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BONFIRE/ One Acoustic Night - Live At The Private Music Club
  • Band: Bonfire
  • Albumtitel: One Acoustic Night – Live At The Privat Music Club
  • Spielzeit: CD1: 46:28 min/ CD2: 65:28 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: e-m-s music
  • Vergleichbare Bands: jetzt aber, wer wird denn an einer Institution rütteln wollen!?!
  • Veröffentlichung: 31.03.2005
  • Wertung: 10/ 10

Review:
BONFIRE sind seit fast zwei Jahrzehnten das Aushängeschild des deutschen Hard Rock. Nachdem sie mit ihrem letzten Studio-Album "Free" einen sehr mutigen Schritt gewagt haben, überraschen sie ihre treue und große Anhängerschaft mit einem Doppelalbum der ganz besonderen Art. Auf "One Acoustic Night" präsentieren sie ihre größten Hits ganz unerwartet im „unplugged“-Gewand. Das Greatest Hits-Set, das durch vereinzelte Nummern aus "Free" aufgelockert wird, wurde Ende des letzten Jahres während des Einweihungs-Gig in der nahezu privaten Atmosphäre des Private Music Clubs vor ca. 100 handverlesenen Gästen mitgeschnitten. Wer jetzt glaubt, hier würde ihn eine lahme Veranstaltung erwarten, der wird höchstwahrscheinlich seinen Mund nach den folgenden 100 min vor Staunen nicht mehr zu bekommen. Klar, BONFIRE waren live immer schon eine Macht, aber was die Mannen um Lessmann/ Ziller mit diesen Acoustic-Sets abgeliefert haben ist wohl an Intensität und Emotionalität nicht mehr zu überbieten. Während auf der einen Seite Songs wie "Proud Of My Country" oder die gefühlsechte Ballade "Friends" – sowie viele andere – für eine nie enden wollende Gänsehaut sorgen, haben die rockigen Hymnen wie "Sweet Home Alabama", der Mitsing-Klassiker "Hot To Rock" oder "Hard On Me", das von geilen Hammond-Sound getragen wird, nichts an ihrem mitreißenden Faktor eingebüsst. Fast überflüssig zu erwähnen, dass die beiden Mega-Balladen wie "You Make Me Feel" und "Who’s Foolin Who" oder der Lagerfeuer-Knüller "Rock ’N’ Roll Cowboy" (in der deutschen Version) bei einer derart emotionsgeballten Veranstaltung die Sahnehäubchen auf einem wohlklingenden und handgemachten Dessert sind. Dieser einzigartige Gig wurde natürlich auch bildtechnisch festgehalten und wird zeitgleich mit dieser Doppel-CD als Doppel-DVD veröffentlicht.
Außerdem haben BONFIRE anlässlich ihres „Rock For Asia“-Projekts ihren "Rock ’N’ Roll Cowboy" umgeschrieben/ –arrangiert, um ihn als Charity-Single (in englischer, deutscher und spanischer Version) zu veröffentlichen. Mehr Infos zu dieser Spendenorganisation findet ihr unter www.rock-for-asia.com.

Sonny

Trackliste: CD1: 1. Free - 2. What About Love - 3. Hot To Rock - 4.  Don't Touch The Light - 5.  Who's Foolin' Who - 6. Give It A Try - 7. S.D.I. - 8. Proud Of My Country - 9. Sweet Obession

CD2: 1. Under Blue Skies - 2. American Nights - 3. Friends - 4. Give A Little - 5. Rock 'N' Roll Cowboy - 6. I Need You - 7. Hard On Me - 8. Ready For Reaction - 9. You Make Me Feel - 10. Sweet Home Alabama - 11. Song For Asia (Rock 'N' Roll Cowboy 2005) - 12. Song For Asia (Rock 'N' Roll Cowboy 2005) (German version) - 13.  Song For Asia (Rock 'N' Roll Cowboy 2005) (Spainish version)

Thanks to Willi @ Rock On Music

weitere Reviews über BONFIRE:
BONFIRE/ Double X
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Free
BONFIRE/ Tell Me What U Know (Single)
BONFIRE/ Live Over Europe!
BONFIRE/ 29 Golden Bullets
BONFIRE/ Strike Ten


BARBARA CLEAR/ Percious
  • Band: Barbara Clear
  • Albumtitel: Precious
  • Spielzeit: 42:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Barbara Clear Music
  • Vergleichbare Bands: Melissa Etheridge, Anne Haigis, Janis Joplin, Kate Bush
  • Veröffentlichung: 12.03.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
BARBARA CLEAR dürfte vielen Menschen aufgrund ihres atemberaubenden Auftritts am 24. April 2005 in der Münchener Olympiahalle und der damit verbundenen Medienpräsenz bekannt sein. Am 12. März diesen Jahres nahm die Ausnahmekünstlerin das Projekt Olympiahalle zum Zweitenmal in Angriff und veröffentlichte zu dieser Gelegenheit ihr neues Album
"Precious". Im Gegensatz zum Vorgänger "Look Out!" ist das aktuelle Werk doch etwas ruhiger und nachdenklicher ausgefallen. Trotzdem hat die Scheibe mit der äußerst dynamischen Interpretation der MELISSA ETHERIDGE-Nummer "Chrome Plated Heart" und dem energiegeladenen "Locomotive Breath" (im Original von JETRO TULL) durchaus Stoff für rockorientierte Ohren zu bieten. Ziemlich energisch kommt auch "Person To Person" rüber, das der irische Songwriter und ihr langjähriger Bekannter DAVE MEANEY geschrieben hat. Aber auch ihr ruhigeres eigenes Material wie das sanft swingende "Love Is A Healer", das eine beruhigende und kraftschöpfende Atmosphäre verbreitet, oder der Opener "I Am A Bird", den Frau Clear mit fast engelsgleichen Gesang vorträgt, wissen auf Anhieb zu überzeugen. Ein besonderes Highlight stellt für mich der Bonustrack "Faraway Eyes" aus dem Jahre 1992 dar, der mit Sicherheit stilistisch auch sehr gut auf ein BLACKMORE’S NIGHT-Album passen würde. Ich bin immer wieder tief beeindruckt welche Atmosphäre die Frau nur mit ihrer Gitarre und ihrem Gesang aufbauen kann. Für mich gehört BARBARA CLEAR – nicht nur hierzulande – unbestritten zur Spitze der Singer/ Songwriter-Szene.

Sonny

Trackliste: 1. I Am A Bird - 2. Justice - 3. Chrome Plated Heart - 4. Love Is A Healer - 5. Leader Of The Band - 6. Locomotive Breath - 7. Person To Person - 8. Part Of It All - 9. Walkin Back To Georgia - 10. Ode To Billy Joe - 11. Faraway Eyes - 12. Promise Me - 13. Wings Of Fantasy

Thanks to Ralph @ Clear Support

weitere Reviews über BARBARA CLEAR:
BARBARA CLEAR/ Part Of It All
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Live In Der Olympiahalle München
BARBARA CLEAR/
Live In Der Olympiahalle München (DVD)
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Look Out!
BARBARA CLEAR/ Ticket To Munich - Barbara Clear In Concert


STEVE HACKETT & THE UNDERWORLD ORCHESTRA/ Metamorpheus
  • Band: Steve Hackett & The Underworld Orchestra
  • Albumtitel: Metamorpheus
  • Spielzeit: 57:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Camino Records/ InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands: California Guitar Trio
  • Veröffentlichung: 29.03.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Wie fang ich’s nur an? "Metamorpheus", das neueste Solo-Werk des früheren GENESIS-Gitarristen hat mit Rockmusik auch im tieferen Sinne rein gar nichts am Hut. Vielmehr frönt STEVE HACKETT auf dem vorliegenden Album mittlerweile zum Fünftenmal seiner Vorliebe für die klassische und akustische Gitarre. Für "Metamorpheus" hat der Saitenvirtuose eigens das 8köpfige UNDERWORLD ORCHESTRA zusammengestellt, in dem ihm u. a. sein Bruder John Hackett (Flöten) und sein früherer QUIET WORLD-Weggefährte Dick Driver (Bass) tatkräftig zur Seite stehen. Auf der fast einstündigen Reise durch klassische Klangwelten fällt vor allen Dingen auf, dass sich der Meister (abgesehen von "Eurydice Taken" und "Return To The Realm Of Eternal Rernewal") nicht auf einem musikalischen Egotrip befindet, sondern mittels seines variantenreichen Gitarrenspiels mit Violine (Christine Townsend, Lucy Wilkins), Cello (Richard Stewart, Sarah Wilson), Trompete (Colin Clague), Horn (Richard Kennedy) und Flöte regelrecht auf romantische Weise kommuniziert. So wird der geneigte Zuhörer von verschwärmten Momenten ("Song To Nature"/ "That Vast Live"), tiefster Melancholie ("Charon’s Call"/ "Elegy") und bedrohlicher Düsternis ("Under The World – Orpheus Looks Back") ergriffen. Obwohl sich letztere Nummer ziemlich stark an MAURICE RAVELs "Bolero" orientiert, besitzt diese Nummer genug Eigenständigkeit und -dynamik. Da auf diesem Album scheinbar nur gewiefte Musiker zuwerke gehen, die sich auf instrumentaler Ebene voll und ganz respektieren, schaffen es STEVE HACKETT & THE UNDERWORLD ORCHESTRA mit einer schier unfassbaren Leichtigkeit allerhöchstes Niveau über (nahezu) die gesamte Spielzeit anzuschlagen. "Metamorpheus" ist meines Erachtens nicht nur eine sehr interessante Geschichte für Klassik- und Gitarrenpuristen, sondern auch ein Fall für anspruchsvolle Rockmusik-Fans, die sich in unserer schnelllebigen Zeit auch in den klassischen und entspannten Klangwelten ohne Probleme zurechtfinden.

Sonny

Trackliste: 1. The Pool Of Memory And The Pool Of Forgetfulness -2. To Earth Like Rain - 3. Song To Nature - 4. One Real Flower - 5. The Dancing Ground - 6. That Vast Life - 7. Eurydice Taken - 8. Charon's Call - 9. Cerberus At Peace - 10. Under The World - Orpheus Looks Back - 11. The Broken Lyre - 12. Severance - 13. Elegy - 14. Return To The Realm Of Eternal Renewal - 15. Lyra

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über STEVE HACKETT:
STEVE HACKETT/ Wild Orchids (Special-Tipp/ September 2006)


FATE/ Scratch'n Sniff (re-release) (Klassiker-Tipp)
  • Band: Fate
  • Albumtitel: Scratch’n Sniff
  • Spielzeit: 63:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
In Zeiten wo die AOR-Gemeinde auf das heißersehnte Comeback-Album von FATE wartet, legen MTM Classix – ein ¾ Jahr nach "A Matter Of Attitude" – nun auch "Scratch’n Snitt" neu auf. Die bis dato letzte Scheibe der Dänen war um einige Ecken härter als seine drei Vorgänger. Verstärkt durch den damals neu angeheuerten Sänger Per Hendriksen und den schwedischen Saitenvirtuosen Matthias Eklund veröffentlichten 1991 die beiden Gründungsmitglieder Peter Steinecke (Bass) und Bjarne Holm (Drums) dieses Hard Rock-Schmuckstück. Bestückt mit Perlen wie dem unschlagbaren Opener "Gotta Have It All", der trotz seiner „behäbig“ stampfenden Beats die bereits angesprochene härtere Marschrichtung andeutet, und der Killer-Hymne "You’re Are The Best (Money Can Buy)", die für mich nach wie vor zu den besten Hard Rock-Nummern der 90er gehört, oder dem Party-Stampfer "Walk On Fire" ist dieses Album über das letzte Jahrzehnt zu einer der weltweit meistgesuchtesten Genre-Raritäten gereift. Digital remastered hat "Scratch’n Sniff" zwei bisher unveröffentlichte Bonustracks im Rucksack, von denen besonders das vom Bass dominierte "Just A Stranger" einen äußerst gelungenen Eindruck hinterlässt. Diese endlos stampfende Nummer hätte sich bestimmt auch auf POISONs "Flesh And Blood" nahtlos eingefügt. Des weiteren dürften der melodische Midtempo-Kracher "One By One" oder das rifflastige "Surgoen In Love", das vom Flair eines kommerziellen ALICE COOPER umgeben ist, nicht ganz unschuldig am Klassiker-Status dieses Silberlings sein.
Nachdem sich FATE nun wiedervereinigt haben und neben dem beachtlichen Gig auf dem letztjährigen „Deep Impact“-Festival bereits mit "Everything About You" eine vielverheißende neue Nummer eingespielt haben, die auf dem letzten "MTM Music-Sampler" bereits veröffentlicht wurde, steigen natürlich die Neugier und Erwartungen an das neue Album ins schier Unermessliche.

Sonny

Trackliste: 01. Gotta Have It All 4,35 - 02. You’re The Best 3,18 - 03. Walk On Fire 6,01 - 04. Freedom 5,12 - 05. Won’t Let You Down 4,30 - 06. The Whalesong 1,01 - 07. Larry 4,00 - 08. Good Times Coming 4,33 - 09. One By One 3,58 - 10. Surgeon In Love 6,42 - 11. Wanny be Your Lover 4,52 - 12. Think For Yourself 3,55
Unreleased Bonus Tracks:
13. Just A Stranger - 14. Don’t Do Drugs

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über FATE:
FATE/ V
FATE/
A Matter Of Attitude (re-release)


RELOADED/ Taste It ... Or Waste It
  • Band: Reloaded
  • Albumtitel: Taste it … Or Waste It
  • Spielzeit: 24:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: Second Hand Band goes Hard Rock
  • Veröffentlichung: 23.03.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Den Stammbesucher unserer Seite wird mein Faible für Bands aus meiner Heimatstadt Freilassing nicht entgangen sein. Vor gut zwei Jahren hat die SECOND HAND BAND – nach drei überaus gelungenen Acoustic Cover-Alben – mit
"Liederatur" ihre erste Scheibe mit Eigenkompositionen aufgenommen. Nun hat sich das Trio Bonnie/ Krug/ Bonnie seiner rockigen Wurzeln besonnen und mit RELOADED ein amtliches Hard Rock-Cover Projekt aus dem Boden gestampft. Trotz der härteren Gangart und der daraus resultierenden instrumentalen Umbesetzung hat sich die Band die Unbekümmertheit ihrer Acoustic-Alben bewahrt, was besonders beim Opener "Mighty Quinn" (MANFRED MANN’S EARTH BAND) oder dem großartig interpretierten BON JOVI-Hit "It’s My Life" auffällt. Meine persönlichen Favoriten sind die TWISTED SISTER-Kulthymne "We’re Not Gonna Take It", "Highway To Hell" (im Original von AC/DC) und der grandios inszenierte MÖTLEY CRÜE-Stampfer "Smokin’ In The Boys Room". Aber nicht nur der Classic Rock hat es den Herren angetan, sondern auch in der Crossover-Ecke fühlen sich RELOADED pudelwohl, wie die pfiffige Umsetzung von "Last Resort" (PAPA ROACH) untermauert. Abgerundet wird der unterhaltsame 7-Tracker mit dem U2-Klassiker "Pride", der in punkto Atmosphäre dem Original in nichts nachsteht. RELOADED ist die perfekte Ergänzung zum Acoustic-Programm der SECOND HAND BAND. In diesem Sinne „taste it ...or waste it!“
Drängt sich abschließend nur noch die Frage auf, wann sich die Herrschaften an Hard Rock-Kost aus eigener Feder versuchen? Das Potenzial hat RELOADED allemal!!!

