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Review:
Nach dem das wahrlich nicht schlechte Comeback-Album "Twelve Shots On The
Rocks" (2002) der finnischen Glam Rock-Legende hierzulande sträflich
vernachlässigt wurde, kommen wir Dank Demolition Records in den Genuss des
atemberaubenden Nachfolgers. Ja atemberaubend, denn noch nie hat sich die Band
um Sänger/ Entertainer Michael Monroe (der Mann wir auf seine alten Tage
wirklich immer besser/ Anmerk. d. Verf.) und Gitarrist Andy McCoy so
abwechslungsreich präsentiert wie während der 13 Songs auf "Another
Hostile Takeover". Auf dieser Scheibe ist von schmachtenden Balladen
("Center Of The Universe") und melodisch-swingender Kost ("The
Devil In You") über schmissige Rock ’N’ Roll-Nummern
("Love"/ "Heaven Is Gonna Be Empty") bis hin zu lässig-groovenden
Stampfern wie "Hurt" (hätte selbst Schockrock-Ikone ALICE COOPER
nicht besser hingekriegt!) oder dem fast BILLY IDOL-lastigen "Eternal
Optimist" (feurige Flamenco-Gitarren!) alles am Start, was das Glam
Rock-Herz höher schlagen lässt. Welcher Teufel die Band allerdings beim von
HipHop-Einlagen durchsetzten "Reggae Rocker" (einziger Füller!)
geritten hat, wissen wahrscheinlich die Herrschaften nur selbst.
Nichtsdestotrotz transportieren HANIO ROCKS mit "Another Hostile Takeover"
den glorreichen 80er Glam Rock ins neue Jahrtausend, ohne dabei weder verkrampft
modern noch verstaubt altbacken zu klingen. An dieser Spritzigkeit der alten
Haudegen werden sich die vermehrt auftretenden Jungspunde der Szene
wahrscheinlich die Zähne ausbeißen. Also, mich persönlich würde es nicht
wundern, wenn HANIO ROCKS zu den Gewinnern der gerade in Skandinavien wieder
auflebenden Glam Rock-Welle gehören würden. Mal sehen, vielleicht schwappt sie
ja auch wieder auf Deutschland über?!?... Hoffentlich!!!
Ach ja, "Another Hostile Takeover" ist meines Erachtens das bisher
beste Album der Band und gehört somit selbstredend zum Pflichtprogramm für
jeden Glam Rock-Fan J
| Trackliste: | 1.
Intro - 2. Back
In Yer Face |
Thanks to Ralph @ Indevent
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Review:
5 ½ Jahre hat sich der Schauspieler und Musiker MICHAEL FITZ für sein
mittlerweile neuntes Album zeitgelassen. Dass während dieser doch relativ
langen Zeitspanne eine musikalische Weiterentwicklung vonstatten gegangen ist, dürfte
wahrscheinlich jedem Musikinteressenten klar sein. Fiel
"Gleichgewicht" für FITZsche Verhältnisse über weite Strecken doch
ziemlich rockig aus, so spielt
sich das neue Werk eher in folkig/ bluesig/ klassischen Gefilden ab. Doch MICHAEL FITZ geht noch weiter, denn nicht nur
musikalisch, sondern auch sprachlich lassen sich von "Hoam"
zum Vorgänger kaum parallelen ziehen. Versprühte "Gleichgewicht"
aufgrund der verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch)
doch ziemlich internationales Flair, so bedient sich der Liedermacher auf dieser
Scheibe erstmals des bayrischen Dialekts und dürfte somit sowohl bei seinen
Kritikern als auch bei seinen Fans für sperrangelweit offene Münder sorgen.
Aber nicht nur die bayrische Sprache gibt den neuen Songs ein gewisses Etwas,
sondern auch der gezielte Einsatz von Instrumenten wie Hackbrett, Geige,
Kontrabass, Akkordeon oder Kontrabass-Klarinette verleiht dem Material eine ganz
besondere und eigene Note. In den Texten, die direkt aus dem Leben gegriffen
sind, hält er dem gespannt lauschenden Zuhörer und auch sich selbst
schonungslos den Spiegel. Obwohl jeder einzelne der 11 Songs ein kleines
Kunstwerk für sich ist, komme ich nicht umher meine persönlichen Favoriten zu
nennen. Das wären zum einen der Opener "Hintam Zaun", der durch
melancholische Geigenparts und besinnliche Hackbrett-Elemente ein ganz
eigenartige Stimmung zaubert, und der bluesgetränkte Schleicher "Nix Gseng"
sowie zum anderen das swingende "Danzn" und "Was Bleibt Üba",
das stellenweise an den KARAT/ PETER MAFFAY-Hit "Über Sieben Brücken"
erinnert. Dieses Album wurde übrigens – getreu dem Titel
und ohne den üblichen Zeit- und Studiodruck – ganz relaxt in den
heimischen vier Wänden von MICHAEL FITZ eingespielt. Dieser wohltuende Aspekt
macht sich auch zu jeder Sekunde auf "Hoam" bemerkbar. Neben MICHAEL
FITZ, der nicht nur alle Lieder getextet und komponiert hat, sondern sich auch für
sämtliche Gitarrenlinien verantwortlich zeigt, hat Schlagzeuger und
Percussionist Wolfgang Lohmeier mit seinem stilsicheren Rhythmusgefühl großen
Anteil am Gelingen dieser wahrhaft packenden Produktion. Fazit: MICHAEL FITZ ist
nicht nur ein Musiker, der sich schwer in eine Schublade stecken lässt, sondern
auch einer der sich bisher noch nie selbst kopiert hat. Nur eines haben alle
seine Alben gemeinsam: Erdige, ehrliche und inhaltlich sinnvolle Musik, die
enorm viel Herz in sich trägt.
P.S. "Hoam" sowie alle MICHAEL FITZ-Alben, die noch erhältlich sind,
könnt ihr unter www.fitzshop.de bestellen.
Alsdann, nichts wie hin!!!
Sonny
| Trackliste: | 1. Hintam Zaun - 2. Hoam - 3. Da Wind - 4. Was Bin I - 5. Las Mi Nei - 6. Dumma Bua - 7. Danzn - 8. Winter Werds - 9. Fliaga - 10. Nix gseng - 11. Was bleibt üba? |
Thanks to Michael @ Wolke Musik
weitere Reviews über MICHAEL FITZ:
MICHAEL FITZ/ Gleichgewicht
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Review:
Stammbesuchern dieser Seite dürfte es wahrscheinlich nicht entgangen sein, dass
ich eine gewisse Schwäche für mittelalterliche Klänge in Verbindung mit
rockigen Elementen habe. Meistens assoziiert man dieses Genre ja mit eher ernst,
nachdenklichen – stellenweise sogar depressiven – Texten oder Melodien.
Frischen Wind bringt da FEUERSCHWANZ in das vom Ernst der heutigen Zeit
ergriffenen Genre mit ihrem folkig-rockigen und äußert tanzbaren Sound, den
das Erlanger Oktett mit witzig-tabulosen – nicht immer jugendfreien – Texten
garniert und selbst äußerst treffend mit Mittelalter-Folk-Comedy umschreibt.
Dem „Geilen Haufen“ um Hauptmann Feuerschwanz (Gesang/ Laute) und Sir
Richard Hodenherz (Gesang/ Flöten/ Schalmeien) ist also wirklich nichts
Menschliches fremd, so singen sie mit einem ordentlichen Augenzwinkern nicht nur
über das „feierliche“ Turnier-Leben ("Das
Tunier") ehrwürdiger Ritter, sondern auch ganz ungeniert über die
dazugehörigen frivolen Festlichkeiten ("Drachentanz"), Sex-, Sauf- und Fressorgien
("Sauflied") oder den darauf folgenden Verdauungsproblemen ("Herren
Der Winde") und Visionen ("Der Teufel"). Natürlich steckt auch
bei den besinnlichen und romantischen Momenten ("Der Traum"/
"Lasst Die Ritter Schlafen") von FEUERSCHWANZ, die besonders durch
Walther Von Der Vögelweide (besser bekannt als Tobias Heindl von FIDDLER’S
GREEN) sanftes Geigenspiel Intensität erfahren, jede Menge Humor und Ironie.
