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Review:
Michael Bormann zum Dritten innerhalb von nur 1½ Monaten. Nach seinem
fantastischen Solo-Album und der großartigen ZENO-Scheibe, kommt er nun endlich
mit dem sehnsüchtig erwarteten und nicht minder genialen RAIN-Zweitling um die
Ecke. Wie sich bereits am packenden und abwechslungsreichen Opener-Trio mit
"Do You Like It" (ein Hammergroover, der gelegentlich an KINGDOM COME
erinnert), der antreibenden Hymne "Insobriety" und dem gänsehauterregenden
"Get Over It" feststellen lässt, ist "Stronger" im
Vergleich zum Debüt "House Of Dreams" um ein paar Ecken moderner,
kantiger und stellenweise sogar etwas „düsterer“ bzw. melancholischer
ausgefallen. Trotz dieser Weiterentwicklung bietet die norwegisch-deutsche
Connection mit dem hitverdächtigen Ohrwurm "Crazy" und der göttlichen
Ballade "Die For You", von deren Klasse ein BRYAN ADAMS oder DEF
LEPPARD in der momentanen Verfassung nur träumen können, oder dem lässigen
Stampfer "Flesh & Blood", in dem der deutsche Ausnahmesänger
stellenweise wie JEAN BEAUVOIR klingt, ausreichend Stoff für die Fans des eher
traditionell ausgerichteten Debüts. Meine persönlichen Favoriten sind hingegen
die exzellent arrangierte Killer-Ballade "Get Over It", der verträumte
Pop Rock-Song "Deserve" und die flotte Acoustic-Nummer "Love Is
By Your Side". Ebenfalls nicht zu verachten ist der abschließende
"Lovesong", bei dem die Band ihrer Vorliebe zu balladesken Klängen a
la BON JOVI ungeniert frönt. Kurzum, "Stronger" wird seinem Titel
sowohl in kompositorischen und musikalischen, als auch in produktionstechnischen
Belangen vollends gerecht. Einfach herrlich! – Bleibt abschließend nur noch
zu hoffen, dass Michael Bormann, Lars Forseth (Gitarren), Peppa Bruvoll (Drums)
und Tore Moren (Leadgitarre) hierzulande auch live-technisch in Erscheinung
treten und uns nicht wieder 4½ Jahre auf einen Nachfolger warten lassen.
| Trackliste: |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Oliver @ ArtistWorxx
weitere Reviews über RAIN:
RAIN/ House Of Dreams
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Review:
Best Of-Zusammenstellungen, die kurz vor oder zur Weihnachtszeit veröffentlicht
werden, verbreiten ja nicht selten den bitteren Nachgeschmack von
Geldschneiderei, aber im Falle des vorliegenden AXXIS-Doppelalbums muss man von
dieser These gewaltigen Abstand nehmen, denn auf "Best Of Ballads &
Acoustic Specials" werden wirklich echte Leckerbissen für den Fan geboten.
So befinden sich auf der ersten CD neben 7 bekannten Album-Versionen auch ein
paar taufrische Remixe ("Only God Knows", "Waterdrops",
"Brandnew World"), seltene Live-Aufnahmen ("Face To Face",
"Heaven Seventh Train") und interessante Demo-Aufnahmen ("Fire
And Ice", "Tears Of The Trees") ihrer besten Balladen. Außerdem
enthält diese Scheibe noch die rare Long-Version von "Touch The Rainbow".
Aber das absolute Schmankerl stellt für mich persönlich der zweite Silberling
dar, denn solche Perlen wie "Living In A World", "Kingdom Of The
Night", "Little War" oder "Ships Are Sailing" im
frisch-flotten Acoustic-Gewand kredenzt zu bekommen, verbreitet unglaublich gute
Laune. Mit dem Tango-Arrangement von "C’est La Vie", der folkigen
Darbietung von "Heaven In Black" und der brilliant-schmissigen
Variante von "Touch The Rainbow" sind der Mannschaft um das Gründungsduo
Bernhard Weiß (Gesang) und Harry Oellers (Keyboards) wahre Geniestreiche geglückt.
