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Endlich ist es soweit! Ganze
sieben Jahre haben uns Steve Lukather & Co. zappeln lassen, bis sie uns nun
endlich den langersehnten "Mindfields"-Nachfolger kredenzen. Zwar
haben TOTO zwischenzeitlich mit "Through The Looking Glass" in meinen
Ohren ein superbes Cover-Album veröffentlicht, aber im Lager der treuergebenen
Anhänger wurde dieser Output doch ziemlich zwiespältig aufgenommen. Klar, dass
somit – nicht nur seitens der Fans – immens hohe Ansprüche und Erwartungen
an "Falling In Between" gestellt werden. Dieser Tatsache schien sich
das Sextett vollends bewusst gewesen zu sein, denn an ihrem neuen Album gibt’s
wirklich nichts auszusetzen – weder songbedingt noch produktionstechnisch.
Angefangen vom ungewohnt heftigen und rifflastigen Opener/ Titeltrack, der mit
orientalischen und progressiven Kabinettstücken versehen ist, über "King
Of The World", das sich in Form einer typischen TOTO-Hymne den Weg durch
die Gehörgänge bahnt, bis hin zum verträumt-rockigen Abschluss "No End
In Sight", der in den ruhigen Passagen stellenweise an PAUL YOUNG erinnert,
ist jeder Schuss ein Volltreffer. Des weiteren haben die mit einer Gänsehaut-Melodie
ausgestattete Ballade "Simple Life" (leider nur ganze 2:22 min lang),
das hypnotisch-pulsierende "Bottom Of Your Soul" (hitverdächtig!),
bei dem sich Bobby Kimball und ex-TOTO-Sänger Joseph Williams den Leadgesang
teilen, oder die schmissige Boogie-Nummer "Taint Your World" großen
Anteil daran, dass die Herrschaften mit "Falling In Between" dem
Kultalbum "The Seventh One" verdammt nahe gekommen sind. Man merkt
einfach an allen Ecken und Enden des Albums, dass hier eine in allen Belangen
eingeschworene Mannschaft am Start ist. Mit einem Wort: Genial!!!
| Trackliste: |
1. Falling In Between - 2. Dying On My Feet
|
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über TOTO:
TOTO/ Bottom Of Your Soul (Summer 2006 - Tour
Edition) (Single-Tipp/ July 2006)
TOTO/ Through The Looking Glass
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Oft trügt der erste Schein und allzu schnell hat man sich Vorurteile
zurechtgelegt. Aber verdammte Scheiße, was ist das?!? Da schminken sich vier
Typen derart furchteinflößend, dass man ohne weiteres annehmen könnte, der
Vierer hätte seine Seele dem brutalsten Death/ Black Metal verschrieben! Und
was wird uns geboten? Über 11 Nummern geilster „True Metal“ mit
atemberaubenden Twingitarren, der sich in der Schnittmenge zwischen IRON MAIDEN
(Titeltrack), HELLOWEEN ("Behind
The Moon") oder JUDAS PRIEST abspielt. Dabei ist STREET TALK-Mastermind
Fredrik Bergh (Keyboards, Bass), der gemeinsam mit Gitarrist Tomas Olsson
BLOODBOUND aus der Taufe gehoben hat, für eher gemäßigte AOR-Klänge bekannt.
Diesem Fakt wird es wahrscheinlich zu verdanken sein, dass "Nosferatu"
– trotz der unleugbaren und stets präsenten Härte (keine Ballade!) – sehr
melodisch ausgefallen ist. Zudem hat sich das Duo mit Urban Breed (ex-TAD MOROSE)
einen Ausnahme-Sänger gekrallt, der es absolut versteht mit seinem „Andy
Deris meets Rob Rock“-Organ dem Material den letzten Kick zu geben. Ihr fragt
nach Anspieltipps? Da gibt es nur eine treffende Antwort: Das komplette Album!
