgt, dass die Meßlatte für das neue Album ziemlich hoch angesetzt werden muss. Zwar haben CYRSTAL BALL in Zusammenarbeit mit Producer Tommy Newton eine recht ordentliche Scheibe eingespielt, aber irgendwie vermisse ich die Frische und Unbekümmertheit der beiden Vorgänger. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, "Virtual Empire" ist wirklich kein schlechtes Album - im Gegenteil - denn viele andere Bands würden für solch ein Album einen niemals endenden Feixtanz um den Maibaum veranstalten, aber die Luzerner hatten schon zweimal den Beweis angetreten, dass sie es noch einen Zacken besser können. Auf einem Klasse-Album wünscht man sich einfach mehr Songs der Marke "Dance With The Devil", "Talk In Circles" (beides hauptamtliche Groover) und des finalen Hammers "Find Your Ground". Mit "Am I Free?" (Midtempo-Nummer mit genialem Gitarrensolo) und "When The Night Is Over" (erinnert stellenweise an Mr. ALICE COOPER) haben CRYSTAL BALL noch zwei weitere heiße Eisen im Feuer. Auch die Freunde der ruhigeren Fraktion kommen mit der Ballade "Look In My Eyes" und dem halbballadesken "Night And Day" auf ihre Kosten. Fazit: "Virtual Empire" ist eine gute, abwechslungsreiche Melodic-Scheibe, kann allerdings den beiden Vorgängern nicht ganz das Wasser reichen. Unbedingt antesten!
Die anstehende Europa-Tour (Ende Mai - Mitte Juni) mit DOKKEN sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, denn das neue Material dürfte Live richtig gut abgehen.

Sonny

Trackliste: 1. 3rd Dimension - 02. Hands Of God - 3. Savage Mind - 4. Am I Free? - 5. Virtual Empire - 6. Night And Day - 7. Dance With The Devil - 8. When The Night Is Over - 9. Blind Side - 10. Talk In Circles - 11. Look In My Eyes - 12. Private Visitor - 13. Find Your Ground

weitere Reviews über CRYSTAL BALL:
CRYSTAL BALL/ TimeWalker
CRYSTAL BALL/ 
Hellvetia


  • Band: Rage
  • Album: Unity
  • Spielzeit: 50:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 13.05.2002
  • Charteinstieg: 27.05.2002 Platz Nr. 46
  • weitere Platzierungen:
    03.06.2002 Platz Nr. 82
  • Wertung: 8/ 10

Review:
"Unity" ist der zweite Streich von RAGE in der Besetzung Peavy Wagner/ Victor Smolski/ Mike "ich spiel fast überall" Terrana. Schon nach wenigen Sound-Sequenzen wird deutlich, dass das deutsch-weißrussisch-amerikanische Trio bedeutend härtere Töne anschlägt als noch auf "Welcome To The Other Side". Mit "All I Want" (extrem eingängiger Chorus), dem Doublebass-Hammer "Insanity" und "Down" (Abgehnummer mit düsteren Parts) hauen uns die Herren ein Opener-Trio um die Ohren, das mir seit "End Of All Days" nicht mehr zu Gehör gekommen ist. Ohne auf catchy Melodielinien zu verzichten, geht es mit "Set This World On Fire" und dem speedigen "Seven Deadly Sins" genau in diesem Stile weiter. Lediglich die Klassik-Einlage "Dies Irae" fällt ein wenig aus dem Rahmen. Aber dieser kleine Ausrutscher in vergangene "Lingua Mortis"-Tage ändert nichts an der Tatsache, dass RAGE unter der Regie von Producer-Koryphäe Charlie Bauernfeind ein geiles Stück Metal eingefräst haben. Den krönenden Abschluss bildet der instrumentale Titeltrack, in dem jeder der Herren nochmals seine Fähigkeiten am jeweiligen Instrument eindrucksvoll demonstriert.

Sonny

Trackliste: 1. All I Want -2. Insanity - 3. Down - 4. Set This World Of Fire - 5. Dies Irae - 6. World Of Pain - 7. Shadows - 8. Living My Dream - 9.Seven Deadly Sins - 10. You Want It, You'll Get It - 11. Unity

weitere Reviews über RAGE:
RAGE/
From The Cradle To The Stage
RAGE/
Soundchaser


Lakehurst - So Sexy
  • Band: Lakehurst
  • Albumtitel: So Sexy
  • Spielzeit: 18:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: Laos, Robin Beck
  • Veröffentlichung: 11.05.2002
  • Wertung: 9/ 10

Review:
LAKEHURST haben schon mit ihrem in Eigenregie eingespielten Erstling "Miracles" (2000) für ziemlichen Wirbel im Underground gesorgt und dafür reihenweise gute Kritiken bei der schreibenden Zunft eingesackt. Nun hat der muntere Fünfer aus dem Hessischen eine Maxi-CD mit dem Titel "So Sexy" (ebenfalls in Eigenregie) eingefräst, die neben drei bzw. fünf Cover-Versionen erfolgreicher Pop-Acts mit "Stay" auch einen Song beherbergt, für den sich die Band selbst verantwortlich zeigt. So wurden die Smasher "Beat It/ Billy Jean" (beide MICHAEL JACKSON) und "Sweet Dreams/ Jeanny" (EURYTHMICS/ FALCO) in ein richtig rifflastiges und hartes Gewand gekleidet. Hervorzuheben sind die energiegeladene Interpretation des NO ANGELS No. 1-Hits "Daylight" und das bereits erwähnte "Stay" (geile Keyboards- und Piano-Parts) in den der Gesang von Frontfrau Nicole Braun doch sehr an ROBIN BECK erinnert. Insgesamt klingen LAKEHURST auf "So Sexy" etwas härter und kraftvoller als noch auf "Miracles", woran die oberamtliche Produktion allerdings nicht ganz unschuldig sein dürfte. Wer jetzt neugierig auf die Scheibe geworden ist, sollte € 7,-- (inkl. Porto und Verpackung) eintüten, diese umgehend an LAKEHURST, c/o Mike Langer, Ringstr. 11, 63486 Bruchköbel senden und sich dieses Sahneteil einverleiben.

