The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

GOTTHARD/ Lipservice
  • Band: Gotthard
  • Albumtitel: Lipservice
  • Spielzeit: 53:03 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast/ Warner
  • Vergleichbare Bands: Whitesnake, Deep Purple, AC/DC, Bonfire
  • Veröffentlichung: 06.06.2005
  • Charteinstieg: 20.06.2005 Platz Nr. 31
  • weitere Platzierungen:
    27.06.2005 Platz Nr. 74 / 04.07.2005 Platz Nr. 93
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Nachdem die beiden letzten Studio-Alben von den Fans der ersten Stunde äußerst zwiespältig aufgenommen wurden, scheinen sich GOTTHARD auf ihrem siebten Album wieder mehr ihrer wilden Wurzeln besonnen zu haben. Zwar tummeln sich untern den 14 Nummern (!) auf
"Lipservice" immerhin wieder vier hochkarätige Balladen, aber dafür geht bei den restlichen 10 Songs die Post (wie schon ewig nicht mehr) mehr als ordentlich ab. – Endlich!!! Den fulminanten Einstieg macht das Quintett mit dem mächtig röhrenden und aufpeitschenden Opener "All We Are" (keine Coverversion des WARLOCK-Klassikers), dem fetzig-modernen "Dream On" und der Sommerhit-verdächtigen Single-Auskoppelung "Lift ’U’ Up", die in ohrenwurmiger Manier a la JOAN JETTs "Treadin’ Water" durch die Gehörgänge stampft. Mit der Ballade "Everything I Want", in dem stellenweise wehmütige Sehnsuchtsharmonien GOIßERsche Machart herauszuhören sind, schlagen GOTTHARD erstmals dezentere Töne an, bevor sie mit dem erdigen Rocker "Cupid Arrow" und dem trägen, aber durchschlagskräftigen Groover "I Wonder" (Killer!), die beiden von dezent röhrenden Hammonds untermalt werden, wieder ordentlich an der Hard Rock-Schraube drehen. Weiter mächtig drückende Leckerbissen bzw. Kaufargumente sind der DEEP PURPLE-lastige Riffhammer "Anytime Any Where" und "The Other Side Of Me", das zugleich die wohl härteste Nummer auf "Lipservice" darstellt. Von besagten vier Balladen trifft außerdem "I’ve Seen An Angel Cry", das mich stellenweise an die ruhigen und dramatischen Momente von WHITESNAKE erinnert, voll ins Schwarze. Mit einer atemberaubend druckvollen Produktion, für die diesmal Gitarrist Leo Leoni zusammen mit Ronald Prent handangelegt hat, wird das „Lippenbekenntnis“ zu einem wahren Meisterwerk abgerundet. Scheinbar wissen wirklich nur GOTTHARD wie GOTTHARD zu klingen hat. Wobei ich keiner Scheibe der Band die Daseinsberechtigung absprechen möchte, denn egal welcher Richtung die Schweizer bisher nachgegangen sind, sie haben stets Qualität geliefert, die der Präzision eines Schweizer Uhrwerk gleicht. Einfach genial!!!

Sonny

Trackliste: 1. All We Are - 2. Dream On - 3. Lift U Up - 4. Everything I Want - 5. Cupid Arrow - 6. I Wonder - 7. I'm Alive - 8.I've Seen An Angel Cry - 9. Stay For The Night - 10. Anytime Anywhere - 11.Said & Done - 12. The Other Side Of Me - 13. Nothing Left At All - 14. And Then Goodbye

Thanks to Markus @ Nuclear Blast

 

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LISA MARIE PRESLEY/ Now What
  • Band: Lisa Marie Presley
  • Albumtitel: Now What
  • Spielzeit: 52:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Capitol Records/ EMI
  • Vergleichbare Bands: J
  • Veröffentlichung: 13.06.2005
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Obwohl das zweite Album von LISA MARIE PRESLEY bereits seit ein paar Wochen auf dem deutschen Markt erhältlich ist, scheinen hierzulande nur die Insider von
"Now What" bisher Notiz genommen zu haben. Dabei sollten gerade Freunde der melodischen Rockklänge unbedingt das ein oder andere Ohr riskieren, denn die Tochter des Kings kommt auf ihrem neuen Album nicht nur eine ordentliche Ecke rockiger und erdiger rüber, sondern sie hat auch in songwritertechnischer Hinsicht während der letzten zwei Jahre ernorm dazugelernt. Den fulminanten Auftakt macht LMP mit der bassschwangeren Uptempo-Nummer "I’ll Figure It Out", die sich mit leicht swingenden Rhythmus in die Birne einhämmert, und dem relaxt-dramatischen "Turbulence", das recht rotzig zwischen Low- und Midtempo hin- und herpendelt. Gefolgt vom schwärmerischen "Thanx" und der verträumten/ countryangehauchten Ballade "Shine", bei der LISA MARIE und P!NK gesangstechnisch unglaublich gut miteinander harmonieren. Zu den Perlen auf dem mit Highlights bespickten Album gehören allem voran die leicht angefunkte Version der DON HENLEY-Nummer "Dirty Laundry" und der riffbetonten Kracher "Idiot" (Killer! Guitars by Steve Jones/ SEX PISTOLS). Aber auch die Balladen wie "When You Go" (teilweise Johnny Ramone gewidmet), der orchestral arrangierte Titeltrack oder das sphärische "High Enough" (gänsehauterregendes Gitarrensolo), in denen mich LMP gelegentlich an DORO oder LITA FORD erinnert, besitzen ungewöhnlich viel Biss. Lediglich das schräge "Raven", das durch Kindergesang eingeleitet und auch beendet wird, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Diese Nummer ist im übrigen ihrer Mutter Priscilla gewidmet, da es sich bei besagten kindlichen Sequenzen wohl um den ersten festgehaltenen musikalischen Gehversuch von LISA (im zarten Alter von 3 Jahren) handelt. Außerdem sollte man sich den genial interpretierten „hidden track“ "Here Today, Gone Tomorrow", der ursprünglich für eine RAMONES-Tribute-Scheibe angedacht war, nicht entgehen lassen. Eigentlich wollte bei dieser Nummer der schwererkrankte Johnny Ramone selbst den Gitarrenpart übernehmen, aber leider verstarb er noch am selben Tag, an dem die Basics für diesen Song aufgenommen wurden. Letztendlich hat sein guter Freund Steve Jones (SEX PISTOLS) den Part „in seinem Sinne“ übernommen. Fazit: Zwar hat LISA MARIE PRESLEY nicht das unglaubliche Charisma und den speziellen Genius ihres legendären Vaters, aber sie und Linda Perry erweisen sich auf "Now What" als Top-Songwriter-Duo. Man kann nur hoffen, dass diese tadellose Zusammenarbeit ihre wohlverdienten Früchte einfahren wird und eine Fortsetzung findet. In meinen Ohren ein PFLICHTKAUF!!!
PS. ein kleiner Surf-Tipp am Rande: Bei nächstbester Gelegenheit sollte ihr die äußerst informative deutsche Fanpage
www.lisapresley.de in Augenschein nehmen. Es lohnt sich!

Sonny

Trackliste: 1. I'll Figure It Out - 2. Turbulence - 3. Thanx - 4. Shine - 5. Dirty Laundry - 6. When You Go - 7. Idiot -8. High Enough - 9. Turned To Black - 10. Raven - 11. Now What

Thanks to Albert  @ EMI


BOYSVOICE/ Serenity
  • Band: BoysVoice
  • Albumtitel: Serenity
  • Spielzeit: 57:14 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Vice, Casanova, Bonfire
  • Veröffentlichung: 20.06.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Es gibt wohl keine Reunion, die ich in den letzten Jahren so herbei gesehnt habe wie jene von „Munich’s finest“ BOYSVOICE. Nach 12 Jahren Pause präsentiert der Vierer um Mani Gruber (Vocals/ Gitarren) und Bassist Jochen Meyer seine Comeback-Scheibe "Serenity" unter der Schlagzeile „Same guys, same power... new album“. Das letzte und erste Schlagwort sind unverrückbare Tatsachen, denn schließlich enthält "Serenity" nicht nur 11 neue Nummern, sondern wurde auch im gleichen LineUp wie das inzwischen zum Klassiker mutierten Debüt ("BoysVoice") eingespielt. Bleibt also letztendlich zu prüfen, ob die Münchener noch mit der unbeschwerten Power vergangener Tage zuwerke gehen? – Während der dramatisch aufgebaute Opener "Open Your Eyes", der sich mit einprägsamen Textpassagen im Gehirn festsetzt, und das drückend-verspielte "Lights Out" harmonietechnisch stellenweise an das letzte CASANOVA-Album erinnern, tragen der Stampfer "Best Friend’s Love", der mit ein paar modernen Gesangspassagen versehen ist, und die Hymne "On Your Mind" das rotzig-unbeschwerte Flair besagten Debüts ohne jeden Zweifel in sich. Bandtypische Eigenschaften wie fette Gitarren, eingängige Textpassagen und mitreißende Chöre, machen auch den rotzig-harmonischen Rocker "What You Get", das Sommerhit-verdächtige "Crazy" und das schwergroovende "All About You" zu Highlights auf "Serenity". Zudem beweisen BOYSVOICE mit den gemäßigteren Versionen von "Lights Out" und "Always On My Mind", dass ihr Sound ohne weiteres airplay-würdig ist. Als weiterer Pluspunkt erweist sich – neben der astreinen Produktion von Mani Gruber & Jochen Meyer – die gelassene und unverkrampfte Atmosphäre, die das Album als Gesamtwerk ausstrahlt. Dabei spielt es nahezu überhaupt keine Rolle, ob das neue Album nun zu etwas zu „brav“ ausgefallen ist oder nicht! – Fakt ist: „Munich’s Finest rocken wieder!“ – weder angestaubt noch modern, sondern auf erfrischend traditionellem und hohem Niveau!!!

