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Review:
Die Band um den deutschen Gitarristen Ralf „Doc“ Heyne sorgte wohl mehr
durch ihre ständigen Sängerwechsel für Schlagzeilen, als mit ihren bisherigen
Veröffentlichungen. Obwohl das selbstbetitelte Debüt (2002 mit Fernando
Garcia/ ex-VICTORY) und der Nachfolger "Jocker In The Deck", für den
man den damaligen JADED HEART-Fronter Michael Bormann gewinnen konnte,
eigentlich recht gelungene Outputs darstellten, hat es besagten Alben immer an
der letzten Durchschlagskraft gefehlt. Daher habe ich meine Erwartung an das
dritte BISS-Werk – trotz der Mitwirkung von KROKUS-Shouter Marc Storace –
nicht sonderlich hoch angesetzt. Doch schon der ordentlich melodisch-drückende
Opener "Breathless" oder der erdige Groover "Rejected"
lassen meine Birne mächtig durchschütteln bzw. meinen Fuß auf dem Boden
vehement aufstampfen. Auch das treibende "D.S.O.D", das
groovetechnisch stellenweise an KISS’ "I Was Made For Loving You"
erinnert, oder die kernige Live-Hymne "Big Life" dürften die
Pulsfrequenz bei allen Hard Rock-Fans in die Höhe schnellen lassen. Die
absoluten Highlights auf "Face Off" sind meines Erachtens die großartige
Interpretation des ICON-Klassikers "Raise The Hammer", der fast noch
energischer durch die Gehörwindung strömt als das Original, und die Ballade
"Lady Of The Night", die atmosphärisch fast an die herzerweichenden
Momente von ACCEPT oder U.D.O. erinnert. Über die zehn Nummern tritt Marc
Storace den Beweis an, dass er nicht nur einer der erfahrensten, sondern auch
einer der facettenreichsten Sänger im Hard Rock-Business ist, denn seine
Gesangsart auf "Face Off" lässt überraschenderweise kaum Vergleiche
zu KROKUS zu. Gekrönt wird dieser Killer von der druckvollen Produktion von
Michael Voss (CASANOVA), der auch schon bei den Vorgängern hinter den Regeln saß.
| Trackliste: |
1. Breathless
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Thanks to Birgitt @ Germusica
weitere Reviews über BISS:
BISS/ X-tension
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Review:
Obwohl NEGATIVE in ihrer Heimat bereits mit Gold- und Platinauszeichnungen
geehrt wurden, dürften die Finnen bei uns eher noch den Newcomer- bzw.
Insiderstatus innehaben. An dieser Situation dürfte ihre hitverdächtige Single
"The Moment Of
Love", deren Video momentan auf MTV/ VIVA rauf- und runterläuft, und das
neue Album "Sweet & Deceitful" schleunigst etwas ändern.
Musikalisch zelebriert der rundlaufende Sechszylinder melancholischen Rock
’N’ Roll im Stile ihrer Landsmänner HIM und THE RASMUS, der mit
dreckig-verzerrten Gitarren a la MÖTLEY CRÜE oder GUNS N’ ROSES durchzogen
wird. Aufgrund des ausdruckstarken Gesangs von Jonne Aaron und der
variantenreichen Synths von Keyboarder Snack hört sich die Sache sogar
stellenweise so an, als hätten sich die genannten Vergleichbands unter Regie
von HAREM SCAREM-Frontmann Harry Hess ("My My/ Hey Hey Out Of The
Blue") und Tastenmagier JEAN MICHEL JARRE ("Angels Won’t Lie")
in einem Studio verbarrikadiert. Egal ob NEGATIVE nun hypnotisch-krachend
("In My Heaven"), spacig-rotzig ("L.A. Feeding Fire") oder
extrem gefühlsbetont ("Neverending Parade") zur Sache gehen, sie betören
den begeisterten Zuhörer unweigerlich mit ihrer unbeschreiblichen Magie. Obwohl
das Album mit 13 Nummern ordentlich bepackt ist, herrscht auf "Sweet &
Deceitful" weder ein laues Lüftchen noch Flaute. Im Grunde genommen ist es
müßig über Anspieltipps Worte zu verlieren, denn jeder Song ist auf seine
ganz eigene Art und Weise ein echter Killer. Meine persönlichen Favoriten sind
zur Zeit das von futuristischen Keyboardsounds dominierte "Creeping Inside",
der fette und kontrastreiche Groover "Until You’re Mine" sowie die
wunderschöne Acoustic-Ballade "About My Sorrow", die mit ergreifenden
Streicher- und Pianoarrangements besticht. Fazit: Sollten euch HIM schon zu
glattgebügelt erscheinen und THE RASMUS euch zu sehr auf Kommerz getrimmt sein,
dann werdet ihr von NEGATIVE bestens rotzig bedient. Schlichtweg genial!!!
| Trackliste: |
1. Intro -
2. Frozen
To Lose It All |
Thanks to Martin @ Roadrunner Records
weitere Reviews über NEGATIVE:
NEGATIVE/ Anorectic
(Glam Rock-Tipp/ September 2006)
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Review:
Für die frühsommerlichen Tage haben sich die Herrschaften von MTM Classix
einer ganz besonderen Scheibe angenommen und sind über den Atlantik nach Kanada
„gejettet“, um mit dem Debüt von REFUGEE einen echten Klassiker des
keyboardorientierten AORs vom Staub der Jahre zu befreien. "Affairs In
Babylon" erblickte ursprünglich Mitte der 80er das Licht und wird nun in
Begleitung von fünf Bonustracks erstmals auf CD veröffentlicht. Obwohl diese
Richtung nicht gerade zu meinen musikalischen Vorlieben zählt, läuft dieser
Silberling seit Tagen in sämtlichen Abspielgeräten heiß. Das kurze Intro
"Affairs In Babylon", bei dem Myles Hunter (Gesang/ Gitarre) nur von
einem Piano begleitet wird, und der folgende "Thunder Of The Night",
der mich stellenweise an OLIVIA NEWTON JOHNs Smash-Hit "Physical"
erinnert, oder das himmlisch-verträumte "Dream On Anastasia" haben
sich so fest in meine Gehirnzellen eingefräst, dass ich diese Nummern sogar vor
mir hersumme, obwohl sich die Scheibe gar nicht in meinem Player befindet. Aber
diese Titel sind bei weitem noch nicht alles an Perlen, die "Affairs In
Babylon" zu bieten hat. Man lausche nur den Klängen von "Body To
Body", das ich mir in den 80ern auch gut auf einem PAT BENATAR-Album hätte
vorstellen können, und die Ballade "These Are The Good Times", die
durch ERIC MARTIN ("I’m Only Fooling Myself") Ende der 80er auch
schon zu Cover-Ehren gekommen ist... Suchtgefahr!!! Die beiden Studio-Bonis
"We All Ge Down To The River", ein leicht progressiver und verspielter
Rocker, und der sphärische Stampfer "Let It Out" können zwar das
unglaubliche hohe Niveau der 10 ursprünglichen Nummern nicht halten, dafür
zeugen die drei zusätzlichen Live-Tracks (trotz des schlechten Sounds) von der
unglaublichen Energie und Leidenschaft, die seinerzeit bei den Konzerten von
REFUGEE geherrscht haben muss. Allem voran wissen das Zwiegespräch zwischen
Piano/ Schlagzeug und die freie Interpretation des Klassikers "Mighty
Quinn" (im Original von MANFRED MANN’S EARTH BAND) zu gefallen. "Affairs
In Babylon" ist meines Erachtens genau die richtige Begleitmusik für den
endlich aufkeimenden Sommer…
Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass sich MTM Classix in naher Zukunft auch
des Zweitlings der Kanadier annimmt.
| Trackliste: |
01.