Aufgrund des geschlossenen Unterhaltungswerts der kompletten Scheibe fällt es
wirklich schwer sich für einzelne Anspieltipps zu entscheiden. Deshalb sollen
das "Teufelsgeschenk", das von der Melodieführung im Refrain an BONEY
Ms "Brown Girl In The Ring" erinnert und durchaus das Zeug zum
Faschingshit hat, oder "Räuber", das mit stampfenden
Zigeuner-Gefiedel sich im Gehörgang einhämmert, sowie die Band-Hymne
"Feuerschwanz" (eine grandiose Parodie auf MANOWARs "Carry
On"!!!) stellvertretend für alle anderen Darbietungen stehen. Als recht
witzig erweist sich auch der gespielte Gag "Gute Nacht", in dem die
betörenden Background-Ladies Orgasta und Fellatia wohl kein Auge zumachen
werden. – Eine extrem kultverdächtige Veranstaltung, der hoffentlich bald das
nächste zügellose Ritterturnier... ähm, die nächste Scheibe folgen wird ![]()
Abschließend noch ein Tipp: Sollte „des Hauptmanns geiler Haufen“ zufällig
in eurer Gegend sein Unwesen treiben, dann solltet ihr unbedingt den Ort des
unterhaltsamen „Gelages“ aufsuchen... Ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht
sein.
Thanks to Bastian @ Feuerschwanz
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Review:
Dieses Album kam in ähnlicher
Form bereits im März des letzten Jahres auf unseren Seiten zu „Import-Tipp“-Ehren.
Durch den Erfolg der norwegischen Glam Rocker beim diesjährigen Eurovision Song
Contest (Platz 9) mit ihrem ansteckenden Ohrwurm "In My Dreams"
(#1-Hit in Norwegen!), wird die Scheibe nun unter dem Titel "Hard To Be A
Rock ’N’ Roller" auch in unseren Breiten offiziell veröffentlicht. Im
Vergleich zu "667... The Neighbour Of The Beast" sind mit der bereits
genannten Erfolgsnummer, dem Instrumental "The Drops" und der
englischen Live-Version des Kult-Schlagers "Dschinghis Khan" drei zusätzliche
Titel am Start. Außerdem kommt der Fan hierzulande noch in den Genuss der
Videoclips zu "Bless The Night" und "Hard To Be A Rock ’N’
Roller". Auf dieser Veröffentlichung führt die gute Laune das Regiment.
Ganz egal ob man sich nun den Titeltrack, der seine Würze aus der Kombination
von traditionellen Glam-Klängen und modernen HipHop-Elementen bezieht, die
radiotaugliche Pop Rock-Hymne "I Turn To You" oder den fast majestätisch
schreitenden Midtempo-Stampfer "Out Of Time" gerade zu Gemüte führt.
Aber auch so ruhige Nummern wie die stellenweise orchestral arrangierte Ballade
"Tell Me Where To Go", die manchmal an die emotionalen Nummern von
ALICE COOPER erinnert, oder "A Long Way To Go" (GUNS N’ ROSES meets
CINDERELLA) entwickeln sich zu echten Knüllern. Hoffentlich gelingt es Glam
(Gesang), Teeny (Gitarre), Flash (Bass) und Sporty (Drums) nun auch europaweit
die Leute mit ihrem Glam-Virus zu infizieren... In ihrer Heimat dürften sie
mittlerweile eh schon fast den Helden-Status inne haben!
| Trackliste: |
1. In My Dreams - 2. Hard To Be A Rock'n Roller
- 3. Bless The Night
- 4. I Turn To You [Melanie C-cover]
- 5. Out Of Time
- 6. Mine All Mine
- 7. The Drop
- 8. Tell Me Where To Go
- 9. No More Living On Lies
- 10. Erection
- 11. Car-Lyle
- 12. The Best Song In The World
- 13. A Long Way
- 14. Crazy Things Bonus: 15. Dschinghis Khan - 16. Bless The Night (videoclip) - 17. Hard To Be A Rock'n Roller (videoclip) |
Thanks to Eva @ Napalm Records
weitere Reviews über WIG WAM:
WIG WAM/ Wig Wamania (Glam
Rock-Tipp/ June 2006)
WIG WAM/ 667... The
Neighbour Of The Beast (Import-Tipp/
March 2004)
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Review:
Ja, das ist es!!! All diejenigen, die geglaubt haben, dass FRANK ZANDER ohne den
nötigen Arbeitseifer und -ernst an sein „Ende des Schlagers“-Projekt
herangegangen ist, die werden durch "Rabenschwarz # 2" ihr blaues
Wunder erleben. So hat der Kult-Berliner auf Teil 2 erneut allseits bekannte
Schlager-Evergreens nicht nur durch die düstersten Ecken seiner Gruft gezogen,
sondern sie auch gleich von ihren mottenzerfressenen Klamotten befreit und diese
durch höllischschwere Kutten, die er aus fetten Sounds und hammerharten Riffs
geschmiedet hat, ersetzt. Dass solche Party-Hymne wie MARIANNE ROSENBERGs
"Er Gehört Zu Mir" oder "Du Kannst Nicht Immer 17 Sein"
(CHRIS ROBERTS) dabei in einem ganz anderen Licht erscheinen und größtenteils
nur noch am Text zu erkennen sind, dürfte an dieser Stelle wohl jedem klar
sein. Ein ganz großes Kunststück ist dem Vorreiter des Deutschen Gothics und
der Neuen Deutschen Härte mit der unglaublich und unbeschreiblich schrill-schrägen
Interpretation von "Liebeskummer Lohnt Sich Nicht" (im Original von
SIW MALMQUIST) gelungen. Für diese Nummer, die hier zum Duett umarrangiert
wurde, hat sich FRANK ZANDER die Berliner Punk-Ikone NINA HAGEN ins Studio
geholt und sich somit einen lange gehegten Traum erfüllt. Wie auch schon auf
dem Vorgänger macht der Schockmeister auch selbst vor seinen eigenen Klassikern
nicht halt, sondern lässt z. B. der "Ur-Ur-Enkel Von Frankenstein"
oder "Hier Kommt Kurt" in kraftvoll-schaurigen und modernen Sounds ertönen.
An der Maxi-Version von "Nachbar", der in der Original-Version auf dem
"Rabenschwarz"-Erstling zu hören war, lässt sich am besten
vergleichen, dass ZANDER in punkto Druck und Härte gegenüber No. 1 noch ein
paar Höllen-Briketts nachgelegt hat. Außerdem hat die Scheibe mit den
einfachen, aber atmosphärischen Videos von "Komm Unter Meine Decke"
bzw. "Nachbar" und dem flockigen "Das War’n Zeiten", der
auf dem DIRE STRAITS-Klassiker "Sultans Of Swing" basiert, ein paar
teuflisch gut Zugaben mit im Gepäck. Ob das nun wirklich der finale Sargnagel für
den deutschen Schlager war bleibt abzuwarten, denn das Genre bietet doch noch so
einige muffige Schnulzen, die geradezu förmlich nach fetten und morbiden
Umsetzungen schreien. – „ I Glaub’ allawei, der is ned ganz hi. I Glaub’
allwei, der hat no a wenig zuckt.“ ![]()
| Trackliste: |
01. Er gehört
zu mir
|
Moritz @ Gordeon Music
weitere Reviews über FRANK ZANDER:
FRANK ZANDER/ 100% Kult - Wahnsinn +
Zander's Zorn (2 CD Kult Edition) (Kult-Tipp/ February 2007)
FRANK ZANDER/ Rabenschwarz (Deutsch
Rock-Tipp/ October 2004)
|
Review:
Gleich vorweg: Hier handelt es sich nicht wirklich um ein neues Album von
California-Boy JOHNNY LIMA. Viel mehr handelt es sich bei "Version
1.2" um die besondere „Wiederveröffentlichung“ seines längst
vergriffenen und selbstbetitelten Solo-Debüts (1996). Besonders deshalb, weil
11 der ursprünglichen Nummern komplett neu arrangiert und aufgenommen wurden
und mit zwei bis dato unveröffentlichten Tracks ergänzt wurde. Das wäre zum
einem das lässige "Drift Away" und zum anderen der Groover "Fire
Of Love", die sich nahtlos in den „frühere BON JOVI meets DEF
LEPPARD“-Sound einfügen. JOHNNY LIMA allerdings als einen einfallslosen Klon
dieser Gattung abzustempeln, käme seinen Fähigkeiten als Songwriter und
Musiker nicht gerecht. Denn solche Knaller wie der angeglamte Kracher "Rock
’N’ Roll River", der mit hymnischen Harmonien durchsetzte Stampfer
"Into Your Arms" oder der starke Stadionrocker "Something’s
Gotta Change" müssen sich qualitativ keineswegs hinter den großen Hits
der genannten Superbands verstecken. Fazit: Ein echter Earcatcher, der nicht nur
denjenigen ans Herz gelegt sei, die das Debüt nicht in ihrer Sammlung wissen.
