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PUPPET SHOW/ The Tale Of Woe
  • Band: Puppet Show
  • Albumtitel: The Tale Of Woe
  • Spielzeit: 60:08 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ProgRock Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Marillion, alte Genesis
  • Veröffentlichung: 20.02.2007
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Und noch was neues aus dem Frickelsektor: Vorhang auf für PUPPET SHOW. Ein Quintett aus „Silicon Valley“. Und wer jetzt an irgendwelche aufgeblasenen Dinge denkt, ist hier nicht auf dem ganz falschen Dampfer. Vorweg: "The Tale Of Woe" ist ein schönes Album gelungen, das Fans der 70er / 80er Jahre Progbands ansprechen wird. Musikalisch haben die Jungs einiges zu bieten und mit Sean Frazier hat man am Mikro einen genialen Sänger im Gepäck. Durchgehend gut abgemischte Songs verbreiten herrlichstes Retro-Feeling. Warum aber nun aufgeblasene Dinge? Nun, irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass die 5 Herren versuchen teilweise zwanghaft Länge in die Songs zu bekommen. Auffallend wird es dann, wenn ein Lied mal knapp über die 4 Minutengrenze kommt und mehr anspricht als die langen Kompositionen. Teilweise sind die Brüche in den Longtracks einfach zu abrupt. Herrlich verschroben und verfrickelt hingegen das Instrumentalstück "God’s Angry Man", indem sogar Handyklingeltöne zu hören sind. Das Lied (4:13 min lang) muss man allerdings einige Male hören, um es ganz zu erfassen. Nach der Stunde Spieldauer bleibt durchaus ein gemischter Eindruck zurück. Trotzdem ein Album, dem man diese Stunde schenken sollte. Verschenkt ist sie nicht!

Friedemann

Trackliste:

1. Seasons - 2. Seven Gentle Spirits - 3. Harold Cain - 4. The Past Has Just Begun - 5. God's Angry Man - 6. On Second Thought  

Thanks to Moritz @ Gordeon Music


BLACKFIELD/ Blackfield II
  • Band: Blackfield
  • Albumtitel: Blackfield II
  • Spielzeit: 42:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Snapper/ SPV
  • Vergleichbare Bands: REM, Supertramp, Pink Floyd, Barclay James Harvest
  • Veröffentlichung: 19.02.2007
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Was dieser Silberling auf einer „Rock & Metal“-Seite sucht mag eine durchaus berechtigte Frage sein. Aber ich möchte sie dem geneigten Leser dieser Seite trotzdem wärmstens ans Herz legen. BLACKFILED ist die Zusammenarbeit zwischen dem PORCUPINE TREE-Chefdenker Steven Wilson und dem israelischen Superstar Aviv Geffen (ich schätze so wie Herbert Grönemeyer in Deutschland). Dabei herausgekommen ist aber kein neues PT-Album, sondern ein eigenständiger Rundling. Auch wenn der Opener schwer groovend und rockend daher kommt, wird danach schnell auf die Midtempo- und Balladenschiene umgeschwenkt. Schwer legen sich die Gitarren und Keyboards auf die traumhaften Gesangslinien. Melodisch versinkt man in bittersüße, melancholische Melodien, die schnell zum Träumen einladen. Und das tut der harten Rocker- und Metallerseele auch mal gut. Leider findet man keine wirklichen herausragenden Highlights und trotzdem ist den beiden eine wunderschöne Pop-Scheibe mit leicht rockigen Einsprengseln gelungen.

Friedemann

Trackliste:

1. Once (4.03) - 2. 1,000 People (3.54) - 3. Miss U (4.13) - 4. Christenings (4.37) - 5. This Killer (4.06) - 6. Epidemic (4.59) - 7. My Gift of Silence (4.05) - 8. Some Day (4.22) - 9. Where is My Love? (2.59) - 10. End of the World (5.13)

