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Nachdem die letzte SOUL DOCTOR-Scheibe "Systems Go Wild" völlig zu unrecht im Veröffentlichungssumpf
untergegangen war, hätte ich nicht unbedingt darauf gewettet, dass sich die
Band nochmals aufraffen würde. Aber Todgeglaubte leben eben doch länger! Zwar
mussten Sänger Tommy Heart (ex-FAIR WARNING) und Chris Lyne (Gitarre) mit
Bassist Jogy Rautenberg und Drummer Mario B. (ex-SKEW SISKIN) eine komplett neue
Rhythmusfraktion anheuern, aber schon während des ersten Durchlaufs vermittelt
"For A Fistful Of Dollars" dem geneigten Zuhörer einen derart
intensiven Eindruck, als ob die Band in dieser Konstellation schon seit
Ewigkeiten zusammenspielen würde. Angefangen vom modern vor sich hinrockenden
Opener "Eatin’ On Me", der stellenweise an CINDERELLA zur "Cold
Winter Nights"-Zeiten erinnert, über die tiefemotionale Ballade "Remember
The Time" bis hin zum kompromisslosen Tanzboden-Stampfer "Give Me A
Ride (The Ride)" oder dem relaxten "Cheap Down ’N’ Nasty",
das aufgrund gekonnt eingebauter Harmonica-Passagen einen Hauch von
Lagerfeuerstimmung verbreitet, präsentiert uns der Vierer auf äußerst
abwechslungsreiche Weise roughen – stellenweise recht melodischen – und
mitreißenden Rock ’N’ Roll internationalen Formats. Die Highlights auf
dieser wirklich großartigen Scheibe sind in meinen Ohren allerdings der hitverdächtige
Groover "Under The Skin", den wohl selbst AC/DC nicht besser
hinbekommen hätten, der countrylastige Midtempo-Rocker "Where Do We
Go" und das in Big Band-Sounds gewandte "She’s Mine", das fast
in AEROSMITH-Manier aus den Boxen stampft. Bringen wir es kurz und bündig auf
den Punkt: "For A Fistful Of Dollars" strotzt geradezu vor
Spielfreude! Bleibt abschließend nur noch zu hoffen, dass die aktuelle Scheibe
nicht vom selben Schicksal ereilt wird wie sein hammerstarker Vorgänger und
dass die Seelenklempner bald die hiesigen Clubs zum Beben bringen.
| Trackliste: | 1. Eatin' On
Me |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über SOUL DOCTOR:
SOUL DOCTOR/ Blood Runs Cold (Earcatcher/ September 2007)
SOUL DOCTOR/ Systems
Go Wild
SOUL DOCTOR/ Soul Doctor
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Was vor fast drei
Jahren mit dem selbstbetitelten Debüt als Studioprojekt begann, scheint langsam
zu einer festen Einrichtung zu reifen. Erledigten beim – meines Erachtens überwerteten
– Erstling das italienische Multi-Talent Daniele Liverani (GENIUS) und
KANSAS-Sänger Steve Walsh die musikalische Umsetzung fast im Alleingang, so hat
man diesmal überraschenderweise eine komplette Band an den Start gebracht. Als
noch größere Überraschung entpuppt sich allerdings, dass auf dieser Scheibe
Dennis Ward erstmals als Leadsänger in Erscheinung tritt. Der PINK CREAM
69-Bassist liefert während der 12 Nummern mit seiner rau-melodischen und
ausdrucksstarken Stimme eine derart gute Leistung ab, sodass man sich
unweigerlich die Frage stellen muss, warum der Kerl nicht schon viel früher zum
Mirkofon gegriffen hat (z. B. nach dem Weggang von Andi Deris bei PC 69)? Das
Material, das diesmal u. a. aus der Feder von Don Barnes ("Looking For You"/
"After The Way") Jeff Scott Soto ("You
Can’t Take Me") oder Robin & Judith Randall ("If You Dare To
Dream") stammt, ist einfach wie geschaffen für seine abwechslungsreiche
Art zu singen und dürfte eigentlich jeden Fan des keyboardorientierten Melodic
Rocks vom Fleck weg begeistern. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören die
80er-typische Rock-Ballade "Tomorrow Never Comes" und das rockige
"Fields Of Fire", das mit mega-eingängigen Chören und einer starken
Gitarrenarbeit aufwartet, sowie die quirlige Hymne/ Opener "Alone"
(Killer!). Lange Rede, kurzer Sinn: "A New Promise" ist für mich ohne
jeden Zweifel der Earcatcher des Monats!
| Trackliste: |
1. A New Promise - 2. Alone
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Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Erstmals wurde "Still Holding On" – soweit ich weiß – bereits
1993 veröffentlicht. Leider wurde das Album, für das Ritchie
Blackmore-Sohnemann Jürgen (ebenfalls Gitarrist) den aufstrebenden Michael
Bormann als Sänger gewinnen konnte, damals unter äußerst dubiosen Umständen
vertrieben, sodass anscheinend nur pfiffige Insider auf den Silberling
aufmerksam wurden. Mit mehr als 10 Jahren Verspätung – im Vorfeld von J. R.