Auch die Besitzer des begehrten Originals werden bestimmt ihre helle Freude an
"Version 1.2" haben.
| Trackliste: | 1. Never Gonna Let U Go - 2. Little Runaway - 3. Rock 'N' Roll River - 4. Here For You - 5. Reckless Heart - 6. Drift Away - 7. Crazy - 8. Fire Of Love - 9. Another Lonely Day - 10. Into Your Arms - 11. Something’s Gotta Change - 12. If I Had A Heart - 13. Fly Angel |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
weitere Reviews über JOHNNY LIMA:
JOHNNY LIMA/ Made
In California
|
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Rund im ihre Heimat Hannover konnte sich die Band um Sängerin Nicky Gronewold
und Gitarrist Christos Mamalitsidis durch diverse Live-Auftritte und ein starkes
4-Track-Demo einen gewissen Insider-Status aufbauen. Nun legt der junge Vierer
mit "Puppet On A String" ein Debüt vor, dass eigentlich
deutschlandweit die Rock ’N’ Roll-Gemeinde begeistern müsste. Aus der
Rotzigkeit a la SKEW SISKIN, der
Ausdruckskraft bzw. Dramatik von WEINHOLD und der Power, die der von BACKSLASH
nicht unähnlich ist, haben NIKKI PUPPET ihren eigenen explosiven Sound
geschaffen, den man irgendwo zwischen zeitlos-dreckigen Hard Rock und
energiegeladenen Heavy Metal einordnen kann. Unter den 10 Tracks entwickeln sich
vor allem das knackige "Ignorance", in dem die Band gekonnt zwischen
Mid- und Uptempo hin- und herpendelt, oder "Siren", das dezente
Rockabilly-Anleihen aufweist, und der vorwärts rockende Opener/ Titeltrack.
Gerade bei diesem Song sind die stimmlichen Vergleiche von Nicky Gronewold zu
Jutta Weinhold und BACKSLASH-Frontfrau Heike Grebita (besonders in den Chören)
nicht von der Hand zu weisen, zu echten Highlights. Zwar gehen NIKKI PUPPET mit
dem balladesk schleichenden "Grumpy Face" etwas vom Gas, aber
ansonsten wird kompromisslos abgerockt bis der Doktor kommt…
und das auf verdammt hohem Niveau!!! Daran vermag auch die etwas madige
Spielzeit von nur knapp 33 min nichts zu ändern.
P.S. So explosiv und spielfreudig wie sich die Band auf ihrem Debüt präsentiert,
dürfte bei den Live-Auftritten die Luft brennen… Bleibt mir nur noch die
Hoffnung, dass es NIKKI PUPPET auch mal in den Südosten der Nation verschlägt!
| Trackliste: | 1. Puppet On A String - 2. Sirens - 3. Synchronized - 4. I Feel Unreal - 5. Grumpy Face - 6. Another World - 7. Ignorance - 8. Enjoy - 9. Stand Here This Way - 10. Insignificant |
Thanks to Britta & Kerstin @ Armageddon Music
|
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Review:
Mit der zeitgleich erscheinenden "Best Of"-Scheibe kommen auch vier Studio-Alben
aus den Backkatalog von TWISTED SISTER remastered und mit diversen Bonustracks
im Rucksack zu Wiederveröffentlichungsehren. Den Anfang in unserem
umfangreichen Klassiker-Tipp machen wir mit dem fünften und vorerst letzten
(mal abgesehen von "Stay Hungry", der Neuaufnahme der Kult-Scheibe
"Stay Hungry") Studio-Album "Love Is For Suckers", dem wohl
kommerziellsten und für viele Fans schwächsten Werk, das die Mannen um Sänger
Dee Snider jemals eingespielt haben. Zugegeben, die abgedrehten Schwestern haben
bestimmt bessere Scheiben eingespielt, aber für derart hitverdächtige Nummern
wie den Stampfer "Hot Love", der von den Gitarrenlinien stellenweise
an die früheren U2 erinnert, und den schmissigen Titeltrack, der in ähnlicher
Form auch auf einer der kommerzielleren ALICE COOPER-Veröfffentlichungen stehen
hätte können, oder das cool groovende "I’m So Hot For You" wären
andere Acts aus dem härteren Genre seinerzeit wahrscheinlich nackt zum Nordpol
(und zurück) gelaufen. Nicht ganz so glattgebügelt, sondern deutlich bissiger
und rougher kommen da die vier Bonustracks um die Ecke gestampft. Besonders der
schneidige Rocker "If That’s What You Want" und das
Stadionhymnen-verdächtige "I Will Win" bleiben schon nach dem ersten
Durchlauf wie Honig in den Gehörgängen kleben. Somit dürfte auch die Frage
eines erneuten Kaufanreizes geklärt sein. Oder?!?
| Trackliste: | 1. Wake Up (The Sleeping Giant) - 2. Hot Love - 3. Love Is For Suckers - 4. I'm So Hot For You - 5. Tonight - 6. Me And The Boys - 7. One Bad Habit - 8. I Want This Night (To Last Forever) - 9. You Are All That I Need - 10. Yeah Right - 11. Feel Appeal (bonus track) - 12. Statutory Date (bonus track) - 13. If That's What You Want (bonus track) - 14. I Will Win (bonus track) |
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Und weiter geht’s mit unserem ausgedehnten Klassiker-Tipp für November:
Nachdem diese Scheibe meines Erachtens auf dem aktuellen "Best Of"-Album zu
wenig Beachtung
gefunden hat, freut es mich persönlich um so mehr, dass auch "Come Out And
Play" (inklusive Bonustrack "The King Of Fools", der stellenweise
an NAZARTH erinnert) komplett re-mastered wiederveröffentlicht wird. Für mich
steht der "Stay Hungry"-Nachfolger nicht nur wegen dem schmissigen Hit
"Be Chrool To Your Scuel", bei dem u. a. ALICE COOPER und BRAIN SETZER
als Gäste mitwirkten, und dem genial in Szene gesetzten THE SHANGRI-LAS-Klassiker
"Leader Of The
Pack" auf einer Stufe mit dem Kultalbum, sondern auch weil TWISTED SISTER
mit "Come Out And Play" sowohl ihre harte als auch ihre kommerzielle
Seite perfekt unter einen Hut bekommen haben. Als weitere Überzeugungsargumente
dürften euch die Shout-Hymne "You Want What We Got" oder die
wunderschön angeblueste Ballade "I Believe In You" dienen.
| Trackliste: | 1. Come Out And Play - 2. Leader Of The Pack - 3. You Want What We Got - 4. I Believe In Rock 'N' Roll - 5. The Fire Still Burns - 6. Be Chrool To Your Scuel - 7. I Believe In You - 8. Out On The Streets Lookin' Out For # 1 - 9. Kill Or Be Killed |
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|
Review:
TWISTED SISTER-Wiederveröffentlichung zum Dritten! Obwohl Dee
Snider & Co. mit dieser Scheibe erstmals in den USA Gold einheimsen konnten,
gehört "You Can’t Stop Rock ’N’ Roll" für mein musikalisches
Verständnis zu den etwas schwächeren Alben der Kult-Band. Zugegeben, schlecht
ist das Album wirklich nicht (gibt es überhaupt ein schlechtes Album der
verdrehten Schwestern?/ Anmerk. d. Verf.), denn mit dem Mitsing-Kracher
"I Am (I’m Me)" und beschwingter Stampferkost wie "We’re
Gonna Make It" oder "I’ve Had Enough" sind zwar Nummern mit von
der Partie, die zu Klassikern gereift sind, aber das restliche – noch ziemlich
ungehobelte – Material kann diesen nur bedingt das Wasser reichen. Irgendwie
scheinen sich die Mannen um den charismatischen Shouter Dee Snider bei diesem
Album in einer Umbruchsphase befunden zu haben. Einerseits präsentieren sich
die New Yorker doch noch ziemlich ungehobelt, anderseits aber auch schon etwas
auf die damalige Richtung von Kommerz und Charttauglichkeit getrimmt.
| Trackliste: | 1. The Kids Are Back - 2. Like A Knife In The Back - 3. Ride To Live, Live To Ride - 4. I Am (I'm Me) - 5. The Power And The Glory - 6. We're Not Gonna Take It - 7. I've Had Enough - 8. I'll Take You Alive - 9. Your're Not Alone (Suzette's Song) - 10. You Can't Stop Rock 'N' Roll - 11. One Man Woman (bonus track) - 12. Four Barrel Heart Of Love (bonus track) - 13. Feel The Power (bonus track) |
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Das „full length“-Debüt
der New Yorker, das damals von keinem Geringeren als UFO-Bassist Pete Way
produziert wurde, bildet nun den Abschluss unseres umfangreichen Klassiker-Tipp
im November. Auf "Under The Blade" wird nicht nur durch die Hymne
"Destroyer" oder den Stampfer "Shout ’Em Down" mehr als
deutlich, dass TWISTED SISTER seinerzeit eindeutig von NWOBHM beeinflusst worden
sind, sondern auch durch solche Gassenhauer wie "Bad Boys (Of Rock ’N’
Roll)" oder der Titeltrack, der einer Mischung aus BLACK SABBATH (zu "Paranoid"-Zeiten)
und früheren ALICE COOPER-Tagen ziemlich nahe kommt. Meine Favoriten auf diesem
Erstling sind allerdings der schleppende Groover "Day Of The Rocker"
und der gospellastige Ohrwurm "I’ll Never Grow Up Now!". Fazit: Das
Album transportiert sowohl das nostalgische Feeling der späten 70er als auch
das aufkeimende Flair der wilden 80er.
| Trackliste: | 1. What You Don't Know (Sure Can Hurt You) - 2. Bad Boys (Of Rock 'N' Roll) - 3. Run For Your Live - 4. Sin After Sin - 5. Shoot 'Em Down - 6. Destroyer - 7. Under The Blade - 8. Tear It Lose - 9. Day Of The Rocker - 10. I'll Never Grow Up Now! |
Thanks to Ralph @ Indevent
weitere Reviews über TWISTED
SISTER:
TWISTED SISTER/ The Best Of ...
