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HOUSE OF LORDS/ World Upside Down

Review:
Mit ihrer Comeback-Scheibe "The Power & The Myth" (2004), die – abgesehen von der Abwesenheit von Keyboarder Gregg Giuffrias – in Originalbesetzung eingespielt wurde, haben die Amerikaner ihre Anhängerschaft vor eine schwere Gewissensfrage gestellt. Während die Traditionalisten-Fraktion dem Bombast der ersten drei Alben nachweinte, erfreute man sich in „open minded“-Kreisen am relativ modern und ziemlich progressiv bzw. komplex ausgerichteten Material. Diesem Konflikt ist Ausnahmesänger James Christian, der für "World Upside Down" wieder mit Keyboarder Gregg Giuffria zusammengearbeitet und eine komplett neue Mannschaft angeheuert hat, nun ziemlich geschickt aus dem Weg gegangen, denn die neue Scheibe fängt ziemlich genau da an, wo man 1992 mit "Demon’s Down" aufgehört hat. Eingängiger Bombast Hard Rock, der wie im Falle von "Rock Bottom" und "My Generation" (SAXON lässt grüßen) ungewöhnlich heftig aus den Boxen dampft und donnert, hält während der 13 Nummern das Heft fest in der Hand. Wer’s glauben will, sollte sich schleunigst die starke Semi-Acoustic-Nummer "All The Pieces Falling" oder das orientalisch angelegte "I’m Free", bei dem sich der Einfluss eines gewissen Ritchie Blackmores nicht verleugnen lässt, bzw. den hymnischen Bombast-Stampfer "SOS" zu Gehör führen. Ob das neue Album nun musikalisch mehr Qualität hat als sein umstrittener Vorgänger, ist eine Glaubens- oder Geschmacksfrage, die ich nicht wirklich beantworten kann, da mir persönlich beide Alben ziemlich gut gefallen. Aber eines steht sicher außer Frage: den Traditionalisten gibt "World Upside Down" bestimmt keinen Anlass zum Meckern.

Sonny

Trackliste:

1. Mask Of Eternity - 2. These Are The Times - 3. All The Way To Heaven - 4. Field Of Shattered Dreams - 5. I’m Free - 6. All The Pieces Falling - 7. Rock Bottom - 8. Million Miles - 10. Your Eyes - 11. Ghost Of Time - 12. My Generation - 13. S.O.S In America - 14. World Upside Down

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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HOUSE OF LORDS/
The Power And The Myth


JEFF SCOTT SOTO/ Essential Ballads
  • Band: Jeff Scott Soto
  • Albumtitel: Essential Ballads
  • Spielzeit: 71:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Glenn Hughes, Steve Perry, Prince, Freddy Mercury
  • Veröffentlichung: 19.05.2006
  • Wertung: -

Review:
Dass Ausnahmesänger/ -entertainer JEFF SOTT SOTO mit seinem rau-sanften Organ gerade balladeskem Material eine unbeschreibliche Tiefe verleihen kann, dürfte spätestens seit seiner Zeit bei AXEL RUDI PELL kein Geheimnis mehr sein. Schließlich gehören die von JSS gesungenen Balladen nach wie vor zu den besten Nummern im Back-Katalog des Wattenscheiders. Nun hat der vielbeschäftigte Sänger mit "Essential Ballads" ein wunderschönes Album zusammengestellt, das die soften Momente seiner drei Solo-Alben ("Love Parade", "Prism" und "Lost In Translation") und diverser EPs enthält. Hinzu gesellen sich mit "Through It All", dem sommerlich-flotten "Last Mistake"  und "Another Try" drei bisher unveröffentlichte Nummern, die sich nahtlos ins romantische und gefühlvolle Gesamtkonzept der Scheibe einreihen. Obwohl man bei einer derartig fesselnden Collection die Qual der Wahl hat, sich auf Highlights festzulegen, komme ich nicht umhin das atemberaubende JOUNREY-Cover "Send Her My Love" und das soulige "4U", bei dem sich gewisse Parallelen zu PRINCE nicht verleugnen lassen, sowie das mit zarten Gospeleinflüssen durchsetzte "Till The End Of Time" und "Still Be Loving", das mit verträumten Latino-Gitarren aufwartet, als Anspieltipps zu nennen. Eine Zusammenstellung, die dem Prädikat „essential“ zu jedem Moment gerecht wird.

