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WINTERS BANE/ Redivivus
  • Band: Winters Bane
  • Album: Redivivus
  • Spielzeit: 40:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Mystic Prophecy, Beyond Fear, Iced Earth
  • Veröffentlichung: 30.06.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Eigentlich bietet das dritte Album von WINTERS BANE (frühere Band von Tim „Ripper“ Owens/ ICED EARTH, ex-JUDAS PRIEST) genau das, was man von einer Power Metal-Scheibe amerikanischer Prägung erwartet: Messerscharfe Killerriffs ("Spark To Flame"), fetzige Gitarrensolos ("Seal The Light"), aus allen Rohren feuernde Drums ("Waves Of Fury") und kraftvoll-variantenreichen Gesang garniert mit eingängigen Melodien und einer fetten Produktion. Trotz dieser erlesenen Eigenschaften will aber "Redivivus" in letzter Instanz nicht richtig zünden. Zwar wissen die genannten Songs – nicht zuletzt wegen des ausdruckstarken Gesangs von Alexander Koch (ex SPIRAL TOWER, POWERGOD, SCENES), der sich hier nur schwerlich als deutscher Sänger entlarven lässt – auf ganzer Linie zu überzeugen, aber leider kann die Band dieses hohe Niveau nicht über die gesamte Spielzeit halten. Was aber eingeschworene Power Metal-Freaks nicht davon abhalten sollte, den Amerikanern eine faire Chance zu geben. 

Sonny

Trackliste: 1. Seal The Light - 2. Spark To Flame - 3. The World - 4. Dead Faith - 5. Catching The Sun - 6. Remember To Forget - 7. Burning Bridges - 8. Waves Of Fury - 9. Despise The Lie

Thanks to Birgitt @ GerMusica


TIERRA SANTA/ Mejor Morir En Pie
  • Band: Tierra Santa
  • Album: Mejor Morir En Pie
  • Spielzeit: 41:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Heroes Del Silencio
  • Veröffentlichung: 30.06.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Auf ihrem nunmehr siebten Studio-Album präsentieren sich die Spanier – nicht zuletzt durch die Verpflichtung eines festen Keyboarders – melodischer und kommerzieller als je zuvor. Im Grunde keine tadelnswerten Eigenschaften, aber irgendwie werde ich im Laufe der 11 Nummern den Eindruck nicht ganz los, dass sich die Band um Sänger und Gitarrist Angel dadurch etwas ihrer Originalität beraubt hat. Sicherlich bleiben sie auch mit diesem Output für viele ihrer musizierenden Landsleute nach wie vor unerreicht, aber TIERRA SANTA haben es z. B. mit "Apocalipsis" bewiesen, dass sie zu weitaus mehr in der Lage sind als nur zu drei wirklich mitreißenden Nummern. Als da wären: die von zarten – stets präsenten – Keyboards untermalte Hymne "La Impureza De La Amistad", das flüssige "Si Tu Alma Has De Vender", das mit geilen Twin-Gitarren aufwartet, und das speedige "La Tentación". Fazit: Mag sein, dass sich der zum Quintett angewachsenen Band (neu an Bord: Keyboarder Mikel) mit der mainstreamigeren Ausrichtung neue bzw. die HEROES DEL SILENCIO-Fanschichten mehr und mehr erschließen, aber mit diesem Album werden sie sicher auch viele Fans der ersten Stunde enttäuschen. Das nächste Mal wieder etwas mehr Feuer, bitte!

Sonny

Trackliste:

1. Push Me Over - 2. Fly Again - 3. Yellow - 4. Electric - 5. Come on Now - 6. New York - 7. Sugar Shack - 8. Trinity - 9. In from Out of Nowhere - 10. Not Your Space Man - 11. Capsule

