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S.I.N/ Equilibrium
  • Band: S.I.N.
  • Albumtitel: Equilibrium
  • Spielzeit: 49:08 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Forever, Pink Cream 69
  • Veröffentlichung: 26.09.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Mit ihrem Debüt "Somewhere Into Nowhere" (2003) haben S.I.N. ein mehr als beachtliches Melodic Rock-Album veröffentlicht und somit die Latte für die zweite Scheibe ziemlich hochgelegt. Diese Messlatte scheint das Quintett aus dem Badischen mit "Equilibrium" scheinbar spielend zu überqueren. Zwar geht die Band auf ihrem neuen Album deutlich druckvoller und härter zu Werke, aber trotzdem spielen starke und eingängige Melodien immer noch eine gewichte Rolle im Sound von S.I.N.. Die härtetechnische Veränderung sind  vor allem beim gewaltigen Opener "Nail It To The Wall" und der Dampfwalze "Winding Road" auszumachen. Dem entgegen stehen melodische Glanzlichter wie zum einen das Duett "It’s Forever", in dem sich Jason Marks und Michael Voss (CASANOVA/ ex-DEMON DRIVE) stimmlich hervorragend ergänzen, oder zum anderen die Powerballade "Walk Away", die mit romantischen Acousticparts und Streicharrangements Akzente zu setzen weiß. Mit dem pulsierenden "Fight For My Life" haben die Burschen sogar eine mächtig stampfende und extrem mitreißende Stadion Rock-Hymne am Start, von der die „big names“ der Szene momentan nur träumen können. Außerdem eignen sich die Metal-Nummer "Johnny’s Running", die etwas von der Dramatik eines Musicals in sich trägt, und der melodische Groover "Nightwinds", der mit einem Wahnsinns-Riff ausgestattet ist, hervorragend als Anspielttipps. Eine sehr abwechslungsreiche Scheibe, die sowohl Melodic Rock-Freunde als auch die Melodic Metal-Gemeinde ansprechen dürfte. Mein aufrichtiges Kompliment, Herrschaften!!!

Sonny

Trackliste: 1. Nail It To The Wall - 2. One Small Voice - 3. It’s Forever - 4. Walk Away - 5. Fight For My Life - 6. The Reason - 7. Johnny’s Running - 8. Nightwinds - 9. For Getting Over Us - 10. Winding Road

Thanks to Birgitt @ GerMusica

weitere Reviews über S.I.N.
S.I.N./ Somewhere Into Nowhere
S.I.N./ Somewhere Into Nowhere (demo)
FOREVER/ Faces Of The Past


KARO/ Heavy Birthday
  • Band: Karo
  • Albumtitel: Heavy Birthday
  • Spielzeit: 46:07 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 19.09.2005
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Echt erfreulich, dass sich MTM Classix nun auch vermehrt der deutschen Hard Rock-Klassiker widmet. In diesem Monat legen sie mit KAROs "Heavy Birthday" (1988) eine der meistgesuchtesten Scheibe der hiesigen Szene neu auf. Das bisher erste und einzigste Album der Band um Sänger Lutz Salzwedel, der in den 90ern unter dem Namen DAN LUCAS zwei starke Melodic Rock-Alben ("Canada"/ "2000!") veröffentlicht hat, ist bestückt mit edlen 10 Kronjuwelen des kommerziellen und keyboardbetonten Hard Rocks. Eingängige Über-Hymnen mit Killer-Chorussen wie "Wanna Be Loved", "One Of The Kind" oder das speedige "No-Man’s Land" bleiben aufgrund ihres einzigartigen Flairs wohl für alle Ewigkeit unerreicht. Aber auch der Groover "Out Of The Line", der förmlich zum Mitgrölen einlädt, oder der Tanzboden-Stampfer "Ball Of Fire", der einen ganz zarten Hauch von SAXON versprüht, besitzen einen nahezu unwiderstehlichen Charme. Wer aber geglaubt hat, dass KARO mit den genannten Killern schon das Ende der Fahnenstange erreicht hätten, der wird allerdings von der Spritzigkeit des abschließenden Tophits "Nobody’s Fool" gänzlich geplättet sein. Ein Album, das nicht von A – Z nur rockt und mitreißt, sondern immer wieder aufs Neue begeistert. Ob allerdings die beiden Bonustracks, die uns in der Form einer schräg-relaxten Neuaufnahme bzw. einer netten Acoustic-Version von "Wanna Be Loved" kredenzt werden, als Kaufanreiz für all diejenigen, welche die hochgehandelte Originalpressung des Juwels in ihrer Sammlung wissen, ausreichen wird, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln. Wie dem auch immer sei: "Heavy Birthday" stellt in jeder noch so erlesenen Hard Rock-Sammlung das Prunkstück dar. Also zugreifen ist angesagt!!!

Sonny

Trackliste: 01. Wanna Be Loved 3,42 - 02. One Of A Kind 3,57 - 03. Still Hate To Loose 4,34 - 04. Sister Sister 4,08 - 05. Ball Of Fire 4,26 - 06. Call Of The Wild 3,51 - 07. No-Man's Land 3,26 - 08. Out On The Line 3,36 - 09. Cold Shoulder 3,51 - 10. Nobody's Fool 3,32 -11. Wanna Be Loved (new version 2005/ bonus track) 3,30 - 12. Wanna Be Loved (acoustic version/ bonus track) 3,32

Thanks to Sebastian @ MTM Music


RUSSELL ALLEN & JORN LANDE/ The Battle

Review:
Wow, da haben sich mit Russell ALLEN (SYMPHONY X) und Jorn LANDE (MASTERPLAN) zwei wirklich herausragende Sänger der härteren Zunft zu einem außerordentlichen Projekt zusammengefunden. Unter den Songwriter- bzw. Produktionsfittichen von LAST TRIBE-Gitarrist Magnus Karlsson und Anders „Theo“ Theander (u. a. PAIN OF SALVATION, LAST TRIBE und URBAN TALE) hat das Sanges-Duo zwölf Hard/ Heavy Rock-Nummern einzelebriert, die richtig melodisch, kernig und kraftvoll aus den Membranen knallen. Von gefühlvoll-spannenden Balladen ("Reach A Little Longer") über knackige Midtempo-Kost  ("Silent Rage") bis hin zu von Gitarrenwänden getragenen Melodic Rock-Hymnen ("Wish For A Miracle") deckt man mit  "The Battle" die gesamte Palette des Genres ab. Die hochkarätigsten Perlen sind der bodenerschütternde Stampfer "Come Alive", der die perfekte Symbiose auf Melodie und Härte darstellt, sowie die sphärische Hymne "Where Have The Angels Gone" und die abschließende Halbballade "The Forgotten Ones", die stellenweise stark an TEN erinnert. Fazit: Wenn zwei Ausnahmesänger gemeinsame Sache machen, ist nicht immer gleichzeitig gewährleistet, dass dabei eine klassikerverdächtige Scheibe dabei herauskommt. Im Falle von "The Battle" wird dieser Tatbestand zweifelsohne erfüllt. Hoffentlich war das nicht der letzte gemeinsame Streich der beiden Herren!

Sonny

Trackliste: 1. Another Battle - 2. Hunter's Night  - 3. Wish For A Miracle - 4. Reach A Little Longer - 5. Come Alive - 6. Truth Of Our Time - 7. My Own Way - 8. Ask You Anyway - 9. Silent Rage - 10. Where Have The Angels Gone - 11. Universe Of Light - 12. The Forgotten Ones  

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über RUSSELL ALLEN:
RUSSELL ALLEN'S ATOMIC SOUL/ Atomic Soul

weitere Reviews über JORN LANDE:
MASTERPLAN/
Aeronautics (Album Of The Month/ January 2005)


GYPSY ROSE/ Gypsy Rose
  • Band: Gypsy Rose
  • Albumtitel: Gypsy Rose
  • Spielzeit: 43:16 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Fair Warning, Bonfire, Scorpions
  • Veröffentlichung: 05.09.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Als reinrassigen Newcomer darf man GYPSY ROSE wahrscheinlich nicht mehr bewerten, denn die Band veröffentlicht zwar mit dem hier vorliegenden Album ihr Debüt, aber der schwedische Fünfer existiert – von einer 13jährigen Pause abgesehen – bereits seit 24 Jahren (!). Musikalisch scheinen die Mannen
ihren eigenen Sound zwischen typischem Schweden-Melodic Rock und melodischem Hardrock der Marke FAIR WARNING ("You Drive Me Crazy") meets BONFIRE meets SCORPIONS gefunden zu haben. Der Vergleich zu den deutschen Bands liegt nicht zuletzt im Organ von Sänger Håkan Gustafsson begründet, das irgendwo zwischen Tommy Heart, Claus Lessman und Klaus Meine beheimatet ist. Die Highlights auf einem durchgängig starken und eingängigen Album sind die Hammer-Ballade "Moonlight" und die Rock-Hymne "You’re The One", die bei Fans der SCORPS für einen erhöhte Herzfrequenz sorgen dürfte. Als weitere Appetitmacher sind das druckvoll groovende "Burning", das im Mittelteil mit leicht angefunkten Instrumental-Part aufwartet, und der oberamtliche  Stampfer "Fender 59’". Außerdem wartet "Gypsy Road" mit einer exzellenten Produktion auf, die bei Melodic Rock-Freaks der alten Schule kaum Wünsche offen lassen dürfte.

