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DOMAIN/ Last Days Of Utopia
  • Band: Domain
  • Albumtitel: Last Days Of Utopia
  • Spielzeit: 51:37 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Limb Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Domain mit einem Touch Helloween bzw. Stratovarius und einer feinen Nuance von QUEEN
  • Veröffentlichung: 07.02.2005
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Wow, auch nach tagelangen Dauereinsatz überraschen mich DOMAIN mit ihrem neuen Album "Last Days Of Utopia" immer wieder aufs Neue. Seit ihrem verdammt starken Comeback mit "One Million Lightyears From Home" (2001) haben sie sich immer sehr offen für neue Dinge gezeigt, ohne dabei die Trademarks, die man mit dem Namen DOMAIN verbindet, zu verleugnen. So haben sie den typischen DOMAIN-Sound von Album zu Album mit neuen Varianten verfeinert. Diese verschiedenen Spielvarianten – sei es nun eingängig-progressiv, symphonisch, episch oder neoklassisch – kommen nun auf der ersten Konzeptscheibe der Band allesamt zum Zuge. Aber DOMAIN wären nicht DOMAIN, wenn sie ihren Sound für dieses Album nicht um eine weitere Zutat bereichert hätten: Auf "Last Days Of Utopia" spielen erstmals auch orchestrale Arrangements eine tragende Rolle im deutlich härteren Soundgefüge des Fünfers um Ausnahmesänger Carsten Schulz und Filigran-Flitzefinger Axel Ritt, der die Saiten in gewohnter Manier richtig qualmen lässt. Neben immens starken Songs wie "Ocean Paradise", bei der bei genauerem Hinhören seichte QUEEN-Kniffe auszumachen sind, oder dem speedig-melodischen "The Great Rebellion", der sich mit (mittlerweile) DOMAIN-typischen Mitsing-Chören in den Gehörgängen festsetzt, weiß auch das interessante Konzept des Albums, das auf einer erdachten Geschichte von Carsten Schulz beruht, vollends zu überzeugen. Thematisch handelt "Last Days Of Utopia" von einer gestrandeten Person auf der Suche nach dem Glück. Als weitere Highlights kristallisieren sich die Mega-Ballade "The Beauty Of Love" (endlose Gänsehaut-Attacken!), der bombastische Doublebass-Kracher "Endless Rain" und der alles überragende Titeltrack, der seinen Reiz aus der Kombination zwischen neoklassischen Elementen, dramatischen Speed-Gitarrenläufen und hymnischen Parts zieht, heraus. Natürlich kommt eine Konzeptscheibe nicht ohne die überleitenden Instrumentals, in denen Meister Ritt – im Gegensatz zum Rest der Scheibe – die Saiten sehr gefühlvoll streichelt, aus. Gekrönt wird das neue Mach(t)werk mit einer standesgemäßen Produktion aus dem Hause Ritt, die wie gewohnt keinerlei Wünsche offen lässt. So wie’s aussieht haben DOMAIN nun endgültig ihren Sound gefunden! Oder mit welchen raffinierten Schachzug überraschen sie uns beim nächsten Mal?!?
Achja, nicht zu vergessen: "Last Days Of Utopia" erscheint zusätzlich in einer limitierten Doppel-CD, die Remixe von "A New Beginnig", "Endless Rain" und "Left Alone" enthält. Hinzugesellen sich u. a. noch das Video zu "Endless Rain", zwei weitere Nummern und und und ... also richtig fett „value for money“! – Wer da nicht zugreift, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen ;-)

Sonny

Trackliste: Disc 1
1. Harbour Of Hope
- 2. A New Beginning - 3. On Stormy Seas - 4. The Shores Of Utopia - 5. Ocean Paradise - 6. The Beauty Of Love - 7. The Great Rebellion - 8. Endless Rain - 9. Last Days Of Utopia - 10. Underneath The Blue - 11. Left Alone

Disc 2
1. Head Above The Water - 2. Caught In The Flame - 3. A New Beginning (Non Epic Version) - 4. Endless Rain (Non Epic Version) - 5. Left Alone (Non Epic Version) - 6. Endless Rain (Video Clip)

