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ADAGIO/ Dominate
  • Band: Adagio
  • Albumtitel: Dominate
  • Spielzeit: 42:43 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: vielleicht a bisserl Symphony X und Blind Guardian
  • Veröffentlichung: 28.07.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Eigentlich konnte ich mit den bisherigen zwei Studio-Veröffentlichungen von ADAGIO nicht sonderlich viel anfangen. Trotz neoklassischer Ausrichtung und geschickt eingeflochtener Death-Parts hat irgendwie immer der nötige Punch im Sound von ADAGIO gefehlt. Nicht so bei der hier zu besprechenden Scheibe! Hat es nun damit zu tun, dass der Saiten- und Tasten-Wirbelwind Stephan Forté in punkto Songwriting- und Arrangement-Feinheiten einen großen Schritt nach vorne gemacht hat, oder dass er im Brasilianer Gus Monsanto einen Sänger gefunden hat, der es versteht das Material richtig umzusetzten? Meines Erachtens spielen beide Komponenten eine nicht zu unterschätzende Rolle in dieser positiven Weiterentwicklung. Denn erstens sind die 8 Nummern auch härter geworden bzw. trotz komplexer Songstrukturen auch für den nicht musizierenden Zuhörer jederzeit leicht zu verdauen, und zweitens scheint Gus Monasanto – im Gegensatz zu seinem Vorgänger David Readman (PINK CREAM 69), der wahrlich kein schlechter seines Faches ist – sich mehr mit dem düsteren Material des Franzosen identifizieren zu können. Die schlagkräftigsten Kaufargumente für
"Dominate" sind der neoklassisch-thrashige Doublebass-Akt "Fire Forever", die brillant arrangierte Ballade "Kissing The Crow" und "Fame", in dem Gus Monsanto stellenweise an den Gesangstil von Joey Gioeli bei AXEL RUDI PELL herankommt. Kurz und gut: "Dominate" ist das bisher beste Langeisen, das die Schmiede von Stephan Forté verlassen hat.

Sonny

Trackliste:

1. Dominate - 2. Fire Forever - 3. Terror Jungle - 4. Children Of The Dead Lake - 5. R'lyeh The Dead - 6. Darkitecht - 7. Kissing The Crow - 8. Fame

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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ADAGIO/
Underworld


SEX MUSEUM/ United

Review:
Obwohl die Madrilenen seit ihrem Bestehen bereits 11 Studioalben und 14 Singles veröffentlicht haben, sowie verschiedene Tribute- und Compilation-Beiträge abgeliefert haben, waren mir SEX MUSEUM bisher nur namentlich bekannt. Dass mir dabei wohl eine der boden- und eigenständigsten  Bands der spanischen Rock-Szene entgangen ist, wird mir bereits im Laufe des ersten Hördurchgangs klar. Während der 11 Nummern auf "United" kreieren sie aus Punk ("Madrid"), Country ("The Distance", "Something Real"), 60/ 70er (Funk-)Rock ("Outrageous Woman"), 80er Synthie-Pop ("Ghost Without A Will") und DOORSquen Melancholie eine sehr facettenreiche Rock ’N’ Roll-Variante, die zudem live noch ziemlich wild abgehen dürfte. Diese Scheibe müsste eigentlich den Lästermäulern, die ständig über die internationale Konkurrenzfähigkeit der spanischen Rock-Szene nörgeln, den letzten Wind aus den Segeln nehmen. Ein Sound, der sowohl ältere Semester, als auch die Jugend ansprechen dürfte.

Sonny

Trackliste:

1. Ghost Without A Will - 2. I've Lost My Faith (In You) - 3. Madrid - 4. Mother Nature - 5. I Won't Go Back - 6. The Distance (Despedida A La Francesa) - 7. I Enjoy The Forbidden - 8. Outrageous Woman - 9. Talk About The Good Times - 10. Sometimes For Real - 11. Unidos

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


EVIL MASQUERADE/ Third Act
  • Band: Evil Masquerade
  • Album: Third Act
  • Spielzeit: 44:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Royal Hunt, Moahni Moahna, Ritchie Blackmore (Gitarre)
  • Veröffentlichung: 21.07.2006
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Neoklassisch ansprechende Mucke skandinavischer Machart wurde uns von den Dänen um Bandkopf/ Gitarrist Henrik Flyman bereits auf ihren ersten beiden Alben geboten, wobei zwischen Debüt und "Theatrical Madness" eine nicht überhörbare Weiterentwicklung stattgefunden hat. Derartiges kann man – auch nach mehreren Durchläufen – auf "Third Act" nicht entdecken. Zwar sind mit ex-TIME REQUIEM-Sänger Apollo Papathanosio und Thor Jeppesen zwei neue Mitstreiter an Bord, aber musikalisch sind keinerlei frische Elemente – oder besser gesagt – kein weiterer Sprung nach vorne auszumachen. Daran vermögen auch solch namhafte Gäste wie Tastenkoryphäe David Rosenthal (u. a. RAINBOW, VAI, WHITSNAKE) und „Keyboard-Malmsteen“ Richard Anderssson, die unverkennbar "Far Away" bzw. den Titeltrack mit ihren Künsten veredeln, nichts zu ändern. Zugegeben, das lässig groovende "Black Raves Cry", oder das jazzig-orientalisch angehauchte "Under The Surface Of Water" sowie der modern angefunkte Doublebass-Kracher "Bring On The World" sorgen dafür, dass "Third Act" nicht viel schlechter dasteht als seine beiden Vorgänger, aber die erhoffte Weiterentwicklung ist aufgrund gelegentlich auftretender instrumentaler Eigensinnigkeiten diesmal leider etwas auf der Strecke geblieben.

