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TALISMAN/ 7
  • Band: Talisman
  • Album: 7
  • Spielzeit: 45:35 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Humanimal, Jeff Scott Soto
  • Veröffentlichung: 20.10.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Wie schon auf den letzten Releases der Band sind auch auf dem mittlerweile siebten Album von TALISMAN die pumpenden-groovigen Bassläufe von Marcel Jacob und das markante Organ von Jeff Scott Soto das Hauptcharakteristikum. Trotz dieser Gegebenheit klingt kein Album wie das andere, denn der Band gelingt es immer wieder ihren melodischen Hard Rock mit neuen Einflüssen zu verfeinern. Diesmal geschehen u. a. mit dem Reggae-lastigen "Troubled Water", das nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein dürfte. Dafür sind aber das funky-stampfende "Fast Nowhere", der hymnisch-straighte Stadion-Kracher "On My Way" und die hinreißende Ballade "Back 2 The Feeling" einfach Honig in den Ohren. Absolutes Highlight und extrem hitverdächtig ist meines Erachtens indes der soulig-schmissige Stampfer "Shed A Tear Goodbye" (Hammer-Refrain!). Produktionstechnisch gibt’s auch nichts zu meutern, denn das Material marschiert richtig fett aus den Boxen. Nachdem Jeff Scott Soto bekanntermaßen zur Zeit ja den Sänger-Job bei JOURNEY innehat, kann ich mir gut vorstellen, dass
"7" über längeren Zeitraum das letzte Album der schwedisch/ amerikanischen Kooperation ist. – Deshalb heißt’s einmal mehr zugreifen, Leute!

Sonny

Trackliste:

1. Falling - 2. Nowhere fast - 3. Rhyme or season - 4. End of the line - 5. The 1 I’m living 4 - 6. On my way - 7. Forevermore - 8. Succumb 2 my desire - 9. Shed a tear goodbye - 10. Troubled water - 11. Back 2 the feeling

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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RUFFIANS/ Desert Of Tears
  • Band: Ruffians
  • Album: Desert Of Tears
  • Spielzeit: 45:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Riot, Vicious Rumors, Omen
  • Veröffentlichung: 20.10.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Beflügelt durch den viel bejubelten Reunion-Gig beim 2004er Wacken Open Air, präsentieren RUFFAINS nach 21 Jahren nun den Nachfolger ihres selbstbetitelten Debüts. Auf "Desert Of Tears" wird über 11 Nummern traditionsbewusster und knackig produzierter Metal der typisch amerikanischen Gangart geboten, dessen beste Momente sich im tight rockenden Opener "I Believe" sowie wie im sanft angedoomten "I Will Fly" und in der feinen Acoustic-Ballade "It Ain’t Over" widerspiegeln. Außerdem sollte man sich die anschließende Speednummer "Live By The Sword" und die kraftstrotzende Hymne "Soldiers Fate" als weitere Anspieltipps vormerken. Beim restlichen Material bedarf es einiger Durchläufe mehr, bis der Funke gänzlich zum Überspringen kommt. Fazit: Nicht unbedingt ein klassikerverdächtiges Werk, aber eine solide und zeitlos schöne Power Metal-Scheibe, die Fans des gepflegten US-Metals unbedingt antesten sollten.

Sonny

Trackliste: 1. I Believe - 2. Running Blind - 3. Day Of The Champion - 4. I Will Fly - 5. Desert Of Tears - 6. Darkest Of Light - 7. It Ain´t Over - 8. Live By The Sword - 9. Chosen One - 10. Soldiers Fate - 11. Freedom

