The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

BLANC FACES/ Blanc Faces
  • Band: Blanc Faces
  • Albumtitel: Blanc Faces
  • Spielzeit: 52:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Survivor, Journey, Foreigner
  • Veröffentlichung: 04.07.2005
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
BLANC FACES ist eine neue Melodic Rock Band aus den Staaten, deren Dreh- und Angelpunkt die Gebrüder Robbie (Leadgesang, Rhythmus-Gitarre) und Brian Le Blanc (Bass, Rhythmus-Gitarre, Keyboards) sind. Musikalisch haben sie ihre eigene Nische zwischen den renommierten Größen wie SURVIVOR ("Here’s To You"), JOURNEY ("Turn This World Around") und FOREIGNER ("We Will Rise") gefunden, was nicht zuletzt an der sehr ausdruckstarken und facettenreichen Stimme von Robbie La Blanc zuzuschreiben ist. Im ersten Moment erinnert er an Jimi Jamison, im nächsten an Lou Gramm und im anderen an Tom Kimmel. Zudem beweisen die La Blancs auch ein geschultes Händchen im Sachen Songwriting, denn von einfühlsamen Balladen ("Stranger Of Love") über gefühlvolle Midtempo-Hymnen ("It’s A Little To Late") bis hin zu stampfenden Melodic Rockern ("Beneath This Heart") decken die beiden das komplette Genre-Spektrum ab. Meine persönlichen Lieblingsnummern unter den zwölf Glanztaten sind der Kracher "Turn This World Around", der sich mit hymnischen Chören den Weg durch die Gehörgänge bahnt, sowie der Stampfer "Staying Power" (klingt wie FOREIGNER zu ihren besten Tagen) und die Überhymne "Sorry For The Heartache" (Killer). Außerdem lässt die Produktion, für welche das Gespann ebenfalls selbst zuständig war, keine Wünsche offen. Fazit: endlich mal wieder ein Album aus dem „Mutterland“ des Genres, das den hohen Ansprüchen der Fans gerecht wird. Ich bin mal gespannt, ob die alten Füchse von JOURNEY es mit ihrer neuen Scheibe den Newcomern BLANC FACES gleichtun können?!? Ein Debüt, wie es besser nicht sein könnte!

Sonny

Trackliste: 1. Here’s To You - 2. Edge Of The World - 3. We’ll Make The Best Of It - 4. Stranger To Love - 5. Turn This World Around - 6. It’s Little Too Late - 7. Staying Power - 8. Where Do I Go From Here - 9. Beneath This Heart - 10. Pray For Me - 11. Sorry For The Heartache - 12. We Will Rise

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


BRIAN SETZER/ Rockabilly Riot! Volume One - A Tribute To Sun Records
  • Band: Brian Setzer
  • Albumtitel: Rockabilly Riot! Volume One – A Tribute To Sun Records
  • Spielzeit: 59:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Surfdog Records/ Sony BMG Music Entertainment
  • Vergleichbare Bands: Carl Perkins, Jerry Lee Lewis, Elvis Presley und Konsorten
  • Veröffentlichung: 18.07.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Es liegt nun schon gut 20 Jahre zurück als der Oldie-Abend in der Diskothek Xanadu zu Traunstein zur allwöchentlichen Pilgerfahrt für mich wurde. – Wie bitte Oldie-Abend?!? Natürlich war es kein Oldie-Abend im gewöhnlichen Sinne bei dem Kuschelschnulzen bis zum Abwinken auf den Plattentellern abgenudelt wurden, sondern eine regelrechte Rockabilly-Party bei der sowohl die alten Helden wie GENE VINCENT, CARL PERKINS oder WARREN SMITH sowie auch damalige Jungspunde wie die POLECATS oder STRAY CATS die Luft zum Brennen und den Tanzboden zum Beben brachten. BRIAN SETZER, der Sänger der zuletzt genannten Band, nimmt sich nun Auszeit von seinem Swing-Orchestra und huldigt mit "Rockabilly Riot! Volume One – A Tribute To Sun Records" den Helden der wilden Anfangstage. Zusammen mit Schlagzeuger Bernie Dresel, Bassist Mark Winchester und Tastenmann Kevin McKendree interpretiert er 23 mehr oder weniger bekannte Nummern aus glorreichen Sun Records-Tagen. Darunter so altbekannte Kracher wie "Blue Suede Shoes", "Glad All Over" (beide CARL PERKINS) und "Real Wild Child" (JERRY LEE LEWIS) oder swingende Kost wie "Mona Lisa" (CARL MANN). Aber auch vergessene Perlen wie EVLIS PRESLEYs "Just Because", "Peroixde Blonde In A Hopped Up Model Ford" (GENE SIMONS) oder "Flatfoot Sam" (TOMMY BLAKE) wird von BRIAN SETZER & Co. neues Leben eingehaucht. Obwohl die Nummern mit einfachsten Mitteln und antiken Equipment in einem alten Studio zu Nashville aufgenommen wurden und man sich immer ziemlich nahe am Original orientiert, klingt das Material erstaunlich frisch und knackig, ohne dabei aber etwas vom urwüchsigen Charme eingebüsst zu haben. Langer Rede kurzer Sinn: "Rockabilly Riot!" ein äußerst gelungenes Tribut-Album, das seinem Namen in allen Belangen gerecht wird. Da diese Veröffentlichung noch mit dem Zusatz „Volume One“ aufwartet, darf man sich hoffentlich auf eine baldige Fortsetzung von "Rockabilly Riot!" freuen. In diesem Sinne: „einmal in die wilden 50er und wieder zurück!“

Sonny

Trackliste: 1. Red Hot - 2. Slow Down - 3. Real Wild Child - 4. Rockhouse - 5. Put Your Cat Clothes On - 6. Lonely Weekends - 7. Get It Off Your Mind - 8. Just Because - 9. Glad All Over - 10. Flatfoot Sam - 11. Rock N Roll Ruby - 12. Blue Suede Shoes - 13. Tennessee Zip - 14. Mona Lisa - 15. Peroxide Blonde (In A Hopped Up Model Ford) - 16. Get Rhythm - 17. Stairway To Nowhere - 18. Boppin' The Blues - 19. Rakin' & Scrapin' - 20. Sweet Woman - 21. Flyin' Saucers Rock N Roll - 22. Lonely Wolf - 23. Red Cadillac & A Black Moustache

