The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

HOTWIRE/ Devil In Disguise
  • Band: Hotwire
  • Album: Devil In Disguise
  • Spielzeit: 45:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: P&M Records/ NL Distrubtion
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 30.06.2006
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Nach einer Produktionszeit, die schon DEF LEPPARDsche Ausmaße zu erreichen schien, meldet sich der Ingolstädter Vierer nun endlich nach fünf Jahren zurück. – Und zwar auf äußert eindrucksvolle Weise! Während auf dem wahrlich nicht schlechten Vorgänger "In The Middle Of Nowhere" noch der songwriterische Einfluss von ex-Frontmann Werner Stadi allzu präsent war und somit stellenweise das Material – trotz starker Gesangsleistung – wie ein zweiter Mantel auf Neu-Sänger Andy Urbeck wirkte, erweisen sich die Songs auf "Devil In Disguise" wie aus einem Guss. Angefangen vom unglaublich wuchtigen Opener "Waterfalls" und vom Titeltrack, der mit einem köstlichen Refrain aufwartet, über den schneidigen Rocker "Ride The Night Away" (im Original von SOUTHSIDE JOHNNY) und die besinnliche Acoustic-Ballade "Feelings", mit der man Anfang der 90er sicherlich einen Hit gelandet hätte, bis hin zur treibenden Rocknummer "Skytrain" und "Everytime You Want It", das einen Hauch von Country-Flair verbreitet, geht jeder Song sofort ins Ohr. Ein weiteres Highlight ist die Cover-Version des T. REX-Klassikers "Hot Love", der in Manier einer Stadion-Hymne a la DEF LEPPARD lässig dahergroovt. Gekrönt wird das rundum gelungene Album durch die druckvolle Produktion von Chris Lausmann (ex-BONFIRE). Kurzum: "Devil In Disguise" ist das bis dato überzeugendste und beste HOTWIRE-Album, mit dem Sänger Andy Urbeck, Gitarrist Alex Espinosa, Bassist Winnie Neumann und Schlagzeuger Tom Glas nun endgültig an die Spitze der deutschen Hardrock-Szene vorstoßen dürften. – Verdient hat es sich der Vierer allemal!

Sonny

Trackliste: 01. Waterfalls - 02. Devil In Disguise - 03. Hot Love - 04. Wonderland - 05. Ride The Night Away - 06. Feelings - 07. Skytrain - 08. I Know - 09. Here I Am - 10. Escaping - 11. Everytime You Want It  

Thanks to Tom @ Hotwire

weitere Reviews über HOTWIRE:
HOTWIRE/
Middle Of Nowhere


WIG WAM/ Wig Wamania
  • Band: Wig Wam
  • Album: Wig Wamania
  • Spielzeit: 42:59 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Napalm Records/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Kiss, Sweet, Def Leppard, Alice Cooper, Joan Jett usw.
  • Veröffentlichung: 30.06.2006
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Im Vergleich zum herausragenden Debüt "Hard To Be A Rock ’N’ Roller", das in unseren Breiten erst im November vergangenen Jahres veröffentlicht wurde, klingt der Nachfolger "Wig Wamania" nicht nur durchdachter, sondern auch in sich schlüssiger und dürfte all diejenigen Lügen strafen, die die Norweger als nicht ernstzunehmende Klamauk-Truppe abgestempelt haben. Trotzdem kommt der Spaß bei Sänger Glam und seiner Band zu keiner Phase des Albums zu kurz. Mit Songs wie dem mächtig stampfenden Opener "Rock My Ride" und der Ballade "Slave To Your Love", das mit dezent eingestreuten orchestralen Streicherpassagen und stellenweise herzerweichenden Gesangspassagen überrascht, oder der lässig zwitschernden Hymne "Bygone Zone" und dem in DEF LEPPARDscher Manier krachenden Stadion-Knaller "Daredevil Heat" dürften die Norweger in Windeseile die Herzen der hiesigen Glam Rock-Fans erobern. Mich persönlich faszinieren besonders "Gonna Get You Someday", das mich gelegentlich an ALICE COOPERs "Bed Of Nails" erinnert, oder "A R’n’R Girl Like You", das hinsichtlich der Rhythmik vereinzelte Parallelen zum THE KNACK-Klassiker "My Sharona" ziehen lässt. Außerdem kann man "Breaking All The Rules" getrost als Geniestreich titulieren, denn eine derartig knackige Heavy Metal-Hymne mit herzerfrischender Rock ’N’ Roll-Attitüde wäre wohl nur MANOWAR in Zusammenarbeit mit JOAN JETT zuzutrauen gewesen. Kurz und gut: Auch wenn hier das Rad nicht neu erfunden wird und es oft den Anschein hat, man würde die ein oder andere Nummer schon kennen, ist der „kauzige“ Vierer meilenweit von Plagiat-Reiterei entfernt. Die Jungs verstehen es einfach – wie keine andere Band in diesem Genre – ihre Einflüsse äußerst geschickt in ihren Gute-Laune-Party-Hymnen-Sound zu verpacken. Einfach grandios!

