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Einen Sängerwechsel spurlos wegzustecken ist für eine Band nicht immer leicht.
Für JADED HEART kommt allerdings erschwerend hinzu, dass man mit dem Vorgänger
"Trust" nicht nur eines der besten Alben der Bandgeschichte veröffentlicht
hat, sondern der Großteil der Fans den Bandnamen mit Michael Bormann
assoziiert. Deshalb durfte man gespannt sein, wie die Duisburger mit ihrem neuen
Sänger Johan Fahlberg und ihrem neuen Album "Helluva Time" diese Hürden
meistern würden. Nach den ersten Durchläufen zeigt sich, dass das neue
Material mehr Punch besitzt als das letzte etwas gefühlvollere Album, und dass
Johans Organ hervorragend zum druckvolleren Sound der Band passt. Da wären z.
B. der treibende Opener "Tomorrow Comes" oder der mächtige Groover
"Somewhere", der ein leicht sphärisches Flair verbreitet, und "Who’s
Foolin’". Letztere Nummer besticht nicht nur mit eingängigen Chören,
sondern stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass traditioneller und moderner
Melodic Hard Rock hervorragend miteinander harmonieren können. Als weiterer
Killer erweist sich die Coverversion des ANASTACIA-Hits "Paid My Dues".
Obwohl das Original schon ziemlich rockt, ist es der Band gelungen noch eine
Schippe draufzulegen, ohne dabei aber den Charme der ursprünglichen Fassung zu
zerstören. Mit "Without You" wird dem gespannten Zuhörer die einzige
Ballade auf "Helluva Time" präsentiert. In dieser Nummer, die mit
fetttriefenden 80er-Pathos ausgestattet ist, verdeutlicht Johan Fahlberg einmal
mehr, dass er sich nicht im Geringsten hinter seinem Vorgänger verstecken muss,
denn so aggressiv wie er sich in den kraftgeladenen Momenten zeigt, so gefühlvoll
agiert er in besagter Ballade oder der nachdenklichen Melodic Rock-Perle
"No One". Ein weiteres Highlight ist der hymnisch-träge Groover
"Frozen Heart", bei dem Gitarrist Barish Kepic ein glühendes Solo
seinen Saiten entfleuchen lässt. Fazit: Trotz des Sängerwechsels hat sich der
Sound von JADED HEART – Gott sei Dank! - nicht total geändert, was
wahrscheinlich auf der Tatsache beruht, dass Barish Kepic über die letzten
Jahre hinweg die Marschrichtung maßgeblich mitgeprägt hat. Jetzt bleibt nur
noch abzuwarten, ob auch die Fans den neuen Sänger annehmen. Qualitativ
gibt’s auf "Helluva Time" jedenfalls nichts auszusetzen.
| Trackliste: | 1. Tomorrow
Comes |
Thanks to Sven @ MusicConsult
weitere Reviews über
JADED HEART:
JADED HEART/ Trust
JADED HEART/ Diary
1990 - 2000
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Also, wenn ich nicht genau wüsste welche Scheibe da in meinem CD-Player seit
Wochen seine Kreise zieht, dann würde ich glatt annehmen, dass eine findige
Plattenfirma hier ein verschollen geglaubtes Album aus den Anfangstagen von
AC/DC ausgegraben hat. Aber dem ist keinesfalls so! Zwar sind hier unverkennbar
Australier am Werk, aber hierbei handelt es sich um eine neue Band namens
DOOMFOXX. Ein Umstand, der dem Zuhörer bei dieser rauen und verflucht
gradlinigen Mucke im ersten Moment partout nicht einleuchten will, zumal Sänger
Stuart McKie mit seinem Reibeisen-Organ äußerst angenehm an den großartigen
Bon Scott erinnert. So hat die Band um ex-ROSE TATTOO-Gitarrist Mick Cocks ein
Dutzend erdiger Songs – die live wie die Hölle abgehen dürften – auf ihr
Debüt gebannt, von denen einer erdiger und mitreißender ist als der andere. Da
hätten wir z. B. die beiden im Vorfeld bereits veröffentlichten
Single-Auskopplungen "Piece Of Me" (knackige Riff-Nummer) und das gefühlvolle
"My Beautiful Friends". Außerdem noch so schweinegeile Leckerbissen
wie den ZZ TOP-lastigen Groover "Ginger Rose", den zügellosen
Stampfer "Sweetheart Of The Troops" und "Schoolboy Adonis",
das mit einer gehörigen Portion Sleaze aufwartet. Kurzum: Während der
kompletten Laufzeit versprüht der Fünfer seine ehrliche und ungezügelte
Spielfreude, die vom ersten Augenblick an auf den Zuhörer überspringt. Emotions-
und energiegeladener Boogie-Hardrock von Down Under, wie er rotziger, dreckiger
und erdiger kaum sein könnte. Fans
von AC/DC zu seligen Bon Scott-Zeiten werden hellauf begeistert sein. Schön,
dass es heutzutage – trotz aller Unkenrufe – noch derart herzerfrischende
Musik gibt!
| Trackliste: | 1. Pure Platinium - 2. Piece Of Me - 3. Look Ma No Hands - 4. Boyfriend's Outta Town - 5. My Beautiful Friends - 6. Schoolboy Adonis - 7. Ginger Rose - 8. Sweetheart Of The Troops - 9. Drugs - 10. Abandon All Hope - 11. Girls Like You - 12. Rock 'N' Roll Show |
Thanks to Britta & Kerstin @ Armageddon Music
weitere Reviews über DOOMFOXX:
DOOMFOXX/ My Beautiful Friends (CD-Single)
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Review:
Anfang der 90er ging ein Aufschrei durch die biedere deutschsprachige
Musiklandschaft als ein gewisser Hubert Achleitner – besser bekannt unter dem
Namen HUBERT VON GOISERN – und seine ALPINKATZEN ihre ganz andere Art von
Volksmusik auf die Menschheit losließen. Mit Alben wie "Aufgeigen
Statt Niederschiassen" (1992) und "Omundunten" (1994), mit denen
der Band das seltene Kunststück gelang nicht nur die verschiedensten
Generationen anzusprechen, sondern auch die Fans verschiedenster Musikrichtungen
zu vereinigen. So standen auf HvG-Konzerten nicht nur jung und alt
nebeneinander, sondern auch volkstümlich rausgeputzte Paare neben Rockerpaaren
in wilder Lederkluft oder eben ganz normale Familien neben beinharten
Biker-Gruppierungen und ließen sich von der einzigartigen Live-Atmosphäre der
ALPINKATZEN verzaubern, die man seinerzeit mit dem Doppeldecker "Wia Die
Zeit Vergeht" auf einfach atemberaubende Weise eingefangen hat. Auf dem
Höhepunkt des Erfolgs beschloss der Bandleader die ALPINKATZEN aufzulösen, um
wieder zu sich selbst zu finden und Jahre später mit seinen Weltmusik-Projekten
"Gombe" (Afrika) und "Inexil" (Tibet) ganz neue musikalische
Akzente zu setzen. Im neuen Jahrtausend war es für HUBERT VON GOISERN wieder an
der Zeit sich seiner Wurzeln zu besinnen und ließ mit "Fön", "Trad",
"Iwasig" sowie "Trad II" wieder das Flair vergangener Tage
aufleben. Auf "Ausland" scheint der unermüdliche Naturbursche nun
seine ganze Karriere mit all ihren unterschiedlichen Einflüssen Revue passieren
zu lassen, denn auf diesem Album gibt es keine streng abgesteckten Grenzen
zwischen Volks-/ Weltmusik, Blues, Jazz und Rock. Vielmehr verschmelzen alle
Elemente zu seiner visionsreichen und unberechenbaren Art von Volksmusik. So
finden sich auf diesem Album nicht nur Nummern aus den beiden "Trad"-
Scheiben, sondern auch einige seiner bekanntesten Hits wie der Steirer "Iawaramei"
oder der Tanzbodenstampfer "Goassbeitl-Bauernbuam", der in dieser
8min-Version sowohl countrylastige und irische (als auch stellenweise
progressive) Züge aufweist, im international angehauchten Soundgewand wieder.
Highlights des unter die Haut gehenden Live-Dokuments sind allen voran die
angeblueste "Stadltür", die gegen Ende sogar kurzzeitig in "Aloha
Oe" mündet, der vom Country angehauchte Jodler "Meraner" und das
besinnlich-flotte "In’s Birig". Aber auch der "Krippensteiner"-Jodler
mit seinen pumpenden Beats und bestechenden-glasklaren Steelgitarren-Parts oder
"Abend Spät", das mit melancholischen Afrika- und Jazz-Flair
jongliert, erweisen sich nach ein paar Durchläufen als ganz besonderes Liedgut.
Wie die meisten Konzerte der "Trad"-Tour findet auch diese gelungene
Live-Scheibe mit wehmütigen "Wann I Durchgeh", bei dem das Publikum
gefühlvoll mit einstimmt, ihren stimmungsvollen Ausklang. Ein ganz besonderes
Zuckerl für die zahlreichen HvG-Fans dürfte die beiliegende DVD darstellen,
denn im Film "Warten Auf Timbuktu" lassen uns der musikalische
Grenzgänger und seine Crew an ihren Erfahrungen, Empfindungen und Gedanken
während ihrer Reise zum Festival Au Desert 2005 in Essakane/ Mali teilhaben.
