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Nach dem experimentellen und leider viel gescholtenen – meiner Ansicht nach
aber keinesfalls enttäuschenden – Vorgänger "Free" feiern
die Ingolstädter nun mit dem neuesten Streich "Double X" ihr zwanzigjähriges
Bandjubiläum. All den Nörglern, die jetzt geglaubt haben, dass sich die Band
um Sänger Claus Lessmann und Gitarrist Hans Ziller nach der relaxten und
genialen Unplugged-Vorstellung "One Acoustic Night" (DCD/ DVD) langsam
aufs Altenteil zurückziehen würde, wird gleich mit dem Opener "Day
911" der Wind aus den Segeln genommen. – Noch nie haben sich BONFIRE von
einer derart schnellen und wuchtigen Seite gezeigt! Und das bleibt beileibe kein
einmaliger „Ausrutscher“, denn der schmissige Doublebasser "Bet Your
Bottom Dollar" und "So What?" schlagen annähernd in die gleiche
Kerbe. Auch die typisch schmachtende BONFIRE-Ballade sucht man auf dem Album
vergebens, stattdessen überrascht die Band mit einem atmosphärisch-balladesken
Stampfer namens "Blink Of An Eye", der es in der „extended version“
(Bonustrack) – gewürzt mit einem vorwärts rockenden Schlussakt – sogar auf
eine beachtliche Spielzeit von fast 8min bringt, ohne dabei etwas von seinem
Unterhaltungswert einzubüßen. Auf der anderen Seite scheint es Claus Lessmann,
Hans Ziller, Uwe Köhler (Bass), Jürgen „Bam Bam“ Wiehler und Gitarrist
Chris „Yps“ Limburg mit Nummern wie "But We Still Rock",
"Right Things Right" oder den kurzen – aber witzigen – „hidden
track“ gelungen zu sein, den Spaß, den sie bei ihren Acoustic-Konzerten
hatten, mit ins Studio zu nehmen. Meine persönlichen Favoriten sind allerdings
das wehmütige "Hard To Say", das mich stellenweise an KISS’
"Hard Luck Woman" erinnert, und der Groover "What’s On Your
Mind", der mit einem fesselnden Refrain durch die Lauscher brät. Natürlich
hat die Band mit "Cry For Help" oder dem provozierenden "Rap Is
Crap!" wieder Nummern am Start, deren Texte zum Nachdenken auffordern bzw.
deren Aussagen wieder für viel Diskussionsstoff in Kritikerkreisen sorgen dürften.
Letztendlich dürfte "Double X" aber genau das Album sein, das die
Fans eigentlich nach "Strike X" anstelle von "Free" erwartet
hätten. Ein verdammt starkes Album, das ich persönlich fast mit "Fireworks"
auf eine Qualitätsstufe stelle... Keine Frage: „the fire still burns!“ und
deshalb auch unser „Album Of The Month“… wie könnte man den 20.
Bandgeburtstag besser feiern?
| Trackliste: | 1. Day 911 - 2. But We Still Rock - 3. Cry For Help - 4. Bet Your Bottom Dollar - 5. What's On Your Mind - 6. Blink Of An Eye - 7. Rap Is Crap - 8. Notion Of Love - 9. Right Things Right - 10. Hard To Say - 11. Wings To Fly - 12. So What - 13. Blink Of An Eye (Extended Version) |
Thanks to Sebastian @ cmm
weitere Reviews über BONFIRE:
BONFIRE/ One Acoustic Night - Live At The Private Music Club
(Album Of The Month/ March 2005)
BONFIRE/ Free
BONFIRE/ Tell Me
What U Know (Single)
BONFIRE/
Live
Over Europe!
