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Ganz so ruhig und teilnahmslos, wie es uns der Bandname bzw. Albumtitel
suggerieren will, geht es auf dem dritten Longplayer des finnischen Quintetts
bei Leibe nicht zu. Irgendwo auf der Koppel zwischen mystischer Epic a la
RHAPSODY ("World’s End") und der instrumentalen Dramatik von DREAM
THEATER ("Into The Flow") galoppiert "Building Up The Apathy"
– mit feinen Thrash-Elementen im Sattel – auf den gebannten Zuhörer zu. So
extrem detailverliebt wie die eben genannten Bands präsentieren sich die Mannen
um Sänger Michael Henneken, der für meinen Geschmack leider stellenweise etwas
zu verkrampft nach RHAPOSDYs Fabio Lione klingt, noch nicht. Dies dürfte auch
mit ein Grund dafür sein, warum sich das sehr eingängige "Corridors",
das ohne jeden Zweifel von Henrik Klingenbergs (SONATA ARCTICA) variantenreichen
Tastenspiel profitiert, und das sehr gefühlvolle "Hollowed" ganz gelöst
den Weg durch die Gehörgänge bahnen. Ein stellenweise etwas düsteres, aber
sehr erfischendes Album, das sowohl Anhänger des symphonischen, als auch des
progressiven Metals ansprechen dürfte.
| Trackliste: | 1. World's End - 2. Distorted - 3. Once Lost Life - 4. Blood Of Eden - 5. Corridors - 6. Hallowed - 7. The Realm Of Flames - 8. Into The Flow |
Thanks to Wolf @ Sure Shot Worx
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Review:
Ihr sucht ein Album das eine harmonische Balance zwischen Prog- und
symphonischen Rock bietet, und das dabei auch mit schönen Melodien und viel
Emotionen beschlagen ist?!? Dann dürfte "Photoplay" genau das
richtige Album für euch sein, denn das mittlerweile sechste Album der
englischen Neo-Progger um Sänger, Gitarrist und Songwriter Gary Chandler
entspricht genau diesen Anforderungen. Scheinbar elementar gestrickt schweben 11
Nummern ziemlich pfiffig und verschlagen durch den Äther. Davon bieten sich
besonders der Opener "There Is A Light", der mit atmosphärischen
Gitarren a la JOE SATRIANI ausgestattet ist, oder das kantig-melodische "Make
A Move" sowie das deliziös groovende "What Goes Around", das
irgendwie die Gedanken des Zuhörers in Richtung U2s "In The Name Of
Love" abschweifen lässt, als Anspieltipps an. Für Puristen mag vielleicht
die eine oder andere Nummer etwas zu glatt gebügelt sein, aber für das
melodiebesessene Prog-Volk stellt "Photoplay" meines Erachtens genau
das richtige Futter dar.