Sonny

Trackliste: 1. Wig Wamania - 2. Rock My Ride - 3. Slave To Your Love - 4. Gonna Get You Someday - 5. Bygone Zone - 6. Dare Devil Heat - 7. Kill My Rock 'N' Roll - 8. The Riddle - 9. At The End Of The Day - 10. A R 'N' R Girl Like You - 11. Can't Get Her (Out Of My Bed) - 12. Breaking All The Rules

Thanks to Eva @ Napalm Records

weitere Reviews über WIG WAM:
WIG WAM/ Hard To Be A Rock 'N' Roller (Glam Rock-Tipp/ November 2005)
WIG WAM/ 667... The Neighbour Of The Beast (Import-Tipp/ March 2004)


PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium
  • Band: Pride Of Lions
  • Albumtitel: Live In Belgium
  • Spielzeit: CD1: 79:37 min/ CD2: 34:46 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Survivor
  • Veröffentlichung: 09.06.2006
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Nachdem die vereinzelten Live-Auftritte von PRIDE OF LIONS (z. B. beim UNITED FORCES OF ROCK-Festival) sowohl bei den Fans als auch bei der schreibenden Zunft zu wahren Begeisterungsstürmen geführt haben, können sich nun auch die Anhänger, die keinem der bisher rar gesäten Europa-Auftritte von Jim Peterik (ex-SURVIVOR) und Goldkelchen Tobi Hitchcock beiwohnen konnten, von der großartigen Live-Performance des Duos überzeugen. Unterstützt von Leadgitarrist Mike Aquino, Keyboarder Christian Cullen, Bassist Klem Hayes und Ed Breckenfeld an den Kesseln, brannten sie im August vergangenen Jahres beim Lokerse Feesten in Belgien vor 20.000 Zuschauern ein wahres Feuerwerk ab. Neben den besten Momenten aus den beiden bärenstarken Alben "Pride Of Lions" und "The Destiny Stone" geben Peterik & Hitchcock mit "The Eye Of Tiger" (Titeltheme des "Rocky III"-Soundtracks) sowie "The Search Is Over" und "Can’t Hold Back" (beide aus dem Hammeralbum "Vital Signs") auch drei SURVIVOR-Klassiker zum Besten. Wer nun geglaubt hat, dass dieses Doppel-Album ein nutzloses Anhängsel der gleichnamigen und atemberaubenden DVD ist, der wird sogleich vom zweiten Silberling mit Sicherheit des Besseren belehrt, denn selbiger ist bespickt mit allerfeinstem Studiomaterial. Dabei handelt es sich neben dem Titeltrack der 2004er Single "Black Ribbons (Voices Of The World)", deren Erlös teilweise an die „Spanish Association Of Victims Of Terror“ ging, um zwei Tracks ("Stand By You", "So Deadly"), die bisher nur auf der ersten Single "The Sound Of Home" in Erscheinung getreten sind, und vier bis dato unveröffentlichte Nummern. Davon lassen alleine schon der lässige Rocker "Reckless Love", der mit harmonischen Gitarrenlinien besticht, und das dezent symphonisch aufgebaute "Dark Angel" bzw. die fesselnde Piano-Ballade "Feels Like Another Planet" keinen Zweifel daran aufkommen, dass das hier vorliegende Doppelpack mindestens die gleiche Daseinsberechtigung hat wie die zeitgleich veröffentlichte DVD. Ein Sahne-Live-Teil!