Sonny

Trackliste:

1. If This Is The End - 2. As I Do 2 U - 3. Holding On - 4. Send Her My Love - 5. Lonely Shade Of Blue - 6. This Ain't The Love - 7. Don't Wanna Say Goodbye - 8. 4U - 9. Still Be Loving U - 10. Till The End Of Time - 11. Sacred Eyes - 12. By Your Side - 13. Beginning 2 End - 14. Through It All - 15. Last Mistake - 16. Another Try 

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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Lost In Translation
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Believe In Me (EP)
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JSS Live At The Gods 2002


UREAS/ The Nacked Truth
  • Band: Ureas
  • Albumtitel: The Naked Truth
  • Spielzeit: 39:21 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: da bin ich nun wirklich überfragt!
  • Veröffentlichung: 19.05.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Erst vor knapp einem Monat war Per Johansson aufgrund des FATE-Comebacks in aller Munde. Nun ist er fernab von gewohnten Hard Rock-Gefilden mit seiner Gattin Heidi unter dem Namen UREAS unterwegs. Auf ihrem Debüt bietet das Paar eine Klangwiese aus außergewöhnlichen – über weite Phasen düsteren – Melodien, packenden Klassik-/ Orchester-Arrangements ("My Dearest One"), dezent-bizarren Computersamples ("Seven-Days Weekend") und wild rockenden Riffs. Gelegentlich wird der von Heidis unschuldig-zarten – stellenweise fast zerbrechlichen – Gesang, und Pers kraftvoll-rauer Röhre geprägte Sound auch mit progressiven Klanggräsern ("Lost My Faith") durchzogen. Als Appetithappen sind allem voran der vertrackt groovende Opener "Intoxicated" und die atmosphärische Hymne "In My Life", die in den einschlägigen Düstertempeln für schweißtreibende Tanzeinlagen sorgen dürfte, oder die wunderschöne Acoustic-Ballade "Colour Us Blind", die auf  tieftraurigen Streicherparts gebettet ist, zu nennen. Eine Scheibe die sowohl Hard ’N’ Heavy-Fans als auch Anhänger fettrockender Düstermucke begeistern dürfte.

Sonny

Trackliste:

01. Intoxicated - 02. Bang Bang - 03. In My Life - 04. Colour Us Blind - 05. Survived - 06. Lost My Faith - 07. My Dearest One - 08. I Am Who I Am - 09. Spiritually Possessed - 10. Seven-Days Weekend 

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


RIVERSIDE/ Voices In My Head
  • Band: Riverside
  • Albumtitel: Voices In My Head
  • Spielzeit: 36:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Pink Floyd, Porcupine Tree
  • Veröffentlichung: 19.05.2006
  • Wertung: 7,5/ 10


Review:
Die beiden Alben von RIVERSIDE sind auf diesen Seiten ja bereits ausführlich und gebührend gewürdigt worden, doch nun kommen wir – Dank InsideOut Music – auch hierzulande in den Genuss der ursprünglich 2004 veröffentlichten EP "Voices In My Head", die bisher nur auf Konzerten der Band erhältlich war. Neben den ursprünglichen fünf Studiotracks sind auf dieser erweiterten Neuauflage auch drei sehr atmosphärische Live-Aufnahmen, deren Studioversionen allesamt auf dem Debüt "Out Of Myself" zu hören sind, und ein Multimedia-Part (inkl. Video zu "Acronym Love", Fotogalerie und Discographie) vertreten. Die fünf Studiotracks werden vorwiegend von ausdruckstarken (Acoustic-)Gitarren (Poitr Grudzinski) und von der hypnotisierenden Gesangsarbeit von Mariusz Duda dominiert, die unterstützt durch anmutige – stets präsente – Keyboardteppiche (Michal Tapaj) und zarten Background-Gesängen eine traumhafte Atmosphäre aufbauen. Auch das dezente Schlagzeugspiel findet äußert songdienlich im Hintergrund statt, während die Basspassagen – für meinen Geschmack – phasenweise etwas zu sehr im Vordergrund stehen. Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um eine niveauvolle Veröffentlichung, die sich Fans der Polen unbedingt anschaffen sollten.

