The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

  • Band: Michael Bormann
  • Album: Conspiracy
  • Spielzeit: 42:47 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: RMB Records/ Twilight Vertrieb
  • Vergleichbare Bands: Jaded Heart, Def Leppard, Dire Straits
  • Veröffentlichung: 29.09.2006
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Wow, mit einem wahrhaftigen Paukenschlag meldet sich MICHAEL BORMANN zwei Jahre nach seinem unschönen Rauswurf bei JADED HEART endlich zurück. Wie wahrscheinlich nicht unschwer vorherzusehen war, steckt in "Conspiracy" mehr JH als in deren letzten Album. Dadurch ist die aktuelle Scheibe im Vergleich zum Solo-Debüt nicht nur härter, sondern auch dynamischer und vielfältiger ausgefallen. Über 13 erstklassige Songs, die auf Anhieb in den Gehörgängen kleben bleiben, demonstriert MICHAEL BORMANN eindrucksvoll, dass er sich in den verschiedensten Bereichen des melodischen Hard Rocks pudelwohl fühlt. – Sei’s nun der in DEF LEPPARDsches Stadion-Flair getauchte Stampfer "It’s Only Physical", oder getragener Melodic Rock der Marke "Reaching Out", bei dem stellenweise Gitarrenlinien a la DIRE STRAITS auszumachen sind, oder die prickelnde Gänsehautnummer "Two Of Kind", die der einstige JH-Frontmann zusammen mit Anette Blyckert (ALYSON AVENUE) im Duett zum Besten gibt. Die wahren Höhepunkte setzt der Ausnahmesänger/ -musiker allerdings mit der klassikerverdächtigen Melodic Rock-Hymne "Stand Up", die unverkennbar Robby Boebel (FRONTLINE/ EVIDENCE ONE) mit einen fetzigen Gitarren-Solo veredelt hat, und dem straight abrockenden "Devil’s Son" sowie dem aussagekräftigen Titeltrack, in dem MICHAEL BORMANN scheinbar die Trennung von JH verarbeitet hat. Ferner bieten sich beispielsweise der dramatisch aufgebaute Stampfer "Ain’t Just A Bit", der von weltmusikalischen Klängen eingeleitet wird, oder der im Midtempo marschierende Groover "One Man One Soul" als weitere hochkarätige Überzeugungsargumente an. Obwohl ich zugegebenermaßen ein Fan von "Helluva Time" bin, muss ich auch gestehen, dass nur wo MICHAEL BORMANN draufsteht, wirklich JADED HEART drin sein kann.

Sonny

Trackliste: 1. Conspiracy - 2. It's Only Physical - 3. Stand Up - 4. Two Of A Kind - 5. No Regrets - 6. Devil's Son - 7. Ain't Just A Bit - 8. Living Just A Lie - 9. Reaching Out - 10. One Man One Soul - 11. So This Could Be You - 12. It's Amazing - 13. Samirangel

Sven @ MusicConsult

weitere Reviews über MICHAEL BORMANN:
BLOODBOUND/ Book Of The Dead (Album Of The Month/ May 2007)
RAIN/ Stronger (Album Of The Month/ November 2006)
ZENO/ Runway To The Gods (Album Of The Month/ October 2006)
J. R. BLACKMORE BAND/ Still Holding On (Klassiker-Tipp/ December 2005)
CHARADE/
II
20th CENTURY BOYS/
Beware Of The Rex
JADED HEART/ Trust
RAIN/
House Of Dreams
JADED HEART/
Diary 1990 - 2000