Sonny

Trackliste: 1. Mighty Quinn - 2. We're Not Gonna Take It - 3. It's My Life - 4. Highway To Hell - 5. Smoking In The Boysroom - 6. Last Resort - 7. Pride

Thanks to Mike @ Reloaded

weitere Reviews über RELOADED/ SECOND HAND BAND:
SECOND HAND BAND/
Liederatur ("Off Rock & Metal"-Tipp)


DARK SKY/ Living & Dying
  • Band: Dark Sky
  • Albumtitel: Living & Dying
  • Spielzeit: 52:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Jaded Heart, Shylock
  • Veröffentlichung: 29.03.2005
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Obwohl DARK SKY in ihrer langjährigen Karriere immerhin zwei starke Alben veröffentlichen konnten, sind sie bisher kaum über den Geheimtipp hinausgekommen. Diesen Status könnte die süddeutsche Formation um Sänger Frank Breuninger allerdings mit ihrem Drittling "Living & Dying" bald abstreifen. Im Vergleich zum Vorgänger hat der Fünfer einerseits härtetechnisch eine Schippe draufgelegt, andererseits hat man DARK SKY aber auch noch nie so gefühlvoll gehört wie auf der vorliegenden Scheibe. Die heftigeren Songs wie z. B. der drückende Opener "Twisted" oder der hymnische Titeltrack leben zum einem von den harten tiefergestimmten Gitarren (Steffen Doll) oder den röhrenden Keyboards von Claudio Nobile und zum anderen von der ungewohnt aggressiven Gesangsarbeit von Frank Breuninger. Auf der gefühlvollen Seite wissen DARK SKY besonders mit der Gänsehaut-Ballade "Your Are My Life" und der schwungvollen Acoustic-Nummer "See The Light" zu begeistern. Unter den 13 Nummern befinden sich mit "Back Again", das für das Comeback von Rad-Profi Jan Ullrich komponiert wurde, und dem Kracher "Play The Game" aber auch Songs, die sich hervorragend für erfrischende Open Air-Parties an heißen Sommertagen eignen. Meine ganz persönlichen Highlights auf diesem genialen Silberling sind das bluesy "Give Love To Everyone", das den aufmerksamen Zuhörer – begleitet von gefühlvollen Gitarren und Piano-Parts – vielleicht in seine eigenen Kinder- und Jugendtage zurückbegleitet, der faszinierende Groover "Save Our Souls" und die ergreifende Abschluss-Hymne "Tonight". Gekrönt wird dieses abwechslungsreiche Album durch eine exzellente Produktion von Markus Teske (u. a. VANDEN PLAS). Fazit: Mit dieser Scheibe müsste DARK SKY verdientermaßen zu einer der Speerspitzen des deutschen Hard Rocks avancieren.

Sonny

Trackliste: 1. Escaped - 2. Twisted - 3. Save Our Souls - 4. Living & Dying - 5. You Are My Life - 6. Back Again - 7. The Feeling Is Over - 8. See The Light - 9. Play The Game - 10. Give Love To Everyone - 11. Light Up The Darkness - 12. Cute Little Lies - 13. Tonight

Thanks to Birgitt @ Germusica

weitere Reviews über DARK SKY:
DARK SKY/ Edge Of Time


JAMES LaBRIE/ Elements Of Persuasion
  • Band: James LaBrie
  • Albumtitel: Elements Of Persuasion
  • Spielzeit: 66:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 29.03.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
JAMES LaBRIE ist unbestritten das stimmliche Aushängeschild in der Progressive Metal-Szene. Egal ob er in der Rolle des hauptamtlichen Sängers der Prog-Götter DREAM THEATER agiert oder als Gast auf diversen Projekten mitwirkt, er drückt dem Material zumeist seinen eigenen Stempel auf. Solotechnisch hat er sich bisher unter dem Banner MULLMUZZLER seine Freiheiten genommen, ohne sich dabei allzu sehr vom melodiösen Prog Metal seines Hauptbrötchengebers zu entfernen. Das verhält sich mit seinem dritten Solo-Ausflug, den er nun unter seinen eigenen Namen veröffentlicht, aber etwas anders. Ohne den Deckmantel der progressiven Klänge ganz abzulegen, zeigt sich der Ausnahmesänger experimentierfreudiger und vielseitiger denn je. Thrash ("Crucify"), moderner Metal ("Alone"), Melodic Rock und natürlich Progressive Metal – durchsetzt mit kernigen Grooves, schweren Riffs und drückenden Drums – erweisen sich als gleichberechtigte und ergänzende Elemente, denen anhand von sphärischen bzw. spacigen Samples und Loops eine harmonisierende und verbindende Wirkung verabreicht wird. Obwohl sich die Scheibe auf durchgehend hohen Niveau abspielt, möchte ich insbesondere die Ballade "Smashed", die aufgrund ihrer bestimmenden Percussion ein fast hypnotisches Flair ausstrahlt, und den beschaulichen Melodic Rocker "Slightly Out Of Reach" hervorheben. Außerdem sind "In Too Deep", welches Thrash und Melodie perfekt miteinander in Einklang bringt, und der spacigen Heavy-Stampfer "Drained" schwergewichtige Kaufsargumente. Neben dem alles überragenden Gesang von Meister LaBRIE, hat auch das unglaublich variable Gitarrenspiel des italienischen Shootingstars Marco Sfogli höchste Beachtung verdient. Eine recht außergewöhnliche Scheibe, die selbst die eingefleischtesten Fans von JAMES LaBRIE mehr als angenehm überraschen dürfte.

Sonny

Trackliste: 01. Crucify 06:03 - 02. Alone 05:36 - 03. Freak 05:38 - 04. Invisible 05:42 - 05. Lost 03:41 - 06. Undecided 05:30 - 07. Smashed 05:31 - 08. Pretender 05:36 - 09. Slightly Out Of Reach 05:51 - 10. Oblivious 05:20 - 11. In Too Deep 06:56 - 12. Drained 05:14

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über JAMES LaBRIE:
MADMEN + SINNERS (Tim Donahue feat. James LaBrie) / Madmen + Sinners
FRAMESHIFT feat. James LaBrie/ Unweaving The Rainbow


THUNDERHAWKS/ Thunderhawks
  • Band: Thunderhawks
  • Albumtitel: Thunderhawks
  • Spielzeit: 40:29 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Bandwidth Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: AC/DC, Black Crowes, Lynyrd Skynyrd, ZZ Top
  • Veröffentlichung: 29.03.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
„Ja, gibt’s das heutzutage noch?“ ... Unverfälschten und arschtretenden Rock ’N’ Roll in Manier von AC/DC zu seligen Bon Scott-Zeiten gewürzt mit einem Schuss Southern Rock a la LYNYRD SYKNYRD und dem rotzig-raubeinigen Flair der QUIREBOYS. Diese Schlussfolgerung zwängt sich geradezu nach dem ersten Durchlauf von THUNDERHAWKS’ selbstbetitelten Debüt auf. Während Sänger Tony Sarno im mächtig groovenden Opener
"Brake The Chain" brilliert wie die verstorbene AC/DC-Ikone zu ihren besten Tagen, weist der folgende Stampfer "Sick & Tired" eine ordentliche Southern-Schlagseite auf. Anderseits lassen sich im relaxten "For Crying Out Loud" oder im drückend-bluesigen "Spirit" Parallelen zu den QUIREBOYS bzw. ZZ TOP  nicht verleugnen. Den Vogel schießen THUNDERHAWKS allerdings mit "The Dog Won’t Hunt" ab, denn diese Nummer verbindet typischen STATUS QUO-Groove mit schweinegeilen Charme von AC/DC. Ganz offensichtlich wird ihre Vorliebe zu den australischen Rock-Urgesteinen beim Knaller "Punching The Clock", das aufgrund seiner „hoi hoi“-Chöre doch ziemlich provokant an "T.N.T." erinnert. Man darf gespannt sein, ob die Altherrenriege von AC/DC mit ihrem neuen Album diesem dynamischen Debüt etwas entgegensetzen können. Fazit: der ehrliche und unpolierte Rock ’N’ Roll ist einfach nicht totzukriegen – Gott sei Dank!

Sonny

Trackliste: 1. Break The Chain - 2. Sick & Tired - 3. Spirit - 4. Out On The Farm - 5. Don't Come Crying To Me - 6. That Dog Won't Hurt - 7. Punching The Clock - 8. For Crying Out Loud - 9. Evil Woman - 10. Pouring Rain

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


BACKYARD TIRE FIRE/ Bar Room Semantics

Review:
Obwohl BACKYARD TIRE FIRE mit "Bar Room Semantics" ihr mittlerweile zweites Studio-Album abliefern, dürfte das aus Bloomington/ Illinois stammende Trio hierzulande nur den eingefleischten Insider-Fans der southernlastigen Songwriter/ Singer-Szene bekannt sein. Zumal es die Band um die Brüder Ed (Vocals, Gitarren, Keyboards) und Matt Anderson (Bass) mit den musikalischen Grenzen nicht so genau nimmt, denn in eine der gängigen Schubladen des Genres lassen sie sich nicht zwängen. Zwar kommen die 15 Songs größtenteils nicht über Low- und Midtempo hinaus, aber auf dem Album regiert Mr. Abwechslungsreich: Wandelt man z. B. mit "The Ones How Surround You" auf den melancholisch-rockenden Spuren eines JOHN LENNON, verbreitet man mit "Spinnin’ Around" greifbare Lagerfeuer-Atmosphäre a la BOB DYLAN. Anderseits erinnert "31st Fall" gelegentlich an die ruhigen Momente der "Don’t Say Know"-Phase von BILLY SQUIER und mit dem etwas flotteren Stampfer "When The Truth Was Still True" versprühen BACKYARD TIRE FIRE astreines Southern Rock-Flair. Aber das ist noch lange nicht das Ende des Facettenreichtums, denn mit dem rotzigen Blues-Rocker "Ready To Go" und dem handfesten Rock ’N’ Roller "Thick Skin", der Parallelen zu JOHNNY RIVERs "Memphis Tennessee" aufweist, geht man etwas beherzter zu Werke. Ja, und mit der saxophondominanten Nummer "If Itw Make You Feel Good" wagt man sogar einen Abstecher ins angefunkte Gospellager. Kurzum: Mit "Bar Room Semantics" werden alle weitsichtigen Southern Rock-Freaks, die vorwiegend den gedämpfteren Klängen frönen, ihre helle Freude haben. Vorsicht: Suchtgefahr!!!
Ihr wollt die Scheibe in euren Reihen wissen, dann nur zu... www.justforkicks.de hat nicht nur "Bar Room Semantics" sondern auch das selbstbetitelte Debüt im Programm.

Sonny

Trackliste: 1. A Better Day - 2. The Daze - 3. The Ones Who Surround You - 4. Spinnin' Around - 5. 31st Fall - 6. Believe - 7. Tryin' To Get Paid - 8. When The Truth Was Still True - 9. Interlude (Lookin' Forward) - 10. Ready To Go - 11. The White On My Walls - 12. If It Makes You Fell Good - 13. Up & Down - 14. Thick Skin - 15. To You

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


IMAGINERY/ Long Lost Pride
  • Band: Imaginery
  • Albumtitel: Long Lost Pride
  • Spielzeit: 50:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Lion Music/ CM Distro
  • Vergleichbare Bands: dicker Schwede mit Stratocaster
  • Veröffentlichung: 25.03.2005
  • Wertung: 5/ 10

Review:
Oh je, eine Scheibe ohne jedes Info-Material. Man weiß nicht woher die Band kommt, keine History, nix! Nur ein blanker Rohling wo man nicht mal weiß welches Wort den Bandnamen und welches Wort den Albumtitel darstellen soll. Aus den Lautsprechern quillt eine matschig produzierte Melodic-Metal-Mischung skandinavischer Prägung mit deutlichen Gesangsschwächen in der Intonation. Man hat den Eindruck einen der unzähligen MALMSTEEN-Klone vor sich zu haben und..... siehe da, das Gitarrensolo bestätigt es, moll-harmonische Skalen, leichtes Sweeping, Moog-artiges Keyboard-Solo, wie erwartet, ein MALMSTEEN-Klone! Wieder mal....*seufz* Leider einer der schwächeren Sorte, wenn auch instrumentalistisch von der handwerklichen Seite her zuweilen gar nicht schlecht geraten, so strotz die Produktion nur so vor Recording- und Mixing-Fehlern, das Songwriting ist unausgegoren, wirkt gewollt und die Vocals bewegen sich im untersten Mittelmass. Tut mir leid, da habe ich schon bessere Kopisten gehört.

