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MAD MAX/ White Sands
  • Band: Mad Max
  • Album: White Sands
  • Spielzeit: 37:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Casanova, stellenweise AC/DC gitarrentechnisch, Bon Jovi
  • Veröffentlichung: 23.02.2007
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Beflügelt durch ihre großartige Comeback-Scheibe "Night Of White Rock" zum Beginn des letzten Jahres waren die MAD MAX nicht nur live ausgiebig unterwegs, sondern haben bereits 8 Monate später mit "In White" eine wunderschöne Acoustic-EP nachgeschoben und sind nun schon wieder mit ihrem neuen Longplayer "White Sands" in den Startlöchern. Im Vergleich zum Vorgänger geht die Band um Sänger/ Gitarrist Michael Voss und Gitarrist Jürgen Breforth ungewöhnlich heavy (bestes Beispiel "War") zu werke. Diese Entwicklung trägt wahrscheinlich seinen Teil dazu bei, dass vereinzelte Songs den einen oder anderen Durchlauf mehr benötigen, um sich richtig entfalten zu können. Zu dieser Gattung gehört beispielsweise der Opener "Family Of Rock", der sich mit der Zeit als perfektes Wechselspiel aus heftigen Grooves und gefühlvollen Passagen herauskristallisiert. Andererseits bohrt das folgende "Little Princess" – ungeachtet seiner Kindsmissbrauch-Thematik – mit einem Zucker-Refrain/ Chorus ins Ohr um sich dort für alle Ewigkeit fest zu dübeln. Trotz der deutlich härteren Gangart hat der Vierer mit "Heaven Is...", das wohl auch einem CASANOVA-Album hätte stehen können, und "Glorious Night" aber auch zwei extrem gefühlvolle Nummern am Start. Die absoluten Höhepunkte sind indes der Stampfer "Something Like You", der mit Gitarren SCORPIONS meets AC/DC und Talkbox-Spielereien a la BON JOVI brilliert, und die kernige Hymne "We Fight In White" sowie der lässige Groover "Change It". Gekrönt wird "White Sands" mit einer Produktion die erstaunlich natürlich und live rüberkommt.

Sonny

Trackliste: 1. Family of rock - 2. Little princess - 3. Heaven is ... - 4. Someone like you - 5. Lluvia - 6. We fight in white - 7. Change it - 8. Glorious night - 9. Too wrong - 10. War

Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über MAD MAX:
MAD MAX/ In White (EP) (Acoustic-Tipp/ September 2006)
MAD MAX/ Night Of White Rock (Comeback-Tipp/ January 2006)


FRANK ZANDER/ 100% Kult - Wahnsinn + Zander's Zorn
  • Band: Frank Zander
  • Album: 100% Kult – Wahnsinn + Zander’s Zorn (2 CD-Kult-Edition)
  • Spielzeit: CD1: 56:27 min/ CD2: 58:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Zett Records/ Da Music
  • Vergleichbare Bands: Frank Zander ist einzigartig, Basta!
  • Veröffentlichung: 09.02.2007
  • Wertung: 10/ 10; 10/ 10

