![]() |
|
Review:
BONFIRE sind seit fast zwei Jahrzehnten das Aushängeschild des deutschen Hard
Rock. Nachdem sie mit ihrem letzten Studio-Album "Free" einen sehr
mutigen Schritt gewagt haben, überraschen sie ihre treue und große Anhängerschaft
mit einem Doppelalbum der ganz besonderen Art. Auf "One Acoustic
Night" präsentieren sie ihre größten Hits ganz unerwartet im „unplugged“-Gewand.
Das Greatest Hits-Set, das durch vereinzelte Nummern aus "Free"
aufgelockert wird, wurde Ende des letzten Jahres während des Einweihungs-Gig in
der nahezu privaten Atmosphäre des Private Music Clubs vor ca. 100
handverlesenen Gästen mitgeschnitten. Wer jetzt glaubt, hier würde ihn eine
lahme Veranstaltung erwarten, der wird höchstwahrscheinlich seinen Mund nach
den folgenden 100 min vor Staunen nicht mehr zu bekommen. Klar, BONFIRE waren
live immer schon eine Macht, aber was die Mannen um Lessmann/ Ziller mit diesen
Acoustic-Sets abgeliefert haben ist wohl an Intensität und Emotionalität nicht
mehr zu überbieten. Während auf der einen Seite Songs wie "Proud Of My
Country" oder die gefühlsechte Ballade "Friends" – sowie viele
andere – für eine nie enden wollende Gänsehaut sorgen, haben die rockigen
Hymnen wie "Sweet Home Alabama", der Mitsing-Klassiker "Hot To
Rock" oder "Hard On Me", das von geilen Hammond-Sound getragen
wird, nichts an ihrem mitreißenden Faktor eingebüsst. Fast überflüssig zu
erwähnen, dass die beiden Mega-Balladen wie "You Make Me Feel" und
"Who’s Foolin Who" oder der Lagerfeuer-Knüller "Rock ’N’
Roll Cowboy" (in der deutschen Version) bei einer derart emotionsgeballten
Veranstaltung die Sahnehäubchen auf einem wohlklingenden und handgemachten
Dessert sind. Dieser einzigartige Gig wurde natürlich auch bildtechnisch
festgehalten und wird zeitgleich mit dieser Doppel-CD als Doppel-DVD veröffentlicht.
Außerdem haben BONFIRE anlässlich
ihres „Rock For Asia“-Projekts ihren "Rock ’N’ Roll Cowboy"
umgeschrieben/ –arrangiert, um ihn als Charity-Single (in englischer,
deutscher und spanischer Version) zu veröffentlichen. Mehr Infos zu dieser
Spendenorganisation findet ihr unter www.rock-for-asia.com.
| Trackliste: | CD1:
1. Free - 2. What About Love - 3. Hot To Rock - 4. Don't Touch The
Light - 5. Who's Foolin' Who - 6. Give It A Try - 7. S.D.I. - 8.
Proud Of My Country - 9. Sweet Obession CD2: 1. Under Blue Skies - 2. American Nights - 3. Friends - 4. Give A Little - 5. Rock 'N' Roll Cowboy - 6. I Need You - 7. Hard On Me - 8. Ready For Reaction - 9. You Make Me Feel - 10. Sweet Home Alabama - 11. Song For Asia (Rock 'N' Roll Cowboy 2005) - 12. Song For Asia (Rock 'N' Roll Cowboy 2005) (German version) - 13. Song For Asia (Rock 'N' Roll Cowboy 2005) (Spainish version) |
Thanks to Willi @ Rock On Music
weitere Reviews über BONFIRE:
BONFIRE/ Double X
BONFIRE/
Free
BONFIRE/
Tell Me
What U Know (Single)
BONFIRE/
Live
Over Europe!
BONFIRE/ 29
Golden Bullets
BONFIRE/ Strike
Ten
![]() |
|
Review:
BARBARA CLEAR dürfte vielen Menschen aufgrund ihres atemberaubenden Auftritts
am 24. April 2005 in der Münchener Olympiahalle und der damit verbundenen
Medienpräsenz bekannt sein. Am 12. März diesen Jahres nahm die Ausnahmekünstlerin
das Projekt Olympiahalle zum Zweitenmal in Angriff und veröffentlichte zu
dieser Gelegenheit ihr neues Album "Precious".
Im Gegensatz zum Vorgänger "Look Out!" ist das aktuelle Werk doch
etwas ruhiger und nachdenklicher ausgefallen. Trotzdem hat die Scheibe mit der
äußerst dynamischen Interpretation der MELISSA ETHERIDGE-Nummer "Chrome
Plated Heart" und dem energiegeladenen "Locomotive Breath" (im
Original von JETRO TULL) durchaus Stoff für rockorientierte Ohren zu bieten.
Ziemlich energisch kommt auch "Person To Person" rüber, das der
irische Songwriter und ihr langjähriger Bekannter DAVE MEANEY geschrieben hat.
Aber auch ihr ruhigeres eigenes Material wie das sanft swingende "Love Is A
Healer", das eine beruhigende und kraftschöpfende Atmosphäre verbreitet,
oder der Opener "I Am A Bird", den Frau Clear mit fast engelsgleichen
Gesang vorträgt, wissen auf Anhieb zu überzeugen. Ein besonderes Highlight
stellt für mich der Bonustrack "Faraway Eyes" aus dem Jahre 1992 dar,
der mit Sicherheit stilistisch auch sehr gut auf ein BLACKMORE’S NIGHT-Album
passen würde. Ich bin immer wieder tief beeindruckt welche Atmosphäre die Frau
nur mit ihrer Gitarre und ihrem Gesang aufbauen kann. Für mich gehört BARBARA
CLEAR – nicht nur hierzulande – unbestritten zur Spitze der Singer/
Songwriter-Szene.
| Trackliste: | 1. I Am A Bird - 2. Justice - 3. Chrome Plated Heart - 4.
Love Is A
Healer |
Thanks to Ralph @ Clear Support
weitere Reviews über
BARBARA CLEAR:
BARBARA CLEAR/ Part Of It All
BARBARA CLEAR/ Live In Der Olympiahalle München
BARBARA CLEAR/ Live In Der Olympiahalle München (DVD)
BARBARA CLEAR/ Look Out!
BARBARA CLEAR/ Ticket To Munich - Barbara Clear In Concert
|
|
Review:
Wie fang ich’s nur an? "Metamorpheus", das neueste Solo-Werk des früheren
GENESIS-Gitarristen hat mit Rockmusik auch im tieferen Sinne rein gar nichts am
Hut. Vielmehr frönt STEVE HACKETT auf dem vorliegenden Album mittlerweile zum Fünftenmal
seiner Vorliebe für die klassische und akustische Gitarre. Für
"Metamorpheus" hat der Saitenvirtuose eigens das 8köpfige UNDERWORLD
ORCHESTRA zusammengestellt, in dem ihm u. a. sein Bruder John Hackett (Flöten)
und sein früherer QUIET WORLD-Weggefährte Dick Driver (Bass) tatkräftig zur
Seite stehen. Auf der fast einstündigen Reise durch klassische Klangwelten fällt
vor allen Dingen auf, dass sich der Meister (abgesehen von "Eurydice
Taken" und "Return To The Realm Of Eternal Rernewal") nicht auf
einem musikalischen Egotrip befindet, sondern mittels seines variantenreichen
Gitarrenspiels mit Violine (Christine Townsend, Lucy Wilkins), Cello (Richard
Stewart, Sarah Wilson), Trompete (Colin Clague), Horn (Richard Kennedy) und Flöte
regelrecht auf romantische Weise kommuniziert. So wird der geneigte Zuhörer von
verschwärmten Momenten ("Song To Nature"/ "That Vast
Live"), tiefster Melancholie ("Charon’s Call"/
"Elegy") und bedrohlicher Düsternis ("Under The World –
Orpheus Looks Back") ergriffen. Obwohl sich letztere Nummer ziemlich stark
an MAURICE RAVELs "Bolero" orientiert, besitzt diese Nummer genug
Eigenständigkeit und -dynamik. Da auf diesem Album scheinbar nur gewiefte
Musiker zuwerke gehen, die sich auf instrumentaler Ebene voll und ganz
respektieren, schaffen es STEVE HACKETT & THE UNDERWORLD ORCHESTRA mit einer
schier unfassbaren Leichtigkeit allerhöchstes Niveau über (nahezu) die gesamte
Spielzeit anzuschlagen. "Metamorpheus" ist meines Erachtens nicht nur
eine sehr interessante Geschichte für Klassik- und Gitarrenpuristen, sondern
auch ein Fall für anspruchsvolle Rockmusik-Fans, die sich in unserer
schnelllebigen Zeit auch in den klassischen und entspannten Klangwelten ohne
Probleme zurechtfinden.
| Trackliste: | 1. The Pool Of Memory And The Pool Of Forgetfulness -2. To Earth Like Rain - 3. Song To Nature - 4. One Real Flower - 5. The Dancing Ground - 6. That Vast Life - 7. Eurydice Taken - 8. Charon's Call - 9. Cerberus At Peace - 10. Under The World - Orpheus Looks Back - 11. The Broken Lyre - 12. Severance - 13. Elegy - 14. Return To The Realm Of Eternal Renewal - 15. Lyra |
Thanks to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über STEVE HACKETT:
STEVE HACKETT/ Wild Orchids
(Special-Tipp/ September 2006)
|
|
Review:
In Zeiten wo die AOR-Gemeinde auf das heißersehnte Comeback-Album von FATE
wartet, legen MTM Classix – ein ¾ Jahr nach "A Matter Of Attitude"
– nun auch "Scratch’n Snitt" neu auf. Die bis dato letzte Scheibe
der Dänen war um einige Ecken härter als seine drei Vorgänger. Verstärkt
durch den damals neu angeheuerten Sänger Per Hendriksen und den schwedischen
Saitenvirtuosen Matthias Eklund veröffentlichten 1991 die beiden Gründungsmitglieder
Peter Steinecke (Bass) und Bjarne Holm (Drums) dieses Hard Rock-Schmuckstück.
Bestückt mit Perlen wie dem unschlagbaren Opener "Gotta Have It All",
der trotz seiner „behäbig“ stampfenden Beats die bereits angesprochene härtere
Marschrichtung andeutet, und der Killer-Hymne "You’re Are The Best (Money
Can Buy)", die für mich nach wie vor zu den besten Hard Rock-Nummern der
90er gehört, oder dem Party-Stampfer "Walk On Fire" ist dieses Album
über das letzte Jahrzehnt zu einer der weltweit meistgesuchtesten Genre-Raritäten
gereift. Digital remastered hat "Scratch’n Sniff" zwei bisher unveröffentlichte
Bonustracks im Rucksack, von denen besonders das vom Bass dominierte "Just
A Stranger" einen äußerst gelungenen Eindruck hinterlässt. Diese endlos
stampfende Nummer hätte sich bestimmt auch auf POISONs "Flesh And Blood"
nahtlos eingefügt. Des weiteren dürften der melodische Midtempo-Kracher
"One By One" oder das rifflastige "Surgoen In Love", das vom
Flair eines kommerziellen ALICE COOPER umgeben ist, nicht ganz unschuldig am
Klassiker-Status dieses Silberlings sein.
Nachdem sich FATE nun wiedervereinigt
haben und neben dem beachtlichen Gig auf dem letztjährigen „Deep
Impact“-Festival bereits mit "Everything About You" eine vielverheißende
neue Nummer eingespielt haben, die auf dem letzten "MTM Music-Sampler"
bereits veröffentlicht wurde, steigen natürlich die Neugier und Erwartungen an
das neue Album ins schier Unermessliche.
| Trackliste: | 01.