Ironfinger

Trackliste:

1. Hypnotized - 2. The Sign Of Today - 3. When All Is Gone - 4. The Nightmare Of Kain - 5. Roughly Scratched But Alive - 6. Korozon (The Lord Of Evil) - 7. Peace Of Mind - 8. Blind Eyes - 9. Dark Angel (European bonus track) - 10. In My Life

Lion Metal Online ShopThanks to Lasse @ Lion Music


DYNAMIC LIGHTS/ Shape
  • Band: Dynamic Lights
  • Albumtitel: Shape
  • Spielzeit: 54:41 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: DVS Records/ CM Distro
  • Vergleichbare Bands: Spock’s Beard, Dream Theater
  • Veröffentlichung: 23.03.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
DYNAMIC LIGHTS stammen aus Italien und veröffentlichen dieser Tage ihre erstes offizielles Album, eben "Shape". Auf dem eine sehr progressive aber dennoch sehr harmonische Mischung aus Metal & Pop Rock zu hören ist. Mit ihrem Demo "Night Lights" und der darauf folgenden EP "Resurrection" konnten sich die Italiener in ihrer Heimat schon über diverse Erfolge freuen, ihr größter war wohl die Tour mit SHAMAN und LACUNA COIL im Jahr 2004. Auf "Shape" ist so manche Prog-Perle zu finden – darunter auch der mit Abstand beste Song "One Thousend Nothing", der mich von seiner Komplexität und vom Songaufbau sehr an alte DREAM THEATER-Scheiben erinnert. Aber das Album an und für sich ist über lange Sicht und die gesamte Laufzeit hin gesehen meiner Meinung nach etwas zu Anstrengend und langatmig. Auch die Stimme von Matteo Infante wirkt spätestens nach dem zweiten Durchlauf nervenaufreibend und nicht sonderlich originell. Alles in allem für ein Debütalbum nicht schlecht, aber einfach etwas zu flach und mittelmäßig um in der „ State Of The Art“-Liga mitzuspielen. Alle Prog Metal-Fans sollten sich das Teil vorsichtshalber trotzdem mal anhören, weil über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.

Christian

Trackliste: 1. In The Hands Of A Siren - 2. Between Two Parallels - 3 .Remembrances - 4. Density - 5. Going To Nowhere - 6. One Thousand Nothing - 7. Connecting - 8. The Big Show

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


UNION/ Do Your Own Thing Live! (DVD)
  • Band: Union
  • DVD: Do Your Own Thing – DVD
  • Spielzeit: 75 Min. + Bonus-Material
  • Plattenfirma/  Vertrieb: Creative Worx/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 22.03.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Es gibt im Musikgeschäft immer wieder Bereiche wo selbst ein Außenstehender, bar jeglichen Fachwissens und ohne jegliche Insider-Informationen, nur den Kopf schütteln kann. Zu diesen Erlebnissen zählt unter Garantie seiner Zeit der Entschluss von MÖTLEY CRÜE, John Corabi als Nachfolger von Vince Neil zu präsentieren. Lässt man Corabi wie bei UNION ohne jegliche image-technischen Vorgaben arbeiten, kommt es zu einem Ergebnis, was mit dem klassischen CRÜE-Sammelsurium absolut nichts gemein hat. Welchen sittlichen und musikalischen Nährwert MÖTLEY CRÜE auch immer hatten, Corabi hatte nie eine Chance, denn seine Stimme ist 2 Oktaven unter Vince Neil angesiedelt und mit einem wesentlich höheren Druck-Faktor ausgestattet, das Ergebnis war ungefähr so als wenn man TOM JONES-Titel von TAKE THAT interpretieren lassen würde. Der wesentlich bessere Sänger intoniert in einer Art, die der typische Fan nicht hören will. UNION bieten eine druckvolle Präsentation im Stile eines LED ZEPPLIN-Riffings 3 Halbtöne unter Standard-Tuning. Immer songdienlich, handwerklich ordentlich präsentiert, aber leider auch mit den Schwachstellen, die ein instrumentierter Frontmann mit sich bringt. Keine echte Show, wenig Bewegung auf der Bühne und dann auch noch ein sehr zurückhaltendes Publikum mit einem leichten Jugendzentrum-Flair lässt immer wieder das Gefühl von „unter Wert verkauft“ aufkommen. Die Band rockt, zweifelsohne, aber ihre Konzeption wird sie immer in der zweiten Reihe halten und würden die Mitglieder nicht mit zwei Aushängeschildern wie KISS und CRÜE in Verbindung gebracht werden, wäre die Band, so hart es auch klingt, nie zur Kenntnis genommen worden... Sei’s drum, I like it!

Ironfinger

Trackliste: 1. Do Your Own Thing - 2. Everything's Alright - 3. Who Do You Think You Are? - 4. Old Man Wise - 5. Around Again - 6. Heavy D - 7. Star Spangled Banner - 8. Jungle - 9. Love (I Don't Need It Anymore) - 10. Hypnotized - 11. Pain Behind Your Eyes - 12. Power To The Music - 13. I Walk Alone - 14. Man In The Moon + additional bonus concert and rare UNION material

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


FREEDOM CALL/ The Circle Of Life
  • Band: Freedom Call
  • Albumtitel: The Circle Of Life
  • Spielzeit: 46:28 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Helloween, Gamma Ray, Stratovarius (alle nur noch stellenweise)
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Vor gut 2 ½ Jahren hat die Nürnberger Metal-Institution mit "Eternity" ihre Trilogie abgeschlossen, um nun – nach einer mehr als beachtlichen Live-Scheibe –  frei von Konzeptzwängen zum großen Rundumschlag auszuholen. Anhand von "Cirlce Of Life", so der Name des neuen Machwerks, strafen sie alle Kritiker Lügen, die sie bisher nur als dreisten HELLOWEEN-Klon abgewatscht haben. Zugegeben, ganz von den Einflüssen der oben genannten Bands (z. B. "Hunting High And Low") werden sich wohl FREEDOM CALL nie freischwimmen können (oder wollen?), aber sie haben sich bisher noch mit jedem Album weiterentwickelt. Dies ist auch auf den vierten FREEDOM CALL-Album der Fall, denn so eingängig und melodisch wie während der zwölf Nummern (incl. Midtro "The Gathering") hat sich der Fünfer noch nie präsentiert. Eine geniale Hymne reihte sich an die nächste und bauen ohne Rücksicht auf Verluste ihre Nester in den Gehörgängen des Zuhörers auf. Dabei ist es ganz egal ob man sich nun den fröhlich rockenden Opener "Mother Earth", den flotten Marsch "Carry On" oder das majestätische "Kings & Queens", das einen Hauch von Musical ins Spiel bringt, einverleibt. Auch das releaxte und rifflastige "Hero Nation", das unterschwellig von einer Spielmannsmelodie dominiert wird, sowie "Starlight" oder "The Eternal Flame", die beide von galaktischen Keyboardteppichen getragen werden, fordern unweigerlich zum Mitsingen auf. Wahre Geniestreiche sind in meinen Ohren "Starchild" und der Titeltrack. Während zuerst genannte Nummern, westernartige Töne und imposantes Science Fiction-Flair zu einem Killer vereint, lebt die Halbakustik-Nummer von der Spannung zwischen südländlichen Flair und dramatischen Klassikparts. Sogar produktionstechnisch sind Schlagzeuger Dan Zimmermann und Sänger Chris Bay neue Wege gegangen. Anstatt wieder auf die Dienste von Charlie Bauernfeind zurückzugreifen, haben sie die Produktion diesmal selbst in die Hände genommen. Dieser Umstand wird wahrscheinlich nicht ganz unschuldig dran sein, dass der Sound auf dem neuen Silberling etwas klarer und moderner ausgefallen ist. Fazit: die Franken haben diesmal alles richtig gemacht – "Circle Of Life" = 12 Hymnen für die Ewigkeit!!! Amen.

Sonny

Trackliste: 01. Mother Earth - 02. Carry On - 03. Rhythm Of Life - 04. Hunting High And Low - 05. Starlight - 06. The Gathering (Midtro) - 07. Kings & Queens - 08. Hero Nation - 09. High Enough - 10. Starchild - 11. Eternal Flame - 12. Circle Of Life

Thanks to Martin @ SPV

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NIGHT RANGER/ Tokyo Blitz - Greatest Hits Live In Japan
  • Band: Night Ranger

  • Albumtitel: Tokyo Blitz - Greatest Hits Live In Japan

  • Spielzeit: 75:54 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood  

  • Vergleichbare Bands: Damn Yankees, Shaw/ Blades

  • Veröffentlichung: 21.03.05

  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
„We´re gonna rock it, rock it, rock it ….“ im Zuge ihres (schwachen) 1996er Comeback-Albums "Neverland" begaben sich NIGHT RANGER auf eine enthusiastisch abgefeierte Tournee ins Land der aufgehenden Sonne - der hier vorliegende Live-Mitschnitt stammt vom Konzert des 08. April 1997 in Tokyo und wurde von Altmeister Ron Nevison (u.a. SURVIVOR, MSG etc.) mixtechnisch veredelt. Unnötig zu sagen, dass der bloße „Live“-Sound der Veröffentlichung perfekt ist und die Spielfreude, die Jack Blades & Co. an den Tag legen, 1:1 ins heimische Wohnzimmer transferiert wird. Allerdings vermisse ich vor allem in den mehrstimmigen Passagen im Refrain das ein oder andere Mal die (Studio)-Background-Chöre … anyway, live ist eben live …In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine „Greatest Hits“-Veröffentlichung handelt, erscheint mir persönlich jedoch die Songauswahl als reichlich diskussionswürdig. … die 18 performten Stücke beinhalten 5 neue Songs und 2 langweilige Gitarren-Solos, um derentwegen die 80er Jahre Spätphase mit den Longplayern "Big Life" und "Man In Motion" komplett und sträflich außen vor gelassen wurde. Für mich ein grober Schnitzer, da von den neuen Songs nur "Neverland" und das fantastische "Someday I Will" richtig zünden. So, nun aber genug getadelt … NIGHT RANGER entfachen mit Klassikern wie "Don’t Tell Me You Love Me", "Rumours In The Air"  oder "Rock In America" ein Hard Rock-Feuerwerk der leider viel zu selten gewordenen Art und verstehen es auch in den ruhigeren Momenten wie "Sentimental Street" oder dem herausragend interpretierten und bereits erwähnten "Someday I Will" zu punkten. Gerade diese Nummer fügt sich nahtlos in die Reihe der dargebotenen NIGHT RANGER-Klassiker ein und klingt zudem wie die logische Fortsetzung der DAMN YANKEES-Evergreens "High Enough" und "Where You Goin’ Now“. Laßt Euch vom unglücklichen, wohl aber marketingträchtigen Titel nicht in die Irre leiten und folgt NIGHT RANGER während der nächsten knapp 76 Minuten auf eine klangtechnisch einwandfreie Zeitreise in die Tiefen der 80er Jahre.

Florian

Trackliste:

1. Neverland - 2. Touch Of Madness - 3. My Elusive Mind - 4. Sing Me Sway - 5. Someday I Will - 6. Brad Gillis Guitar Solo - 7. Rumours In The Air - 8. Jeff Watson Guitar Solo - 9. Eddie’s Coming Out Tonight - 10. Sentimental Street - 11. Goodbye - 12. Forever All Over Again - 13. Slap Like Being Born   14. When You Close Your Eyes - 15. New York Time - 16. Don’t Tell Me You Love Me - 17. Sister Christian - 18. (You Can Still) Rock In America

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


FORCE OF EVIL/ Black Empire
  • Band: Force Of Evil
  • Albumtitel: Black Empire
  • Spielzeit: 59:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Judas Priest, Mercyful Fate, King Diamond, Iron Maiden, Nevermore
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nachdem JUDAS PRIEST erst vor einigen Tagen mit dem Halford-Comeback "Angel Of Retribution" in der Power Metal-Gemeinde für eine handfeste Überraschung sorgen konnten, schickt sich nun FORCE OF EVIL an, es den wiedererstarkten Metal-Göttern gleichzutun. Zugegeben, ganz soviel Pressewirbel wie besagte Re-Union wird der dänische Fünfer nicht auf sich ziehen können, nichtsdestoweniger hat auch das Material auf deren Zweitling "Black Empire" eben jene uneingeschränkte Aufmerksamkeit verdient. Ein emotionsgeladenes Dutzend wilder und leidenschaftlicher Metal-Hymnen hat die Band um die Gitarren-Zwillinge Michael Denner und Hank Sherman (beide MERCYFUL FATE) aus rasiermesserscharfen Stahl geschmiedet. Dreh- und Angelpunkt auf diesem durchgehend hochklassigen und düster angehauchten Silberling ist das 8 ½minütige "Days Of Damien", das in punkto Dramatik und Spannung kaum noch zu überbieten sein dürfte und in dem Sänger Martin Steene sein ganzes Können in die Waagschale wirft. Von nicht minderer Durchschlagskraft sind der Granaten-Groover "Cabrini Green", der Nackenbrecher "The Sinister Show", der bei Konzerten wie ein Rakete abgehen dürfte und die finale Doublebass-Attacke "S.O.S.". Fazit: Mit "Black Empire" haben FORCE OF EVIL auf ihr sehr solides Debüt noch eine mörderische Schippe draufgelegt. Fans der obengenannten Bands werden schon nach dem ersten Lauschangriff von der Güte des dänischen Dampfhammers überzeugt sein. Zugreifen!!!

Sonny

Trackliste: 1. Black Empire - 2. Back To Hell - 3. Cabrini Green - 4. Death Comes Crawling - 5. The Sinister Show - 6. Days Of Damien - 7. Disciples Of The King - 8. Beyond The Gates - 9. Hobbs End - 10. Dead In Texas - 11. Vorhees Revenge - 12. S.O.S.

