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THE DEVIN TOWNSEND BAND/ Synchestra
  • Band: The Devin Townsend Band
  • Albumtitel: Synchestra
  • Spielzeit: 65:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Frank Zappa, Steve Vai, King Crimson
  • Veröffentlichung: 27.01.2006
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Eigentlich ist mir DEVIN TOWNSEND (abgesehen von den diversen STEVE VAI-Alben) bisher eher durch seine extrem hysterischen und aggressiven Veröffentlichungen wie z. B. der letzte STRAPPING YOUNG LAD-Scheibe "Alien", mit der ich persönlich nicht wirklich viel anfangen konnte, aufgefallen. Dass Hevy Devy aber auch anderes kann – ohne dabei aber weniger abgefahren zu wirken – zeigt er mit "Synchestra", einem für seine Verhältnisse beinahe unbeschwerten und heiteren Album. Diese Eigenschaften werden vor allem vom hoffnungsschöpfenden Acoustic-Opener "Let It Roll", dem riffbeladenen – durch Country-Strings aufgelockerten – Epos "Triumph", bei dem unverkennbar Mr. STEVE VAI auf den Saiten zelebriert, oder dem "Babysong", der kindlich verspielt im Polkatakt glänzt, vehement untermauert. Auch das anschließende Kurz-Instrumental "Vampolka" galoppiert mit ungeahnter Leichtfüßigkeit auf den erstaunten Zuhörer zu. Aber was wäre eine DEVIN TOWNSEND-Scheibe ohne die gefürchteten und berühmt berüchtigten „Ausbrüche“ des Metal-Madmans, die z. B. im orientalisch angelegten "Pixillate" oder "Judgement", das mit Bolero-Rhythmik verzaubert, in gezügelter Form zum Zuge kommen? Mein persönlicher Favorit hingegen ist der schmissige Finisher "Notes From Africa", der mit Abstand eingängigste Song... nur eben leider viel zu kurz. Dieser Umstand ändert aber nichts im geringsten an der Tatsache, dass "Synchestra" ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Album mit unglaublich großen Unterhaltungswert geworden ist.

Sonny

Trackliste: 1. Let It Roll - 2. Hypergeek - 3. Triumph - 4. Babysong - 5. Vampolka - 6. Vampira - 7. Mental Tan - 8. Gaia - 9. Pixillate - 10. Judgement - 11. A Simple Lullaby - 12. Sunset - 13. Notes From Africa

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


BOB CATLEY/ Spirit Of Man
  • Band: Bob Catley
  • Albumtitel: Spirit Of Man
  • Spielzeit: 62:34 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Magnum, Rainbow, Hard Rain
  • Veröffentlichung: 27.01.2006
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Fast zwei Jahre hat sich MAGNUM-Sänger BOB CATLEY für seinen "When The Empire Burns"-Nachfolger zeitgelassen. Im Gegensatz zum letzten Werk, das mit seiner Metal-lastigen Ausrichtung ordentlich zu überraschen wusste, spielt sich auf "Spirit Of Man" wieder alles in gewohnt episch-hardrockigen Gefilden ab. Diesmal hat er sich durch Gitarrist Vince O’Regan, Dave Thompson und Paul Uttley gleich von drei verschiedenen Leuten ein Dutzend großartiger Songs auf den Leib schreiben lassen, von denen sich vor allem die ergreifende Ballade "Last Snows Of Winter", der hymnisch-stampfende Titeltrack und der Midtempo-Kracher "Jugdement Day" (starke Acoustic-Arbeit) sowie der Uptempo-Rocker "Last To The Night" und das balladesk-verspielte "Beautiful Mind" (großartige Arrangements) auf Dauer in den Gehörgängen eingraben. Gekrönt wird das Werk durch das abschließende 8min-Epos "End Of The Story", das sofort Erinnerungen an "A Storyteller’s Night" wach werden lässt. Allerdings weißt die Produktion leider nicht annähernd die edle Güte auf, die das Songmaterial im Grunde verdient. Bei einer etwas druckvolleren Produktion wäre mit Sicherheit die absolute Topnote fällig gewesen... wirklich mächtig schade drum!

