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Review:
Also, langsam werden mir die Hessen wirklich unheimlich. Nach zwei Hammeralben,
auf die jeweils eine Welttournee folgte, die ihren Namen alle Ehre machte,
bringen EDGUY erneut das unfassbare Kunststück zustande nochmals eine Schippe
draufzupacken. Dies geschieht auf ihrem neuesten Meisterwerk "Rocket
Ride" in
derart lässiger und unverkrampfter Manier, dass man glauben könnte es wäre
ein Kinderspiel. Mit einer ungebrochenen und unbändigen Spielfreude pusten uns
die Mannen um Frontmann Tobias Sammet z. B. mit der 7½minütigen Bombast-Hymne "Asylum",
der wuchtig-filigranen Rocknummer "Wasted Time" oder "Out Of
Vogue", das im klassischen EDGUY-Style mächtig aus den Boxen prescht, das
Schmalz aus den Ohren. Natürlich darf bei einer Produktion des Fünfer auch der
Spaß nicht zu kurz kommen, so hat Tobias Sammet den „Gute
Laune“-Doublebass-Kracher "Return To The Tribe" doch tatsächlich
mit einem gesungenen Gitarrensolo veredelt. Nicht weniger gute Laune verbreitet
die Singleauskopplung "Superheroes" oder der Stampfer "Catch The
Century" (Meister Tobi ist hier voll in seinem Element und ist kaum
einzubremsen), die beide mit ihren Ohrwurm-Chorussen bzw. -Refrains unweigerlich
zum munteren Mitträllern auffordern. Auf der anderen Seite überrascht die Band
mit einer ungewohnt modernen, in sphärischen Samples gebetteten Nummer wie
"Matrix", die aber nicht im geringsten druck- oder kraftlos wirkt.
Irgendwie vermittelt die neue Scheibe gegenüber den beiden Vorgängern auch ein
kompakteres und wärmeres Gesamtbild, was vielleicht damit zusammenhängen mag,
dass die Mannen erstmals Gitarren, Bass und Schlagzeug gleichzeitig –
sozusagen live – in einem Raum aufgenommen haben... Schön, dass es so etwas
in der heutigen Zeit noch gibt! Oder sollte man besser sagen: „wieder
gibt!?!“
P.S. solltet ihr euch in diesen sehr eisigen Tagen nach Sonne, Strand und Meer
sehnen, dann holen EDGUY euch mit der Strand-Partynummer "Trinidad"
auch noch die Karibik ins Wohnzimmer ![]()
| Trackliste: | 1.
Sacrifice - 2. Rocket Ride - 3. Catch Of The Century - 4. Asylum - 5.
Return To The Tribe - 6. Save Me - 7. Matrix - 8. Out Of Vogue - 9.
Superheroes - 10. Wasted Time - 11.Trinidad |
Thanks
to Markus @ Nuclear Blast
weitere Reviews über EDGUY:
EDGUY/ Mandrake
EDGUY/ Hellfire Club
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Das Jahr hat gerade erst begonnen und schon jagt ein Killer-Album das nächste!