Thanks to Birgitt @ Germusica


STARBREAKER/ Starbreaker
  • Band: Starbreaker
  • Albumtitel: Starbreaker
  • Spielzeit: 52:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Masterplan, Last Tribe, TNT
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Der Ausnahmesänger Tony Harnell dürfte den meisten Lesern als Frontmann von TNT, WESTWORLD oder MORNING WOOD bestens bekannt sein. Nun hat der in norwegischen Diensten stehende Amerikaner ein „All Star“-Lineup – bestehend aus LAST TRIBE-Saitenwizard Magnus Karlsson, Felldrescher John Macaluso (ex-ARK/ YNGWIE MALMSTEEN) und Producer/ Bassist Fabrizio Grossi (u. a. STEVE VAI) um sich geschart – und die Band STARBREAKER gegründet. Im Gegensatz zu seinen üblichen Betätigungsfeldern bewegt sich Tony Harnell mit seiner neuen Combo vorwiegend in modernen Melodic Metal-Gefilden, die von gelegentlichen Ausflügen ins Hard Rock-Lager ( z. B. "Crushed") und Progressive Metal (z. B. "Cradle From The Grave") begleitet werden. Diese Stilvielfalt fördert eine ganz neue Seite im facettenreichen Organ von Mr. Harnell zutage. Kannte man ihn bisher als melodisch-kraftvollen und ausdrucksstarken Hard Rock-Sänger, so kommen nun bei STARBREAKER vermehrt auch seine aggressiven und härteren Stimmlagen zum Zuge. Was, ihr wollt es nicht ganz glauben? Der mit modernen asiatischen Klängen untermalte und riffbeladene Opener "Die For You" und das sehr melodische "Lies", welches mit einem knochenerweichenden Screamer-Chorus versehen ist, werden euch von diesem Tatbestand überzeugen. Zudem entwickeln sich die gefühlvoll-melancholische Power-Ballade "Days Of Confusion", aufgrund des spannungsgeladenen Reigen zwischen beruhigenden Pianoparts und schweren Gitarrenriffs, und die bedrohlich-atmosphärische Midtempo-Nummer "Light Of The End Of The World" zu wahren Killern. Die Scheibe ist ein wahres Fest für Melodic Metaller, aber auch offene Hard Rock-Fans sollten der Scheibe unbedingt ihre Aufmerksamkeit schenken... Endlich mal ein Album, das den Erwartungen an eine „All Star“-Band gerecht wird!

Sonny

Trackliste: 1. Die For You - 2. Lies - 3. Break My Bones - 4. Crushed - 5. Days Of Confusion - 6. Transparent - 7. Light At The End Of The World - 8. Cradle To The Grave - 9. Underneath A Falling Sky - 10. Turn It Off - 11. Dragonfly - 12. Save Yourself

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


TALISMAN/ Five Men Live
  • Band: Talisman
  • Albumtitel: Five Men Live
  • Spielzeit: CD1: 74:56 min/ CD2: 48:41 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Humanimal, Takara, Jeff Scott Soto
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nachdem das DVD-Package "World’s Best Kept Secret" schon im Gast-Review von Axel Ritt (DOMAIN) eingehend gewürdigt ist, habe ich nun das Vergnügen den dazugehörigen Doppeldecker "Five Men Live" zu besprechen. Um ihr letztes Studio-Album zu promoten ist die Band um Vorzeige-Entertainer und Sangesgott Jeff Scott Soto auf Tour gegangen und hat dabei zwei Konzerte mitgeschnitten. So kommen wir auf der ersten Scheibe in den Genuss eines Best Of-Programms im intimen Ambiente des Stockholmer Mondo Clubs, während uns Silberling Nr. 2 (mit gleicher, aber deutlich verkürzter Setlist) die raue und brennendheiße Luft des 2003er Sweden Rock Festivals atmen lässt. Sprich, obwohl beide Scheiben sozusagen (fast) die selben Songs enthalten, transportieren sie in beiden Fällen an und für sich grundverschiedene Atmosphären. Anspieltipps? Beide Tonträger! Denn bei dieser genialen Setlist vereinzelten Songs den Vorzug zu geben, würde ja fast an Frevel grenzen. Positiv zu vermerken ist zudem die Tatsache, dass man bei keiner der beiden Aufzeichnungen großartig nachgearbeitet oder gar geschönt hat, sondern zu den kleineren hörbaren Fehlern steht. Richtig Live eben, was heutzutage aber leider nicht mehr unbedingt üblich ist. Fazit: Für TALISMAN- und JSS-Fans gehört "Five Men Live" sowieso zum Pflichtprogramm, aber aufgrund der erlesenen Songauswahl, die sich durch sämtliche Studio-Alben der Schweden zieht, dürften die beiden Mitschnitte auch zu einer ganz interessanten Sache für Einsteiger werden.

Sonny

Trackliste: CD1: 1. Break Your Chains - 2. Color My XTC - 3. Fabricated War - 4. Mysterious - 5. Skin On Skin - 6. Tears In The Sky - 7. Crazy - 8. In Make Believe - 9. Scream of Anger -  10. If Only You Would Be My Friend - 11. Break It Down Again -12. I'll Be Waiting -13. NJBBWD -14. Outta My Way - 15. Fredrik Akesson - 16. Standing On Fire -17. I Don't Know.

CD2: 1. Break Your Chains - 2. Color My XTC - 3. Fabricated War - 4. Tears In The Sky -5. Crazy - 6. Break It Down Again -7. Mysterious - 8.Standing On Fire - 9. In Make Believe - 10. I'll Be Waiting

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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by Axel „Ironfinger“ Ritt 
( DOMAIN)

TALISMAN/ World's Best Kept Secret (DVD) (Guest-Review)
  • Band: Talisman

  • DVD: World’s Best Kept Secret

  • Spielzeit: ca. 255 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood

  • Vergleichbare Bands:

  • Veröffentlichung: 21.03.2005

  • Wertung: 8/ 10

Review:
Jeff Scott Soto und Begleitung... so hart sich dieses recht plakative Urteil auch anhören mag, so wahr ist es doch angesichts der vorliegenden Doppel-DVD. Gehört es doch bei den meisten Bands eh zur Standard-Ausrüstung dass sich Fans und Medien primär dem Frontmann, respektive Sänger zuwenden, so ist es bei dieser Formation nahezu unmöglich, der fast schon übermächtigen Ausstrahlung und Performance Soto’s nicht zu erliegen. Hier sitzt jeder Ton, jede Geste, jeder Schritt ist pures Entertainment. Nichts lässt auf mühsam einstudierte Choreographie schließen, keine „gewollten“ Posen oder gar müde Plattitüden, denen man insbesondere im Metal-Bereich in schier unerträglichem Maß begegnet. Durch die harte Schule der Las Vegas BOOGIE KNIGHTS-Shows, in der JSS über einen längeren Zeitraum Klassiker der Siebziger-Jahre-Disco-Zeit auf der Bühne zelebrierte, wirkt seine Publikumsnähe niemals aufgesetzt oder gar als Mittel zum Zweck. Dass der Mann trotz  einem „10 von 10 Punkte Posing“ dennoch im Live-Geschehen die Intonation einer Studioaufnahme an den Tag legt, mag man fast schon gar nicht erwähnen, nähert man sich doch mit bedenklicher Schnelligkeit dem wertungstechnischen Superlativ. Während die handwerklichen Fähigkeiten der Band-Instrumentalisten beileibe nicht zu verachten sind, insbesondere gebührt es die kraftvolle und punktgenaue Schlagzeugarbeit hervorzuheben, so wirken die schon an sich nicht durch übermäßige Ausstrahlung gesegneten Bandkollegen im direkten Vergleich zu ihren Vorzeige-Sänger äußerst blass und austauschbar. Normalerweise dürfte sich eine Truppe mit einem solchen Frontmann nur in den Top 10 der Szene aufhalten, wäre da nicht der große Wermutstropfen der Combo, der nicht zu überhörende Mangel an Eigenständigkeit. Selbst die beste handwerkliche Umsetzung lässt leider nicht übersehen, dass der kreative Aspekt der Band letztendlich nur eine Ansammlung ihrer Lieblingsmusiker darstellt, sei es manchmal die RED HOT CHILLI PEPPERS, bei älteren Titeln auch gerne mal BON JOVI oder andere Helden der Achtziger. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei der DVD "World’s Best Kept Secret" um eine gelungene Darstellung mehrerer Live-Konzerte, jede Menge Bonus-Material, vermischt mit einer insgesamt angenehm relaxten Stimmung. Zur Not kann man als professioneller Sänger den Kauf der DVD auch als „Fachliteratur“ bzw. „Fortbildungslehrgang“ von der Steuer absetzen ;-))

Axel „Ironfinger“ Ritt

Trackliste: DVD1: Mondo
Recorded live at Club Mondo Stockholm, Sweden - August 2003
Break Your Chains; Color My Xtc; Fabricated War; Mysterious; Skin On Skin; Tears In The Sky; Break It Down Again; In Make Believe; Scream Of Anger; If You Would Only Be My Friend; I’ll Be Waiting; Outta My Way; Standing On Fire.
Sweden Rock Festival

Recorded live at Sweden Rock Festival, Solvesborg, Sweden - June 2003
Break Your Chains; Color My Xtc; Fabricated War; Tears In The Sky; Crazy; Break It Down Again; Mysterious; Standing On Fire; In Make Believe; I’ll Be Waiting.
Bonus Features

Multi-angle Concert Videos: Mysterious; If You Would Only Be My Friend; Outta My Way.
Lyric subtitles for Club Mondo concert

DVD2: Retrospect – The Movie – including:
I’ll Be Waiting (Video); Just Between Us (Video); Mysterious (Video); Time After Time (Live In Japan, 1993); Comin’ Home (Live In Japan, 1993); All Or Nothing (Live In Japan, 1993); Color My Xtc (Video); Here 2day, Gone 2day (Live At Sweden Rock Festival, 2001); Body (Live At Sweden Rock Festival, 2001); Fabricated War (Live At Lokerse Feesten, 2003); Tears In The Sky (Live At Lokerse Feesten, 2003); Crazy (Live At Lokerse Feesten, 2003); Skin On Skin (Video); Outta My Way (Live At Lokerse Feesten, 2003); In Make Believe (Video).
Bonus Features

Discography; Shred Video; Naked Bassplayer; DVD credits (featuring "Eating My BLT 2004")

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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Y&T/ UnEarthed Vol. 2
  • Band: Y&T
  • Albumtitel: UnEarthed Vol. 2
  • Spielzeit: 73:37 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Demolition Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Montrose, Van Halen, Cheap Trick, Kiss
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nach dem recht ansprechenden Erfolg von "UnEarthed Vol. 1" haben nun Sänger/ Gitarrist Dave Meniketti und Bassist Phil Kennemore zum Zweitenmal ihre Schatztruhe geöffnet und für "UnEarthed Vol. 2" insgesamt 18 Demos bzw. unveröffentlichte Aufnahmen aus den Jahren 1974 – 1989 vom Staub der Jahre befreit. Unter diesen Nummern sind doch tatsächlich wieder Perlen dabei, die es seinerzeit nicht auf solche Killer-Scheiben wie "Contagious", "Black Tiger" oder "Ten" geschafft haben. Zu diesen hochkarätigen Darbietungen gehören u. a. der MONTROSE-lastige Opener "Face To Face", der Stampfer "Get Tough", der stellenweise an die besten VAN HALEN-Tage erinnert, oder "Love Has No Cure", das mit hymnischen Shoutpassagen zum Mitgrölen animiert. Außerdem wissen die von DEPP PURPLEs "Gypsy" inspirierte Ballade "Help Me Hear Me" (ausgestattet mit einem Wahnsinns-Solo von Dave Meniketti), "Dance Dance Dance" (Urversion von "LA Rocks/ Boys Night Out") und "Crazy Make Love", das für ein ordentliches Beben auf der Tanzfläche sorgen dürfte, auf Anhieb zu überzeugen. Nach einigen Durchläufen gewinnt man ehrlich gesagt den Eindruck, dass es sich hier eher um eine "Greatest Hits"-Compilation handelt, denn die Fülle von Highlights – die sich auf der vorliegenden Demo-Zusammenstellung tummeln – stellt so manche "Best Of"-Scheibe namhafte Genre-Kollegen locker und lässig in den Schatten. Auch aufgrund der hervorragenden Soundqualität des Materials dürfte "UnEarthed Vol. 2" nicht nur bei der treuen Y&T-Fangemeinde für Begeisterung sorgen, sondern auch für die Erweiterung und Verjüngung der Anhängerschaft beitragen.

Sonny

Trackliste: 1. Face To Face - 2. Ashes To Ashes - 3. Get Tough - 4. Showdown - 5. Love Has No Cure - 6. Help Me Hear Me - 7. New Kid In Town - 8. Long Time Coming - 9. Dance Dance Dance - 10. Crazy Make Love - 11. Over Under - 12. Hands Of Time [Acoustic] -13. Bad Bad Girls - 14. Take Me - 15. More - 16. Lucky Night - 17. Love Don't Come Easy - 18. Cheap & Easy

Thanks to Ralph @ Indevent Promotion


QUIET RIOT/ New And Improved
  • Band: Quiet Riot
  • Albumtitel: New And Improved
  • Spielzeit: 72:11 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: W.A.S.P., Slade, Twisted Sister
  • Veröffentlichung: 21.03.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Eines gleich vorweg – bei "New And Improved" handelt es sich keinesfalls um ein neues Lebenszeichen des Quartetts aus L.A., sondern um den Reissue der 1999er Veröffentlichung "Alive And Well". Mausoleum Records legen die CD, welche in der legendären "Metal Health"-Besetzung (Carlos Cavazo/ Kevin DuBrow/ Frankie Banalie/ Rudy Sarzo) aufgenommen wurde, neu – mit 6 Bonusstücken versehen – auf. Der Opener "Don’t Know What I Want" ist irgendwie auch bezeichnend für die Bandhistorie – nicht zuletzt sorgten manische Ego-, Finanz- und Drogenprobleme Kevin DeBrows, ständige Auflösungs- und Reuniongerüchte, sowie ein munteres Wechselspiel innerhalb der Bandbesetzung für eine stetige Demontage der Band, die einst mit ihrem Debüt auf Platz 1 der amerikanischen Charts landen konnte. Mehr als positiv überrascht von der Gesangsleistung Kevin DuBrows erinnern mich QUIET RIOT auf "New And Improved" an eine poppigere Version von W.A.S.P. – wohlgemerkt zu deren Anfangstagen. "Angry" und "Alive And Well" erweisen sich als absolute Ohrwürmer und waren so von QUIET RIOT in keinster Weise mehr zu erwarten. Mit dem groovigen "Slam Dunk" wartet die nächste Überraschung der Veröffentlichung auf, könnte die Nummer doch glatt von den Glam-Helden POISON stammen. Gelungen! Auf jeden Fall interessant ist auch die bereits auf mehreren AC/DC-Tribute-Alben erhältliche Coverversion des AC/DC-Klassikers "Highway To Hell". Zwar kann QUIET RIOT hier nicht wirklich gegen Angus & Co anstinken, verstehen es jedoch, dem Song auf brachial-charmante Art und Weise Ihren eigeneN Stempel (sprich: Gang–Vocals) aufzudrücken. Mit dem zähflüssigen "The Ritual" ist eigentlich nur ein Totalausfall auf "New And Improved" auszumachen, ansonsten ist die Veröffentlichung erstaunlich „Retro“ und auf einem, qualitativ nicht mehr zu erwartend, hohen Niveau anzusiedeln. Bei den Bonusstücken werden die bekanntesten und erfolgreichsten Nummern in einem leicht moderneren und – im Vergleich zum Original – spärlichere  Soundgewand präsentiert. Es bleibt ein zwiespältiger Beigeschmack, da die Nummern zum einen mit fetten Gang-Vocals versehen wurden und so im Refrain wirklich abgehen – zum anderen finde ich persönlich den Drumsound ein wenig zu dünn und kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum in beinahe jedes der Boni-Stücke ein neues, schier endloses Solo eingebaut wurde ?!? Ab dem Mittelteil wird den Neuaufnahmen so äußerst unglücklich die Power entzogen und folglich das Tor für Langeweile geöffnet – vor allem der Remake des für mich besten QUIET RIOT-Stücks "The Wild And The Young" entwickelt sich so zu einem 100%igen Eigentor. Trotzdem eine interessante und lohnenswerte Anschaffung, die manch schöne Erinnerung an eine Zeit aufleben lässt, zu der die Szene noch „alive and well“ war.

