The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

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Ankhara - Sombras Del Pasado
  • Band: Ankhara
  • Albumtitel: Sombras Del Pasado
  • Spielzeit: 65:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 31.03.2003
  • Wertung: 8/ 10

Review:
ANKHARA sind eine Band, die mit "Sombras Del Pasado" mittlerweile schon ihr drittes Album veröffentlichen. Wie schon der Albumtitel unschwer erahnen lässt, handelt es sich bei diesem Sextett um eine spanische Combo, die auch in ihrer Muttersprache rocken. Waren die beiden ersten Alben ("Dueno Del Tiempo" und "II") noch ziemlich tief im Power Metal verwurzelt, so muss man den Mannen um Sänger Pacho Brea auf dem hier vorliegenden Silberling eine gesunde Weiterentwicklung zugestehen, denn hier verschmelzen Elemente aus dem Progressiv- ("Ruinas Del Alma") und kraftvollen Heavy Metal ("Arcordes Mágicos"), sowie aus Hard Rock ("Busca Un Motivo") und AOR ("Mantente Firme") zu erfrischenden Melange mit südländischen Charme. Bei der zuletzt genannten Nummer handelt sich um die gelungene und kraftvolle Umsetzung des TOTO-Klassikers "Hold The Line" in die spanische Sprache. Des weiteren erweisen sich Songs wie das orientalisch-sphärische, aber nicht minder kraftvolle "Lágrimas Del Nilo", die prickelnde Ballade "Principio Y Fin" und das spannungsgeladene "Mirame" als richtiger Ohrenschmaus. Außerdem haben ANKHARA mit dem 10minütigen Titeltrack ein richtig kleines Kunstwerk am Start, das alle oben aufgeführten Elemente in sich vereint. Ein rundum erquickendes Album, das mich unweigerlich in seinen Bann gezogen hat.

Sonny

Trackliste: 1. Génesis (intro) - 2. Ruinas Del Alma - 3. Acordes Mágicos - 4. Busca Un Motivo - 5. El Eco De Tu Silencio - 6. Lágrimas Del Nilo - 7. Un Dia En La Imaginación - 8. Principio Y Fin - 9. Mirame - 10. E Munodop No Es Suficiente - 11. Sombras Del Pasado - 10. Mantente Firme

Thanks to Wolfgang & Sandra @ Flying Dolphin


Reactor - Critical Mass
  • Band: Reactor
  • Albumtitel: Critical Mass
  • Spielzeit: 42:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: CD-Maximum/ Russland-Import
  • Vergleichbare Bands: Fear Factory, Ministry
  • Veröffentlichung: 27.03.2003
  • Wertung: 9/10

Review:
Die aus der Ukraine stammende Combo REACTOR haben mit ihrem nun 2. Album eine perfekte Kombination aus bleischwerem Riffing und interessanten Synthie-Melodien auf den Rundling geschmiedet, die den bekannten Acts wie MINISTRY und ALIEN SEX FRIEND und Co. in nichts nachstehen und genauso ansprechend klingen. An der Gitarre ist mit Zorin V. ein Riffmonster am Werk, der einen Nackenbrecher nach dem anderen aus dem Handgelenk schüttelt. Den ergänzenden Kopf der Band stellt Sänger und Bassist Lartisin A. dar, der All Jourgensen (MINISTRY/ MASTERMIND) locker das Wasser reichen kann. Anspieltipps sind Nr. 5 mit "I Hate Discipline" und "Just Little ..." (Nr. 8), das sehr an CREMATORYs "Faces" erinnert. Auch die Nummer 11, "Rave Princess (radio mix) ", von der es 3 Versionen gibt, kann ich nur empfehlen, da sie durch ihre Aggression herausstechen. Aber die anderen sind genauso gut und runden den Gesamteindruck (sehr positiv) ab. Fazit: Für jeden Kenner von Industrial-Metal ist diese Scheibe ein absolutes Muss! Nicht dran vorbeigehen, kaufen, Mensch, kaufen.

Christian

Trackliste: 1. Rave Princess - 2. Criminal Zone - 3. Blade Runner - 4. Never Again - 5. I Hate Discipline - 6. Face To Face - 7. Don't Stay Away - 8. Just Little ... - 9. Love Me With Pain - 10. Rave Princess (dance remix) - 11. Rave Princess (radio mix)

Thanks to Yury & Dmitriy @ CD-Maximum


Razamanaz - Razamanaz
  • Band: Razamanaz
  • Albumtitel: Razamanaz
  • Spielzeit: 70:41 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Britney Fox, Aerosmith, Cult, Guns 'N Roses
  • Veröffentlichung: 25.03.2003
  • Wertung: 4,5/ 10

Review:
Eigentlich war ich, trotz der stellenweise gewöhnungsbedürftigen Soundqualität, immer ein Freund von den meisten Releases und Wiederveröffentlichungen aus dem Hause Perris Records. Nur was die Rock-Archäologen mit dem hier vorliegenden Output ausgegraben haben, wirft nun wirklich mehr Schatten als Licht. RAZAMANAZ hat nun überhaupt nichts mit dem Klassiker von NAZARETH zu tun, sondern war vielmehr ein Projekt des ex-CINDERELLA/ BRITNEY FOX-Gitarristen Michael Kelly Smith, das er während der Pause seiner Hauptband ins Leben gerufen hatte. Dazu scharte er den Sänger/ Gitarristen Corry Massi, den Bassisten Joe Bisbing sowie Steve Attig am Schlagzeug um sich. Auf "Razamanaz" befinden sich 15 Nummern, die zumeist nicht über mäßiges Demo-Stadium ("Rock 'N' Roll Outlaw"/ "Break For Fetters"/ "Tie It Up") hinauskommen oder sogar um "unfinished Studio-Outtakes" ("Call Of The Wild" und "Swamp Slide/ Bad Feelin' Blues") handelt und sich soundtechnisch wirklich jenseits von gut und böse abspielen. Lediglich die Tribute-Beiträge "King Of The Night Time World" (KISS), "Seasons Of Wither" (AEROSMITH) und "Kicks" (PAUL REVERE & THE RAIDERS) können halbwegs überzeugen. Außerdem lassen die Herren mit den wahrscheinlich kürzeren End-Versionen (?) von "In The Dust", in dem Corry Massi stellenweise in Axl Rose-Manier krächzt, und "Make It Main", das mit einer bluesigen Gitarrenlinie a la AC/DC auf sich aufmerksam macht, ihr Können kurz aufblitzen. Fazit: Die erste hörenswerte Hälfte dieser Scheibe wird vom nahezu überflüssigen zweiten Teil doch erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Nur eine EP mit den ersten sieben Nummern wäre höchstwahrscheinlich sinnvoller gewesen. - Manchmal ist weniger eben doch viel mehr!