Review:
Nach den Erfolgen durch die beiden "Rabenschwarz"-Scheiben, mit denen FRANK ZANDER nicht nur seine alten Fans wachgerüttelt hat, sondern auch neue und vor allem junge Fanschichten erschlossen haben dürfte, war es auch endlich an der Zeit, dass der Meister des deutschsprachigen schwarzen Humors seine beiden ersten Alben auf CD veröffentlicht. Pünktlich zu FRANK ZANDERs 65. Geburtstag (nach eigener Aussage ist er gefühlte 38/ Anmerk. d. Verf.) werden die beiden längst zu Kult geworden Scheiben "Wahnsinn" (1974) und "Zander’s Zorn" (1976), in denen tiefdunkles Entertainment ("Die Operation"), Schlager ("Disco-Polka"), Folklore ("Rosita"), Pop ("Disco Dance"), Rap ("King Kong") und Rock ("Kong Fu Driving") grenzenlos ineinander verschwimmen, der Fanschar in einem aufwendig gestalten Mediabook (inkl. original Artwork, Linernotes, interessanten Fotos und ultra-raren Bonustracks) als Doppel-CD kredenzt. Für die jüngeren Fans dürfte vor allem die Tatsache interessant sein, dass Songs wie "Nick-Nack-Man" oder "Der Ur-Ur-Enkel Von Frankenstein" (seinerzeit Nummer 1 in Österreich!), denen im Rahmen des "Rabenschwarz"-Projekts zeitgemäßes Flair eingehaucht wurde, keinesfalls Ausgeburten der NDH sind, sondern aus dem Debütalbum "Wahnsinn" stammen und somit schon mehr als 30 Jahre auf dem Buckel haben. Außerdem brilliert diese Scheibe, die durch bissige und ironische Sketche ("Der Dealer", "Das Telefonat") aufgelockert wird, mit dem Party-Evergreen "Ich Trink’ Auf Dein Wohl, Marie" und dem tiefmelancholischen "Dann Prost, Mein Freund", das gepaart mit einer heiteren Schlager-Melodie ein unvergleichliches Wechselbad der Gefühle darstellt. Abgerundet wird der erste Silberling durch die beiden Bonustracks "Disco-Polka" (Englische Original Version) und "Erna Nr. 1", die äußerst unterhaltsam 8 Minuten auf dem Riff des TROGGS-Klassikers "Wild Thing" reitet. Die wohl bekannteste Nummer von "Zander’s Rache" dürfte der mit aufwendig erarbeiteten und perfekt in Szene gesetzten Effekten Nummer-1 Hit "Oh Susie" sein, bei dessen brillant-komischen Vorspiel sogar ein OTTO WAALKES in Top-Form blass aussehen dürfte. Auch die ZANDERsche Interpretation des BOBBY DARIN-Evergreens "Splish Splash" und "Ich Wünsch Dir Für die Zukunft Alles Gute", das wohl besser als "Marie Teil II" bekannt sein dürfte, sowie das am COMEDIAN HARMONISTS-Style angelegte "Tea For Two" sind ein wahrer Segen an schräger Genialität. Zudem dürften die 10minütige Englische Super Sound Maxi-Version von "Captian Starlight", die mit einem klassischen Streicher-Intro und -Outro verblüfft, und "Bleib’ Cool Alter" (beides Bonustracks), der in Form einer fetzigen Rock ’N’ Roll-Nummer ums Eck biegt, heißbegehrte Schmankerln für Sammler sein. Fazit: Die beiden Scheiben haben in den letzten 3 Jahrzehnten nichts an ihrer Faszination und Genialität eingebüsst. Zwei unverstaubte Juwelen, die ohne jeden Zweifel in jede anspruchsvolle Sammlung gehören!
Ich bin schon sehr gespannt mit welcher Veröffentlichung uns der Kult-Berliner in Zukunft überraschen wird. Mit "Rabenschwarz Teil 3"? Mit den Wiederveröffentlichungen von "FBI"  und "Donnerwetter"? Oder doch mit einem ganz anderen Projekt. Man wird sehen bzw. hören, aber mit Sicherheit kommt wieder etwas Einzigartiges auf uns zu.

Sonny

Trackliste: Wahnsinn: 01. Die Monster-Show ( Monster-Mash) - 02. Der Dealer - 03. Tango Mungo - 04. Mutter mit Kind - 05. Ich trink’ auf dein Wohl, Marie - 06. Nick-Nack-Man - 07. Der Ur Ur-Enkel von Frankenstein - 08. Der Hunde-Freund - 09. Disco-Polka - 10. Dann Prost, mein Freund - 11. Das Telefonat - 12. Für Geld tu’ ich alles (Ich bin der Größte) - 13. (Bonus): Disco - Polka (engl. Vers.) - 14. (Bonus): ERNA NR. 1

Zander's Zorn: 1. Overtüre (Vorspiel) - 2. Oh Susi (Der zensierte Song) - 3. Sonntagmorgen (Der Rasensprenger) - 4. King Kong - 5. Splish Splash - 6. Kung fu driving - 7. Die Operation - 8. Ich wünsch’ dir für die Zukunft alles Gute - 9. Rosita (Heinz Schwalbe der Pauschal-Tourist) - 10. Im Schwimmbad - 11. Tea for two - 12. Wo ist der Schnee? - 13. Wuh duh Zeit - 14. Disco Papa - 15. (Bonus): Cpt. Starlight (engl.Maxi-Vers.) - 16. (Bonus): Bleib Cool Alter