Sonny

Trackliste: 1. When You Leave At Night - 2. You Drive Me Crazy - 3. Promise To Stay - 4. Moonlight - 5. You - 6. Queen Of The Night - 7. Burning - 8. Light Up My Way - 9. Decembernight - 10. Fender 59 - 11. The Look In Your Eye - 12. Solitude (bonus track)

Thanks to Birgitt @ GerMusica


NINAUS/ Discover
  • Band: Ninaus
  • Albumtitel: Discover
  • Spielzeit: 48:16 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Schweiz
  • Vergleichbare Bands: Melissa Etheridge, Alannah Myles, Anastacia
  • Veröffentlichung: 14.09.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Obwohl NINAUS mit
"Discover" bereits ihr drittes Album abliefern, hat bisher leider noch nie ein Silberling der Schweizer den Weg in meinen CD-Player gefunden. Das mag vor allem daran liegen, dass die Band um Sängerin und Namensgeberin Gerlinde Ninaus, die mit ihrem rauen Organ irgendwo zwischen MELISSA ETHERIDGE, ALANNAH MYLES und ANASTACIA anzusiedeln ist, ihre Alben bisher nur in Eigenriege veröffentlicht hat. Wenn man sich die abwechslungsreichen 10 Nummern, die allesamt internationales Format besitzen, so zu Gemüte führt, dann kann man sich nur wundern, warum die Band nicht schon längst einen Deal bei einer geeigneten Plattenfirma an Land gezogen hat. Hört euch einfach die Songs wie den modern-sphärischen Titeltrack, der mit seinem Acoustic-Grundgerüst eine ganz besondere Atmosphäre aufbaut, oder den lässig-schleppenden Groover "Don’t You Know...?" (tolle Chöre und packende Leadgitarren) an und ihr werdet meine Verwunderung nachvollziehen können. Die absoluten Knaller sind aber der Kracher "Shut Up" (ZZ TOP meets DIE HAPPY) und das "Never Again", der fast orchestrales BON JOVI-Flair, den Soul von ANASTACIA und die mystische Aggression von DORO in sich vereint. Nicht zu vergessen das melancholische "They Don’t Care", das durchaus das Zeug zum Hit hat.
Dieses Album solltet ihr Euch unter keinen Umständen entgehen lassen!!! Bestellungen unter www.ninaus.ch

Sonny

Trackliste: 1. Impress Me - 2. The Way - 3. Discover - 4. Don't You Know - 5. Shut Up - 6. Decide - 7. Never Again - 8. Now Or Never - 9. Fly - 10. They Don't Care

Thanks to Brigitte @ B-Musik Management


GÜNTER GRÜNWALD/ Glauben Sie Ja Nicht, Wen Sie Da Vor Sich Haben

Review:
Langsam, aber sicher entwickelt sich der Kabarett-Tipp zu einer festen Einrichtung auf diesen Seiten, deshalb darf natürlich auch das aktuelle Programm von GÜNTER GRÜNWALD nicht fehlen. Unter dem Titel "Glauben Sie Ja Nicht, Wen Sie Da Vor Sich Haben" nimmt sich der Ingolstädter solchen Themen wie der übertriebenen – oft überflüssigen – Sortimentvielfalt im Ernährungsbereich, dem penetrant-aufdringlichen Gebaren von Kaufhaus-Kassiererinnen ("Kultur und Payback") oder will dem Publikum bzw. dem Zuhörer auf seine kompromisslos-ironische Art Albanien als günstige Alternative zum Luxusurlaub auf Hawaii schmackhaft machen. Außerdem nimmt er die sexuelle Ungeniertheit und Swingerclub-Mentalität unserer Mitbürger aus dem Osten gehörig aufs Korn oder warnt eindringlich vor der Höflichkeit beim Einkauf und den damit verbundenen Unzulänglichkeiten ("Swingerclub Und Presssack"). Bei diesem knackig-derben Programm bleibt zu keiner Sekunde das Auge trocken, ganz egal ob er seine perfekt anmutende Wort-, Dialekt- und Sprachenspielerei ("Das Übersetzungskästchen") zum Besten gibt oder von seiner Anziehungskraft auf Wahnsinnige z. B. im Fastfood-Restaurant und einkaufsgestressten Rentnerinnen ("Deppenmaget") erzählt. Aber auch sportliche Modeerscheinungen ("Wir Müssen Trotz Nordic Walking Sterben") oder Mütter, die ihre Kinder mit unglaublich (un)sinnigen Namen für ihr Leben strafen ("Moderne Namensgebung und Schluss"), bekommen ihr Fett weg und sogar über schier unglaubliche Schadensersatzklagen ("Kann Man Eine Domina Auf Schadensersatz Verklagen") weiß GÜNTER GRÜNWALD zu philosophieren. Während seiner derb-scharfzüngigen Seitenhiebe erweist sich die Tatsache, dass er sich selbst nicht so ernst nimmt und immer über sich selbst lachen kann ("Bonzo") als großer Pluspunkt. Fazit: Mit einem Knaller nach dem anderen, hat der Entertainer das Lustspielhaus in München zum Kochen gebracht. Kaum auszudenken was uns entgangen wäre, wenn er an diesem Tag stattdessen doch tatsächlich den Support-Slot für PHIL COLLINS ("Phil Collins") wahrgenommen hätte... wie uneigennützig

Sonny

Trackliste: 1. Das Übersetzungskästchen - 2. Phil Collins - 3. Urlaubstipp - 4. Kultur und Payback - 5. Swingerclub und Presssack - 6. Deppenmagnet - 7. Kasperltheater - 8. Kann man eine Domina auf Schadenersatz verklagen - 9. Lebenskrise - 10. Wir müssen trotz Nordic Walking sterben - 11. Moderne Namensgebung und Schluss - 12. Bonzo

Thanks to Sol @ Management & Kontakt


TOBIAS BIEDERT/ Alle Zeichen Steh'n Auf Sieg
  • Band: Tobias Biedert
  • Albumtitel: Alle Zeichen Steh’n Auf Sieg
  • Spielzeit: 42:46 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ADN/ EMG
  • Vergleichbare Bands: Die Ärzte, Lustfinger, Sportfreunde Stiller, Steinwolke, U2
  • Veröffentlichung: 05.09.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
"Alle Zeichen Steh’n Auf Sieg"... Hatten wir doch schon mal, oder? Stimmt, aber songtechnisch hat das hier vorliegende Album von TOBIAS BIEDERT nicht mehr viel mit der gleichnamigen 2002er Demo-Scheibe gemein. Lediglich der pfeilschnelle Titeltrack (1, 2, 3... Punk!) und "Reich Mir Deine Hand", das sich bassschwanger-melodisch wie ein gedämpfter U2-Schauer über den geneigten Zuhörer ergießt,  sind von damals nun – natürlich neueingespielt – zu offiziellen Debüt-Ehren gekommen. Der fulminante Opener "Dreh Dich Nicht Um", der an die härteren Momente von STEINWOLKE erinnert, hingegen stammt wie die weiteren Highlights aus der letztjährigen Single. Das wäre zum einen das hitverdächtige "Ich Möchte Popstar Sein", das der inspirationslosen „DSDS“-Gesellschaft ganz rotzig-ungeniert den Spiegel vorhält und mit feurigen Flamenco-Gitarren überrascht, sowie zum anderen das gesellschaftskritische "Nur Gespielt" und die Riffattacke "Amerika", die das sehnsüchtige Flair von grenzloser Freiheit in sich trägt. Des weiteren sind das zackige "Was Ist Bloß Passiert" und "2 Dinge" als Anspieltipps zu nennen. TOBIAS BIEDERT und seine Mannen haben hier eine Scheibe an den Start gebracht, die den zeitgemäßen Deutsch Rock ganz zwanglos mit einer ordentlich rotzigen Portion Punk und einem zarten NDW-Hauch aus den glorreichen 80ern verbinden. Mit der richtigen Promotion und ein bisschen Glück dürften für TOBIAS BIEDERT wirklich alle Zeichen auf Sieg stehen. Die musikalischen Voraussetzungen sind mit diesem starken Debüt auf alle Fälle gegeben.

Sonny

Trackliste: 01. Dreh Dich Nicht Um - 02. Ich Möchte Popstar Sein - 03. Alle Zeichen Steh'n Auf Sieg - 04. Schön - 05. Jump 'N' Run - 06. Nur Gespielt - 07. Amerika - 08. Reich Mir Deine Hand - 09. Was Ist Bloß Passiert? - 10. Der Nächste Morgen - 11. 2 Dinge - 12. Sein Weg

Thanks to Tobias Biedert

weitere Reviews über TOBIAS BIEDERT:
TOBIAS BIEDERT/
Ich Möchte Popstar Sein (MCD)
TOBIAS BIEDERT/
Alle Zeichen Steh'n Auf Sieg (Demo)