Sonny

Trackliste: 1. Urgency - 2. Feel It - 3. King Of The Night Time World - 4. Seasons Of Wither - 5. Kicks - 6. In The Dust - 7. Make You Mine - 8. Call Of The Wild - 9. Swamp Slide/ Bad Feelin' Blues - 10. Rock 'N' Roll Outlaw - 11. Tied Up - 12. Walk, Don't Run - 13. In The Dust (bonus track) - 14. Pain - 15. Make You Mine (bonus track)

Thanks to Perris Records


Arida Vortex - Evil Sorcery
  • Band: Arida Vortex
  • Albumtitel: Evil Sorcery
  • Spielzeit: 49:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: CD-Maximum/ Russland-Import
  • Vergleichbare Bands: Helloween, Gamma Ray, Freedom Call, Stratovarius, Yngwie Malmsteen
  • Veröffentlichung: 24.03.2003
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Als ich die ersten Takte dieser CD hörte, traute ich meinen Ohren nicht. Nach einem leicht mittelalterlich angehauchten Intro, wird der Zuhörer mit feinsten Metal mitteleuropäischer Prägung überrollt und das von einer Band, die aus Russland stammt. Im Gegensatz zum Großteil ihrer Landsleute sind sie nicht dem Black-, Death- , Gothic oder Industrial Metal verfallen, sondern bewegen sich ziemlich gekonnt im Bereich der oben genannten Bands. Aber keine Angst, bei ARIDA VORTEX handelt es sich mitnichten wieder um einen der total überflüssigen Klone diese Genres. Vielmehr bilden die Moskauer ein verbindendes Glied zwischen dem Power Metal Ende der 80er/ Anfang der 90er Jahre und den Elementen der heutigen Zeit ("Revolution Time") sowie dezent eingestreuten Death/ Black Metal-Elementen (Titeltrack). Diese Tatsache beruht nicht zuletzt auf dem klaren, kraftvollen und variablen Gesang von Andrey Lobashev, der weder zwanghaft versucht wie ein Michael Kiske zu klingen, noch als ein Plagiat eines Timo Kotipelto durchgehen dürfte, sondern komplett sein eigenes Ding durchzieht. Andererseits lassen sich aber gewisse Parallelen im Gitarrenspiel von Bandgründer Roman Guryev zu Kai Hansen nicht von der Hand weisen. An Nummern wie "Vortex", das mit einem geilen Bass-Solo versehen ist, sowie am speedigen "Break For Fetters" und dem Groove-Hammer "Revolution Time" dürften Power Metal-Fans ihre wahre Freude haben. Des weiteren sind die wunderschöne Ballade "Autumn", das Instrumental "Facing The Elements" (YNGWIE MALMSTEEN lässt grüßen) und die Hymne "When Tomorrow Comes" unbedingt zu empfehlen. Ein Leckerbissen der besonderen Art stellt die wunderschöne, russische Halb-Acoustic-Nummer "??????" ("Uletai"/ "Fly Away") dar. Für diese Scheibe besteht absolute Kaufpflicht! Nur schade, dass bisher noch kein westliches Label auf ARIDA VORTEX aufmerksam geworden ist und deshalb ist das Debüt "Evil Sorcery" nur als Russland-Import unter www.cd-maximum.ru zu bekommen.

Sonny

Trackliste: 1. Invasion - 2. Vortex - 3. Break the Fetters - 4. Revolution Time - 5. Prison for My Soul - 6. Autumn - 7. Facing the Elements - 8. Imagination - 9. When Tomorrow Comes - 10. Evil Sorcery - 11. Abyss of Emptiness - 12. Uletai ( Fly Away)

Thanks to Yury & Dmitriy @ CD-Maximum


Krokus - Rock The Block
  • Band: Krokus
  • Albumtitel: Rock The Block
  • Spielzeit: 45:15 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: eastwest records/ Warner Music
  • Vergleichbare Bands: AC/DC
  • Veröffentlichung: 24.03.2003
  • Charteinstieg: 07.04.2003 Platz Nr. 69
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
In der Gerüchteküche munkelte man schon seit einigen Monaten über ein mögliches Comeback von KROKUS, aber nun ist das fast Unfassbare doch noch eingetreten: KROKUS are back! Während Bandkopf und Gitarrist Fernando Von Arb für den etwas lauen Vorgänger "Round 13" den Briten Carl Sentence als Sänger mit ins Boot holte, ist für "Rock The Block" mit Marc Storace wieder der Sänger der ersten Stunde in die Band zurückgekehrt. Besagte Rückkehr scheint wie eine Motivationsspritze auf Von Arb gewirkt zu haben, denn es ist wohl schon längere Zeit her, dass die wohl erfolgreichste Schweizer Rock Band aller Zeiten so abgerockt haben, wie auf dem vorliegenden Album. Gut, als langweilig oder gar schlecht konnte man bisher keine der Scheiben von KROKUS bezeichnen, aber an das hohe Niveau der ersten beiden Alben kam keine nur annähernd heran. Doch auf "Rock The Block" ist der Titel endlich wieder Programm, denn die Scheibe groovt vom stampfenden Opener "Mad World" bis hin zum genialen Rausschmeißer und Titeltrack was das Zeug hält. Unter den 14 Nummern benötigen lediglich "I Want It All" und das getragene "Open Fire" mehrere Durchläufe um sich im Ohr festzusetzen. Ansonsten ist alles wie man es von den Schweizern kennt: Rock 'N' Roll und Party pur. Als weitere "Gute Laune"-Macher will ich euch die Mitsing-Hymne "One For All", den frechen Rocker "Looking To America" und den Monster-Groover "Night Of The Snakes" verschreiben. Mit "Rock The Block" vormögen die Schweizer zwar nicht ganz an Meilensteine wie "Metal Rendez-Vous" oder "Hardware" heranzukommen, aber sie sind verdammt nah dran.

