The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

  • Band: Vanden Plas
  • Albumtitel: Christ 0
  • Spielzeit: 67:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Dream Theater
  • Veröffentlichung: 31.03.2006
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher mit den hochgelobten und technischversierten Alben der deutschen Vorzeige-Prog-Metaller recht wenig anfangen konnte, deshalb bin ich an das mittlerweile siebte Studioalbum mit einer gewissen Skepsis herangegangen. Doch schon der wuchtige bzw. modern-symphonische Opener/ Titeltrack und das unglaublich energische "Postcard To God", das sich mit ziemlich modernen Riffs, poetisch verspielten Keyboards und catchy Chören in die Gehirnrinde einmeißelt, lassen die anfangs gehegten Zweifel relativ rasch in Vergessenheit geraten. Während beim epischen "Wish You Where" oder dem pfiffig komponierten "Silently" besonders die Mitwirkung des 40köpfigen Klassik-Orchesters vom Pfalztheater Kaiserslautern zum Tragen kommt, prescht "Shadow I Am" ungewohnt brachial aus den Boxen. Die Höhepunkte des Albums sind aber das stellenweise orientalisch anmutende "Fireroses Dance" und das packende Orchestral-Epos "January Sun" sowie die Ballade "Lost In Silence", bei welcher der Melancholie-Pegel wohl kaum noch zu überbieten sein dürfte. Abgerundet wird die in Kooperation mit Soundtüftler Markus Teske (u. a. SAGA, SPOCK’S BEARD) exzellent produzierte Scheibe durch die eigenwillige Auslegung von "Gethsemane" aus dem ANDREW LLOYD WEBBER-Musical "Jesus Christ Superstar". Mit diesem größtenteils recht hymnischen angelegten Album, dürfte es der Band um Sänger Andy Kuntz endlich gelingen ein Stückweit aus dem übermächtigen DREAM THEATER-Schatten hervorzutreten. Verdient hätten sie es allemal! Ergebnis: Fette 8,5 Punkte.

Sonny

Trackliste: 1. Christ.0 05:34 - 2. Postcard To God 06:17 - 3. Wish You Were Here 09:14 - 4. Silently 08:31 - 5. Shadow I Am 05:28 - 6. Fireroses Dance 06:03 - 7. Somewhere Alone In The Dark 05:30 - 8. January Sun 10:05 - 9. Lost In Silence 04:19 - Bonus track for initial pressing: 10. Gethsemane 06:19

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


UMPHREY'S McGEE/ Saftey In Numbers
  • Band: Umphrey’s McGee
  • Albumtitel: Safety In Numbers
  • Spielzeit: 55:00 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 31.03.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Bei UMPHREY’S McGEE wird Prog-Rock mit hohem handwerklichen Können der etwas drucklosen Art geboten. Zweifelsohne beherrschen die einzelnen Musiker ihr rhythmisches und harmonisches Handwerk, jedoch klingt die Produktion erstaunlich muffig und agiert ohne jeglichen Punch, was jedoch dem Einen oder Anderen gerade wiederum sehr gefallen dürfte. Beatleske Vocal-Lines, verschachtelte Arrangements, verspielte Phrasierungen, alles was der Prog-Rock-Fan mag, von daher gut gemacht, bis auf den mangelnden Druck...

Ironfinger

Trackliste: 1. Believe The Lie - 2. Rocker - 3. Liquid - 4. Words - 5. Nemo - 6. Women Wine and Song - 7. Intentions Clear - 8. End Of the Road - 9. Passing - 10. Ocean Billy - 11. The Weight Around

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


THE GENTLEMEN'S BLUES CLUB/ Shotgun Wedding
  • Band: Gentlemen’s Blues Club
  • Albumtitel: Shotgun Wedding
  • Spielzeit: 39:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Manifest Destiny Productions/ Just For Kicks
  • Vergleichbare  Bands: -
  • Veröffentlichung: 31.03.2006
  • Wertung: 5/ 10