MAD MAX/ In White (EP)
  • Band: Mad Max
  • Albumtitel: In White
  • Spielzeit: 19:10
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Bonfire akustisch
  • Veröffentlichung: 29.09.2006
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Zum Jahresanfang gab es das Comebackalbum der Jungs aus Münster. Und nun erscheinen sie zum Beginn des Herbstes mit einer EP. Wer hier die rockenden Gitarren des "Night Of The White Rock"-Albums erwartet wird allerdings schwer enttäuscht werden. Es wird nicht gerockt, sondern filigran auf der Akustischen gespielt. Nun ist es ja nichts Neues, dass Musiker – gerade aus dem hartrockenden Genre – ihre Lieder schon mal ohne Stromgitarren dem Volk präsentieren. MAD MAX wollen damit aber nicht, wie in anderen Fällen, die Kassen klingeln lassen, sondern eine weitere und breitere Käuferschicht erreichen. „Kommerz“ mag man geneigt sein zu rufen, aber das Ansinnen ist ein anderes: Christen, die bisher der Meinung waren, dass Hardrock im christlichen Sektor nichts verloren hat, weil das nur saufende, lautgrölende, langhaarige Menschen sind, werden hier ihre Meinung revidieren müssen. MAD MAX machen aus ihren lautrockenden Songs zarte akustische Lieder und beweisen damit einmal mehr ihr Können, entdeckt man doch an manchem Song neue Facetten. Die Lieder wurden dabei nicht nur einfach ohne E-Gitarren gespielt, sondern mitunter neu arrangiert. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber gut. Mit dem Albumtitel "In White" wollen sie zusätzlich ihren Standpunkt zum Glauben an Gott auch nach außen hin festigen. Und wer es dann doch immer noch nicht wahrhaben möchte, bekommt mit dem Song "Open The Eyes" ein Lied aus der amerikanischen christlichen Popmusikszene vorgestellt. Mutig auf der einen Seite so früh nach dem Comeback so eindeutig Stellung zu beziehen, ganz natürlich sagen die Jungs von MAD MAX selbst. Nun wird man im November mit der Scheibe im Gepäck auf „Kirchentour“ durchs Münsterland gehen, sich auf anderen Festivals blicken lassen und hoffentlich dann zum Jahresanfang wieder richtig die Axt kreisen lassen und damit dann erneut beweisen, dass christliche Musik mehr ist als "Kumba Yah my Lord" auf einer verstimmten Konzertgitarre am Lagerfeuer. Aber das erwartet man bei MAD MAX nun auch nicht wirklich.

Friedemann

Trackliste: 01. To Hell And Back Again - 02. Open The Eyes Of My Heart - 03. Hello Father - 04. Bad Day In Heaven - 05. Lonely Is The Hunter - 06. Reprise

Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über MAD MAX:
MAD MAX/ White Sands (Album Of The Month/ February 2007)
MAD MAX/ Night Of White Rock (Comeback-Tipp/ January 2006)


STEVE HACKETT/ Wild Orchids


Review:
Mit seinem eindeutig in Klassik-Gefilden angesiedelten Werk "Metamorpheus" hat STEVE HACKETT genau den musikalischen Gegenpol zum rockigen Vorgänger "Watch The Storms" geboten. Auf seinem aktuellen Glanzstück "Wild Orchids", bei dem er u. a. erneut vom UNDERWORLD ORCHESTRA unterstützt wurde, hat er nun äußerst elegant den Spagat zwischen beiden Alben vollzogen. Diese bemerkenswerte Zusammenführung hat natürlich ein schier unbeschreibliches Ausmaß an Stil-, Sound-, und Stimmungsvielfalt zur Folge, wie z. B. orientalisch-fernöstliche Klänge ("Waters Of The Wild"), karabische Rhythmen, Swing- und Jazz-Element ("Down Street") oder Songmaterial, das an die Glanzzeiten von SIMON & GARFUNKEL erinnert ("To Close"). Meine persönlichen Favoriten sind "Down Street", das aufgrund seiner Kombination aus gemütskranken Sprechgesang, Santana-Groove, diversen Folk-Einschüben und eingestreuten Jahrmarktsklängen eine Art Psycho-Thriller-Atmosphäre aufbaut, und die phantastische Interpretation der BOB DYLAN-Nummer "Man In Long Black Coat", das geprägt wird von STEVE HACKETTs atemberaubenden Gitarrenspiel und bei dem das Country-Flair stellenweise von russisch anmutenden Folk-Elementen durchkreuzt wird, oder der phasenweise an frühere GENESIS-Zeiten erinnernde Hammer-Groover "Ego And Id". Aber auch den Reiz der ruhigeren bzw. überwiegend klassisch getragenen Stücke wie "Wolfswork", das sich gelegentlich stellenweise anhört als hätten die BEATLES (zu ihrer klassisch geprägten Phase) und LED ZEPPELIN gemeinsam Sache macht, oder dem auf Harfenklängen und Streicherparts schwerelos schwebenden "She Moves In Memories" kann man sich nur schwerlich entziehen. Fazit: "Wild Orchids" ist die perfekte Symbiose von Klassik und Rock!

