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HANOI ROCKS/ Another Hostile Takeover
  • Band: Hanoi Rocks
  • Albumtitel: Another Hostile Takeover
  • Spielzeit: 47:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Demolition Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 25.11.2005
  • Wertung: 9,5/ 10


Review:
Nach dem das wahrlich nicht schlechte Comeback-Album "Twelve Shots On The Rocks" (2002) der finnischen Glam Rock-Legende hierzulande sträflich vernachlässigt wurde, kommen wir Dank Demolition Records in den Genuss des atemberaubenden Nachfolgers. Ja atemberaubend, denn noch nie hat sich die Band um Sänger/ Entertainer Michael Monroe (der Mann wir auf seine alten Tage wirklich immer besser/ Anmerk. d. Verf.) und Gitarrist Andy McCoy so abwechslungsreich präsentiert wie während der 13 Songs auf "Another Hostile Takeover". Auf dieser Scheibe ist von schmachtenden Balladen ("Center Of The Universe") und melodisch-swingender Kost ("The Devil In You") über schmissige Rock ’N’ Roll-Nummern ("Love"/ "Heaven Is Gonna Be Empty") bis hin zu lässig-groovenden Stampfern wie "Hurt" (hätte selbst Schockrock-Ikone ALICE COOPER nicht besser hingekriegt!) oder dem fast BILLY IDOL-lastigen "Eternal Optimist" (feurige Flamenco-Gitarren!) alles am Start, was das Glam Rock-Herz höher schlagen lässt. Welcher Teufel die Band allerdings beim von HipHop-Einlagen durchsetzten "Reggae Rocker" (einziger Füller!) geritten hat, wissen wahrscheinlich die Herrschaften nur selbst. Nichtsdestotrotz transportieren HANIO ROCKS mit "Another Hostile Takeover" den glorreichen 80er Glam Rock ins neue Jahrtausend, ohne dabei weder verkrampft modern noch verstaubt altbacken zu klingen. An dieser Spritzigkeit der alten Haudegen werden sich die vermehrt auftretenden Jungspunde der Szene wahrscheinlich die Zähne ausbeißen. Also, mich persönlich würde es nicht wundern, wenn HANIO ROCKS zu den Gewinnern der gerade in Skandinavien wieder auflebenden Glam Rock-Welle gehören würden. Mal sehen, vielleicht schwappt sie ja auch wieder auf Deutschland über?!?... Hoffentlich!!!
Ach ja, "Another Hostile Takeover" ist meines Erachtens das bisher beste Album der Band und gehört somit selbstredend zum Pflichtprogramm für jeden Glam Rock-Fan J

Sonny

Trackliste: 1. Intro - 2. Back In Yer Face - 3. Insert I - 4. Hurt - 5. The Devil In You - 6. Love - 7. Talk To The Hand - 8. Eternal Optimist - 9. Insert II - 10. No Compromise, No Regrets - 11. Reggae Rocker - 12. You Make The Earth Move - 13. Insert III - 14. Better High - 15. Dear Miss Lonely Hearts - 16. Insert IV - 17. Center Of My Universe - 18. Heaven Is Gonna Be Empty (bonus track)

Thanks to Ralph @ Indevent


MICHAEL FITZ/ Hoam
  • Band: Michael Fitz
  • Albumtitel: Hoam
  • Spielzeit: 55:14 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Wolke Musik
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 17.11.2005
  • Wertung: 10/ 10

Review:
5 ½ Jahre hat sich der Schauspieler und Musiker MICHAEL FITZ für sein mittlerweile neuntes Album zeitgelassen. Dass während dieser doch relativ langen Zeitspanne eine musikalische Weiterentwicklung vonstatten gegangen ist, dürfte wahrscheinlich jedem Musikinteressenten klar sein.
Fiel "Gleichgewicht" für FITZsche Verhältnisse über weite Strecken doch ziemlich rockig aus, so spielt sich das neue Werk eher in folkig/ bluesig/ klassischen Gefilden ab. Doch MICHAEL FITZ geht noch weiter, denn nicht nur musikalisch, sondern auch sprachlich lassen sich von "Hoam" zum Vorgänger kaum parallelen ziehen. Versprühte "Gleichgewicht" aufgrund der verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch) doch ziemlich internationales Flair, so bedient sich der Liedermacher auf dieser Scheibe erstmals des bayrischen Dialekts und dürfte somit sowohl bei seinen Kritikern als auch bei seinen Fans für sperrangelweit offene Münder sorgen. Aber nicht nur die bayrische Sprache gibt den neuen Songs ein gewisses Etwas, sondern auch der gezielte Einsatz von Instrumenten wie Hackbrett, Geige, Kontrabass, Akkordeon oder Kontrabass-Klarinette verleiht dem Material eine ganz besondere und eigene Note. In den Texten, die direkt aus dem Leben gegriffen sind, hält er dem gespannt lauschenden Zuhörer und auch sich selbst schonungslos den Spiegel. Obwohl jeder einzelne der 11 Songs ein kleines Kunstwerk für sich ist, komme ich nicht umher meine persönlichen Favoriten zu nennen. Das wären zum einen der Opener "Hintam Zaun", der durch melancholische Geigenparts und besinnliche Hackbrett-Elemente ein ganz eigenartige Stimmung zaubert, und der bluesgetränkte Schleicher "Nix Gseng" sowie zum anderen das swingende "Danzn" und "Was Bleibt Üba", das stellenweise an den KARAT/ PETER MAFFAY-Hit "Über Sieben Brücken" erinnert. Dieses Album wurde übrigens – getreu dem Titel  und ohne den üblichen Zeit- und Studiodruck – ganz relaxt in den heimischen vier Wänden von MICHAEL FITZ eingespielt. Dieser wohltuende Aspekt macht sich auch zu jeder Sekunde auf "Hoam" bemerkbar. Neben MICHAEL FITZ, der nicht nur alle Lieder getextet und komponiert hat, sondern sich auch für sämtliche Gitarrenlinien verantwortlich zeigt, hat Schlagzeuger und Percussionist Wolfgang Lohmeier mit seinem stilsicheren Rhythmusgefühl großen Anteil am Gelingen dieser wahrhaft packenden Produktion. Fazit: MICHAEL FITZ ist nicht nur ein Musiker, der sich schwer in eine Schublade stecken lässt, sondern auch einer der sich bisher noch nie selbst kopiert hat. Nur eines haben alle seine Alben gemeinsam: Erdige, ehrliche und inhaltlich sinnvolle Musik, die enorm viel Herz in sich trägt.

P.S. "Hoam" sowie alle MICHAEL FITZ-Alben, die noch erhältlich sind, könnt ihr unter www.fitzshop.de bestellen. Alsdann, nichts wie hin!!!

Sonny

Trackliste: 1. Hintam Zaun - 2. Hoam - 3. Da Wind - 4. Was Bin I - 5. Las Mi Nei - 6. Dumma Bua - 7. Danzn - 8. Winter Werds - 9. Fliaga - 10. Nix gseng - 11. Was bleibt üba?

Thanks to Michael @ Wolke Musik

weitere Reviews über MICHAEL FITZ:
MICHAEL FITZ/
Gleichgewicht


FEUERSCHWANZ/ Prima Nocte
  • Band: Feuerschwanz
  • Albumtitel: Prima Nocte
  • Spielzeit: 69:28 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Def Shepherd Recordings/ Indigo
  • Vergleichbare Bands: das soll wohl ein Witz sein
  • Veröffentlichung: 07.11.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Stammbesuchern dieser Seite dürfte es wahrscheinlich nicht entgangen sein, dass ich eine gewisse Schwäche für mittelalterliche Klänge in Verbindung mit rockigen Elementen habe. Meistens assoziiert man dieses Genre ja mit eher ernst, nachdenklichen – stellenweise sogar depressiven – Texten oder Melodien. Frischen Wind bringt da FEUERSCHWANZ in das vom Ernst der heutigen Zeit ergriffenen Genre mit ihrem folkig-rockigen und äußert tanzbaren Sound, den das Erlanger Oktett mit witzig-tabulosen – nicht immer jugendfreien – Texten garniert und selbst äußerst treffend mit Mittelalter-Folk-Comedy umschreibt. Dem „Geilen Haufen“ um Hauptmann Feuerschwanz (Gesang/ Laute) und Sir Richard Hodenherz (Gesang/ Flöten/ Schalmeien) ist also wirklich nichts Menschliches fremd, so singen sie mit einem ordentlichen Augenzwinkern nicht nur über das „feierliche“ Turnier-Leben (
"Das Tunier") ehrwürdiger Ritter, sondern auch ganz ungeniert über die dazugehörigen frivolen Festlichkeiten ("Drachentanz"), Sex-, Sauf- und Fressorgien ("Sauflied") oder den darauf folgenden Verdauungsproblemen ("Herren Der Winde") und Visionen ("Der Teufel"). Natürlich steckt auch bei den besinnlichen und romantischen Momenten ("Der Traum"/ "Lasst Die Ritter Schlafen") von FEUERSCHWANZ, die besonders durch Walther Von Der Vögelweide (besser bekannt als Tobias Heindl von FIDDLER’S GREEN) sanftes Geigenspiel Intensität erfahren, jede Menge Humor und Ironie. Aufgrund des geschlossenen Unterhaltungswerts der kompletten Scheibe fällt es wirklich schwer sich für einzelne Anspieltipps zu entscheiden. Deshalb sollen das "Teufelsgeschenk", das von der Melodieführung im Refrain an BONEY Ms "Brown Girl In The Ring" erinnert und durchaus das Zeug zum Faschingshit hat, oder "Räuber", das mit stampfenden Zigeuner-Gefiedel sich im Gehörgang einhämmert, sowie die Band-Hymne "Feuerschwanz" (eine grandiose Parodie auf MANOWARs "Carry On"!!!) stellvertretend für alle anderen Darbietungen stehen. Als recht witzig erweist sich auch der gespielte Gag "Gute Nacht", in dem die betörenden Background-Ladies Orgasta und Fellatia wohl kein Auge zumachen werden. – Eine extrem kultverdächtige Veranstaltung, der hoffentlich bald das nächste zügellose Ritterturnier... ähm, die nächste Scheibe folgen wird
Abschließend noch ein Tipp: Sollte „des Hauptmanns geiler Haufen“ zufällig in eurer Gegend sein Unwesen treiben, dann solltet ihr unbedingt den Ort des unterhaltsamen „Gelages“ aufsuchen... Ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht sein.