Affairs In Babylon 1,44
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Thanks to Sebastian @ MTM Music
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Seit fast 19 Jahren sind Ben(Gesang), Summi, Gernot (beide Gitarre), Armin
(Bass) und Stefan (Schlagzeug) eine eingeschworene Rock-Bande. Nach der
englischsprachigen EP "Carol"
(1992), dem darauf folgenden Longplay-Debüt "Die Zeit Ist Reif"
(1995) und der Jubiläums-CD "10 Jahre Live" (1996), die alle unter
dem Banner PIERROT veröffentlicht wurden, trat der Fünfer im Jahr 2000 veröffentlichungstechnisch
erstmals unter dem Namen HAMMERSCHMITT in Erscheinung. Während auf dem
selbstbetitelten Debüt – trotz der unüberhörbaren traditionellen Heavy
Metal-Elemente – durchaus der Einfluss von RAMMSTEIN zu spüren war, scheinen
sich die Münchener mit "Mein Herz" jetzt wieder mehr ihrer Wurzeln
anzunähern. Zwar wandeln die Mannen auch auf dem neuen Album gelegentlich noch
auf den Pfaden der sogenannten Neuen Deutschen Härte, aber die Zeichen stehen
verstärkt auf richtig knackigen, vielseitigen und ungezwungenen Rock.
Stilistisch liegt "Mein Herz" meines Erachtens somit ziemlich genau in
der Schnittmenge zwischen "Die Zeit Ist Reif" und "Hammerschmitt",
da man das Ohrmerk auch wieder verstärkt auf starke Melodien und Eingängigkeit
gelegt hat. Mit diesen Eigenschaften wissen allen voran der lässig rockende
Opener "Frei Sein" und die mörderisch-groovende "Wahrheit",
die durch den harmonischen Kontrast von Bens kraftvoller Stimme und den
hauchzarten Chören von Sandrina Sedona eine schaurig-packende Stimmung aufbaut,
oder die wunderschöne Semi-Acoustic-Nummer "Ewigkeit" (Gänsehaut
garantiert!) auf Anhieb zu punkten. Auf der anderen Seite stehen knackige
Metal-Stampfer wie der sozialkritische "Henker" oder der coole
Party-Rocker "Tanz". Mit "Viva L’ Amore" werden
HAMMERSCHMITT wohl auch ihre eingefleischtesten Fans überraschen, denn diese
Nummer ist nicht nur mit Abstand der melodischste Titel, den die Band bisher
geschrieben hat, sondern ist auch schlechthin das Musterbeispiel für den
Abwechslungsreichtum von "Mein Herz". Ein Song mit wunderschönen
Acoustic-Gitarren, stampfenden Beats, spritzigen Melodien und romantischen
italienischsprachigen Chören, bei dem Sänger Ben erneut tatkräftig-zarte
Unterstützung von Sandrina Sedona bekommt – Kurzum: einfach hitverdächtig!
Im klassisch-arrangierten
Bonustrack "Ewigkeit II", das von wunderschönen Streicher- und
Pianoparts getragen wird und das an Intensität wohl kaum noch zu überbieten
ist, findet ein verdammt starkes Album seinen krönenden Abschluss.
Stellt sich abschließend nur noch die Frage, warum die Band für "Mein
Herz" noch immer keinen Deal an Land ziehen konnte, denn HAMMERSCHMITT gehören
eindeutig zur Speerspitze des deutschsprachigen Heavy Metals...
| Trackliste: | 1.
Frei sein - 2. Wahrheit - 3. Wir sind wir
- 4. Kranke Welt - 5. Ewigkeit
- 6. Henker - 7. Tanz
- 8. Treiben - 9. Viva L'Amore
- 10. Mein Leid - 11. Gottesmann
- 12. Der Wind - 13. Ewigkeit II (Bonus-Track) Dank der Jungs von HAMMERSCHMITT und ihres Webmasters Schwefel (www.kranke-welt.de) könnt Ihr anhand eines cool desingten Flashplayers in die Songs auf "Mein Herz" selbst reinschnuppern. |
Thanks to Armin @ Hammerschmitt
weitere Reviews über HAMMERSCHMITT:
HAMMERSCHMITT/ 20 Jahre Für Die Ewigkeit
(DVD/ CD) (Live-Candy/ October 2006)
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Review:
Dem Titel nach könnte man annehmen, dass es sich bei der vorliegenden Scheibe
um eine Country-Scheibe handelt. – Weit gefehlt! Zwar erreichen auf "Cowboys
Dürfen Das..." gelegentlich auch countrylastige Klänge die Ohren des Zuhörers,
aber auf diesen Stil lassen sich FRED APE & RUDI MIKA bestimmt nicht
limitieren. Vielmehr bewegt sich das ausgefuchste Liedermacher-Duo zwischen den
Klangwelten aus Country (Titeltrack), Dixieland/ Jazz, Folk ("Da War Früher
Gar Nichts"), Tango ("Vor Spinnen Gibt Es Kein Entrinnen") und
Reggae ("Doe Berater") sehr gekonnt hin & her und würzen ihre
Musik mit nachdenklichen und ironischen – teilweise sogar bissigen – Texten,
die mit so alltäglichen Themen wie dem ewigen Nachbarschaftsstreitigkeiten
("Es Gibt Keine Paradise"), den Krankheits-/ Verletzungs-Wettstreit
("Wie Geht Es?"), der blanken Frustration zum Älterwerden
("Rentenbescheid") oder der Auseinandersetzung mit dem Tod ("Der
Sensemann Erscheint") beschäftigen. Ein Album das allem voran die
Liedermacher-Anhängerschaft der 70/ 80er Jahre ansprechen dürfte, aber auch
ein paar interessante Momente für uns Rockfans bereithält. Als da wären
"Sahara", welches das balladeske Flair der JON BON JOVI-Alben in sich
trägt, oder das akustisch stampfende "Es Ist Schon Bitter".
| Trackliste: | 01.Cowboys
dürfen das [4:22]
|
Thanks
to Jochen @ Pläne Records
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Nachdem mich persönlich das konzeptionell angelegte Debüt ("A
Tragedy In Steel – Shakespeare’s Macbeth"/ 2002) der Band um das ehemalige GRAVE
DIGGER-Kreativduo Uwe Lulis (Gitarre) und Tomi Göttlich (Bass) nicht sonderlich
vom Hocker geblasen hat, konnte man REBELLION mit ihrem reinrassigen und
hammerharten True Metal-Album "Born A Rebel" (2003) einen stattlichen Schritt nach vorne
attestieren. Selbiges gilt auch für ihren neusten Streich, denn mit "Sagas
Of Iceland" haben Tomi Göttlich & Co nicht nur ein aufwendiges Konzept
ausgearbeitet, das auf den weltberühmten Wikinger-Schriften "Heimskringla"
beruht, sondern auch ihr bis dato ausgereiftestes und mystischstes Album
eingemeißelt. Obwohl es sich hier um eine in sich geschlossene Geschichte
handelt, können Songs wie der episch angelegte und hymnisch drückende Opener
"Ynglinga Saga (To Odin We Call)", der riffbeladene Doublebass-Kracher
"The Sons Of The Dragaon Slayer (Blood Of Eagle)" und das getragene
"Treason", das stellenweise mit der düsteren Magie a la IRON MAIDEN
spielt, locker und lässig für sich alleine stehen. Der absolute Killer auf
"Sagas Of Iceland" ist für mich der modern angehauchte Stampfer
"Ruling The Waves", der problemlos den sogenannten True Metal und mit
zeitgemäßen Stilmitteln verbindet. Wie der Untertitel vielleicht schon erahnen
lässt, handelt es sich bei "Sagas Of Iceland" um den Beginn einer
Trilogie, die sich in Teil 2 mit den schwedischen und russischen Wikingern beschäftigt
und in Teil 3, der auf der "Edda"-Sagensammlung basiert, seine
Vollendung findet. Das vorliegende Album befasst sich hingegen u. a. mit dem
norwegischen König Harald Harfager, Eric den Roten oder den beiden dänischen Königen
Sven Gabelbart und Knut dem Großen. Wenn sich der Fünfer so großartig
weiterentwickelt wie bisher, dann stehen uns nächstes und übernächstes Jahr
zwei echte Hammerwerke ins Haus.
| Trackliste: | 01. In Memorandum Lindisfarnae - 02. Ynglinga Saga (To Odin We Call) - 03. The Sons of The Dragon Slayer (Blood Eagle) - 04. Ragnhild's Dream - 05. Harald Harfager - 06. Eric The Red - 07. Freedom (The saga of Gang Hrolf) - 08. Treason - 09. Sword In The Storm (The Sage of Earl Hakon, Protector of Norway) - 10. Blood Rains ((The Saga of King Olaf Trygvason) - 11. Ruling The Waves - 12. Canute The Great (The King of Danish Pride) - 13. Harald Hadrade |
Thanks to Sven @ MusicConsult
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Review:
Neben den progressiven Meisterwerken, bei denen Multitalent Henning Pauly federführend
ist, gehören vor allem sämtliche Alben von SHADOW GALLERY zu meinen Favoriten.
