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Review:
Eigentlich bietet das dritte Album von WINTERS BANE (frühere Band von Tim „Ripper“
Owens/ ICED EARTH, ex-JUDAS PRIEST) genau das, was man von einer Power
Metal-Scheibe amerikanischer Prägung erwartet: Messerscharfe Killerriffs
("Spark To Flame"), fetzige Gitarrensolos ("Seal The
Light"), aus allen Rohren feuernde Drums ("Waves Of Fury") und
kraftvoll-variantenreichen Gesang garniert mit eingängigen Melodien und einer
fetten Produktion. Trotz dieser erlesenen Eigenschaften will aber "Redivivus"
in letzter Instanz nicht richtig zünden. Zwar wissen die genannten Songs –
nicht zuletzt wegen des ausdruckstarken Gesangs von Alexander Koch (ex SPIRAL
TOWER, POWERGOD, SCENES), der sich hier nur schwerlich als deutscher Sänger
entlarven lässt – auf ganzer Linie zu überzeugen, aber leider kann die Band
dieses hohe Niveau nicht über die gesamte Spielzeit halten. Was aber
eingeschworene Power Metal-Freaks nicht davon abhalten sollte, den Amerikanern
eine faire Chance zu geben.
| Trackliste: |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
Auf ihrem nunmehr siebten Studio-Album präsentieren sich die Spanier – nicht
zuletzt durch die Verpflichtung eines festen Keyboarders – melodischer und
kommerzieller als je zuvor. Im Grunde keine tadelnswerten Eigenschaften, aber
irgendwie werde ich im Laufe der 11 Nummern den Eindruck nicht ganz los, dass
sich die Band um Sänger und Gitarrist Angel dadurch etwas ihrer Originalität
beraubt hat. Sicherlich bleiben sie auch mit diesem Output für viele ihrer
musizierenden Landsleute nach wie vor unerreicht, aber TIERRA SANTA haben es z.
B. mit "Apocalipsis" bewiesen, dass sie zu weitaus mehr in der Lage
sind als nur zu drei wirklich mitreißenden Nummern. Als da wären: die von
zarten – stets präsenten – Keyboards untermalte Hymne "La Impureza De
La Amistad", das flüssige "Si Tu Alma Has De Vender", das mit
geilen Twin-Gitarren aufwartet, und das speedige "La Tentación".
Fazit: Mag sein, dass sich der zum Quintett angewachsenen Band (neu an Bord:
Keyboarder Mikel) mit der mainstreamigeren Ausrichtung neue bzw. die HEROES DEL
SILENCIO-Fanschichten mehr und mehr erschließen, aber mit diesem Album werden
sie sicher auch viele Fans der ersten Stunde enttäuschen. Das nächste Mal
wieder etwas mehr Feuer, bitte!
| Trackliste: |
1. Push Me Over - 2. Fly Again - 3. Yellow - 4. Electric - 5. Come on Now - 6. New York - 7. Sugar Shack - 8. Trinity - 9. In from Out of Nowhere - 10. Not Your Space Man - 11. Capsule |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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De Reyes
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Review:
Obwohl die Kölner bereits zwei sehr gute Alben veröffentlicht haben, ist ihnen
bisher der richtige Durchbruch verwährt geblieben. Dieser Umstand müsste sich
mit dem dritten Streich "The Truth Behind" eigentlich endlich zum
Guten wenden. War der Vorgänger "Humanity... Sold Out!" (2004)
zwischenzeitlich von epischen und balladesken Zügen geprägt, so hat man sich
auf dem neuen Album wieder mehr am Erstling "Don’t Trust The White"
orientiert. So gehen die Herrschaften um Shouter Andreas v. Lipinski, der
stellenweise auch an IRON MAIDEN-Fronter Bruce Dickinson erinnert, kompromisslos
druckvoll-thrashig – ohne dabei die federführende Melodie außer Acht
zulassen – zu werke. Zur Verfeinerung ihres international-zeitgemäßen und
durchaus eigenständigen Sounds lassen sie auch Elemente aus den Glanztagen des
Bay-Area-Thrash ("Signs") und der NWOBHM ("The Deception")
und wohldosierte Black Metal-Growls einfließen. Für einen Nackenmuskelkater
aller ersten Kalibers dürften u. a. die melodische Thrash-Granate
"Rain" und das tempovariable "Another Hunter", das gekonnt
zwischen galoppierenden Thrash-Attacken und lässigen Grooves hin- und
herpendelt, sowie das balladesk-melancholisch beginnende "Zeroes &
Heroes" sorgen. Kurz auf den Punkt gebracht: Mit diesem Album müsste es
den Wolfspack eigentlich gelingen in das „Dreigestirn des deutschen Thrashs“
(SODOM, KREATOR, DESTRUCTION) vorzustoßen – Das Leistungsvermögen dazu haben
sie allemal!
