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Review:
Nachdem uns Frau Pesch mit "Classical Diamonds" (2004) in
atemberaubender Weise nahe gebracht hat, wie eine perfekte Fusion aus Heavy
Metal und Klassik zu klingen hat, will sie uns nun mit dem eigentlichen "Fight"-Nachfolger
unter die Haut gehen. Im Vorfeld wurde ja schon gemunkelt, dass das neue Album
wieder mehr in Richtung "Triumph & Agony" gehen soll. Nun,
Tatsache ist, dass "Warrior Soul" soviel 80er Heavy Rock/ Metal-Flair
versprüht wie schon lange kein DORO-Album mehr, aber trotzdem atmet die Scheibe
noch genug knackig-frischen Zeitgeist und klingt deshalb zu keiner Sekunde
angestaubt oder gar abgedroschen. Dabei spielt es keine Rolle ob man sich nun
vom flotten Kracher "Haunted Heart" oder vom dramatischen Titeltrack,
der in gewissen Passagen Vergleiche zu "Constant Danger" ziehen lässt,
oder von der kraftstrotzenden (Halb)Ballade "Heaven I See" mitreißen
lässt. Für Gänsehaut pur sorgen der majestätisch schreitende Groover "Above
The Ashes" sowie die beiden Killer-Balladen "In Liebe Und
Freundschaft" und "Shine On", bei denen sich DOROs Erfahrungen
aus dem eingangs erwähnten Klassik-Album außergewöhnlich positiv bemerkbar
machen. Zudem hat DORO mit "My Majesty" eine packende Live-Hymne am
Start, die sich auf Konzerten zwischen Klassikern wie "All We Are"
oder "East Meets West" nahtlos einfügen dürfte. Kurz gesagt:
"Warrior
Soul" ist eine perfekt ausgewogene Mischung zwischen gewaltig
vorwärts rockenden Material und unglaublich gefühlvollen Momenten. Ein Album
mit verdammt viel Seele!
| Trackliste: | 1. You 're My Family - 2. Haunted Heart - 3. Strangers Yesterday - 4. Thunderspell - 5. Warrior Soul - 6. Heaven I See - 7. Creep Into My Brain - 8. Above The Ashes - 9. My Majesty - 10. In Liebe Und Freundschaft - 11. Ungebrochen - 12. Shine On - Bonus Tracks: 13. Angel In The Dark - 14. 1999 |
Thanks
to Rebecca @ AMF Records
weitere Reviews über
DORO
DORO/ Classic Diamonds
DORO/ Fight
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Review:
Ja, eure Augen täuschen euch nicht. Es hält doch tatsächlich der Country auf
Rock & Metal Heaven Einzug. Keine Aufregung, der Betreiber dieser Seite
begibt sich nicht auf triviales Trucker-Musik-Niveau, sondern hat sich mit dem
astreinen Country-Fieber infiziert. Der suchtgefährliche Virus heißt TEXAS
LIGHTNING! Die unbekümmerte Art, in der Jane Comerford (Gesang/ Ukulele), Jon
Flemming Olsen (Gesang/ Gitarre), Markus Schmidt (E-Gitarre, Banjo), Uwe Frenzel
(Bass) und Olli Dittrich (Schlagzeug) sowohl Songs von Country-Legenden wie z.
B. PATSY CLINE ("Walking After Midnight") als auch genrefremde
Klassiker interpretieren, wirkt auch auf bodenständige Hard Rock-Fans höchst
ansteckend. Was nicht zuletzt in den lässigen Interpretationen von MOON MARTINs
"Bad Case Of Loving You" oder AC/DCs "Highway To Hell" seine
fundierte Begründung findet. Aber auch countrygerechten Umsetzungen von "Like
A Virgin" (MADONNA), "Kiss" (PRINCE) oder "Man In The
Mirror" (MICHAEL JACKSON) wissen sofort „Ohrganismus“ des Zuhörers in
Beschlag zunehmen. Ja sogar Liedermacher- und Schlager-Evergreens wie REINHARD
MAYs "Über Den Wolken", das in TEXAS LIGHTINGscher Fassung über
englische Lyrics verfügt und "Over The Mountains" heißt, oder
"Raindrops Keep Falling On My Head" und "Blue Bayou" (LINDA
RONSTADT) kommen im knackigfrischen Country-Style ganz ohne Kitsch bzw.