Nicht nur, dass sich die Amerikaner mit jedem Output stets in songwriter- und
produktionstechnischen Belangen steigern konnten, nein, sie haben sich auch
musikalisch und stilistisch ständig weiterentwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt
man bereits nach dem ersten Durchlauf ihres fünften Albums, das schlicht mit
"Room V" betitelt ist. Ganz egal ob das Quintett um die kreativen Köpfe
Gary Wehrkamp (Gitarre, Keyboards) und Brendt Allmann (Gitarre) dabei
wuchtig-progressiv ("Birth Of A Daughter)", treibend-verspielt ("Death
Of A Mother"), hymnisch-eingängig ("Vow") oder verträumt-einfühlsam
zu Werke geht. Meine persönlichen Favoriten sind "Torn", das sich von
akustischen Gitarren-, sinnlichen Pianoklängen und Flötenpassagen über gefühlvolle
E-Gitarrensparts, sehr harmonischen Keyboards und ein dezent eingesetztes
Schlagzeug zu einer sehr atmosphärischen und tiefgehenden Nummer entwickelt,
sowie der filigran-wuchtige Kracher "The Archer Of Ben Salem", bei dem
die Rhythmus-Fraktion Carl Cadden-James (Bass)/ Joe Nevolo (Drums) einen
Grananten-Job abliefert. Neben den außergewöhnlichen instrumentalen Fähigkeiten,
der bereits erwähnten Herrschaften, darf man natürlich die kraftvolle, aber
auch klare und helle Gesangarbeit von Mike Baker, welche Seele der Musik von
SHADOW GALLERY darstellt, keinesfalls überhören. Als weitere Anspieltipps möchte
ich euch "Comfort Me" (ein Wahnsinns-Duett mit Laura Jaeger) und
"Encrypted", das mit einem atemberaubenden Gitarrenspiel besticht,
unbedingt ans Herz legen. Fazit: Für mich ein großartiges Album, das den ganz
eigenen Stil von SHADOW GALLERY definiert.
P.S. "Room V" stellt die konzeptionelle Fortsetzung des vorletzten
Album "Tyranny" dar und ist außerdem als Special-Edition mit einer
zweiten CD erhältlich, die neben Bonustracks auch Videomaterial beinhaltet.
| Trackliste: | ACT
III: 01. Manhunt - 02. Comfort Me - 03. The Andromeda Strain - 04. Vow -
05. Birth Of A Daughter -06. Death Of A Mother -07. Lamentia ACT IV: 08. Seven Years - 09. Dark - 10. Torn - 11. The Archer Of Ben Salem - 12. Encrypted -13. Room V -14. Rain |
Thanks to Detlev @ InsideOut Music
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Review:
Obwohl der Name KAIPA schon seit über 30 Jahren ein Synonym für in
schwedischen Folk verwurzelten Progrock ist, dürfte die Band hierzulande
wahrscheinlich nur den eingefleischtesten Genre-Puristen bekannt sein, denn
bevor die Band um den musikalischen Kopf und Keyboarder Hans Lundin vor drei
Jahren mit "Notes From
The Past" nach zwei Jahrzehnten Funkstille ihr Comeback feierte, veröffentlichte
die Band ausschließlich Alben in ihrer Muttersprache. Allerdings müsste ein
Großteil der Musiker, die sich hinter KAIPA verbergen, den meisten Freunden der
technischversierten Rockmusik bekannt sein. Da wären z. B. die beiden FLOWER
KINGS-Recken Roine Stolt (Gitarren) und Jonas Reingold (Bass) sowie RITUAL-Sänger
Patrik Lundström. Völlig klar, dass bei KAIPA die progressiven Klangwelten der
70er die Hauptrolle spielen, aber trotzdem ist es Hans Lundin & Co anhand
von melodischen, jazzigen und funkigen ("A
Pair Of Sunbeams"),
Country- und Blues-lastigen Elementen – und natürlich mit den technischen Möglichkeiten
der heutigen Zeit – gelungen, ein frisches und prickelndes Prog-Album
einzuzelebrieren. An diesem erfrischenden Endergebnis dürfte die Tatsache, dass
Herr Lundin mehr Wert auf den einzelnen Song und dessen Melodien gelegt hat,
nicht ganz unschuldig sein. Trotzdem sind die unverkennbaren und virtuosen Solis
von Stolt und Lundin
immer noch die unabdingliche Würze im Sound der Schweden. Apropos Würze:
Insbesondere die Songs, in denen ALEENA (die in Schweden nicht nur eine
gefeierte Country Rock-Sängerin, sondern auch eine sehr begehrte Songwriterin
ist) den Leadgesang übernimmt, stahlen – ohne dabei Patrik Lundström in den
Hintergrund drängen zu wollen – sowohl beruhigendes und verträumtes ("Shadows
Of Time") als auch feuriges Flair (der abschließende Part des 25minütigen
Titeltracks) aus. Des weiteren dürften der halbakustische "Last Free
Indian", der mit melancholischen Streicherparts und einem hymnischen
Mittelteil aufwartet, und das beschwingt-verspielte "Electric Leaves"
auch Musikfreaks begeistern, die progressiven Klängen normalerweise nicht
sonderlich viel abgewinnen können. Während "Timebomb" der wohl
quirligste und pulsierendste Song auf "Mindrevolutions" ist, könnte
ich mir "Our Deepest In A Shore" gut auf einer klassisch
ausgerichteten BLACKMORE’S NIGHT-Scheibe vorstellen. Fazit: "Mindrevolutions"
ist genau das richtige Album um sich nach einem stressgeplagten Tag in die
Traumwelt fallen zu lassen!
| Trackliste: | 1.
The Dodger (8:09) |
Thanks to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über KAIPA:
KAIPA/ Angling Feelings
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Review:
Eigentlich ist in der heutigen Zeit gegen eine rotzfreche Mixtur aus vergangenen
GUNS N’ ROSES- und AEROSMITH-Tagen mit ein paar frischen Alternative-Splittern
("Get Up") nichts einzuwenden, aber dann sollte auch die Produktion
die heutigen Standards erfüllen. Genau hier liegt die Krux am Debüt der
Niederländer. Zwar kann man phasenweise songwritertechnisch mit Nummern wie "Believe
In Me", das mit rotzig-sleazigen Gitarren und simple gestrickten
Schlagzeugsparts gute Laune verbreitet, oder dem aggressiven, leicht punkigen
"No Place To Go" an
die genannten Vergleichbands heranriechen, aber aufgrund des dünnen und
schwachbrüstigen Sounds lässt sich das gesamte Album nur bei gemäßigter
Lautstärke genießen. Nichtsdestotrotz kann ich mir vorstellen, dass sich "Hey
Know", das mit schmissigen Beats und Bläserparts sehr an AEROSMITH
erinnert, und das Glam Rock-lastige "I Can Manage", in den Sänger Tim
Jasper sehr an ROLLING STONES-Zappelphilipp Mick Jagger erinnert, live-technisch
mächtig
abgehen dürften. All diejenigen, die mit dem genannten Stil-Mix etwas anfangen
können und nicht sonderlich großen Wert auf produktionstechnischen
Schnickschnack legen, sollten "Getting Away With Murder" durchaus antesten.
| Trackliste: |
1. Rising Star - 2. Believe In Me - 3. Home Tonight - 4. Let Go - 5. Hey Now - 6. Get Up - 7. Streets At Night - 8. No Place To Go - 9. Same Colour Blue - 10. I Can Manage - 11. All That's Special - 12. All You Can Do - 13. Streets At Night (acoustic version) |
Thanks to Alfie @ Music Avenue
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Review:
Eine ungewöhnliche musikalische Mischung aus klassischer Gitarre, Cello,
Percussion und Vocals bietet The
Neil Campbell Collective.