Thanks to Moritz @ Gordeon Music

weitere Reviews über FRANK ZANDER:
FRANK ZANDER/ Rabenschwarz # 2 (Deutsch Rock-Tipp/ November 2005)
FRANK ZANDER/
Rabenschwarz (Deutsch Rock-Tipp/ October 2004)


DOMINICI/ O3 A Trilogy - Part 2
  • Band: Dominici
  • Albumtitel: 03 A Trilogy – Part 2
  • Spielzeit: 54:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Dream Theater
  • Veröffentlichung: 23.02.2007
  • Wertung: 10/ 10


Review:
Mit Vorschusslorbeeren oder einem großen Namen ist es bekanntermaßen immer so eine Sache. Kann man dem gerecht werden, kann man die Erwartungen erfüllen, kupfert man zu sehr vom Original ab, bleibt man eigenständig, und und und... So auch bei DOMINICIi der Band um Mastermind und Namensgeber Charles Dominici. Mit ihm am Mikro und Co-Writer starteten die Frickelkings DREAM THEATER ihre Karriere. Und das fließt noch immer in seiner Blutbahn. Während er auf seinem Debüt (immerhin handelt es sich hier um Teil 2 der Trilogie) nur mit Akustikgitarre und Mundharmonika agierte, besinnt er sich auf dem aktuellen Rundling seiner Vergangenheit. Schon beim groovigen Riffmonster-Opener könnte man meinen, er wäre wieder mit DREAM THEATER am Start. Druckvoll, atmosphärisch dicht, spieltechnisch auf sehr hohem Niveau startet das Quintett in ein Progressiv-Metal-Album, was bis zum Schluss fesselt. DasS es dabei mitunter sehr an DREAM THEATER erinnert, tut der Sache keinen Abbruch und sollte eher als positive Referenz gewertet werden. Wenn die 5 Jungs nach fast 55 Minuten dann wieder zur Landung ansetzen, fällt es dem Zeigefinger schwer, nicht direkt wieder auf der Repeat-Taste zu landen. Die Story hinter der Trilogie handelt von einem Mann, der in seiner Kindheit entführt und zu einem „Schläfer“ ausgebildet wird. Allerdings gerät er in Teil 2 an einen sehr ehrgeizigen Cop, der ihm auf die Schliche kommt. Und das Ende soll laut Charles Dominici schon einen Ausblick auf Teil 3 geben. Ich meine: kaufen und überraschen lassen.

P. S.: Erste musikalische Erfahrungen machte Charles Dominici mit der unglaublichen Band FRANKE & THE KNOCKOUTS, die an den Drums einen gewissen Mr. Tico Torres sitzen hatten! Übrigens ist Part 1 der Trilogie nie im richtigen Vertrieb gewesen und wird daher auf Tauschbörsen im dreistelligen €-Bereich gehandelt!!!

Friedemann

Trackliste: 01. The Monster - 02. Nowhere To Hide - 03. Captured - 04. Greed, The Evil Seed - 05. School Of Pain - 06. The Calling - 07. The Real Life - 08. The Cop - 09. A New Hope

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


PURE REASON REVOLUTION/ The Dark Third
  • Band: Pure Reason Revolution
  • Albumtitel: The Dark Third
  • Spielzeit: 64:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: ??? – Nicht zu definieren
  • Veröffentlichung: 16.02.2007
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Dieses Album gehört für mich jetzt schon zur Entdeckung des Jahres. Unglaublich, was das Brüderpaar Jon und Andrew Courtney zusammen mit Bassistin Chloe Alper und Sänger Jamie Wilcox hier auf den Silberling gepresst hat. Vergleiche mit anderen Bands fallen schwer, denn hat man die Facette einer bekannten Band erkannt, wird diese spätestens beim nächsten Lied wieder abgelegt. Die Presse lobt sie als das fehlende Bindeglied zwischen dem 21. Jahrhundert und Pink Floyd. Ich denke damit liegt man nicht falsch. Immerhin hat der Opener gewisse Ähnlichkeit mit "Welcome to The Machine" der FLOYDs. Danach geht es munter poppig-rockig-spacig-sampelig weiter. Wunderbarer Harmoniegesang wird untermalt von grandioser Gitarrenarbeit, eingerahmt in stimmungsvolle Keyboardsounds. Genial! Interessant auch, was es mit dem Albumtitel auf sich hat: "The Dark Third" bezeichnet das Drittel unseres Lebens, das wir im Schlaf verbringen. Davon wiederum 6 Jahre mit träumen. Demnach ist das Debüt auch gleich zu einem Konzeptalbum zu den Phänomenen Schlaf und Traum geworden und entsprechend soundtechnisch geht es rund auf dem Silberling. Denn so frei wie die Träume sind, sind die Sounds und Songstrukturen der vier Briten. Dringend anzutesten von MUSE-, PINK FLOYD-, RADIOHEAD- und was weiß ich nicht noch für Fans.