Sonny

Trackliste: 1. Mad World - 2. Leading The Pack - 3. I Want It All - 4. Open Fire - 5. One For All - 6. Looking To America - 7. Go My Way - 8. Hot Shot - 9. Raise Your Hands - 10. Night Of The Snakes - 11. Throwing Her China - 12. We'll Rise - 13. Freedom - 14. Rock The Block

Thanks to Anna @ eastwest records
&
Thanks to Reto @ Extern Entertaiment

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Fire And Gasoline: Live!


Overkill - Killbox 13
  • Band: Overkill
  • Albumtitel: Killbox 13
  • Spielzeit: 50:22 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Spitfire/ Edel
  • Vergleichbare Bands: genreführend
  • Veröffentlichung: 24.03.2003
  • Charteinstieg: 07.04.2003 Platz Nr. 93
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Und schon wieder eine Neuerung auf Rock & Metal Heaven, denn mit OVERKILLs "Killbox 13" hält erstmals eine Scheibe aus dem Trash-Genre in unserem Online-Mag Einzug. Wie schon der Albumtitel erahnen lässt, handelt es sich bei der vorliegenden Scheibe um das 13te Studio-Album der New Yorker Vorzeige-Trasher. Bisher konnte man der Band um Sänger Bobby "Blitz" Ellsworth - trotz ständiger Lineup-Wechsel - mit jedem Album eine kontinuierliche Weiterentwickelung attestieren, aber was OVERKILL auf diesem Output vollbracht haben, dass hätten wohl die wenigsten Kritiker erwartet. So kraftvoll, spontan und abwechslungsreich wie sich die Band auf "Killbox 13" präsentiert, könnte man direkt meinen, sie wäre gerade eben einem Jungbrunnen entstiegen. Diese These wird durch Songs wie dem tosenden Opener "Devil By The Tail", der eingängigen Headbanger-Hymne "Damned" (ein wahrer Killer vor dem Herrn) oder dem Stampfer "No Lights" manifestiert. Während man bei letzterer Nummer mit doomigen Anleihen und donnernden Doublebass-Attacken zu begeistern weiß, zeigen sich die Herren auf dem folgenden "The One" von einer etwas gedämpfteren bzw. eingängigeren Seite und lassen sich auch nicht davon abhalten, gelegentlich etwas modernere Elemente einzustreuen. Des weiteren drängen sich das mit Lava-Riffs strotzende "Crystal Clear" und die Rifforgie "Unholy" als Anspieltipps auf. Wobei man sich aber abschließend eingestehen muss, dass sich auch das restliche Material nicht hinter den genannten Nummern zu verstecken braucht. - Genau so muss guter, ehrlicher und kompromissloser Trash Metal klingen!

Sonny

Trackliste: 1. Devil By The Tail - 2. Damned - 3. No Lights - 4. The One - 5. Crystal Clear - 6. The Sound Of Dying - 7. Until I Die - 8. Struck Down - 9. Unholy - 10. I Rise

Thanks to Bauke @ cmm


VELVET DREAMS/ Velvet Dreams
  • Band: Velvet Dreams
  • Albumtitel: Velvet Dreams
  • Spielzeit: 49:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Vinny Records/ Rock In Spain
  • Vergleichbare Bands: The Cult, Heroes del Silencio, Baltimoore
  • Veröffentlichung: 22.03.2003
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Man stelle sich vor, die Power THE CULT gepaart mit dem südländischen Charme von HEROES DEL SILENCIO würde auf einen Sänger der Marke Björn Lodin (BALTIMOORE) meets Ville Valo (HIM) treffen. - Ihr denkt, so etwas gibt es nicht? - Dann muss ich euch vehement widersprechen, denn bei der Spain/ Italo-Combo VELVET DREAMS trifft diese Umschreibung voll auf den Kopf. Gegründet wurde die Melodic Rock Band in Teneriffa (2001) vom italienischen Sänger Max Mucelli und dem Torero-Schotten Ricardo Walls (Gitarre). Musikalisch wird die eingangs erwähnte Kost geboten, die durch den stark südländlich-akzentuierten Englisch-Gesang von Max Mucelli etwas gewöhnungsbedürftig klingen mag. Nichtsdestotrotz hat der Gesamt-Sound von VELVET DREAMS etwas Reizvolles an sich. Der ordentlich abrockende Opener "Inmortal" bildet einen guten Nährboden für bodenständige Stampfer ("Shouting") und melancholische Momente ("Power Of The Universe"). Wie ein Chamäleon verwandelt sich Signore Mucelli gesangtechnisch zwischen den verschiedenen Stimmungen. Während er in den rockigen Momenten ("Fly On The Ray Of Light") eher an den BALTIMOORE-Kopf erinnert, macht sich in den düsteren Momenten ("The Love Over Life"/ "One More Day") die Ähnlichkeit zum HIM-Sänger deutlich bemerkbar. Andererseits scheinen bei Gitarrist Ricardo Walls die schottischen Gene in der Minderheit zu sein, denn anstatt mit Inspirationen zu geizen, spielt er mit südländischen Temperament ein feuriges Solo nach dem anderen. Im abschließenden Instrumental "Miscelanea" wage ich sogar den Vergleich zu JOE SATRIANI zu ziehen. Wer auf melodischen Rock aus südlichen Gefilden steht, dürfte am selbstbetitelten Debüt von VELVET DREAMS nicht vorbeikommen.