Thanks to Denisa @ Surfdog Records


 

BAD MOON RISING/ Full Moon Collection (re-release)
  • Band: Bad Moon Rising
  • Albumtitel: Full Moon Collection
  • Spielzeit: CD1: 52:25 min/ CD2: 52:39 min/ CD3: 54:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Lion, Whitesnake, Led Zeppelin
  • Veröffentlichung: 04.07.2005
  • Wertung: CD1: 8/ 10 | CD2: 7,5/ 10 | CD3: 7,5/ 10

Review:
BAD MOON RISING war eine Band um die einstigen LION-Köpfe Kal Swan (Vocals) und Doug Aldrich (Gitarre), die Anfang/ Mitte der 90er Jahre mit dem selbstbetitelten Debüt, "Blood" und "Opium For Masses" drei äußerst akkurate Hard Rock-Scheiben veröffentlicht haben und damit vornehmlich in Japan Erfolge feiern konnten. Eben jene Alben kommen unter dem Titel "Full Moon Collection" – ergänzt um insgesamt 7 Bonustracks, die allesamt von verdammt raren EPs stammen – im edlen Triple-Digi-Pack zu Wiederveröffentlichungsehren. Musikalisch bewegen sich die beiden Herren, die beim Erstling von der HOUSE OF LORDS-Rhythmuscrew Chuck Wright/ Ken Mary tatkräftig unterstützt wurden, nicht sonderlich weit entfernt vom Sound ihrer ehemaligen Band. Höhepunkte auf diesem Album sind die Ballade "Without Your Love", die vom Aufbau her Parallelen zu EXTREM "More Than Words", sowie die hymnische Midtempo-Nummer "Dark Side Of Babylon" und das durchaus radiotaugliche "Old Flames", das stellenweise an die ruhigen Momente von FOREIGNER erinnert. Auf dem wahrlich nicht schlechten Nachfolgealbum "Blood", bei dem sich Ian Mayo (Bass) und Schlagwerker Jackie Ramos zum Bandstamm gesellten, schien BAD MOON RISING aufgrund der derzeit grassierenden Grungewelle einen Kompromiss eingegangen zu sein. Denn einerseits wollte man stiltechnisch (deutlich modernes Riffing) nicht die Zeichen der Zeit verschlafen, andererseits aber auch nicht gänzlich auf eingängige Melodien, die "Bad Moon Rising" auszeichneten, verzichten. Diese beiden Eigenschaften hat die Band meines Erachtens in "Till The Morning Comes" bestens mit einander in Einklang gebracht. Als weitere Anspieltipps auf "Blood" erweisen sich das bluesgetränkte "Tears In The Dark" und "Chains", das mit westerntauglichen Gitarrenelementen a la JON BON JOVI bzw. CINDERELLA brilliert, oder das hauchzarte "Remember Me". Mit "Opium For Masse" haben BAD MOON RISING ihren Sound auf deutlich härtere Pfade ausgerichtet, deshalb dürfte der dritte Silberling wahrscheinlich eher die Heavy-Fraktion unter den Melodic Rock-Fans ansprechen, die auch etwas kantigerem Material offen gegenüberstehen können. Allerdings stößt man den Fans der ersten beiden Alben nicht komplett vor den Kopf, denn mit dem orientalisch angelegten Groover "Moonchild" oder der wuchtig-zarten Ballade "Summer Rain" schlägt die Band etwas melodisch-geschmeidigere Töne an. Das Highlight auf "Opium For Masses" ist aber zweifelsohne "Free", in dem das Gitarrenspiel von Doug Aldrich sich sehr an Jimmy Page (LED ZEPPELIN) orientiert. Fazit: Ein empfehlenswertes Triple-Pack zu einem äußerst moderaten Preis!

Sonny

Trackliste:

BAD MOON RISING: 1.  Hands On Heaven - 2. If It Ain't Dirty - 3. Without Your Love - 4. Full Moon Fever - 5. Lie Down - 6. Old Flames - 7. Built For Speed - 8. Darkside From Babylon - 9. Sunset After Midnight - 10. Wayward Son - 11. One Night In Tokyo (bonus track) - 12. Alter Ego (bonus track)

BLOOD: 1. Dangerous Game - 2. Servants Of The Sun - 3. Devil's Son (While Our Children Cry) - 4. Blood On The Streets - 5. Tears In The Dark - 6. Heart Of Darkness - 7. Chains - 8. Till The Morning Comes - 9. Time Will Tell - 10. Remember Me - 11. Sweet Satisfaction (bonus track) - 12. Can't Wait Until Tomorrow (bonus track)

OPIUM FOR THE MASSES
: 1. Belligerant Stance - 2. Monkey - 3. Moonchild - 4. Believe - 5. Into The Pit - 6. Godforsaken - 7. Free - 8. Holy War - 9. Summer Rain - 10.  T.B.O.M.D. - 11. Rivers Run Red (bonus track) - 12. Underground (bonus track) - 13. Crown Of Roses (bonus track)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