Gesanglich ein wenig an GENESIS erinnernd, gepaart mit einem starken südlichen
Flair, wissen die einen oder anderen Passagen zu gefallen, der große
musikalische Durchbruch offenbart sich mir jedoch nicht. Die klassische Gitarre
gestaltet sich als übergeordnetes Element in allen 8 Titeln, ein Trademark
allemal, aber mehr auch nicht. Geschmackssache...
| Trackliste: | 1. Rainstorm (7:42) - 2. The Rain Remembers (4:05) - 3. Last Orders (4:12) - 4. November Song (3:31) - 5. 3AM Song (3:22) - 6. Heaven (4:31) - 7. Wearing My Heart (On My Sleeve) (3:52) - 8. Rainstorm Part 2 (6:59) |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
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Eine möglichst aggressive – aber dennoch melodische – Musik zu
kreieren, war das benannte Hauptziel von BEYOND THE FLESH als sie sich 2000
zusammenschlossen, um so eine größt mögliche Hörerschaft begeistern zu können
(so die Musiker selbst!). Wenn ihr jetzt denkt, dass deshalb "What
The Mind Perceives"
sicherlich sehr nach Mainstream klingt, dann täuscht ihr euch aber gewaltig,
denn obwohl die Band unter diesem Gesichtspunkt gegründet wurde, ist ihre
bisher zweite CD (die erste hieß "Spawned from Flesh and Bone"
und erschien in Eigenregie/ 2001) anderen Death & Trash-Metal Bands in
nichts hinterher und klingen teilweise sehr nach CARRACAS oder CANIBAL CORPSE
(wie zum Beispiel bei Track 4, 6 & 7). Die US-Amerikaner bringen mit ihrer
aber teils doch melodiösen Linie eine gewisse Abwechslung in ihre sonst sehr
Riff beladenen Death Metal-Songs und klingen etwas - wenn man das so sagen darf
- „überlegter“ als andere
Bands ihrer Sparte. Mein absoluter Lieblings Track auf "What The Mind Perceives"
ist "Is
This Life?";
der mit seinen Death-Crows und seinem raffinierten Timing sehr an „Carracas“
zu "Hatework"-Zeiten
erinnert, und somit deckt diese Scheibe ein weiteres Spektrum spielend ab, nämlich
die des Grindcores! Ein Leckerbissen für jeden, der gerne extreme Musik mit dem
gewissen Etwas mag. Unbedingt kaufen, die Scheibe hat das Zeug ein Klassiker zu
werden!!!
| Trackliste: | 01. Rise Above The Weak - 02. Fleshwound - 03. The Scars That Remain - 04. Is This Life? - 05. The Sick - 06. Wastedland - 07. Darkest days - 08. Scattered Thoughts - 09. Prophecies Of the Dead - 10. What The Mind Perceives |
Thanks to Birgitt @ Germusica
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Soviel schon mal
vorweg: "Over:Load" ist genau die Scheibe, über die sich die
Traditionalisten unter den Kritikern und den Fans der kanadischen Melodic
Rock-Heroes wahrscheinlich wieder ordentlich die Mäuler zerreißen werden. Wer
aber auch den modernen Klängen aufgeschlossen gegenübersteht, für den dürfte
der neueste Streich von HAREM SCAREM so einige Schmackerl auf Lager haben. Auf
der einen Seite rifft sich Pete Lesperance mit zeitgemäß tiefgestimmten
Gitarren durch Songs wie dem sphärischen Groover "Don’t Come Easy"
oder dem granatenmäßigen Stampfer "Forgive & Forget", in den
auch Sänger Harry Hess verdammt rotzig rüberkommt. Andererseits liefert man
mit dem bedrohlich groovenden "Rise And Fall" und der getragenen Hymne
"Can’t Live With You" zwei Nummern ab, die mit den typischen HAREM
SCAREM-Harmonien aufwarten. Wobei erstere ein Parade-Beispiel für den
gelungenen Spagat zwischen den traditionellen und modernen Elementen ist. Als
weitere Earcatcher entpuppen sich das riffbeladene "Afterglow", das in
punkto Gesangsharmonien Parallelitäten zu DOMINOEs "Here I Am"
aufweist und die Power-Ballade "All You’re Getting", das mit
QUEENschen Arrangements und Chören a la ELO protzt. Phasenweise gelingt es
Harry Hess bei dieser Nummer in die göttlichen Sphären eines Freddy Mercurys
vorzustoßen. Auch die für HAREM SCAREM ungewohnt lange Spielzeit von gut 40
min gibt diesmal keine Veranlassung zum Meckern und produktionstechnisch ist das
Duo Hess/ Lesperance sowieso über jeden Zweifel erhaben.
Für mich gehört "Over:Load" neben "Mood Swings" und dem
selbstbetitelten Debüt zum Besten, was HAREM SCAREM bisher abgeliefert haben.
Wobei mir ein richtig schlechtes HAREM SCAREM-Album nicht bekannt ist ;-)
| Trackliste: |
1.
Dagger - 2. Afterglow - 3. Rise And Fall - 4. Don't Come Easy - 5. Can't Live With
You - 6. Forgive & Forget - 7. All You're Getting - 8. Leading Me On -
9. Understand You - 10. Same Mistakes - 11. Wishing (exclusive bonus track for Europe) |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über HAREM SCAREM:
HAREM SCAREM/ Human Nature
(Earcatcher/ January 2007)
HAREM SCAREM/ Higher (Crossfire-Review
by Christian and Sonny)
HAREM SCAREM/ The
Early Years
HAREM SCAREM/ Weight
Of The World
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Review:
Bei "Zenology II"
handelt sich weder um eine Neuauflage von "Zenology" (1995), noch um
das seit langem herbeigesehnte neue Album der Band um Gitarrist Zeno Roth,
sondern sozusagen um die Fortsetzung der 95er Demo-Compilation. Die 11 Nummern
setzten sich aus ZENO-Material zusammen, das zwischen 1983 - 1989 entstanden ist
und auf der vorliegenden CD erstmals veröffentlicht wird. Im Gegensatz zum Vorgänger,
bei dem sich Michael Flexig, Tommy Heart (SOUL DOCTOR, ex-FAIR WARNING) und
Helge Engelke (DREAMTIDE, ex-FAIR WARNING) sich den Gesang geteilt haben, übernimmt
– abgesehen von "Hard Beat" und "Dreaming The Night Away"
(Tommy Heart) – bei diesem Album wieder Stammsänger Flexig die stimmliche
Alleinverantwortung. Obwohl die beiden bereits erwähnten Songs nicht
gerade schwach auf der Brust sind, erweisen sich vor allem die
Flexig-Nummern als echter Ohrenschmaus. Allein schon der treibend-hymnische
Opener "Call Of The Heart" und der gitarrenvirtuose Stampfer "Tonight"
rechtfertigen diese Veröffentlichung. Wobei man den mächtig krachenden Ohrwurm
"Good Game, Bad Game", den schwindelerregenden AOR-Killer
"Victoria" und die riffbeladene Ballade "Free Again (Eagle Of
Love)", die sich gitarrentechnisch stellenweise an QUEEN orientiert,
keineswegs ins zweite Glied stellen sollte. Kurzum "Zenology II" ist
eingängigster 80er Melodic Hard Rock vom Feinsten, der Dank MTM Music nicht
weiter dazu verdammt ist, für alle Ewigkeiten in den ZENO-Archiven zu
schlummern.
| Trackliste: | 01.
Call Of The
Heart ** vocals by Tommy Heart |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
weitere Reviews über ZENO:
ZENO/ Runway To The Gods
(Album Of The Month/ October 2006)
ZENO/ Zeno (re-release/
Klassiker-Tipp November 2004)
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Review:
HOLY MOSES sind eine jener Bands,
die aus dem deutschen Metal nicht mehr weckzudenkend sind, was nach 25 Jahre
Bandgeschichte auch irgendwie verständlich ist! Auch auf ihrem nunmehr 11ten
Longplayer haben es die Aachener abermals geschafft, ihren eigenen Horizont
nochmals ein Stück zu durchbrechen und so kompromisslos wie eh und je zu
klingen. Ganz ehrlich gesagt, dachte ich eigentlich, dass es diese Band gar
nicht mehr gibt, da die letzte CD, die ich von HOLY MOSES gehört habe "No
Matter What’s The Cause" war
und die jetzt doch schon elf Jährchen alt ist. Na ja, so kann man sich täuschen!
SORRY! Aber wie gesagt, um so gespannter war ich als ich hörte, dass ich von
HOLY MOSES die neue Platte beurteilen darf. Am
meisten beeindruckt mich, wie Sabina Claasen noch immer diese furchteinflössenden
Vocals hinbekommt (Ich will nicht dein HNO-Arzt sein, das Elend in deinem Hals können
sich gerne andere anschauen ;-) ... so aber nun zurück zum Eigentlichen. Ihr
kennt sicher noch HOLY MOSES aus eurer Kindheit oder Jugend und wenn ich euch
jetzt sage, dass manche Dinge auch ohne große Veränderungen immer wieder geil
rüberkommen und einfach einzigartig sind, versteht ihr sicher was ich meine.
