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Review:
Eine für MTM-Verhältnisse ungewohnt metallastige und progressiv angelegte
Scheibe stellt das selbstbetitelte Debüt von FATAL FORCE dar. Hinter dieser
Band steckt der Gitarrenvirtuose Torben Enevoldsen, der den Anhängern der
progressiven Zunft als treibende Kraft von SECTION A bestens bekannt sein dürfte.
Stilistisch bewegen sich FATAL FORCE irgendwo zwischen powergeladenen Hard Rock
und progressiv angehauchten Melodic Metal, wobei sich der überwiegende Teil des
Materials eindeutig auf letztere Musikrichtung konzentriert. Mit Mats Levén (AT
VANCE, SWEDISH EROTICA) hat sich der Däne einen namhaften und markanten Sänger
ins Boot geholt, der sich bekanntermaßen in beiden Spielarten pudelwohl fühlt.
Während er in den ruhig-rockigen Momenten wie "Far Away" oder "Only
You", an einen Björn Lodin (BALTIMOORE) zu seinen besten Zeiten erinnert,
bestellt er mit Nummern wie dem leicht eingängigen Doublebasser
"Domino", das ein dezent mystisch-düsteres Flair verbreitet, und
dem aggressiven bzw. kraftstrotzenden "Eye To Eye" Felder, die nicht
allzu weit von seiner jetzigen Band AT VANCE entfernt liegen. Zwar wartet
"Fatal Force" mit keinem echten Killer auf, aber man stößt auch auf
keinen einzigen Durchhänger oder gar Füller. Ein abwechslungsreiches Album,
das vor allem Fans von Mats Levén ans Herz gelegt sei... und davon gibt’s ja
bekanntlich nicht nur eine Handvoll
| Trackliste: | 01. Caveman
5,41 |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult
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Review:
Hmm?!? Würde auf der dritten Scheibe des Projekts um den italienischen
Gitarrist/ Songwriter Aldo GIUNTINI nicht erneut ex-BLACK SABBATH-Sänger Tony
Martin vertreten sein, dann würde man wahrscheinlich von dieser Scheibe kaum
Notiz nehmen. Klar, ein Album, das Tony Martin mit der ganzen Bandbreite seiner
atemberaubenden Stimme veredelt hat, kann kein Reinfall sein und außerdem ist
Signore GIUNTINI ein wahrer Meister an der Sechssaitigen, was er nicht zuletzt
mit den beiden Instrumentalen "Tutmosis IV - Tranatula" und
"Memories In The Sand" mehr als eindrucksvoll untermauert. Aber
trotzdem vermag mich das Material auf "III" nicht komplett zu überzeugen,
denn für meinen Geschmack sind ein paar Songs zu wenig mit dem
feuerentfachenden Element ausgestattet. Mit diesem Attribut wissen eigentlich
nur das atmosphärisch stampfende "Que Es La Vida", bei dem sich ein
gewisser Einfluss von Richtie Blackmore nicht verleugnen lässt, und der hitzige
Uptempo-Kracher "Disfunctional Kid", der mit einem ohrwurmigen Chorus
und mitreißenden Gitarren-Soli ausgestattet ist, sowie der mystisch-behäbige
Groover "The Closet Thing To Heaven" zu überzeugen. Summa summarum
bleibt ein über weite Strecken gut hörbares, aber keineswegs berauschendes
Album.