Thanks to Stephan @ True Music Promotions

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ANNE HAIGIS/ 8:00 pm
  • Band: Anne Haigis
  • Albumtitel: 8:00 pm
  • Spielzeit: 74:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pläne Records/ BMG
  • Vergleichbare Bands: Jule Neigel, Barbara Clear, Melissa Etheridge, Bonnie Raitt
  • Veröffentlichung: 28.02.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Am wirkvollsten ist Musik meistens, wenn sie in ursprünglichster Form geboten wird. Diese Weisheit bewahrheitet sich auf dem neuen Album von ANNE HAIGIS. Nachdem sie bereits auf ihrem letzten Studio-Album "Homestory" von unnötigen Effekten und programmierten Sequenzen Abstand genommen hat, ist die wandlungsfähige Musikerin nun noch einen Schritt weiter gegangen: 8:00 pm ist eine reinrassige Acoustic-Scheibe geworden, die auf diversen Shows zwischen Oktober und Dezember 2004 aufgenommen wurde. Dabei war dieser mutige und riskante Schritt nicht einmal geplant. Vielmehr wurde die spontane Idee aus der Not geboren, denn aufgrund eines personellen Engpasses ist die experimentierfreudige Sängerin das Wagnis eingegangen sich für einige Gigs nur von ihrem Gitarristen Jens Filser auf der Acoustic-Gitarre begleiten zu lassen. Herausgekommen ist dabei ein Album bzw. Live-Programm für ein Acoustik-Duo, wie es authentischer, atmosphärischer und ergreifender nicht sein könnte und das so ganz nebenbei eine gelungene Abwechslung zum traditionellen Bandprogramm darstellt. Highlights aus diesem packenden Album herauszupicken, stellten den Verfasser dieser Zeilen nahezu vor eine schier unlösbare Aufgabe. Auf der einen Seite stehen Songs wie "All I Wanna Do", "Kind Der Sterne" oder "No Men’s Land", die den Zuhörer zum mitrocken animieren. Auf der anderen Seite sorgen das bedrohliche wirkende "Haut Für Haut" oder "Heckenschützen Der Angst", dem Saitenvirtuose Filser anhand eines unglaublich filigranen Solos seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt, für endloses Gänsehaut-Feeling. "Nacht Aus Glas", das TRUDE HERR kurz vor ihrem Tod zur Melodie von ELTON JOHNs "Sorry Seems To Be The Hardest Word" geschrieben hat, ist nicht nur viel ergreifender und zerbrechlicher als in der ursprünglichen Fassung, sondern lässt mir sogar kurzfristig den Atem stocken. Großartig sind auch die reduzierten und eigenwilligen Interpretationen von JOHN HAITTs "Thing Called Love", JOAN OSBOURNEs "One Of Us" und ALANIS MORISSETTEs "Everything", denen das Duo elegant neues Leben eingehaucht hat. Ich möchte sogar behaupten: erstere Nummer, die erneut im Duett gesungen wird, ist noch um Nuancen besser als die eh schon geniale Version von BONNIE RAITT und BRUCE HORNSBY. Also, wer auf handgemachte, ehrliche und authentische Musik steht, kommt an diesem atemberaubenden Album bestimmt nicht vorbei.
PS. laut Aussage der Künstlerin soll auch die Band noch viel akustischer werden. Wir werden sehen... äähhhhmmm... hören, was die Zeit bringen wird.

Sonny

Trackliste: 1. You Can Sleep While I Drive - 2. All I Wanna Do - 3. My Opening Farewell - 4. Kind Der Sterne - 5. Haut Für Haut - 6. Heckenschützen Der Angst - 7. Nacht Aus Glas - 8. Everything - 9. No Man's Land - 10. Shrink - 11. The Child In Your Eyes - 12. Thing Called Love - 13. Chrome Plated Heart - 14. One Of Us - 15. These Arms Of Mine

Thanks to Jochen @ Pläne Records

weitere Reviews über ANNE HAIGIS:
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IMPELLITTERI/ Pedal To The Metal
  • Band: Impellitteri
  • Albumtitel: Pedal To The Metal
  • Spielzeit: 36:38 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 28.02.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Kaum zu glauben, aber wahr: Die neue IMPELLITTERI prescht ungewohnt heftig und abwechslungsreich aus den Boxen. Großen Anteil an dieser Überraschung dürfte der neue Sänger Curtis Skeltion haben, denn das facettenreiche Organ des ex-SPEAK NO EVIL-Fronters passt hervorragend zum messerscharfen, rasanten und variantenreichen Gitarrenspiel von Meister Chris Impellitteri. Zugegeben, der Mann konnte sich bisher noch nicht solche Lorbeeren wie Rob Rock oder Graham Bonnet verdienen, aber er hat dem traditionellen IMPELLITTERI-Sound ("The Iceman Cometh", "Propaganda Mind" und "The Writing’s On The Wall") eine ordentlich modern angehauchte Frischzellen-Kur verpasst. Richtig modern geht man allerdings erst bei der verzerrten Hymne "Hurricane" (erinnert stellenweise an die kommerzielle Phase von MEGADETH) oder dem Hardcore/ NuMetal-Kracher "Crushing Daze" ans Werk. Merkwürdigerweise muss ich nach mehreren Durchläufen feststellen, dass es mir gerade diese beiden Nummern besonders angetan haben, obwohl ich mich normalerweise eher mit den traditionellen Klängen identifiziere. Als schlagkräftige Kaufargumente erweisen sich des weiteren der neoklassisch angelegte Doublebass-Knaller "Judgement Day", der mit atemberaubenden Solos des Saitenwizards aufwartet, oder die äußerst gelungene EMINEM-Verballhornung "Punk". Obwohl mir – wie bereits kurz angeschnitten – die bisherigen IMPELLITTERI-Veröffentlichungen mehr zusagen, muss ich gestehen, dass ich auch vom neuen Soundgewand stark beeindruckt bin. Fazit: Mit "Pedal To The Metal" begeht die Band um den amerikanischen Flitzefinger keineswegs einen radikalen Stilbruch, sondern hat einfach die Zeichen der Zeit erkannt. Also, die Scheibe stößt auch den traditionell verwurzelten IMPELLITTERI-Fan nicht vor den Kopf... Allerdings stößt die arg knapp bemessene Spielzeit etwas übel auf.