Sonny

Trackliste: 1. Inmortal - 2. Shouting - 3. Power Of The Universe - 4. The Love Over The Life - 5. Driving - 6. I Wanna Go - 7. Fly On A Ray Of Light - 8. Up Yours - 9. One More Day - 10. Standin' In A Bar - 11. Living - 12. Miscelanea (european bonus track)

Thanks Vicente @ Vinny Records


Anne Haigis - Homestory
  • Band: Anne Haigis
  • Albumtitel: Homestory
  • Spielzeit: 55:21 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pläne Records/ BMG
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Melissa Etheridge
  • Veröffentlichung: 17.03.2003
  • Wertung: 9/ 10

Review:
"Ja, spinnt denn der Sonny jetzt total? Noch gerade eben wollte er uns für Musikrichtungen wie Black/ Death Metal oder Trash begeistern und nun will er uns doch tatsächlich den neuesten Output von ANNE HAIGIS schmackhaft machen." "Ja, dass will er!" lautet meine kurze und bündige Antwort, denn die Musik, die Frau Haigis auf ihrem mittlerweile 10. Studio-Album "Homestory" zum Besten gibt, ist es allemal wert. Die meisten unter uns werden ANNA HAIGIS von ihren 4 deutschsprachigen Alben, die sie zwischen 1984 und 1989 eingespielt hat, her kennen. Begonnen hat die Sängerin allerdings mit Jazz. Im Lauf der Zeit hat sie nun über deutschen Pop/ Rock und englischsprachigen Rock im Acoustic Rock ihre Heimat gefunden. Obwohl "Homestory" ein Studio-Album ist, könnte man fast schon meinen, dass es sich hierbei um eine "unplugged"-Scheibe handelt, denn die Songs werden mit nicht unnötigen Computereffekten, nichtssagenden Loops oder programmierten Synthies zugepflastert, sondern man setzt bewusst auf eine dezente Instrumentierung um dem ausdrucksstarken Gesang von ANNA HAIGIS den nötigen Background zu geben. So weiß ANNI HAIGIS mit 10 brillant in Szene gesetzten Songs wie z. B. der fast schon swingenden Polka "Beautiful Day" (im Original von TONY CAREY), dem besinnlichen "Many Rivers" oder der eigenwilligen Interpretation des DON HENLEY-Klassikers "Boys Of Summer" vom Fleck weg zu begeistern. "Homestory" ist eine der seltenen Scheiben, bei denen man mit jedem Durchlauf wieder neue Sachen entdecken mag und so entpuppen sich die Country-lastige Nummer "Shrink", das wunderschöne 7min-Epos "Still Do" und der abschließende Live-Song "Magalie", der förmlich zum Träumen auffordert, als wahre Perlen. Fazit: "Homestory" ist ein Album, dass aufgrund seiner "Einfachheit" fast schon wieder einzigartig ist und sich von den heutigen - oft zu technischen und überproduzierten - Veröffentlichungen hoffentlich absetzen kann. Bitte, mehr davon!

Sonny

Trackliste: 1. Beautiful World - 2. To Last A Lifetime - 3. Many Rivers - 4. Boys Of Summer - 5. Move Away Jimmy Blue - 6. Shrink - 7. Still Do - 8. Run To You - 9. Angel - 10. Magalie (live version)

Thanks to Jochen @ Pläne Records

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Mike Tramp - More Than Life To This
  • Band: Mike Tramp
  • Albumtitel: More To Life Than This
  • Spielzeit: 46:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Music
  • Vergleichbare Bands: Neil Young, John Mellencamp, John Hiatt, Tom Petty, Bruce Springsteen
  • Veröffentlichung: 17.03.2003
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Mit "More To Life Than This" legt uns der ehemalige WHITE LION-Sänger sein mittlerweile viertes Soloalbum vor, und schafft es tatsächlich, das durchgehend hohe Niveau seiner Vorgänger-CDs zu toppen. Mike Tramp setzt den mit seinen Soloveröffentlichungen eingeschlagenen Weg konsequent fort, so dass Erinnerungen an selige WHITE LION-Tage lediglich durch seine prägnante Stimme in Erinnerung gerufen werden. Ganz in der Tradition seiner amerikanischen Singer/Songwriter-Kollegen präsentiert uns der gebürtige Däne zehn hervorragend arrangierte und instrumentierte Titel, welche nicht zuletzt durch die teilweise sehr persönlich ausgerichteten Texte von Mal zu Male wachsen. Besonders hervorzuheben sind in meinen Augen das fantastische Titelstück, in dem "Billy" Tramp auch ein Stück weit seine eigene Vergangenheit aufarbeitet, der flotte, mit Keith Richards-typischen Licks versehene Rocker "Live For Today", das traumhaft schöne Duett "The Goodbye Song", sowie das durch ein Eric Johnson-Gitarrensolo veredelte Schlußstück "The Good, The Sad & The Ugly". "More To Life Than This" ist das Werk eines gereiften Musikers, der sowohl die höchsten Höhen, als auch die tiefsten Tiefen durchquerte, um erkennen zu dürfen, dass es oftmals die kleinen Dinge sind, die das Leben lebenswert machen - und genau das macht diese CD so sympathisch!