Thanks to Birgitt @ GerMusica


MARTIN BRILEY/ It Comes In Waves
  • Band: Martin Briley
  • Album: It Comes In Waves
  • Spielzeit: 43:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Beatles, OMD, James Blunt, Michael Fitz
  • Veröffentlichung: 20.10.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
MARTIN BRILEY, noch nie gehört!?! Einigen Besuchern dürfte aber der Single-Hit "Salt In My Tears" aus dem 1983er Album "One Night With A Stranger" durchaus bekannt sein. Abgesehen von dem kleinen „One Hit Wonder“ ist der viel beschäftigte Songwriter, Sänger und Multi-Instrumentalist (u. a. KENNY LOGGINS, BONNIE TYLER, PAT BENATAR) solotechnisch nie sonderlich aufgefallen, und das obwohl er mit "It Comes In Waves" nach einer Pause von über 20 Jahren bereits sein viertes Solo-Album veröffentlicht. Geboten wird hier im Laufe von 11 Nummern sehr entspannte, vorwiegend akustisch angelegte und abwechslungsreiche AOR-Kost, die nicht immer ganz dem Motto des Albumtitels gerecht werden. Trotzdem haben wir es hier mit keiner belanglosen Scheibe zu tun, denn mit dem BEATLES-lastigen Opener/ Titeltrack oder "I Don’t Think The Misses Me At All", das die im Radio zu fast Tode genudelten JAMES BLUNT-Hits ziemlich blass aussehen lässt, oder das auffallend direkt rockende "Me & My Invisible Friend" kommen richtig große Momente auf den Zuhörer zu. Auch das bluesy "The Message" und "Invisible", das von der Atmosphäre stellenweise an OMD erinnert, dürften auf Fans der ruhigeren Melodic Rock-Klänge einen gewissen Reiz ausüben. Kurz gesagt eine schöne „Feierabend-Scheibe“, die den Zuhörer nach einem stressigen Arbeitstag relaxt aufatmen lässt.

Sonny

Trackliste: 01. It Comes in Waves 5:17 - 02. Church of Disney 2:56 - 03. Big Sun 3:20   - 04. I Don’t Think She Misses Me At All 4:39 - 05. Me and My Invisible Friend 3:41 - 06. The Massage 3:57 - 07. In the Dim Light of a Brand New Day 4:02 - 08. Invisible 3:20 - 09. Pray For Rain 3:52 - 10. That Song 3:57 - 11. Fake Horizon 4:31

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Oliver @ ArtistWorxx


CRYSTAL TEARS/ Choirs Of Immortal
  • Band: Crystal Tears
  • Album: Choirs Of Immortal
  • Spielzeit: 35:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pure Steel Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Iron Maiden, Warrior, Jutta Weinhold, Benedictum
  • Veröffentlichung: 20.10.2006
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Aufgrund der höllischen Aufmachung des Cover-Artworks könnte man fast meinen, dass sich die Griechen im Death Metal-Bereich heimisch fühlen. Aber weit gefehlt, denn bereits das Openertrio – bestehend aus dem geradlinig marschierenden "Sworn To Avange", dem heftig niederprasselnden Thrasher "Nightmare Terror" und der hitverdächtigen Midtempo-Hymne "Rock Survivors" machen unweigerlich klar, dass die Griechen sich dem traditionellen Metal (mit all seinen Facetten) verpflichtet fühlen. Dabei gibt die Mannschaft um Sängerin Natasa Pandreia, die sich äußerst stimmgewaltig irgendwo zwischen Jutta Weinhold (ex-ZED YAGO/ VELVET VIPER) und Veronica Free (BENEDICTUM) präsentiert, für ein Debüt eine recht ordentliche Vorstellung. Auch in balladesken Momenten wie "When The Night Is Cold" wissen CRYSTAL TEARS durchaus zu überzeugen. Zwar kann das übrige Material nicht ganz den Level der genannten Nummern halten, aber in der Band steckt unüberhörbar jede Menge Potenzial, das nur darauf wartet abgerufen zu werden.

Sonny

Trackliste:

1. Alpha and Omega - 2. Sworn To Avenge - 3. Nightmare Terror - 4. Rock Survivors - 5. Master of Deception - 6. Megas Alexandros - 7. Stealer of Minds - 8. When The Night Is Cold - 9. And the Arrows Fall - 10. Legends Never Die  