BONFIRE/
29
Golden Bullets
BONFIRE/
Strike
Ten
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Obwohl sich die modernere und härtere Gangart bereits auf dem Vorgänger "The
Seventh Sign" angekündigt hat, musste ich nach dem ersten Durchlauf von
"Circles" doch erstmal tief durchatmen. Keine Angst, die Franken haben
sich zu einem abrupten Stilbruch hinreißen lassen und beileibe kein schlechtes
Album eingespielt. Vielmehr fühlte ich mich von der Beharrlichkeit, mit der die
Band um Gitarrist/ Produzent Robby Böbel und Sänger Stephan Kämmerer ihre
Weiterentwicklung vorangetrieben hat, gewaltig überrollt. Doch bereits nach dem
dritten oder vierten Lauschangriff schlug meine anfängliche Fassungslosigkeit
in Begeisterung um, für die sich gerade die modern ausgerichteten Stücke wie
"I Give You The Rest", beim dem melodisch-fette Grooves auf feine
Keyboards treffen, oder das melodisch-aggressive "Hunter"
verantwortlich zeichnen. Natürlich tummeln sich unter den zehn Songs u. a. mit
"Save Me" und "Don’t Run Away" auch typische
FRONTLINE-Hymnen, die sofort ins Ohr gehen. Nach Balladen hingegen sucht man auf
der neuen Scheibe vergebens, was der härteren Ausrichtung im Gesamtbild noch
etwas mehr Nachdruck verleiht. Die Highlights sind meines Erachtens das epische
"Say, What You Have To Say" sowie der straight-sphärische Rocker
"No One" und der mystisch angehauchte Stampfer "Into Deep".
Neben dem charismatischen Gesang von Stephan Kämmerer, verdient insbesondere
die starke Gitarrenarbeit von Robby Böbel, der für das Material genau die
richtige Dosierung zwischen fetten Riffs, ausgefeilten Leads und packenden Solos
gefunden hat, höchste Anerkennung. Außerdem vermittelt "Circles" den
Eindruck, dass Herr Böbel auch arrangement- und produktionstechnisch einen
weiteren Schritt nach vorne gemacht hat. Schlussfolgerung: Wer nach dem
Durchlauf genauso fasslosungslos wie ich war, sollte der Scheibe noch eine paar
Runden gönnen, denn "Circles" wächst ungemein und gräbt sich
unabwendbar in den Gehörgängen ein. Ich bin mir sicher, dass FRONTLINE mit
diesem facettenreichen Album neue Fanschichten erschließen können, ohne dabei
die treue Anhängerschaft zu vergraulen.
P.S. "Circles" kommt in einer streng limitierten Ausgabe von 1000 Stück
als Doppel-Album auf den Markt, welches die in Sammlerkreisen sehr begehrte
Japan-Scheibe "Heroes" beinhaltet. Es ist also Eile geboten.
| Trackliste: | 1.
No One |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
weitere Reviews über
FRONTLINE:
FRONTLINE/ The Seventh Sign
FRONTLINE/ Almost Unreleased
FRONTLINE/ Against The World
|
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Review:
Endlich ist es soweit! Neben den letzten Alben von JOURNEY und TOTO gehört wohl
das SURVIVOR-Comeback zu den heißersehntesten Melodic Rock-Veröffentlichungen
der letzten Jahre. Klammern wir mal "Empires" (1999), das unter JIMI
JAMISON’S SURIVOR veröffentlicht wurde, aus, dann hat es sage und schreibe
fast 18 Jahre gedauert bis uns die Band um Songwriter/ Gitarrist Frankie
Sullivan und Sänger Jimi Jamison nun endlich mit neuen Stoff versorgen. Obwohl
der Großteil der 12 Songs im Vergleich zu den Klassiker-Alben aus den 80ern
ziemlich ruhig und relaxt ausgefallen ist, dürfte eigentlich keiner der
ausgehungerten Anhänger von "Reach" enttäuscht sein. Zugegeben, für
Traditionalisten, die sich mehr mit rockigen Momenten wie den Opener/ Titeltrack
und "Gimme The World" oder dem von Frankie Sullivan gesungenen Groover
"Fire Makes Steel" identifizieren, ist der Balladen-Anteil ohrenfällig
um die ein oder andere Nuance zu hoch ausgefallen. Diese Konstellation ändert
aber nichts daran, dass "Reach" ein wirklich gutes Comeback darstellt,
denn wann kommt man schon in den Genuss von balladesker und gefühlvoller Kost,
die sich auf derart hohen Niveau wie "Seconds Away" oder "One
More Chance" abspielt? Während erstere durch eine großartige Leadgitarre
und eine erquickende Acoustic-Gitarre, die auf melancholischen Keyboards
gebettet sind, besticht, bleibt die andere aufgrund harmonischer Chöre und
einer sehr seelenvollen Gesangsarbeit von Jimi Jamison in den Gehörgängen förmlich
kleben. Als weitere Highlights sind die Uptempo-Hymne "Talkin’ About
Love" (ebenfalls von Herrn Sullivan intoniert) und "Don’t Give
Up", die beide mit typischen SURVIVOR-Trademarks aufwarten. Somit drängt
sich "Reach" trotz zweier etwas schwächeren Nummern ("The Rhythm
Of Your Heart"/ "I Don’t") unweigerlich als „Comeback-Tipp“
für April auf. Ein sehr schönes Album!