Sonny

Trackliste: 1. Es war einmal... - 2. Das Mittelalter - 3. Drachentanz - 4. Das Turnier - 5. Prima Nocte - 6. Bärentanz - 7. Herren der Winde - 8. Der Teufel - 9. Schneewittchen - 10. Der Traum - 11. Räuber - 12. Sauflied - 13. Teufelsgeschenk - 14. Laßt die Ritter... - 15. Gute Nacht

Thanks to Bastian @ Feuerschwanz


WIG WAM/ Hard To Be A Rock 'N' Roller
  • Band: Wig Wam
  • Albumtitel: Hard To Be A Rock ’N’ Roller 
  • Spielzeit: 55:00 min (+ 2 Videoclips)
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Napalm Records/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Sweet, Kiss, Guns N’ Roses, Cinderella
  • Veröffentlichung: 18.11.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Dieses Album kam in ähnlicher Form bereits im März des letzten Jahres auf unseren Seiten zu „Import-Tipp“-Ehren. Durch den Erfolg der norwegischen Glam Rocker beim diesjährigen Eurovision Song Contest (Platz 9) mit ihrem ansteckenden Ohrwurm "In My Dreams" (#1-Hit in Norwegen!), wird die Scheibe nun unter dem Titel "Hard To Be A Rock ’N’ Roller" auch in unseren Breiten offiziell veröffentlicht. Im Vergleich zu "667... The Neighbour Of The Beast" sind mit der bereits genannten Erfolgsnummer, dem Instrumental "The Drops" und der englischen Live-Version des Kult-Schlagers "Dschinghis Khan" drei zusätzliche Titel am Start. Außerdem kommt der Fan hierzulande noch in den Genuss der Videoclips zu "Bless The Night" und "Hard To Be A Rock ’N’ Roller". Auf dieser Veröffentlichung führt die gute Laune das Regiment. Ganz egal ob man sich nun den Titeltrack, der seine Würze aus der Kombination von traditionellen Glam-Klängen und modernen HipHop-Elementen bezieht, die radiotaugliche Pop Rock-Hymne "I Turn To You" oder den fast majestätisch schreitenden Midtempo-Stampfer "Out Of Time" gerade zu Gemüte führt. Aber auch so ruhige Nummern wie die stellenweise orchestral arrangierte Ballade "Tell Me Where To Go", die manchmal an die emotionalen Nummern von ALICE COOPER erinnert, oder "A Long Way To Go" (GUNS N’ ROSES meets CINDERELLA) entwickeln sich zu echten Knüllern. Hoffentlich gelingt es Glam (Gesang), Teeny (Gitarre), Flash (Bass) und Sporty (Drums) nun auch europaweit die Leute mit ihrem Glam-Virus zu infizieren... In ihrer Heimat dürften sie mittlerweile eh schon fast den Helden-Status inne haben!

Sonny

Trackliste: 1. In My Dreams - 2. Hard To Be A Rock'n Roller - 3. Bless The Night - 4. I Turn To You [Melanie C-cover] - 5. Out Of Time - 6. Mine All Mine - 7. The Drop - 8. Tell Me Where To Go - 9. No More Living On Lies - 10. Erection - 11. Car-Lyle - 12. The Best Song In The World - 13. A Long Way - 14. Crazy Things
Bonus:
15. Dschinghis Khan - 16. Bless The Night (videoclip) - 17. Hard To Be A Rock'n Roller (videoclip)

Thanks to Eva @ Napalm Records

weitere Reviews über WIG WAM:
WIG WAM/ Wig Wamania (Glam Rock-Tipp/ June 2006)
WIG WAM/ 667...
The Neighbour Of The Beast (Import-Tipp/ March 2004)


FRANK ZANDER/ Rabenschwarz # 2
  • Band: Frank Zander
  • Albumtitel: Rabenschwarz # 2
  • Spielzeit: 52:59 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Zett Records/ Da Music
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 04.11.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Ja, das ist es!!! All diejenigen, die geglaubt haben, dass FRANK ZANDER ohne den nötigen Arbeitseifer und -ernst an sein „Ende des Schlagers“-Projekt herangegangen ist, die werden durch "Rabenschwarz # 2" ihr blaues Wunder erleben. So hat der Kult-Berliner auf Teil 2 erneut allseits bekannte Schlager-Evergreens nicht nur durch die düstersten Ecken seiner Gruft gezogen, sondern sie auch gleich von ihren mottenzerfressenen Klamotten befreit und diese durch höllischschwere Kutten, die er aus fetten Sounds und hammerharten Riffs geschmiedet hat, ersetzt. Dass solche Party-Hymne wie MARIANNE ROSENBERGs "Er Gehört Zu Mir" oder "Du Kannst Nicht Immer 17 Sein" (CHRIS ROBERTS) dabei in einem ganz anderen Licht erscheinen und größtenteils nur noch am Text zu erkennen sind, dürfte an dieser Stelle wohl jedem klar sein. Ein ganz großes Kunststück ist dem Vorreiter des Deutschen Gothics und der Neuen Deutschen Härte mit der unglaublich und unbeschreiblich schrill-schrägen Interpretation von "Liebeskummer Lohnt Sich Nicht" (im Original von SIW MALMQUIST) gelungen. Für diese Nummer, die hier zum Duett umarrangiert wurde, hat sich FRANK ZANDER die Berliner Punk-Ikone NINA HAGEN ins Studio geholt und sich somit einen lange gehegten Traum erfüllt. Wie auch schon auf dem Vorgänger macht der Schockmeister auch selbst vor seinen eigenen Klassikern nicht halt, sondern lässt z. B. der "Ur-Ur-Enkel Von Frankenstein" oder "Hier Kommt Kurt" in kraftvoll-schaurigen und modernen Sounds ertönen. An der Maxi-Version von "Nachbar", der in der Original-Version auf dem "Rabenschwarz"-Erstling zu hören war, lässt sich am besten vergleichen, dass ZANDER in punkto Druck und Härte gegenüber No. 1 noch ein paar Höllen-Briketts nachgelegt hat. Außerdem hat die Scheibe mit den einfachen, aber atmosphärischen Videos von "Komm Unter Meine Decke" bzw. "Nachbar" und dem flockigen "Das War’n Zeiten", der auf dem DIRE STRAITS-Klassiker "Sultans Of Swing" basiert, ein paar teuflisch gut Zugaben mit im Gepäck. Ob das nun wirklich der finale Sargnagel für den deutschen Schlager war bleibt abzuwarten, denn das Genre bietet doch noch so einige muffige Schnulzen, die geradezu förmlich nach fetten und morbiden Umsetzungen schreien. – „ I Glaub’ allawei, der is ned ganz hi. I Glaub’ allwei, der hat no a wenig zuckt.“ 

Sonny

Trackliste: 01. Er gehört zu mir - 02. Liebeskummer lohnt sich nicht (mit Nina Hagen) - 03. Du bist nicht allein - 04. Du kannst nicht immer 17 sein - 05. Ganz in weiss - 06. Im Keller - 07. Willkommen in meiner Welt - 08. Ur-Ur-Enkel von Frankenstein - 09. Hier kommt Kurt - 10. Nachbar (lang & laut) - 11. Das war’n Zeiten (bonus) -13. Komm Unter Meine Decke (video) - 13. Nachbar (video)

Moritz @ Gordeon Music

weitere Reviews über FRANK ZANDER:
FRANK ZANDER/ 100% Kult - Wahnsinn + Zander's Zorn (2 CD Kult Edition) (Kult-Tipp/ February 2007)
FRANK ZANDER/
Rabenschwarz (Deutsch Rock-Tipp/ October 2004)


JOHNNY LIMA/ Version 1.2
  • Band: Johnny Lima
  • Albumtitel: Version 1.2
  • Spielzeit: 50:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Bon Jovi, Def Leppard
  • Veröffentlichung: 07.11.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Gleich vorweg: Hier handelt es sich nicht wirklich um ein neues Album von California-Boy JOHNNY LIMA. Viel mehr handelt es sich bei "Version 1.2" um die besondere „Wiederveröffentlichung“ seines längst vergriffenen und selbstbetitelten Solo-Debüts (1996). Besonders deshalb, weil 11 der ursprünglichen Nummern komplett neu arrangiert und aufgenommen wurden und mit zwei bis dato unveröffentlichten Tracks ergänzt wurde. Das wäre zum einem das lässige "Drift Away" und zum anderen der Groover "Fire Of Love", die sich nahtlos in den „frühere BON JOVI meets DEF LEPPARD“-Sound einfügen. JOHNNY LIMA allerdings als einen einfallslosen Klon dieser Gattung abzustempeln, käme seinen Fähigkeiten als Songwriter und Musiker nicht gerecht. Denn solche Knaller wie der angeglamte Kracher "Rock ’N’ Roll River", der mit hymnischen Harmonien durchsetzte Stampfer "Into Your Arms" oder der starke Stadionrocker "Something’s Gotta Change" müssen sich qualitativ keineswegs hinter den großen Hits der genannten Superbands verstecken. Fazit: Ein echter Earcatcher, der nicht nur denjenigen ans Herz gelegt sei, die das Debüt nicht in ihrer Sammlung wissen. Auch die Besitzer des begehrten Originals werden bestimmt ihre helle Freude an "Version 1.2" haben.