Thanks to Moritz @ Gordeon Music


JOHN WETTON | GEOFFREY DOWNES/ Icon Live - Never In A Million Years

Review:
Da veröffentlichen die ASIA-Gründer JOHN WETTON & GEOFFREY DOWNES über Ewigkeiten kein gemeinsames Album und plötzlich bricht eine wahre Flut über uns herein. Obwohl ich wirklich ein großer Fan der beiden Musiker bin, stößt "Icon Live" bei mir auf mehr oder weniger Unverständnis, zumal mit "Icon – Acoustic TV Broadcast" (ziemlich auf den Tag genau) vor einem halben Jahr erst ein wunderschönes Acoustic-Livealbum veröffentlicht wurde, die der hier vorliegenden Live-Konserve um Längen überlegen ist. Gut, alte ASIA-Klassiker wie "Only Time Will Tell", "Don’t Cry" oder "Voice Of America" hört man immer wieder gerne, aber die liegen wohl schon im Dutzend bzw. in eindrucksvolleren Interpretationen als Live-Dokument vor und das ICON-Material klingt auf der oben genannten akustischen Darbietung auch wesentlich berauschender. Aufgrund dieser Tatsachen und in Anbetracht dessen, dass in Kürze das nächste Studiowerk der Herren ansteht, dürfte dieses Album nur ein Fall für den uneingeschränkten „Die Hard“-Fan sein. – Alle anderen sollten wirklich die Veröffentlichung von "Icon II" abwarten...

Sonny

Trackliste:

1. Pane Bruno - 2. The Heat Goes On - 3. Only Time Will Tell - 4. Voice Of America - 5. I Lay Down - 6. Days Like These - 7. Bolero - 8. Meet Me At Midnight - 9. Never In A Million Years - 10. We Move As One - 11. Paradox; Let Me Go - 12. Don’t Cry - 13. Open Your Eyes - 14. The Smile Has Left Your Eyes

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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CIRCLE II CIRCLE/ Burden Of Truth
  • Band: Circle II Circle
  • Album: Burden Of Truth
  • Spielzeit: 49:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AFM Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Savatage
  • Veröffentlichung: 13.10.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Nachdem Meister Jon Oliva mit seiner Solo-Band erst vor kurzem sein zweites Album veröffentlicht hat, legt nun sein Zögling Zak Stevens die dritte Langrille von CIRCLE II CIRCLE nach. Wie schon auf den beiden Vorgängerwerken wird auch hier vorwiegend Heavy Metal geboten, der sich größtenteils im gepflegten Midtempo abspielt und somit auch die Stärken des einstigen SAVATAGE-Fronters in den Mittelpunkt stellt. Nur mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass sich das neue Material deutlich eingängiger und auch etwas härter präsentiert als noch zu Debüt- oder "Middle Of Nowhere"-Zeiten. So lassen sich bereits nach wenigen Durchläufen das hymnisch getragene "The Black", das stellenweise an BLACK SABBATH zur Tony Martin-Phase erinnert, und "Sentenced", das gekonnt zwischen ergreifender Ballade und kernigem Midtempo-Kracher hin- und herpendelt, wie auch der hitverdächtige Titeltrack als Highlights ausmachen. Zwar immer noch nicht der sehnlichst erwartete Meilenstein, aber meines Erachtens das bis dato beste Album von CIRCLE II CIRCLE.

Sonny

Trackliste: 1. Who Am I To Be - 2. Matter Of Time - 3. Heal You - 4. Revelations - 5. This Is Your Reality - 6. Evermore - 7. The Black - 8. Messiah - 9. Sentenced - 10. Burden Of Truth - 11. Live As One

Thanks to Rebecca @ AMF Records


WUTHERING HEIGHTS/ The Shadow Cabinet
  • Band: Wuthering Heights
  • Album: The Shadow Cabinet
  • Spielzeit: 60:12 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Blind Guardian, Symphony X, Freedom Call
  • Veröffentlichung: 13.10.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Obwohl ich schon den Vorgänger "Far From The Madding Crowd" für kein schlechtes Album gehalten habe, konnte ich schon damals die Lobeshymnen nicht ganz nachvollziehen. Nicht viel anders geht’s mir mit der aktuellen Scheibe "The Shadow Cabinet". Zugegeben, Nils Patrik Johanssson (ASTRAL DOORS) ist ein ausdruckstarker Sänger und Gitarrist Erik Ravn Christensen ist ein begabter Songwriter bzw. Komponist, aber so souverän klingt ihr progressiver Symphonic Rock, der in der erster Linie von geschickt in Szene gesetzten Speed- und Folk-Elementen lebt, wiederum auch nicht, dass sie problemlos im Spitzenfeld des Genres mithalten könnten. Nichtsdestotrotz lassen sich unter den 10 Nummern zuhauf gute Ansätze ausmachen, von denen das quirlige Doublebass-Epos "Faith (Apathy Divine Pt. I)" und die sagenhaft verträumte Ballade "Sleep", die stellenweise den hymnischen Charakter von FREEDOM CALL in sich trägt, oder das neoklassisch angelegt "Carpe Noctem – Seize The Night", bei den sich russisch angehauchte Folklore-Elemente ausbreiten, verhältnismäßig ausgereift erscheinen.