Gotta Have It All 4,35 - 02. You’re The Best 3,18
Unreleased Bonus Tracks: 13. Just A Stranger - 14. Don’t Do Drugs |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
weitere Reviews über FATE:
FATE/ V
FATE/ A Matter Of Attitude (re-release)
|
|
Review:
Den Stammbesucher unserer Seite wird mein Faible für Bands aus meiner
Heimatstadt Freilassing nicht entgangen sein. Vor gut zwei Jahren hat die SECOND
HAND BAND – nach drei überaus gelungenen Acoustic Cover-Alben – mit "Liederatur"
ihre erste Scheibe mit Eigenkompositionen aufgenommen. Nun hat sich das Trio
Bonnie/ Krug/ Bonnie seiner rockigen Wurzeln besonnen und mit RELOADED ein
amtliches Hard Rock-Cover Projekt aus dem Boden gestampft. Trotz der härteren
Gangart und der daraus resultierenden instrumentalen Umbesetzung hat sich die
Band die Unbekümmertheit ihrer Acoustic-Alben bewahrt, was besonders beim
Opener "Mighty Quinn" (MANFRED MANN’S EARTH BAND) oder dem großartig
interpretierten BON JOVI-Hit "It’s My Life" auffällt. Meine persönlichen
Favoriten sind die TWISTED SISTER-Kulthymne "We’re Not Gonna Take It",
"Highway To Hell" (im Original von AC/DC) und der grandios inszenierte
MÖTLEY CRÜE-Stampfer "Smokin’ In The Boys Room". Aber nicht nur
der Classic Rock hat es den Herren angetan, sondern auch in der Crossover-Ecke fühlen
sich RELOADED pudelwohl, wie die pfiffige Umsetzung von "Last Resort"
(PAPA ROACH) untermauert. Abgerundet wird der unterhaltsame 7-Tracker mit dem
U2-Klassiker "Pride", der in punkto Atmosphäre dem Original in nichts
nachsteht. RELOADED ist die perfekte Ergänzung zum Acoustic-Programm der SECOND
HAND BAND. In diesem Sinne „taste it ...or waste it!“
Drängt sich abschließend nur noch die Frage auf, wann sich die Herrschaften an
Hard Rock-Kost aus eigener Feder versuchen? Das Potenzial hat RELOADED
allemal!!!
| Trackliste: | 1. Mighty
Quinn |
Thanks to Mike @ Reloaded
weitere Reviews über RELOADED/ SECOND HAND
BAND:
SECOND HAND BAND/ Liederatur ("Off
Rock & Metal"-Tipp)
|
|
Review:
Obwohl DARK SKY in ihrer langjährigen Karriere immerhin zwei starke Alben veröffentlichen
konnten, sind sie bisher kaum über den Geheimtipp hinausgekommen. Diesen Status
könnte die süddeutsche Formation um Sänger Frank Breuninger allerdings mit
ihrem Drittling "Living & Dying" bald abstreifen. Im Vergleich zum
Vorgänger hat der Fünfer einerseits härtetechnisch eine Schippe draufgelegt,
andererseits hat man DARK SKY aber auch noch nie so gefühlvoll gehört wie auf
der vorliegenden Scheibe. Die heftigeren Songs wie z. B. der drückende Opener
"Twisted" oder der hymnische Titeltrack leben zum einem von den harten
tiefergestimmten Gitarren (Steffen Doll) oder den röhrenden Keyboards von
Claudio Nobile und zum anderen von der ungewohnt aggressiven Gesangsarbeit von
Frank Breuninger. Auf der gefühlvollen Seite wissen DARK SKY besonders mit der
Gänsehaut-Ballade "Your Are My Life" und der schwungvollen
Acoustic-Nummer "See The Light" zu begeistern. Unter den 13 Nummern
befinden sich mit "Back Again", das für das Comeback von Rad-Profi
Jan Ullrich komponiert wurde, und dem Kracher "Play The Game" aber
auch Songs, die sich hervorragend für erfrischende Open Air-Parties an heißen
Sommertagen eignen. Meine ganz persönlichen Highlights auf diesem genialen
Silberling sind das bluesy "Give Love To Everyone", das den
aufmerksamen Zuhörer – begleitet von gefühlvollen Gitarren und Piano-Parts
– vielleicht in seine eigenen Kinder- und Jugendtage zurückbegleitet, der
faszinierende Groover "Save Our Souls" und die ergreifende
Abschluss-Hymne "Tonight". Gekrönt wird dieses abwechslungsreiche
Album durch eine exzellente Produktion von Markus Teske (u. a. VANDEN PLAS).
Fazit: Mit dieser Scheibe müsste DARK SKY verdientermaßen zu einer der
Speerspitzen des deutschen Hard Rocks avancieren.
| Trackliste: | 1.
Escaped - 2. Twisted - 3. Save Our Souls - 4. Living & Dying - 5. You
Are My Life - 6. Back Again
|
Thanks to Birgitt @ Germusica
weitere Reviews über DARK SKY:
DARK SKY/ Edge Of Time
![]() |
|
Review:
JAMES LaBRIE ist unbestritten das stimmliche Aushängeschild in der Progressive
Metal-Szene. Egal ob er in der Rolle des hauptamtlichen Sängers der Prog-Götter
DREAM THEATER agiert oder als Gast auf diversen Projekten mitwirkt, er drückt
dem Material zumeist seinen eigenen Stempel auf. Solotechnisch hat er sich
bisher unter dem Banner MULLMUZZLER seine Freiheiten genommen, ohne sich dabei
allzu sehr vom melodiösen Prog Metal seines Hauptbrötchengebers zu entfernen.
Das verhält sich mit seinem dritten Solo-Ausflug, den er nun unter seinen
eigenen Namen veröffentlicht, aber etwas anders. Ohne den Deckmantel der
progressiven Klänge ganz abzulegen, zeigt sich der Ausnahmesänger
experimentierfreudiger und vielseitiger denn je. Thrash ("Crucify"),
moderner Metal ("Alone"), Melodic Rock und natürlich Progressive
Metal – durchsetzt mit kernigen Grooves, schweren Riffs und drückenden Drums
– erweisen sich als gleichberechtigte und ergänzende Elemente, denen anhand
von sphärischen bzw. spacigen Samples und Loops eine harmonisierende und
verbindende Wirkung verabreicht wird. Obwohl sich die Scheibe auf durchgehend
hohen Niveau abspielt, möchte ich insbesondere die Ballade "Smashed",
die aufgrund ihrer bestimmenden Percussion ein fast hypnotisches Flair
ausstrahlt, und den beschaulichen Melodic Rocker "Slightly Out Of Reach"
hervorheben. Außerdem sind "In Too Deep", welches Thrash und Melodie
perfekt miteinander in Einklang bringt, und der spacigen Heavy-Stampfer "Drained"
schwergewichtige Kaufsargumente. Neben dem alles überragenden Gesang von
Meister LaBRIE, hat auch das unglaublich variable Gitarrenspiel des
italienischen Shootingstars Marco Sfogli höchste Beachtung verdient. Eine recht
außergewöhnliche Scheibe, die selbst die eingefleischtesten Fans von JAMES
LaBRIE mehr als angenehm überraschen dürfte.
| Trackliste: | 01. Crucify 06:03 - 02. Alone 05:36 - 03. Freak 05:38 - 04. Invisible 05:42 - 05. Lost 03:41 - 06. Undecided 05:30 - 07. Smashed 05:31 - 08. Pretender 05:36 - 09. Slightly Out Of Reach 05:51 - 10. Oblivious 05:20 - 11. In Too Deep 06:56 - 12. Drained 05:14 |
Thanks to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über JAMES LaBRIE:
MADMEN + SINNERS (Tim Donahue feat. James LaBrie) / Madmen + Sinners
FRAMESHIFT feat. James LaBrie/ Unweaving The Rainbow
|
|
Review:
„Ja, gibt’s das heutzutage noch?“ ... Unverfälschten und arschtretenden
Rock ’N’ Roll in Manier von AC/DC zu seligen Bon Scott-Zeiten gewürzt mit
einem Schuss Southern Rock a la LYNYRD SYKNYRD und dem rotzig-raubeinigen Flair
der QUIREBOYS. Diese Schlussfolgerung zwängt sich geradezu nach dem ersten
Durchlauf von THUNDERHAWKS’ selbstbetitelten Debüt auf. Während Sänger Tony
Sarno im mächtig groovenden Opener "Brake The Chain" brilliert wie die verstorbene
AC/DC-Ikone zu ihren besten Tagen, weist der folgende Stampfer "Sick &
Tired" eine ordentliche Southern-Schlagseite auf. Anderseits lassen sich im
relaxten "For Crying Out Loud" oder im drückend-bluesigen "Spirit"
Parallelen zu den QUIREBOYS bzw. ZZ TOP nicht
verleugnen. Den Vogel schießen THUNDERHAWKS allerdings mit "The Dog
Won’t Hunt" ab, denn diese Nummer verbindet typischen STATUS QUO-Groove
mit schweinegeilen Charme von AC/DC. Ganz offensichtlich wird ihre Vorliebe zu
den australischen Rock-Urgesteinen beim Knaller "Punching The Clock",
das aufgrund seiner „hoi hoi“-Chöre doch ziemlich provokant an "T.N.T."
erinnert. Man darf gespannt sein, ob die Altherrenriege von AC/DC mit ihrem
neuen Album diesem dynamischen Debüt etwas entgegensetzen können. Fazit: der
ehrliche und unpolierte Rock ’N’ Roll ist einfach nicht totzukriegen –
Gott sei Dank!
| Trackliste: | 1. Break The Chain - 2. Sick & Tired - 3. Spirit - 4. Out On The Farm - 5. Don't Come Crying To Me - 6. That Dog Won't Hurt - 7. Punching The Clock - 8. For Crying Out Loud - 9. Evil Woman - 10. Pouring Rain |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
|
|
Review:
Obwohl BACKYARD TIRE FIRE mit "Bar Room Semantics" ihr mittlerweile
zweites Studio-Album abliefern, dürfte das aus Bloomington/ Illinois stammende
Trio hierzulande nur den eingefleischten Insider-Fans der southernlastigen
Songwriter/ Singer-Szene bekannt sein. Zumal es die Band um die Brüder Ed (Vocals,
Gitarren, Keyboards) und Matt Anderson (Bass) mit den musikalischen Grenzen
nicht so genau nimmt, denn in eine der gängigen Schubladen des Genres lassen
sie sich nicht zwängen. Zwar kommen die 15 Songs größtenteils nicht über
Low- und Midtempo hinaus, aber auf dem Album regiert Mr. Abwechslungsreich:
Wandelt man z. B. mit "The Ones How Surround You" auf den
melancholisch-rockenden Spuren eines JOHN LENNON, verbreitet man mit "Spinnin’
Around" greifbare Lagerfeuer-Atmosphäre a la BOB DYLAN. Anderseits
erinnert "31st Fall" gelegentlich an die ruhigen Momente der "Don’t
Say Know"-Phase von BILLY SQUIER und mit dem etwas flotteren Stampfer
"When The Truth Was Still True" versprühen BACKYARD TIRE FIRE
astreines Southern Rock-Flair. Aber das ist noch lange nicht das Ende des
Facettenreichtums, denn mit dem rotzigen Blues-Rocker "Ready To Go"
und dem handfesten Rock ’N’ Roller "Thick Skin", der Parallelen zu
JOHNNY RIVERs "Memphis Tennessee" aufweist, geht man etwas beherzter
zu Werke. Ja, und mit der saxophondominanten Nummer "If Itw Make You Feel
Good" wagt man sogar einen Abstecher ins angefunkte Gospellager. Kurzum:
Mit "Bar Room Semantics" werden alle weitsichtigen Southern
Rock-Freaks, die vorwiegend den gedämpfteren Klängen frönen, ihre helle
Freude haben. Vorsicht: Suchtgefahr!!!
Ihr wollt die Scheibe in euren Reihen wissen, dann nur zu...
www.justforkicks.de hat nicht nur
"Bar Room Semantics" sondern auch das selbstbetitelte Debüt im
Programm.
| Trackliste: | 1. A Better Day - 2. The Daze - 3. The Ones Who Surround You - 4. Spinnin' Around - 5. 31st Fall - 6. Believe - 7. Tryin' To Get Paid - 8. When The Truth Was Still True - 9. Interlude (Lookin' Forward) - 10. Ready To Go - 11. The White On My Walls - 12. If It Makes You Fell Good - 13. Up & Down - 14. Thick Skin - 15. To You |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
![]() |
|
Review:
Oh je, eine Scheibe ohne jedes Info-Material. Man weiß nicht woher die Band
kommt, keine History, nix! Nur ein blanker Rohling wo man nicht mal weiß
welches Wort den Bandnamen und welches Wort den Albumtitel darstellen soll. Aus
den Lautsprechern quillt eine matschig produzierte Melodic-Metal-Mischung
skandinavischer Prägung mit deutlichen Gesangsschwächen in der Intonation. Man
hat den Eindruck einen der unzähligen MALMSTEEN-Klone vor sich zu haben
und..... siehe da, das Gitarrensolo bestätigt es, moll-harmonische Skalen,
leichtes Sweeping, Moog-artiges Keyboard-Solo, wie erwartet, ein MALMSTEEN-Klone!