Thanks to Moritz @ Gordeon Music


UNION MAC/ Lost In Attraction
  • Band: Union Mac
  • Album: Lost In Attraction
  • Spielzeit: 50:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: SAGA, RADIOACTIVE und vielleicht ein bisschen WHITESNAKE
  • Veröffentlichung: 19.02.2007
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Ganz so leicht lasst sich das Projekt von Mikeal Klevengård (Gitarren, Keyboards) und Kristoffer Lagerströrm (Gesang, Keyboards), der besonders AOR/ Westcoast-Freaks durch sein Mitwirken bei RADIOACTIVE, SPIN GALLERY oder AOR bekannt sein dürfte, nicht einordnen. Handwerklich wirklich tadellos agierend, pendeln sie – ohne größeren Wiedererkennungswert – verstärkt durch Schlagzeuger Imre Daue irgendwo zwischen SAGA, RADIOACTIVE und vielleicht ein bisschen WHITESNAKE hin und her. Wobei der Einfluss der kanadischen Rocklegende wohl am deutlichsten herauszuhören ist, ohne aber nur annähernd deren Genialität zu erreichen. Lediglich "I Am" und "I Can’t Believe" besitzen so etwas wie eine einprägende Charakteristik, aber die übrigen 11 Nummer rauschen – auch nach mehrmaligen Hören – haltlos am Ohr des Zuhörers vorbei. Unterm Strich zwar kein schlechtes Album, aber um sich in der heutigen Zeit vom Gros der Veröffentlichungen absetzen zu können, muss man schon etwas mehr Individualität und Raffinesse an den Tag legen.

Sonny

Trackliste: 01. Bring me in - 02. A Live - 03. Lost in Attraction - 04. I am - 05. Fake - 06. Left to need - 07. I can’t believe - 08. Marias Grace - 09. Fading - 10. Pain - 11. Make pretend - 12. Outside - 13. The Wale

Thanks to Birgitt @ GerMusica


  • Band: Brett Walker
  • Albumtitel: Spirit Junky
  • Spielzeit: 58:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: NL Distribution
  • Vergleichbare Bands: Julian Dawson, Tom Petty, Singer/ Songwriter-AOR
  • Veröffentlichung: 16.02.2007
  • Wertung: 8/ 10

Review:
In meiner Heimat Nordrhein-Westfalen gibt es einen Radiosender mit Namen WDR2. Dieser spricht musikalisch die Personengruppe an, die mit HipHop, Hard & Heavy und all den nicht mainstreamigen Musikablegern nichts anfangen kann. Auf diesem Sender könnte auch BRETT WALKER ohne Probleme seinen Weg gehen. Das ist nicht böse gemeint, weil er mit seiner Musik eine breite Masse anspricht. Und damit ist auch direkt zu Anfang sein größtes Problem angesprochen: BRETT WALKER macht leider keine Musik, die sich aus der großen Masse heraushebt, was schade ist, hat der Mann doch tatsächlich ein Händchen für tolle Melodien und Songs. Sie sind nicht zu klebrig oder zu seicht, bewegen sich auf gutem Midtempobereich, kommen teilweise mit sehr schönen Gitarren daher, lassen teilweise Anleihen an Jeff Lynne erkennen ("Hallelujah" + "Calalia"), verbreiten gute Laune ("Until We Live Again") oder wildern gar im Country ("I’m The Best"). Zum Schluss wird einem das Titelstück noch als Instrumental in die Ohren gestreichelt und fertig ist ein Album, das die Musikszene wahrscheinlich nur am Rande bis gar nicht wahrnehmen wird. Schade eigentlich! Übrigens hat Mr. WALKER – der bereits über 200 Fernseh- und Filmproduktionen mit seiner Musik veredelt hat – das ganze Scheibchen alleine eingespielt.

Friedemann

Trackliste: 01. Give Me Back Tomorrow - 02. Something So Real - 03. Until We Live Again - 04. Round And Round - 05. Sorry Just Ain't Enough - 06. Hallelujah - 07. Calalia - 08. Walking Up The Dream - 09. If You Only Knew - 10. Livin In Maybe Land - 11. Southern Blue Sky - 12. Rights To Yesterday - 13. Remind Me - 14. I'm The Best - 15. Spirit Junky

Thanks to Oliver @ ArtistWorxx


DANNY VAUGHN/ Traveller
  • Band: Danny Vaughn
  • Album: Traveller
  • Spielzeit: 55:00 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Tyketto, CITA
  • Veröffentlichung: 16.02.2007
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Wenn ein Musiker vorab von seinem neuen Album behauptet, dass es das Beste sei, das er je aufgenommen habe, dann stehe ich besagter Veröffentlichung immer mit einem gewissen Misstrauen gegenüber. Zumal es sich im vorliegende Fall um keinen geringeren als DANNY VAUGHN handelt, der mit TYKETTO solche Killer-Alben wie "Don’t Come Easy" oder "Strength In Numbers" eingespielt hat. Nun ganz so euphorisch – wie der Meister selbst – kann ich mich nicht über "Traveller" äußern, obgleich er mit dem Opener "Miracle Days", der mit einem gehörigen Welt-/ Folkmusik-Anteil protzt, und dem Titeltrack bzw. mit "Restless Blood" richtig knackige Ohrwürmer parat hat. Die übrigen neun Nummern sind gut hörbar, aber es mangelt ihnen einfach an den fesselnden Hooks um es ernsthaft mit der Güte der erwähnten Klassiker aufnehmen zu können. Alles in allem also ein gutes Album, aber beileibe kein berauschendes. Ich persönlich gebe allerdings dem FROM THE INSIDE-Projekt, bei dem DANNY VAUGHN bekanntlich ja auch als Sänger mitgewirkt hat, eindeutig den Vorrang.