Ein derart starkes Debüt ist mir auf diesem Sektor seit HAMMERFALLs genialem "Glory
To The Brave" nicht mehr untergekommen und Genre-Leader wie IRON MAIDEN würden
sich höchstwahrscheinlich glücklich schätzen, wenn ihnen ein Geniestreich vom
Kaliber "Nasferatu" gelingen würde. Kurzum, die Scheibe wird mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit über die nächsten Jahre zum Klassiker
reifen.
| Trackliste: | 1. Behind The Moon 2. Into The Dark 3. Nosferatu 4. Metal Monster 5. Crucified 6. Desdemonamedia 7.Fallen From Grace 8. Screams In The Night 9. For the King 10. Midnight Sun, 11. On The Battlefield |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
weitere Reviews über BLOODBOUND:
BLOODBOUND/ Book Of The Dead (Album Of The
Month/ May 2007)
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Review:
Ausnahmsweise gibt es diesen Monat zwei „Earchatcher“. Den Anfang macht
"Kailash", denn diese Auszeichnung scheint geradezu für dieses Album
prädestiniert zu sein. Ziemlich genau zwei Jahre nach "EmOcean", dem
fesselnden Konzept über die Sargasso See und dem versunkenen Kontinent
Atlantis, entführt uns Ausnahmesänger HUBI MEISEL in seiner neuen Geschichte
durch den Himalaja nach Tibet und versucht uns dabei die Mysterien der
buddhistischen/ hinduistischen Kulturen etwas näher zu bringen. Für sein neues
Werk hat er sich größtenteils auf die begnadeten Musiker, die ihm schon bei
"EmOceans" zur Seite standen, zurückgegriffen. Lediglich Bassist Jean
B. Affonço wird durch THERION-Tieftöner Johan Niemann ersetzt, und mit Jorge
Salán (MAGO DE OZ) ist – neben Marcel Coenen (SUN CAGED) – ein zweiter
ausdruckstarker und virtuoser Gitarrist am Start. Obwohl über sämtlichen
Nummern natürlich HUBI MEISELs energisch-klarer, von einer nicht greifbaren
Mystik umgebener Gesang thront, können auch seine Mitmusiker ihrer Virtuosität
nahezu freien Lauf lassen. Von dieser Freiheit machen vor allem Keyboarder
Vivien Lalu, der Hubis neue faszinierende Geschichte wieder in einen mehr als würdigen
musikalischen Rahmen gesetzt hat, und MAGO DE OZ-Saitenhexer Jorge Salán bei
Nummern wie "Kailash – Jewel Of Ice" (im wahrsten Sinne des Wortes
ein Juwel), und dem mächtigen unter die Haut gehenden "Wheel Of Time"
regen Gebrauch. Letzterer spielt sich bei diesen Nummern fast in die schier
unerreichbar geglaubten Sphären eines STEVE VAIs. Mindestens genauso packend
wie die komplette Scheibe sind auch die beiden Bonustracks "The Gentleman
Of Great Magic" und "Tigers Of Everst", für die HUBI MEISEL
erneut die Dienste vom niederländischen Ausnahmegitarristen Joop Wolters in
Anspruch genommen hat. Kurzum: Auf dieser Scheibe verschmelzen vielschichtiger
Melodic/ Progressive Metal mit fernöstlich, klassischen und symphonischen
Elementen zu einem ganzheitlichen Gesamtkunstwerk, das durch ein 16seitiges
illustriertes Booklet noch mehr Tiefgang erfährt. Ich wiederhole mich zwar äußerst
ungern, aber rupft für eine gute Stunde das Telefonkabel aus der Wand und setzt
euch den Kopfhörer auf, damit ihr dieses faszinierende Werk ungestört genießen
und in die Mysterien der fernöstlichen Kulturen eintauchen könnt.
| Trackliste: | 1. Potala Palace
|
Thanks to Hubi @
HJM Promotions
weitere Reviews über
HUBI MEISEL:
HUBI MEISEL/ EmOcean
HUBI MEISEL/ C U T
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Review:
„Earcatcher“ zum Zweiten! Einer meiner früheren Rock It!-Kollegen stellte
vor Jahren mal die Behauptung auf: „Also, wenn David Coverdale Gott ist, dann
ist JORN Lande fast Gott!“. Damals hätte ich das ungesehen unterschrieben,
doch heute bin ich endgültig der Überzeugung, dass nur Herr Lande
unangefochten auf dem Thron des Hard Rock-Olymps sitzen kann. Nach seinen drei
starken Solo-Alben und den beiden MASTERPLAN-Geniestreichen, legt uns der
Ausnahmesänger mit "The Duke" seinen neuesten Alleingang vor, der
sich in keinerlei Hinsicht hinter den Vorzeigealben seiner Hauptband zu
verstecken braucht. "The Duke" ist bespickt mit 10 energiegeladenen
und packenden Hardrock-Hymnen, von denen jede einzelne das Fans-Herz gewaltig
zum Pochen bringt. Sei’s nun der melodisch-kraftvolle Stampfer "End Of
Time", das geblueste "Duke Of Love", das vorwiegend balladesk
angelegte "Burning Of Chains" oder der Hammergroover "After Dying"
– das Album beschert dem Zuhörer ein kaum enden wollendes Gänsehautgefühl.
