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Review:
Eigentlich konnte ich mit den bisherigen zwei Studio-Veröffentlichungen von
ADAGIO nicht sonderlich viel anfangen. Trotz neoklassischer Ausrichtung und
geschickt eingeflochtener Death-Parts hat irgendwie immer der nötige Punch im
Sound von ADAGIO gefehlt. Nicht so bei der hier zu besprechenden Scheibe! Hat es
nun damit zu tun, dass der Saiten- und Tasten-Wirbelwind Stephan Forté in
punkto Songwriting- und Arrangement-Feinheiten einen großen Schritt nach vorne
gemacht hat, oder dass er im Brasilianer Gus Monsanto einen Sänger gefunden
hat, der es versteht das Material richtig umzusetzten? Meines Erachtens spielen
beide Komponenten eine nicht zu unterschätzende Rolle in dieser positiven
Weiterentwicklung. Denn erstens sind die 8 Nummern auch härter geworden bzw.
trotz komplexer Songstrukturen auch für den nicht musizierenden Zuhörer
jederzeit leicht zu verdauen, und zweitens scheint Gus Monasanto – im
Gegensatz zu seinem Vorgänger David Readman (PINK CREAM 69), der wahrlich kein
schlechter seines Faches ist – sich mehr mit dem düsteren Material des
Franzosen identifizieren zu können. Die schlagkräftigsten Kaufargumente für "Dominate"
sind der neoklassisch-thrashige Doublebass-Akt "Fire Forever", die
brillant arrangierte Ballade "Kissing The Crow" und "Fame",
in dem Gus Monsanto stellenweise an den Gesangstil von Joey Gioeli bei AXEL RUDI
PELL herankommt. Kurz und gut: "Dominate" ist das bisher beste
Langeisen, das die Schmiede von Stephan Forté verlassen hat.
| Trackliste: |
1. Dominate - 2. Fire Forever - 3. Terror Jungle - 4. Children Of The Dead Lake - 5. R'lyeh The Dead - 6. Darkitecht - 7. Kissing The Crow - 8. Fame |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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ADAGIO/ Underworld
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Review:
Obwohl die Madrilenen seit ihrem Bestehen bereits 11 Studioalben und 14 Singles
veröffentlicht haben, sowie verschiedene Tribute- und Compilation-Beiträge
abgeliefert haben, waren mir SEX MUSEUM bisher nur namentlich bekannt. Dass mir
dabei wohl eine der boden- und eigenständigsten Bands
der spanischen Rock-Szene entgangen ist, wird mir bereits im Laufe des ersten Hördurchgangs
klar. Während der 11 Nummern auf "United" kreieren sie aus Punk
("Madrid"), Country ("The Distance", "Something
Real"), 60/ 70er (Funk-)Rock ("Outrageous Woman"), 80er
Synthie-Pop ("Ghost Without A Will") und DOORSquen Melancholie eine
sehr facettenreiche Rock ’N’ Roll-Variante, die zudem live noch ziemlich
wild abgehen dürfte. Diese Scheibe müsste eigentlich den Lästermäulern, die
ständig über die internationale Konkurrenzfähigkeit der spanischen Rock-Szene
nörgeln, den letzten Wind aus den Segeln nehmen. Ein Sound, der sowohl ältere
Semester, als auch die Jugend ansprechen dürfte.
| Trackliste: |
1. Ghost Without A Will - 2. I've Lost My Faith (In You) - 3. Madrid - 4. Mother Nature - 5. I Won't Go Back - 6. The Distance (Despedida A La Francesa) - 7. I Enjoy The Forbidden - 8. Outrageous Woman - 9. Talk About The Good Times - 10. Sometimes For Real - 11. Unidos |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Neoklassisch ansprechende Mucke skandinavischer Machart wurde uns von den Dänen
um Bandkopf/ Gitarrist Henrik Flyman bereits auf ihren ersten beiden Alben
geboten, wobei zwischen Debüt und "Theatrical Madness" eine nicht
überhörbare Weiterentwicklung stattgefunden hat. Derartiges kann man – auch
nach mehreren Durchläufen – auf "Third Act" nicht entdecken. Zwar
sind mit ex-TIME REQUIEM-Sänger Apollo Papathanosio und Thor Jeppesen zwei neue
Mitstreiter an Bord, aber musikalisch sind keinerlei frische Elemente – oder
besser gesagt – kein weiterer Sprung nach vorne auszumachen. Daran vermögen
auch solch namhafte Gäste wie Tastenkoryphäe David Rosenthal (u. a. RAINBOW,
VAI, WHITSNAKE) und „Keyboard-Malmsteen“ Richard Anderssson, die
unverkennbar "Far Away" bzw. den Titeltrack mit ihren Künsten
veredeln, nichts zu ändern. Zugegeben, das lässig groovende "Black Raves
Cry", oder das jazzig-orientalisch angehauchte "Under The Surface Of
Water" sowie der modern angefunkte Doublebass-Kracher "Bring On The
World" sorgen dafür, dass "Third Act" nicht viel schlechter
dasteht als seine beiden Vorgänger, aber die erhoffte Weiterentwicklung ist
aufgrund gelegentlich auftretender instrumentaler Eigensinnigkeiten diesmal
leider etwas auf der Strecke geblieben.