Review:
Als eine Art All Star-Besetzung präsentiert, kommt der GENTLEMEN’S BLUES CLUB mit sehr archaischem Song- und Soundmaterial daher. Was auf den ersten Blick interessant klingt, entpuppt sich leider dann doch als sehr, sehr altbacken, insbesondere was das Songmaterial angeht.
Da ist wirklich jeder Chordmove in absehbarer Reichweite, die Lines ausgetreten bis Ultimo und das Ganze noch in eine muffige Hau-Ruck-Proberaum-Produktion gepackt, die einem das Gefühl gibt, die gesamte Platte sei in ca. 4 Stunden produziert worden. Einzig das handwerkliche Geschick der einzelnen Musiker zeugt von einem ansehbaren Niveau, aber das hilft dieser gepflegten Langeweile dann leider auch nicht weiter. Schade...

Ironfinger

Trackliste: 1. Dust Broom - 2. Shotgun Wedding - 3. Like The Thorn Protects The Rose - 4. The Bastard - 5. Living At The Aztec Hotel - 6. Lyndell Shuffle - 7. Whipping Post - 8. The Gift Of Life - 9. White Room - 10. Miser Blues

Thanks to Nicole @ Just For Kicks


THEATRE OF TRAGEDY/ Storm

Review:
Mit ex-Sängerin Liv Kristine, die vor wenigen Wochen ihr zweites Solo-Album veröffentlicht hat, prägten und bestimmten THEATRE OF TRAGEDY durch eine seinerzeit fast revolutionäre Kombination von Soprangesang mit männlichen Düster-Vocals und harten Riffs Mitte der 90er das Gothic Metal-Metier. Nun tauchen die Norweger vier Jahre nach ihrem letzten Album "Assembly" bzw. drei Jahre nach der völlig überraschenden Trennung ihrer Sopranisten wie Phönix aus der Asche wieder auf. Mit ihrer neuen Frontfrau Nell Sigland unterbreiten uns THEATRE OF TRAGEDY – fernab vom früheren „Beauty & Beast“-Gehabe vergangener Tage – 10 wunderschöne und eingängige Gothic Rock/ Metal-Happen. Dabei erweist sich die neue Sängerin erfreulicherweise keineswegs als Sopran-Klone ihrer Vorgängerin, sondern drückt dem Material mit ihrer warmen und klaren Stimme, die stellenweise an Pop-Ikone SANDRA erinnert, unverkennbar ihren eigenen Stempel auf. Stilistisch scheint sich das Sextett zwar an "Aégis" (1998) zu orientieren, aber man verschließt sich – ohne den Elektronic-Aspekt zu überreizen – auch nicht vor etwaigen in zeitgemäßen Strömungen. So ergießen sich der hitverdächtige und von vehementen Grooves begleitete Titeltrack/ Opener oder das poppig-radiotaugliche "Silence" sowie das hauchzart-atmosphärische "Senseless" wie ein sinnlicher und gefühlstiefer Schauer über den Zuhörer. Mit diesem starken Werk, das mit jedem Durchlauf ungemein wächst, dürften die bereits todgeglaubten Nordlichter für mächtig frischen Wind in der Gothic-Szene sorgen.

Sonny

Trackliste: 1. Storm - 2. Silence - 3. Ashes And Dreams - 4. Voices - 5. Fade - 6. Begin & End - 7. Senseless - 8. Exile - 9. Disintegration - 10. Debris

Thanks to Rebecca @ AMF Records


ALTARIA/ The Fallen Empire
  • Band: Altaria
  • Albumtitel: The Fallen Empire
  • Spielzeit: 53:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: At Vance, Stratovarius, Sonata Arctica
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Mit den beiden Alben "Invitation" (2003) und "Divinity" (2004) haben sich ALTARIA in die erste Garde der finnischen Melodic Metal-Combos vorgespielt. Diesen Status gilt es nun mit dem dritten Album "The Fallen Empire" zu untermauern und auszubauen. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Sound wieder etwas härter ausgefallen und die Keyboards auf ein songunterstützendes Maß zurückgeschraubt worden, was größtenteils im Weggang von Gitarrist/ Keyboarder Jani Liimatainen begründet liegt. So drücken 11 Nummern wieder um einiges kraftvoller und unverfälschter aus den Boxen. Zu den Highlights gehören die aufpeitschende Hymne "Cricifix", der eingängige Mitsing-Kracher "The Lion", bei dem ex-DIO-Gitarrist Rowan Robertson ein grandioses Solo vom Stapel lässt, und der knackig-kantige Midtempo-Stampfer "Access Denied". Aber auch das abschließende 8min-Epos "The Dying Flame", für das Hendrik Klingenberg (SONATA ARCTICA) ein tosendes Tastensolo beigesteuert hat, drängt sich aufgrund seiner Tempovariabilität und Verspieltheit – sowie mit der damit verbundenen Spannung – als Anspieltipp auf.
Ich denke, mit dieser starken Scheibe im Gepäck dürften die Finnen auf der Europa-Tour mit DORO & SONATA ARCTICA ihren Status und Bekanntheitsgrad in Windeseile ausbauen.