Zudem dürften beiden enthaltenen Videoclips von "Touch The Rainbow"
und "Idolator" dem eh schon hohen Kaufanreiz den letzten Kick
verpassen. Kurzum, eine Zusammenstellung, die dem Titel „Best Of“ in allen
Belangen vollkommen gerecht wird. Ein unabdingliches Schmankerl für Fans!!!
| Trackliste: | CD2: 1. Living in a world (2006) - 2. Kingdom of the night (2006) - 3. Little war (2006) - 4. Ships are sailing (2006) - 5. Touch the rainbow - 6. Heaven in black - 7. C’est la vie (Tango Version) - 8. Fire and ice - 9. Another day - 10. Kings made of steel - 11. Julia |
Thanks to Björn @ cmm.w-rott
weiter Reviews über AXXIS:
AXXIS/ Paradise In Flames
(Earcatcher/ January 2006)
AXXIS/ Eyes Of The Darkness
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Review:
Endlich
war es Gitarrist Ralf „Doc“ Heyne vergönnt zwei aufeinander folgende Alben
mit dem ein und selben Sänger einzuspielen. Sprich auf dem vierten BISS-Album
ist erneut Mark Storace mit von der Partie! Selbiger tritt einmal mehr den
Beweis an, dass sich sein facettenreiches Organ nicht nur auf den typischen
KROKUS-Stil reduzieren lässt. Schon der orchestral beginnende und düster
treibende Opener "Run For Your Life" lässt den Verdacht aufkeimen,
dass "X-tension" einen
Zacken heftiger und aggressiver ausfällt als sein eh schon verdammt knackiger
Vorgänger "Face
Off". Dieser anfänglichen Mutmaßung dürfte allerspätestens durch den
quirligen Stampfer "Always" oder den frischen Mitsing-Kracher "Shout
It Out" endgültige Gewissheit widerfahren. Dass man bei aller Aggressivität
die Melodie nicht aus den Augen verloren hat, dafür steht die mit einem
Hammer-Chorus versehene Hymne "V Card", bei der sich der Einfluss von
Produzent Michael Voss (MAD MAX, CASANOVA) ganz besonders bemerkbar macht. Ein
weiterer kleiner Geniestreich ist BISS auch mit der äußerst geradlinigen
Interpretation des HEART-Klassikers "Barracuda" gelungen, die nahtlos
in das eigene Material einfließt und somit nicht im Geringsten aus dem Rahmen fällt.
Erst mit dem folgendem "Eagle", das modern ausgerichtet lässig um die
Ecke schlendert, wird die etwas ruhigere Phase (abgesehen vom Doublebass-Klopfer
"Born To Ride") der Scheibe eingeläutet. Unterm Strich ist ein sehr
vielfältiges Album herausgekommen, das sich hinter dem Vorgänger kaum zu
verstecken braucht.