| Trackliste: |
1. Gold Digger - 2. Not Connected - 3. Que Es La Vida - 4. Early Warning - 5. Fool Paradise - 6. Tutmosis IV - Tarantula - 7. Anno Mundi (The Vision) - 8. Disfuctional Kid - 9. Mourning Star - 10. Trouble Just Keeps Coming - 11. The Closest Thing To Heaven - 12. Memories In The Sand - 13. Tarot Warrior |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Verdammte Scheiße, was soll das denn?!? Nichts gegen anständigen Neothrash mit
todesbleiernen Vocals und Screams oder tiefen Gegröle, aber das was SUDDEN
DEATH auf ihrem Debüt vom Stapel lassen, zeugt weder von musikalischer
Beschlagenheit noch von texterischen und kompositorischen Talent. Vielmehr kommt
es monotonem bzw. stupidem Geknüpple und Geschrubbe gleich, das kaum über den
literarischen Gehalt einer Bild-Schlagzeile hinauskommt. Sprich – abgesehen
vom Glücksgriff "Black Hearted Soul" – bekommt man 9 Songs
serviert, die ziemlich genau nach dem gleichen einfalls- und lieblosen Muster
gestrickt sind. In nahezu fast jeder regionalen Garagenband steckt mehr Format
und Potenzial als in SUDDEN DEATH, aber in den Genuss eines Plattenvertrages
werden wohl die allerwenigsten kommen. Also eines steht fest, einem „plötzlichen
Tod“ wird der US-Fünfer bestimmt nie erliegen, denn dazu müssten sie erst
die reguläre Spielzeit unbeschadet überstehen.
| Trackliste: |
1. Cold - 2. You Don't Give A Fuck - 3. L.I.E.F.E. - 4. Living And Dying - 5. Damn - 6. My Left Shoulder - 7. Unpure Burial - 8. Black Hearted Soul - 9. B.T.K. - 10. Detrhoned Disciple |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Eine inoffizielle und nicht autorisierte History der Band. Nun, eine nette
weibliche Nachrichtensprecherinnenstimme liest ca. 70 Minuten zu belanglosen
Videofilmen die Karriere-Geschichte von SYSTEM OF A DOWN vor; dazu ein paar
Fotos im Menü, das war’s! Vielleicht für beinharte Fans interessant, die
alles haben wollen.
| Inhalt: |
|
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Alter Schwede! Also, auf der faulen Haut scheint Björn Lodin nicht wirklich zu
liegen. Gerade mal acht Monate ließ der Schwede verstreichen, um nun über sein
eigenes Label den "Fanatical"-Nachfolger zu veröffentlichen. Diese
ungewöhnlich flotte Arbeitsweise scheint keine qualitativen Mängel mit sich zu
bringen. Im Gegenteil! – Keine Spur mehr von sperrigen und modernen
Anwandlungen – böse Zungen behaupten gar Einfallslosigkeit – wie sie
stellenweise noch auf dem Vorgänger auszumachen waren. Stattdessen wird äußerst
bodenständig irgendwo zwischen SHAKRA ("To The Bone"), früheren
KINGDOM COME ("Familiar Strange") und AC/DC abgerockt, ohne dabei auf
das typische BALTIMOORE-Flair zu verzichten. Gelegentlich blitzen zwischen den
erdigen und heftigen Grooves auch „verrückte“ Spielereien a la STEVE VAI (Opener)
und feine Gitarrenlinien der Marke RITCHIE BLACKMORE ("Wellaway")
durch. Außerdem ist diesmal – im Gegensatz zu "Fanatical" – mit
"Miracle" wieder eine waschechte Ballade dabei, bei der das gänsehauterregende
Reibeisen-Organ von Björn Lodin – abgesehen vom Refrain – nur von einer
Acoustic-Klampfe begleitet wird. Das absolute Highlight, den sommerlichen
beschwingten Gute Laune-Groover "In The Name Of Love", hat sich der Fünfer
allerdings bis zum Schluss aufgehoben. Nach dem für einige Fans doch relativ
ernüchternden Vorgänger, dürfte die Band mit dem aktuellen Werk den teilweise
verlorenen Boden locker wieder gutmachen. Trächtige 8,5 Punkte!
| Trackliste: |
1.
To The Bone - 2. Journeyman - 3. Familiar Stranger - 4. Fix My Sin - 5.