Sonny

Trackliste: 1. Disciples - 2. Valley Of Rainbows - 3. Abyss Of Twilight - 4. Frozen Hearts - 5. Crucifix - 6. Showdown - 7. The Lion - 8. Outlaw Blood - 9. Chosen One - 10. Acces Denied - 11. The Dyingflame

Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über ALTARIA:
ALTARIA/
Divinity
ALTARIA/ Invitation


EVERGREY/ Monday Morning Apocalypse
  • Band: Evergrey
  • Albumtitel: Monday Morning Apocalypse
  • Spielzeit: 44:47 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Überraschend eingängig präsentieren sich die Schweden auf ihrem mittlerweile sechsten Studioalbum. Während der 12 von Sanken Sandquist/ Stefan Glaumann (u. a. RAMMSTEIN, DEF LEPPARD, BON JOVI) dynamisch und modern produzierten Nummern kommen die Mannen um Gitarrist und Hauptsongwriter Henrik Danhage de facto schneller auf den Punkt als jemals zuvor, was sich natürlich auch in der Spiellänge der einzelnen Songs niederschlägt. Lediglich mit dem pulsierenden und riffbeladenen Midtempo-Groover "Still In The Water" wagt man sich dezent über die 5min-Grenze hinaus. Aus dem druckvollen und füllig groovenden Material hebt sich speziell die chartverdächtige Hymne "Lost" und das verspielt-mystische "In Rememberance", das mit unglaublich packenden Arrangements ausgestattet ist, sowie das leicht doomlastige "I Should", das mit interessanten Breaks aufwartet. Auch mit ruhigen und gefühlvollen Momenten wissen EVERGREY zu glänzen, wie sich an "The Dark I Walk You Through" oder der abschließenden Ballade "Closure" vorzüglich verfolgen lässt. Zudem bildet die kurze Piano-Nummer "Till Dagmar" einen tollen Ansatz für eine wunderschöne Ballade, der leider keine Vollendung findet. Ein starke Scheibe, die ich persönlich in dieser Form von EVERGREY nicht erwartet hätte. Well done, alter Schwede

Sonny

Trackliste: 1. Monday Morning Apocalypse - 2. Unspeakable - 3. Lost - 4. Obedience - 5. The Curtain Fall - 6. In Remembrance - 7. At Loss For Words - 8. Till Dagmar - 9. Still In The Water - 10. The Dark I Walk You Through - 11. I Should - 12. Closure (Bonustrack)

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über EVERGREY:
EVERGREY/ A Night To Remember - live 2004