| Trackliste: | 1. The Devil’s Last Temptation - 2. Third Act - 3. Black Ravens Cry - 4. Descended From The Grave - 5. Far Away - 6. The Dark Minstrel Plays - 7. I'll Make You Burn - 8. Under The Surface Of Water - 9. Orchestration For More Than One Horn - 10. Bring On The World - 11. The Final Goodbye |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
Tja, da meint man, man wäre mit 36 Jahren fast schon so was wie das alte
Eisen und dann passiert einem so was. Da bekommt man eine neue CD zum
Rezensieren und tippt, weil man den Bandnamen noch nie gehört hat, auf einen
Newcomer. Dabei besteht die Band schon seit 25 Jahren, hat aber ihr letztes
„richtiges“ Album vor 22 Jahren abgeliefert. Und plötzlich fühle ich mich
wieder ganz jung, weil ich zu der Zeit noch Biene Maja-Platten gehört habe. Zurück
zu SARACEN. Bei diesem Silberling handelt es sich um ein Konzeptalbum. Dabei ist
die Story derzeit sogar in jeder Munde, da Dan Brown mit seinem Buch „Das
Sakrileg“ und die Kinowelt mit dem dazugehörigen Streifen derzeit genau das
Thema bearbeitet. Jesus und Maria lieben sich in Wirklichkeit und der Orden der
Templar hütet das Geheimnis wie ein Überraschungsei sein Innenleben. Soweit
zur Thematik, von der man halten darf was man möchte. Musikalisch wird das
Konzept recht vernünftig umgesetzt, da es vor jedem Song einen Erzählpart
gibt, der einen mitnimmt auf die Reise. Somit erschließt sich manches
einfacher, der rote Faden ist sicher. Warum dann aber von meiner Seite aus diese
mickerige Bewertung? Nun, SARACEN erblickten vor ziemlich genau 25 Jahren das
Licht der Musikwelt. Aber diese hat sich in diesem Vierteljahrhundert weiter
gedreht. Leider ist das der Produktion nicht anzumerken. Ein Sound wie aus der
Mitte der alten 80er-Jahre. Mich erinnerte das sofort an das Debütalbum von
BOSTON. Schade, denn da hätte man mit einer druckvollen, fetten Produktion
definitiv mehr machen können. Das die Jungs musikalisch einiges zu bieten
haben, ist unbestreitbar. Schöne Melodiebögen sind auszumachen und manch eine
Idee klingt genial, aber leider schlecht umgesetzt. Selbst das Schlagzeug –
bedient vom HELLOWEEN-Kurzzeittrommler Mark Cross – hat den typischen
80er-Jahre Bombastrocksound. Irgendwie nervt das auf Dauer und nimmt dem ganzen
die Dynamik, das Spannende und Theatralische. Und die einzelnen Parts zwischen
den Liedern klingen wie von einem C64-Computerspiel. Gibt es denn wirklich
keinen Höhepunkt auf der CD? Doch und irgendwie fast schon wieder ironisch: das
letzte Lied! Ein Refrain, der im Ohr hängen bleibt, der sich fast hymnenhaft
steigert und dem Album dann doch noch einen relativ versöhnlichen Abschluss
verschafft.
Übrigens erscheinen die ersten 1.000 Exemplare dieses
Albums mit einem Special-Edition-Booklet und somit als echtes Sammlerstück.
| Trackliste: | 1. Lament - 2. Meet Me At Midnight - 3. Exile - 4. Order - 5. Militum Christi - 6. Mary - 7. Vive Dieu... Saint Amour - 8. Power And The Glory - 9. Chain Reaction - 10. Vox In Excelso - 11. Where Was Their God - 12. Priory Of Zion |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Reviews for July 2006 (release date 11.07.
- 20.07.2006)
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Update: Sunday, 08. October 2006
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