Sonny

Trackliste: 1. Open Your Eyes - 2. Light’s Out - 3. Best Friend’s Lover - 4. What You Get - 5. Always On My Mind - 6. On Your Own - 7. Crazy - 8. All About You - 9. Only See You There - 10. Too Late - 11. Rocket - 12. Lights Out (Radio Version) - 13. Always On My Mind (Radio Version)

Thanks to Birgitt @ Germusica


HUBERT KAH/ Seelentaucher
  • Band: Hubert KaH
  • Albumtitel: Seelentaucher
  • Spielzeit: 59:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: DA Records/ DA Music
  • Vergleichbare Bands: ein wunderbare Querschnitt durch sämtliche Soundwelten des Hubert Kahs
  • Veröffentlichung: 27.06.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
HUBERT KAH ist zurück! Den Mitt-/ Enddreißigern unter uns wird der schräge Typ wahrscheinlich heute noch mit seinen NDW-Hits
"Rosmarie", "Sternenhimmel" oder "Engel 07" in den Ohren liegen als wäre es gestern gewesen, dabei sind seit jener Zeit schon gut über 20 Jahre ins Land gezogen. In den 90ern versuchte Herr Kemmler mit dem Album "Tensongs", das so großartige Nummern wie "Limosine", "Something I Should Know" oder "Military Drums" enthielt, im englischsprachigen Markt Fuss zu fassen. Letzteren Song präsentiert das Pop-Chamäleon in einer modernen – ziemlich angespacten und klassisch angehauchten Version – auf dem hier vorliegenden Comeback-Album. "Military Drums" ist aber nicht das einzige Relikt aus vergangenen Tagen, das in einem neuen Klangewand präsentiert wird. So enthält "Seelentaucher" u. a. eine sehr relaxte Neuaufnahme von "Lass Mich Träumen", die trotz ihrer zeitgemäßen Elemente nichts vom damaligen NDW-Flair eingebüsst hat, und eine sehr gefühlvolle Live-Version der Ballade "Wenn Der Mond Die Sonne Berührt", das im verträumt-bezaubernden Duett dargeboten wird. Einen wunderbaren Kontrast bilden dazu der Rap-lastige Stampfer "Raketen", der an den wilden FALCO in Bestform erinnert, oder das zart gehauchte "Alles Klingt", das nicht nur mit einem erheiternden Text brilliert, sondern auch stellenweise harmonientechnisch Vergleiche zu MARIANNE ROSENBERG zulässt. Andererseits lässt sich anhand von "Psycho Radio", das mit modernen Dancefloor-Beats aus den Boxen pulsiert, heraushören, dass HUBERT KAH auch an so manchen SANDRA-Hit hauptamtlich mitgeschraubt hat. Weitere Highlights sind das sphärisch-schwirrende "Lifetime", das so richtig schön zum Träumen auffordert, oder das schwermütige "Die Erinnerung" (LACRIMOSA hätten es bestimmt nicht besser hinbekommen!). Und nicht zu vergessen: "No Rain", die Singleauskopplung, die nicht nur ordentlich Hitpotenzial besitzt, sondern mit einer gehörigen Portion New Age-Attitüde aufwartet. Fazit: HUBERT KAH hat während der 14 Nummern sämtliche Stilschattierungen seiner bisherigen Schaffensphasen (inkl. seines Ausflug in die Klassik) zu einem atemberaubenden bzw. abwechslungsreichen Klangerlebnis geformt. Genau das richtige Album, um Kraft zu tanken! – Ein wahrer Geniestreich!!!
Bleibt abschließend nur noch zu hoffen, dass der Meister nicht wieder fast ein Jahrzehnt bis zum nächsten Werk ins Universum streichen lässt.

Sonny

Trackliste: 01. No Rain (original mix) - 02. Psycho Radio - 03. Lifeline - 04. Military Drums 2005 - 05. Lass Mich Träumen 2005 - 06. Raketen - 07. Ich Bleib Bei Dir - 08. Alles Klingt - 09. Wenn Der Mond Die Sonne Berührt (live) - 10. Sekunden - 11. Fels In Der Brandung - 12. Willkommen Im Leben - 13. Yolanda - 14. Die Erinnerung (feat. Purpur)

Moritz @ Gordeon Music


HEILIG/ Sch€inheilig

Review:
"Scheinh€ilig" ist bereits das zweite Album des bayrisch-steirischen Sechszylinders und ist die konsequente Fortsetzung von "Die 1ste". Erneut hat Harmoniegitarrist, Songwriter & Produzent Wiggi Raab seine Mitmenschen genau beobachtet und seine Erfahrungen in humorvolle – teils makabere – aber stets treffsichere Texte und fetzige Rockmusik gepackt, die den perfekten Nährboden für den steirisch-rotzigen Dialekt von Sänger Paul Paulitsch bilden. Zu den Bigband-Sounds, die schon auf dem Debüt eine Art von roten Faden erkennen ließen, gesellen sich diesmal auch vereinzelt rhythmische Reggae- ("16 Johr Oid"/ "Für Uns 2") und Southern Rock-Elemente ("Cowboy") hinzu. Unter den 17 (!) Nummern auf "Scheinh€ilig" befinden sich diesmal mit der unterhaltsamen Interpretation der KINKS-Klassikers "Lola" und dem griffig-genialen Rocker "Steig Ei" ("Jump In My Car"/ TED MULRY BAND) lediglich zwei Fremdkomposition, die sich nahtlos ins eigene Material einfügen. Von den zahlreichen Eigenkompositionen drängen sich in erster Linie das lässig cruisende "Olles Perfekt", die Hammer-Groover "Gas Geb’n Und Durchknoin" (AC/DC lassen grüßen) oder "Du Kriagst Nia Des..." und die romantische Ballade "Unsterblich", die durch das sprudelnde Piano- bzw. geschmeidige Orgelspiel von Renate Dienersberger erfischende Akzente setzen, auf. Wer sich von dieser rotzigen, aussagekräftigen und unterhaltsamen Rock-Scheibe, die mit einer druckvollen Produktion gekrönt wird, nicht mitreißen lässt, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. – Über eine Stunde bayrischer Rock ’N’ Roll auf Top-Niveau!

Sonny

Trackliste: 1. Es is so - 2. 16 Johr oid - 3. Was geht des mi o - 4. Morg'n is z'spät - 5. Immer weiter - 6. Lola - 7. Pit - 8. Cowboy - 9. Fauler Hund - 10. Gas geb'n und durchknoin - 11. Für uns 2 - 12. Du kriagst nia des... - 13. Steig ei - 14. Olles perfekt - 15. Unsterblich - 16. Nur a Traum - 17. Gestern

Thanks to Ludwig @ Plektron Music

weitere Reviews über HEILIG
HEILIG/ Die 1. (Mundart-Tipp/ Mai 2003)


ARTICA/ As It Should Be
  • Band: Artica
  • Albumtitel: As It Should Be
  • Spielzeit: 48:07 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Journey, Survivor, Toto
  • Veröffentlichung: 20.06.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Mitten in den von Grunge verseuchten 90ern machte sich ein Fünfer aus Hollywood auf um das Fähnchen der vom Aussterben bedrohten AOR-Szene hochzuhalten. Mit dem Album "As It Should Be", das meines Wissens nur in geringer Auflage als Privatpressung veröffentlicht wurde, hat die Band um Sänger John David Martin, der lässig als Blutsbruder von JOURNEYs Steve Augeri durchgeht, ein echtes Highlight einzelebriert, das sich in keinsterweise hinter den Klassiker-Alben der Genreleader wie JOURNEY ("Take Me All The Way"), SURVIVIOR ("It’s Over") oder TOTO zu verstecken braucht. Während der elf Nummern (inkl. Bonustrack "System Of Justice") führen harmonisch-fette Keyboardteppiche, verspielt-ausdrucksstarke Gitarren und edelste Melodien/ Harmonien das Regiment. – Melodic Rock-Herz was willst du mehr!?! Führt euch einfach die wunderschöne Ballade "(Your Love Will) Carry Me Home", den Kracher "You’re Still On Your Own" oder die geile Midtempo-Hymne "Fantasy" zu Gehör und ihr werdet euch gedanklich zweifelsohne in den glorreichen 80ern wiederfinden. Da das komplette Material neu gemastert wurde, klingen die Songs zu keiner Sekunde altbacken, sondern nach knackfrischer Kost.
Achtung: dieser Re-Release aus dem Hause Escape Music ist auf 1000 Stück limitiert! Deshalb ist für alle Genre-Fans allerhöchste Eisbahn geboten… wer’s nicht glauben will ist selber schuld!

Sonny

Trackliste: 1. Take Me All The Way - 2. It’s Over - 3. (Your Love Will) Carry Me Home - 4. You’re Still On Your Own - 5. Hold On - 6. Fantasy - 7. Girl Of My Dreams - 8. Since Loving You - 9. One Night - 10. Let It Show - 11. System Of Justice (bonus track)

Thanks to Birgitt @ Germusica


ALBERT KUVENZIN AND YAT KHA/ Re-Covers

Review:
Zwei Jahre – begleitet von stattlicher Schikane, bandinternen Veränderungen und einem Krankenhausaufenthalt – mussten ins Land streichen, bis die Band um den Kreativkopf/ Gitarrist/ Sänger Albert Kuvezin nun mit ihrer neuen Scheibe von Tuva über die sibirische Steppe zu uns geritten kommen. Aber anstatt eines Albums mit eigenen Material, kam der Meister des Kehlkopfgesangs während seiner Genesung, die von intensiven Studium seiner musikalischen Einflüsse begleitet wurde, auf die Idee sowohl allseits bekannte Rock- Blues- oder Folk-Klassiker, als auch sowjetisches Liedermacher- ("Pesnya O Giraffe"/ VLADIMIR VISSOTZKI) und Klassikgut ("Pesnya Mergena"/ ALEXEI BAKTREVITCH) auf seine unverkennbare Weise zu interpretieren. So hat er sich mit seiner Band YAT-KHA z. B. die IRON BUTTERFLY-Kultnummer "In A Gada Da Vida" geschnappt und einen fesselnden Mix aus Country-Melodien, schwerer russischer Folklore und fernöstlichen Klängen kreiert. "Orgasmatron" kommt durch die Kombination aus flotten Banjo-Parts und verspielt-asiatischen Elementen gar gleich um einiges frischer aus den Boxen als das Original von MOTÖRHEAD. Manchmal sind durch seine einfallsreichen Interpretationen und ausgeklügelten Arrangements die Originale – wie im Falle von SANTANAs "Black Magic Woman" – nur noch am Text zu erkennen. Aber schon im nächsten Augenblick überrascht er in BOB MARLEYs "Exodus" genau mit dem Samba-Feeling, das man eigentlich in der vorangegangen Nummer erwartet hat. Außerdem haucht Meister Kuvezin durch sein extrem tiefes Organ der ROLLING STONES-Nummer "Play With Fire" eine unbeschreibliche Intensität ein. Allerdings sollte man abschließend vielleicht auch noch bemerken, dass vereinzelte Interpretation dem westlich geschulten Gehörorgan einiges zu Knabbern geben (u. a. "When The Levee Breaks"/ LED ZEPPELIN), aber für den weltoffenen Rock- und Folk-Fan dürfte "Re-Covers" ein wahres Ohrzuckerl sein.

