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Review:
Nach dem Hammeralbum "There Will Be Execution", das aber aufgrund
seiner eindeutigen Power Metal-Anlagen für einige Fans zu sehr die Abgrenzung
zu PRIMAL FEAR vermissen ließ, orientieren sich Mat Sinner und seine Mannen auf
"Mask Of Sanity" wieder verstärkt an ihrem traditionellen Hard
Rock-Sound. Mal abgesehen von der Produktion, die natürlich „up to date“
ist, könnte man fast meinen, dass man es hier mit dem direkten Nachfolger von
"Touch Of Sin" (1985) oder "Comin’ Out Fighting" (1986) zu
tun hat, so dreckig und urig klingt
die Scheibe! – Knackig harte Riffs und geile Gitarrenduelle/ -soli (mein
Kompliment an das Duo Tom Naumann/ Christof Leim/ Anmerk. d. Verf.) in
Kombination mit Mat Sinners rauer Hard Rock-Röhre und simplen, aber
wirkungsvollen Hooks. – Einfach genial! So dürfte es nur eine Frage der Zeit
sein, bis sich solche Nummern wie der wuchtige Opener "The Other
Side", der herzerfrischende Midtempo-Groover "Badlands" oder das
headbanger-taugliche "Black" in die Garde der zahlenreichen
SINNER-Klassiker einreihen. Diesen Qualitäten stehen der hitverdächtige
Stampfer "Revenge" und das im lässigen Tempo marschierende "No
Return" nicht im Geringsten nach. Aber damit ist noch lange nicht das Ende
der Fahnenstange erreicht, denn während das gewaltig dreckig röhrende "Thunderroar"
seinem Namen alle Ehre macht, präsentiert sich die Band mit der von zarten
Keyboards untermalten Hymne "The Sign" von einer ziemlich
melancholisch-melodischen Seite und bei "Can’t Stand The Heat" möchte
man fast glauben, dass es zu Zeiten der beiden bereits genannten
Klassiker-Scheiben entstanden sein könnte. Die limitierte Erstauflage von
"Mask Of Sanity" wartet zudem mit einem Videoclip vom Groovehammer
"Dairy Of Evil", den Mat Sinner in Zusammenarbeit mit Roy Z
geschrieben hat, und einer schmissig-dreckigen Version der nicht sonderlich
bekannten THIN LIZZY-Nummer "Baby Please Dont Go" auf.
| Trackliste: |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Oliver @ ArtistWorxx
weitere Reviews über SINNER:
SINNER/ There Will Be Execution
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Review:
Nachdem der Vorgänger "Over:Load" vielen Fans doch etwas zu düster,
gleichförmig und statisch ausgefallen war, haben sich die Kanadier auf ihrem
neuen Longplayer wieder ihrer Wurzeln besonnen. Musikalisch lässt sich das
vorliegende Album – ohne dabei etwa altbacken und einfallslos zu klingen –
wohl am besten irgendwo zwischen "Mood Swings", "Higher" und
besagtem Vorgänger einordnen. Somit verschließen sich Sänger Harry Hess,
Gitarrist Pete Lesperance & Co.
auch nicht vor den Zeichen der Zeit, wie z. B. das für ihre Verhältnisse
ziemlich progressive "Don’t Throw It Away" und das leicht bizarre
"21" eindrucksvoll verdeutlichen. Obwohl hier wirklich ein Highlight
das nächste jagt, haben wohl der hymnische Opener/ Titeltrack, das mega-eingängige
"Next Time Around" und der Groover "Reality" wohl die größten
Chancen sich in die unzähligen Klassiker von HAREM SCAREM einzureihen. Momentan
haben’s mir persönlich aber die beseelte – und zudem noch äußerst hitverdächtige
– Ballade "Hanging On" oder das mit QUEENschen Arrangements und
Harmonien durchzogenen "Give Love/ Get Love", das einen Polka-ähnlichen
Rhythmus aufweist, sowie der spannende Midtempo-Stampfer "Going Under"
besonders angetan. Ich bin der festen Überzeugung, dass HAREM SCAREM hier mit
ihren besten Songs „ever“ aufwartet, was "Human Nature" in
Kombination mit der gewohnt knackig-transparenten Produktion von Hess/
Lesperance unweigerlich zum stärksten Album ihrer bisherigen Karriere macht.