Innerhalb der 8 Kapitel stellen sie z. B. fest, dass die Bevölkerung dort ein
ganz anderes Gefühl für Zeit und Raum haben, oder dass man als Mitteleuropäer
zwar die dortigen Kulturstandpunkte verstehen kann, aber nie leben kann. Auch
macht sich Ernüchterung breit, als die musikalische Reisegesellschaft erfahren
musste, dass der Zauber des Wüsten-Musikfestivals scheinbar nur über die
Entfernung von mehreren 1000 Kilometern seine mystische Kraft ausstrahlt. Also,
dann war alles nur Illusion? Nein, denn HUBERT VON GOISERN selbst sieht diese
Reise mit all ihren Erfahrungen als krönenden Abschluss der großartigen "Trad
II"-Tour – sozusagen als belohnenden Betriebsausflug. Natürlich nutzt
ein vielseitiger Musiker wie HvG diese Reise auch um mit den Musikgrößen des
Landes gemeinsam zu musizieren. So spielt er mit seiner Band ein vorab nicht
eingeplantes Konzert mit dem Belafonspieler KELE TIGI, der zu den besten seiner
Zunft gehört, oder lässt sich zu einer spontanen Jam-Session mit dem BASEKOU
KOUYATE ENSEMBLE hinreißen. Höhepunkt dieser DVD ist für mich allerdings die
Interpretation von "Koa Hiatamadl" auf dem Festival Au Desert, zu der
man BIL AKAKORA aus Burkina Faso auf die Bühne gebeten hat.
Mit diesem stark aufgemachten Package wird einmal mehr deutlich, dass es HUBERT
VON GOISERN mit seiner Musik scheinbar spielend gelingt Brücken zwischen den
verschiedensten Kulturen zu schlagen. Bleibt nur zu hoffen, dass uns der
begnadete Musiker und Visionär in dieser Form noch lange erhalten bleibt.
| Trackliste: | CD:
1. Eiszapfen
- 2.
Iawaramoi - 3. Kohler
- 4. Benni - 5.
Stadltür - 6. Halt
oder … - 7. Meraner
- 8. Da Schwoarze - 9.
Rote Wand - 10. In's
Birig - 11.
Krippensteiner - 12.
Goassbeitlbauern - 13.
Abend Spat - 14. Schönberger
- 15. Wann i durchgeh DVD: 1. Am Niger - 2. Timbuktu - 3. Bamako Markt - 4. Belafonspieler - 5. Reise Nach Essakane - 6. Essakane - 7. Konzert Essakane - 8. ... Des War's |
Thanks to Hage @ Blanko Musik
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Review:
Hab ich’s doch geahnt! „Uns Michi“ kann – gottlob – genauso wenig von
den harten Klängen lassen, wie der Kater vom Mausen. Zwar ist PLACE VENDOME
nicht Michael Kiskes eigenes Kind und fernab von metallischen Klängen der
früheren Tage, aber der einstige HELLOWEEN-Sänger dürfte wahrscheinlich auch
einen x-beliebigen Popsong zu einem atemberaubenden Hörerlebnis machen. So hat
er nun zehn Melodic Rock-Nummern aus der Feder des PINK CREAM 69-Trios Dennis
Ward/ David Readman/ Alfred Kofler
mit seinem Goldkelchen zu wahren Perlen veredelt. Obwohl hier im Grunde genommen
ein Highlight das nächste jagt, sollten vereinzelte Songs besonders
hervorgehoben werden. Da wären z. B. die prickelnde AOR-Hymne "I Will Be
Waiting" und der mächtig rockende Titeltrack, der eine perfekte
Untermalung zu einer Vollgas-Cabriolet-Tour darstellt und Lebensfreude pur
vermittelt, sowie die romantische Semi-Acoustic-Ballade "Heavens Door".
Des weiteren sollte man dem eigengängigen "Too Late", das auf zarten
Streicherarrangements schwebt, und den leicht symphonisch rockenden Opener
"Cross The Line" Gehör schenken. Mit Ausnahmesänger Michael Kiske
haben die PINK CREAM 69-Musiker Uwe Reitenauer (Gitarre), Dennis Ward (Bass,
Gitarre, Keyboards und Produktion) und Kosta Zafiriou (Drums) sowie VANDEN
PLAS-Keyboarder Günter Werno einen wahren Glücksgriff getan. Hoffentlich war
das nicht der letzte Output in dieser Konstellation.
| Trackliste: |
1. Cross
The Line |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
![]() |
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Review:
Bei der stetigen Ausnahme-Qualität ihrer Eigenkomposition hat es DOLLY PARTON
eigentlich nicht nötig ein ganzes Album mit Cover-Versionen einzuspielen. Warum
also dieses Album? Die Frage beantwortet sich bereits nach dem ersten Hördurchgang
fast von selbst. Für die charismatische Künstlerin war es eine unüberhörbare
Herausforderung und ein unbeschreibliches Vergnügen – größtenteils
genrefremden – Klassiker aus den 60ern und 70ern auf Bluesgrass-Sound zu
betten, und beleibe kein Ding der Notwendigkeit. Bluegrass bildet während der
zwölf Nummern aber nur die Grundessenz, denn DOLLY PARTON verwendet wunderschöne
klassische Arrangements ("Where Have All The Flowers Gone"), russische
Folklore (Titeltrack) oder gospellastige Kinderchöre ("Where Do The
Children Play") als veredelnde Zutaten. Trotz der unterschiedlichen
Elemente schwebt immer noch die Magie der Original-Versionen durch den Raum.
Stellenweise wird dem Zuhörer sogar der Eindruck vermittelt, dass diese
Vielfalt und die lieblich-helle Stimme von DOLLY PARTON die Wirkung noch
intensiviert (z. B. bei "The Cruel War"). Für dieses Unternehmen hat
sie sich hochkarätige Gäste wie u. a. NICKEL CREEK ("Blowin’ In The
Wind"), JOE NICHOLS ("If I Were A Carpenter") oder ROGER McGUINN
("Turn, Turn, Turn") eingeladen. Fans der rockigen Klänge dürften
wohl eher an den wirklich atemberaubenden Interpretationen von "Me And
Bobby McGee", für das KRIS KRISTOFFERSON höchstpersönlich in die Saiten
gegriffen hat, und "Crimson And Clover", das ohne den verzerrten Hall
des Originals viel geschmeidiger klingt, Gefallen finden. Auch die abschließende
JOHN LENNON-Nummer "Imagine", die im Vergleich zur ursprünglichen
Fassung pompös und etwas überladen wirkt, gehört zu den Highlights dieser
seelenvollen und packenden Scheibe.
Thanks to Matt @ Sugar Hill Records
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Nein, bei "Too Daze Gone..." handelt es sich nicht um eine
Comeback-Scheibe der wohl sträflichst unterbewertetsten Band aus
skandinavischen Gefilden, vielmehr stellt das vorliegende Album eine
Zusammenstellung von Demos dar. Während die erste Hälfte des Materials aus
Prachtstücken von den Aufnahmen-Sessions
zu einem – leider nie erschienenen – zweiten Album mit Mats Leven (heute in
den Diensten von AT VANCE) am Mirko besteht, setzt sich die zweite Hälfte aus
nicht minder prächtigen Bonus-Demos-Tracks aus den Jahren 1986 – 1988
zusammen. Obwohl das Material schon einige Jahre auf dem Buckel hat, klingen die
Songs weder angestaubt noch altbacken, was wahrscheinlich den damalig recht üppig
ausgestatten Produktionsbudgets zu verdanken ist. So empfehlen sich als
Appetitmacher der rhythmisch-rotzige Titeltrack, die simple gestrickte
Ohrwurm-Hymne "Roll Away The Stone" oder der abschließende
Wochenend-Groover "Loaded Gun". Das absolute Highlight ist allerdings
das klischeetriefende "Terri" knapp gefolgt vom relaxten Stampfer
"Love On The Line". Also all ihr Mitt- und End30er: ab auf den
Speicher, schnell die Spandex-Hosen und das Leoparden-Shirt aus der
Klamottenkiste gekramt und den Haarspray-Vorrat eurer Liebsten bis aufs Letzte
aufgebraucht, denn "Too Daze Gone..." lässt euch für knapp 70min in
euren wilden Jugendträumen schwelgen.
| Trackliste: |
01. Down 2
Bizniz 3,46 - 02. Skin On Skin 4,10 - 03. Fire
With Fire 5,13
|
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
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Review:
Einen sehr mutigen Weg hat der Vierer aus Gelsenkirchen auf seinem Debüt
eingeschlagen. Zwar ist deutschsprachige Musik zur Zeit – Gott sei Dank –
wieder ordentlich angesagt, aber mit der musikalischen Richtung, die SQUARE
CIRCLE auf "Die Turbine Brennt" einschlagen, heben sie sich deutlich
von der momentan Szene ab. Unter dem Deckmantel des Melodic Rocks haben die
jungen Wilden nicht nur zehn rifflastige – aber auch eingängige und gefühlvolle
– Nummern eingespielt, sondern selbige auch selbst komponiert. Klar, dass im
punkto Songwriting an manchen Stellen viel mehr herauszuholen ist, aber es ist
nicht von der Hand zu weisen, dass in der Band jede Menge Potenzial steckt. So
fehlt es einerseits den härteren Songs stellenweise etwas an der führenden
Melodie und den eingängigen Passagen, andererseits wird der Zuhörer aber mit
sehr gefühlvollen und ausdrucksstarken Nummern wie "Der Tote Engel"
oder "Wo Bist Du" vollends entschädigt. Als ziemlich gelungen
entpuppen sich auch "Mein Stern", das in einer Kombination aus
CURE-Lethargie und rotziger Elemente a la ACHIM REICHEL aus den Boxen fließt,
und die einzige englischsprachige Nummer "Let Me See You Cry", das
auch gut auf MEDUSAs "Open Your Eyes" (1993) gepasst hätte. Die
rockigen Highlights auf dieser Scheibe sind allerdings "Ein Offener
Brief", der mit frischen Reggae-Elementen überrascht, und das 6min-Epos
"In Vino Veritas", das durch geschickte Tempowechsel eine großartige
Spannung aufbaut und in den ruhigen Passagen an die Dramatik von METALLICAs
"Nothing Else Matter" erinnert. Fazit: Falls SQUARE CIRCLE in den
rockigeren Momenten weniger Punk einfließen lassen könnten, und stattdessen
noch etwas mehr wert auf Melodie legen würden, dann dürfen wir uns in Zukunft
auf wirklich große deutschsprachige Melodic Rock-Momente freuen.