Sonny

Trackliste:

1. Miracle Days - 2. Badlands Rain - 3. Traveller - 4. Restless Blood - 5. That’s What She Says - 6. The Touch of Your Hand - 7. Lifted - 8. The Warrior’s Way - 9. The Measure of a Man - 10. Think of Me In The Fall - 11. Death of The Tiger - 12. Better By Far

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über DANNY VAUGHN:
FROM THE INSIDE feat. DANNY VAUGHN/ From The Inside


TOMMY SHAW | JACK BLADES/ Influence
  • Band: Shaw | Blades
  • Album: Influence
  • Spielzeit: 39:03 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: 60er/ 70er Classic Rock
  • Veröffentlichung: 16.02.2007
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Während die Melodic Rock-Gemeinde seit langer Zeit nach einer DAMN YANKEES-Reunion giert, präsentieren uns deren ehemalige Köpfe Tommy Shaw (STYX) und Jack Blades (NIGHT RANGER) nun mit "Influence" ihr zweites Werk unter dem Banner SHAW | BLADES. Wie am Titel des Album unschwer zu erkennen ist, handelt es sich nicht wie beim Debüt "Hallucination" (1995) um Material aus eigener Feder, sondern um Neuinterpretationen bekannter Klassiker aus den 60er und 70er Jahren. Obwohl das Album mit einer sehr organischen Produktion aufwartet und die Songs ziemlich nah an den Originalen gehalten sind, ist es den Herren nicht immer gelungen auch deren Klassiker-Charisma zu transportieren. Nahezu perfekt umgesetzt sind z. B. die SIMON & GARFUNKEL-Hymne "Sound Of Silence", der Flower Power-Hit "California Dreamin’" von MAMAS & PAPAS und das unverbrauchte "I Am A Rock" (ebenfalls SIMON & GARFUNKEL). Unterm Strich ist somit eine sehr relaxte, von Acoustic-Gitarren betonte Scheibe herausgekommen, die man sich nach einem arbeitsreichen Arbeitstag auflegen kann... nicht mehr und nicht weniger!

Sonny

Trackliste:

1. Summer breeze - 2. Time of the season - 3. Your move - 4. I am a rock - 5. Lucky man - 6. The sound of silence - 7. California dreamin’ - 8. On a carousel - 9. Dirty work - 10. For what it’s worth - 11. Dance with me

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


DANIELE LIVERANI'S GENIUS/ Episode 3: The Final Surprise

Review:
Nachdem ich von den ersten beiden der Trilogie von Daniele Liverani nach wie vor äußerst überzeugt bin, war die Vorfreude auf die 3te Episode natürlich sehr groß. Doch bereits nach dem ersten Hördurchgang wurde die Spannung von schlichter Ernüchterung abgelöst. Das liegt weniger an den Leistungen der beteiligten Top-Sänger wie DC Cooper (SILENT FORCE), Daniel Gildenlow (PAIN OF SALVATION), Jorn Lande (ex-MASTERPLAN), PRIDE OF LIONS-Geldkelchen Toby Hitchcock oder Tony Martin (ex-MR. BIG), als mehr am ziemlich abgefahrenen und sperrig verschachtelten Bombast-Material, dem einfach der letzte überspringende Funke fehlt. Einfach zu selten gelingt es Daniele Liverani diesmal die erneut begnadet Sänger-Gilde so gekonnt in Szene zu setzen wie Eric Martin bei "Alive And Save", LUNATICA-Frontfrau Andrea Dätwyler ("Save Me From Destiny") und Toby Hitchcock bei "Back To Life Again". Somit kommt am Ende zwar ein solides und gut produziertes Werk heraus, aber nicht unbedingt "The Final Surprise", wie es uns der vollmundige Titel gerne suggerieren möchte.

Sonny

Trackliste:

1. Toy warehouse - 2. No more chances - 3. Save me from my destiny - 4. Alive and safe - 5. Jump off this train - 6. Let me live - 7. Inside these memories - 8. I die - 9. Back to live again - 10. Dream in liberty - 11. The final surprise

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über DANIELE LIVERANI:
KHYMERA/ A New Promise (Earcatcher/ December 2005)
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DANIELE LIVERANI'S GENIUS/ Episode 2: In Search Of The Little Prince
EMPTY TREMOR/ The Alien Inside
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Last Update: Sunday, 02. September 2007
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