PRESENCE OF MIND/ Finding Home
  • Band: Presence Of Mind
  • Albumtitel: Finding Home
  • Spielzeit: 48:25 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: STF Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands: Lacuna Coil, Die Happy, Cure, U2
  • Veröffentlichung: 16.07.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Momentan ist ja Deutsch Rock mit stimmkräftigen Frontfrauen total angesagt, aber im Hintergrund tummeln sich ein paar vielsprechende deutsche All-Girl-Bands, die lieber der englischen Sprache den Vorrang geben und dabei überhaupt nichts anbrennen lassen. Zu diesen Hoffnungen gehört auch das Diepholzer Quartett PRESENCE OF MIND. Auf ihren äußerst beachtenswerten Debüt präsentieren sie 11 überraschend starke Eigenkompositionen, die von harten Riffs und donnernden Grooves, aggressive Shouting-Elemente und gefühlvoll-eingängige Melodien bis hin zur richtigen Balance aus Melancholie und Lebensfreude alles bieten, was das Crossover Rock-Herz begehrt. Hin und wieder blitzen Einflüsse von U2 (
"Stay For Good") oder CURE ("Your Hand In Mine") durch, was dem recht eigenständigen Sound der Mädels noch eine Prise von Extravaganz verleiht. Neben der gewaltigen Rhythmusarbeit von Anna Müller (Bass) und Sina Steinbrecher (Schlagzeug) sollte man unbedingt die variable Gesangarbeit von Sarah Steinbrecher, die sich in einer Bandbreite zwischen LISA MARIE PRESLEY ("I’m Sorry") und Heike Grebita (BACKSLASH/ "Dig Me Out") bewegt, hervorheben. Die absoluten Highlights sind das punkig-rotzige "Silence" und die sehr gefühlvolle Ballade "Almost Like Fitting Into Life". Obwohl die Scheibe mit einer richtig fetten Produktion gekrönt wird, hinterlassen "Bushfire" und "Dig Me Out" einen etwas bitteren Nachgeschmack, denn bei diesen Nummern scheinen PRESENCE OF MIND mit Gewalt so richtig evil rüberkommen zu wollen... und das haben die Mädels wirklich nicht nötig... Nichtsdestotrotz ein starkes Debüt, das auf einen noch stärkeren Nachfolger hoffen lässt. Richtig fette 7,5 Punkte!!!

Sonny

Trackliste: 01. Turn The Page - 02. Easy - 03. Drowning - 04. Stay For Good - 05. Dig Me Out - 06. Silence - 07. Your Hand In Mine - 08. Bushfire - 09. Something That's Srue - 10. I'm Sorry - 11. Almost Like Fitting Into Life

Thanks to Gaby @ STF-Records

weitere Reviews über PRESENCE OF MIND:
PRESENCE OF MIND/ To Set Out On The Light (female fronted-Tipp/ July 2006)


GAIA EPICUS/ Symphony Of Glory
  • Band: Gaia Epicus
  • Albumtitel: Symphony Of Glory
  • Spielzeit: 53:22 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Sound Riot Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Running Wild, Helloween, Scorpions (stellenweise gesanglich)
  • Veröffentlichung: 29.07.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Mit "Symphony Of Glory" legen die mir bis dato unbekannten Norweger bereits ihr zweites Album vor. Stilistisch segelt die Speed Metal Band durch melodische Gewässer der Marke RUNNING WILD meets HELLOWEEN, wobei GAIA EPICUS anscheinend ganz bewusst auf leicht verdauliche, stellenweise simple gestrickte und eingängige Kost setzt. So pfeffern 11 Songs (inkl. Intro) zwar etwas unspektakulär, aber dafür ziemlich unverbraucht und knackig aus den Boxen. So verbreiten z. B. das galoppierende "Wings Of Freedom", in dem Sänger Thomas C. Hansen gelegentlich an Klaus Meine (SCORPOINS) erinnert, oder die ungewöhnlich abwechslungsreiche Epic-Nummer "Be Thy Cross My Victory" richtig gute Laune. Mit dem abschließenden Titeltrack ist dem Vierer sogar ein kleines „Meisterwerk“ gelungen, denn die 10min-Nummer verliert kaum an Spannung und wartet zudem noch mit eine paar vertrackten bzw. bombastischen Passagen auf. Somit steht am Ende ein solides Album, das ohne größere Hochs und Tiefs dem Zuhörer kurzweilige Unterhaltung bietet.

Sonny

Trackliste: 01.  Welcome (Intro) - 02. Time and Space - 03. Miracles - 04. Sieze the Day! - 05. Hand of Fate - 06. Wings of Freedom - 07. Spanish Eyes - 08. No Release? - 09. Chamber of Secrets - 10. Be Thy Cross my Victory - 11. Symphony of Glory

Thanks to Luis & Gilson @ Sound Riot Records


EXCALION/ Primal Exhale
  • Band: Excalion
  • Albumtitel: Primal Exhale
  • Spielzeit: 50:43 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Sound Riot Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Stratovarius, Masterplan, Freedom Call (alle nur ansatzweise)
  • Veröffentlichung: 27.07.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Obwohl ich eigentlich ein ausgemachter Symphonic Power Metal-Freak bin, habe ich mich zugegebenermaßen mit dem vorliegenden Debüt der Finnen verdammt schwer getan. Was mir nach dem ersten Durchlauf noch wie ein überraschungsloses Allerweltswerk vorkam, entpuppte sich nach wiederholten Lauschangriffen als ziemlich abwechslungsreiches und unterhaltsames Album. Klar, revolutionieren werden EXCALION mit "Primal Exhale" die Szene nicht, aber die Band um den musikalischen Kopf Jarmo Myllyvirta (Keyboards) ist fernab vom grassierenden Klone-Fieber in diesem Genre. Auch wenn "A Moment In A Spotlight" gewisse Parallelen zu MASTERPLAN oder S.I.N. ziehen lässt oder der Doublebass-Knaller "Reality Bends" Ähnlichkeiten zu den Landsmännern von STRATOVARIUS aufweisen, besitzt das Material von EXCALION eine unverkennbar eigene Note. Einen gewissen Anteil an dieser eigenen Note, darf sich mit Sicherheit der Sänger Jarmo Pääkkönen ans Revers heften, der sich stimmlich irgendwo zwischen Russell Allen und Rob Rock zuhause ist. Highlights unter den neun – durchwegs guten – Nummern sind der Groover "This I Promise You", der von der Kombination aus rhythmischen Keyboards und filigranen Gitarren lebt, und "My Legacy", das irgendwie die Dramatik aus dem OST von "Das Boot" in sich trägt. Auch das erfrischend quirlige "Stage Of Lies" sollte an dieser Stelle nicht ganz übersehen werden. Ein weiterer Pluspunkt dieser Scheibe ist die angenehme Ausgewogenheit zwischen Keyboards und Gitarren. Weder die Keyboard- noch die Gitarrensalven drängen sich alleinig in den Vordergrund, sondern liefern sich nahezu ausnahmslos äußerst gefällige und spannende Duelle. Kurzum, Durchhaltevermögen zahlt sich bei "Primal Exhale" aus, denn die Scheibe wächst mit jedem Durchlauf!