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Review:
Gerade sind die letzten Klänge von "Glory Thy Name" in meinem
CD-Player verklungen, da legen Komponist/ Schlagzeuger Jani Stefanovic und Sänger
Christian Rivel mit "Hero" den DIVINEFIRE-Zweitling nach. Im Vergleich
zu besagten Vorgänger drückt "Hero" doch fetter und bombastischer
– stellenweise sogar auch noch speediger und thrashiger – aus den Boxen.
Ohne Punkt und Komma – sprich ohne echte Ballade – „knüppelt“ sich das
Trio höchstmelodisch und –filigran durch die ersten 38min bis das rundum
gelungene Album mit der Coverversion des QUEEN-Hits "The Show Must Go
On", für die sich Christian Rivel mit Thomas Vikström (ex-CANDLEMASS) und
Maria Rådsten (ONE MORE TIME)
zwei hochkarätige Sangesgäste geladen hat, seinen kraftvoll-geruhsamen Höhepunkt
und Abschluss erfährt. Weitere Glanzpunkte setzen DIVINEFIRE mit dem Titeltrack,
der sich als symphonisch-thrashiges Doublebass-Gewitter über den Zuhörer ergießt,
und der majestätische Midtempo-Groover "United
As One" oder dem Keyboardwirbelwind "New Beginning", der gekonnt
zwischen düsteren und hoffnungsschöpfenden Parts hin- und herpendelt.
P.S. Da die Herrschaften zwecks einer
Japan-Tour im Oktober personell ordentlich aufgerüstet haben, dürfte einem
baldigen Besuch auch in unseren Breiten eigentlich nichts mehr im Wege stehen.
| Trackliste: | 1. Resurrection - 2. Secret Weapon - 3. Divinefire - 4. Hero - 5. United As One - 6. Leaving the Shadows Behind - 7. Open Your Eyes - 8. New Beginning - 9. Cryptic Passages (Bonustrack For Europe) - 10.The Show Must Go On |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
weitere Reviews über DIVINEFIRE:
DIVINEFIRE/ Glory Thy Name
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Review:
Ein bisschen Southern-Rock, etwas Slide-Gitarre, gemischt mit allem Möglichen
was aus dem Süden der USA kommt, auch die nichtssagende Abteilung, gepaart mit
etwas Funk, tja... und dann hört es auch schon auf, leider. Man kann nicht
sagen dass es musikalisch schlecht wäre, was auf der MOODRAS-EP vertreten ist,
aber es ist einfach zu belanglos um ein echtes Statement zu hinterlassen.
Nett..., ich weiß ist eine furchtbare Beschreibung, aber es trifft es am
besten, nett und belanglos und leider wie so oft, eine muffige und schlabberige
Demo-Produktion.
| Trackliste: |
1. Hollywood 5:39 - 2. Every Day 6:58 - 3. Red Hair & Green Eyes 4:43 - 4. Turn Off The Light 5:22 - 5. Keep On Growing 3:58 - 6. Out On The Road 4:48 - 7. Calling You Out 5:02 |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
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13 Jahre nach seinem Solo-Debüt "Back Where I Belong" wird der
einstige BLACK SABBATH-Sänger nun mit dem Nachfolger "Scream"
vorstellig. Im Vergleich zum großartigen Erstling ist TONY MARTIN auf seiner
neuen Scheibe deutlich heftiger zu Gange. So hätten z. B. der mächtig röhrende
Opener "Raising Hell" oder der Killer "Bitter Sweet", dessen
glühendheiße Lavariffs durch bedacht eingesetzte Acoustic-Klänge ihre
erfrischende Abwechslung erfahren, gut und gerne auf einem der oben erwähnten
Alben stehen können. Außerdem besitzen der treibende Titeltrack, der mit
erquickenden Fiddler-Klängen aufwartet, und die tastengurgelnde Hymne "Surely
Love Is Dead" ohne Zweifel Klassiker-Charakter. Wie man aus dem eingängigen
Groover "The Kids Of Today" heraushören kann, verschließt TONY
MARTIN seine Augen bzw. Ohren auch nicht vor modernen Klängen, sondern paart
sie geschickt mit traditionellen Momenten. Den absoluten Killer hat sich der
Ausnahmemusiker mit dem sphärisch-hymnischen "Field Of Lies"
allerdings bis zum Finale aufgehoben. Kurzum: Diese Scheibe ist mit Sicherheit
ein wahres Freudenfest für BLACK SABBATH-Fans zu TONY MARTIN-Zeiten. Also,
unbedingt zugreifen!!!
| Trackliste: |
01.
Raising Hell |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
weitere Reviews über TONY MARTIN:
EMPIRE/ Trading Souls
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Review:
Wer sich als Neueinsteiger nicht gleich alle der weiter oben bereits teilweise
besprochenen (Rest folgt in Kürze/ Anmerk. d. Verf.) vier zeitgleich veröffentlichten
Re-Release anschaffen will, dem bietet sich mit dem hier vorliegenden "Best
Of"-Album, mit dem die Band ihr 30jähriges Bestehen feiert, eine preisgünstige
Alternative. Diese Zusammenstellung enthält nicht nur die besten Momente der
eingangs bereits angesprochenen Wiederveröffentlichungen, sondern mit der
Mitsing-Hymne "We’re Not Gonna Take It", dem Party-Brüller "I
Wanna Rock", "The Price" und dem Titeltrack auch gleich vier
Gassenhauer vom Kult-Album "Stay Hungry", das mittlerweile über weit
6 Millionen mal über die Ladentheke gewandert sein dürfte. Zudem ist mit dem
reichlich angeglamten "Never Say Never" eine äußerst starke Nummer
mit von der Partie, die es leider seinerzeit leider nicht auf den Klassiker
geschafft hat. Zwar erscheint es durchaus gerechtfertigt, dass bei dieser
Zusammenstellung der Schwerpunkt besonders auf den ersten drei Alben von TWISTED
SISTER liegt, aber nichtsdestotrotz vermisse ich persönlich mit der geilen
Coverversion von "Leader Of The Pack" und "Be Chrool To Your
Scuel" zwei „big points“ aus dem nicht weniger kultwürdigen Album
"Come Out And Play". Außerdem enthält "Best Of" auch noch
einen Live-Videoclip des Headbangers "The Fire Still Burns", der einen
leider viel zu kurzen Einblick auf die geniale DVD "Live At Wacken"
gewährt. Genau das richtige für Leute, die sich einen repräsentativen
Gesamteindruck über die bisherige Karriere von TWISTED SISTER verschaffen möchten.
| Trackliste: | 1. Under The Blade - 2. Destroyer - 3. What You Don't Know (Sure Can Hurt You) - 4. Shoot 'Em Down - 5. You Can't Stop Rock 'N' Roll - 6. I Am (I'm Me) - 7. The Kids Are Back - 8. Stay Hungry - 9. We're Not Gonna Take It - 10. I Wanna Rock - 11. The Price - 12. Come Out And Play - 13. Love Is For Suckers - 14. Never Say Never - 15. The Fire Still Burns (live video, from "Live At Wacken"-DVD) |
Thanks to Ralph @ Indevent
weitere Reviews über TWISTED SISTER:
TWISTED SISTER/ Love Is For Suckers (re-release)
(Klassiker-Tipp/ November 2005)
TWISTED SISTER/ Come Out And Play (re-release)
(Klassiker-Tipp/ November 2005)
TWISTED SISTER/ You Can't Stop Rock 'N' Roll
(re-release) (Klassiker-Tipp/ November 2005)
TWISTED SISTER/ Under The Blade
(re-release) (Klassiker-Tipp/ November 2005)
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Review:
Nanu, was ist denn das?!? Nachdem die Band um Gitarrist Rolf Munkes (EMPIRE,
MAJESTY) und Sänger Stefan Berggren (Classic-Whitesnake M3/ ex-COMPANY OF
SNAKES) mit ihrem Debüt "Animal Anger" (2004) ein beachtliches Hard
Rock-Album geliefert haben, schockieren sie ihre Anhänger nun mit ziemlich
modernem Metal. Zwar kommt Stefan Berggrens melodischer Gesang stellenweise
schon noch zum Zuge, aber man setzt für meinen Geschmack etwas zu oft auf
Sprechgesang, der von elektronischen Spielereien begleitet wird. Leider werden
die begnadeten Musiker ihren zweifellos berechtigt hohen Ansprüchen nur zweimal
annähernd gerecht. Das wäre zum einen der mächtige Stampfer "It’s
Alright", der in punkto Groove gelegentlich an BILLY IDOL erinnert, und zum
anderen die erfrischende Acoustic-Nummer "Hard To Say Goodbye". Das
restliche Material besitzt lediglich Mittelmaß-Charakter oder schießt ganz
knapp darüber hinaus. Also, für mich zählt RAZORBACK mit dieser Scheibe –
nach einem wirklich starken Debüt – zu den Enttäuschungen des Jahres 2005.
