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SILENT VOICES/ Building Up The Apathy
  • Band: Silent Voices
  • Albumtitel: Building Up The Apathy
  • Spielzeit: 59:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Low Frequency Records
  • Vergleichbare Bands: Rhapsody, Dream Theater
  • Veröffentlichung: 27.02.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Ganz so ruhig und teilnahmslos, wie es uns der Bandname bzw. Albumtitel suggerieren will, geht es auf dem dritten Longplayer des finnischen Quintetts bei Leibe nicht zu. Irgendwo auf der Koppel zwischen mystischer Epic a la RHAPSODY ("World’s End") und der instrumentalen Dramatik von DREAM THEATER ("Into The Flow") galoppiert "Building Up The Apathy" – mit feinen Thrash-Elementen im Sattel – auf den gebannten Zuhörer zu. So extrem detailverliebt wie die eben genannten Bands präsentieren sich die Mannen um Sänger Michael Henneken, der für meinen Geschmack leider stellenweise etwas zu verkrampft nach RHAPOSDYs Fabio Lione klingt, noch nicht. Dies dürfte auch mit ein Grund dafür sein, warum sich das sehr eingängige "Corridors", das ohne jeden Zweifel von Henrik Klingenbergs (SONATA ARCTICA) variantenreichen Tastenspiel profitiert, und das sehr gefühlvolle "Hollowed" ganz gelöst den Weg durch die Gehörgänge bahnen. Ein stellenweise etwas düsteres, aber sehr erfischendes Album, das sowohl Anhänger des symphonischen, als auch des progressiven Metals ansprechen dürfte.

Sonny

Trackliste: 1. World's End - 2. Distorted - 3. Once Lost Life - 4. Blood Of Eden - 5. Corridors - 6. Hallowed - 7. The Realm Of Flames - 8. Into The Flow

Thanks to Wolf @ Sure Shot Worx


JADIS/ Photoplay
  • Band: Jadis
  • Albumtitel: Photoplay
  • Spielzeit: 60:35 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Marillion, Pendragon, Pink Floyd, Yes
  • Veröffentlichung: 27.02.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Ihr sucht ein Album das eine harmonische Balance zwischen Prog- und symphonischen Rock bietet, und das dabei auch mit schönen Melodien und viel Emotionen beschlagen ist?!? Dann dürfte "Photoplay" genau das richtige Album für euch sein, denn das mittlerweile sechste Album der englischen Neo-Progger um Sänger, Gitarrist und Songwriter Gary Chandler entspricht genau diesen Anforderungen. Scheinbar elementar gestrickt schweben 11 Nummern ziemlich pfiffig und verschlagen durch den Äther. Davon bieten sich besonders der Opener "There Is A Light", der mit atmosphärischen Gitarren a la JOE SATRIANI ausgestattet ist, oder das kantig-melodische "Make A Move" sowie das deliziös groovende "What Goes Around", das irgendwie die Gedanken des Zuhörers in Richtung U2s "In The Name Of Love" abschweifen lässt, als Anspieltipps an. Für Puristen mag vielleicht die eine oder andere Nummer etwas zu glatt gebügelt sein, aber für das melodiebesessene Prog-Volk stellt "Photoplay" meines Erachtens genau das richtige Futter dar.

Sonny

Trackliste: 01. There's A Light - 02. What Goes Around - 03. Asleep In My Hands - 04. Standing Still - 05. I Hear Your Voice - 06. Make Me Move - 07. Who I Am - 08. Need To Breathe - 09. Please Open Your Eyes - 10. All You've Ever Known - 11. Photoplay

