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HELLOWEEN/ Chameleon (expanded edition)
  • Band: Helloween
  • Album: Chameleon (expanded edition)
  • Spielzeit: CD1: 71:28 min/ CD2: 41:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Castle Music/ Sanctuary Records
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 28.04.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
"Chameleon" (1993), das bisher letzte Album mit Ausnahmesänger Michael Kiske, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht nur das abwechslungsreichste in der Geschichte von HELLOWEEN, sondern ist bis heute wohl auch das umstrittenste bei den Fans. Qualitativ gab’s an der Scheibe (wie eigentlich an allen VÖs der Band) nun wirklich nichts auszusetzen, aber auf einen derartigen Stilbruch war die Anhängerschaft nach dem bereits experimentellen Vorgänger "Pink Bubbles Go" wohl nicht wirklich gefasst. Nur selten erinnern die Hamburger – wie im Falle des pfundigen Openers "First Time" und der flüssig rockenden Hymne "Step Out Of Hell" – noch an ihre melodischen Power Metal-Tage, stattdessen überraschte die Band z. B. mit einer filigran-atmosphärischen Semi-Acoustic-Nummer wie "I Don’t Wanna Cry No More", oder swingend-speediger Kost wie "Crazy Cat", zu dem Lenny Wolf (KINGDOM COME) den Backgroundgesang beisteuerte, und "Revolution Now", das BEATLESques Flair der späten 60er/ frühen 70er in sich trägt. Beim imposant-bluesigen "Music" und "Longing" haben die Kürbisköpfe sogar mit einem echten Orchester zusammengearbeitet, während der Stampfer "When The Sinner" mit Big Band-verdächtigen Bläser-Parts aufwartet. Andererseits lassen aus heutiger Sicht die von Michael Kiske geschriebenen Songs "In The Night" und "Longing" die Ausrichtung seiner beiden letzten Solo-Alben in einem ganz anderen Licht erscheinen, denn diese Nummern deuteten schon damals Kiskes Vorliebe für sanfte Acoustic-Klänge an. Ergänzt wird diese luxuriös aufgemachte Expended Edition mit einer prallgefüllten Bonus-CD, die u. a. das meisterhafte Instrumental "Oriental Journey" (Japan-Single "When The Sinner") oder den Groover "Cut In The Middle", den überaus unterhaltsamen Sketch "Introduction" und den dazugehörigen Rocker "Get Me Out Of Here" (allesamt "Windmill"-B-Seite) enthält. Glanzstück des zusätzlichen Silberlings ist in meinen Ohren allerdings die instrumentale Blues-Orgie "Red Socks And The Smell Of Trees". Für Sammler-Freaks dürfte die bis dato unveröffentlichte Demo-Version von "Windmill" zusätzlichen Kaufanreiz bieten.
Obwohl ich ehrlich gesagt auch zu den Leuten gehörte, die seinerzeit nicht allzu viel mit "Chameleon" anzufangen wussten, muss ich gestehen, dass ich gerade durch diese erweiterte Neuauflage auch dieses HELLOWEEN-Album endlich schätzen gelernt habe.

Sonny

Trackliste: CD 1: 1. First Time - 2. When The Sinner - 3. I Don't Wanna Cry No More - 4. Crazy Cat - 5. Giants - 6. Windmill - 7. Revolution Now - 8. In The Night - 9. Music - 10. Step Out Of Hell - 11. I Believe - 12. Longing

CD2 - Bonus Tracks: 1. I Don't Care You Don't Care (B-Side When The Sinner) - 2. Oriental Journey (B-Side When The Sinner) - 3. Cut In The Middle (B-Side Windmill) - 4. Introduction (B-Side Windmill) - 5. Get Me Out Of Here (B-Side Windmill) - 6. Red Socks And The Smell Of Trees (B-Side I Don’t Wanna Cry No More) - 7. Ain't Got Nothin’ Better (B-Side I Don’t Wanna Cry No More) - 8. Windmill (Demo/ Previously Unreleased)


Thanks to Markus & Yann @ Sanctuary Records

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  • Band: Helloween
  • Album: Master Of The Rings (expanded edition)
  • Spielzeit: CD1: 50:19 min/ CD2: 34:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Castle Music/ Sanctuary Records
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 28.04.2006
  • Wertung: 9/ 10
HELLOWEEN/ Master Of The Rings (expanded edition)