Selbiges kann nur noch von der schweinegeilen Rocknummer "Are You Ready"
oder der Neuaufnahme von "Starfire", die um einiges knackiger und
heavier als das Original ausgefallen ist, getoppt werden. Kurzum: Mit "The
Duke" hat JORN ein Album eingespielt, das uns nicht nur die Wartezeit auf
den nächsten MASTERPLAN-Werk erträglicher gestaltet, sondern er hat damit
definitiv einen Klassiker geschaffen, an dem einfach kein Freund von
handgemachter und erdiger Rockmusik vorbeikommt! Einfach großartig!
| Trackliste: | 1. We Brought The Angels Down - 2. Blacksong - 3. Stormcrow - 4. End Of Time - 5. Duke Of Love - 6. Burning Chains - 7. After The Dying - 8. Midnight Madness - 9. Are You Ready - 10. Starfire |
Thanks to Rebecca @
AMF Records
weitere Reviews über JORN:
JORN/ Unlocking The Past (Schmankerl/
January 2007)
JORN/ The Gathering (Schmankerl/
January 2007)
MASTERPLAN/ Aeronautics (Album Of
The Month/ January 2005)
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Review:
Wer Paul SABU bisher nur von den beiden Veröffentlichungen ("Sabu"/
1996 und "Between The Light"/ 1998), die er unter der Mithilfe der beiden
ex-BONFIRE-Recken Jörg Dreisinger (Bass) und Angel Schleifer (Gitarre) veröffentlicht
hat, kennt, der kennt den Musiker, Songwriter und Produzenten nicht wirklich!
Denn in den 80ern hat der Südkalifornier schon einige Scheiben unters Volk
gebracht, die mittlerweile zu den am häufigsten gesuchten Objekten der
AOR-Szene gehören. Einer jener AOR-Schätze, der auf den Namen "Heartbreak"
(1985) hört, kommt dieser Tage – dank der MTM Classix-Serie – erneut zu Veröffentlichungsehren.
Darauf sind 10 AOR-Perlen enthalten, die durch ausdruckstarke Vocals, erdige
Gitarren, exquisite Keyboards oder mitreißende Refrains bestechen. – U. a.
die Hymne "Call Of The Wild", der Kracher "Hot Flash" oder
der Stampfer "Tuff Stuff", die allesamt eindrucksvoll unterstreichen
warum Mr. SABU bis in die heutige Zeit noch als „King Of Album Oriented
Rock“ gehandelt wird. Natürlich kommt auch "Heartbreak" digital
remastered und mit ansprechendem Zusatz-Material in die Läden. Die drei
Bonustracks ("Cassie", "Shake It Out" und "Street
Angel" können allerdings den eigentlichen Nummern nicht ganz das Wasser
reichen. Das mag wohl zum größten Teil an der Tatsache liegen, dass sie durch
ihre doch ziemlich popige Ausrichtung etwas aus dem Rahmen fallen. Trotzdem
gilt: Wer diesen AOR-Klassiker noch nicht in seiner Sammlung weiß, sollte
schleunigst zugreifen!
| Trackliste: | 01.