Die wohl größte Überraschung – und das gleich in zweifacher Hinsicht – dürfte
wahrscheinlich die Comeback-Scheibe von MAD MAX darstellen, denn erstens hat
wohl niemand wirklich mit einer Re-Union im "Night Of Passion"-Lineup
gerechnet und zweitens hat in textlicher Hinsicht ein Umbruch/ -denken
stattgefunden. MAD MAX liefern mit ihrem mittlerweile fünften Studio-Output
zwar ein gewohnt knackiges und eingängiges Rockalbum ab, nur mit dem feinen
Unterschied, dass der Vierer um Gitarrist Jürgen Breforth und Sänger Michael
Voss (CASANOVA/ ex-DEMON DRIVE) diesmal mit aussagekräftig-christlichen Texten
aufwartet, anstatt mit typischen Rock ’N’ Roll-Klischees zu protzen. Jede
der 11 Nummern (inkl. Instrumental "(Just A) Melody") ist ein kleines
Meisterwerk für sich, das den gespannten Zuhörer vom Fleck weg mit packenden
Refrains und fetten Gitarren zu faszinieren weiß... Sei’s nun der fett
rockende Opener "To Hell And Back Again", der fast kindlich verspielt
beginnt und in den Chören einen dezenten TEENS-Touch aufweist, oder die Überhymne
"Hope To See You" und der schwärmerisch-mystische Midtempo-Stampfer
"Bad Day In Heaven". Außerdem haben die Münsteraner mit "Unbelievable"
eine Hammer-Ballade am Start, die mit unglaublich viel Seele und Gefühl auch
das hartgesottenste Rockerherz zum Schmelzen bringen dürfte. Des weiteren dürften
der Tanzflächen-Stampfer "Raise Your Voice" (kultverdächtig!) und
der leicht neoklassisch angehauchte Titeltrack, der mit einem imposanten
Orgelspiel eingeleitet wird, bei Live-Konzerten so manchen Club in seinen
Grundmauern erschüttern. Abgerundet wird das rundum gelungene Comeback durch
eine gewohnt makellose Produktion aus dem Hause Voss. Kurzum: Für was braucht
die hiesige Christen Rock-Gemeinde noch Importe wie STRYPER? Wir haben doch MAD
MAX... Welcome back!!!
| Trackliste: | 1. To Hell And Back - 2. Losing It Again - 3. Hope To See You - 4. Unbelievable - 5. Sign - 6. Homeless - 7. Raise Your Voice - 8. Upon My Soul - 9. Bad Day In Heaven - 10. N.O.W.R. - 11. (Just A) Melody |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
weitere Reviews über MAD MAX:
MAD MAX/ White Sands
(Album Of The Month/ February 2007)
MAD MAX/ In White (EP) (Acoustic-Tipp/ September 2006)
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Review:
Fast 4½ Jahre ist es her,
dass KATJA WERKER mit ihrem Debüt "Contact Myself" die hiesige
Pop-Szene mit zerbrechlich wirkenden Songs belebt hat. Nun kehrt sie mit ihrem
zweiten Album "Leave That Thing Behind" zurück, das zwar eindeutig
anders wie der Vorgänger angelegt ist, aber mit genauso melancholischen und
traurigen Momenten die Zuhörerschaft auf Anhieb in den Bann zieht. Nur mit dem
Unterschied, dass es Frau WERKER gelungen ist dem neuen Material noch mehr Tiefe
zu verleihen. Dies liegt nicht nur an der Tatsache, dass sie ihre Songs selbst
schreibt, sondern diesmal auch (fast) alle Instrumente selbst eingespielt, sowie
selbst produziert, arrangiert und gemischt hat. So kreiert sie aus akustischer
Instrumentierung, programmierten Beats, Loops und Samples einen kontrastreichen
und eigenständigen Sound, den sie dann mit ihrem hauchzarten Gesang das gewisse
Etwas verleiht. Aus dem mit Highlights bespickten Album will ich mal den
ermunternden Opener "Pony Ride On", der u. a. mit folkigen Banjo-Parts
überrascht, und das melancholische "Freedom Inside", das
stellenweise an die Anfangsphase von SUZANNE VEGA erinnert, oder das eigenwillig
interpretierte PETER GABRIEL-Cover "Mother Of Violence" blind als
Anspieltipps herausgreifen. Außerdem wissen "Very Hard Time", dessen
Motor pumpende Electronic-Beats und fast swingende Karibik-Rhythmen sind, sowie
das aufwendig arrangierte "When I Speak" zu begeistern. Ein
faszinierendes Album, bei dem es auch nach dem x-ten Durchlauf noch unglaublich
viel zum Entdecken gibt. In der hektischen Zeit heutzutage bilden die zehn
Nummern mit sehr viel Seele eine Oase der Ruhe. In diesem Sinne: Einfach anhören
und wirken lassen!
| Trackliste: | 01.