| Trackliste: | 1. Kommerzokratie - 2. Die Zeit Steht Still - 3. Der Tote Engel - 4. Wo Bist Du - 5. Ein Offener Brief - 6. Mein Stern - 7. Let Me See You Cry - 8. Freitag Abend - 9. Wiedersehn Macht Freude - 10. In Vino Vertas |
Thanks to Gaby @ STF-Records
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Review:
Andi Deris, Michael Weikath, Markus Grosskopf und Co. haben es doch tatsächlich
getan: Die Kürbisköpfe haben für ihr mittlerweile 11. Studioalbum den
"Keeper Of The Seven Keys" wieder zum Leben erweckt. Mit dem
Selbstbewusstsein und der Überzeugung, dass das neue Material diesem legendären
Titel würdig ist, präsentieren sich HELLOWEEN während der 13 Nummern, die
sich auf zwei CDs verteilen, so vielseitig, ideenreich und spielfreudig wie seit
Ewigkeiten nicht mehr. Zwar haben HELLOWEEN im Laufe ihrer 20jährigen Laufbahn
noch kein wirklich enttäuschendes oder gar schlechtes Album abgeliefert, aber
selten haben sie derart entfesselt und technisch brillant aufgetrumpft wie auf
diesem neuen Machwerk. Die beiden Herzstücke auf "Keeper Of The Seven Keys
– The Legacy" sind das 13minütige (eher traditionelle) "The King
For A 1000 Years" und das 11minütige ( sehr moderne) "Occasion
Avenue", die jeweils die entsprechende CD eröffnen. Obwohl diese beiden
symphonisch-bombastisch angelegten Epen musikalisch nicht unbedingt mit "Helloween"
oder "Keeper Of The Seven Keys" verglichen werden können, brauchen
sie sich nicht hinter diesen Klassikern zu verstecken, denn mit diesen
Kunstwerken verdeutlicht die Band einmal mehr, dass sich Komplexität und Eingängigkeit
nicht von vornherein ausschließen müssen. Klassikerwürdig sind des weiteren
die Uptempo-Knaller "My Life For One More Day" oder "Silent
Rain" sowie die modern groovende Hymne "Come Alive", die sich in
Windeseile in den Gehörgängen ausbreiten, und "Pleasure Drone", in
dem sich Sascha Gerstner und Michael Weikath ein atemberaubendes Duell liefern.
Aber auch Fans der etwas „popigeren“ Speed Metal-Kost kommen mit der ersten
Single-Auskopplung "Mrs. God", die man fast als Fortsetzung von des
Top Ten-Hits "Dr. Stein" bezeichnen könnte, nicht zu kurz. Außerdem
drängt sich das verträumte und hitverdächtige "Light In The Universe",
bei dem Andy Deris und Candice Night (BLACKMORE’S NIGHT) als Duett perfekt
harmonieren, als nächste Single förmlich auf. Fazit: Mit diesem phantastischen
Doppelalbum ist es HELLOWEEN doch tatsächlich gelungen das Flair und die Vibes
der beiden 80er Kultalben zeitgemäß ins 3. Jahrtausende zu transferieren –
Dass so etwas ohne Kai Hansen und Michael Kiske wirklich möglich ist, hätte
ich nie zu hoffen gewagt. In diesem Sinne: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
Gratulation, Herrschaften!!!
| Trackliste: | CD1:
01. The King For A 1000 Years 13:54 - 02. The Invisible Man 07:17 - 03.
Born On Judgment Day 06:14 - 04. Pleasure Drone 04:08 - 05. Mrs. God 02:55
- 06. Silent Rain 04:21 CD2: 01. Occasion Avenue 11:04 - 02. Light The Universe (feat. Candice Night) 05:00 - 03. Do You Know What You`re Fighting 4? 04:45 - 04. Come Alive 03:20 - 05. Shade In The Shadow 03:24 - 06. Get It Up 04:13 - 07. My Life 4 1 More Day 06:51 |
Thanks to Sebastian @ SPV
weitere Review über HELLOWEEN:
HELLOWEEN/ Rabbit Don't Come Easy
HELLOWEEN/ Better Than Raw
(expanded edition) (Klassiker-Alarm!/ April 2006)
HELLOWEEN/ The Time Of The Oath
(expanded edition) (Klassiker Alarm/ April 2006)
HELLOWEEN/ Master Of The Rings
(expanded edition) (Klassiker Alarm/ April 2006)
HELLOWEEN/ Chameleon (expanded
edition) (Klassiker-Alarm/ April 2006)
HELLOWEEN/ Pink
Bubbles Go Ape (expanded edition) (Klassiker-Alarm/ February 2006)
HELLOWEEN/ Keeper Of The Seven Keys Part
II (expanded edition) (Klassiker-Alarm/ February 2006)
HELLOWEEN/ Keeper
Of The Seven Keys Part I (expanded edition) (Klassiker-Alarm/ February
2006)
HELLOWEEN/ Walls Of Jericho (expanded
edition) (Klassiker-Alarm/ February
2006)
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Review:
Der letzte göttliche Output "One" liegt so ziemlich genau 12 Monate
zurück, da präsentiert uns ex-SPOCK’S BEARD-Barde NEAL MORSE mit
"?" schon sein nächstes Meisterwerk. Auf seiner neuesten Scheibe, die
sich wegen ihrer thematischen und musikalischen Geschlossenheit sowohl als
Konzeptalbum wie auch als Rockoper definieren lässt, versucht er dem Zuhörer
die Mysterien Gottes – so wie er sie versteht – näher zu bringen. Diese
interpretationsaufreizende Thematik verpackt er dabei geschickt in ein
harmonisches und stellenweise sehnsüchtig-aufwühlendes Klanggebilde, das ein
breitgefächertes Spektrum von Klassik-Elementen und Weltmusik-Einsprengsel über
Jazz und Bluesrock bis hin zu packenden progressiven Parts und knackigen
Rockmomenten abdeckt. Anspieltipps aus diesem faszinierenden Gesamtwerk
herauszupicken fällt äußerst schwer, da jede Sektion wie ein Zahnrad ins nächste
greift. Neben seinen fast schon etatmäßigen Mitstreitern wie Drummer-Ikone
Mike Portney (DREAM THEATER) und Randy George, die diesmal auch kompositorisch
einbezogen waren, hat sich der Sänger und Multi-Instrumentalist diesmal solche
Ausnahmekönner wie z. B. STEVE HACKETT, Roine Stolt (FLOWER KINGS) und seinen
Bruder Alan (SPOCK’S BEARD/ alle Gitarre) oder DREAM THEATER-Tastenwirbelwind
Jordan Rudess als Gäste geladen. Da die Produktion aus dem Hause MORSE natürlich
auch vom Feinsten ist, wächst "?" unweigerlich zum Gedanken- und
Ohrenschmaus für Anhänger des abwechslungsreichen und spannenden Prog-Genres.
| Trackliste: | 01. The Temple of the Living God - 02. Another World - 03. The Outsider - 04. Sweet Elation - 05. In The Fire - 06. Solid As The Sun - 07. The Glory Of The Lord - 08. Outside Looking In - 09. 12 - 10. Deliverance - 11. Inside His Presence - 12. The Temple of the Living God |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über NEAL MORSE:
NEAL MORSE/ Sola Scriptura
(Special-Tipp/ February 2007)
NEAL MORSE/
One
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Bereits zum Drittenmal laden die Männer von GUN BARREL mit "Bombard Your
Soul" ihre Büchsen in abendfüllender Länge durch. Seit dem letzten Album
"Battle Tested" hat sich ziemlich viel im Lager der Kölner getan,
denn nicht nur der angestammte Bassist Holger Schulz, sondern auch Sänger Guido
Feldhausen hat die Band in der Zwischenzeit verlassen. Mehr als ebenbürtigen
Ersatz hat Bandgründer/ Gitarrist Rolf Tanzius in Tieftöner Tom Kintgen und Sänger
Xaver Drexler gefunden. Der neue Frontmann dürfte mit seinem erdigen und
kraftvollen Organ, das den internationalen Vergleich nicht scheuen braucht, auf
die nächste Erfolgsstufe katapultieren. Die Weiterentwicklung nur am neuen Mann
hinterm Mikro dingfest zu machen, würde dem Ergebnis auf "Bombast Your
Soul" aber nicht gerecht werden. Vielmehr hat man in den letzten Jahren
auch in punkto Songwriting enorm dazu gelernt und die Band präsentiert sich
trotz der beiden Neuzugänge so eingeschworen als würde man schon seit
Ewigkeiten gemeinsam zocken. GUN BARREL schafft es scheinbar spielend eine Brücke
zwischen verdammt rotzigen Rock ’N’ Roll und fetten Heavy Metal zu schlagen.