Man kann bei HOLY MOSES. einfach nicht von großartiger Veränderung sprechen,
da diese nicht wirklich stattfindet und wenn, dann nur im Kleinen. Hier gibt es
keine dummen Experimente, sondern hier wird Härte zelebriert und das seit über
25 Jahren in ihrer wohl aggressivsten Form. Mehr muss man ja jetzt nicht mehr
sagen oder, außer vielleicht das der letzte Song des Albums "Say Goodbye"
einer der besten ist, die ich je von der Band gehört habe.
Alsdann,
hoch mit der Pommes Gabel und huldigt HOLY MOSES!
| Trackliste: |
01.
Angel
Cry |
Thanks to Britta @ Armageddon Music
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LEE Z dürfte bisher wahrscheinlich nur Prog-Puristen ein Begriff gewesen sein,
aber auch die eingefleischtesten Fans werden überrascht sein, dass sich das Münsteraner
Quartett nun nach ziemlich genau 10 Jahren mit einer neuen Studio-Langrille zurückmelden.
Auf "Shadowland" präsentieren sie
während der zehn Nummern melodischen Progressive Rock/ Metal, der nicht
nur vertrackt-anspruchsvoll ist, sondern durchaus auch mit sehr einprägsamen
Chorussen und einer stilvollen Gesangsarbeit zu überzeugen weiß. Die
Highlights auf ihren mittlerweile fünften Output, sind der filigran-groovende
Opener/ Titeltrack, "Cold Days", das trotz seiner nachdenklichen
Stimmung lässig aus den Boxen schlendert, und der Midtempo-Rocker "Troublemaker",
der in gewissen Momenten an EUROPE zu "Out Of This World"-Zeiten
erinnert. Als weitere Anspieltipps sollte man die modern angelegte Ballade
"Nights In Dover" und den schweren Groover "Alive", bei dem
man geschickt mit sphärischen Elementen und vereinzelten Rap-Passagen
jongliert, in Erwägung ziehen. Das restliche Material ist zwar ein klein wenig
sperriger als die bereits erwähnten Nummern, aber das ändert nichts an dem
Faktum, dass LEE Z mit "Shadowland" ein mehr als ordentliches Comeback
abgeliefert haben.
| Trackliste: | 1. Shadowland - 2. Enemy In Me - 3. Cold Days - 4. Save Me - 5. Alive - 6. Nights In Dover - 7. Troublemaker - 8. Sweet Surrender - 9. Fallen From Grace - 10. Peaceful Lake |
Thanks to Birgitt @ Germusica
![]() |
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Review:
„Hell yeah!“ Die Musik von THOU ART LORD
würde ich als Physico-Metal mit Black Metal-Einflüssen benennen. Wobei
ihre Spielweise eher an die erst Kategorie angelehnt ist und somit sehr an
NEUROSES erinnert, verweisen ihre zum Teil doch sehr satanischen Texte an die
Black Metal-Herkunft (müsst euch mal daheim ein paar Minuten zeit nehmen und
euch die Texte näher anhören, da kann sich sogar Dani Filth
nur noch vor Ehrfurcht verbeugen ;-)! Ansonsten ist "Orgia
Daemonicum" zwar ein
sehr solides und durchwegs gutes, aber dennoch kein sensationelles Album. Nur
der Titelsong "Orgia
Daemonicum" bietet etwas
Abwechslung im sonstigen Dahingebrügel der restlichen 9 Tracks, da er mit
seinen vielen Stimmung und Timingwechseln doch sehr anspruchsvoll ist. Um "Power
From Hell" nicht zu
vergessen, hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um eine Huldigung an
VENOMs "Welcome To Hell",
ein auch durchwegs gelungener Song. Für alle satanisch-angehauchten Metal-Fans
ein absolutes Muss in diesem Jahr, allen anderen rate ich unbedingt: „anhören
vor dem Kauf!“, denn THOU ART LORD trifft nicht jedermanns Geschmack!
| Trackliste: | 01. Possesed / The Legion - 02. Hecate Unveiled - 03. An apparition Of Vengeance - 04. He, The great worm - 05. The Gnostic Code - 06. The Royal Invocation Of Apophis - 07. Orgia Deamonicum - 08. Necromantic - 09. Satanic Aphorisms - 10. Onslaught (Power from Hell) |
Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Ums gleich vorwegzunehmen: Wer gehofft hat, dass CRIMSON GLORY-Mitbegründer Ben
Jackson (Gitarre) mit seiner neuen Scheibe, die er wie schon sein Solo-Debüt "Here
I Come" selbst eingesungen hat, den Geist der beiden legendären CRIMSON GLORY-Scheiben
wieder aufleben lassen würde, hat hier definitiv auf Sand gebaut. Denn außer
dem Titeltrack, der vielleicht auch ganz gut auf die letzte FRONTLINE-Scheibe
gepasst hätte, und dem 80er-lastigen Rocker "Eyes Of Ice" lassen sich kaum Parallelen zu
seiner einstigen Band ziehen. Besagte Nummern gehören zugleich auch zu den auffälligsten
Songs der 10 Darbietungen, die sich im vorwiegenden im modernen und melodischen
Hard/ Heavy Rock-Metier bewegen. Unter diesen Nummern befindet sich mit dem
Stampfer "Far And Away", der recht lässig und eingängig aus den
Boxen rotzt, auch das einzige echte Highlight. Das restliche Material wird zwar
ansprechend dargeboten und ist ziemlich gut produziert, aber lässt irgendwie
den alles entflammenden Funken vermissen. An diesen Umstand vermögen auch der
amtlich groovende Finisher "Rock & Roll Heaven (Or Bust)" und der
Backgroundgesang seines einstigen CRIMSON GLORY-Kollegen Midnight nichts mehr zu
ändern. Mehr als eine solide 6,5 ist diesmal leider nicht drin!
P.S. Also, ich persönlich gebe der gewagten, vielseitigen und emotionalen
Soloscheibe des charismatischen CRIMSON GLORY-Sängers ohne mit der Wimper zu
zucken den Vorzug.
| Trackliste: | 1. Turn It On - 2. Mean Machine - 3. All Over You - 4. Falling Down - 5. Ghost In The Mirror - 6. Eyes Of Ice - 7. Far And Away - 8. Heavy On My Mind - 9. Break It - 10. Rock & Roll Heaven (Or Bust) |
Thanks to Birgitt @ Germusica
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Melodic Rock gehört nicht unbedingt zu den Musikarten, die man von einer aus
Finnland stammenden Band erwarten würde. MYON frönen trotz ihrer
skandinavischen Heimat dem progressiven angehauchten Melodic Rock, den man
stellenweise mit SAGA in Verbindung bringen könnte. Doch irgendwie scheinen die
Fußstapfen der übermächtigen Kanadier mehr als eine Nummer zu groß für die
Band um Sänger Jukki Nummi zu sein. Zwar schürt der doch recht anspruchsvolle
und eingängige Opener "Still
Alive" die Hoffnung auf ein mächtiges Werk, aber danach folgt gleich eine
Reihe von Nummern, die ohne besonderen Wiedererkennungswert am Zuhörer vorbeiplätschern.
Erst wieder mit "Take Your Side", das mit einem hörenswerten
Gitarrensoli und mit ohrwurmtauglichen Melodien fesselt, und der mystischen
Lowtempo-Nummer "Before It’s Too Late", die in manchen
Keyboard-Passagen die Erinnerung an HAROLD FALTERMEYERs "Axel F."
auffrischt, besinnt man sich auf die anfängliche Stärke. Mit dem
frisch-quirligen "Human Nature" folgt dann sogleich auch der einzig
echte Höhepunkt auf "Slideshow". Danach verliert sich der Fünfer
wieder in ecken- und kantenlosen Schnickschnack, dem es letztendlich an
Durchschlagskraft mangelt. Bei der momentanen Veröffentlichungsflut, wage ich
zu bezweifeln, dass sich MYON dieser aalglatten Scheibe, die gerade mal übers
Mittelmaß hinausschießt, freischwimmen können!?!
| Trackliste: | 1. Still Alive - 2. Scars of the Heart - 3. Forgive not forget - 4. Died for the moment - 5. Take your side - 6. Before or too late - 7. Human nature - 8. So Long - 8. How does it feel - 9. Living the fantasy - 11. The letter - 12. Fire/Water |
Thanks to Birgitt @ Germusica
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Review:
Dem Bandnamen nach könnte man ohne Weiteres darauf schließen,
dass sich das österreichische Trio dem todesbleiernen Metal verschrieben hat.