ASTRAL DOORS/ Astralism
  • Band: Astral Doors
  • Albumtitel: Astralism
  • Spielzeit: 54:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Dio, Black Sabbath, Rainbow, Deep Purple
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Mit "Astralism" bringen die Schweden um Ausnahmesänger Patrik Johansson nun schon ihr drittes Machwerk in knapp 2½ Jahren auf den Markt. Ohne irgendwelche Ansätze von Einfallslosigkeit oder Selbstkopie fährt das Sextett 13 Songs auf, die bei den Fans der oben genannten Bands erneut für endlose Begeisterungsstürme sorgen dürften. In der Grundessenz fällt das Material wieder etwas flotter und nicht ganz so düster aus wie noch auf dem Vorgänger "Evil Is Forever" (2005), was sich aber auf die Atmosphäre ("The Green Mile") keineswegs abträglich auswirkt. Sodass sich allem voran die klassikerverdächtigen Hymnen "London Caves" und "In Rock We Trust" sowie das fast in fetter BLIND GUARDIAN-Manier rockende "Raiders Of The Ark" (von der gleichnamigen EP/ 2005) als Highlights aufzwingen. Außerdem weiß "From Satan With Love" mit unverkennbarer DIO-Dramatik zu glänzen und mit dem abschließenden Epos "Apocalypse Revealed" demonstrieren ASTRAL DOORS auf eindrucksvolle Weise, dass sie auch locker in der Lage sind eine fast 8minütige Nummer sehr interessant und spannend zu gestalten. Neben der erneut berauschenden Gesangsleistung von Patrik Johansson soll auch die Arbeit des Gitarrenduos Joachim Norlund und Martin Hagland gebührend gewürdigt  werden, denn die beiden Herren stacheln sich gegenseitig förmlich zu Höchstleistungen auf, was aber nicht gänzlich über die etwas blasse Produktion und den leicht „verwaschenen“ Mix hinwegzutäuschen vermag. Trotzdem: Leute, die Scheibe rockt!!!

Sonny

Trackliste: 1. EVP - 2. Black Rain - 3. London Caves - 4. From Satan With Love - 5. Fire In Our House - 6. Israel - 7. Raiders Of The Ark - 8. Tears From A Titan - 9. Oliver Twist - 10. Vendetta - 11. The Green Mile - 12. In Rock We Trust - 13. Apocalypse Revealed

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über ASTRAL DOORS:
ASTRAL DOORS/ Raiders Of The Ark (EP)
ASTRAL DOORS/ Evil Is Forever
ASTRAL DOORS/
Of The Son And The Father


  • Band: The Flower Kings
  • Albumtitel: Paradox Hotel
  • Spielzeit: CD1: 73:02 min/ CD2: 63:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Yes, Frank Zappa, Crimson King, Yes
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nachdem sich Gitarrist Roine Stolt und Keyboarder Tomas Bodin vergangenes Jahr solotechnisch austoben konnten, liegt nun wieder die volle Konzentration bei den FLOWER KINGS. "Paradox Hotel", so der Titel des prallgefüllten Doppeldecker, lässt ein typisches Album des Schweden-Sextetts mit schwerverdaulichen Gebilden aus Klangkonstrukten erahnen. Aber weit gefehlt! Selten haben Klangtüftler Stolt & Co. den Weg mit derart geschmeidigen Steinen gepflastert, was sie gleich nach dem Intro mit dem 21min-Dauerbrenner "Monster & Man" und dem bedrohlich-bezaubernden "Jealousy" oder (auf der zweiten CD) mit dem SANTANA-Gitarren bespickten "Touch My Heaven" eindrucksvoll untermauern. Keine Angst, der Sound der FLOWER KINGS ist zwar weniger jazzig, aber deshalb nicht gleich zahn- oder eckenlos geworden. – Nein, auf "Paradox Hotel" präsentiert sich die Band nur nicht mehr so überreizt detailverliebt oder –besessen wie auf den zurückliegenden Scheiben, was wohl der Tatsache zu verdanken sein dürfte, dass fast das komplette Material „live“ eingespielt worden ist. Trotzdem lassen Nummern wie "Lucy Had A Dream" oder "The Unorthodox Lesson" (FRANK ZAPPA lässt grüssen) auch die Herrschaften der abgefahrenen und schrägen Prog-Klänge nicht zu kurz kommen. Meine persönlichen Favoriten sind die erfrischende Acoustic-Nummer "Mommy Leave The Light On" und das sehr melodische 12min-Werk"Minor Giant Steps", das gelegentlich mit fast VAIschen Kunstkniffen aufwartet, oder auch der herzhaft rockende Titeltrack. Kurzum: Prog-Fans, die sich an den bisherigen Veröffentlichungen der „Blumenkönige“ immerzu die Zähne ausgebissen haben, sollten "Paradox Hotel" unbedingt mal antesten! Wobei über die Gesamtdistanz gesehen die erste CD wahrscheinlich das etwas eingängigere Material beinhalten dürfte.