| Trackliste: |
1.
Reach
|
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Das endlose Warten hat endlich ein Ende. Es gab in den letzten Monaten wohl
keine Veröffentlichung im Hard Rock-Bereich, der ich persönlich annähernd so
entgegengefiebert habe, wie der Comeback-Scheibe von FATE. Und? Obwohl ich
gestehen muss, dass ich anfänglich mit dem Organ von Per Johansson, der in den
letzten16 Jahren in einem Helium-Zelt genächtigt haben muss, meine Probleme
hatte, konnte mich das Material gleich auf Anhieb überzeugen. Nun, ungezählte
Durchläufe später kann ich mir die hochklassigen – von Tommy Hansen –
fettproduzierten Nummern nicht mehr ohne diesen charakteristischen Gesang
vorstellen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob der Laser gerade den
unglaublich drückenden und eingängigen Opener "Butterfly" oder den
orientalisch angehauchten Stampfer "Everything About You", das in
einer radikaleren Ausrichtung selbst auf einem U.D.O.-Album seine Berechtigung hätte,
oder die groovende Hymne "I’ll Get By" abtastet. Lediglich "Ecstasy",
das stellenweise mit SCATMAN JOHN-Anleihen zu spielen scheint, kann den
durchgehend hohen Level nicht halten. Als weitere Anspieltipps sind das düstere
"Life", das durch sehnsüchtig-flockige Keyboards eine ganz
faszinierende Atmosphäre aufbaut, und das eindringlich mahnende "Burned
Child" zu empfehlen.
Lässt man mal die musikalische Marschrichtung außen vor, dann drängt sich
"V" meines Erachtens mindestens genauso stark wie die Rückkehr von
SURVIVOR als „Comeback-Tipp“ auf. Deshalb müssen sich in diesem Monat zwei
Bands diesen Titel teilen... ausnahmsweise ![]()
| Trackliste: |
01. Butterfly 5,03 - 02. Heaven’s Crying Too 5,02
- 03. Everything
About You 4,43 |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult
weitere Reviews über FATE:
FATE/ Scratch'n Sniff (re-release) (Klassiker-Tipp)
FATE/ A Matter Of Attitude (re-release)
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Review:
Vor zwei Jahren bescherte uns der Fünfer aus dem Münchener Umland mit seinem
Debüt "Münchner Grant" den ersten „Mundart Rock-Tipp“ auf ROCK
& METAL HEAVEN. Nun lassen ZWECKINGER ihren Zweitling mit dem eigenartigen
Titel "Metzgerei Königswieser" aufs Bayernland los. Im Vergleich zum
Vorgänger hat die Band „a g’scheits Pfund Groove mehr auf da Pfanna“, was
sich sogleich beim Opener "Gsund", der den derzeitigen Hype um
Naturheilverfahren und alte fernöstliche Entspannungs-/ Harmonielehren gehörig
auf die Schippe nimmt, unweigerlich bemerkbar macht. Trotz der etwas härteren
Gangart hat man nichts an Facettenreichtum eingebüsst – ganz im Gegenteil,
der Sound scheint dadurch noch vielschichtiger geworden zu sein. Einerseits ergänzen
sich Punk und Polka in einer wilden Nummer namens "Liebend Herz" dermaßen
perfekt, dass man fast annehmen könnte es wäre immer schon so gewesen.
