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Review:
Wahnsinn!!! Nur ganz selten ist mir bisher ein Debüt-Album untergekommen,
das mich auf Anhieb so fasziniert und überzeugt hat wie jenes von CRYSTALLION.
Auf "A Dark Enchanted Crystal Night" zelebriert der Siegsdorfer
Sechszylinder äußerst edlen und epischen Power Metal, dessen tragenden Säulen
ausdrucksstarker und überragender Gesang (Thomas Strübler), virtuos-flitzige
und kompromisslos-knackige Gitarren (Patrick
Juhász, Manfred G. Stief),
neoklassisch/ baroquesk-quirlige Keyboards (Manuel Schallinger), unaufdringliche
Bassläufe (Stefan Gimpl) und druckvolle Doublebass-Salven (Martin Herzinger)
darstellen. Neben der instrumentalen Kompetenz jedes Bandmitglieds sind
abwechslungsreiches und anspruchsvolles Songwriting, ein schier untrügliches
Gespür für eingängige Melodien und eine imposante Produktion (Gary Nagy)
weitere Garanten für ein wirklich überwältigendes und überraschend
ausgereiftes Erstlingswerk. Wer’s nicht glaubt, der wird sich durch solch
klassikerverdächtige Hymnen wie "Guardians Of The Sunrise",
"Crystal Clear" oder "Burning Bridges" vom Gegenteil überzeugen
lassen müssen. Mein absoluter Favorit ist das 9½minütige Meisterwerk "The
Final Revelation", bei dem u. a. D.C. Crow von den Labelkollegen MEDUSA’S
CHILD den Part des Luzifers auf beängstigend leibhaftige Weise interpretiert.
Fazit: Endlich mal eine aufstrebende junge Combo, die den hohen Ansprüchen des
leider von zweit- und drittklassigen Bands überschwemmten Genres gerecht wird.
Nur aufgrund der festen Überzeugung, dass CRYSTALLION in der Lage sind, beim nächsten
Album noch eine Schippe draufzulegen, habe ich es mir verkniffen schon für
"A Dark Enchanted Crystal Night" die Bewertungsskala komplett
auszureizen. Somit gehen also fette 9 Punkte von Rosenheim nach Siegsdorf.
| Trackliste: | 1. A Dark Enchanted Crystal Night - 2. Guardians Of The Sunrise - 3. Visions - 4. Eternia - 5. Crystal Clear - 6. Tears In The Rain - 7. Dragonheart - 8. Burning Bridges - 9. The Final Revelation |
Thanks to Gaby @ STF-Records
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Review:
Wenn das mal
nicht der Newcomer des Monats im Prog-Bereich wird. Ich denke die sichere Bank
auf der die o. g. Bands sitzen wird langsam mit neuen Leuten besetzt. Da werden
sich Portnoy und Co. warm anziehen müssen. THESSERA kochen dabei aber nicht nur
das altbekannte Prog-Gebräu, sondern mixen den Zaubertrank noch mit Stilmitteln
aus Jazz, Blues, Klassik und brasilianischen Musikeinflüssen. Dass sie dazu
noch ihre Instrumente beherrschen ist eine weitere gute Zutat. Schon der Opener
haut einem in einer Geschwindigkeit um die Ohren, dass es eine wahre Wonne ist.
Trotzdem müssen sie niemanden durch Endlosgefrickel beweisen wie toll sie sind.
Und sie bleiben auf diesem Level, was durch die unterschiedlichen Einflüsse
noch abwechslungsreich gestaltet wird. Genau wie PRYMARY, die an anderer Stelle
rezensiert werden, beweist dieses brasilianische Sixpack Mut, wenn sie als
Erstlingswerk gleich ein Konzeptalbum auf die Ladentheke rollen. Sicherlich ist
die Story hinter den Tönen nicht wirklich neu, aber durchaus interessant
umgesetzt. Da wird in Zukunft noch mehr zu erwarten sein. Und
zu dem Ganzen, was den Ohren schmeichelt gibt es noch ein sehr schön
gestaltetes Booklet. Progmetaller-Herz was willst Du mehr. In Sachen Mixing und
Producing kann man mit den Großen noch nicht ganz mithalten und hier und da
nervt der Sound des Keyboards schon, aber der Abstand ist nicht unüberbrückbar.
Ich bin gespannt, wie es mit dieser Band (die übrigens erst seit 2003 besteht)
weitergeht. Mehr davon!
| Trackliste: |
01.