Somit fühle ich mich auch verpflichtet eine uneingeschränkte Kaufempfehlung
auszusprechen.
| Trackliste: |
Oliver @ ArtistWorxx
weitere Reviews über HAREM SCAREM:
HAREM SCAREM/ Over:Load
HAREM SCAREM/ Higher (Crossfire-Review
by Christian and Sonny)
HAREM SCAREM/ The
Early Years
HAREM SCAREM/ Weight
Of The World
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Review:
Cover-Alben hinterlassen ja nicht selten den Eindruck von Einfallslosigkeit
oder Geldschneiderei. Obwohl LANA LANE während ihrer gut 10jährigen Karriere
mit der "Cover Collection" schon eine derartige Scheibe veröffentlicht
hat und auch diversen anderen Studio-Scheiben schon einige Coverversionen zum
Besten gegeben hat, muss man im Falle der „Queen Of Symphonic Rock“ wohl von
diesen Vorwürfen Abstand nehmen. Zum einen verdeutlicht die Dame regelmäßig
mit ihren echten Studio-Alben, dass sie über einen schier unerschöpflichen und
ideenreichen Tatendrang bzw. Inspirationspool verfügt, und zum anderen trägt
sie die auf "Gemini" 15 enthaltenen Rock-Klassiker mit einer
unglaublichen Ehrfurcht und Intensität vor. Letzteres macht sich vor allem
daran bemerkbar, dass die Ausnahmesängerin zwar die Kompositionen auf ihre ganz
eigene Art interpretiert, sich aber nicht deren ursprüngliches Charisma zu
Untertan macht. So verbeugt sich LANA LANE z. B. mit dem brillanten Medley
"Pink Moon Suite" vor PINK FLOYD oder mit einer dem phantastischen
"Dream Of Archer" vor HEART. Dessen ungeachtet, dass ausnahmslos alle
Interpretationen den Zuhörer wirklich dahin schmelzen lassen, möchte ich die
CREAM-Nummern "White Room" und "Sunshine Of Your Love", die
FOREIGNER-Huldigung "Long Long Way From Home" und "Starrider"
sowie die atemberaubende Version des MOODY BLUES-Klassiker "Nights In White
Satin" noch gesondert hervorheben. Nicht nur ein Fest für die ständig
wachsende LANA LANE-Fanbase, sondern auch ein heißer Tipp für alle Anhänger
des gepflegten 60er/ 70er Rocks. Ich bin jedenfalls der Ansicht, dass LANA LANE
mit "Gemini" auf die fast schon geniale "Cover-Collection"
noch eine gehörige Schippe draufgelegt hat.
| Trackliste: |
1.
White
Room [4:58] |
Thanks to Moritz @ Gordeon Music
weitere
Reviews über LANA LANE:
LANA LANE/ 10th Anniversary Concert (DVD/ CD)
(Live Candy/ March 2006)
LANA LANE/ Lady Macbeth
LANA LANE/ Storybook: Tales From Europe And Japan (DVD)
LANA LANE/ Return To Japan
LANA LANE/ Winter Sessions
LANA LANE/ Covers Collection
|
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Review:
Der
Januar scheint wohl der Monat der Cover-Alben zu sein. Zeitgleich
zu "Gemini" kredenzt uns auch LANA LANEs Gatte ERIK NORLANDER mit
"Hommage Symphonique" ein Cover-Alben. Ungeachtet der Tatsache, dass
es sich meines Wissens hier um das erste derartige Werk des Tastenzauberers und
Produzenten handelt, kann man bezüglich der Berechtigung des Albums
zweifelsohne die gleichen Argumente wie bei "Gemini" geltend machen.