Wellaway - 6. Take Me To The Power - 7. Plug & Play Me - 8. How Sick
Is Ok? - 9. Crybaby - 10. Timepiece - 11. Miracle - 12. In The Name Of
Love |
Thanks to Björn @ BLP Music
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Review:
Ohje! Da scheint jemand betreffend Extravaganz und Schwülstigkeit sein Idol übertrumpfen
zu wollen. Zwar hat sich Richard Anderson für den TIME REQUIEM-Drittling mit
den gleichen Ausnahmemusikern umgeben, die ihm schon bei seiner letztjährigen
„Best Of“-Collection zur Seite standen, aber "Optical Illusion"
tritt wieder einmal den Beweis an, dass ein spieltechnisch begnadetes Line-Up
nicht gleichzeitig ein Garant für ein Spitzen-Album ist. Leider präsentiert
sich das Material – vor allem in der ersten Hälfte – durch die vermehrt
auftretenden progressiven Elemente und den damit verbundenen langatmigen
Instrumentalpassagen zu unruhig und stellenweise zu nervend, um wirklich im Ohr
hängen zu bleiben. Keine Frage, aus dem instrumententechnischen Blinkwinkel
betrachtet mag das ja vom Feinsten sein, aber was hat der Zuhörer davon, wenn
dadurch der Song nahezu gänzlich auf der Strecke bleibt? Nicht wirklich viel!
Gegen Ende besinnt sich der schwedische Keyboardwirbelwind auf seine
songwriterischen Stärken und verhindert somit den eingangs befürchteten
Totalausfall. Fazit: "Optical Illusion" dürfte für Musiker
vielleicht interessant sein, für den Musikkonsumenten ist es nun wirklich keine
Offenbarung.
| Trackliste: | 01. Sin To Sin - 02. The Talisman - 03. Optical Illusion - 04. The Ashen Soul - 05. Ocean Wings - 06. Creator In Time - 07. Miracle Man - 08. Sphere Of Fantasy |
Thanks to Wolf @ Sure Shot Worx
weitere Reviews über TIME REQUIEM:
TIME REQUIEM/ Time
Requiem
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Review:
Als diese Band im Frühjahr 2000 (damals noch als DESPERADOS) mit Gastsänger
Tom „Angelripper“ Such (SODOM) auf "The Dawn Of Dying" erstmals
ihre Flinten durchluden, konnte ich die grenzenlose Begeisterung so mancher
Kritiker nicht nachvollziehen. Obwohl die Scheibe in produktionstechnischen
Belangen keinen Anlass zum Meckern bot, versprühte die derbe Mischung aus
Thrash-, Metal- und Western-Mucke unweigerlich die Katerstimmung von
Angelrippers Sauflieder-Projekt ONKEL TOM. Ganz anders verhält es sich
allerdings mit dem neuen Konzept-Album "The Legend Of The Truth". Für
seine Geschichte über Wildwest-Schuft Wyatt Earp hat DEZPERADOZ-Chef und
Gitarrist Alex Kraft diesmal selbst zum Mikrofon gegriffen, die Thrash-Elemente
etwas zurückgeschraubt und die groovenden Melodien etwas mehr in den
Vordergrund gestellt. Dadurch wirkt die Mischung aus fett-rockenden Gitarren
("Earp’s Vendetta") und prickelnder Western-Atmosphäre ("Rawhide")
sehr viel homogener als noch auf dem Debüt. Dass Alex Kraft nicht nur ein
durchschlagskräftiger Gitarrist vom Kaliber eines ZAKK WYLDEs ist, sondern auch
einen ganz hervorragenden Sänger abgibt, stellt er vor allem mit der genialen
Ballade "Deadmen Walkin’", in dem er fast einen balladesken James
Hetfield das Wasser reichen kann, und dem hymnisch-dramatischen "March Of
Destiny" bemerkenswert unter Beweis. Weitere hochkalibrige Geschosse feuert
uns die Bande, die durch die Spießgesellen Dennis Ward (Gitarre/ PINK CREAM
69), DIRTY DEEDS-Kumpel Alex Weigand (Bass) und Schlagwerker Sascha Tilger (TYRANT
EYES) komplettiert wird, mit dem doppelläufigen Knaller "First Blood"
und dem fetzigen "Hellbilly Square", der unweigerlich zum Tanzen
auffordert, und der Entscheidungsschlacht "OK Corral" um die Ohren.