Sonny

Trackliste: Room 111(discOne): 1. Check In (Bodin) 1:37 - 2. Monsters & Men (Stolt) 21:21 - 3. Jealousy (Stolt) 3:22 - 4. Hit Me With A Hit (Stolt) 5:32 - 5. Pioneers Of Aviation (Stolt) 7:49 - 6. Lucy Had A Dream (Bodin/Stolt) 5:28 - 7. Bavarian Skies (Bodin/Stolt) 6:34 - 8. Selfconsuming Fire (Stolt) 5:49 - 9. Mommy Leave The Light On (Stolt) 4:38 - 10. End On A High Note (Stolt) 10:43

Room 222 (discTwo): 1. Minor Giant Steps (Stolt) 12:12
- 2. Touch My Heaven (Bodin) 6:08 - 3. The Unorthodox Dancinglesson (Stolt) 5:24 - 4. Man Of The World ( Reingold/Stolt/Bodin) 5:55 - 5. Life Will Kill You (Fröberg) 7:03 - 6. The Way The Waters Are Moving (Bodin/Stolt) 3:12 - 7. What If God Is Alone (Reingold/Stolt/Fröberg) 6:58 - 8. Paradox Hotel (Stolt/Bodin) 6:29 - 9. Blue Planet (Stolt) 9:42

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


TROUBLE/ Live In Stockholm
  • Band: Trouble
  • DVD: Live In Stockholm
  • Spielzeit: ca. 113 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi Music/ Edel
  • Vergleichbare Bands: Black Sabbath
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Na also, es gibt sie noch, die DVDs welche zwischen unterirdischem Jugendzentrums-Krach mit entsprechender Kameraführung und Pseudo-Live-Voll-Playback-Show wie der letzten WHITESNAKE-DVD, wo außer den Drums nahezu nichts mehr dem Original auf der Bühne entspricht.
TROUBLE haben eine DVD veröffentlicht, welche einem ordentlichen Standard entspricht, d.h. passabler Sound, passabler Schnitt und ein paar DVD-Extras, die einen nicht wirklich vom Hocker hauen, aber ihren Zweck erfüllen. Okay, mehr BLACK SABBATH-Kopie mit schwerer Seventies-Plakativität kann man kaum anbringen und Eric Wagners immer gleichen Vocal-Lines langweilen schon ganz ordentlich nach der vierten Nummer, aber wie gesagt, aufgrund des heutigen Niveaus der DVD-Veröffentlichungen im Stile von „alles raus was irgendwie geht“ schon positiv erwähnenswert.

Ironfinger

Trackliste: 1. R.I.P. - 2. Come Touch The Sky - 3. At The End Of My Daze - 4. Plastic Green Head - 5. Fear - 6. Memory’s Garden - 7. The Misery Shows (Act 2) - 8. Psalm 9 - 9. Run To The Light - 10. All Is Forgiven - 11. Psychotic Reaction - 12. The Skull - 13. Revelation (Life Or Death) - 14. The Tempter
Features: ausführliches Bandinterview, Image Gallery

Thanks to Birgitt @ GerMusica


JIM PETERIK/ Above The Storm
  • Band: Jim Peterik
  • Albumtitel: Above The Storm
  • Spielzeit: 57:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: 38 Special, Jim Peterik & Worldstage
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Wer auf JIM PETERIKs neuem Solo-Album Melodic Rock-Hymnen im Stile der früheren SURVIVOR oder von PRIDE OF LION erwartet, der dürfte von "Above The Storm" ziemlich enttäuscht sein. Vielmehr ist sein zweiter Alleingang eine erdige und sehr persönliche Scheibe geworden, die irgendwo zwischen den bluesigen 38 SPECIAL und den gefühlvollen Momenten ("A Kiss To Remember You By"/ seines WORLDSTAGE-Projekt beheimatet ist. Ersteres macht sich besonders beim energisch rockenden Opener-Duo "Live Life" und "Burning With A Reason" oder "Hiding From Yourself", das ziemlich hitverdächtig aus den Boxen rockt. Ziemlich gelungen sind auch der Big Band-lastige Stampfer "Secrets Of A Woman" und die vor Romantik triefende Ballade "The Talent For Loving". Auch wenn "Above The Storm" – wie z. B. im Falle von "We Believe" – an manchen Ecken etwas zu „brav“ ausgefallen ist, hebt dieses abwechslungsreiche und zeitlose Rock-Album einmal mehr die vielseitigen Songwriter-Fähigkeiten von JIM PETERIK hervor.