Zugegeben, die 8 Interpretationen auf "Hommage Symphonique" sind im
Vergleich zum Werk seiner besseren Hälfte natürlich deutlich freizügiger
ausgelegt – was bei einem Keyboarder seines Schlages nicht weiter verwundert
– aber man ist stets darauf bedacht das Original in Ehren zu halten. Mit der
Unterstützung von Sänger Kelly Kelling, der hier wieder einen fabelhaften Job
angeliefert hat, Don Schiff (NS/Stick, Bowed Guitar, Contrabass) und
Schlagzeuger Gregg Bissonette zollt er mit unbändiger Spielfreude und
unglaublicher Raffinesse u. a. solchen Legenden wie YES ("Turn The Century"),
PROCOL HARUM ("Conquistador") oder JETHRO TULL ("Clasp")
Tribut. Neben der über jeden Zweifel erhabenen Instrumental-Leistung der
beteiligten Musiker, der brillanten Produktion und den fantastischen
Arrangements, erweist sich die Tatsache, dass ERIK NORLANDER bei der Songauswahl
auf die etwas weniger bekannten Nummern seiner Helden zurückgegriffen hat, als
ein weiterer großer Pluspunkt. Wer bereits von den Originalen begeistert ist
und sich mit dem zeitlos-eigenwilligen Symphonic Rock-Sound von ERIK NORLANDER
identifizieren kann, der wird von "Hommage Symphonique" hellauf
begeistert sein.
| Trackliste: |
1.
Conquistador
[4:08] |
Thanks to Moritz @ Gordeon Music
weitere Reviews über
ERIK NORLANDER:
ERIK NORLANDER/ Stars Rain Down
ERIK NORLANDER/ Threshold (special
edition/ re-release)
ERIK NORLANDER/ Music Machine
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Review:
Den Stammgästen auf ROCK & METAL HEAVEN dürfte meine Schwäche für
Blues und meine genetisch bedingte Vorliebe für Rockmusik im bayrischen Slang
hinlänglich bekannt sein. Beide Neigungen kommen mit dem zweiten Album von
SCHORSCH & DE BAGASCH voll auf ihre Kosten. Im Vergleich zum zweifellos
erdigen und starken Debüt "Sekänd Händ Blues" sind die 12 Lieder
(darunter drei Coverversion, denen Schorsch Hampel natürlich einen bayrischen
Text auf den Leib geschneidert hat) auf "Mit Offene Knia" wegen ihrer
rein akustischen Ausrichtung noch uriger und intensiver ausgefallen. Dies wird
bereits beim Opener/ Titeltrack, der in Form einer druckvollen Blues-Lokomotive
auf den Zuhörer zu dampft, und bei der beschaulichen Bluesnummer "Zum Lach
Braucht’s An Haufa, Zum Woana Langt A Zug" (im Original von BOB DYLAN)
unweigerlich klar und vom folgenden "Da Blues Is Bei Mir Ei’zog’n",
das nur von rhythmischen Klatschen und einer Mundharmonika begleitet wird,
vehement unterstrichen, denn noch näher kann man sich wohl an den Wurzeln des
Blues’ nicht orientieren. Mit dem anschließenden "Fensterl Im Chat"
ist Bagasch-Chef Schorsch Hampel (Gesang, Gitarre) das unglaubliche Kunststück
gelungen bayrischen Landler mit urwüchsigen Blues in Einklang zu bringen. Ja,
man möchte fast annehmen als wäre es von jeher so gewesen, derart harmonisch
geht diese Verschmelzung vonstatten. Die Texte – ob amüsant oder nachdenklich
– handeln von ganz alltäglichen, zeitgemäßen, gesellschafts- und
sozialkritischen Themen, wie z. B. "Scheene Heimat", das sich mit der
Entwicklung der Menschheit und der Veränderung in München während den letzten
drei Jahrzehnten beschäftigt, oder das schmissige "Wann I Amoi In’ Himme’
’naufkimm", das ganz ungeniert die „Ebay“alisierung auf die Schippe
nimmt. Ein weiteres Schmankerl ist meines Gutdünkens die Slidegitarren-Nummer
"Isardelta", mit der sich der Schorsch nicht nur eindrucksvoll vor RY
COODER verbeugt, sondern sich auch in dessen Sphären spielten. Auch die anderen
Nummern können das unglaublich hohe Niveau der angeführten Anspieltipps
problemlos halten. Langer Rede kurzer Sinn: Noch nie hat Blues diesseits des
Atlantiks authentischer geklungen. Somit gehört "Mit Offene Knia" zum
Pflichtprogramm aller traditionsbewussten Blues-Fans.