| Trackliste: | 1. Run For Your Life - 2. V Card - 3. Always - 4. Shout It Out - 5. Barracuda - 6. Eagle - 7. Born To Ride - 8. Blood On Dand - 9. Train Of Thoughts - 10. Catch 22 |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
weitere Reviews über BISS:
BISS/ Face Off (Album
Of The Month/ May 2005)
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Review:
Nachdem abgesehen vom bayrischen Slang auch schon der Kölsche Dialekt auf
diesen Seiten mit „Mundart-Tipp“-Ehren ausgezeichnet wurde, ist es mir ein
ganz besonderes Blumepflücken, dass mit der vorliegenden „Greatest
Hits“-Compilation auch die Schweizer Mundart auf ROCK & METAL HEAVEN
Einzug hält. Es handelt sich dabei um NATACHA, die mit ihren bisher acht veröffentlichten
Studioalben in ihrer Heimat bereits 2 Platin- und 7 Goldauszeichnungen
einheimsen konnte. "Los La" wartet neben einem repräsentativen
Querschnitt (teils mit Neuaufnahmen) über das bisherige Schaffen der charmanten
Bernerin (lediglich das Debüt "Natacha`92" wurde nicht bedacht) mit
den zwei neuen Songs "Los La" und "Stell Dir Vor" auf. Während
der Titeltrack in der Form einer harmonisch-kernigen Power Pop-Nummer die
Zusammenstellung fulminant eröffnet, stellt die zweite neue Nummer eine
ergreifend-druckvolle Ballade dar, die besonders zu Beginn stark an JOHN WAITEs
"Missing You" erinnert. Obwohl eigentlich jeder einzelne Song für
sich den Anspruch an ein „Greatest Hits“-Album gerecht wird, muss ich
zugeben, dass mir Songs wie "Sölli, Sölli Nid", das gegen Ende mit
rassigen Latino-Gitarren überrascht, und die mit seichter Rap-Rhythmik
durchzogene bzw. von dezenten Sprechgesang (Maurizio Pozzi) untermalte Hymne
"Sorry" oder "Nadisna", bei dem unverkennbar Tony Carey
(PLANET P. PROJECT) sein Hände im Spiel hat, und "Gränzelos", das
sich als perfektes Zusammenspiel aus schweren Grooves, dezenten Loops und
harmonischen Parts herauskristallisiert, seit Wochen nicht mehr aus dem Ohr
gehen wollen. Weitere Glanzlichter sind "Banderas", das NATACHA mit
Tony Carey auf atemberaubende Weise in einem englisch/ schweizer-deutschen Duett
zum Besten gibt, und das zielstrebig stampfende "Ig Vermisse Di" sowie
die bodenständige Rocknummer "Job Und E Mission". Stilvoll abgerundet
wird die Scheibe mit "Schwäfuhölzli", das irgendwie ein GOISERisches
Flair in sich trägt. Kurzum: 18 starke, perfekt produzierte Songs, vorgetragen
von einer Frau mit einer Wahnsinnsstimme!
| Trackliste: | 1. LosIa - 2. Sorry (AIbum Version) - 3. SöIIi, söIIi nid - 4. SteIl dir vor - 5. Bärner gieIe (Bern Mix) - 6. Nadisna - 7. ViIIich - 8. Red mit mir - 9. Orlando (New Version) - 10. Summernacht (Radio Version) - 11. Liebi chunnt u Liebe geit (New Version) - 12. GränzeIos - 13. Banderas - 14. I vermisse di - 15. Öpper z vieI im Zimmer (New Version) - 16. Niemmer weis (Radio Version) - 17. Job u e mission - 18. Schwäfuhölzi |
Thanks to Q-Lab Recordings & Productions
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Review:
„Stillstand ist der Tod“, besang einst uns „Hörbi“. Dass das nicht
immer so ist, beweist der vorliegende Silberling. Nach dem die „Donner“-Jungs
im Funklager mit Rockanleihen (oder umgekehrt) gewildert hatten und damit eher
mittelmäßig erfolgreich waren, hatten sie sich auf ihrem letzten Opus "The
Magnificient Seventh" schon wieder Richtung ihrer Roots bewegt. Dieser Weg wird
mit dem neusten Scheibchen beständig wie der „Fünf-Uhr-Tee“
weiterverfolgt. Und das ist gut so!!! "Robert
Johnson´s Tombstone" riecht wieder nach Schweiß, Rauch und
hochgekrempelten Ärmeln. Entspannter Blues- und Southern-Rock, gefühlvolle
Balladen, die von Danny Bowes’ Stimme leben, treibende
Hardrocker, die den thundertypischen Charme des kantigen Gitarrenspiels von Luke
Morley besitzen – alle Trademarks sind da. Auch textlich bleibt hier alles
beim Alten – es geht um schmutzige Träume, Liebe, den Irakkrieg, um Liebe und
ihre Folgen, ...
