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Review:
Schon mal einen angelnden Käfer in einem Ruderboot gesehen? Nicht? Dann nix
wie ran an das Cover von KAIPAs neustem Output. Das was auf den ersten Blick wie
eine Kinder-CD aussieht, ist in Wahrheit ein weiteres gutes Stück Musik im
Katalog von KAIPA. Diese Band existiert
mit einigen Pausen seit 1975 und hatte mal einen gewissen Mr. Roine Stolte in
ihren Reihen. Von diesem hat sich Bandkopf, Keyboarder und Sänger Hans Lundin
getrennt und macht mit seinen Mannen alleine weiter. Da ich keinen Vergleich zu
den Zeiten mit Roine Stolte habe und die Band erst mit dieser Veröffentlichung
kennen gelernt habe, spare ich mir die Kommentare ob das nun besser früher
klang oder nicht. Was erwartet einen nun in der zu hörenden Stunde? Ein
ausgereiftes, angenehm zu hörendes, nicht zu frickeliges Scheibchen ProgRock
gefüllt mit ansprechenden Instrumentalarrangements über denen schöne
Gesangsmelodien liegen (auch wenn sich Sängerin Aleena Gibson teilweise sehr quält).
So scheinbar schwerelos wie der angelnde Käfer, schieben sich die Lieder durch
die Gehörgänge und laufen Gefahr, dort nicht hängen zu bleiben. Es fehlt an
den Melodien, die in Erinnerung bleiben, an den entsprechenden „aha“-Momenten.
Ich mag es aber trotzdem deswegen, weil es als Grundaussage zu verstehen gibt,
sich für die kleinen Dingen Zeit zu nehmen und nicht permanent hektisch durch
die Gegend zu rasen. Das entspricht dann wieder meinem Naturel. Für Freunde
entspannter, proggiger Musik auf alle Fälle ein Ohr wert.
| Trackliste: | 01. Angling
feelings |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über KAIPA:
KAIPA/ Mindrevolutions
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Review:
Hoppla, hat da der Rezensent nicht ein wenig viele Bands als Referenzen
aufgeführt? Das mag sein, aber BEARDFISH lässt nicht so einfach in eine
Schublade packen, auf der „klingt wie Band XY“ steht und damit gut. Die
einzige Schublade in die man den bärtigen Fisch packen kann ist „RetroProg“
(womit mal wieder ein neues Prog-Genre geschaffen wäre!/ Naja,
ganz so neu ist das Genre wohl nicht mehr/ Anmerk. Sonny) Etwas gleich
vorweg: Dieser Rundling zündet nicht gleich beim ersten Mal! Ich habe ein paar
Anläufe gebraucht um damit warm zu werden. Dabei fängt alles ganz locker an.
Mit "... On The Verge Of Sanity" schickt man den Hörer verwirrender
Weise in französische Regionen, nur um direkt danach mit "Sunrise" in
die RetroRock-Schiene abzudrehen. Mit "Afternoon Conversation"
verbeugt man sich auf die eigene Art und Weise vor den BEATLES, während man bei
dem Instrumental „The Ungodly Slob" eine DEEP PUPRLE meets PINK
FLOYD-Version entwickelt. Leider befindet sich das ganze Album aber immer im
Midtempobereich. Und genau da liegt meiner Meinung nach der Hase im Pfeffer.
Letzteres fehlt dem Scheibchen nämlich gewaltig. Der Pfeffer, der mal nach
vorne losrocken lässt. Stattdessen hält man sich meist in
bluesig-melancholischen Ebenen auf. Da wo man meint, könnte jetzt mal richtig
Gas gegeben werden, bleiben die Gitarrenverstärker im Schrank und die Stimme
von Multiinstrumentalist Rikard Sjöblom hat ganz wenig eruptive Momente. Wie
gesagt: Um mit diesem Teil warm zu werden, braucht es einige Anläufe, dann
werden die Einschränkungen zwar nicht weniger, aber man entdeckt immer wieder
Neues. Für Fans der alten Progrock-Garde, die gerne auch leicht folkige
Elemente in der Musik lieben, auf alle Fälle ein Kaufempfehlung wert, alle
anderen sollten vorher dem Teil mal drei Runden spendieren, um zu hören ob’s
zündet.
| Trackliste: | 01. On The Verge Of Sanity... - 02. Sunrise
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Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
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Review:
Die Zeiten, in denen SAGA die großen Hallen füllte, gehören schon länger
der Vergangenheit an. So nistete man sich für diese Live-Aufnahme Dezember 2005
im gemütlichen Z 7 in Pratteln bei den Eidgenossen ein. Mittelpunkt des
Konzertes war das komplett gespielte "Worlds Apart"-Album von 1981
(daher auch Titel und Cover der Livescheibe). "Worlds Apart" war das
einzig richtig kommerziell erfolgreiche Werk von SAGA und verschaffte ihnen
damit den Durchbruch. Immerhin enthält es die beiden – auch heute im Airplay
oft zu hörenden – Singleauskopplungen "Wind Him Up" und "On
The Loose". Weitere große Worte über SAGA verlieren, würde heißen, sich
einen Bruch an den vielen Eulen zu heben, die man nach Athen schleppt. Diese
Band steht und stand bisher für symphonischen, meist sehr hymnenhaften Rock,
mit durchaus frickeligen und sperrigen Passagen. So auch an diesem Abend. Eine
glänzend aufgelegte Band spielt sich hier durch ein toughes Set (neben
"Worlds Apart" werden die typischen Live-Hymnen "Ice Nice"
oder "Don’t Be Late" gespielt), das Publikum geht begeistert mit und
der damalige Neuzugang Brian Doerner an den Drums liefert eine überzeugende
Arbeit – eigentlich beste Voraussetzungen für einen gelungenen Abend. Und
trotzdem kann mich das Album nicht wirklich überzeugen. Scheinbar zu stark
sehnen sich Gründer und Sänger Michael Sandler (der dieses Jahr seinen
Ausstieg bei SAGA verkündet hat) und seine Besatzung nach den 80er-Jahren zurück
oder wie sonst ist der absolut veralterte E-Drum-Sound zu erklären. Um die
Originalzeit zu zitieren, absolut angemessen, um einem Meilenstein der
Bandgeschichte neues, aktuelles Leben einzuhauchen und damit auch neue Hörerschaften
anzusprechen, absolut daneben. So wird dieser Doppeldecker (der nebenher noch
als Doppel-DVD und Limited Edition mit beiden CDs und DVDs im hochwertigen
Coverpack mit Schuber erscheint) eher etwas für Fans denn für Neuentdecker
werden.
| Trackliste: | 01. The Pitchman - 02. Give ‘Em The Money
- 03. You‘re Not Alone - 04. See Them Smile - 05. The Runaway - 06. Ice
Nice |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über SAGA:
SAGA/ Trust
SAGA/ Marathon
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Reviews for May 2007 (release date
01.05. - 10.05.2007)
Last Update: Wednesday, 21. October 2007
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