P.S. Falls SCHORSCH & DE BAGASCH zufällig in euerer Nähe ein Gastspiel
geben, dann solltet ihr die Gelegenheit, die Band live zu erleben, unbedingt
beim Schopfe packen.
| Trackliste: | 01.
Mit offene Knia |
Thanks to Schorsch @ de Bagasch
weitere Reviews über SCHORSCH & DE
BAGASCH:
SCHORSCH & DE BAGASCH/ Sekänd
Händ Blues (Mundart-Tipp/ Mai 2006)
|
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Review:
Ziemlich genau zwei Jahre haben sich die Kölner Rock-Jecken zeitgelassen um
nun mit ihrem neusten Album "Hay! Hay! Hay!" der närrischen
Gesellschaft erneut ordentlich einzuheizen. Zwischendurch trugen auch BRINGS mit
der knackig-genialen Neuinterpretation der weltmeisterlichen Fußball-Hymne
"Fußball Ist Unser Leben" ihren Teil zur unvergesslichen
WM-Faszination im Sommer 2006 bei. Mit diesem Klassiker und dem düster röhrenden
Stampfer "Rabenschwarzenacht", der fast als Soundtrack für eine
deutsche Neuverfilmung von „The Monsters“ dienen könnte, oder der hitverdächtigen
Gitarren-Rocknummer "Eifel" strafen BRINGS all diejenigen ihrer früheren
Fans lügen, die die Band mittlerweile als läppisch schunkelnden
Karnevalsverein abstempeln. Logischerweise hat der Fünfer mit dem flotten
Titeltrack und der Schunkelnummer "Kumm Mit" oder mit dem
marschartigen "Dummer Ne Jefalle", der mit griechischen
Folklore-Elementen ausgestattet ist, und dem von jüdischen Flair umgebenen
"Riesenkamell" auch reichlich Songs am Start, welche die närrische
Zeit versüßen. Aber im Gegensatz zu den unzähligen Faschingskapellen warten
BRINGS mit durchdachten Texten auf und sind somit von der landläufigen „Trink-Trallala-Tschingderassabum“-Attitüde
meilenweit entfernt. Natürlich kommt ein BRINGS-Album nicht ohne eine Hymne auf
ihre Heimatstadt aus. Diesmal bringt die Band um Sänger Peter Brings anhand der
lässigen Countrynummer "Loß Dir Nicht Nix Jefalle" ihren Stolz auf
ihr Köln zum Ausdruck. Außerdem verbeugen sich die Kölsche Jungs mit der
Wahnsinns-Wunderkerzen-Gänsehaut-Nummer "Su E Feeling" (Live-Atmosphäre
pur!!!) mehr als eindruckvoll vor ihrer treuen Anhängerschaft. Bei diesen
Herrschaften merkt man einfach woher sie kommen und wem sie ihren Erfolg
verdanken. Schön, dass es in einer so profitgeilen Zeit noch so ehrliche und
dankbare Bands gibt. – Und BRINGS sind da ganz vorne dabei!