| Trackliste: | 01. There's A Light - 02. What Goes Around - 03. Asleep In My Hands - 04. Standing Still - 05. I Hear Your Voice - 06. Make Me Move - 07. Who I Am - 08. Need To Breathe - 09. Please Open Your Eyes - 10. All You've Ever Known - 11. Photoplay |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
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Review:
Zugegeben, mit der deutschen Band um den im Allgäu beheimateten Griechen
Roberto Dimitiri Liapakis und ihren ersten beiden Alben hatte ich so meine
Schwierigkeiten, aber spätestens mit ihrem letzten
Album "Never-Ending" haben mich MYSTIC PROPHECY mit ihrer eigenen
Auffassung von Heavy Metal überzeugt. Auf "Savage Souls" geht der Fünfer
noch abwechslungsreicher, frischer und stellenweise noch aggressiver bzw. düsterer
zu Werke als gewohnt. Trotz der zuletzt aufgeführten Attribute macht sich im
Sound von MYSTIC PROPHECY kaum Depression breit, denn die packenden Melodien
sind meines Erachtens präsenter denn je. Obwohl während der 11 Dampfhämmer
unverkennbar MYSTIC PROPHECY zu Gange sind, machen sich schon beim Opener "Shadows
Beyond My Soul", der mit doppelläufigen Gitarren und einer bestechenden
Doublebass-Arbeit brilliert, die knackig-frische Brise und unglaubliche
Spielfreude, welche die Neuzugänge Markus Pohl (SYMPHORCE), Martin Grimm (beide
Gitarre) und SACRED STEEL-Drummer Matthias Straub mitbringen, äußert positiv
bemerkbar. Zu Höchstform laufen die Herrschaften allerdings mit dem höllisch
groovenden "Master Of Sins", das sich mit hymnischen Chören in den
Gehörgängen einhämmert, und dem tempovariablen "In The Darkness"
auf. Auch mit dem kompromisslosen "Best Days Of My Life", das fast
thrashige Ausmaße annimmt, und dem abschließenden 15min-Epos "Into The
Fire" (klassikerverdächtig!), mit dem die Band ihre Raffinesse und den Mut
zur Abwechslung eindruckvoll untermauern, dürften MYSTIC PROPHECY beim
eingefleischten Heavy Metal-Fan voll ins Schwarze treffen. Das komplette Album
vermittelt den Eindruck als hätte Sänger R.D. Liapakis nun endlich die
richtigen Mitstreiter gefunden, die ihn sowohl gesanglich als auch
produktionstechnisch zu Spitzenleistungen motivieren können. Geiles Teil!
| Trackliste: | 1. Shadows Beyond My Soul - 2. Master Of Sins - 3. Evil Empires - 4. Savage Souls - 5. In The Darkness - 6. Deception Of Hate - 7. Sins And Sorrows - 8. Best Days Of My Life - 9. Nightmares Of Demon - 10. Victim Of Fate - 11. Into The Fire |
Moritz @ Gordeon Music
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Einen mehr als ordentlichen Appetizer auf ihr neues Album "Hellforces"
haben
uns MAJESTY bereits mit der EP "Sons Of The New Millennium" kredenzt. Neben dem Titeltrack
jener Vorabveröffentlichung, befinden auf der neuen Langrille noch eine gute
Hand voll knackig-metallischer Hymnen, mit denen die Band um Sänger Tarek
"MS" Maghary, der hierzulande mittlerweile zu den fähigsten Shoutern
zählt, und Leadgitarrist Rolf Munkes locker in die Spitze der europäischen
Heavy Metal-Liga vordringen dürften. Dazu gehören allem voran der Opener/
Titeltrack und "Heavy Metal Desire", die beide eher an frühere JUDAS
PRIEST-Glanztaten erinnern und somit den ewigen Vergleichen zu MANOWAR Einhalt
gewähren. Zwar sind nach wie vor Einflüsse der selbsternannten „Kings Of
Metal“ noch stellenweise präsent wie z. B. bei "Dance With The Demon",
aber durch den Einsatz von Sopranistin Johanna Mott, die ebenfalls bei
"Guardians Of The Dragon Grail" zu hören ist, führen sie ihren Sound
in eine überraschende Richtung. Auf der anderen Seite sorgen Nummern wie "March
Of Victory" oder "Like A Raptor", die stellenweise Bands wie
FREEDOM CALL bzw. U.D.O. ins Gedächtnis des aufmerksamen Zuhörers rufen, dafür,
dass "Hellforces" nicht nur das bis dato reifste, sondern
auch vielfältigste Album der Band ist. Starke Vorstellung!