Sonny

Trackliste: 1. Never Gonna Let U Go - 2. Little Runaway - 3. Rock 'N' Roll River - 4. Here For You - 5. Reckless Heart - 6. Drift Away - 7. Crazy - 8. Fire Of Love - 9. Another Lonely Day - 10. Into Your Arms - 11. Something’s Gotta Change - 12. If I Had A Heart - 13. Fly Angel

Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über JOHNNY LIMA:
JOHNNY LIMA/ Made In California


NIKKI PUPPET/ Puppet On A String
  • Band: Nikki Puppet
  • Albumtitel: Puppet On A String
  • Spielzeit: 33:11 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Skew Siskin meets Backslash meets Jutta Weinhold
  • Veröffentlichung: 07.11.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Rund im ihre Heimat Hannover konnte sich die Band um Sängerin Nicky Gronewold und Gitarrist Christos Mamalitsidis durch diverse Live-Auftritte und ein starkes 4-Track-Demo einen gewissen Insider-Status aufbauen. Nun legt der junge Vierer mit "Puppet On A String" ein Debüt vor, dass eigentlich deutschlandweit die Rock ’N’ Roll-Gemeinde begeistern müsste. Aus der Rotzigkeit a la  SKEW SISKIN, der Ausdruckskraft bzw. Dramatik von WEINHOLD und der Power, die der von BACKSLASH nicht unähnlich ist, haben NIKKI PUPPET ihren eigenen explosiven Sound geschaffen, den man irgendwo zwischen zeitlos-dreckigen Hard Rock und energiegeladenen Heavy Metal einordnen kann. Unter den 10 Tracks entwickeln sich vor allem das knackige "Ignorance", in dem die Band gekonnt zwischen Mid- und Uptempo hin- und herpendelt, oder "Siren", das dezente Rockabilly-Anleihen aufweist, und der vorwärts rockende Opener/ Titeltrack. Gerade bei diesem Song sind die stimmlichen Vergleiche von Nicky Gronewold zu Jutta Weinhold und BACKSLASH-Frontfrau Heike Grebita (besonders in den Chören) nicht von der Hand zu weisen, zu echten Highlights. Zwar gehen NIKKI PUPPET mit dem balladesk schleichenden "Grumpy Face" etwas vom Gas, aber ansonsten wird kompromisslos abgerockt bis der Doktor kommt…  und das auf verdammt hohem Niveau!!! Daran vermag auch die etwas madige Spielzeit von nur knapp 33 min nichts zu ändern.
P.S. So explosiv und spielfreudig wie sich die Band auf ihrem Debüt präsentiert, dürfte bei den Live-Auftritten die Luft brennen… Bleibt mir nur noch die Hoffnung, dass es NIKKI PUPPET auch mal in den Südosten der Nation verschlägt!

Sonny

Trackliste: 1. Puppet On A String - 2. Sirens - 3. Synchronized - 4. I Feel Unreal - 5. Grumpy Face - 6. Another World - 7. Ignorance - 8. Enjoy - 9. Stand Here This Way - 10. Insignificant

Thanks to Britta & Kerstin @ Armageddon Music


TWISTED SISTER/ Love Is For Suckers
  • Band: Twisted Sister
  • Albumtitel: Love Is For Suckers
  • Spielzeit: 52:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Demolition Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 18.11.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Mit der zeitgleich erscheinenden "Best Of"-Scheibe kommen auch vier Studio-Alben aus den Backkatalog von TWISTED SISTER remastered und mit diversen Bonustracks im Rucksack zu Wiederveröffentlichungsehren. Den Anfang in unserem umfangreichen Klassiker-Tipp machen wir mit dem fünften und vorerst letzten (mal abgesehen von "Stay Hungry", der Neuaufnahme der Kult-Scheibe "Stay Hungry") Studio-Album "Love Is For Suckers", dem wohl kommerziellsten und für viele Fans schwächsten Werk, das die Mannen um Sänger Dee Snider jemals eingespielt haben. Zugegeben, die abgedrehten Schwestern haben bestimmt bessere Scheiben eingespielt, aber für derart hitverdächtige Nummern wie den Stampfer "Hot Love", der von den Gitarrenlinien stellenweise an die früheren U2 erinnert, und den schmissigen Titeltrack, der in ähnlicher Form auch auf einer der kommerzielleren ALICE COOPER-Veröfffentlichungen stehen hätte können, oder das cool groovende "I’m So Hot For You" wären andere Acts aus dem härteren Genre seinerzeit wahrscheinlich nackt zum Nordpol (und zurück) gelaufen. Nicht ganz so glattgebügelt, sondern deutlich bissiger und rougher kommen da die vier Bonustracks um die Ecke gestampft. Besonders der schneidige Rocker "If That’s What You Want" und das Stadionhymnen-verdächtige "I Will Win" bleiben schon nach dem ersten Durchlauf wie Honig in den Gehörgängen kleben. Somit dürfte auch die Frage eines erneuten Kaufanreizes geklärt sein. Oder?!?

Sonny

Trackliste: 1. Wake Up (The Sleeping Giant) - 2. Hot Love - 3. Love Is For Suckers - 4.  I'm So Hot For You - 5. Tonight - 6. Me And The Boys - 7. One Bad Habit - 8. I Want This Night (To Last Forever) - 9. You Are All That I Need - 10. Yeah Right - 11. Feel Appeal (bonus track) - 12. Statutory Date (bonus track) - 13. If That's What You Want (bonus track) - 14. I Will Win (bonus track)

 

TWISTED SISTER/ Come Out And Play

Review:
Und weiter geht’s mit unserem ausgedehnten Klassiker-Tipp für November: Nachdem diese Scheibe meines Erachtens auf dem aktuellen "Best Of"-Album zu wenig Beachtung gefunden hat, freut es mich persönlich um so mehr, dass auch "Come Out And Play" (inklusive Bonustrack "The King Of Fools", der stellenweise an NAZARTH erinnert) komplett re-mastered wiederveröffentlicht wird. Für mich steht der "Stay Hungry"-Nachfolger nicht nur wegen dem schmissigen Hit "Be Chrool To Your Scuel", bei dem u. a. ALICE COOPER und BRAIN SETZER als Gäste mitwirkten, und dem genial in Szene gesetzten THE SHANGRI-LAS-Klassiker "Leader Of The Pack" auf einer Stufe mit dem Kultalbum, sondern auch weil TWISTED SISTER mit "Come Out And Play" sowohl ihre harte als auch ihre kommerzielle Seite perfekt unter einen Hut bekommen haben. Als weitere Überzeugungsargumente dürften euch die Shout-Hymne "You Want What We Got" oder die wunderschön angeblueste Ballade "I Believe In You" dienen.

Sonny

Trackliste: 1. Come Out And Play - 2. Leader Of The Pack - 3. You Want What We Got - 4. I Believe In Rock 'N' Roll - 5. The Fire Still Burns - 6. Be Chrool To Your Scuel - 7. I Believe In You - 8. Out On The Streets Lookin' Out For # 1 - 9. Kill Or Be Killed

 

TWISTED SISTER/ You Can't Stop Rock 'N' Roll
  • Band: Twisted Sister
  • Albumtitel: You Can’t Stop Rock ’N’ Roll
  • Spielzeit: 47:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Demolition Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 18.11.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
TWISTED SISTER-Wiederveröffentlichung zum Dritten! Obwohl Dee Snider & Co. mit dieser Scheibe erstmals in den USA Gold einheimsen konnten, gehört "You Can’t Stop Rock ’N’ Roll" für mein musikalisches Verständnis zu den etwas schwächeren Alben der Kult-Band. Zugegeben, schlecht ist das Album wirklich nicht (gibt es überhaupt ein schlechtes Album der verdrehten Schwestern?/ Anmerk. d. Verf.), denn mit dem Mitsing-Kracher "I Am (I’m Me)" und beschwingter Stampferkost wie "We’re Gonna Make It" oder "I’ve Had Enough" sind zwar Nummern mit von der Partie, die zu Klassikern gereift sind, aber das restliche – noch ziemlich ungehobelte – Material kann diesen nur bedingt das Wasser reichen. Irgendwie scheinen sich die Mannen um den charismatischen Shouter Dee Snider bei diesem Album in einer Umbruchsphase befunden zu haben. Einerseits präsentieren sich die New Yorker doch noch ziemlich ungehobelt, anderseits aber auch schon etwas auf die damalige Richtung von Kommerz und Charttauglichkeit getrimmt.

Sonny

Trackliste: 1. The Kids Are Back - 2. Like A Knife In The Back - 3. Ride To Live, Live To Ride - 4. I Am (I'm Me) - 5. The Power And The Glory - 6.  We're Not Gonna Take It - 7. I've Had Enough - 8. I'll Take You Alive - 9. Your're Not Alone (Suzette's Song) - 10. You Can't Stop Rock 'N' Roll - 11. One Man Woman (bonus track) - 12. Four Barrel Heart Of Love (bonus track) - 13. Feel The Power (bonus track)

 

  • Band: Twisted Sister
  • Albumtitel: Under The Blade
  • Spielzeit: 40:06 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Demolition Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Iron Maiden, Black Sabbath
  • Veröffentlichung: 18.11.2005
  • Wertung: 8/ 10
TWISTED SISTER/ Under The Blade

Review:
Das „full length“-Debüt der New Yorker, das damals von keinem Geringeren als UFO-Bassist Pete Way produziert wurde, bildet nun den Abschluss unseres umfangreichen Klassiker-Tipp im November. Auf "Under The Blade" wird nicht nur durch die Hymne "Destroyer" oder den Stampfer "Shout ’Em Down" mehr als deutlich, dass TWISTED SISTER seinerzeit eindeutig von NWOBHM beeinflusst worden sind, sondern auch durch solche Gassenhauer wie "Bad Boys (Of Rock ’N’ Roll)" oder der Titeltrack, der einer Mischung aus BLACK SABBATH (zu "Paranoid"-Zeiten) und früheren ALICE COOPER-Tagen ziemlich nahe kommt. Meine Favoriten auf diesem Erstling sind allerdings der schleppende Groover "Day Of The Rocker" und der gospellastige Ohrwurm "I’ll Never Grow Up Now!". Fazit: Das Album transportiert sowohl das nostalgische Feeling der späten 70er als auch das aufkeimende Flair der wilden 80er.