Unter den 12 Geschossen im Magazin befinden sich solche Killer wie die
klassikerverdächtige Hymne "Lights And Shadows", in dem Xaver Drexler
an den jungen Biff Byford (SAXON) erinnert, und der Groover "On The Road
Again", der ordentlich AC/DC-Flair versprüht, oder "I’m Alive",
das sich ohne schlechtes Gewissen mit dem Prädikat „MOTÖRHEAD meets ACCEPT“
auszeichnen kann. Den finalen Blattschuss liefern die Mannen vom Rhein mit dem
schwermütigen "... Is You" ab, in dem man gut geölt etwas bedächtiger
zur Sache geht. Fazit: Ich will mich mit abschließenden Worten sogar soweit aus
dem Fenster lehnen und behaupten, dass Domstädter mit der hier vorliegenden
Scheibe nicht nur ihr ausgereiftestes, sondern ihr bisher bestes Werk
abgeliefert haben. Punkt!
| Trackliste: |
01.
Begging
For Awakening
-
02. Dear
Mr. Devil
-
03. Down
& Dirty
-
04. Fearing
The Fear Of My Fears
-
05. The
Fallen One
-
06. Lights
And Shadows
-
07. Dive
Into The Flame
-
08. Bombard
Your Soul
-
09. Bloody
Pretender
-
10. On
The Road Again
-
11. I'm
Alive
-
12. ...
Is You
|
Thanks to Rolf @ Gun Barrel
weitere Review über GUN BARREL:
GUN BARREL/ Power-Drive
|
Das neue Album der Norweger hakt genau da ein, wo "My Religion" aufgehört
hat. Auf "All The Way To Sun" tummeln sich zwölf Nummern (inklusive
Insturmental), die – ganz ohne Trendhascherei – ziemlich zeitgemäß und
frisch aus den Boxen knallen, aber auch noch ausreichend 80er-Roots besitzen, um
den traditionsbewussten Fans nicht vor den Kopf zu stoßen. Über sämtlichen
Songs thront natürlich das ausdruckstarke Organ von Ausnahmesänger Tony
Harnell und das unverkennbare Gitarrenspiel von Ronni Le Tekro. Diese beiden
herausragenden Eigenschaften machen allem voran das LOUIS AMSTRONG-Cover "Wonderful
World", das in einen dicken TNT meets QUEEN-Mantel gepackt ist, zu einem
ganz besonderen Highlight. Dicht gefolgt vom "Me And I", bei dem Tony
Harnells harmonischer Gesang wie ein Zuckerguss über dem kantigen und
rifflastigen Grundgerüst wirkt, oder dem modern – fast doomgetränkten -
Titeltrack. Weitere Earcatcher sind der orientalisch angehauchte Stampfer "Driving",
das in SANTANA-Rhythmik aufgebaute "Letter" und die harmonische
Midtempo-Nummer "Sometimes", die mit walzerartigen Gitarrenparts überrascht.
"All The Way To The Sun" mag vielleicht aufgrund des wirklich unglücklich
gewählten Openers "Fix" und des etwas zerfahrenen "Black
Butterfly" nicht ganz an die Klasse des Vorgängers herankommen, aber
nichtsdestotrotz ist "All The Way To The Sun" ein geiles Hard
Rock-Album geworden.
| Trackliste: |
01.
A Fix 4,04 01. She Needs Me (Bonus track on bonus DVD) |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
weitere Reviews über TNT:
TNT/ Live In Madrid (DVD
+ CD) (Live-Candy/ September 2006)
TNT/
My Religion
|
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Review:
Das überraschend gute Debüt der Polen, das ihnen nun den Plattenvertrag bei
den Progressive-Spezialisten von InsideOut einbrachte, wurde seinerzeit
von Kollege Christian ja schon eingehend gewürdigt. Das neue Werk "Second
Life Syndrome" ist nicht nur konzeptionell, sondern stilistisch gesehen die
konsequente Fortführung von "Out Of Myself", denn erneut erwartet uns
ein sehr kreatives Klanggebilde aus eligischen Gitarrenparts, melancholischen
Keyboardteppichen und druckvoll-raffinierter Rhythmus-Arbeit, das durch die
sanften – stellenweise verträumten – aber auch recht aggressiven
Gesangsparts von Mariusz Duda (Gesang/ Bass) eine besondere Faszination
ausstrahlt. Zugegeben, solch vielschichtige Klangorgien wie der 15minütige
Titeltrack oder das fricklige "Dance With The Shadows" mögen auf den
gewöhnlichen Prog-Fan zu vertrackt und anstrengend wirken, aber das ändert
nicht im geringsten irgendetwas an der hervorragenden Qualität des 9-Trackers.
Nichtsdestotrotz zählen für mich gerade die kürzeren Tracks wie das düster-verträumte
"Conceiving You", das dunkelmelodische – stellenweise beängstigende
– "Artificial Smile" und "Turned You Down", das über
weite Strecken eine tieftraurige und ergreifende Stimmung verbreitet, zu den
Highlights auf dem Album. Jedenfalls dürfte "Second Life Syndrome"
bei Leuten, die sowohl auf Art- und Prog-Rock als auch auf Alternative und
seichten Metal können, offne Türen einrennen.
| Trackliste: | 1. After 3:31 - 2. Volte-Face 8:40 - 3. Conceiving You 3:40 - 4. Second Life Syndrome 15:40 - 5. Artificial Smile 5:27 - 6. I Turned You Down 4:34 - 7. Reality Dream III 5:01 - 8. Dance With The Shadow 11:38 - 9. Before 5:23 |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über
RIVERSIDE:
RIVERSIDE/ Voices In My Head
RIVERSIDE/ Out Of Myself
|
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Review:
Kreuzbirnbaamhollerstaud’n, is des Album geil! „Klar!“, werdet ihr
entgegnen, „eine mittelmäßige oder gar schlechte Scheibe haben die PRIMAL
FEAR sowieso noch nicht abgeliefert!“. Stimmt, aber was die Esslinger mit
ihrem neusten Werk "Seven Seals" auffahren, stellt alles bis dato in
der Bandgeschichte Dagewesene in den Schatten. Nahezu komplett freigeschwommen
von Vergleichen zu JUDAS PRIEST zelebriert der Fünfer auf seinem sechsten
Studioalbum die perfekt Symbiose von knackigen Heavy Metal und
Orchester-Arrangements. Angefangen vom melodischen Opener "Demons &
Angels", der durch die Kombination aus harten Beats und mächtigen
Orchestereinlagen eine ganz besondere Spannung aufbaut, über den
thrashig-melodischen Nackenbrecher "Evil Spell" bis hin zur
unglaublich atmosphärischen Ballade "In Mermory" hauen uns die Mannen
um Metal-Sirene Ralf Scheepers ein Edelmetallstück nach dem anderen um die
Ohren. Wann sind unsere Lauscher zuletzt mit solchen Killern wie dem
orientalischgestrickten Titeltrack (knackiger Rocksong), der in der Mitte mit
einem granatengeilen Solo von Tom Naumann aufwartet, oder der schleppenden Hymne
"Diabolus" und "All For One" durchblasen worden? Letztere
Nummer wird in einer nahezu stoischen Gelassenheit von Bandkopf Mat Sinner
angestimmt, bevor Ralf Scheepers mit seinem ureigenen Schrei zur Attacke bläst.
Außerdem kommt das fast vergessene SINNER-Meisterwerk "Question Of Honour"
("The Nature Of Evil"/ 1998), das übrigens hervorragend zum neuen
Material passt, erneut zu Veröffentlichungsehren. Obwohl die Nummer in der
Originalversion von Mat Sinner gesungen wurde, könnte man fast glauben, dass
dieses 8min-Werk eigens Ralf Scheepers auf den Leib geschrieben worden ist. Fast
überflüssig zu erwähnen, dass auch die Produktion, die im Teamwork von Mat
Sinner und Charlie Bauernfeind erledigt wurde, über jeden Zweifel erhaben ist.
Ganz großes Kino!!!
| Trackliste: | 1. Demons And Angels - 2. Rollercoaster - 3. Seven Seals - 4. Evil Spell - 5. The Immoratal Ones - 6. Diabolus - 7. All For One - 8. Carniwar - 9. Question Of Honour - 10. In Memory |
Thanks to Markus
@
Nuclear Blast
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Review:
Nachdem die immer wieder angesagte WHITE LION-Reunion letztendlich doch nicht
zustande gekommen ist, hat Mike Tramp zu Beginn diesen Jahres eine
internationale Band (u. a. mit JADED HEART-Keyboarder Henning Wanner) um sich
geschart, um zwei Monate durch die Clubs der USA zu tingeln. Natürlich hat man
diese Gelegenheit auch gleich dazu genutzt Material für ein Live-Dokument
mitzuschneiden, das uns unter dem Titel "Rocking The USA" als
Doppelalbum serviert wird. "Rocking The USA" fährt sämtliche
Klassiker der Band auf und bietet einen rundum gelungenen Querschnitt aus der
Schaffensperiode des „weißen Löwens“. Angefangen von "Broken Heart"
und der Hymne "Fight To Survive" vom gleichnamigen Debütalbum, über
das metallastige "Lady Of The Valley" ("Pride") und die
rotzige Rock ’N’ Roll-Nummer "Little Fighter" ("Big Game")
bis hin zu "It’s Over" und "Love Don’t Come Easy" vom
bis dato letzten Studioalbum "Mane Attraction" ist nahezu alles am
Start, was das Fan-Herz höher schlagen lässt. Natürlich ist mit der
Mega-Ballade "When The Children Cry" auch der bekannteste bzw.
