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BLOODBOUND/ Book Of The Dead
  • Band: Bloodbound
  • Album: Book Of Dead
  • Spielzeit: 56:29 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Hammerfall, U.D.O., Iron Maiden, Sonata Arctica
  • Veröffentlichung: 25.05.2007
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Mit "Nasferatu" haben BLOODBOUND im Februar 2006 ohne jeden Zweifel für das Debüt des Jahres in der Metal-Szene gesorgt. Obwohl die beiden Bandköpfe Tomas Olsson und Fredrik Bergh (STREET TALK) nach der albumbegleitenden Tour wieder ganz auf sich gestellt waren, ist es ihnen verdammt schnell gelungen mit einer neuen Mannschaft einen mehr als würdigen Nachfolger an den Start zu bringen. Klar, dass die ganzen Besetzungswechsel auch Auswirkungen auf den Sound haben. Im Vergleich zum eher „true“-lastigen Erstling geht man auf "Book Of Dead" – ohne etwas an der Härte einzubüßen – noch einen Zacken melodischer und facettenreicher ans Werk. Dies mag in erster Linie am Frontmann-Wechsel zwischen Metal-Shouter Urban Breed (ex-TAD MOROSE) und Michael Bormann (RAIN/ ex-JADED HEART), der nach SYGNETs "Children Of The Future" endlich mal wieder sein überaus großes Talent für die metallischen Klänge eindrucksvoll zur Geltung bringt. Songs wie der galoppierende Opener "Sign Of The Devil" und der Titeltrack, der in U.D.O.-ähnlicher Manier auf den Zuhörer zugedampft kommt, oder die phantastische Ballade "Black Heart" zeugen somit nicht nur vom kompositorischen Facettenreichtum von Olsson/ Bergh, sondern zeigen auch in aller Deutlichkeit, dass das Duo in Michael Bormann genau den richtigen Mann für ihre neuen Songs gefunden hat. Sei’s nun pfeilschneller Stoff wie "Bless The Unholy", das u. a. mit catchy Chören besticht, oder neoklassisch Angehauchtes wie "Turn To Stone" bzw. epische Geschichten wie "Seven Angels" (IRON MAIDEN würden wahrscheinlich vor Neid erblassen/ Anmerk. des Verf.), das Material geht sofort ins Ohr und setzt sich dort gnadenlos fest. Hier stimmt einfach alles – von den Songs über die gesangliche und instrumentale Umsetzung bis hin zur Produktion!
P.S. diese Scheibe dürfte allen Kritikern, die behaupten, dass Herrn Bormanns Gesang auf allen Veröffentlichungen gleich klingt, endgültig den letzten Wind aus den Segeln nehmen, denn so „dunkel“ und vielseitig wie auf "Book Of Dead" hat das Ausnahmetalent noch nie geklungen!

Sonny

Trackliste: 01. Sign Of The Devil - 02. The Tempter - 03. Book Of The Dead - 04. Bless The Unholy - 05. Lord Of Battle - 06. Flames Of Purgatory - 07. Into Eternity - 08. Black Heart - 09. Black Shadows - 10. Turn To Stone - 11. Seven Angels

Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über BLOODBOUND:
BLOODBOUND/ Nosferatu (Newcomer-Tipp/ February 2006)


PLANET X/ Quantum
  • Band: Planet X
  • Albumtitel: Quantum
  • Spielzeit: 50:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: wer Frickel Metal mit Jazz gemischt sucht liegt hier richtig
  • Veröffentlichung: 18.05.2007
  • Wertung: 10/ 10