Le Chef D'oeuvre |
Thanks to Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Während die TOTEN HOSEN oder die ÄRZTE durch die Kommerzialisierung längst
ihre Ecken und Kanten eingebüsst haben, zeigt die Punkrock-Institution vom Münchener
Hasenbergl auch nach 25 Jahren und 8 Studioalben keinerlei Verschleißerscheinungen.
Laut und rau wie in den Anfangstagen rotzt sich die Band um Urgestein Thomas
Fock (Gesang, Gitarre) mit räudigen Witz und bissiger Ironie durch 13 schnörkellose
Nummern. Dabei haben LUSTFINGER stets das Ohr am Puls der Zeit und legen dabei
nicht selten den Finger ganz ungeniert in offene Wunden – sei’s nun
religionsbezogen ("Heilig"), sozialkritisch ("Märchenland")
oder gesellschaftspolitisch ("Helden"). Trotz aller Bissigkeit der
Texte lässt sich musiktechnisch mit "Achtung Heilig" auch richtig gut
abfeiern; wie z. B. im Falle vom "Geburtstags-Song" oder von
"Kotzen", bei denen es sich prächtig mitgrölen lässt. Auf der
anderen Seite zeugen solche Songs wie "Herr der sieben Meere" und
"Soviele Träume" von Thomas Focks Kämpfermentalität, ohne die es
LUSTFINGER wahrscheinlich nicht über die letzten 25 Jahre geschafft hätte. Außerdem
ist auf einem Album der Münchener Kult-Band eine erdig-selbstbewusste Löwen-Hymne
("Mia kumma wieda"), die diesmal in fruchtbarer Zusammenarbeit mit den
Dialekt-Rockern von ZWECKINGER entstanden ist und aufmerksamen Besuchern von
deren letzten Album "Metzgerei Königswieser" bereits bekannt sein dürfte,
zur guten Tradition. Fazit: Vergesst die TOTEN HOSEN oder die ÄRTZE, denn es
gibt keine andere deutschsprachige Band, die den echten Punk Rock von Beginn der
wilden 80er – trotz aller Unwägbarkeiten – bis heute so authentisch gelebt
hat wie LUSTFINGER. Glückwunsch, auf die nächsten 25 Jahre!
Thanks to BSC Music
weitere Reviews über LUSTFINGER:
LUSTFINGER/ Eiszeit
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- Review:
Bei dem guten
Mann denkt man unwillkürlich an die beiden großen Bands MR. BIG und POISON,
bei denen er mitwirbelte. Allerdings hatten da schon beide Combos ihren
Erfolgszenit überschritten. Wer also die Zeit danach bei beiden Bands
beobachtet hat, wird feststellen – bei MR. BIG am auffallendsten – dass nach
dem Weggang des Erstguitareros auch der Hardrock immer mehr aus dem Schaffen
verschwand und der Bluesrock Einzug hielt. Das ist u. a. auch Mr. KOTZEN zu
verdanken. Entsprechend verhalten muss man an diesen Silberling herantreten, da
hier einen nicht die großen Frickel- und Abfeierorgien erwarten, sondern
relaxtes Rocken. Das klingt gut, ist aber auf Dauer leider recht eintönig. Fängt
das Scheibchen noch relativ schwungvoll an, tut sich dann die nächsten 6 Stücke
leider nichts aufregendes – rein ins Ohr und wieder raus. Mit Song 8
allerdings wird exquisit dem Rock des guten alten Jimi gefrönt, während man im
nachfolgenden Track schon wieder ein bisschen was von MR. BIGs ruhigere Seite
entdecken kann – glücklicherweise kein zweites "To
be with you".
Das RICHIE KOTZEN das Dingen im Alleingang eingespielt und produziert hat ist
einerseits beachtenswert, andererseits hätten mehr Musiker hier vielleicht dem
ein oder anderen Stück noch mehr entlocken können.