erfolgreichste Hit von WHITE LION am Start. Abgerundet wird das amtliche Best
Of-Programm durch den GOLDEN EARING-Hit "Radar Love", in dem auch so
manch andere Rock-Klassiker zwischendurch zitiert werden. Auch wenn hier
(leider) nicht das Original-Lineup zugange ist, dürfte dieses umfassende und
gut produzierte (Michael Wagener!) Live-Objekt ein gefundenes Fressen für die
ausgehungerten Fans der Band sein. Zumal die damalige Besetzung nie ein
offizielles Live-Album zustande gebracht hat.
| Trackliste: | CD1:
01. Lights and Thunder - 02. Hungry - 03. Lonely Nights - 04. Love Don't
Come Easy - 05. Broken Heart - 06. Fight to Survive - 07. Cry for Freedom
- 08. You're All I Need - 09. Little Fighter CD2: 01. It's Over - 02. Living on the Edge - 03. Tell Me - 04. Wait - 05. Lady of the Valley - 06. When the Children Cry - 07. Radar Love |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Bei CREOZOTH handelt es sich um einen Sidekick, der beiden CANDLEMASS-Kempen
Lars Johansson (Gitarren) und Jan Lindh (Schlagzeug). Diese Band, die durch Sänger
Michael Storck (ex-YNGWIE MALMSTEEN) und Viersaiter Torbjörn Moen (OZ, REDFUN)
vervollständigt wird, zeugt davon, dass die beiden eingangs erwähnten Herren
mit ihrem Hauptbetätigungsfeld nicht gänzlich ausgelastet sein dürften und
durchaus auch ein Stück weit vom reinen Doom Metal entfernt ihre Qualitäten
haben. Auf seinem selbstbetitelten Debüt präsentiert der Schweden-Vierer
furztrockenen und riffbeladenen Metal, der stellenweise durch mehr oder weniger
fette Doom-Splitter eine ziemlich eigenständige Soundfärbung erfährt. Diese
Attribute machen vor allem das auf schleppenden Lavariffs gebettete "Mind",
das dem Zuhörer stellenweise gar den Atem stocken lässt, sowie den
hymnisch-mystischen Groover "Forsaken" zu den Highlights dieser
Scheibe. Leider sind – trotz durchwegs guter Produktion - nicht alle Nummern
von diesem Kaliber, sodass sich der geneigte Zuhörer zwischenzeitlich auch
einem Anfall von Müdigkeit erwehren muss. Eigentlich schade, aber vielleicht
gibt es ja ein nächstes Mal?!?
| Trackliste: | 1. With The Flow - 2. Stares Back - 3. Forsaken - 4. Minute U Die - 5. Intoxicatedead - 6. For Your Amusement - 7. Watch 'n Wait - 8. State Of Shock - 9. Bad Day - 10. Mind - 11. You Don't Know - 12. Dash - 13. Spectorized |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
Also, etwas enttäuscht bin ich schon vom überraschenden Comeback-Album von
ALIEN. Zwar haben die Schweden um Gitarrist Ton Borg (ex-E.F Band) mit Jim
Jidhed wieder den Originalsänger in ihren Reihen, aber können damit weder an
das mit Platin ausgezeichnete und selbstbetitelte Debüt anschließen, noch
kommen sie damit annähernd in die Sphären der beiden starken Solo-Alben des
Ausnahmensängers. Zu glattgebügelt – ohne markante Hooks in den Refrains –
dampfen die meisten der elfen Nummern aus den Boxen. Zwar ist "Dark
Eyes" kein schlechtes Album, aber nur selten brodelt der Dampfkessel so wie
beim flotten "Fallen Eagle", das an die GARY MOORE zu "Run For
Cover"-Zeiten erinnert, oder im schmissig-röhrenden Lokomotive "Wild
One". Ein weiteres dampfhaltendes Brikett stellt der Groover "Are You
Ready" dar, was aber über den doch ziemlich ernüchternden Gesamteindruck
nicht hinwegtäuschen kann.
| Trackliste: | 1. Dark Eyes - 2. Don’t Go Away - 3. Oh Sarah - 4. Fallen Eagle - 5. Lethal Woman - 6. Wild One - 7. Don’t Fight It - 8. Riding With The Wind - 9. Are You Ready - 10. Fire (The Game) - 11. Sherylee |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Obwohl der Rock ’N’ Roll immer und immer wieder todgeschrieben wird, präsentiert
sich die Szene zur Zeit wieder äußerst lebhaft. Jüngster Emporkömmling
dieser – Gott sei Dank – nicht todzubringenden Gattung ist der britische
Vierer TOKYO DRAGONS, der in seiner Heimat schon zwei Top 30-Single-Hits landen
konnte. Nun macht sich die wilde Bande um Sänger/ Gitarrist Steve Lomax auf mit
ihrem Debüt "Give Me The Fear" den europäischen Kontinent zu
erobern. Ob den TOKYO DRAGONS selbiges aber gelingen wird, wage ich ehrlich
gesagt etwas zu bezweifeln! Zwar dürfte es den Herrschaften mit ihrem
angeglamten Sound stellenweise gelingen die Fans der obengenannten Bands
aufhorchen zu lassen, aber einen bleibenden Eindruck werden sie damit nicht
unbedingt hinterlassen. Dabei weisen der fulminante Opener "What The
Hell", der bassschwangere Groover "Ready Or Not" oder "Teenage
Screamers", das einen Hauch von T. REX in sich trägt, wirklich gute Ansätze
auf. Der Rest hingegen wirkt etwas aufgesetzt rotzig und rauscht einfach zu
stromlinienförmig durch die Lauscher. Dies sollte Genre-Freaks aber nicht davon
abhalten, vielleicht trotzdem das ein oder andere Ohr zu riskieren.
| Trackliste: | 1. What The Hell - 2. Get 'Em Off - 3. Do You Wanna? - 4. Come On Baby - 5. Let It Go - 6. Johnny Don’t Wanna Ride - 7. Teenage Screamers - 8. Ready Or Not - 9. Burn On - 10. Rockin' The Stew - 11. Chasing The Night |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
STREAM OF PASSION ist ein neues und international besetztes Projekt, das der
AYREON-Macher Arjen Anthony Lucassen um die begnadete mexikanische Sängerin und
Komponistin Marcela Bovio aufgebaut hat. Musikalisch – fernab von seinen
anderen Betätigungsfeldern – bewegt sich STREAM OF PASSION irgendwo zwischen
den oben genannten Vergleichsband. Trotz einiger vermeintlicher Parallelen zu
den beiden niederländischen Bands, strahlt STREAM OF PASSION nicht zuletzt
aufgrund der Verschmelzung von englischer und spanischer Sprache einen ganz
eigenen mystischen – stellenweise sogar sehr düsteren – Charme aus. Diese
Symbiose der eigentlichen grundverschiedenen Sprach-Charaktere lässt "Haunted",
das durch eine unverkennbare Bolero-Rhythmik, fette Grooves und seidenzarte
Passagen eine ganz besondere Spannung aufbaut, und das verträumt-aggressive
"Out In The Real World" zu besonderen Stücken reifen. Die Highlights
unter dem Dutzend sehr niveauvollen Songs sind für mich allerdings die
zauberhafte – fast betörende – Pianoballade "Nostalgia" und der
folkig angehauchte Titeltrack, der mit wunderschönen Piano- und Streicherparts
sowie mit einer atemberaubenden Leadgitarre und knackig-wuchtigen Drums
besticht.
| Trackliste: | 01. Spellbound - 02. Passion - 03. Deceiver - 04. I´ll Keep On Dreaming - 05. Haunted - 06. Wherever You Are - 07. Open Your Eyes - 08. Embrace The Storm - 09. Breathing Again - 10. Out In The Real World - 11. Nostalgia - 12. Calliopeia |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
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Review:
Trotz der stellenweise überragenden Kritiken zum Vorgänger "The Cross
& The Crucible" konnte ich mich nie richtig mit dem Sound der Schotten
identifizieren. Seitdem sind gut vier Jahre vergangen, in denen PALLAS ausgiebig
am Nachfolgealbum "The Dreams Of Men" gefeilt und getüftelt haben.
Das Ergebnis gibt ihnen zweifelsohne Recht, denn im Vergleich zu "The Cross
& The Crucible" hat der Anteil an Klassik-Elementen und Folklore-Einflüssen
deutlich zugenommen, was "The Dreams Of Men" zu einem vielschichtigen,
abwechslungsreichen – phasenweise leicht bombastischen – und packenden Album
wachsen lässt. So entführen PALLAS den aufmerksamen Zuhörer z. B. mit "Ghostdancers",
das durch den Kontrast zwischen keltischen und indianischen Klängen eine
eigenartige Stimmung aufbaut, oder dem schwelgend-sphärischen Instrumental
"Northern Star" und dem atemberaubenden "The Last Angel", in
dem nicht nur Sänger Alan Reed eine Leistung abliefert, die nicht von dieser
Welt zu sein scheint, in ihre faszinierende Traumwelt. Gekrönt wird der zuletzt
genannte und abschließende Hammer-Epos durch den fast engelsgleichen Gesang von
Sopranistin Pandy Arthur.