Sonny

Trackliste:

CD1 (Concert): 1. It’s Criminal - 2. Gone - 3. Sound of Home - 4. Man Behind The Mask - 5. The Search Is Over - 6. Music And Me - 7. Vehicle - 8. The Courage To Love Somebody - 9. Black Ribbons (Voices Of The World) - 10. Unbreakable - 11. What Kind Of Fool - 12. I Can’t Hold Back - 13. The Gift Of Song - 14. Eye Of The Tiger

CD2 (Bonus Studio Tracks):
1. Reckless Love - 2. Stand By You - 3. So Deadly - 4. Surrender To The Night - 5. Dark Angel - 6. Black Ribbons (Voices Of The World) - 7. Feels Like Another Planet

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über PRIDE OF LIONS:
PRIDE OF LIONS/ The Roaring Of Dreams (Earchatcher/ February 2007)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (DVD) (Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/
The Destiny Stone
PRIDE OF LIONS/
Black Ribbons (Voices Of The World) (Single)
PRIDE OF LIONS/ Pride Of Lions

PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (DVD)

Review:
Wie schon in der Besprechung zum gleichnamigen Doppelalbum ausführlich erläutert, haben Jim Peterik (Gesang, Gitarre, Keyboards) und Toby Hitchcock (Leadgesang) für ihren ausnahmslos spielfreudigen und mitreißenden Auftritt beim Lokerse Feesten/ Belgien ihre Setlist, die vorrangig natürlich aus den feinsten Momenten der beiden PRIDE OF LIONS-Alben bestückt war, mit dem ein oder anderen SURVIVOR- bzw. IDES OF MARCH-Highlight verfeinert. Das starke Live-Ambiente, welches die zeitgleich veröffentlichte CD schon in Gänsehaut-Manier in die heimische Stube gezaubert hat, wird durch prickelnde Kameraeinstellungen (12 Kameras!), den frei wählbaren Sound (Stereo/ 5.1 Surround), eine atmosphärische Lightshow und die unverkrampfte Interaktion des charismatischen Duos und seiner stark aufspielenden Band mit dem Publikum nochmals intensiviert. Dass Jim Peterik aufgrund seiner jahrzehntelangen Live-Erfahrung das Publikum mit flockigen Ansagen zwischen den Songs in nahezu kokettierender Weise unterhält, ist eigentlich nicht sonderlich überraschend. Erstaunlich hingegen ist die Locker- und Sicherheit, mit der sich ein Jungspund wie Toby Hitchcock vor 20.000 frenetisch feiernden Zuschauern präsentiert. Mein persönlicher Favorit dieser unvergesslichen Live-Veranstaltung ist die furiose Interpretation des SURVIVOR-Klassiker "Eye Of The Tiger", bei der Jim Peterik ein herausragendes Gitarrensolo vom Stapel lässt und Toby Hitchcock mit einer Gesangsleistung brilliert, als wäre der Song eigens für ihn geschrieben worden. Vollendet wird die DVD mit einem gut 30minütigen Promo-Special, das während einer italienischen Rock-TV Show aufgezeichnet wurde, und dem Videoclip zu "Sound Of Home" sowie einer schönen Diashow (bestehend aus Bildern von besagten Open Air). – Mit Abstand die beste Live-DVD, die bisher im heimischen „Kino“ ausgestrahlt wurde ;-)