| Trackliste: | 1. Hay! Hay! Hay! - 2. Bazille - 3. Su ne Daach - 4. Rabenschwarzenacht - 5. Fußball ist unser Leben - 6. Kumm mit - 7. Dunmer ne Jefalle - 8. Riesenkamell - 9. Eifel - 10. Loß dir nix jefalle - 11. Su e Feeling - 12. Dann jon die Leechter us - 13. Ungerm Mond vun Kölle |
Thanks to Alex @ Another Dimension
weitere Reviews über BRINGS:
BRINGS/ Su Lang Mer Noch Am Lääve Sin
(Mundart-Tipp/January 2005)
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Review:
Yeah, endlich hat HENNIG PAULY sein Mammutprojekt "Babysteps" in
trockenen Tüchern! Zwar erstreckt sich das Werk nicht – wie ursprünglich
angedacht – über ein Doppelalbum, sondern „nur“ über einen Silberling,
aber der hat es wahrlich in sich. "Babysteps" erzählt über 15
ausgefeilte Songs die Geschichte eines Profi-Sportlers, der sich durch einen
Schicksalsschlag plötzlich an den Rollstuhl gefesselt im Rehabilitationszentrum
wiederfindet. Dieser Charakter, der von Jody Ashworth einfühlsam bzw. mit der nötigen
Bitterkeit und Aggressivität interpretiert wird, hat seine Schwierigkeiten mit
seinem behandelnden Arzt, die letztendlich ihren Höhepunkt in einer großen
Auseinandersetzung finden. Durch diesen „Halbgott in Weiß“, der
arrogant-brillanter Manier von James LaBrie (DREAM THEATER) gemimt wird,
verliert er das Vertrauen in sich und die Menschheit, trotzdem lassen ein
Mitpatient (eindrucksvoll verkörpert von Matt Cash/ CHAIN) und dessen Arzt
(Michael Sadler/ SAGA) nichts unversucht, um ihm selbiges zurückzugeben. Ob es
ihnen gelingen wird, soll an dieser Stelle allerdings nicht verraten werden,
denn: „selber hören macht schlau!“ ;-). Progmetal-Fans, die sowohl auf
lebensnahe Konzepte, als auch auf orchestrale Elemente gepaart mit emotionalen
(stellenweise jazzigen) Piano-/ Keyboardparts und vielseitigen Metal-Gitarren im
Stile der oben genannten Bands/ Interpreten stehen, können hier blind
zugreifen.
| Trackliste: |
01.
The Café 1 |
Thanks to Moritz @ Gordeon Music
weitere Reviews über
HENNING PAULY:
HENNING PAULY/ Credit Where Credit Is Due
FRAMESHIFT/ An Absence Of Empathy
CHAIN/ Chain.exe (limited edition/
DVD)
CHAIN/ Chain.exe
HENNING PAULY/ 13 Days
FRAMESHIFT feat. James LaBrie/ Unweaving
The Rainbow
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Review:
Ja, was ist das
denn Nettes? Hat sich da etwa Roger Waters wieder zu schnelleren Stücken
animieren lassen (ich finde den Mann derzeit einfach nur ermüdend) und sich mit
dem Keyboarder von MARILLION zusammengetan, einem modernen David Gilmour-Clon
die Gitarre umgehängt und Phil Collins die alten Drumbeats früherer Tage
auferlegt? Diese Scheibe ist so was von retro, dabei aber erfrischend modern
produziert, dass es mich echt umhaut. So etwas habe ich schon lange nicht mehr
gehört .Das Septett aus Norwegen verwebt die o. g. Bands dermaßen gekonnt
miteinander, dass sich daraus dann wieder etwas Eigenes entwickelt. Und doch
kommt man nicht umhin, immer wieder den Gedanken zu fassen, dass man das Solo,
den Sound, das Fragment aus Tönen schon mal irgendwo gehört hat. Hier kann man
sich getrost der Musik hingeben. Schöne Hammondorgelpassagen stehen im
Wettstreit mit genialen Gitarrensoli, bevor ein Mellotronteppich sich unter die
Töne mischt. Es ist nicht langweilend, nicht beweisend, einfach nur schön den
Norwegern bei der Arbeit zu lauschen. Wenn dann noch die Stimmen dazukommen
bekommt der Soundteppich noch einen draufgelegt. Genial! Wollen wir mal hoffen,
dass diese Bands noch mehr Leute außer mich begeistern wird. Dieses Jahr werden
sie sich u. a. auf dem „Rites Of Spring“-Festival in Phoenixville, PA
versuchen in die Herzen der Fans von Bands wie SPOCK’S BEARD, PENDRAGON u. ä.
zu spielen.
| Trackliste: |
1. Rainy Day - 2. Living in a Bubble - 3. Black Hole Eyes - 4. One World - 5. Be Aware - 6. I Turn to You - 7. Slaves of Gold - 8. Tidal Wave - 9. Karma |
Thanks to Moritz @ Gordeon Music
|
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Review:
Nach seinem phantastischen Solo-Album "The Duke" und dem doch
ziemlich überraschenden Ausstieg bei MASTERPLAN meldet sich Ausnahmesänger
JORN Lande nach nicht mal einem Jahr gleich mit zwei atemberaubenden Alben
eindrucksvoll zurück. Zum einen mit der „Best Of“-Zusammenstellung "The
Gathering" und zum anderen mit dem Cover-Album "Unlocking The Past".