| Trackliste: |
1. Robert
Johnson’s Tombstone |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über THUNDER:
THUNDER/ The Magnificent Seventh
THUNDER/ Shooting At The Sun
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Review:
Wow,
mit so einem Hammer hätte ich nach vierjähriger Zwangspause von Danish
Dynamite in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet. Zwar ist es nicht die von
vielen Fans erhoffte Rückkehr zu "Future World"-Pfaden, aber irgendwo
zwischen besagten Album und "Spooked" lassen sich die 11 Nummern auf
"Wake Up To The Real World" schon einordnen. In nahezu atemberaubender
Manier verbinden die Herrschaften um den wiedergenesenen Gitarrist Ken Hammer
und Sänger Ronnie Atkins flockig-eingängige – stellenweise fast popige –
Melodien ("Such A Rush") mit vehement treibender Rhythmik ("Why
Die For A Lie") und heftigen Riffs ("I’m The End"). Darunter
tummeln sich solch klassikerverdächtige Nummern wie die großartige Eröffnungshymne
in Form des Titeltracks, das bühnengerechte Semi-Acoustic-Stück "As
Guilty As You" und die erstklassige Stadionrock-Nummer "Another Shot
Of Your Love". Außerdem haben die Dänen dem DEEP PURPLE-Klassiker "Perfect
Stranger" äußerst raffiniert ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Nach dem
ziemlich verunglückten Vorgänger "Planet Panic" haben sich die
„feschen Mädels“ auf "Wake Up To The Real World" überraschend
wieder ihrer wahren Stärken besonnen!
| Trackliste: |
1. Wake Up To The Real World
|
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Wenn man sich die Besetzung von WETO so zu Gemüte führt, möchte man fast
meinen, dass es sich bei dieser Rockband um ein Nebenprojekt von SCHANDMAUL
handelt, denn schließlich besteht diese Band mit Thomas Lindner (Gesang),
Martin Duckstein (Gitarren), Martin Richter (Bass) und Stefan Brunner
(Schlagzeug) zu 4/5 aus Musikern der Mittelalter-Rocker. – Doch anders herum
wird ein Schuh draus! Die mittlerweile weithin bekannte Gruppe SCHANDMAUL wurde
seinerzeit als Spaßprojekt von WETO gestartet. Nachdem WETO bisher die
Live-Scheibe "Tatort Bühne" und die EP "Scherben im Kopf"
in Eigenregie veröffentlicht haben, feiert das Quintett mit "Das 2weite
Ich" nun ihr offizielles Debüt. Neben Songs wie "Flucht",
"Wolfherz" und "In Unserer Mitte", die Insidern aus besagten
Eigenproduktionen bekannt sein dürften, bringen WETO auch neue 8 Nummern an den
Start. Gerade an diesen drei Neu-Aufnahmen lässt sich die Weiterentwicklung der
Band gut nachvollziehen, denn gegenüber den Originalen hat der Sound deutlich
an Aggressivität und Explosivität zugenommen, ohne aber den tanzbaren
Charakter der damaligen Versionen zu zerstören. Textlich beschäftigen sich
WETO vornehmlich mit den Schattenseiten des Lebens, aber trotz solcher Inhalte
wie Selbstmord ("Phantasie", "Wieder Allein"),
Vergewaltigung ("Tief") oder Horrorgeschichten/ -vorstellungen (Titeltrack,
"Koma") besitzt das Material nicht nur realitätsnahen Tiefgang,
sondern präsentiert sich unglaublich eingängig und melodisch. Obwohl auf dem
Album kein einziger Durchhänger auszumachen ist, besitzen meines Erachtens
"Flucht", dass sich in Windeseile zum Tanzflächen-Füller entwickeln
müsste, und die freiheitssehnsüchtige Ballade "Ein Lächeln Lang"
sowie das böse groovende "Tier" das größte Hitpotenzial. Aber auch
den bedrohlich-sphärischen Reizen von "Wolfherz", das mit eine
genialen Gitarrensolo aufwartet, oder der schmerzend-heimiligen Sehnsucht
"In Unserer Mitte" kann man sich nur schwerlich entziehen. Kurzum,
"Das 2weite Ich" fesselt nicht nur textlich und musikalisch, sondern
wird auch noch durch eine packende Produktion gekrönt.