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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WOLFEN/ The Truth Behind
  • Band: Wolfen
  • Album: The Truth Behind
  • Spielzeit: 43:14 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: SinSin/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Iron Maiden, Iced Earth, Metallica, Testament
  • Veröffentlichung: 23.06.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Obwohl die Kölner bereits zwei sehr gute Alben veröffentlicht haben, ist ihnen bisher der richtige Durchbruch verwährt geblieben. Dieser Umstand müsste sich mit dem dritten Streich "The Truth Behind" eigentlich endlich zum Guten wenden. War der Vorgänger "Humanity... Sold Out!" (2004) zwischenzeitlich von epischen und balladesken Zügen geprägt, so hat man sich auf dem neuen Album wieder mehr am Erstling "Don’t Trust The White" orientiert. So gehen die Herrschaften um Shouter Andreas v. Lipinski, der stellenweise auch an IRON MAIDEN-Fronter Bruce Dickinson erinnert, kompromisslos druckvoll-thrashig – ohne dabei die federführende Melodie außer Acht zulassen – zu werke. Zur Verfeinerung ihres international-zeitgemäßen und durchaus eigenständigen Sounds lassen sie auch Elemente aus den Glanztagen des Bay-Area-Thrash ("Signs") und der NWOBHM ("The Deception") und wohldosierte Black Metal-Growls einfließen. Für einen Nackenmuskelkater aller ersten Kalibers dürften u. a. die melodische Thrash-Granate "Rain" und das tempovariable "Another Hunter", das gekonnt zwischen galoppierenden Thrash-Attacken und lässigen Grooves hin- und herpendelt, sowie das balladesk-melancholisch beginnende "Zeroes & Heroes" sorgen. Kurz auf den Punkt gebracht: Mit diesem Album müsste es den Wolfspack eigentlich gelingen in das „Dreigestirn des deutschen Thrashs“ (SODOM, KREATOR, DESTRUCTION) vorzustoßen – Das Leistungsvermögen dazu haben sie allemal!

Sonny

Trackliste: 01. The Last Chance - 02. Zeroes & Heroes - 03. Rain - 04. Raisin' Hope - 05. Y 2 K - 06. Signs - 07. Another Hunger - 08. The Deception - 09. Wolfpack

Thanks to Thorsten @ SinSin

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CARMINE APPICE PROJECT/ Ultimate Guitar Zeus
  • Band: Carmine Appice Project
  • Album: Ultimate Guitar Zeus
  • Spielzeit: 74:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi Music/ Edel
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 23.06.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Ausführlich vorstellen braucht man Schlagzeug-König CARMINE APPICE wohl wirklich nicht mehr. Er ist nicht nur einer der facettenreichsten und umtriebigsten, sondern auch einer der einflussreichsten Drummer der gesamten Musik-Szene. Neben all seinen Betätigungsfeldern hat er nun den aktuellen FOREIGNER-Sänger Kelly Kelling und seinen Kumpel Tony Franklin (Bass), mit dem er in den 80ern BLUE MURDER gegründet hat, rekrutiert, um mit einer Heerschar namhafter Gitarristen (u. a. Richie Sambora, Brian May, Ted Nugent) unter dem Banner CARMINE APPICE PROJECT ein mächtig groovendes und pulsierendes Blues/ Hard Rock-Album einzuspielen. Die besten Momente dieser äußerst interessanten Scheibe sind "Where You Belong" (Slash) oder "Out Of My Mind", zu dem ein bestens aufgelegter Neal Schon (JOURNEY) die Saiten qualmen lässt. Diese beiden Nummern – wie auch noch einige andere – setzten sich mit Harmonien a la BEATLES in den Gehörgängen fest. Aber auch so abgefahrene und ZAPPAdeske Nummern wie "This Time Around" (Yngwie Malmsteen/ Doug Pinnik) und "Code 19", bei dem es ZAKK WYLDE gehörig krachen lässt, oder die wirklich bluesy-knallende Version von "Do Ya Think I’m Sexy" (mit Pat Travers), bei der der Meister selbst singt, versprühen nahezu unbeschreiblichen Charme. Ein gutes – stellenweise schwerverdauliches – Album, dessen Qualität sich dem geneigten Zuhörer erst nach einigen Durchläufen offenbart.
P.S. Außerdem greifen noch Schauspieler Steven Seagal und der einstige Tennis-Superstar John McEnroe auf dieser Scheibe in die Saiten.