Florian

Trackliste:

1. I Don’t Know What I Want - 2. Angry - 3. Alive And Well - 4. The Ritual - 5. Overworked & Underpaid   6. Slam Dunk (Way To Go) - 7. Too Much Information - 8. Against The Wall - 9. Highway To Hell - 10. Sign Of The Times - 11. Don’t Wanna Let You Go - 12. The Wild And The Young - 13. Mama We’re All Craze Now - 14. Cum On Feel The Noise - 15. Metal Health (Bang Your Head)

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records

weitere Reviews über QUIET RIOT:
QUIET RIOT/ Live & Rare Volume 1


FINAL FRONTIER/ High Tension Wire
  • Band: Final Frontier
  • Albumtitel: High Tension Wire
  • Spielzeit: 46:45 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Journey, Poley/ Pichler
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nach zwei starken (leider fast untergegangenen) Veröffentlichungen ("The First Wave"/ 2002 und "The Second Wave"/ 2004) beim schwer angeschlagenen Label Z Records, hat die Band um das Duo Rob Moratti/ Mladen Haze nun bei den Italienern von Frontiers Records eine neue Heimat gefunden. Wie auch schon die ersten beiden Alben werden auch auf "High Tension Wire" die Fans von klassischem AOR in Manier der oben genannten Bands bestens bedient. Zugegeben, der Kastraten-Gesang von Rob Moratti mag nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein, aber vom Songwriting und der musikalischen Umsetzung her brauchen sich die Kanadier keinesfalls hinter den großen Namen zu verstecken. Im Gegenteil, manche Bands würden wahrscheinlich ihr letztes Hemd für solche atemberaubende Refrains oder die genialen Hooks wie im ungewohnt heavy rockenden Opener/ Titeltrack und in der an JOURNEY angelehnten Midtempo-Hymne "The Beauty And The Beast" (tolles Gitarrensolo!) geben. Des weiteren dürfte der stimmungsvolle Rocker "Hollywood Drama", der von typischen 80er Keyboards dominiert wird und sogar mit seichten Shouting-Parts aufwartet, oder die klassisch angehauchte Acoustic-Ballade "Sunset At Dawn", die für Rob Morattis hohes Organ maßgeschneidert ist, und das bombastische "Something More Than This"  zu wahren Begeisterungsstürmen bei AOR-Traditionalisten führen.

Sonny

Trackliste: 1. High Tension Wire - 2. Two Different Worlds - 3. Angel of the Lake - 4. Beauty and the Beast - 5. Hearts on Fire - 6. Hollywood Drama - 7. Sunset at Dawn - 8. Something More Than This - 9. Who's Going to Love You Now - 10. Listen to Your Heart - 11. Half Way Home - 12. Let Me Be The One (bonus track for Europe)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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FINAL FRONTIER/
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JIM DANDY'S BLACK OAK ARKANSAS/ The Wild Bunch
  • Band: Jim Dandy’s Black Oak Arkansas
  • Albumtitel: The Wild Bunch
  • Spielzeit: 62:59 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Music Avenue/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: ZZ Top, Boogie Stuff
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
BLACK OAK ARKANSAS haben es zwar nie zu den Erfolgen wie LYNYRD SKYNYRD, den ALLMAN BROTHERS oder ZZ TOP gebracht, aber sie gehören – nicht zuletzt wegen des unverwechselbaren Organs von Jim „Dandy“ Mangrum – zu den eindrucksvollsten Southern/ Boogie Rock-Bands der 70er. Nach zwei weniger berauschenden Solo-Alben ("Hell Is Ready"/ 1984, "The Black Attack Is Back"/ 1986) von Mr. Mangrum, meldete sich die Band 1999 mit der Comeback-Scheibe "The Wild Bunch", die bisher als UK-Import zu bekommen war, eindrucksvoll zurück. Gut fünf Jahre später kommt das energie- und powergeladene Album – dank Music Avenue – auch hierzulande endlich zu Veröffentlichungsehren. Neben fünf Neueinspielungen eigener Hits (u. a. "Jim Dandy", "Mutants Of The Monster" und "Hot ’N’ Nasty")  und zwei sehr gelungenen TOMMY BOLIN-Coversion ("Post Toastee" und "Shake The Devil") enthält "The Wild Bunch" acht Nummern neueren Datums. Das neue Material verkörpert zumeist den Rock der 70er, besitzt aber genug Power, Frische und Fetzigkeit um sich auch in der heutigen Zeit durchzusetzen. Als Anspieltipps empfehle ich den gefühlvollen "Dark Purple Blues" und die von zarten Streicherparts untermalte Ballade "Truth To Be Known", die zu Beginn an JOHN LENNONs "Jealous Guy" erinnert und in der dramatisch-einfühlsamen Weise eines ALICE COOPERs vorgetragen wird, sowie der Blues-Galopp "This Is Our Time". Zuletzt steigern das relaxte "Top Heavy Dallas" und der mitreißende Stampfer "Talk To The Hand" den Coolness-Faktor... Langer Rede kurzer Sinn: Mit "The Wild Bunch" dürfte sich die Cabriolette-Saison hervorragend eröffnen lassen.

Sonny

Trackliste:

1. Forgive And Forget - 2. Post Toastee - 3. Dark Purple Blues - 4. Shake The Devil - 5. Jim Dandy To The Rescue - 6. Truth To Be Known - 7. Mutants Of The Monster - 8. This Is Our Time - 9. Hot Rod - 10. No Time - 11. Happy Hooker - 12. Top Heavy Dallas - 13. Hot 'N' Nasty - 14. The Wild Bunch - 15. Talk To The Hand

Thanks to Alfie @ Music Avenue


QUIET RIOT/ Live & Rare Volume 1
  • Band: Quiet Riot
  • Albumtitel: Live & Rare Volume 1
  • Spielzeit: 61:45 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Demolition Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Twisted Sisters, W.A.S.P, Deep Purple
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
QUIET RIOT zum Zweiten. Konnte Kollege Florian der zeitgleich veröffentlichten Neuauflage von "Alive And Well" ("New And Improved") bereits ein gutes Zeugnis ausstellen, komme ich nach soundtechnisch bedingten Schwierigkeiten für "Live & Rare Vol. 1" auf ein ähnliches Ergebnis. Soundqualität hin oder her – vor der Live-Performance des L.A.-Quartetts kann ich nur den Hut ziehen, denn selten habe ich eine Band erlebt, die es versteht das Publikum derart aufzuheizen wie QUIET RIOT während ihrer "Metal Health"- oder "Condition Critical"-Tour. Von letzterer Tour stammt der Hauptteil des Materials, das durch Livemitschnitte von "Gonna Have A Riot" und "Metal Health" aus der gleichnamigen Tournee sowie drei qualitativ ansprechenden Demoversionen aus "Metal Health"-Studiosessions vervollständigt wird. Von diesen Aufnahmen tut sich besonders "Thunderbird" hervor, das als wunderschöne, pianodominierte Nummer mit ordentlichem QUEEN-Touch um die Ecke biegt. Von den Live-Mitschnitten erweisen sich die Glam-Nummer "Cum On Feel The Noize" (Top 5 Billboard Charts) und der Headbanger "Metal Health" als wahre Publikumsreißer. Weitere Anspieltipps wären der Midtempo-Killer "Winners Take All" und das SLADE-lastige "Gonna Have A Riot", die beide von der Legende Randy Rhodes (R.I.P.) geschrieben wurden. Diese Veröffentlichung ist meiner Meinung nach nur ein Fall für die Die Hard- und Sammler-Fraktion. Neulinge sollten sich besser anhand einer Best Of-Compilation mit dem Material von QUIET ROIT vertraut machen.
Wie der Titel erahnen lässt, werden die Mannen um Kevin DuBrow noch öfter in ihren Archiven graben und dabei hoffentlich noch einige Schätze zutage fördern.

Sonny

Trackliste: 1. Let's Get Crazy - 2. Condition Critical - 3. Run For Cover - 4. Swinging Lumber - 5. Winners Take All - 6. Cum On Feel The Noize - 7. Metal Health - 8. Danger Zone - 9. Gonna Have A Riot - 10. Thunder Bird (original demo) - 11. Love's A Bitch (original demo) - 12. Let's Get Crazy (original demo)

Thanks to Ralph @ Indevent Promotion

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QUIET RIOT/ New And Improved


SCENES/ Call Us At The Number You Provide
  • Band: SceneS
  • Albumtitel: Call Us At The Number You Provide!
  • Spielzeit: 55:22 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Fates Warning, Symphony X, Dream Theater
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Erstmals von sich Reden machte der jetzige Schwaben-Fünfer im progressiven Underground durch die Eigenproduktion "New Beginning" (2000). Damals war noch ein gewisser Hubi Meisel, der nun seit einigen Jahren eigene Wege geht und nur wenig später von Nektarios Bamiatzis (DSDS) ersetzt wurde, für die Vocals zuständig. Nektarios Bamiatzis wiederum musste den Posten aufgrund seines Engagements bei „Deutschland sucht den Superstar“ an ex-POWERGOD-Sänger Alexander Koch weitergeben. Dieser Tage dürfen sie nun endlich mit "Call Us At The Number You Provide!" ihr hochoffizielles Debüt feiern. Darauf kredenzen uns SCENES neun druckvoll und transparent produzierte Songs, die sowohl vertrackte Melodiebögen ("Start Again") als auch recht eingängige Elemente ("So (Father)")in sich verbergen und stiltechnisch die ganze Palette vom akustischen Prog Rock ("Deep Inside My Heart") über intelligent eingewobene Pop-Elemente bis zum drückenden Progressive Metal ("I Will Stay") bieten. Als Highlights kristallisieren sich nach einigen Durchgängen die Coverversion des TALK TALK-Klassikers "Such A Shame", dem man eine fast aggressiv-metallische Ausstrahlung injiziert hat, das 7minütige und fricklig-drückende Kleinkunstwerk "Save The Light" (gesungen Nektarios Bamiatzis) sowie die bereits erwähnte Ballade "Deep Inside My Heart" heraus. Fazit: Eine sehr solide Premiere, wenn ihr mich fragt ;-)

Sonny

Trackliste: 1.So (Father) - 2. You Walk Away - 3. My Own Life - 4. Start Again - 5. Deep Inside My Heart - 6. I Will Stay - 7. Save The Light - 8. Such A Shame - 9. Nothing Left To Say (Unforgiven)

Thanks to Birgitt @ Germusica


V8WANKERS/ The Demon Tweak
  • Band: V8Wankers
  • Albumtitel: The Demon Tweak
  • Spielzeit: 42:18 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Rude Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Motörhead, Skew Siskin, Gluecifer, Hellacopters
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
GLUECIFER und die HELLACOPTERS rocken euch noch nicht dreckig genug? Dann dürftet ihr wohl bei V8WANKERS genau an der richtigen Adresse sein, denn den kompromisslosen Weg, welchen die Offenbacher bereits auf dem Vorgänger "Automotive Rampage" eingeschlagen haben, findet in "The Demon Tweak" seinen bisherigen Höhepunkt. Die Zugpferde auf Zylinderkopf Nummer 3 sind der schweinegeile Opener "Bad Ass Boys (Drive Bad Ass Toys)", der rifftechnisch an AC/DC erinnert, und der ZZ TOP-lastige Groover "We Give Rock A Bad Name" oder die neue speedige Bandhymne "From Zero To Hero (You Cant Keep A Good Band Down)", in der Frontröhre Lutz Vegas – gut geölt – zur idealen Betriebstemperatur aufläuft (... aufgepasst Mr. Kilmister, sie bekommen ernstzunehmende Konkurrenz... ;-). Zwar ist unter den restlichen 10 Nummern die ein oder andere kleinere Leistungsschwankung auszumachen, aber die Gefahr eines Kolbenfressers oder gar Motorschadens ist trotz der hochtourigen Dauerbelastung zu keinem Zeitpunkt gegeben. Obwohl die V8WANKERS also nichts an ihren Ecken und Kanten eingebüsst haben, muss man abschließend attestieren, dass der 8-Ventiler noch nie so rund und kraftvoll gelaufen ist. Achtung: "The Demon Tweak" ist absolut nichts für Weicheier!!!
Achja, die limitierte Edition enthält mit "Homemade ’N’ Great" eine Bonus-DVD, über die ich mich leider nicht äußern kann, da diese mir zur Beschreibung nicht vorgelegen hat.