| Trackliste: |
1. tief
|
Thanks to Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Nachdem mir wegen meiner Rezension zu "Desert Dreams" (2004) von
einem meiner ehemaligen Rock It!-Kollegen der Konsum von
bewusstseinserweiternden Kräutern unterstellt wurde, ging ich ziemlich heikel
an die Besprechung der neuen SHIVA-Scheibe heran. Doch nach wochenlanger
Dauerrotation von "The Curse Of The Gift" und des besagten Vorgängers,
den ich nach wie vor für ein verdammt starkes Album halte, habe ich die
Gewissheit erlangt, dass mein damaliger Kollege vor betreffender
Negativ-Besprechung in den weihnachtlichen Glühwein-Pott gefallen sein muss.
Aber nun genug der zwischenmenschlichen „Nettigkeiten“ ;-) und zurück zum
neuen Silberling: Eröffnet wird "The Curse Of The Gift" vom
verkrampft auf „böse“ getrimmten Groover "When Tomorrow Never Comes",
der zwar ziemlich spannend arrangiert wurde, aber durch seine völlig
deplatzierten Grunz- und Gröl-Parts über weite Strecken seiner Magie beraubt
wird. Aber schon das folgende "Kill The Past", das dezent
Blackmoresche Züge aufweist, und seine orchestrale Einleitung sowie die gefühlvolle
Melodic-Nummer "The Chameleon", die den Fans des selbstbetitelten Debüts
auf Anhieb zusagen wird, und das von verträumten Keyboards getragene "I’m
Not The One" verdeutlichen, dass der etwas verunglückte Opener einen
einmaligen Ausrutscher darstellt. Herzstück der Scheibe ist allerdings der
3teilige Titeltrack, der von folkloristischen Acoustic-Klängen und dramatischen
Symphonic-Elementen über rockige Passagen und gefühlvolle Momente bis hin zu
aggressiven, wie hauchzarten Gesangslinien eine facettenreiche Bandbreite auffährt.
Nicht weniger umfangreich präsentiert sich Sängerin Anette Johansson, die hier
nicht nur stimmlich gekonnt zwischen EARTHA KITT, GRACE JONES und JUTTA WEINHOLD
hin- und herjongliert, sondern auch ihre bis dato beste Gesangsleistung
abliefert. Durch die Verpflichtung eines zweiten Gitarristen (Mats Ottosson)
sowie einer tight aufspielenden Rhythmusfraktion (Mattias Höijer, Bass/ Mikael
Malmborg, Drums) und der erneuten Mitwirkung von Keyboarder Niclas Olson konnte
sich Bandkopf Mats Edström verstärkt und hörbar auf den Songwriting-,
Arrangement- und Produktionsprozess konzentrieren. Langer Rede kurzer Sinn:
"The Curse Of The Gift" ist somit ohne jeden Zweifel nicht nur die
beste, sondern auch die ausgereifteste SHIVA-Scheibe.