Sonny

Trackliste: 1. Days Are Nights (Ted Nugent) - 2. Nobody Knew (Brian May) - 3. Stash (Stevie Salas/ John McEnroe) - 4. Where You Belong (Slash) - 5. 4 Miles High (Steve Morse) - 6. Gonna Rain (R. Sambora) - 7. This Time Around (Yngwie/ Doug Pinnick) - 8. Killin’ Time (Ty Tabor) - 9. Doing Fine (Vivian Campbell) - 10. Under The Moon & Sun (Mick Mars and Edgar Winter vocals) - 11. Code 19 (Zakk Wylde) - 12. Out Of Mind (Neal Schon ) - 13. Do Ya Think I’m Sexy (Pat Travers  voc Carmine Appice) - 14. GZ Blues (Steven Seagal/ Seymour Duncan)

Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über CARMINE APPICE:
PAT TRAVERS & CARMINE APPICE/ Bazooka
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CACTUS/ V (Comeback-Tipp/ July 2006)


STREET TALK/ V
  • Band: Street Talk
  • Album: V
  • Spielzeit: 47:07 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Journey
  • Veröffentlichung: 23.06.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Eigentlich hatten STREET TALK mit dem Best Of-Album "Destionation" schon ihre Abschiedsvorstellungen gegeben, aber offenbar braucht Chef Fredrik Bergh (Keyboards/ Piano) zu seinem neuen Betätigungsfeld BLOODBOUND, das bekanntlich ja viel heftigere Töne anschlägt, einen AORigen Gegenpol. Wie schon auf den vorherigen Alben hat sich der Songwriter/ Produzent auch für "V" der Dienste von Sänger Göran Edman bedient, dessen gefühlsbetontes Organ perfekt zum verträumt-rockenden und erfrischenden Material passt. Ohne echten Durchhänger bieten Bergh & Co. während der elf Nummern sowohl grundsolide ("Don’t Believe") als auch herzerfrischende AOR-Kost. In die letztere Kategorie fallen der spritzige Opener "Responsible", die flotte Hymne "If I Could" oder das sentimentale "Oh Maddy". Meine persönlichen Faves sind allerdings der schwungvolle Rocker "Sniper" und die "A Little Appetizer", das in beschwingtem Mid-Tempo um die Ecke stampft.

Sonny

Trackliste: 01. RESPONSIBLE - 02. DON'T BELIEVE - 03. IF I COULD - 04. AT THE END OF THE DAY - 05. FAMILY BUSINESS - 06. JUST A LITTLE APPETIZER - 07. SOMETHING'S GOTTA GIVE - 08. GROUNDHOG DAY - 09. SNIPER - 10. OH MADDY - 11. BROTHER SUN AND SISTER MOON

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult

weitere Reviews über STREET TALK:
STREET TALK/
Destination


SURVEILLANCE/ Angelstation
  • Band: Surveillance
  • Album: Angelstation
  • Spielzeit: 45:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Glenn Hughes, Phenomena
  • Veröffentlichung: 23.06.2006
  • Wertung: 7/ 10


Review:
Besitzern des letzten PHENOMENA-Albums "Psycho Fantasy" dürfte ein gewisser Lee Small, der stellenweise sehr angenehm an GLENN HUGHES (z. B. "In Motion") erinnert, bereits positiv aufgefallen sein. Genau jener talentierte Sänger stellt nun mit "Angelstation" das Debüt seiner eigenen Band SURVEILLANCE vor. Im Laufe von 11 vielschichtigen Nummern werden mit Geschick 80er-lastige Hard Rock-Klänge mittels aktueller Strömungen aufgefrischt. Diese Charakteristik lässt vor allem am sphärischen Blues-Groover "Burning" und der entspannten Hymne "Middleman" oder "Holy", das mystisch-gemächlich vor sich herswingt, dingfest machen. Musikalisch ist bei "Angelstation" also alles im Lot. – Produktionstechnisch kann die Scheibe hingegen nicht mit den letzten Solo-Alben von GLENN HUGHES mithalten, denn die ist an manchen Ecken ziemlich abgehackt und rau ausgefallen. Trotzdem darf man gespannt sein, wie sich die Band weiterentwickelt.   