| Trackliste: |
Thanks to Thorsten @ SinSin
weitere Reviews über WOLFEN:
WOLFEN/ Humanity... Sold Out!
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Review:
Ausführlich vorstellen braucht man Schlagzeug-König CARMINE APPICE wohl
wirklich nicht mehr. Er ist nicht nur einer der facettenreichsten und
umtriebigsten, sondern auch einer der einflussreichsten Drummer der gesamten
Musik-Szene. Neben all seinen Betätigungsfeldern hat er nun den aktuellen
FOREIGNER-Sänger Kelly Kelling und seinen Kumpel Tony Franklin (Bass), mit dem
er in den 80ern BLUE MURDER gegründet hat, rekrutiert, um mit einer Heerschar namhafter Gitarristen (u. a. Richie Sambora, Brian May, Ted Nugent)
unter dem Banner CARMINE APPICE PROJECT ein mächtig groovendes und pulsierendes
Blues/ Hard Rock-Album einzuspielen. Die besten Momente dieser äußerst
interessanten Scheibe sind "Where You Belong" (Slash) oder "Out
Of My Mind", zu dem ein bestens aufgelegter Neal Schon (JOURNEY) die Saiten
qualmen lässt. Diese beiden Nummern – wie auch noch einige andere – setzten
sich mit Harmonien a la BEATLES in den Gehörgängen fest. Aber auch so
abgefahrene und ZAPPAdeske Nummern wie "This Time Around" (Yngwie
Malmsteen/ Doug Pinnik) und "Code 19", bei dem es ZAKK WYLDE gehörig
krachen lässt, oder die wirklich bluesy-knallende Version von "Do Ya Think
I’m Sexy" (mit Pat Travers), bei der der Meister selbst singt, versprühen
nahezu unbeschreiblichen Charme. Ein gutes – stellenweise schwerverdauliches
– Album, dessen Qualität sich dem geneigten Zuhörer erst nach einigen Durchläufen
offenbart.
P.S. Außerdem greifen noch Schauspieler Steven Seagal und der einstige
Tennis-Superstar John McEnroe auf dieser Scheibe in die Saiten.
| Trackliste: |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
weitere Reviews über CARMINE APPICE:
PAT TRAVERS & CARMINE APPICE/ Bazooka
PAT TRAVERS & CARMINE APPICE/ Live At The House Of Blues
CACTUS/ V (Comeback-Tipp/
July 2006)
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Review:
Eigentlich hatten STREET TALK mit dem Best Of-Album "Destionation"
schon ihre Abschiedsvorstellungen gegeben, aber offenbar braucht Chef Fredrik
Bergh (Keyboards/ Piano) zu seinem neuen Betätigungsfeld BLOODBOUND, das
bekanntlich ja viel heftigere Töne anschlägt, einen AORigen Gegenpol. Wie
schon auf den vorherigen Alben hat sich der Songwriter/ Produzent auch für
"V" der Dienste von Sänger Göran Edman bedient, dessen gefühlsbetontes
Organ perfekt zum verträumt-rockenden und erfrischenden Material passt. Ohne
echten Durchhänger bieten Bergh & Co. während der elf Nummern sowohl
grundsolide ("Don’t Believe") als auch herzerfrischende AOR-Kost. In
die letztere Kategorie fallen der spritzige Opener "Responsible", die
flotte Hymne "If I Could" oder das sentimentale "Oh Maddy".
Meine persönlichen Faves sind allerdings der schwungvolle Rocker "Sniper"
und die "A Little Appetizer", das in beschwingtem Mid-Tempo um die
Ecke stampft.
| Trackliste: | 01. RESPONSIBLE
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Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult
weitere Reviews über STREET TALK:
STREET TALK/ Destination
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Review:
Besitzern des letzten PHENOMENA-Albums "Psycho Fantasy" dürfte ein
gewisser Lee Small, der stellenweise sehr angenehm an GLENN HUGHES (z. B.