| Trackliste: |
1. When
Tomorrow Never Comes |
Thanks to Moritz @ Gordeon Music
weitere Reviews über
SHIVA:
SHIVA/ Desert Dreams
SHIVA/ Shiva
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Review:
Nachdem Frédéric Slama (Gitarre, Bass, Keyboards) mit seinem fünften
AOR-Album "L.A Attraction" Anfang 2006 seinen Einstand bei MTM Music
gefeiert hat, veröffentlicht das Münchener Label nun über ihren Classix-Zweig
das heißbegehrte und hochgehandelte Debüt des Franzosen. "L.A Concession",
das im Jahr 2000 nur in einer Privatauflage als CDR veröffentlicht wurde, glänzt
im frisch gemasterten Sound und hat zudem noch vier wunderschöne Bonustracks im
Gepäck, die sich sowohl qualitativ als auch stilistisch nahtlos ins
Original-Material einfügen. Sprich, hier wird über 16 Nummern stimmungsvoller
AOR und verträumter Westcoast auf verdammt hohem Niveau zelebriert. Zwar konnte
Frédéric Slama seinerzeit noch nicht auf so viele namhafte Musiker zurückgreifen
wie auf seinen jüngeren Veröffentlichungen, aber trotzdem kann ich mich
einfach nicht des Eindrucks erwehren, dass "L.A Concession" um einiges
unverbrauchter und unbekümmerter klingt als so mancher seiner hochgelobten
Nachfolger, was nicht zuletzt der Verdienst von der Sänger-Gilde John Fluker,
Doug St. John und David Chamberlin ist, die dem Material mit ihren feinsinnigen
Organen eine unglaubliche Frische und Tiefe verleihen. Meines Erachtens –
abgesehen von "Dreaming of L.A" – das beste Album des französischen
Multi-Talents. Schön, dass diese bis dato extrem rare Scheibe jetzt endlich
auch für jedermann zu haben ist. Ein echter Ohrenschmaus!
| Trackliste: |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Oliver @ ArtistWorxx
weitere Reviews über AOR:
AOR/ L.A Attraction
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Review:
Ob es jetzt wirklich ein geschickter Schachzug war, dass STYX nach dem
zwiespältig aufgenommenen Coveralbum "Big Bang Theory" ihren Fans
anstatt des sehnsüchtig erwarteten neuen Studioalbums nun mit "One With
Everything" eine Live-Scheibe kredenzen, wage ich schlichtweg zu
bezweifeln. Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass diese Scheibe
qualitativ über jeden Zweifel erhaben ist. Trotz der Zusammenarbeit mit einem
symphonischen Orchester, das aus 115 Musikern zwischen 15 – 19 Jahren besteht,
kommen die Songs für ein derartiges Projekt ziemlich rockig rüber und haben
aufgrund dessen kaum etwas von ihrem ursprünglichen Charme eingebüsst. – Im
Gegenteil: Vielmehr hat es den Anschein als würden die originalnahen
Orchester-Arrangements selbigen noch unterstreichen. Dies ist meines Erachtens
bei ihrem Welthit "Boat On The River", dessen Melancholie hier noch
greifbarer ist, und "Crystal Ball" oder beim imposant rockenden Opener
"Blue Collar Man" besonders gut gelungen. Aber auch die verstärkt
gospellastige Interpretation von "It Don’t Makes Sence (You Can’t Make
Peace" (im Original von WILLIE DIXON), die wirklich eindrucksvolle
Umsetzung des BEATLES-Klassiker "I’m The Walrus", die mir fast
besser gefällt als die Originalversion von den „Fab Four“ und "I
Don’t Need Know Doctor" (HUMBLE PIE), die sich allesamt von der Machart
auf dem eingangs genannten Coveralbum vehement unterscheiden, hinterlassen einen
durchwegs positiven Eindruck. Selbiges darf man auch vom neuen Studiotrack
"Just Be" behaupten, der in Form einer ziemlich bluesgetränkten und
sehr atmosphärischen Ballade ums Eck kommt und sich glänzend ins Live-Material
einfügt. Abschließend bleibt nur zu hoffen, dass sich die Herrschaften alsbald
zum längst überfälligen Studio-Album aufraffen.