Wieder mal....*seufz* Leider einer der schwächeren Sorte, wenn auch
instrumentalistisch von der handwerklichen Seite her zuweilen gar nicht schlecht
geraten, so strotz die Produktion nur so vor Recording- und Mixing-Fehlern, das
Songwriting ist unausgegoren, wirkt gewollt und die Vocals bewegen sich im
untersten Mittelmass. Tut mir leid, da habe ich schon bessere Kopisten gehört.
| Trackliste: |
1. Hypnotized - 2. The Sign Of Today - 3. When All Is Gone - 4. The Nightmare Of Kain - 5. Roughly Scratched But Alive - 6. Korozon (The Lord Of Evil) - 7. Peace Of Mind - 8. Blind Eyes - 9. Dark Angel (European bonus track) - 10. In My Life |
|
|
Review:
DYNAMIC
LIGHTS stammen aus Italien und veröffentlichen dieser Tage ihre erstes
offizielles Album, eben "Shape". Auf dem eine sehr progressive aber
dennoch sehr harmonische Mischung aus Metal & Pop Rock zu hören ist. Mit
ihrem Demo "Night Lights" und der darauf folgenden EP
"Resurrection" konnten sich die Italiener in ihrer Heimat schon über
diverse Erfolge freuen, ihr größter war wohl die Tour mit SHAMAN und LACUNA
COIL im Jahr 2004. Auf "Shape" ist so manche Prog-Perle zu finden –
darunter auch der mit Abstand beste Song "One Thousend Nothing", der
mich von seiner Komplexität und vom Songaufbau sehr an alte DREAM
THEATER-Scheiben erinnert. Aber das Album an und für sich ist über lange Sicht
und die gesamte Laufzeit hin gesehen meiner Meinung nach etwas zu Anstrengend
und langatmig. Auch die Stimme von Matteo Infante wirkt spätestens nach dem
zweiten Durchlauf nervenaufreibend und nicht sonderlich originell. Alles in
allem für ein Debütalbum nicht schlecht, aber einfach etwas zu flach und
mittelmäßig um in der „ State Of The Art“-Liga mitzuspielen. Alle Prog
Metal-Fans sollten sich das Teil vorsichtshalber trotzdem mal anhören, weil über
Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.
| Trackliste: | 1. In The Hands Of A Siren - 2. Between Two Parallels - 3 .Remembrances - 4. Density - 5. Going To Nowhere - 6. One Thousand Nothing - 7. Connecting - 8. The Big Show |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
|
|
Review:
Es
gibt im Musikgeschäft immer wieder Bereiche wo selbst ein Außenstehender, bar
jeglichen Fachwissens und ohne jegliche Insider-Informationen, nur den Kopf schütteln
kann. Zu diesen Erlebnissen zählt unter Garantie seiner Zeit der Entschluss von
MÖTLEY CRÜE, John Corabi als Nachfolger von Vince Neil zu präsentieren. Lässt
man Corabi wie bei UNION ohne jegliche image-technischen Vorgaben arbeiten,
kommt es zu einem Ergebnis, was mit dem klassischen CRÜE-Sammelsurium absolut
nichts gemein hat. Welchen sittlichen und musikalischen Nährwert MÖTLEY CRÜE
auch immer hatten, Corabi hatte nie eine Chance, denn seine Stimme ist 2 Oktaven
unter Vince Neil angesiedelt und mit einem wesentlich höheren Druck-Faktor
ausgestattet, das Ergebnis war ungefähr so als wenn man TOM JONES-Titel von
TAKE THAT interpretieren lassen würde. Der wesentlich bessere Sänger intoniert
in einer Art, die der typische Fan nicht hören will. UNION bieten eine
druckvolle Präsentation im Stile eines LED ZEPPLIN-Riffings 3 Halbtöne unter
Standard-Tuning. Immer songdienlich, handwerklich ordentlich präsentiert, aber
leider auch mit den Schwachstellen, die ein instrumentierter Frontmann mit sich
bringt. Keine echte Show, wenig Bewegung auf der Bühne und dann auch noch ein
sehr zurückhaltendes Publikum mit einem leichten Jugendzentrum-Flair lässt
immer wieder das Gefühl von „unter Wert verkauft“ aufkommen. Die Band
rockt, zweifelsohne, aber ihre Konzeption wird sie immer in der zweiten Reihe
halten und würden die Mitglieder nicht mit zwei Aushängeschildern wie KISS und
CRÜE in Verbindung gebracht werden, wäre die Band, so hart es auch klingt, nie
zur Kenntnis genommen worden... Sei’s
drum, I like it!
| Trackliste: | 1. Do Your Own Thing - 2. Everything's Alright - 3. Who Do You Think You Are? - 4. Old Man Wise - 5. Around Again - 6. Heavy D - 7. Star Spangled Banner - 8. Jungle - 9. Love (I Don't Need It Anymore) - 10. Hypnotized - 11. Pain Behind Your Eyes - 12. Power To The Music - 13. I Walk Alone - 14. Man In The Moon + additional bonus concert and rare UNION material |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
|
|
Review:
Vor gut 2 ½ Jahren hat die Nürnberger Metal-Institution mit "Eternity"
ihre Trilogie abgeschlossen, um nun – nach einer mehr als beachtlichen
Live-Scheibe – frei von Konzeptzwängen zum großen Rundumschlag auszuholen.
Anhand von "Cirlce Of Life", so der Name des neuen Machwerks, strafen
sie alle Kritiker Lügen, die sie bisher nur als dreisten HELLOWEEN-Klon
abgewatscht haben. Zugegeben, ganz von den Einflüssen der oben genannten Bands
(z. B. "Hunting High And Low") werden sich wohl FREEDOM CALL nie
freischwimmen können (oder wollen?), aber sie haben sich bisher noch mit jedem
Album weiterentwickelt. Dies ist auch auf den vierten FREEDOM CALL-Album der
Fall, denn so eingängig und melodisch wie während der zwölf Nummern (incl.
Midtro "The Gathering") hat sich der Fünfer noch nie präsentiert.
Eine geniale Hymne reihte sich an die nächste und bauen ohne Rücksicht auf
Verluste ihre Nester in den Gehörgängen des Zuhörers auf. Dabei ist es ganz
egal ob man sich nun den fröhlich rockenden Opener "Mother Earth",
den flotten Marsch "Carry On" oder das majestätische "Kings
& Queens", das einen Hauch von Musical ins Spiel bringt, einverleibt.
Auch das releaxte und rifflastige "Hero Nation", das unterschwellig
von einer Spielmannsmelodie dominiert wird, sowie "Starlight" oder
"The Eternal Flame", die beide von galaktischen Keyboardteppichen
getragen werden, fordern unweigerlich zum Mitsingen auf. Wahre Geniestreiche
sind in meinen Ohren "Starchild" und der Titeltrack. Während zuerst
genannte Nummern, westernartige Töne und imposantes Science Fiction-Flair zu
einem Killer vereint, lebt die Halbakustik-Nummer von der Spannung zwischen südländlichen
Flair und dramatischen Klassikparts. Sogar produktionstechnisch sind
Schlagzeuger Dan Zimmermann und Sänger Chris Bay neue Wege gegangen. Anstatt
wieder auf die Dienste von Charlie Bauernfeind zurückzugreifen, haben sie die
Produktion diesmal selbst in die Hände genommen. Dieser Umstand wird
wahrscheinlich nicht ganz unschuldig dran sein, dass der Sound auf dem neuen
Silberling etwas klarer und moderner ausgefallen ist. Fazit: die Franken haben
diesmal alles richtig gemacht – "Circle Of Life" = 12 Hymnen für
die Ewigkeit!!! Amen.
| Trackliste: | 01.
Mother Earth |
Thanks to Martin @ SPV
weiter Reviews über
FREEDOM CALL:
FREEDOM CALL/ Live Invasion
FREEDOM CALL/ Eternity
FREEDOM CALL/ Cyrstal Empire
![]() |
|
Review:
„We´re gonna
rock it, rock it, rock it ….“ im Zuge ihres (schwachen)
1996er Comeback-Albums "Neverland" begaben sich NIGHT RANGER auf eine
enthusiastisch abgefeierte Tournee ins Land der aufgehenden Sonne - der hier
vorliegende Live-Mitschnitt stammt vom Konzert des 08. April 1997 in Tokyo und
wurde von Altmeister Ron Nevison (u.a.
SURVIVOR, MSG etc.) mixtechnisch veredelt. Unnötig zu sagen, dass der
bloße „Live“-Sound der Veröffentlichung perfekt ist und die Spielfreude,
die Jack Blades & Co. an den Tag legen, 1:1 ins heimische Wohnzimmer
transferiert wird. Allerdings vermisse ich vor allem in den mehrstimmigen
Passagen im Refrain das ein oder andere Mal die (Studio)-Background-Chöre … anyway, live ist eben live …In
Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine „Greatest Hits“-Veröffentlichung
handelt, erscheint mir persönlich jedoch die Songauswahl als reichlich
diskussionswürdig. … die 18 performten Stücke beinhalten 5 neue Songs und 2
langweilige Gitarren-Solos, um derentwegen die 80er Jahre Spätphase mit den
Longplayern "Big Life" und "Man In Motion" komplett und sträflich
außen vor gelassen wurde. Für mich ein grober Schnitzer, da von den neuen
Songs nur "Neverland" und das fantastische "Someday I Will"
richtig zünden. So, nun aber genug getadelt … NIGHT RANGER entfachen mit
Klassikern wie "Don’t Tell Me You Love Me", "Rumours In The
Air" oder "Rock In
America" ein Hard Rock-Feuerwerk der leider viel zu selten gewordenen Art
und verstehen es auch in den ruhigeren Momenten wie "Sentimental
Street" oder dem herausragend interpretierten und bereits erwähnten "Someday
I Will" zu punkten. Gerade diese Nummer fügt sich nahtlos in die Reihe der
dargebotenen NIGHT RANGER-Klassiker ein und klingt zudem wie die logische
Fortsetzung der DAMN YANKEES-Evergreens "High Enough" und "Where
You Goin’ Now“. Laßt Euch vom unglücklichen, wohl aber marketingträchtigen
Titel nicht in die Irre leiten und folgt NIGHT RANGER während der nächsten
knapp 76 Minuten auf eine klangtechnisch einwandfreie Zeitreise in die Tiefen
der 80er Jahre.
| Trackliste: |
1. Neverland - 2. Touch Of Madness - 3. My Elusive Mind
- 4. Sing Me Sway - 5. Someday I Will - 6. Brad Gillis Guitar Solo - 7.
Rumours In The Air - 8. Jeff Watson Guitar Solo - 9. Eddie’s Coming Out
Tonight - 10. Sentimental Street - 11. Goodbye - 12. Forever All Over
Again - 13. Slap Like Being Born
14. When You Close Your Eyes - 15. New York Time - 16. Don’t Tell
Me You Love Me - 17. Sister Christian - 18. (You Can Still) Rock In
America |
Thanks to Alfie @ Mausoleum Records
|
|
Review:
Nachdem JUDAS PRIEST erst vor einigen Tagen mit dem Halford-Comeback "Angel
Of Retribution" in der Power Metal-Gemeinde für eine handfeste Überraschung
sorgen konnten, schickt sich nun FORCE OF EVIL an, es den wiedererstarkten
Metal-Göttern gleichzutun. Zugegeben, ganz soviel Pressewirbel wie besagte
Re-Union wird der dänische Fünfer nicht auf sich ziehen können,
nichtsdestoweniger hat auch das Material auf deren Zweitling "Black
Empire" eben jene uneingeschränkte Aufmerksamkeit verdient. Ein
emotionsgeladenes Dutzend wilder und leidenschaftlicher Metal-Hymnen hat die
Band um die Gitarren-Zwillinge Michael Denner und Hank Sherman (beide MERCYFUL
FATE) aus rasiermesserscharfen Stahl geschmiedet. Dreh- und Angelpunkt auf
diesem durchgehend hochklassigen und düster angehauchten Silberling ist das 8
½minütige "Days
Of Damien", das in punkto Dramatik und Spannung kaum noch zu überbieten
sein dürfte und in dem Sänger Martin Steene sein ganzes Können in die
Waagschale wirft. Von nicht minderer Durchschlagskraft sind der Granaten-Groover
"Cabrini
Green", der Nackenbrecher "The
Sinister Show", der bei Konzerten wie ein Rakete abgehen dürfte und
die finale Doublebass-Attacke "S.O.S.".
Fazit: Mit "Black
Empire" haben FORCE OF EVIL auf ihr sehr solides Debüt noch eine mörderische
Schippe draufgelegt. Fans der obengenannten Bands werden schon nach dem ersten
Lauschangriff von der Güte des dänischen Dampfhammers überzeugt sein.
Zugreifen!!!
| Trackliste: | 1. Black Empire - 2. Back To Hell - 3. Cabrini Green - 4. Death Comes Crawling - 5. The Sinister Show - 6. Days Of Damien - 7. Disciples Of The King - 8. Beyond The Gates - 9. Hobbs End - 10. Dead In Texas - 11. Vorhees Revenge - 12. S.O.S. |
Thanks to Birgitt @ Germusica
|
|
|
Review:
Der Ausnahmesänger Tony Harnell dürfte den meisten Lesern als Frontmann von
TNT, WESTWORLD oder MORNING WOOD bestens bekannt sein. Nun hat der in
norwegischen Diensten stehende Amerikaner ein „All Star“-Lineup –
bestehend aus LAST TRIBE-Saitenwizard Magnus Karlsson, Felldrescher John
Macaluso (ex-ARK/ YNGWIE MALMSTEEN) und Producer/ Bassist Fabrizio Grossi (u. a.
