The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

SINNER/ Mask Of Sanity
  • Band: Sinner
  • Album: Mask Of Sanity
  • Spielzeit: 49:49 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 19.01.2007
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Nach dem Hammeralbum "There Will Be Execution", das aber aufgrund seiner eindeutigen Power Metal-Anlagen für einige Fans zu sehr die Abgrenzung zu PRIMAL FEAR vermissen ließ, orientieren sich Mat Sinner und seine Mannen auf "Mask Of Sanity" wieder verstärkt an ihrem traditionellen Hard Rock-Sound. Mal abgesehen von der Produktion, die natürlich „up to date“ ist, könnte man fast meinen, dass man es hier mit dem direkten Nachfolger von "Touch Of Sin" (1985) oder "Comin’ Out Fighting" (1986) zu tun hat,  so dreckig und urig klingt die Scheibe! – Knackig harte Riffs und geile Gitarrenduelle/ -soli (mein Kompliment an das Duo Tom Naumann/ Christof Leim/ Anmerk. d. Verf.) in Kombination mit Mat Sinners rauer Hard Rock-Röhre und simplen, aber wirkungsvollen Hooks. – Einfach genial! So dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich solche Nummern wie der wuchtige Opener "The Other Side", der herzerfrischende Midtempo-Groover "Badlands" oder das headbanger-taugliche "Black" in die Garde der zahlenreichen SINNER-Klassiker einreihen. Diesen Qualitäten stehen der hitverdächtige Stampfer "Revenge" und das im lässigen Tempo marschierende "No Return" nicht im Geringsten nach. Aber damit ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, denn während das gewaltig dreckig röhrende "Thunderroar" seinem Namen alle Ehre macht, präsentiert sich die Band mit der von zarten Keyboards untermalten Hymne "The Sign" von einer ziemlich melancholisch-melodischen Seite und bei "Can’t Stand The Heat" möchte man fast glauben, dass es zu Zeiten der beiden bereits genannten Klassiker-Scheiben entstanden sein könnte. Die limitierte Erstauflage von "Mask Of Sanity" wartet zudem mit einem Videoclip vom Groovehammer "Dairy Of Evil", den Mat Sinner in Zusammenarbeit mit Roy Z geschrieben hat, und einer schmissig-dreckigen Version der nicht sonderlich bekannten THIN LIZZY-Nummer "Baby Please Dont Go" auf.

Sonny

Trackliste: 01. The Other Side 4:00 - 02. Diary Of Evil 4:33 - 03. Badlands 3:50 - 04. Black 3:58 - 05. Thunder Roar 5:14 - 06. The Sign 4:25 - 07. Revenge 3:33 - 08. Under The Gun 3:41 - 09. Cant Stand The Heat 3:40 - 10. No Return 4:38 - 11. Last Man Standing 3:28 - 12. Baby Please Don’t Go 4:29 (Bonustrack on the initial pressing) - 13. Diary Of Evil (Bonus Video Track on the initial pressing)

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Oliver @ ArtistWorxx

weitere Reviews über SINNER:
SINNER/ There Will Be Execution


HAREM SCAREM/ Human Nature
  • Band: Harem Scarem
  • Album: Human Nature
  • Spielzeit: 45:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Vepsa Media Group/ NL Distribution
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 12.01.2007
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Nachdem der Vorgänger "Over:Load" vielen Fans doch etwas zu düster, gleichförmig und statisch ausgefallen war, haben sich die Kanadier auf ihrem neuen Longplayer wieder ihrer Wurzeln besonnen. Musikalisch lässt sich das vorliegende Album – ohne dabei etwa altbacken und einfallslos zu klingen – wohl am besten irgendwo zwischen "Mood Swings", "Higher" und besagtem Vorgänger einordnen. Somit verschließen sich Sänger Harry Hess, Gitarrist Pete Lesperance  & Co. auch nicht vor den Zeichen der Zeit, wie z. B. das für ihre Verhältnisse ziemlich progressive "Don’t Throw It Away" und das leicht bizarre "21" eindrucksvoll verdeutlichen. Obwohl hier wirklich ein Highlight das nächste jagt, haben wohl der hymnische Opener/ Titeltrack, das mega-eingängige "Next Time Around" und der Groover "Reality" wohl die größten Chancen sich in die unzähligen Klassiker von HAREM SCAREM einzureihen. Momentan haben’s mir persönlich aber die beseelte – und zudem noch äußerst hitverdächtige – Ballade "Hanging On" oder das mit QUEENschen Arrangements und Harmonien durchzogenen "Give Love/ Get Love", das einen Polka-ähnlichen Rhythmus aufweist, sowie der spannende Midtempo-Stampfer "Going Under" besonders angetan. Ich bin der festen Überzeugung, dass HAREM SCAREM hier mit ihren besten Songs „ever“ aufwartet, was "Human Nature" in Kombination mit der gewohnt knackig-transparenten Produktion von Hess/ Lesperance unweigerlich zum stärksten Album ihrer bisherigen Karriere macht. Somit fühle ich mich auch verpflichtet eine uneingeschränkte Kaufempfehlung auszusprechen.