Sonny

Trackliste: 1. What You Don't Know (Sure Can Hurt You) - 2. Bad Boys (Of Rock 'N' Roll) - 3. Run For Your Live - 4. Sin After Sin - 5. Shoot 'Em Down - 6. Destroyer - 7. Under The Blade - 8. Tear It Lose - 9. Day Of The Rocker - 10. I'll Never Grow Up Now!

Thanks to Ralph @ Indevent

weitere Reviews über TWISTED SISTER:
TWISTED SISTER/ The Best Of ...


DIVINEFIRE/ Hero

Review:
Gerade sind die letzten Klänge von "Glory Thy Name" in meinem CD-Player verklungen, da legen Komponist/ Schlagzeuger Jani Stefanovic und Sänger Christian Rivel mit "Hero" den DIVINEFIRE-Zweitling nach. Im Vergleich zu besagten Vorgänger drückt "Hero" doch fetter und bombastischer – stellenweise sogar auch noch speediger und thrashiger – aus den Boxen. Ohne Punkt und Komma – sprich ohne echte Ballade – „knüppelt“ sich das Trio höchstmelodisch und –filigran durch die ersten 38min bis das rundum gelungene Album mit der Coverversion des QUEEN-Hits "The Show Must Go On", für die sich Christian Rivel mit Thomas Vikström (ex-CANDLEMASS) und Maria R
ådsten (ONE MORE TIME) zwei hochkarätige Sangesgäste geladen hat, seinen kraftvoll-geruhsamen Höhepunkt und Abschluss erfährt. Weitere Glanzpunkte setzen DIVINEFIRE mit dem Titeltrack, der sich als symphonisch-thrashiges Doublebass-Gewitter über den Zuhörer ergießt, und der majestätische Midtempo-Groover "United As One" oder dem Keyboardwirbelwind "New Beginning", der gekonnt zwischen düsteren und hoffnungsschöpfenden Parts hin- und herpendelt.
P.S. Da die Herrschaften zwecks einer Japan-Tour im Oktober personell ordentlich aufgerüstet haben, dürfte einem baldigen Besuch auch in unseren Breiten eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Sonny

Trackliste: 1. Resurrection - 2. Secret Weapon - 3. Divinefire - 4. Hero - 5. United As One - 6. Leaving the Shadows Behind - 7. Open Your Eyes - 8. New Beginning - 9. Cryptic Passages (Bonustrack For Europe) - 10.The Show Must Go On

Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über DIVINEFIRE:
DIVINEFIRE/ Glory Thy Name


MOODRAS/ Had No Choice
  • Band: Moodras
  • Albumtitel: Had No Choice
  • Spielzeit: 36:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Just For Kicks
  • Vergleichbare  Bands: der Süden der USA...
  • Veröffentlichung: 25.11.2005
  • Wertung: 4/ 10

Review:
Ein bisschen Southern-Rock, etwas Slide-Gitarre, gemischt mit allem Möglichen was aus dem Süden der USA kommt, auch die nichtssagende Abteilung, gepaart mit etwas Funk, tja... und dann hört es auch schon auf, leider. Man kann nicht sagen dass es musikalisch schlecht wäre, was auf der MOODRAS-EP vertreten ist, aber es ist einfach zu belanglos um ein echtes Statement zu hinterlassen. Nett..., ich weiß ist eine furchtbare Beschreibung, aber es trifft es am besten, nett und belanglos und leider wie so oft, eine muffige und schlabberige Demo-Produktion.

Ironfinger

Trackliste:

1. Hollywood 5:39 - 2. Every Day 6:58 - 3. Red Hair & Green Eyes 4:43 - 4. Turn Off The Light 5:22 - 5. Keep On Growing 3:58 - 6. Out On The Road 4:48 - 7. Calling You Out 5:02

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


TONY MARTIN/ Scream
  • Band: Tony Martin
  • Albumtitel: Scream
  • Spielzeit: 43:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Black Sabbath zu "Headless Cross"- und "Tyr"-Zeiten
  • Veröffentlichung: 18.11.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
13 Jahre nach seinem Solo-Debüt "Back Where I Belong" wird der einstige BLACK SABBATH-Sänger nun mit dem Nachfolger "Scream" vorstellig. Im Vergleich zum großartigen Erstling ist TONY MARTIN auf seiner neuen Scheibe deutlich heftiger zu Gange. So hätten z. B. der mächtig röhrende Opener "Raising Hell" oder der Killer "Bitter Sweet", dessen glühendheiße Lavariffs durch bedacht eingesetzte Acoustic-Klänge ihre erfrischende Abwechslung erfahren, gut und gerne auf einem der oben erwähnten Alben stehen können. Außerdem besitzen der treibende Titeltrack, der mit erquickenden Fiddler-Klängen aufwartet, und die tastengurgelnde Hymne "Surely Love Is Dead" ohne Zweifel Klassiker-Charakter. Wie man aus dem eingängigen Groover "The Kids Of Today" heraushören kann, verschließt TONY MARTIN seine Augen bzw. Ohren auch nicht vor modernen Klängen, sondern paart sie geschickt mit traditionellen Momenten. Den absoluten Killer hat sich der Ausnahmemusiker mit dem sphärisch-hymnischen "Field Of Lies" allerdings bis zum Finale aufgehoben. Kurzum: Diese Scheibe ist mit Sicherheit ein wahres Freudenfest für BLACK SABBATH-Fans zu TONY MARTIN-Zeiten. Also, unbedingt zugreifen!!!

Sonny

Trackliste: 01. Raising Hell - 02. Bitter Sweet - 03. Faith In Madness - 04. I'mGonna Live Forever - 05. Scream - 06. Surely Love Is Dead - 07. The Kids Of Today Don't Understand The Blues - 08. Wherever You Go - 09.Field Of Lies

Thanks to Sebastian @ MTM Music

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EMPIRE/ Trading Souls


TWISTED SISTER/ The Best Of ...
  • Band: Twisted Sister
  • Albumtitel: Best Of 
  • Spielzeit: 55:26 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Demolition Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: man beliebt wohl zu scherzen, die Herrschaften sind K-U-L-T!!!
  • Veröffentlichung: 18.11.2005
  • Wertung: -

Review:
Wer sich als Neueinsteiger nicht gleich alle der weiter oben bereits teilweise besprochenen (Rest folgt in Kürze/ Anmerk. d. Verf.) vier zeitgleich veröffentlichten Re-Release anschaffen will, dem bietet sich mit dem hier vorliegenden "Best Of"-Album, mit dem die Band ihr 30jähriges Bestehen feiert, eine preisgünstige Alternative. Diese Zusammenstellung enthält nicht nur die besten Momente der eingangs bereits angesprochenen Wiederveröffentlichungen, sondern mit der Mitsing-Hymne "We’re Not Gonna Take It", dem Party-Brüller "I Wanna Rock", "The Price" und dem Titeltrack auch gleich vier Gassenhauer vom Kult-Album "Stay Hungry", das mittlerweile über weit 6 Millionen mal über die Ladentheke gewandert sein dürfte. Zudem ist mit dem reichlich angeglamten "Never Say Never" eine äußerst starke Nummer mit von der Partie, die es leider seinerzeit leider nicht auf den Klassiker geschafft hat. Zwar erscheint es durchaus gerechtfertigt, dass bei dieser Zusammenstellung der Schwerpunkt besonders auf den ersten drei Alben von TWISTED SISTER liegt, aber nichtsdestotrotz vermisse ich persönlich mit der geilen Coverversion von "Leader Of The Pack" und "Be Chrool To Your Scuel" zwei „big points“ aus dem nicht weniger kultwürdigen Album "Come Out And Play". Außerdem enthält "Best Of" auch noch einen Live-Videoclip des Headbangers "The Fire Still Burns", der einen leider viel zu kurzen Einblick auf die geniale DVD "Live At Wacken" gewährt. Genau das richtige für Leute, die sich einen repräsentativen Gesamteindruck über die bisherige Karriere von TWISTED SISTER verschaffen möchten.

Sonny

Trackliste: 1. Under The Blade - 2. Destroyer - 3. What You Don't Know (Sure Can Hurt You) - 4. Shoot 'Em Down - 5. You Can't Stop Rock 'N' Roll - 6. I Am (I'm Me) - 7. The Kids Are Back - 8. Stay Hungry - 9. We're Not Gonna Take It - 10. I Wanna Rock - 11. The Price - 12. Come Out And Play - 13. Love Is For Suckers - 14. Never Say Never - 15. The Fire Still Burns (live video, from "Live At Wacken"-DVD)

Thanks to Ralph @ Indevent

weitere Reviews über TWISTED SISTER:
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TWISTED SISTER/ You Can't Stop Rock 'N' Roll (re-release) (Klassiker-Tipp/ November 2005)
TWISTED SISTER/ Under The Blade (re-release) (Klassiker-Tipp/ November 2005)


RAZORBACK/ Criminal Justice
  • Band: Razorback
  • Albumtitel: Criminal Justice
  • Spielzeit: 33:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Massacre Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 18.11.2005
  • Wertung: 5,5/ 10

Review:
Nanu, was ist denn das?!? Nachdem die Band um Gitarrist Rolf Munkes (EMPIRE, MAJESTY) und Sänger Stefan Berggren (Classic-Whitesnake M3/ ex-COMPANY OF SNAKES) mit ihrem Debüt "Animal Anger" (2004) ein beachtliches Hard Rock-Album geliefert haben, schockieren sie ihre Anhänger nun mit ziemlich modernem Metal. Zwar kommt Stefan Berggrens melodischer Gesang stellenweise schon noch zum Zuge, aber man setzt für meinen Geschmack etwas zu oft auf Sprechgesang, der von elektronischen Spielereien begleitet wird. Leider werden die begnadeten Musiker ihren zweifellos berechtigt hohen Ansprüchen nur zweimal annähernd gerecht. Das wäre zum einen der mächtige Stampfer "It’s Alright", der in punkto Groove gelegentlich an BILLY IDOL erinnert, und zum anderen die erfrischende Acoustic-Nummer "Hard To Say Goodbye". Das restliche Material besitzt lediglich Mittelmaß-Charakter oder schießt ganz knapp darüber hinaus. Also, für mich zählt RAZORBACK mit dieser Scheibe – nach einem wirklich starken Debüt – zu den Enttäuschungen des Jahres 2005. Nur gut, dass diese mittlere Katastrophe nach knapp 34min ihr Ende findet!