Sonny

Trackliste: 1. Live Life - 2. Burning With A Reason - 3. Above The Storm - 4. In The Days We Have - 5. Stand And Be Counted - 6. At This Time Of Night - 7. A Kiss To Remember - 8. The God In You - 9. Secrets Of A Woman - 10. A Talent For Loving You - 11. Hiding From Yourself - 12. Midnight In My Soul - 13. We Believe

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über JIM PETERIK:
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (DVD) (Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/ 
The Destiny Stone
PRIDE OF LIONS/
Black Ribbons (Voices Of The World) (Single)
PRIDE OF LIONS/
Pride Of Lions
JIM PETERIK & WORLD STAGE/ Rock America - Smash Hits Live


ATARGATIS/ Wasteland
  • Band: Atargatis
  • Albumtitel: Wasteland
  • Spielzeit: 46:05 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Massacre Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Edenbridge, Nightwish, Within Temptation
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Irgendwo im Fahrwasser zwischen NIGHTWISH und EDENBRIDGE sucht mit ATARGATIS nun auch eine Band aus dem Bayrischen ihr Glück. Zwar bewegt sich Sängerin Stephanie Lutz, die Genre-Kennern wahrscheinlich auch als Frontfrau der Österreicher Darkwell bekannt sein dürfte, annähernd in der gleichen Liga wie Tarja Turunen (NIGHTWISH) oder Sabine Edelsbacher (EDENBRIDGE), aber leider weiß sie (noch) keinen so kongenialen Songwriter wie Tuomas Holopainen bzw. Lanvall hinter sich. Diese Feststellung soll aber keinesfalls den Eindruck erwecken, dass "Wasteland" ein schlechtes Album ist. Aber ob etwaige Höhenflüge wie das flotte, mit feinen Tempovariationen durchsetzte "Cradle Of Fern", der von orchestralen Elementen getragene Titeltrack oder "Trough The Mists", bei dem das bezaubernde Organ von Stephanie Lutz seinen aggressiven Widerpart in Stefan Hertrich (DARKSEED) erfährt, ausreichen um sich von der Veröffentlichungsschwemme im Gothic-Bereich auffallend abzusetzen, wird die Zeit zeigen. Jedenfalls wächst da eine hoffnungsvolle Gothic-Band heran, die stellenweise mit wirklich gefälligen Arrangements und einer sehr guten Produktion zu punkten weiß. Genre-Liebhaber sollten dem Album eine faire Chance geben... Es lohnt sich!

Sonny

Trackliste: 1. Desert (Intro) - 2. Wasteland - 3. Selina (Window Of The Moon) - 4. Thy Crystallic Ascension - 5. Cradle Of Fern - 6. Through The Mists Of Oblivion - 7. 4 Giving - 8. My Solace - 9. Circle Of Life - 10. Angels Crying - 11. Eden

Sven @ MusicConsult


TORTURE/ Storm Alert
  • Band: Torture
  • Albumtitel: Storm Alert
  • Spielzeit: 65:28 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi Music/ Edel
  • Vergleichbare Bands: Slayer, Exodus, Dark Angel
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Dem ein oder anderen Thrash Metal-Insider dürften die Texaner TORTURE durch ihren 4-Tracker "Terror Kingdom" (1987) und dem darauf folgenden Longplayer "Storm Alert" (1989) womöglich bekannt sein. Genau dieses seinerzeit vielgescholtene Thrash-Werk kommt nun von Produzent Neil Kernon (u. a. JUDAS PRIEST, NEVERMORE) remixed und von Alan Douches (u. a. SEPULTURA, SHADOWSFALL) re-mastered mit all seiner geballten Power und gnadenlosen Brutalität zu Wiederveröffentlichungsehren. Während der 11 Nummern wird erbarmungslos drauflos geballert und gekracht, sodass es dem Old School-Thrasher gewaltig in den Nackenmuskeln zucken dürfte. Dabei sorgen geschickt eingewobene Acoustic-Parts ("Blood Portraits"), heitere Kinderchöre ("Slayride") und mystische Naturklänge ("Terror Kingdom") für die nötigen Verschnaufpausen. Die Highlights der Scheibe sind meines Erachtens der Titeltrack, dessen Mühlensteine im fast melodischen Midtempo mahlen, und das virtuose "Enter The Chamber" sowie das atemberaubend galoppierende Instrumental "Whips Part I". Fazit: Krach mit überraschend viel Niveau!