Sonny

Trackliste: 1. When The Levee Breaks (Led Zeppelin) - 2. Man Machine (Kraftwerk) - 3. Ramblin Man (Hank Williams) - 4. In-A-Gadda-Da-Vida (Iron Butterfly) - 5. Love Will Tear Us Apart (Joy Division) - 6. Her Eyes Are A Blue Million Miles (Captain Beefheart) - 7. A Song About A Giraffe (Vladimir Vysotskiy) - 8. Orgasmatron (Motorhead)   - 9. Will You Go, Lassie, Go? (Mc Peake Family) - 10. Toccata (Paul Mauriat) - 11. Black Magic Woman (Carlos Santana version) - 12. Exodus (Bob Marley) - 13. PlayWith Fire (Rolling Stones) - 14. The Song of Mergen (Alexei Tchyrgal-ool)

Thanks to Jochen @ Pläne Records


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YAT-KHA/ Tuva.Rock


SAIDIAN/ For Those Who Walk The Path Forlorn
  • Band: Saidian
  • Albumtitel: ... For Those Who Walk The Path Forlorn
  • Spielzeit: 42:25 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Stratovarius, Rhapsody, Edguy, Helloween, Royal Hunt
  • Veröffentlichung: 27.06.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Gar nicht mal so schlecht, was die Esslinger Formation auf ihrem Debüt "... For Those Who Walk The Path Forlorn" abliefert. Obwohl es SAIDIAN erst seit dem letzten Jahr in der heutigen Besetzung gibt, zeigt sich der Fünfer erstaunlich gut aufeinander abgestimmt und relativ ausgereift. Musikalisch bewegen sich die Herren im Melodic Metal-Bereich, der in der Schnittmenge von STRATOVARIUS ("Lonely Nights"), RHAPSODY ("Burn Down The Night"), ROYAL HUNT ("Raging Fire") und EDGUY zuhause ist. Letzteres ist wohl eher dem Gesang von Markus Engelfried zuzuschreiben, der stimmlich an Tobias Sammet erinnert. Dieser Umstand ist auch schon der einzige Kritikpunkt, der auf "... For Those Who Walk The Path Forlorn" auszumachen ist. Zwar braucht er sich mit seinem klaren und hohen Organ nicht hinter dem EDGUY-Fronter zu verstecken, aber leider scheint der Mann auch nur diese Tonlage zu kennen, und so mangelt es dem Album (abgesehen von "The Only One") etwas an der stimmlichen Farbe und Intensität. Die Highlights sind für mich die Speed-Hymne "Cry In The Rain", die mit gehörigen Doublebass-Salven aufwartet, und die nicht weniger hymnische Midtempo-Nummer "Silent Night". Unterm Strich bleibt ein sehr ordentliches Debüt, das noch Freiraum nach oben hat.

Sonny

Trackliste: 1. The Path Forlorn (Intro) - 2. Burn Down The Night - 3. Lonely Nights - 4. Silent Killer - 5. Heart Of Stone - 6. Cry In The Rain - 7. Chains Of Time - 8. The Only One - 9. Raging Fire

Thanks to Birgitt @ Germusica

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SAIDIAN/ Phoenix


THE UNDERGROUND RAILROAD/ The Origin Of Consciousness
  • Band: The Underground Railroad
  • Albumtitel:The Origin Of Consciousness
  • Spielzeit: 59:04 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: L,DM/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 28.06.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Ziemlich jazzig vertrackte und verfrickelte Kost, die mit einer ordentlichen Portion verspielter Komplexität und leichtfüßigem Bombast aufwartet, bietet das mir bis dato unbekannte Quartett aus Fort Worth/ Texas auf seinem zweiten Longplayer. Diese nicht ganz alltägliche Konstellation mag wahrscheinlich – neben einer nicht ganz zu verleugnenden Langatmigkeit – dafür verantwortlich sein, dass auch ein vielschichtig interessierter Musikliebhaber, der ich nun mal bin, zum vorwiegend instrumentalen Material auf "The Origin Of Consciousness" nicht allzu leicht Zugang bekommt. Daher fällt es – trotz vieler schöner Melodiebögen – auch schwer eine Nummer gesondert hervorzuheben, was aber keinen Rückschluss auf die instrumentalen Fähigkeiten der Herrschaften zulässt. Diesbezüglich ist alles im grünen Bereich, nur kommt meines Erachtens die wirklich gute und sanfte Gesangarbeit etwas zu kurz. Fazit: Aufgrund der aufgeführten Argumente dürfte wahrscheinlich nur der reine Prog Rock-Purist an "The Origin Of Consciousness" seine helle Freude haben.

Sonny

Trackliste: 1. Julian Ur - 2. Julian I - 3. Love Is a Vagabond King - 4. Halo - 5. The Canal at Sunset - 6. Metaphor - 7. Creeper (The Doorman Pt. 2) - 8. Julian II  

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


DEMONS & WIZARDS/ Touched By The Crimson King
  • Band: Demons & Wizards
  • Albumtitel: Touch By The Crimson King
  • Spielzeit: 49:29 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands: frühere Blind Guardian meets frühere Iced Earth
  • Veröffentlichung: 27.06.2005
  • Charteinstieg: 11.07.2005 Platz Nr. 29
  • weitere Platzierungen:
    18.07.2005 Platz Nr. 74 / 25.07.2005 Platz Nr. 75
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Etwas mehr als fünf Jahre haben sich nun Jon Schaffer (Gitarre) und Hansi Kürsch (Gesang) zeitgelassen, um uns den heißersehnten Nachfolger des selbstbetitelten DEMONS & WIZARDS-Debüt zu kredenzen. Aber das Warten hat sich mehr als gelohnt, denn "Touch By The Crimson King" ist die konsequente Fortsetzung des Debüts. Einmalmehr präsentieren uns die Kreativköpfe von ICED EARTH bzw. BLIND GUARDIAN eine wohlgelungene Verschmelzung ihrer beiden Hauptbands. Aus verspielt-heftigen Gitarren und düsteren Melodien ICED EARTHscher Machart, sowie BLIND GUARDIANschen Bombast-Chören, Acoustic-Parts und kraftvoll-abwechslungsreichen Gesangpassagen haben die Herrschaften einen teuflisch guten Eintopf aus Bombast Metal deutscher Tradition und speedig angehauchtem Metal US-amerikanischer Herkunft gezaubert. Und dabei ist es ganz egal, ob sie hymnisch-tragend ("We Seize The Day"), akustisch-balladesk ("Wicked Witch") oder wuchtig-brachial ("Train Of Terror") zu Werke gehen, man trifft unweigerlich auf ein Highlight. Meine momentanen Lieblingsstücke sind "The Gunslinger", das sehr atmosphärisch mit sanften Acoustic-Gitarren beginnt und in einem stürmischen Doublebass-Gewitter endet, sowie die dramatisch aufgebaute Ballade "Down Where I Am". Außerdem haben DEMONS & WIZARDS mit LED ZEPELLINs "Immigrant Song" wieder eine verdammt gut gelungene Covernummer am Start.
PS. wem die 10 Songs auf "Touch By The Crimson King" zu wenig des Guten sein sollte, der wird mit der limitierten Auflage, die mit fünf zusätzlichen Nummern auf einer Bonus-CD aufwartet, allerbestens bedient.

Sonny

Trackliste: 1. Crimson King - 2. Beneath These Waves - 3. Terror Train - 4. Seize The Day - 5. The Gunslinger - 6. Love's Tragedy Asunder - 7. Wicked Witch - 8. Dorian - 9. Down Where I Am - 10. Immigrant Song

Thanks to Martin @ SPV


STEVE HOWE/ Spectrum
  • Band: Steve Howe
  • Albumtitel: Spectrum
  • Spielzeit: 60:41 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Mark Knopfler, Steve Hackett, Joe Satriani, Steve Vai (in gemäßigter Ausgabe)
  • Veröffentlichung: 27.06.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
STEVE HOWE ist den Pomp Rock-Fans unter uns sicherlich bestens durch seine Beteiligung an den zu Klassikern gereiften Alben mit ASIA (
"Asia"/ "Alpha") oder YES bekannt. Auf der beachtlichen Anzahl von Solo-Alben des Gitarristen geht es allerdings wesentlich relaxter zur Sache. – So auch auf seinem neusten Alleingang "Spectrum". Auf dem reinen Instrumental-Album wirft er – wie der Titel schon erahnen lässt – die gesamte Bandbreite seines virtuosen Gitarrenspiels in die Waagschale. So vereint er einerseits Klassik- und Rock-Gitarren zu einem trancig-angefunkten Meisterwerk ("Labyrinth"), während er anderseits mit "Band Of Light" anhand einer wohlwollenden Portion Latin- und Samba-Groove, die stellenweise an SANTANA erinnert, den Zuhörer an die sonnenverwöhnten Strände Südamerikas entführt. Ein besonderes Kunststück ist ihm allerdings mit "Ragga Of Our Times" gelungen, denn hier verschmelzen traditionell angelegte asiatische Elemente mit lässigem Country und Weltmusik. Ab und an verschlägt es den Meister in die progressiv-vertrackten Gefilde ("Realm Thirteen"/ "Highly Strong"), aber nichtsdestotrotz zieht sich die beschwingte Leichtigkeit wie ein roter Faden durch das komplette Album. Als weitere Anspieltipps kann ich den Fans von verträumter Rock-Gitarrenmusik prickelnde Nummern wie "Hours Of Need" oder "In The Skyway" nur wärmstens empfehlen. Bei Freunden country-/ blueslastiger Klänge werden wohl eher "Fools Gold" und "Livelihood" das Herz höher schlagen lassen. Mein Lieblingsstück auf dem relaxten und abwechslungsreichen Album ist "Ebb And Flow", das genau mit der richtigen Dosierung zwischen entspannten Country/ Südsee-Feeling und heftigen Grooves zu überzeugen weiß. Fazit: "Spectrum" ist das richtige Album um einen stressigen Tag „laid back“ ausklingen zu lassen.

Sonny

Trackliste: 1. Tigers Den 3:46 - 2. Labyrinth 3:57 - 3. Band Of Light 3:34 - 4. Ultra Definition 3:39 - 5. Raga Of Our Time 4:12 - 6. Ebb and Flow 4:03 - 7. Realm Thirteen 4:27 - 8. Without Doubt 3:45 - 9. Highly Strung 4:30 - 10. Hour Of Need 5:13 - 11. Fools Gold 4:05 - 12. Where Words Fail 4:16 - 13. In The Skyway 3:13 - 14. Livelihood 3:34 - 15. Free Rein 3:52

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


KILLER/ Immortal
  • Band: Killer

  • Albumtitel: Immortal

  • Spielzeit: 62:07 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood

  • Vergleichbare Bands: Judas Priest, Primal Fear, Deep Purple, Rainbow

  • Veröffentlichung: 27.06.2005

  • Wertung: 8/ 10

Review:
KILLER sind wohl seit über 25 Jahren ohne jeden Zweifel der belgische Export-Artikel in Sachen Heavy Metal. Nachdem im Mai 2003 nach zwölfjähriger Funkstille die Comeback-Scheibe
"Broken Silence" von den Fans aufgrund der überraschend keyboardorientierten Ausrichtung ziemlich zwiespältig aufgenommen wurde, scheint die Band um Sänger/ Gitarrist Paul „Shorty“ Van Camp aus den Fehlern gelernt zu haben. Zwar sind die Keyboards im Sound von KILLER immer noch vorhanden, aber sie spielen bei weitem nicht mehr eine derart tragende Rolle wie auf "Broken Silence". Stattdessen hat man wieder mehr Wert auf das variantenreiche Gitarrenspiel von Van Camp gelegt. Unterm Strich ist dabei ein abwechslungsreiches Album herausgekommen, das irgendwo in der Schnittmenge zwischen JUDAS PRIEST (Titeltrack), PRIMAL FEAR, DEEP PURPLE ("Easy Rider") und RAINBOW ("Highland Glory") zuhause sein dürfte. Meine Favoriten auf "Immortal" sind "Queen Of The Future", das eine absolut gelungene Gratwanderung zwischen Nackenbrecher und Hymne darstellt, der druckvolle Mördergroover "Touch Of Evil" und das Instrumental "Ad Tempus Vitae", bei dem sich gitarrentechnisch Parallelen zu Ritchie Blackmore auftun. Fazit: In diesem Stil hätte ich persönlich vor zwei Jahren das Comeback der Belgier erwartet.