Sonny

Trackliste: 1. The Flame Still Burns - 2. It's Alright - 3. Big City Jungle - 4. Ain't A Perfect Day - 5. Criminal Justice - 6. Hard To Say Goodbye - 7. A Good Day To Die - 8. Vampire - 9. The Point Of No Return

Thanks to Sven @ MusicConsult

weiter Reviews über RAZORBACK:
RAZORBACK/ Deadringer (Surprise Of The Month/ April 2007)


SALEM HILL/ Mimi's Magic Moment
  • Band: Salem Hill
  • Albumtitel: Mimi’s Magic Moment 
  • Spielzeit: 62:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ProgRock Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Spock’s Beard, Jethro Tull, Genesis, Beatles
  • Veröffentlichung: 15.11.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Obwohl die US-Retro-Proggies mit "Mimi’s Magic Moment" mittlerweile ihr siebtes Studioalbum veröffentlichen, ist mir bisher von SALEM HILL noch nichts zu Ohren gekommen. Der Sound des Quartetts lässt sich wohl am ehesten mit den früheren SPOCK’S BEARD-Sachen vergleichen, wobei gelegentlich auch Klangkonstrukte, die an JETHRO TULL ("All Fall Down"), GENESIS ("Stolen By Ghosts") oder die BEATLES erinnern, durch den Raum schwirren. Für die vier eigenständigen Epen, die sich auf dem Neuling befinden, haben sich SALEM HILL eine illustre Schar von Gästen eingeladen. Da wären z. B. ex-SPOCK’S BEARD-Kopf NEAL MORSE, der gemeinsam mit der stimmlich bezaubernden Alyssa Hendrix den Gesang bei "The Joy Gem" übernimmt, oder David Ragsdale (ex-KANSAS), der u. a. "Stolen By Ghosts" mit seinem virtuosen Violinenspiel veredelt, und Fred Schendel (GLASS HAMMER) der ein gefühlvolles Pianosolo auf "The Future Me" zum Besten gibt. Obwohl ich eigentlich kein Fan von überlangen Prog-Nummern bin, muss ich gestehen, dass die vier Tracks (der kürzeste 7:14 min, der längste 21:29 min) weder langatmig noch ermüdend auf den Zuhörer wirken. Diese Argumente dürften wohl nicht nur die musikalischen, sondern auch für die songwriterischen Fähigkeiten von SALEM HILL sprechen, oder? Als Anspieltipp will ich euch meinen Favoriten "All Fall Down", der u. a. mit wunderschönen Flötenparts von Jeff Eacho und einem raffinierten (SANTANA-ähnlichen) Gitarrenspiel aufwartet, mit auf den Weg geben.

Sonny

Trackliste: 1. Joy Gem (part 1/ part 2) - 2. Stolen By Ghosts - 3. All Fall Down - 4. The Future Me (part 1/ part 2)  

Thanks to Shawn @ ProgRock Records


EDDIE OJEDA/ Axes 2 Axes
  • Band: Eddie Ojeda
  • Albumtitel: Axes 2 Axes
  • Spielzeit: 38:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Black Lotus/ Twilight
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 14.11.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
EDDIE OJEDA, da war doch was?!? Genau, der Mann hat in den 80ern mit TWISTED SISTER eine handvoll Alben veröffentlicht, die heute locker als Klassiker durchgehen. Nun legt der Gitarrist mit "Axes 2 Axes" sein spätes Solo-Debüt vor, auf dem er zumeist songdienlich zwischen traditionellen Hard Rock und Heavy Metal hin- und her pendelt, aber sich anhand von Instrumentals wie "Please Remember" oder "Axes 2 Axes" den Guitar-Hero raushängen lässt. Zur gesanglichen Unterstützung hat sich der Saitenwirbelwind  RONNIE JAMES DIO ("Tonight"), JOE LYNN TURNER und TWISTED SISTER-Kumpel Dee Snider ins Studio geladen, von denen jeder leider nur eine Nummer beigesteuert hat. Leider deshalb, denn EDDIE OJEDA tritt mal wieder den Beweis an, dass Ausnahmegitarristen nur in den seltensten Fällen auch einen talentierten Sänger abgeben. Abgesehen von den ruhigen Momenten wie "Your The Reason", das einen unterschwelligen Schlagertouch nicht verleugnen kann, oder der Halbballade "Senorita Knows", wäre er wohl besser beraten gewesen jedem seiner hochkarätigen Gäste das Mikro für einen weiteren Song in die Hand zu drücken. So gehören der in Heavy Metal-Manier arrangierte BEATLES-Klassiker "Eleanor Rigby", den Dee Snider gewohnt kraftvoll-dreckig in Szene setzt, und der von JOE LYNN TURNER gesungene Groover "Living Free" zu den Highlights auf "Axes To Axes". Fazit: Ein Album, das wahrscheinlich nur für TWISTED SISTER-Komplettisten oder für Die Hard-Fans der beteiligten Sänger interessant sein dürfte.

Sonny

Trackliste: 01. Tonight - 02. Axes 2 Axes - 03. Please Remember - 04. Eleanor Rigby - 05. Evil Does - 06. Crosstown - 07. Senorita Knows - 08. Love Power - 09. Funky Monkey - 10. The Reason - 11. Living Free

Moritz @ Gordeon Music


LEGS DIAMOND/ Diamonds Are Forever
  • Band: Legs Diamond
  • Albumtitel: Diamonds Are Forever
  • Spielzeit: 63:46 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Deep Purple, Rainbow, AC/DC
  • Veröffentlichung: 14.11.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Also, dem vollmundigen Titel "Diamonds Forever" nach möchte man fast annehmen, dass LEGS DIAMOND mit ihrem Comeback an die zu Klassiker hochstilisierten Erstlingswerke "Legs Diamond"
und "A Diamond Is A Hard Rock" (beide 1977) anknüpfen würden. Diesen hochgeschraubten Ansprüchen wird das neue Werk allerdings nur selten gerecht. Zwar haben die Kalifornier mit Songs wie der hymnisch-balladesken Epic-Nummer "Will You Remember", die mit exzellenten Keyboards aufwartet, oder dem bissigen Groover "Loneliness" ein paar starke Nummern am Start, aber der überwiegende Rest des Materials kommt an diesen Level nur schwerlich heran. An diesem ernüchternden Gesamteindruck vermag auch das an DEEP PURPLE erinnernde "King Of Speed" oder der rotzige Rocker "Get You Home" nicht viel zu ändern. Vielleicht wären die Herrschaften gut beraten gewesen, wenn sie auf das ein oder andere Stück unter den 13 Nummern verzichtet hätten, denn dann wäre mit Sicherheit eine bessere Bewertung drin gewesen. So bleibt unterm Strich ein Album an dem Musikfreaks, die auf eine Mischung aus 70er und 80er Hard Rock abfahren und gegen gelegentliche zeitgemäße Einsprengsel ("Don’t Turn Away") nichts einzuwenden haben, durchaus Gefallen finden könnten. - Nicht mehr, aber auch nicht weniger...

Sonny

Trackliste: 01. Don't Turn Away - 02. Time Will Never Change - 03. Good Time - 04. King Of Speed - 05. Trouble - 06. This Time Around - 07. Let It Go - 08. Will You Remember - 09. Rain Down - 10. Loneliness - 11. Get You Home - 12. Change (bonus track) - 13. For All We Know (bonus track) 

Thanks to Birgitt @ GerMusica


BATTLEROAR/ Age Of Chaos
  • Band: Battleroar
  • Albumtitel: Age Of Chaos
  • Spielzeit: 58:18 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Black Lotus Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Saxon, Manilla Road, Omen
  • Veröffentlichung: 14.11.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
BATTLEROAR dürfte so manchen hartgesottenen Truemetallern unter euch durch den Auftritt auf dem Headbangers Open Air (2004) oder den Support-Slot für die letzte JAG PANZER-Tour bekannt sein. Musikalisch versucht sich die im Herbst 2000 gegründete Band aus Griechenland irgendwo zwischen NWOBHM (SAXON) und den traditionellen US-Metal (MANILLA ROAD, OMEN) zu etablieren. Dieses Vorhaben setzen die Helenen mit ihrem zweiten Album stellenweise recht ordentlich in Tat um. Zwar beginnt das Album "Age Of Chaos" mit dem sanften Acoustic-Opener "The Wanderer" eher in typischer BLACKMORE’S NIGHT-Manier, aber danach kommen die Liebhaber des traditionellen „Battlefield und Dragon“-Metals durchaus auf ihrer Kosten. Zugegeben, recht Aufsehenserregendes oder gar Revolutionäres passiert während der 10 Nummern nicht wirklich (wollen das Truemetaller überhaupt?/ Anmerk. d. Verf.), aber Darbietungen wie die Hymne "Siegescraft" oder das hitverdächtige "Sword Of Crom", das mit mehrstimmigen Gitarrenlinien aufwartete, lassen BATTLEROAR ihr Potenzial ordentlich aufblitzen. In längeren Nummern wie z. B. "Dyvim Tvar" oder "Calm Before The Storm" hingegen gelingt es dem Quartett allerdings nicht immer die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten, was nicht unbedingt zur Förderung des Unterhaltungswerts der Scheibe beiträgt. Nichtsdestotrotz sollten Fans der oben genannten Bands den Griechen eine faire Chance einräumen, denn die Kapelle könnte vielleicht bald in die Fußstapfen ihrer Idole treten.