Sonny

Trackliste: 1. Intro - 2. Ignominious Slaughter - 3. Dwell Into Surreality - 4.Blood Portraits - 5. Slay Ride - 6. Terror Kingdom - 7. Storm Alert - 8. Enter The Chamber - 9. Whips Pt. 1 - 10. Whips PT. 2 - 11. Deceiver

Thanks to Birgitt @ GerMusica


Review:
ROYAL HUNT-Mainman Andre Andersen (Keyboards, Gitarre, Bass) hat sich mit ex-DANGER DANGER-Sänger Paul Laine und PINK CREAM 69-Frontmann David Readman zusammengetan um eine – für seine Verhältnisse ziemlich straight rockende – Scheibe einzuspielen. Obwohl während der 10 Nummern, die zu gleichen Teilen auf beide Sänger verteilt sind, ziemlich stark auf progressives Geplänkel verzichtet worden ist, klingt es über weite Strecken nach schroff beschnittenen ROYAL HUNT-Material. An und für sich nichts Anstößiges, aber leider besitzen nicht alle Nummern ein derart zündendes Moment wie "Straight To The Heart", das sich mit fast QUEENschen Chören und Arrangements in der Gehörmuschel verkriecht, oder das flockig rockende "Don’t Need A Thing" (beide von David Readman gesungen) und die von Paul Laine phantastisch intonierte Rock-Hymne "The Way It Goes". Fazit: Von einem so hochkarätigen Dreigestirn – wie diesem – darf man schon etwas mehr als ein solides und kurzweiliges Hard Rock-Album erwarten... Nicht mehr und nicht weniger ist "Three" nämlich!

Sonny

Trackliste: 01. Rise - 02. Dust To Dust - 03. The Way It Goes - 04. Straight To The Heart - 05. Tell Me Your Lies - 06. Don´t Need A Thing - 07. End Of My Rope - 08. Scared To Live - 09. Bulletproof - 10. Learning To Fly

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


LIBERTY N' JUSTICE/ Soundtrack Of A Soul
  • Band: Liberty N’ Justice
  • Albumtitel: Soundtrack Of A Soul
  • Spielzeit: 65:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Stryper, Petra, Beatles
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Zugegeben, abwechslungsreich und vielschichtig ist es geworden das neue LIBERTY N’ JUSTICE-Album, denn von AOR über Southern Rock ("Sight Unseen") bis hin zu Nu Metal wird nahezu die komplette Bandbreite aufgefahren. An und für sich nichts anrüchiges, aber von einer Christian Rock-Scheibe erwarte ich mir persönlich nicht nur Texte mit einer gehaltvollen Botschaft, sondern auch einen führenden und in sich stimmigen musikalischen Leitfaden. Selbiger scheint „Projektleiter“ Justin Murr in Anbetracht der doch ziemlich hochkarätigen Gästeliste (u. a. Sebastian Bach, Tony Harnell, Ted Poley oder Phil Naro) im Genre-Dickicht etwas verloren gegangen zu sein. Versteht mich bitte jetzt nicht falsch! "Soundtrack Of A Soul" ist  kein schlechtes Album, aber besonders in der ersten Hälfte wirkt es aufgrund der stilistischen Vielfalt etwas abgehackt und holprig. Dieser Umstand wendet sich allerdings mit zunehmender Spielzeit zum Besseren. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die Höhepunkte wie das beeindruckende "Thy Will Be Done" (Mark Slaughter/ SLAUGHTER & Pete Loran/ TRIXTER), die mit verträumten Streicherparts garnierte Ballade "If The World Could Be Mine" (Joe Serisano von SILVER CONDOR/ TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA) und das atmosphärische "Always Tomorrow", in dem Ted Poley (DANGER DANGER) endlich wieder an die Leistungen vergangener Tage anknüpft, im hinteren Drittel der Scheibe tummeln. Steherqualitäten machen sich bei dieser Veröffentlichung also durchaus bezahlt!