Sonny

Trackliste: 1. In Motion - 2. Burning - 3. Reflections - 4. Middleman - 5. The Primitive Soul - 6. Messiah - 7. Mary (Awaken Part One) - 8. The Holy - 9. The Ghost In You - 10. Awaken (Part Two) - 11. Truth

Thanks to Birgitt @ GerMusica


CLOVEN HOOF/ Eye To The Sun
  • Band: Cloven Hoof
  • Album: Eye Of The Sun
  • Spielzeit: 50:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Judas Priest, Empire
  • Veröffentlichung: 23.06.2006
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Es gibt Bands, die seit ihrer Gründung – abgesehen von ein paar kleinen Achtungserfolgen – nie wirklich den Fuß richtig auf Boden gekriegt haben, aber immer wieder mit stark veränderten Besetzungen einen Neuanfang wagen. Zu dieser widerspenstigen Spezies dürfen sich zweifellos auch CLOVEN HOOF zählen. Auf ihrem Comeback bieten die Englänger über 10 Nummern melodischen Metal, der sich stark von der NWOBHM beeinflusst zeigt, gelegentlich aber auch von modernen Elementen zart durchzogen wird. Letzteres darf sich wohl Tom Galley ans Revers heften, der mit einer unglaublich druckvollen Produktion dem – nicht gerade immer innovativen – Material den nötigen Punch verpasst hat. Auch vom instrumentalen Aspekt weiß der Vierer vollends zu überzeugen, nur lässt die Band um den talentierten Shouter Matt Moreton – für meinen Geschmack – ihren songwriterischen Fähigkeiten zu wenig Freilauf. Dass die Mannen es wirklich drauf haben, zeigen z. B. das variantenreiche "Golgatha", das gekonnt zwischen heftig krachenden und balladesken Passagen hin- und herpendelt, und das orientalisch angelegte "Cyberworld" oder das mystisch-düstere 7½ min-Epos "Angels In Hell".

Sonny

Trackliste: 1. Inquisitor - 2. Eye Of The Sun - 3. Cyberworld - 4. Kiss of Evil - 5. Eye Of The Zombie - 6. Absolute Power - 7. Whore Of Babylon - 8. Golgotha - 9. King For A Day - 10. Angels In Hell

Thanks to Birgitt @ GerMusica


SHINETH/ 11 Of 10
  • Band: Shineth
  • Album: 11 Of 10
  • Spielzeit: 45:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MusikProducenterna AB/ MusicBuyMail
  • Vergleichbare Bands: 2many 2mention
  • Veröffentlichung: 21.06.2006
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Getreu der österreichischen Sportreporter-Philosophie bei Herren-Weltcup-Abfahrtsläufen „11 Österreicher unter den ersten 10“ wurde das Debüt des Schweden-Duos vollmundig als neues Melodic Rock-Highlight aus Schweden angekündigt. Diesen Anspruch mögen der rotzig-stampfende Opener "Embrace You", der an den jungen und wilden BRYAN ADAMS erinnert, sowie das folgende "Leaving Home", das ziemlich gekonnt moderne Riffs mit ELO-lastigen Arrangements in Einklang bringt, vielleicht noch gerecht werden, aber danach verlieren sich Sebastian Roos und Anders Berlin in unfälligen Pop-Gefilden. Nicht selten werden dabei die Nummern mit ausgereizten BEATLES-Zitaten (z. B. "Should I...") überladen, was zwar nicht von sonderlicher Eigenständigkeit zeugt, aber nicht unbedingt schlecht sein muss. – Geschmacksache eben! Trotzdem hätte man auf die beiden nichtssagenden Rührstücke "Joker" und "Blue Sky" getrost verzichten können. "11 Of 10" mag vielleicht ein netter Versuch sein den modernen Pop-Rock mit traditionellen Pomp-Rock und Hard Rock zu einer Einheit zu verschmelzen, aber ist beileibe keine neue Perle des Skandi-AORs/ Melodic Rocks!

Sonny

Trackliste: 1. Embrace You Leaving - 2. Home - 3. Lonely - 4. Should I... - 5. Country Girl - 6. Joker - 7. Like a Human - 8. Requiem - Die Happy - 9. The Crime - 10. What am I supposed to do? (waistd) - 11. Blue Sky

Thanks to Oliver @ ArtistWorxx


more Reviews for June 2006 (release date 11.06. - 20.06.2006)

Last Update: Sunday, 24. September 2006
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Sonny