Ein weiteres kantiges Kaliber erwartet den – bereits tief in die Western-Welt
versunkenen – Zuhörer in Form von "Friends Till The End". Fazit:
"The Legend Of The Truth" ist der perfekte Soundtrack für eine
Neuverfilmung der Wyatt Earp-Story.
P.S. als sprechende Gäste wirken DORO, EDGUY-Entertainer Tobias Sammet, Michael
Weikath (HELLOWEEN) und Joacim Cans (HAMMERFALL) mit.
| Trackliste: | 1. The Legend And The Truth - 2. Dust Of History - 3. First Blood (feat. Weiki /Helloween) - 4. Deadman Walkin' - 5. Rawhide - 6. Tombstone - 7. Hellbilly Square - 8. March To Destiny (feat. Tobi Sammet/Edguy - 9. OK Corral (feat. Joacim Cans/ Hammerfall) - 10. Shootout - 11. Look Into The Barrel Of My Gun - 12. Earp's Vendetta (feat. Doro) - 13. Friends Till The End - 14. Echoes Of Eternity (feat. Doro, Joacim, Weiki and Tobi) - 15. Alex |
Thanks
to Rebecca @ AMF Records
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Review:
Bereits mit ihrem Debüt gelang es dem Allstar-Projekt um FATES WARNING-Kopf Jim
Matheos (Gitarre, Keyboards) und Sänger/ Klangtüftler Kevin Moore (CHROMA KEY,
ex-DREAM THEATER) mich auf Anhieb in ihre atmosphärische Klangwelt zu entführen.
Selbiges gelingt OSI auch mit ihrem neuesten Output "Free". Obwohl das
Material über weite Strecken ziemlich „laid back“ durch die Gehörmuschel
schwirrt, lassen es die beiden Klangmagier nicht an einer mystischen Portion
Groove und Punch in der Hinterhand mangeln, was sie z. B. mit dem Opener
"Sure You Will", "All Gone Now" oder "Better"
eindrucksvoll untermauern. Die uneingeschränkten Höhepunkte sind meines
Erachtens das pulsierend-wavige "Go" und "Kicking", das fast
mit CUREscher Lässigkeit aus den Boxen schlendert, sowie der vibrierende
Ohrwurm "Simple Life". Als weiterer Leckerbissen kristallisiert sich
"Our Town" heraus. Zwar fällt diese Nummer, bei der gelegentlich
sogar leichte Country-Einflüsse auszumachen sind, etwas aus dem Rahmen, aber
dieses Acoustic-Stück verleiht dem Album einen unvorhersehbaren Farbtupfer. Wie
schon auf "Office Of Strategic Influence" konnte das Kreativ-Duo
erneut auf die wertvolle Mitarbeit von Schlagzeug-Künstler Mike Portney (DREAM
THEATER) und FATES WARNING-Bassist Joey Vera zurückgreifen. Zugegeben, man muss
in der richtigen Stimmung sein um das wohltuend frickelfreie Album komplett
durchzuhören, aber nichtsdestotrotz ist "Free" – genau wie sein
Vorgänger – umwerfend inszenierter Progressive Rock von einem anderen Stern.