Sonny

Trackliste: 01. Temptation Wasteland - 02. A Moment In The Spotlight - 03. Reality Bends - 04. Dire Waters - 05. Stage Of Lies - 06. Heart & Home - 07. Megalomania - 08. My Legacy - 09. Obsession To Prosper

Thanks to Luis & Gilson @ Sound Riot Records


DANIEL J./ Losing Time
  • Band: Daniel J
  • Albumtitel: Losing Time
  • Spielzeit: 67:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ProgRock Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Korn meets Steve Vai
  • Veröffentlichung: 26.07.2005
  • Wertung: 7/ 10


Review:
Alles im Alleingang a la „LENNY KRAVITZ in Metal“ hat DANIEL J auf "Losing Time" aufgenommen. Im Gegensatz zu Mr. KRAVITZ ist jedoch die handwerkliche Leistung von DANIEL J um Klassen besser als die nunmehr recht dünnen Ergüsse des Ex-Rastas. Wenn DANIEL J auch gesanglich nur im unteren Mittelfeld anzusiedeln ist, sind seine instrumentalen und kompositorischen Ergebnisse jedoch sehr hochwertig. Ein gelungene Kombination aus Prog-Metal und „Musician’s-Musician-Kabinettstücken“, aber dennoch musikalisch zugänglich. Wäre jetzt die Produktion noch etwas durchsichtiger, wäre das Endprodukt echte Oberklasse.

Ironfinger

Trackliste: 01. Black - 02. Losing Time - 03. End of Summer - 04. Losing Time - 05. Insane - 06. Xited - 07. All The Same For You - 08. The Best - 09. Save Me - 10. Innocence - 11. Replaced - 12. Out Of Reach - 13. Rush

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


KICK AXE/ Rock The World (re-release)
  • Band: Kick Axe
  • Albumtitel: Rock The World
  • Spielzeit: 50:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Autograph, Tesla, Triumph
  • Veröffentlichung: 25.07.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Es ist gerade mal 10 Monate her, dass KICK AXE mit ihrem vierten Album wie Phönix aus der Asche nach 17järhriger Schaffenspause zurückgekehrt sind, da legen MTM Classix aufgrund des überaus positiven Feedbacks zu "IV" nun "Rock The World" neu auf. Das schwergesuchte dritte Album der Kanadier wurde komplett re-remastered und hat mit dem bisher unveröffentlichten Bonustrack "Piece Of The Rock" eine verdammt geile und ordentliche Rock-Hymne am Start. Von den 10 ursprünglichen Nummern wissen vor allem die pompöse Epic-Nummer "We Still Remember", das mit Chören der Marke YES meets ASIA brilliert, sowie der basslastige und leicht speedige Stampfer "Great Escape" vollends zu überzeugen. Als Highlight kristallisiert sich der elegant schreitende "Magic Man" heraus, der von einer formidablen Rhythmusarbeit getragen wird und mit einer exzellenten Leadgitarre garniert ist. Lediglich die etwas lieb- und einfallslos interpretierte FLEEDWOOD MAC-Nummer "Chain" hinterlässt einen etwas faden Nachgeschmack, aber sonst ist der Albumtitel Programm. Schön, das diese Scheibe vom Staub der Vergangenheit befreit wurde. Da bleibt abschließend nur noch zu hoffen, dass sich MTM Classix in Bälde auch der ersten beiden KICK AXE-Alben annimmt. 

Sonny

Trackliste: 01. Rock The World - 02. The Chain - 03. Red Line  - 04. Devachan - 05. Warrior - 06. We Still Remember - 07. Great Escape - 08. Medusa - 09. The Dark Crusade - 10. Magic Man - 11. Piece Of The Rock (Bonus track)

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über KICK AXE:
KICK AXE/ IV


PRAYER/ Wrong Address
  • Band: Prayer
  • Albumtitel: Wrong Address
  • Spielzeit: 45:13 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Dreamhunter, Treat
  • Veröffentlichung: 18.07.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Das britische Label Escape Music scheint an Bands aus Finnland einen Narren gefressen zu haben, denn mit PRAYER hat sich Khalil Turk (nach HOUSE OF MIRRORS und MYON) schon die dritte finnische Band in den Stall geholt. Musikalisch erinnert das Sextett wohl am ehesten an ihre schwedischen Nachbarn von DREAMHUNTER (was ist aus denen eigentlich geworden?) und TREAT. Ihr erfrischendes Soundgebilde aus tragenden Keyboardteppichen und feingesponnenen zweistimmigen Gitarren werden stellenweise mit geradezu genialen Hooks garniert. Diese Eigenschaften machen allem voran das hymnisch-stampfende
"Anyone With A Broken Heart" und das flockig-rockige "Road Of Desire", das keyboardtechnisch stellenweise an POINTER SISTERS’ "Jump (For My Love)" erinnert, sowie das fetzige "Who Wants To Be Free Again?" zu Highlights auf ihrem Debüt. Außerdem eignet sich "I Want You", das anhand einer bluesig-souligen Note etwas Abwechslung ins Spiel bringt, hervorragend als Anspieltipp. Alle diejenigen, die auf den keyboardorientierten der 80er Jahre abfahren, sind bei "Wrong Address" – dem Plattentitel zum Trotz – an der goldrichtigen Adresse J Meines Erachtens der perfekte Soundtrack zum Sommer 2005!