Sonny

Trackliste: 1. Human Nature - 2. Next Time Around - 3. Caught Up In Your World - 4. Reality - 5. Hanging On - 6. Don't Throw It Away - 7. Give Love/ Get love - 8. 21 - 9. Starlight - 10. Going Under - 11. Tomorrow May Be Gone

Oliver @ ArtistWorxx

weitere Reviews über HAREM SCAREM:
HAREM SCAREM/ Over:Load
HAREM SCAREM/
Higher (Crossfire-Review by Christian and Sonny)
HAREM SCAREM/
The Early Years
HAREM SCAREM/ Weight Of The World


LANA LANE/ Gemini

Review:
Cover-Alben hinterlassen ja nicht selten den Eindruck von Einfallslosigkeit oder Geldschneiderei. Obwohl LANA LANE während ihrer gut 10jährigen Karriere mit der "Cover Collection" schon eine derartige Scheibe veröffentlicht hat und auch diversen anderen Studio-Scheiben schon einige Coverversionen zum Besten gegeben hat, muss man im Falle der „Queen Of Symphonic Rock“ wohl von diesen Vorwürfen Abstand nehmen. Zum einen verdeutlicht die Dame regelmäßig mit ihren echten Studio-Alben, dass sie über einen schier unerschöpflichen und ideenreichen Tatendrang bzw. Inspirationspool verfügt, und zum anderen trägt sie die auf "Gemini" 15 enthaltenen Rock-Klassiker mit einer unglaublichen Ehrfurcht und Intensität vor. Letzteres macht sich vor allem daran bemerkbar, dass die Ausnahmesängerin zwar die Kompositionen auf ihre ganz eigene Art interpretiert, sich aber nicht deren ursprüngliches Charisma zu Untertan macht. So verbeugt sich LANA LANE z. B. mit dem brillanten Medley "Pink Moon Suite" vor PINK FLOYD oder mit einer dem phantastischen "Dream Of Archer" vor HEART. Dessen ungeachtet, dass ausnahmslos alle Interpretationen den Zuhörer wirklich dahin schmelzen lassen, möchte ich die CREAM-Nummern "White Room" und "Sunshine Of Your Love", die FOREIGNER-Huldigung "Long Long Way From Home" und "Starrider" sowie die atemberaubende Version des MOODY BLUES-Klassiker "Nights In White Satin" noch gesondert hervorheben. Nicht nur ein Fest für die ständig wachsende LANA LANE-Fanbase, sondern auch ein heißer Tipp für alle Anhänger des gepflegten 60er/ 70er Rocks. Ich bin jedenfalls der Ansicht, dass LANA LANE mit "Gemini" auf die fast schon geniale "Cover-Collection" noch eine gehörige Schippe draufgelegt hat.

Sonny

Trackliste:

1. White Room [4:58] (this song was originally recorded by Cream) - 2. White Rabbit [2:25] (this song was originally recorded by Jefferson Airplane) - 3. Long Long Way From Home [3:30] (this song was originally recorded by Foreigner) - 4. You Can Never Go Home [6:02] (this song was originally recorded by The Moody Blues) - "Pink Moon Suite": 5. Breathe Introduction [1:15] (this song was originally recorded by Pink Floyd) - 6. Johnny Moon [3:01] (this song was originally recorded by Heart) - 7. Breathe in the Air [1:45] - 8. On the Run [2:05] - 9. Time [5:21] - 10. Breathe Reprise [1:25] (songs 7-10 were originally recorded by Pink Floyd) - 11. Dream of the Archer [4:19] (this song was originally recorded by Heart) - 12. Starrider [5:27] (this song was originally recorded by Foreigner) - 13. Sunshine Of Your Love [4:55] (this song was originally recorded by Cream) - 14. Wooden Ships [4:31] (this song was originally recorded by Jefferson Airplane along with a simultaneous version by Crosby, Stills, Nash & Young) - 15. Nights in White Satin [5:19] (this song was originally recorded by The Moody Blues)

Thanks to Moritz @ Gordeon Music

weitere Reviews über LANA LANE:
LANA LANE/ 10th Anniversary Concert (DVD/ CD) (Live Candy/ March 2006)
LANA LANE/ Lady Macbeth
LANA LANE/
Storybook: Tales From Europe And Japan (DVD)
LANA LANE/
Return To Japan
LANA LANE/
Winter Sessions
LANA LANE/ Covers Collection