Sonny

Trackliste: 1. The Iceman Cometh 3:37 - 2. The Kingdom Of Titus (Tribute) 3:25 - 3. Dance With The Devil 3:40 - 4. Hurricane 4:19 - 5. Crushing Daze 2:34 - 6. Destruction 3:40 - 7. Judgement Day 3:19 - 8. Punk 3:36 - 9. Propaganda Mind 4:10 - 10. The Writing's On The Wall 4:13

Thanks to Martin @ SPV

weitere Reviews über IMPELLITTERI:
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System X (Japan Import)


ISILDURS BANE/ Mind Vol. 5: The Observatory (DVD)
  • Band: Isildurs Bane
  • DVD: Mind Vol.5: The Observatory
  • Spielzeit: ca. 90 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ataraxia/ Just For Kicks
  • Vergleichbare  Bands: alles was prog-rockt ;-)
  • Veröffentlichung: 28.02.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Es gibt sie noch, die progressiv-lastig ausgerichteten Bands, welche mit einem schweren Siebziger-Jahre-Touch versehen ihre Titel zu Gehör bringen. Wäre der Sound noch etwas muffiger, könnte man meinen, man hätte die Uhr um 30 Jahre nach hinten gedreht. Ich muss gestehen, ich hatte noch nie etwas von der schwedischen Band gehört, die mit ihrer Mixtur aus so ziemlich allem was Prog-Rock ausmacht, mit Ausnahme der Virtuosität, ihr Repertoire souverän in dem hier in Schweden aufgenommenen und auf DVD gebannten Konzert abspielt. Wer nun auf High-End-Speed a la DREAM THEATER spekuliert, braucht die DVD erst gar nicht einzulegen. Harmonisch des Öfteren bei KING CRIMSON, rhythmisch mit einem hohen PINK FLOYD-Anteil ausgerüstet und gesangstechnisch aufgrund des melodiös geprägten, hochwertigen weiblichen Gesangsanteils durchaus mit leichten ALANIS MORISSETTE-Akzenten versehen, legen ISILDURS BANE einen wabbernden Collagenteppich aus Klängen, Sounds, Loops und Trance, dass man unweigerlich nach dem vergessenen Joint sucht, der sich doch noch irgendwo in der alten Jeansjacke befinden muss. Aufgrund der prall gefüllten Bühne (8 Musiker + Gäste), aber vor allem auch aufgrund der Performance an sich geht in Sache Stageacting absolut nichts, womit wir auch schon beim einzigen Schwachpunkt angekommen sind. ISILDURS BANE sind ausschließlich fürs Ohr konzipiert und erinnern in ihrem Aktionsradius ein wenig an die letzten EAGLES-Konzerte. Auch dort machten 5 Männer handwerklich hochwertige Musik und sahen aus wie die Buchhalter bei der Gothaer-Versicherung.

Axel „Ironfinger“ Ritt

Trackliste:

1. Under The Wind - 2. Heal (intro) - 3. Good - 4. Open - 5. Dark II - 6. Ends - 7. Cage - 8. Eyes - 9. Idea - 10. Heal - 11. People Are Afraid - 12. The Voyage: The Adventure Of The Whirling Delirium - 13. The Voyage: A Telescope And A Hot Air Nallon - 14. Loss - 15. Rage - 16. The Voyage: Wild As A Toad - 17. The Voyage: Magnificent Giant Battles - 18. Without Grace - 19. The Asylum (bonus material: Live at Gouveia Art Rock 2004, Portugal) - 20. Idea (bonus material) - 21. Celestial Vessel (bonus material) - 22. Without Grace (audio bonus material) - 23. People Are Afraid (audio bonus material) - 24. Under The Wind (audio bonus material) - 25. Thoughts Stand Still (audio bonus material)

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

weitere Reviews über ISILDURS BANE:
ISILDURS BANE/ Songs From The Observatory (EP)


RAIN/ Cerulean Blue
  • Band: Rain
  • Albumtitel: Ceruleau Blue
  • Spielzeit: 54:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Telos Music/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Pink Floyd, Genesis
  • Veröffentlichung: 25.02.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Es scheint der Monat der Chill-Out Releases zu sein, auch RAIN befinden sich im Segment der getragenen Musik. Ruhig plätschert ihre Mixtur aus PINK FLOYD-Tempi mit zuweilen getragenen GENESIS-Gesangslinie dahin. Niemanden und nichts störend wie ein Gebirgsbach auf dem Weg ins Tal. Wohl gemerkt, Gebirgsbach – nix Fluss, nix Strom – nur ein Bach, d.h. keiner wird belästigt, es fühlt sich aber auch keiner wirklich ergriffen. Man merkt die Liebe zum Details, dennoch fehlt mir persönlich der entscheidende Punch... zumindest ab und zu...