LIEDERJAN/ Spielen Sie Auch Gitarre?
  • Band: Liederjan
  • Albumtitel: Spielen Auch Sie Gitarre?
  • Spielzeit: 56:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pläne Records/ BMG
  • Vergleichbare Bands: siehe unten
  • Veröffentlichung: 12.09.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Da der letzte „Off Rock & Metal“-Tipp schon einige Monate zurückliegt, soll hier mal wieder eine Lanze für den deutschsprachigen Folk gebrochen werden, für den der Verfasser dieser Zeilen – wie dem Stammbesucher dieser Seiten nicht entgangen sein dürfte – eine kleine Schwäche hat. Da bietet sich natürlich das neueste Album der Hamburger Institution LIEDERJAN, die sich schon seit über 30 Jahren in stets wechselnder Besetzung im Geschäft halten, selbstredend dafür an. Neben dem Urgestein Jörg Ermisch (z. B. Gesang, Gitarre, Saxophon) gehören nun die Multi-Instrumentalisten Hanne Balzer (u. a. Gesang, Tuba, Keyboards) und Klaus Irmscher (Gesang, Gitarren und diverse Saiteninstrument) zum vielfältigen Trio. In eine der gängigen Schubladen lassen sich die Norddeutschen nicht drängen und somit fällt es auch ziemlich schwer den Sound der Band zu umschreiben. Während "Der Alte Glanz" sich so anhört als hätten HAINDLING und REINHARD MEY gemeinsam Sache gemacht, könnte die A Capella-Nummer auch einer musikalisch/ textlich schrägen Co-Operation von den PRINZEN und des BAYRISCH DAITONISCHEN JODELWAHNSINN entsprungen sein. Trotz seiner Herkunft lässt sich das Dreigestirn also nicht nur auf norddeutsche Folklore-Elemente ("Ik Bliev Baben", "Vör Alle Fieden/ Mudder Hansen") reduzieren, sondern es spielen auch irische ("Insel"), skandinavische (Instrumental "Pfingstfreitag In Der Probstei"), mittelalterliche und orientalische ("Große Freiheit Sieben Achtel") Einflüsse im Klangbild von LIEDERJAN eine tragende Rolle. Gelegentlich driften die Herrschaften auch in bluesige und Rock ’N’ Roll-lastige Gefilde ab, was vor allem im Opener "Speisewagen Shuffle" und "So Sind Hier Die Leute" abzeichnet. Die wohl faszinierendste Nummer hat sich die Band allerdings bis zum Schluss aufgehoben, denn in der "Alaaf-Parade" haben sie Karneval-Hits wie "Klingelingeling, Hier Kommt Der Eimer", "Mer Lasse De Dom In Kölle", "Viva Colonia" oder "Die Karawane Zieht Weiter" in die Dramatik von "Phantom Of The Opera" gepackt. Also, alles in allem ein sehr abwechslungsreiches, unterhaltsames und stellenweise schräges Album, das sich kein Fan des deutschsprachigen Folk entgehen lassen sollte.

Sonny

Trackliste: 1. Speisewagen Shuffle - 2. Große Freiheit sieben Achtel - 3. Light-Lied - 4. Ik bliv baben - 5. Der alte Glanz - 6. Insel - 7. Vör olle Tieden / Mudder Hansen - 8. Jaul und Krächz - 9. So sind hier die Leute - 10. Und die Sonne geht auf - 11. Pfingstfreitag in der Probstei - 12. Spax-Schrauben - 13. Wo de Sünn schient - 14. Alaaf-Parade

Thanks to Jochen @ Pläne Records


SHAKRA/ Fall
  • Band: Shakra
  • Albumtitel: Fall
  • Spielzeit: 48:04 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AFM Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Krokus, Gotthard, AC/DC
  • Veröffentlichung: 29.09.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Das ist es nun, das zweite Album mit Mark Fox am Mikro. Während sich beim Vorgänger "Rising" rein soundtechnisch der Sängerwechsel kaum niederschlug, macht sich schon beim ersten Durchlauf von "Fall" eine etwas ungewohnt düstere Grundstimmung im Klangbild der Schweizer bemerkbar. Aufgrund dieser Feststellung sollte man keinesfalls Rückschlüsse auf die Qualität der Scheibe ziehen, denn "Fall" stellt das wohl bisher abwechslungsreichste Album in der Geschichte von SHAKRA dar. Während das 7min "Walk On Water" ähnlich vertrackt und ausgeklügelt – aber nicht minder rotzig – wie "Trapped" auf dem Vorgänger aus den Boxen schallt, zwingen Knaller wie "Out Of Control" oder "Nightlife" den geneigten Zuhörer unweigerliche die Birne kreisen zu lassen. Die Highlights auf einer erneut überaus gelungen Scheibe sind der melodisch-affengeile Midtempo-Stampfer "Make It Alright", der mit einem klassikerreifen Refrain und starken Gitarrenpassagen aufwartet, und die endlos groovende Mitsing-Hymne "Do You Know". Während Mark Fox bei ersterer Nummer stellenweise stark an die besten Momente von BALTIMOORE-Mainman Björn Lodin erinnert, ist bei letzterer gitarrentechnisch ein hauchzarter ZZ TOP-Touch herauszuhören. Auf der anderen Seite stellen die Ballade "How Does Feels" und die abschließende Halbballade "Immortal" eine sehr romantische Auflockerung zur fast durchwegs bodenständig knallenden Kost dar. Fazit: Wo SHAKRA draufsteht ist auch hohe Qualität und SHAKRA drin, da hat sich – Gott sei Dank! – mit Album Nr. 2 nach Pete Wiedmer nicht wirklich viel geändert, auch wenn ein Album wie "Power Ride" im Moment noch knapp unerreicht bleibt. Aber was noch nicht ist, kann bekanntlich ja noch werden... oder?!?

Sonny

Trackliste: 01. Chains of Temptation - 02. Out of Control - 03. Take Me Now - 04. All Or Nothing - 05. RHow It Feels - 06. Fall - 07. Walk On Water - 08. She´s My Ecstasy - 09. Make It Alright - 10. Nightlife - 11. Do You Know - 12. Immortal - Limited Edition: 13. Too Good For Me (live) + Videotrack

Thanks to Rebecca @ AMF Records

weitere Reviews über SHAKRA:
SHAKRA/ Infected (Earcatcher/ May 2007)
SHAKRA/
My Life - My World (DVD/ CD)
SHAKRA/
Rising
SHAKRA/
Power Ride


U.D.O./ Mission No. X
  • Band: U.D.O.
  • Albumtitel: Mission No. X
  • Spielzeit: 47:25 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AFM Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Accept
  • Veröffentlichung: 29.09.2005
  • Charteinstieg: 17.10.2005 Platz Nr. 92
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Obwohl Urvieh Udo Dirkschneider durch die Live-Reunion der deutschen Metal-Institution ACCEPT in diesem Festival-Sommer mächtig eingespannt war, hat er das fortkommen des eigenen Babys U.D.O. nicht aus den Augen verloren. Auch auf der 10. Mission in Sachen Heavy Metal quälen Dirkschneider & Co. ihre eingeschworene Fangemeinde weder mit modernen Schnickschnack noch mit überraschenden Neuerungen, sondern bieten ihnen genau das, was sie erwarten und seit zehn Studioalben gewöhnt sind. Weder auf hymnische Stampfer ("Mean Streets") noch auf kompromisslose Nackenbrecher ("Shell Shock Fever") oder auf gefühlvollen Stoff wie das epische "Cry Soldier Cry" und die Ballade "Eye Of An Eagle" muss der Zuhörer verzichten. Zu meinen momentanen Favoriten gehören die amtliche Mitgröl-Nummer "Breaking Down The Border", die u. a. durch ein brandheißes Gitarrensolo besticht, und der Hammer-Groover "24/7", der bereits im Vorfeld als Single veröffentlicht wurde. Kurzum: Wer braucht ein neues ACCEPT-Studioalbum, wenn Udo Dirkschneider mit seiner jetzigen Kapelle in schöner Regelmäßigkeit derartige geile Granaten abliefert?

Sonny

Trackliste: 01. Mission No. X -  02. 24/7 - 03. Mean Streets - 04. Primecrime On Primetime - 05. Eye Of The Eagle - 06. Shell Shock Fever - 07. Stone Hard - 08. Breaking Down The Border -  09. Cry Soldier Cry - 10. Way Of Life - 11. Mad For Crazy

Thanks to Rebecca @ AMF Records

weitere Reviews über U.D.O.:
U.D.O./ Man And Machine


THE TEA PARTY/ Seven Circles
  • Band: The Tea Party
  • Albumtitel: Seven Circles
  • Spielzeit: 45:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Led Zeppelin, U2, David Bowie
  • Veröffentlichung: 26.09.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Fast vier Jahre hat es nun gedauert bis das kanadische Powertrio mit "Seven Circles" wieder ein Lebenszeichen über den Atlantik gesendet hat. Während auf dem Vorgänger "The Interzone Mantras" die Keyboards eine Hauptrolle spielten, sind sie auf der neuen Scheibe auf ein zwar stellenweise tragendes, aber songdienliches Maß reduziert worden. So kommt das Material ohne große Umwege auch ziemlich straight auf den Punkt, wie sich bereits leicht am erdigen Opener "Writings On The Wall" nachvollziehen lässt. Etwas sphärischer geht es beim folgenden Groover "Stargazer" zu, bevor man bei "One Step Closer" verspielte Klänge a la "Puttin’ On The Ritz" in einen an sich bodenständigen Rocker einfließen lässt. Als durchaus radiotauglich kristallisiert sich die melodische Midtempo-Nummer, die von zarten Streichersequenzen untermalt wird, heraus. Highlights auf "Seven Circles" sind das phasenweise orientalisch verzierte "Luxeria" und das treibende "Coming Back Again", das durchaus auf der COVERDALE/ PLANT-Scheibe seine Berechtigung gehabt hätte, sowie die wunderschöne Romantik-Ballade "The Watcher", die durch die klassischen Streichelemente in Kombination mit einer dezenten Acoustic-Gitarre eine ganz eigenartige Atmosphäre aufbaut. Sehr zu empfehlen ist auch das kraftvolle Duett "Wishing You Would Stay", bei dem Sänger/ Gitarrist Jeff Martin vom klaren Organ von Sängerin Holly McNarland unterstütz wird. Unterm Strich kommt dabei ein anspruchsvolles und intelligent produziertes Power Rock-Album heraus!