Sonny

Trackliste: 1. The Wanderer - 2. Vampire Killer - 3. Siegecraft - 4. Tower Of The Elephant - 5. Deep Buried Faith - 6. Dyvim Tvar - 7. Sword of Crom - 8. Narsil (Reforge The Sword) - 9. Calm Before The Storm - 10. Dreams On Steel

Moritz @ Gordeon Music


WOLFCRY/ Warfair
  • Band: Wolfcry
  • Albumtitel: Warfair
  • Spielzeit: 49:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Black Lotus Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 14.11.2005
  • Wertung: 4/ 10

Review:
Das Begleitschreiben der CD verspricht traditionellen Power Metal mit symphonischen und epischen Elementen – also genau das richtige für den Verfasser dieser Zeilen! Denkste, Sonny! Zwar passen die beschreibenden Worte sprichwörtlich wie „Arsch auf Topf“ zum Sound der Griechen, doch glaubte ich bis dato noch nicht wie inspirationsarm diese Musikrichtung rüberkommen kann. Manche Songs ("The Mirror Mask", "On The Edge") mögen vom Ansatz her vielleicht auf dem richtigen Weg sein, aber erstens fehlt es dem leiernden und schwachbrüstigen Gesang von Costas Hatzigoergiou an der nötigen Ausstrahlung und zweitens sind die Gitarrenpassagen einfach zu farblos und stellenweise gar eintönig. Außerdem könnte Drumsound stellenweise auch noch viel mehr Punch vertragen und den Keyboards fehlt es eindeutig an Spritzigkeit. Zudem spricht der Umstand, dass gerade die wirklich fette umgesetzte Coverversion des OMD-Klassikers "Enola Gay" mit Abstand die beste Nummer auf "Warfair" ist, nicht gerade für das Songwriter-Talent der Herrschaften. Mag sein, dass WOLFCRY ihre Landsmänner mit ihrem Sound begeistern können – wie lässt sich ansonsten die Tatsache erklären, dass die Helenen mit "Warfair" ihr bereits drittes Album veröffentlichen – aber über die griechischen Grenzen hinaus, werden sie in diesem doch sehr anspruchsvollen Genre damit wohl keinen Blumentopf ernten können.

Sonny

Trackliste: 1. Once Again - 2. Here We Are - 3. Hesitant Gathering - 4. Honored Expedition - 5. The Mirror Mask - 6. Semper Casta - 7. On The Edge - 8. Fatal Conflict - 9. The Pledge - 10. 6 Must Die - 11. Enola Gay (bonus track)

Moritz @ Gordeon Music


RADIOACTIVE/ Taken
  • Band: Radioactive
  • Albumtitel: Taken
  • Spielzeit: 50:46 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: härtere Toto, Foreigner
  • Veröffentlichung: 11.11.2005
  • Wertung: 8,5/ 10


Review:
Also, entweder ich habe die bisherigen RADIOACTIVE-Alben "Ceremony Of The Innocence" oder "Yeah" (2003) betreffend Bohnen den Ohren oder "Taken" ist tatsächlich die beste Scheibe, die Tommy Denander bisher unter dem RADIOACTIVE-Banner veröffentlicht hat. Anders kann ich mir die Tatsache nicht erklären, weshalb gerade das neueste Werk meinen CD-Player seit Wochen zum Glühen bringt. So gehören für mich "Stronger Than Yesterday" (Vocals: Andreas Carlsson), die von Gary Barden (SILVER, STATETROOPER) intonierte Hymne "Hit Her Where It Hurts" oder die auf feinen Keyboardteppichen schwebende Killernummer "Shattered", in der Philip Bardowell (UNRULY CHILD) erneut ziemlich stark an die besten Tage von Lou Gramm erinnert, mit zu den besten Melodic Rock-Momenten in diesem Jahr. Aber auch "Love Is On Your Mind" in dem der Meister selbst ein Wahnsinnssolo vom Stapel lässt, und der ziemlich modern angelegte Ohrwurm "Sinner", in dem der neue JADED HEART-Sänger Johan Fahlberg stellenweise in gefühlvolle Sphären eines Michael Kiskes vorstößt, können das extrem hohe Niveau der bereits genannten Nummern nahezu lückenlos halten. Ein ganz besonderes Zuckerl stellt "Easy’s Gettin’ Harder" dar, denn bei dieser hypnotisierenden Nummer handelt es sich meines Wissens um das erste veröffentlichte Duett vom Ehepaar James Christian/ Robin Beck. Da Tommy Denander und Björn Lindborn ihnen diesen Song perfekt auf den Leib geschneidert haben, ist es fast überflüssig zu erwähnen, dass die beiden Stimmbandakrobaten damit ein Gänsehaut-Feeling der ganz besonderen Art erzeugen. Zu meinen ganz persönlichen Lieblingstücken gehört auch "Never Gonna Let Her Go". Die abschließende Instrumentalnummer wartet nicht nur mit atemberaubenden Gitarrensoli von Steve Lukather (TOTO) auf, sondern zaubert anhand von sehr stimmungsvollen Gitarrenpassagen und gefühlvollen Saxophonparts (
Tom Saviano) eine ganz verträumte Atmosphäre. Wie sich aus der Besprechung wahrscheinlich leicht herauslesen lässt, hat Tommy Denander – im Gegensatz zum Vorgänger – wieder eine ganze Schar hochkarätiger Gäste um sich geschart, zu denen auch u. v. a. Bobby Kimball (TOTO), YNGWIE MALMSTEEN, Neal Schon (JOURNEY) MICHAEL LANDAU, Kelly Keagy (NIGHT RANGER) oder Bruce Kulick (KISS) gehören.

Sonny

Trackliste: 01. C.O.W - 02. Taken - 03. Stronger Than Yesterday - 04. Hit Her Where It Hurts - 05. Easy's Gettin' Harder - 06. This I Promise You - 07. Forgivness - 08. Shattered - 09. Premonition - 10. Carry On - 11. Love Is On Your Mind - 12. Sinner - 13. Never Gonna Let Her Go

Thanks to Sebastian @ MTM Music


DEADSOUL TRIBE/ The Dead Word
  • Band: Deadsoul Tribe
  • Albumtitel: The Dead Word
  • Spielzeit: 46:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: vielleicht Psychotic Waltz?
  • Veröffentlichung: 11.11.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Wenn man mit der Musik von DEADSOUL TRIBE nicht so sonderlich vertraut ist, könnte man aufgrund des Bandnamens und Albumtitels fast darauf schließen, dass es sich hier um ein Black Metal-Album handelt. Doch keine Angst, denn auf "The Dead Word" wird uns keine bleischwere Kost vorgelegt. Zwar mutet das Gründgerüst ziemlich düster an, aber in Songs wie dem balladesken Acoustic-Groover "Some Sane Advice" und der mit Elektronic-Effekten ausgestattete Stampfer "My Dying Wish" keimt unüberhörbar hoffnungsschöpfende Stimmung auf. Aufgrund der verstärkt eingebauten Grooves und vieler Percussionsspieleren  bekommt die seit jeher trägpulsierende Rhythmik im Sound der Band eine ganz neue Bedeutung. Obwohl Sänger/ Multiinstrumentalist Devon Graves (Gitarren, Keyboards, Flöte) diesmal scheinbar sein Hauptaugen- und Ohrenmerk auf den Rhythmus gelegt hat, bleiben weder tiefsinnige Texte noch das untrügliche Gefühl für packende und einfühlsame Melodien auf der Strecke. So erweisen sich z. B. "A Fistful Of Bended Nails", das zu von einem mit Fiddler- und Piano-Klängen untermalten Doom-Ereignis wächst, und das schwerverdauliche "The Long Ride Home", das durch die zarten Flötenklänge eine Aufhellung erfährt, als weitere geschickt eingefädelte Kunstkniffe des Wahl-Österreichers. "The Dead Word" ist Progressive Rock der etwas anderen Art, nämlich nicht nur technisch versiert und anspruchsvoll, sondern zutiefst emotional und deshalb auch sehr erdig.