Sonny

Trackliste: 01. A Dark Night In Toytown 03:42 - 02. Waters Of The Wild 05:35 - 03. Set Your Compass 03:38 - 04. Down Street 07:33 - 05. A Girl Called Linda 04:44 - 06. To A Close 04:49 - 07. Ego & Id 04:08 - 08. Man In The Long Black Coat 05:07 - 09. Wolfwork 04:49 - 10. Why 00:47 - 11. She Moves In Memories 05:00 - 12. The Fundamentals Of Brainwashing 03:01 - 13. Howl 04:30

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über STEVE HACKETT:
STEVE HACKETT & THE UNDERWORLD ORCHESTRA/ Metamorpheus (Special-Tipp/ March 2005)


AVALON/ Avalon
  • Band: Avalon (The Richie Zito Project)
  • Album: Avalon
  • Spielzeit: 53:35 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Prism, Boston, Aerosmith
  • Veröffentlichung: 22.09.2006
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Im schon schier unüberschaubaren Dickicht der verschiedenen Melodic Rock-Projekte, die nur in den seltensten Fällen halten was die involvierten Namen versprechen, bildet die hier vorliegende Scheibe eine mehr als überraschende Ausnahme. Bei AVALON handelt es sich um ein Unternehmen von Richie Zito (Gitarre, Bass, Keyboards), der sich in den 70/ 80ern einen Namen als Studiogitarrist und Producer gemacht hat. Mit diesem Album, für das er so klanghafte Sänger wie JOE LYNN TURNER, HUGO oder Joesph Williams (ex-TOTO) begeistern konnte, hat er sich den Traum eines klassischen AOR-Albums verwirklicht. Viele Songs wie z. B. der phantastische Opener "Blue Collar" (HUGO), der grandiose Stampfer "Is He Better" (JOE LYNN TURNER) oder das mächtig groovende "Nightmare", bei dem man endlich mal wieder EDDIE MONEY zu Gehör bekommt, dürfte einigen Kennern – genau wie die von ERIC MARTIN herausragend interpretierte Ballade "I Don’t Want To Want You"(Gänsehaut pur!) – bereits vom PRISMs "Beat Street" bekannt sein. Des weiteren müssten "Samantha" (JOSEPH WILLIAMS), bei dem Vergleiche zu BOSTONs "Amanda" keineswegs an den Haaren herbeigezogen sind, oder das bluesgetränkte "Forever I Will", bei dem RICHIE KOTZEN einmal brilliert, sowie "I Can’t Forget You" (PHILIP BARDOWELL), das mich unweigerlich an JOHN WAITEs Superhit "Missing You" erinnert, bei traditionsbewussten AOR-Freaks für einen erhöhten Pulsschlag sorgen. Kurz und gut: Für mich ist "Avalon" DIE „Überraschung des Monats“!