ERIK NORLANDER/ Hommage Symphonique

Review:
Der Januar scheint wohl der Monat der Cover-Alben zu sein. Zeitgleich zu "Gemini" kredenzt uns auch LANA LANEs Gatte ERIK NORLANDER mit "Hommage Symphonique" ein Cover-Alben. Ungeachtet der Tatsache, dass es sich meines Wissens hier um das erste derartige Werk des Tastenzauberers und Produzenten handelt, kann man bezüglich der Berechtigung des Albums zweifelsohne die gleichen Argumente wie bei "Gemini" geltend machen. Zugegeben, die 8 Interpretationen auf "Hommage Symphonique" sind im Vergleich zum Werk seiner besseren Hälfte natürlich deutlich freizügiger ausgelegt – was bei einem Keyboarder seines Schlages nicht weiter verwundert – aber man ist stets darauf bedacht das Original in Ehren zu halten. Mit der Unterstützung von Sänger Kelly Kelling, der hier wieder einen fabelhaften Job angeliefert hat, Don Schiff (NS/Stick, Bowed Guitar, Contrabass) und Schlagzeuger Gregg Bissonette zollt er mit unbändiger Spielfreude und unglaublicher Raffinesse u. a. solchen Legenden wie YES ("Turn The Century"), PROCOL HARUM ("Conquistador") oder JETHRO TULL ("Clasp") Tribut. Neben der über jeden Zweifel erhabenen Instrumental-Leistung der beteiligten Musiker, der brillanten Produktion und den fantastischen Arrangements, erweist sich die Tatsache, dass ERIK NORLANDER bei der Songauswahl auf die etwas weniger bekannten Nummern seiner Helden zurückgegriffen hat, als ein weiterer großer Pluspunkt. Wer bereits von den Originalen begeistert ist und sich mit dem zeitlos-eigenwilligen Symphonic Rock-Sound von ERIK NORLANDER identifizieren kann, der wird von "Hommage Symphonique" hellauf begeistert sein.

Sonny

Trackliste:

1. Conquistador [4:08] (this song was originally recorded by Procol Harum) - 2. Sir Lancelot and the Black Knight [7:20] (this song was originally recorded by Rick Wakeman) - 3. Turn of the Century [7:38] (this song was originally recorded by Yes) - 4. Pirates [13:32] (this song was originally recorded by Emerson, Lake & Palmer) - 5. Clasp [4:51] (this song was originally recorded by Jethro Tull) - 6. King of the Universe [7:09] (this song was originally recorded by Electric Light Orchestra) - 7. Children of Sanchez Overture [9:24] (this song was originally recorded by Chuck Mangione) - 8. Starless [12:04] (this song was originally recorded by King Crimson)

Thanks to Moritz @ Gordeon Music

weitere Reviews über ERIK NORLANDER:
ERIK NORLANDER/
Stars Rain Down
ERIK NORLANDER/
Threshold (special edition/ re-release)
ERIK NORLANDER/
Music Machine


SCHORSCH & DE BAGASCH/ Mit Offene Knia
  • Band: Schorsch & De Bagasch
  • Album: Mit Offene Knia
  • Spielzeit: 43:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mundart Ageh/ BSC Music/ Rough Trade
  • Vergleichbare Bands: Bob Dylan, Willy Michl, Spider Murphy Gang
  • Veröffentlichung: 26.01.2007
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Den Stammgästen auf ROCK & METAL HEAVEN dürfte meine Schwäche für Blues und meine genetisch bedingte Vorliebe für Rockmusik im bayrischen Slang hinlänglich bekannt sein. Beide Neigungen kommen mit dem zweiten Album von SCHORSCH & DE BAGASCH voll auf ihre Kosten. Im Vergleich zum zweifellos erdigen und starken Debüt "Sekänd Händ Blues" sind die 12 Lieder (darunter drei Coverversion, denen Schorsch Hampel natürlich einen bayrischen Text auf den Leib geschneidert hat) auf "Mit Offene Knia" wegen ihrer rein akustischen Ausrichtung noch uriger und intensiver ausgefallen. Dies wird bereits beim Opener/ Titeltrack, der in Form einer druckvollen Blues-Lokomotive auf den Zuhörer zu dampft, und bei der beschaulichen Bluesnummer "Zum Lach Braucht’s An Haufa, Zum Woana Langt A Zug" (im Original von BOB DYLAN) unweigerlich klar und vom folgenden "Da Blues Is Bei Mir Ei’zog’n", das nur von rhythmischen Klatschen und einer Mundharmonika begleitet wird, vehement unterstrichen, denn noch näher kann man sich wohl an den Wurzeln des Blues’ nicht orientieren. Mit dem anschließenden "Fensterl Im Chat" ist Bagasch-Chef Schorsch Hampel (Gesang, Gitarre) das unglaubliche Kunststück gelungen bayrischen Landler mit urwüchsigen Blues in Einklang zu bringen. Ja, man möchte fast annehmen als wäre es von jeher so gewesen, derart harmonisch geht diese Verschmelzung vonstatten. Die Texte – ob amüsant oder nachdenklich – handeln von ganz alltäglichen, zeitgemäßen, gesellschafts- und sozialkritischen Themen, wie z. B. "Scheene Heimat", das sich mit der Entwicklung der Menschheit und der Veränderung in München während den letzten drei Jahrzehnten beschäftigt, oder das schmissige "Wann I Amoi In’ Himme’ ’naufkimm", das ganz ungeniert die „Ebay“alisierung auf die Schippe nimmt. Ein weiteres Schmankerl ist meines Gutdünkens die Slidegitarren-Nummer "Isardelta", mit der sich der Schorsch nicht nur eindrucksvoll vor RY COODER verbeugt, sondern sich auch in dessen Sphären spielten. Auch die anderen Nummern können das unglaublich hohe Niveau der angeführten Anspieltipps problemlos halten. Langer Rede kurzer Sinn: Noch nie hat Blues diesseits des Atlantiks authentischer geklungen. Somit gehört "Mit Offene Knia" zum Pflichtprogramm aller traditionsbewussten Blues-Fans.