Nur gut, dass diese mittlere Katastrophe nach knapp 34min ihr Ende findet!
| Trackliste: | 1. The Flame Still Burns - 2. It's Alright - 3. Big City Jungle - 4. Ain't A Perfect Day - 5. Criminal Justice - 6. Hard To Say Goodbye - 7. A Good Day To Die - 8. Vampire - 9. The Point Of No Return |
Thanks to Sven @ MusicConsult
weiter Reviews über RAZORBACK:
RAZORBACK/ Deadringer
(Surprise Of The Month/ April 2007)
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Review:
Obwohl die US-Retro-Proggies
mit "Mimi’s Magic Moment" mittlerweile ihr siebtes Studioalbum veröffentlichen,
ist mir bisher von SALEM HILL noch nichts zu Ohren gekommen. Der Sound des
Quartetts lässt sich wohl am ehesten mit den früheren SPOCK’S BEARD-Sachen
vergleichen, wobei gelegentlich auch Klangkonstrukte, die an JETHRO TULL
("All Fall Down"), GENESIS ("Stolen By Ghosts") oder die
BEATLES erinnern, durch den Raum schwirren. Für die vier eigenständigen Epen,
die sich auf dem Neuling befinden, haben sich SALEM HILL eine illustre Schar von
Gästen eingeladen. Da wären z. B. ex-SPOCK’S BEARD-Kopf NEAL MORSE, der
gemeinsam mit der stimmlich bezaubernden Alyssa Hendrix den Gesang bei "The
Joy Gem" übernimmt, oder David Ragsdale (ex-KANSAS), der u. a.
"Stolen By Ghosts" mit seinem virtuosen Violinenspiel veredelt, und
Fred Schendel (GLASS HAMMER) der ein gefühlvolles Pianosolo auf "The
Future Me" zum Besten gibt. Obwohl ich eigentlich kein Fan von überlangen
Prog-Nummern bin, muss ich gestehen, dass die vier Tracks (der kürzeste 7:14
min, der längste 21:29 min) weder langatmig noch ermüdend auf den Zuhörer
wirken. Diese Argumente dürften wohl nicht nur die musikalischen, sondern auch
für die songwriterischen Fähigkeiten von SALEM HILL sprechen, oder? Als
Anspieltipp will ich euch meinen Favoriten "All Fall Down", der u. a.
mit wunderschönen Flötenparts von Jeff Eacho und einem raffinierten (SANTANA-ähnlichen)
Gitarrenspiel aufwartet, mit auf den Weg geben.
| Trackliste: | 1.
Joy Gem (part
1/
part 2)
|
Thanks to Shawn @ ProgRock Records
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Review:
EDDIE OJEDA, da war doch was?!? Genau, der Mann hat in den 80ern mit TWISTED
SISTER eine handvoll Alben veröffentlicht, die heute locker als Klassiker
durchgehen. Nun legt der Gitarrist mit "Axes 2 Axes" sein spätes
Solo-Debüt vor, auf dem er zumeist songdienlich zwischen traditionellen Hard
Rock und Heavy Metal hin- und her pendelt, aber sich anhand von Instrumentals
wie "Please Remember" oder "Axes 2 Axes" den Guitar-Hero
raushängen lässt. Zur gesanglichen Unterstützung hat sich der
Saitenwirbelwind RONNIE JAMES DIO
("Tonight"), JOE LYNN TURNER und TWISTED SISTER-Kumpel Dee Snider ins
Studio geladen, von denen jeder leider nur eine Nummer beigesteuert hat. Leider
deshalb, denn EDDIE OJEDA tritt mal wieder den Beweis an, dass
Ausnahmegitarristen nur in den seltensten Fällen auch einen talentierten Sänger
abgeben. Abgesehen von den ruhigen Momenten wie "Your The Reason", das
einen unterschwelligen Schlagertouch nicht verleugnen kann, oder der Halbballade
"Senorita Knows", wäre er wohl besser beraten gewesen jedem seiner
hochkarätigen Gäste das Mikro für einen weiteren Song in die Hand zu drücken.
So gehören der in Heavy Metal-Manier arrangierte BEATLES-Klassiker
"Eleanor Rigby", den Dee Snider gewohnt kraftvoll-dreckig in Szene
setzt, und der von JOE LYNN TURNER gesungene Groover "Living Free" zu
den Highlights auf "Axes To Axes". Fazit: Ein Album, das
wahrscheinlich nur für TWISTED SISTER-Komplettisten oder für Die Hard-Fans der
beteiligten Sänger interessant sein dürfte.
| Trackliste: | 01. Tonight - 02. Axes 2 Axes - 03. Please Remember - 04. Eleanor Rigby - 05. Evil Does - 06. Crosstown - 07. Senorita Knows - 08. Love Power - 09. Funky Monkey - 10. The Reason - 11. Living Free |
Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Also, dem vollmundigen Titel "Diamonds Forever" nach möchte man fast
annehmen, dass LEGS DIAMOND mit ihrem Comeback an die zu Klassiker
hochstilisierten Erstlingswerke "Legs Diamond" und "A Diamond Is A
Hard Rock" (beide 1977) anknüpfen würden. Diesen
hochgeschraubten Ansprüchen wird das neue Werk allerdings nur selten gerecht.
Zwar haben die Kalifornier mit Songs wie der hymnisch-balladesken Epic-Nummer "Will You Remember", die mit exzellenten
Keyboards aufwartet, oder dem bissigen Groover "Loneliness" ein paar
starke Nummern am Start, aber der überwiegende Rest des Materials kommt an
diesen Level nur schwerlich heran. An diesem ernüchternden Gesamteindruck
vermag auch das an DEEP PURPLE erinnernde "King Of Speed" oder der
rotzige Rocker "Get You Home" nicht viel zu ändern. Vielleicht wären
die Herrschaften gut beraten gewesen, wenn sie auf das ein oder andere Stück
unter den 13 Nummern verzichtet hätten, denn dann wäre mit Sicherheit eine
bessere Bewertung drin gewesen. So bleibt unterm Strich ein Album an dem
Musikfreaks, die auf eine Mischung aus 70er und 80er Hard Rock abfahren und
gegen gelegentliche zeitgemäße Einsprengsel ("Don’t Turn Away")
nichts einzuwenden haben, durchaus Gefallen finden könnten. - Nicht mehr, aber
auch nicht weniger...
| Trackliste: | 01. Don't Turn Away - 02. Time Will Never Change - 03. Good Time - 04. King Of Speed - 05. Trouble - 06. This Time Around - 07. Let It Go - 08. Will You Remember - 09. Rain Down - 10. Loneliness - 11. Get You Home - 12. Change (bonus track) - 13. For All We Know (bonus track) |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
BATTLEROAR dürfte so manchen hartgesottenen Truemetallern unter euch durch den
Auftritt auf dem Headbangers Open Air (2004) oder den Support-Slot für die
letzte JAG PANZER-Tour bekannt sein. Musikalisch versucht sich die im Herbst
2000 gegründete Band aus Griechenland irgendwo zwischen NWOBHM (SAXON) und den
traditionellen US-Metal (MANILLA ROAD, OMEN) zu etablieren. Dieses Vorhaben
setzen die Helenen mit ihrem zweiten Album stellenweise recht ordentlich in Tat um. Zwar beginnt das
Album "Age Of Chaos" mit dem sanften Acoustic-Opener "The
Wanderer" eher in typischer BLACKMORE’S NIGHT-Manier, aber danach kommen
die Liebhaber des traditionellen „Battlefield und Dragon“-Metals durchaus
auf ihrer Kosten. Zugegeben, recht Aufsehenserregendes oder gar Revolutionäres
passiert während der 10 Nummern nicht wirklich (wollen das Truemetaller überhaupt?/
Anmerk. d. Verf.), aber Darbietungen wie die Hymne "Siegescraft"
oder das hitverdächtige "Sword Of Crom", das mit mehrstimmigen
Gitarrenlinien aufwartete, lassen BATTLEROAR ihr Potenzial ordentlich
aufblitzen. In längeren Nummern wie z. B. "Dyvim Tvar" oder "Calm
Before The Storm" hingegen gelingt es dem Quartett allerdings nicht immer
die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten, was nicht unbedingt zur Förderung
des Unterhaltungswerts der Scheibe beiträgt. Nichtsdestotrotz sollten Fans der
oben genannten Bands den Griechen eine faire Chance einräumen, denn die Kapelle
könnte vielleicht bald in die Fußstapfen ihrer Idole treten.