Sonny

Trackliste: 1. Prelude: Time and Pressure 1:40 - 2. A Flight on an Angels Wing 4:31 - 3. To My Beloved… 5:56 - 4. Don’t You Ever Hurt? 4:56 - 5. Some Sane Advice 3:57 - 6. Let the Hammer Fall 4:03 - 7. Waiting in Line 6:34 - 8. Someday 1:34 - 9. My Dying Wish 4:01 - 10. A Fistful of Bended Nails 5:25 - 11. The Long Ride Home 4:20

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


ROINE STOLT/ Wall Street Voodoo
  • Band: Roine Stolt
  • Albumtitel: Wall Street Voodoo
  • Spielzeit: CD1: 43:42 min/ CD2: 53:24 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Jimi Hendrix, Frank Zappa, Santana, Deep Purple, The Allman Brothers Cream, Beatles
  • Veröffentlichung: 11.11.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Gitarrist und Sänger ROINE STOLT hat sich nicht nur einen Namen durch die anspruchsvollen Alben seiner Band FLOWER KINGS gemacht, sondern auch seine Solo-Scheiben zeichneten sich stets durch hohe spieltechnische Fertigkeiten aus. Genauso verhält es sich mit seinem mittlerweile fünften Alleingang, obwohl der Workaholic auf diesem Doppelalbum ungewöhnlicherweise auf den Blues-Pfaden der 60er und 70er wandelt. Natürlich spielt ein ROINE STOLT nicht einfach nur ein x-beliebiges Blues Rock-Album ein, sondern lässt dementsprechend auch einen gehörigen Anteil von Psychedelic- und Progressive-Elementen mit einfließen. Diese technisch wirklich anspruchsvolle Mischung, dürfte allerdings für den Ottonormal-Blues Rock-Fan des öfteren „too much“ sein, da die langen, stellenweise recht frickeligen und experimentellen Instrumentalpassagen (besonders auf der zweiten CD!) etwas ermüdend bzw. anstrengend wirken dürften. Wer allerdings sowohl mit JIMI HENDRIX, FRANK ZAPPA oder SANTANA als auch mit den ALLMAN BROTHERS, CREAM oder den BEATLES etwas anfangen kann, wird von den 16 Songs auf "Wall Street Voodoo" fasziniert sein. Als Anspieltipps auf CD1 kann ich das schmissig-sehnsüchtige "Everyone Wants To Rule The World", das u. a. mit exzellenten Streichparts aufwartet (PAUL McCARTNEY lässt grüßen), oder "The Outcast", in dem Meister STOLT seine Gitarre förmlich sprechen lässt, wärmstens empfehlen. Wo hingegen sich das verzerrt-spacige "It’s All About Money", das über weite Phasen an SANTANA erinnert, und der überdimensionale Klangorgasmus "Hotrod (The Atomic Wrestler") zu unglaublich verspielten Rennern auf dem zweiten Silberling entwickeln. Für dieses Werk hat sich der Schwede mit solchen Koryphäen wie dem einstigen SPOCK’S BEARD-Kopf Neal Morse (Hammond Orgel) – mit dem er sich auch den Leadgesang teilt – sowie mit Percussionist Hasse Bruniusson (ex-FLOWERKINGS) und dem jetzigen FLOWERKINGS-Drummer Marcus Liliequist umgeben. Des weiteren waren auch noch drei weitere Herren an Bass, Congas & Percussions bzw. Wurlizer Piano, Mini Moog & Hammond Orgel an den Aufnahmen beteiligt, deren Mitarbeit aus vertraglichen Gründen unter Pseudonymen möglich war.

Sonny

Trackliste: CD1: 1.The Observer 11:05 - 2.Head Above Water 5:25 - 3.Dirt 8:15 - 4.Everyone Wants To Rule The World 4:05 - 5.Spirit Of The Rebel 6:10 - 6.Unforgiven 3:00 - 7.Dog With A Million Bones 8:10 - 8.Sex Kills 7:20 - 9.Outcast 7:50

CD2: 1.The Unwanted 9:00 - 2.Remember 6:55 - 3.It's All About Money 8:05 - 4.Everybody Is Trying To Sell You Something 6:55 - 5.Hotrod ( The Atomic Wrestler) 9:10 - 6.Mercy 2:40 - 7.People That Have The Power To Shape The Future 11:05

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über ROINE STOLT:
THE FLOWER KINGS/ Paradox Hotel


OLIVER WAKEMAN/ Mother's Ruin
  • Band: Oliver Wakeman
  • Albumtitel: Mother’s Ruin 
  • Spielzeit: 52:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ProgRock Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Arena, Marillion, Rainbow
  • Veröffentlichung: 08.11.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
OLIVER WAKEMAN, der älteste Sohn von Keyboard-Legende Rick Wakeman (YES), scheint in der progressiven Instrumental-Szene kein unbeschriebenes Blatt mehr zu sein, denn mit "Mother’s Dream" veröffentlicht er bereits sein 9. Album. Musikalisch bietet diese Veröffentlichung guten Neo-Prog, den ich persönlich irgendwo zwischen ARENA und MARILLION einordnen würde, wobei WAKEMAN jr. gelegentlich auch gekonnt erdigen Hard Rock oder Melodic Rock ("Walk Away") mit einfließen lässt. In den etwas groovigeren Momenten wie z. B. "Calling For You" fühlt man sich sogar manchmal an DEEP PUPLE erinnert. Obwohl es sich hier im Grunde genommen um ein Solo-Album handelt, hält sich OLIVER WAKEMAN erstaunlicherweise mit überlangen Tasteneskapaden zurück und stellt sich somit meistens in den Dienst der Band und der Songs, was vor allem dem einfühlsamen Organ von Moon Kinnaird zugute kommt. Lediglich bei "I Don’t Believe In Angels" und "Wall Of Water" lässt er die Tasten ordentlich fliegen und glühen. Also, im Großen und Ganzen eine schöne und gut hörbare Scheibe. Ob OLIVER WAKEMAN jemals in die übergroßen Fußstapfen seines Vaters treten kann, wage ich ganz leise zu bezweifeln... aber vielleicht will er das ja auch gar nicht!!!

Sonny

Trackliste: 01. Don't Come Running - 02. The Agent - 03. In The Movies - 04. Walk Away - 05. Mothers Ruin - 06. Calling For You - 07. If You're Leaving - 08. I Don't Beleive In Angels - 09. Wall Of Water  

Thanks to Shawn @ ProgRock Records


STRIDE/ Imagine
  • Band: Stride
  • Albumtitel: Imagine
  • Spielzeit: 50:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Replica Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Dream Theater
  • Veröffentlichung: 08.11.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Ja, der Prog-Rock mit all seinen Unwägbarkeiten. Seit Jahren gibt es immer nur einen Maßstab, an dem sich alle Bands, welche sich diesem Genre verschrieben haben, messen lassen müssen. Mit Gary Belin an den Vocals haben STRIDE einen musikalischen Faktor in der Band, welcher handwerklich auch überdurchschnittlich zu Werke geht, ebenso weiß die Gitarrenarbeit von Joel Gregorie zu gefallen. Der Rest der Truppe zeigt allerdings recht schnell, warum es zumeist einen Bruch zwischen DREAM THEATER und seinen Kopisten gibt. Insbesondere die sehr träge wirkende Schlagzeugarbeit zieht viel Energie aus den Kompositionen ab. Fazit: Handwerklich gut gemacht mit einem herausragenden Sänger, aber noch ein bis zwei Schritte von der Elite entfernt.

Ironfinger

Trackliste: 1. Imagine (5:07) - 2. Alive (5:29) - 3. Endeavor (4:26) - 4. How Far (6:29) - 5. Role Model (7:40) - 6. The Waiting (5:30) - 7. Ion Drive (3:41) - 8. Face The Day (6:29) - 9. Time (6:08)

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


BRUCE TURGON/ Outside Looking In
  • Band: Bruce Turgon
  • Albumtitel: Outside Looking In
  • Spielzeit: 50:34 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Foreigner, Shadow King, AC/DC
  • Veröffentlichung: 07.11.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
BRUCE TURGON dürfte den Fans von FOREIGNER oder SHADOW KING wohl bestens bekannt sein. Zum einen hat er gemeinsam mit Lou Gramm, nicht nur an dessen Solo-Debüt gearbeitet, sondern mit ihm auch SHADOW KING (1991) ins Leben gerufen und zupfte auch im "Mr. Moonlight"-Lineup von FOREIGNER den Bass. Auf seinem vorliegenden Solo-Debüt fährt Multi-Instrumentalist und Songwriter BRUCE TURGON, der hier erstmals als Leadsänger in Erscheinung tritt und einen verdammt guten Job abliefert, ein Dutzend feiner Melodic Rock-Nummern, die sich soundstilistisch genau in der Schnittmenge der beiden Bands bewegen. Gelegentlich versprühen ein dezenter AC/DC-Groove und DEF LEPPARD-Harmonien, wie z. B. beim Titeltrack, der sich als wahre Melodic Rock-Hymne entpuppt, ein ganz besonderes Flair. In eine ganz ähnliche Kerbe schlagen der gnadenlos gute Stampfer "Pleasure Drone" und das ziemlich flott rockende "The Last Time". Aber dem Reiz der gefühlvolleren Momente wie "Heart Are Strong" und "Where Do We Go From Here" kann man sich nur schwerlich entziehen. Stilvoll abgerundet wird die Scheibe u. a. mit einer phantastischen Background-Arbeit von Lou Gramm oder Ronnie Montrose, der sich neben Rocket Ritchotte (DAVID LEE ROTH/ CHER) und Scott McKinstry (LOU GRAMM BAND) für bestechende Leadgitarren verantwortlich zeigt.

Sonny

Trackliste: 1. Living A Lie - 2. Any Other Time - 3. Outside Looking In - 4. Walk Thru Fire - 5. Faith - 6. Pleasure Dome - 7. These Tears Must Fall - 8. Weapons Of Love - 9. On A Wing And A Prayer - 10. Heart So Strong - 11. The Last Time - 12. Where Do We Go From Here

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


CHANGE OF HEART/ Truth Or Dare
  • Band: Change Of Heart
  • Albumtitel: Truth Or Dare
  • Spielzeit: 48:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Heartland, Shadowman, stellenweise (gesanglich) Foreigner und Bon Jovi
  • Veröffentlichung: 07.11.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Obwohl die Melodic-Maniacs aus dem nordöstlichen England mit "Truth Or Dare" schon ihr drittes Album abliefern, wurde ich noch nie mit der Musik von CHANGE OF HEART konfrontiert. Stilistisch sucht die Band irgendwo zwischen Bands wie HEARTLAND oder SHADOWMAN ihr Heil. Diesem typisch britischen AOR-Sound wird durch die starke Gesangsarbeit von Sänger/ Bassist Alan Clark, der stellenweise einer Schnittmenge aus Lou Gramm ("Farlands"/ "Cross") und Jon Bon Jovi ("Falling From The World") sehr nahe kommt, internationales Format verliehen. Die stärksten Nummern auf "Truth Of Dare" sind meines Erachtens die überaus gefühlvolle Ballade "Desperate Heart", der hitverdächtige „Gute Laune“-Rocker "Hold On" und die abschließende "Never Fall", das anhand von stets präsenten Piano Parts, einer ausdruckstarken Leadgitarre und einem geschickt eingewobenen Flamenco-Gitarrenpart eine äußerst romantische Atmosphäre aufbaut. Ein ausgezeichnetes Melodic Rock-Album, dessen Wurzeln eindeutig im Sound der 80er zu finden sind und das Dank der hervorragenden Arbeit des Duos Steve Overland/ Steve Morris den produktionstechnischen Ansprüchen der heutigen Zeit spielend gerecht wird.