Aber schon der lässig vor sich hingroovende Opener "We
Stay On Holiday" deutet an, was in der folgenden Mitsing-Hymne
"Maria" und dem anschließenden "SoulStorm Catcher/ Tabu"
zur Realität wird: St. Ananas (Bass, Vox), Bruteman (Drums, Vox) und Bedatonic
(Gitarre, Vox) versetzen den Zuhörer durch ihren einzigartigen und
unterhaltsamen Mix aus Rock-, Surf- und Punk Musik unweigerlich in
Urlaubsstimmung. Natürlich ist bei COSTA DE LA MUERTE nicht alles
Friede-Freude-Eierkuchen; das progressiv anlegte und etwas bizarre "Helicopter"
und die rifflastige Zappelnummer "Evil Eve" verbreiten stellenweise düsteres
bzw. richtig böses Flair, daran vermag auch der lässige Reggae-Splitter in
letzterer Nummer nichts zu ändern. Außerdem sollte der stilistisch offene
Rockfan vielleicht noch "What’s Your Name", das man beinahe als
melodischen Hardcore bezeichnen könnte, und das verspielt-ausgelassene
"Strange" antesten. Neben dem bereits erwähnten "Maria" gehören
die heimelig-raue Ballade "Still There" und die gackernde Blues-Nummer
"The Devil Uses Me" zu meinen persönlichen Favoriten auf dem recht
gut produzierten Album. Allerdings möchte ich abschließend noch bemerken, dass
die Herren auf die ein oder andere der 18 Nummern (!) verzichten hätten können,
denn dann wäre mit Sicherheit eine noch bessere Wertung fällig gewesen... so
sind unterm Strich eben „nur“ satte 7 Punkte!
| Trackliste: | 1. We Stay On Holiday - 2. Maria - 3. SoulStorm Catcher/ Tabu - 4. Natuaral Born Lawnmowerman - 5. Los Senores De Tempo - 6. Helicopter - 7. Evil Eve - 8. Low On Your Life - 9. That Heart Of Yours - 10. Did You - 11. All The Right Moves - 12. Higher - 13. Different - 14. In The Woods - 15. What's Your Name - 16. Strange - 17. Still There - 18. The Devil Uses Me |
Thanks to Fritz Weismann @ Costa De La Muerte
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Review:
In seiner Heimat Großbritannien gehört IAN PARKER wohl zu den absoluten
Aufsteigern in der Blues-Szene, während er hierzulande noch nicht über den
Insidertipp hinausgekommen ist. Obwohl er im Herbst 2003 mit "Inside"
sein erstes Studio-Album veröffentlicht hat, ist er im Grunde genommen der geborene
Live-Musiker. Dies
stellt der 29jährige Sänger und Gitarrist auf seinem mittlerweile zweiten
Live-Album "... Whilst The Wind" mit einer für sein Alter
unglaublichen Lässigkeit und Abgeklärtheit erneut unter Beweis. Auf der
vorliegenden Scheibe, die am 04. Dezember des letzten Jahres während der Show
in der Bluesgarage zu Hannover mitgeschnitten wurde, präsentiert der
Birminghamer neben vier Songs der besagten Studio-Scheibe auch vier
Coverversionen und vier neue Songs aus eigener Feder. Das neue Material
unterstreicht nicht nur seine herausragenden musikalischen Fähigkeiten, sondern
zeugt von seinen ausgereiften Songwriter-Qualitäten. So verarbeitet er in der
großartigen Slow Blues-Nummer "It Hurts A Man" (SANTANA lässt grüßen)
den Tod seiner Großmutter oder setzt sich im schmissigen "The Moral
Men" (Highlight!) und "The Truth Within", in dem er an Mr.
Slowhand ERIC CLAPTON erinnert, mit Humanitätsfragen auseinander, die besonders
die jüngste außenpolitische Vorgehensweise Großbritanniens und der USA im
Blickfeld haben. Die Höhepunkte sind allerdings die elegant röhrende
Boogie-Nummer "Feel Whole Again", das sich zu einem spannungsgeladenen
Zwiegespräch zwischen seinem rau-klaren Gesang und seinem fingerfertigen
Gitarrenspiel entwickelt, und der 11minütige Schleicher "By Your
Side", den wahrscheinlich auch ein WALTER TROUT nicht besser hinbekommen hätte.
Von den Covernummern hinterlassen allem voran die stampfende McKINLEY
MORGANFIELD-Nummer "She’s All Right" sowie das abschließende Medley
aus "Almost Cut My Hair" (DAVID CROSBY) und "The Green Manalishi",
das von ex-FLEEDWOOD MAC-Saitenvirtuosen Peter Alan Green geschrieben wurde,
einen hervorragenden Eindruck. Allerdings vermisse ich bei diesem Album die
allseits gelobte Live-Atmosphäre der Bluesgarage, da die Publikumsreaktionen spürbar
in den Hintergrund gemischt erscheinen. Nichtsdestotrotz: Wer sich mit den
bereits erwähnten Blues-Heroen identifizieren kann, dürfte auch mit der Musik
von IAN PARKER keinerlei Probleme haben. Beachtliche Vorstellung!!!
| Trackliste: | 01.
Power Of The Gospel - 02. The Love I Have - 03. Misfits And Fools -
04. It Hurts A Man - 05. The Moral Men - 06. She Cries - 07. The
Truth Within |
Thanks to Katrin @
Ruf Records
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Zugegeben, ich bin
nicht unbedingt ein Freund der NuMetal/ NuRock – und schon gleich gar nicht
einer der nationalen Szene, denn nur in den seltensten Fälle besitzt eine Band
aus deutschen Landen das Format um auf der internationalen Bühne bestehen zu können.
Zu einer hoffnungsvollen Ausnahme scheinen allerdings VIRUS aufzukeimen. Das
Quintett aus Mannheim präsentiert uns auf seinem Debüt "Sick Of
Lies" eine gelungene Mischung aus NuMetal/ Nu Rock und Grunge, bei der
sowohl Aggressivität als auch melodische Parts nicht zu kurz kommen.
Stilistisch könnte man die Band um Sänger Frank Widderson vielleicht am
ehesten irgendwo zwischen METALLICA und NICKELBACK einordnen, ohne ihr dabei
eine gewisse Eigenständigkeit absprechen zu wollen. Unter den 13 Nummern auf
"Sick Of Lies" befinden sich – abgesehen vom etwas einfallslosen
"Homeless" – keine wirklich gravierenden Durchhänger oder gar Ausfälle.
Ganz im Gegenteil, denn mit "Mother Earth", das mit mächtigen
Shout-Passagen, beachtlichen Riffwänden und einem catchy Chorus zu begeistern
weiß, oder dem fast melodisch-verträumten "Once" und dem
facettenreichen Groover "Free" haben VIRUS drei Nummern in der
Hinterhand, die mit der nötigen Portion Glück zu echten Hits reifen könnten.
Kurzum: Gebt der Band eine faire Chance, denn spätestens nach dem zweiten
Durchlauf werdet ihr von "Sick Of Lies" infiziert sein!
| Trackliste: | 1.
Lost - 2. For My Sun - 3.