Review:
Mit "Master Of The Rings" – dem Album Nr. 1 nach Michael Kiske – ist das eingetreten, mit dem wohl wirklich nur die optimistischsten Fans gerechnet haben. Im ehemaligen PINK CREAM 69-Sänger Andi Deris hat das Hamburger Metal-Flaggschiff nicht nur einen würdigen und energiegeladenen Nachfolger gefunden, sondern erfreulicherweise auch – wie gleich zu Beginn das schwungvolle "Soul Survivor" andeutet – zum speedig-munteren Treiben (die fetzige Boogie-Nummer "Take Me Home"), Humor ("The Game Is On") und Spirit der früheren Tage zurückgefunden. Ohne den damaligen musikalischen Zeitgeist ("Mr. Ego") völlig außer Acht zu lassen, pusteten uns die wiedererstarkten Kürbisköpfe nach dem „Qualitäts-Stückwerk“ "Chameleon" mit dieser Scheibe ein in sich stimmiges und sehr unterhaltsames Album um die Ohren, dessen schmissiger Höhepunkt – "Perfect Gentleman" – auch heute noch jeden noch so coolen Sommerhit arschlings durch das geschlossene Cabrio-Fenster bläst. Des Weiteren waren die Powerballade "In The Middle Of A Heartbeat", die mit schönen Acoustic-Parts aufwartet, und der speedig-virtuose Feger "Still We Go" mitverantwortlich dafür, dass "The Master Of The Rings" seinerzeit zurecht als Wiedergeburt von HELLOWEEN gefeiert wurde. Auch das Material auf der Bonus-CD dieser prächtig aufgemachten „Expended Edition“ (edler Pappschuber, erweitertes Booklett mit interessantem Interview) wird diesem Anspruch jederzeit gerecht. Allem voran wären hier z. B. der hemmungslose Groover "Cold Sweat", in dem Andi Deris fast in die Sphären eines ALICE COOPERs vorstößt, und quirlig-sägende "Silicon Dreams" sowie das feurig-virtuose Instrumental "Grapowski’s Malmsuite 1001" (allesamt von der Single "Perfect Gentleman"), das seinem Namen alle Ehre macht, zu nennen.

Sonny

Trackliste: CD1: 1. Irritation - 2. Sole Survivor - 3.  The Rain Grows - 4. Why? - 5. Mr. Ego (Take Me Down) - 6. Perfect Gentleman - 7. The Game Is On - 8. Secret Alibi - 9. Take Me Home - 10. In The Middle Of a Heartbeat - 11. Still We Go

CD2 - Bonus Tracks: 1. Can't Fight Your Desire (B-Side Mr Ego) - 2. Star Invasion (B-Side Mr Ego) - 3. Cold Sweat (B-Side Perfect Gentleman) - 4. Silicon Dreams (B-Side Perfect Gentleman) - 5. Grapowski's Malmsuite 101 (B-Side Perfect Gentleman) - 6. I Stole Your Love (B-Side Sole Survivor) - 7. Closer To Home (B-Side Sole Survivor)


Thanks to Markus & Yann @ Sanctuary Records

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  • Band: Helloween
  • Album: The Time Of The Oath (expanded edition)
  • Spielzeit: CD1: 61:34 min/ CD2: 30:35 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Castle Music/ Sanctuary Records
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 28.04.2006
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Was die Hamburger 1994 auf dem Vorgänger "Master Of The Rings" schon über weite Strecken haben hören lassen, wurde zwei Jahre später auf der wieder etwas düsteren "The Time Of The Oath" zur freudigen Gewissheit: HELLOWEEN lassen’s wieder richtig krachen! Diese Tatsache ließ sich allen voran am Uptempo-Kracher-Opener-Duo "We Burn" und "Steel Tormentor" sowie dem skrupellosen Nackenbrecher "Before The War" dingfest machen. Auf der anderen Seite wartet das Quintett auch mit herrlich groovender Midtempo-Kost ("Wake Up The Mountain") oder ausdrucksvollen und sentimentalen Balladen ("Forever And One (Neverland)" und dem 70er-lastigen "If I Knew") auf, bei denen gerade Sänger Andi Deris (ex-PINK CREAM 69) zu Höchstform aufzulaufen scheint. Nicht zu vergessen der Hit "Power", der sich mit den typischen HELLOWEEN-Chören für alle Ewigkeit in der Gehirnrinde des Zuhörers festsaugt, oder den bedrohlich pumpenden Titeltrack, der durch seine majestätischen Chöre und erhabenen Rhythmen gewisse Analogen zu Carl Orff-Komposition aufweist. Um ihren Titel vollends gerecht zu werden hat die edle „Expanded Edition“ natürlich wieder eine Bonus-CD im Gepäck, die neben den beiden Japan-Bonussen der Scheibe ("Still I Don’t Know"/ "Take It To The Limit") z. B. auch noch drei interessante Coverversion beherbergt. Das sind zum einen die Rock-Klassiker "Electric Eye" (JUDAS PRIEST) und "Rain" (STATUS QUO) sowie zum anderen eine recht eigenwillige und speedige Interpretation von JEAN MICHEL JARREs Synthie-Werk "Magnetic Fields". Die Highlights des zusätzlichen Silberlings sind allerdings die beiden wunderschönen Acoustic-Nummern "Light In The Sky" und "Time Goes By", die erneut unterstreichen, dass Andi Deris’ Stimme für Balladen und Midtempo-Nummern geradezu prädestiniert ist.