STEVE VAI) um sich geschart – und die Band STARBREAKER gegründet. Im
Gegensatz zu seinen üblichen Betätigungsfeldern bewegt sich Tony Harnell mit
seiner neuen Combo vorwiegend in modernen Melodic Metal-Gefilden, die von
gelegentlichen Ausflügen ins Hard Rock-Lager ( z. B. "Crushed") und
Progressive Metal (z. B. "Cradle From The Grave") begleitet werden.
Diese Stilvielfalt fördert eine ganz neue Seite im facettenreichen Organ von
Mr. Harnell zutage. Kannte man ihn bisher als melodisch-kraftvollen und
ausdrucksstarken Hard Rock-Sänger, so kommen nun bei STARBREAKER vermehrt auch
seine aggressiven und härteren Stimmlagen zum Zuge. Was, ihr wollt es nicht
ganz glauben? Der mit modernen asiatischen Klängen untermalte und riffbeladene
Opener "Die For You" und das sehr melodische "Lies", welches
mit einem knochenerweichenden Screamer-Chorus versehen ist, werden euch von
diesem Tatbestand überzeugen. Zudem entwickeln sich die gefühlvoll-melancholische
Power-Ballade "Days Of Confusion", aufgrund des spannungsgeladenen
Reigen zwischen beruhigenden Pianoparts und schweren Gitarrenriffs, und die
bedrohlich-atmosphärische Midtempo-Nummer "Light Of The End Of The
World" zu wahren Killern. Die Scheibe ist ein wahres Fest für Melodic
Metaller, aber auch offene Hard Rock-Fans sollten der Scheibe unbedingt ihre
Aufmerksamkeit schenken... Endlich mal ein Album, das den Erwartungen an eine
„All Star“-Band gerecht wird!
| Trackliste: | 1. Die For You - 2. Lies - 3. Break My Bones - 4. Crushed - 5. Days Of Confusion - 6. Transparent - 7. Light At The End Of The World - 8. Cradle To The Grave - 9. Underneath A Falling Sky - 10. Turn It Off - 11. Dragonfly - 12. Save Yourself |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
|
|
Nachdem das DVD-Package "World’s Best Kept Secret" schon im
Gast-Review von Axel Ritt (DOMAIN) eingehend gewürdigt ist, habe ich nun das
Vergnügen den dazugehörigen Doppeldecker "Five Men Live" zu
besprechen. Um ihr letztes Studio-Album zu promoten ist die Band um
Vorzeige-Entertainer und Sangesgott Jeff Scott Soto auf Tour gegangen und hat
dabei zwei Konzerte mitgeschnitten. So kommen wir auf der ersten Scheibe in den
Genuss eines Best Of-Programms im intimen Ambiente des Stockholmer Mondo Clubs,
während uns Silberling Nr. 2 (mit gleicher, aber deutlich verkürzter Setlist)
die raue und brennendheiße Luft des 2003er Sweden Rock Festivals atmen lässt.
Sprich, obwohl beide Scheiben sozusagen (fast) die selben Songs enthalten,
transportieren sie in beiden Fällen an und für sich grundverschiedene Atmosphären.
Anspieltipps? Beide Tonträger! Denn bei dieser genialen Setlist vereinzelten
Songs den Vorzug zu geben, würde ja fast an Frevel grenzen. Positiv zu
vermerken ist zudem die Tatsache, dass man bei keiner der beiden Aufzeichnungen
großartig nachgearbeitet oder gar geschönt hat, sondern zu den kleineren hörbaren
Fehlern steht. Richtig Live eben, was heutzutage aber leider nicht mehr
unbedingt üblich ist. Fazit: Für TALISMAN- und JSS-Fans gehört "Five Men
Live" sowieso zum Pflichtprogramm, aber aufgrund der erlesenen Songauswahl,
die sich durch sämtliche Studio-Alben der Schweden zieht, dürften die beiden
Mitschnitte auch zu einer ganz interessanten Sache für Einsteiger werden.
| Trackliste: | CD1:
1. Break Your Chains - 2. Color My XTC - 3. Fabricated War - 4. Mysterious
- 5. Skin On Skin - 6. Tears In The Sky - 7. Crazy - 8. In Make Believe -
9. Scream of Anger - 10. If Only You Would Be My Friend - 11. Break
It Down Again -12. I'll Be Waiting -13. NJBBWD -14. Outta My Way - 15.
Fredrik Akesson - 16. Standing On Fire -17. I Don't Know. CD2: 1. Break Your Chains - 2. Color My XTC - 3. Fabricated War - 4. Tears In The Sky -5. Crazy - 6. Break It Down Again -7. Mysterious - 8.Standing On Fire - 9. In Make Believe - 10. I'll Be Waiting |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über TALISMAN:
TALISMAN/ 7
TALISMAN/ World's Best Kept Secret (DVD)
(Guest-Review)
TALISMAN/ Cats And Dogs
by Axel „Ironfinger“ Ritt
( DOMAIN)
|
|
|
Review:
Jeff Scott
Soto und Begleitung... so hart sich dieses recht plakative Urteil auch anhören
mag, so wahr ist es doch angesichts der vorliegenden Doppel-DVD. Gehört es doch
bei den meisten Bands eh zur Standard-Ausrüstung dass sich Fans und Medien
primär dem Frontmann, respektive Sänger zuwenden, so ist es bei dieser
Formation nahezu unmöglich, der fast schon übermächtigen Ausstrahlung und
Performance Soto’s nicht zu erliegen. Hier sitzt jeder Ton, jede Geste, jeder
Schritt ist pures Entertainment. Nichts lässt auf mühsam einstudierte
Choreographie schließen, keine „gewollten“ Posen oder gar müde
Plattitüden, denen man insbesondere im Metal-Bereich in schier unerträglichem
Maß begegnet. Durch die harte Schule der Las Vegas BOOGIE KNIGHTS-Shows, in der
JSS über einen längeren Zeitraum Klassiker der Siebziger-Jahre-Disco-Zeit auf
der Bühne zelebrierte, wirkt seine Publikumsnähe niemals aufgesetzt oder gar
als Mittel zum Zweck. Dass der Mann trotz einem
„10 von 10 Punkte Posing“ dennoch im Live-Geschehen die Intonation einer
Studioaufnahme an den Tag legt, mag man fast schon gar nicht erwähnen, nähert
man sich doch mit bedenklicher Schnelligkeit dem wertungstechnischen Superlativ.
Während die handwerklichen Fähigkeiten der Band-Instrumentalisten beileibe
nicht zu verachten sind, insbesondere gebührt es die kraftvolle und punktgenaue
Schlagzeugarbeit hervorzuheben, so wirken die schon an sich nicht durch
übermäßige Ausstrahlung gesegneten Bandkollegen im direkten Vergleich zu
ihren Vorzeige-Sänger äußerst blass und austauschbar. Normalerweise dürfte
sich eine Truppe mit einem solchen Frontmann nur in den Top 10 der Szene
aufhalten, wäre da nicht der große Wermutstropfen der Combo, der nicht zu
überhörende Mangel an Eigenständigkeit. Selbst die beste handwerkliche
Umsetzung lässt leider nicht übersehen, dass der kreative Aspekt der Band
letztendlich nur eine Ansammlung ihrer Lieblingsmusiker darstellt, sei es
manchmal die RED HOT CHILLI PEPPERS, bei älteren Titeln auch gerne mal BON JOVI
oder andere Helden der Achtziger. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei der DVD "World’s
Best Kept Secret" um eine gelungene Darstellung mehrerer
Live-Konzerte, jede Menge Bonus-Material, vermischt mit einer insgesamt angenehm
relaxten Stimmung. Zur Not kann man als professioneller Sänger den Kauf der DVD
auch als „Fachliteratur“ bzw. „Fortbildungslehrgang“ von der Steuer
absetzen ;-))
Axel „Ironfinger“ Ritt
| Trackliste: | DVD1:
Mondo Recorded live at Club Mondo Stockholm, Sweden - August 2003 Break Your Chains; Color My Xtc; Fabricated War; Mysterious; Skin On Skin; Tears In The Sky; Break It Down Again; In Make Believe; Scream Of Anger; If You Would Only Be My Friend; I’ll Be Waiting; Outta My Way; Standing On Fire. Sweden Rock Festival Recorded live at Sweden Rock Festival, Solvesborg, Sweden - June 2003 Break Your Chains; Color My Xtc; Fabricated War; Tears In The Sky; Crazy; Break It Down Again; Mysterious; Standing On Fire; In Make Believe; I’ll Be Waiting. Bonus Features Multi-angle Concert Videos: Mysterious; If You Would Only Be My Friend; Outta My Way. Lyric subtitles for Club Mondo concert DVD2: Retrospect – The Movie – including: I’ll Be Waiting (Video); Just Between Us (Video); Mysterious (Video); Time After Time (Live In Japan, 1993); Comin’ Home (Live In Japan, 1993); All Or Nothing (Live In Japan, 1993); Color My Xtc (Video); Here 2day, Gone 2day (Live At Sweden Rock Festival, 2001); Body (Live At Sweden Rock Festival, 2001); Fabricated War (Live At Lokerse Feesten, 2003); Tears In The Sky (Live At Lokerse Feesten, 2003); Crazy (Live At Lokerse Feesten, 2003); Skin On Skin (Video); Outta My Way (Live At Lokerse Feesten, 2003); In Make Believe (Video). Bonus Features Discography; Shred Video; Naked Bassplayer; DVD credits (featuring "Eating My BLT 2004") |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über TALISMAN:
TALISMAN/ 7
TALISMAN/ Five Men Live
TALISMAN/ Cats And Dogs
|
|
Review:
Nach dem recht ansprechenden Erfolg von "UnEarthed Vol. 1" haben nun Sänger/
Gitarrist Dave Meniketti und Bassist Phil Kennemore zum Zweitenmal ihre
Schatztruhe geöffnet und für "UnEarthed Vol. 2" insgesamt 18 Demos
bzw. unveröffentlichte Aufnahmen aus den Jahren 1974 – 1989 vom Staub der
Jahre befreit. Unter diesen Nummern sind doch tatsächlich wieder Perlen dabei,
die es seinerzeit nicht auf solche Killer-Scheiben wie "Contagious",
"Black Tiger" oder "Ten" geschafft haben. Zu diesen hochkarätigen
Darbietungen gehören u. a. der MONTROSE-lastige Opener "Face To
Face", der Stampfer "Get Tough", der stellenweise an die besten
VAN HALEN-Tage erinnert, oder "Love Has No Cure", das mit hymnischen
Shoutpassagen zum Mitgrölen animiert. Außerdem wissen die von DEPP PURPLEs
"Gypsy" inspirierte Ballade "Help Me Hear Me" (ausgestattet
mit einem Wahnsinns-Solo von Dave Meniketti), "Dance Dance Dance"
(Urversion von "LA Rocks/ Boys Night Out") und "Crazy Make
Love", das für ein ordentliches Beben auf der Tanzfläche sorgen dürfte,
auf Anhieb zu überzeugen. Nach einigen Durchläufen gewinnt man ehrlich gesagt
den Eindruck, dass es sich hier eher um eine "Greatest
Hits"-Compilation handelt, denn die Fülle von Highlights – die sich auf
der vorliegenden Demo-Zusammenstellung tummeln – stellt so manche "Best
Of"-Scheibe namhafte Genre-Kollegen locker und lässig in den Schatten.
Auch aufgrund der hervorragenden Soundqualität des Materials dürfte "UnEarthed
Vol. 2" nicht nur bei der treuen Y&T-Fangemeinde für Begeisterung
sorgen, sondern auch für die Erweiterung und Verjüngung der Anhängerschaft
beitragen.
| Trackliste: | 1. Face To Face - 2. Ashes To Ashes - 3. Get Tough - 4. Showdown - 5. Love Has No Cure - 6. Help Me Hear Me - 7. New Kid In Town - 8. Long Time Coming - 9. Dance Dance Dance - 10. Crazy Make Love - 11. Over Under - 12. Hands Of Time [Acoustic] -13. Bad Bad Girls - 14. Take Me - 15. More - 16. Lucky Night - 17. Love Don't Come Easy - 18. Cheap & Easy |
Thanks to Ralph @ Indevent Promotion
![]() |
|
Review:
Eines gleich vorweg – bei "New And Improved" handelt es sich
keinesfalls um ein neues Lebenszeichen des Quartetts aus L.A., sondern um den
Reissue der 1999er Veröffentlichung "Alive And Well". Mausoleum
Records legen die CD, welche in der legendären "Metal
Health"-Besetzung (Carlos Cavazo/ Kevin DuBrow/ Frankie Banalie/ Rudy Sarzo)
aufgenommen wurde, neu – mit 6 Bonusstücken versehen – auf. Der Opener
"Don’t Know What I Want" ist irgendwie auch bezeichnend für die
Bandhistorie – nicht zuletzt sorgten manische Ego-, Finanz- und Drogenprobleme
Kevin DeBrows, ständige Auflösungs- und Reuniongerüchte, sowie ein munteres
Wechselspiel innerhalb der Bandbesetzung für eine stetige Demontage der Band,
die einst mit ihrem Debüt auf Platz 1 der amerikanischen Charts landen konnte.