Andererseits schrecken Miek, Jaco, Tom, Gerhard und Wolfgang auch nicht davor
zurück heftige HipHop-Beats ("A Hit Muas Her") in ihre nachdenklichen
("Dankschön") und unterhaltsamen Rocksongs einzubauen. Natürlich
sind auch weiterhin Landler (Titeltrack/ "I Geh Ja"), verträumte –
leicht mittelalterlich angehauchte – Acoustic-Nummern wie z. B. "Scho
Wieda", die zugleich tiefe Melancholie und unglaublich viel Witz in sich
tragen, und zackige a capella-Passagen ("Laf Davo") oder wunderschöne
Melodien ("He Oida") fester Bestandteil des typischen ZWECKINGER-Sound.
Meine liabst’n Liadln san (Lieblingslieder sind) allerdings "A Guada
Dog", der z. B. mit seinen witzigen Sprechpassagen selbst den größten
Morgenmuffel gutgelaunt in den Tagen starten lassen müsste, und der derbe
Blueser "Stottern", der selbst einen KURT OSTBAHN vor Neid erblassen
lassen dürfte, sowie der heftige Mitsingkracher "Sex", der einen
Hauch von RITCHIE VALENS in sich trägt. Als bekennender Löwenfan gehört natürlich
auch die Aufstiegshymne "Wir kumma wieda", welche die ZWECKINGERs
gemeinsam mit LUSTFINGER eingespielt haben, zu meinen absoluten Faves. – Auch
wenn’s diesmal wieder nicht für den Sprung zurück in die 1. Bundesliga
gereicht hat. – Aber wie heißt’s
noch mal im Booklet so schön: „Unbegrenzt haltbar!“ ... und diese These lässt
sich problemlos auf das gesamte Album übertragen. Einfach zeitlos und
unverkrampft.
Nur schade, dass die Band für ihre bayrische Version des DIRE
STRAITS-Klassikers "Romeo & Juliet" keine Freigabe bekommen haben,
denn "Julia" hätte verdammt gut zum neuen Album gepasst.
| Trackliste: | 1.
Gsund |
Thanks to Jaco @ Zweckinger
weitere Reviews über ZWECKINGER:
ZWECKINGER/ Münchner Grant (Mundart-Tipp/ April 2004)
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Review:
Deutschsprachige Rockmusik erfreut sich bereits seit ein paar Jahren – Gott
sei Dank – immer größer werdender Beliebtheit. Fernab von den kommerziellen
Pfaden und Trends dieses Genres haben ENGELHAI mit ihrem Sound, der sich
verschiedener Elemente aus Funk, Punk, Blues, Rock ’N’ Roll, Hard Rock und
Heavy Metal bedient, eine ganz eigene Nische gefunden. Im Gegensatz zu manchen
Topacts der Szene spricht der Vierer eine ganz eindeutige und verblümte Sprache
wie z. B. beim scharfkantigen – mit funky Bassläufen aufgelockerten –
Opener/ Titeltrack, der die aktuelle künstlich aufgeblasene Musik- und
Radiolandschaft gehörig auf die Hörner nimmt, oder "Enddarmdelta",
das sich mit der Verrohung des gesellschaftlichen Alltags auseinandersetzt.
Trotz dieser direkten Gangart befinden sich unter den 11 Nummern auch Stücke,
die jede Menge Hitpotenzial in sich tragen. Diesen Anspruch erfüllen in erster
Linie das von einer leicht melancholischen Instrumentalstimmung a la CURE
getragenen "Du Bist Nicht Allein", in dessen Refrain Sänger Daniel
Schulz in die Region eines Peter Heppners (WOLFSHEIM) vordringt, und die
Acoustic-Nummern "Die Wahren Asis", die durch pathetische Cello-Parts
gekrönt wird, sowie die abschließende Ballade "Regenbogen". Einfach
erfrischend bodenständiger und direkter Deutsch Rock... Bitte mehr davon!!!
| Trackliste: | 01.
Schuldigung,
Dass Wir Stör'n |
Thanks to Daniel @ Engelhai
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Review:
Sechs
Jahre nach ihrem von vielen Seiten gelobten Debüt "Miracles" lassen
die Hessen nun endlich mit "Close Your Eyes" ihr neues Album folgen.