Axel „Ironfinger“ Ritt

Trackliste:

1.The Lammas Lands - 2.Parsifa - 3.Starcrossed - 4.The Silver Apples of the Moon - 5.Light and Magic - 6.Jerusalem - 7.Cerulean Blue

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


AUDIOVISION/ The Calling
  • Band: Audiovision
  • Albumtitel: The Calling
  • Spielzeit: 43:26 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Rivel Records/ AOR Heaven
  • Vergleichbare Bands: Westworld, härtere Europe, Narnia
  • Veröffentlichung: 23.02.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
NARNIA-Sänger Christian Rivel scheint mit seiner Hauptband nicht vollends ausgelastet zu sein, denn mit AUDIOVISION hat er sich nun ein weiteres Standbein geschaffen, mit dem er sich die Pausen zwischen den NARNIA-Alben sinnvoll vertreiben will. Apropos weiteres Standbein: Das Debüt besagter Band wird auch über sein eigenes Label Rivel Records veröffentlicht. Musikalisch bewegen sich AUDIOVISION in einem schwimmenden Übergang zwischen melodischen Hard Rock ("Face To Face") und Heavy Metal ("Show My The Way"), der hin und wieder progressiv angehauchte Elemente ("The King Is Alive") an Land schwemmt. Aber dieser Sidekick fristet bei Leibe nicht nur ein Lückenfüller-Dasein, denn mit seinem Kumpel Lars Chriss (Gitarre/ LIONSHARE), dem Keyboarder Andreas Lindahl und dem Rhythmus-Duo Mikael Höglund (Bass/ ex-THUNDER) und Thomas Broman (Schlagzeug/ u. a. GLENN HUGHES) hat Herr Rivel ein mehr als solides Heavy Rock-Album eingehämmert. Nach einigen Durchläufen entpuppen sich die Ballade "Read Between The Lines", die mich stellenweise sehr an die neuen EUROPE erinnert, und der Opener/ Titeltrack, der in Form einer wilden Dampfwalze mit bombastischen Chören a la BLIND GUARDIAN auf den Zuhörer zurollt, als wahre Ohrwürmer. Ein absoluter Killer ist in meinen Ohren das phänomenale Remake des SWEET-Klassikers "Love Is Like Oxygene". In diesem Duett wird Christian Rivel von Entertainment-Ikone JEFF SCOTT SOTO zu einer Gesangsleistung gepusht, die stellenweise an den seligen Freddy Mercury herankommt. Falls Herr Rivel dieses Projekt ernsthaft weiterverfolgt, kann ich mir vorstellen, dass er damit bald seiner eigentlichen Hauptband den Rang abläuft.

Sonny

Trackliste: 1. The Calling - 2. The King Is Alive - 3. Evil Or Divine - 4. The Rock Of My Soul - 5. Read Between The Lines - 6. Face To Face - 7. Show Me The Way - 8. Love Is Like Oxygen - 9. Hold Me - 10. Colors

Thanks to Birgitt @ Germusica


DIVINEFIRE/ Glory Thy Name

Review:
Christian Rivel zum Zweiten. Während der hauptamtliche NARNIA-Sänger mit dem AUDIOVISON-Projekt eher das melodische Hard Rock-/ Heavy Metal-Feld bestellt, hat er zusammen mit seinem Kumpel Jani Stefanovic (Gitarre, Keyboards, Drums & Programming) bei DIVINEFIRE die melodischen Keimlinge auf ein songtaugliches Minimum reduziert. Stattdessen setzt man hier vermehrt auf Power, Speed oder Bombast und sät gelegentlich auch thrashy ("The World’s On Fire") bzw. bleischwere Sprösslinge ("The Spirit") dazwischen. Beim symphonischen Doublebass-Kracher "Never Surrender" lassen sich stellenweise sogar Parallelen zu den Epic Metal-Göttern RHAPSODY ziehen, nur mit dem kleinen Unterschied, dass die Italiener wahrscheinlich nicht ganz so kompromisslos die Dreschmaschine zum Einsatz bringen würden. Die Prunkstücke auf "Glory Thy Name" sind die schleppende Ballade "Pay It Forward", die mit göttlichen Keyboards, filigranen Leadgitarren und einem glasklaren Gesang zu überzeugen weiß, und das 10minütige Epos "The Spirit". Diese Nummer vereint nicht nur alle Eigenschaften des DIVINEFIRE-Sounds, sondern lebt besonders vom Wechselbad zwischen Thrash, orientalisch angehauchter Klassik und schleppenden Doom-Passagen. Zudem wurde hier soundtechnisch nicht gekleckert, sondern ordentlich geklotzt. Hoffentlich bleibt dieses Album nicht die einzige Aussaat von DIVINEFIRE.

Tipp: Da das Album in Deutschland nur als Import erhältlich ist, sollten sich Interessenten unter www.megarock.se umsehen.