Mehr als positiv überrascht von der Gesangsleistung Kevin DuBrows erinnern mich
QUIET RIOT auf "New And Improved" an eine poppigere Version von
W.A.S.P. – wohlgemerkt zu deren Anfangstagen. "Angry" und "Alive
And Well" erweisen sich als absolute Ohrwürmer und waren so von QUIET RIOT
in keinster Weise mehr zu erwarten. Mit dem groovigen "Slam Dunk"
wartet die nächste Überraschung der Veröffentlichung auf, könnte die Nummer
doch glatt von den Glam-Helden POISON stammen. Gelungen! Auf jeden Fall
interessant ist auch die bereits auf mehreren AC/DC-Tribute-Alben erhältliche
Coverversion des AC/DC-Klassikers "Highway To Hell". Zwar kann QUIET
RIOT hier nicht wirklich gegen Angus & Co anstinken, verstehen es jedoch,
dem Song auf brachial-charmante Art und Weise Ihren eigeneN Stempel (sprich:
Gang–Vocals) aufzudrücken. Mit dem zähflüssigen "The
Ritual" ist eigentlich nur ein Totalausfall auf "New And Improved"
auszumachen, ansonsten ist die Veröffentlichung erstaunlich „Retro“ und auf
einem, qualitativ nicht mehr zu erwartend, hohen Niveau anzusiedeln. Bei den
Bonusstücken werden die bekanntesten und erfolgreichsten Nummern in einem
leicht moderneren und – im Vergleich zum Original – spärlichere
Soundgewand präsentiert. Es bleibt ein zwiespältiger Beigeschmack, da
die Nummern zum einen mit fetten Gang-Vocals versehen wurden und so im Refrain
wirklich abgehen – zum anderen finde ich persönlich den Drumsound ein wenig
zu dünn und kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum in beinahe
jedes der Boni-Stücke ein neues, schier endloses Solo eingebaut wurde ?!? Ab
dem Mittelteil wird den Neuaufnahmen so äußerst unglücklich die Power
entzogen und folglich das Tor für Langeweile geöffnet – vor allem der Remake
des für mich besten QUIET RIOT-Stücks "The Wild And The Young"
entwickelt sich so zu einem 100%igen Eigentor. Trotzdem eine interessante und
lohnenswerte Anschaffung, die manch schöne Erinnerung an eine Zeit aufleben lässt,
zu der die Szene noch „alive and well“ war.
| Trackliste: |
1. I Don’t Know What I Want - 2. Angry - 3. Alive And
Well - 4. The Ritual - 5. Overworked & Underpaid 6. Slam Dunk (Way To Go) - 7. Too Much Information - 8.
Against The Wall - 9. Highway To Hell - 10. Sign Of The Times - 11.
Don’t Wanna Let You Go - 12. The Wild And The Young - 13. Mama We’re
All Craze Now - 14. Cum On Feel The Noise - 15. Metal Health (Bang Your
Head) |
Thanks to Alfie @ Mausoleum Records
weitere Reviews über QUIET RIOT:
QUIET RIOT/ Live & Rare Volume 1
|
|
Nach zwei starken (leider fast untergegangenen) Veröffentlichungen ("The
First Wave"/ 2002 und "The Second Wave"/ 2004) beim schwer
angeschlagenen Label Z Records, hat die Band um das Duo Rob Moratti/ Mladen Haze
nun bei den Italienern von Frontiers Records eine neue Heimat gefunden. Wie auch
schon die ersten beiden Alben werden auch auf "High Tension Wire" die
Fans von klassischem AOR in Manier der oben genannten Bands bestens bedient.
Zugegeben, der Kastraten-Gesang von Rob Moratti mag nicht unbedingt jedermanns
Geschmack sein, aber vom Songwriting und der musikalischen Umsetzung her
brauchen sich die Kanadier keinesfalls hinter den großen Namen zu verstecken.
Im Gegenteil, manche Bands würden wahrscheinlich ihr letztes Hemd für solche
atemberaubende Refrains oder die genialen Hooks wie im ungewohnt heavy rockenden
Opener/ Titeltrack und in der an JOURNEY angelehnten Midtempo-Hymne "The
Beauty And The Beast" (tolles Gitarrensolo!) geben. Des weiteren dürfte
der stimmungsvolle Rocker "Hollywood Drama", der von typischen 80er
Keyboards dominiert wird und sogar mit seichten Shouting-Parts aufwartet, oder
die klassisch angehauchte Acoustic-Ballade "Sunset At Dawn", die für
Rob Morattis hohes Organ maßgeschneidert ist, und das bombastische "Something
More Than This" zu wahren
Begeisterungsstürmen bei AOR-Traditionalisten führen.
| Trackliste: | 1. High Tension Wire - 2. Two Different Worlds - 3. Angel of the Lake - 4. Beauty and the Beast - 5. Hearts on Fire - 6. Hollywood Drama - 7. Sunset at Dawn - 8. Something More Than This - 9. Who's Going to Love You Now - 10. Listen to Your Heart - 11. Half Way Home - 12. Let Me Be The One (bonus track for Europe) |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über FINAL FRONTIER:
FINAL FRONTIER/ The First Wave
|
|
Review:
BLACK OAK ARKANSAS haben es zwar nie zu den Erfolgen wie LYNYRD SKYNYRD, den
ALLMAN BROTHERS oder ZZ TOP gebracht, aber sie gehören – nicht zuletzt wegen
des unverwechselbaren Organs von Jim „Dandy“ Mangrum – zu den
eindrucksvollsten Southern/ Boogie Rock-Bands der 70er. Nach zwei weniger
berauschenden Solo-Alben ("Hell Is Ready"/ 1984, "The Black
Attack Is Back"/ 1986) von Mr. Mangrum, meldete sich die Band 1999 mit der
Comeback-Scheibe "The Wild Bunch", die bisher als UK-Import zu
bekommen war, eindrucksvoll zurück. Gut fünf Jahre später kommt das energie-
und powergeladene Album – dank Music Avenue – auch hierzulande endlich zu
Veröffentlichungsehren. Neben fünf Neueinspielungen eigener Hits (u. a.
"Jim Dandy", "Mutants Of The Monster" und "Hot ’N’
Nasty") und zwei sehr
gelungenen TOMMY BOLIN-Coversion ("Post Toastee" und "Shake The
Devil") enthält "The Wild Bunch" acht Nummern neueren Datums.
Das neue Material verkörpert zumeist den Rock der 70er, besitzt aber genug
Power, Frische und Fetzigkeit um sich auch in der heutigen Zeit durchzusetzen.
Als Anspieltipps empfehle ich den gefühlvollen "Dark Purple Blues"
und die von zarten Streicherparts untermalte Ballade "Truth To Be
Known", die zu Beginn an JOHN LENNONs "Jealous Guy" erinnert und
in der dramatisch-einfühlsamen Weise eines ALICE COOPERs vorgetragen wird,
sowie der Blues-Galopp "This Is Our Time". Zuletzt steigern das
relaxte "Top Heavy Dallas" und der mitreißende Stampfer "Talk To
The Hand" den Coolness-Faktor... Langer Rede kurzer Sinn: Mit "The
Wild Bunch" dürfte sich die Cabriolette-Saison hervorragend eröffnen
lassen.
| Trackliste: |
1. Forgive And Forget - 2. Post Toastee - 3. Dark Purple Blues - 4. Shake The Devil - 5. Jim Dandy To The Rescue - 6. Truth To Be Known - 7. Mutants Of The Monster - 8. This Is Our Time - 9. Hot Rod - 10. No Time - 11. Happy Hooker - 12. Top Heavy Dallas - 13. Hot 'N' Nasty - 14. The Wild Bunch - 15. Talk To The Hand |
Thanks to Alfie @ Music Avenue
|
|
Review:
QUIET RIOT zum Zweiten. Konnte Kollege Florian der zeitgleich veröffentlichten
Neuauflage von "Alive And Well" ("New And Improved") bereits
ein gutes Zeugnis ausstellen, komme ich nach soundtechnisch bedingten
Schwierigkeiten für "Live & Rare Vol. 1" auf ein ähnliches
Ergebnis. Soundqualität hin oder her – vor der Live-Performance des
L.A.-Quartetts kann ich nur den Hut ziehen, denn selten habe ich eine Band
erlebt, die es versteht das Publikum derart aufzuheizen wie QUIET RIOT während
ihrer "Metal Health"- oder "Condition Critical"-Tour. Von
letzterer Tour stammt der Hauptteil des Materials, das durch Livemitschnitte von
"Gonna Have A Riot" und "Metal Health" aus der gleichnamigen
Tournee sowie drei qualitativ ansprechenden Demoversionen aus "Metal
Health"-Studiosessions vervollständigt wird. Von diesen Aufnahmen tut sich
besonders "Thunderbird" hervor, das als wunderschöne, pianodominierte
Nummer mit ordentlichem QUEEN-Touch um die Ecke biegt. Von den Live-Mitschnitten
erweisen sich die Glam-Nummer "Cum On Feel The Noize" (Top 5 Billboard
Charts) und der Headbanger "Metal Health" als wahre Publikumsreißer.
Weitere Anspieltipps wären der Midtempo-Killer "Winners Take All" und
das SLADE-lastige "Gonna Have A Riot", die beide von der Legende Randy
Rhodes (R.I.P.) geschrieben wurden. Diese Veröffentlichung ist meiner Meinung
nach nur ein Fall für die Die Hard- und Sammler-Fraktion. Neulinge sollten sich
besser anhand einer Best Of-Compilation mit dem Material von QUIET ROIT vertraut
machen.
Wie der Titel erahnen lässt, werden die Mannen um Kevin DuBrow noch öfter in
ihren Archiven graben und dabei hoffentlich noch einige Schätze zutage fördern.
| Trackliste: | 1. Let's Get Crazy - 2. Condition Critical - 3. Run For Cover - 4. Swinging Lumber - 5. Winners Take All - 6. Cum On Feel The Noize - 7. Metal Health - 8. Danger Zone - 9. Gonna Have A Riot - 10. Thunder Bird (original demo) - 11. Love's A Bitch (original demo) - 12. Let's Get Crazy (original demo) |
Thanks to Ralph @ Indevent Promotion
weitere Reviews über QUIET RIOT:
QUIET RIOT/ New And Improved
|
|
Review:
Erstmals von sich Reden machte der jetzige Schwaben-Fünfer im progressiven
Underground durch die Eigenproduktion "New Beginning" (2000). Damals
war noch ein gewisser Hubi Meisel, der nun seit einigen Jahren eigene Wege geht
und nur wenig später von Nektarios Bamiatzis (DSDS) ersetzt wurde, für die
Vocals zuständig. Nektarios Bamiatzis wiederum musste den Posten aufgrund
seines Engagements bei „Deutschland sucht den Superstar“ an ex-POWERGOD-Sänger
Alexander Koch weitergeben. Dieser Tage dürfen sie nun endlich mit "Call
Us At The Number You Provide!" ihr hochoffizielles Debüt feiern. Darauf
kredenzen uns SCENES neun druckvoll und transparent produzierte Songs, die
sowohl vertrackte Melodiebögen ("Start Again") als auch recht eingängige
Elemente ("So (Father)")in sich verbergen und stiltechnisch die ganze
Palette vom akustischen Prog Rock ("Deep Inside My Heart") über
intelligent eingewobene Pop-Elemente bis zum drückenden Progressive Metal
("I Will Stay") bieten. Als Highlights kristallisieren sich nach
einigen Durchgängen die Coverversion des TALK TALK-Klassikers "Such A
Shame", dem man eine fast aggressiv-metallische Ausstrahlung injiziert hat,
das 7minütige und fricklig-drückende Kleinkunstwerk "Save The Light"
(gesungen Nektarios Bamiatzis) sowie die bereits erwähnte Ballade "Deep
Inside My Heart" heraus. Fazit: Eine sehr solide Premiere, wenn ihr mich
fragt ;-)
| Trackliste: | 1.So (Father) - 2. You Walk Away - 3. My Own Life - 4. Start Again - 5. Deep Inside My Heart - 6. I Will Stay - 7. Save The Light - 8. Such A Shame - 9. Nothing Left To Say (Unforgiven) |
Thanks to Birgitt @ Germusica
|
|
Review:
GLUECIFER und die HELLACOPTERS rocken euch noch nicht dreckig genug? Dann dürftet
ihr wohl bei V8WANKERS genau an der richtigen Adresse sein, denn den
kompromisslosen Weg, welchen die Offenbacher bereits auf dem Vorgänger
"Automotive Rampage" eingeschlagen haben, findet in "The Demon
Tweak" seinen bisherigen Höhepunkt. Die Zugpferde auf Zylinderkopf Nummer
3 sind der schweinegeile Opener "Bad Ass Boys (Drive Bad Ass Toys)",
der rifftechnisch an AC/DC erinnert, und der ZZ TOP-lastige Groover "We
Give Rock A Bad Name" oder die neue speedige Bandhymne "From Zero To
Hero (You Cant Keep A Good Band Down)", in der Frontröhre Lutz Vegas –
gut geölt – zur idealen Betriebstemperatur aufläuft (... aufgepasst Mr.