| Trackliste: | 1. The Wanderer - 2. Vampire Killer - 3. Siegecraft - 4. Tower Of The Elephant - 5. Deep Buried Faith - 6. Dyvim Tvar - 7. Sword of Crom - 8. Narsil (Reforge The Sword) - 9. Calm Before The Storm - 10. Dreams On Steel |
Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Das Begleitschreiben der CD verspricht traditionellen Power Metal mit
symphonischen und epischen Elementen – also genau das richtige für den
Verfasser dieser Zeilen! Denkste, Sonny! Zwar passen die beschreibenden Worte
sprichwörtlich wie „Arsch auf Topf“ zum Sound der Griechen, doch glaubte
ich bis dato noch nicht wie inspirationsarm diese Musikrichtung rüberkommen
kann. Manche Songs ("The Mirror Mask", "On The
Edge") mögen vom Ansatz her vielleicht auf dem richtigen Weg sein, aber
erstens fehlt es dem leiernden und schwachbrüstigen Gesang von Costas
Hatzigoergiou an der nötigen Ausstrahlung und zweitens sind die
Gitarrenpassagen einfach zu farblos und stellenweise gar eintönig. Außerdem könnte
Drumsound stellenweise auch noch viel mehr Punch vertragen und den Keyboards
fehlt es eindeutig an Spritzigkeit. Zudem spricht der Umstand, dass gerade die
wirklich fette umgesetzte Coverversion des OMD-Klassikers "Enola Gay"
mit Abstand die beste Nummer auf "Warfair" ist, nicht gerade für das
Songwriter-Talent der Herrschaften. Mag sein, dass WOLFCRY ihre Landsmänner mit
ihrem Sound begeistern können – wie lässt sich ansonsten die Tatsache erklären,
dass die Helenen mit "Warfair" ihr bereits drittes Album veröffentlichen
– aber über die griechischen Grenzen hinaus, werden sie in diesem doch sehr
anspruchsvollen Genre damit wohl keinen Blumentopf ernten können.
| Trackliste: | 1. Once Again - 2. Here We Are - 3. Hesitant Gathering - 4. Honored Expedition - 5. The Mirror Mask - 6. Semper Casta - 7. On The Edge - 8. Fatal Conflict - 9. The Pledge - 10. 6 Must Die - 11. Enola Gay (bonus track) |
Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Also, entweder ich habe die bisherigen RADIOACTIVE-Alben "Ceremony Of The
Innocence" oder "Yeah" (2003) betreffend Bohnen den Ohren oder
"Taken" ist tatsächlich die beste Scheibe, die Tommy Denander bisher
unter dem RADIOACTIVE-Banner veröffentlicht hat. Anders kann ich mir die
Tatsache nicht erklären, weshalb gerade das neueste Werk meinen CD-Player seit
Wochen zum Glühen bringt. So gehören für mich "Stronger Than
Yesterday" (Vocals: Andreas Carlsson), die von Gary Barden (SILVER,
STATETROOPER) intonierte Hymne "Hit Her Where It Hurts" oder die auf
feinen Keyboardteppichen schwebende Killernummer "Shattered", in der
Philip Bardowell (UNRULY CHILD) erneut ziemlich stark an die besten Tage von Lou
Gramm erinnert, mit zu den besten Melodic Rock-Momenten in diesem Jahr. Aber
auch "Love Is On Your Mind" in dem der Meister selbst ein
Wahnsinnssolo vom Stapel lässt, und der ziemlich modern angelegte Ohrwurm
"Sinner", in dem der neue JADED HEART-Sänger Johan Fahlberg
stellenweise in gefühlvolle Sphären eines Michael Kiskes vorstößt, können
das extrem hohe Niveau der bereits genannten Nummern nahezu lückenlos halten.
Ein ganz besonderes Zuckerl stellt "Easy’s Gettin’ Harder" dar,
denn bei dieser hypnotisierenden Nummer handelt es sich meines Wissens um das
erste veröffentlichte Duett vom Ehepaar James Christian/ Robin Beck. Da Tommy
Denander und Björn Lindborn ihnen diesen Song perfekt auf den Leib geschneidert
haben, ist es fast überflüssig zu erwähnen, dass die beiden
Stimmbandakrobaten damit ein Gänsehaut-Feeling der ganz besonderen Art
erzeugen. Zu meinen ganz persönlichen Lieblingstücken gehört auch "Never
Gonna Let Her Go". Die abschließende Instrumentalnummer wartet nicht nur
mit atemberaubenden Gitarrensoli von Steve Lukather (TOTO) auf, sondern zaubert
anhand von sehr stimmungsvollen Gitarrenpassagen und gefühlvollen Saxophonparts
(Tom
Saviano) eine ganz verträumte
Atmosphäre. Wie sich aus der Besprechung wahrscheinlich leicht herauslesen lässt,
hat Tommy Denander – im Gegensatz zum Vorgänger – wieder eine ganze Schar
hochkarätiger Gäste um sich geschart, zu denen auch u. v. a. Bobby Kimball
(TOTO), YNGWIE MALMSTEEN, Neal Schon (JOURNEY) MICHAEL LANDAU, Kelly Keagy
(NIGHT RANGER) oder Bruce Kulick (KISS) gehören.
| Trackliste: |
01.
C.O.W - 02. Taken
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Thanks
to Sebastian @ MTM Music
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Wenn man mit der Musik von DEADSOUL TRIBE nicht so sonderlich vertraut ist, könnte
man aufgrund des Bandnamens und Albumtitels fast darauf schließen, dass es sich
hier um ein Black Metal-Album handelt. Doch keine Angst, denn auf "The Dead
Word" wird uns keine bleischwere Kost vorgelegt. Zwar mutet das Gründgerüst
ziemlich düster an, aber in Songs wie dem balladesken Acoustic-Groover "Some
Sane Advice" und der mit Elektronic-Effekten ausgestattete Stampfer
"My Dying Wish" keimt unüberhörbar hoffnungsschöpfende Stimmung
auf. Aufgrund der verstärkt eingebauten Grooves und vieler Percussionsspieleren
bekommt die seit jeher trägpulsierende Rhythmik im Sound der Band eine
ganz neue Bedeutung. Obwohl Sänger/ Multiinstrumentalist Devon Graves
(Gitarren, Keyboards, Flöte) diesmal scheinbar sein Hauptaugen- und Ohrenmerk
auf den Rhythmus gelegt hat, bleiben weder tiefsinnige Texte noch das untrügliche
Gefühl für packende und einfühlsame Melodien auf der Strecke. So erweisen
sich z. B. "A Fistful Of Bended Nails", das zu von einem mit Fiddler-
und Piano-Klängen untermalten Doom-Ereignis wächst, und das schwerverdauliche
"The Long Ride Home", das durch die zarten Flötenklänge eine
Aufhellung erfährt, als weitere geschickt eingefädelte Kunstkniffe des Wahl-Österreichers.
"The Dead Word" ist Progressive Rock der etwas anderen Art, nämlich
nicht nur technisch versiert und anspruchsvoll, sondern zutiefst emotional und
deshalb auch sehr erdig.
| Trackliste: | 1. Prelude: Time and Pressure 1:40 - 2. A Flight on an Angels Wing 4:31 - 3. To My Beloved… 5:56 - 4. Don’t You Ever Hurt? 4:56 - 5. Some Sane Advice 3:57 - 6. Let the Hammer Fall 4:03 - 7. Waiting in Line 6:34 - 8. Someday 1:34 - 9. My Dying Wish 4:01 - 10. A Fistful of Bended Nails 5:25 - 11. The Long Ride Home 4:20 |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
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Review:
Gitarrist und Sänger ROINE STOLT hat sich nicht nur einen Namen durch die
anspruchsvollen Alben seiner Band FLOWER KINGS gemacht, sondern auch seine
Solo-Scheiben zeichneten sich stets durch hohe spieltechnische Fertigkeiten aus.