triefenden Schmalz aus. Des Weiteren haben die lässigen Cowboys und ihr
aufreizendes Cowgirl eine weniger bekannte BEATLES-Nummer ("Norwegian Wood)
und den ABBA-Disco Hit "Dancing Queen" in ein freches Country-Gewand
gekleidet. Eigentlich wurde die Scheibe schon im letzten Sommer veröffentlicht,
aber da TEXAS LIGHTNING dem Ruf des Eurovision Song Contests gefolgt sind, kommt
"Meanwhile, Back At The Ranch..." ergänzt durch die Eigenkomposition
"No No Never" nun erneut zu Veröffentlichungsehren. Diese Nummer, mit
der sie überraschender/ erfreulicherweise den deutschen Vorentscheid gewinnen
konnten und Deutschland nun in Athen würdig vertreten werden, vermittelt gute
Laune pur und passt sich somit nahtlos ins Album ein.
Dieses Album solltet ihr unbedingt gehört haben! Aber Vorsicht, der TEXAS
LIGHTNING-Virus ist gegen alle bekannten Kuren und Behandlungen resistent!
| Trackliste: | 1.
Bad Case Of Loving You - 2. Like
A Virgin
- 3. No No Never - 4. Kiss
- 5. Over
The Mountains
- 6. C'est La Vie - 7. Highway To Hell - 8. Dancing Queen - 9. Man In The Mirrow
- 10. Norwegian Wood - 11. Smoke, Smoke Smoke (That Cigarrette) - 12. Walking
After Midnight - 13. Raindrops Keep Falling On My Head - 14. Walk
On The Wild Side
- 15. Blue Bayou
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Thanks to Sabrina @ E.S.P.
Entertainment
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Review:
Endlich ist es soweit! Ziemlich auf den Tag genau 8 Jahre nach ihrem Solodebüt
"Deux Ex Machina" erfreut uns Engelskelchen LIV KRISTINE (LEAVES’
EYES/ ex-THEATRE OF TRAGEDY) mit dem heißersehnten Nachfolger. Wie schon auf
dem Vorgänger präsentiert sich die nordische Schönheit im äußerst
anspruchsvollen Popgewand, nur mit dem feinen Unterschied, dass "Enter My
Religion" noch vielschichtiger und facettenreicher – zuweilen sogar
exotischer und weniger waviger – ausgefallen ist. Da wäre auf der einen Seite
verträumt-romantischer (Titeltrack. "Coming Home") und gefühlvoll-melancholischer
Stoff ("Blue Emptiness", "For A Moment"), während
andererseits "My Revelation" oder "You Are The Light" mit
einem leichten OFRA HAZA-Touch aufwarten bzw. in BANDIT-Manier grooven. Aber
auch mit richtig tanzbaren Material weiß die bessere Hälfte von Alex Krull (ATROCITY)
restlos zu überzeugen, wie "Trapped In Your Labyrinth" oder die
astreine – mit frischen Akkordeon-Parts garnierte – Dancefloor-Nummer "You
Take Me Higher", bei der selbst eine Pop-Ikone wie MADONNA neidisch werden
könnte, eindrucksvoll untermauern. Weitere Highlights stellen die Coverversion
der BRUCE SPRINGSTEEN-Nummer "Streets Of Philadelphia", die noch viel
wehmütiger als das Original ausgefallen ist, und der unglaublich lockere Opener
"Over The Moon", die man sich – mit einigen Abstrichen – auch gut
auf einer etwas losgelösten BLACKMORE’S NIGHT-Scheibe vorstellen könnte,
dar. Dabei ziehen sich ziemlich raffiniert fernöstliche und klassische
Arrangements wie ein roter Faden durch (fast) alle Songs, die natürlich durch
den engelhaften Gesang von LIV KRISTINE ihre Krönung erfahren. Fazit: "Enter
My Religion" zeichnet sich zu jeder Sekunde mit „Earcatcher“-Qualitäten
aus.