+ Review:
Es ist schon sehr merkwürdig, viele Musikfans kennen RICHIE KOTZEN nur als
ehemaligen Gitarristen von MR. BIG oder POISON, von seiner Solo-Karriere hat man
hierzulande hingegen noch nicht wirklich Notiz genommen. Wie lässt es sich
sonst erklären, dass das Multi-Talent – trotz regelmäßig qualitativ
hochwertiger Veröffentlichungen – in unseren Breiten nur in Insider-Kreisen
als Solo-Künstler ein Begriff ist? Dabei gehört Mr. KOTZEN zweifelsohne zu den
wenigen Top-Gitarristen, die nicht nur einen begnadeten Songwriter, sondern auch
einen verdammt guten Sänger abgeben. Dies muss man sich auch nach dem Genuss
seines neuesten Solo-Streichs "Into The Black", den er erneut im
Alleingang geschrieben, eingespielt, arrangiert und produziert hat, einmal mehr
neidlos eingestehen. Zwar ist meines Erachtens der Grundtenor im Vergleich zu
den Vorgängern etwas melancholischer ausgefallen, aber diese Stimmung passt
perfekt zu seiner Gesangart und der wahrlich beseelten und rauen Mischung aus
Rock, Blues und Soul. Wer wenig mit stromlinienförmigen und aalglattgebügelten
Produktionen anfangen kann, wird mit diesem Silberling allerbestens bedient. Als
Anspieltipps empfehle ich den düsteren Opener "You Can’t Save Me"
und das bedrohlich stampfende, aber enorm eingängige "Scared Ground"
oder das relaxt-einfühlsame "Livin’ In Bliss" und die hitverdächtige
Ballade "Angel", für die sich ein LENNY KRAVITZ oder ein PRINCE
wahrscheinlich alle zehn Finger ablecken würde. Übrigens: Obwohl die Scheibe
absolut „down to earth“ ist, eignet sich "Into The Black" nicht
unbedingt zum Nebenbeihören! So kann es gut möglich sein, dass einige Songs
nicht sofort, sondern erst nach ein paar Durchläufen ihren unwiderstehlichen
Charme verbreiten. Also durchaus öfter anhören, denn das Album besitzt
unbestreitbar „Earcatcher“-Qualitäten.
Für mich
ist es jedenfalls ohne jeden Zweifel das bis dato beste Album von RICHIE KOTZEN.
Punktum!
| Trackliste: |
1. You Can't Save Me
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Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über
RICHIE KOTZEN:
FORTY DEUCE/ Nothing To Lose
RICHIE KOTZEN/ Acoustic
Cuts (Album Of The
Month/ December 2004)
RICHIE KOTZEN/ Get
Up
RICHIE KOTZEN/ Change
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Review:
Während
meiner exzessiven MySpace-Ausflüge zur Weihnachtszeit hat es mich auf das
Profil eines gewissen DENNSENSEINs verschlagen. Die Musik hat zwar nicht
unbedingt etwas mit Hard Rock oder Heavy Metal zu tun, aber die Art und Weise
wie dieser Musiker Folk-, Experimental- und Trance-Klänge miteinander in
Kongruenz bringt ist aller Ehren wert, um an dieser Stelle als
„Underground-Tipp“ gewürdigt zu werden. Unter den sieben Titeln auf seiner
in Eigenregie geschriebenen und produzierten EP "Not So Laut" sind
einige richtig prickelnde Nummern wie der Opener "My Life", der etwas
Flair von JOHN LENNONs Hippie-Phase in sich trägt, und das sphärisch-orchestral
anrangierte "People" oder "Aquedukt", das stellenweise
Erinnerungen an ART OF NOISE hervorruft, enthalten. Einzig das doch ziemlich
seichte und monotone "Line Of Line" und das schräge "Ahh"
hinterlassen einen weniger spritzigen Eindruck. Meine persönlichen
Lieblingsnummern sind hingegen "Show Me", das durch klare
Gesangslinien und Sufi-ähnliche (meditative) Rhythmik zu überzeugen weiß, und
"Teflonpfanne", das durchaus Querverweise zu den Holländern von
STREETMARK ziehen lässt. Fazit: "Not So Laut" lässt sich nicht nur
abwechslungsreich und stilistisch schwer einordnen, sondern ist für eine
Eigenproduktion erstaunlich gut durcharrangiert. Wer also an ganz speziell
experimentell angelegten Klängen interessiert ist, sollte mal auf www.myspace.com/dennsensein
vorbeischauen und die dort zum freien Download angebotenen Songs auschecken.
| Trackliste: | 1. My live - 2. People - 3. Line of live - 4. Aquedukt - 5. Show me - 6. Ahhhh (Akustisch) - 7. Teflonpfanne (Akustisch) |
Thanks to Denny @ Dennsensein
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Reviews for December 2006 (release date
21.12. - 31.12.2006)
Last Update: Sunday, 25. February 2007
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