Sonny

Trackliste:

01. Blue Collar - 02. Is He Better Than Me - 03. Nightmare - 04. Oh Samantha - 05. Avalon - 06. Life Got In The Way - 07. Blue Monday - 08. Forever I Will - 09. I Can’t Forget You - 10. I Put My Life In Your Hands - 11. Good Things Take Time - 12. I Don’t Want To Want You

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


NEGATIVE/ Anorectic
  • Band: Negative
  • Album: Anorectic
  • Spielzeit: 57:13 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Roadrunner Records/ Universal
  • Vergleichbare Bands: Mötley Crüe, Guns N’ Roses, Him
  • Veröffentlichung: 29.09.2006
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Eine Ecke frischer und rotziger als der erfolgreiche Vorgänger "Sweet & Deceitful", der für mich persönlich eine der positivsten Überraschungen des Jahres 2005 war, präsentieren sich die Jungspunde um Sänger Jonne Aaron auf ihrem nunmehr dritten Album. Durch diese nicht hervorzusehende Spritzigkeit werden zwar die Melancholic-Elemente deutlich in den Hintergrund gedrängt, aber nichtsdestotrotz sind diese Bausteine auch weiterhin ein fester Bestandteil im Sound der Finnen. Diese Gegebenheit lässt sich vor allen Dingen am aggressiven "One Last Shot", das mit dramatischen Streicherparts versehen ist, und an "A Song For The Broken Hearted", dessen Schwermütigkeit durch den Einsatz von zarten Female-Backgroundvocals Nachdruck verliehen wird, oder an "In Memoriam (Immortal Peace"), bei dem der Zuhörer von phänomenalen Melotron-/ Keyboard-Parts hypnotisiert wird, feststellen. Die absoluten Highlights setzen NEGATIVE aber mit der schmissigen Glam-Hymne "Sinners Night/ Misty Morning" und dem mörderisch abdampfenden bzw. abgroovenden Opener "Glory Of The Shame". Sollte die Band diese äußerste positive Weiterentwicklung zu noch mehr Explosivität und Esprit auf dem nächsten Album fortsetzen können, dann dürfen sich so altehrwürdige Helden wie GUNS N’ ROSES und MÖTLEY CRÜE ganz warm anziehen.

Sonny

Trackliste: 1. Arrival - 2. Glory Of The Shame - 3. Reflections - 4. One Last Shot - 5. Fading Yourself - 6. Planet Of The Sun - 7. A Song For The Broken Hearted - 8. Sinners Night / Misty Morning - 9. Swans - 10. Stop F*ckin' Around - 11. Embracing Past - 12. We Can't Go On - 13. In Memoriam (Immortal Peace)

Thanks to Martin @ Roadrunner Records

weitere Reviews über NEGATIVE:
NEGATIVE/ Sweet & Deceitful (Newcomer-Tipp/ May 2005)


GRAVE DIGGER/ Yesterday

Review:
Obwohl GRAVE DIGGER schon seit 1980 in der internationalen Metal-Welt ein gewichtiges Wörtchen mitspricht, veröffentlicht die Band um Chef-Schaufler Chris Boltendahl dieser Tage erstmals eine Single. Zu diesem Anlass haben sie eigens die Ballade "Yesterday" aus dem Jahr 1984 neu aufgenommen. Dass diese Nummer über die Jahrzehnte nichts an ihrem Zauber eingebüsst hat, beweist neben der 2006er Version die überaus ergreifende orchestrale Aufnahme, welche die Band von einer nahezu unbekannten Seite zeigt. Ergänzt wird der Silberling durch den Dampfhammer "The Reapers Dance" und das ungemein gelungene Cover des LED ZEPPELIN-Klassikers "No Quater". Diese Single wird als Special-Edition mit einer Bonus-DVD im Gepäck veröffentlicht, die den Auftritt von GRAVE DIGGER beim „Rock Machina Festival 2001“ enthält. Meines Erachtens eine äußerst lohnenswerte Überbrückung bis zum nächsten Album, das voraussichtlich Beginn des nächsten Jahres erscheinen wird.