Sonny

Trackliste: 1. Beat It/ Billy Jean - 2. Daylight - 3. Sweet Dreams/ Jeanny - 4. Stay

Thanks To Mike @ Lakehurst

weitere Reviews über LAKEHURST:
LAKEHURST/ Close Your Eyes (Underground-Tipp/ April 2006)


Dein Schatten - Ewiges Eis
  • Band: Dein Schatten
  • Albumtitel: Ewiges Eis
  • Spielzeit: 61:06 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: Rammstein, Joachim Witt, Wolfsheim
  • Veröffentlichung: ??.05.2002
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nach CAPRICCIO's "Dog-ma²" schon wieder ein Abstecher in eine andere Ecke des Hard- und Heavy-Bereichs. Mit DEIN SCHATTEN befasst sich SONNY'S ROCK & METAL HEAVEN erstmals mit einem Act, der sich irgendwo zwischen der Neuen Deutschen Härte und dem Gothic-Metal aufhält. Aber aufgrund der verschiedenen Elemente, die sich auf "Ewiges Eis" auftun, fällt es richtig schwer, die Band in irgendeine Schublade zu zwängen. Kein Wunder, den hinter DEIN SCHATTEN verbirgt sich kein geringerer als Songwriter und Multi-Instrumentalist Dieter Bornschlegel alias Bornzero (ex-GURU GURU/ ATLANTIS), der auf gut 30 Jahre Erfahrung im Musik-Business zurückblicken kann. Das Debüt "Ewiges Eis" ist eine pikant-deftige Mischung aus Neuer Deutscher Härte ("Er Kommt Zurück"), prickelnden Akustik-Parts ("Woanders Sein"/ Radio-Version oder "Schuld und Sünde"), stampfender Dancefloor-Beats ("Woanders Sein"/ Club-Version) und melancholischen - bisweilen sogar richtig schwarzangehauchten - Texten. Als Appetithäppchen möchte "Abschied", "Das Tier" (hymnischer Stampfer) und "Free" (erinnert stellenweise an OFF's "Electrica Salza") wärmstens empfehlen. Fans von JOACHIM WITT, WOLFSHEIM oder ATROCITY ("Hallo?") dürften sich bei DEIN SCHATTEN bestens aufgehoben fühlen, zumal Bornzero auf seine ureigene und unverwechselbare Art und Weise die verschiedensten Elemente zu einem unverkennbaren Sound mit hohen Wiedererkennungswert kreiert hat. Eine äußerst interessante Scheibe!

Sonny

Trackliste: 1. Woanders Sein (Club-Version) - 2. Abschied - 3. Dein Schatten - 4. Er Kommt Zurück - 5. Das Tier - 6. Ewiges Eis - 7. Free - 8. My Name Is Luc(if)a - 9. Tränen Der Seele - 10. Geister In Mir - 11. Schuld Und Sünde - 12. Wonander Sein (Radio-Version) - 13. Hallo?

Thanks To Ussi @ Dein Schatten


DoomSword - Resound The Horn
  • Band: DoomSword
  • Albumtitel: Resound The Horn
  • Spielzeit: 50:08 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Dragonheart/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Warhammer, Warlord, Domine, Candlemass
  • Veröffentlichung: ??.05.2002
  • Wertung: 5,5/ 10

Review:
"Resound The Horn" ist der nunmehr zweite Longplayer ("DoomSword"/ 1999) der - mir bis dato völlig unbekannten - Band DOOMSWORD. Der Italo-Fünfer wurde 1997 von Sänger Deathmaster und einem Gitarristen namens Guardian Angel (was sind das bloß für Namen?/ Anmerk. d. Verf.) und frönt seither dem Epic Doom Metal, der von mittelalterlich und keltischen Klängen begleitet wird. "Resound The Horn" handelt von nordeuropäischen Mythen und Wikinger-Gottheiten. Eigentlich wäre das ein hochinteressantes Thema, aber leider plätschert die Scheibe äußerst belanglos vor sich her und findet im fast 8minütigen "Onward Into Battle (On The March Again)" - songwritertechnisch, sowie musikalisch - seinen absoluten Tiefpunkt. Lediglich das etwas schnellere "MCXIX" (1119) und der abschließende Titeltrack (ein richtiger Groover) lassen einen Silberstreif am Horizont erblicken. Alles in allem mangelt es der Scheibe gehörig an zündenden Ideen und überraschenden Momenten. Fans dieser Musikrichtung dürften bei Kapellen wie WARHAMMER, WARLORD oder DOMINE & Co. besser aufgehoben sein.

ein von weiteres mir verfasstestes Review über "Gleichgewicht" könnt ihr ab Ende Juli in der 11. Ausgabe des
Rock It! lesen

Sonny

Trackliste: 1. Shores Of Vinland - 2. Onward Into Battle (On The March Again) 3. The DoomSword - 4. MCXIX - 5. For Those Who Die With Sword In Hand - 5. The Youth Of Finn MacCool - 7. Resound The Horn: Odin's Hail

Last Update: Sunday, 23. March 2003
created in January 2001 © by
Sonny