Sonny

Trackliste: 01. Writing's On The Wall - 02. Stargazer - 03. One Step Closer Away - 04. Oceans - 05. Luxuria - 06. Overload - 07. Coming Back Again - 08. The Watcher - 09. Empty Glass - 10. Wishing You Would Stay - 11. Seven Circles

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


SIEGES EVEN/ The Art Of Navigating By The Stars
  • Band: Sieges Even
  • Albumtitel: The Art Of Navigating By The Stars
  • Spielzeit: 45:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Spock’s Beard, Yes, Stevie Vai
  • Veröffentlichung: 26.09.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Ich kann’s immer noch nicht glauben, acht Jahre nachdem sich SIEGES EVEN mit "Uneven" aus der Szene zurückgezogen haben, tauchen die Gebrüder Alex (Schlagzeug/ RHAPSODY) und Oliver Holzwarth (Bass) mit Gitarrist Markus Steffen und dem neuen Sänger Arno Menses an Bord wieder überraschend auf. "The Art Of Navigating By The Stars", so der Titel der Comeback-Scheibe ist ein gutes Stück songorientierter und leichtverdaulicher als seine teilweise zu Kult-Alben gereiften Vorgänger. Einen nicht zu leugnenden Anteil an dieser Entwicklung scheint Arno Mensos zu haben, denn mit seinem Organ, dass stellenweise an Peter Gabriele (GENESIS) erinnert, erleichtert er auch dem nicht im Progressiv Rock/ Metal verwurzelten Zuhörer ungemein. Nichtsdestotrotz zeugt "The Art Of Navigating By The Stars" von bis ins letzte Detail durchdachten Kompositionen, mit denen die vier Musiker nicht nur zu jeder Sekunde die Grenzen ihres Könnens ausloten, sondern auch dem Zuhörer einiges abverlangen. Fazit: Dieses Album stellt eine äußerst anspruchsvolle und gefällige Symbiose aus Melodie, Härte,  technischer Raffinesse und instrumentalen Können dar. Dass die Produktion, für die man sich der Mithilfe von REBELLION-Kopf Uwe Lullis gewiss sein konnte, in punkto Druck und Transparenz keine Wünsche offen lässt, dürfte wohl außer Frage stehen. Welcome back!!!

Sonny

Trackliste: Intro: Navigating By The Stars 0:29 - Sequence 1: The Weight 10:13 - Sequence 2: The Lonely Views Of Condors 06:14 - Sequence 3: Unbreakable 08:59 - Sequence 4: Stigmata 08:22 - Sequence 5: Blue Wide Open 05:13 - Sequence 6: To The Ones Who Have Failed 07:26 - Sequence 7: Lighthouse 07:41 - Sequence 8: Styx 08:55

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


SILVER/ Gold
  • Band: Silver
  • Albumtitel: Gold
  • Spielzeit: 48:21 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 26.09.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Allen Unkenrufen zum Trotz feiert die Band um Michael Voss und Gary Barden mit "Gold" mittlerweile ihren 5. Geburtstag bzw. ihr fünftes Album. Zwar wird das Album titelgetreu in einer goldenen „MTM 10 Years Anniversary Edition veröffentlicht, aber bei den 10 Nummern handelt es sich nicht durchgehend um Hochkaräter. Versteht mich bitte jetzt nicht falsch, "Gold" wirklich kein schlechtes Album, aber an den Klassiker-Status der ersten beiden SILVER-Veröffentlichungen wird das aktuelle Album nicht heranwachsen können. Daran werden – so fürchte ich – auch die Highlights wie der Opener "Creep" und der SISTER OF MERCY-lastige "Joshua", der im gehobenen Midtempo vor sich herstampft, sowie "China Girl" auch nicht viel ändern können. Während die Eröffnungsnummer als handfester Rocker im mit Samples garnierten AC/DC-Gewand aus den Boxen drückt, besitzt die gesanglich leicht monotone Interpretation des DAVID BOWIE-Hits trotz stets präsenter sphärischer Elemente eine gehörige Portion Groove. Außerdem sollte man sich die melodisch-verträumte Nummer "Wouldn’t You Agree", die u. a. mit relaxten Latino-Gitarren begeistert, zu Gehör führen. Fazit: Auch wenn die Magie des selbstbetitelten Debüt und des Nachfolgers "Dream Machines" mit "Gold" nicht verbreitet wird, handelt es sich hier um ein richtig gutes Album, von dem manch andere Bands nur ein Leben lang träumen können und für das sie sogar das Familiensilber verscherbeln würden.

Sonny

Trackliste: 01. Creep 4,21 - 02. All That I Wanted 5,16 - 03. Wouldn’t You Agree 4,28 - 04. Joshua 5,23 - 05. Golden Days 4,26 - 06. Setting It Up 4,29 - 07. China Girl 5,16 - 08. Save Me 5,16 - 09. Easy 4,10 - 10. Daydream Believers 5,21

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über SILVER:
SILVER/
Addiction
SILVER/ Dream Machines


KING'S X/ Ogre Tones
  • Band: King's X
  • Albumtitel: Ogre Tones
  • Spielzeit: 52:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 26.09.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nach "Black Like Sunday" (2003), der Neueinspielung von Material aus der Pre-KING’S X-Phase und dem guten Live-Doppeldecker "Live All Over The Place" (2004) liefert die lebendige Groove-Maschine aus Springfield/ Texas mit der vorliegenden Scheibe das erste echte Studioalbum seit "Manic Moonlight" (2001) ab. Unter den 14 Nummern auf "Ogre Tones" leistet sich das Trio weder einen Ausrutscher noch einen wirklich schwachen Moment, was das Herauspicken einzelner Songs wirklich zu einem schweren Unterfangen gestaltet. Zum augenblicklichen Zeitpunkt haben es mir das relaxte "Fly", der behäbige Groover "If" oder das schwere, funkbeladene "Bebop", das mit einem extrem eingängigen Refrain begeistert und somit auf Konzerten leicht die Hütte zum Kochen bringen dürfte, besonders angetan. Während einige Durchläufe zuvor noch die gefühlvolle Acoustic-Nummer "Honesty", die sich mit hauchzarten Gesangslinie durch den Gehörgang schleicht, und "Get Away", das durchaus während einer Liebschaft zwischen AC/DC und den BEATLES entstanden sein könnte, sowie das psychedelisch angelegte 7min-Werk "Sooner Or Later" noch meine Favoriten waren. Produktionstechnisch ist auch alles vom Feinsten, denn mit Michael Wagener wussten Jerry Gaskill (Schlagzeug/ Gesang), Doug Pinnick (Bass/ Gesang) und Ty Tabor (Gitarre/ Gesang) einen echten Producer-Guru neben sich. Falls KING’S X den Kultstatus noch nicht inne haben sollten, dann sind sie mit diesem Album sicherlich auf dem besten Wege dazu, denn "Ogre Tones" ist ohne jeden Zweifel die beste KING’S X-Scheibe, die je meinen CD-Player belagert hat.

Sonny

Trackliste: 1. Alone 2:57 - 2. Stay 2:23 - 3. Hurricane 3:31 - 4. Fly 2:43 - 5. If 2:58 - 6. Bebop 4:00 - 7. Honesty 2:42 - 8. Open My Eyes 4:03 - 9. Freedom 3:21 - 10. Get Away 3:25 - 11. Sooner Or Later 7:00 - 12. Mudd 4:41 - 13. Goldilox (Reprise) - 14. Bam 2:43 - bonus track: multimedia with video Final version

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

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RICHARD ANDERSSON/ The Ultimate Andersson Collection
  • Band: Richard Andersson
  • Albumtitel: The Ultimate Andersson Collection
  • Spielzeit: 59:01 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Majestic, Time Requiem, Space Odyssey, Yngwie Malmsteen, Stratovarius
  • Veröffentlichung: 26.09.2005
  • Wertung: -

Review:
Keyboard-Wizard RICHARD ANDERSSON hat es in den letzten sechs Jahren mit seinen Bands wie MAJESTIC, TIME REQUIEM und SPACE ODYSSEY auf sechs starke – bisweilen vorzügliche – Studioalben (unter dem Banner je 2) gebracht. Also war es auch nur noch eine Frage der Zeit, wann der Ausnahmemusiker nun mit einer Best Of-Zusammenstellung aufwarten würde. Aber Herr Andersson wäre nicht Herr Andersson, wenn er nur so nebenbei eine Auswahl seiner besten Kompositionen zusammenwürfeln würde. Nein, er hat die 10 auserwählten Nummern sogar komplett neu eingespielt und sich mit Göran Edmann (ex-YNGWIE MALMSTEEN) einen Sänger geschnappt, der wie die Faust aufs Auge zum Material passt. Obwohl es bei einer derartigen Ansammlung an Highlights fast müßig ist Anspieltipps zu erwähnen, komme ich nicht umher auf einige Nummern gesondert einzugehen. Das wäre zum einen "Attar Of Roses", zu dem STRATOVARIUS-Tastenzauberer Jens Johansson ein feuriges Solo beigesteuert hat, und zum anderen die quirlig-eingängige Überhymne "Vision Of New Dawn", bei der Sven Cirnski (Bad Habit) ein atemberaubendes Solo den glühenden Saiten entfleuchen lässt. Meine momentanen Lieblingsstücke auf "The Ultimate Andersson Collection" sind der Doublebass-Hammer "Golden Sea" (Power & Melodie pur!) und der nicht weniger fetzige Finisher "Voodoo Treasure", der mit endlos geilen Keyboards/ Gitarren-Duellen besticht. Wer vom letzten YNGWIE MALMSTEEN-Album enttäuscht war oder wer mit der aktuellen STRATOVARIUS-Scheibe nicht sonderlich viel anfangen kann, der ist bei dieser außergewöhnlichen Collection allerbestens aufgehoben. Neoklassischer Melodic Metal auf allerhöchstem Niveau!