Sonny

Trackliste: 1. Heart Of Stone - 2. Moment Of Truth - 3. In The Name Of The Cause - 4. Blinded By A Lie - 5. Last Snows Of Winter - 6. Spirit Of Man - 7. The Fire Within Me - 8. Judgement Day - 9. Lost To The Night - 10. Beautiful Mind - 11. Walk On Water - 12. End Of The Story

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über BOB CATLEY:
BOB CATLEY/ When Empires Burn
MAGNUM/ Brand New Morning
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Middle Earth


MAJESTY/ Sons Of A New Millennium (EP)
  • Band: Majesty
  • Albumtitel: Sons Of The New Millennium (EP)
  • Spielzeit: 21:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Massacre Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Manowar, Accept, Freedom Call
  • Veröffentlichung: 27.01.2006
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Als kleinen Vorgeschmack auf ihr neues Album
"Hellforces" schicken MAJESTY die EP "Sons Of A New Millennium" ins Rennen. Vom kommenden Werk werden uns aber nur der Titeltrack, der als Metal-Hymne in allerbester Manier ums Eck marschiert, und die Orchestral Version der Ballade "Guardians Of The Dragongrail" (arrangiert von Tom Grabner/ CRYSTAL BALL), bei der Sänger Tarek „MS“ Maghary von einer Sopran-Vokalistin namens Johanna Mott unterstützt wird, präsentiert. Dazu gesellen sich mit dem Groover "Make It, Not Break It" ein Non-Album-Track, der wahrscheinlich auch ACCEPTs "Balls To The Wall" gut zu Gesicht gestanden hätte, die Live-Version von "Hail To Majesty" und eine remasterte Version des "Sword & Sorcery"-DPL-Bonustracks "Ride And Fight". Da sich das Material über die verschiedensten Schaffensperioden von MAJESTY erstreckt, lässt sich an dieser EP sehr gut die Weiterentwicklung der Band verfolgen. Falls sich auf dem neuen Album mehr Nummern vom Kaliber von "Sons Of A New Millennium" tummeln sollten, dürften sich MAJESTY vom ewigen Vergleich zu MANOWAR entgültig freischwimmen können. Man darf gespannt sein...

Sonny

Trackliste: 1. Sons Of A New Millennium (single version) - 2. Make It, Not Break It - 3. Guardians Of The Dragongrail (orchestral version) - 4. Hail To Majesty (live) - 5.  Ride And Fight (remastered) 

Thanks to Sven @ MusicConsult

weitere Reviews über MAJESTY:
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Reign In Glory
MAJESTY/ Swords & Sorcery


FARO/ Angelost
  • Band: Faro
  • Albumtitel: Angelost
  • Spielzeit: 47:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Hardline, Scorpions, Bonfire, Dark Sky
  • Veröffentlichung: 27.01.2006
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Vor 2½ Jahren hat Chity Somapala, der mir bis dato eigentlich nur als Sänger der Prog-Band AVALON ein Begriff war, mit seiner neuen Formation FARO ein neues Standbein geschaffen. Überraschenderweise hatte das Debüt
"Dawn Of Forever" wenig mit der progressiven Vergangenheit des charismatischen Frontmanns zu tun, sondern zielte verstärkt auf melodischen Hard Rock ab. Mit dem Zweitling "Angelost" schlägt man noch etwas tiefer bzw. härter in diese Kerbe. Mit komplett neuer Mannschaft, die sich aus den beiden JADED HEART-Mannen Barish Kepic (Gitarre) und Michael Müller (Bass) sowie ex-BONFIRE-Kesselflicker Dominik Hülshorst zusammensetzt, serviert uns der aus Sri Lanka stammende Sänger 10 Songs, die jede Menge Drive und Rhythmus, aber auch wahnsinnig viel Gefühl besitzen. Da wären einerseits solche Groover wie "World Of Fools", der stellenweise – nicht zuletzt wegen Somapalas ausdrucksstarken Organ – Parallelen zu den SCORPIONS ziehen lässt oder die mit erfrischend-dezenten Keyboards und geile Riffs ausgestattete Uptempo-Nummer "Forbidden Land". Auf der anderen Seite zeigt sich der Vierer mit hypnotisierend-gefühlvollen Momenten wie "Heavenly Light" und dem mit seichten Country-Elementen angereicherten "The One" (erinnert irgendwie an BONFIRE) von der balladesken Seite. Außerdem hat es mir persönlich der sphärische Stampfer "Damned Eternally" und die knackige Coverversion von BRUCE SPRINGSTEENs "Dancing In The Dark" angetan. Ein wirkliches starkes und abwechslungsreiches Melodic Rock-Album!