Sonny

Trackliste: 1. From Death To Life - 2. The World´s On Fire - 3. Never Surrender - 4. The Sign - 5. Out Of The Darkness - 6. Pay It Forward - 7. Live My Life For You - 8. The Spirit - 9. The Way To Eternity

Thanks to Birgitt @ Germusica

weitere Reviews über DIVINEFIRE:
DIVINEFIRE/ Hero


JOE LYNN TURNER/ The Usual Suspects
  • Band: Joe Lynn Turner
  • Albumtitel: The Usual Suspects
  • Spielzeit: 48:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Deep Purple, Rainbow, Lou Gramm
  • Veröffentlichung: 21.02.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Dass Meistersänger JOE LYNN TURNER ein Garant für knackige Hard Rock-Alben ist, dürfte bei unserer werten Leserschaft wohl hinlänglich bekannt sein, aber was der einstige RAINBOW-/ DEEP PURPLE-Sänger auf seinem neuesten Output zum Besten gibt, das dürfte selbst die kühnsten  Erwartungen seiner Fans übertroffen haben. Auf "The Usaual Suspects" ist der bluesbetonte Hard Rock der letzten Scheiben wieder etwas in den Hintergrund getreten und stattdessen nähert sich JLT den AOR-Wurzeln seiner Anfangstage. Das neue Album stellt aber keineswegs eine bloße Fortsetzung vom genialen Solo-Debüt "Rescue Me" dar, sondern vereint vielmehr sämtliche Schattierungen seiner bisherigen Karriere in sich. So paart sich das Flair der 1985er-Scheibe z. B. mit einer Prise von DEEP PURPLE (zur "Slaves And Masters"-Phase), mit RAINBOW ("Jack Knife") und einem Spritzer HTP ("Ball And Chian"). Gelegentlich wird der Zuhörer auch von Songs überrascht, die man vielleicht eher von FOREIGNER erwarten würde, denn die balladesk angehauchte Hammernummer "Rest Of My Life" und den Midtempo-Groover "All Alone" hätten Lou Gramm & Mick Jones zu ihren besten Tagen auch nicht besser hinbekommen. Als weitere Kaufargumente sollte man den bombastischen Opener "Power Of Love", den orientalisch angehauchten Mega-Groover "Into The Fire" und die Bilderbuch-Ballade "Live And Love Again", die kaum noch an Gefühl, Ausdruckskraft und Intensität zu überbieten ist, nicht außer Acht lassen. Außerdem wartet die "The Usual Suspects" mit einer richtig packenden Produktion auf. Diese Scheibe ist nicht nur Pflicht für die Fans der genannten Bands und des Meisters, sondern für alle, die vom Melodic Rock-Fieber erfasst sind.

Sonny

Trackliste: 1. Power Of Love - 2. Devil's Door - 3. Jacknife - 4. Really Loved - 5. Rest Of My Life - 6. Into The Fire - 7. Blood Money - 8. All Alone - 9. Ball And Chain - 10. Live And Love Again - 11. Unfinished Business (european bonus track)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über JOE LYNN TURNER:
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AKIRA KAJIYAMA + JOE LYNN TURNER/ Fire Without Flame
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SEVEN WISHES/ Destination: Alive
  • Band: Seven Wishes
  • Albumtitel: Destination: Alive
  • Spielzeit: 47:01 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Dokken, Ratt, XYZ
  • Veröffentlichung: 21.02.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Wenn es ein Album gibt, dass ich während der letzten Jahre immer wieder herbeigesehnt habe, dann ist das eindeutig die dritte Scheibe meiner Lieblings-Schweden. Vier Jahre haben SEVEN WISHES – gebeutelt durch zahlreiche Umbesetzungen, geschäftliche und private Sorgen – ins Land ziehen lassen, um nun endlich den heißersehnten "Utopia"-Nachfolger zu präsentieren. Eines kann ich euch aber schon vorab verraten: Es hat sich – verdammt noch mal – jeder einzelne Tage des Wartens gelohnt! Diesen Eindruck vermittelt bereits das fesselnde Opener-Trio anhand des mächtigen und rifflastigen Stampfers "Cross My Heart", der rotzig-trotzigen Hymne "Won’t See My Cry" und der sphärisch-modernen Midtempo-Nummer "Fortuneteller". Auch der Mitsing-Groover "Follow The Star" und das beschwingte "Goes Around Comes Around" sind Ohrwurm-Granaten allererster Sahne. Erst mit der einfühlsamen Ballade "Time To Say Goodbye", die dem Zuhörer ein scheinbar endloses Gänsehaut-Feeling auf den Rücken zaubert, zeigt sich das Quartett um Bassist Tony Westgard von der beschaulichen Seite. Zwar ziehen die nachfolgenden Songs ganz dezent an der Euphorie-Bremse, doch das ändert nichts daran, dass SEVEN WISHES mit "Destination: Alive" ihr bis dato bestes Album eingespielt haben. Ein Album, das in diesen eiskalten Wintertagen wie ein Meer an erwärmenden Sonnenstrahlen wirkt... Ja, da macht sich gleich Cabriolet-Laune breit... Fette 8,5 Punkte
J

Sonny

Trackliste: 01. Destination: Alive 0.49 - 02. Cross My Heart 4.11 - 03. Wont See Me Cry 4.17 - 04. Fortuneteller 4.16 - 05. Follow The Stars 4.28 - 06. Goes Around Comers Around 3.39 - 07. Time To Say Goodbye 4.25 - 08. See Through The Lies 3.37 - 09. All That I Wanted 4.02 - 10 Picked Up My Pieces 4.07 - 11. Gone With The Wind 5.10 - 12. Like A Cardhouse 3.54