| Trackliste: | 1. Over The Moon - 2. Fake A Smile - 3. All The Time In The World - 4. My Revelation - 5. Coming Home - 6. Trapped In Your Labyrinth - 7. Blue Emptiness - 8. You Are The Night - 9. Enter My Religion - 10. Streets Of Philadelphia - 11. You Take Me Higher - 12. For A Moment |
Thanks to Martin @ Roadrunner Records
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Review:
Schweden scheint einen schier unerschöpflichen Quell an jungen begnadeten Pop
Rock-Sängerinnen zu haben. Nach ALEENA, ANNA SAHLENE und NEA im vergangenen
Jahr folgt nun MIKEYLA. Zwar geht dieses Fräulein eine gute Ecke härter als
ihre Landsfrauen zu Werke, aber qualitativ kann der 19 jährige Wirbelwind
locker mithalten, wie ihr erstaunlich ausgereiftes Debüt eindrucksvoll
untermauert. Auf "Something Like That" tummeln sich 12 modern rockende
Schwedenhappen, die sich allesamt sofort in den Gehörgängen breitmachen, um
dort für die nächsten Tage und Wochen zu verweilen. Das fängt beim treibenden
Powerrocker "Lie" an, setzt sich über das schräg pumpende "Not
Your Clown", das auf raffiniert-bizarren Computersounds gebettet ist, fort
und endet mit dem lässigen groovenden "Cruel", der auch gut auf das
letzte Album von LISA MARIE PRESLEY gepasst hätte. In die annährend gleiche
Kerbe schlagen die schwärmerische Ballade "Wait" und "Who Am
I", das mit messerscharfen Riffs und geilen Samples aufwartet. Zudem
erweisen sich "Young & Stupid", das mit einem catchy Refrain
aufwartet und sich so anhört als hätte John „Mutt“ Lange die CORRS
produziert, sowie das hymnische "Not A Story" als extrem hitverdächtig.
Großartige Songs und eine Wahnsinnsstimme.
| Trackliste: | 1. The Lie - 2. Calling - 3. Happy Worst Day - 4. Not A Story - 5. Young & Stupid - 6. Not Your Clown - 7. Wait - 8. Just A Girl - 9. Who I Am - 10. That Is - 11. Mad Mad World - 12. Cruel |
Moritz @ Gordeon Music
weitere Reviews über MIKEYLA:
MIKEYLA feat. THE METAL FORCES/ Glorious (Single-Tipp/
June 2006)
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Review:
Leute, wie doch die Zeit vergeht! Mir kommt es immer noch vor als wäre es
gestern gewesen, dass mich LANA LANE mit ihrem Debüt "Love Is An
Illusion" und ihrem bezaubernd-ausdrucksstarken Organ gefesselt hat, dabei
feiert die Queen des Symphonic Hard Rocks mit dem hier vorliegenden DVD/
CD-Package ihr mittlerweile 10jähriges Jubiläum. Obgleich man in Anbetracht
ihrer bereits ellenlangen Diskographie fast annehmen möchte, der Rotschopf wäre
schon seit weit mehr als einer Dekade im Geschäft. Neben einer phantastischen
Konzertaufzeichnung, die zum Abschluss der "10th Anniversary"-Tour am
30. Juni vergangenen Jahres im Shibuya O-East zu Tokyo/ Japan mitgeschnitten
wurde, enthält die DVD ein Video-Tourtagebuch mit sehr erlesenen und
unterhaltsamen „behind-the-scene“-Material. Die Setlist ist natürlich mit
endlos vielen (mehr oder weniger bekannten) Perlen und Juwelen aus den letzten
10 Jahren bestückt, die durch instrumentale Kabinettstückchen (z. B. "The
Vision" oder "Remdemption Part One") ihres Gatten Erik Norlanders
und seiner Mitstreiter (u. a. Peer Verschuren/ Leadgitarre, PAIN OF