| Trackliste: | 01. Sure You Will 03:46 - 02. Free 03:20 - 03. Go 04:16 - 04. All Gone Now 05:13 - 05. Home Was Good 05:03 - 06. Bigger Wave 04:30 - 07. Kicking 03:52 - 08. Better 04:06 - 09. Simple Life 04:00 - 10. Once 06:34 - 11. Our Town 03:20 |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über OSI:
OSI/ Office
Of Strategic Influence
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Review:
Einen deutlichen Schritt nach vorne haben MOTORJESUS mit ihrem neuen Album
"Deathrider" getan. Während auf dem Debüt "Dirty Pounding
Gasoline", das noch unter dem SHITHEADZ-Banner veröffentlicht wurde, hier
und da noch ein paar Alternative-Einflüsse auszumachen waren, wird auf "Deathrider"
ohne Rücksicht auf Verluste fett abgerockt und kompromisslos abgerotzt. In
einer rauen Rotzigkeit, wie man sie nur bisher von MOTÖRHEAD kannte, haut uns
der Mönchengladbacher Fünfer 12 Kracher, die power- und produktionsmäßig
METALLICA Konkurrenz machen könnten, ungebremst in die Fresse. Gelegentlich lässt
die Band um Sänger Christoph Brix, der sich gegenüber dem Debüt stark
verbessert zeigt, auch leicht doomige ("Hellmachine") oder angestonte
Töne ("10 Feet Under Ground") gekonnt in ihren Sound einfließen,
ohne dabei an Durchschlagskraft zu verlieren. Die Highlights auf einer
durchgehend druckvollen Platte sind der Groove-Hammer "Distortion Sleep",
das lässig „dahinplätschernde“ (keinesfalls
negativ gemeint/ Anmerk. Sonny) "The Undertaken" (New Rock mit
Eiern!) und der schmissige Stampfer "Invisible Man", der bestimmt auch
auf einer SKEW SISKIN-Scheibe zu den Höhepunkten gehören würde. Kurzum: Mit
diesem Album können MOTORJESUS locker ins internationale Heavy Rock-Rennen
gehen.
| Trackliste: |
1. Legion Of Rock - 2. Destroyer - 3. 10 Feet Under Ground - 4. Deathrider - 5. Distorion Sleep - 6. The Howling - 7. The Undertaken - 8. Hellmachine - 9. Invisible Man - 10. Black Fuel Domination - 11. Death Hammer Overload - 12. The Evil |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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THE SHITHEADZ/ Dirty Pounding Gasoline
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Bereits mit ihrem Debüt "Icon" schürte das Duo JOHN WETTON |
GEOFFREY DOWNES im vergangen Frühjahr die Hoffnung auf ein neues ASIA-Album im
Original-Lineup (mit Gitarrist Steve Howe und Schlagzeuger Carl Palmer). Dieser
Erwartung wird durch das hier vorliegende Acoustic-Album "Icon – Acoustic
TV Broadcast" erneut Nachdruck verliehen, denn neben den besten Nummern aus
besagten Debüt ("Let Me Go", "In The End") präsentiert das
Duo auch die Klassiker aus den ersten drei Alben der einstigen Supergroup im
verträumten Acoustic-Gewand. So reihen sich z. B. der Top-Hit
"Hit Of The Moment", "Sole Survivor" und "Only Time
Will Tell" aus dem ASIA-Debüt (1982) bzw. "The Smile In Your Eyes", "Open Your
Eyes" und "Don’t Cry" aus dem Nachfolger "Alpha"
(1983) nahtlos ins aktuelle Material ein. Dazu gesellen sich noch das zarte
"Voice Of America" ("Astra"/ 1985) und "I Lay
Down" vom WETTON-Soloalbum "Rock Of Faith" sowie der Bonustrack
"There In Bed", dessen Studioversion einigen Lesern aus der
Maxi-Single "Heat of the Moment 05"
bekannt sein dürfte. Durch den extrem sentimentalen Gesang von John Wetton und
die gefühlvoll-melancholisch zelebrierten Celloparts von Hugh McDowell (ELO)
wird den meisten Songs – gegenüber den Original-Versionen – noch mehr
emotionaler Tiefgang verliehen. Eine sensibel arrangierte und fast zerbrechlich
produzierte Scheibe... Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber genau das
Richtige für ruhige Momente in trauter Zweisamkeit.