Sonny

Trackliste: 1. Time Requiem - 2. Confusicus - 3. Attar of Roses - 4. Black Moon Rising - 5. Above and Beyond - 6. Emposium - 7. Golden Sea - 8. The Rapture of Canaan - 9. Visions of New Dawn - 10. Voodoo Treasure

Thanks to Birgitt @ GerMusica

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ASTRAL DOORS/ Raiders Of The Ark (EP)
  • Band: Astral Doors

  • Albumtitel: Raiders Of The Ark (EP)

  • Spielzeit: 17:59 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood

  • Vergleichbare Bands: Dio, Black Sabbath, Deep Purple, Rainbow

  • Veröffentlichung: 26.09.2005

  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Um uns die Wartezeit auf ihr drittes Album "Astralism" zu verkürzen, präsentieren uns die Schweden um Gitarrist Joachim Nordlund mit "Raiders Of The Ark" eine 5-Track-EP, die uns zum einen mit "Far Beyond Astral Doors", "Moonstruck Woman" (70ties-Atmosphäre pur!) und "Another Day In Hell" in den Genuss der Japan-Bonustracks von "Cloudbreaker" (Japan-Edition von "Of The Son And The Father") bzw. "Evil Is Forever" kommen lässt, und zum anderen mit dem fettrockenden Titeltrack, der stellenweise sogar an BLIND GUARDIAN erinnert, einen Vorgeschmack auf das kommende Album kredenzt. Vervollständigt wird die EP durch die bisher gänzlich unveröffentlichte Nummer "Easy Rider", einem simplen und eingängigen Rocker, und dem sehenswerten Videoclip zu "Time To Rock". Da die Qualität des Materials an jene der beiden Studioalben nahtlos anschließt, ist diese EP nicht nur ein Muss für Fans der Band, sondern auch ein hervorragender Appetizer für Neu-Einsteiger.

Sonny

Trackliste: 1. Raiders Of The Ark - 2. Easy Rider - 3. Far Beyond The Astral Doors - 4. Another Day In Hell - 5. Moonstruck Woman (remixed version) - 6. Time To Rock (video clip)

Thanks to Sabine @ Locomotive Music

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ABSOLUTE STEEL/ Womanizer
  • Band: Absolute Steel
  • Albumtitel: Womanizer
  • Spielzeit: 40:59 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Black Lotus Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Sacred Steel meets W.A.S.P. meets Mötley Crüe
  • Veröffentlichung: 26.09.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nachdem die Norweger in den letzten 3 ½ Jahren mit ihrem Debüt "The Fair Bitch Project" auf so mancher Metal-Party für ausgelassene Stimmung gesorgt haben mögen, holt das Quintett nun mit "Womanizer" zum zweiten Rundumschlag aus. Auch hier haben sich ABSOLUTE STEEL mit einem gehörigen Augenzwinkern wieder sämtlicher Klischees des Genres bedient, was der Fetisch-Opener "High Heels And Fishnet Stocking", das feuchtfröhliche "Beerrun" oder die Schnacksel-Hymne "Deeper" mehr als eindeutig unterstreichen. Das Highlight auf "Womanizer" ist die triefende (Groupie-)Ballade "Jucy Lucy", die stellenweise eklatant an "Patience" von GUNS N’ ROSES erinnert. Äußerst hörenswert ist außerdem die 7minütige Opus Suite, in dem die Herren zeigen, dass sie ihre Instrumente mehr als ordentlich beherrschen. Dieses Instrumental wartet mit einem derart atemberaubenden Gitarrensolo auf, wie ich es seit ACCEPTs "Metal Heart" nicht mehr gehört habe. Im Vergleich zum Vorgänger präsentiert sich die Band auf der neuen Scheibe musikalisch etwas reifer, was sich letztendlich auch in einer etwas höheren Bewertung niederschlägt. Mein abschließender Tipp: "Womanizer" unbedingt für die nächste Party vormerken!

Sonny

Trackliste: 1. High Heels & Fishnet Stockings - 2. Beerrun - 3. Kick - 4. Rough Love (Tender Heart) - 5. Deeper - 6. Juicy Lucy - 7. Too Slow Above - 8. Deliverance - 9. Opus Suite

Moritz @ Gordeon Music

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FOREVER SLAVE/ Alice's Inferno
  • Band: Forever Slave
  • Albumtitel: Alice’s Inferno
  • Spielzeit: 54:08 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Theatre Of Tragedy, Therion, Lacuna Coil
  • Veröffentlichung: 26.09.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Aus dem spanischen Gothic Metal-Underground hat sich mit FOREVER SLAVE eine Band hervorgetan, welche die Szene nicht unbedingt revolutioniert, aber doch stellenweise Akzente zu setzen weiß. Ihre Mischung aus klassischen und orchestralen Elementen, für die Violinist Ignacio und Keyboarder Leal verantwortlich sind, mit Gothic/ Romantic und Black Metal erinnert wohl am ehesten an die früheren Tage von THEATRE OF TRAGEDY. Gelegentlich wird diese harte und dramatisch-romantische Melange sogar mit dem Bombast RHAPSODYscher Schule veredelt. Leider ist der klare hohe und stellenweise engelhafte Gesang der Sopranistin und Künstlerin Lady Angellyca, die kurioserweise in einer Nonnenschule Kunst unterrichtet, phasenweise etwas kraftlos, was folglich auch etwas auf Kosten der Durchschlagskraft geht. Daran vermögen auch die mächtig-rauen und brutalen Grunts bzw. Growls von Drummer Edward, die sich als äußerst kontrastreich erweisen, nicht mehr viel zu ändern. Nichtsdestotrotz ist "Alice’s Inferno", dessen Konzept auf Dantes „Göttlicher Komödie“ bzw. auf „Alice In Wunderland“ (Lewis Carroll) beruht, eine gute Scheibe geworden. Nur mangelt es dem Material eben etwas an den wiedererkennbaren Ecken und Kanten, die das Septett durchaus setzen kann wie Songs im Kaliber von "Reminiscences", das wie ein melancholisch-erfrischender Regenschauer auf den Zuhörer niederprasselt, und das romantisch-bombastisch gebettete "In The Forrest" verdeutlichen. Außerdem erweist sich das Wechselspiel zwischen englischer und spanischer Sprache als äußerst geschickter Schachzug. Produktionstechnisch gibt es nichts zu mäkeln, da METALIUM-Mastermind Lars Ratz die Südländer unter seine Fittiche nahm. Man darf gespannt abwarten wie sich die Band weiterentwickelt.

Sonny

Trackliste: 1. Lunatic Asylum - 2. Reminiscences - 3. In The Forest - 4. Equilibrium - 5. The Circles Of Tenebra - 6. Dreams And Dust - 7. Aquelarre - 8. Across The Mirror - 9. Tristeza - 10. The Letter

Thanks to Britta & Kerstin @ Armageddon Music


AINA/ Living In A Boy's World
  • Band: Aina
  • Albumtitel: Living In A Boy’s World
  • Spielzeit: 60:13 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Annica, Bonnie Tyler, Robin Beck, Doro, Lisa Dalbello, Fiona
  • Veröffentlichung: 19.09.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Nein, keine Angst, hier handelt es sich nicht um eine Fortsetzung der etwas spannungslosen Symphonic Metal-Oper ("Days Of Rising Doom") aus dem Jahre 2003. Vielmehr ist ANIA die dritte Perle des „female fronted“ Melodic Rock aus skandinavischen Breiten, die MTM Classix nun nach den Re-Releases von ERIKA und ANNICA wiederentdeckt hat. Obwohl der Opener "Rocks Off" voll nach vorne abgeht und "I Must Be In Love" ordentlich groovt, ist die 1988 erstmals veröffentlichte Scheibe eher der gehobenen Pop Rock-Ecke zuzuordnen. Dieser Eindruck wird nicht zuletzt durch Hammer-Balladen wie "Believe In Me" (geschrieben von Paul Janz) und "I Need To Know", die beide in BONNIE TYLER meets ROBIN BECK-Manier aus den Boxen schmelzen, mehr als eindrucksvoll unterstreichen. Des weiteren hat STAGE DOLLS-Sänger Torstein Falkne seiner Landsfrau damals mit "You Baby You" eine wahre Liebeshymne auf den Leib geschrieben. Auch die gefühlvolle Midtempo-Nummer "Love Forever Story", bei der ihr damaliger Lebengefährte James Christian (HOUSE OF LORDS) die Finger mit im Spiel hatte, und der röhrende Stampfer "Pleasure & Pain" laufen verdammt flott ins Ohr. Highlights tummeln sich auf "Living In A Boy’s World" also zuhauf. Nichtsdestotrotz befinden sich unter der handvoll Bonustracks mit "Save Me Father", "Too Good To Be True" und "If I Can’t Have You" erfreulicherweise drei Nummern, die locker an die Qualität der bereits aufgeführten Hochkaräter herankommen. Während der erste Bonustrack die Melancholie eines Lenny Wolfs (KINGDOM COME) und das stimmliche Flair von Doro in sich trägt, erinnert "Too Good To Be True" in angenehmer Weise an die härteren Momente von LISA DALBELLO. Ein Muss für alle Melodic Rock-Fans, die auch nichts gegen gute 80er Pop Rock-Momente einzuwenden haben.