Nicht ganz so harmonisch, aber nicht minder stimmungsvoll geht das Quintett aus
Aberdeen in den beiden fast monströsen Groovern "Messiah" oder
"Mr. Wolfe" zu Werke. Während der eine ziemlich bassschwanger aus den
Boxen wabert, baut der andere seine Dramatik u. a. durch imposante
Kirchenorgel-Parts auf. Ich kann mir vorstellen, dass "The Dreams Of
Men" sowohl für die Fans der alten Prog-Schule als auch für die Anhänger
der modernen vertrackten Klänge eine echte Offenbarung sein dürfte...
| Trackliste: | 1. The Bringer Of Dreams 9:50 - 2. Warriors 7:15 - 3. Ghostdancers 7:30 - 4. Too Close To The Sun 11:34 - 5. Messiah 4:57 - 6. Northern Star 4:01 - 7. Mr. Wolfe 5:48 - 8. Invincible 10:45 - 9. The Last Angel 11:28 |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
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Review:
Nach ihrer Landsfrau ANNA SAHLENE präsentiert uns nun Johanna
Såndberg unter ihrem Spitznamen NEA – fernab von jeglicher – äußerst
anspruchsvollen und zeitlosen Pop/ Rock. Mit ihrem Debüt dürfte sie jeden
Rockmusik-Fan, der auf bodenständiges Songwriting, starke Melodien, harmonische
Arrangements und abwechslungsreich-bezaubernden Gesang wert legt, vom Fleck weg
begeistern. Dabei macht sich positiv bemerkbar, dass die Songs ohne jeglichen
Druck seitens der Musikindustrie über Jahre hinweg reifen konnten. So tummeln
sich auf der zu besprechenden Scheibe u. a. mit dem lässig stampfenden "Out
Of Grace", dem stellenweise heftig modern groovenden "Climb" oder
dem flotten Ohrwurm "Utopia" ca. eine handvoll Nummern,
die nicht nur kurzlebiges Hitpotenzial besitzen, sondern durchaus das Zeug zum
Klassiker haben. Dazu gehören auch das melancholische "Just
A Little Thought", das nicht zuletzt wegen des Mellotron-Einsatzes einen
Hauch von BEATLES versprüht, und das bezaubernde Duett "Nothing But You".
Kurzum: "Nea" ist ein verdammt starkes Debüt, das hoffentlich
dementsprechend auch mit Radioeinsatz gewürdigt wird!
| Trackliste: | 1. Didn't I - 2. You Don't Know - 3. What If - 4. Out Of Grace - 5. I Believe In You - 6. Utopia - 7. Nothing Happens - 8. Just A Little Thought - 9. Climb - 10. Over You - 11. Nothing But You - 12. You Complete Me |
Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Nachdem ich von ihrem letzten Album "Heavy Machinery" doch arg enttäuscht
war, bin ich seit dem ersten Durchlauf von der neuen Langrille von LOCOMOTIVE
BREATH direkt paralysiert. Derart plattgedrückt und überrascht bin ich von
solchen gitarrengetrieben Hämmern wie "Speed Driven" und "Feel
My Rage" oder schmelzzarten Momenten wie "Leaving My Heart With You".
Der große Pluspunkt dieser Ballade beruht auf der Tatsache, dass sie trotz
ihrer extrem romantischen Atmosphäre zu keinem Augenblick glattgebügelt oder
gar cheesy wirkt. Als weitere gewichtige Überzeugungsargumente dienen das
schleppend-bluesgetränkte "Chains Of Heaven" und der granatenmäßige
Kracher "I’ll Be Fighting", der sich mit einem ohrwurmtauglichen
Chorus und brillanten Gitarrenlinien in den Lauschern festsetzt. Abschließend
kann man wohl ruhigen Gewissens verlauten lassen, dass die Band um Gitarrenhexer
Janne Stark mit "Change Of Track" ihr bisher stärkstes Album
eingezockt haben. Exzellenter Stoff für alle, die auf melodischen Hard Rock/
Metal mit Ecken und Kanten stehen. Zugreifen!!!
| Trackliste: | 1. H.M.M - 2. Shadow - 3. What I’ve Become - 4. Leaving My Heart With You - 5. Speed Driven - 6. Feel My Rage - 7. Firestarter - 8. High On Illusion - 9. Phyxious - 10. Kingdom Of Tragedy - 11. Chains Around Heaven - 12. I’ll Be Fighting - 13. Gargleblaster |
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Review:
Ziemlich genau ein Jahr muss es her sein als mich ein gewisser Guy MANNING mit "A
Matter Of Life & Death (The Journal Of Abel Mann)" und seiner
tiefmelodischen, textsinnigen, gefühlsintensiven und zugleich sehr
anspruchsvollen Art von Musik erstmals in seinen Bann gezogen hat. Wie schon auf
dem Vorgänger demonstriert der englische Komponist und Multiinstrumentalist
auch auf seinem neuen Album "One Small Step..." auf unvergleichliche
Art und Weise, dass sich aus diesen heutzutage oft vernachlässigten
musikalischen Idealen eine sehr atmosphärisch – ja fast verträumte – und
angenehme Stimmung zaubern lässt. Angefangen vom federleicht-relaxten Opener
"In Swingtime" über das traumhaft-schwebende "Night Voices"
bis hin zum 8teiligen folkorientierten und sozialkritischen Titeltrack (feine
Progkost), dessen Höhepunkte im faszinierenden Flöte/ Geige-Zwiegespräch
"Blink Of An Eye" und dem fast SANTANA-lastigen "Black And
Blue" zu finden sind, versteht es MANNING scheinbar spielend die
ungebrochene Aufmerksamkeit des Zuhörers zu gewinnen. Die Musik ist über weite
Strecken derart intensiv und ergreifend, dass man nicht unbedingt der englischen
Sprache mächtig sein muss, um etwa die Thematik der verschiedenen Songs zu
erahnen. "One Small Step..." bietet für fast eine Stunde sehr gefühlvolle
und tiefgehende Musik, die u. a. durch den charmanten lispelnden –
stellenweise kratzbürstigen – Gesang von Guy MANNING ihre unverkennbare
Eigenart besitzt. Nehmt euch für diese Scheibe Zeit und lasst euch von diesem
Multi-Talent eine Geschichte erzählen, die sowohl in der Traumwelt als auch in
der bitteren Realität zuhause ist.
| Trackliste: |
1.
In Swingtime
|
Thanks to Shawn @ ProgRock Records
weitere Reviews über MANNING
MANNING/ Anser's Tree
(Special-Tipp/ October 2006)
MANNING/ A Matter Of
Life & Death (The Journey Of Abel Mann)
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Review:
Groß vorstellen muss man den Ausnahmesänger Derek William Dick – besser
bekannt unter dem Namen FISH – wohl nicht mehr, denn schließlich war er nicht
nur für solche MARILLION-Klassiker wie z. B. "Misplaced Childhood"
und "Clutching At Straws" mitverantwortlich, sondern kann seit seinem
Ausstieg (1987) bei der Kultband auch auf eine beachtliche Anzahl von Solo-Alben
zurückblicken. Einen äußerst gelungenen Karriere-Querschnitt des Schotten
bietet das jüngst erschienene und randvoll bepackte Doppelalbum
"Bouillabaisse – The Best Of Fish", das sich aus der wunderschönen
Balladen-CD ("Balladeer") und dem fetzigen Pendant "Rocketeer"
zusammensetzt. Dass sich auf beiden Silberlingen ein Highlight an das anderer
reiht, dürfte außer Frage stehen, denn FISH hat seiner mittlerweile über 25jährigen
Karriere eine Menge von Hits und Perlen aufgenommen. So entpuppen sich z. B. das
countrylastige Duett "Just Good Friends" mit Sam Brown oder das irisch
verwurzelte "The Company", das im orchestralen Gewand aufwartet, und
das stimmungsvolle "Caledonia", das von majestätischen Dudelsackparts
untermalt wird, zum perfekten Soundtrack für einen romantisch-entspannten
Abend. Nicht zu vergessen die beiden MARILLION-Megahits: "Kayleigh"
und "Lavender", das eine richtige hypnotische Atmosphäre aufbaut. Von
der Rock-CD demonstrieren u. a. der quirlige Stampfer "Incommunicado",
der ebenfalls aus seiner MARILLION-Zeit stammt, und das spannungsgeladene "Goldfish
And Clowns" sowie der heftig röhrend-fidelige "Brother 52" oder
das 6teilige Opus "Plague Of Ghost" seine Vielseitigkeit und seinen
Ausnahmestatus. Falls ihr noch kein Album – aus welchen Gründen auch immer
– von FISH in eurer Sammlung haben solltet und den ausdrucksstarken Sänger
immer schon mal antesten wolltet, dann ist "Bouillabaisse – The Best Of
Fish" genau das richtige Album für euch. Es lohnt sich ungemein!!!
| Trackliste: | CD1:
01. Just Good Friends - 02. Shot The Craw - 03. A Gentleman's Excuse Me -
04. Kayleigh - 05. Solo - 06. Incomplete - 07. The Company - 08. Fortunes
Of War - 09. Our Smile - 10. Lavender - 11. Lady Let It Lie - 12. Cliche -
13. Scattering Crows - 14. Tara - 15. Caledonia - 16. Raw Meat CD2: 01. Big Wedge - 02. Credo - 03. Incommunicado - 04. Goldfish And Clowns - 05. Long Cold Day - 06. Brother 52 - 07. Clock Moves Sideways - 08. The Perception Of Johnny Punter - 09. Moving Targets - 10. Plague Of Ghosts - 11. I - Old Haunts - 12. II - Digging Deep - 13. III - Chocolate Frogs - 14. IV - Waving At Stars - 15. V - Raingods Dancing - 16. VI - Wake Up Call [Make It Happen] |
Moritz @ Gordeon Music
weitere Reviews über FISH:
FISH/ Return To Childhood
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Also, über mangelnde Betätigungsfelder kann sich NARNIA-Sänger und Label-Chef
Christian Rivel nicht beschweren, denn nach AUDIOVISON und DIVINEFIRE kommt er
nun gemeinsam mit Linus Kåse (Keybords) unter dem Name FLAGSHIP dieses Jahr zum
dritten Mal mit einer neuen Scheibe in die Läden. Während sich die beiden
zuerst genannten Bands/ Projekte in melodische bzw. speedig-bombastischen Heavy
Metal-Gewässern tummeln, segelt FLAGSHIP traditionsbewusst in symphonischen
Rock-Meeren der späten 70er/ frühen 80er Jahre. Schon allein aufgrund dieser
Tatsache sind Vergleiche mit KANSAS, STYX oder QUEEN nicht von der Hand zu
weisen. Obwohl keiner der sechs Songs kürzer als 6 ½ min ist, wirkt das
Material zu keiner Sekunde künstlich in die Länge gezogen oder gar langatmig.