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


MYSTIC PROPHECY/ Savage Souls

Review:
Zugegeben, mit der deutschen Band um den im Allgäu beheimateten Griechen Roberto Dimitiri Liapakis und ihren ersten beiden Alben hatte ich so meine Schwierigkeiten, aber spätestens mit ihrem  letzten Album "Never-Ending" haben mich MYSTIC PROPHECY mit ihrer eigenen Auffassung von Heavy Metal überzeugt. Auf "Savage Souls" geht der Fünfer noch abwechslungsreicher, frischer und stellenweise noch aggressiver bzw. düsterer zu Werke als gewohnt. Trotz der zuletzt aufgeführten Attribute macht sich im Sound von MYSTIC PROPHECY kaum Depression breit, denn die packenden Melodien sind meines Erachtens präsenter denn je. Obwohl während der 11 Dampfhämmer unverkennbar MYSTIC PROPHECY zu Gange sind, machen sich schon beim Opener "Shadows Beyond My Soul", der mit doppelläufigen Gitarren und einer bestechenden Doublebass-Arbeit brilliert, die knackig-frische Brise und unglaubliche Spielfreude, welche die Neuzugänge Markus Pohl (SYMPHORCE), Martin Grimm (beide Gitarre) und SACRED STEEL-Drummer Matthias Straub mitbringen, äußert positiv bemerkbar. Zu Höchstform laufen die Herrschaften allerdings mit dem höllisch groovenden "Master Of Sins", das sich mit hymnischen Chören in den Gehörgängen einhämmert, und dem tempovariablen "In The Darkness" auf. Auch mit dem kompromisslosen "Best Days Of My Life", das fast thrashige Ausmaße annimmt, und dem abschließenden 15min-Epos "Into The Fire" (klassikerverdächtig!), mit dem die Band ihre Raffinesse und den Mut zur Abwechslung eindruckvoll untermauern, dürften MYSTIC PROPHECY beim eingefleischten Heavy Metal-Fan voll ins Schwarze treffen. Das komplette Album vermittelt den Eindruck als hätte Sänger R.D. Liapakis nun endlich die richtigen Mitstreiter gefunden, die ihn sowohl gesanglich als auch produktionstechnisch zu Spitzenleistungen motivieren können. Geiles Teil!

Sonny

Trackliste: 1. Shadows Beyond My Soul - 2.  Master Of Sins - 3. Evil Empires - 4. Savage Souls - 5. In The Darkness - 6. Deception Of Hate - 7. Sins And Sorrows - 8. Best Days Of My Life - 9. Nightmares Of Demon - 10. Victim Of Fate - 11. Into The Fire

Moritz @ Gordeon Music

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MAJESTY/ Hellforces
  • Band: Majesty
  • Albumtitel: Hellforces
  • Spielzeit: 48:14 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Massacre Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Judas Priest, Manowar, Freedom Call, U.D.O.
  • Veröffentlichung: 24.02.2006
  • Charteinstieg: 13.03.2006 Platz Nr. 100
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Einen mehr als ordentlichen Appetizer auf ihr neues Album "Hellforces" haben uns MAJESTY bereits mit der EP "Sons Of The New Millennium" kredenzt. Neben dem Titeltrack jener Vorabveröffentlichung, befinden auf der neuen Langrille noch eine gute Hand voll knackig-metallischer Hymnen, mit denen die Band um Sänger Tarek "MS" Maghary, der hierzulande mittlerweile zu den fähigsten Shoutern zählt, und Leadgitarrist Rolf Munkes locker in die Spitze der europäischen Heavy Metal-Liga vordringen dürften. Dazu gehören allem voran der Opener/ Titeltrack und "Heavy Metal Desire", die beide eher an frühere JUDAS PRIEST-Glanztaten erinnern und somit den ewigen Vergleichen zu MANOWAR Einhalt gewähren. Zwar sind nach wie vor Einflüsse der selbsternannten „Kings Of Metal“ noch stellenweise präsent wie z. B. bei "Dance With The Demon", aber durch den Einsatz von Sopranistin Johanna Mott, die ebenfalls bei "Guardians Of The Dragon Grail" zu hören ist, führen sie ihren Sound in eine überraschende Richtung. Auf der anderen Seite sorgen Nummern wie "March Of Victory" oder "Like A Raptor", die stellenweise Bands wie FREEDOM CALL bzw. U.D.O. ins Gedächtnis des aufmerksamen Zuhörers rufen, dafür, dass "Hellforces" nicht nur das bis dato reifste, sondern auch vielfältigste Album der Band ist. Starke Vorstellung!

Sonny

Trackliste: 1. The Blessing - 2. Hellforces - 3. Dance With The Demon - 4. Sons Of A New Millennium - 5. Heavy Metal Desire - 6. March For Victory - 7. Like A Raptor - 8. Guardians of the Dragon Grail - 9. Freedom Heart - 10. Fight Forever - 11. Nowhere Man - 12. Metal Law 2006