Florian

Trackliste: 1. More To Life Than This - 2. Lay Down My Life For You - 3. Don't Want To Say Goodnight - 4. Nothing At All - 5. Day By Day - 6. Live For Today - 7. Back From The Dead - 8. I Won't Let Go - 9. Goodby Song - 10. The Good, The Sad And The Ugly

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  • Band: Jester's Funeral
  • Albumtitel: Shifting:Skywards
  • Spielzeit: 50:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: TTS Media/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Blind Guardian, Metallica, Nevermore
  • Veröffentlichung: 17.03.2003
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
JESTER'S FUNERAL sind eine Band aus dem Hessischen, die mit "Shifting:Skywards" bereits ihren dritten Longplayer veröffentlichen. Während das Debüt "Labyrinth" (1999) noch eindeutig eine HELLOWEEN- bzw. GAMMA RAY-Schlagseite aufwies, tendierte der Stil auf "QuickSilverLight" mehr in Richtung METALLICA. Dieser eingeschlagene Weg setzt sich nun auf der neuen Scheibe fort. Nur mit dem feinen Unterschied, dass sich die Band auch anderen Einflüssen gegenüber offen zeigt. Man stelle sich einfach mal vor, METALLICA würden ihren trashigen Sound mit dem Bombast von BLIND GUARDIAN ("Jester's Flight") und der Aggressivität von NEVERMORE ("Insomnia") kreuzen. Das Ergebnis würde "Shifting:Skywards" höchstwahrscheinlich verdammt nahe kommen. Trotz all dieser verschiedenen Einflüsse kann man JESTER'S FUNERAL nicht als simples Plagiat der ein oder anderen Band abtun, denn durch die Vermengung der eben erwähnten Elemente mit dem äußerst flexiblen Gesang von Shouter Stefan Schmidt und den überraschenden Arrangements scheinen die Herren ihren eigenen Stil gefunden zu haben. Des weiteren sind Songs wie "Frozen Angel", "Fall" und die wunderschöne Ballade "Tomorrow", welche das Album perfekt abrundet, als Appetizer schwer zu empfehlen.

Sonny

Trackliste: 1. Jester's Flight - 2. City Of Glass - 3. Insomnia - 4. Invinity - 5. Frozen Angel - 6. Intensifire - 7. Fall - 8. Nebula - 9. Nevertheless - 10. Of Ocean And Sky - 11. Tomorrow

Thanks to Sönke @ TTS Media


The Gathering - Souvenirs
  • Band: The Gathering
  • Albumtitel: Souvenirs
  • Spielzeit: 43:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pyschonaut Records/ Zomba
  • Vergleichbare Bands: Einzigartig
  • Veröffentlichung: 17.03.2003
  • Charteinstieg: 31.03.2003 Platz Nr. 90
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nachdem THE GATHERING mit "If_Then_Else" (2000) den auf "How To Messure A Planet" (1998) eingeschlagen Weg treu geblieben sind, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass auch das neue Werk in genau die gleiche Kerbe schlägt. "Souvenirs", so der Titel des neuen Studio-Albums, wird genau wie die beiden eben genannten Vorgänger von modernen und sphärischen ("These Good People") sowie ruhigen und emotionalen Klängen ("You Learn About It") dominiert. Für die wenigen rockigen Momente sorgen "Broken Glass", das sich nach sphärisch ruhigen Beginn und Mittelteil als galaktische Rock-Nummer entpuppt, und die Killer-Nummer "Monters". Dieser Song entspringt aus einem Quell elektronischer Sounds, der den ausdruckstarken Gesang von Sängerin Anneke van Giersbergen in ein einzigartiges Ambiente setzt und somit wie die besagte Faust aufs Auge passt. Aber auch Songs wie der coole Groover "Even The Spirits Are Afraid" und die mystische Ballade "Golden Grounds" wissen gleich mit dem ersten Durchlauf mit ihrem unwiderstehlichen Charme zu überzeugen. Es hat den Anschein, als wären die Niederländer diesem Album ihrer musikalischen Erfüllung ein deutliches Stück näher gekommen. - Die Zeit wird's zeigen! Für mich ist "Souvenirs" definitiv das beste Album, das die Band in ihrer bisherigen Karriere veröffentlicht hat. Punktum, basta.

Sonny

Trackliste: 1. These Good People - 2. Even The Spirits Are Afraid - 3. Broken Glass - 4. You Learn About It - 5. Souvenirs - 6. Monsters - 7. We Just Stopped Breathing - 8. Golden Grounds

Thanks to Wolf @ Sure Shot Worx


Children Of Bodom - Hate Crew Deathroll
  • Band: Children Of Bodom
  • Albumtitel: Hate Crew Deathroll
  • Spielzeit: 39:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Motor Music/ Universal
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 17.03.2003
  • Charteinstieg: 24.03.2003 Platz Nr. 45
  • Weitere Platzierungen:
    31.03.2003 Platz Nr. 68 / 07.04.2003 Platz Nr. 92
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Ich muss ehrlich gestehen, dass mir CHILDREN OF BODOM bisher nur vom Hörensagen ein Begriff war. Trotz der hervorragenden Kritiken, die sie mit ihren ersten drei Alben einsacken konnten, habe ich mich nie so recht an eine Scheibe der Finnen herangewagt. Nach den ersten Takten ihres vierten Studio-Werkes "Hate Crew Deathroll" muss ich folgende Fragen stellen: Warum? Haben mich etwa immer ihre düsteren Cover-Artworks oder die Tatsache, dass sich die fünf Herren im Power/ Black Metal zuhause fühlen, davon abgehalten? - Egal, denn schon beim melodisch-kraftvollen Opener "Needled 24/7", der von modernen Elementen dominiert wird, ertappe ich mich erstmals beim Mitwippen mit den Fuß. Dieser erste positive Eindruck wird durch das gelungene Wechselspiel von melodisch-progressiven und speedigen Keyboard-Passagen beim Nackenbrecher "Chokehold (Cocked 'N' Loaded)" nochmals eindrucksvoll untermauert. Restlos überzeugt haben mich allerdings erst Nummern wie der eingängige Mitgröler "Bodom Beach Terror", der Doublebass-Hammer "Triple Corpse Hammerblow" (Bombast a la BLIND GUARDIAN) oder der spannend-dramatische Groover "Angels Don't Kill", der von starken Melodien, einer brillanten Rhythmus-Arbeit und von phantastischen Gesangparts lebt. Leider sind mit dem Riffmonster "Sixpounder" und dem abschließenden Titeltrack auch Songs dabei, die nicht ganz den hohen Standart der oben genannten Tracks halten können. Aber dies ändert nichts an der Tatsache, dass "Hate Crew Deathroll" ein starkes Album geworden ist.