Sonny

Trackliste: 01. Us 02:33 - 02. Acronym Love 04:44 - 03. Dna ts. Rednum or F. Raf 07:20 - 04. The Time I Was Daydreaming 04:53 - 05. Stuck Between 03:56 - Bonus: 06. I Believe (Live) 03:59 - 07. Loose Heart (Live) 05:27 - 08. Out Of Myself (Live) 03:42
Plus Multimedia-Part inkl. Videoclip ‘Acronym Love’, Photos und Discography

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

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RIVERSIDE/ Second Life Syndrome
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Out Of Myself


RELAPSED/ Into A Former State
  • Band: Relapsed
  • Albumtitel: Into A Former State
  • Spielzeit: 45:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: CITA, Guild Of Ages, Axe, Shakra
  • Veröffentlichung: 19.05.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
RELAPSED, noch nie gehört? Trotzdem handelt es sich bei dieser Band keineswegs um einen Newcomer. Hinter dieser Band stehen ¾ der Originalbesetzung von CITA. Wie vielleicht ihr Bandname schon erahnen lässt, versuchen Sänger Danny Martinez, die Brüder Joe (Bass) und Rob Marone (Drums) zusammen mit ihrem neuen Leadgitarristen Brian Mesa auf dem neuen Album das Flair der Anfangszeit wieder aufzugreifen. Vom songwriterischen und musikalischen Gesichtpunkt aus betrachtet gelingt dies den Herrschaften aus Denver auch. Hier hat auch die jahrelange Zusammenarbeit mit Bobby Barth unweigerlich ihre Spuren hinterlassen, deshalb sind – wie im Falle von "The Other Side" – auch Vergleiche zu AXE nicht völlig aus der Luft gegriffen. Selbiges kann man allerdings von der Produktion nicht ganz behaupten, denn die hätte stellenweise durchaus etwas mehr Druck vertragen können. Nichtsdestotrotz haben RELAPSED die Magie des CITA-Debüts "Act 1 – Relapse Of Reason" (1995) ziemlich gekonnt in die heutige Zeit transportiert. – Zwar nicht unbedingt das von vielen Seiten erhoffte Überwerk, aber ein wirklich würdiger Nachfolger. Als Anspieltipps empfehle ich den ziemlich aggressiven Melodic Rock-Stampfer "Undone" und "Broken", das mich stellenweise etwas ans letzte SHAKRA-Album erinnert, sowie die atmosphärische Hymne "Mercy Pays The Dept" und das ziemlich straight – gegen Ende des Mittelteils sogar heftig – rockende Cover des QUEEN-Klassikers "I Want It All".

Sonny

Trackliste: 01. Welcome To My Life - 02. End Of The Line - 03. Undone - 04. Broken - 05. The Other Side - 06. Mercy Pays The Debt - 07. All In All - 08. Generation - 09. I Want It All - 10. Alex - 11. Everyday - 12. Somewhere We Belong