Sonny

Trackliste: 01. Intro (0:25) - 02. Rocks Off (4:23) - 03. I Must Be In Love (3:52) - 04. Believe In Me (4:45) - 05. Shot Down In Flames (3:33) - 06. You Babe You (3:55) - 07. Living In A Boy’s World (3:58) - 08. A Love Forever Story (4:08) - 09. I Need To Know (4:00) - 10. Pleasure & Pain (4:14) - 11. Save Me Father (4:33) (unrel. bonus track) - 12. It’s Raining It’s Pouring (4:33) (unrel. bonus track) - 13. Too Good To Be True (4:30) (unrel. bonus track) - 14. If I Can’t Have You (4:23) (unrel. bonus track) - 15. Shake You Good (4:23) (unrel. bonus track)

Thanks to Sebastian @ MTM Music


DOOMFOXX/ My Beautiful Friends (CD-Single)
  • Band: Doomfoxx
  • Albumtitel: My Beautiful Friends (CD-Single)
  • Spielzeit: 8:34 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: AC/DC, Roses Tattoo, Guns N’ Roses
  • Veröffentlichung: 19.09.2005
  • Wertung: -

Review:
Nachdem uns im Juni mit der Single "Piece Of Me" bereits der erste Vorbote auf das Debüt der Australier kredenzt wurde, folgt nun mit "My Beautiful Friends" die nächste Kostprobe. Während die erste Single knackig-wilde Riffkost bot, zeigt sich die Band um den ehemaligen ROSE TATTOO-Gitarristen Mick Cocks beim hier vorliegenden 2-Tracker von der emotional gefühlvolleren Seite. In dieser Nummer fühlt man sich einerseits an die frühen Tage von AC/DC erinnert, anderseits lassen sich auch Parallelen zu den balladesken GUNS N’ ROSES-Momenten ziehen. Warum man allerdings den Titeltrack der ersten Single, der stellenweise an den rotzigen ALICE COOPER erinnert, hier sozusagen als B-Seite nochmals verwendet hat, erschließt sich mir allerdings nicht ganz. Wie dem auch sei, die Mucke ist jedenfalls affengeil und macht verdammt nochmal Appetit auf mehr. Also, sollte es DOOMFOXX gelingen ein ganzes Album in dieser Unbekümmertheit, Coolness und Qualität einzuzocken, dann erwartet die Fans der obengenannten Bands eine dreckige und raue Scheibe, wie sie ihnen selten zu Ohren gekommen ist.

Sonny

Trackliste: 1. My Beautiful Friends - 2. Piece Of Me

Thanks to Britta & Kerstin @ Armageddon Music

weitere Reviews über DOOMFOXX:
DOOMFOXX/ Doomfoxx (Newcomer-Tipp/ October 2005)


PAGANINI/ Resurrection
  • Band: Paganini
  • Albumtitel: Resurrection
  • Spielzeit: 47:36 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: PaZouZou Records/ MusicBuyMail.com
  • Vergleichbare Bands: Paganini mit den unterschiedlichsten Einflüssen
  • Veröffentlichung: 19.09.2005
  • Wertung: 7,5/ 10


Review:
Nein,
"Resurrection" ist nicht der echte Nachfolger zur Comeback-Scheibe "Esoterrorism", die seitens der Presse eigentlich sträflich vernachlässigt wurde, sondern vielmehr – wie der Titel vielleicht schon erahnen lässt – die Wiedergeburt von acht PAGANINI- bzw. drei VIVA-Klassikern im teils ziemlich modernen, stellenweise auch sehr traditionsbewussten Soundgewand. Obwohl derartige Alben eigentlich immer einen faden Nachgeschmack hinterlassen, bildet "Resurrection" die vielzitierte Ausnahme der Regel, denn was Sänger Marco Paganini und sein Producer ZouZouMamoux anfassen hat einfach Hand und Fuß. So knallen z. B. seine Solo-Charterfolge "It’s A Long Way To The Top" oder "Berlin By Night" richtig fett rockend und rotzig in AC/DC meets MOTÖRHEAD-Manier (gepaart mit einer Prise Punk) aus den Boxen, während die beiden Balladen "Screaming For Love" und "Time" auf sphärischen Loops/ Samples und orchestralen Arrangements gebettet werden. In vielen Fällen lassen sich die Originale nur noch am Text erkennen, was durchaus für eine raffinierte Umsetzung spricht. Außerdem spielt die Tatsache, dass die Alben mit den Originalaufnahmen nur noch schwerlich zu bekommen sind, der Daseinsberechtigung von "Resurrection" regelrecht in die Karten. Sicher dürfte Marco PAGANINIs Reibeisen-Organ, an dem auch der Zahn der Zeit nicht ganz spurlos vorrübergegangen ist, nicht jedermanns Sache sein, trotzdem ist "Resurrection" meines Erachtens nicht nur eine recht interessante Sache für Kenner, sondern durchaus auch lohnenswert für Neueinsteiger!

Sonny

Trackliste: 01. Little Rock Tonight - 02. Bastard - 03. Screaming For Your Love (orchestral) - 04. Weapon Of Love - 05. It's A Long Way To The Top - 06. Time - 07. Falling In Love - 08. Don't Let Me Down - 09. Berlin By Night - 10. Spending Money - 11. Break It Up - 12. Screaming For Your Love - 13. Little Rock Tonight (revenge mix)  

Thanks to Pierre @ Paganini Management

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PAGANINI/
Esoterrorism


PHILIP BARDOWELL/ In The Cut
  • Band: Philip Bardowell
  • Albumtitel: In The Cut
  • Spielzeit: 43:49 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Unruly Child, Suriviour, Stan Bush, Foreigner
  • Veröffentlichung: 19.09.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Spätestens seit der dritten UNRULY CHILD-Scheibe "UC III" (2002) dürfte PHILIP BARDOWELL in der Melodic Rock-Szene seinen Stammplatz haben. Dieser Tage kommen wir mit "In The Cut" nun in den Genuss seines zweites Solo-Albums. Im Gegensatz zum Vorgänger "In A Perfect World...", der etwas poplastiger ausgefallen war, zielt das zu besprechende Werk mehr in leicht moderner Manier (Titeltrack) in die Melodic Rock-Richtung der oben genannten Bands. Für "In The Cut" hat er sich – neben zwei Eigenkompositionen – u. a. von STAN BUSH oder Jim Peterik (PRIDE OF LIONS/ ex-SURVIVOR) acht Melodic Nummern auf den Leib schreiben lassen. Besonders beeindruckend sind die Hammer-Ballade "I Gotta Believe" und die Hymne "Heart Of Hero", bei denen der Zuhörer unweigerlich von der typischen Magie eines STAN BUSHs erfasst wird. Zwar kommen das eingängige "Dreamin’ With My Eyes Are Wide Open" und die pianodominante Nummer "Voice Of The Heart" (beide Jim Peterik) nicht ganz an die Extraklasse der beiden STAN BUSH-Nummern heran, aber nichtsdestoweniger gehören sie zu den Highlights auf einer ansonst recht netten Melodic Rock-Scheibe.

Sonny

Trackliste: 1. In The Cut - 2. Through My Eyes - 3. Heart of A Hero - 4. I Gotta Believe - 5. She Will Never Know - 6. Never Too Late For Love - 7. It's A Long Road - 8. One Day In January - 9. Dreamin' With My Eyes Wide Open - 10. Voices Of The Heart

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


EXPOSED TO NOISE/ A Reference To Desolation
  • Band: Exposed To Noise
  • Albumtitel: A Reference To Desolation
  • Spielzeit: 42:33 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: STF Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 19.09.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Eigentlich kann ich als traditionell verwurzelter Hard Rock-/ Heavy Metal-Fan nicht sonderlich viel mit Strömungen wie Emo, Hardcore, Alternative oder dem momentan so angesagten NuMetal anfangen. Doch der Soundmix von EXPOSED TO NOISE überrascht – trotz seiner Aggressivität – mit traditionell angelegten Metal-Elementen und trägt zu dem noch jede Menge eingängiger Melodien in sich. Großen Anteil an den Harmonien zwischen den teilweise doch grundsätzlich unterschiedlichen Spielarten hat das Organ von Sänger Stefan Hüsing, der sich stellenweise nicht nur die Lunge aus dem Leib gröhlt und screamt, sondern mit seinem geschmeidig-kraftvollen Gesang eine gewisse Gelassenheit ausstrahlt. Zudem verfeinert das Sextett sein grollendes Riff-Gewitter gelegentlich mit CUREscher Lethargie (im positiven Sinn), die sich vor allem in "Spin" oder "Silhoutte" ausbreitet. Zwar bekehren mich die Westfalen mit ihrem Debüt "A Reference To Desolation" nicht zum Anhänger der eingangs genannten Spielarten, aber Songs wie "Rise Above", das mit dem Groove bzw. dem Rhythmus einer rasenden Dampflokomotive durch die Boxen stampft und durch gekonnte Tempowechsel Akzente zu setzen weiß, oder das mit Scratches aufgelockerte "Road ∏" sorgen dafür, dass die Scheibe nicht zum letzten Mal im Schacht meines CD-Players rotieren wird.