Thanks to Sven @ MusicConsult

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MAJESTY/ Swords & Sorcery


FATAL SMILE/ Neo Natural Freaks
  • Band: Fatal Smile
  • Albumtitel: Neo Natural Freaks
  • Spielzeit: 41:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: GMR Music/ Sony BMG
  • Vergleichbare Bands: stellenweise frühere Deep Purple und Black Sabbath im zeitgemäßen Sound
  • Veröffentlichung: 24.02.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Bereits mit ihrem Debüt "Beyond Reality" ist den Schweden auf erfrischend lockere Art und Weise ein wirklich beneidenswerter Spagat zwischen der Tradition und Moderne gelungen. Gut drei Jahre später setzen sie nun mit "Neo Natural Freaks" ihre Mission in Sachen zeitgemäßer Rockmusik fort. Ganz unbekümmert und scheinbar frei von Erwartungsdruck fetzen uns die Mannen um Gitarrist Yuksel Unutmaz und Sänger H.B. Anderson (ex-TOKEN) 10 kantige und fettproduzierte Hard/ Heavy Rock-Kracher, wie sie zeitgemäßer nicht sein könnten, um die Ohren. Dabei stechen der rau-verspielte Stampfer "Crash And Burn", der einen dezenten orientalischen Touch aufweist, und der aggressiv-melodische Ohrwurm "Learn – Love – Hate" oder die moderne Rock ’N’ Roll-Nummer "Common People" besonders hervor. Wobei meine momentanen Favoriten eher "Quiet Chaos", das sich anhört als würde Zakk Wylde schleppende Doom-Kost a la BLACK SABBATH zelebrieren, und der atmosphärische Mördergroover "Practise What You Preach" sind. Also, wer bei zeitgemäßen und schnörkellosen Hard/ Heavy Rock nicht auf einen gewissen traditionellen Anteil verzichten möchte, sollte sich unbedingt an "Neo Natural Freaks" versuchen.

Sonny

Trackliste: 1. Neo Natural Freaks - 2. Bleeding Kiss - 3. Crash And Burn - 4. Learn - Love - Hate - 5. Quiet Chaos - 6. Practise What You Preach - 7. Dead Man Walking - 8. Colorblind - 9. Common People - 10. 11th Hour

Thanks to Ralph @ Indevent

weitere Reviews über FATAL SMILE:
FATAL SMILE/
Beyond Reality


PYRAMAZE/ Legend Of The Bone Carver
  • Band: Pyramaze
  • Albumtitel: Legend Of The Bone Carver
  • Spielzeit: 47:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Massacre Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Kamelot, Royal Hunt, Iced Earth
  • Veröffentlichung: 24.02.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
"Legend Of The Bone Carver" ist das zweite Album der Band um Gitarrist Michael Kammeyer und Ausnahmesänger Lance King (ex-BALANCE OF POWER/ MATTSON). Genau wie schon beim Vorgänger "Melancholy Beast" (2004) präsentiert die dänisch/ amerikanische Formation epischen und sehr melodischen Power Metal, der mit einer ordentlichen – nicht immer gerade leicht verdaulichen – progressiven Schlagseite aufwartet. So sind schon ein paar Durchläufe von Nöten bis sich Songs wie  das von raffinierten Breaks durchsetzte "Souls In Pain" und das immens gefühlsbetonte "She Whe Summoned Me", das durch die Einbindung von zarten Frauengesang (Christina Øberg) noch an Intensität gewinnt, oder das folklastige "Bring Back Life" als Highlights herauskristallisieren. Zugegeben, der hohe Gesang von Mr. King mag nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein, aber sie passt einfach perfekt zu den wunderschönen – meist von Streicherelementen getragenen – Arrangements. Außerdem ist als Pluspunkt aufzuführen, dass trotz Konzept-Ausrichtung die meisten Songs ganz problemlos für sich alleine stehen können. Fans der genannten Vergleichsbands werden sicherlich nicht von "Legend Of The Bone Carver" enttäuscht sein, denn hier sind richtig gute Musiker am Werk. Also reinhören Leute, es lohnt sich!

Sonny

Trackliste: 01. Era Of Chaos - 02. The Birth - 03. What Lies Beyond - 04. Ancient Words Within - 05. Souls In Pain - 06. She Who Summoned Me - 07. The Bone Carver - 08. Bring Back Life - 09. Blood Red Skies - 10. Tears Of Hate