SOLVATION-Bassist Kristoffer Gildenlöw) einen nahezu majestätische Rahmen
erhalten. Die hervorstechenden Prunkstücke sind ohne jeden Zweifel das wuchtig
rockende "Souls Of The Mermaids", das durch seine verträumt-sphärischen
Passagen besticht, oder "Romeo & Juliet", das melodische und
dramatische Elemente in perfekter Harmonie ertönen lässt, und der Klassiker
"Symphony Of Angels". Da sich setlisttechnisch kaum Parallelen zur der
ersten LANA LANE-DVD ziehen lassen, erweist sich "10th Anniversary
Concert" als perfekte Ergänzung zu "Storybook – Tales From Europe
& Japan", zumal es in punkto Qualität und Ausführung (5.1
Surround-Sound, Bonusmaterial usw.) erneut nichts auszusetzen gibt. Als Bonus
hat "10th Anniversary Concert" eine Audio-CD im Gepäck, die –
abgesehen von "Secrete Of Astrology" und der dazugehörigen Einleitung
– fast die 1:1-Umsetzung der DVD darstellt. Fanherz was willst Du mehr! Also,
wenn das kein würdiger „Live-Candy“-Aspirant ist, dann weiß ich’s auch
nicht ![]()
| Trackliste: |
DVD: 1. Astrology Prelude (instr.) (Erik Norlander) - 2. Secrets Of Astrology (Erik Norlander) - 3. LIAA Overture (instr.) (Erik Norlander) - 4. Into The Ether (Lana Lane / Erik Norlander) - 5. Curious Goods Part One (instr.) (Erik Norlander) - 6. Emerald City (Lana Lane / Erik Norlander / Neil Citron) - 7. Athena's Shadow (Lana Lane) - 8. Nevermore (Lana Lane) - 9. Garden Of The Moon (Erik Norlander) - 10. In The Hall Of The Ocean Queen (instr.) (Erik Norlander) - 11. Souls Of The Mermaids (Lana Lane / Danelle Kern) - 12. Romeo And Juliet (Lana Lane / Erik Norlander) - 13. The Vision (instr.) (Erik Norlander) - 14. Redemption Part One (instr.) (Erik Norlander) - 15. Tears Of Babylon (Lana Lane / Mark McCrite) - 16. Someone To Believe (Lana Lane / Neil Citron) - 17. December Moon (Erik Norlander) - 18. Destination Roswell (Erik Norlander) - 19. Symphony Of Angels (Erik Norlander / Neil Citron) - 20. Video Tour Diary (Europe, USA, Japan) BONUS AUDIO CD: 1. LIAA Overture - 2. Into The Ether - 3. Curious Goods Part One - 4. Emerald City - 5. Athena's Shadow - 6. Nevermore - 7. Garden Of The Moon - 8. In The Hall Of The Ocean Queen - 9. Souls Of The Mermaids - 10. Romeo And Juliet - 11. The Vision - 12. Redemption Part One - 13. Tears Of Babylon - 14. Someone To Believe - 15. December Moon - 16. Destination Roswell - 17. Symphony Of Angels |
Thanks to Sandra @ Undercover
Promotion
&
Erik @ Think Tank Media
weitere
Reviews über LANA LANE:
LANA LANE/ Gemini (Symphonic
Rock-Tipp/ January 2007)
LANA LANE/ Lady Macbeth
LANA LANE/ Storybook: Tales From Europe And Japan (DVD)
LANA LANE/ Return To Japan
LANA LANE/ Winter Sessions
LANA LANE/ Covers Collection
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Review:
Wer die bisherige Karriere von SCHANDMAUL mitverfolgt hat, der wird bestätigen
können, dass sich das tourfreudige Münchener Sextett um Sänger Thomas Lindner
mit jedem Album kontinuierlich gesteigert hat. So auch mit ihrem fünften
Studio-Album. Zwei Jahre nach ihrem aufwendigen Akustikwerk "Kunststück"
präsentiert sich die Band reifer, facettenreicher und dynamischer als je zuvor.