Genauso verhält es sich mit seinem mittlerweile fünften Alleingang, obwohl der
Workaholic auf diesem Doppelalbum ungewöhnlicherweise auf den Blues-Pfaden der
60er und 70er wandelt. Natürlich spielt ein ROINE STOLT nicht einfach nur ein
x-beliebiges Blues Rock-Album ein, sondern lässt dementsprechend auch einen gehörigen
Anteil von Psychedelic- und Progressive-Elementen mit einfließen. Diese
technisch wirklich anspruchsvolle Mischung, dürfte allerdings für den
Ottonormal-Blues Rock-Fan des öfteren „too much“ sein, da die langen,
stellenweise recht frickeligen und experimentellen Instrumentalpassagen
(besonders auf der zweiten CD!) etwas ermüdend bzw. anstrengend wirken dürften.
Wer allerdings sowohl mit JIMI HENDRIX, FRANK ZAPPA oder SANTANA als auch mit
den ALLMAN BROTHERS, CREAM oder den BEATLES etwas anfangen kann, wird von den 16
Songs auf "Wall Street Voodoo" fasziniert sein. Als Anspieltipps auf
CD1 kann ich das schmissig-sehnsüchtige "Everyone Wants To Rule The
World", das u. a. mit exzellenten Streichparts aufwartet (PAUL McCARTNEY lässt
grüßen), oder "The Outcast", in dem Meister STOLT seine Gitarre förmlich
sprechen lässt, wärmstens empfehlen. Wo hingegen sich das verzerrt-spacige
"It’s All About Money", das über weite Phasen an SANTANA erinnert,
und der überdimensionale Klangorgasmus "Hotrod (The Atomic Wrestler")
zu unglaublich verspielten Rennern auf dem zweiten Silberling entwickeln. Für
dieses Werk hat sich der Schwede mit solchen Koryphäen wie dem einstigen
SPOCK’S BEARD-Kopf Neal Morse (Hammond Orgel) – mit dem er sich auch den
Leadgesang teilt – sowie mit Percussionist Hasse Bruniusson (ex-FLOWERKINGS)
und dem jetzigen FLOWERKINGS-Drummer Marcus Liliequist umgeben. Des weiteren
waren auch noch drei weitere Herren an Bass, Congas & Percussions bzw.
Wurlizer Piano, Mini Moog & Hammond Orgel an den Aufnahmen beteiligt, deren
Mitarbeit aus vertraglichen Gründen unter Pseudonymen möglich war.
| Trackliste: | CD1:
1.The Observer 11:05 - 2.Head Above Water 5:25 - 3.Dirt 8:15 - 4.Everyone
Wants To Rule The World 4:05 - 5.Spirit Of The Rebel 6:10 - 6.Unforgiven
3:00 - 7.Dog With A Million Bones 8:10 - 8.Sex Kills 7:20 - 9.Outcast 7:50 CD2: 1.The Unwanted 9:00 - 2.Remember 6:55 - 3.It's All About Money 8:05 - 4.Everybody Is Trying To Sell You Something 6:55 - 5.Hotrod ( The Atomic Wrestler) 9:10 - 6.Mercy 2:40 - 7.People That Have The Power To Shape The Future 11:05 |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über ROINE STOLT:
THE FLOWER KINGS/ Paradox Hotel
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Review:
OLIVER WAKEMAN, der älteste
Sohn von Keyboard-Legende Rick Wakeman (YES), scheint in der progressiven
Instrumental-Szene kein unbeschriebenes Blatt mehr zu sein, denn mit "Mother’s
Dream" veröffentlicht er bereits sein 9. Album. Musikalisch bietet diese
Veröffentlichung guten Neo-Prog, den ich persönlich irgendwo zwischen ARENA
und MARILLION einordnen würde, wobei WAKEMAN jr. gelegentlich auch gekonnt
erdigen Hard Rock oder Melodic Rock ("Walk Away") mit einfließen lässt.
In den etwas groovigeren Momenten wie z. B. "Calling For You" fühlt
man sich sogar manchmal an DEEP PUPLE erinnert. Obwohl es sich hier im Grunde
genommen um ein Solo-Album handelt, hält sich OLIVER WAKEMAN erstaunlicherweise
mit überlangen Tasteneskapaden zurück und stellt sich somit meistens in den
Dienst der Band und der Songs, was vor allem dem einfühlsamen Organ von Moon
Kinnaird zugute kommt. Lediglich bei "I Don’t Believe In Angels" und
"Wall Of Water" lässt er die Tasten ordentlich fliegen und glühen.
Also, im Großen und Ganzen eine schöne und gut hörbare Scheibe. Ob OLIVER
WAKEMAN jemals in die übergroßen Fußstapfen seines Vaters treten kann, wage
ich ganz leise zu bezweifeln... aber vielleicht will er das ja auch gar nicht!!!
Thanks to Shawn @ ProgRock Records
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Review:
Ja, der Prog-Rock mit all seinen Unwägbarkeiten. Seit Jahren gibt es immer
nur einen Maßstab, an dem sich alle Bands, welche sich diesem Genre
verschrieben haben, messen lassen müssen. Mit Gary Belin an den Vocals haben
STRIDE einen musikalischen Faktor in der Band, welcher handwerklich auch
überdurchschnittlich zu Werke geht, ebenso weiß die Gitarrenarbeit von Joel
Gregorie zu gefallen. Der Rest der Truppe zeigt allerdings recht schnell, warum
es zumeist einen Bruch zwischen DREAM THEATER und seinen Kopisten gibt.
Insbesondere die sehr träge wirkende Schlagzeugarbeit zieht viel Energie aus
den Kompositionen ab. Fazit: Handwerklich gut gemacht mit einem herausragenden
Sänger, aber noch ein bis zwei Schritte von der Elite entfernt.
| Trackliste: | 1. Imagine (5:07) - 2. Alive (5:29) - 3. Endeavor (4:26) - 4. How Far (6:29) - 5. Role Model (7:40) - 6. The Waiting (5:30) - 7. Ion Drive (3:41) - 8. Face The Day (6:29) - 9. Time (6:08) |
Thanks
to Nicole @ Just For Kicks Music
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BRUCE TURGON dürfte den Fans von FOREIGNER oder SHADOW KING wohl bestens
bekannt sein. Zum einen hat er gemeinsam mit Lou Gramm, nicht nur an dessen
Solo-Debüt gearbeitet, sondern mit ihm auch SHADOW KING (1991) ins Leben
gerufen und zupfte auch im "Mr. Moonlight"-Lineup von FOREIGNER den
Bass. Auf seinem vorliegenden Solo-Debüt fährt Multi-Instrumentalist und
Songwriter BRUCE TURGON, der hier erstmals als Leadsänger in Erscheinung tritt
und einen verdammt guten Job abliefert, ein Dutzend feiner Melodic Rock-Nummern,
die sich soundstilistisch genau in der Schnittmenge der beiden Bands bewegen.
Gelegentlich versprühen ein dezenter AC/DC-Groove und DEF LEPPARD-Harmonien,
wie z. B. beim Titeltrack, der sich als wahre Melodic Rock-Hymne entpuppt, ein
ganz besonderes Flair. In eine ganz ähnliche Kerbe schlagen der gnadenlos gute
Stampfer "Pleasure Drone" und das ziemlich flott rockende "The
Last Time". Aber dem Reiz der gefühlvolleren Momente wie "Heart Are
Strong" und "Where Do We Go From Here" kann man sich nur
schwerlich entziehen. Stilvoll abgerundet wird die Scheibe u. a. mit einer
phantastischen Background-Arbeit von Lou Gramm oder Ronnie Montrose, der sich
neben Rocket Ritchotte (DAVID LEE ROTH/ CHER) und Scott McKinstry (LOU GRAMM
BAND) für bestechende Leadgitarren verantwortlich zeigt.
| Trackliste: | 1. Living
A Lie |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Obwohl die Melodic-Maniacs aus dem nordöstlichen England mit "Truth Or
Dare" schon ihr drittes Album abliefern, wurde ich noch nie mit der Musik
von CHANGE OF HEART konfrontiert. Stilistisch sucht die Band irgendwo zwischen
Bands wie HEARTLAND oder SHADOWMAN ihr Heil. Diesem typisch britischen AOR-Sound
wird durch die starke Gesangsarbeit von Sänger/ Bassist Alan Clark, der
stellenweise einer Schnittmenge aus Lou Gramm ("Farlands"/
"Cross") und Jon Bon Jovi ("Falling From The World") sehr
nahe kommt, internationales Format verliehen. Die stärksten Nummern auf "Truth
Of Dare" sind meines Erachtens die überaus gefühlvolle Ballade
"Desperate Heart", der hitverdächtige „Gute Laune“-Rocker
"Hold On" und die abschließende "Never Fall", das anhand
von stets präsenten Piano Parts, einer ausdruckstarken Leadgitarre und einem
geschickt eingewobenen Flamenco-Gitarrenpart eine äußerst romantische Atmosphäre
aufbaut. Ein ausgezeichnetes Melodic Rock-Album, dessen Wurzeln eindeutig im
Sound der 80er zu finden sind und das Dank der hervorragenden Arbeit des Duos
Steve Overland/ Steve Morris den produktionstechnischen Ansprüchen der heutigen
Zeit spielend gerecht wird.