Kilmister, sie bekommen ernstzunehmende Konkurrenz... ;-). Zwar ist unter den
restlichen 10 Nummern die ein oder andere kleinere Leistungsschwankung
auszumachen, aber die Gefahr eines Kolbenfressers oder gar Motorschadens ist
trotz der hochtourigen Dauerbelastung zu keinem Zeitpunkt gegeben. Obwohl die
V8WANKERS also nichts an ihren Ecken und Kanten eingebüsst haben, muss man
abschließend attestieren, dass der 8-Ventiler noch nie so rund und kraftvoll
gelaufen ist. Achtung: "The Demon Tweak" ist absolut nichts für
Weicheier!!!
Achja, die limitierte Edition enthält
mit "Homemade ’N’ Great" eine Bonus-DVD, über die ich mich leider
nicht äußern kann, da diese mir zur Beschreibung nicht vorgelegen hat.
| Trackliste: | 1. Bad Ass Boys (Drive Bad Ass Toys) - 2. I Got The Hammer Down -3. We Give Rock A Bad Name -4. Prolehead - 5. San Francisco - 6. Road 2 Ruin - 7. Accelerated Nation - 8. From Tero To Hero (You Can't Keep A Good Band Down) - 9. Great Racer - 10. Good Ass (Is Hard To Find) - 11. My Motor Burns - 12. No One Says No To The V8 Wankers - 13. Possessed By Rock 'N' Roll |
Thanks to Ralph @ Indevent Promotion
|
|
Review:
Pünktlich zum (Frühlings-)/ Festival-Erwachen veröffentlichen Armageddon
Music den Nachfolger des überaus erfolgreichen "Armageddon Over Wacken –
Live 2003"-Samplers. Wusste besagtes Doppelalbum schon mit einer
atemberaubenden Zusammenstellung des 2003er WOAs zu fesseln, so haben die Macher
von "Armageddon Over Wacken" bei der 2004er Version noch einen
Leckerbissen draufgelegt. Anstatt der erwarteten Doppeldecker-Version schlägt
"Armageddon Over Wacken – Live 2004" im fulminanten Triple-Pack auf
die Metal-Gemeinde nieder. So wird dem Thrash/ Death/ Black Metal-Genre, der
Power/ Traditional-Fraktion und der nicht zu unterschätzenden Underground-Szene
jeweils eine CD gewidmet. Leider befasst sich die zur Beschreibung vorliegende
Promo-Version vornehmlich mit den Bands der beiden ersten Kategorien, sodass man
an dieser Stelle nichts über die Performance von so ambitionierten Bands wie z.
B. GUN BARREL, GRIFFIN oder DR. ROCK sagen kann. Deshalb lassen die Hannoveraner
Thrasher RECKLESS TIDE mit ihrem rasenden "Train Of Death", ZODIAC
MINDWARP mit ihrem Heavy-Blueser "Like A Hurricane" oder die finnische
Gothic Metal-Hoffnung VANGUARD mit ihrem symphonischen Groover "Forgive"
den schier unglaublichen Abwechslungsreichtum und die Klasse des
Underground-Silberlings nur erahnen. Während sich auf dem Thrash/ Death/ Black
Metal-Silbertörtchen solch bleischwere Sahneschnitten wie ANTRAX
("Indians"/ Only"), CHILDREN OF BODOM ("Sixpounder"),
NEVERMORE ("Enemies Of Reality") und DESTRUCTION ("Nailed To
Cross") für ordentlichen Druck in der Magengrube sorgen, bringen auf
Scheiblette Nr. 3 die traditionsbewussten Größen wie Sangesgott DIO
("Holy Diver"/ "Don’t Talk To Strangers"), MOTÖRHEAD
("We Are Motörhead"/ "Life Is A Bitch"), WEINHOLD ("Strike")
und DORO mit der orchestralen Version von "Für Immer", sowie die
Power-Schwaben BRAINSTORM ("Hallow Hideaway") die Menge zum Kochen.
Humorvolle Auflockerung erfährt diese großartige Zusammenstellung durch die
JBO-Hymne "Archloch Und Spass Dabei", bei der sich das Publikum in
bester Mitsing-Laune präsentiert, und die finnischen Polka-Thrasher ELÄKELÄISET mit ihrer ureigenen Version des VAN
HALEN-Klassikers "Jump" ("Humppa"). Fazit: Mit
"Armageddon Over Wacken – Live 2004" wird der vielseitig
interessierte Metal-Fan nicht nur musikalisch allerbestens bedient, sondern
dieser flotte Dreier kommt im Digi-Pack zu einem sagenhaften
geldbeutelfreundlichen Preis unter 20 € in die Läden... Wenn das mal nicht
richtig fett „value for money“ ist... Oh Festival-Saison, ich hör dir
trapsen J
| Trackliste: |
CD1:
1. ANTHRAX/ Indians - 2. ANTHRAX/ Only - 3. DISTRUCTION/ Nailed To The
Cross - 4. CHILDREN OF BODOM/ Sixpounder - 5. CANNIBAL COPRSE/ Gallery
Of Suicide - 6. MAYHEM/ Pagans Fear - 7. DEATH ANGEL/ Thicker Than Blood
- 8. UNLEASHED/ To Asgaard We Fly - 9. ORPHANAGE/ Five Crystals - 10.
EKTOMORF/ I Know Them - 11. EKTOMORF/ Destroy - 12. BAL SAGOTH/ The
Emperial Lexicon - 13. MNEMIC/ Ghost - 14. CATHEDRAL/ Stained Glass
Horizon - 15. NEVERMORE/ Enemies Of Reality CD2: 1. DIO/ Holy Diver - 2. DIO/ Don't Talk To Strangers - 3. HELLOWEEN/ Dr. Stein - 4. DORO/ Für Immer - 5. KOTIPELTO/ Reasons - 6. MYSTIC PROPHECY/ In The Land Of Death - 7. BRAINSTORM/ Hollow Hideaway - 8. MOTÖRHEAD/ We Are Motörhead - 9. MOTÖRHEAD/ Life Is A Bitch - 10. PARAGON/ Green Hell - 11. WEINHOLD/ Strike - 12. FEINSTEIN/ Rebelutions - 13. JBO/ Arschloch Und Spass Dabei - 14. BLAZE BAYLEY/ Fear Of The Dark CD3: 1. VANGUARD/ Forgive - 2. RECKLESS TIDE/ Death Train - 3. RECKLESS TIDE/ Equality - 4. GRIFFIN/ The Sentence - 5. HOBBS ANGEL OF DEATH/ Crucifiction - 6. DR. ROCK/ Wicked Show - 7. DR. ROCK/ Dr. Rock - 8. EVERFEST/ See Me Rising - 9. SUFFERAGE/ Civilized - 10. GUN BARREL/ Only A Passenger - 11. GUTBUCKET/ 82 Hours Bus Hellride - 12. GUTBUCKET/ You Never - 13. SUPERSOMA/ Missing Nola - 14. THORA/ Christ Abuse - 15. METHEDRAS/ Wreck 'N' Roll - 16. ZODIAC MINDWARP/ Like A Hurricane - 17. RAUNCHY/ Summer Of Overload - 18. ELÄKELISET/ Humppa (Jump) |
Thanks to Britta @ Armageddon Music
weitere Reviews über ARMAGEDDON OVER WACKEN:
VARIOUS ARTISTS/ Armageddon Over Wacken - live 2003
|
|
|
Die treibenden Kräfte hinter HEADRUSH sind Gitarrist Alex
De Rosso und Sänger Roberto
Tiranti. Während sich Alex – neben seinen drei Solo-Scheiben – vor
allem einen Namen als Tourgitarrist von DOKKEN gemacht hat, lässt Roberto
hauptamtlich seine Stimmbänder für die Italo-Metaller LABYRINTH schwingen.
Musikalisch orientieren sich HEADRUSH vorwiegend am modern angehauchten Hard
Rock der oben genannten Bands und (Gott sei Dank!) nicht am uninspirierten
Italo-Metal LABYRINTH. Klar, dass sich Signore De Rosso in diesem Metier sauwohl
fühlt und den (tiefgestimmten) gitarrendominanten Ton angibt, aber auch Signore
Tiranti scheint sich mit dieser Musikrichtung mehr zu identifizieren als mit der
seines Hauptbrötchengebers. Zwar mangelt es dem Debüt der Italiener
gelegentlich an zündenden und eigenständigen Momenten, aber bei den Fans der
Vergleichbands müsste "Headrush"
eigentlich problemlos Anklang finden. Anspieltipps wären der ordentlich
groovende und eingängige Opener "My
World", das fricklig-melodische "Fooling
Myself Again" und die Ballade "Silence",
die sich mit (stellenweise) hauchzarten Gitarrenparts und einem facettenreichen
Gesang durch die Gehörgänge schmeichelt.
| Trackliste: | 1. My World - 2. Not Just Anyone - 4. Fooling Myself Again - 5. Ordinary Man - 6. All in a Crime - 7. What's Yours Is Mine... - 8. Catch 22 - 9. Silence - 10. Young; Change My Life - 11. Get Off The Dime - 12. 'Til I Know |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
|
Review:
Im Grunde genommen war ich seit meiner Bekanntschaft mit dem EVERGREY-Drittling
"In Search Of Truth" (2001) der Meinung, dass der Sound der Schweden
nicht gerade „my piece of shit“ ist. Deshalb bin ich von dem hier
vorliegenden Live-Dokument mehr als angenehm überrascht. Also, entweder liegt
es an der packenden Live-Atmosphäre, die sich im 160 Jahre alten Konzertsaal
des Göteborger Storan Theaters scheinbar mühelos verbreitet, oder ich war zum
damaligen Zeitpunkt noch nicht reif für die Musik von EVERGREY? Durch ihre
ergreifende Mischung aus düster-hartem Power Metal und Progressive Rock scheint
die Band um den ausdrucksstarken Sänger Tom S. Englund besonders auf der Bühne
zu einer wahre Macht zu werden, anders kann ich mir die fesselnde Wirkung von
Nummern wie des thrashlastigen "End Of Your Days" oder der
filigran-anspruchsvollen Doublebass-Salven "Blackened Dawn" (untermalt
von femininen, symphonisch gehaltenen Background-Vocals) und "Recreation
Day" nicht erklären. Die bestechendste Darbietung ist in meinen Ohren
allerdings die ergreifende Ballade "For Every Tear That Fall", die Tom
Englund mit seiner Gattin Carina Kjellberg in einem atemberaubenden Duett zum
Besten gibt. "A Night To Remember" ist nicht nur ein schönes Andenken
für all Diejenigen, die EVERGREY bereits live erleben konnten, sondern auch für
alle Power Metal-Begeisterten, die sich bis jetzt noch nicht mit dem virtuosen
Quintett auseinandergesetzt haben.