So hat man sich im Laufe der 17 (!) Tracks z. B. verstärkt auf modern-riffige
Heavy-Gitarren konzentriert, während die mittelalterlichen Instrumente zwar
immer noch ständig präsent sind, aber nicht mehr die alleinig tragende Rolle
innehaben wie noch auf den Vorgängern. Diese Weiterentwickelung lässt sich am
besten an der dezent angepunkten Hüpfhymne "Lichtblick" oder an
"Feuertanz", der gekonnt zwischen sanft-melancholischen Parts und
„derben“ Grooves hin- und herpendelt, sowie am verspielt-krachenden
Instrumental "Das Mädchen Und Der Tod" nachvollziehen. Trotz der
ungeahnten Härte im Sound von SCHANDMAUL müssen die eingefleischten Fans
keinesfalls auf bittersüße und morbide Balladen wie "Abschied",
"Zauber Der Nacht" und "Dunkle Stunde" verzichten. Ich persönlich
gebe allerdings den härteren Nummern wie dem imposanten Opener "Vor Der
Schlacht", in dem sich fette Gitarren und traditionelle Dudelsäcke perfekt
ergänzen, oder dem mit messerscharfen Riffs ausgestatteten "Mitgift"
den Vorzug. Andererseits muss ich aber auch gestehen, dass ich mich dem Charme
von "Grosse Wasser", das unüberhörbar liedermacherartige Züge
aufweist, und der fröhlich-sprudelnden Flötenklänge von "Der Poet"
bzw. der tief-zerbrechlichen Traurigkeit von "Wie Sie Ist" kaum
entziehen kann. Bisher ist mir im deutschsprachigen Mittelalter/ Folk Rock keine
sinntiefere und behutsamere – gleichzeitig aber schlagfertigere und direktere
– Scheibe untergekommen. Der Titel der Scheibe ist doch tatsächlich Programm!
| Trackliste: | 1. Vor der Schlacht
|
Thanks to Caro @ F.A.M.E. Recordings
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Review:
Anfangs habe ich mich wirklich immer wieder gefragt warum MTM Classix wohl diese
Scheibe neu aufgelegt haben? Doch halt, das selbstbetitelte Debüt von ALEXA
gibt erst nach mehreren Durchläufen Stück für Stück von seinem
Klassiker-Potenzial preis! So dürfte es wahrscheinlich auch den meisten
AOR-Fans 1989 ergangen sein, denn erst in den letzten Jahren mutierte die von
PAUL SABU produzierte – und größtenteils auch komponierte – Scheibe in
Sammlerkreisen zum Objekt der Begierde. Dabei beherbergt der Silberling solche
Perlen wie "We Don’t Remember Why", das in der instrumentalen
Struktur Parallelen zu BON JOVIs "You Give Love A Bad Name" aufweist,
die stampfende Tanzflächen-Hymne "Dance To Night Away" und die
wunderschöne Halbballade "From Now On". Als absolutes Highlight
kristallisierte sich allerdings das tempovariable "Wonderlust" heraus,
das sich gehörig in den Gehörgängen eingräbt. Neben dem typischen SABU-Sound
sorgt die kraftvolle, ausdruckstarke und rauchige Röhre von ALEXA Anastasia für
den Wiedererkennungswert dieser faszinierenden Scheibe, die natürlich – in
bekannter MTM-Manier – digital remastered erneut das Licht des Tages erblickt.
Einziger Wermutstropfen: Diesmal war anscheinend die Ausschau nach adäquaten
Bonusmaterial nicht von Erfolg gekrönt. Nichtsdestotrotz gehört die
"Alexa" in jede gutsortierte „Female Fronted Rock“-Sammlung!