Pony Ride On 4’33 |
Thanks to Sebastian @ SPV
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Review:
Nachdem AXXIS bereits auf dem Vorgänger spürbar etwas an Härte zugelegt und
ihre Chöre etwas bombastischer angelegt haben, sind die Mannen um Sänger
Bernhard Weiss auf ihrem mittlerweile 9. Studio-Album noch einen Schritt
weitergegangen. Ohne ihren Trademarks – den hymnisch-tragenden Refrains –
abzusagen, bedienten sie sich diesmal verstärkt der gesanglichen Unterstützung
von Sängerin Lakonia, die auch schon auf "Time Machine" einige Backgrounds beigesteuert
hat. Durch den hohen und klaren Gesang der Dame lassen sich zwar gewisse Ähnlichkeiten
zu NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATION & Co. nicht von der Hand weisen, aber
trotzdem ist dieses Element nur als eine weiterführende Zutat im urtypischen
AXXIS-Sound anzusehen. Diese mystisch-symphonische Verfeinerung macht sich vor
allem beim Stampfer "Take My Hand" und der großartigen Ballade "Don’t
Leave Me", die Bernhard Weiss beide mit Lakonia im Duett zum Besten gibt,
sehr positiv bemerkbar. Dem stehen echte Power-Hymnen wie "Talisman"
und das röhrende "Passion For Rock" entgegen, die ohne jeden Zweifel
das Flair der früheren Bandgeschichte in sich tragen. Die absoluten Höhepunkte
sind allerdings das groovige "Lady Moon" und das lässig stampfende
"Stand By Me", die sich eigentlich beide nahtlos in die Live-Klassiker
des Fünfers einreihen dürften. Mit dieser Scheibe, die natürlich wieder mit
einer Top-Produktion aufwartet, zeigen AXXIS erneut, dass sie nach wie vor zur
Speerspitze des deutschen Melodic Metals gehören und ihren Sound immer wieder
mit neuen Akzenten zu veredeln wissen. Also, einerseits ein typisches
AXXIS-Album, andererseits aber wieder auch nicht! Sei’s drum: Jedenfalls eine
verdammt knackige und geile Scheibe.
| Trackliste: | 1. Paradise In Flames (Intro) - 2. Dance With The Dead - 3. Tales Of Glory Island - 4. Take My Hand - 5. Will God Remember Me - 6. Talisman - 7. Don `t Leave Me - 8. Lady Moon - 9. Ice Wind - 10. Stay By Me - 11. Gods Of Rain - 12. Passion For Rock - Limited Edition: 13. Break your soul - 14. Tales of glory Island (extended version) + Video "The Making of Paradise in Flames" & Screensaver |
Thanks to Rebecca @
AMF Records
weiter Reviews über AXXIS:
AXXIS/ Best Of Ballads & Acoustic Specials
(Schmankerl/ November 2006)
AXXIS/ Eyes Of The Darkness
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Hier ist es nun, das erste RHAPSODY-Live-Album! Wer die Studio-Alben der
Italiener kennt, dem dürfte klar sein, dass sich das aufwendige arrangierte,
symphonisch- und bombastbeladene Konzept-Material nicht so ohne weiteres einfach
auf der Bühne umsetzen lässt. Um so verblüffender ist das Resultat auf "Live
In Canada 2005 – The Dark Secret", das nicht nur mit einer berauschenden
Live-Atmosphäre, sondern auch mit einer nahezu brillanten Live-Umsetztung
aufwartet, sodass eigentlich kaum eine der dargebotenen Nummern von ihrer ursprünglichen
Magie eingebüsst hat. Während der Spielzeit von ziemlich genau einer Stunde fährt
die Band um das Songwriter-Duo Gitarrist Lucca Turilli und Keyboarder Alex
Staropoli ein schweißtreibendes Best Of-Programm auf, das es gewaltig in sich
hat. Dabei hinterlassen besonders "Erian’s Mystical White Book", das
in einem tosenden Drum-Solo endet, der imposant-verspielte "March Of The
Swordmaster" und das absolut mitsingtaugliche "Emerald Sword"
einen nahezu überwältigenden Eindruck. Ob die Herrschaften bzw. wie viel sie
im Studio nachgeholfen haben, lässt sich allerdings nur schwerlich feststellen
und wird wohl auf ewig ein Geheimnis der Band bleiben. Jedenfalls ist "Live
In Canada 2005 – The Dark Secret" ein unglaublich fesselndes und
ergreifendes Live-Dokument!