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult


PAATOS/ Silence Of Another Kind
  • Band: Paatos
  • Albumtitel: Silence Of Another Kind
  • Spielzeit: 42:06 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Björk, Portishead, The Gathering
  • Veröffentlichung: 19.05.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Die gemeinsame Tour (2004) mit THE GATHERING hat scheinbar ihre Spuren im Sound von PAATOS hinterlassen. Zwar ist das Quintett um Sängerin Petronella Nettermalm nach wie vor eine Band der leisen Töne, aber in Nummern wie dem hypnotisch pulsierenden "Still Standing" oder dem atmosphärischen "Is That All?" warten die Schweden mit überraschend harten Gitarrenklängen auf. Mit "There Will Be No Mircales", das in punkto Bassrhythmik und -betonung gewisse Parallelen zu THE CURE zulässt, wagt man sich sogar noch einen Schritt weiter, denn während dieser Nummer wird für PAATOS-Verhältnisse richtig beherzt drauflos gerockt. Neben besagter Nummer gehört das fast 7 ½minütige "Not A Sound", bei dem Petronellas engelsgleicher Gesang von schwermütigen Folk-, Streicher- und Synthie-Elementen getragen wird, zu den Höhepunkten auf einer tiefmelancholischen und sphärischen Post Rock-Scheibe.

Sonny

Trackliste: 1. Shame 4:32 - 2. Your Misery 5:06 - 3. Falling 5:10 - 4. Still Standing 6:10 - 5. Is That All? 6:49 - 6. Procession Of Fools 0:34 - 7. There Will Be No Miracles 3:36 - 8. Not A Sound 7:25 - 9. Silence Of Another Kind 2:41

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über PAATOS:
PAATOS/ Timeloss (re-release)


HOUSE OF MIRRORS/ Desolation
  • Band: House Of Mirrors
  • Albumtitel: Desolation
  • Spielzeit: 45:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Crimson Glory, Pretty Maids mit einem Hauch von Helloween
  • Veröffentlichung: 19.05.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Ziemlich genau zwei Jahre nach ihrem guten Debüt "Nightflight To Paradise" bringen nun HOUSE OF MIRRORS nun ihren Nachfolger auf den Markt. Im Vergleich zum Vorgänger präsentiert sich die Band um Gitarrist Jaakko Niiteaa und Sänger Pekka Rautiainen auf "Desolation" um einige Zacken aggressiver, härter("Broken Soul"), speediger ("Fallen Leaf") und progressiver ("On The Red Line"). So pendeln sie während der 11 Nummern mit einer kunstfertigen Vielschichtigkeit zwischen melodischen Hard Rock und Melodic Metal hin und her, was allerdings zuweilen etwas die Eingängigkeit des Materials hemmt. Als Highlights kristallisieren sich die stampfende Hymne "Masquerade", die unweigerlich zum Mitwippen und –singen auffordert, der Groover "Sparks Will Fly" und die bezaubernd-dramatische Ballade "Heart To Heart" heraus. Warum man allerdings die stärksten drei Nummern ans Ende des Albums gestellt hat, wird wohl für immer ein Geheimnis der Band bleiben. Also mal wieder eine gute Scheibe, bei der sich Durchhaltevermögen durchaus bezahlt macht.

Sonny

Trackliste: 1. Desolation - 2. Fallen Leaf - 3. Broken Soul - 4. Where Are you Know - 5. Waiting In The Wings - 6. On The Red Line - 7. Gone With The Summer - 8. These Chains - 9. Masquerede - 10. Sparks Will Fly - 11. Heart To Heart

Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über HOUSE OF MIRRORS:
HOUSE OF MIRRORS/
Nightflight To Paradise


