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HEED/ The Call
  • Band: Heed
  • Albumtitel: The Call
  • Spielzeit: 61:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 10.06.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Bei HEED handelt es sich um eine neue Band der einstigen LOST HORIZON-Recken Daniel Heiman (Vocals) und Fredrik Olson (Gitarren). Da ich mich persönlich mit dem relativ ungelenkigen und inspirationslosen Power Metal der Schweden nie wirklich anfreunden konnte, ging ich doch ziemlich unmotiviert an das Debüt von HEED heran. Selbige Lustlosigkeit ist zwar nach vielen Hördurchgängen nicht in grenzlose Begeisterung umgeschwappt, dennoch muss ich eingestehen, dass ich von der Leichtigkeit, mit der HEED zeitgemäßen bzw. kraftvollen Heavy Metal und Melodie in Einklang bringen, doch recht beeindruckt bin. Alle diejenigen, die mit den gleichen Vorbehalten an die Scheibe herangehen, werden sich von der hymnischen Eröffnungsnummer "I Am Alive", die lässig – aber kompromisslos – vor sich hergroovt, und dem düsteren Stampfer "Last Drop Of Blood", bei dem leichte Industrial-Einflüsse auszumachen sind, oder der abschließenden Hammerballade "Nothing", die ich mir in etwas mystischerer Form auch gut auf einem AXEL RUDI PELL-Album vorstellen könnte, eines Besseren belehren lassen müssen. Außerdem will ich – wie auch schon bei den LOST HORIZON-Alben – die starke Gesangsarbeit von Daniel Heiman, der mit seinen fast übergangslosen Wechseln zwischen zartem Hauchen, kraftvollen Growls und lungenzerfetzenden Screams einen schier unbeschreiblichen Spannungsbogen aufbaut, gesondert hervorheben.

Sonny

Trackliste: 01. Heed Hades - 02. I Am Alive - 03. Last Drop Of Blood - 04. Ashes - 05. Enemy - 06. Salvation - 07. Tears Of Prodigy (Fallen Angel) - 08. The Other Side - 09. Hypnosis - 10.Moments - 11.The Permanent End Celebration - 12. Nothing

Thanks to Birgitt @ GerMusica


GLENN HUGHES/ Music For The Divine
  • Band: Glenn Hughes
  • Albumtitel: Music For The Divine
  • Spielzeit: 52:18 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Trapez, Hughes/ Thrall, Santana
  • Veröffentlichung: 09.06.2006
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Während gerade auf den letzten beiden Studio-Alben ("In The Key Of Rock", "Soul Mover")  von GLENN HUGHES relativ straighter Hard Rock geboten wurde, orientiert sich "Music For The Divine" nicht nur wieder verstärkt an den 70ern (z. B. das orientalisch angehauchte "This Is How I Feel"), sondern ist – wie es der Meister stellenweise auf "Soul Mover" angedeutet hat – auch wieder deutlich funkiger und souliger ausgefallen als besagte Vorgänger. Letzteres macht sich vor allem beim Groover "Steppin’ On" und "You Got Soul" bemerkbar, während Songs wie die Ballade "Frail", die ihrem Titel alle Ehre macht, oder der melodische, leicht dramatische Schleicher "This House", die beide mit zarten Streichparts und erfrischenden Acoustic-Gitarren ausgestattet sind, eine scheinbar ganz neue Seite des Ausnahmesängers und -bassisten ans Tageslicht fördert. Weitere Highlights sind die gefühlvolle Interpretation des MOODY BLUES-Klassikers "Nights In White Satin" und die melancholische Acoustic-Nummer "The Divine", die aufgrund wunderschöner String-Arrangements unglaublich viel emotionale Tiefe besitzt. Kurzum, "Music For The Divine" ist das mit Abstand persönlichste Album von GLENN HUGHES. Einfach herrlich!