Sonny

Trackliste:

1. Immortal - 2. Frozen Fire - Burning Ice - 3. Stone Cold  - 4. The Mirror - 5. Queen Of The Future - 6. Highland Glory - 7. Touch Of Evil - 8. Drifting Away - 9. Easy Rider - 10. Always And Forever v - 11. Liquid Shadows - 12. Ad Tempus Vitae

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


TOMAS BODIN/ I Am
  • Band: Tomas Bodin
  • Albumtitel: I Am
  • Spielzeit: 63:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Cream, Beatles, King Crimson, Dire Straits, Pink Floyd
  • Veröffentlichung: 27.06.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
„Wird die Sache gut ausgehen?“, „Wer bin ich eigentlich?“ oder „Werde ich ewig leben?“, all das sind Fragen, die sich mit Sicherheit jeder von uns schon einmal gestellt hat. Selbige Fragen hat sich auch TOMAS BODIN, hauptamtlicher Keyboarder der FLOWER KINGS, gestellt und seine Antworten/ Gedanken in Form einer Prog-Oper verarbeitet. Die Säulen dieser Oper sind drei Suiten ("I", "A" und "M"), die jeweils in mehrere Kapitel unterteilt sind und eine Geschichte über die Zeit des Menschen auf der Erde erzählt. Dabei hat der Tastenvirtuose nicht nur philosophische und religiöse Themen (wie z. B. Reinkarnation), sondern auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen aufgegriffen. Da es sich um ein sehr in sich geschlossenes und komplexes Werk handelt, fällt es nicht nur schwer eine Suite oder ein Kapitel besonders hervorzuheben, sondern man würde damit "I Am" auch seiner Seele berauben. Als Vokalisten hat er sich Anders Jannson, seine Frau Pernilla Bodin, sowie Helene Schönning ins Boot geholt und für den instrumentalen Part konnte er sich der Unterstützung seiner FLOWER KINGS-Kollegen Jonas Reingold (Bass), Marcus Lillequist (Schlagzeug) und des GLENN HUGHES-Gitarristen Jocke JJ Marsh gewiss sein. Während im Verlauf der ersten Suite ("I") musikalisch gelegentlich Ähnlichkeiten zu den BEATLES (zu "Sgt. Peppers"-Zeiten), DIRE STRAITS und DEEP PUPLE durchblitzen, bahnen sich in Suite "A" tonnenschwere Bluesgeschütze, vibrierende Hardrock-Grooves, Jazz Rock-Parts und sakrale Gesänge den Weg. In Suite Nr. 3 ("M") regieren herzerweichende Bluesparts, sowie balladeske und melancholische Momente, bei denen die Gedanken der Zuhörer des öfteren in Richtung PINK FLOYD abwandern dürften. Obwohl TOMAS BODIN erstmalig in seiner Solo-Karriere kein Instrumental-Album aufgenommen hat, wird für die progressiven Instrumental-Puristen – anhand von atemberaubenden Gitarren- und Keyboardsoli und einer pulsierenden Rhythmusarbeit – noch genügend „stimmloser“ und hochtechnischer Stoff aufgefahren. Fazit: "I Am" ist ein recht „anstrengendes“ Album geworden, das wahrscheinlich bei aufrichtigen Prog-Fans hoch im Kurs stehen dürfte.

Sonny

Trackliste: 1. I (23:12) - 2. A (21:18) - 3. M (18:43)

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über TOMAS BODIN:
THE FLOWER KINGS/ Paradox Hotel


JAMES BYRD'S ATLANTIS RISING/ Crimes Of Virtousity

Review:
Mit "Crimes Of Virtuosity" (Original-Release 19998) hat das finnische Label Lion Music wohl das bisher beste Album des einstigen FIFTH ANGEL-Gitarristen neu aufgelegt. Das Album wurde nicht nur vom Meister selbst komplett neu gemastert, sondern auch anhand von "Shot Down In Flames" und "Bolero No. 46 Mvt. 3" mit zwei guten und bisher unveröffentlichten Bonustracks aufgewertet. Zuletzt genanntes Instrumental kann überraschenderweise fast der unbeschreiblich knisternden Erotik des Maurice Ravels "Bolero" das Wasser reichen. Die Highlights sind trotzdem nach wie vor das Acoustic-Stück "Jane", das unweigerlich südliches Flair verbreitet, und die orientalisch angelegte Hard Rock-Version von "Heaven On The Mind" (Im Original aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“) sowie das 7min-Epos "Good Bye My Love". Neben der erstklassigen Gitarrenarbeit von JAMES BYRD gehört die starke Gesangsleistung von Kendall Torrey, der phasenweise in die Dimensionen eines Jorn Lande vorstößt, zu den großen Pluspunkten dieser Scheibe. Allerdings ist für meinen Geschmack an einigen Stellen unnötig viel virtuoses (für den Laien fast nichtssagendes) Geplänkel am Start. All diejenigen, die sich mit progressiven neoklassischen Metal der Marke YNGWIE MALMSTEEN identifizieren können und gegen gelegentliche rebellische Einsprengsel a la JIMI HENDRIX (z. B. "The Haunted Heteric"/ Intro von "Shot Down In Flames") nichts einzuwenden haben, werden an dieser Scheibe ihre höchste Freude haben.

Sonny

Trackliste: 1. Prelude In Sea - 2. Metatron - 3. Heaven On The Minds - 4. Shot Down In Flames - 5. In My Darkest Hour - 6. The Hunted Heretic - 7. Jane - 8. Get Free - 9. Storm King - 10. Bolero - No. 46 Mvt. 3 - 11. Good Bye My Love - 12. Going Home

Lion Metal Online ShopThanks to Lasse @ Lion Music


INTERSTATE BLUES/ El Diablo
  • Band: Interstate Blues
  • Albumtitel: El Diablo
  • Spielzeit: 50:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Bug Music/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Deep Purple und diverse 70ies Bands
  • Veröffentlichung: 22.06.2005
  • Wertung: 4/ 10

Review:
Singende Gitarristen! Immer wieder das Gleiche, bis auf ganz wenige Ausnahmen (z. B. RICHIE KOTZEN) gibt es einfach keine handwerklich versiert aufspielende Gitarristen, welche die Lead-Vocals übernehmen sollten. So auch hier wieder: Jamie Purpora spielt einen versierten 70ies Hardrock Gitarrenstyle mit einem kräftigen Ton, versaut aber mit seinem kraftlosen Gymnasiasten-Geheule alles Positive auf der Scheibe. Zudem sorgen eine muffige, rumpelige Produktion und ein zuweilen recht hausbackenes Songwriting für weitere Abzüge in der B-Note. Wirklich sehr schade, denn unter gitarristischen Gesichtspunkten weiß die Platte durchaus zu überzeugen.

Ironfinger

Trackliste: 1. Too Far Gone - 2. Deny - 3. Soul Vampire - 4. El Diablo - 5. Succubus - 6. Clown - 7. I Can Hear The Words Now - 8. Goodbye Old Friend

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


VANGUARD/ Succumbra
  • Band: Vanguard
  • Albumtitel: Succumbra
  • Spielzeit: 44:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Crematory, Leaves’ Eyes, Edge Of Sanity
  • Veröffentlichung: 21.06.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Hey Melodic-Freaks! Vielleicht eine Portion leichtverdaulicher Düstermucke gefällig? Dann könnte VANGUARD vielleicht genau das Richtige für Euch sein. Das Septett versucht mit einer genreübergreifenden Mixtur aus düster-melodischen Metal, Rock ’N’ Roll, Gothic und Klassik auf dem hartumkämpften Metal-Markt Fuß zu fassen und zeigen dabei durchaus gute Ansätze, wie z. B. mit
"Asylum". Der Opener lässt nicht nur die stets präsenten Klassik-Elemente (Cello, Piano) aufhorchen, sondern auch durch den Kontrast zwischen dem stellenweise markdurchdringenden Gekreische von J. Grym und dem hauchzarten Gesang von Suvi G., die sich stimmlich irgendwo zwischen Liv Kristine (LEAVES’ EYES) und Candice Night (BLACKMORE’S NIGHT) bewegt. Außerdem könnte ich mir "Ephemeral" aufgrund seiner Instrumentierung und der nicht zu verleugnenden Dramaturgie fast in einer metallischen Inszenierung von "Phantom Of The Opera" vorstellen. Zugegeben, das Material auf "Succumbra" dürfte dem Großteil der bleischweren Death/ Black Metal-Anhängerschaft höchstwahrscheinlich nur ein müdes Grunzen entlocken, aber in melodischen Metal-Kreisen könnten die Finnen damit die Aufmerksamkeit für das Düster-Metier erwecken, zumal die Scheibe mit einer fetten Produktion aus dem Hause Lars Ratz (METALIUM) aufwartet. Diese vermag aber leider nicht ganz über die etwaige Einfallslosigkeit in punkto Songwriting hinwegzutäuschen, denn stellenweise hören sich die Songs doch ziemlich gleichgestrickt bzw. monoton an. Trotzdem gilt: recht ordentlich für ein Debüt!