Friedemann

Trackliste: CD1: 01. Aeropause - 02. Goshens Remains - 03. Apprentice - 04. The Bright Ambassadors Of Morning - 05. Nimos & Timbos - 06. a) Voices in Winter b) In The Realms Of The Divine - 07. Bullitts Dominae - 08. a) Arrival b) The Intention Craft - 09. a) He Tried To Show Them Magic b) Ambassadors Return

CD2:  01. In Aurélia - 02. Borhens Vor - 03. The Exact Colour - 04. The Twyncyn - 05. Trembling Willows - 06. Golden Clothes

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


PRIDE OF LIONS/ The Roaring Of Dreams
  • Band: Pride Of Lions
  • Album: The Roaring Of Dreams
  • Spielzeit: 59:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Survivor, Toto  
  • Veröffentlichung: 16.02.2007
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Wow! PRIDE OF LIONS zum Dritten und schon wieder ein AOR/ Melodic Rock-Werk, das wohl als Klassiker in die Geschichte eingehen wird. Gut zwei Jahre haben sich Jim Peterik, Goldkelchen Toby Hitchcock & Co. zeitgelassen um den "The Destiny Stone"-Nachfolger auf Hochglanz zu polieren. Im Vergleich zum Vorgänger ist "The Roaring Of Dreams" aus musikalischer Warte wieder etwas straighter ausgerichtet, was im Endeffekt einer Schnittmenge aus beiden POL-Scheiben und dem klassischen SURVIVOR-Sound gleichkommen dürfte. Auch der durch die Live-CD/ DVD vermittelte Eindruck, dass das anfänglich als Projekt gestartete Unternehmen sich immer mehr zu einer in sich gefestigten Band entwickelt, macht sich zu jedem Moment der 12 Nummern bemerkbar. Diese Entwicklung hat meines Erachtens zur Folge, dass PRIDE OF LIONS noch nie so authentisch geklungen haben wie auf "The Roaring Of Dreams". Ich will mit dieser Aussage keinesfalls den beiden genialen Vorgängern qualitativ (sowohl songwriter- als auch produktionstechnisch) etwas absprechen, aber wenn ihr solche Perlen wie das hymnisch-treibende "Book Of Love", die Zuckerballade "Faithful Heart" oder den „zappligen“ Uptempo-Rocker "Defying Gravity" hört, dann dürftet ihr ziemlich schnell den gleichen Eindruck erlangen. Außerdem müsste eine Nummer wie "Language Of The Heart", bei der Parallelitäten zu "Feels Like Love" nicht von der Hand zu weisen sind, für all diejenigen, die vom letzten SURVIVOR-Album "Reach" enttäuscht waren, wie Balsam auf die Wunden sein. Ich persönlich gebe momentan dem feinen Melodic Rocker "Tall Ships", der sich anhand von sehr „eigenartigen“ Keyboardlines im Chorus vehement in die Ohren bohrt, und der bombastischen bzw. musicalwürdigen Ballade "Turnaround", die Toby mit seiner Schwester Tori in atemberaubender Manier interpretiert, den Vorrang. Kurzum, "The Roaring Of Dreams" ist ein unabdingliches Muss für jeden AOR/ Melodic Rock-Fan!