Sonny

Trackliste: 1. Bad Ass Boys (Drive Bad Ass Toys) - 2. I Got The Hammer Down -3. We Give Rock A Bad Name -4. Prolehead - 5. San Francisco - 6. Road 2 Ruin - 7. Accelerated Nation - 8. From Tero To Hero (You Can't Keep A Good Band Down) - 9. Great Racer - 10. Good Ass (Is Hard To Find) - 11. My Motor Burns - 12. No One Says No To The V8 Wankers - 13. Possessed By Rock 'N' Roll

Thanks to Ralph @ Indevent Promotion


VARIOUS ARTISTS/ Armageddon Over Wacken Live 2004

Review:
Pünktlich zum (Frühlings-)/ Festival-Erwachen veröffentlichen Armageddon Music den Nachfolger des überaus erfolgreichen "Armageddon Over Wacken – Live 2003"-Samplers. Wusste besagtes Doppelalbum schon mit einer atemberaubenden Zusammenstellung des 2003er WOAs zu fesseln, so haben die Macher von "Armageddon Over Wacken" bei der 2004er Version noch einen Leckerbissen draufgelegt. Anstatt der erwarteten Doppeldecker-Version schlägt "Armageddon Over Wacken – Live 2004" im fulminanten Triple-Pack auf die Metal-Gemeinde nieder. So wird dem Thrash/ Death/ Black Metal-Genre, der Power/ Traditional-Fraktion und der nicht zu unterschätzenden Underground-Szene jeweils eine CD gewidmet. Leider befasst sich die zur Beschreibung vorliegende Promo-Version vornehmlich mit den Bands der beiden ersten Kategorien, sodass man an dieser Stelle nichts über die Performance von so ambitionierten Bands wie z. B. GUN BARREL, GRIFFIN oder DR. ROCK sagen kann. Deshalb lassen die Hannoveraner Thrasher RECKLESS TIDE mit ihrem rasenden "Train Of Death", ZODIAC MINDWARP mit ihrem Heavy-Blueser "Like A Hurricane" oder die finnische Gothic Metal-Hoffnung VANGUARD mit ihrem symphonischen Groover "Forgive" den schier unglaublichen Abwechslungsreichtum und die Klasse des Underground-Silberlings nur erahnen. Während sich auf dem Thrash/ Death/ Black Metal-Silbertörtchen solch bleischwere Sahneschnitten wie ANTRAX ("Indians"/ Only"), CHILDREN OF BODOM ("Sixpounder"), NEVERMORE ("Enemies Of Reality") und DESTRUCTION ("Nailed To Cross") für ordentlichen Druck in der Magengrube sorgen, bringen auf Scheiblette Nr. 3 die traditionsbewussten Größen wie Sangesgott DIO ("Holy Diver"/ "Don’t Talk To Strangers"), MOTÖRHEAD ("We Are Motörhead"/ "Life Is A Bitch"), WEINHOLD ("Strike") und DORO mit der orchestralen Version von "Für Immer", sowie die Power-Schwaben BRAINSTORM ("Hallow Hideaway") die Menge zum Kochen. Humorvolle Auflockerung erfährt diese großartige Zusammenstellung durch die JBO-Hymne "Archloch Und Spass Dabei", bei der sich das Publikum in bester Mitsing-Laune präsentiert, und die finnischen Polka-Thrasher
ELÄKELÄISET mit ihrer ureigenen Version des VAN HALEN-Klassikers "Jump" ("Humppa"). Fazit: Mit "Armageddon Over Wacken – Live 2004" wird der vielseitig interessierte Metal-Fan nicht nur musikalisch allerbestens bedient, sondern dieser flotte Dreier kommt im Digi-Pack zu einem sagenhaften geldbeutelfreundlichen Preis unter 20 € in die Läden... Wenn das mal nicht richtig fett „value for money“ ist... Oh Festival-Saison, ich hör dir trapsen J

Sonny

Trackliste: CD1: 1. ANTHRAX/ Indians - 2. ANTHRAX/ Only - 3. DISTRUCTION/ Nailed To The Cross - 4. CHILDREN OF BODOM/ Sixpounder - 5. CANNIBAL COPRSE/ Gallery Of Suicide - 6. MAYHEM/ Pagans Fear - 7. DEATH ANGEL/ Thicker Than Blood - 8. UNLEASHED/ To Asgaard We Fly - 9. ORPHANAGE/ Five Crystals - 10. EKTOMORF/ I Know Them - 11. EKTOMORF/ Destroy - 12. BAL SAGOTH/ The Emperial Lexicon - 13. MNEMIC/ Ghost - 14. CATHEDRAL/ Stained Glass Horizon - 15. NEVERMORE/ Enemies Of Reality

CD2: 1. DIO/ Holy Diver - 2. DIO/ Don't Talk To Strangers - 3. HELLOWEEN/ Dr. Stein - 4. DORO/ Für Immer - 5. KOTIPELTO/ Reasons - 6. MYSTIC PROPHECY/ In The Land Of Death - 7. BRAINSTORM/ Hollow Hideaway - 8. MOTÖRHEAD/ We Are Motörhead - 9. MOTÖRHEAD/ Life Is A Bitch - 10. PARAGON/ Green Hell - 11. WEINHOLD/ Strike - 12. FEINSTEIN/ Rebelutions - 13. JBO/ Arschloch Und Spass Dabei - 14. BLAZE BAYLEY/ Fear Of The Dark

CD3: 1. VANGUARD/ Forgive - 2. RECKLESS TIDE/ Death Train - 3. RECKLESS TIDE/ Equality - 4. GRIFFIN/ The Sentence - 5. HOBBS ANGEL OF DEATH/ Crucifiction - 6. DR. ROCK/ Wicked Show - 7. DR. ROCK/ Dr. Rock - 8. EVERFEST/ See Me Rising - 9. SUFFERAGE/ Civilized - 10. GUN BARREL/ Only A Passenger - 11. GUTBUCKET/ 82 Hours Bus Hellride - 12. GUTBUCKET/ You Never - 13. SUPERSOMA/ Missing Nola - 14. THORA/ Christ Abuse - 15. METHEDRAS/ Wreck 'N' Roll - 16. ZODIAC MINDWARP/ Like A Hurricane - 17. RAUNCHY/ Summer Of Overload - 18. ELÄKELISET/ Humppa (Jump)

Thanks to Britta @ Armageddon Music

weitere Reviews über ARMAGEDDON OVER WACKEN:
VARIOUS ARTISTS/ Armageddon Over Wacken - live 2003


HEADRUSH/ Headrush
  • Band: Headrush
  • Albumtitel: Headrush
  • Spielzeit: 50:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: S.I.N., Dokken, Lynch Mob
  • Veröffentlichung: 21.03.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Die treibenden Kräfte hinter HEADRUSH sind Gitarrist Alex De Rosso und Sänger Roberto Tiranti. Während sich Alex – neben seinen drei Solo-Scheiben – vor allem einen Namen als Tourgitarrist von DOKKEN gemacht hat, lässt Roberto hauptamtlich seine Stimmbänder für die Italo-Metaller LABYRINTH schwingen. Musikalisch orientieren sich HEADRUSH vorwiegend am modern angehauchten Hard Rock der oben genannten Bands und (Gott sei Dank!) nicht am uninspirierten Italo-Metal LABYRINTH. Klar, dass sich Signore De Rosso in diesem Metier sauwohl fühlt und den (tiefgestimmten) gitarrendominanten Ton angibt, aber auch Signore Tiranti scheint sich mit dieser Musikrichtung mehr zu identifizieren als mit der seines Hauptbrötchengebers. Zwar mangelt es dem Debüt der Italiener gelegentlich an zündenden und eigenständigen Momenten, aber bei den Fans der Vergleichbands müsste "Headrush" eigentlich problemlos Anklang finden. Anspieltipps wären der ordentlich groovende und eingängige Opener "My World", das fricklig-melodische "Fooling Myself Again" und die Ballade "Silence", die sich mit (stellenweise) hauchzarten Gitarrenparts und einem facettenreichen Gesang durch die Gehörgänge schmeichelt.

Sonny

Trackliste: 1. My World - 2. Not Just Anyone - 4. Fooling Myself Again - 5. Ordinary Man - 6. All in a Crime - 7. What's Yours Is Mine... - 8. Catch 22 - 9. Silence - 10. Young; Change My Life - 11. Get Off The Dime - 12. 'Til I Know

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


EVERGREY/ A Night To Remember - live 2004
  • Band: Evergrey
  • Albumtitel: A Night To Remember - Live
  • Spielzeit: CD1: 53:22 min/ CD2: 59:01 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 14.03.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Im Grunde genommen war ich seit meiner Bekanntschaft mit dem EVERGREY-Drittling "In Search Of Truth" (2001) der Meinung, dass der Sound der Schweden nicht gerade „my piece of shit“ ist. Deshalb bin ich von dem hier vorliegenden Live-Dokument mehr als angenehm überrascht. Also, entweder liegt es an der packenden Live-Atmosphäre, die sich im 160 Jahre alten Konzertsaal des Göteborger Storan Theaters scheinbar mühelos verbreitet, oder ich war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht reif für die Musik von EVERGREY? Durch ihre ergreifende Mischung aus düster-hartem Power Metal und Progressive Rock scheint die Band um den ausdrucksstarken Sänger Tom S. Englund besonders auf der Bühne zu einer wahre Macht zu werden, anders kann ich mir die fesselnde Wirkung von Nummern wie des thrashlastigen "End Of Your Days" oder der filigran-anspruchsvollen Doublebass-Salven "Blackened Dawn" (untermalt von femininen, symphonisch gehaltenen Background-Vocals) und "Recreation Day" nicht erklären. Die bestechendste Darbietung ist in meinen Ohren allerdings die ergreifende Ballade "For Every Tear That Fall", die Tom Englund mit seiner Gattin Carina Kjellberg in einem atemberaubenden Duett zum Besten gibt. "A Night To Remember" ist nicht nur ein schönes Andenken für all Diejenigen, die EVERGREY bereits live erleben konnten, sondern auch für alle Power Metal-Begeisterten, die sich bis jetzt noch nicht mit dem virtuosen Quintett auseinandergesetzt haben.
Also, der Doppeldecker macht nicht nur neugierig auf die für den Sommer angepeilte DVD, sondern auch auf die bisherigen fünf Studioalbum der „Immergrauen“ ;-)

Sonny

Trackliste: CD1: 1. Intro - 2. Blinded - 3. End Of Your Days - 4. More Than Ever - 5. She Speaks To The Dead - 6. Rulers Of The Mind - 7. Blackened Dawn - 8. Waking Up Blind - 9. As I Lie Here Bleeding - 10. Mislead - 11. Mark Of The Triangle

CD2: 1. When The Walls Go Down - 2. Harmless Wishes - 3. Essence Of Conviction - 4. Solitude Within - 5. Nosferatu - 6. Recreation Day - 7. For Every Tear That Falls - 8. Touch Of Blessing - 9. The Masterplan

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über EVERGREY:
EVERGREY/ Monday Morning Apocalypse


SPOONFULL OF LIFE/ Hypnotized
  • Band: Spoonfull Of Life
  • Albumtitel: Hypnotized
  • Spielzeit: 12:47 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 15.03.2005
  • Wertung: 5/ 10

Review:
Eighties-Hardrock aus dem Rhein-Main-Gebiet ist bei SPOONFULL OF LIFE angesagt. Ob es sich bei dem Rechtschreibfehler im Namen um Absicht handelt kann ich nicht sagen, das beigelegte kurze Info gibt ebenfalls keine Auskunft darüber. Die Jungs haben ein paar nette altmodische Riffs am Start, jedoch bietet das gesamte Konzept zzgl. des harmonischen und optischen Erscheinungsbildes schon eine etwas „altbackene“ Präsentation. Eine ordentliche Frischzellenkur, insbesondere in harmonischer Form würde der Combo sehr gut tun, möchte man jemals die musikalische Regionalliga verlassen.

Ironfinger

Trackliste: 1. Hypnotized - 2. Dancing On The Wire - 3. Cut Off

Thanks to Bernd @ Spoonfull Of Life

weitere Reviews über SPOONFULL OF LIFE
SPOONFULL OF LIFE/ Requiem


NOVAK/ Forever Endeavour
  • Band: Novak
  • Albumtitel: Forever Endeavour
  • Spielzeit: 50:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Urban Tale, Radioactive, Jean Beauvior meets Robbie Williams
  • Veröffentlichung: 14.03.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
"Forever Endeavour" stellt das Debüt des schwedischen Newcomer Andreas NOVAK dar, das während seiner 13 Nummern versucht einen Spagat zwischen Melodic Rock/ AOR der 80er Jahre und der Gegenwart zu vollziehen. Dieses Vorhaben ist auch zum größten Teil ziemlich gut geglückt, wie sich leicht am melodisch-rockenden Opener "Nowhere To Run", der sich mit einem großartigen Refrain in den grauen Zellen festsetzt, oder der gefühlvollen Midtempo-Nummer "How Does It Feel", die man wohl am treffendsten mit JEAN BEAUVIOR meets ROBBIE WILLIAMS umschreibt, erkennen lässt. Die Glanzpunkte auf diesem Album setzen allerdings die mit Samples und Loops durchsetzte Hymne "Save Me", das orchestral arrangierte "Carry On" und die hitverdächtige Ballade "Another Woman", die Andreas NOVAK mit der ausdruckstarken Sängerin Martina Edoff im Duett zum Besten gibt. Instrumenten-, songwriter- und produktionstechnisch wurde der talentierte Sänger/ Gitarrist von Daniel Flores (MIND’S EYE) unterstützt. Außerdem konnte das Gespann so namhafte Saitenvirtuosen wie Tommy Deander (u. a. RADIOACTIVE), Kristian Niemann (THERION) und Johnny Öhlin (DIONYSUS, NATION) für diverse Gitarrensoli gewinnen. Zwar gibt es am Songwriting und der musikalischen Umsetzung kaum etwas auszusetzen, aber die Produktion hätte vielleicht an vereinzelten Ecken etwas mehr Druck vertragen können. Nichtsdestotrotz ist Andreas NOVAK eine Bereicherung für die schwedische Rockszene und "Forever Endeavour" eine Scheibe, die in Melodic Rock-Kreisen beachtet werden sollte!