Als Entscheidungshilfen für den Kauf von "Voyage Maiden" sollte man
den Opener "Heart Is The Center", der u. a. die unfassbare Atmosphäre
des JOHN MILES-Klassikers "Music" und das hymnische Flair von
"Holding Out For A Hero" (BONNIE TYLER) in sich vereint, oder die
Coverversion von KERRY LIVGRENs "Ground Zero", für das der einstige
KANSAS-Gitarrist ein von Linus Kåse neu arrangiertes Solo beigesteuert hat,
unbedingt heranziehen. Nimmermüde Traditionalisten sollten hier unbedingt
alle ihre Segel setzen und sich von FLAGSHIP über die unendlichen Weiten der
Symphonic Rock-Meere tragen lassen.
| Trackliste: | 1. Heart Is The Center - 2. You Are - 3. The Throne - 4. Hold On To Your Dream - 5. Windy City - 6. Ground Zero |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Review:
Nachdem ich von den beiden Studioalben, die ich von den bayrischen Psychedelic
Rockern bisher gehört habe, nur stellenweise überzeugt war, bin ich von der
Leistung, die RPWL auf ihrem ersten Live-Dukoment abliefern, doch ziemlich stark
beeindruckt. Die Band fährt ein wahrhaftiges Best Of-Liveset auf, dass sich
vorwiegend aus den Highlights des letzten Studioalbums "World
Through My Eyes" und einigen auserwählten Schmuckstücken der ersten drei
Alben zusammensetzt. Mit solch meisterlichen Werken wie dem
groovenden "Start The Fire", das mit geschickten Mellotron-Einsatz
leicht melancholische Akzente zu setzen weiß, oder der phasenweise fast
zerbrechlich wirkenden Ballade "Day On My Pillow", die gewieft mit dem
Flair der 60ties spielt, und dem hitverdächtigen "Roses", das – wie
auch die Studioversion – von Ray Wilson (ex-GENESIS) gesungen wird, braucht
sich die einstige PINK FLOYD-Coverband nicht hinter ihrem großen Idol zu
verstecken. Selbigen huldigen sie auf der zweiten CD mit den Coverversionen von
"Welcome To The Machine" (ganz große Klasse!), "Cymbaline"
und "Opel", denen RPWL mit ihrer frischen und modernen Art gekonnt und
sanft ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken. Zu meinen persönlichen Lieblingstücken
gehören das schwerelose "I Don’t Know" und das
dramatisch-hypnotisierende Epos "Hole In The Sky". Außerdem dürfte
die reproduzierte Version "World Through My Eyes" bei Freunden der
hohen Improvisationskunst zu wahren Begeisterungstürmen führen. Kurzum
"Live – Start The Fire" bietet zeitgemäßen und begeisternden Psychedelic
Rock auf hohem Niveau... Vielleicht sollte ich mal eine der Studioscheiben aus
meinem Regal hervorholen!?!
| Trackliste: | CD1: 1. Sleep (10.00) - 2. Start The Fire (4.50) - 3. Who Do You Think We Are (4.10) - 4. Day On My Pillow (6.30) - 5. Roses (7.00) - 6. Not About Us (5.10) - 7. The Gentle Art Of Swimming (8.50) - 8. Wasted Land (5.40) - 9. Crazy Lane (4.20) - 10. Trying To Kiss The Sun (5.10) CD2:1. World Through My Eyes (11.50) - 2. Opel (6.10) - 3. Cymbaline (15.00) - 4. Welcome To The Machine (7.20) - 5. I Don't Know (4.30) - 6. Hole In The Sky (13.00) |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
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Ziemlich provokativ kommt das Cover vom SPELLBOUND-Debüt schon rüber.
Sitzen da doch tatsächlich George W. Bush bewaffnet mit einer Handgranate,
Osama Bin Laden mit einem Bündel Dollars in der Faust und der Pabst mit dem
Kruzifix in der Hand an einem Tisch. Ganz so provokativ und revolutionierend
sind die 10 Nummern auf "Incoming Destiny" allerdings nicht. Denn
erstens handeln die Texte von Verschwörungstheorien oder geheimen Technologien
und zweitens haben die Süddeutschen das Ei des Columbus nicht unbedingt neu
entdeckt, sondern bewegen sich irgendwo in einer modern angehauchten
Schnittmenge aus DESTRUCTION und KREATOR, die stellenweise melodische und
progressive Züge aufweist. Diese Attribute machen u. a. das melodisch-knifflige
und mörderisch groovende "Focus 22" oder die Thrash-Hymne "Trust
In Fire", die ungelogen das Zeug zum Klassiker hat, zu Highlights auf
"Incoming Destiny". Etwas weniger melodisch, aber genauso technisch
hochversiert erweist sich der Genickbrecher "View To Remote" oder das
tempovariable "Hate" in dem Sänger und Bassist Lennart Vocke sich
stellenweise fast die Seele aus dem Leib röhrt. Fazit: Um den Fortbestand der
deutschen Thrash-Tradition brauchen wir uns keine großen Sorgen machen, solange
es solch hoffnungsvolle Newcomer wie SPELLBOUND gibt.
| Trackliste: | 01. Sonic Departure - 02. Incoming Destiny - 03. Arrival Of The Gods - 04. The Hollow - 05. Spiritual Decline - 06. Focus 22 - 07. Trust In Fire - 08. View To Remote - 09. Hate - 10. The Human Race |
Thanks to Britta & Kerstin @ Armageddon Music
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Das Debüt von MAJESTIC VANGUARD ist eine jener Melodic Metal-Scheiben, die
trotz konstanter und intensiver Dauerbeschallung nicht wirklich einen bleibenden
Eindruck hinterlässt. Obwohl ich persönlich von dieser Musikrichtung sehr
angetan bin und die Schweden auch stets um Eigenständigkeit bemüht sind,
schaffen sie es leider nicht mich restlos zu überzeugen. Einer der wenigen
Lichtblicke ist der hymnisch-eingängige Doublebass-Knaller "Tears In
Neverland", der mit raffinierter Kombination aus folkloristischen und sphärischen
Elementen zu überzeugen weiß. Zwar spielen die verschiedensten
Folklore-Elemente auch in den anderen Songs eine wesentliche Rolle, aber
trotzdem rauscht das Material fast ohne akustischen Widerhaken am Zuhörer
vorbei. Dass "Beyond The Moon" im Endeffekt doch noch knapp über das
Mittelmass-Dasein hinauskommt, ist dem letztendlich überraschend versöhnlichen
Endspurt-Trio – bestehend aus der verspielt-druckvollen Epic-Nummer "Take
Me Home", dem erheiternden "Footprints" und der dramatisch
aufgebauten 8min-Nummer "Mystic Eye" – zu verdanken. Ob diese
Streifen am Horizont allerdings ausreichen um sich von der Veröffentlichungsflut
in diesem Genre abzuheben, wage ich leise zu bezweifeln.
| Trackliste: | 1. One Journey (intro) - 2. The Great Eternity - 3. Emotions Of A Picture - 4. Beyond The Moon - 5. Tears In Neverland - 6. The Angels Dance (instr.) - 7. Don’t Want To Be An Actor - 8. Take Me Home - 9. Footprints - 10. Mystic Eye |
Thanks to Birgitt @ GerMusica
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Gut ein Jahr ist her, als uns das Münchener Label mit seinem letzten
Balladen-Album musikalisch bestens verwöhnt hat. Wie auch auf den Vorgängern
hat das Team von MTM Music die gefühlvollsten und romantischsten Nummern ihrer
aktuellen Veröffentlichungen zusammengestellt und diese mit einigen unveröffentlichten
Appetit-Happen kommender Highlights garniert. Bei den drei brandneuen Songs
handelt es sich um TNTs starke Umsetzung des LOUIS AMSTRONG-Klassikers "
What A Wonderful World", die aufgrund des klaren kraftvollen Gesangs von
Tony Harnell eine ganz eigene bzw. ungewohnte Atmosphäre aufbaut, und das von
Mikael Erlandsson (LAST AUTUMN’S DREAM) eingehauchte "This I Promise
You", das den Zuhörer einen ausgezeichneten Vorgeschmack auf das nächste
RADIOACTIVE-Album bietet, sowie das seichte "I’ll Find My Way" vom
kommenden Solo-Album CHRIS ANTBLAD (SPIN GALLERY). Erstere zwei Nummern zählen
neben der Killerballade "Grandpa’s Chair" von JAY MILES, die auch
CHICAGO nicht besser hätten hinbekommen können, bzw. der gänsehauterregende
und verträumte "Storm Wind" von DARE zählen zu den absoluten
Highlights auf dieser Zusammenstellung. Mit SILVERs latinolastigen
"Wouldn’t You Agree", bei dem Michaela Schober mit ihrem zarten
Gesang den perfekten Gegenpart zu Gary Bardens whiskeygetränkter Stimme bildet,
und der Powerballade "A Deep Emotion" von EDGE OF FOREVER
kristallisieren sich nach einigen Durchläufen noch weitere Hochkaräter heraus.