Sonny

Trackliste: 1. Secrets Of The Night - 2. I Have Been Loving You - 3. Back On The Road - 4. Running Wild - 5. Any One With Broken Heart - 6. End Of Time - 7. He Never Gave It All - 8. I Want You - 9. Free Again - 10. Main Attraction - 11. Crossfire

Thanks to Birgitt @ Germusica


GODDESS OF DESIRE/ Awaken Pagan Gods
  • Band: Goddess Of Desire
  • Albumtitel: Awaken Pagan Gods
  • Spielzeit: 43:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Amorphis, Edge Of Sanity
  • Veröffentlichung: 18.07.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Mit ihrem bisher vierten Album und ihrem Plattenfirmen-Wechsel haben es GODDESS OF DESIRE geschafft, ihr bisher bestes Scheibchen auf den Markt zu wuchten. Beschreiben kann man
"Awaken Pagan Gods" am besten, wenn man sich alte epische Sachen von EDGE OF SANITY  mit einem Schuss MANOWAR & VENOM vorstellt. Allerdings kann man sich hier nicht wirklich entscheiden in welches Schema die Musik letztendlich fällt, denn GODDESS OF DESIRE bewegen sich zwischen Black, Death & Hollywood Metal ständig hin und her, deshalb fällt es auch besonders schwer eine bestimmte Hörerschaft auf diese Musik einzugrenzen. Im Prinzip kann "Awaken Pagan Gods" jedem gefallen, dem die härtere Gangart liegt. Meiner Meinung nach ist "Scream for Metal True" am besten ausgefallen und wird wohl auch von jeden von euch  überzeugen können. Vor allem mit seinem sehr MOTÖRHEAD-lastigen Songaufbau, der am ehesten in die 80iger von Lemmy & Co passt. Aber auch ansonsten ist das Album sein Geld wert, denn hier wird sehr abwechslungsreich demonstriert welche Vielfalt unter dem Begriff Heavy Metal doch zusammen gefasst ist. Also, unbedingt beim Händler eurer Wahl mal reinhören!

Christian

Trackliste: 1. Awakening The Gods 0:43 - 2. March To Meet 3:35 - 3. Dead End Street 4:10 - 4. Holy War 3:34 - 5. Bloodstained Sight 4:12 - 6. Awaken Pagan Gods 4:04 - 7. Demolition 4:04 - 8. Victory Is Mine 3:06 - 9. Scream For Metal True 4:43 - 10. Booze 4:35 - 11. Nothing’s Free 3:25 - 12. Majesty Of Metal 3:45

Thanks to Britta @ Armageddon Music


TRIBUZY/ Execution
  • Band: Tribuzy

  • Albumtitel: Execution

  • Spielzeit: 57:53 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Soulfood

  • Vergleichbare Bands: Judas Priest, Iron Maiden, Megadeth, Helloween, Gamma Ray usw.

  • Veröffentlichung: 18.07.2005

  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Nein,
hinter TRIBUZY steht kein dubioses Tribute-Projekt, sondern vielmehr das Solo-Debüt von ex-THOTEN-Sänger Renato Tribuzy. Obwohl, wenn man sich "Execution" anhört, könnte man es fast meinen, denn der Brasilianer macht während der 10 Nummern überhaupt keinen Hehl daraus, wo seine Wurzeln liegen: Helden wie JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN oder HELLOWEEN sind allgegenwärtig! Diese Tatsache wird durch ein All-Star-LineUp u. a. mit Bruce Dickinson (IRON MAIDEN) und Michael Kiske (ex-HELLOWEEN) oder Roland Grapow (MASTERPLAN, ex-HELLOWEEN) und Roy Z (ROB HALFORD) manifestiert. Aber wie das Leben manchmal so spielt, sind große Namen nicht immer ein Garant für ein gutes Album. Was nicht heißen soll, dass die Gastmusiker hier einen schlechten oder einen lieblosen Job abgeliefert haben, aber das Material klingt eben nicht sonderlich eigenständig. Schon von Beginn an gewinnt der Zuhörer immer wieder den Eindruck mit bereits bekannten Material konfrontiert zu werden. Die besten Momente sind der Opener/ Titeltrack (JUDAS PRIEST meets PRIMAL FEAR), "Absolution" (Michael Kiske, Roland Grapow) das mit ziemlich progressiven Zügen überrascht. Wobei meine Lieblingsnummer das SINNER-Cover "Nature Of Evil" ist, weil sie sich zum einen durch die Präsenz von Mat Sinner und Ralf Scheepers über weite Strecken am Original orientiert, zum anderen aber auch mit der düsteren Atmosphäre von MEGADETH überrascht. Unterem Strich bleibt ein gut produziertes Album, das für Traditionalisten durchaus interessant sein dürfte.

Sonny

Trackliste: 1. Execution - 2. Forgotten Time - 3. The Attempt - 4. Divine Disgrace - 5. Absolution - 6. Web Of Life - 7. Nature Of Evil - 8. Lake Of Sins - 9. Beast In The Light - 10. Agressive

Thanks to Sabine @ Locomotive Music

weitere Reviews über TRIBUZY:
TRIBUZY/ Execution - Live Reunion (DVD) (Live Candy/ July 2007)


NIGHTVISION/ Nightvision
  • Band: Nightvision
  • Albumtitel: Nightvision
  • Spielzeit: 58:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Europe (zu "Wings Of Tomorrow"-Zeiten), Pink Cream 69
  • Veröffentlichung: 18.07.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Wenn sich im Hard Rock-Bereich eine neue Band aus Schweden auftut, sind die Erwartungen an selbige zumeist ziemlich hoch, da viele ihrer Landsmänner das Genre in den 80ern erheblich mitbestimmt haben. Eine dieser Newcomer-Bands ist NIGHTVISION, die auf ihrem selbstbetitelten Debüt einer Mischung von EUROPE (zu
"Wings Of Tomorrow"-Zeiten) und PINK CREAM 69 ziemlich nahe kommen. Zwar klingt diese Art von Musik nicht sonderlich eigenständig und „trendy“, aber aufgrund der geschickt eingewobenen modernen Elemente gelingt es der Band um Sänger Peter Hägberg immer wieder für positive Überraschungsmomente zu sorgen. Zu den Speerspitzen auf "Nightvison" gehören der majestätisch schreitende Opener "Fight", die emotionsgeladene Ballade "Hard To Let You Go" (mit starken Gitarren-Solo) und der bizarr-mahnende Finisher "The End", der aufgrund seines verspielten Keyboardpart einen Hauch von Progressive Rock verbreitet. Fazit: An einigen Stellen würde man sich vielleicht etwas packendere Hooks und etwas mehr Eigenständigkeit wünschen, aber im Großen und Ganzen liefern NIGHTVISON ein recht ordentliches Debüt ab.