| Trackliste: | 1. The Blessing - 2. Hellforces - 3. Dance With The Demon - 4. Sons Of A New Millennium - 5. Heavy Metal Desire - 6. March For Victory - 7. Like A Raptor - 8. Guardians of the Dragon Grail - 9. Freedom Heart - 10. Fight Forever - 11. Nowhere Man - 12. Metal Law 2006 |
Thanks to Sven @ MusicConsult
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Review:
Bereits mit ihrem Debüt "Beyond Reality" ist den Schweden auf
erfrischend lockere Art und Weise ein wirklich beneidenswerter Spagat zwischen
der Tradition und Moderne gelungen. Gut drei Jahre später setzen sie nun mit
"Neo Natural Freaks" ihre Mission in Sachen zeitgemäßer Rockmusik
fort. Ganz unbekümmert und scheinbar frei von Erwartungsdruck fetzen uns die
Mannen um Gitarrist Yuksel Unutmaz und Sänger H.B. Anderson (ex-TOKEN) 10
kantige und fettproduzierte Hard/ Heavy Rock-Kracher, wie sie zeitgemäßer
nicht sein könnten, um die Ohren. Dabei stechen der rau-verspielte Stampfer
"Crash And Burn", der einen dezenten orientalischen Touch aufweist,
und der aggressiv-melodische Ohrwurm "Learn – Love – Hate" oder
die moderne Rock ’N’ Roll-Nummer "Common People" besonders hervor.
Wobei meine momentanen Favoriten eher "Quiet Chaos", das sich anhört
als würde Zakk Wylde schleppende Doom-Kost a la BLACK SABBATH zelebrieren, und
der atmosphärische Mördergroover "Practise What You Preach" sind.
Also, wer bei zeitgemäßen und schnörkellosen Hard/ Heavy Rock nicht auf einen
gewissen traditionellen Anteil verzichten möchte, sollte sich unbedingt an
"Neo Natural Freaks" versuchen.
| Trackliste: | 1. Neo Natural Freaks - 2. Bleeding Kiss - 3. Crash And Burn - 4. Learn - Love - Hate - 5. Quiet Chaos - 6. Practise What You Preach - 7. Dead Man Walking - 8. Colorblind - 9. Common People - 10. 11th Hour |
Thanks to Ralph @ Indevent
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"Legend Of The Bone Carver" ist das zweite Album der Band um Gitarrist
Michael Kammeyer und Ausnahmesänger Lance King (ex-BALANCE OF POWER/ MATTSON).
Genau wie schon beim Vorgänger "Melancholy Beast" (2004) präsentiert
die dänisch/ amerikanische Formation epischen und sehr melodischen Power Metal,
der mit einer ordentlichen – nicht immer gerade leicht verdaulichen –
progressiven Schlagseite aufwartet. So sind schon ein paar Durchläufe von Nöten
bis sich Songs wie das von
raffinierten Breaks durchsetzte "Souls In Pain" und das immens gefühlsbetonte
"She Whe Summoned Me", das durch die Einbindung von zarten
Frauengesang (Christina Øberg) noch an Intensität gewinnt, oder das
folklastige "Bring Back Life" als Highlights herauskristallisieren.
Zugegeben, der hohe Gesang von Mr. King mag nicht unbedingt jedermanns Geschmack
sein, aber sie passt einfach perfekt zu den wunderschönen – meist von
Streicherelementen getragenen – Arrangements. Außerdem ist als Pluspunkt
aufzuführen, dass trotz Konzept-Ausrichtung die meisten Songs ganz problemlos für
sich alleine stehen können. Fans der genannten Vergleichsbands werden
sicherlich nicht von "Legend Of The Bone Carver" enttäuscht sein,
denn hier sind richtig gute Musiker am Werk. Also reinhören Leute, es lohnt
sich!
| Trackliste: | 01. Era Of Chaos - 02. The Birth - 03. What Lies Beyond - 04. Ancient Words Within - 05. Souls In Pain - 06. She Who Summoned Me - 07. The Bone Carver - 08. Bring Back Life - 09. Blood Red Skies - 10. Tears Of Hate |
Thanks to Sven @ MusicConsult
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CODE OF PERFECTION ist die neue Band um ex-DEMON DRIVE-Gitarrist Thorsten Köhne,
die vornehmlich Gitarrenfreaks und Instrumental Rock-Liebhaber ansprechen dürfte.