Thanks to Sebastian @ MTM Music

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SEVEN WISHES/ Utopia


THUNDER/ The Magnificent Seventh
  • Band: Thunder
  • Albumtitel: The Magnificent Seventh!
  • Spielzeit: 53:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 21.02.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Da der letzte Alleingang ("Mo’s Barbeque") der beiden THUNDER-Zugpferde Danny Bowes (Gesang) und Luke Morley (Gitarre) nicht gerade berauschend ausgefallen ist, durfte man gespannt sein, ob sie mit ihrem siebten THUNDER-Album, das bezeichnenderweise "The Magnificent Seventh!" heißt, auch dem Titel gerecht werden würden.
Als Opener haben Bowes, Morley & Co ihre Vorab-Single "I Love You More Than Rock ’N’ Roll" gewählt. Mit diesem von dezenten Bläserparts untermalten bodenständigen Rocker hat es die Band sogar bis auf Platz 27 in UK Single-Charts geschafft. Nicht minder hitverdächtig erscheinen mir der bluesgetränkte Stampfer "Gods Of Love", "Amy’s On The Run" (erinnert stellenweise an AEROSMITH) oder "One Foot In The Grave", das in Form einer gitarrenbetriebenen Blues-Lokomotive durch die Gehörgänge dampft. Außerdem wird uns mit dem modern angehauchten "Fade Into The Sun" wohl die härteste und schnellste Nummer präsentiert, die uns je von den Briten zu Ohren gekommen ist. Aber es wird auf dem neuen Silberling bei Leibe nicht nur mächtig abgerockt, denn auch die Balladen-Fraktion wird mit dem sanften "I’m Dreaming" und "Together or Apart", das gekonnt zwischen southern-angehauchter Ballade und emotionsgeladenen Rocker hin- und herpendelt, bestens bedient. Mein absoluter Fave ist allerdings "Monkey See, Monkey Do", das richtig schön fett mit orchestralem Bombast a la LED ZEPPELIN ausgeschmückt ist. Fazit: Was das starke Comeback "Shooting At The Sun" bereits angedeutet hat, wird auf "The Magnificent Seventh!" erfreulicherweise zur Realität: THUNDER sind mit dieser Scheibe ihren Wurzeln wieder ein gutes Stück näher gekommen. Ich bin der Meinung, das neue Album darf fast in einem Atemzug mit "Backstreets Symphony" und "Laughing On Judgement Day" genannt werden.

Sonny

Trackliste: 1. I Love You More Than Rock 'N' Roll - 2. The Gods Of Love - 3. Monkey See, Monkey Do - 4. I'm Dreaming Again - 5. Amy's On The Run - 6. The Pride - 7. Fade Into The Sun - 8. Together Or Apart - 9. You Can't Keep A Good Man Down - 10. One Foot In The Grave - 11. One Fatal Kiss

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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HONEYMOON SUITE/ HMS Live
  • Band: Honeymoon Suite
  • Albumtitel: HMS live
  • Spielzeit: 64:11 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Foreigner, Night Ranger, Stage Dolls
  • Veröffentlichung: 21.02.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nachdem die Kanadier mit "Dreamland" ein überraschend gutes Comeback feiern konnten, wurde die Band um die Gründungsmitglieder Johnnie Dee (Gesang/ Gitarre) und Darry Grehan (Gitarre) im Jahre 2002 doch tatsächlich auch für das mittlerweile legendäre GODS-Festival gebucht. Da dieses Festival seit Jahren ton- und bildtechnisch komplett mitgeschnitten wird, war es auch nur eine Frage der Zeit wann auch endlich diese spezielle „one-off“-Show der kanadischen AOR-Meister konserventechnisch vermarktet wird. Auf "HMS Live" bietet die Band einen guten Querschnitt über die ersten drei Alben (allesamt aus den 80ern), der leider nur durch zwei Nummern aus besagter Comeback-Scheibe bzw. dem „Candian only“-release "Lemon Tongue" angereicht wird. Dabei fügen sich der coole Midtempo-Kracher "What I Know" und die modern angehauchte AOR-Hymne "Touch The Sun" nahezu nahtlos in die Klassiker der Band ein, wie u. a. der glänzende Übergang (Streicherpassage) zwischen zuletzt genannter Nummer und "What Does It Takes" untermauert. Aufgrund dieser Tatsache kann ich es auch nicht ganz nachvollziehen, warum die Band gänzlich auf Material aus dem 91er Album "Monsters Under The Bed" verzichtet hat. Aber dieser kleine Makel tut dem Unterhaltungsfaktor der Scheibe keinen Abbruch, denn schließlich wird man mit starken Darbietungen wie dem quirligen "All Along You Knew", das modernes JETHRO TULL-Flair in sich transportiert, und dem fetzig-eingängigen Stampfer "Looking Out For No. 1" oder dem fetten Groover "New Girl Now" bestens entschädigt. Da sich auch soundtechnisch alles im grünen Bereich bewegt, darf man bei "HMS Live" von einem durchaus gelungenen Live-Dokument sprechen.