P.S. Falls SCHORSCH & DE BAGASCH zufällig in euerer Nähe ein Gastspiel geben, dann solltet ihr die Gelegenheit, die Band live zu erleben, unbedingt beim Schopfe packen.

Sonny

Trackliste: 01. Mit offene Knia - 02. Zum Lacha braucht's an Haufa, zum Woana langt a Zug - 03. Da Blues is' bei mia ei'zog'n - 04. Fensterln im Chat - 05. Scheene Hoamat - 06. Des harte Leb'n - 07. Neili früh am Moing - 08. Da Muihiasl hat's xagd - 09. Wann I amoi in Himme aufikimm - 10. Isardelta - 11. Stummfuim - 12. Tabor Süden

Thanks to Schorsch @ de Bagasch

weitere Reviews über SCHORSCH & DE BAGASCH:
SCHORSCH & DE BAGASCH/  Sekänd Händ Blues (Mundart-Tipp/ Mai 2006)

  • Band: Brings
  • Album: Hay! Hay! Hay!
  • Spielzeit: 50:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Na Klar!/ Sony BMG Entertainment
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 12.01.2007
  • Wertung: 9,5/ 10
 
BRINGS/ Hay! Hay! Hay!

Review:
Ziemlich genau zwei Jahre haben sich die Kölner Rock-Jecken zeitgelassen um nun mit ihrem neusten Album "Hay! Hay! Hay!" der närrischen Gesellschaft erneut ordentlich einzuheizen. Zwischendurch trugen auch BRINGS mit der knackig-genialen Neuinterpretation der weltmeisterlichen Fußball-Hymne "Fußball Ist Unser Leben" ihren Teil zur unvergesslichen WM-Faszination im Sommer 2006 bei. Mit diesem Klassiker und dem düster röhrenden Stampfer "Rabenschwarzenacht", der fast als Soundtrack für eine deutsche Neuverfilmung von „The Monsters“ dienen könnte, oder der hitverdächtigen Gitarren-Rocknummer "Eifel" strafen BRINGS all diejenigen ihrer früheren Fans lügen, die die Band mittlerweile als läppisch schunkelnden Karnevalsverein abstempeln. Logischerweise hat der Fünfer mit dem flotten Titeltrack und der Schunkelnummer "Kumm Mit" oder mit dem marschartigen "Dummer Ne Jefalle", der mit griechischen Folklore-Elementen ausgestattet ist, und dem von jüdischen Flair umgebenen "Riesenkamell" auch reichlich Songs am Start, welche die närrische Zeit versüßen. Aber im Gegensatz zu den unzähligen Faschingskapellen warten BRINGS mit durchdachten Texten auf und sind somit von der landläufigen „Trink-Trallala-Tschingderassabum“-Attitüde meilenweit entfernt. Natürlich kommt ein BRINGS-Album nicht ohne eine Hymne auf ihre Heimatstadt aus. Diesmal bringt die Band um Sänger Peter Brings anhand der lässigen Countrynummer "Loß Dir Nicht Nix Jefalle" ihren Stolz auf ihr Köln zum Ausdruck. Außerdem verbeugen sich die Kölsche Jungs mit der Wahnsinns-Wunderkerzen-Gänsehaut-Nummer "Su E Feeling" (Live-Atmosphäre pur!!!) mehr als eindruckvoll vor ihrer treuen Anhängerschaft. Bei diesen Herrschaften merkt man einfach woher sie kommen und wem sie ihren Erfolg verdanken. Schön, dass es in einer so profitgeilen Zeit noch so ehrliche und dankbare Bands gibt. – Und BRINGS sind da ganz vorne dabei!

Sonny

Trackliste: 1. Hay! Hay! Hay! - 2. Bazille - 3. Su ne Daach - 4. Rabenschwarzenacht - 5. Fußball ist unser Leben - 6. Kumm mit - 7. Dunmer ne Jefalle - 8. Riesenkamell - 9. Eifel - 10. Loß dir nix jefalle - 11. Su e Feeling - 12. Dann jon die Leechter us - 13. Ungerm Mond vun Kölle

Thanks to Alex @ Another Dimension

weitere Reviews über BRINGS:
BRINGS/ Su Lang Mer Noch Am Lääve Sin (Mundart-Tipp/January 2005)