Sonny

Trackliste: CD1: 1. We Burn - 2. Steel Tormentor - 3. Wake Up The Mountain - 4. Power - 5. Forever And One (Neverland) - 6. Before The War - 7. A Million To One - 8. Anything My Mama Don't Like - 9. Kings Will Be Kings - 10. Mission Motherland - 11. If I Knew - 12. The Time Of The Oath

CD 2 - Bonus Tracks: 1. Still I Don't Know (Japanese Bonus Track
) - 2. Take It To The Limit (Japanese Bonus Track) - 3. Electric Eye (B-Side The Time Of The Oath) - 4. Magnetic Fields (B-Side The Time Of The Oath) - 5. Rain (B-Side Power) - 6. Walk Your Way (B-Side Power) - 7. Light In The Sky (B-Side Forever And One/ Neverland) - 8. Time Goes By (B-Side Forever And One/ Neverland)


Thanks to Markus & Yann @ Sanctuary Records

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  • Band: Helloween
  • Album: Better Than Raw (expanded edition)
  • Spielzeit: 73:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Castle Music/ Sanctuary Records
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 28.04.2006
  • Wertung: 9/ 10
HELLOWEEN/ Better Than Raw (expanded edition)

Review:
Mit dem Vorgänger haben HELLOWEEN bereits eindrucksvoll bewiesen, dass sie es noch richtig krachen lassen können. "Better Than Raw" ist meines Erachtens die folgerichtige Rückbesinnung auf die speedigen Wurzeln a la "Walls Of Jericho". – Hier wird richtig geklotzt und nicht gekleckert! Auch Sänger Andi Deris dürfte mit diesem 1998 veröffentlichten Album dem ewigen Vorurteil, dass sein Organ nur für Balladen- und Midtempo-Hymnen geeignet ist, endlich ein Ende gemacht haben, denn in Nummern wie der eröffnenden Doublebass-Attacke "Push" oder dem nahezu majestätischen Speedkracher "Falling Higher" mutiert der ehemalige PINK CREAM 69-Fronter zur waschechten Metal-Sirene. Selbiges soll aber nicht heißen, dass er auf seinem Vorzeigesektor an Stärken eingebüsst hat, was z. B. die pumpende Mitsing-Hymne "Hey Lord!" oder das spannend aufgebaute "Time" eindrucksvoll untermauern. – Nein, er fährt hier einfach äußerst routiniert die ganze Bandbreite seines Könnens auf. Diese Eigenschaft lässt sich aber ebenso problemlos auf die gesamte Band übertragen, denn man geht auch mal doomig-qurilig ("Don’t Spit On My Mind"), imposant-filigran ("Revelation"/ "Lavdate Dominvm") oder leicht symphonisch angehaucht ("A Handful Of Pain") ans Werk, ohne es dabei an nötigen Druck und unbändiger Power sowie Aggressivität und herzerfrischender Spielfreude ermangeln zu lassen. Der heimliche Hit ist meines Erachtens allerdings "I Can", das aufgrund seiner packenden Rhythmik und seines leicht einzuprägenden bzw. mitreißenden Refrains unweigerlich zum hemmungslosen Abrocken und Mitgrölen aufmuntert. Auch das Bonusmaterial von dieser Neuauflage kann sich richtig gut hören lassen. Darunter sind u. a. der Japan-Bonus "Back On The Ground" und das schleppend beginnende "A Game We Shouldn’t Play", die sich wegen ihrer dezent eingestreuten, aber spritzigen Keyboards doch etwas vom restlichen Material absetzen. Fazit dieses zweiten HELLOWEEN-Klassikeralarms: die Hamburger können gar kein schwaches – geschweige denn schlechtes – Album abliefern und sind völlig zu Recht eine der einflussreichsten Bands in diesem Genre. Diesen Status werden sie wohl für alle Zeiten innehaben!

Sonny

Trackliste: 1. Deliberately Limited Preliminary Prelude In Z - 2. Push - 3. Falling Higher - 4. Hey Lord! - 5. Don't Spit On My Mind - 6. Revelation - 7. Time - 8. I Can - 9. A Handful Of Pain - 10. Lavdate Dominvm - 11. Midnight Sun - Bonus Tracks: 12. Back On The Ground (Japanese Bonus Track) - 13. A Game We Shouldn't Play (B-Side I Can) - 14. Perfect Gentleman (Live Bootleg Version) (B-Side Hey Lord!) - 15. Moshi Moshi~Shiki No Uta (Live) (B-Side Hey Lord!)


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Last Update: Sunday, 27. August 2006
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