Sonny

Trackliste: 1. Needled 24/ 7 - 2. Sixpounder - 3. Chokehold (Cocked 'N' Loaded) - 4. Bodom Beach Terror - 5. Angels Don't Kill - 6. Triple Corpse Hammerblow - 7. You're Better Off Dead - 8. Lil' Bloodred Ridin' Hood - 9. Hate Crew Deathroll

Thanks to Wolf @ Sure Shot Worx


Rawhead Rexx -  Diary In Black
  • Band: Rawhead Rexx
  • Albumtitel: Diary In Black
  • Spielzeit: 48:35 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AFM-Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Helstar, Warrior, Brainstorm
  • Veröffentlichung: 17.03.2003
  • Wertung: 8/ 10

Review:
RAWHEAD REXX dürften den Fans der kraftvollen Metal-Kost keine Unbekannten mehr sein, denn für sein selbstbetiteltes Debüt (2001) wurde der Vierer von der Fachpresse als der deutsche Newcomer gelobt. Nun steht die Bande um Shouter Jürgen Volk (ex-Glenmore) mit dem Nachfolger namens "Diary In Black" auf der Matte. Wie schon auf dem Erstling beeindruckt die Band auch auf ihrem aktuellen Output mit US-gestylten Power Metal der gehobenen Klasse, nur mit dem feinen Unterschied, dass sie diesmal noch etwas heftiger zu Werke gehen. Songs wie der speedige Opener "Return Of The Dragon", der Titeltrack (Doublebass-Killer) oder der Riff-Erguss "Dragonheart" (erinnert stellenweise an BLIND GUARDIAN) treffen genau zwischen die Augen und lassen den Zuhören unweigerlich mitbangen. Auch das restlichen Material strotzt geradezu vor Power und weiß durchwegs zu überzeugen. Bei der genialen Ballade "What If" zeigt Jürgen Volk, dass er nicht nur eine typische Metal-Sirene ist, sondern auch den ausdrucksstarken, dezenten Gesang drauf hat. Zwar erfinden RAWHEAD REXX den Metal nicht gerade neu, aber es macht tierisch Spaß den Gesellen zuzuhören.

Sonny

Trackliste: 1. Dark Ages (Prelude) - 2. Return Of The Dragon (Chapter III) - 3. Dairy In Black (Chapter I) - 4. Brothers In Arms (Chapter IV) - 5. Barons Overthrow (Chapter II) - 6. The Machine - 7. What If (Chapter VII) - 8. Evil In Man (Chapter VIII) - 9. Dragon Heart (Chapter VI) - 10. Metal War (Chapter V) - 11. Saint And Sinner (bonus) - 12. Six Feet Form The Edge (Chapter IX)

Marc Ferrari - Lights, Camera, Action!
  • Band: Marc Ferrari
  • Albumtitel: Lights, Camera, Action!
  • Spielzeit: 45:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Z Records/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Keel, Medicine Wheel, Stan Bush
  • Veröffentlichung: 14.03.2003
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Den meisten Lesern dürfte MARC FERRARI als ehemaliger Axtschwinger von Bands wie KEEL, COLD SWEET und MEDICINE WHEEL bekannt sein. Nun hat der Gitarrist mit "Lights, Camera, Action!" sein zweites Soloalbum eingespielt, das zum größten Teil mit Songs bestückt ist, die Mr. Ferrari für Film und Fernsehen geschrieben und aufgenommen hat. Wie schon auf dem Vorgänger "Guest List" hat er auch für diese CD wieder jede Menge prominenter Sänger (u. a. Keith St. Jones/ BURNING RAIN, Steve Plunkett/ AUTOGRAPH und Stan Bush) eingeladen. Die Songs bewegen sich von handfesten Hard Rockern wie "Run The Road" und "To Hot To Stop" (ZZ TOP lassen grüssen) über angeblueste Kost ("Depths Of My Soul") bis hin AOR-lastigen Melodic Rockern ("Chance Of A Livetime" oder "Capture The Dream"). Durch das swingende "The Story Of My Life" wird eine sehr ausgewogene und abwechslungsreiche Scheibe perfekt abgerundet. Freunde der eingangs erwähnten Bands dürften ihre helle Freude an diesem Output haben. Außerdem lässt Untertitel "Take I" erahnen, dass wir in der Zukunft aus dem Hause MARC FERRARI noch mehr zu erwarten haben. Mal sehen was die Zeit bringt!