Sonny

Trackliste: 01. Intro - 02. Fight  - 03. Soldier Of A Dark Land - 04. Silent Cry - 05. Dragonfire - 06. Thin Line Between Love And Hate - 07. Stand Tall - 08. Hard To Let You Go - 09. Break The Chain - 10. The Last Time - 11. Time Is Running Out - 12. The End  

Thanks to Sebastian @ MTM Music


EDEN LOST/ Road Of Desire
  • Band: Eden Lost
  • Albumtitel: Road Of Desire
  • Spielzeit: 49:06 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Bon Jovi, Firehouse
  • Veröffentlichung: 18.07.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Mit EDEN LOST meldet sich eine recht hoffungsvolle Melodic Rock-Band aus Spanien zu Wort, die irgendwo zwischen BON JOVI (der 80er Jahre) und FIREHOUSE ihr Heil sucht. Also, nicht gerade sonderlich spektakulär und innovativ, aber dafür um so eingängiger und leichtverdaulicher. So weiß die Band um ex-NIAGARA-Sänger Ignacio Prieto mit dem sehr melodischen "You (Make Feel So Alive") oder dem druckvollen Titeltrack/ Opener durchaus Akzente zu setzen. Außerdem bedienen die Madrilenen mit "Saturday Nite" und "Only Girls" nicht nur die genreüblichen Klischees, sondern die beiden Nummern erweisen sich als perfekte Hymnen für heiße Sommernachtspartys. Natürlich kommt ein Album in dieser Sparte nicht ohne die obligatorischen Balladen aus, im Falle von EDEN LOST hören diese auf die Namen "If You Need...You Can Count On Me" und "In Your Eyes". Während erste Nummer doch ziemlich kraftgeladen aus den Lautsprechern drückt, biegt die andere im stilvollen Acoustic-Gewand um die Ecke. Im Endeffekt ist "Road Of Desire" ein recht gelungenes und gut produziertes Debüt geworden, das in Melodic Rock-Kreisen bestimmt seine Freunde finden wird... Kurzum, in Spanien tut sich wieder was!

Sonny

Trackliste: 1. Road Of Desire -  2. Lost In Paradise - 3. Saturday Nite - 4. You (Make Me Feel So Alive) - 5. Burn - 6. Only Girls - 7. If You Need... You Can Count On Me -  8. No Way Out - 9. Over The Fire - 10. In Your Eyes

Thanks to Birgitt @ Germusica


GLASS HAMMER/ The Inconsolable Secret
  • Band: Glass Hammer
  • Albumtitel: The Inconsolable Secrete
  • Spielzeit: CD1: 40:00 min/ CD2: 58:32 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Arion Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Yes, ELP
  • Veröffentlichung: 16.07.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
GLASS HAMMER hat sich mit den Jahren von einem Insidertipp zu einer festen und bekannten Größe im internationalen Progressive Rock-Dschungel gemausert. Während mich die fünfköpfige Band aus Tennesee mit ihrem siebten Studio-Album
"Shadowlands" (2004) schon ziemlich beeindrucken konnte, schicken die Herrschaften um die Kreativ-Köpfe Fred Schnädel (Keyboards, Gitarren) und Steve Babb (Keyboards, Bass) nun mit "The Inconsolable Secrete" ihr wohl ausgereiftestes und ausgeklügeltes Werk ins Rennen. Das Konzept, das auf Steve Babbs Epic Poem "The Lay Of Lirazell" beruht, erstreckt sich über zwei CDs. Das wäre zum einen "The Knights", das mit zwei bandtypischen Longtracks bestückt ist, und "The Lady". Während die erste CD von einem harmonischen Arsenal an Tastenklängen dominiert wird, bietet CD Nr. 2 eine sehr gelunge Melange aus Klassik, barocken Klängen und sakralen Elementen sowie aus Folk, Jazz, Fusion und Science Fiction. Mir persönlich haben es "Sirazel" und "Morrigan’s Song" angetan, die beide gut und gerne auf einem konzeptionell angelegten BLACKMORE’S NIGHT-Album passen würden. Außerdem zaubern die Klassik-dominanten Stücke wie "The High Place", die sanftmütige Streicher-Nummer "The Lady Waits" und das bedrohlich-spannende "The Mirror Cracks" eine besondere Atmosphäre in die Geschichte. Fazit die Scheibe ist nicht nur ein Fall für reinrassige Progressive Rock-Fans, sondern hier kommen eindeutig auch die Freunde klassischer Klänge auf ihre Kosten.
P.S. Auf der ersten CD befindet sich noch ein Multimedia-Part, der neben einem Video zu den Aufnahme-Sessions, auch die Texte und die Story des Konzepts sowie einen Wallpaper des Cover-Artwork enthält.

Sonny

Trackliste: CD1: 1. A Maker Of Crowns - 2. The Knight Of The North

CD2: 1. Long And Long Ago - 2. The Morning She Woke - 3. Lirazel - 4. The High Place - 5. Morrigan's Song - 6. Walking Toward Doom - 7. Mog Ruith - 8. Through A Glass Darkly - 9. The Lady Waits - 10. The Mirror Cracks - 11. Having Caught A Glimpse

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

weitere Reviews über GLASS HAMMER:
GLASS HAMMER/ Shadowlands


BROKE [N] BLUE/ The Waiting
  • Band: Broke [N] Blue
  • Albumtitel: The Waiting
  • Spielzeit: 60:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Heart, Journey, Richard Marx, Lana Lane, Roxette, Robin Beck
  • Veröffentlichung: 11.07.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Trotz der vielen Lobshymnen, die über
"Northern Lights" (2001) die Runde machten, konnte ich mit dem Debüt der Schweden nicht sonderlich viel anfangen. – Ehrlich gesagt, diese Schwierigkeiten hatte ich anfangs auch mit dem Nachfolger "The Waiting", aber nach ungezählten Anläufen hat sich mir die steril und transparent produzierte Scheibe mehr und mehr erschlossen. So hat Bandkopf Lars Abrahamsson (Guitars/ Keyboards) seinem Sangesduo Peter Gustavsson & Eva Eggesjö Abrahamssson ein paar Nummern auf den Leib geschrieben, die durchaus Hitpotenzial besitzen. Da wären z. B. die AOR/ Pop-Hymne "Perfect Match", die vom sanften und klaren Gesang von Evas Eggesjö profitiert, der JOURNEY-lastige Stampfer "Endlessly" und der dezent röhrende Rocker "Let Me Out", die beide von Peter Gustavsson gesungen werden. Sein gedämpft-rauer Gesang zeigt sich als echte Ergänzung zum Organ seiner Gesangspartnerin. Diese Kombination trägt meiner Meinung nach besonders im rough-drückenden Duett "Rivers Are Calling", das stellenweise an die wilden Momente von ROXETTE erinnert, die erfolgversprechendsten Früchte. Meine momentane Lieblingsnummer ist der Ohrwurm "Heaven Is All", das auch durchaus aus einer Zusammenarbeit von John Bon Jovi mit den Wilson-Schwestern (HEART) entsprungen sein könnte. Fazit: "The Waiting" ist ein gelungenes Album, das auf einem schmalen Grat zwischen Pop und typischen Scandi-AOR wandert. Vielleicht hätte die Produktion an manchen Ecken etwas knackiger und kantiger ausfallen können, aber das ist wohl eher eine Frage des Geschmacks.