Sonny

Trackliste: 1. Everything Dies - 2. Destination Unknown - 3. Ghosts - 4. Crashdown - 5. Tincture To Spill - 6. Spin - 7. Road - 8. Silhoutte - 9. Alone - 10. Fate - 11. Rise Above - 12. Outro

Thanks to Gaby @ STF-Records


PINK FLOYD/ In Their Own Word - Reflections On "The Wall" (DVD)
  • Band: Pink Floyd
  • DVD: Reflections On The Wall – DVD
  • Spielzeit: über 2 Std.
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Classic Rock Direct LTD./ UK-Import
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 19.09.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
In einem höchst aufwendigen Doppel-DVD-Buch mit hochwertigem Booklet kommt die Ausgabe "Reflections On The Wall" von PINK FLOYD daher. Allerdings handelt es sich nicht wie mittlerweile üblich um einen Live-Mitschnitt eines Konzertes, vielmehr werden in den 2 DVDs ausschließlich Kommentare von Journalisten, Produzenten und Selbsteinschätzungen der einzelnen Musiker feil geboten. Teils recht informativ, teilweise recht subjektiv werden die verschiedenen Teile wie Konzept, Umsetzung und Entstehung des 1979 uraufgeführten, gigantischen Bühnenspektakels analysiert und interpretiert. Zudem gibt ein paar unspektakuläre Tribute-Band-Interpretationen einiger "Wall"-Titel. Der Live-Show folgte seiner Zeit der gleichnamige Kinofilm mit Bob Geldorf in der Hauptrolle, ein Film, dessen Kritiken von „herausragend“ bis hin zu „überlanger Videoclip“ reichten. Für Fans dürfte allein schon die sehr schöne Verpackung eine echte Bereicherung darstellen, in meinen Augen ist das o.g. Produkt leider jedoch eine unzureichende Ausnutzung der komplexen Möglichkeiten von 2 kompletten DVDs. Hier hätte man dem Fan mehr Material bieten können, es könnte jedoch auch an der rechtlichen Lage liegen, dass man nicht mehr Material lizenziert bekommen hat, liegen doch die Grossteile aller Audio- und Video-Nutzungsrechte bei der Mutterfirma EMI.

Ironfinger

Thanks to Classic Rock Direct

weitere Reviews über PINK FLOYD:
PINK FLOYD/ London 1966/ 1967
PINK FLOYD/  Inside - A Critical Review 1967 - 1996 (DVD) (Guest-Review)


ANUBIS GATE/ A Perfect Forever
  • Band: Anubis Gate

  • Albumtitel: A Perfect Forever

  • Spielzeit: 49:08 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood

  • Vergleichbare Bands: Morgana Lefay, Space Odyssey

  • Veröffentlichung: 19.09.2005

  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Mit ihrem Debüt ("Purification") konnten mich die Dänen im April letzten Jahres nicht wirklich vom Hocker reißen. Dies gelingt der Band um Bandkopf Jesper M. Jensen (Gitarren, Bass, Keyboards) auch mit ihrem zweiten Album nur bedingt. Zwar lässt ANUBIS GATE mit dem tempovariablen und abwechslungsreichen Opener "Sanctified", der mit richtig eingängigen Chören ausgestattet ist, gleich zu Beginn richtig aufhören, aber schon mit dem folgenden "Kingdom Come", das reichlich schräg aus den Boxen stampft, verfällt man – trotz aller instrumentalen Fähigkeiten – in ähnlich spannungslose Strickmuster wie beim eingangs erwähnten Erstling. Hingegen zeigt die Band anhand der Ballade "Curfew", in der Sänger Hendirk Fevre stellenweise an Andi Deris (HELLOWEEN) erinnert, oder "Epitome", das äußerst gekonnt zwischen mörderischen Grooves, progressiven Elementen und hauchzarten Acoustic-Parts hin- und herpendelt, dass sie durchaus in der Lage ist den Zuhörer mitzureißen. Highlight der Scheibe ist unbestritten der abschließende Titeltrack, denn dieses 12min-Epos vereint sämtlich Spielarten der Band zu einem kleinen Meisterwerk. Auch wenn es für die Dänen noch ein steiniger Weg bis zur Spitze des Metal-Olymps ist, muss man abschließend ANUBIS GATE eine ordentliche Portion Weiterentwicklung bestätigen.

Sonny

Trackliste: 1. Sanctified - 2. Kingdom Come - 3. Future Without Past - 4. Curfew - 5. Children Of The Pauper King - 6. Approaching Inner Circle - 7. The Wanton Blades Of Lust - 8. Epitome Of Delusion - 9. Endless Grief - 10. A Perfect Forever

Thanks to Sabine @ Locomotive Music

weitere Reviews über ANUBIS GATE:
ANUBIS GATE/ Andromeda Unchained (Surprise Of The Month/ August 2007)
ANUBIS GATE/
Purification


XCARNATION/ Grounded
  • Band: Xcarnation
  • Albumtitel: Grounded
  • Spielzeit: 47:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: - 
  • Veröffentlichung: 19.09.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Hinter XCARNATION verbirgt sich Cenk Erogul, der sich in seiner türkischen Heimat schon seit Jahren einen respektablen Namen als Gitarrist, Komponist und Produzent gemacht hat. Mit seinem neuen Projekt, für das der Sänger und Multi-Instrumentalist u. a solch prominenten Gäste wie KIP WINGER (Gesang, Bass, Acoustic-Gitarre) Rod Morgenstern (Schlagzeug, ex-WINGER/ DIXIE DREGS) und den momentanen WHITESNAKE-Gitarrist  Reb Beach (ex-WINGER) für sich gewinnen konnte, hat er modernen progressiven Heavy Rock und Industrial westlicher Prägung mit traditionell-orientalischen Elementen und Instrumenten in ein mit  Samples und Effekten wallendes Soundgewand gekleidet. So exotisch wie diese Mischung anmutet, so schwer fällt es auch den richtigen Zugang zu "Grounded" zu bekommen. Den bleibendsten Eindruck hinterlassen die Ballade "Without You" und das pulsierende "The Reason To Believe", das Cenk Erogul und Kip Winger im Duett singen. Wobei die wunderschöne – von Streichern untermalte – Semi-Acoustic-Ballade fast aus den Songwriting-Sessions zu den beiden letzten KIP WINGER-Album stammen könnte. Der Rest – abgesehen vom gärenden Groover "Desperately Sad" – klingt doch reichlich strange  bzw. abgefahren und zielt somit auch voll an der üblichen Klientel des italienischen Labels total vorbei.

Sonny

Trackliste: 1. Personal Antichrist - 2. Everlasting - 3. Without You - 4. Desperately Sad - 5. Reason To Believe - 6. Lucky Day - 7. Take A Deep Breath - 8. Coma White - 9. Willing To Wait - 10. Pictures

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


SEARING I/ BloodShred
  • Band: Searing I
  • Albumtitel: BloodShred
  • Spielzeit: 42:33 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Black Lotus Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Defleshed, The Haunted
  • Veröffentlichung: 19.09.2005
  • Wertung: 4,5/ 10

Review:
Ich bin zwar weder Thrash- noch Death Metal-Experte, aber dass sich SEARING I auf ihrem Debüt nicht gerade mit Ruhm bekleckern, soweit reichen meine Kenntnisse dann doch gerade noch aus. Zwar knüppeln und grölen die Schweden auf "BloodShred" alles pfeilschnell und gnadenlos nieder, aber den Zuhörer vermögen sie dabei nicht sonderlich zu beeindrucken. Das Material ballert größtenteils zu farblos aus den Lautsprechern und nur ganz selten gelingt es dem Fünfer sich von seiner Monotonie zu befreien. Lediglich der Midtempo-Kracher "The Gift/ Curse" und die fetzige Thrash-Hymne "I Won’t Forgive" (unter 14 Nummern!) wissen sowohl durch instrumentale Fingerfertigkeit, als auch durch pfiffige kompositorische Brutalität zu überzeugen. Ehrlich gesagt: Verdammt wenig um sich an Bands wie THE HAUNTED oder DEFLESHED zu messen.

Sonny

Trackliste: 1. Empty Threats - 2. Tons Of Hate - 3. The Gift/ Curse - 4. A Treacherous Ride - 5. Head First - 6. Born Dying - 7. The Man I've Known As Me - 8. Burn Alive - 9. I Won't Forget - 10. Vision Within - 11. Life Surreal - 12. True Identity - 13. Downfall - 14. I Please My Hunger

Moritz @ Gordeon Music


PHILIP SAYCE/ Peace Machine
  • Band: Philip Sayce
  • Albumtitel: Peace Machine
  • Spielzeit: 71:00 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: www.philipsayce.com/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Hendrix meets King’s X
  • Veröffentlichung: 13.09.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Eine wirklich hörenswerte Scheibe hat PHILIP SAYCE mit
"Peace Machine" abgeliefert. Sehr energetisch, sehr authentisch, mit einer gehörigen Portion HENDRIX-Sixties-Pentatonik-Feel und leichten Adaptionen in Sachen KINGS’S X Vocal-Lines weiß das Album auf breiter Linie zu überzeugen. Zudem sind echte handwerkliche Größen wie z.B. Kanny Aronoff am Schlagzeug mit von der Partie. Wem JIMI HENDRIX, STEVIE RAY VAUGHAN und JEFF HEALEY zusagen ist hier bestens aufgehoben.
Ein echter Geheimtipp!!!