HENNING PAULY/ Babysteps
  • Band: Henning Pauly
  • Album: Babysteps
  • Spielzeit: 75:37 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ProgRock Records/ H’art
  • Vergleichbare Bands: Trans Siberian Orchestra, Savatage, Hubi Meisel
  • Veröffentlichung: ??.01.2007
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Yeah, endlich hat HENNIG PAULY sein Mammutprojekt "Babysteps" in trockenen Tüchern! Zwar erstreckt sich das Werk nicht – wie ursprünglich angedacht – über ein Doppelalbum, sondern „nur“ über einen Silberling, aber der hat es wahrlich in sich. "Babysteps" erzählt über 15 ausgefeilte Songs die Geschichte eines Profi-Sportlers, der sich durch einen Schicksalsschlag plötzlich an den Rollstuhl gefesselt im Rehabilitationszentrum wiederfindet. Dieser Charakter, der von Jody Ashworth einfühlsam bzw. mit der nötigen Bitterkeit und Aggressivität interpretiert wird, hat seine Schwierigkeiten mit seinem behandelnden Arzt, die letztendlich ihren Höhepunkt in einer großen Auseinandersetzung finden. Durch diesen „Halbgott in Weiß“, der arrogant-brillanter Manier von James LaBrie (DREAM THEATER) gemimt wird, verliert er das Vertrauen in sich und die Menschheit, trotzdem lassen ein Mitpatient (eindrucksvoll verkörpert von Matt Cash/ CHAIN) und dessen Arzt (Michael Sadler/ SAGA) nichts unversucht, um ihm selbiges zurückzugeben. Ob es ihnen gelingen wird, soll an dieser Stelle allerdings nicht verraten werden, denn: „selber hören macht schlau!“ ;-). Progmetal-Fans, die sowohl auf lebensnahe Konzepte, als auch auf orchestrale Elemente gepaart mit emotionalen (stellenweise jazzigen) Piano-/ Keyboardparts und vielseitigen Metal-Gitarren im Stile der oben genannten Bands/ Interpreten stehen, können hier blind zugreifen.

Sonny

Trackliste:

01. The Café 1 - 02. I Don't Need You - 03. No Tree To Set Under - 04. Listen To Me - 05. The Café 2 - 06. Not Just A Piece Of Paper - 07. Whenever You Dream - 08. The Café 3 - 09. A Place In Time - 10. What Do You Know - 11. The Cafe 4 - 12. The Door - 13. I See - 14. The Last Song - 15. The Café 5

Thanks to Moritz @ Gordeon Music

weitere Reviews über HENNING PAULY:
HENNING PAULY/ Credit Where Credit Is Due
FRAMESHIFT/ An Absence Of Empathy
CHAIN/ Chain.exe (limited edition/ DVD)
CHAIN/
Chain.exe
HENNING PAULY/
13 Days
FRAMESHIFT feat. James LaBrie/
Unweaving The Rainbow


RETROHEADS/ Introspective
  • Band: Retroheads
  • Albumtitel: Introspective
  • Spielzeit: 64:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Unicorn Digital/ H’art
  • Vergleichbare Bands: ELP, Genesis, Pink Floyd, Marillion, Arjen Lucassen’s Star One
  • Veröffentlichung: 12.01.2007
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Ja, was ist das denn Nettes? Hat sich da etwa Roger Waters wieder zu schnelleren Stücken animieren lassen (ich finde den Mann derzeit einfach nur ermüdend) und sich mit dem Keyboarder von MARILLION zusammengetan, einem modernen David Gilmour-Clon die Gitarre umgehängt und Phil Collins die alten Drumbeats früherer Tage auferlegt? Diese Scheibe ist so was von retro, dabei aber erfrischend modern produziert, dass es mich echt umhaut. So etwas habe ich schon lange nicht mehr gehört .Das Septett aus Norwegen verwebt die o. g. Bands dermaßen gekonnt miteinander, dass sich daraus dann wieder etwas Eigenes entwickelt. Und doch kommt man nicht umhin, immer wieder den Gedanken zu fassen, dass man das Solo, den Sound, das Fragment aus Tönen schon mal irgendwo gehört hat. Hier kann man sich getrost der Musik hingeben. Schöne Hammondorgelpassagen stehen im Wettstreit mit genialen Gitarrensoli, bevor ein Mellotronteppich sich unter die Töne mischt. Es ist nicht langweilend, nicht beweisend, einfach nur schön den Norwegern bei der Arbeit zu lauschen. Wenn dann noch die Stimmen dazukommen bekommt der Soundteppich noch einen draufgelegt. Genial! Wollen wir mal hoffen, dass diese Bands noch mehr Leute außer mich begeistern wird. Dieses Jahr werden sie sich u. a. auf dem „Rites Of Spring“-Festival in Phoenixville, PA versuchen in die Herzen der Fans von Bands wie SPOCK’S BEARD, PENDRAGON u. ä. zu spielen.