Was schon die zwischenzeitlich veröffentlichte EP "So Sexy" (2002)
stellenweise aufgezeigt hat, wird nun auf dieser Scheibe zur Vollendung
gebracht: Harte und frische Gitarren, spritzige Keyboards und unwiderstehlicher
Groove – gepaart mit einem schier unerschöpflichen Quell von erfrischenden
Melodien – bilden den perfekten Nährboden für das kraftvolle Organ von Sängerin
Nicole „Nicki“ Braun, die sich nicht in geringster Weise hinter ROBIN BECK
zu versteckten braucht. Highlights findet man unter den 10 – größtenteils
von Markus Teske (u. a. VANDEN PLAS, DARK SKY) produzierten – Nummern zuhauf.
Da wären z. B. die von gefühlvollen Streicher- und Pianoparts getragene
Power-Ballade "For You" und der sommerlich-frische Stampfer "Forget
It" oder das zart-hymnische "Sorry I Can’t Wait", das mit einem
schönen Gitarrensolo aufwartet. Außerdem hat "Close Your Eyes" eine
kurze Bonus-DVD, die stimmungsvolle bzw. lässige Videos von quirligen
"Ludmilla" (aus dem Debüt) und vom hitverdächtigen Kracher "Stay"
(aus besagter EP) beherbergt, mit im Gepäck. Dazu rundet ein umfassendes
Booklet den überaus positiven Gesamteindruck perfekt ab. Dieses Package gibt
mal wieder ein Paradebeispiel ab, dass nicht unbedingt ein Label von Nöten ist,
um ein Album auf Top-Niveau abzuliefern. – Zweifellos unser
„Underground-Tipp“ des Monats.
Ordern könnt ihr diese für Fans des „female fronted“-Rocks unentbehrliche
Vollbedingung unter www.lakehurst.de.
| Trackliste: | 1.
The Reason Bonus DVD: 1. Ludmilla - 2. Stay |
Thanks to Mike @ Black Solaris
weitere Reviews über LAKEHURST:
LAKEHURST/ So Sexy
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Review:
Kennern der Schweizer Musiklandschaft dürfte der Sänger und Songwriter Andy
Portmann durchaus durch seine facettenreichen Pop Rock-Alben "Only A Smile"
und "Broadwaypop" bekannt sein. Während den Arbeiten zu seinem
dritten Solo-Album erkennt der Sänger, dass seine Songs immer härter werden
und legte sogleich den Grundstein für FELSKINN. Trotz der Tatsache, dass er
mangels eigener Band das Album von Studiomusikern einspielen lassen hat,
besitzen die 10 Nummern unglaublich viel Live-Charakter und präsentieren sich
wie aus einem Guss. Die musikalische Marschrichtung liegt irgendwo zwischen
modernen Hard Rock und Heavy Metal, wobei man auch vor einer rotzig-hymnischen
Prise Punk ("But It’s Like") nicht zurückschreckt. Auf der anderen
Seite macht sich in Songs wie der wunderschönen Ballade "Stay Together",
die er im Duett mit Background-Sängerin Annie Kaser singt, oder der
pianodominanten Nummer "Nothing" auch die Musical-Erfahrung von Andy
Portmann überaus positiv bemerkbar. Die absoluten Höhepunkte sind meines
Erachtens aber der treibend-hymnische Groover "170105", bei dem
zwischen den harten Gitarren nahezu hypnotisierende Keybords durchblitzen und
das fettgroovende – stets melodische – "The Way" sowie die
deutschsprachige und folklastige Riffnummer "Stillstand", die sich
kritisch mit dem Zustand der westlichen Gesellschaft auseinandersetzt. Ein
modernes Heavy Rock-Album, das sowohl anspruchsvoll ist, als auch mit dem nötigen
Rotz- und Kick Ass-Faktor ausgerüstet ist. Dürfte eigentlich nur noch eine
Frage der Zeit sein, bis FELSKINN auch außerhalb der eidgenössischen Grenzen
einen Deal an Land ziehen. Halt, ein kleines Manko hat die Scheibe dann aber
doch noch: mit gerade mal 37 min ist die Spielzeit doch ziemlich knapp bemessen!
P.S. Mittlerweile hat Andy Portmann in Gitarrist Stefan Schroff, Drummer Flavio
Mezzodi und der jungen Bassistin Sarah Zaugg die geeigneten Bandmitglieder
gefunden und man schraubt schon fleißig am zweiten Album.
| Trackliste: | 1. The Boat - 2. 170105 - 3. But It's Like
- 4. The Way - 5. Life Was Better - 6. Stay Together - 7. Stillstand - 8.