Thanks to Sven @ MusicConsult

weitere Reviews über PYRAMAZE:
PYRAMAZE/
Melancholy Beast


  • Band: Code Of Perfection
  • Albumtitel: Last Exit For The Lost
  • Spielzeit: 47:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Limb Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Joey Tafolla, Joe Satriani
  • Veröffentlichung: 24.02.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
CODE OF PERFECTION ist die neue Band um ex-DEMON DRIVE-Gitarrist Thorsten Köhne, die vornehmlich Gitarrenfreaks und Instrumental Rock-Liebhaber ansprechen dürfte. Obgleich natürlich die Gitarrenkünste von Thorsten Kühne im Vordergrund stehen ("Flyin’ High", "Psychotic Nightmare" und "Shred It") werden seine beiden Sinnungsgenossen Bassist Keisuke Nishimoto (u. a. KELLY SIMONZ’S BLIND FAITH, JENNIFER BATTEN) und Schlagzeuger Frank Kraus (ex-DEMON DRIVE) nicht zu charakterlosen Statisten degradiert. Dies macht sich vor allem im thrashigen "Polka Beast Stempade", im verträumten "Heart Of Atlantis" (JOE SATRIANI lässt grüssen) und in der relaxt-virtuosen SemiAcoustic-Nummer "Underneath A Blue Kiss" bemerkbar. Für gesangliche Auflockerung sorgen drei Nummern, die Carsten „Lizard“ Schulz mit seinem ausdrucksstarken Organ veredelt hat. Allerdings muss ich zugeben, dass mich nicht alle drei Songs restlos überzeugen können. Während das gefühlvoll rockende "Walking On Thin Eyes" und das rotzig-virtuos groovende "Superwoman" auf Anhieb zu gefallen wissen, gehört das behäbig stampfende "Miracle Times" wohl zu den weniger berauschenden Nummern, denen Herr Schulz bisher seine Stimme geliehen hat. Die namhafte Gästeliste wird Alex Beyrodt (SILENT FORCE/ ex-SINNER), der auf "Heart Of Atlantis" seiner Gitarre ein atemberaubendes Solo entlockt, sowie von Keyboarder Ferdy Doernberg (AXEL RUDI PELL) und Michael Angelo (ex-NITRO) vervollständigt. Unterm Strich ein von Jochen Mayer (BOYSVOICE/ DOMAIN) gut produziertes Album, an dem die eingangs genannte Zielgruppe ihre Freude haben dürfte.

Sonny

Trackliste: 1. Last Exit For The Lost - 2. Flyin´ High - 3. Miracle Times - 4. Polka Beast Stampede - 5. Heart In Atlantis - 6. Walking On Thin Ice - 7. evil:FEX - 8. Psychotic Nightmare - 9. Superwoman - 10. Underneath A Blue Kiss - 11. Shred It!  

Thanks to Lizard @ COP


SORA/ Demented Honour
  • Band: Sora
  • Albumtitel: Demented Honour
  • Spielzeit: 46:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: UFO, Thin Lizzy, Kiss, Bad Company
  • Veröffentlichung: 24.02.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Obwohl Erol SORA laut CD-Info an unzähligen Studioaufnahmen beteiligt war und mit Mitgliedern von u. a. SURVIVOR oder QUIET RIOT zusammengearbeitet hat, war mir der Gitarrist, der zuletzt mit John Lawton (ex-URIAH HEEP/ LUCIFER’S FREIND) live- und veröffentlichungstechnisch unterwegs war, bisher völlig unbekannt. Nun legt er mit
"Demented Honour" sein Solo-Debüt vor, für das er nicht nur sämtliche Nummern selbst geschrieben hat, sondern sich auch für den Lead-Gesang verantwortlich zeigt. Während der 10 erdigen und straighten Nummern, die allesamt unüberhörbar ihre Wurzeln im Hard Rock der 70er und 80er Jahre haben, liefert er für einen hauptamtlichen Gitarristen eine überraschend gute Gesangsleistung ab. Als Highlights will ich den stampfenden Opener "Highway To Nowhere", das gitarrengetriebene "If You Ever Need Love" oder den schleppend bluesigen Abschluss "Rain" an das Herz eines jeden jung gebliebenen Rockers legen. Fazit: Zwar stehen auf "Demented Honour" die Songs im Mittelpunkt, aber nichtsdestoweniger kommen hier die Fans des gitarrenorientierten Hard Rocks voll auf ihre Kosten.