Obgleich natürlich die Gitarrenkünste von Thorsten Kühne im Vordergrund
stehen ("Flyin’ High", "Psychotic Nightmare" und "Shred
It") werden seine beiden Sinnungsgenossen Bassist Keisuke Nishimoto (u. a. KELLY SIMONZ’S BLIND
FAITH, JENNIFER BATTEN) und Schlagzeuger Frank Kraus (ex-DEMON
DRIVE) nicht zu charakterlosen Statisten degradiert. Dies macht sich vor allem
im thrashigen "Polka Beast Stempade", im verträumten "Heart Of
Atlantis" (JOE SATRIANI lässt grüssen) und in der relaxt-virtuosen
SemiAcoustic-Nummer "Underneath A Blue Kiss" bemerkbar. Für
gesangliche Auflockerung sorgen drei Nummern, die Carsten „Lizard“ Schulz
mit seinem ausdrucksstarken Organ veredelt hat. Allerdings muss ich zugeben,
dass mich nicht alle drei Songs restlos überzeugen können. Während das gefühlvoll
rockende "Walking On Thin Eyes" und das rotzig-virtuos groovende
"Superwoman" auf Anhieb zu gefallen wissen, gehört das behäbig
stampfende "Miracle Times" wohl zu den weniger berauschenden Nummern,
denen Herr Schulz bisher seine Stimme geliehen hat. Die namhafte Gästeliste
wird Alex Beyrodt (SILENT FORCE/ ex-SINNER), der auf "Heart Of
Atlantis" seiner Gitarre ein atemberaubendes Solo entlockt, sowie von
Keyboarder Ferdy Doernberg (AXEL RUDI PELL) und Michael Angelo (ex-NITRO)
vervollständigt. Unterm Strich ein von Jochen Mayer (BOYSVOICE/ DOMAIN) gut
produziertes Album, an dem die eingangs genannte Zielgruppe ihre Freude haben dürfte.
| Trackliste: | 1. Last
Exit For The Lost |
Thanks to Lizard @ COP
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Review:
Obwohl Erol SORA laut CD-Info an unzähligen Studioaufnahmen beteiligt war und
mit Mitgliedern von u. a. SURVIVOR oder QUIET RIOT zusammengearbeitet hat, war
mir der Gitarrist, der zuletzt mit John Lawton (ex-URIAH HEEP/ LUCIFER’S
FREIND) live- und veröffentlichungstechnisch unterwegs war, bisher völlig
unbekannt. Nun legt er mit "Demented Honour" sein Solo-Debüt vor, für das er
nicht nur sämtliche Nummern selbst geschrieben hat, sondern sich auch für den
Lead-Gesang verantwortlich zeigt. Während der 10 erdigen und straighten
Nummern, die allesamt unüberhörbar ihre Wurzeln im Hard Rock der 70er und 80er
Jahre haben, liefert er für einen hauptamtlichen Gitarristen eine überraschend
gute Gesangsleistung ab. Als Highlights will ich den stampfenden Opener "Highway
To Nowhere", das gitarrengetriebene "If You Ever Need Love" oder
den schleppend bluesigen Abschluss "Rain" an das Herz eines jeden jung
gebliebenen Rockers legen. Fazit: Zwar stehen auf "Demented Honour"
die Songs im Mittelpunkt, aber nichtsdestoweniger kommen hier die Fans des
gitarrenorientierten Hard Rocks voll auf ihre Kosten.