Mother Earth
- 4. Once
- 5. Homeless - 6. Payday
- 7. 360 - 8. Caged - 9. Bleedin' - 10. Fool - 11. Free - 12. No More Lies
- 13. Who |
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Review:
Während sich im Lager der legendären US-Hard Rock-Band AXE noch immer nichts
Neues tut, hat die italienische Band um den AXE-Fronter Bob Harris unter der
produktionstechnischen Oberaufsicht von AXE-Chef Bobby Barth ihr zweites Album
eingespielt. Die Richtung, die EDGE OF FOREVER ziemlich genau vor einem Jahr mit
ihrem Debüt "Feeding The
Fire" eingeschlagen haben, findet auf "Let
The Demon Rock ’N’ Roll" seine zielstrebige Fortsetzung. Wobei man nach
mehreren Durchläufen feststellen muss, dass sich das neue Material vielleicht
einen Zacken rauer und eingängiger aus den Klangkörpern schält. Angefangen
vom heftig vorwärts rockenden Opener "The Machine", der mit
verspielt-progressiven Elementen um sich wirft, über das symphonische/
neoklassische "Crime Of Passion" bis hin zur majestätisch
schreitenden Band-Hymne "Edge Of Forever" bahnen sich die 10 Nummern
ohne die geringsten Widerstände den Weg durch die Gehörwindungen. Während die
geniale Ballade "A Deep Emotion" große AOR-Momente im Stile a la
TERRY BROCK offenbart, wird der Rocker "Feel Like Burning" von mächtigen
Gitarrensalven getrieben. Genau die richtige Kost für all diejenigen, die den
glorreichen AXE-Tagen nachtrauern.
| Trackliste: | 01.
The Machine 4,50 |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
weitere Reviews über EDGE OF FOREVER:
EDGE OF FOREVER/ Feeding The Fire
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Review:
Etwas gewöhnungsbedürftig ist das dritte Album der Amerikaner schon. Nicht nur
musikalisch, sondern auch konzeptionell. Ihr von Loops und Samples
durchdrungener Neoprog findet genau den goldenen Mittelweg zwischen
angespacten-futuristischen Arrangements und erdverbundenen 70er-lastigen
Klangdimensionen, an denen nicht zuletzt die beiden Gastmusiker Adrian Belew
(Gitarre/ KING CRIMSON, TALKING HEADS) und KANSAS-Violinist David Ragsdale
erheblichen Anteil haben. Genauso ausgefallen wie ihr Sound ist auch das
Konzept, das sich innerhalb von 12 Songs über die Schicksale zehn
grundverschiedener Menschen aus einem Wohnblock erzählt. Vom korrupten
Hauptgeschäftsführer ("Mr.
Lie") oder einer alleinerziehenden Mutter ("Majestic") über
einen Drogensüchtigen ("Beast Inside") oder einen Gang-Boss
("Street Game") bis hin zum ausgedienten Schauspieler ("Curtain
Call") oder einem Priester ("Broken") werden diverseste
Charaktere beleuchtet und gekonnt musikalisch in Szene gesetzt. Die größten
Momente auf "Habitat" sind das von Violinenparts getragene "Majestic",
das seinem Titel alle Ehre macht, sowie das bizarr-eingängige "Might Is
Right" und der abschließende Titelepos, das sich als quirlig-imposante
Nummer erweist. Ein nicht ganz genreübliches Konzeptalbum, das gerade wegen
seiner realitätsbezogenen Thematik einen ganz besonderen Reiz ausstrahlt.
| Trackliste: | 01.
The Block |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
![]() |
Review:
KILT, eine deutsche Mixtur aus Nu-Metal und Hardcore mischen alles was z.Zt.
als „trendy“ in Sachen Metal durch geht, sprich „melodisch gesungene
Strophen“, garniert mit Grunz/ Growl/ Scream-Passagen. Man spürt es den
Newcomern an, dass man sich Mühe gegeben hat, den eigenen Werken eine eigene
Note zu verpassen, aber leider beschränkt sich die musikalische Bandbreite der
Titel nur auf eine Mixture aus leidlich bekannten Elementen der Protagonisten
von LINKIN PARK über KORN bis hin zu SLIPKNOT. Von daher macht sich leider auch
bei jeder Nummer nach ca. 1 Min. eine enorme Langeweile breit, da wirklich jedes
Mal die gleichen Elemente bemüht werden und man eh weiß wie der Titel
strukturell enden wird. Es genügt auf Dauer halt leider nicht seinen Vorbildern
so nahe wie möglich zu kommen, da mir die Jungs auf dem beigefügten Foto aber
noch recht jung erscheinen, haben sie reell gesehen noch viel Zeit eine eigene
musikalische Persönlichkeit zu entwickeln. Des Weiteren beinhaltet die Low
Budget-Produktion des Tonträgers zwar eine gewisse Authentizität, drückt die
„Schlagkraft“ der Titel aber leider auch noch mal kräftig nach unten raus.
| Trackliste: | 01. Show Me The Way - 02. Judge Me - 03. Inside - 04. Take Away The Pain - 05. Bitch - 06. Day By Day - 07. Free My Soul - 08. Blind - 09. Suicide - 10. Bullet |
Thanks to Sönke @ TTS Media
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Nachdem JOHN WETTON/ GEOFFREY DOWNES bereits 2001 eine Collection mit
Demoaufnahmen aus den Jahren 1983 – 1995 gemeinsam veröffentlicht haben, präsentieren
die beiden ASIA-Gründer nun in Form von "Icon"
brandneuen Stoff. Während besagtes Album im Laufe der ersten Hälfte den Geist
von ASIA zu seligen JOHN WETTON-Zeiten aufleben lässt, verliert sich das
Kreativ-Duo in der zweiten Hälfte in balladesken Gefilden und driftet dabei
stellenweise sogar in Schlaflied-Atmosphäre ("Sleep Angel") ab –
was aber keineswegs heißen soll, dass es diesen Nummern an Qualität mangelt.
Zu den Highlights auf "Icon" gehören eindeutig der Opener und
Uptempo-Rocker "Let Me Go", das – abgesehen von den
Streicherarrangements – nahtlos an das selbstbetitelte ASIA-Debüt anschließt,
und die fesselnde Pomp Rock-Nummer "I Stand Alone", die mit dramatisch
schreitenden Melodien und Rhythmen spielt. Außerdem wissen der pompöse
Stampfer "Hey Josephine" und die bittersüße Ballade "In The
End", bei der JOHN WETTON von Annie Halsam begleitet wird, mit durchaus
radiotauglichen Argumenten zu überzeugen. Natürlich gibt’s an dieser Scheibe
auch arrangement- und produktionstechnisch nichts auszusetzen, aber vielleicht hätten
sich die Herren zu einer anderen Trackreihenfolge entschließen können, denn
bei einer anderen Konstellation der Trackliste würde "Icon" bestimmt
in einem noch abwechslungsreicheren und unterhaltsameren Licht erstrahlen.
| Trackliste: | 1.
Let Me Go - 2. God Walks With Us - 3. I Stand Alone - 4. Meet Me At
Midnight - 5. Hey Josephine - 6. Far Away - 7. Please Change Your Mind -
8. Sleep Angel - 9. Spread Your Wings - 10. In The End. |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Eigentlich bin ich ja ein Freund von Coverversionen/ -Alben, vorausgesetzt der
vortragenden Band gelingt es den jeweiligen Klassikern ihren eigenen Stempel
aufzudrücken. Dieser Tatbestand wird bei der vorliegenden Cover-Collection von
STYX zweifelsohne erfüllt, aber irgendwie vermisse ich beim Großteil der 14
interpretierten Kultnummern den Überraschungseffekt und die letzte
Durchschlagskraft. Klar, Nummern wie "A Salty Dog" (PROCOL HARUM),
LOVIN’ SPOONFULs "Sommer In The City" oder der JETHRO
TULL-Gassenhauer "Locomotion Breath" dürften in nahezu jeglicher
Spielart nichts an ihren Ohrwurm-Qualitäten einbüßen, aber mit den
Interpretationen von THE WHOs "I Can The For Miles", des HUMBLE
PIE-Groovers "I Don’t No Doctor" und "One Way Out" (ALLMAN
BROTHERS) hat sich die Band um Sänger/ Gitarrist Thommy Shaw ehrlich gesagt
keinen Gefallen getan. Trotzdem dürften Cover-Freaks der Scheibe nach mehreren
Durchläufen einen gewissen Unterhaltungswert zugestehen, aber die qualitätsbewussten
Fans der Band werden von "Big Bang Theory" sicherlich ziemlich enttäuscht
sein... Aber keine Bange, mit dem nächsten richtigen Studio-Album wird bestimmt
alles wieder besser J
| Trackliste: | 1. I Am The Walrus (The Beatles) - 2. I Can See For Miles (The Who) - 3. Can't Find My Way Home (Blind Faith) - 4. It Don't Make Sense (You Can't Make Peace) (Willie Dixon) - 5. I Don't Need No Doctor (Humble Pie) - 6. One Way Out (Allman Brothers) - 7. A Salty Dog (Procol Harum) - 8. Summer In The City (Lovin' Spoonful) - 9. Manic Depression (Jimi Hendrix) - 10. Talkin' About The Good Times (The Pretty Things) - 11. Locomotive Breath (Jethro Tull) - 12. Find The Cost Of Freedom (CSNY) - 13. Wishing Well (Free) - 14. Blue Collar Man (Styx) |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über STYX:
STYX & The Contemporary Youth Orchestra/ One With Everything
(Live Candy/ November 2006)
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Review:
„Schwääre Kost“ würde Vitali Klitschko wohl sagen, wenn man ihm den
Live-Output von UNDER THE SUN zu Gehör führen würde. Das Quartett aus
Kalifornien frönt nämlich jener Art von Progressive Rock/ Neoprog, die zwar
mit spirituell/ mystisch angehauchten Bombast beladen ist und
instrumentaltechnisch bestimmt mit zum Besseren des Genres gehört, aber deshalb
wahrscheinlich auch wenig eingängig aus den Boxen fließt. Für
Melodiebesessene, wie ich es bin, mögen vielleicht noch der sphärisch-moderne
"Dreamcatcher" oder das bizarr-symphonische "From Henceforth Now
And Forever (P.S. 124)", das von faszinierenden Synthies getragen wird,
Anlass zum Schwärmen geben, aber das restliche Material ist zugegebenermaßen
doch etwas schwerverdaulich und somit eher ein Fall für Prog-Puristen, die
zackige, vertrackte und verschachtelte Elemente als ihr täglich Brot ansehen.