Sonny

Trackliste:

CD: 1. Yesterday (2006) - 2. The Reapers Dance - 3. No Quater - 4. Yesterday (Orchestra Version)

DVD: Rock Machina Festival 2001/ Spain

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über GRAVE DIGGER:
GRAVE DIGGER/ Liberty Or Death
GRAVE DIGGER/ The Last Supper
GRAVE DIGGER/ Rheingold


SUNSTORM/ Sunstorm
  • Band: Sunstorm
  • Album: Sunstorm
  • Spielzeit: 52:59 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Joe Lynn Turner goes AOR, Stan Bush, Survivor
  • Veröffentlichung: 22.09.2006
  • Wertung: 9/ 10

Review:
„Sakradi no amoi na, wos für a bärig’s Scheiberl!“. SUNSTORM ist ein neues Projekt um JOE LYNN TURNER, das den Ausnahmesänger im Vergleich zu seinen letzten Veröffentlichungen von einer ungewohnt AORigen Seite präsentiert. Kein Wunder, denn das Material war 1986 ursprünglich für sein zweites Solo-Album  angedacht, das damals aufgrund produktions- und geschäftsbedingter Unstimmigkeiten nicht zu Veröffentlichungsehren kam. Unverständlich eigentlich, da hier über 12 Nummern AOR der feinsten Sorte geboten wird. Egal ob man nun zu straight rockenden ("Fist Full Of Heat") oder balladesken ("Another You") Klängen die Ohren spitzt, man trifft unweigerlich auf eine Perle, die mit knackigen Gitarren, geschmackvollen Breitleinwand-Keyboards und herrlichen Refrains funkelt. Somit dürften z. B. die Hymne "Fame And Fortune", die mit einem Chorus ausgestattet ist, der fast aus dem Hause Jörg Sieber/ Robert Papst (DOMINOE) stammen könnte, und die luftige Ballade "Arms Of Love" oder der Midtempo-Stampfer "Night Moves", der einen Hauch von Dramatik und Mystik in sich trägt, bei Fans des 80er-AORs für mehr als nur feuchte Augen sorgen. Die exzellente Produktion von Dennis Ward (Bass/ PINK CREAM 69) und die instrumentale Mannschaft aus dessen Umfeld sorgen dafür, dass das Material zeitgemäß frisch aus den Boxen schallt. Kurzum, hier wird perfekter 80er AOR anhand der heutigen Produktionsmöglichkeiten großartig in Szene gesetzt. Ein „Earcatcher“ im wahrsten Sinne des Wortes!

Sonny

Trackliste:

1. Keep Tonight - 2. Fame And Fortune - 3. Heart Over Mind - 4. This Is My Heart - 5. Strength Over Time - 6. Another You - 7. Fistful Of Heat - 8. Love’s Gone Wrong - 9. Night Moves - 10. Danger Of Love - 11. Making Up For The Last Time - 12. Arms Of Love

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über JOE LYNN TURNER:
JOE LYNN TURNER/ Second Hand Life
AKIRA KAJIYAMA + JOE LYNN TURNER/ Fire Without Flame
JOE LYNN TURNER/ The Usual Suspects
HUGHES TURNER PROJECT/ HTP 2


TNT/ Live In Madrid
  • Band: TNT
  • DVD: Live In Madrid (DVD + CD)
  • Spielzeit: DVD ca. 95 min, CD 82 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 22.09.2006
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Entweder ist es ein purer und glücklicher Zufall oder ein marktstrategisch geschickt eingefädelter Schachzug, dass gerade das letzte Konzert der Norweger mit Ausnahmesänger Tony Harnell ton- und bildtechnisch mitgeschnitten wurde. - Egal, denn was letztendlich zählt ist die Klang- bzw. Bildqualität und die sind aufgrund von anwählbaren 5.1 Surround-Ton, Brillanz, interessanter Kameraführung/ -perspektiven über jeden Zweifel erhaben. Auch die Setlist, die einen repräsentativen Querschnitt der bisherigen TNT-Karriere bietet, dürfte kaum noch Wünsche offen lassen. Neben Material neueren Datums wie z. B. "She Needs Me", "My Religion" oder "Invisible Noise" geben die Herren Tony Harnell, Ronnie Le Tekro & Diesel Dahl, die sich allesamt in absoluter Höchstform präsentieren, solche Klassiker wie "10.000 Lovers (In One)", "As Far As The Eye Can See" oder "Intuition" zum Besten. Unterstützt wird das Kerntrio dabei von Victor Borge (Bass) und Dag Stokke (Keyboards), die in Sachen Live-Performance ihren Chefs nicht im geringsten Nachstehen. Diese DVD bildet mit einer Audio-CD (gleicher Trackliste) ein nicht nur für Sammler anschaffenswertes Package, das durch ein Booklet mit Linernotes von Tony Harnell und einer informativen Tourdokumentation von Darren Paltrowitz verfeinert wird. Einziger Kritikpunkt an "Live In Madrid" ist das spärliche und nicht gerade unterhaltsame Bonus-Material der DVD. Trotz des kleinen Makels drängt sich "Live In Madrid" geradezu als „Live-Candy“ auf.