| Trackliste: | 01. The Dark Secret - 02. Unholy Warcry - 03. Wisdom Of The Kings - 04. The Village Of Dwarves - 05. Erian´s Mystical White Book - 06. Dawn Of Victory - 07. Lamento Eroico - 08. Nightfall On The Grey Mountains - 09. March Of The Swordmaster - 10. Emerald Sword - 11. Gran Finale |
Thanks to Wolf @ Sure Shot Worx
weitere Reviews über RHAPSODY:
RHAPSODY/ Power Of The
Dragonflame
![]() |
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Review:
Bereits mit den ersten beiden Werken der "Bayreuth"-Reihe hat der
einstige NDW-Star die Gemüter der Nation erhitzt und gespalten. Dies wird
bestimmt auch bei "Bayreuth 3" der Fall sein, denn fernab von Deutschtümelei
versucht uns Joachim WITT mit seinem wohl bisher politischsten Album wieder
etwas mehr Achtung, Verständnis und Selbstbewusstsein für unsere Kultur und
unserer Land in jedem von uns zu Wecken. Durch die Texte von
"Menschen", "Wem Gehört Das Sternenlicht" und "Tief In
Der Tiefe" stellt er die Machtgier der nationalen bzw. globalen Politik an
den Pranger und appelliert an das Umdenken und die Verantwortung eines jeden
Einzelnen. Die musikalische Ausrichtung ist genauso düster, kompromisslos und
hart wie auf den beiden ersten Teilen, nur mit dem feinen Unterschied, dass
"Bayreuth 3" mit ungewöhnlich eingängigen Melodien aufwartet
("Wo Versteckt Sich Gott", "Hundert Leiber") und sich auch
vielschichtiger präsentiert. Sein an „NDH-Härte meets Klassik“ gerichteter
Sound greift nicht nur Pop-, Rock- und Gothic-Elemente auf, sondern streift in
Form von "Die Macht" auch seine NDW-Vergangenheit. Die Highlights
einer durchgehend fesselnden Scheibe sind das atemberaubende Duett
"Abendrot" mit Tilo Wolff, bei dem der LACRIMOSA-Kopf unverkennbar
auch kompositorisch die Fäden in der Hand hält, und "Der Turm", mit
dem sich WITT vor den Mut der „Edelweißpiraten“ (einer oppositionellen
Jugendgruppe während des NS-Regimes) verbeugt. Aber auch "Schmutz"
und "Ich Spreng Den Tag" dürfte in den Düstertempeln der Nation das
Gewölbe zum Wanken bringen. Ziemlich gekonnt finde ich auch
"Neuland", das von der Dramatik her stellenweise eklatant an FALCOs
"Jeanny" erinnert. Nachdem sich WITT mit seinem letzten Album
"Pop" (erwachsen und gereift) stellenweise leicht wieder seinen
NDW-Wurzeln genähert hat, schlägt er auf dieser Scheibe wieder in gewohnter
"Werkreihe Bayreuth"-Manier zu – Also, keineswegs leichtverdaulich,
aber dafür umso packender!
| Trackliste: | 1. Dämmerung (intro) - 2. Ahhh!!! - 3. Menschen - 4. Wem Gehört Das Sternenlicht? - 5. Schmutz - 6. Wo Versteckt Sich Gott - 7. Abendrot (Duett mit Tilo Wolff/ Lacrimosa) - 8. Neuland - 9. Hundert Leiber - 10. Leben Im Staub - 11. Die Macht - 12. Tiefenrausch - 13. Der Turm (Edelweisspiraten) - 14. Ich Spreng Den Tag - 15. Tief In Der Tiefe |
Thanks to Florian @ Hardbeat Propaganda
weitere Reviews über WITT:
WITT/ Eisenherz
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Reviews for January 2006 (release date 21.01. - 31.01.2006)
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Update: Tuesday, 14. March 2006
created in January 2001 © by Sonny