Angeline |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult
weitere Reviews über PAUL SABU:
PAUL SABU/ Strange Messiah (Comeback-Tipp/ August 2007)
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Review:
Hinter den OACHE BROTHERS steckt das Brüderpaar Andy & Toni Eichinger
(beide Gitarre & Gesang), das zusammen mit Bassist Klaus Jedelsky und
Percussionist Johannes Winter auf äußerst lässige und pfiffige Weise
bekannten Klassikern und Hits aus grundverschiedenen Stilrichtungen in ein
erfrischendes Lagerfeuer-Flair tauchen. So erklingen z. B. der XAVIER NAIDOO-Hit
"Ich Kenne Nichts" oder "Bilder Von Dir" (im Original von
LAITH AL-DEEN bzw. B-ZET "Everlasting Pictures") im beflügelten
Acoustic-Gewand. Aber auch lateinamerikanische und karibische Klänge wie
"Chan Chan" (BUENA VISTA SOCIAL CLUB) oder die BOB MARLEY-Nummer
"Three Little Birds" bekommen durch das luftige Feeling, das sich über
die ganze Spielzeit ausbreitet, eine ganz neue Dynamik. Die echten Highlights
sind allerdings die WISE GUYS-Hymne "Was Für Eine Nacht", die man
ordentlich in Country getränkt hat, und die gewitzte Interpretation der
Kultnummer "East Bound And Down" (aus dem Soundtrack "Ein
Ausgekochtes Schlitzohr"). Dass die Burschen nicht nur innovativ covern,
sondern auch verdammt gute eigene Songideen haben, davon zeugen das flotte
Loblied "Mei Gitarr", und der simpel-schmissige Titeltrack sowie das
melancholisch-verträumte "Seeflimmern" (ein Hauch von GOISERN!), das
meines Erachtens sogar den heimlichen Hit auf dieser äußerst unterhaltsamen
Scheibe darstellt. Kurzum "Schee War Da Sommer" ist das perfekte Album
zum Eröffnen der Lagerfeuer-Saison.
Allerdings
brennt mir angesichts der hohen Qualität der Eigenkompositionen, die im Übrigen
alle im bayrischen Dialekt gehalten sind, folgende Frage auf den Lippen: Wann
bringen die OACHE BROTHERS eine Scheibe mit komplett eigenem Material an den
Start? Das Zeug haben sie zweifelsohne dazu!
| Trackliste: | 01. Intro - 02. House in Californien
- 03. East bound and down
- 04. Ich kenne nichts
- 05. Bilder von dir
- 06. Was für eine Nacht
- 07. Henry
- 08. Three little birds
- 09. Chan Chan
- 10. Mei
Gitarr
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Thanks to Bull @ Oache Brothers
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Review:
Schon mit ihrer ersten Eigenproduktion "I Will Kill You" hat mich die
Band um Gitarrist Christop Jungen mehr als ordentlich beeindruckt. Nun legen sie
mit "... It’s Just A Fuckin’ Demo..." einen nicht minder
faszinierenden Nachfolger vor, der trotz des Titels sowohl vom songwriterischen
als auch vom produktionstechnischen Potenzial weit über dem guten Underground-
bzw. Demo-Status anzusiedeln ist. Schon allein durch das Opener-Trio mit dem
aufpeitschenden "Take Me Home" und der aggressiven Midtempo-Hymne
"Parasite", die zwar textlich nicht unbedingt eine Offenbarung
darstellt, sowie dem Riffmonster "Burn Bitch Burn", das mit kurzen,
aber akzentsetzenden Keyboards im Refrain aufwartet, könnte die Band mit einem
geeigneten Label im Rücken in Windeseile zu einer schlagkräftigen deutschen
Antwort auf METALLICA wachsen. Unter den 9 Tracks auf "... It’s Just A
Fuckin’ Demo..." befinden sich aber beileibe nicht nur „Haudrauf“-Nummern,
sondern mit "Right Now", bei dem vermehrt Keyboards zum Einsatz
kommen, und der Ballade "Love Of My Life" auch Melodic- bzw.
innehaltende Acoustic-Elemente. Des Weiteren sollten nicht nur METALLICA-Fans
der halbballadesken Filigran-Walze "A Hopeless Care" und dem
schleppenden Mystik-Stampfer "Love Of My Life" Aufmerksamkeit
schenken. Auch mit der Aufmachung hat man sich wieder verdammt viel Mühe
gegeben: Ansprechendes Cover, DVD-Case und informatives Booklet mit Lyrics bzw.
Linernotes... Kurzum: eine labelwürdige Vollbedienung, die auf unseren Seiten
deshalb völlig zu Recht als „Underground-Tipp“ präsentiert wird.