DEACON STREET/ II
  • Band: Deacon Street
  • Albumtitel: II
  • Spielzeit: 55:13 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: 2many 2mention 
  • Veröffentlichung: 19.05.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Ich hätte nicht geglaubt, dass das Projekt um Arbeitstier Tommy Denander so schnell eine Fortsetzung finden würde, da das Debüt eigentlich aus guten Songs entstanden ist, die der Multi-Instrumentalist, Songwriter und Producer bei anderen Projekten nicht mehr unterbringen konnte. Für die 14 eher traditionell ausgerichteten Nummern auf "II" hat Herr Denander im Vergleich zum selbstbetitelten Erstling noch mehr Gäste um sich geschart. Und hier liegt meines Erachtens auch die Ursache warum die neue Scheibe nicht ganz die Klasse von "Deacon Street Project" erreicht: Einerseits liefern z. B. Peter Sundell (GRAND ILLUSION), der beim sommerlich-frischen Opener "Beautiful Chardaine" für die richtigen Vibrations sorgt, und Chris Antblad (SPIN GALLERY), der die romantische Ballade "I Give This Promise" auf anspruchvolle Art und Weise fast Boygroup-mäßig haucht, oder STAN BUSH, der das TOTO-lastige "Now We Cry For You" mit seinem einzigartigen Organ veredelt, einen gewohnt guten Job ab, aber auf der anderen Seite präsentiert sich z. B. Thomas Vikström (TALK OF THE TOWN) bei der Interpretation des SWEET-Klassikers "Action" von einer erschreckend schrägen Seite. Auch die Liste der mitwirkenden Instrumentalisten liest sich wie ein „Who is who“ der AOR/ Melodic Rock-Szene: von Gitarren-Koryphäen wie z. B. Reb Beach (WINGER, DOKKEN), Steve Morse (KANSAS/ SEVENTH KEY) oder CHRISTOPHER CROSS, über Ausnahmebassisten vom Kaliber eines Tony Franklin (u. a. MSG/ LANA LANE) bis hin zu Filigranschlagzeugern wie Daniel Flores (MIND’S EYES/ HUBI MEISEL). Fazit: Wer bereits vom Debüt angetan war, wird sicherlich auch auf "II" seine Highlights finden.

Sonny

Trackliste: 01. Beautiful Chardaine/ Peter Sundell - 02. LeAnn/ Thomas Vikström - 03. When love is on the line/ Johan Fahlberg - 04. Save me/ Andreas Novak - 05. I Give This Promise/ Chris Antblad - 06. Now We Cry For You/ Stan Bush - 07. Second Comings/ Andreas Novak - 08. (Kill us) On Another Day/ Thomas Vikström - 09. The Promise Of Forever/ Chris Antblad - 10. Misery/ Andreas Novak - 11. Action/ Thomas Vikström - 12. Easy As It Seems/ Geir Rönning - 13. Them Changes/ Tommy Denander - 14. Jason/ All star

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult

weitere Reviews über DEACON STREET:
DEACON STREET PROJECT/ Deacon Street Project


NEWMAN/ Heaven Knows
  • Band: Newman
  • Albumtitel: Heaven Knows
  • Spielzeit: 56:24 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Ten, FM (stellenweise)
  • Veröffentlichung: 19.05.2006
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Ich muss fairerweise vorausschicken, dass ich noch nie viel mit der Musik von NEWMAN auf dem Hut hatte. An diesem Zustand wird – so fürchte ich – wohl auch der aktuelle Output des britischen Sänger und Multiinstrumentalisten nicht viel ändern können. Zwar kristallisieren sich nach mehrmaligen hören von "Heaven Knows" mit "I’m Learning To Live", das stellenweise an TEN erinnert, und das flott stampfende "The Circle" (packender Refrain!) ein paar prickelnde Brit-AOR-Momente heraus, aber im Großen und Ganzen präsentiert sich das recht gut produzierte Material doch etwas zu glattgebügelt und zahnlos. So bleibt am Ende ein nettes Melodic Rock-Album, wie es schon viele andere gibt. – Nicht mehr und nicht weniger...