Erstere enthält die besten Songs (z. T. re-recorded) seiner ersten drei
Solo-Alben "Starfire" (2000), "Worldchanger" (2001) und
"Out To Every Nation" (2004) und wird noch jeweils durch einen Song
aus den verschiedenen Schaffensphasen bei THE SNAKES ("Gonna Find The
Sun"), MILLENIUM ("Hourglass") bzw. ARK ("Where The Wind
Blows") sowie durch "My Own Way" aus den ALLAN/ LANDE-Projekt ergänzt.
Insgesamt tummeln sich summa summarum 16 erstklassige Hard Rock-Perlen auf
"The Gathering", die einen wirklich gelungenen Querschnitt über die
bisherige Schaffensperiode bieten. Kurzum, das perfekte Einsteigerprodukt. Für
Fans hingegen, die besagte Alben schon in ihrer Sammlung wissen, dürfte "The
Gathering" trotz der vereinzelten Neuarrangements keinen besonderen
Kaufanreiz bieten. Für letztere Klientel wären wohl ein paar Songs aus seiner
VAGABOND-Phase viel interessanter gewesen, denn erst dann würde die
Zusammenstellung meines Erachtens dem Untertitel „The Best Of His Early
Days“ völlig gerecht werden. Dieser leise Kritikpunkt soll aber keinesfalls
die Top-Qualität des Produktes in Frage stellen.
| Trackliste: |
1.
Something
Real
|
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über JORN:
JORN/ Unlocking The Past (Schmankerl/ January
2007)
JORN/ The Duke (Earcatcher/
February 2006)
MASTERPLAN/ Aeronautics (Album Of
The Month/ January 2005)
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Review:
Die in der obigen Besprechung zuletzt angesprochene
Fanschicht kommt allerdings mit dem zeitgleich veröffentlichten "Unlocking
The Past" voll auf ihre Kosten. Denn hier verneigt sich der Norweger über
10 Nummern auf beeindruckende Art und Weise vor solchen Hard Rock-Helden wie
WHITESNAKE ("Fool For Your Loving"), THIN LIZZY ("Cold Sweat")
oder RAINBOW ("Kill The King"). Wie es sich für einen
Ausnahmeinterpreten seines Kalibers gehört, gelingt es ihm dabei immer wieder
den Songs seinen eigenen Stempel aufzudrücken, ohne sie allerdings ihres
Klassiker-Flairs zu berauben. Außerdem sind mit den Interpretationen von MSGs
"On And And" und des DEEP PURPLE-Klassikers "Perfect Stranger"
meines Wissens zwei Nummern am Start, die aus den Aufnahmesessions für das
leider nie erschienene Coveralbum von MILLENIUM stammen. Meine ganz persönlichen
Favoriten sind indes die Umsetzungen der KISS-Nummer "Nacked City" und
"The Day The Earth Caught Fire" von UK-AORler CITY BOY, das wie das
DEEP PURPLE-Kultepos "Burn" bereits auf seinem ersten Solo-Album
"Starfire" vertreten war. Fazit: Selten ist mir ein Cover-Album
untergekommen, das mit derart viel Leidenschaft, Gefühl und Power zu begeistern
weiß... kann man gar nicht genug kriegen von ![]()
| Trackliste: |
1. On And On - 2. Fool
For Your Loving |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über JORN:
JORN/ The Gathering (Schmankerl/ January 2007)
JORN/ The Duke (Earcatcher/
February 2006)
MASTERPLAN/ Aeronautics (Album Of
The Month/ January 2005)
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Review:
Sleaze/ Glam Rock-Fans aufgepasst, nach WIG WAM und den POODLES kündigt
sich nun mit CRAZY LIXX ein weiteres heißes Eisen aus der skandinavischen Party
Rock-Schmiede an! Der junge Vierer knallt uns auf seiner ersten offiziellen
Single "Heroes Are Forever" zwei wirklich geniale Nummern um die
Ohren, die sich nicht nur – anhand von gnadenlosen Refrains und Hooks – ohne
Umwege in selbige eingraben, sondern es auch ohne jeden Zweifel mit den
Klassikern des Genres aufnehmen können. Der eh schon knackig stampfende
Titeltrack, der mit packenden Mitsing-Chören ausgestattet ist, wird meines
Erachtens von der spritzig groovenden Hymne "On Your Marks, Get Set,
Rock!" nochmals getoppt. Obwohl die Band erst seit 2002 existiert klingt
CRAZY LIXX unglaublich gewieft, was nicht zuletzt dem kraftvollen Organ von D.C.