Sonny

Trackliste:

1. It’s Criminal - 2. Gone - 3. Sound of Home - 4. Man Behind The Mask - 5. The Search Is Over - 6. Music And Me - 7. Vehicle - 8. The Courage To Love Somebody - 9. Black Ribbons (Voices Of The World) - 10. Unbreakable - 11. What Kind Of Fool - 12. I Can’t Hold Back - 13. The Gift Of Song - 14. Eye Of The Tiger
DVD Bonus Features: Interaktive Menue, Scene Selection, Audio Selection, Italian TV show appearance, Slideshow, Sound Of Home (Videoclip)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über PRIDE OF LIONS:
PRIDE OF LIONS/ The Roaring Of Dreams (Earchatcher/ February 2007)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/
The Destiny Stone
PRIDE OF LIONS/
Black Ribbons (Voices Of The World) (Single)
PRIDE OF LIONS/ Pride Of Lions


  • Band: Vengeance
  • Album: Back In The Ring
  • Spielzeit: 49:07 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Krokus, Victory, U.D.O.
  • Veröffentlichung: 23.06.2006
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Mein lieber Scholli, da fliegen doch die Löcher aus dem Käse und sogar Frau Antje haut’s aus den Holzschuhen. Unglaublich frisch und unbekümmert – fast wie rotzfreche Jungspunde – präsentieren sich die Holländer um Sänger Leon Gowie (einziges Urmitglied) auf ihrem Comeback, das vom ersten Gong (Titeltrack) bis zum Ende der zehnten Runde ("Rip It Off") voll auf die Zwölf geht. Zwar schrauben VENGEANCE mit dem lässigen Stampfer "Had Enough" und Oberschenkelklopfer "Now And Then" die Schlagfrequenz zwischenzeitig etwas herab, aber bei solch bebenden Wirkungstreffern wie z. B. dem Groover "Mind Over Matters" (KROKUS meets U.D.O.), für den Wolf Hoffmann (ACCEPT) göttliche Leadgitarren beisteuerte, oder dem kultverdächtigen "Cowboy Song" sind derartige Verschnaufpausen beim  taumelnden Gegner bzw. feixtanzenden Fan äußerst willkommen. Als Siegeshymne gibt’s noch die erfrischende Ballade "Eveline" oben drauf! Aufgrund einer unglaublich bodenständigen Berufsauffassung der gesamten Crew, einer produktionstaktischen Meisterleistung von Michael Voss (CASANOVA, MAD MAX) und der Mitwirkung von namhaften Motivatoren (u. a. Michael Eurich/ CASANOVA, Arjen Lucassen/ AYREON, Mat Sinner/ PRIMAL FEAR) geht jede Runde ohne Abstriche an VENGEANCE. "Back In The Ring" ist ohne den geringsten Zweifel der heißeste Anwärter auf das „Comeback des Jahres“!

Sonny

Trackliste: 01. Back In The Ring - 02. No Mercy  - 03. Mind Over Matter - 04. Captain Moonlight - 05. Holy Water - 06. Bad Attitude - 07. Had Enough - 08. Now And Then - 09. Cowboy Song - 10. Rip It Off - 11. Evelyn