"In Motion") erinnert, bereits positiv aufgefallen sein. Genau jener
talentierte Sänger stellt nun mit "Angelstation" das Debüt seiner
eigenen Band SURVEILLANCE vor. Im Laufe von 11 vielschichtigen Nummern werden
mit Geschick 80er-lastige Hard Rock-Klänge mittels aktueller Strömungen
aufgefrischt. Diese Charakteristik lässt vor allem am sphärischen
Blues-Groover "Burning" und der entspannten Hymne "Middleman"
oder "Holy", das mystisch-gemächlich vor sich herswingt, dingfest
machen. Musikalisch ist bei "Angelstation" also alles im Lot. –
Produktionstechnisch kann die Scheibe hingegen nicht mit den letzten Solo-Alben
von GLENN HUGHES mithalten, denn die ist an manchen Ecken ziemlich abgehackt und
rau ausgefallen. Trotzdem darf man gespannt sein, wie sich die Band
weiterentwickelt.
| Trackliste: |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
Es gibt Bands, die seit ihrer Gründung – abgesehen von ein paar kleinen
Achtungserfolgen – nie wirklich den Fuß richtig auf Boden gekriegt haben,
aber immer wieder mit stark veränderten Besetzungen einen Neuanfang wagen. Zu
dieser widerspenstigen Spezies dürfen sich zweifellos auch CLOVEN HOOF zählen.
Auf ihrem Comeback bieten die Englänger über 10 Nummern melodischen Metal, der
sich stark von der NWOBHM beeinflusst zeigt, gelegentlich aber auch von modernen
Elementen zart durchzogen wird. Letzteres darf sich wohl Tom Galley ans Revers
heften, der mit einer unglaublich druckvollen Produktion dem – nicht gerade
immer innovativen – Material den nötigen Punch verpasst hat. Auch vom
instrumentalen Aspekt weiß der Vierer vollends zu überzeugen, nur lässt die
Band um den talentierten Shouter Matt Moreton – für meinen Geschmack –
ihren songwriterischen Fähigkeiten zu wenig Freilauf. Dass die Mannen es
wirklich drauf haben, zeigen z. B. das variantenreiche "Golgatha", das
gekonnt zwischen heftig krachenden und balladesken Passagen hin- und herpendelt,
und das orientalisch angelegte "Cyberworld" oder das mystisch-düstere
7½ min-Epos "Angels In Hell".
| Trackliste: |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
Getreu der österreichischen Sportreporter-Philosophie bei
Herren-Weltcup-Abfahrtsläufen „11 Österreicher unter den ersten 10“ wurde
das Debüt des Schweden-Duos vollmundig als neues Melodic Rock-Highlight aus
Schweden angekündigt. Diesen Anspruch mögen der rotzig-stampfende Opener
"Embrace You", der an den jungen und wilden BRYAN ADAMS erinnert,
sowie das folgende "Leaving Home", das ziemlich gekonnt moderne Riffs
mit ELO-lastigen Arrangements in Einklang bringt, vielleicht noch gerecht
werden, aber danach verlieren sich Sebastian Roos und Anders Berlin in unfälligen
Pop-Gefilden. Nicht selten werden dabei die Nummern mit ausgereizten
BEATLES-Zitaten (z. B. "Should I...") überladen, was zwar nicht von
sonderlicher Eigenständigkeit zeugt, aber nicht unbedingt schlecht sein muss.
– Geschmacksache eben! Trotzdem hätte man auf die beiden nichtssagenden Rührstücke
"Joker" und "Blue Sky" getrost verzichten können. "11
Of 10" mag vielleicht ein netter Versuch sein den modernen Pop-Rock mit
traditionellen Pomp-Rock und Hard Rock zu einer Einheit zu verschmelzen, aber
ist beileibe keine neue Perle des Skandi-AORs/ Melodic Rocks!
| Trackliste: | 1. Embrace
You Leaving
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Thanks to Oliver @ ArtistWorxx
more
Reviews for June 2006 (release date 11.06.
- 20.06.2006)
Last
Update: Sunday, 24. September 2006
created in January 2001 © by Sonny