Sonny

Trackliste: 1. Asylum - 2. Forgive - 3. Amorcide - 4. Excarnation - 5. Ephemeral - 6. Bitheon - 7. Homecoming - 8. Nova - 9. Wurmtod

Thanks to Britta @ Armageddon Music


FROGG CAFÉ/ Fortunate Observer Of Time
  • Band: Frogg Café
  • Albumtitel: Fortunate Observer Of Time
  • Spielzeit: 61:49 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ProgRock Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Frank Zappa, Ian Anderson, Yes, Genesis
  • Veröffentlichung: 21.06.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
FROGG CAFÉ sind ein unglaublich schwer einzugrenzendes Progressive Rock-Quintett aus New York. Obwohl die Band mit dem vorliegenden Album schon ihre dritte Studio-Scheibe veröffentlicht, sind mir die Mannen um Sänger, Multi-Instrumentalist und Hauptsongwriter Nick Lieto noch nie aufgefallen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass eine Mixtur aus Rock (
"Eternal Optimist"), Jazz ’N’ Jam (Titeltrack), Folklore und Klassik ("Release") bisher nicht zu meinen musikalischen Vorlieben gehörte. Doch FROGG CAFÉ mit ihrer unvorausschaubaren, bodenständigen und äußerst relaxten Art diese abwechselungsreiche Musik umzusetzen, führen auch dem letzten Zweifler vor Ohren, dass dieses oft recht unruhig bzw. nervig auftretende Genre, doch auch seine entspannenden und packenden Momente haben kann. Natürlich kommen bei einem derartigen facettenreichen Stil auch einige – für Rockmusikverhältnisse – ungewöhnliche Instrumente wie Trompete, Flügelhorn, Violine, Mandoline, Cello oder Flöte zum Einsatz. Die Highlights auf diesem Album sind für mich die 14minütige Epic-Nummer "Abyss Of Dissension", die sich von einem ritterlichen Intro über Funk/ Soul-Parts und einer A Capalla-Sequenz zu einer rockig-dramatischen Musical-Nummer mit karibischen Flair entwickelt, und das etwas unruhige "You’re Still Sleeping". Während zuletzt genanntes Improvisationsstück seine Reize durch elegante swingende Folklore-Parts und ungezügelt klassische Geigeneinlagen verbreitet, ist besagtes Flair der zuerst genannten Nummern nicht zuletzt auf den Gastauftritt von ZAPPA-Percussionist Ed Mann (Marimba/ Vibes/ Percussion) zurückzuführen. Fans von überraschenden und ausgeklügelten Arrangements sollten "Fortunate Observer Of Time" unbedingt antesten. Es lohnt sich!
Ordern könnt ihr das Teil bei www.justforkicks.de, dem Spezialisten für extravagante Rockmusik!

Sonny

Trackliste: 1. Eternal Optimist - 2. Fortunate Observer Of Time - 3. Reluctant Observer - 4. No Regrets - 5. Resign - 6. You're Still Sleeping - 7. Abyss Of Dissension - 8. Release

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


ZAN CLAN/ We Are The Zan Clan ...Whe The F**k Are You??!
  • Band: Zan Clan
  • Albumtitel: We Are The Zan Clan ...Who The F**k Are You??!
  • Spielzeit: 40:37 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: GMR Music Group/ SMIS
  • Vergleichbare Bands: Shotgun Messiah, Pretty Boy Floyd, Mötley Crüe, Cinderella
  • Veröffentlichung: 20.06.2005
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Da mich die 2003er Solo-Scheibe ("City Boy Blues") von ex-SHOTGUN MESSIAH-Fronter Zinny J. Zan nur bedingt vom Hocker gerissen hat, ging ich nicht mit sonderlich großen Erwartungen an das zweite Album (Debüt "Citzen Of Wastland"/ 1994) des ZAN CLAN heran. Doch schon anhand des Opener-Trio mit dem aufheulenden "Go Go Go", dem Stadion-Rocker "Heart N Soul" und Kick Ass-Rock ’N’ Roller "High Speed Junkie" legt die Bande einen Kavaliersstart nach Maß hin, der mich überraschend fett in den Sitz drückt. Ja, gibt’s das noch!?! Angeglammter Hard Rock vom Feinsten, und das anno 2005! Weiter geht’s mit schwer groovender Kost ("So Damn Good"/ "Mes Ya Up"), die sich irgendwo zwischen traditionsbewusster und moderner ALICE COOPER-Phase abspielt. Auf der anderen Seite lassen der Rotzer "Silver Bullet Toy" oder die bassgeschwängerte Mitgröl-Hymne "Heart Died Young", in der Mr. Zan gesanglich sich im Dunstkreis eines Tom Keifers bewegt, wieder Erinnerungen an die Glanzzeiten von PRETTY BOY FLOYD bzw. CINDERELLA erwachen. Hin und wieder wird der durchwegs rotzige Sound mit eingängigen Chören der Machart DEF LEPPARD gewürzt (z. B. "Deja Vu") oder der CLAN brilliert in schmissiger AEROSMITH-Atmosphäre ("Outro"). All denjenigen, die nach wie vor dem Sleaze- und Glam Rock verfallen sind, wird "We Are The Zan Clan ...Who The F**k Are You??!" bestimmt feuchte Träume bescheren. Endlos geil!!! In diesem Sinne: „push through the accelerator and play it loud!“

Sonny

Trackliste: 1. Go Go Go - 2. Heart N' Soul - 3. High Speed Junkie - 4. So Damn Good - 5. Mess Ya Up - 6. Silver Bullet Toy - 7. Heart Died Young - 8. Dejá Vú - 9. Jinxed - 10. Can't Get U Out - 11. Outro - 12. Surrender (Bonus Track)

Thanks to Ralph @ Indevent Promotion


ANGEL/ A Woman's Diary - Chapter I
  • Band: Angel
  • Albumtitel: A Woman’s Dairy – Chapter I
  • Spielzeit: 53:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Black Lotus Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Kate Bush, Liv Kristine, Nightwish, Imperia
  • Veröffentlichung: 20.06.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Hinter dem Banner ANGEL verbirgt sich Helena Iren Michaelsen, die den Gothic Metal-Freaks unter euch als Sängerin von IMPERIA und ehemalige Frontfrau von TRAILS OF TEARS durchaus ein Begriff sein dürfte. Die musikalischen Pfade, welche die Norwegerin mit ihrem Solo-Projekt verfolgt, kann – abgesehen vom opernhaften Gesang – nur noch bedingt mit der anfangs erwähnten Musikrichtung verglichen werden. Selten geht es auf "Woman’s Diary – Chapter I" so beherzt wie z. B. bei "Lead You Through Fire", das bestimmt auch dem letzten NIGHTWISH-Album gut zu Gesicht gestanden hätte, oder der mystischen Dancefoor-Nummer "Flames Of Desire". Vielmehr regieren auf der von Klassik dominierten Gratwanderung zwischen Metal, Rock, Folklore, Pomp und Pop deutlich ruhigere und emotionalere Klänge. So erinnert das engelhafte Teufelchen (oder teufelhafte Engelchen?)  des öfteren ziemlich gekonnt an eine KATE BUSH in Topform, ohne dabei die eigenen Akzente außen vorzulassen. Diese Einflüsse lassen sich vor allem am wunderschön-schrägen "Darkness" und an "Butterfly", das von latinolastigen Gitarren untermalt wird, oder an "Little Girl", das anhand von Acoustic-Gitarren, Cello- und Violineparts einen dramatischen Spannungsbogen aufbaut, festmachen. Außerdem solltet ihr dem von melancholischen Streichparts untermalten "Mother" und "Little Princess", das mit seinen tragischen Sing-Along-Chören stellenweise an Schlager-Melancholikerin ALEXANDRA erinnert, unbedingt Gehör schenken. Abgerundet wird die vielseitige Scheibe mit dem imposanten Instrumental "Funeral", das sich stark am "Bolero" von MAURICE RAVEL orientiert. Eine eindrucksvolle Vorstellung, die laut Titel auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Sonny

Trackliste: 01. Fallen Angel - 02. A Womans Diary - 03. Little Princess - 04. Butterfly - 05. Lead You Through Fire - 06. Mother - 07. Glow in the Dark - 08. Flames of Desire - 09. Darkness - 10. Little Girl - 11. Love of My Life - 12. Funeral

Moritz @ Gordeon Music


SPIRITUAL BEGGARS/ Demons
  • Band: Spiritual Beggars
  • Albumtitel: Demons
  • Spielzeit: 49:04 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Deep Purple, Black Sabbath, Led Zeppelin
  • Veröffentlichung: 20.06.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Erstmals aufmerksam wurde ich auf die SPIRITUAL BEGGARS beim 200er Konzert von IRON MAIDEN im Zenith/ München. Obwohl sich die Herren – damals noch mit Sänger/ Bassist Christian Stöstrand  – redlich mühten, wurden die Skandinavier ungerechtfertigt von den Zuschauern mit hämischen „Maiden, Maiden“-Rufen abgestraft. Seither sind nun fünf Jahre vergangen, und die neuformierte Band um das Rückgrat Michael Amott (Gitarre)/ Per Wiberg (Keyboards)/ Ludwig Witt (Schlagzeug) veröffentlicht mit den beiden „Neuen“ JD (Gesang) und Sharlee D’Angelo (Bass) ihr mittlerweile zweites Studio-Album. Was sich schon auf dem Vorgänger "On Fire" angedeutet hat, wird auf "Demons" konsequent weiterverfolgt, denn durch den Sängerwechsel ist der – nach wie vor – rotzige Gesamtsound ummissverständlich um eine gehörige Portion erdiger, souliger, bluesiger und auch ausgereifter geworden. Somit hat sich auch der Schwerpunkt vom Stoner Rock mehr zum modern angehauchten Retro-Hard Rock verschoben. Hier gurgelt die Hammond, hier wummert der Bass und knarrzt die Gitarre ohne sich jedoch in altbackenen Jam-Arien zu verstricken. Die Glanznummern auf einem durchgehend guten Album sind der äußerst sphärisch-erdige Stampfer "One Man Army", der rotzige Groover "Salt In Your Wounds" und "No One Heard", das zum Schluss des mit einer ganz relaxten Atmosphäre überrascht. Ein Ohrenschmaus für alle, die auf Retro-Hard Rock stehen, aber trotzdem nicht auf einen Schuss „Moderne“ verzichten wollen.

Sonny

Trackliste: 1. Inner Strength (Intro) 1:19 - 2. Throwing Your Life Away 3:32 - 3. Salt In Your Wounds 3:19 - 4. One Man Army 3:57 - 5. Through The Halls 5:08 - 6. Treading Water 3:33 - 7. Dying Every Day 5:45 - 8. Born To Die 4:34 - 9. Born To Die (Reprise) 1:21 - 10. In My Blood 4:13 - 11. Elusive 3:33 - 12. Sleeping With One Eye Open 3:44 - 13. No One Heard 5:02

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


10 FOLD B-LOW/ For Those Who Share The Sun
  • Band: 10 Fold B-Low

  • Albumtitel: For Those Who Share The Sun

  • Spielzeit: 42:17 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Al!ve

  • Vergleichbare Bands: Fear Factory, Ektomorf, Linking Park

  • Veröffentlichung: 20.06.2005

  • Wertung: 7/ 10

Review:
Mit einem stark NU-Metal beeinflussten modernen Thrash Metal versuchen dieser Tage 10 FOLD B-LOW uns eins in die Fresse zu hauen, was aber leider nur teilweise gelingt!
Da ihr Zweitwerk "For Those Who Share The Sun" leider nicht auf ganzer Linie überzeugen kann, weil spätestens ab dem dritten Song einem diese nervöse Mischung aus aggressiven Gitarren-Riffs und Industrial-Sounds ganz schön auf die sprichwörtliche „Zwölf“ geht. Irgendwie fehlt dem Album einfach die Kontrolliertheit und so machen 10 FOLD B-LOW nach einer weile einfach einen etwas nervigen Eindruck. Ich weiß nicht, vielleicht liegt es meinem Alter, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Platte irgendjemand voll und ganz überzeugen kann. Der einzige Song der mir im Gehör hängenbleibt ist "Blood Gore On", der so in dieser Form auch auf dem aktuellen SEPULTURA-Album stehen hätte können. Am besten wird es sein, dass ihr euch die Scheibe selbst anhört und euch selbst einen Eindruck verschafft. Ansonsten werdet ihr in diesem Jahr an 10 FOLD B-LOW live nicht vorbei kommen, da sie bei vielen Open Airs dieses Jahr auftreten und anschließend sind sie mit OVERKILL auf ausgiebiger Europa-Tour.