Sonny

Trackliste: 01. Intro - 02. Kings of Hollywood (Ez Gomer of Jet Circus) - 03. Another Nail (Sebastian Bach of Skid Row) - 04. State of Grace (Russell Arcara of Surgin/Prophet/Arcara) - 05. Malice in Wonderland (Jamie Rowe of Guardian) - 06. Grenade (Dale & Troy Thompson of Bride) - 07. Show Me the Way (Oni Logan of Lynch Mob) - 08. Sight Unseen (Leif Garrett) - 09. Up That Hill (Josh Kramer of Saint) - 10. Surreal (Scott Wenzel of White Cross) - 11. Flinch (Tony Harnell of TNT/ Starbreaker) - 12. Thy Will Be Done (Mark Slaughter of Slaughter & Pete Loran of Trixter) - 13. Killer Grin (Stephen Pearcy of Ratt) - 14. If The World Could Be Mine (Joe Cerisano of Silver Condor/Trans-Siberian Orchestra) - 15. Always Tomorrow (Ted Poley of Danger Danger) - 16. Hope & Pray / Ballad of King David (Phil Naro of Talas / Peter Criss Band) - 17. Make Believe (Mike Lee of Barren Cross) - 18. Outro

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult


VALENTINE/ The Most Beautiful Pain
  • Band: Valentine
  • Albumtitel: The Most Beautiful Pain
  • Spielzeit: 63:16 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Queen, Beatles, Def Leppard, Jean Beauvoir, Backstreet Boys, Led Zepplin, Babylon Zoo
  • Veröffentlichung: 24.03.2006
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Also, ich weiß nicht so recht was ich von Robby VALENTINEs neuen Album halten soll? Einerseits kann ich mich des überwältigenden Charmes, den das Sound-Gemenge aus QUEEN, DEF LEPPARD und dem JEAN BEAUVOIR-lastigen Gesang, nur schwerlich erwehren. Andererseits nervt der übersteigerte Anteil an Computereffekten ("Mickey") oder genrefremde Elemente – wie z. B. der HipHop-Part beim Opener "I Shiould Have Known Better" – sondergleichen. Nichtsdestotrotz sollten sich Freunde pompöser und bombastischer Melodic Rock-Klänge am radiotauglichen und hitverdächtigen Stampfer "One Of These Days", der stellenweise an die BACKSTREET BOYS erinnert, sowie am opulent verpielten "Supernova", das während seiner Groovephasen Ähnlichkeiten zu LED ZEPPLINs "Kashmir" nicht verleugnen kann, oder an der packenden Bolero-Nummer "One Heart" versuchen. Unterm Strich bleibt einmal mehr ein abwechslungsreiches, aber zweischneidiges Album des niederländischen Sänger/ Multi-Instrumentalisten, das in Melodic Rock-Kreisen sicherlich zu reichlich kontroversen Diskussionen führen dürfte.

Sonny

Trackliste: 1. I Should Have Known Better - 2. A New World - 3. I’m Going Under (Sedated) - 4. One Of These Days - 5. The Cold And Lonely Lie - 6. She (Abandoned Heart) - 7. Magnum Opus - 8. Everyday Hero - 9. Supernova - 10. Magical Memories - 11. How Many Times - 12. Mickey - 13. How Can I Live Without You - 14. One Heart - 15. Back To The Future Theme - 16. Now On Never - 17. Exodus Elephantes… I Can't Get Over You

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

more Reviews for March 2006 (release date 11.03. - 20.03.2006)

Last Update: Thursday, 15. June 2005
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Sonny