| Trackliste: | 1. Burned - 2. Farlands - 3. Desperate Heart - 4. Hold On - 5. Falling From The World - 6. Truth Or Dare - 7. Don't Cross The Line - 8. Taking My Time - 9. Keep On Believing - 10. I Will Remember You - 11. Never Fall |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
Für sein neuestes Projekt THE MOB hat Gitarrist Reb Beach mit WHITESNAKE-Kumpel
Timothy Drury (Keyboards), Kip Winger (Bass), Schlagzeuger Kelly Keagy (NIGHT
RANGER) und den KING’S X-Sänger Duog Pinnick ein Supergroup-verdächtiges
Lineup um sich geschart. Obwohl das Album mit dem von Kelly Keagy gesungenen
"The Magic", das mit dezenten DEF LEPPARD-Chören und –Harmonien
aufwartet, dem coolen Groover "Love Will Carry On" und der relaxt-gefühlvollen
Hymne "Turn To Stone" einige hitverdächtige Ohrwürmer am Start hat,
werden sie nicht immer den immens hochgeschraubten Erwartungen an eine
Supergroup gerecht. Nichtsdestotrotz stellt "The Mob" ein zeitgemäßes
und gutes Melodic Rock-Album dar, das eigentlich den Fans von Reb Beachs
Soloalbum "Masquerade" und WINGERs "Pull" ziemlich schnell
zusagen müsste.
P.S. Mein absolutes Lieblingsstück auf dem von Kip Winger
produzierten Album ist die hauchzarte, aber ausdrucksstarke Acoustic-Nummer
"I Want To Live Forever". *Schmelz*J
| Trackliste: |
1. One Track Mind
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Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Über Sinn und Zweck eines Live-Albums nach nur zwei Studioalben lässt sich
bekanntlich trefflich und endlos diskutieren. Über jeden Zweifel erhaben ist
allerdings die Qualität der Songs, die sich zu einem Drittel aus dem
selbstbetitelten Debüt und 2/3 aus "The Raging Fire" zusammensetzen.
Darunter befinden sind u. a. solche großartigen Nummern wie der handfeste
Rocker "The Sun Will Rise", der spannend aufgebaute Groover "You
Cross The Line" oder der beflügelnde Stampfer "The Kid Could
Play". Neben seinem Kumpel Mike Slamer (Gitarre) konnte Sänger/ Bassist
Billy Greer noch Terry Brock (Gitarre, Background Vocals), Keyboarder David
Manion und Schlagzeuger Pat McDonald für das Live-Lineup verpflichten. Zu dem
eigens für eine DVD-Produktion angesetzten Gig am 23. Mai diesen Jahres in
Atlanta wurde nur ein erlauchter Kreis aus dem näheren Umfeld der Band geladen,
was wahrscheinlich auch die sehr sterile und kümmerliche Live-Atmosphäre
dieser Veranstaltung erklärt. Obwohl die hier vorliegende Scheibe sozusagen nur
ein Nebenprodukt der gleichnamigen DVD ist, fährt die CD einige Schmankerl für
Sammler auf. Dazu gehören einerseits die Acoustic-Version von "Forsaken",
für die Mainman Billy Greer seinen KANSAS-Kollegen Robby Steinhard (Violine)
und seinen älteren Bruder Johnny (Mandoline) auf die Bühne gebeten hat, und
die das Live-Set abschließende STREETS-Nummer "Cold Hearted Woman"
sowie andererseits das lässig-flotte "Remember You Well" und der träg-groovende
"Love Train", die bisher nur auf den Japan-Versionen der Studio-Alben
enthalten waren.
| Trackliste: | 1. The Sun Will Rise - 2. An Ocean Away - 3. It Should Have Been You - 4. Sin City - 5. Always From The Heart - 6. Forsaken - 7. You Cross The Line - 8. The Kid Could Play - 9. Only The Brave - 10. When Love Is Dying - 11. Winds Of War - 12. Cold Hearted Woman - 13. The Storm Rages On (studio bonus track) - 14. Remember You Well (studio bonus track) - 15. Love Train (studio bonus track) |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über SEVENTH KEY:
SEVENTH KEY/ The Raging Fire
SEVENTH KEY/ Seventh Key
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Review:
In der Düsseldorfer
Underground-Szene gehört NIGHTMISSION schon seit Mitte der 90er zu den
bekanntesten und erfolgreichsten Bands. Nach dem 7-Track-Demo "Missionary"
(2004) feiert die nun mit "No Saints In Black" ihr offizielles Debüt.
Musikalisch erinnert der überwiegende Teil des Materials an METALLICA oder
MEGADETH, wobei die markante und kraftvoll-melodische Stimme von Sänger Tom
Schuffartz oder der des öfteren eingesetzte feminine Backgroundgesang dem
Material so etwas wie eine eigenen Note verleihen. Zu den Höhepunkten auf dem
über weite Strecken äußert gelungenen Debüt gehören neben den heftig
groovenden Titeltrack auch die beiden Balladen "Always Inside Me" und
"Angel In Disguise". Während sich erstere ziemlich einfachgestrickt
präsentiert, steigert sich letztere zu einem kraftvoll-netten Midtempo-Rocker,
den man durch den extrem verstärkten Einsatz der weiblichen Backgroundstimme
getrost als Duett bezeichnen kann. Ziemlich aus dem Rahmen der übrigen 10
Nummern fällt allerdings der abschließende deutschsprachige Song
"Superstar", in dem vermutlich DSDS & Co. ordentlich auf die
Schippe genommen werden. Nichtsdestotrotz könnte dieser riffbetonte und witzige
Stampfer mit ein bisschen Glück in den einschlägigen Düster-Zappelbuden der
Nation zum absoluten Tanzflächenfüller werden.
| Trackliste: | 1. Call Of The Wild 4:22 - 2. Live Or Die 3:04 - 3. Love And Hate 4:16 - 4. Always Inside Me 3:59 - 5. Black Rain 4:05 - 6. Mother Nature 4:25 - 7. Fallen Angel 4:23 - 8. No Saints In Black 4:46 - 9. Angel In Disguise 4:48 - 10. Glorious Oain 4:37 - 11. Superstar 4:03 |
Thanks to Gaby @ STF-Records
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Review:
Mit ihrem Debüt "Balance Of Power" versuchen nun vier Sauerländer
auf dem hartumkämpften Power Metal-Markt hierzulande Fuß zu fassen. Ohne den
musikalischen Fähigkeiten der Band zunahe treten zu wollen, wird schon nach dem
ersten Durchlauf ziemlich schnell klar, dass die Band noch einen weiten Weg vor
sich hat. Zwar haben sie mit dem Opener "Another Day", in dem Groove
der Marke AC/DC mit Gitarrenwänden und wuchtigen Drums a la METALLICA übertüncht
wird, der sehnsüchtigen – stellenweise naiven – Powerballade "They
Plan To Be Like God" und der Metal-Hmyne "Wargames", die im
Chorus stark an U.D.O. erinnert, drei äußerst vielversprechende Nummern am
Start, doch schießen die übrigen 11 Nummern (inkl. des METALLICA-typischen
Instrumentals "Oguh Morph") nur knapp übers Regional-Liga-Format
hinaus. Fazit: STORMAGE liefern mit "Balance Of Power" zwar ein
relativ solides Debüt ab, aber das Gleichgewicht zwischen geballter Power,
bittersüßen Melodien, songwriterischen Fingerspitzengefühl und Eigenständigkeit
benötigt noch etwas Zeit zur Reife.
| Trackliste: | 1. Another Day 5:22 - 2. Born To Kill 4:30 - 3. Words 4:16 - 4. They Plan To Be Like God 4:16 - 5. Sign Of The Cross 4:17 - 6. Blood And Thunder 3:55 - 7. Oguh Morph 1:30 - 8. Back Again 4:22 - 9. Wargames 4:29 - 10. The Innocent Ones 4:37 - 11. The Green Mile 5:17 - 12. Godless Man 4:18 - 13. Black Winter 5:10 - 14. Lost Criminal 3:54 |
Thanks to Gaby @ STF-Records
Last
Update: Sunday, 19. February 2006
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