Also, der Doppeldecker macht nicht nur neugierig auf die für den Sommer
angepeilte DVD, sondern auch auf die bisherigen fünf Studioalbum der
„Immergrauen“ ;-)
| Trackliste: | CD1:
1. Intro - 2. Blinded - 3. End Of Your Days - 4. More Than Ever - 5. She
Speaks To The Dead - 6. Rulers Of The Mind - 7. Blackened Dawn - 8. Waking
Up Blind - 9. As I Lie Here Bleeding - 10. Mislead - 11. Mark Of The
Triangle CD2: 1. When The Walls Go Down - 2. Harmless Wishes - 3. Essence Of Conviction - 4. Solitude Within - 5. Nosferatu - 6. Recreation Day - 7. For Every Tear That Falls - 8. Touch Of Blessing - 9. The Masterplan |
Thanks to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über EVERGREY:
EVERGREY/ Monday Morning Apocalypse
|
|
Review:
Eighties-Hardrock
aus dem Rhein-Main-Gebiet ist bei SPOONFULL OF LIFE angesagt. Ob es sich bei dem
Rechtschreibfehler im Namen um Absicht handelt kann ich nicht sagen, das
beigelegte kurze Info gibt ebenfalls keine Auskunft darüber. Die Jungs haben
ein paar nette altmodische Riffs am Start, jedoch bietet das gesamte Konzept
zzgl. des harmonischen und optischen Erscheinungsbildes schon eine etwas
„altbackene“ Präsentation. Eine ordentliche Frischzellenkur, insbesondere
in harmonischer Form würde der Combo sehr gut tun, möchte man jemals die
musikalische Regionalliga verlassen.
| Trackliste: | 1. Hypnotized - 2. Dancing On The Wire - 3. Cut Off |
Thanks to Bernd @ Spoonfull Of Life
weitere Reviews über SPOONFULL OF LIFE
SPOONFULL OF LIFE/ Requiem
|
"Forever
Endeavour" stellt das Debüt des schwedischen Newcomer Andreas NOVAK
dar, das während seiner 13 Nummern versucht einen Spagat zwischen Melodic Rock/
AOR der 80er Jahre und der Gegenwart zu vollziehen. Dieses Vorhaben ist auch zum
größten Teil ziemlich gut geglückt, wie sich leicht am melodisch-rockenden
Opener "Nowhere
To Run", der sich mit einem großartigen Refrain in den grauen
Zellen festsetzt, oder der gefühlvollen Midtempo-Nummer "How
Does It Feel", die man wohl am treffendsten mit JEAN BEAUVIOR meets
ROBBIE WILLIAMS umschreibt, erkennen lässt. Die Glanzpunkte auf diesem Album
setzen allerdings die mit Samples und Loops durchsetzte Hymne "Save
Me", das orchestral arrangierte "Carry
On" und die hitverdächtige Ballade "Another
Woman", die Andreas NOVAK mit der ausdruckstarken Sängerin Martina
Edoff im Duett zum Besten gibt. Instrumenten-, songwriter- und
produktionstechnisch wurde der talentierte Sänger/ Gitarrist von Daniel Flores
(MIND’S EYE) unterstützt. Außerdem konnte das Gespann so namhafte
Saitenvirtuosen wie Tommy Deander (u. a. RADIOACTIVE), Kristian Niemann (THERION)
und Johnny Öhlin (DIONYSUS, NATION) für diverse Gitarrensoli gewinnen. Zwar
gibt es am Songwriting und der musikalischen Umsetzung kaum etwas auszusetzen,
aber die Produktion hätte vielleicht an vereinzelten Ecken etwas mehr Druck
vertragen können. Nichtsdestotrotz ist Andreas NOVAK eine Bereicherung für die
schwedische Rockszene und "Forever
Endeavour" eine Scheibe, die in Melodic Rock-Kreisen beachtet werden
sollte!
| Trackliste: | 01. Nowhere To Run 4:44 - 02. How does Iit Feel 4:15 - 03. Save me 3:19 - 04. Forever Endeavour 4:44 - 05. Another Woman 4:26 - 06. By Your Side 3:26 - 07. Extreme Fakeover 4:31 - 08. Follow Your Heart 3:57 - 09. Carry On 4:40 - 10. Don´t You Remind Me 3:31 - 11. Back To The Free World 3:51 - 12. Gates Of Defeat 5:00 |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
|
|
Review:
Bespickt mit namhaften Musikern aus der schwedischen Rockszene wie Pierre
Weinsberg (Gesang/ ex-PRISONER) und Mikael Erlandsson (Gesang/ LAST AUTUMN’S
DREAM), der Gitarristenriege SAYIT, T’BELL oder TOMMY DEANDER (RADIOACTIVE)
und der Rhythmus-Fraktion Magnus Rosén (HAMMERFALL)/ Mickey Dee (MOTÖRHEAD)
hat das Songwriter/ Produzenten-Duo Torbjörn Wassenius/ Claes Andreasson das
Melodic Rock-Projekt HEARTBREAK RADIO aus dem Boden gestampft. Musikalisch lehnt
sich diese „All Star-Combo“ an solchen Größen wie WHITESNAKE, AIRPLAY und
JOURNEY an, aber qualitativ ist dieser Vergleich mindestens eine Nummer zu hoch
gegriffen. Zugegeben, das punkig-rockige "Knockin’ On Hells Door"
und die filigrane Halbballade "Love Don’t Live Here Anymore" wird
den Ansprüchen der beteiligten Musiker gerecht. Und auch der fetzige Opener
"Hard Rock City", der mich gelegentlich an die kommerziellste Phase
von ALICE COOPER erinnert, und der Midtempo-Stampfer "Don’t Look In Her
Eyes", der von einer starken Leadgitarre dominiert wird, wissen einigermaßen
zu überzeugen, aber über den Rest legt man wohlweißlich den Mantel des
Schweigens, denn der kommt nur schwerlich übers Mittelmaß hinaus.
| Trackliste: | 1. Hard Rock City - 2. Now You’re Gone - 3. Rockin’ The Night - 4. Let Me Have My Heart Again - 5. Don't Look In Her Eyes - 6. Only You - 7. Knockin' On Hells Door - 8. Love Don’t Live Here No More - 9. Dreamworld - 10. Just 4 Love - 11. The Way Of The World |
Thanks to Birgitt @ Germusica
|
|
Review:
Es war ja wohl wirklich an der Zeit, dass BARBARA CLEAR nun endlich mit einem
Best Of-Album aufwartet. Zum einen hat es die Sängerin/ Songwriterin schon auf
eine stattliche Anzahl von hervorragenden Veröffentlichungen gebracht und zum
anderen sind fast alle ihre älteren Alben nur noch äußerst schwer zu
bekommen. Unter dem Titel "Part
Of It All" hat sie die Kostbarkeiten aus insgesamt fünf Alben
zusammengetragen, die den Zeitraum von 1994 – 2004 abdecken. Besondere
Schmankerln sind vor allem die liebvolle Interpretation der STEVIE NICKS-Vater/
Tochter-Beziehung "Landslide" (aus dem Album "Pur & Zeitlos
Vol. 2"/ 1999) und die Beiträge von der schwergesuchten "Wings Of
Fantasy"-Scheibe (1994). Zu diesen Nummern gehören u. a. das teilweise
virtuos-jazzige "Lovers", das hauchzarte "Turn The Night Into
Day" und "Feeling Crazy" (alles Eigenkompositionen), das locker
und flockig aus den Boxen schlendert. Hinzu kommen die Highlights aus den
letzten drei Alben "Live In Concert" (2001), "Ticket To
Munich" (2003) und "Look Out" (2004), die ebenfalls nicht mehr
erhältlich sind. Unter diesen Songs unterstreicht vor allem das
deutschsprachige Material wie "Die Lebenden", "Strasse Zur
Sonne" und die
kurze, aber prägnante Aufforderung "Steh Auf!" die Songwriter-Qualitäten
von Frau CLEAR. Als weitere Anspieltipps unter den 23 (!) Nummern will ich euch
das witzige "Ticket To Munich", das aufgrund seiner Thematik ständig
aktuelle "Battlefield (In The Name Of God") und das stampfende
"Wounded Knee", das an die Tradition bekannter Indian-Rocker wie PETE
WYOMING BENDER oder DOUGLAS SPOTTED EAGLE anschließt, unbedingt empfehlen.
Allerdings sind die mitreißende Version des KRIS KRISTOFFERSON-Klassikers
"Me And Bobby McGee" und die ergreifende Freundschafts-Hymne
"You’ve Got A Friend" (im Original von CAROLE KING) auch nicht zu
verachten. Fazit: "Part Of It All" dürfe aufgrund der Titelauswahl
nicht nur für Fans von BARBARA CLEAR interessant sein, sondern stellt auch das
ideale Einsteiger-Objekt für all diejenigen dar, die bisher noch nicht vom
CLEAR-Virus infiziert wurden. Prädikat „gnadenlos gut“!
| Trackliste: | 1.
I Call You |
Thanks to Ralph @ Clear Support
weitere Reviews über
BARBARA CLEAR:
BARBARA CLEAR/ Percious
(Earcatcher/ March 2005)
BARBARA CLEAR/ Live In Der Olympiahalle München
BARBARA CLEAR/ Live In Der Olympiahalle München (DVD)
BARBARA CLEAR/ Look Out!
BARBARA CLEAR/ Ticket To Munich - Barbara Clear In Concert
|
|
Review:
TESTAMENT sind und bleiben eines der Urgesteine des Bay-Area Thrash-Metal.
Sie waren neben SLAYER, METALLICA
und MEGADETH einer der großen Gewinner, die dieser Sektor je hervor gebracht
hat. 1991 starteten TESTAMENT ihre "Souls of Black"-Tour, von der auch
die Live-Aufnahmen dieser DVD stammen und die 1992 in der "Clash Of The
Titans"-Tour gipfelte. Mit an Bord waren damals: MEGADETH, SLAYER und
SUICIDAL TENDENCIES. Der Aufstieg von Testament begann 1987 mit dem
Meilenstein "The Legacy" auf dem u. a. die Blaupause aller
Thrash-Songs zu finden ist: "Over The Wall". Danach ging es stetig
bergauf: 1988 folgte mit "The New Order" ein Album, das den modernen
Thrash revolutionierte, und 1989 veröffentlichte die Band mit "Practice
What Do You Preach" das bis dato das meist verkaufte Thrash Metal-Album
aller Zeiten ist (mal abgesehen von METALLICAs "Black Album", das aber
doch relativ wenig mit dieser Bewegung zu tun hatte, sondern doch eher nur
reiner Kommerz war). Auf dieser DVD
sind außer der Live-Ausschnitte der oben genannten Tour noch diverse Interviews
mit den Bandmitgliedern zu finden. Außerdem gibt es
Videos von den Songs: "Nobodys
Fault",
"Practice
What Do You Preach",
"Souls
of Black"
und "The
Legacy".
Unter den Extras findet man die
Sequenzen: Dinner with Testament, Testament in Tokyo, Biography, Discography und
Image Gallery, die allesamt sehr interessant und mit viel Humor gestaltet
wurden. Alles in allem: eine sehr interessante und unterhaltsame DVD, die ohne
jeden Zweifel ihr Geld Wert ist. Einziger störender Kritikpunkt ist der
teilweise doch recht miese Sound des Live-Materials.
| Trackliste: | The remastered version of "The Between
The Lines" from 1991 (VHS) Including music videos: Practice With You Preach, Nobody's Fault, Souls Of Black, The Legacy Extra material includes: Dinner with Testament, Testament in Tokyo, Biography, Discopraphy and Image Gallery |
Thanks to Birgitt @ Germusica
|
|
Review:
Beim letzten HAMMERFALL-Album gab es einige böse Zungen, die behauptet haben,
dass es HAMMERFALL auf "Crimson Glory" an Frische und
Durchschlagskraft gemangelt habe. Nun etwa 2 ½ Jahre später kehren die
Schweden mit ihrem fünften Album zurück und straft jene böse Zungen Lügen,
denn "Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken" strotzt nicht nur geradezu
mit den eingangs erwähnten Attributen, sondern stellt das beste Werk seit dem
sagenhaften Debüt "Glory To The Brave" dar. Die Band um Gitarrist
Oscar Dronjak und Sänger Joacim Cans haben zehn eingängige und faszinierende
Metal-Hymnen geschmiedet, in deren Antlitz (insbesondere im Falle des 10min-Epos
"Knights Of the 21st Century") sogar die selbsternannten „Kings Of
Metal“ MANOWAR vor Neid erblassen dürften. Angefangen vom speedigen Opener
"Secrets" und der genialen Hit-Single "Blood Bound"
(Mitsing-Hymne aller erster Güte) über den schweißtreibenden Kraftakt "Fury
Of The Wild" und dem brachial stampfenden "Hammer Of Justice" bis
hin zur ergreifenden Ballade "Never, Ever" und
zum dramatischen Groover "Born To Rule" jagt ein Killer den nächsten.
Letztere Nummer paart raffiniert den Dramatic Metal a la ZED YAGO/ VELVET VIPER
mit ACCEPT-lastigen Chören. Sogar das einzige Instrumental
"Imperial", das wahrscheinlich auch vorzüglich auf einer
BLACKMORE’S NIGHT-Scheibe platziert wäre, passt perfekt ins Gesamtbild der
Scheibe. Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn HAMMERFALL mit dieser
Scheibe ihren bisher größten Charterfolg einfahren könnten. Also, der Hammer
ist noch lange nicht gefallen... Im Gegenteil, die Devise heißt: „Raise The
Hammer!“
| Trackliste: | 1. Secrets - 2. Blood Bound - 3. Fury Of The Wild - 4. Hammer Of Justice - 5. Never, Ever - 6. Born To Rule - 7. The Templar Flame - 8. Imperial - 9. Take The Black - 10. Knights Of The 21st Century |
Thanks to Markus & Jaap @
Nuclear Blast
weitere Reviews über HAMMERFALL:
HAMMERFALL/ Crimson
Thunder
|
|
Review:
Den etwas weitschichtig interessierteren Besuchern dürfte Bill LIESEGANG als
Gitarrist von NINA HAGEN oder ROD STEWART bekannt sein. Nachdem er 1996 mit
"No Strings Attached" sein erstes Soloalbum veröffentlicht hat,
welches bei Escape Music vor 1 ½ Jahren zu Wiederveröffentlichungsehren kam,
macht er nun mit Ausnahmesänger Doogie WHITE, der sein Sangestalent bereits bei
RITCHIE BLACKMOREs RAINBOW und YNGWIE MALMSTEEN unter Beweis gestellt hat,
gemeinsame Sache. Aufgrund des früheren Betätigungsfeld von Mr. WHITE
ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass gerade der übermächtig wirkende
Opener "A Prayer For The Dying" (gesegnet mit einer eingängigen
Hookline) und der bluesangehauchte Stampfer "Snake Eyes" sich ziemlich
stark an RAINBOW orientieren. Das folgende "Last Temptation" hingegen
hat nicht mehr viel mit dem traditionellen Eröffnungsduo gemeinsam, denn hier
regieren vorwiegend die modernen Töne.