Friedemann

Trackliste:

1. Rainy Day - 2. Living in a Bubble - 3. Black Hole Eyes - 4. One World - 5. Be Aware - 6. I Turn to You - 7. Slaves of Gold - 8. Tidal Wave - 9. Karma

Thanks to Moritz @ Gordeon Music


JORN/ The Gathering
  • Band: Jorn
  • Album: The Gathering
  • Spielzeit: 77:47 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: David Coverdale, Millenium, Masterplan
  • Veröffentlichung: 26.01.2007
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Nach seinem phantastischen Solo-Album "The Duke" und dem doch ziemlich überraschenden Ausstieg bei MASTERPLAN meldet sich Ausnahmesänger JORN Lande nach nicht mal einem Jahr gleich mit zwei atemberaubenden Alben eindrucksvoll zurück. Zum einen mit der „Best Of“-Zusammenstellung "The Gathering" und zum anderen mit dem Cover-Album "Unlocking The Past". Erstere enthält die besten Songs (z. T. re-recorded) seiner ersten drei Solo-Alben "Starfire" (2000), "Worldchanger" (2001) und "Out To Every Nation" (2004) und wird noch jeweils durch einen Song aus den verschiedenen Schaffensphasen bei THE SNAKES ("Gonna Find The Sun"), MILLENIUM ("Hourglass") bzw. ARK ("Where The Wind Blows") sowie durch "My Own Way" aus den ALLAN/ LANDE-Projekt ergänzt. Insgesamt tummeln sich summa summarum 16 erstklassige Hard Rock-Perlen auf "The Gathering", die einen wirklich gelungenen Querschnitt über die bisherige Schaffensperiode bieten. Kurzum, das perfekte Einsteigerprodukt. Für Fans hingegen, die besagte Alben schon in ihrer Sammlung wissen, dürfte "The Gathering" trotz der vereinzelten Neuarrangements keinen besonderen Kaufanreiz bieten. Für letztere Klientel wären wohl ein paar Songs aus seiner VAGABOND-Phase viel interessanter gewesen, denn erst dann würde die Zusammenstellung meines Erachtens dem Untertitel „The Best Of His Early Days“ völlig gerecht werden. Dieser leise Kritikpunkt soll aber keinesfalls die Top-Qualität des Produktes in Frage stellen.

Sonny

Trackliste:

1. Something Real - 2. Gonna Find The Sun - 3. Bridges Will Burn - 4. Young Forever - 5. Tungur Knivur - 6. One Day We Will Put Out The Sun - 7. Sunset Station - 8. Hourglass - 9. Gate Of Tears - 10. House Of Cards - 11. My Own Way - 12. Worldchanger - 13. Abyss Of Evil - 14. Where The Winds Blow - 15. Christine - 16. Big

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über JORN:
JORN/ Unlocking The Past (Schmankerl/ January 2007)
JORN/ The Duke (Earcatcher/ February 2006)
MASTERPLAN/
Aeronautics (Album Of The Month/ January 2005)

  • Band: Jorn
  • Album: Unlocking The Past
  • Spielzeit: 49:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: siehe Text ;-)
  • Veröffentlichung: 26.01.2007
  • Wertung: 9/ 10
JORN/ Unlocking The Past

Review:
Die in der obigen Besprechung zuletzt angesprochene Fanschicht kommt allerdings mit dem zeitgleich veröffentlichten "Unlocking The Past" voll auf ihre Kosten. Denn hier verneigt sich der Norweger über 10 Nummern auf beeindruckende Art und Weise vor solchen Hard Rock-Helden wie WHITESNAKE ("Fool For Your Loving"), THIN LIZZY ("Cold Sweat") oder RAINBOW ("Kill The King"). Wie es sich für einen Ausnahmeinterpreten seines Kalibers gehört, gelingt es ihm dabei immer wieder den Songs seinen eigenen Stempel aufzudrücken, ohne sie allerdings ihres Klassiker-Flairs zu berauben. Außerdem sind mit den Interpretationen von MSGs "On And And" und des DEEP PURPLE-Klassikers "Perfect Stranger" meines Wissens zwei Nummern am Start, die aus den Aufnahmesessions für das leider nie erschienene Coveralbum von MILLENIUM stammen. Meine ganz persönlichen Favoriten sind indes die Umsetzungen der KISS-Nummer "Nacked City" und "The Day The Earth Caught Fire" von UK-AORler CITY BOY, das wie das DEEP PURPLE-Kultepos "Burn" bereits auf seinem ersten Solo-Album "Starfire" vertreten war. Fazit: Selten ist mir ein Cover-Album untergekommen, das mit derart viel Leidenschaft, Gefühl und Power zu begeistern weiß... kann man gar nicht genug kriegen von

Sonny

Trackliste:

1. On And On - 2. Fool For Your Loving - 3. Cold Sweat - 4. Lonely Is The Word / Letters From Earth - 5. Burn - 6. Feel Like Making Love - 7. Kill The King - 8. Perfect Strangers - 9. Naked City - 10. The Day The Earth Caught Fire

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über JORN:
JORN/ The Gathering (Schmankerl/ January 2007)
JORN/ The Duke (Earcatcher/ February 2006)
MASTERPLAN/
Aeronautics (Album Of The Month/ January 2005)