Sonny

Trackliste:

1. Heaven of Earth - 2. Book Of Life - 3. Love’s Eternal Flame - 4. Language of The Heart - 5. Let Me You Go - 6. Faithful Heart - 7. Defying Gravity - 8. The Roaring of Dreams - 9. Secret of The Way - 10. Astonish You - 11. Tall Ships - 12. Turnaround

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über PRIDE OF LIONS:
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (DVD) (Live-Candy/ June 2006)
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PRIDE OF LIONS/
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PRIDE OF LIONS/
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PRIDE OF LIONS/ Pride Of Lions


WILD FRONTIER/ Bite The Bullet
  • Band: Wild Frontier
  • Album: Bite The Bullet
  • Spielzeit: 59:07 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Prime Entertainment/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Shylock, Shakra, Gary Moore
  • Veröffentlichung: 09.02.2007
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Sapralott, ist das ein knackig-traditionelles Hard Rock-Album! Vier Jahre nach ihrem letzten Album "Stick Your Neck Out" legen die Hessen mit "Bite The Bullet" noch eine Schippe drauf. Über 15 Nummern verbreitet der Vierer enorm gute Laune, sei’s nun mit knackiger Riffkost ("Anything You Want", radiotauglichen Hits im Stile BRYAN ADAMS meets BON JOVI ("Where Would I Be With You", "Restless") oder treibenden AOR-Hymnen (wie z. B. die Neuaufnahme von "I Can’t Believe"), die von dezenten Keyboards untermalt werden. Die absoluten Highlights auf dem mittlerweile vierten Album von WILD FRONTIER sind aber der Stampfer "Take A Look At Yourself", der stellenweise an SHAKRA erinnert, und der deutlich von GARY MOORE beeinflusste Doublebass-Kracher "Before Your Heart Turn To Stone" (inkl. Intro "Lost & Found") sowie die catchy Mitsinghymne "Surrounded". Gelegentlich erfährt der traditionell ausgerichteten Sound auch mit vereinzelt geschickt eingewobenen zeitgemäßen Elementen – wie im Falle von des etwas schrägen Uptempo-Krachers "Everytime (I Look Around)" und des dramatisch aufgebauten "Save Yourself" – etwas Auflockerung. Außerdem haben die Herrschaften ziemlich gekonnt der RUSS BALLARD-Kompostion "I Know There’s Something Going On" (im Original von FRIDA) ihren eigenen Stempel aufgedrückt. All diese Elemente gepaart mit einer druckvollen Produktion sind Garanten für ein starkes und zeitloses Rock-Album. In dieser Form gehören WILD FRONTIER ohne jeden Zweifel zu den besten deutschen Hard Rock-Bands dieser Tage.

Sonny

Trackliste: 1. Anything you want  4:50 - 2. Don´t walkaway  4:07 - 3. Take a look at yourself  3:26 - 4. Good things don´t come easy  4:44 - 5. Lost and found  0:56 - 6. Before your heart will turn to stone  3:47 - 7. Everytime i look around  3:56 - 8. One heart - one soul  4:18 - 9. Surrounded  4:23 - 10. Restless  5:25 - 11. Save yourself  3:38 - 12. Hole in my soul  3:43 - 13. Where would i be without you  4:13 - Limited Bonus Tracks: 14. I can´t believe  3:39 - 15. I know there is something going on  3:44

Thanks to Birgitt @ GerMusica

  • Band: Neal Morse
  • Album: Sola Scriptura
  • Spielzeit: 75:59 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Spock’s Beard, Beatles, Queen, Asia
  • Veröffentlichung: 23.02.2007
  • Wertung: 9/ 10
NEAL MORSE/ Sola Scriptura