BLACKMORES neuem Instrumental-Werk "Between Light" – erblickt das
Album (in soundtechnisch überarbeiteter Ausführung) nun unter einem besseren
Stern erneut das Licht der Öffentlichkeit. Über 12 Nummern wird mit edlen
Lead-Gitarren und gedämpften Keyboards gewürzter Hard/ Melodic Rock geboten,
der Fans von BON JOVI (zu früheren Tagen), die auch gegen gelegentliche dezente
symphonische/ neoklassische Einschübe (u. a. "Tonight") nichts
einzuwenden haben, auf Anhieb ansprechen dürfte. Allerdings fällt es richtig
schwer einzelne Songs als Highlights herauszuheben, denn fast alle Songs gehen
auf Anhieb ins Ohr, sodass sich der geneigte Zuhörer nahezu bei jedem Durchlauf
andere Lieblinge herauspickt. Meine augenblicklichen Favoriten sind der
hymnische Groover "Nights Of Illusion", der speedig-knackige Kracher
"Nothing Burns Forever" und als ruhiger Gegenpol die ergreifende
Ballade "Never Too Late". Obwohl J.R. BLACKMORE sehr auf Eigenständigkeit
bedacht ist, machen sich gelegentlich (z. B. bei den Soli von "Don’t Walk
Away"/ "Here We Go") doch der Einfluss seines weltberühmten
Vaters bemerkbar. – Ein mitreißendes Album, von dem nicht nur Bormann-Fans
hellauf begeistert sein dürften.
| Trackliste: | 1.
Wild And Free |
Thanks to Karin @ E.S.P. - Agency Hamburg
weitere Reviews über J.R. BLACKMORE:
J. R. BLACKMORE/ Between Darkness And Light
(Instrumental-Tipp/ May 2006)
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Fast 8 Jahre liegt das
letzte Lebenszeichen der Schweden in Form von "Adult Orientation" nun
schon zurück. Zwischenzeitlich konnte Bandchef Hal Marabel (Gitarre/ Keyboards)
zwar mit seinem Pop Rock-Projekt ARENA SWEDEN ziemlich große Erfolge feiern,
aber an ein BAD HABIT-Comeback hätte ich nicht einmal in meinen kühnsten Träumen
zu glauben gewagt. Stilistisch würde ich persönlich "[hear-say]"
irgendwo zwischen besagten Vorgänger und dem gefeierten ARENA SWEDEN-Debüt
einordnen, wobei sich natürlich auch die „alten Vibrations“ stellenweise
noch bemerkbar machen. Somit dürfte dem Fünfer mit seiner Comeback-Scheibe das
allzu seltene Kunststück gelingen, weder den traditionell verwurzelten Fans vor
den Kopf zu stoßen, noch sich gleichzeitig vor neuen Fanschichten zu verschließen.
Um den Facettenreichtum der Scheibe halbwegs anzudeuten, will ich die wunderschönen
Midtempo-Stampfer "All That I Want" (Ohrwurm!), der von seichten
Keyboardteppichen getragen wird, und die ziemlich modern angelegte Rock-Hymne
"Alive" (fette Gitarren!) oder das hitverdächtige "Tell Me Why",
der sogar etwas vom Flair des aktuellen – sogar in Melodic Rock-Kreisen
gelobten – BACKSTREET BOYS-Album hat, als Anspieltipps nennen. Meine Favoriten
sind allerdings das fast festlich klingende "I Want To Know" und der
tanzbodenerschüttende Riffer "I Can’t Help My Self" sowie das
80er-triefende "The Air That I Breathe". Fazit: So abwechslungsreich
sollte Melodic Rock im neuen Jahrtausend eigentlich öfters klingen!
| Trackliste: | 1.
To Love You
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Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Eine feine und erfrischende Mischung aus 70ties-lastigen Pop und Rock präsentieren
uns STEAMY NIGHTS auf ihrem ersten Album "Unknown". Ohne Scheuklappen
lassen sie atmosphärischen Jazz ("Simply Me"), belebenden Soul
("Another Place"), lässigen Funk ("Just A Better Day") oder
auch eine Nuance von Klassik in ihren vielseitigen Sound einfließen. Herzstück
des Quintetts ist Sängerin Jeanette Scherff, die eine stimmliche Bandbreite von
JOANA ZIMMER über ANOUK bis hin zu Danielle Schoovaerts von VAYA CON DIOS
abdeckt. Als Anspieltipps drängen sich der Titeltrack, der irgendwie an die
BANDITS-Version von "All Along The Watchtower" erinnert, und
"Fall", das anhand von verträumten Piano- und Saxophon-Parts eine
Jazzbar-Atmosphäre in die eigenen vier Wände zaubert, sowie der
fetzig-virtuose Rocker "Burning Up" auf. Zwar könnte der klare Sound
der Düsseldorfer stellenweise noch etwas mehr Pfeffer vertragen, aber
nichtsdestotrotz ist "Unknown" eine Veröffentlichung auf hohem
Niveau, die zweifellos dazu beitragen dürfte den Bekanntheitsgrad der Band
weiter auszubauen. Interessante Musik fernab vom ausgewaschenen Mainstream.
| Trackliste: | 1.