Sonny

Trackliste:

1. Heaven Knows - 2. Higher - 3. Aint Gonna Cry Forever - 4. Move On - 5. The Way You Love Me - 6. Learning To Live The Circle - 7. This Time - 8. Wait - 9. Never Meant To Fall In Love - 10. Sport Of Kings - 11. On Any Other Sunday

Thanks to Birgitt @ GerMusica


ICARUS WITCH/ Capture The Magic
  • Band: Icarus Witch
  • Albumtitel: Capture The Magic
  • Spielzeit: 40:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Remedy Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Iron Maiden
  • Veröffentlichung: 19.05.2006
  • Wertung: 5/ 10

Review:
Ja, da frönt jemand aus Pittsburgh seinen Idolen, mehr NWOBHM geht kaum, allerdings erreichen die Herren von ICARUS WITCH songtechnisch zu keiner Zeit ihre musikalischen Vorbilder, die sich aus einem Sammelsurium von IRON MAIDEN bis hin zu JUDAS PRIEST zusammensetzen. Handwerklich zu ordentlich um es schlecht zu finden, aber überzeugen kann das Material leider auch nicht wirklich. Vielleicht wird eine Hinwendung zu stärkerem Songwriting die Band nach vorne schieben, mit diesem Output wird die Band weiterhin nur im Mittelfeld einherdümpeln.

Ironfinger

Trackliste:

1. Storming the Castle - 2. Capture the Magic - 3. Soothsayer - 4. Forevermore - 5. The Ghost of Xavior Holmes - 6. Darklands - 7. Nemeton Forest - 8. Awakening the Mountain Giants - 9. S.A.T.O

Thanks to Jan @ Sure Shot Worx


EMERGENCY GATE/ Nightly Ray

Review:
Nach dem selbstbetitelten Debüt, das EMERGENCY GATE in Eigenregie produziert und vertrieben haben, liegt nun mit "Nightly Ray" der erste offizielle Longplayer vor. In überraschend eigenständiger Manier hauen sie uns 13 fett-produzierte Leckereien, die die Palette vom Metal der alten Schule über Nu Metal bis hin zum Melodic Rock abdeckt, um die gespitzten Lauscher. Was die Sache so hörenswert macht ist die Tatsache, dass sich die diversen Stile nicht auf einzelne Nummern zuordnen lassen, sondern dass in jedem Song eine im hohen Grade gelungene Kombination aus sämtlichen Spielarten zum Zuge kommt. Ein Paradebeispiel, welches diese Festsstellung tatkräftig untermauert ist das messerscharfe Riffmonster "The Inside", das besonders durch die progressiven Züge und die spacigen Keyboards zu gefallen weiß. Als weiterer Leckerbissen empfehlen sich die Halb-Ballade "In My Dreams", bei der wohldosierte Acoustic-Elemente den perfekten Gegenpart zu den kantigen Gitarren bilden, und das pfiffig-rotzige "Soulstreamer" oder die Hymne "Guardian Of Time", die „On Stage“ für mächtig viel Laune sorgen dürfte. Dazu hat der bayrische Fünfer mit der Interpretation von FALCOs Welthit "Rock My Amadeus" – passend zum laufenden Mozart-Jahr – ein ganz besonderes Schmankerl auf Lager, denn diese Nummer haben die Mannen um Sänger/ Gitarrist Fabian „Cem“ Kießling, der hier gesangstechnisch verdammt nahe an den leider viel zu früh verstorbenen Hans Hölzl herankommt, in ein kraftstrotzendes EMERGENCY GATE-Muscle-Shirt verschalt (Der Meister wäre bestimmt stolz auf Euch!/ Anmerk. d. Verf.). Meines Erachtens eine Scheibe, die es nicht verdient hat in der Veröffentlichungsflut dieser Tage unterzugehen. Also Leute, reinhören und kaufen!!!