Sonny

Trackliste: DVD and CD tracklist: 01. Invisible Noise - 02. As Far As The Eye Can See - 03. Downhill Racer - 04. A Fix - 05. She Needs Me - 06. Give Me A Sign - 07. Guitar Solo - 08. Caught Between The Tigers - 09. Listen To Your Heart - 10. Black Butterfly - 11. Seven Seas - 12. Forever Shine On - 13. Fantasia Espanola - 14. My Religion - 15. 10,000 Lovers (In One) - 16. Intuition
DVD specials: interactive animated menus with sound, scene access, bonus material feat. additional concert videos

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Oliver @ ArtistWorxx

weitere Reviews über TNT:
TNT/ All The Way To The Sun
TNT/
My Religion


KROKUS/ Hellraiser
  • Band: Krokus
  • Album: Hellraiser
  • Spielzeit: 55:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AFM Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: AC/DC
  • Veröffentlichung: 15.09.2006
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Eigentlich hatte ich geglaubt, dass nach dem Weggang von KROKUS-Urgestein Fernando Van Arb irgendwie auch die Seele bei den Schweizern verloren gegangen ist. – Doch die Band um Sänger Marc Storace ist nicht klein zu kriegen! Fett nach vorne abrockend ("No Risk No Gain"), erdig groovend ("Turnin’ Inside Out") und leidenschaftlich bluesend – wie eh und je – präsentiert sich der mit Gitarrist Mandy Meyer (ex-GOTTHARD) und Drummer Stefan Schwarzmann (ex- RUNNING WILD/ ACCEPT/ U.D.O.) umstrukturierte Fünfer. Gerade das unverkennbare Gitarrenspiel von Mandy Meyer, der in den frühen 80ern als 20jähriger Jungspund schon mal zum Lineup gehörte, scheint sich wie eine  Frischzellen-Kur auf den KROKUS-Sound auszuwirken. – Man höre sich nur den southernlastig groovenden Titeltrack, die fette Rocknummer "To Wired To Sleep" oder das slideige "Hangman" an! – Von einer überraschend radiotauglichen Seite präsentieren sich die Eidgenossen mit der im Südstaaten-Flair getränkten (Halb-)Ballade "Angel Of My Dreams", in die Power-Röhre Marc Storace unglaublich viel Gefühl gelegt hat, oder "So Long", während sie mit Nummern wie dem Tempomacher "Spirit Of The Night", das in ähnlicher Form auch auf einer U.D.O.-Scheibe stehen könnte, oder "Fight On" in metallische Gefilde vordringen. Obwohl hier mit 14 Nummern ziemlich viel geboten wird, hätte man auf das leicht funkige "Take My Luv" und das verfahrene "Luv Will Survive" locker verzichten können. Nichtsdestotrotz gilt: In Zeiten wo AC/DC ihre Fans am langen Arm verhungern lassen, zeigen KROKUS der Welt wie urwüchsig und frisch echter Rock ’N’ Roll zu klingen hat.

Sonny

Trackliste: 1. Hellraiser - 2. Too Wired To Sleep - 3. Hangman - 4. Angel Of My Dreams - 5. Fight On - 6. So Long - 7. Spirit Of The Night - 8. Midnite Fantasy - 9. No Risk No Gain - 10. Turnin´ Inside Out - 11. Take My Luv - 12. Justice - 13. Luv Will Survive - 14. Rocks Off!