Ironfinger

Trackliste: 1. One Foot In The Grave - 2. Save Me From Myself - 3. Slipaway - 4. Powerful Thing - 5. Angels Live Inside - 6. Dream Away - 7. Sweet Misery - 8. Blood On Your Hands - 9. Cinnamon Girl - 10. Over My Head - 11. Alchemy - 12. All I Want - 13. Morning Star - 14. Peace Machine

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


JEE HARVEY & THE OSWALDS/ Three Bullets In The Mainstream
  • Band: Lee Harvey & The Oswalds
  • Albumtitel: Three Bullets In The Mainstream
  • Spielzeit: 49:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: STF Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands: gut Frage J
  • Veröffentlichung: 12.09.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Es hat nun schon viel schräges und stranges Zeug meinen CD-Schacht zum Qualmen gebracht, aber was LEE HARVEY & THE OWALDS auf ihrem Debüt abliefern, ist wohl mit Abstand das abgefahrenste was mir bisher zu Ohren gekommen ist. Die achtköpfige Band aus München bekommt doch glatt eine musikalische Gratwanderung gebacken, die vom Rock und Metal über Reggae, Funk und Jazz bis hin zum Rhythm ’N’ Blues und Rockabilly (BRIAN SETZER und sein Orchester lassen grüßen) mit so ziemlichen allem überrascht, was man sich vorstellen bzw. nicht vorstellen kann. Ja sogar vor Black/ Death Metal- ("Napkin Polka") oder Thrash-Elementen ("Carnage") – denen man ganz raffiniert kontrastreiche Bläser- ("Crawling") und Progressiv-Parts entgegensetzt – macht die skurrile Mannschaft nicht halt. Obwohl diese Art von Musik „not my cup of tea“ ist, finde ich gerade den vielschichtig-fetzigen Opener "Railgun" (Highlight!) und "Fat Fred", in dem mich Sänger Fred an MOTÖRHEAD-Warze Lemmy erinnert, sowie das mit extremen Tempowechseln durchsetzte (Fast-)Instrumental "11811" ziemlich beeindruckend. Falls ihr von euch gedacht habt, es gibt nichts mehr, was euch als hartgesottener Fusion-Freak noch vom Hocker reißen könnte, dann ist "Three Bullets In The Mainstraim" haargenau der richtige Stoff für euch.

Sonny

Trackliste: 1. Railgun - 2. Napkin Polka - 3. Fat Fred - 4. Devil Tune - 5. Blizzard - 6. Carnage - 7. 11811 - 8. Crawling - 9. H. Song (bonus track)

Thanks to Gaby @ STF-Records


MELODIC MELTDOWN/ The Missing Link (CD-Single)
  • Band: Melodic Meltdown

  • Albumtitel: The Missing Link

  • Spielzeit: 10:08 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Dänemark

  • Vergleichbare Bands: -

  • Veröffentlichung: 10.09.2005

  • Wertung: 3/ 10

Review:
War das Debüt von 2003 noch ein einziges musikalisches Desaster, haben
MELODIC MELTDOWN einen leichten Sprung nach vorne gemacht. Zwar ist das vorliegende Demo (was sonst soll eine CD mit 2! Titeln sein?) immer noch weit davon entfernt den Ausdruck „Produktion“ im Raum stehen zu lassen, aber handwerklich haben die Jungs sich dann doch schon weiter entwickelt. Positive Entwicklungen sollte man dann auch immer entsprechend würdigen, daher diesmal die dreifache Punktzahl.

Ironfinger

Trackliste: 1. What I Forgot - 2. Virulence

Thanks to Michael @ Melodic Meltdown

weitere Reviews über MELODIC MELTDOWN:
MELODIC MELTDOWN/ Second Skin


DELTA MOON/ Howlin'
  • Band: Delta Moon
  • Albumtitel: Howlin’
  • Spielzeit: 43:26 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Delta Moon Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Boggie Stuff, ZZ Top (mit Female-Vocals)
  • Veröffentlichung: 07.09.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Auf seinem mittlerweile dritten Studioalbum "Howlin’" präsentiert der 1990 gegründete Fünfer recht erfrischenden Swamp Blues, der mit einer wohlwollenden Portion Country ("Higher Ground") und ordentlichen Southern Rock ("Midnight Train") angereichert wird. Unter den 11 Nummern krallen sich vor allen Dingen der kernige Groover "You Don’t Have To Go", bei dem Instrumentierung und der unaufdringlich zarte Gesang von Kirstin Markiton sich wunderbar ergänzen, oder das lässig swingende "Must Be Lonley", bei dem die Sängerin im Refrain vom rauchigen Organ von Tom Gray (Slide-Gitarre/ Piano) kontrastreiche Unterstützung erfährt. Auch das röhrende, leicht angefunkte "Blue Highway" oder der rotzig-schräge Stampfer "Let Tomorrow Be" steht der Eingängigkeit und der Qualität bereits genannter Songs nicht in geringster Weise nach. Trotz aller Euphorie, die der Großteil des Materials verbreitet, muss man zugeben, dass es manchen Nummern ein bisschen an der nötigen Portion Pfeffer im Hintern mangelt. So bleibt unterm Strich ein gutes, aber nicht unbedingt berauschendes Album.

Sonny

Trackliste: 1. You Don't Have to Go - 2. Higher Ground - 3. Must Be Lonely - 4. Midnight Train - 5. Put Your Arms Around Me - 6. Low Country Boil - 7. Officer - 8. Blue Highway - 9. Tiltawhirl - 10. Let Tomorrow Be - 11. Lovin' in the Moonlight

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


STRATOVARIUS/ Stratovarius
  • Band: Stratovarius
  • Albumtitel: Stratovarius
  • Spielzeit: 49:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mayan Records/ Sanctuary Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: käme fast einer Majestätsbeleidigung gleich ;-)
  • Veröffentlichung: 05.09.2005
  • Charteinstieg: 19.09.2005 Platz Nr. 58
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Wenn mir vor gut einem Jahr irgendjemand gesagt hätte, dass wir in absehbarer Zeit ein neues Album von STRATOVARIUS in ihrer Stammbesetzung serviert bekommen, den hätte ich wohl ohne mit der Wimper zu zucken als unverbesserlichen Phantasten bezeichnet. Aber nach all den physischen und psychischen Tiefen, die Bandleader/ Gitarrist Timo Tolkki in jüngerer Vergangenheit durchgemacht hat, hat er nun wieder die einst geschassten Mitstreiter wieder ins Boot geholt und eine Scheibe eingespielt, die man in dieser Form von der finnisch/ schwedisch/ deutschen Arbeitsgemeinschaft nicht erwartet hätte. Ganz ohne die gewohnt heftigen Doublebass-Salven, ohne die dominanten Keyboard-Wirbel - die sich mit Tolkkis Gitarren duellieren – und fast ohne neoklassische/ symphonische Note (z. B. stark reduzierte Chöre) kommt das Quintett auf ihrer selbstbetitelten Scheibe aus. Stattdessen überraschen sie uns mit immer noch wuchtiger Schlagzeug-Arbeit (Kompliment Herr Michael), knackigen – beinahe erdigen – Gitarren, dezenten Keyboards und starkem Gesang in (fast) durchgehend mittlerer Tonlage verpackt in gedrosselten Tempo und einem recht modernen/ sphärischen Soundgewand. Wunderschön sind auch die klassisch/ orchestralen Instrumental- und Gesangsparts in
"Back To Madness", die der Nummer – gepaart mit schweren Grooves – eine gewisse Tiefe und Dramatik verleiht, oder der Stampfer "Love The Tribe", in dem sich Timo Kotipelto in der Dimension eines Michael Kiskes (ex-HELLOWEEN, SUPARED) bewegt. Die Höhepunkte auf der überraschend starken Scheibe sind die Single "Maniac Dance", die wahrscheinlich so manchen Tanzboden zum Beben bringen dürfte, sowie der Kracher "Fight!!!", der wohl am ehesten an frühere Taten erinnert, und die folklastige Ballade "The Land Of Ice And Snow", die mit einem ordentlichen Augenzwinkern eine Huldigung an Finnland darstellt. Außerdem hat "United", das unverkennbar einen MANOWAR meets HELLOWEEN-Touch besitzt, das Zeug zur neuen Band-/Live-Hymne zu reifen. Das wohl mit Abstand überraschendste Werk von STRATOVARIUS!!! Bleibt abschließend nur noch zu hoffen, dass uns die Band in dieser Besetzung und Verfassung noch sehr lange erhalten bleibt. Gell, Herr Tolkki ;-)

Sonny

Trackliste: 1. Maniac Dance - 2. Fight!!! - 3. Just Carry On - 4. Back To Madness - 5. Gypsy In Me - 6. Götterdammerung (Zenith Of Power) - 7. The Land Of Ice And Snow - 8. Leave The Tribe - 9. United

Thanks to Oliver @ s2marketing

weitere Reviews über STRATOVARIOUS:
STRATOVARIUS/ Elements Pt. 2
STRATOVARIUS/
Intermission


CHRISTIAN COLLIN AND MOLASSES/ Molasses Disaster
  • Band: Christian Collin And Molasses
  • Albumtitel: Molasses Disaster
  • Spielzeit: 41:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: C-Train Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: „Blues Brothers goes Rock“
  • Veröffentlichung: 01.09.2005
  • Wertung: 6,5/ 10


Review:
Yeah, es groovt, was der amerikanische Gitarrist
Christian Collin auf "Molasses Disaster" abliefert. Klassischer Detroit-Bluesrock mit leicht erhöhtem Druck, eine gelungene Mischung. Sein Gitarrenspiel kommt gut, ordentlicher Ton, gutes Feeling, würde die muffige Produktion und sehr durchschnittliche Gesang das Ganze nicht doch noch etwas eintrüben, wären auch mehr Punkte am Start gewesen.

Ironfinger

Trackliste: 1. Prelude - 2. Close to You - 3. It's Alright - 4. Broken Hearted Blues - 5. Irresponsibility -6. Big-Legged Woman - 7. Have You Seen My Baby - 8. I'm Tore Down - 9. The River - 10. Hoochie Coochie Man - 11. Molasses Disaster

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

Last Update: Sunday, 08. January 2006
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Sonny