Christian

Trackliste: 1. Dawn - 2. The Seed - 3. Free At Last - 4. For Those Who Share The Sun - 5. ...To Carry On - 6. Falling - 7. Bloodgoreon - 8. Cut Myslf - 9. Call Of Conscience - 10. Dusk And Darkness - 11. Puppets

Thanks to Patrycja @ Locomotive Music


LITTLE ATLAS/ Wanderlust

Review:
LITTLE ATLAS ist eine vierköpfige Truppe aus Miami/ Florida, die auf ihrem mittlerweile dritten Album
"Wanderlust" hochklassigen Progressive Rock präsentiert. Ihr Sound, in dem traditioneller Art Rock, gekonnt eingesetzte Folk-Elemente und Classic Rock von modernen Progressive-Klängen umwoben werden, ist als nahezu eingeständig zu bezeichnen. Zwar schwingen Wellen, die gelegentlich an YES, KANSAS, BEATLES oder (frühere) GENESIS erinnern, durch das fast esoterisch erfüllte Klanggefüge, aber diese Elemente sind so dezent oder geschickt eingebettet, dass sie zu keinem Zeitpunkt federführend wirken. Außerdem ist positiv zu vermerken, dass der Gesang nicht nur ausschmückendes Beiwerk ist, sondern das verbindende Glied zwischen den komplexen Instrumentalpassagen, die eine fesselnde Geschichte zu erzählen scheinen, darstellt. Grund für diesen äußerst erfreulichen Tatbestand dürfte wahrscheinlich dem Umstand zu verdanken sein, dass Sänger Steve Katsikas, der ebenfalls für das variantenreiche Tastenspiel zuständig ist, auch hauptsächlich die Fäden beim Songwriting- und Produktionsprozess in der Hand gehabt hat. Anspieltipps erspare ich mir diesmal ausnahmsweise, denn vereinzelte Stücke aus den sieben Nummern hervorzuheben, würde dem Gesamtwerk nicht gerecht werden. Also Freunde des gepflegten Progressive Rocks, einfach Köpfhörer aufsetzen und für die nächsten 52 min die Welt um sich vergessen.
Außerdem solltet ihr bei Gelegenheit die CD in den Aufnahme-Schacht eures PCs stecken, denn da könnt ihr euch anhand des Videos von "On And On" überzeugen, dass die Herren nicht nur im Studio instrumental brillieren können, sondern auch „live on stage“ zuhause sind.

Sonny

Trackliste: 1. The Ballad of Eddie Wanderlust - 2. Higher - clip 1 / clip 2 - 3. Weariness Rides - clip 1 / clip 2 - 4. The Prisoner - clip 1 / clip 2 - 5. Home - clip 1 clip 2 - 6. On and On - clip 1 / clip 2 - 7. Mirror of Life

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


ISILDURS BANE/ Songs From The Observatory (EP)
  • Band: Isildurs Bane
  • Albumtitel: Songs From The Observatory
  • Spielzeit: 14:04 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ataraxia/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 15.06.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Ataraxia/ Just For Kicks veröffentlicht aus Vollständigkeitsgründen die erste EP von ISILDURS BANE, die eine brandneue Nummer und die drei Bonus-Tracks der kürzlich veröffentlichten DVD "Mind Vol. 5: The Observertory" enthält. Sehr harmonische und schöne Melodiebögen von Sängerin Mariette Hansson, perfekte Chill Out-Musik. Für Sammler und Fans  bestimmt interessant, für den normalen Hörer mit knapp 14 Minuten Laufzeit etwas wenig Material.
P.S. die auf 1000 Stück limitierte EP ist natürlich beim Progressive-Spezialist www.justforkicks.de erhältlich! (Anmerk. Sonny)

Ironfinger

Trackliste:

01. People are Afraid (2.07) - 02. Without Grace (5.20) - 03. Under the Wind (3.18) -  04. No Choice (I’m still here) (3.36)

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

weitere Reviews über ISILDURS BANE:
ISILDURS BANE/ Mind Vol. 5: The Observatory (DVD)


DESTINY/ Beyond All Sense 2005
  • Band: Destiny
  • Albumtitel: Beyond All Sense 2005
  • Spielzeit: CD: 46:23 min/ DVD: ca. 12 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: GMR Music Group/ SMIS
  • Vergleichbare Bands: Iron Maiden
  • Veröffentlichung: 13.06.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Im Grunde genommen, bin ich kein Freund von Neueinspielungen älterer Alben, da derartige Scheiben immer den Verdacht auf Einfallslosigkeit mit im Schlepptau haben. Etwas anders verhält es sich allerdings mit
"Beyond All Sense 2005", zumal das Debüt der Schweden vor 20 Jahren nicht gerade mit Lobeshymnen überhäuft worden war und sich mit Bassist Stefan Björnshög nur noch ein Mitglied aus dem 85er LineUp in der heutigen Formation von DESTINY befindet. Mit typischen Schweden-Metal lässt sich der Sound, den sie während der zehn Songs zum Besten geben, nicht unbedingt vergleichen. Vielmehr bewegt sich der Vierer irgendwo im Feld des traditionellen Metals zwischen US-amerikanischer ("Ode To You") und britischer Prägung ("Kill The Witch"). Während erste Nummer einen Spagat zwischen MANOWAR-lastiger Mucke und Hardcore-ähnlichen Passagen bildet, ist bei letzterer Kristoffer Göbel gesanglich irgendwo zwischen Blaze Bailey (ex-IRON MAIDEN) und Ripper Owens (ICED EARTH/ ex-JUDAS PRIEST) anzusiedeln. Das Ganze klingt zwar weder sonderlich eigenständig noch übermäßig spektakulär, aber "Rest In Peace", das anhand von Thrash-lastigen Gesangspassagen den Raum mit dramatischen Ambiente erfüllt, und den an OZZY OSBOURNE erinnernden Bonustrack "No Way Out" oder "Sirens In The Dark", das sich von zarten Acoutic-Gitarren über wuchtig-marschorientierte Rhythmus-Arbeit, mehrstimmige Gitarren und eine facettenreiche Gesangsarbeit zu einem 7min-Epos in bester IRON MAIDEN-Manier aufschaukelt, dürften die Fans der genannten Bands durchaus aufhorchen lassen. Fette 7 Punkte!
Für Sammler dürfte noch interessant sein, dass dieses Re-Recording mit aufwendig gestalteten Booklet (Texte, Linernotes usw.) und einer sehr informativen Bonus-DVD im Pappschuber aufwartet. Die kurze DVD beinhaltet nicht nur das Video von "In The Shadow Of The Rainbow" und filmisch festgehaltene Impressionen der Release-Party zum letzten „echten“ Album "Future Of The Past" (2004), die von einem Medley aus dem Titeltrack, "Holy Man" und "Sabotage" begleitet werden, sondern auch eine ausführlich Diskografie und einige Reviews.

Sonny

Trackliste: 1. Sacrilege - 2. Kill The Witch - 3. Ode To You (bonus track) - 4. Spellbreaker - 5. Power By Birth - 6. Rest In Peace - 7. Madame Guillotine (Hang Them High) - 8. No Way Out (bonus track) -9. More Evil Than Evil - 10. Sirens In The Dark

Thanks to Ralph @ Indevent Promotion


NORTHERN LIGHT/ Northern Light
  • Band: Northern Light
  • Albumtitel: Northern Light
  • Spielzeit: 61:18 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 13.06.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
NORTHERN LIGHT ist ein neues AOR-Projekt, das vom norwegischen Gitarristen/ Songwriter Tor Talle ins Leben gerufen wurde. Für das selbstbetitelte Debüt konnte er solche Sangesgrößen wie Fergie Frederiksen (MECCA/ ex-TOTO), Tony Mills (SHY), Kimmo Blum (URBAN TALE), Peter Sundell (GRAND ILLUSTION) oder Mikael Erlandsson (LAST AUTUM’S DREAM) um sich scharen. Aufgrund dieser Namen und der Tatsache, dass ihm u. a. Jorn Lande (MASTERPLAN), Fredrik Bergh (STREET TALK) oder Terje Eide (ON THE RISE) songwritertechnisch zur Seite gestanden haben, darf man eigentlich ein echtes AOR-Highlight erwarten. Zwar werden die Herrschaften durch den Opener "I Will Follow You" und das folgende "Don’t Turn Away From" (beide Vocals by Peter Sundell), das gitarrentechnisch an die früheren Tage von U2 erinnert und mit leicht funky Gitarrensparts Akzente zu setzen weiß, den Erwartungen noch einigermaßen gerecht, aber danach offenbaren sich mit "While There Still Time" (Tony Mills) oder dem recht emotionslosen "Still My Hero" (Kimmo Blom) die ersten Durchhänger. Erst mit "Tears In The Rain", das ziemlich dramatisch-fetzig aus den Membranen schwingt und stellenweise hauchzart neoklassische Züge aufweist, oder der mit JOURNEY-Touch versehenen Hymne "High Above The Sky" (Rob Moratti/ FINAL FRONTIER) kommt das AOR-Blut wieder in Wallung. Die Highlights der Scheibe befinden sich mit der leicht frickeligen – aber äußerst ohrschmeichelnden – Nummer "Living A Lie" und der wunderschönen Ballade "Wherever You Go" erst im letzten Viertel des Albums. Steherqualitäten sind also gefragt!!! Fazit: Unterm Strich bleibt zwar ein solides Debüt, aber den hohen Erwartungen, die man an eine derartige namhafte Riege stellt, wird das Album nicht wirklich gerecht.