| Trackliste: | 01. Highway
To Nowhere |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult
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Review:
Wieder mal ein Abstecher in schwarze Metal-Gefielde gefällig? Da böte sich der
Zweitling der Norweger THUNDRA bestens an, denn die Band um
ex-ENSLAVED-Felldrescher Harald Magnus Helgeson und ex-EINHERJER-Tieftöner
Stein Sund bietet auf "Whorshipped By Chaos" eine für das Genre
ungewohnt melodische Kost, die sich aus der Melodic Rock/ Metal-Perspektive anhört
als würde sich eine Mischung aus SISTER OF MERCY ("Hatred Declared"),
RHAPSODY und BLIND GUARDIAN ("Shmphony Of Anguish") an epischen Black
Metal versuchen. Da blitzen z. B. feurige Flamenco-Rhythmen ("At Autumn’s
Fall"), akustische Folklore-Klänge verschiedenster Couleur ("Shattered
Senses"), hymnische Refrains und erfrischend klarer Gesang zwischen
eiskalten Riffs, schweren Rhythmusgeholze, genretypischem Gekeife/ Gekreische
und tiefen Growls, die in ziemlich gemäßigter Form zum Einsatz kommen, verhältnismäßig
stark durch. Für Melodic-Freaks dürfte sich vor allem die Ballade "The
Existing Darkness", die mit wunderschön-dezenten Keyboards, verspielten
Gitarrensoli und feinen Acoustic-Elementen glänzt, als besondere Leckerbissen
erweisen. Kurzum: "Whorshipped By Chaos" ist
für Melodic Metaller, die gerne über den Tellerrand hinausschauen,
zweifelsohne eine ziemlich interessante Sache.
| Trackliste: | 1. On Thorns - 2. Feeling Lost - 3. Hatred Declared - 4. Silent Voice - 5. At Autumn's Fall - 6. Shattered Senses - 7. Symphony Of Anguish - 8. The Existing Darkness - 9. Worshipped by Chaos |
Moritz @ Gordeon Music
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Mit "Silence Speaks" stemmt die schwedische Combo mittlerweile ihr
drittes Album in die Läden. War der Erstling ("Secrets Of Life"/
2003) noch ziemlich im neoklassischen Bereich angesiedelt, schlug die Band
bereits mit dem zweiten Album ("Nine"/ 2004) deutlich progressivere Klänge
an. Diese vielschichtigere Vorgehensweise ist auf dem neuen Silberling noch
deutlicher spürbar, doch trotz der vermehrt auftretenden progressiven Elemente
ist es der Band um Sänger Erik Blomkvist größtenteils gelungen ihren
komplexen Sound mit einer federführenden und eingängigen Melodie auszustatten.
Zwar scheint sich der Fünfer zuweilen in den Wirren zwischen progressiven
Metal, AOR und melodischen Hard Rock etwas zu verhaspeln, aber mit dem
verspielt-drückenden Opener "Tell The Truth", dem frisch aufrockenden
Titeltrack und der neoklassisch angehauchten Doublebass-Hymne "Walk With Me"
haben PLATITUDE durchaus ein paar Nummern am Start, die ohne weiteres auch die
Anhängerschaft der eingangs erwähnten Bands ansprechen dürften.
| Trackliste: | 1.Tell The Truth - 2.Silence Speaks - 3.Nobody's Hero - 4.Empty Inside - 5.Fear (It's Over Now) - 6.Don't Be Afraid - 7.Falling Down - 8.After The Storm - 9.Walk With Me - 10.You |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
Manche Kapellen aus dem Black/ Death oder Extreme Metal-Bereich haben aus
instrumententechnischer Sicht ein wirkliches Pfund auf der Pfanne, richten aber
nicht allzu selten mit belanglosen und nervenden Gegröle, Gekeife oder Gegrunze
wieder alles zugrunde, was sie sich vorher mit den Händen – sprich den
Instrumenten – aufgebaut haben. In diese Kategorie fällt leider auch das hier
vorliegende Debüt der französischen Extrem-Metaller PITBULLS IN THE NURSERY.