Sonny

Trackliste: 1. Other Side Of Midnight -  2. What I Know - 3. Stay In The Light - 4. Burning in Love - 5. Wave Babies - 6. Touch The Sun - 7. Piano Solo - 8. What Does it Take - 9. Feel it Again - 10. All Along You Knew - 11. Lookin’ Out For No. 1 - 12. Guitar Solo - 13.. Bad Attitude - 14. New Girl Now

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über HONEYMOON SUITE:
HONEYMOON SUITE/ HMS Live (DVD)
HONEYMOON SUITE/ Dreamland


HONEYMOON SUITE/ HMS Live (DVD)
  • Band: Honeymoon Suite
  • DVD: HMS Live
  • Spielzeit: ca. 68 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Foreigner, Night Ranger, Stage Dolls
  • Veröffentlichung: 21.02.2005
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Nachdem ich ja bereits in der Besprechung zum Album erwähnt habe, dass die „one-off“-Show der kanadischen AOR-Meister nicht nur tontechnisch, sondern auch bildtechnisch festgehalten wurde, will ich mich in den nächsten Zeilen der "HMS Live"-DVD eingehender widmen. Den Eindruck, den mir bereits das Album nach etlichen Durchläufen vermittelt hat, wird mir nun durch die hier vorliegende DVD nochmals bestätigt. Obwohl das
Penningtons in Bradford/ GB zu dieser relativ frühen Uhrzeit schon verdammt gut besucht war, machte sich noch nicht recht viel von der berühmten Festival-Atmosphäre bemerkbar. Also entweder war das Publikum noch im Tiefschlaf, oder es handelte sich schlicht um die bekannte englische Zurückhaltung. An der Performance der Band kann es jedenfalls nicht gelegen haben, denn HONEYMOON SUITE lieferten einen äußerst tighten und herzerfrischenden Gig ab. Erst gegen Mitte der Show und nach mehrfach ermunternden Kommentaren von Sänger Johnnie Dee schien das Publikum vom HMS-Fieber infiziert worden zu sein, denn ab dem mitreißenden Rocker "All Along You Knew" und den schon bei der Album-Rezension erwähnten Highlights wurde die  Band endlich gebührend abgefeiert. Diese DVD ist sicherlich eine willkommene Ergänzung zum Live-Album, da sie etwas mehr Live-Atmosphäre als besagtes Tondokument in die heimischen vier Wände zaubert.
P.S. Im Vergleich zu den beiden HARDLINE-Veröffentlichungen, die ebenfalls auf dem GODS-Festival 2002 mitgeschnitten wurden, bin ich von der Qualität der HMS-Aufzeichnung äußert angenehm überrascht.

Sonny

Trackliste:

1. Other Side Of Midnight -  2. What I Know - 3. Stay Iin The Light - 4. Burning in Love - 5. Wave Babies - 6. Touch The Sun - 7. Piano Solo - 8. What Does it Take - 9. Feel it Again - 10. All Along You Knew - 11. Lookin’ Out For No. 1 - 12. Guitar Solo - 13.. Bad Attitude - 14. New Girl Now
Special info:
Interactive Menu – Scene Selection
Picture format 4/3 – Approx. length 65 mins. – Tracklisting as above
FSK Info: free for all ages

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über HONEYMOON SUITE:
HONEYMOON SUITE/ HMS Live
HONEYMOON SUITE/ Dreamland


ENUFF Z' NUFF/ ?
  • Band: Enuff Z' Nuff
  • Albumtitel: ?
  • Spielzeit: 46:13 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Cheap Trick, Beatles
  • Veröffentlichung: 21.02.2005
  • Wertung: 7/ 10



Review:
Nachdem der US-Release von "?" bei meinem Kollegen Florian nicht besonders gut weggekommen ist, waren meine Erwartungen an das neue Album von ENUFF Z’ NUFF ziemlich niedrig geschraubt. Doch jetzt, wo "?" zigmal meine Lauscher freigespült hat, muss ich selbiges Fragezeichen hinter die Besprechung meines Kollegen setzen. Ich kann der Band, die hier in Originalbesetzung zu Werke gegangen ist, weder Ideenmangel noch Belanglosigkeit unterstellen. Zugegeben, gegen den Vorgänger "Welcome To Blue Island" kann die neue Scheibe nicht ganz ansticken, aber sie hat nun wirklich mehr Lichtblicke als den gefühlvollen Schleicher "Home Tonight" und "Help", das gelegentlich Vergleiche mit NAZARETH zulässt, zu bieten. Da wären z. B. der flott-abgespacte und mitreißende Rocker "Hang On For Life", das lässig-roh groovende "Man With A Woman" oder die Ballade "How Are You", die auf das nötigste reduziert ist. In einem Punkt muss ich meinem Kollegen allerdings Rechtgeben: "Stone Cold Crazy" hebt sich vom gesamten Album ab! Aber auf die Coverversion des QUEEN-Klassiker hätten Donnie Vie und Chip Znuff locker und lässig verzichten können ;-) Am Ende bleibt ein Album stehen, das zwar gelegentlich Schattenseiten aufweist, aber für die Fans der Band in keiner Weise eine Enttäuschung darstellt... und daran vermag auch die Acoustic-Version von "Fly High Michelle" (europäischer Bonus Track), die etwas lethargisch aus den Boxen plätschert, nichts zu ändern.