Sonny

Trackliste: 01. Desdemona 0,56 - 02. Desert Moon 5,40 - 03. World of Fools 5,05 - 04. The Forbidden Land 4,18 - 05. Heavenly Light 3,54 - 06. Strange Dreams 5,48 - 07. Damned Eternally 4,04 - 08. Where did it go 4,18 - 09. The One 5,03 - 10. Destination 4,40 - 11. Dancing in the Dark 3,43

Thanks to Sebastian @ MTM Music


TONY O'HARA/ Escape Into The Sun
  • Band: Tony O’Hara
  • Albumtitel: Escape Into The Sun
  • Spielzeit: 54:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Praying Mantis, Allen|Lande
  • Veröffentlichung: 27.01.2006
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
TONY O’HARA dürfte den meisten als ehemaliger Sänger von PRAYING MANTIS bekannt sein, denn schließlich hat der ausdruckstarke Sänger wohl die beiden besten Alben ("Forever In Time"/ 1998 und "Nowhere To Hide"/ 2000) der britischen Melodic Rocker mit seinem Organ veredelt. Nun präsentiert er uns überraschend sein Solodebüt, das er unter tatkräftiger Mithilfe von Magnus Karlsson eingespielt hat. Der LAST TRIBE-Gitarrenwirbelwind zeigt sich nicht nur für Co-Songwriting und Produktion verantwortlich, sondern bedient auf "Escape Into The Sun" auch sämtliche Instrumente. Geboten werden 12 gute bisweilen erstklassige Nummern, die sich – gepaart mit einem Hauch von dramatischen und progressiven Elementen – zwischen melodischen Hard Rock (Titeltrack) und Heavy Metal ("Dreamless Nights") hin- und herpendeln. So kristallisieren sich z. B. der metallisch-stampfende Opener, der stellenweise an den letzten MASTERPLAN-Geniestreich erinnert, und der Melodic-Groover "High Enough" oder die (Halb)Ballade "My Final Prayer", die durch den Kontrast von erfrischend-quirligen Pianoparts und modernen Sequenzen eine besonders ergreifende Atmosphäre aufbaut, als Höhepunkte auf diesem Silberling heraus. Kurzum: Wer bereits die letzten Produktionen (STARBREAKER, ALLEN|LANDE) von Magnus Karlsson kennen und lieben gelernt hat, wird auch an "Escape Into The Sun" nur schwerlich vorbeikommen, wenngleich man hiermit den bereits erwähnten Projekten nicht ganz das Wasser reichen kann. 