| Trackliste: |
1. Heat Of The Moment - 2. Voice Of America - 3. Let Me Go - 4. God Walks With Us - 5. Sole Survivor - 6. Meet Me At Midnight - 7. The Smile Has Left Your Face - 8. I Lay Down - 9. Open Your Eyes - 10. Only Time Will Tell - 11. Don't Cry - 12. In The End - 13. There In Your Bed (Bonus Track) |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Die vorliegende DVD verstärkt den relaxten Eindruck, den bereits das
gleichnamige Album hinterlassen hat. Lediglich von ELO-Cellist Hugh McDowell
unterstützt, präsentieren JOHN WETTON (Gesang, Acoustic-Bass und –Gitarren)
und GEOFFREY DOWNES (Piano, Backgroundgesang) – von den Kameras scheinbar
unbeeindruckt – neben den besten Momenten ihres Debüts auch die eine Reihe
hochkarätiger Hits aus den ersten drei ASIA-Alben im zart-melancholischem
Acoustic-Gewand. Während der 12 Nummern wird dem Zuschauer – nicht zuletzt
wegen der gekonnten Kameraführung und den akkuraten Umblendungen – der
Eindruck vermittelt, dass er Teil dieser unverkrampften, aber stets
hochkonzentrierten Musikerrunde ist. Ganz ungeniert lassen sich GEOFFREY DOWNES
und JOHN WETTON, der sich von einer gesanglich starken Seite zeigt, beim
Pianospielen über die Schulter blicken bzw. beim stilvollen Klampfen auf die
Finger schauen. Leider wurde "Acoustic TV Broadcast" nur im
Stereosound aufgezeichnet und die gelegentlich eingespielten Keyboardpassagen dürften
beim ein oder anderen Acoustic-Freak auch nicht gerade zu Beigeisterungsstürmen
führen. Aber dieser kleine „Makel“ wird durch das unterhaltsame „behind
the scene“-Material und die stimmungsvolle Picture-Gallery, die von "Heat
Of The Moment" (Acoustic Version) untermalt wird, sowie durch das
informative Interview (geführt von BBC-Urgestein Big George) locker wieder
wettgemacht. Kurzum: Eine harmonische Ergänzung zum Album.
| Trackliste: |
1. Voice Of America
- 2. Let Me Go - 3. Only Time Will Tell - 4. God Walks
With Us - 5. The Smile Has
Left Your Face - 6.
Heat Of The Moment - 7. Don't Cry - 8. Sole Survivor - 9. Meet Me At Midnight
- 10. Open Your Eyes - 11. I Lay Down - 12. In The End |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
"Trust" ist bereits das 17te Studioalbum der Melodic Prog Rocker und
schlägt sozusagen eine Brücke zwischen "Network" und den Erstwerken
von SAGA. Natürlich ist die Band um Sänger Michael Sadler, dem es scheinbar
immer wieder spielend gelingt, mit seiner warmen und schmeichelnden Stimme den
Zuhörer in den Bann zu ziehen, ihrem pompösen Stil treu geblieben. Trotzdem
hat sich die Band die Freiheit genommen anhand von etwas progressiveren
Elementen wieder etwas „back to the roots“ zu gehen, ohne dabei aber auf
ihre Soundvielfalt der vergangenen Alben zu verzichten. Diese Rückbesinnung auf
die proggigen Klänge macht sich vor allem im geschmeidigen "I’m
OK", beim sphärischen Titeltrack und beim rockigen "You Were
Right" bemerkbar, während die zarte Ballade "My Friend", bei der
Holzblasinstrumente ein sehr klassisches Flair verbreiten, eine ganz und gar
neue Seite der kanadischen Erfolgsgruppe zutage fördert. Meine persönlichen
Album-Highlights sind allerdings das quirlige und dezente groovende "Ice In
The Rain", das nach einigen Durchläufen sein Hitpotenzial freigibt, und
das von irischer Melancholie umgarnte "On The Other Side". Kein
Überalbum, aber ein frisches und unverbrauchtes Klangerlebnis!