Auf "Lunatic" erweisen sich die Mannen um Grölmonster Julien Foucault
als hochversierte Musiker, die es verstehen Technik, Brutalität und Originalität
in ihrer raffinierten Fusion aus Death, Thrash, Progressive Metal und Jazz
ziemlich gekonnt in Einklang zu bringen. Leider hat der Frontmann den enormen Fähigkeiten
seiner Mitstreiter nicht sonderlich viel entgegenzusetzen, da sein Gegröle im
Vergleich zur Instrumentenfraktion ohne den geringsten Zweifel viel zu dumpf und
farblos wirkt. Meines Erachtens wäre das Ergebnis um Welten besser ausgefallen,
wenn die Mannen komplett auf die Vocals verzichtet bzw. nach einem deutlich
facettenreicheren Frontmonster Ausschau gehalten hätten. Kurzum:
Instrumentalisten hui, Vocalist pfui!
| Trackliste: | 01. Lente Agonie - 02. Lunatic Factory - 03. W. Crew - 04. Impact - 05. Corrupt TV - 06. Strong - 07. Antagony - 08. Calibrated - 09. Monkey's Masturbation - 10. La Norme - 11. In My Veins |
Moritz @ Gordeon Music
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Große Fortschritte gegenüber der letzten Schandtat "Kinderlieder Frei Ab
18" habe ich mir vom neuen A.O.K.-Album nicht wirklich erwartet, zumal der
Titel "Dreilochbegehbar & Herrenrundentauglich" akustisch-obszöne
Lärmbelästigung erwarten lässt. Zwar werden die 18 nicht
kindergeburtstauglichen Punk/ Hardcore-Orgien aus textlicher Hinsicht ihrem
nicht jugendfreien Titel mehr als gerecht und zeugen zudem nicht gerade von großer
Individualität, aber – oh Wunder – die Frankfurter scheinen doch tatsächlich
Herr ihrer Instrumente geworden zu sein und sogar Melodien haben sich in den
bisher nichtssagenden Sound der selbsternannten Nothingcore-Könige
eingeschlichen. Dies ist den Herrschaften allem voran mit der fetzigen
Punknummer "Arschgeweih Auf Hinterlader", dem bassschwangeren
Titeltrack und dem Semi-Akustiksong "Speak Hessisch Or Die", das den
Frankfurter Dialekt hochleben lässt, ziemlich gut gelungen. Bei
"Luftaufsichtsbaracke" und "Marihuana", die sich als
ziemlich gelungene Interpretationen von REINHARD MEYs "Über Den
Wolken" und des mehr als lästigen 2004er Sommerhits "Dragostea
Din Tei" (O-ZONE/ HAIDUCII) erweisen, würde ich fast soweit gehen
selbige als „Highlights“ (kultverdächtig sind sie allemal!) zu bezeichnen.
Aber diese Titel können nicht wirklich über den musikalischen Gesamtgehalt von
"Dreilochbegehbar & Herrenrundentauglich" hinwegtäuschen, denn
das meiste Material grenzt nach wie vor an Rohstoffverschwendung. Trotzdem:
sollte A.O.K. mit dem nächsten Album nochmals ein derartiger Fortschritt
gelingen, dann mache ich mir wirklich ernsthaft Sorgen um ihr musikalisches „Tiefflieger“-Image.
| Trackliste: | 1. Mach die Fresse auf - 2. Fleischpeitsche - 3. Arschgeweih und Hinterlader - 4. Gertrud 1 das Girl vom Wurststand - 5. Luftaufsichtsbaracke - 6. Rockstars oder Motörboot - 7. Dreilochbegehbar und Herrenrundentauglich - 8. Marihuana - 9. Gertrud 2 - 10. Strenge Windelerziehung - 11. Röschenhof - 12. Schwing dein Ding - 13. Speak hessisch or die - 14. Popp-Song - 15. Schacht-Taifun - 16. Assialkisexidrogi - 17. Wallungen in der Wallachai - 18. Gertrud 3 |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über A.O.K.:
A.O.K./ Kinderlieder
Frei Ab 18
more
Reviews for February
2006 (release date
11.02. - 20.02.2006)
Last Update: Tuesday, 25. April 2006
created in January 2001 © by Sonny