Zu ordern ist "... It’s Just A Fuckin’ Demo..." auf www.hanjinoakland.com,
wo auch das mittlerweile vergriffene Erstlingswerk "I Will Kill You"
zum freien Download zur Verfügung steht.
| Trackliste: | 1. Take Me Home - 2. Parasite - 3. Burn
Bitch Burn - 4. Right Now
|
Thanks to Christoph @ Han Jin Oakland
weitere Reviews über HAN JIN OAKLAND:
HAN JIN OAKLAND/ I Will Kill You
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Mit RALF RICHTER (u. a. "Das
Boot", "Der Eisbär") versucht sich mal wieder eine bekannte Größe
aus der deutschen Schauspielergarde an der Musik. An sich nichts weltbewegendes,
dass sich deutsche Filmgrößen auch gesanglich betätigen, aber im Gegensatz zu
manchen seiner singenden Schauspieler-Kollegen bewegt sich der Ruhrpottler
fernab von Schnulzen- und Kitschgeträller. Mit seinem markant-bassgetränkten
Organ präsentiert er uns auf seinem Debüt "One Heart" 13 Nummern,
die sich als bunte Spielwiese zwischen Chanson ("Everything Changes"),
Funk ("Make My Day"), Soul ("Change Your Life"), Blues
("After You") und Rock ("I’m Free") entpuppen. Dabei
wissen besonders das lässig-röhrende "Cadillac Cruisin" (der
perfekte Sonnenuntergangssoundtrack!) und "Raw And Pure", das mit
einer fetten Portion AC/DC-Groove brummt, oder der Bigband-lastige
Blues-Stampfer "Work It" mit ungeahnt großen Wiedererkennungswert zu
glänzen. Diese Nummern werden nur noch von den großartigen Coverversionen
"Wandering Star" und "Wonderful World" übertroffen. Während
letztere Nummer ziemlich nahe am Original gehalten ist (nur LOUIS ARMSTRONG
selbst kann’s noch besser), hätte erstere wahrscheinlich auch gut auf die
Coverscheibe von Kehlkopfgesang-Meister ALBERT KUVEZIN gepasst. Fazit: "One
Heart" ist auf den Punkt genau ein Album wie man es wohl nur von RALF
RICHTER erwarten kann - erdig,
kernig, rau-charmant und vielseitig! Hoffentlich bleibt dieser Silberling nicht
der einzige musikalische Ausflug des Charakter-Schauspielers.
| Trackliste: | 1. Make My Day - 2. Cadillac Cruisin - 3. I'm Free - 4. After You - 5. Change Your Life - 6. Raw And Pure - 7. I Need A Dream - 8. Lovemaker - 9. Wandering Star - 10. One Heart - 11. Work It - 12. Everything Changes - 13. Wonderful World |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Freunde des „female fronted“-Rocks aufgepasst! Als wäre die Zeit in den
80ern stehengeblieben, präsentiert uns FIRST CHILD – getränkt in rotzigen
Flair – ein Dutzend partytaugliche Songs, die sich irgendwo in der
Schnittmenge zwischen ALANNAH MILES, DALBELLO und VIXEN bewegen. Neben den zwei
sehr gelungenen Coverversionen "Whole Lotta Love" (LED ZEPPELIN) und
"Lonesome Town" (RICKY NELSON), weiß auch das Material zu überzeugen,
das die 24jährige Sängerin/ Bassistin Catherine gemeinsam mit ihrem
kompetenten Songwriterteam Clark Philips/ Mary Susan Applegate geschrieben hat.
Allen voran die fast majestätische Powerballade "Fire Loves", die mit
faszinierenden Leadgitarren und einer voluminösen Gesangsarbeit besticht, oder
die stampfende und mitreißende Rock ’N’ Roll-Hymne "Take Off All Your
Clothes", die durchaus das Zeug zum Klassiker hat, sowie die hitverdächtige
Acoustic-Ballade "Souvenirs". Dieses starke und kurzweilige
Rock-Album, das in punkto Produktion noch etwas Luft nach oben hat, wird
hoffentlich nicht eine Eintagsfliege der jungen Frankfurterin bleiben...
| Trackliste: | 1.
Shakedown |
Thanks to Catherine @ First Child
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Mit ihrem Debüt "No
Respekt" (1989) spalteten sie sowohl die Kritiker als auch die Glam/ Sleaze
Rock-Fans in zwei Lager. Während das eine Lager die wilde Band um den
charismatischen Sänger und Namensgeber Davy Vain auf eine Stufe mit MÖTLEY CRÜE
hievte, war es für das andere die wohl überbewertetste Scheibe seinerzeit. Die
Wahrheit liegt wohl – wie immer – irgendwo in der Mitte. Mit ihrem Comeback
"On The Line", das dieser Tage endlich auch hierzulande in die Läden
kommt, dürfte es sich wahrscheinlich ähnlich verhalten. Auf der einen Seite
versprühen Songs wie die dreckig-rockende Opener-Hymne "Running On Empty",
der rotzig-stampfende Titeltrack oder das endlos groovende – leicht angepunkte
– "Lie For Live" klassisch kantiges und raues VAIN-Flair, während
Nummern wie die überlange und schwerverdauliche Ballade "Turn To
Sand" oder das schleppend-schlendernde "Cover Me" (erinnert
stellenweise an CURE) etwas ermüdend wirken. Die genannten Ermüdungserscheinungen
fallen aufgrund der überwiegend spritzigen Kost, zu der sich auch der protzige
Rausschmeißer "Keep Shining On" zählen darf, aber kaum ins Gewicht.