Sonny

Trackliste: 01. How Does It Feel 4:31 - 02. Perfect Match 4:58  - 03. Endlessly 3:54  - 04. Heaven Is All 5:07 - 05. Never The Same 4:54 - 06. Keep Me Waiting 4:40 - 07. The Waiting (For A Life) 4:31 - 08. This Time 4:45 - 09. Rivers Are Calling 4:28 - 10. Midnite Show 4:59 - 11. Let Me Out 4:46 - 12. Found It Now 4:38 - 13. First Time 4:32

Thanks to Sebastian @ MTM Music


ALICE COOPER/ Dirty Diamonds
  • Band: Alice Cooper
  • Albumtitel: Dirty Diamonds
  • Spielzeit: 46:46 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Spitfire Records/ Edel
  • Vergleichbare Bands: das würde an Majestätsbeleidigung grenzen!
  • Veröffentlichung: 04.07.2005
  • Charteinstieg: 18.07.2005 Platz Nr. 71
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Das neue Album des „Master Of Shock Rock“ setzt genau da an, wo vor knapp zwei Jahren "The Eyes Of Alice Cooper" aufgehört hat. Mit "Dirty Diamonds" besinnt sich Mr. Funier erneut seiner Wurzeln, ohne aber den aktuellen Zeitgeist außen vorzulassen. Die Scheibe vereint meines Erachtens die Tugenden von "Billion Dollar Babies" und "Raise Your Fist And Yell" mit den Trends von "Brutal Planet" und "Dragontown". Während der träg-schräge Stampfer "Run Down The Devil" und der schneidige Riffhammer "Stand", den Rap-Schwergewicht XZIBIT mit seinen Gangsta-Vocals veredelt hat, für die moderne Phase zu Beginn des neuen Jahrtausenden stehen, erinnert der fetzige Rocker "Steel That Car" und der Rotzer "You Make Me Wanna" einmal mehr an die frühen 70er. Hingegen groovt der thrillermäßig aufgebaute, aber dennoch eingängige Titeltrack in "Freedom"-ähnlicher Manier durch die Gegend. Natürlich kommt eine ALICE COOPER-Scheibe nicht ohne eine bittersüße Ballade ("Pretty Ballerina") oder – wie im lässig groovenden "Perfect" (Schönen Gruß an die Damenwelt ;-) – ohne bitterböse Ironie aus. Außerdem lassen sich bei letzterer Nummer Parallelen zu den wilden BEATLES nicht ganz verleugnen, und "Sonset Babies (All Got Rabies)" prescht sogar in ROLLING STONES-ähnlicher Manier aus den Boxen. Ebenfalls nicht von Pappe sind die relaxte "Saga Of Jesse Jane" und die Blues-Nummer "Six Hours". Fazit: All diejenigen, die ein Album der Machart "Poison" oder "Hey Stoopid" erwarten, sollten vorsichtig an die Sache herangehen. Für den echten ALICE COOPER-Fan gilt uneingeschränkte Kaufpflicht!!!

Sonny

Trackliste: 1. Woman Of Mass Distraction - 2. Perfect - 3. You Make Me Wanna - 4. Dirty Diamonds - 5. The Saga Of Jesse Jane - 6. Sunset Babies (All Got Rabies) - 7. Pretty Ballerina - 8. Run Down The Devil - 9. Steal That Car - 10. Six Hours - 11. Your Own Worst Enemy - 12. Zombie Dance - 13. Stand (Bonus Track)

Thanks to Sebastian @ cmm

weitere Reviews über ALICE COOPER:
ALICE COOPER/ Dragontown


JEFF URSO/ Straight Ahead
  • Band: Jeff Urso
  • Albumtitel: Straight Ahead
  • Spielzeit: 35:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ USA
  • Vergleichbare Bands: Steve Vai
  • Veröffentlichung: 05.07.2005
  • Wertung: 4/ 10

Review:
...hmm, es fällt mir immer schwer Instrumental-Kollegen zu beurteilen, weiß ich doch aus eigener Erfahrung wie viel harte Arbeit es bedeutet, einen eigenständigen Stil zu entwickeln und ihn mit dem entsprechenden Ton zu einem eigenständigen Sound zu verhelfen. Leider ist die Eigenproduktion von JEFF URSO auch wieder eine dieser Platten, welche keinerlei bleibenden Eindruck weder bei mir, noch bei anderen Zuhörern hinterlassen wird. Die Leads sind sauber intoniert, haben aber die Emotionalität der Stefan Raab Band, die Hooks sind äußerst belanglos und nicht mal eine entsprechende Virtuosität könnte die Homerecording-Produktion kurz aus der Durchschnittlichkeit einer Hintergrund-Musik holen. Zudem versucht er im harmonischen Fahrwasser der seichteren Steve-Vai-Kompositionen zu punkten, was ihm aufgrund der zu gefälligen Akkordkombinationen leider auch nicht recht gelingen will. Schade... L

Ironfinger

Trackliste: 1. Straight Ahead - 2. Feel Good - 3. Rhythmic Wave - 4. Low Down - 5. Down & Dirty - 6. Warm Day - 7. Cyber Me - 8. Perfect - 9. Thinking Of You - 10. I Alive