Sonny

Trackliste: 01. Nowhere To Run 4:44 - 02. How does Iit Feel 4:15 - 03. Save me 3:19 - 04. Forever Endeavour 4:44 - 05. Another Woman 4:26 - 06. By Your Side 3:26 - 07. Extreme Fakeover 4:31 - 08. Follow Your Heart 3:57 - 09. Carry On 4:40 - 10. Don´t You Remind Me 3:31 - 11. Back To The Free World 3:51 - 12. Gates Of Defeat 5:00

Thanks to Sebastian @ MTM Music


HEARTBREAK RADIO/ Heartbreak Radio
  • Band: Heartbreak Radio
  • Albumtitel: Heartbreak Radio
  • Spielzeit: 46:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Airplay, Journey, Alice Cooper
  • Veröffentlichung: 14.03.2005
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Bespickt mit namhaften Musikern aus der schwedischen Rockszene wie Pierre Weinsberg (Gesang/ ex-PRISONER) und Mikael Erlandsson (Gesang/ LAST AUTUMN’S DREAM), der Gitarristenriege SAYIT, T’BELL oder TOMMY DEANDER (RADIOACTIVE) und der Rhythmus-Fraktion Magnus Rosén (HAMMERFALL)/ Mickey Dee (MOTÖRHEAD) hat das Songwriter/ Produzenten-Duo Torbjörn Wassenius/ Claes Andreasson das Melodic Rock-Projekt HEARTBREAK RADIO aus dem Boden gestampft. Musikalisch lehnt sich diese „All Star-Combo“ an solchen Größen wie WHITESNAKE, AIRPLAY und JOURNEY an, aber qualitativ ist dieser Vergleich mindestens eine Nummer zu hoch gegriffen. Zugegeben, das punkig-rockige "Knockin’ On Hells Door" und die filigrane Halbballade "Love Don’t Live Here Anymore" wird den Ansprüchen der beteiligten Musiker gerecht. Und auch der fetzige Opener "Hard Rock City", der mich gelegentlich an die kommerziellste Phase von ALICE COOPER erinnert, und der Midtempo-Stampfer "Don’t Look In Her Eyes", der von einer starken Leadgitarre dominiert wird, wissen einigermaßen zu überzeugen, aber über den Rest legt man wohlweißlich den Mantel des Schweigens, denn der kommt nur schwerlich übers Mittelmaß hinaus.

Sonny

Trackliste: 1. Hard Rock City - 2. Now You’re Gone - 3. Rockin’ The Night - 4. Let Me Have My Heart Again - 5. Don't Look In Her Eyes - 6. Only You - 7. Knockin' On Hells Door - 8. Love Don’t Live Here No More - 9. Dreamworld - 10. Just 4 Love - 11. The Way Of The World

Thanks to Birgitt @ Germusica


BARBARA CLEAR/ Part Of It All
  • Band: Barbara Clear
  • Albumtitel: Part Of It All
  • Spielzeit: 69:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Barbara Clear Music
  • Vergleichbare Bands: Melissa Etheridge, Anne Haigis, Janis Joplin, Kate Bush, (frühere) Suzanne Vega
  • Veröffentlichung: 12.03.2005
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Es war ja wohl wirklich an der Zeit, dass BARBARA CLEAR nun endlich mit einem Best Of-Album aufwartet. Zum einen hat es die Sängerin/ Songwriterin schon auf eine stattliche Anzahl von hervorragenden Veröffentlichungen gebracht und zum anderen sind fast alle ihre älteren Alben nur noch äußerst schwer zu bekommen. Unter dem Titel
"Part Of It All" hat sie die Kostbarkeiten aus insgesamt fünf Alben zusammengetragen, die den Zeitraum von 1994 – 2004 abdecken. Besondere Schmankerln sind vor allem die liebvolle Interpretation der STEVIE NICKS-Vater/ Tochter-Beziehung "Landslide" (aus dem Album "Pur & Zeitlos Vol. 2"/ 1999) und die Beiträge von der schwergesuchten "Wings Of Fantasy"-Scheibe (1994). Zu diesen Nummern gehören u. a. das teilweise virtuos-jazzige "Lovers", das hauchzarte "Turn The Night Into Day" und "Feeling Crazy" (alles Eigenkompositionen), das locker und flockig aus den Boxen schlendert. Hinzu kommen die Highlights aus den letzten drei Alben "Live In Concert" (2001), "Ticket To Munich" (2003) und "Look Out" (2004), die ebenfalls nicht mehr erhältlich sind. Unter diesen Songs unterstreicht vor allem das deutschsprachige Material wie "Die Lebenden", "Strasse Zur Sonne" und die kurze, aber prägnante Aufforderung "Steh Auf!" die Songwriter-Qualitäten von Frau CLEAR. Als weitere Anspieltipps unter den 23 (!) Nummern will ich euch das witzige "Ticket To Munich", das aufgrund seiner Thematik ständig aktuelle "Battlefield (In The Name Of God") und das stampfende "Wounded Knee", das an die Tradition bekannter Indian-Rocker wie PETE WYOMING BENDER oder DOUGLAS SPOTTED EAGLE anschließt, unbedingt empfehlen. Allerdings sind die mitreißende Version des KRIS KRISTOFFERSON-Klassikers "Me And Bobby McGee" und die ergreifende Freundschafts-Hymne "You’ve Got A Friend" (im Original von CAROLE KING) auch nicht zu verachten. Fazit: "Part Of It All" dürfe aufgrund der Titelauswahl nicht nur für Fans von BARBARA CLEAR interessant sein, sondern stellt auch das ideale Einsteiger-Objekt für all diejenigen dar, die bisher noch nicht vom CLEAR-Virus infiziert wurden. Prädikat „gnadenlos gut“!

Sonny

Trackliste: 1. I Call You (Ticket To Munich/ 2003) - 2. The Woman In Me (Look Out/ 2004) - 3. Lovers (Wings Of Fantasy/ 1994) - 4. You've Got A Friend (Ticket To Munich/ 2003) - 5. Willing (Ticket To Munich/ 2003) - 6. Life Is Too Short (Live In Concert/ 2001) - 7. Landslide (Pur & Zeitlos/ 1999) - 8. Delta Dreamland (Wings Of Fantasy/ 1994) - 9. Turn The Night Into Day (Wings Of Fantasy/ 1994) - 10. Feeling Crazy (Wings Of Fantasy/ 1994) - 11. I Feel The Same (Ticket To Munich/ 2003) - 12. Die Lebenden (Look Out/ 2004) - 13. Battlefield (In The Name Of God) (Ticket To Munich/ 2003) - 14. Caveman (Look Out/ 2004) - 15. Guilty (Ticket To Munich/ 2003) - 16. Time Is The Price (Ticket To Munich/ 2003) - 17. Me And Bobby McGee (Live In Concert/ 2001) - 18. Ticket To Munich (Ticket To Munich/ 2003) - 19. This Girl (Ticket To Munich/ 2003) - 20. Old Stamtrain (Ticket To Munich/ 2003) - 21. Wounded Knee (Ticket To Munich/ 2003) - 22. Strasse Zur Sonne (Look Out/ 2004) - 23. Steh Auf! (Look Out/ 2004)

Thanks to Ralph @ Clear Support

weitere Reviews über BARBARA CLEAR:
BARBARA CLEAR/ Percious (Earcatcher/ March 2005)
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BARBARA CLEAR/
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Look Out!
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TESTAMENT/ See Between The Lines (DVD)
  • Band: Testament
  • DVD: Seen Between The Lines
  • Spielzeit: ca. 104 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: unvergleichlich
  • Veröffentlichung: 08.03.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
TESTAMENT sind und bleiben eines der Urgesteine des Bay-Area Thrash-Metal. Sie waren neben  SLAYER, METALLICA und MEGADETH einer der großen Gewinner, die dieser Sektor je hervor gebracht hat. 1991 starteten TESTAMENT ihre "Souls of Black"-Tour, von der auch die Live-Aufnahmen dieser DVD stammen und die 1992 in der "Clash Of The Titans"-Tour gipfelte. Mit an Bord waren damals: MEGADETH, SLAYER und  SUICIDAL TENDENCIES. Der Aufstieg von Testament begann 1987 mit dem Meilenstein "The Legacy" auf dem u. a. die Blaupause aller Thrash-Songs zu finden ist: "Over The Wall". Danach ging es stetig bergauf: 1988 folgte mit "The New Order" ein Album, das den modernen Thrash revolutionierte, und 1989 veröffentlichte die Band mit "Practice What Do You Preach" das bis dato das meist verkaufte Thrash Metal-Album aller Zeiten ist (mal abgesehen von METALLICAs "Black Album", das aber doch relativ wenig mit dieser Bewegung zu tun hatte, sondern doch eher nur reiner Kommerz war).
Auf dieser DVD sind außer der Live-Ausschnitte der oben genannten Tour noch diverse Interviews mit den Bandmitgliedern zu finden. Außerdem gibt es Videos von den Songs: "Nobodys Fault", "Practice What Do You Preach", "Souls of Black" und "The Legacy". Unter den Extras findet man die Sequenzen: Dinner with Testament, Testament in Tokyo, Biography, Discography und Image Gallery, die allesamt sehr interessant und mit viel Humor gestaltet wurden. Alles in allem: eine sehr interessante und unterhaltsame DVD, die ohne jeden Zweifel ihr Geld Wert ist. Einziger störender Kritikpunkt ist der teilweise doch recht miese Sound des Live-Materials.

Christian

Trackliste: The remastered version of "The Between The Lines" from 1991 (VHS)
Including music videos: Practice With You Preach, Nobody's Fault, Souls Of Black, The Legacy
Extra material includes: Dinner with Testament, Testament in Tokyo, Biography, Discopraphy and Image Gallery 

Thanks to Birgitt @ Germusica


HAMMERFALL/ Unbent, Unbowed, Unbroken
  • Band: HammerFall
  • Albumtitel: Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken
  • Spielzeit: 50:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast/ Warner
  • Vergleichbare Bands: frühere Helloween, Manowar, Stratovarius
  • Veröffentlichung: 07.03.2005
  • Charteinstieg: 21.03.2005 Platz Nr. 12
  • weitere Platzierungen:
    28.03.2005 Platz Nr. 34 / 04.04.2005 Platz Nr. 62
    11.04.2005 Platz Nr. 62 / 18.04.2005 Platz Nr. 88
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Beim letzten HAMMERFALL-Album gab es einige böse Zungen, die behauptet haben, dass es HAMMERFALL auf "Crimson Glory" an Frische und Durchschlagskraft gemangelt habe. Nun etwa 2 ½ Jahre später kehren die Schweden mit ihrem fünften Album zurück und straft jene böse Zungen Lügen, denn "Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken" strotzt nicht nur geradezu mit den eingangs erwähnten Attributen, sondern stellt das beste Werk seit dem sagenhaften Debüt "Glory To The Brave" dar. Die Band um Gitarrist Oscar Dronjak und Sänger Joacim Cans haben zehn eingängige und faszinierende Metal-Hymnen geschmiedet, in deren Antlitz (insbesondere im Falle des 10min-Epos "Knights Of the 21st Century") sogar die selbsternannten „Kings Of Metal“ MANOWAR vor Neid erblassen dürften. Angefangen vom speedigen Opener "Secrets" und der genialen Hit-Single "Blood Bound" (Mitsing-Hymne aller erster Güte) über den schweißtreibenden Kraftakt "Fury Of The Wild" und dem brachial stampfenden "Hammer Of Justice" bis hin zur ergreifenden Ballade "Never, Ever" und  zum dramatischen Groover "Born To Rule" jagt ein Killer den nächsten. Letztere Nummer paart raffiniert den Dramatic Metal a la ZED YAGO/ VELVET VIPER mit ACCEPT-lastigen Chören. Sogar das einzige Instrumental "Imperial", das wahrscheinlich auch vorzüglich auf einer BLACKMORE’S NIGHT-Scheibe platziert wäre, passt perfekt ins Gesamtbild der Scheibe. Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn HAMMERFALL mit dieser Scheibe ihren bisher größten Charterfolg einfahren könnten. Also, der Hammer ist noch lange nicht gefallen... Im Gegenteil, die Devise heißt: „Raise The Hammer!“

Sonny

Trackliste: 1. Secrets - 2. Blood Bound - 3. Fury Of The Wild - 4. Hammer Of Justice - 5. Never, Ever - 6. Born To Rule - 7. The Templar Flame - 8. Imperial - 9. Take The Black - 10. Knights Of The 21st Century

Thanks to Markus & Jaap @ Nuclear Blast


weitere Reviews über HAMMERFALL:
HAMMERFALL/
Crimson Thunder


LIESEGANG/ WHITE/ Visual Surveillance Of Extremities
  • Band: Liesegang/ White
  • Albumtitel: Visual Surveillance Of Extremities
  • Spielzeit: 42:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Rainbow, Black Sabbath, Beatles
  • Veröffentlichung: 07.03.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Den etwas weitschichtig interessierteren Besuchern dürfte Bill LIESEGANG als Gitarrist von NINA HAGEN oder ROD STEWART bekannt sein. Nachdem er 1996 mit "No Strings Attached" sein erstes Soloalbum veröffentlicht hat, welches bei Escape Music vor 1 ½ Jahren zu Wiederveröffentlichungsehren kam, macht er nun mit Ausnahmesänger Doogie WHITE, der sein Sangestalent bereits bei RITCHIE BLACKMOREs RAINBOW und YNGWIE MALMSTEEN unter Beweis gestellt hat, gemeinsame Sache. Aufgrund des früheren Betätigungsfeld von Mr. WHITE ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass gerade der übermächtig wirkende Opener "A Prayer For The Dying" (gesegnet mit einer eingängigen Hookline) und der bluesangehauchte Stampfer "Snake Eyes" sich ziemlich stark an RAINBOW orientieren. Das folgende "Last Temptation" hingegen hat nicht mehr viel mit dem traditionellen Eröffnungsduo gemeinsam, denn hier regieren vorwiegend die modernen Töne. Vielmehr hört sich diese Nummer so an, als würde OZZY OSBOURNE sich in der Hardcore/ NuMetal-Ecke versuchen. Mit dem Blueser "Worlds Collide", in dem sich Bill LIESEGANG in die Sphären eines GARY MOOREs spielt und somit den Nährboden für das Gänsehautorgan von Doogie WHITE bereitet, schlägt das Duo erstmals gefühlvolle Klänge an. In den anschließenden Tracks "New Addiction" und "The Gathering", die beide von fesselnden Monsterriffs a la BLACK SABBATH geprägt sind, verdeutlichen die beiden Herren einmal mehr, das traditionelle Klänge und moderne Elemente scheinbar spielend in Einklang zu bringen sind. Als weitere Appetizer dienen der schwere Groover "Black Winter" (ZAKK WILDE meets BEATLES) und das sehr atmosphärische und gefühlvolle Instrumental "Old Father Of Time". Fazit: LIESEGANG/ WHITE haben mit diesem starken Album dem Begriff „zeitlose Rockmusik“ ein neues Klangbild verpasst.