Sonny

Trackliste: 01. I Will Follow You (Vocals Peter Sundell) - 02. Don’t Turn Away (Vocals Peter Sundell) - 03. While There Still Time (Vocals Tony Mills) - 04. Still My Hero (Vocals Kimmo Blom) - 05. When I Close My Eyes (Vocals Tony Mills) - 06. Rain Of Tears (Vocals Persa) - 07. Eye To Eye (Vocals Fergie Frederiksen) - 08. High Above The Sky (Vocals Rob Moratti) - 09. Lay Down Yyour Defences (Vocals Kimmo Blom) - 10. Living On A Lie (Vocals Peter Sundell) - 11. The Story Lives On (Vocals Mikael Erlandsson) - 12. Wherever You Go (Vocals Persa)

Thanks to Sebastian @ MTM Music


BRAZEN ABBOT/ My Resurrection
  • Band: Brazen Abbot
  • Albumtitel: My Resurrection
  • Spielzeit: 62:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Rainbow, Queen, Led Zeppelin, Gary Moore
  • Veröffentlichung: 06.06.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Gut vor einem halben Jahr hat der
Ausnahmegitarrist, Komponist und Multi-Instrumentalist Nikolo Kotzev mit der Live-Scheibe "A Decade Of Brazen Abbot"  nicht nur das zehnjährige Bandbestehen, sondern auch seinen Einstand bei Frontiers Records gefeiert. Dieser Tage wuchtet der Bulgare mit "My Resurrection" sein neuestes Machwerk in die Läden. Während Sangesgötter wie JOE LYNN TURNER oder Göran Edman (ex-YNGWIE MALMSTEEN, KHARMA) schon zum Stammpersonal auf den Veröffentlichungen des Wahl-Finnen gehören, geben TNT/ STARBREAKER-Goldkehle Tony Harnell und Erik Martensson (ECLIPSE/ "Shadows") auf der vorliegenden Scheibe ihren Einstand. Ein Aufgebot von solch Ausnahmekönnern ist zwar nicht immer der Garant für eine Hammerscheibe, aber halbgare Kost im Hause Kotzev ist überhaupt kein Thema. Vielmehr bilden der preschende Opener/ Titeltrack (JOE LYNN TURNER), der LED ZEPPLIN-like groovende "Bad Madman" (Göran Edman) und das gefühlvolle "Dreams" (JLT in Bestform!/ Gänsehaut pur!) , das von beschwingten Pianoklängen bzw. sanften Streicherparts getragen wird, ein großartiges Fundament für die folgenden Nummern. Sodass sich Mörder-Groover "More Than Money" (erneut JLT), bei dem die Hammond ordentlich röhrt und Meister Kotzev die Saiten ordentlich qualmen lässt, oder der klassikdominante Stampfer "Beggar’s Lane" und das leicht düstere "Lost" (Tony Harnell), das ebenfalls von klassischen Streicharrangements dominiert wird, ohne den geringsten Widerstand in den Gehörgängen ausbreiten können. Nikolo Kotzev steht mit seinem virtuosen Gitarrenspiel seiner Sängerriege in nichts nach, was allerdings nie auf die Kosten der Melodie und des Gesangs geht. Vollendet wird die „Wiedergeburt“ mit einer sehr klaren, aber druckvollen Produktion, für die der Meister selbstverständlich wieder selbst verantwortlich war. Unterm Strich ist dabei wohl das bis dato beste BRAZEN ABBOT-Album herausgekommen!

Sonny

Trackliste: 1. My Resurrection - 2. Bad Madman - 3. Godforsaken - 4. Dreams - 5. Flyin' Blind - 6. Another Day Gone - 7. More Than Money - 8. The Shadows - 9. Beggar's Lane - 10. Rage Of Angels - 11. Lost - 12. Shades Of Grey

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über BRAZEN ABBOT:
BRAZEN ABBOT/
A Decade Of Brazen Abbot


ROYAL HUNT/ Paper Blood
  • Band: Royal Hunt
  • Albumtitel: Paper Blood
  • Spielzeit: 56:29 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: vielleicht ein bisserl Kamelot und Domain
  • Veröffentlichung: 06.06.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Ziemlich genau zwei Jahre haben sich Tastenwirbelwind Andre Andersen und Edelsänger John West Zeit gelassen um ihrer Fanschar ein neues Album zu kredenzen. Aber das Warten hat sich mit jedem Tag gelohnt, denn selten sind ROYAL HUNT so flott, fetzig und beherzt zur Sache gegangen wie auf
"Paper Blood", was wahrscheinlich u. a. auch an der Rückkehr von Drummer Kenneth Olsen liegen dürfte. Zudem bildet der neue Gitarrist Marcus Jidell mit seinen überwältigenden Solos den perfekten Gegenpart zum bombastisch-majestätischen Keyboardgewitter von Mastermind Andersen. Während der zehn Nummern tritt der Vierer den Beweis an, dass arrangementtechnisch Komplexität nicht nur langatmiges und träges Symphonic-Flair ausstrahlt, sondern auch hochmelodisch und eingängig voll auf die Zwölf gehen kann. Musterbeispiele für diese These sind der extrem wuselige Opener "Break Your Chains" und der bedrohlich stampfende "Kiss Of Faith", der sowohl Country-Flair als auch jazziges Piano-Ambiente versprüht, oder der spannend aufgebaute Titeltrack, der die verschiedenen Facetten von John West ans Tageslicht bringt. Als absolutes Highlight entpuppt sich "Season’s Changes", da die gefühlvolle Ballade mit zunehmender Spielzeit jede Menge Power und Energie freisetzt. Ein Aspekt hinterlässt auf "Paper Blood" dann aber doch ein etwas ernüchterndes Gesamtbild: Leider gewinnt man aufgrund der vielen – beileibe nicht schlechten – Instrumentals (3!) den Eindruck, dass es sich hier um ein Solo-Album von Multitalent Andersen handelt. Also, bei der nächsten Scheibe etwas weniger Instrumental-Nummern, denn die Songs bieten doch schon genug Freiraum für instrumentale Solo-Eskapaden. 

Sonny

Trackliste: 1. Break Your Chains - 2. Not My Kind - 3. Memory Lane - 4. Never Give Up - 5. Seven Days - 6. SK 983 - 7. Kiss Of Faith - 8. Paper Blood - 9. Season's Change - 10. Twice Around The World

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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RETURN/ Return
  • Band: Return
  • Albumtitel: Return
  • Spielzeit: 43:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 06.06.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nachdem man nun fast 12 Jahre auf ein Studio-Lebenszeichen der einst erfolgreichsten norwegischen Melodic Rock-Band gewartet hat, präsentiert der Fünfer um Sänger und Gitarrist Knut Erik Østgård auf seiner sechsten Studio-Langrille zehn abwechslungsreiche Nummern, die den bandeigenen Spirit der 80er mit dem musikalischen Lebensgefühl der heutigen Zeit verschmelzen. Was vielleicht nach dem ersten Durchlauf für die eingefleischten Fans der Band etwas gewöhnungsbedürftig klingen dürfte, entwickelt sich nach intensiverem Hinhören als stellenweise recht eingängige und spritzige Kost. Zwar wartet man auf solche Knaller wie "Bye Bye Johnny" oder "In My Wildest Dreams" vergebens, aber der modern ausgerichtete Groover/ Opener "Every Little Step", der punkig-zeitgemäße "TV Song" oder "All The Way", das sich mit rotzigen Streichparts und starken Hooks in die Gehörgänge eingräbt, sind Garanten für ein durchaus gelungenes Comeback. Als weitere Entscheidungshilfen bieten sich der ordentlich nach vorne abrockende Rausschmeißer "Walk It Like You Talk" und der verträumt-romantische Midtempo "Save The Heart" an.
Ob sich RETURN mit dieser Scheibe hierzulande allerdings gegen die aktuellen Veröffentlichungen ihrer Landsmänner STAGE DOLLS, TNT oder WIGWAM durchzusetzen vermögen bleibt abzuwarten!

Sonny

Trackliste: 01. Every Little Step 3,56 - 02. Save The Heart 4,44 - 03. All The Way 4,49 - 04. TV-Song 3,33 - 05. All That I See 4,42 - 06. Mr. President 5,15 - 07. Fallen Angel 3,43 - 08. Holy Water 4,06 - 09. Heroes And Knights 4,13 - 10. Walk It Like You Talk It 4,08

Thanks to Sebastian @ MTM Music


PRESTO BALLET/ Peace Among The Ruins
  • Band: Presto Ballet
  • Albumtitel: Peace Among The Ruins
  • Spielzeit: 47:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Classic Rock und Art Rock der 70er meets zeitgemäßen Progessive Rock
  • Veröffentlichung: 06.06.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Ich muss ja ehrlich zugeben, dass schon einige Anläufe von Nöten waren, bis sich mir das Debüt von PRESTO BALLET erschlossen hat. Wahrscheinlich liegt es daran, dass man den Namen des Gitarristen Kurdt Vanderhoof aufgrund seiner Kultalben, die er mit METAL CHURCH eingezimmert hat, eher mit „true“-metallischen Klängen oder Classic Rock (Verweis auf seine Solo-Alben) assoziiert als mit traditionellen Art Rock. Auf
"Peace Among The Ruins" hat er unter Mithilfe seiner ehemaligen METAL CHURCH-Mitstreiter Jeff Wade (Drums) und Brian Lake (Bass) sowie Sänger Scott Albright, der auch schon für die Vocals auf Vanderhoofs selbstbetitelten Solo-Debüt (1997) zuständig war, einen fast eigenständigen und packenden Sound kreiert, der die Rockmusik der letzten drei Jahrzehnte in sich vereint, ohne dabei verstaubt zu klingen. Hier röhrt und atmet nicht nur die Hammondorgel bzw. das Mellotron majestätisch-progressiv oder schwirren sphärisch-verspielte Synthesizer und pfeilschnelle Gitarrensoli durch den Raum – nein, auch pumpende Bassläufe und stellenweise knüppelharte Passagen machen sich breit. Meine persönlichen Highlights sind "Fringers", das aufgrund seiner ohrschmeichelnden Chöre fast Stadion Rock-Ambiente versprüht, und "Find The Time", das in der ersten Phase atmosphärisch an SCORPIONs "Holiday" erinnert bzw. zu späterem Zeitpunkt mit Acoustic-Element a la METALICA spielt, sowie die abschließende Ballade "Bringin’ It On", die von akustischen Gitarrenklängen dominiert wird. Als weiteren Anspieltipp möchte ich euch noch "Seasons" ans Herz legen. In dieser Nummer ähnelt Sänger Scott Albright stimmlich nicht nur OMD-Kopf Andy McCluskey, sondern auch arrangementtechnisch lassen sich Querverweise zu den beherzteren Momenten der Liverpooler nicht verleugnen. Ein Album, das mit jedem Durchlauf besser wird – Garantiert!!!

Sonny

Trackliste: 1. Peace Among The Ruins 5:47 - 2. The Fringes 7:34 - 3. Seasons 3:39 -4. Find The Time 7:18 - 5. Speed Of Time 5:50 - 6. Sunshine 4:51 - 7. Slave 5:33 - 8. Bringin’ It On 6:43

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


CANNON/ Back In Business
  • Band: Cannon
  • Albumtitel: Back In Business
  • Spielzeit: 51:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Point Music
  • Vergleichbare Bands: Railway, Paganini, Accept
  • Veröffentlichung: 06.06.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
„CANNON, da war doch mal was?“ wird sich der eingefleischte Fan der deutschen 80er Hard Rock-Szene fragen. Recht hat er, denn ihr Debüt-Album "Thunder & Lightning" gehörte bis zu seiner letztjährigen Wiederveröffentlichung unter dem Titel "History" (inklusive des unveröffentlichten Albums "Timeriders") zu den meistgesuchtesten Teilen der hiesigen Szene. Fast zehn Jahre nach ihrer Auflösung kommt die Band nun mit ihrer neuen Scheibe zurück. Unter dem mehr als passenden Titel "Back In Business" kredenzen uns der hannoversche Vierer (fast in Originalbesetzung) dreizehn teutonenrock-typische Hymnen, die ihre Wurzeln eindeutig in den glorreichen 80ern haben, gelegentlich aber auch mit zeitgemäßeren Elementen ("Total Control"/ "Stand Up And Fight") überraschende Farbtupfer zu setzen wissen. Stilistisch ist die Band um Sänger Mat Rein Jaeknke, der stellenweise etwas zu krampfhaft nach Udo Dirkschneider zu klingen versucht, irgendwo zwischen ACCEPT, RAILWAY und PAGANINI einzuordnen. Seine besten Momente offenbart "Back In Business" beim hymnischen und bassbetonten Opener "Rock Feelings" oder "Lights Out - Action", das sich geradezu als Showeinstieg aufdrängt, und beim pulsierenden Stampfer "Another Hero". Außerdem bieten sich die Ballade "Tears In Your Eyes" (80er pur!), die phasenweise an NOISEHUNTERs "I Would Die For You" erinnert, und das rau-rotzige "Black Leather Boys" als weitere Anspieltipps an. Fazit: Bei CANNON sind Fans der teutonischen Hard Rock-Klänge aus den 80ern allerbestens aufgehoben.