| Trackliste: | 01. I Can’t Shake You (2:59) - 02. We Don’t Remember Why (4:15) - 03. Dance The Night Away (3:26) - 04. Wanderlust (3:48) - 05. Let It Rock (4:10) - 06. A Cry Away (4:17) - 07. Cool Wind (3:40) - 08. Heart To Heart (3:51) - 09. Spooky (3:09) - 10. From Now On (4:02) |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult
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Review:
Ganz in der Tradition von ACHIM REICHEL, RIO REISER oder TON STEINE SCHERBEN –
ab und an verfeinert mit ein paar Einflüssen a la BOB DYLAN – präsentiert
sich SHIN-EN auf dem Debüt "Stadtrand". Fernab ausgelutschter
Klischees der deutschsprachigen Musik, nennt die Band um Sänger, Gitarrist und
Komponist Brian Posch – in ihrer ungestümen und gefühlvollen Art von
Rockmusik – die Dinge unverblümt beim Namen. Trotz unmissverständlicher
Realität (z. B. "Stoßgebet") kommt auch die zarte und melancholische
Poesie ("Am Allerletzten Tag") nicht zu kurz. Dabei erinnern die
Ludwigshafener stellenweise auch an die JULE NEIGEL BAND, was sich besonders am
fetzig-stampfenden "Raus" festmachen lässt, und schrecken
gelegentlich – wie im Falle von "Willi" oder "Jemand Da?!"
– auch nicht vor einer rotzigen Prise Punk zurück. Die Glanzpunkte setzen die
vier Mannen und das Mädel allerdings mit dem hitverdächtigen "Lieblied In
G", das in ziemlich angebluester Manier den Zuhörer in den Bann zieht, und
der folkigen Piano-Nummer "Wie Vorher" sowie der von fast GOISERischer
Magie umgebenen Ballade "Hunger". Leider ist mit dem unsäglichen
"Wenn Die Nacht Am Tiefsten" auch ein Totalausfall zu verbuchen, aber
trotzdem klingt "Stadtrand" für ein Debüt verdammt ausgereift und
wird von uns in diesem Monat völlig zurecht als „Deutsch Rock-Tipp“ präsentiert.
Derartige Musik braucht das Land!!!
| Trackliste: | 1. Vielleicht - 2. Komm - 3. Liebeslied In G - 4. Stossgebet - 5. Raus - 6. Am Allerletzten Tag - 7. Willi - 8. Wie Vorher - 9. Wenn Die Nacht Am Tiefsten - 10. Jemand Da? - 11. Hunger - 12. Alltägliches |
Thanks to Gaby @ STF-Records
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Review:
WARRANT gehörte in den 80ern mit zu den erfolgreichsten Bands der Glam/ Sleaze
Rock-Szene. Als wäre die Zeit nach "Cherry Pie" stehen geblieben,
kehren sie nun mit "Born Again" fast in Originalbesetzung zurück.
Anstatt sich mit dem eigentlichen Frontmann Jani Lane einig zu werden, haben
sich die Herren Allen, Turner (beide Gitarre), Dixon (Bass) und Sweet (Drums)
kurzerhand BLACK ’N BLUE-Fronter Jamie St. James geschnappt und ein Album
eingespielt, bei dem die Traditionalisten-Fraktion wahrscheinlich in den
kollektiven Freudentaumel fallen dürfte. Angefangen vom knackigen Groover
"Dirty Jack" über die schmissige Riffnummer "Hell, CA." und
die klassikerverdächtige Mitsing-Hymne "Down In Diamonds" bis hin zum
abschließenden Uptempo-Kracher "Good Times" sorgt der Fünfer für mächtig
viel Dampf unter dem Allerwertesten. Lediglich mit der dramatisch aufgebauten
Ballade "Glimmer" legen WARRANT eine Verschnaufpause ein. Leider kommt
diese Nummer aber nicht ganz an die Qualität der Klassikerballaden wie "Heaven"
oder "The Bitter Pill". Trotzdem ist "Born Again" eine
starke Scheibe geworden, die – im Gegensatz zu manch anderer namhaften
80er-Neubelebung – den Ansprüchen eines Comeback-Tipps mehr als gerecht wird.