Sonny

Trackliste: 1. Broken Soul - 2. Escape Into The Sun - 3. No More Innocence - 4. High Enough - 5. My Final Prayer - 6. Dreamless Nights - 7. More Than We Know - 8. Close To Me - 9. Evil Love - 10. Black Wings - 11. Start All Over - 12. Never Alone

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


BENEDICTUM/ Uncreation
  • Band: Benedictum
  • Albumtitel: Uncreation
  • Spielzeit: 53:29 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Warrior, Tad Morose, Black Sabbath
  • Veröffentlichung: 27.01.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
„Da haut’s mir doch glatt das Blech weg!“ Überraschend old school-mäßig – gepaart mit einer wohldosierten modernen Schlagseite – donnern die 11 Songs auf dem Debüt von BENEDICTUM aus den Boxen
. Die stimmlich voluminöse Sängerin Veronica Freeman, die stellenweise an ROB ROCK erinnert, und ihre vier Männer spielen einen ehrlichen Metal-Sound, der mit mörderischen Riffs, fetten Grooves und einer dezenten Portion Doom zu gefallen weiß. Trotz der herzerfrischenden Härte kommt bei BENEDICTUM auch der melodische Aspekt nicht zu kurz, dessen Fundament die stets präsenten, aber unaufdringlichen Keyboards sind. So wird der wahre Metal-Maniac mit dem sphärisch-abgefahrenen Rock ’N’ Roller "#4" (ein mächtiges Doublebass-Gewitter mit geilen Mitgröl-Chören) und "Misogyny", das mit majestätischen Keyboards aufwartet, oder dem knallharten Headbanger-Donnerwetter "Ashes To Ashes" hervorragend bedient. Zudem hat sich die Band mit Bravur gleich an zwei „heilige“ BLACK SABBATH-Nummern herangewagt. Klar, dass ihre Interpretation von "Heaven And Hell" und "The Mob Rules" nicht an die Magie der Originale herankommen, aber sie haben den beiden Klassikern ganz ungeniert und würdig ihren Stempel aufgedrückt. Das Highlight der Scheibe ist für mich allerdings der lässige Groover "Wicca", der bei Live-Auftritten den San Diegos wahrscheinlich mörderisch abgehen dürfte. Abgerundet wird das sehr respektable Debüt durch eine erfreulich fette Produktion. Ich glaube, dass wir in Zukunft noch Großes BENEDICTUM hören werden.

Sonny

Trackliste: 01. Uncreation - 02. Benedictum - 03. #4 - 04. Misogyny - 05. Ashes to Ashes - 06. Wicca - 07. Heaven and Hell - 08. Them - 09. Two Steps To The Sun - 10. Valkyrie Rising - 11. The Mob Rules

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


AOR/ L.A. Attraction
  • Band: AOR
  • Albumtitel: L.A Attraction
  • Spielzeit: 53:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Toto, Radioactive, Foreigner
  • Veröffentlichung: 27.01.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen ist der westcoastige Sound nicht unbedingt die Offenbarung für Papas Sohn. Die meisten Veröffentlichungen aus diesem Bereich präsentieren sich in der heutigen Zeit einfach zu zahnlos und stromlinienförmig. Zweifellos gehört Frédéric Slama (Gitarren, Bass, Keyboards) mit seinem Projekt AOR spätestens seit dem letzten Album
"Dreaming Of L.A" zu der raren Spezies, die durch eine gelungene Verschmelzung von Westcoast und AOR für frischen Wind in diesem etwas angestaubten Genre sorgen. Zwar kommt das neue – deutlich gitarrenorientiertere – Werk "L.A Attraction" nicht ganz an den fast genialen Vorgänger heran, aber nichtsdestotrotz dürften gerade z. B. der dezent stampfende Opener "How Could I Ever Forgive Her" oder die großartige Ballade "Like An Open Book" ein echter Ohrenschmaus für die Fans von FOREIGNER sein. Diese beiden Nummern – sowie das verträumte "Last Chance Of Love" (Strandfeeling pur!) und das leicht swingende "L.A Winds" – die allesamt von PHILIP BARDOWELL intoniert werden, bilden die Highlights auf diesem glasklar produzierten und liebevoll arrangierten Album (Slama, Denander, Friestedt, Diggs). Die reinrassigen Westcoast-Freaks hingegen werden wahrscheinlich eher dem Westcoast-Paradebeispiel "Tears In The Rain" (Rick Riso) oder dem souligen "Give A Little Love" (Dane Donohue) den Vorzug geben. Neben Westcoast-Arbeitstier Tommy Denander (Gitarren, Keybords, Bass) konnte Frédéric Slama erneut solch namhafte Musiker wie Steve Lukather (TOTO), Michael Landau oder David Diggs für sein Projekt begeistern.