Sonny

Trackliste: 01. Highway To Nowhere - 02. Guilty - 03. Along The Way - 04. Barstool Corner - 05. NYC - 06. One Way Ticket - 07. Piece Of Paper - 08. Broken Dreams - 09. If You Ever Need Love - 10. Rain

Thanks to Sebastian @ MTM Music
&
Sven @ MusicConsult


THUNDRA/ Worshipped By Choas
  • Band: Thundra
  • Albumtitel: Worshipped By Chaos
  • Spielzeit: 57:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Black Lotus Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: eine Mischung aus Sisters Of Mercy, Rhapsody und Blind Guardian goes Black Metal  
  • Veröffentlichung: 24.02.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Wieder mal ein Abstecher in schwarze Metal-Gefielde gefällig? Da böte sich der Zweitling der Norweger THUNDRA bestens an, denn die Band um ex-ENSLAVED-Felldrescher Harald Magnus Helgeson und ex-EINHERJER-Tieftöner Stein Sund bietet auf "Whorshipped By Chaos" eine für das Genre ungewohnt melodische Kost, die sich aus der Melodic Rock/ Metal-Perspektive anhört als würde sich eine Mischung aus SISTER OF MERCY ("Hatred Declared"), RHAPSODY und BLIND GUARDIAN ("Shmphony Of Anguish") an epischen Black Metal versuchen. Da blitzen z. B. feurige Flamenco-Rhythmen ("At Autumn’s Fall"), akustische Folklore-Klänge verschiedenster Couleur ("Shattered Senses"), hymnische Refrains und erfrischend klarer Gesang zwischen eiskalten Riffs, schweren Rhythmusgeholze, genretypischem Gekeife/ Gekreische und tiefen Growls, die in ziemlich gemäßigter Form zum Einsatz kommen, verhältnismäßig stark durch. Für Melodic-Freaks dürfte sich vor allem die Ballade "The Existing Darkness", die mit wunderschön-dezenten Keyboards, verspielten Gitarrensoli und feinen Acoustic-Elementen glänzt, als besondere Leckerbissen erweisen. Kurzum: "Whorshipped By Chaos" ist  für Melodic Metaller, die gerne über den Tellerrand hinausschauen, zweifelsohne eine ziemlich interessante Sache.

Sonny

Trackliste: 1. On Thorns - 2. Feeling Lost - 3. Hatred Declared - 4. Silent Voice - 5. At Autumn's Fall - 6. Shattered Senses - 7. Symphony Of Anguish - 8. The Existing Darkness - 9. Worshipped by Chaos

Moritz @ Gordeon Music


PLATITUDE/ Silence Speaks
  • Band: Platitude
  • Albumtitel: Silence Speaks
  • Spielzeit: 42:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Threshold, frühere Queensrÿche, Masterplan
  • Veröffentlichung: 24.02.2006
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Mit "Silence Speaks" stemmt die schwedische Combo mittlerweile ihr drittes Album in die Läden. War der Erstling ("Secrets Of Life"/ 2003) noch ziemlich im neoklassischen Bereich angesiedelt, schlug die Band bereits mit dem zweiten Album ("Nine"/ 2004) deutlich progressivere Klänge an. Diese vielschichtigere Vorgehensweise ist auf dem neuen Silberling noch deutlicher spürbar, doch trotz der vermehrt auftretenden progressiven Elemente ist es der Band um Sänger Erik Blomkvist größtenteils gelungen ihren komplexen Sound mit einer federführenden und eingängigen Melodie auszustatten. Zwar scheint sich der Fünfer zuweilen in den Wirren zwischen progressiven Metal, AOR und melodischen Hard Rock etwas zu verhaspeln, aber mit dem verspielt-drückenden Opener "Tell The Truth", dem frisch aufrockenden Titeltrack und der neoklassisch angehauchten Doublebass-Hymne "Walk With Me" haben PLATITUDE durchaus ein paar Nummern am Start, die ohne weiteres auch die Anhängerschaft der eingangs erwähnten Bands ansprechen dürften.

Sonny

Trackliste: 1.Tell The Truth - 2.Silence Speaks - 3.Nobody's Hero - 4.Empty Inside - 5.Fear (It's Over Now) - 6.Don't Be Afraid - 7.Falling Down - 8.After The Storm -  9.Walk With Me - 10.You