Not My Day - 2. You Are
Magic |
Thanks to Peter @ Marrycurry Records
![]() |
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Review:
Ich bin ja nun wirklich nicht der ausgemachte Black/ Death Metal-Freak, aber was
das süddeutsche Quintett auf seinem Zweitling "Escaping
The Stupor" abfeuert, lässt sogar mich etwas aufhorchen. Irgendwo auf den
Spuren zwischen IN FLAMES und OBITUARY haben SACRIFICIUM durch die geschickte
Verflechtung von Aggressivität, Brutalität ("Of Traumatic Memories And
Tears"), Intensität ("I Am The Enemy") und Melodie
("Tremendum") mit zeitlos-bissigen Death- und Speed-Elementen einen
annähernd eigenständigen und interessanten Sound geschaffen. Hier wird nicht
nur heillos drauflosgeknüppelt und -gegrunzt, nein, die vier Jungs und das Mädel
pendeln mit verdammt viel Groove ziemlich abwechslungsreich zwischen Midtempo-
("Relavation Of Justice") und ultraschnellen Speed-Sequenzen ("As
Silence Dies") hin und her. Als weiterer Pluspunkt entpuppt die
„Harmonie“ zwischen markerweichenden Gekreische und tiefen Growls im Gesang
von Claudio A. Enzler. Zudem ist das Teil mit einer mörderisch-druckvollen
Produktion ausgestattet. Fazit: SACRIFICIUM befinden sich eindeutig auf dem Weg
zur nationalen Spitze des Genres und dürften mit "Escaping The Stupor"
besonders bei den anspruchsvolleren Death Metal-Fans auf offene Ohren stoßen.
| Trackliste: | 1. Resurrection - 2. Secret Weapon - 3. Divinefire - 4. Hero - 5. United As One - 6. Leaving The Shadows - 7. Open Your Eyes - 8. New Beginning - 9. Cryptic Messages - 10. The Show Must Go On |
Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Mit "Taste Some Liberty" stellt PAVIC, die Band um den
talentierten Gitarrist und Namensgeber Marko Pavic ihr Debüt vor. Dass er neben
seiner eigentlichen Band, zu der u. a. auch Sänger Chris Catena gehört, noch
Leute wie Gitarrist Kee Marchello (EUROPE, K2), Bassist Tony Franklin (ex-WHITESNAKE/
BLUE MURDER) und Keyboarder Vitalij Kuprij (ARTENSION/ RING OF FIRE) für einen
Gastauftritt begeistern hat können, mag stellenweise durchaus für die
technische Qualität der Scheibe sprechen, aber irgendwie scheinen PAVIC noch an
ihren songwriterischen Fähigkeiten feilen zu müssen. Zum einen fehlt es den zwölf
Nummern – trotz der instrumentalen Fähigkeiten – häufig an den wirklich
guten Hooklines und zweitens ist die exzellent gelungene Coverversion des
SUPERTRAMP-Klassiker "Logicial Song", bei dem die eigentlichen
Keyboard-Passagen durch knackige Gitarren ersetzt wurden, das einzige Stück,
das neben der gefühlvollen Ballade "Once" einen echten bleibenden
Eindruck hinterlässt. Nichtsdestotrotz kann ich mir gut vorstellen, dass die
Band bald in der Lage sein könnte, das hier in guten Ansätzen gezeigte Niveau
über ein ganzes Album zu halten. Jedenfalls sollten Freunde feiner und
knackiger Gitarrensoli bei Gelegenheit durchaus einmal ein Ohr riskieren!
| Trackliste: | 1. Restless
Soul |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
Recht
krachig mit einer gehörigen Portion Noise und einem erhöhten Anteil –
zuweilen elektronischen - Prog-Rocks kommen die Amerikaner IZZ daher. Bemüht
einen eigenständigen Style zu finden, schwimmen sie im großen Fahrwasser
verschiedenster Art-Rock Bands wie GENESIS, MARILLION und teilweise auch mit
einem Hauch von WHITE STRIPES-Gerumpel versehen. Man kann den Künstlern ihre
Ambitioniertheit nicht absprechen, allerdings zieht die muffige
Homestudio-Produktion die Wertung noch mal etwas nach unten. Wer die Anfangstage
oben genannten Bands mag, sollte Zeit in IZZ investieren, er wird die Songs mögen.
„Echten Rocker“ hingegen wird das Material bzgl. Härtegrad zu sehr vor sich
hindümpeln.
| Trackliste: |
1. My River Flows - 2. Late
Night Salvation
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Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
Last
Update: Sunday, 13. August 2006
created in January 2001 © by Sonny