Sonny

Trackliste: 1. A Prayer For The Dying - 2. Snake Eyes - 3. Last Temptation - 4. Worlds Collide - 5. New Addiction - 6.Vivaldi (instrumental) - 7. The Gathering - 8. Lost Horizons - 9. The Ballad of Bible John - 10. Black Winter - 11. Old Father Time (instrumental) 

Thanks to Birgitt @ Germusica


DARREN SMITH BAND/ Keep The Spirit Alive
  • Band: Darren Smith Band
  • Albumtitel: Keep The Spirit Alive
  • Spielzeit: 46:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Harem Scarem, Rubber, rauere Dominoe + ein zarter Hauch von Queen
  • Veröffentlichung: 07.03.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Eigentlich wollte der einstige HAREM SCAREM-Drummer sein neues Baby unter dem Banner BLACK STAR unters Melodic Rock-Volk bringen, aber scheinbar haben sich mit diesem Namen rechtliche Probleme ergeben, sodass "Keep The Spirit Alive" nun in unseren Breiten unter seinem Namen veröffentlicht wird. Mittlerweile hat DARREN SMITH auch die Drum-Sticks fast ganz an den Nagel gehängt und widmet sich nun vornehmlich dem Gesang und der Gitarre. Die musikalische Marschrichtung seiner neuen Band, die durch Gitarrist Mike Hall (ex-HELLIX), ex-HONEYMOON SUITE-Bassist Stan Miczek und den bisher unbekannten Schlagzeuger Pat Carrano vervollständigt wird, ist gar nicht so weit entfernt von seinem früheren Betätigungsfeld. Ein Grund für diese Parallelität mag die Tatsache sein, dass HAREM SCAREM-Kumpel Harry Hess nicht nur Backing-/ Harmonie-Vocals begeistert hat, sondern auch für die Produktion und den Mix zuständig war. Aber aufgrund des etwas raueren Organs von DARREN SMITH, das von der kantigen und „ungeschliffenen“ Produktion unterstützt wird, sind durchaus ein paar „Eigenheiten“ im Sound von DSB zu finden. Als Highlights sind der bassschwangere und rhythmusbetonte Opener "It All Comes", der mitreißende Titeltrack, welcher mich im Chorus an die härteren DOMINOE erinnert, oder die lässig schlendernde Midtempo-Hymne "King For A Day" auszumachen. Allerdings muss ich zugeben, dass auch die rotzige und modern angepunkte Version des NAZARETH-Klassiker "Love Hurts" und der Stampfer "Everybody Knows", bei dem unterschwelliges Southern-Flair zu verspüren ist, sehr reizvoll klingen. Leider können die beiden Bonus Tracks "So Low" und "Taking On Water" den hohen Level, welchen die ersten 11 Nummern an den Tag legen, nicht ganz halten. Fazit: Falls ihr – wie ich – der Meinung sein solltet, dass die letzten HAREM SCAREM-Scheiben zwar gut waren, aber etwas zu wenig Druck auf dem Kessel gehabt haben, dann seid ihr bei der DARREN SMITH BAND allerbestens aufgehoben.

Sonny

Trackliste: 01. It All Comes Back 3,10 - 02. Keep The Spirit Alive 3,24 - 03. There You Go 4,00 - 04. When I Was You 2,49 - 05. King For A Day 3,51 - 06. Love Hurts 3,46  - 07. Still On My Radio 3,08 - 08. Everybody Knows 3,09 - 09. Tragedy 3,33 - 10. Black Star 3,37 -11. Why Do I 4,18
European bonus tracks:
12. So Low 4,01 - 13. Taking On Water 3,56

Thanks to Sebastian @ MTM Music


IMAGIKA/ Devils On Both Sides
  • Band: Imagika
  • Albumtitel: Devils On Both Sides
  • Spielzeit: 46:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Iced Earth, Blind Guardian, (frühere) Metallica, Overkill
  • Veröffentlichung: 07.03.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nach zwei völlig zu Unrecht untergegangen Scheiben, welche die Amerikaner über ihr eigenes Label Headless Corpse veröffentlicht haben, und dem unsäglichen Drittling "And So It Burns" haben sich IMAGIKA nun mit ihrem neuesten Werk nahezu fünf Jahre Zeit gelassen. Nun, nach einigen bandinternen und geschäftlichen Problemen, sind sie mit nahezu komplett neuer Mannschaft und neuem Label am Start. Vorweg muss man den Thrashern/ Power Metallern attestieren, dass sich die Wartezeit gelohnt hat und die Umbesetzungen frischen Wind in den Sound von IMAGIKA gebracht haben. An diesen glücklichen Umstand ist nicht zuletzt der neue Sänger Norman Skinner nicht ganz unschuldig, denn der Nachfolger von David Michael besitzt nicht nur ein äußerst variables Organ, sondern zeigt auch ein feines Händchen für greifbare Texte und eingängige Melodien. Obwohl sich das Quintett stilistisch mehr denn je am Power Metal orientiert, liegen ihre Wurzeln unüberhörbar im Bay Area Thrash in der Tradition von METALLICA oder OVERKILL. Auch die klassischen Einflüsse von JUDAS PRIEST und IRON MAIDEN sind etwas in den Hintergrund getreten, aber dafür hat man sich stellenweise an der Melancholie a la ICED EARTH (Titeltrack) sowie am Bombast und an der Progressivität von BLIND GUARDIAN angelehnt. Letzterer Aspekt macht gerade das episch aufgebaute "Back To The Beginning" zu einem der Highlights auf "Devils On Both Sides". Weitere rostfreie Edelstahl-Klingen sind das modern angehauchte "Voice Of Prejudice", das Riffmonster "Spellbound" und das abschließende "Vigilangte", das vom Wechselspiel zwischen akustisch-balladesken Parts und aggressiven Scream- , Solo-, und Doublebass-Orgien lebt. Fazit: Mit IMAGIKA darf im Jahre 2005 wieder fest gerechnet werden!!!

Sonny

Trackliste: 1. In Your Shadow - 2. Hexed - 3. Evil's Rising - 4. Devils On Both Sides - 5. Last Battalion - 6. Back To The Beginning - 7. Voice Of Prejudice - 8. Spellbound - 9. Dead-Eye Stare - 10. Vigilante

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


JOHN NORUM/ Optimus
  • Band: John Norum
  • Albumtitel: Optimus
  • Spielzeit: 37:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mascot Records/ Rough Trade
  • Vergleichbare Bands: aktuelle Europe mit einem Touch von Black Sabbath und ZZ Top
  • Veröffentlichung: 07.03.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Es ist zwar erst ein halbes Jahr her als uns EUROPE mit ihrem unglaublichen Comeback "Start From The Dark" beglückt haben, aber dieser Umstand hält den heimgekehrten Gitarrero JOHN NORUM nicht davon ab seinen sechsten Solostreich zu veröffentlichen. Laut CD-Info ist das Material für "Optimus" parallel zum EUROPE-Comeback entstanden, sodass Herr NORUM Entscheidungsschwierigkeiten hatte, welchen Song er für welches Album verwenden sollte. Nachdem ich mir nun "Optimus" in großzügigen Dosen verabreicht habe, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass die absolut stärksten Songs dieser Writing-Session wohl auf "Start From The Dark" gelandet sind. – Was aber nicht heißen soll, dass man der neuen Solo-Scheibe so einfach den Resteverwertungsstempel aufdrücken kann. Freilich, gegen das aktuelle EUROPE-Album vermag "Optimus" nicht ganz standhalten, aber nichtsdestotrotz würde wahrscheinlich jeder Gitarrist seine Seele dafür verkaufen, wenn erstens so ganz nebenbei eine derart gute Solo-Scheibe aus dem Ärmel schütteln könnte und zweitens mit einem so ausdruckstarken Organ gesegnet wäre. Im Vergleich zum Album seiner Hauptband ist der vorliegende Silberling noch um einen Zacken härter und düsterer, kantiger und eckiger, aber auch etwas schwerverdaulicher ausgefallen. Obwohl die härteren Songs wie z. B. der Titeltrack, der ZZ TOP-lastige Groover "Nailed To The Cross", "Time To Run" (BLACK SABBATH lassen grüßen) und das Riffmonster "Forced" durchaus überzeugen können, liegen die Stärken von "Optimus" eher in den ruhigen Momenten. Hört euch einfach die düstere, bluesangehauchte Ballade "Better Day" und das von gefühlvollen Gitarren getragene "Change Will Come", das an die Tradition früherer NORUM-Scheiben nahtlos anschließt, an und ihr werdet mich verstehen. Also: Fans, die schon mit dem eingangs erwähnten Comeback nichts anfangen konnten, sollten tunlichst auch die Ohren von "Optimus" lassen. Wer allerdings etwas „open minded“ an die Scheibe herangeht, wird mit modern dargebotenen – stellenweise grungelastigen – Hard Rock, der gelegentlich auch klassische Momente freigibt, entlohnt.

Sonny

Trackliste: 1. Chase Down The Moon - 2. Nailed To The Cross - 3. Better day - 4. One More Time - 5. Time To Run - 6. Optimus - 7. Takin' The Blame - 8. Change Will Come - 9. Forced - 10. Solitude

Thanks to Marcel @ Mascot Records


VARIOUS ARTISTS/ GouveiaArtrock2004 (DVD)


Review:
Artrock aus allen Rohren vom
Gouveia Artrock 2004. Mit FERNANDO GUIMAR, LA TORRE DELL’ALCHIMISTA, IDILDURS BANE und PERIFERIA DEL MONDO ergibt sich ein Querschnitt durch die zweite Liga des Artrocks. Schöne Lightshows, aber alles in allem bzgl. Personallity und handwerklich doch einige Meter von den Größen wie YES oder RUSH entfernt, welche in den Siebzigern das Prädikat „Artrock“ auf
erstehen ließen. Nicht wirklich schlecht, aber irgendwie auch belanglos.

Ironfinger

Trackliste:

LA TORRE DELL'ALCHIMISTA: 1. Risveglio Procreazine E Dubbio I - 2. Acquario - 3. La Persistenza Dell Memoria - 4. Idra - 5. Epilogo: Risveglio Procreazine E Dubbio II - 7. Lo Gnomo
PERIFERIA DEL MONDO: 1. Luci Da Universio Neonato - 2. Percezioni Della Memoria - 3. Un Borghese Piccol - 4. Incanti E Parplessità - 5. Can Stop - 6.. Periferia Del Mondo - 7. Brand-y - 8. Solo Clarinetto - 8. L'Infedele
FERNANDO GUIOMAR: 1. Ibero
ISILDURS BANE: 1. Arch - 2.  Heal (intro) - 3. Good - 4. Open - 5. Eyes - 6. Idea - 7. Holy Fools - 8. Cage - 9. Unity - 10. The Pilot - 11. The Voyage: a) The Adventure Of The Whirling Delirium - b) A Telescope And A Hot Air Balloon - c) Wild As A Toad - d) Magnificent Giant Battles
extras:
Interviews/ Films

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


PETE LACEY/ Karma's Gonna Get You
  • Band: Pete Lacey
  • Albumtitel: Karma’s Gonna Get You
  • Spielzeit: 54:39 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Spitfirewolf Records/ UK-Import
  • Vergleichbare Bands: Sarajevo, Johnny Lima, Eric Clapton, Julian Angel
  • Veröffentlichung: ??.03.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Noch nie was von PETE LACEY gehört? Dann wird es aber allerhöchste Zeit, denn auf seinem mittlerweile dritten Solo-Album präsentiert der Engländer eine nicht alltägliche Mischung aus melodischen 80er Hard Rock, einer Prise Blues und einem zarten Hauch von Pomp Rock. Zwar schreckt im ersten Moment der nasal-kratzige Gesang des ex-SARAJEVO-Frontmanns etwas ab, aber bei genauerem Hinhören muss man ohne Zweifel feststellen, dass dieses nahezu unvergleichliche Organ – wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge – zur melancholischen Grundstimmung und zu den leicht „rumpeligen“ Arrangements passt. Ausfälle sind auf "Karma’s Gonna Get You" genauso wenig auszumachen wie atemberaubende Killer, dafür liefert PETE LACEY, der die Scheibe nahezu im Alleingang eingespielt hat, grundsolide Mucke ab, die ziemlich hohen Wiederkennungswert besitzt. Als Anspieltipps möchte ich mal den recht straight groovenden Titeltrack, die ergreifend gehauchte Ballade "Eternity Begins Tonight" und das verträumte "If You Can’t Find Love" anführen. Des weiteren dürften der Stampfer "Into The Fire" und der amtliche Kracher "Standing At The Door Of Our Last Chance" auf einer Poser Rock-Party für frischen Wind sorgen. Allerdings sollte man fairerweise auch noch erwähnen, dass sich der Multi-Instrumentalist bei der Interpretation von ERIC CLAPTONs "Wonderful Tonight" nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat. Nichtsdestotrotz ist "Karma’s Gonna Get You" ein äußerst interessantes Album, das zudem auch noch einen guten Zweck erfüllt, denn PETE LACEY unterstützt mit dieser Scheibe eine Organisation für lern- und körperlichbehinderte Menschen namens „On Track“ (www.efizroy.org.uk).
Ordern könnt ihr das Album für
£ 10 + £ 1,50 (Porto und Verpackung) unter spitfirewolfmusic@hotmail.com. Noch ein kleiner Tipp am Rande: Die limitierte Erstauflage enthält außerdem den Vorgänger "Eternal Pursuit"

Sonny

Trackliste: 01. Leaving Tonight - 02. Release My Heart - 03. This Could Be Love - 04. Into The Fire -05. If You Can't Find Love - 06. Hard To Let Go - 07. Karma's Gonna Get You - 08. Eternity Begins Tonight - 09. Standing At The Door Of Our Last Chance - 10. Nowhere To Run - 11. Wonderful Tonight

Thanks to Pete @ Spitfirewolf Records

Last Update: Sunday, 19. February 2006
created in January 2001 © by
Sonny