CRAZY LIXX/ Heroes Are Forever
  • Band: Crazy Lixx
  • Album: Heroes Are Forever
  • Spielzeit: 8:15 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Swedmetal/ Schweden-Import
  • Vergleichbare Bands: Poodles, Wig Wam, Kiss
  • Veröffentlichung: 25.01.2007
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Sleaze/ Glam Rock-Fans aufgepasst, nach WIG WAM und den POODLES kündigt sich nun mit CRAZY LIXX ein weiteres heißes Eisen aus der skandinavischen Party Rock-Schmiede an! Der junge Vierer knallt uns auf seiner ersten offiziellen Single "Heroes Are Forever" zwei wirklich geniale Nummern um die Ohren, die sich nicht nur – anhand von gnadenlosen Refrains und Hooks – ohne Umwege in selbige eingraben, sondern es auch ohne jeden Zweifel mit den Klassikern des Genres aufnehmen können. Der eh schon knackig stampfende Titeltrack, der mit packenden Mitsing-Chören ausgestattet ist, wird meines Erachtens von der spritzig groovenden Hymne "On Your Marks, Get Set, Rock!" nochmals getoppt. Obwohl die Band erst seit 2002 existiert klingt CRAZY LIXX unglaublich gewieft, was nicht zuletzt dem kraftvollen Organ von D.C. Danny und dem fesselnden Gitarrenspiel von Vic Zino zu verdanken ist. Außerdem hat Chris Laney (ZANCLAN/ CANDLEMASS) mit einer unverbraucht klingenden Mix-Arbeit  einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Gelingen dieses Zwei-Trackers, der eindeutig Appetit auf mehr macht. Ich bin mir sicher, dass die Schweden in der Lage sind, auch mit einem kompletten Album (das hoffentlich bald folgen wird/ Anmerk. d. Verf.)  bedingungslos zu überzeugen.

Sonny

Trackliste:

1. Heroes Are Forever - 2. On Your Marks, Get Set, Rock!

Thanks to Micke @ Swedmetal


THE OCTOBER/ Push My Off The Side Of The Earth / ... Bye Bye Beautiful
  • Band: The October
  • Albumtitel: Push Me Off The Side Of The Earth / ... Bye, bye beautiful
  • Spielzeit: 43:00 min / 52:14 min
  • Plattenfirma/Vertrieb: b factory music/ DA Music
  • Vergleichbare Bands: Simple Minds, Oasis, ein bisschen U2
  • Veröffentlichung: 12.01.2007
  • Wertung: 9/ 10; 9/ 10

Review:
Gibt es auf diesem Planeten noch Menschen, die den großen Stadionsound der SIMPLE MINDS kennen und mögen, die OASIS nicht nur doof finden und sich begeistern lassen können für den Gitarrensound von The Edge von U2? Wenn das so ist, dann haben THE OCTOBER beste Chancen Anhänger ihrer Musik zu finden. Dabei sind THE OCTOBER keine Klone der genannten Bands, sondern schaffen es ihren eigenen Sound zu entwickeln. Genial, wie sie dabei konsequent den Britrock weiterentwickeln. So ein Album hätte man sich gerne von OASIS in den CD-Player schieben lassen. Ohrwurmmelodien ohne großen Firlefanz hängen sich in den Gehörgängen fest und wollen da auch so schnell nicht wieder raus. Unaufdringlich wummert die Rhythmussektion sich durch die Lieder und legt damit den Boden für die großen Gitarrenwände, die vom Sound her immer wieder an die SIMPLE MINDS mit U2-Anleihen erinnern. Dass das Quartett dabei aus den Staaten kommt ist erstaunlich, ich hätte sie eher auf der Insel westlich des Ärmelkanals vermutet. Die beiden Scheiben sind soundtechnisch erstaunlich klar abgemischt. Kein Instrument spielt sich in den Vordergrund, keins wird in den Hintergrund gestellt. Perfekt! Mit „b factory music“ hat man in Deutschland jetzt den Partner gefunden, der den Oktober direkt an den Jahresanfang stellt. Bleibt zu wünschen, dass er bis zum Herbst alle erreicht hat.

Friedemann

Trackliste:

Push Me Off The Side Of The Earth: 01. The Strangest Thing 4:10 - 02. Far Away 4:02 - 03. The Last Week Of Summer 4:11 - 04. Push Me Off The Side Of The Earth 3:26 - 05. Girlfriend 3:44 - 06. The Fool 4:21 - 07. Broken Record 4:40 - 08. Wrong 3:48 - 09. Leaving Day 3:47 - 10. Anthem For A TV Nation (V12.6) 4:49 - 11. Ghosts And Echoes 1:58

... Bye Bye Beautiful: 01. Through the waves and stars 3:51 - 02. Kings and Queens 3:17 - 03. Sending Echoes 4:12 - 04. Complex Liner 4:17 - 05. Bedroom Girls 4:15 - 06. Eyes Closed 4:23 - 07. Down 4:58 - 08. Gravity 4:04 - 09. M.9.A. (9 will find you) 3:31 - 10. Birth 4:23 - 11. On Fire 4:17 - 12. Holy Ghost 6:41