| Trackliste: | 1. That’s As Far As I’ll Go 4:36 - 2. Back To The Shadows 5:16 - 3. I’m OK 5:36 - 4. Time To Play 3:31 - 5. My Friend 3:19 - 6. Trust 5:44 - 7. It’s Your Life 4:10 - 8. Footsteps In The Hall 3:25 - 9. Ice In The Rain 5:01 - 10. You Were Right 4:05 - 11. On The Other Side 4:56 |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
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SAGA/ Worlds Apart
Revisited
SAGA/ Marathon
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Erst im vergangenen Jahr wurden mit "Mad, Bad & Dangerous" und
"Dancin’ On The Back Street" zwei Compilations veröffentlicht, die
mit alten – bisher unveröffentlichten BLUE TEARS-Material bestückt sind, veröffentlicht.
16 Jahre nach dem selbstbetitelten Debüt schickt Mainman Gregg Fulkerson (Vocals,
Gitarren) zusammen mit Bassist Bryan Wolski nun den Nachfolger "The
Innocent Ones" ins Rennen. Von den DEF LEPPARD-Parallelen früherer Tage
hat man sich nahezu komplett verabschiedet, stattdessen setzt das Duo auf eine
erfrischende Mischung von BON JOVI, JADED HEART und BRUCE SPRINGSTEEN. So sind
z. B. bei "Fast Times" gewisse Ähnlichkeiten zu BON JOVIs "Have
A Nice Day" nicht von der Hand zu weisen, während gerade der lässige
Stampfer "Let It Rain" (Ohrwurm) zu Michael Bormann-Tagen gut und
gerne auf ein JADED HEART-Album gepasst hätte. Die Einflüsse von „The
Boss“ machen sich vor allem beim flotten Rocker "Gloryland" und in
der melancholisch angehauchten Ballade "Unrequired Love" bemerkbar.
Zwar sind nicht alle 14 Songs vom Kaliber der genannten Nummern, aber dafür
gibt es auch keine echten Durchhänger oder Ausfälle zu beklagen. Einfach ein
schönes Album!
| Trackliste: | 1. Drive - 2. Let It Rain - 3. Run For Your Life - 4. The Innocent Ones - 5. Save Yourself -6. Fast Times - 7. In Your Dreams - 8. All The Way Home - 9. She Wants To Be A Star - 10. Gloryland - 11. Break My Heart - 12. Silent Scream - 13. Money To Burn - 14. Unrequited Love |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
|
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Review:
Mit ihrer provokanten Mischung aus Rhythm & Blues, Soul, Rock, Funk und
Heavy Metal schnellten MOTHER’S FINEST Ende der 70er –
u. a. aufgrund ihres Rockpalast-Auftritts in der Essener Grugahalle –
an die Spitze der Charts und wurden somit zu einer der bekanntesten bzw.
einflussreichsten Funk-Rockbands aller Zeiten. Fast 30 Jahre nach ihrem
bahnbrechenden Auftritt erfreut die Band um das ausdrucksstarke Sangesduo Joyce
„Baby Jean“ Kennedy und Glenn „Doc“ Murdock ihre Fangemeinde mit einem
neuen Live-Album, das im Dezember 2004 vom SWR in der Villa Berg zu Stuttgart
aufgenommen wurde. Anhand einer erlesenen Auswahl von Klassikern wie z. B.