Thanks to Rebecca @ AMF Records

weitere Reviews über KROKUS:
KROKUS/
Fire And Gasoline: Live!
KROKUS/ Rock The Block


VARIOUS ARTISTS/ Munich's Hardest Hits - Melodic Rock Is Back Vol. 8

Review:
Die Lieblings-Sampler-Reihe der ROCK & METAL HEAVEN-Betreiber geht nun schon in die 8. Runde und erneut sorgen die Macher der „finest internet radio station ever“ unter ihrem Motto „Melodic Rock Is Back“ dafür, dass 16 Juwelen (älteren und frischeren Datums) wieder einer breiteren Maße zugänglich gemacht werden, die zum Teil bisher nur Insider-Kreisen vorbehalten waren oder seinerzeit der aufkeimenden Grunge-Welle zum Opfer fielen. Zur letzteren Kategorie gehören zweifellos MARIAHs hitverdächtige Hymne "Knocked Down" und der Mitsing-Groover "Feels Good" von HIT THE GROUND RUNNIN’, der stellenweise mit einer Rotzigkeit a la BILLY IDOL und einem Glam Rock-Splitter der Marke T.REX überrascht. Zu den klassikerwürdigen Entdeckungen aus der jüngeren Vergangenheit bzw. Gegenwart zählen die Mailänder MY LAND mit "Love In Chains", das bei Fans von JOURNEY und FRONTLINE regen Anklang finden dürfte, und "SOS" von MIRKO HIRSCH. Bei zuletzt Genanntem handelt es sich in erster Linie um einen aufstrebenden und hoffnungsvollen Songwriter, der aber bei seinen „Wohnzimmer-Songs“ auch als Musiker und Sänger einen ziemlich guten Job abliefert. Als weitere Highlights kristallisieren sich SAM ALEX’ "Back In Love", "Feed Your Heart" von SHEELA, bei dem die deutsche Antwort auf SAGA von keinem geringeren als Michael Sadler gesanglich unterstützt wird und die bisher unveröffentlichte ALYSON AVENUE-Nummer "I Am (Your Pleasuremaker"), bei dem Anette Blyckert einmal mehr unterstreicht, dass sie zu den aktuellen Top-Sängerinnen des „female fronted“ Rock zählt. Auf der anderen Seite fällt SCREAM SILENCE mit "Creed" etwas aus den Rahmen, den Tom Schafhauser und Peter Hanft üblicherweise auf Munich’s Hardest Hits abstecken. Nichtsdestotrotz passt diese tanzbare und äußerst melodische Gothic Rock-Nummer hervorragend ins Programm von "Melodic Rock Is Back".
Der Sampler ist wie immer unter www.munichshardesthits.com für geldbeutelfreundliche 9,95 € zu haben. Sollte es tatsächlich immer noch Leute geben, die bisher noch nichts von der "Melodic Rock Is Back"-Reihe gehört haben, für die haben die MHH-Macher verschiedene und preiswerte Packet-Varianten geschnürt.

Sonny

Trackliste: 1. Roger Lapointe/ Tie You Up - 2. Rod McInnes/ Piece Of Your Heart - 3. Mariah/  Knocked Down - 4. Hit The Ground Runnin'/ Feels Good - 5. Atello / Hold On - 6. My Land/ Love In Chains - 7. Blind Alley/ Voices - 8. Rox Diamond/ Joann - 9. Mirko Hirsch/ SOS - 10. 7th Heaven/ Ghost Of Me - 11. Sam Alex/ Back In Love - 12. Sheela/ Feed Your Heart - 13. Felony/ Justice - 14. Alyson Avenue/  I Am (Your Pleasuremaker) - 15. Scream Silence/ Creed - 16. Halifax/ Should I Believe

Thanks to Tom & Peter @ Munichs Hardest Hits

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Last Update: Sunday, 03. December 2006
created in January 2001 © by
Sonny