Sonny

Trackliste: 1. Rock Feelings - 2. Playing Games - 3. Back In Business - 4. Lights Out - Action - 5. Stand Up And Fight - 6. Tears In Your Eyes - 7. Another Hero - 8. Total Control - 9. Pretty Girl - 10. Hellfire - 11. Metal Thunder - 12. Black Leather Boys - 13. Strangers In A Strange Land

Thanks to Birgitt @ Germusica


CIRCUS MAXIMUS/ The 1st Chapter
  • Band: Circus Maximus
  • Albumtitel: The 1st Chapter
  • Spielzeit: 70:37 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Dream Theater, Shadow Gallery, Symphony X, TNT
  • Veröffentlichung: 06.06.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Dass norwegische Bands in der Black/ Death Metal-Szene zu den führenden Vertretern der Zunft gehören und dass sich die Wikinger ihren guten Ruf im Melodic Rock-Genre wieder Stück für Stück zurückerobern, dürfte den meisten Besuchern bekannt sein. Nun macht sich aber mit CIRCUS MAXIMUS eine Truppe aus dem hohen Norden auf, das progressive Metal-Volk für sich zu begeistern. Dies gelingt der Band um den talentierten Sänger Michael Eriksen, der sich irgendwo zwischen James LaBrie und Tony Harnell bewegt, mit ihrer progressiven Kraftsuppe, die mit Facetten aus 70er Prog Rock, Hard Rock, Heavy-, Cyber- und Death Metal abgeschmeckt wurde, stellenweise auch ganz gut. Bestes Beispiel für den besagten Abwechslungsreichtum ist der fast 20minütige Titeltrack, der so ziemlich alle Spielarten der harten Klänge in sich vereint. Als weitere gute Ansätze sind das ordentliche groovende
"Alive", der extrem melodische Doublebass-Hammer "Why Am I Here" und der dramatisch-stampfende Bonustrack "Haunted Dreams", der von sphärischen Keyboardparts und Chören untermalt ist. Das restliche Material ist doch um ein gute Ecke sperriger und daher eher ein Fall für Prog-Puristen. Sollte es den fünf Artisten allerdings gelingen für das nächste Album ein paar eingängige Melodien mehr zu schreiben, dann dürfte einem Durchbruch nichts mehr im Wege stehen.

Sonny

Trackliste: 1. Sin - 2. Alive - 3. Glory of the Empire - 4. Biosfear - 5. Silence From Angels Above - 6. Why Am I Here? - 7. The Prophecy - 8. The 1st Chapter - 9. Haunted Dreams (exclusive bonus track for Europe)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


QUIDAM/ surREvival
  • Band: Quidam
  • Albumtitel: surREvival
  • Spielzeit: 49:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Rock-Serwis/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Porcupine Tree, Hubi Meisel, Saga
  • Veröffentlichung: 06.06.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Obwohl QUIDAM mit "surREvival" bereits ihr fünftes Studio-Album veröffentlichen, habe ich bisher vom Sextett aus Polen nichts gehört. Na dann, die Scheibe in die CD-Mühle und die Lauscher auf Empfang gestellt. Nach dem nicht besonders aufsehenserregenden und nicht sonderlich originellen Intro "Airing" rüttelt uns Gitarrist Maciek Meller mit seinen messerscharfen Riffs bei der Eröffnung von "Hands Off" erstmals auf. Diese rockige Attacke ist aber nicht von allzu langer Dauer, denn ein paar Takte später setzt Sänger Bartosz Kossowicz mit seinem beruhigenden Organ – begleitet von sphärisch-süßen Keyboards, akustischen Gitarren und verträumten Flöten – erstmals ein, bevor es gegen Ende wieder richtig rifflastig und beherzt zur Sache geht. Während Bartosz Kossowicz in den getragenen Momenten an SPANDAU BALLETs Tony Hadley ("The Fifth Season") erinnert, lassen sich in den heftigeren Passagen durchaus Vergleiche zu HUBI MEISEL ziehen. Das Highlight auf einem durchwegs anspruchsvollen Album ist meines Erachtens der Titeltrack. Bei dieser Nummer scheinen die Herrschaften genau die richtige Dosierung zwischen modernen Artrock-Elementen, Retro Prog-Zitaten (getragen von harmonischen Flötenparts a la Ian Anderson/ JETHRO TULL) und kerniger Rockmusik gefunden zu haben. Für Anhänger der etwas kernigeren Töne dürfte die Scheibe vielleicht etwas zu langatmig sein, aber die Fans des gedämpft-frickligen Progressive Rock ("Queen Of Moulin Rouge") kommen hier voll auf ihre Kosten.

Sonny

Trackliste: 1. Airing 2:25 - 2. Hands Off 9:25 - 3. Not So Close 6:22 - 4. The Fifth Season 9:45 - 5. surREvival 5:13 - 6. Queen Of Moulin Rouge 8:24 - 7. Everything's Ended 13:14

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


STYGMA IV/ Rotting Corpses
  • Band: Stygma IV
  • Albumtitel: Rotting Corpses
  • Spielzeit: 78:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Österreich
  • Vergleichbare Bands: Metal Church, Yngwie Malmsteen, Dream Theater, Savatage
  • Veröffentlichung: 01.06.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Die Österreicher haben in den letzten Monaten in ihren Archiven gebuddelt und mit "Rotting Corpses" in Eigenregie eine Fan-CD zusammengestellt, die es gewaltig in sich hat. Dieses Album beinhaltet ausschließlich bisher unveröffentlichtes Material, das sich aus acht Leftovers aus den diversen Aufnahme-Sessions der bisherigen Studio-Alben und zwei älteren Live-Aufnahmen zusammensetzt. Da haben es z. B. solche ausgefeilten Epic-Juwelen wie "The Edge" oder "Spirit Rising", die beide mit leicht neoklassischen/ symphonischen Arrangements veredelt sind, seinerzeit nicht auf das abgefeierte Debüt ("Solum Mente Infirmis"/ 1997) geschafft, da das Material nach Meinung der damaligen Plattenfirma zu progressiv ausgerichtet war. Wo hingegen die Hammerballade "No Reasons", die im nahezu pompösen Orchester-Gewand durch den Raum schreitet, zumindest auf der Japan-Version besagter Scheibe zu hören war. Mit arabischen Elementen überrascht die Band um Saitenwizard Günter Maier und Ausnahmesänger Ritchie Krenmaier im leicht MALMSTEEN-lastigen Kracher "Terror", während die hymnische Ballade "Tsunami" mit einer atemberaubenden Kombination aus keltischer Melancholie, sphärischen Parts und filigranen Gitarrensoli zum Highlight dieser Scheibe gekrönt wird. Dass die Band zu ihren früheren Tagen schon technisch versiert ans Werk gegangen ist, davon zeugen die beiden freiinterpretierten Live-Versionen. Ohne die jeweiligen Originale ihrer Identität zu berauben, haben STYGMA IV dem BLACK SABBATH-Klassiker "Heaven And Hell", das im Mittelteil in "Little Wings" von JIMI HENDRIX mündet, und der Blueshymne "I’m A King Bee" (aus der Feder von James Moore) unverkennbar ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Irgendwie werde ich bei der letzteren Nummer das Gefühl nicht los, dass die Band auch als Powertrio im Blues Rock ihre Brötchen hätte verdienen können. Zumal hier Günter Maier nicht nur durch sein brillantes Gitarrenspiel überzeugt, sondern auch als Blues Rock-Röhre einen verdammt guten Job abliefert. Fazit: Aufgrund der anspruchsvollen Qualität – sowohl in musikalischer, als auch in produktionstechnischer Hinsicht – ist diese Veröffentlichung beileibe nicht nur ein Fall für die eingefleischte Fanschar, sondern ein wohltuender Hörgenuss für jeden Freund der metallischen Klänge. Fette 8,5 Punkte!!!

Sonny

Trackliste: The Edge (Solum Mente Infirmis/ 1997))- Spirits Rising (Solum Mente Infirmis/ 1997) - Mindraped (Solum Mente Infirmis/ 1997) - No Reason (Solum Mente Infirmis/ 1997) - Perfect Creation (The Court Of Eternity/ 1998) - Terror (Phobia/ 2000) - Tsunami (Phobia 2000) - Forever (Hell Within/ 2004) - Heaven & Hell (bonus track/ 1995) - I'm a King Bee (bonus track/ 1992)

Thanks to Günter @ Stygma IV

weitere Reviews über STGYMA IV:
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STYGMA IV/ A History In Pain - Live
STYGMA IV/ The Human Twilight Zone


AJALON/ On The Threshold Of Eternity
  • Band: Ajalon
  • Albumtitel: On The Threshold Of Eternity
  • Spielzeit: 69:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Threshing Floor Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Yes, Rush
  • Veröffentlichung: ??.07.2005
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Melodic Prog-Pop gepaart mit einem hohen Anteil an „lebensbejahender Einstellung“ würde die Stilistik am ehesten treffen. Alles ist lieb, alles ist Dur, alles ist so zuckersüß, dass man Gefahr läuft während des Hörgenusses Karies zu bekommen. Handwerklich ordentlich, insbesondere die Gitarrenarbeit zeugt von hohen Fertigkeiten, aber mir persönlich zu „beglückt“ in der Umsetzung. Ich freue mich sehr wenn es Menschen gut geht, aber ihnen über eine Stunde dabei zuzuhören wie sie darüber singen, ist mir dann doch zuviel des Guten...;-) 5 Punkte + 1 für die Gitarrenarbeit.

Ironfinger

Trackliste: 01. Anthem Of The Seventh Day - 02. The Promised Land - 03. Sword of Goliath - 04. Holy Spirit Fire - 05. Psalm 61 - 06. What Kind Of Love - 07. The Highway - 08. Forever I Am - 09. On The Threshold Of Eternity  

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

Last Update: Sunday, 09. July 2006
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Sonny