"Mickey’s Monkey", "Give It Up", "Power", "Piece
Of Rock" oder den allseits bekannten Hit "Baby Love", die
vornehmlich aus dem wohl erfolgreichsten Album "Another Mother Further"
stammen, oder den mir persönlich weniger bekannteren Nummern wie "Funk A
While", "Bring It" oder "I Believe", tritt die Band aus
Atlanta den Beweis an, dass sie nach wie vor zu einer der agilsten Live-Bands
gehört. Ergänzt wird der druckvoll produzierte Live-Doppeldecker, von dem –
aus welchen Gründen auch immer – leider nur die 1. CD zur Besprechung vorlag,
mit vier brandneuen Studiotracks, von denen besonders der frische Stamper
"Do Me Right" und der Stehblueser "Take Your Time" einen
sehr positiven Eindruck hinterlassen. Unter den Fans von MOTHER’S FINEST und
den Freunden der funkigen Rockklänge dürfte "Right Here, Right Now –
Live At Villa Berg" sicherlich ein heißbegehrtes Objekt sein, aber ich
wage zu bezweifeln, dass sich die typische MTM-Zielgruppe mit dieser Veröffentlichung
identifizieren kann. Nichtsdestotrotz ein prickelndes Live-Dokument.
| Trackliste: | CD1: 01. Do
Me Right (bonus track - new recorded song) CD2: 01. Baby Love - 02. Wyz Bass Solo - 03. P.O.Rock - 04. Give It Up - 05. Satisfaction / Born To Be Wild - 06. Can’t Fight The Feeling |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult
![]() |
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Review:
Eine gefällige Mischung aus Metal-Riffs, Elektropop-Anleihen und
Harminie-Vocals mit leichtem KING’S X-Einschlägen spielt die Band PAX um die
Brüder Christian und Michael Fridh, welche aufgrund des gesanglichen Akzents
zweifelsohne aus dem skandinavischen Raum kommt. Eine ansprechende, bisweilen
manchmal etwas matschige Produktion und ein moderner musikalischer Anstrich
unterstreichen alles in allem den Anspruch. Bei entsprechendem langem Atem könnte
aus oben genannter Mischung eine konstante Größe werden. Empfehlenswert!
| Trackliste: | 1. 10.000
Words |
Thanks to Ralph @ Indevent
|
|
Wenn Plattenfirmen einen hausinternen Sampler heraus geben... Eine wirklich
abstruse Mischung von spanischen und deutschen Künstlern enthält der
hauseigene Sampler CVC 4 aus dem Hause Locomotive Records, ihres Zeichens in
Spanien ansässig. Mögen die
landeseigenen Musiker trotz unterschiedlichster Stilrichtungen aufgrund der
gemeinsamen Sprache noch einen roten Faden erkennen lassen, wirken die deutschen
Ableger wie z.B. SILVERSURFER wie ein völliger Fremdkörper im Sammelsurium der
Stilistiken. Keine durchgehende
Musikrichtung und Home-CamCorder-Produktionen, hier wird alles in einen Topf
gepackt und kräftig umgerührt. Als
Business-Profile zwecks Information und Außendarstellung durchaus geeignet,
aber welcher Fan soll das kaufen?
| Trackliste: |
1. HAMLET/ Imaginé - 2. DIKERS/ Las Noches Que Me Inventé - 3. REINCIDENTES/ El Comercio Del Dolor - 4. MÄGO DE OZ/ La Costa Del Silencio - 5. CIRCUS/ Dos Mentiras - 6. SILVERSURFER/ Hart Nach Vorn - 7. TIERRA SANTA/ Tierras De Leyenda - 8. ASTRAL DOORS/ Time To Rock - 9. BOIKOT/ No Callar - 10. SEX MUSEUM/ Red Ones - 11. EYES OF SHIVA/ Pride - 12. BEFORE THE DAWN/ Father And Son - 13. PETER & THE TEST TUBE BABIES/ Supermodels - 14. ANKHARA/ 3.40 - 15. METALIUM/ Break The Spell |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über Classics Video Collection:
VARIOUS ARTISTS/ Classics Video Collection #1
(DVD)
more
Reviews for April 2006 (release date 11.04.
- 20.04.2006)
Last
Update: Thursday, 15. June 2006
created in January 2001 © by Sonny