Review:
„Schwere Kost“ würden die Klitschkos wohl zu diesem Rundling sagen und lägen damit auch nicht falsch. Das hier ist definitiv keine Scheibe für Freunde des straighten Power Metals oder des lockeren Durchbangens. Diese Scheibe fordert heraus und ist von daher etwas für Freunde instrumentaler, anspruchsvoller Musik! Wer sich darauf einlässt, wird mit heißen Ohren und Dauergrinsen belohnt. Was der Ex-Keyboarder von DREAM THEATER und Virgil Donati (JOURNEY) an den Drums hier mit anderen Gitarristen und Bassisten aus dem Jazzbereich runterzocken ist Gefrickel bis zum Abwinken. Anstrengend, aber auch interessant zu hören. – Unvorstellbar, wie viele Rhythmus- und Taktwechsel man in unter 5 Minutenlieder packen kann. Allein schon der Opener "Alien Hip Hop" hinterlässt ein unglaubliches Staunen im Gesicht. Wenn das der Hip Hop der Außerirdischen ist, bin ich bei der Party dabei. Teilweise erinnert die Scheibe an "Superdrumming", was daran liegen könnte, dass Mr. Donati acht von neun Liedern aufs Papier geschrieben hat und damit wesentlich mehr Hand an die Songs als in der Vergangenheit legt.
Nochmal: Zum gepflegten Mähneschütteln eignet sich PLANET X definitiv nicht! Um zu erkennen, was spielerisch alles auf Keyboards, 4- und 6-Saiten oder den Drums möglich ist, ist "Quantum" ein fettes Lehrbuch!

Friedemann

Trackliste: 01. Alien Hip Hop - 02. Desert Girl - 03. Matrix Gate - 04. The Thinking Stone - 05. Space Foam - 06. Poland - 07. Snuff - 08. Kingdom Of Dreams - 09. Quantum Factor

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


SHAKRA/ Infected
  • Band: Shakra
  • Album: Infected
  • Spielzeit: 61:33 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AFM Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Krokus, Gotthard, AC/DC
  • Veröffentlichung: 18.05.2007
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Mit dem zwar starken, aber für ihre Verhältnisse zu düsteren und kalten Vorgänger "Fall" sind die Schweizer nicht bei allen ihren Fans auf offene Ohren gestoßen. Um etwaigen verlorenen Boden bei den Anhängern wieder gut zu machen, ist das Quintett mit dem Vorsatz ins Studio gegangen, ein „Best Of“-Album mit neuen Songs aufzunehmen. Dass diese Aussage nicht ungefähr ist, lässt sich nicht nur am spritzig-groovenden Opener "Make Your Day" und dem darauf folgenden "Inferno", das gitarrentechnisch seinen Namen alle Ehre macht, feststellen, sondern auch beliebig auf jede andere der 13 Nummern übertragen. Da wären z. B. noch die Vollgas-Nummer "The One", der Parade-Stampfer "Playing With Fire" und "Vertigo", das sich mit unglaublicher Vehemenz in die Birne einhämmert. Aber auch die ruhigeren Nummern wie die 100%ige Gänsehautnummer "Love Will Find A Way" und die packend-verträumte Acoustic-Nummer "Acheron’s Way", die beide unbedingt mit verstärktem Airplay bedacht werden sollten, infizieren auf Anhieb durch die unbändige Spielfreude der Eidgenossen. Zu den hartnäckigsten „Viren“ gehören meines Erachtens "Higher Love", das sich live zur absoluten Abfeier-Granate entwickeln dürfte, und die zackige Hymne "Let ’Em Have", die allerdings nur als Bonustrack auf der limitierten Ausgabe zu hören ist. Besagte „limited edition“ enthält zudem noch den Videoclip zu "Chains Of Temptation" vom letzten Album. Fazit: "Infected" ist zweifelsohne das Album, das die Fanschar eigentlich schon nach "Rising" erwartet hat – Erdig-fett produzierte Killer-Songs mit atemberaubenden Grooves, nicht zu leugnenden Live-Charakter und einer gehörigen Portion Spielfreude. Gratulation Herrschaften!
Allerdings muss ich auch ehrlich zugeben, dass ich persönlich nach wie vor von der dunkleren und melancholischeren Seite, die SHAKRA auf dem "Fall" zutage gebracht haben, äußerst angetan bin! Nun denn, jedem das Seine

Sonny

Trackliste: 01. Make Your Day - 02. Inferno - 03. The One - 04. Playing With Fire - 05. Dance With Madness - 06. Love Will Find A Way - 07. Vertigo - 08. The Conquest - 09. Higher Love - 10. Cardiophobia - 11. Look At Me - 12. The Other Side - 13. Acherons Way - (limited edition): 14. Let 'em Have It + Videoclip

Albumtrailer

Thanks to Thom & Thomas  @ Shakra

weitere Reviews über SHAKRA:
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My Life - My World (DVD/ CD)
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Rising
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Power Ride


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Last Update: Wednesday, 21. October 2007
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Sonny