Sleep Well - 9. Love And Hate - 10. Nothing Album Trailer |
Thanks to Cyril @ Montaphon Records
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Review:
Brian Setzer wurde mit seiner letzten Veröffentlichung "Rockabilly Riot! Volume
One – A Tribute To Sun Records" bereits als „Special-Tipp“ auf diesen
Seiten präsentiert. Nun
kommt er mit seiner Band STRAY CATS, mit denen er in den 80ern eine neue
Rockabilly-Welle in Bewegung setzte, erneut zu diesen Ehren. Das belgische Label
Music Avenue hat offenbar ganz tief im Archiv der „streunenden Katzen“
gebuddelt und eine CD zusammengestellt, die neben einem Mitschnitt aus dem Jahre
1981 vom Konzert im legendären Roxy/ Los Angeles, auch fünf ziemlich lässige
Acoustic Tracks aus einer Studiosession (1991) und vier starke Bonustracks aus
dem SWING CATS-Projekt, das Drummer Slim Jim Phantom und Kontrabassist Lee
Rocker gemeinsam mit Gitarrist Danny B. Harvey ins Leben gerufen haben, enthält.
So kommt scheinbar spielend ein wilder Mix aus eigenen Hits und Klassikern alter
Helden wie EDDY COCHRAN ("Summertime Blues") BUDDY HOLLY ("Oh
Boy") oder ELVIS PRESLEY ("Mystery Train") zustande. Die
rebellische und eigenwillige Interpretation der Country-Nummer des Kings stellt
zugleich den Höhepunkt der Acoustic-Studio-Tracks dar. Von den Live-Nummern
verbreiten insbesondere "Fishnet Stocking", "Rev It Up And
Go" und die zügellose 7min-Version von "Rock This Town", mit dem
die ekstatische Publikumsatmosphäre bestens ins eigene Wohnzimmer transportiert
wird, ziemlich gute Laune. Wie bei den meisten Zusammenstellungen dieser Art dürfte
auch "Alley Cat Rumble" bei Soundfetischisten zu gehörigen Brechreiz
führen, da sich produktionstechnisch beim Live-Mitschnitt und bei den
Acoustic-Nummern alles im Rohbau befindet. Bei Rockabilly-Fans hingegen dürfte
der sehr antiquarische und ungeschliffene Charme dieser raren Aufnahmen für ein
authentisches Ambiente sorgen. Die Bonustracks, bei denen u. a. MOTÖRHEADs
Lemmy und Johnny Ramone ("Good Rocking Tonight") sowie ex-DOOBIE
BROTHERS-Gitarrist Jeff „Skunk“ Baxter ("St. James Infirmary") als
Gäste mitwirkten, sind allerdings die Produktion betreffend über jeden Zweifel
erhaben. Diese Scheibe wird bei so manchem Zuhörer nicht nur Erinnerungen an
rebellische Jugendtage erwecken, sondern auch die Hoffnung auf ein neues STRAY
CATS-Album schüren... man wird doch noch träumen dürfen ;-)
| Trackliste: |
Acoustic Cats - Studio Tracks: 1. Stray Cats Strut - 2. Lust 'N' Love - 3. Mystery Train - 4. Summertime Blues - 5. Oh Boy - Rumble At The Roxy - Live Tracks: 6. Double Talkin' baby - 7. Rumble In Brightion - 8. Baby What You Want Me To Do? - 9. Rev It Up And Go - 10. Beautiful Delilah - 11. Stray Cats Strut - 12. Rock Around With Ollie Vee - 13. Fishnet Stocking - 14. Jeanie, Jeanie, Jeanie - 15. Rock This Town - Good Rockin Cats - Bonus Tracks: 16. Swing Cat Stomp - 27. Good Rockin' Tonight - 18. St. James Infirmary - 19. Viva Las Vegas |
Thanks to Alfie @ Music Avenue
more
Reviews for April
2006 (Klassiker-Alarm!)
Last
Update: Sunday, 22. October 2006
created in January 2001 © by Sonny