Thanks to Alexandra @ b factory music


BLIND EGO/ Mirror
  • Band: Blind Ego
  • Albumtitel: Mirror
  • Spielzeit: 61:07 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Red Farm Records/ Rough Trade
  • Vergleichbare Bands: Frost*, KINO, Arena, härtere Version von RPWL
  • Veröffentlichung: 26.01.2007
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Und wieder ein Musiker, der Solopfade einschlägt. Wer sich hier solistisch Gehör verschafft, ist das W aus der Floyd-Combo RPWL, Kalle Wallner. Er geht diesen Weg nicht alleine, sondern holt sich namhafte Künstler ins Studio um so sein Werk zu veredeln. Die Gästeliste liest sich wie ein „Who Is Who“ der Prock Rock-Szene und doch ist "Mirror" kein Prog Rock-Album geworden. Sicherlich wird hier und da ein wenig gefrickelt, mit "Forbidden To Remain" hat es auch ein 10-Minüter aufs Album geschafft, aber im Großen und Ganzen wird ordentlich oder im Midtempo-Bereich gerockt. Zurück zu den Gästen. Da wäre am Bass John Jewitt, der normalerweise bei IQ / JADIS den Tieftöner bedient. Den Mikrophonjob teilen sich gleich mehrere Jungs: John Mitchell, Paul Wrightson, Clive Nolan – na, klingelt’s? Genau diese Herren sangen oder singen doch bei ARENA. Dazu kommt im Bonustrack noch Mischa Schleypen, der in der Vorgängerband von RPWL hinterm Mikro stand. An den Keyboards – die sparsam auf dem Scheibchen auftauchen – steht Yogi Lang, das L in RPWL. Am Schlagzeug sitzt Tommy Eberhardt, der mir bis dato unbekannt war. BLIND MIRROR liefert ganz großes Kino für die Ohren. Unüberhörbar sind die floydschen Wurzeln zu hören, ohne sich allzu sehr anzubiedern. Highlights für mich neben dem o. g. Longtrack ist das Titelstück, welches mit einem knackigen Gitarrenriff aufwartet oder "Don’t Ask Me Why", welches durchaus auch einem Mr. David Gilmour auf die Saiten hätte fließen können. Jedes Lied jetzt durchzukauen, würde den Rahmen sprengen, von daher: ab zum Händler und das Teil aus dem Regal reißen.

Friedemann

Trackliste:

1. Obession - 2. Moon And Sun - 3. Break You - 4. Black Despair - 5. Open Sore - 6. Hallowed - 7. Mirror - 8. Don't Ask Me Why - 9. Moorlang - 10. Forbidden To Remain - 11. Artist Manqué (bonus track by Violent District)

Thanks to Michi @ Farmlands

  • Band: Code
  • Album: The Enemy Within
  • Spielzeit: 51:05 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Grand Illusion, T’Bell, Toto, Asia
  • Veröffentlichung: 22.01.2007
  • Wertung: 8/ 10
CODE/ The Enemy Within

Review:
Nach dem Ende von GRAND ILLUSION sind Songwriter Anders Rydholm (Bass, Keyboard, Gitarre) und sein Kumpel Ola af Trampe nicht lange auf der faulen Haut gelegen, sondern haben sich den Sänger Sherwood Ball (u. a. JAY GRAYDON) gekrallt und ihre neue Band CODE ins Leben gerufen. Obwohl sich auf "The Enemy Within" natürlich gewisse Parallelitäten zu GRAND ILLUSION nicht verleugnen lassen, darf man nicht zuletzt aufgrund des facettenreichen Gesangs von Sherwood Ball, der dem Sound einen internationalen – stellenweise überraschend rotzigen – Glanz verleiht, hier keinesfalls von einem "Ordinary Just Won’t Do"-Nachfolger unter neuem Bandbanner sprechen. Als Highlights kristallisieren sich nach einigen Durchläufen der Titeltrack, der eine gelungene Verknüpfung aus kernigen Gitarren und feinen Keyboards darstellt, und die groovende AOR-Hymne "How Can I Change The World?" sowie "Sworn To Silence" (Killernummer!), die mich stellenweise an ASIAs "Sole Survivor" erinnert, heraus. Da auch die Produktion keinerlei Angriffsfläche für kritische Töne liefert, gehört "The Enemy Within" meines Erachtens zum Pflichtprogramm eines qualitätsbewussten Melodic Rock-Fans.

Sonny

Trackliste: 1. The enemy within - 2. Sign up for love - 3. Home away from home - 4. In the shadows - 5. How do we stay in love - 6. My time - 7. Alive - 8. Uninvited guest - 9. Change the world - 10. Flying high - 11. Sworn to silence

Thanks to Birgitt @ GerMusica

more Reviews for January 2007 (release date 21.01. - 31.01.2007)

Last Update: Sunday, 18. March 2007
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Sonny