Thanks to Jeff Urso


ROBIN BECK/ Do You Miss Me
  • Band: Robin Beck
  • Albumtitel: Do You Miss Me
  • Spielzeit: 50:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Heart, Pat Benatar, Sinéad O’Connor
  • Veröffentlichung: 04.07.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Eigentlich habe ich nach der doch etwas ernüchternden und poplastigen Comeback-Scheibe
"Wonderland" nicht mehr damit gerechnet, dass sich die Ausnahmesängerin nochmals auf die rockigen Momente ihres zweiten Albums "Trouble Or Nothin’" (1989) besinnen würde. – Aber unverhofft kommt zwar nicht oft, aber manchmal eben doch – Schon der Opener/ Titeltrack, der mit richtig fettem und zeitgemäßem Groove zu überraschen weiß, ist das erste Indiz dafür, dass die Gattin von HOUSE OF LORDS-Fronter James Christian ihre Liebe zum Rock wieder gefunden hat. Dieser erste Fingerzeig wird durch "Your Love Is Tough" (einem Rocker in "Save Up All Your Tears"-Manier) oder dem Ohrwurm "What About Us", der sich anhört als hätten HEART und PAT BENATAR ihre Köpfe zusammengesteckt, zu einer richtig geballten Faust. Die rockigere Gangart hat sich auch positiv auf die Balladen wie "The Safest Place (I Wanna Be Strong)" (Gänsehaut pur!) und "Stone By Stone" ausgewirkt, denn auch die ruhigen Momente kommen erstaunlich bissig rüber. Als weitere Überzeugungsargumente sollte man sich den lässig schlendernden Midtempo-Track "I Don’t Wanna Play That Game Anymore" und das melancholisch angehauchte "Find A Little Faith", in dem mich Frau Beck gelegentlich angenehm an SINÉAD O’CONNOR erinnert, ganz oben auf dem Notizzettel vermerken. Ich denke, ROBIN BECK hat es geschafft auf "Do You Miss Me" das Flair von "Trouble Or Nothin’" mit dem Trademarks des heutigen Melodic Rock in Einklang zu bringen. An diesem erfreulichen Umstand dürften u. a. Desmond Child, Micheal Bolton oder Amy Sky nicht ganz unschuldig sein, denn schließlich haben sie der ausdruckstarken Sängerin zwölf edle Nummern auf den Leib geschrieben. Außerdem ist positiv zu vermerken, dass der oft zu unrecht gescholtene Fabrizio Grossi die Scheibe mit einer mehr als ordentlichen Produktion veredelt hat. Bleibt abschließend nur noch zu hoffen, dass ROBIN BECK diesen Weg in den nächsten Jahren weiterverfolgen wird. Oder müssen wir etwa wieder 16 Jahre warten?!?

Sonny

Trackliste: 1. Do You Miss Me - 2. Walk on the Moon - 3. Your Love is Tough - 4. The Safest Place (I Wanna Be Strong) - 5. What About Us - 6. I Wanna Hear It From You - 7. Stone By Stone - 8. Find A Little Faith - 9. Coming Back for More - 10. I Don't Wanna Play That Game Anymore - 11. Takin' a Ride - 12. Bring it Back

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über ROBIN BECK:
ROBIN BECK/ Livin' On A Dream (Female Rock-Tipp/ July 2007)


STEVE WALSH/ Shadowman

Review:
Ein paar Durchläufe waren schon von Nöten bis ich mit dem neuen Soloalbum von KANSAS-Sänger STEVE WALSH meinen persönlichen Frieden schließen konnte. Grund für meine ungewohnte Unentschlossenheit war wohl der aggressive und bizarre – ja fast thrashlastige – Opener "Rise", der mir immer wieder die Lust auf dieses Album genommen hat. Aber lässt man besagte Nummer außen vor, dann verbreiten der schwer stampfende und leicht trancelastige Titeltrack oder der schwere Blueser "Keep On Koockin’", der durch die exotischen Orchester-Parts einen Hauch von LED ZEPPELIN versprüht, richtig gute Laune. Als Highlight kristallisiert sich der 10minüter "After" heraus, der einerseits eine nicht zu verleugnende DEEP PURPLE-Schlagseite aufweist, anderseits aufgrund der orchestralen Arrangements gut auf die  "No Quarter"-Scheibe von PAGE/ PLANT gepasst hätte. Des weiteren sollten sich Fans des Progressiven Hard Rock, die auch mit genreübergreifenden Elementen keine Probleme haben, unbedingt "Hell Is Full Of Hereos" einverleiben, denn diese Nummer ist nahezu die perfekte Symbiose aus kreativen Techno-Beats und heftigen Hard Rock-Riffs. Ein recht melodisches und vielseitiges Progressive Hard Rock-Werk, das unbenommen seine Zeit braucht.

Sonny

Trackliste: 1. Rise - 2. Shadowman - 2. Davey, and the Stone That Rolled Away - 4. Keep On Knockin’ - 5. Pages Of Old - 6. Hell Is Full Of Heroes - 7. After - 8. The River  

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


LIKE WENDY/ Endgames
  • Band: Like Wendy
  • Albumtitel: Endgame
  • Spielzeit: 55:47 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: LaBraD'or Records/ Holland Import
  • Vergleichbare  Bands: Genesis, Marillion, Porcupine Tree, Carptree
  • Veröffentlichung: ??.07.2005
  • Wertung: 6/ 10

Review:
„Artrock“ im weitesten Sinne mit all ihren Vorzügen und Nachteilen würde den Style von LIKE WENDY noch am ehesten beschreiben. Alles klingt bemüht und ordentlich vorbereitet, aber es kommt auch unweigerlich die berüchtigte Portion Langeweile während des Hörens auf. Wer GENESIS schon spannend fand, wird hiermit seine Freude haben. Vertreter des klassischen Rocks könnten hier einen faden Beigeschmack verspüren. Nett, aber leider auch nur nett ...

Axel „Ironfinger“ Ritt

Trackliste: 1. Mock Me! - 2. Radioactive Girl - 3. Subs - 4. Seventeen - 5. Money For Monkey's - 6. Moria - 7. Endgame

Thanks to Marc @ LaBraD'or Records

Last Update: Sunday, 05. February 2006
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