Sonny

Trackliste:

1. Nightly Ray  - 2. Kill The Dying - 3. Another Day - 4. The Inside - 5. In My Dreams - 6. Discre Pantz - 7. Breed Evil - 8. Soulstreamer - 9. Hold Me Again - 10. No Clown - 11. Guardien Of Time - 12. Rock Me Amadeus - 13. Eternal Echo (Outro)

Thanks to Mario @ Emergancy Gate


AMETHYSTE/ Thrown Off Balance
  • Band: Amethyste
  • Album: Thrown Off Balance
  • Spielzeit: 42:33 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Manitou Music/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Morbid Angel, Immolation
  • Veröffentlichung: 12.05.2006
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Es ist mal wieder an der Zeit in die Untiefen des Metal-Genres hinabzusteigen. Mit "Thrown Off Balance" stellt eine der aktivsten Death Metal-Combos Frankreichs ihr längst überfälliges Debüt vor und dürften bei Fans der frühen MORBID ANGEL oder IMMOLATION auf offene Türen stoßen. Während der 8 Nummern geht der Vierer technisch recht selbstbewusst und für ein Debüt überraschend reif zu werke (z. B. 10minütigen Doom-Epos "Modern Times Syndrom"), aber leider können sie dieses Level (noch) nicht über die gesamte Distanz halten und kommen somit auch nicht an die Klasse der amerikanischen Death-Götter heran. Als weitere Anspieltipps sind der wild galoppierende, aber doch variantenreiche Opener "World Of Perverstempation" und die Doublebass-Nähmaschine "I Am", die gegen Ende mit filigranen Gitarren aufwartet, zu nennen. Zudem kann sich der geneigte Fan anhand eines Video-Trailers einen vagen Einblick bzgl. der Live-Power und -Performance von AMETHYSTE verschaffen. Also, im Großen und Ganzen ein solider und vernünftig produzierter Silberling. Ob sich die Franzmänner mit diesem Album allerdings außerhalb ihrer Landesgrenzen durchsetzten können, bleibt abzuwarten.

Sonny

Trackliste: 1. World Of Pervestemptation - 2. Thrown Off Balance - 3. Instrumental - 4. I Am - 5. Control The Masses - 6. Modern Times Syndrom - 7. A Twilight Season - 8. The Self Perception Dilemna

Thanks to Marie @ Thundering Records/ Manitu Music


BON JOVI/ The Story Of My Life - The Unauthorised Biography (DVD)
  • Band: Bon Jovi
  • DVD: Story Of My Life – The Unauthorised Biography
  • Spielzeit: ca. 70 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Bon Jovi ist einzigartig
  • Veröffentlichung: 12.05.2006
  • Wertung: 3/ 10

Review:
„Wer tut was er kann, ist wert, dass er lebt!“ mit diesem Zitat hat mein Opa häufig meine Zeugnisnoten bewertet. Klingt positiv, war und ist es aber nicht. Was hat das mit der DVD zu tun? Ziemlich viel! Eine Biografie über eine der wegweisenden Hardrockbands der 80er Jahre klingt positiv, ist es aber in diesem Fall leider gar nicht. Und ehrlich gesagt, weiß ich auch gar nicht, wer sich dieses Teil kaufen soll. Für Menschen, denen es schwer fällt 70 Minuten lang dem Slang der Amis zu lauschen, fällt diese Scheibe schon mal flach, weil es keinen deutschen Untertitel gibt. Fans, die neues und aufschlussreiches erwarten, fallen ebenso durch das Raster, weil das, was gezeigt wird, schon irgendwo anders mal gelaufen ist. Für Freunde der New Jerseyer, die gerne mal Konzert- oder Videoausschnitte sehen wollen ist hier auch nichts dabei, weil die Biografie eben „unautorisiert“ ist und von daher solches Material nicht enthalten darf. Also bleiben eigentlich nur die über, die sich zur Spezies der „Hardcore-Fans“ zählen und alles von den Jungs haben müssen. Ein mir nicht bekannter Schreiberling schrieb in einer anderen Rezension über diese DVD, dass man das Geld besser in Brez’n und einer Maß Bier anlegen sollte. Dem stimme ich als Junge aus dem Ruhrgebiet zwar nur bedingt zu, weil Pils und Currywurst tun’s auch, aber Recht hat er trotzdem. Prost und warten, bis was Autorisiertes auf den Markt kommt!

Friedemann

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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Last Update: Sunday, 05. November 2006
created in January 2001 © by
Sonny