Sonny

Trackliste:

1. The Valiant Denial - 2. Steppin' On - 3. Monkey Man - 4. This House - 5. You Got Soul - 6. Frail - 7. Black Light - 8. Nights in White Satin - 9. Too High - 10. This is How I Feel - 11. The Divine

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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JOHN WEST/ Long Time... No Sing
  • Band: John West
  • Album: Long Time... No Sing
  • Spielzeit: 71:28 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 09.06.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
JOHN WEST dürfte als Sänger von ROYAL HUNT und ARTENSION eigentlich hinlänglich bekannt sein. Sein Bekanntheitsgrad als Soloartist hält sich hingegen doch etwas in Grenzen, dabei veröffentlicht der Sänger mit "Long Time... No Sing" sein bereits viertes Album. Fernab von den progressiven Klängen der genannten Bands liefert der Amerikaner ein gutes – sich über 12 Nummern erstreckendes – Melodic Hard Rock-Album ab. Dabei fällt auf, dass der Sänger nicht nur mit bekannten Musikern wie z. B. SAVATAGE-Klampfer Chris Caffery oder Kesselflicker Jeff Plate (ebenfalls SAVATAGE) umgeben hat, sondern auch in songwritertechnischen Belangen ordentlich dazugelernt hat. Diese positive Weiterentwicklung macht sich besonders beim Blues-Rocker "Give Me A Sign", bei dem Mr. West in den hohen Passagen fast an GLENN HUGES erinnert, und beim röhrenden "Highway To Roppongi" sowie beim handfesten Groover "The One That Got Away" bemerkbar. Aber auch der Reiz des angedoomten "One More Lie" – wie auch der gefühlvollen Ballade "Better Believe" – dürfte sich der geneigte Zuhörer nach mehreren Durchläufen nicht ganz erwehren können. Auf das etwas biedere Instrumental "Puerto Amor" hätte man allerdings getrost verzichten können.

Sonny

Trackliste:

1. Let Us Pray - 2. Fade - 3. Set Me Free - 4. Give Me A Sign - 5. Highway To Roppongi - 6. Over My Head - 7. The One That Got Away - 8. Falling Down - 9. Slipping Away - 10. One More Lie - 11. Better Believe - 12. Puerto Amor

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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SQUIRE/ Gimme Felling (EP)
  • Band: sQuire
  • Album: Gimme Feeling (EP)
  • Spielzeit: 14:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: b factory music/ DA Music
  • Vergleichbare Bands: Stone Roses, Led Zeppelin, Pink Floyd
  • Veröffentlichung: 09.06.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
SQUIRE sind in ihrer australischen Heimat der Newcomer schlechthin. Nun versucht der Vierer um Sänger Michael Smart mit der EP "Gimme Feeling", deren vier Nummern sich irgendwo zwischen Alternative- und Indie Rock – versetzt mit einer nicht zu leugnenden Portion späten 60er/ frühem 70er-Feeling – abspielen, auch in Deutschland Fuß zu fassen. Die Highlights des kurzen Silberling sind "Everybody’s Talking", das sich anhört als würden BRONSKI BEAT rockig-elegische Töne anschlagen, und der Titeltrack, der durch die Vermengung von Acoustic-Gitarren, Marschrhythmik und Harmonika-Parts eine ganz eigenartige Lagerfeuerstimmung aufbaut. Fazit: Ein 4-Tracker mit richtig guten Ansätzen, der unweigerlich Appetit auf mehr macht. Mal sehen, vielleicht drängen sich die Jungs aus Down Under schon in Bälde mit einem abendfüllenden Album auch hier auf diesen Seiten als würdiger „Newcomer-Tipp“ auf.
Wer sich von der Live-Qualität der Band ein Bild machen will, der sollte einen der Termine des „NRW Public Viewing Festivals“ (siehe Tourdaten) wahrnehmen.

Sonny

Trackliste:

1. Basic Existence - 2. Fighting Forever - 3. Everybody's Talking - 4.Gimme Feeling

Thanks to Alexandra @ b factory music


THE PROWLERS/ Devil's Bridge
  • Band: The Prowlers
  • Album: Devil’s Bridge
  • Spielzeit: 51:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Iron Maiden meets Stratovarius
  • Veröffentlichung: 09.06.2006
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Nach verheißungsvollem Beginn mit dem Doublebass-Hammer "Alone In The Dark", dem virtuos-progressiven "YTT" und der melodischen Metal-Hymne "The Invisible Prison", durch die man das Sextett am liebsten zur italienische Kreuzung aus IRON MAIDEN und STRATOVARIUS hochloben möchte, folgt anhand des leicht trashig angelegten "Fused" und des spannungslosen Instrumental "Acid One" leider schon die prompte Ernüchterung. Irgendwie verhaspeln sich THE PROWLERS während den folgenden Nummern in instrumentalen Phrasen und der eigentliche Song scheint den Herrschaften durch die Finger zu gleiten. Erst mit dem abschließenden Zweiteiler/ Titeltrack "Devil’s Bridge", der durch das Hin- und Herpendeln zwischen kraftvollen Heavy Metal, atmosphärischen Symphonic Rock und erfrischenden Acoustic-Passagen einen schönen Spannungsbogen aufbaut, findet die Mannschaft um Sänger Fabio Minchillo, der gelegentlich an Bruce Dickinson erinnert, zu anfänglicher Stärke zurück. Unterm Strich ein für die angesprochene Zielgruppe durchaus hörenswertes Album.

Sonny

Trackliste:

1. Alone In The Dark - 2. YTT - 3. The Invisible Prison - 4. A Last Gaze - 5. Fused - 6. Acid One - 7. Imagination Game - 8. Devil’s Brigde – Prelude - 9. Devil’s Brigde – Part 1 - 10. Devil’s Brigde – Part 2

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


  • Band: Evolocity
  • Albumtitel: Evolocity
  • Spielzeit: 50:16 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuerra Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Faith No More, Primus
  • Veröffentlichung: 06.06.2006
  • Wertung: 6/ 10

Review:
EVOLOCITY ist eine der vielen Bands, die das Problem plagt, dass sie nicht wirklich schlecht sind, jedoch keinerlei Eigenständigkeit – in diesem Fall sogar nicht eine einzige Note an Eigenständigkeit vorweisen können. Jedes Riff ist bekannt, jede Gesangslinie millionenfach gehört, jedes Arrangement durch bis Bagdad. Aber handwerklich dann doch zu intensiv um das Material mit Missachtung zu strafen. Tipp: Selbst reinhören und selbst entscheiden ob einen die Plagiate stören oder nicht.

Ironfinger

Trackliste: 1. Intro - 2. Too Far - 3. Save Me - 4. Duh Wayne - 5. Herbie - 6. Natural Drag - 7. Quick & Easy - 8. Cockeyed - 9. Dark - 10. Set You Free - 11. Troop Support - 12. Crutch - 13. Dog Lover - 14. Pyramids

Thanks to Michael @ Nuerra Records


CLOUDSCAPE/ Crimson Skies
  • Band: Cloudscape
  • Albumtitel: Crimson Skies
  • Spielzeit: 60:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Threshold, Masterplan, Symphony X
  • Veröffentlichung: 03.06.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
"Crimson Skies", das zweite Album der Schweden, ist die konsequente musikalisch Fortsetzung des letztjährigen Debüts. Im Vergleich zum Vorgänger hört sich das neue Material progressiver und melodischer, aber auch etwas härter an. Trotzdem kann ich mich nach wochenlanger Dauerbeschallung einfach nicht des Eindrucks erwehren, dass diese etwas komplexere und detailverliebtere Vorgehensweise zu Lasten der Eingängigkeit geht. Obwohl die 12 Nummern weder aus musikalischer, noch aus produktionstechnischer Perspektive besondere Angriffsfläche für Kritik bieten, schaffen es nur wenige Songs sich richtiggehend in den Gehörgängen auszubreiten. Zu den beeindruckendsten Nummern kann man ohne Bedenken das atmosphärisch-straight rockende "The Blame", das symphonisch groovende "Breach In My Sanity" oder das vertrackt-melodische "The Last Breath" zählen. Fazit: Mir persönlich gefällt der selbstbetitelte Erstling einen Zacken besser, was eventuell daran liegen mag, dass die darauf vertretenen Nummern über mehrere Jahre reifen konnten.

Sonny

Trackliste: 01. Shapeshifter - 02. Shadowland - 03. And Then The Rain … - 04.Take The Blame - 05. The Last Breath - 06. Psychic Imbalance - 07. Hope - 08. Breach In My Sanity - 09. Demon Tears - 10. 1000 Souls - 11. Someone Else - 12. Will We Remain

Thanks to Birgitt @ GerMusica

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Last Update: Tuesday, 27. June 2006
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