Sonny

Trackliste: 1. Run The Road (vocals: Bob Reynolds) - 2. Caution To The Wind (vocals: Bob Reynolds) - 3. Wheelin' & Dealin' (vocals: Bob Reynolds) - 4. Off The Deep End (vocals: Bob Reynolds) - 5. Chance Of A Lifetime (vocals: Todd Taylor) - 6. Right On The Money (vocals: Keith St. John) - 7. The Beat Of My Heart (vocals: Keith St. John) - 8. Bad Mofo - 9. Too Hot To Stop (vocals: Steve Plinkett) - 10. Capture The Dream (vocals: Stan Bush) - 11. Depths Of My Soul (vocals: Todd Smallwood) - 12. The Story Of My Life (vocals: Jeff Willson)

Thanks to Sven @ MusicConsult


Cradle Of Filth - Damnation And A Day
  • Band: Cradle Of Filth
  • Albumtitel: Damnation And A Day
  • Spielzeit: 76:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Sony Music
  • Vergleichbare Bands: unvergleichlich gut
  • Veröffentlichung: 10.03.2003
  • Charteinstieg: 24.03.2003 Platz Nr. 15
  • weitere Platzierungen:
    31.03.2003 Platz Nr. 59 / 07.04.2003 Platz Nr. 76
    14.04.2003 Platz Nr. 93
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Da wir uns hier an dieser Stelle nun schon einige Male mit dem Genre des Black/ Death Metal auseinandergesetzt haben, war es auch nur eine Frage der Zeit, wann das Wort einmal für die erfolgreichste Band dieser musikalischen Spielart erhoben wird. CRADLE OF FILTH haben im Laufe ihrer 12jährigen Geschichte schon einige Meilensteine veröffentlicht und geben nun mit ihrem neusten - mittlerweile fünften - Studio-Album "Damnation And A Day" ihren Einstand bei einem Major-Label. Wer jetzt aber geglaubt hat, dass dieser Major-Deal Eindimensionalität zur Folge hat, der hat sich aber mächtig geschnitten. Schon nach wenigen Spins wird klar, dass die Briten mit der hier vorliegenden Scheibe nicht nur das längste, sondern auch das detailverliebteste und imposanteste Werk eingespielt haben und nichts an ihrer ureigensten Aggressivität, Brutalität und Sturheit eingebüsst haben. Im Gegenteil, die Düstermänner um Sänger Dani Filth haben ihren bekannt düsteren Facetten durch den Einbezug von klassisch Elementen sogar etwas wie Romantik eingehaucht. "Damnation And A Day" handelt von der Entstehungsgeschichte der Welt und bewegt sich über die Vertreibung aus dem Paradies bis hin zur drohenden Apokalypse. Die einzelnen Themen verschmelzen durch fünf (inkl. Intro und Outro) klassisch gehaltene Instrumentals zu einer fesselnden Geschichte, die vom steten Wechsel zwischen granatenmäßigen Trash-Riffs, ausgeklügelten klassischen Arrangements, massiven Blast-Beats, brillanten Melodien und dem aggressiven Organ von Dani Filth lebt. Dieses perfekt inszenierte Meisterwerk zieht den Zuhörer unweigerlich in seinen Bann und das aufwendig illustrierte Booklet sorgt für die nötige optische Untermalung. Auf Anspieltipps kann ich diesmal getrost verzichten, weil man diese Scheibe aufgrund seines Konzeptcharakters einfach als Gesamtwerk sehen muss. Mit "Damnation And A Day" haben CRADLE OF FILTH nicht den Begriff Black/ Death Metal definiert, sondern auch ein Album kreiert, das in einigen Jahren sicherlich als Klassiker gehandelt werden wird.

Sonny

Trackliste: 1. A Bruise Upon The Silent Moon (instrumental) - 2. The Promis Of Fever - 3. Hurt And Virtue - 4. An Enemy Led The Tempest - 5. Damned In Any Language (A Plaque On Words) (instrumental) - 6. Better To Reign In Hell - 7. Serpent Tongue - 8. Carrion - 9. The Mordant Liquor Of Tears (instrumental) - 10. Presents From The Poison-Hearted - 11. Doberman Pharaoh - 12. Babalon A.D. (So Glad For The Madness) - 13. A Scarlet Witch Lit The Season (instrumental) - 14. Mannquin - 15. Thank God For The Suffering - 16. The Smoke Of Her Burning - 16. End Of Daze (instrumental)

Thanks to Bauke @ cmm

weitere Reviews über CRADLE OF FILTH:
CRADLE OF FILTH/ Thornography (Black Metal-Tipp/ October 2006)


Emperor - Scattered Ashes/ A Decade Of Emperial Wrath
  • Band: Emperor
  • Albumtitel: Scattered Ashes - A Decade Of Emperial Wrath
  • Spielzeit: 73:55 min/ 69:15 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Candlelight/ Plastic Head
  • Vergleichbare Bands: unvergleichlich
  • Veröffentlichung: 10.03.2003
  • Wertung: keine Wertung

Review
"Was ist nur mit dem Sonny los?" werdet ihr euch jetzt sicherlich langsam fragen. Wird der Liebhaber der melodischen Klänge nun jetzt etwa zum Black/ Death Metal-Jünger? Nein, ich denke, ich kann euch beruhigen. Aber ich muss wirklich zugeben, dass es mir höllischen Spaß bereitet über den Tellerrand des traditionellen Hard Rocks und Heavy Metals hinauszuschauen. Das hier vorliegende Doppel-Album eignet sich bestens, um sich von einer der namhaftesten Black/ Death Metal Bands einen Eindruck zu verschaffen. Auf "Scattered Ashes - A Decade Of Emperial Warth" bieten die norwegischen Düstermetaller EMPEROR einen ausführlichen Querschnitt über ihre gesamte Schaffensperiode (1991 - 2001). Während der erste Silberling mit den Perlen ihrer bisherigen Alben wie z. B. dem kraftvollen "Curse You All Men!", dem progressiven "Tongue Of Fire" oder dem symphonischen "An Elegy Of Icaros" zu brillieren weiß, versprüht Scheibe Nr. 2 mit B-Seiten, diversen Remixen und Cover-Versionen ihren düsteren Charme. Die zweite CD hat es mir persönlich mehr angetan, da die Imperatoren mit der Hymne "Gypsy", dem pulsierenden "I Am" und dem abschließenden Instrumental "Opus A Satana" doch etwas melodischer zu Werke gehen. Alles in allem dürfte dieses Doppelalbum nicht nur für Fans der Düstermucke interessant sein, sondern auch für Leute die gerne mal etwas anderes antesten wollen. Alle Andersgesinnten sollten aber tunlichst die Finger davon lassen, ansonsten gibt's ein böses Erwachen ;-)