Review:
Mit "Sola Scripture" veröffentlicht der einstige SPOCK’S BEARD-Kopf nach der klassisch-orientierten Rockoper "?" (2005) und dem relaxten Coveralbum "Cover To Cover" (2006) mittlerweile sein drittes Album von innerhalb nur 16 Monaten. Im Vergleich zum harmonischen "?", das durch die Mitarbeit klassischer Musiker geprägt war, geht es auf dem neuen Album, das sich mit Martin Luther und seinen 95 Thesen beschäftigt, wieder richtig heftig zur Sache. Aufgebaut ist die Geschichte auf den drei Säulen "The Door", "The Conflict" und "The Conclusion", die sich jeweils in 6 Kapiteln unterteilen und durch die stimmungsvolle Piano-Ballade "Heaven In My Heart" aufgelockert werden. Während "In The Name Of God", das von erhabenen Keyboard und genialen Wahwah-Gitarren dominiert wird, das tragende Gerüst der ersten Säule bildet, kristallisiert sich "The Conflict" als geschickt verflochtnes Meisterwerk von Aggressivität ("Do You Know My Name?"), Harmonie ("Underground") vertrackt-röhrenden ("Party To The Lie") sowie lateinamerikanischen und jazzige Rhythmen ("The Vineyard") und der Samba-Attitüde von SANTANA ("Already Home") heraus. Der einzige Durchhänger der Scheibe ist meines Erachtens die bizarre Einleitung ("Randy’s Jam") zu "The Conclusion", das ansonsten durch sanfte Dramatik ("Long Nights Journey") oder geschickt einfließende orientalische und gospelartige Elemente ("Re-Introduction") glänzt. Im Endeffekt ist also wieder eine rundum gelungene Geschichte dabei herausgekommen, die nicht nur von NEAL MORSEs gesanglichen und multi-instrumentalen Fähigkeiten, sondern auch einmal mehr von seiner kompositorischen Finesse und seinem schier unerschöpflichen Ideenquell zeugt. Instrumentale Unterstützung erhielt er erneut von der mittlerweile etatmäßigen und legendären Rhythmusfraktion Mike Portney (Drums/ DREAM THEATER) und Randy George (Bass). Neu an Bord ist hingegen der ex-MR. BIG-Gitarrist Paul Gilbert, dessen Genialität sich besonders im 29minütigen "The Door" entfaltet.

Sonny

Trackliste: 01. The Door - 02. The Conflict - 03. Heaven In My Heart - 04. The Conclusion

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über NEAL MORSE:
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One


GODDESS SHIVA/ Goddess Shiva
  • Band: Goddess Shiva
  • Album: Goddess Shiva
  • Spielzeit: 45:13 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Thin Lizzy, Sinner, Jim Hendrix, Gary Moore
  • Veröffentlichung: 23.02.2007
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Gerade sind die letzten Töne von "Mask Of Sanity" verstummt, da rotiert mit "Goddess Shiva" der nächste heiße Silberling, bei dem Mat Sinner seine Finger im Spiel hat, in meinem CD Player und bringt selbigen schier zum Glühen. Vorliegende Scheibe stellt das Debüt (!) des ursprünglich 1977 von Mat Sinner (Gesang, Bass) und Armin Sabol (Gesang, Gitarre) gegründeten Powertrios SHIVA dar, das sich 2004 verstärkt durch Drummer Martin Schmidt (ex-LEAVES’ EYES/ ATROCITY) auf der Live-Bühne zurückmeldete. Geboten wird auf dem selbstbetitelten Album über eine ¾ Stunde kraftvoller 70er Hard Rock, der ordentlich fett und richtig authentisch aus den Boxen donnert. Die Highlights sind der Hammergroover "Mind Of A Killer", der auch gut aufs aktuelle SINNER-Album gepasst hätte, oder die  geile Blues Rock-Nummer "Barefoot And Nacked" (inkl. "Gone With The Dough") oder der inbrünstig-bizarre Blueser "Same Old City". Aber auch der dreckige Stampfer "Hold On" und das fetzige "Heat Of The Night" mögen einem nach ein paar Durchläufen gar nicht mehr aus dem Ohr gehen. Selten konnte ich mich derart für 70ties-lastigen Hard Rock begeistern wie in diesem Falle, zumal er zu keiner Sekunde wirklich angestaubt klingt. Stellt sich abschließend nur noch die Frage: Wie lange sich das Power Rock-Trio wohl mit einem Nachfolger zeitlässt – Bestimmt (oder besser hoffentlich) keine 30 Jahre

Sonny

Trackliste: 1. Heritage Of Shiva - 2. Walking On Thorns - 3. Mind Of A Killer - 4. This Ain’t Love - 5. Gone With The Dough - 6. Barefoot And Naked - 7. Down On Luck - 8. Heat Of The Night - 9. Ali Baba - 10. Same Old City - 11. Hold On -12. Red - 13. Heritage Of Shiva Outro