Mit der Killernummer "Can’t Bring Me Down" (PEO) klingt diese hörenswerte
Zusammenstellung äußerst stillvoll aus. Viele große Momente für 10 wirklich
geldbeutelfreundliche Euronen.
| Trackliste: |
01.
TNT/ What A Wonderful World (forthcoming album "All The Way From The
Sun") 3:05
09. MARTIE PETERS GROUP/ Takes Some Time (recent album "Martie Peters Group") 4:58 - 10. HEARTPLAY/ Bridges Burning (recent album "Where The Deadends Meet") 4:03 - 11. RETURN/ Holy Water (recent album "Return") 4:06 - 12. NORTHERN LIGHT/ Wherever You Go (recent album "Northern Light") 4:01 - 13. EDGE OF FOREVER/ A Deep Emotion (recent album "Let The Demon Rock 'N' Roll") 5:13 - 14. NOVAK/ Carry On (recent album "Forever Endeavour") 4:40 - 15. BROKEN BLUE/ This Time (recent album "The Waiting") 4:44 - 16. PEO/ Can't Bring Me Down (recent album "Look What I've Started") 4:40 |
Thanks
to Sebastian @ MTM Music
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Review:
THE MYSTERY, eine „female fronted“ Metal-Band aus Heiligenhaus/ NRW, dürfte
Insidern bereits durch ihre beiden in Eigenregie veröffentlichten Alben
"... Where The Wind Blows"
(2002) und "Facing The Storm" (2003) bekannt sein. Nun
ist die junge Band um Frontfrau Denis Olbrich, die stimmlich zwischen der jungen
DORO (zu WARLOCK-Zeiten) und Heike Grebita (BACKSLASH) einzuordnen ist, mit
ihrem offiziellen Debüt in den Läden. Aber nicht nur stimmlich erinnert das
Material auf "Scars" an die beiden bereits genannten Bands, sondern
auch stilistisch sind THE MYSTERY nicht sonderlich weit davon entfernt. Während
der 13 Songs (inkl. Intro) wird also Heavy Metal geboten, der seine Wurzeln unüberhörbar
in den 80ern hat und mit dem Flair der heutigen Zeit abgestimmt wird. Mit dem
Opener "Vengeance Is Mine", der majestätisch-treibend durch die Gehörgänge
galoppiert, und dem stampfend-marschierenden Titeltrack oder dem fett groovenden
und hochmelodischen "Restless Heart" hat die Band einige
vielversprechende Nummern am Start, aber diesem Maßstab wird das übrige
Material leider nicht mehr ganz gerecht. Nichtsdestotrotz sollten die Fans der
oben genannten Bands das ein oder andere Ohr riskieren, denn in der Band
schlummert wirklich Potenzial.
| Trackliste: | 1. Intro - 02. Vengeance Is Mine - 03. Fading Away - 04. Scars - 05. Restless Heart - 06. Another Day In Hell - 07. 1.000.000 Light Years Away - 08. Schizophrenia - 09. Hells Gate - 10. Running From The Law - 11. Revenge - 12. Broken - 13. Wasted Kiss |
Torsten @ TTS Media Music
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Review:
Also, eigentlich habe ich damit gerechnet, dass HENNING PAULY demnächst mit
seiner seit langem angekündigten Rock-Oper "Babysteps" über den großen
Teich kommen würde, aber stattdessen überrascht der Workaholic und
Multi-Instrumentalist – einfach so zwischendurch – mit seinem zweiten
Solo-Album. Wie bereits auf seinem atemberaubenden Debüt "13 Days"
(2004) bewegt sich der Wahl-Kalifornier auch mit "Credit Where Credit Is
Due" nicht unbedingt auf progressiven Pfaden. Trotzdem ist die hier
vorliegende Scheibe kaum mit ihrem Vorgänger zu vergleichen, denn erstens hat
sich Herr PAULY diesmal mit Juan Roos (TRANSMISSION), dessen voluminöses Organ
zwischen Jouni Nikalo
(ex-ALTARIA) und Tony Hadley (SPANDAU BALLET) in etwa zuhause ist, nur einen
einzigen Sänger ins Studio geholt und zweitens präsentieren sich die neuen 13
Songs nicht nur viel moderner, effektreicher und elektronischer, sondern auch um
einiges heavier, unpolierter und kantiger. Als Kostproben solltet ihr das von
Banjo-Klängen begleitete Riffmonster "Six" oder das orientalisch
angelegte 10min-Epos "Halo", das auf dem gleichnamigen X-Box-Spiel
basiert, sowie das doomlastige "Three", das u. a. mit kontrastvollen
balladesken und akustischen Klängen eine ganz eigenartige Stimmung aufbaut, an
euer erlauchtes Ohr lassen. Obwohl ich den modernen Klänge doch relativ
aufgeschlossen gegenüberstehe, komme ich mit Songs wie dem Hardcore-lastigen
"I Like My Video Games" oder den abgespacten "©opyright
Conspiracy" nicht ganz zurecht. Aber ganz so bierernst soll man auf
"Credit Where Credit Is Due" wohl nicht alles nehmen, was durch solche
Nummer wie den spacigen Riffer "Scheißlautundhartwiedreck" und dem
dazugehörigen "Bonus" (hessisch Wörschn ohnlie!) verdeutlicht wird.
Thanks to Shawn @ ProgRock Records
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Review:
ANNA SAHLENE dürfte Fans des Eurovision Song Contests durch ihren Beitrag
"Runaway" (Platz Nr. 3 für Estland!/ 2002), der nicht nur in ihrem
Heimatland Schweden zum Hit avancierte, oder ihr Album-Debüt "It’s Been
A While" durchaus bekannt sein. Nun kommt der einstige Kinderstar aus der
Kultserie "Die Kinder Von Bullerbü" mit "Photograph"
hierzulande in die Läden. Auf ihrem zweiten Album präsentiert sich ANNA
SAHLENE nicht nur äußerst vielseitig, sondern auch deutlich rauer und erdiger
als auf besagtem Vorgänger. Egal ob Pop, Rock ("Creeps"), Funk
("Chick On The Side"), Soul ("Do Ya") oder Reggae, das
Material wirkt aufgrund der stets präsenten – wenn auch stellenweise dezenten
– Big Band-Elemente und orchestraler Arrangements wie aus einem Guss. Aus dem
mit Highlights bespickten Album drängen sich der balladeske und orchestral
untermalte Titeltrack, der unverkennbar an ELTON JOHN angelehnt ist, und die großartige
Coverversion des EURYTHMICS-Hits "Missionary Man" (ähnlich
ungefunkt würde die Nummer wahrscheinlich auch bei TINA TURNER klingen)
oder das gospellastige "Piece Of Your Love" förmlich als Anspieltipps
auf. Wobei eigentlich die lässig schlendernde und stellenweise bedrohlich
wirkende Reggae-Nummer "Mama Put Your Gun Down", "Buisness As
Usual", das mit einem Riff a la YES’ "Owner Of A Lonely Heart"
aufwartet, und die hauchzarte Piano-Nummer "Damn Good Try" zu meinen
persönlichen Favoriten gehören. Auch wenn es sich hier um kein reinrassiges
Rock-Album handelt, dürfte sich "Photograph" in gemäßigteren
Melodic Rock-Kreisen größter Beleibtheit erfreuen. Außerdem hat ANNA SAHLENE
verdammt viel Soul für eine nordische Blondine in der Stimme und im Blut!
| Trackliste: | 01. Creeps - 02. Do Ya? - 03. Feel Like A Woman - 04. Piece Of Your Love - 05. Photograph - 06. Missionary Man - 07. No No - 08. Mama Put Your Gun Down - 09. Love Don't Kill - 10. Business As Usual - 11. Chick On The Side - 12. Damn Good Try - 13. You Can Shine |
Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Southern-Rock der nicht ganz zu puristischen Art präsentieren REBEL RIDE
auf "It Is
What It Is", wobei
die Mischung aus nahezu identischen Vocals im Danny-Joe Brown Stil mit zuweilen
leicht „angejazzten“ bis countryspeed-artigen Gitarrenpassagen das
stellenweise etwas tumbe Spiel der Protagonisten wie LYNYRD SKYNYRD in Sachen
Intensität locker in den Schatten stellt.
Doch, eine authentische Mischung und kraftvolle Bluesrock-Passagen, gepaart
mit ordentlichem Hardrock-Druck, zwar manchmal etwas untight in der Einspielung,
aber alles in Allem überzeugend. Wenn jetzt noch die Produktion etwas
durchsichtiger geraten wäre....
| Trackliste: | 1. Stomp Yer Foots - 2. Gititon - 3. Tampa Bay Worksong - 4. Getting' Closer - 5. Slippin' Away - 6. The Hard Way - 7. Drop The Ball - 8. Survive |
Thanks
to Nicole @ Just For Kicks Music
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Review:
Leider
liegt mir überhaupt kein Info-Material vor, ehrlich gesagt ist es aber auch
nicht wirklich nötig. Die handwerklich und produktionstechnisch äußerst
schwache Vorstellung aus einem kruden Hardcore-Allerlei weiß weder durch
Eigenständigkeit, noch durch Druck oder Emotionalität zu glänzen.
Ein Demo, sonst nichts...
| Trackliste: | 1.
Metabolic Destruction - 2. Lord
Of Darkness |
Thanks to Alex @ Replica
Last
Update: Tuesday, 02. May 2006
created in January 2001 © by Sonny