Danny und dem fesselnden Gitarrenspiel von Vic Zino zu verdanken ist. Außerdem
hat Chris Laney (ZANCLAN/ CANDLEMASS) mit einer unverbraucht klingenden
Mix-Arbeit einen nicht zu unterschätzenden
Anteil am Gelingen dieses Zwei-Trackers, der eindeutig Appetit auf mehr macht.
Ich bin mir sicher, dass die Schweden in der Lage sind, auch mit einem
kompletten Album (das hoffentlich bald
folgen wird/ Anmerk. d. Verf.) bedingungslos
zu überzeugen.
| Trackliste: |
1. Heroes Are Forever - 2. On Your Marks, Get Set, Rock! |
Thanks to Micke @ Swedmetal
|
|
Review:
Gibt es auf
diesem Planeten noch Menschen, die den großen Stadionsound der SIMPLE MINDS
kennen und mögen, die OASIS nicht nur doof finden und sich begeistern lassen können
für den Gitarrensound von The Edge von U2? Wenn das so ist, dann haben THE
OCTOBER beste Chancen Anhänger ihrer Musik zu finden. Dabei sind THE OCTOBER
keine Klone der genannten Bands, sondern schaffen es ihren eigenen Sound zu
entwickeln. Genial, wie sie dabei konsequent den Britrock weiterentwickeln. So
ein Album hätte man sich gerne von OASIS in den CD-Player schieben lassen.
Ohrwurmmelodien ohne großen Firlefanz hängen sich in den Gehörgängen fest
und wollen da auch so schnell nicht wieder raus. Unaufdringlich wummert die
Rhythmussektion sich durch die Lieder und legt damit den Boden für die großen
Gitarrenwände, die vom Sound her immer wieder an die SIMPLE MINDS mit
U2-Anleihen erinnern. Dass das Quartett dabei aus den Staaten kommt ist
erstaunlich, ich hätte sie eher auf der Insel westlich des Ärmelkanals
vermutet. Die beiden Scheiben sind soundtechnisch erstaunlich klar abgemischt.
Kein Instrument spielt sich in den Vordergrund, keins wird in den Hintergrund
gestellt. Perfekt! Mit „b factory music“ hat man in Deutschland jetzt den
Partner gefunden, der den Oktober direkt an den Jahresanfang stellt. Bleibt zu wünschen,
dass er bis zum Herbst alle erreicht hat.
| Trackliste: |
Push
Me Off The Side Of The Earth: 01. The Strangest Thing 4:10 - 02. Far
Away 4:02 - 03. The Last Week Of Summer 4:11 - 04. Push Me Off The Side Of
The Earth 3:26 - 05. Girlfriend 3:44 - 06. The Fool 4:21 - 07. Broken
Record 4:40 - 08. Wrong 3:48 - 09. Leaving Day 3:47 - 10. Anthem For A TV
Nation (V12.6) 4:49 - 11. Ghosts And Echoes 1:58 |
Thanks to Alexandra @ b factory music
|
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Und wieder ein Musiker, der Solopfade einschlägt. Wer sich hier solistisch
Gehör verschafft, ist das W aus der Floyd-Combo RPWL, Kalle Wallner. Er geht
diesen Weg nicht alleine, sondern holt sich namhafte Künstler ins Studio um so
sein Werk zu veredeln. Die Gästeliste liest sich wie ein „Who Is Who“ der
Prock Rock-Szene und doch ist "Mirror" kein Prog Rock-Album geworden.