Sonny

Trackliste: 01. HOW COULD I EVER FORGIVE HER - 02. DON’T EVER SAY GOODBYE - 03. ONE MORE CHANCE - 04. LIKE AN OPEN BOOK - 05. THE HOUSE OF LOVE - 06. TEARS IN THE RAIN - 07. I WON’T GIVE UP ON YOU - 08. THE SPARK OF MY SOUL - 09. LAST CHANCE AT LOVE - 10. L.A WINDS - 11. GIVE A LITTLE LOVE - 12. LOST IN YOUR EYES

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über AOR:
AOR/ L.A Concession (Klassiker-Tipp/ November 2006)


AMBITION/ Ambition
  • Band: Ambition
  • Albumtitel: Ambition
  • Spielzeit: 57:43 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Mecca, Radioactive, Vertigo
  • Veröffentlichung: 27.01.2006
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Frontiers Records-Präsident Serafino Perugino scheint immer wieder ein glückliches Händchen in Sachen Melodic Rock-Projekten zu haben. Diesmal hat er den ex-TRILLION-Sänger Thom Griffin, der (abgesehen von Background für das MECCA-Album) über 20 Jahre komplett weg vom Fenster war, und Jean Michel Byron (ex-TOTO) zusammengebracht. Somit dürfte es wahrscheinlich niemand verwundern, dass auf "Ambition" pompöser und pathetischer Melodic Rock mit gehörigen 80er-Feeling regiert, der zudem von Fabrizio V. Zee Grossi (Bass, Keyboards) produktionstechnisch überraschend gut umgesetzt wurde. Schon während des ersten Durchlaufs wissen die Uptempo-Nummer "Shaping Fate & Destiny" oder "Make It Alright" – nicht zuletzt wegen ihrer hymnischen Chorusse und Refrains – auf Anhieb zu überzeugen. Als weiteres Highlight erweist sich das gelungene Remake der MR. MISTER-Nummer "Waiting In My Dreams", bei dem Thom Griffin von MECCAner Joe Vana gesanglich unterstützt wird. Allerdings kommen die Balladen "No Wasted Time" und "The Promise"  für meinen Geschmack etwas zu „cheesy“ rüber. Trotzdem – oder gerade deswegen – dürfte "Ambition" bei Traditionsfanatikern wahrscheinlich großen Anklang finden.

Sonny

Trackliste: 1. Hold On - 2. Hyprocrites - 3. Alone I Cry - 4. Shaping Fate and Destiny - 5. All I Need - 6. Make It Alright - 7. No Wasted Moments - 8. Together - 9. Too Much - 10. Hunger - 11. The Promise - 12. Waiting In My Dreams

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


TEN/ The Essential Collection 1995 - 2005
  • Band: Ten
  • Albumtitel: The Essential Collection 1995 – 2005
  • Spielzeit: CD1: 72:07 min/ CD2: 52:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Magnum, Gary Hughes
  • Veröffentlichung: 27.01.2006
  • Wertung: CD1: 6/ 10 | CD2: 7,5/ 10