Solltet ihr zu jener Spezies gehören, dann könnt ihr euch
das 71min-Schnittchen bedenkenlos unter www.justforkicks.de
einverleiben ;-)
| Trackliste: | 01.
Tracer |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
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Review:
Der finnische Gitarrist BEN GRANFELT hat sich vor allem durch seine Bands
GRINGOS LOCOS, GUITAR SLINGERS und den fünf Alben, die er mit den
aufsehenserregenden LENINGRAD COWBOYS eingespielt hat, sowie als Tourgitarrist
von WISHBONE ASH einen Namen gemacht. 1994 trat er erstmals unter eigenen Namen
in Erscheinung und veröffentlichte seither vier Studio- sowie ein Live-Album
und ein Live-Video. Zum zehnjährigen präsentiert BEN GRENFELT nun mit "The
Past Experience 1994 - 2004" einen fesselnden Querschnitt, der mit sämtlichen
Highlights seiner bisherigen Solo-Karriere aufwartet. Zu diesen Höhepunkten gehören
u. a. die atemberaubenden Instrumental-Nummern "Snowking", die perfekt
zum "Top Gun"-Soundtrack gepasst hätte, und "The Power Of
Passion 2001", in dem sich gelegentlich Einflüsse eines JOE SATRIANIs
breit machen. Außerdem würde sich der "Morning Mist" wahrscheinlich
nahtlos auf MARK KNOPFLERs "Cal" einreihen. Von den gesanglichen
Darbietungen hinterlassen vor allem der Heavy-Blueser "Faith, Hope &
Love", der modern-angefunkte Rocker "All I Want To Be" und der
moderne Mördergroover "What We Are" einen blendenden Eindruck. Des
weiteren sollte man die Live-Versionen des Racing-Boogies "Checkered
Flag", den der Meister 1996 für seinen Freund und Formel1-Fahrer Mika Sato
geschrieben hat, und des Titelthemes ("Slapshot") zur Eishockey-WM
1997 in Finnland nicht ganz außer Acht lassen. Ergänzt wird das „Best
Of“-Material durch die zwei neuen Instrumentals "Last Note" und
"XXX", die beide recht relaxt und beruhigend um die Ecke biegen. Ein
großer Pluspunkt – neben der musikalischen und produktionstechnischen Klasse
der Scheibe – ist der Fakt, dass sich die instrumentalen Darbietungen mit den
„echten“ Songs die Waage halten. Wer bisher von BEN GRANFELT noch nichts gehört
hat, für den ist "The Past Experience 1994 - 2004" mit Sicherheit die
richtige Einstiegsdroge.
Thanks to Ralph @ Indevent Promotion
![]() |
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Review:
Bereits vor vier Jahren feierte der einstige CRIMSON GLORY-Frontmann mit "M"
sein Solo-Debüt. Jetzt fast vier Jahre später kommt er ganz unverhofft mit dem
Nachfolger "Sakada" über den großen Teich.
Musikfreaks, die den bereits erwähnten Vorgänger kennen, werden von der
abgefahrenen Mixtur aus Heavy Metal, Psychedelic Rock und Dramatik nicht
sonderlich überrascht sein. All diejenigen, die allerdings eine Scheibe im
Stile von CRIMSON GLORY erwartet haben, werden wohl – genauso wie ich –
einige Durchläufe benötigen, bevor sie diesen „eigenartigen“ Musikstil
verinnerlicht haben. Aber danach entfalten Songs wie das eingängig-dramatische
"Pain", das einen wunderbaren Kontrast zwischen rotzigen Gitarren und
frühren SANTANA-Eskapaden bietet, oder der melodramatische Titeltrack, der
arrangement- und improvisationstechnisch auch Parallelen zu MAN DOKIs "Soulmates"
oder STEVE VAI aufweist, ihre unbeschreibliche Magie. Außerdem grenzt es fast
schon an Genialität wie der charismatische Sänger Südseeklänge, die das
Fernweh ordentlich schüren, mit countrylastiger Feuerlageratmosphäre
("Lost Boy") perfekt in Einklang bringt. Stilvoll abgerundet wird das
extrem vielseitige und emotionale Album mit dem flockig-schrägen "Cat
Song", der wohl eingängigsten und rockigsten Nummer auf "Sakada".
Fazit: Die Scheibe kommt langsam, aber gewaltig!!!
| Trackliste: | 1. Incubus - 2. Berber Trails - 3. Little Mary Sunshine - 4. Miss Katie - 5. War - 6. Pain - 7. Sakada - 8. Lost Boy - 9. Cat Song |
Moritz @ Gordeon Music
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Review:
"The
Voice Of Hatred" ist das neue
Thrash Metal-Meisterwerk mit dem sich die Wuppertaler CONTRADICTION dieser Tage
zurück melden. Da ihr letzter Streich mittlerweile schon 9 Jahre auf dem Buckel
hat, ist es auch wirklich mal wieder Zeit sich an der Front zurückzumelden.
| Trackliste: | 01. Break The Oath - 02. Voice Of Hatred - 03. Arguments - 04. Falling Down - 05. Hate Patrol - 06. Crimes - 07. Nation Of Fear - 08. Horizon - 09. Privacy - 10. Engines Of Greed - 11. Future |
Thanks to Britta @ Armageddon Music
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Review:
JAMIE McLEAN dürfte einigen Jazz/ Funk-Freaks unter euch bereits als Gitarrist
von der DIRTY DOZEN BRASS BAND aufgefallen sein. Mit "This Time Around"
hat er nun sein eigenes Baby am Start und präsentiert uns im Laufe von 11 Songs
einen bodenständigen – stellenweise gefühlvollen, aber auch ordentlich
groovenden – Cocktail aus Rock,
Blues, Country und Southern Rock, der mit funkigen und jazzigen Einsprengseln
dekoriert wird. Die erfrischendsten Zutaten sind der schmissige Opener "Home
Movies", der mit fetten Big Band-Elementen protzt, das truckermäßige
"Innocence Lost" und der spritzige Jazz-Stampfer "One Of The
Innocent", der an die Acoustic-Sachen von ERIC MARTIN erinnert, oder das mächtige
angefunkte "Too Much Of Anything". Von den ruhigen Momenten
hinterlassen vor allem der Titeltrack, der als gefühlvoller Schleicher um die
Ecke biegt, und die schwelgende "Queen Of Make Believe" einen
hervorragenden Eindruck. Gesanglich bewegt sich JAMIE McLEAN dabei annähernd in
der Liga eines RICHIE KOTZEN. Die Platte ist nicht nur ein Leckerbissen für
Genre-Fans, sondern eignet sich aufgrund seiner Vielfalt auch bestens als
Einsteigerobjekt.
In unseren Breiten könnt ihr die Scheibe beim „everything that
rocks“-Spezialisten www.justforkicks.de
ordern.
| Trackliste: | 1. Home
Movies |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
Last
Update: Sunday, 08. January 2006
created in January 2001 © by Sonny