Sonny

Trackliste:

1. Demon Desire - 2. Beautifool - 3. The Raven - 4. Faith - Apathy Divine Part I - 5. Envy - 6. Snow - Apathy Divine Part II - 7. Sleep - 8. I Shall Not Yield - 9. Reason...? - 10. Carpe Noctem - Seize The Night - 11. Midnight Song 

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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WUTHERING HEIGHTS/
Far From The Madding Crowd


BEGGAR'S BRIDE/ Boulevard Of Broken Hearts
  • Band: Beggar’s Bride
  • Album: Boulevard Of Broken Hearts
  • Spielzeit: 50:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 13.10.2006
  • Wertung: 6/ 10

Review:
BEGGAR’S BRIDE ist ein Projekt um den Schweizer Songwriter, Produzenten und Sänger Holggy Begg, der kürzlich auf dem letzten ONI LOGAN-Album produktionstechnisch in Erscheinung getreten ist. Nun begibt er sich mit einer Reihe namhafter Sänger anhand von "Boulevard Of Broken Hearts" selbst ins Rampenlicht. Geboten wird über 13 Nummern zeitloser Melodic Rock, der sich ziemlich „laid back“ präsentiert und deshalb gelegentlich den letzten Biss vermissen lässt. Keine Frage, Marc Storace (KROKUS), Michael Voss (CASANOVA, MAD MAX) und AINO LAOS erledigen ihren Job verlässlich, aber meines Erachtens werden sie vom stellenweise doch ziemlich mittelmäßigen und vorhersehbaren Material zu wenig gefordert. Wenn dann noch Holggy Begg, der gesanglich wie eine äußerst kümmerliche Ausgabe von LEMMY wirkt, selbst zum Mikrophon greift, ist die Schmerzgrenze nicht mehr weit ("Thousand Miles"). Lediglich der groovenden Opener "Broken Hearts" (Marc Storace), der zauberhafte Midtempo-Stampfer "You Were My Sunshine" (ANIO LAOS) und das verträumt-dreckige Duett "Footprints In The Sand" (Dorkas Kiefer & Michael Voss) können verhindern, dass "Boulevard Of Broken Hearts" unter die Mittelmäßigkeit abrutscht. Der Rest mag vielleicht als Fahrstuhlmusik einen gewissen Spannungsreiz ausüben, mehr aber auch nicht!

Sonny

Trackliste: 01. BROKEN HEARTS (vocals: MARC STORACE) 3’31 - 02. FOOTPRINTS IN THE SAND (vocals: DORKAS KIEFER /MICHAEL VOSS) 3’46 - 03. RULED BY CLOWNS (vocals: HOLGGY BEGG) 3’49 - 04. YOU WERE MY SUNSHINE (vocals: AINO LAOS) 3’52 - 05. DREAMS (vocals: GARY BARDEN) 3’13 - 06. I THINK IT’S OVER (vocals: YAN) 3‘24 - 07. EIGHT FEET BELOW (vocals: MICHAEL VOSS) 4’14 - 08. FIRST WAY OUT (vocals: MARC STORACE) 3’31 - 09. THE RADIO IS PLAYIN’ SOFTLY (vocals: HOLGGY BEGG) 3’43 - 10. TATTOO-NANCY (vocals: ELA) 4’20 - 11. THOUSAND MILES FROM HOME (vocals: HOLGGY BEGG) 4’22 - 12. THE OPEN SEA (vocals: GARY BARDEN) 5’01 - 13. BELOW – acoustic version (vocals: MICHAEL VOSS) 3’36

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Oliver @ ArtistWorxx

more Reviews for October 2006 (release date 01.10. - 10.10.2006)

Last Update: Sunday, 03. December 2006
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