Thanks to Birgitt @ GerMusica


Review:
Hinter dem Projekt REBEL MEETS REBEL stehen mit Dimebag Darrel (Gitarre), dessen Bruder Vinnie Paul (Drums) und Rex Brown (Bass) ¾ von PANTERA, denen Country-Legende David Allan Coe als Sänger zur Seite steht. Zugegeben, anfangs hatte ich wirklich meine Schwierigkeiten mit dem letzten Vermächtnis von Dimebag Darrell, aber je öfter ich mir "Rebel Meets Rebel" zu Gemüte führe, um so mehr bin ich von der einzigartig schräg-kauzigen Mischung aus Metal, Hard Rock, Rock ’N’ Roll, Southern Rock, Blues und Country angetan. Man lausche nur dem countrygetränkten Titeltrack, der von Sänger David Allan und Dimebag „himself“ als Duett vorgetragen wird, oder dem Parade-Bluesrocker "Heart Worn Highway". Von nicht minderen Kaliber kristallisieren sich nach einigen Lauschangriffen der dreckig-schmissige Rock ’N’ Roller "One Night Stands", der kantige Southern-Stampfer "Cherokee Cry", das schrullige "Cowboys Do More Dope" oder krude Acoustic-Nummer "N.Y.C Streets" heraus. "Rebel Meets Rebel" ist zwar ein gewöhnungsbedürftiges, aber zweifelsohne ein äußerst zeitloses Album geworden. Kurzum: Ein heißer Tipp für Metal Freaks, die ein offenes Ohr für außergewöhnliche Projekte haben.

Sonny

Trackliste:

1. Nothin’ to lose - 2. Rebel meets rebel - 3. Cowboys do more dope - 4. Panfilo - 5. Heart worn highway - 6. One nite stands - 7. Arizona rivers - 8. Get outta my life - 9. Cherokee cry - 10. Time - 11. No compromise - 12. N.Y.C. streets

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


LAST AUTUMN'S DREAM/ Saturn Skyline
  • Band: Last Autumn’s Dream
  • Album: Saturn Skyline
  • Spielzeit: 48:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Mikael Erlandsson, Treat, Bad Habit, Queen
  • Veröffentlichung: 19.02.2007
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Da die schwedische/ deutsche Melodic Rock Band mit dem Vorgänger "Winter In Paradise" meines Erarchtens ihr schlechtestes Album abgeliefert hat, ging ich mit einer gewissen Skepsis an Werk Nr. 4 heran. Dieses Misstrauen ist zwar nach einigen Durchläufen noch nicht komplett verflogen, aber ich muss gestehen, dass ich trotz der stellenweise doch relativ popigen und ruhigen Ausflüge ("I Know A Lot About Love", "Frozen Heart") von der Entwicklung der Band äußerst angetan bin. Denn mit solchen Melodic Rock-Perlen wie dem bedrohlich groovenden Opener "For The Young And The Wild", der mit einem Hammer-Refrain ausgestattet ist, und dem hitverdächtigen "Supersonic", das phasenweise Querverweise zu OMD zulässt, oder dem absolut radiotauglichen Stampfer "American Girl" und der Midtempo-Hymne "Domino" hätte ich wahrlich nicht gerechnet. Aber auch eine Ballade wie "Rock ’N’ Roll Is Saving My Soul" zeigt eindeutig, dass Mikael Erlandsson (Vocals), Andy Malecek (Gitarren), Marcel Jacob (Bass) und Jamie Borger (Drums) auf dem richtigen Weg sind. Somit ist "Saturn Skyline" ohne Frage mein persönlicher Favorit für das „Surprise Of The Month“-Album.

Sonny

Trackliste: 1. For The Young & The Wild - 2. After Tomorrows Gone - 3. Pages - 4. Rock´n Roll Is Saving My Soul - 5. I Know A Lot About Love - 6. Critical - 7. Supersonic - 8. Frozen Heart - 9. American Girl - 10. Domino - 11. Still On The Run

Thanks to Birgitt @ GerMusica

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II
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Last Update: Sunday, 01. April 2007
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Sonny