Review:
Leute, wie doch die Zeit vergeht! Zehn Jahre sind schon wieder ins Land gezogen, seit ein gewisser Gary Hughes seine Band TEN ins Leben gerufen hat. Eigentlich ein guter Anlass um eine Zusammenstellung der bisherigen Highlights unters Volk zu bringen. Dies geschieht beim britischen Sextett in Form von
"The Essential Collection 1995 - 2005". Allerdings handelt es sich bei diesem Doppeldecker nicht um ein Best Of-Album im gewöhnlichen Sinne, sondern um Neuaufnahmen und Remixes der bekannten Band-Klassiker. Ob sich die Vorzeigeband damit allerdings einen Gefallen getan hat, wage ich vor allem beim Genus von "Essential Rockers" (CD1) stark zu bezweifeln, denn erstens sind die Rockernummern in der Originalfassung stellenweise sogar um Längen besser (wie im Falle von "The Name Of The Rose/ Wildest Dreams" oder "The Robe") und zweitens ist auch produktionstechnisch nicht immer ein Fortschritt zu vermelden. Trotz aller Kritik will ich die raffiniert arrangierte Neuinterpretation von "Remembrance For The Brave/ Red" oder "Spellbound", das man mit einer ordentlichen Portion 70ties-Flair angereichert hat, nicht unerwähnt lassen, denn diese Nummern rücken das Gesamtbild der Rock-CD in ein einigermaßen versöhnliches Licht. Zudem sollte man vielleicht noch "After The Love Has Gone", das etwas BON JOVI-like aus den Boxen groovt, ein Ohr leihen. Etwas anders verhält es sich da bei CD Nr. 2 ("Essential Ballads"), denn hier fallen etwaige Produktionsschwächen nicht so sonderlich ins Gewicht, und außerdem sind viele Neufassungen dem Original ebenbürtig oder stellenweise sogar überlegen. Dies trifft meines Erachtens besonders auf "Virtual Reality", das mit gefühlvollen und verspielten Acoustic-Elementen aufwartet, oder das auf "Bolero"-Federn gebetteten "We Rule The Night" (Gänsehaut-Garant) und "Silent Rain", das gelegentlich Querverweise zu MIKE OLDFIELD aufweist, zu. Fazit: "Essential Rockers" – na ja?!? "Essential Ballads" ... jawohl!!!
Ob ein echter Fan, der alle bisherigen TEN-Alben in seinen Reihen hat, diese etwas zweischneidige Veröffentlichung unbedingt braucht, muss wirklich jeder mit sich selbst ausmachen.

Sonny

Trackliste: Essential Rockers (Disc 1): 1. The Name Of The Rose/ Wildest Dreams -  2. The March Of The Argonauts/ Fear The Force - 3. Ten Fathoms Deep - 4. Apparition - 5. After The Love Has Gone - 6. Remembrance For The Brave/ Red - 7. Spellbound - 8. The Robe - 9. Evermore

Essential Ballads (Disc 2): 1. Till The End Of Time
- 2. You're In My Heart - 3. Yesterday Lies In The Flames - 4. Virtual Reality - 5. We Rule The Night - 6. Silent Rain - 7. Through The Fire - 8. Sail Away - 9. Valentine  

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über TEN:
TEN/ The Twilight Chronicles (Earcatcher/ August 2006)
TEN/
Return To Evermore
TEN/ Far Beyond The World



Review:
AMERICAN BLUES BOX, eine Combo rund um die früheren BABYLON A.D.-Mitglieder Derek Davies und James Pacheco, bieten Blues-Rock der ganz traditionellen Art. Jede Menge Harmonika, 12-Takter bis der Arzt kommt und harmonisch ohne jegliche Ausreisser oder Experimente ausgestattet. Irgendwie ganz in Ordnung, aber leider auch irgendwie so vorhersehbar wie die nächste Steuererhöhung, die aus purer Inkompetenz resultiert und uns wieder als Verbesserung unserer allgemeinen Situation untergejubelt wird.

Ironfinger

Trackliste: 1. Mississippi Mud - 2. Unconditional Love - 3. Some Kind of Wonderful - 4. Whiskey and Water - 5. Killing Time - 6. When You Were Young - 7. Red Hot Lover - 8. Rattle My Bones - 9. Biscuit Bakin Mama - 10. Half The Man - 11. Shake Your Tree - 12. I Can't Hold Out

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

more Reviews for January 2006 (release date 11.01. - 20.01.2006)

Last Update: Thursday, 25. May 2006
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Sonny