| Trackliste: |
1. Blue Collar Man (Long Nights) - 2. One With Everything - 3. It Don't Make Sense (You Can't Make Peace) - 4. Everything All the Time (NEW TRACK) - 5. I Am the Walrus - 6. Just Be [Studio Version] (NEW TRACK) - 7. Fooling Yourself (The Angry Young Man) - 8. Boat On the River - 9. I Don't Need No Doctor - 10. Crystal Ball - 11. Too Much Time On My Hands - 12. Miss America - 13. Renegade |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über STYX:
STYX/ Big Bang Theory
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Review:
Viel
hat das aktuelle LineUp von VIXEN mit der brillanten Original-Besetzung, die
Ende der 80er mit dem selbstbetitelten Debüt und dem großartigen Nachfolger
"Rev It Up" für Furore sorgte, nicht mehr gemeinsam. Lediglich
Gitarristin Jan Kuehnemund, die beim sträflich unterbewerten Drittwerk "Tangerine"
durch Abwesenheit glänzte, ist von den „Ur-Füchsinnen“ noch an Bord. Mit
ihrem vierten Album "Live & Learn", das im Gegensatz zum Vorgänger
wieder deutlich mehr in Richtung klassischen Melodic Rock tendiert, können sie
zwar nicht aus dem Stand heraus an ihre glorreichen Tage anschließen, aber mit
der knackig-harmonischen Riffnummer "I Try" und dem hauchzarten
Midtempo-Rocker "Little Voice", bei dem die neue Sängerin Jenna
Sanz-Agero den Vergleich mit STEVE NICKS nicht scheuen braucht, sowie mit dem
bassschwangeren Ohrschmeichler "I’m Sorry" oder mit der
findig-frischen Interpretation des DAVID BOWIE-Juwels "Suffragette
Club" befindet sich die reinrassige Damenkapelle unüberhörbar auf einem
guten Weg. Ein nicht ganz so gutes Attest kann man hingegen der Produktion
ausstellen, denn die ist für meinen Geschmack an einigen Ecken doch etwas
schwabbelig und klirrend ausgefallen. Nichtsdestotrotz ein heißer Tipp für
alle Freunde des gepflegten Female Rocks!
| Trackliste: | 1.
Anyway - 2. Live
& Learn |
Thanks to Rupert @ Vigilante PR
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Review:
Mit "Heart Of Midwinter" präsentiert der hoffnungsvolle
Schweden-Fünfer MISS BEHAVIOUR ein recht eindrucksvolles und
abwechslungsreiches Debüt. – Eindrucksvoll zum einen aus der Songwriter-Sicht,
denn hinter "Heart Of Midwinter" steckt ein interessantes Konzept über
Glaube und Gesellschaftsleben. Abwechslungsreich zum anderen, weil sich die Band
um Songwriter und Keyboarder Henrik Sproge nicht stur auf eine Musikrichtung
festlegt, sondern eine Palette von AOR über Hard Rock bis hin zum Heavy Metal
abdeckt. – So entsteht durch die Kombination von feinen Keyboards
(stellenweise sogar leicht proggy) und gehörig qualmenden Gitarren mit
zackig-treibenden Rhythmen a la IRON MAIDEN und dem ausdrucksstarken Organ von
Mattias Wetterhall, bei dem Vergleiche zu Tobias Sammet nicht aus der Luft
gegriffen sind, ein schönes – phasenweise sogar imposantes – Melodic
Rock-Gebräu, das nicht nur ziemlich frisch, sondern für ein Debüt auch
ziemlich ausgefuchst klingt. Allerdings sollte man bei aller Euphorie nicht übersehen,
dass MISS BEHAVIOUR gegenüber den genannten Vergleichsbands in punkto Hooklines
und eingängigen Chorussen noch Nachholbedarf hat. Nichtsdestotrotz besitzt
"Heart Of Midwinter" ausreichend Qualitäten um als
„Newcomer-Tipp“ präsentiert zu werden. Man darf gespannt sein wie und in
welche Richtung sich die Band weiterentwickelt.
| Trackliste: | 1. The
Shine |
Thanks
to
Oliver @ ArtistWorxx
more
Reviews for November 2006 (release date
21.11. - 30.11.2006)
Last
Update: Sunday, 02. September 2007
created in January 2001 © by Sonny