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult


LUCA TURILLI'S DREAMQUEST/ Lost Horizons

Review:
Kaum sind die letzten Klänge seines aktuellen Solo-Albums "The Infinite Wonders Of Creation" verklungen, schon liefert Luca Turilli mit seiner neuen Band DREAMQUEST ein weiteres heißes Eisen ab. Natürlich ist auch dieses Debüt – wie wir es von Luca Turilli gewohnt sind  – auf einem klassischen und symphonischen Fundament aufgebaut, aber auf "Lost Horizons" lässt der RHAPSODY-Virtuose auch Gothic- und Elektro-Elemente sowie modernen Metal mit einfließen. Für den Gesang zeichnet sich Bridget Fogle verantwortlich, die erst kürzlich auf "The Infinite Wonders Of Creation" ihren Einstand als Solistin gefeiert hat. Außerdem hat sich Luca Turilli den RHAPSODY-Tourgitarristen Dominique Leurquin mit ins Boot geholt, um sich bei DREAMQUEST voll und ganz auf seine Fähigkeiten als Keyboarder konzentrieren zu können. Trotz des operesquen Gesangs setzt sich die Truppe um Luca Turilli, der sich hier einmal mehr als gewiefter Songwriter, Musiker und Produzent erweist, zu keiner Sekunde der Gefahr aus, als einfallsloses NIGHTWISH- oder WITHIN TEMPTATION-Plagiat abgekanzelt zu werden. Raffinierter als beim hymnisch-sprudelnden "Black Rose", bei dem Bridge Fogle zu Höchstform aufläuft, und bei der majestätischen Riffnummer "Energy" oder dem galaktisch-mystischen "Too Late" kann man die bereits genannten Stilrichtungen wohl nicht unter einen Hut bringen. Meine Lieblingsnummern sind allerdings "Gothic Vision", das an musikalischer Dramatik wohl nur noch schwerlich zu überbieten sein dürfte, und der stampfende Opener "Virus", der in den einschlägigen Gothic-Tempeln mit Sicherheit zum Tanzflächen-Füller wachsen dürfte. Fazit: Ein faszinierendes Album, das nicht nur Fans der harten Metal-Klänge ansprechen dürfte, sondern auch den ein oder anderen Klassik-Anhänger an das Rock-Genre heranführen könnte... oder vielleicht auch umgekehrt?!?

Sonny

Trackliste: 1. Introspection - 2. Virus - 3. Dreamquest - 4. Black Rose - 5. Lost Horizons - 6. Sospiro Divino - 7. Shades Of Eternity - 8. Energy - 9. Frozen Star - 10. Too Late - 11. Dolphins Heart - 12. Gothic Vision

Thanks to Niels @ Oktober Promotion

weitere Reviews über LUCA TURILLI:
LUCA TURILLI/ The Infinite Wonders Of Creation (Symphonic- Tipp/ May 2006)
RHAPSODY/ Live In Canada 2005 - The Dark Secret (Live-Candy/ January 2006)
LUCA TURILLI/
Prophet Of The Last Eclipse
RHAPSODY/ Power Of The Dragonflame


MIKEYLA feat. THE METAL FORCES/ Glorious (Single)
  • Band: Mikeyla feat. The Metal Forces
  • Albumtitel: Glorious
  • Spielzeit: 14:59 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: b factory music/ DA Music
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 09.06.2006
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Erst im März hatten wir das Debüt der Schwedin als „Newcomer-Tipp“ präsentiert. Nun verwandelt MIKEYLA – genau rechtzeitig zum Eröffnungsspiel der Fußball-WM – mit der von Uli Kusch (MASTERPLAN/ ex-HELLOWEEN), Joacim Cans (HAMMERFALL) und Ronny Milianowicz (DIONSSUS) geschriebenen und produzierten Hymne "Glorious" das heimische Wohnzimmer in ein brodelndes und vollbesetztes Stadion. Bei diesem bombastischen Stadion-Kracher teilt sie sich mit PRIMAL FEAR-Sirene Ralf Scheepers den Leadgesang, während in der Solid Metal-Version mit Tobias Sammet (EDGUY), Joacim Cans, Edu Falaslchi (ANGRA), Timo Kotipelto (STRATOVARIUS) und Nils K. Rue (PAGAN’S MIND) weitere hochkarätige Sänger aus der Heavy- und Power Metal-Szene ein kurzes Stelldichein geben. Nicht minder namhaft sind auch die Instrumentalposten besetzt, denn hier tummeln sich – neben den Schlagzeugern Uli Kusch und Ronny Milianowicz – z. B. der MASTERPLAN-Saitenvirtuose Roland Grapow, Oskar Dronjak (HAMMERFALL) oder DIONYSUS-Tieftöner Nobby Norberg. Außerdem enthält diese Single noch eine Karaoke-Version und die riffbetonte Midtempo-Nummer "Calling", die mit zu den besten Nummern aus dem atemberaubenden Debüt der 19jährigen gehört. Fazit: "Glorious" – egal in welcher Version – dürfte nicht nur echte Metal-Fans, sondern auch den gewöhnlichen Fußball-Fan in wahrhaft weltmeisterliche Stimmung versetzen. – Einfach glorreich!