| Trackliste: | 01. Devils Juice - 02. Dirty Jack - 03. Bourbon County Line - 04. Hell, CA. - 05. Angels - 06. Love Strikes Like Lightning - 07. Glimmer - 08. Roller Coaster - 09. Down In Diamonds - 10. Velvet Noose - 11. Roxy - 12. Good Times |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult
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Review:
Auf seinem bereits dritten Album präsentiert uns der einstige V-RAY-Frontmann
unter dem Deckmantel des Country Rocks ein Dutzend Songs wie sie vielfältiger
nicht sein könnten. Von spritzig-frischen Country ("Wild Things") und
relaxten bzw. angepunkten Country Rock ("Still People Are Moving") über
Rock la BRUCE SPRINGSTEEN ("Freedom’s A Stranger") und stampfenden
Southern Rock ("8 Miles A Gallon") bis tief hinein in die Songwriter/
Folk-Ecke DYLANscher Schule ("Long Goodnight") ist alles vertreten,
was das Country Rock-Herz erfreut. SCOTT MILLER macht auch vor Rock ’N’
Roll-Elementen der 50er/ 60er oder der Flower Power nicht halt, wie "Jody"
oder "Only Everthing" eindrucksvoll aufzeigen. Die Big Points dieser
kurzweiligen Scheibe sind die eigenwillig-zackige Interpretation der NEIL
YOUNG-Nummer "Hawks And Doves" und das beherzte "Say Ho",
das sich hervorragend für eine flotte Spritztour über die Autobahn eignet. –
Mein Tipp: Fans von BRUCE SPRINGSTEEN oder TOM PETTY sollten "Citation"
unbedingt mal antesten.
| Trackliste: | 1. Summons - 2. Freedom Is A Stranger - 3. Wild Things - 4. Still People Are Moving - 5. The Only Road - 6. Only Everything - 7. 8 Miles A Gallon - 8. Jody - 9. Hawks and Doves - 10. Say Ho - 11. On A Roll - 12. Long Goodnight |
Thanks to Matt @ Sugar Hill Records
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HOKUM nennen sich die vier Jungs aus dem Münchener Norden, die mit "No
Escape" nun schon ihre zweite EP in Eigenregie veröffentlichen.
Musikalisch fahren die Jungspunde ein höllisches Brett auf, in dem sie Elemente
aus Thrash-, Death- und Heavy Metal mit einem progressiv-melodischen Schuss zu
einem explosiven Cocktail kreieren. Trotz ihrer Jungend gelingt es ihnen
scheinbar spielend ihren facettenreichen Sound mit instrumentaler Raffinesse zu
krönen, was sich vor allem in "Silent Assasin" – einem Kunstwerk
aus Aggressivität, Dramatik und Melodie – und im atmosphärische "The
Loving Father", das mit virtuos-melodischen Gitarrensoli von Michael Vogl
bzw. raffinierten Breaks und Tempowechseln brilliert, niederschlägt. Letztere
Nummer drängt sich sogar als Paradebeispiel für die stimmliche Bandbreite von
Benjamin Geppert auf, denn hier trifft gefühlvoll-melancholischer Gesang auf mächtige
und furchteinflößende Growls. Ziemlich rockig, aber nicht minder
abwechslungsreich und technisch versiert, galoppiert "The God Within"
auf den geneigten Zuhörer zu, während sich das abschließende "The
Beloved Ones" als waschechte Thrash-Granate erweist. Lediglich das eröffnende
Geknüpple "Manticore" vermag nicht restlos zu überzeugen. Total zu
überzeugen weiß hingegen die Produktion von RPWL-Kopf Yogi Lang, der "No
Escape" in einen mehr als amtlichen Soundrahmen gezimmert hat. Wirft sich
zu guter Letzt nur noch die Frage auf, warum noch nicht Labels wie Nuclear
Blast, Metalblade oder Century Media bei den Jungs angeklopft haben? Da reift
eine wirklich hoffnungsvolle Band heran, die unüberhörbar das Potenzial
besitzt um in die Phalanx der großen deutschen Thrash-Combos vorzustoßen.
| Trackliste: | 01. Manticore - 02. Silent Assassin
- 03. Face The
End |
Thanks to Joe C @ Hokum
more
Reviews for March
2006 (release date 21.03. - 31.03.2006)
Last
Update: Tuesday, 09.
May 2006
created in January 2001 © by Sonny