Vielmehr hört sich diese Nummer so an, als würde OZZY OSBOURNE sich in der
Hardcore/ NuMetal-Ecke versuchen. Mit dem Blueser "Worlds Collide", in
dem sich Bill LIESEGANG in die Sphären eines GARY MOOREs spielt und somit den Nährboden
für das Gänsehautorgan von Doogie WHITE bereitet, schlägt das Duo erstmals
gefühlvolle Klänge an. In den anschließenden Tracks "New Addiction"
und "The Gathering", die beide von fesselnden Monsterriffs a la BLACK
SABBATH geprägt sind, verdeutlichen die beiden Herren einmal mehr, das
traditionelle Klänge und moderne Elemente scheinbar spielend in Einklang zu
bringen sind. Als weitere Appetizer dienen der schwere Groover "Black
Winter" (ZAKK WILDE meets BEATLES) und das sehr atmosphärische und gefühlvolle
Instrumental "Old Father Of Time". Fazit: LIESEGANG/ WHITE haben mit
diesem starken Album dem Begriff „zeitlose Rockmusik“ ein neues Klangbild
verpasst.
| Trackliste: | 1.
A Prayer For
The Dying |
Thanks to Birgitt @ Germusica
|
|
Review:
Eigentlich wollte der einstige HAREM SCAREM-Drummer sein neues Baby unter dem
Banner BLACK STAR unters Melodic Rock-Volk bringen, aber scheinbar haben sich
mit diesem Namen rechtliche Probleme ergeben, sodass "Keep The Spirit Alive"
nun in unseren Breiten unter seinem Namen veröffentlicht wird. Mittlerweile hat
DARREN SMITH auch die Drum-Sticks fast ganz an den Nagel gehängt und widmet
sich nun vornehmlich dem Gesang und der Gitarre. Die musikalische Marschrichtung
seiner neuen Band, die durch Gitarrist Mike Hall (ex-HELLIX), ex-HONEYMOON
SUITE-Bassist Stan Miczek und den bisher unbekannten Schlagzeuger Pat Carrano
vervollständigt wird, ist gar nicht so weit entfernt von seinem früheren Betätigungsfeld.
Ein Grund für diese Parallelität mag die Tatsache sein, dass HAREM
SCAREM-Kumpel Harry Hess nicht nur Backing-/ Harmonie-Vocals begeistert hat,
sondern auch für die Produktion und den Mix zuständig war. Aber aufgrund des
etwas raueren Organs von DARREN SMITH, das von der kantigen und
„ungeschliffenen“ Produktion unterstützt wird, sind durchaus ein paar
„Eigenheiten“ im Sound von DSB zu finden. Als Highlights sind der
bassschwangere und rhythmusbetonte Opener "It All Comes", der mitreißende
Titeltrack, welcher mich im Chorus an die härteren DOMINOE erinnert, oder die lässig
schlendernde Midtempo-Hymne "King For A Day" auszumachen. Allerdings
muss ich zugeben, dass auch die rotzige und modern angepunkte Version des
NAZARETH-Klassiker "Love Hurts" und der Stampfer "Everybody Knows",
bei dem unterschwelliges Southern-Flair zu verspüren ist, sehr reizvoll
klingen. Leider können die beiden Bonus Tracks "So Low" und "Taking
On Water" den hohen Level, welchen die ersten 11 Nummern an den Tag legen,
nicht ganz halten. Fazit: Falls ihr – wie ich – der Meinung sein solltet,
dass die letzten HAREM SCAREM-Scheiben zwar gut waren, aber etwas zu wenig Druck
auf dem Kessel gehabt haben, dann seid ihr bei der DARREN SMITH BAND
allerbestens aufgehoben.
| Trackliste: | 01.
It All Comes Back 3,10 European bonus tracks: 12. So Low 4,01 - 13. Taking On Water 3,56 |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
|
|
Review:
Nach zwei völlig zu Unrecht untergegangen Scheiben, welche die Amerikaner über
ihr eigenes Label Headless Corpse veröffentlicht haben, und dem unsäglichen
Drittling "And So It Burns" haben sich IMAGIKA nun mit ihrem neuesten
Werk nahezu fünf Jahre Zeit gelassen. Nun, nach einigen bandinternen und geschäftlichen
Problemen, sind sie mit nahezu komplett neuer Mannschaft und neuem Label am
Start. Vorweg muss man den Thrashern/ Power Metallern attestieren, dass sich die
Wartezeit gelohnt hat und die Umbesetzungen frischen Wind in den Sound von
IMAGIKA gebracht haben. An diesen glücklichen Umstand ist nicht zuletzt der
neue Sänger Norman Skinner nicht ganz unschuldig, denn der Nachfolger von David
Michael besitzt nicht nur ein äußerst variables Organ, sondern zeigt auch ein
feines Händchen für greifbare Texte und eingängige Melodien. Obwohl sich das
Quintett stilistisch mehr denn je am Power Metal orientiert, liegen ihre Wurzeln
unüberhörbar im Bay Area Thrash in der Tradition von METALLICA oder OVERKILL.
Auch die klassischen Einflüsse von JUDAS PRIEST und IRON MAIDEN sind etwas in
den Hintergrund getreten, aber dafür hat man sich stellenweise an der
Melancholie a la ICED EARTH (Titeltrack) sowie am Bombast und an der
Progressivität von BLIND GUARDIAN angelehnt. Letzterer Aspekt macht gerade das
episch aufgebaute "Back To The Beginning" zu einem der Highlights auf
"Devils On Both Sides". Weitere rostfreie Edelstahl-Klingen sind das
modern angehauchte "Voice Of Prejudice", das Riffmonster "Spellbound"
und das abschließende "Vigilangte", das vom Wechselspiel zwischen
akustisch-balladesken Parts und aggressiven Scream- , Solo-, und
Doublebass-Orgien lebt. Fazit: Mit IMAGIKA darf im Jahre 2005 wieder fest
gerechnet werden!!!
| Trackliste: | 1. In Your Shadow - 2. Hexed - 3. Evil's Rising - 4. Devils On Both Sides - 5. Last Battalion - 6. Back To The Beginning - 7. Voice Of Prejudice - 8. Spellbound - 9. Dead-Eye Stare - 10. Vigilante |
Thanks to Alfie @ Mausoleum Records
![]() |
|
Review:
Es ist zwar erst ein halbes Jahr her als uns EUROPE mit ihrem unglaublichen
Comeback "Start From The Dark" beglückt haben, aber dieser Umstand hält
den heimgekehrten Gitarrero JOHN NORUM nicht davon ab seinen sechsten
Solostreich zu veröffentlichen. Laut CD-Info ist das Material für "Optimus"
parallel zum EUROPE-Comeback entstanden, sodass Herr NORUM
Entscheidungsschwierigkeiten hatte, welchen Song er für welches Album verwenden
sollte. Nachdem ich mir nun "Optimus" in großzügigen Dosen
verabreicht habe, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass die absolut stärksten
Songs dieser Writing-Session wohl auf "Start From The Dark" gelandet
sind. – Was aber nicht heißen soll, dass man der neuen Solo-Scheibe so
einfach den Resteverwertungsstempel aufdrücken kann. Freilich, gegen das
aktuelle EUROPE-Album vermag "Optimus" nicht ganz standhalten, aber
nichtsdestotrotz würde wahrscheinlich jeder Gitarrist seine Seele dafür
verkaufen, wenn erstens so ganz nebenbei eine derart gute Solo-Scheibe aus dem
Ärmel schütteln könnte und zweitens mit einem so ausdruckstarken Organ
gesegnet wäre. Im Vergleich zum Album seiner Hauptband ist der vorliegende
Silberling noch um einen Zacken härter und düsterer, kantiger und eckiger,
aber auch etwas schwerverdaulicher ausgefallen. Obwohl die härteren Songs wie
z. B. der Titeltrack, der ZZ TOP-lastige Groover "Nailed To The
Cross", "Time To Run" (BLACK SABBATH lassen grüßen) und das
Riffmonster "Forced" durchaus überzeugen können, liegen die Stärken
von "Optimus" eher in den ruhigen Momenten. Hört euch einfach die düstere,
bluesangehauchte Ballade "Better Day" und das von gefühlvollen
Gitarren getragene "Change Will Come", das an die Tradition früherer
NORUM-Scheiben nahtlos anschließt, an und ihr werdet mich verstehen. Also:
Fans, die schon mit dem eingangs erwähnten Comeback nichts anfangen konnten,
sollten tunlichst auch die Ohren von "Optimus" lassen. Wer allerdings
etwas „open minded“ an die Scheibe herangeht, wird mit modern dargebotenen
– stellenweise grungelastigen – Hard Rock, der gelegentlich auch klassische
Momente freigibt, entlohnt.
| Trackliste: | 1. Chase Down The Moon - 2. Nailed To The Cross - 3. Better day - 4. One More Time - 5. Time To Run - 6. Optimus - 7. Takin' The Blame - 8. Change Will Come - 9. Forced - 10. Solitude |
Thanks to Marcel @ Mascot Records
|
|
Review:
Artrock aus allen Rohren vom Gouveia
Artrock 2004. Mit FERNANDO GUIMAR, LA TORRE DELL’ALCHIMISTA, IDILDURS BANE und
PERIFERIA DEL MONDO ergibt sich ein Querschnitt durch die zweite Liga des
Artrocks. Schöne Lightshows, aber alles in allem bzgl. Personallity und
handwerklich doch einige Meter von den Größen wie YES oder RUSH entfernt,
welche in den Siebzigern das Prädikat „Artrock“ auferstehen
ließen. Nicht wirklich schlecht, aber irgendwie auch belanglos.
| Trackliste: |
LA TORRE DELL'ALCHIMISTA: 1. Risveglio Procreazine E Dubbio I - 2.
Acquario - 3. La Persistenza Dell Memoria - 4. Idra - 5. Epilogo:
Risveglio Procreazine E Dubbio II - 7. Lo Gnomo |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
|
|
Review:
Noch nie was von PETE LACEY gehört? Dann wird es aber allerhöchste Zeit, denn
auf seinem mittlerweile dritten Solo-Album präsentiert der Engländer eine
nicht alltägliche Mischung aus melodischen 80er Hard Rock, einer Prise Blues
und einem zarten Hauch von Pomp Rock. Zwar schreckt im ersten Moment der
nasal-kratzige Gesang des ex-SARAJEVO-Frontmanns etwas ab, aber bei genauerem
Hinhören muss man ohne Zweifel feststellen, dass dieses nahezu unvergleichliche
Organ – wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge – zur melancholischen
Grundstimmung und zu den leicht „rumpeligen“ Arrangements passt. Ausfälle
sind auf "Karma’s Gonna Get You" genauso wenig auszumachen wie
atemberaubende Killer, dafür liefert PETE LACEY, der die Scheibe nahezu im
Alleingang eingespielt hat, grundsolide Mucke ab, die ziemlich hohen
Wiederkennungswert besitzt. Als Anspieltipps möchte ich mal den recht straight
groovenden Titeltrack, die ergreifend gehauchte Ballade "Eternity Begins
Tonight" und das verträumte "If You Can’t Find Love" anführen.
Des weiteren dürften der Stampfer "Into The Fire" und der amtliche
Kracher "Standing At The Door Of Our Last Chance" auf einer Poser
Rock-Party für frischen Wind sorgen. Allerdings sollte man fairerweise auch
noch erwähnen, dass sich der Multi-Instrumentalist bei der Interpretation von
ERIC CLAPTONs "Wonderful Tonight" nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert
hat. Nichtsdestotrotz ist "Karma’s Gonna Get You" ein äußerst
interessantes Album, das zudem auch noch einen guten Zweck erfüllt, denn PETE
LACEY unterstützt mit dieser Scheibe eine Organisation für lern- und körperlichbehinderte
Menschen namens „On Track“ (www.efizroy.org.uk).
Ordern könnt ihr das Album für £ 10 + £ 1,50 (Porto und Verpackung)
unter spitfirewolfmusic@hotmail.com.
Noch ein kleiner Tipp am Rande: Die limitierte Erstauflage enthält außerdem
den Vorgänger "Eternal Pursuit"
| Trackliste: | 01. Leaving Tonight - 02. Release My Heart - 03. This Could Be Love - 04. Into The Fire -05. If You Can't Find Love - 06. Hard To Let Go - 07. Karma's Gonna Get You - 08. Eternity Begins Tonight - 09. Standing At The Door Of Our Last Chance - 10. Nowhere To Run - 11. Wonderful Tonight |
Thanks to Pete @ Spitfirewolf Records
Last
Update: Sunday, 19. February 2006
created in January 2001 © by Sonny