Sicherlich wird hier und da ein wenig gefrickelt, mit "Forbidden To Remain"
hat es auch ein 10-Minüter aufs Album geschafft, aber im Großen und Ganzen
wird ordentlich oder im Midtempo-Bereich gerockt. Zurück zu den Gästen. Da wäre
am Bass John Jewitt, der normalerweise bei IQ / JADIS den Tieftöner bedient.
Den Mikrophonjob teilen sich gleich mehrere Jungs: John Mitchell, Paul Wrightson,
Clive Nolan – na, klingelt’s? Genau diese Herren sangen oder singen doch bei
ARENA. Dazu kommt im Bonustrack noch Mischa Schleypen, der in der Vorgängerband
von RPWL hinterm Mikro stand. An den Keyboards – die sparsam auf dem
Scheibchen auftauchen – steht Yogi Lang, das L in RPWL. Am Schlagzeug sitzt
Tommy Eberhardt, der mir bis dato unbekannt war. BLIND MIRROR liefert ganz großes
Kino für die Ohren. Unüberhörbar sind die floydschen Wurzeln zu hören, ohne
sich allzu sehr anzubiedern. Highlights für mich neben dem o. g. Longtrack ist
das Titelstück, welches mit einem knackigen Gitarrenriff aufwartet oder "Don’t
Ask Me Why", welches durchaus auch einem Mr. David Gilmour auf die Saiten hätte
fließen können. Jedes Lied jetzt durchzukauen, würde den Rahmen sprengen, von
daher: ab zum Händler und das Teil aus dem Regal reißen.
| Trackliste: |
1. Obession - 2. Moon And Sun - 3. Break You - 4. Black Despair - 5. Open Sore - 6. Hallowed - 7. Mirror - 8. Don't Ask Me Why - 9. Moorlang - 10. Forbidden To Remain - 11. Artist Manqué (bonus track by Violent District) |
Thanks to Michi @ Farmlands
|
|
Review:
Nach dem Ende von GRAND ILLUSION sind Songwriter Anders Rydholm (Bass,
Keyboard, Gitarre) und sein Kumpel Ola af Trampe nicht lange auf der faulen Haut
gelegen, sondern haben sich den Sänger Sherwood Ball (u. a. JAY GRAYDON)
gekrallt und ihre neue Band CODE ins Leben gerufen. Obwohl sich auf "The
Enemy Within" natürlich gewisse Parallelitäten zu GRAND ILLUSION nicht
verleugnen lassen, darf man nicht zuletzt aufgrund des facettenreichen Gesangs
von Sherwood Ball, der dem Sound einen internationalen – stellenweise überraschend
rotzigen – Glanz verleiht, hier keinesfalls von einem "Ordinary Just
Won’t Do"-Nachfolger unter neuem Bandbanner sprechen. Als Highlights
kristallisieren sich nach einigen Durchläufen der Titeltrack, der eine
gelungene Verknüpfung aus kernigen Gitarren und feinen Keyboards darstellt, und
die groovende AOR-Hymne "How Can I Change The World?" sowie "Sworn
To Silence" (Killernummer!), die mich stellenweise an ASIAs "Sole
Survivor" erinnert, heraus. Da auch die Produktion keinerlei Angriffsfläche
für kritische Töne liefert, gehört "The Enemy Within" meines
Erachtens zum Pflichtprogramm eines qualitätsbewussten Melodic Rock-Fans.
| Trackliste: | 1. The enemy within - 2. Sign up for love - 3. Home away from home - 4. In the shadows - 5. How do we stay in love - 6. My time - 7. Alive - 8. Uninvited guest - 9. Change the world - 10. Flying high - 11. Sworn to silence |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
more
Reviews for January 2007 (release date
21.01. - 31.01.2007)
Last Update: Sunday, 18. March 2007
created in January 2001 © by Sonny