Sonny

Trackliste: 1. The Devil’s Last Temptation - 2. Third Act - 3. Black Ravens Cry - 4. Descended From The Grave - 5. Far Away - 6. The Dark Minstrel Plays - 7. I'll Make You Burn - 8. Under The Surface Of Water - 9. Orchestration For More Than One Horn - 10. Bring On The World - 11. The Final Goodbye

Thanks to Birgitt @ GerMusica

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Welcome To The Show


SARACEN/ Vox In Excelso
  • Band: Saracen
  • Albumtitel: Vox In Excelso
  • Spielzeit: 72:44
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Shadow Gallery, Magnum, Boston
  • Veröffentlichung: 21.07.2006
  • Wertung:  5/ 10

Review:
Tja, da meint man, man wäre mit 36 Jahren fast schon so was wie das alte Eisen und dann passiert einem so was. Da bekommt man eine neue CD zum Rezensieren und tippt, weil man den Bandnamen noch nie gehört hat, auf einen Newcomer. Dabei besteht die Band schon seit 25 Jahren, hat aber ihr letztes „richtiges“ Album vor 22 Jahren abgeliefert. Und plötzlich fühle ich mich wieder ganz jung, weil ich zu der Zeit noch Biene Maja-Platten gehört habe. Zurück zu SARACEN. Bei diesem Silberling handelt es sich um ein Konzeptalbum. Dabei ist die Story derzeit sogar in jeder Munde, da Dan Brown mit seinem Buch „Das Sakrileg“ und die Kinowelt mit dem dazugehörigen Streifen derzeit genau das Thema bearbeitet. Jesus und Maria lieben sich in Wirklichkeit und der Orden der Templar hütet das Geheimnis wie ein Überraschungsei sein Innenleben. Soweit zur Thematik, von der man halten darf was man möchte. Musikalisch wird das Konzept recht vernünftig umgesetzt, da es vor jedem Song einen Erzählpart gibt, der einen mitnimmt auf die Reise. Somit erschließt sich manches einfacher, der rote Faden ist sicher. Warum dann aber von meiner Seite aus diese mickerige Bewertung? Nun, SARACEN erblickten vor ziemlich genau 25 Jahren das Licht der Musikwelt. Aber diese hat sich in diesem Vierteljahrhundert weiter gedreht. Leider ist das der Produktion nicht anzumerken. Ein Sound wie aus der Mitte der alten 80er-Jahre. Mich erinnerte das sofort an das Debütalbum von BOSTON. Schade, denn da hätte man mit einer druckvollen, fetten Produktion definitiv mehr machen können. Das die Jungs musikalisch einiges zu bieten haben, ist unbestreitbar. Schöne Melodiebögen sind auszumachen und manch eine Idee klingt genial, aber leider schlecht umgesetzt. Selbst das Schlagzeug – bedient vom HELLOWEEN-Kurzzeittrommler Mark Cross – hat den typischen 80er-Jahre Bombastrocksound. Irgendwie nervt das auf Dauer und nimmt dem ganzen die Dynamik, das Spannende und Theatralische. Und die einzelnen Parts zwischen den Liedern klingen wie von einem C64-Computerspiel. Gibt es denn wirklich keinen Höhepunkt auf der CD? Doch und irgendwie fast schon wieder ironisch: das letzte Lied! Ein Refrain, der im Ohr hängen bleibt, der sich fast hymnenhaft steigert und dem Album dann doch noch einen relativ versöhnlichen Abschluss verschafft.
Übrigens erscheinen die ersten 1.000 Exemplare dieses Albums mit einem Special-Edition-Booklet und somit als echtes Sammlerstück.

Friedemann

Trackliste: 1. Lament - 2. Meet Me At Midnight - 3. Exile - 4. Order - 5. Militum Christi - 6. Mary - 7. Vive Dieu... Saint Amour - 8. Power And The Glory - 9. Chain Reaction - 10. Vox In Excelso - 11. Where Was Their God - 12. Priory Of Zion

Thanks to Birgitt @ GerMusica


more Reviews for July 2006 (release date 11.07. - 20.07.2006)

Last Update: Sunday, 08. October 2006
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Sonny