Sonny

Trackliste:

1. Glorious - 2. Glorious (Solid Metal Version) - 3. Calling - 4. Glorious (Karaoke Version) - 5. Glorious (Video Documentary)

Thanks to Alexandra @ b factory music

weitere Reviews über MIKEYLA:
MIKEYLA/ Something Like That (Newcomer/ March 2006)


VERTIGO/ 2
  • Band: Vertigo
  • Album: 2
  • Spielzeit: 39:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Toto, Chicago, Marillion
  • Veröffentlichung: 09.06.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nach dem meines Erachtens sehr enttäuschenden Debüt hätte ich nie geglaubt, dass dieses Projekt um ex-TOTO-Sänger Joseph Williams jemals in eine zweite Runde gehen würde. Daher ging ich mit keinen großen Erwartungen an den schlicht mit "2" betitelten Nachfolger heran. Doch schon während des ersten Abspielvorgangs macht sich der Eindruck breit, dass diesmal die Songs besser auf das über jeden Zweifel erhabene Organ von Joseph Williams abgestimmt sind. Außerdem hat man im Vergleich zum Vorgänger – Gott sei Dank – auf lückenfüllende Remixes verzichtet. So sorgen in erster Linie der spritzig rockende Opener "In The Blink Of An Eye", der sich mit hymnischen Chören im Gehirn festsetzt, und das westcoastige "Holy" oder der sehr eingängige Uptempo-Rocker "I Wanna Live Forever", der wahrscheinlich auf der aktuellen WIG WAM-Scheibe eine gute Figur machen dürfte, für ein kurzweiliges Hörvergnügen. Letzteres Highlight hat Joseph Williams zusammen mit seinem Freund Joey Carbone geschrieben, dessen unglaublicher Hit-Charakter unweigerlich die Frage aufwirft, warum die beiden nicht schon längst am Nachfolger von Williams’ letztem Soloalbum arbeiten? Außerdem drängen sich die hauchzarte Ballade "Save It All For Me" sowie "Together" als Anspieltipps auf. Aufgrund der durchgehend guten Qualität der Scheibe schaut man auch locker über die etwas knapp bemessene Spielzeit hinweg. Langer Rede kurzer Sinn, "2" ist der perfekte Soundtrack zum verspätet aufkeimenden Sommer!

Sonny

Trackliste:

1. In The Blink of An Eye - 2. All For You - 3. Hold Me - 4. Part Of Me - 5. Holy - 6. I Wanna Live Forever - 7. Save It All Alone - 8. Picking Up The Pieces - 9. Together (Good-Bye So Long) - 10. There’s A Reason

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über VERTIGO:
VERTIGO/
Vertigo (Crossfire-Review by Florian and Sonny)

  • Band: Davy Vain
  • Album: In From Out Of Nowhere
  • Spielzeit: 48:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Vain meets The Cure & Babylon Zoo
  • Veröffentlichung: 23.06.2006
  • Wertung: 8/ 10
DAVY VAIN/ In From Out Of Nowhere