Mich jedenfalls freut’s, dass die Kalifornier gut 10 Jahre nach dem letzten
Album "Fade" wieder zurück sind!
| Trackliste: | 1. Running On Empty - 2. So Free Now - 3. Drag Me - 4. Last Sin - 5. On The Line - 6. Turn To Sand - 7. Lie For Love - 8. Cover Me (One More Time) - 9. Slave - 10. Keep Shining On |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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- Review:
BELLADONNA sind 3 Frauen und 2 Männer. BELLADONNA kommen aus Italien.
BELLADONNA sind laut eigener Angabe die erste „Rocknoir“-Band der Welt.
BELLADONNA haben nach LACUNA COIL die meisten Zugriffe auf MySpace.com unter den
italienischen Rockbands. – Alles in allem ganz gute Vorschusslorbeeren. Aber
irgendwie klingt mir das, was aus den Boxen tönt, alles zu lasch, zu oberflächlich,
zu eintönig. Zwar umgibt man sich in Promoschreiben und auf der MySpace-Seite
mit esoterisch-gothischen Sätzen über Liebe, Tod und Teufel – glaubhaft
klingt das für mich nicht, eher nach Imageverpassung. Musikalisch erinnert mich
das ein wenig an LANA LANE, die sich mit HEART zu ihrer "Alone"-Phase
zusammengetan hat, um in einem Wohnzimmer das "Love Me In Black"-Album
von Doro Pesch einzusingen (von allen dreien werde ich hierfür Prügel
beziehen!). Hängen bleibt nicht wirklich was und mich hat’s nicht vom Hocker
gehauen.
+ Review:
Bislang konnte ich den Besprechungen von Kollegen Friedmann nicht wirklich
widersprechen, aber im Falle von BELLADONNAs Debüt scheinen unsere Meinungen
meilenweit voneinander entfernt zu liegen. Außer dem wirklich treffenden
Vergleich mit DORO zu ihrer "Love Me In Black"-Phase gibt es hier in
diesem „Crossfire“-Review wirklich keine weiteren Gemeinsamkeiten. Auch nach
wochenlanger Dauerbeschallung kann ich bei "Metaphysical Attraction"
keinerlei Abnutzungserscheinungen feststellen. Folglich kann ich also auch nicht
bestätigen, dass die Scheibe einen zu laschen bzw. eintönigen, geschweige denn
oberflächlichen Eindruck hinterlässt. Vielmehr bin ich zu der Überzeugung
gelangt, dass der gemischte Fünfer mit dem prägnant vorwärts rockenden Opener
"Black Swan", der einen zarten orientalischen Touch aufweist, und dem
höllisch groovenden Ohrwurm "Mystical Elysian Love" bzw. mit
"Miss Hyde", das von einer unfassbaren Magie umgeben ist, und der
zerbrechlichen Ballade "Morpheus" gleich vier potenzielle Hits am
Start und somit nicht ganz zu unrecht eine der populärsten Underground-Bands
auf MySpace.com ist. Zudem wartet das Album mit einer für Underground-Verhältnisse
umwerfend klaren und druckvollen Produktion auf. Das einzige was man der Band um
Sängerin Luana, die zugegebenermaßen noch nicht das Charisma einer DORO PESCH
besitzt, unter Umständen vorwerfen kann, ist die Tatsache, dass sie vielleicht
noch nicht eigenständig genug klingen. Aber mal ehrlich, wie viele Bands können
dies in heutigen multimedialen Welt überhaupt von sich behaupten?
| Trackliste: |
1. You Can't Save Me
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Thanks to Dani @ Belladonna
more Reviews for February 2006 (Klassiker-Alarm!)
Last Update: Sunday, 02. September 2007
created in January 2001 © by Sonny