Sonny

Trackliste: 1. Burned - 2. Farlands - 3. Desperate Heart - 4. Hold On - 5. Falling From The World - 6. Truth Or Dare - 7. Don't Cross The Line - 8. Taking My Time - 9. Keep On Believing - 10. I Will Remember You - 11. Never Fall

Thanks to Birgitt @ GerMusica


THE MOB/ The Mob
  • Band: The Mob
  • Albumtitel: The Mob
  • Spielzeit: 50:05 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Winger, Reb Beach
  • Veröffentlichung: 07.11.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Für sein neuestes Projekt THE MOB hat Gitarrist Reb Beach mit WHITESNAKE-Kumpel Timothy Drury (Keyboards), Kip Winger (Bass), Schlagzeuger Kelly Keagy (NIGHT RANGER) und den KING’S X-Sänger Duog Pinnick ein Supergroup-verdächtiges Lineup um sich geschart. Obwohl das Album mit dem von Kelly Keagy gesungenen "The Magic", das mit dezenten DEF LEPPARD-Chören und –Harmonien aufwartet, dem coolen Groover "Love Will Carry On" und der relaxt-gefühlvollen Hymne "Turn To Stone" einige hitverdächtige Ohrwürmer am Start hat, werden sie nicht immer den immens hochgeschraubten Erwartungen an eine Supergroup gerecht. Nichtsdestotrotz stellt "The Mob" ein zeitgemäßes und gutes Melodic Rock-Album dar, das eigentlich den Fans von Reb Beachs Soloalbum "Masquerade" und WINGERs "Pull" ziemlich schnell zusagen müsste.
P.S. Mein absolutes Lieblingsstück auf dem von Kip Winger produzierten Album ist die hauchzarte, aber ausdrucksstarke Acoustic-Nummer "I Want To Live Forever". *Schmelz*J

Sonny

Trackliste: 1. One Track Mind - 2. Wait - 3. The Magic - 4. I Will Follow - 5. Guitar Solo - 6. Never Get Enough - 7. Love Will Carry On - 8. Turn To Stone - 9. No Reason Why - 10. Spaghetti Western (instrumental) - I Want To Live Forever

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


SEVENTH KEY/ Live In Atlanta
  • Band: Seventh Key
  • Albumtitel: Live In Atlanta
  • Spielzeit: 79:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Streets, Streethouse Lane, stellenweise Foreigner und Van Halen
  • Veröffentlichung: 07.11.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Über Sinn und Zweck eines Live-Albums nach nur zwei Studioalben lässt sich bekanntlich trefflich und endlos diskutieren. Über jeden Zweifel erhaben ist allerdings die Qualität der Songs, die sich zu einem Drittel aus dem selbstbetitelten Debüt und 2/3 aus "The Raging Fire" zusammensetzen. Darunter befinden sind u. a. solche großartigen Nummern wie der handfeste Rocker "The Sun Will Rise", der spannend aufgebaute Groover "You Cross The Line" oder der beflügelnde Stampfer "The Kid Could Play". Neben seinem Kumpel Mike Slamer (Gitarre) konnte Sänger/ Bassist Billy Greer noch Terry Brock (Gitarre, Background Vocals), Keyboarder David Manion und Schlagzeuger Pat McDonald für das Live-Lineup verpflichten. Zu dem eigens für eine DVD-Produktion angesetzten Gig am 23. Mai diesen Jahres in Atlanta wurde nur ein erlauchter Kreis aus dem näheren Umfeld der Band geladen, was wahrscheinlich auch die sehr sterile und kümmerliche Live-Atmosphäre dieser Veranstaltung erklärt. Obwohl die hier vorliegende Scheibe sozusagen nur ein Nebenprodukt der gleichnamigen DVD ist, fährt die CD einige Schmankerl für Sammler auf. Dazu gehören einerseits die Acoustic-Version von "Forsaken", für die Mainman Billy Greer seinen KANSAS-Kollegen Robby Steinhard (Violine) und seinen älteren Bruder Johnny (Mandoline) auf die Bühne gebeten hat, und die das Live-Set abschließende STREETS-Nummer "Cold Hearted Woman" sowie andererseits das lässig-flotte "Remember You Well" und der träg-groovende "Love Train", die bisher nur auf den Japan-Versionen der Studio-Alben enthalten waren.

Sonny

Trackliste: 1. The Sun Will Rise - 2. An Ocean Away - 3. It Should Have Been You - 4. Sin City - 5. Always From The Heart - 6. Forsaken - 7. You Cross The Line - 8. The Kid Could Play - 9. Only The Brave - 10. When Love Is Dying - 11. Winds Of War - 12. Cold Hearted Woman - 13. The Storm Rages On (studio bonus track) - 14. Remember You Well (studio bonus track) - 15. Love Train (studio bonus track)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über SEVENTH KEY:
SEVENTH KEY/ The Raging Fire
SEVENTH KEY/ Seventh Key


NIGHTMISSION/ No Saints In Black
  • Band: Nightmission
  • Albumtitel: No Saints In Black
  • Spielzeit: 47:00 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: STF-Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands: Metallica, Megadeth, Hammerschmitt
  • Veröffentlichung: 07.11.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
In der Düsseldorfer Underground-Szene gehört NIGHTMISSION schon seit Mitte der 90er zu den bekanntesten und erfolgreichsten Bands. Nach dem 7-Track-Demo "Missionary" (2004) feiert die nun mit "No Saints In Black" ihr offizielles Debüt. Musikalisch erinnert der überwiegende Teil des Materials an METALLICA oder MEGADETH, wobei die markante und kraftvoll-melodische Stimme von Sänger Tom Schuffartz oder der des öfteren eingesetzte feminine Backgroundgesang dem Material so etwas wie eine eigenen Note verleihen. Zu den Höhepunkten auf dem über weite Strecken äußert gelungenen Debüt gehören neben den heftig groovenden Titeltrack auch die beiden Balladen "Always Inside Me" und "Angel In Disguise". Während sich erstere ziemlich einfachgestrickt präsentiert, steigert sich letztere zu einem kraftvoll-netten Midtempo-Rocker, den man durch den extrem verstärkten Einsatz der weiblichen Backgroundstimme getrost als Duett bezeichnen kann. Ziemlich aus dem Rahmen der übrigen 10 Nummern fällt allerdings der abschließende deutschsprachige Song "Superstar", in dem vermutlich DSDS & Co. ordentlich auf die Schippe genommen werden. Nichtsdestotrotz könnte dieser riffbetonte und witzige Stampfer mit ein bisschen Glück in den einschlägigen Düster-Zappelbuden der Nation zum absoluten Tanzflächenfüller werden.

Sonny

Trackliste: 1. Call Of The Wild 4:22 - 2. Live Or Die 3:04 - 3. Love And Hate 4:16 - 4. Always Inside Me 3:59 - 5. Black Rain 4:05 - 6. Mother Nature 4:25 - 7. Fallen Angel 4:23 - 8. No Saints In Black 4:46 - 9. Angel In Disguise 4:48 - 10. Glorious Oain 4:37 - 11. Superstar 4:03

Thanks to Gaby @ STF-Records


STORMAGE/ Balance Of Power
  • Band: Stormage
  • Albumtitel: Balance Of Power
  • Spielzeit: 60:12 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: STF-Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands: Metallica, U.D.O., Iron Maiden
  • Veröffentlichung: 07.11.2005
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Mit ihrem Debüt "Balance Of Power" versuchen nun vier Sauerländer auf dem hartumkämpften Power Metal-Markt hierzulande Fuß zu fassen. Ohne den musikalischen Fähigkeiten der Band zunahe treten zu wollen, wird schon nach dem ersten Durchlauf ziemlich schnell klar, dass die Band noch einen weiten Weg vor sich hat. Zwar haben sie mit dem Opener "Another Day", in dem Groove der Marke AC/DC mit Gitarrenwänden und wuchtigen Drums a la METALLICA übertüncht wird, der sehnsüchtigen – stellenweise naiven – Powerballade "They Plan To Be Like God" und der Metal-Hmyne "Wargames", die im Chorus stark an U.D.O. erinnert, drei äußerst vielversprechende Nummern am Start, doch schießen die übrigen 11 Nummern (inkl. des METALLICA-typischen Instrumentals "Oguh Morph") nur knapp übers Regional-Liga-Format hinaus. Fazit: STORMAGE liefern mit "Balance Of Power" zwar ein relativ solides Debüt ab, aber das Gleichgewicht zwischen geballter Power, bittersüßen Melodien, songwriterischen Fingerspitzengefühl und Eigenständigkeit benötigt noch etwas Zeit zur Reife.

Sonny

Trackliste: 1. Another Day 5:22 - 2. Born To Kill 4:30 - 3. Words 4:16 - 4. They Plan To Be Like God 4:16 - 5. Sign Of The Cross 4:17 - 6. Blood And Thunder 3:55 - 7. Oguh Morph 1:30 - 8. Back Again 4:22 - 9. Wargames 4:29 - 10. The Innocent Ones 4:37 - 11. The Green Mile 5:17 - 12. Godless Man 4:18 - 13. Black Winter 5:10 - 14. Lost Criminal 3:54

Thanks to Gaby @ STF-Records

Last Update: Sunday, 19. February 2006
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Sonny