Sonny

Trackliste: CD 1: 1. Curse You All Men! - 2. The Tongue Of Fire - 3. The Majesty Of The Nightsky - 4. Cosmic Keys To My Creations & Times - 5. Warth Of The Tyrant - 6. The Loss And Curse Of Reverence - 7. An Elegy Of Icaros - 8. I Am The Black Wizards - 9. Thus Spake The Nightspirit - 10. Ye Entrancemperim - 11. In The Wordless Chamber - 12. With Strength I Burn - 13. Inno A Satana
CD 2: 1. A Fine Day To Die - 2. AErie Descent - 3. Cromlech - 4. Gypsy - 5. Funeral Fog - 6. I Am - 7. Sworn (remix by Ulver) - 8. Lord Of The Storms - 9. My Empire's Doom - 10. Moon Over Kara-Shehr - 11. The Ancient Queen - 12. Witches Sabbath - 13. In Longing Spirit - 14. Opus A Satana

Thanks to Wolf @ Sure Shot Worx


Demon Drive - ... Four Play!
  • Band: Demon Drive
  • Albumtitel: ... Four Play!
  • Spielzeit: 44:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Sony Music
  • Vergleichbare Bands: ganz bestimmt nicht Casanova ;-)
  • Veröffentlichung: 10.03.2003
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nach dem nicht gerade leicht zugänglichen und etwas schwer verdaulichen Album namens "Rock 'N' Roll Star" geht das Quartett um Songwriter/ Sänger/ Keyboarder Michael Voss und Jochen Mayer (Bass) nun mit dem Nachfolger "... Play Four!" an den Start. Da ich zu jenen Leuten gehöre, die mit der Vorgängerscheibe nicht viel anfangen konnten, ging ich mit keinen großen Erwartungen an die neue Scheibe heran. Aber schon mit dem schmissigen Opener "Roller Coaster Ride" und der ordentlich groovenden Cover-Version des CLIFF RICHARD-Klassikers "Devil Woman" heizen uns die Herren erstmals richtig ein, um uns dann mit dem melodisch-eingängigen "Misdemeanor" etwas zur Ruhe kommen zu lassen. Als Leckerbissen der besonderen Art entpuppt sich der Ohrwurm "Dance Into The Music", da er einerseits ziemlich sanft, anderseits aber doch mächtig rockig aus den Boxen schallt und zudem noch mit einer großartigen Gesangsleistung von Michael Voss gekrönt wird. Außerdem haben DEMON DRIVE mit "Here Comes That Feelin' Again" einer ehemaligen B-Seiten-Nummer von CASANOVA neues Leben eingehaucht. Als weitere Anspieltipps möchte ich euch gerne das swingende "She Goes ...", den Acoustic-Stampfer "Northern Lights" und das frech-rockende "Room No. 17". Zum krönenden Abschluss lässt uns die Band mit "Remember Where You Heard It First" in längst vergangenen Tagen schwelgen. Fazit: Auf "... Four Play!" präsentiert sich eine stark gereifte und bestens aufeinander abgestimmte Band, die mit ihrer guten und zeitlosen Rockmusik wohl endlich aus dem Schatten von CASANOVA hervorspringen dürfte. - Verdient hätten sie es sich allemal!

Sonny

Trackliste: 1. Roller Coaster Ride - 2. Devil Woman - 3. Misdemeanor - 4. Dance Into The Music - 5. Here Comes That Feelin' Again - 6. She Goes ... - 7. Waterfall - 8. Northern Lights - 9. Room No. 17 - 10. Because Of You - 11. Remember Where Your Heard It First

Thanks to Birgitt @ Germusica


Krux - Krux
  • Band: Krux
  • Albumtitel: Krux
  • Spielzeit: 50:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mascot Records/ Zomba
  • Vergleichbare Bands: Candlemass, Entombed, Black Sabbath
  • Veröffentlichung: ??.03.2003
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Manchmal wird es einem wirklich nicht leicht gemacht! Da hört man sich eine Platte zigmal an und man findet sie einerseits nahezu genial, andererseits aber dann doch auch ziemlich langweilig. Genauso geht es mir mit dem Debüt von KRUX. Diese Band wurde von CANDLEMASS-Kopf Leif Edling (Bass) als Sidekick ins Leben gerufen und ist mit solch Ausnahmekönnern wie Jörgen Sandström (Gitarre), Peter Stjärnvind (Drums/ beide ENTOMBED) und Sänger Mats Levén (ex-SWEDISH EROTICA/ TREAT/ MALMSTEEN etc.) besetzt. Da der Großteil der Bandmitglieder hauptberuflich bei Doom Metal Bands beschäftigt ist, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich der Vierer irgendwo in der Schnittmenge von CANDLEMASS, ENTOMBED und BLACK SABBATH aufhält. Aber nun zur Krux auf dem KRUX-Erstling: Zwar ist das Album knackig und druckvoll produziert, aber leider werden nur Songs wie der schleppende Opener "Black Room", das düster-melodische "Nimis" und der mystische Schleicher "Sibiria" den hochgesteckten Vergleichen gerecht. Nummern wie das nichtssagende Instrumental "Evle Rifaz" und das langweilige 12 min-Epos "Lunochod" darf man hingegen der Kategorie "überflüssig" oder "nervend" zuordnen. Das restliche Material geht wieder als gute durchschnittliche Doom-Kost durch. Somit bleibt unterm Strich ein Düsteralbum, das sicherlich seine Liebhaber finden wird, aber bestimmt keinem wehtut.

Sonny

Trackliste: 1. Black Room - 2. Krux - 3. Nimis - 4. Sibiria - 5. Omfalos - 6. Enigma EZB - 7. Popcatépetl - 8. Evel Rifaz - 9. Lunochod

Thanks to Wolf @ Sure Shot Worx

Last Update: Sunday, 28. March 2004
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Sonny