Thanks to Birgitt @ GerMusica


PITBULLS IN THE NURSERY/ Lunatic

Review:
Manche Kapellen aus dem Black/ Death oder Extreme Metal-Bereich haben aus instrumententechnischer Sicht ein wirkliches Pfund auf der Pfanne, richten aber nicht allzu selten mit belanglosen und nervenden Gegröle, Gekeife oder Gegrunze wieder alles zugrunde, was sie sich vorher mit den Händen – sprich den Instrumenten – aufgebaut haben. In diese Kategorie fällt leider auch das hier vorliegende Debüt der französischen Extrem-Metaller PITBULLS IN THE NURSERY. Auf "Lunatic" erweisen sich die Mannen um Grölmonster Julien Foucault als hochversierte Musiker, die es verstehen Technik, Brutalität und Originalität in ihrer raffinierten Fusion aus Death, Thrash, Progressive Metal und Jazz ziemlich gekonnt in Einklang zu bringen. Leider hat der Frontmann den enormen Fähigkeiten seiner Mitstreiter nicht sonderlich viel entgegenzusetzen, da sein Gegröle im Vergleich zur Instrumentenfraktion ohne den geringsten Zweifel viel zu dumpf und farblos wirkt. Meines Erachtens wäre das Ergebnis um Welten besser ausgefallen, wenn die Mannen komplett auf die Vocals verzichtet bzw. nach einem deutlich facettenreicheren Frontmonster Ausschau gehalten hätten. Kurzum: Instrumentalisten hui, Vocalist pfui!

Sonny

Trackliste: 01. Lente Agonie - 02. Lunatic Factory - 03. W. Crew - 04. Impact - 05. Corrupt TV - 06. Strong - 07. Antagony - 08. Calibrated - 09. Monkey's Masturbation - 10. La Norme - 11. In My Veins

Moritz @ Gordeon Music


A.O.K./ Dreilochbegehbar & Herrenrundentauglich
  • Band: A.O.K.
  • Albumtitel: Dreilochbegehbar & Herrenrundentauglich
  • Spielzeit: 43:22 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 24.02.2006
  • Wertung: 3,5/ 10

Review:
Große Fortschritte gegenüber der letzten Schandtat "Kinderlieder Frei Ab 18" habe ich mir vom neuen A.O.K.-Album nicht wirklich erwartet, zumal der Titel "Dreilochbegehbar & Herrenrundentauglich" akustisch-obszöne Lärmbelästigung erwarten lässt. Zwar werden die 18 nicht kindergeburtstauglichen Punk/ Hardcore-Orgien aus textlicher Hinsicht ihrem nicht jugendfreien Titel mehr als gerecht und zeugen zudem nicht gerade von großer Individualität, aber – oh Wunder – die Frankfurter scheinen doch tatsächlich Herr ihrer Instrumente geworden zu sein und sogar Melodien haben sich in den bisher nichtssagenden Sound der selbsternannten Nothingcore-Könige eingeschlichen. Dies ist den Herrschaften allem voran mit der fetzigen Punknummer "Arschgeweih Auf Hinterlader", dem bassschwangeren Titeltrack und dem Semi-Akustiksong "Speak Hessisch Or Die", das den Frankfurter Dialekt hochleben lässt, ziemlich gut gelungen. Bei "Luftaufsichtsbaracke" und "Marihuana", die sich als ziemlich gelungene Interpretationen von REINHARD MEYs "Über Den Wolken" und des mehr als lästigen 2004er Sommerhits "Dragostea Din Tei" (O-ZONE/ HAIDUCII) erweisen, würde ich fast soweit gehen selbige als „Highlights“ (kultverdächtig sind sie allemal!) zu bezeichnen. Aber diese Titel können nicht wirklich über den musikalischen Gesamtgehalt von "Dreilochbegehbar & Herrenrundentauglich" hinwegtäuschen, denn das meiste Material grenzt nach wie vor an Rohstoffverschwendung. Trotzdem: sollte A.O.K. mit dem nächsten Album nochmals ein derartiger Fortschritt gelingen, dann mache ich mir wirklich ernsthaft Sorgen um ihr musikalisches „Tiefflieger“-Image. 

Sonny

Trackliste: 1. Mach die Fresse auf - 2. Fleischpeitsche - 3. Arschgeweih und Hinterlader - 4. Gertrud 1 das Girl vom Wurststand - 5. Luftaufsichtsbaracke - 6. Rockstars oder Motörboot - 7. Dreilochbegehbar und Herrenrundentauglich - 8. Marihuana - 9. Gertrud 2 - 10. Strenge Windelerziehung - 11. Röschenhof - 12. Schwing dein Ding - 13. Speak hessisch or die - 14. Popp-Song - 15. Schacht-Taifun - 16. Assialkisexidrogi - 17. Wallungen in der Wallachai - 18. Gertrud 3

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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Kinderlieder Frei Ab 18

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Last Update: Tuesday, 25. April 2006
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Sonny