Review:
Nachdem VAIN Anfang des Jahres mit "On The Line" endlich einen würdigen Nachfolger für den Glam/ Sleaze Rock-Klassiker "No Respekt" veröffentlicht haben, kommen wir nun hierzulande auch in den Genuss des zweiten Solo-Albums von Mainman DAVY VAIN. Die 11 Songs auf "In From Out Of Nowhere", das erstmals im Jahre 2000 veröffentlicht wurde, überzeugt mit einer schönen – bisweilen sogar romantischen – Melodienvielfalt und einer erstaunlichen musikalischen Kreativität, die man dem Mann aus der San Fransisco Bay Area nicht unbedingt zugetraut hat. Auf diese Weise schleichen sich z. B. das lässig-hymnische "Fly Again", das hypnotisierende "Electric" und das elegische "Trinity" in die Gehörgänge, um dort ihre Anker auszuwerfen. Die absoluten Earcatcher sind  allerdings das swingende "Come On Now", das mit fesselnden Gitarrenparts aufwartet und der Titeltrack, der stellenweise CUREsche Züge aufweist. Kurz und bündig: "In From Out Of Nowhere" ist ein sehr schönes Album, das den Zuhörer für eine gute ¾ Stunde die Sorgen des Alltags vergessen lässt. – Einfach hören und genießen!

Sonny

Trackliste:

1. Push Me Over - 2. Fly Again - 3. Yellow - 4. Electric - 5. Come on Now - 6. New York - 7. Sugar Shack - 8. Trinity - 9. In from Out of Nowhere - 10. Not Your Space Man - 11. Capsule

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über DAVY VAIN:
VAIN/ On The Line (Comeback-Tipp/ February 2006)


3 WISHES/ In Your Eyes
  • Band: 3 Wishes
  • Album: ... In Your Eyes
  • Spielzeit: 43:32 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Three Song Music
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 03.06.2006
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nachdem sie für ihr zweites Album "Shake Well Before Use" endlich einen wohlverdienten Plattenvertrag an Land gezogen haben, veröffentlichen die Hamburger den Nachfolger nun wieder in Eigenregie. Das hat sich aber weder auf die Weiterentwicklung der Band noch auf Qualität des Materials negativ niedergeschlagen. Ganz im Gegenteil! Ich bin sogar der Ansicht, dass das Hanseaten-Quintett songwriter- und produktionstechnisch reifer denn je klingt und dabei weder an Frische und noch an Unbekümmertheit eingebüsst hat. Mit diesen Attributen glänzen in erster Linie der flotte und mitreißende Stampfer "All Or Nothing", oder die Hymne "Life Ain’t Easy", die ordentlich in Skandi-Flair (wunderschöne Keyboards von Arthur Qoku) getaucht ist, und der "Rainbow Song", der durch feine Mitsing-Chöre für gute Laune sorgt. Außerdem kristallisieren sich der flockige Groover "Two Young Hearts" und die wunderschöne Ballade "Goodbye Mary" als äußerst partytauglich heraus. Ohne den beiden Vorgängern qualitativ etwas absprechen zu wollen, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass Sänger Andi Knaak & Co. mit dieser Scheibe ihr bis dato bestes Werk eingespielt haben. Fette 8,5 Punkte!

Sonny

Trackliste: 1. Face Your Fears - 2. She Is A Liar - 3. Two Young Hearts - 4. Circle Of Life - 5. All Or Nothing - 6. Life Ain't Easy - 7. Out Of Love - 8. Delta Heat - 9. In Your Eyes - 10. Goodbye Mary - 11. Rainbow Song

Thanks to Jutta @ Suefish Promotion

weitere Reviews über 3 WISHES:
3 WISHES/ Shake Well Before Use

more Reviews for June 2006 (release date 21.06. - 30.06.2006)

Last Update: Sunday, 24. September 2006
created in January 2001 © by Sonny