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PRIMAL FEAR/ New Religion
  • Band: Primal Fear
  • Album: New Religion
  • Spielzeit: 41:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Judas Priest, Gamma Ray, Epica
  • Veröffentlichung: 21.09.2007
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Aufgrund der Tatsache, dass die deutschen Vorzeige-Metaller PRIMAL FEAR bei den Melodic Rock-Spezialisten von Frontiers Records angedockt haben und angesichts des Albumtitels "New Religion" bin ich ehrlich gesagt etwas zögerlich an das siebte Studioalbum der Band um Mat Sinner (Bass) und Metal-Sirene Ralf Scheepers herangegangen. Zwar konnten der kraftvoll-treibende Opener "Sign Of Fear" meine anfängliche Skepsis größtenteils entkräften, doch bereits am folgenden "Face Of Emptiness" und der imposanten Ballade "Everytime It Rains", die Ralf Scheepers mit EPICA-Frontdame Simone Simons im Duett singt, ist unüberhörbar, dass PRIMAL FEAR hier absolut keinen abrupten Stilbruch begehen, aber dass mit Sicherheit der melodische Aspekt im Sound der Band eine größere Rolle denn je spielt. Hingegen schlägt der peitschende Titel genau in die Kerbe, die man von den Schwaben erwartet: Astreiner und hymnisch-mitreißender Metal, bevor das Quintett mit bestechendem Ochestral-Epos "Fighting The Darkness" die Hörerschaft aufs Neue verblüfft. Einen zusätzlichen Überraschungsmoment bietet ohne Zweifel das moderne bzw. verzerrte "Blood On Your Hands", während die Doublebass-Kracher "Too Much Time" und "World On Fire" für einen wahren Nackenmuskelkater sorgen dürften. Meine momentanen Favoriten auf dem bisher wohl abwechslungsreichsten PRIMAL FEAR-Album,  sind der relaxte Stampfer "The Curse Of Sharon" und die getragene Abschluss-Hymne "The Man (That I Don’t Know)". Die musikalische Vielfalt auf "New Religion" bietet auch Ralf Scheepers endlich einmal die Möglichkeit seine verschiedenen Seiten auszuleben, denn er hat nicht nur eine atemberaubende Metal-Sirene, sondern er verfügt auch über ein facettenreiches und umfassendes Gesangsspektrum.
Ein wahres Meisterwerk deutscher Metal-Kunst!

Sonny

Trackliste:

1. Sign Of Fear - 2. Face The Emptiness - 3. Everytime It Rains - 4. New Religion - 5. Fighting The Darkness: a) Fighting The Darkness b) The Darkness c) Reprise - 6. Blood On Your Hands - 7. The Curse Of Sharon - 8. Too Much Time - 9. Psycho - 10. World On Fire - 11. The Man (That I Don’t Know)

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Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über PRIMAL FEAR:
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SOUL DOCTOR/ Blood Runs Cold
  • Band: Soul Doctor
  • Album: Blood Runs Cold
  • Spielzeit: 47:47 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Lou Gramm, AC/DC, Led Zeppelin, David Coverdale
  • Veröffentlichung: 28.09.2007
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Nachdem die letzten beiden Scheiben "Systems Go Wild!" (2002) und "A Fistful Of Dollars" (2005) eher für schnörkellosen Rock ’N’ Roll standen, kommen auf dem nunmehr vierten Album der „Seelenklempner“ wieder mehr Windungen zum Zuge, was sich vor allem am Gitarrenspiel von Chris Lyne (man lausche nur dem grandiosen Gitarrensolo bei "Laugh In The Face Of Danger") und der Eingängigkeit des gesamten Materials bemerkbar macht. Egal ob man zum endlos groovenden Opener/ Titeltrack, der in einer brillanten Mixtur aus LOU GRAMM (zur "Long Hard Lock"-Phase) und AC/DC (zu "Highway To Hell"-Zeiten) ums Eck stampft, oder dem kantigen Rocker "F.A.F.O.D.", der im Live-Programm reichlich Platz für Improvisationspassagen bieten dürfte, abrockt bzw. sich von den romantischen Klängen der Acoustic-Ballade "Oceans", die mit fast stilechten orchestralen Arrangements a la GUY MANNING aufwartet, in eine andere Welt entführen lässt oder beim lässig schlendernden "Revolution" (BEATLES meets LED ZEPELLIN) ins Schwärmen kommt, auf "Blood Runs Cold"  wird zweifelsohne ein Ohrwurm vom nächsten abgelöst. Mir persönlich wollen allem voran das flockig-röhrende "Touch Of Love", in dessen ruhigen Passagen Sänger Tommy Heart an den David Coverdale in Top-Form erinnert und Chris Lyne ein Solo vom Stapel lässt, für das ein Mr. Ritchie Blackmore wahrscheinlich barfuss durch die Antarktis stapfen würde, sowie der Kracher "The Lie" nicht mehr aus dem Ohr gehen. Kurz auf den Punkt gebracht: Sollte es doch tatsächlich Fans geben, denen die letzten beiden Alben etwas zu trocken bzw. sperrig sind, so müsste denjenigen "Blood Runs Cold" eigentlich wie Honig reinlaufen. Wahrhaftig ein „Earcatcher“!
Für Sammler wartet die „limited edition“ mit einem besondern Schmankerl auf, nämlich mit dem 10minütigen Medley "Let’s Zep", das sich – wie der Titel schon erahnen lässt – aus LED ZEPPELIN-Coversongs zusammensetzt.

Sonny

Trackliste:

1. BLOOD RUNS COLD - 2. TEMPTATION - 3. LAUGH IN THE FACE OF DANGER - 4. F.A.F.O.D - 5. TOUCH OF LOVE - 6. THE OCEAN - 7. THE LIE - 8. REVOLUTION - 9. JUSTINE - 10. MR. YOUNGBLOOD

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Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über SOUL DOCTOR:
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Last Update: Sunday, 21. October 2007
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