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PRIVATE ANGEL/ Selling Off Time In Wonderland
  • Band: Private Angel
  • Album: Selling Off Time In Wonderland
  • Spielzeit: 69:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: StarlightSound/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Whitesnake, Def Leppard, Uriah Heep, Deep Purple, Led Zeppelin
  • Veröffentlichung: 17.11.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Normalerweise bin ich für rockige Klänge aus heimischen Gefilden immer schnell zu haben, aber mit dem fränkischen Sechszylinder, der handwerklich nicht wirklich Anlass zur Kritik gibt, hatte ich zugegebenermaßen meine anfänglichen Schwierigkeiten und das obwohl sie über weite Strecken markig-klassischen Hard Rock bieten. Zudem wissen PRIVATE ANGEL mit Robbo Stöltzel einen Sänger mit einem markanten Organ in ihren Reihen, der den Vergleich zu BALTIMOORE-Mainman Björn Lodin keineswegs zu fürchten braucht. Doch irgendwie wird man den Eindruck nicht gänzlich los, dass man stellenweise das Material schon irgendwann mal gehört hat - wie z. B. im Falle von "The Chamber Song", bei dem wohl LED ZEPPELINs "Stairway To Heaven" Pate gestanden haben muss, oder "Little Angel", das auf einer der ersten beiden BRYAN ADAMS-Scheiben hätte stehen können. Mit jedem weiteren Durchlauf kristallisiert sich auch mehr und mehr heraus, dass die Stärken von PRIVATE ANGEL eindeutig in kernigen und gestandenen Rocknummern wie dem quirlig-röhrenden Opener "Changing Time" und dem kantigen "Slave And Master" oder dem Southern-lastigen "Dr. Rock" und dem ziemlich dreckigen "Mountain King" liegen. Ferner sind noch der Tempomacher "All That I Want" und der schmissige "Starlight Blues" auf der Habenseite zu notieren. In den balladesken und ruhigeren Momenten (z. B. "I’ll Be There") hingegen agieren die Herrschaften etwas zu pomadig und zu überraschungslos. Im Großen und Ganzen ist dabei unterm Strich ein gutes Album mit internationalen Anstrich herausgekommen, bei dem man letzten Endes vielleicht auf die ein oder andere Nummer verzichten hätte können.

Sonny

Trackliste: 01. Changing Time - 02. Hold on - 03. I wanna know - 04. I`ll be there for you - 05. Slave and Master - 06. Hell of a Time - 07. Selling off Time in Wonderland - 08. The Liar - 09. Dr. Rock - 10. Friends - 11. Mountain King - 12. The Chamber Song - 13. All that I want - 14. Still alive - 15. The whole World's going crazy - 16. Little Angel - 17. When it`s over - 18. Starlight Blues

Thanks to Birgitt @ GerMusica


SPOCK'S BEARD/ Spock's Beard
  • Band: Spock’s Beard
  • Albumtitel: Spock’s Beard
  • Spielzeit: 77:11 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Neal Morse, Marillion, IQ, Arena
  • Veröffentlichung: 17.11.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Auf diese CD war ich echt gespannt. Auf SB aufmerksam geworden bin ich erst nach dem Ausstieg ihres Kreativtausendsassas Neal Morse und hatte mir daraufhin die ganzen alten Scheiben besorgt. Schwer beeindruckt saß ich damals vor den Boxen und staunte, was dieser Mann an Kreativität mit sich brachte. Dann das erste Album ohne ihn – und ich war erfreut. Das klang gut, experimentierte man auf neuen Wegen. Kein depressives „Kopf-hängenlassen“. Mit "Octane" konnte ich mich nicht mehr anfreunden und die Livescheibe eignet sich wunderbar zum Einschlafen. Also, voller Spannung die CD in den Player gelegt und direkt nach den ersten beiden Songs nachgeschaut, ob nicht Mr. Morse doch wieder irgendwie beteiligt war. Endlich kommen wieder diese grandiosen Melodieläufe, das paarische Zusammenspiel von Keyboards und Gitarren, die teilweise abgedrehten Rhythmuswechsel, schöne Harmoniegesänge, Abwechslungsvielfalt die wie aus einem Guss klingt, alles, was SB für mich so bemerkenswert machten. Gesanglich beweist Nick D’Virgilio ein weiteres Mal, dass der Wechsel vom Drumhocker zum Mikroständer nicht verkehrt war. Ich bin begeistert, weil man mit diesem Album den Spagat zwischen den alten und den neuen SB hergestellt bekommt. Einwandfrei!!! Warum aber dann bei aller Euphorie nicht die volle Punktzahl? Weil sich in der Hälfte des Albums dann doch wieder ein paar Langeweilersongs breit machen, die man vielleicht etwas lebhafter hätte hinbekommen können. Nichtsdestotrotz, wenn die Jungs aus Kalifornien so weitermachen, sollten sie sich bald aus dem Schatten der Vergangenheit gelöst haben.

Friedemann

Trackliste: 01. On A Perfect Day 07:47 - 02. Skeletons At The Feast 06:33 - 03. Is This Love 02:51 - 04. All That's Left 04:45 - 05. With Your Kiss 11:46 - 06. Sometimes They Stay, Sometimes They Go 04:31 - 07. The Slow Crash Landing Man 05:47 - 08. Wherever You Stand 05:09 - 09. Hereafter 05:01 - As Far As The Mind Can See: 10. Part 1: Dreaming In The Age Of Answers 04:49 - 11. Part 2: Here's A Man 03:28 - 12. Part 3: They Know We Know 03:18 - 13. Part 4: Stream Of Unconsciousness 05:23 - 14. Rearranged 06:07

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

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Last Update: Sunday, 31. December 2006
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