Sonny

Trackliste: Gorgeous - 2. Home Tonight - Help.... - 4. No Place Like Home - 5. Harleya - 6. Hang On For Life - 7. Man With A Woman - 8. How Are You?; - 9. Joni Woni (Likes To Ride The Pony) - 10. This Guy - 11. Stone Cold Crazy - 12. Fly High Michelle (acoustic version/ european bonus track)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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RECKLESS TIDE/ Repent Or Seal Your Fate
  • Band: Reckless Tide
  • Albumtitel: Repent Or Seal Your Fate
  • Spielzeit: 54:08 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Exodus, Testament mit einen Schuss Blind Guardian und Iced Earth
  • Veröffentlichung: 21.02.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Es ist mal wieder an der Zeit, dass diese Seiten vom einem gehörigen Schuss kompromisslosen und knüppelharten Thrash heimgesucht werden. Selbiger wird auf dem Debüt von RECKLESS TIDE geboten und zwar im wahrsten Sinnen des Wortes, denn auf "Repent Or Seal Your Fate" wird während der 14 Nummern (inklusive Instrumental) ordentlich und standesgemäß geknüppelt. Trotz aller Brutalität und Aggressivität, die in Form von rasendschnellen Riffs, stalinorgelmäßigen Schlagzeugfeuer und tiefen Growls (Andrew Throt) auf den geneigten Zuhörer einprasseln, zeigt sich die Band um das Ehepaar Susanne (Gitarren, Sonwriting) und Kai Swillus (Schlagzeug) hin und wieder um songführende Melodien bemüht. Großen Anteil an diesen eingängigeren und harmonischeren Momenten hat vor allen Dingen der zweite Sänger Kjell Hallgreen, der stellenweise äußerst angenehm an Hansi Kürsch (BLIND GUARDIAN) erinnert und den perfekten Gegenpart zu Andrew Throt bildet. Gelegentlich lassen die Hannoveraner auch einen Hauch von BLIND GUARDIANschen Bombast (Titeltrack) und Progressivität ("Equality") geschickt in ihren stellenweise etwas durchschaubaren Sound einfließen, der den traditionalistischen Thrash mit den Elementen der Moderne ziemlich gekonnt in Einklang bringt. Für ein bisschen Auflockerung in diesem kompromisslosen „Geknüpple“ sorgt die doch recht witzig und hymnisch arrangierte "Lebende Organverpflanzung". Mein persönlicher Favorit auf dem Erstling der Gewinner der letztjähren „Metal Battle“ auf dem Open Air zu Wacken ist allerdings "To Die For Creativity" (samt Intro "Intensity"), denn dieser Song birgt einen gigantischen Spannungsbogen in sich und vereint so ziemlich alle Elemente, die den TIDEschen Sound ausmachen. "Repent Or Seal Your Fate" dürfte eigentlich für Fans old school-Thrashern wie EXODUS, TESTAMENT und ANNIHILATOR eine willkommene und modern angehauchte Abwechslung sein.

Sonny

Trackliste: 1. Desperation - 2. Self Destruct - 3. Misery - 4. The Hunt - 5. Death Train - 6. Damned For Now And Nevermore - 7. Demons And Dictators - 8. Repent Or Seal Your Fate - 9. Equality - 10. Lebende Organverpflanzung - 11. Shed The Chains - 12. Intensity - 13. To Die For Creativity - 14. Reckless Tide

Thanks to Britta @ ICS Germany


DAS SCHEIT/ Superbitch
  • Band: Das Scheit
  • Albumtitel: Superbitch
  • Spielzeit: 46:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Black Lotos Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Oomph!, Dein Schatten, Umbra Et Imago
  • Veröffentlichung: 21.02.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten Alben, die von der Fachpresse mit ziemlich guten Kritiken bedacht worden waren, konnte DAS SCHEIT nun mit ihrem dritten Longplayer endlich den wohlverdienten Plattenvertrag an Land ziehen. Musikalisch bewegen sich die Rüdesheimer irgendwo zwischen modernem Rock/ Metal und Gothic/ Dark Wave. Dieser Spielart hat man – gepaart mit einer gehörigen Portion harten bzw. schweren Gitarren und Electronic-Elementen – ein melodisches Klanggewand verpasst, das gelegentlich sogar auf Pop-Elemente der glorreichen 80er-Ära zurückgreift. Herausgekommen sind dabei zwölf tanzbare Songs, von denen vor allem die Coverversion des BLACK-Hits "Coming Up Roses" (Wahnsinn, wie viel Rock-Potenzial in dieser Nummer steckt!) für überfüllte Tanzflächen in den einschlägigen Clubs sorgen dürfte. Des weiteren kristallisieren sich "Much Deeper" (ROBERT MILES meets OOMPH!), das aufgrund seiner gefühlvollen Synthies und der schwer groovenden Gitarren einen enormen Spannungsbogen aufbaut, oder "Earth Stands Still" als heiße Geheimtipps heraus. Letztere Nummer kommt – gebettet in einem Meer von Computer-Effekten – sehr atmosphärisch aus den Boxen und strömt nahezu in der Manier eines JEAN MICHAEL JARRE-Opus durch die Gehörgänge. Andere Anspieltipps wären der abgespacte "Long Walk", in dem Sänger Clint an Nick Holmes (PARADISE LOST) erinnert, und das gefühlvolle "Until I’ve Been Forgotten", das meine Gedanken des öfteren in Richtung FRANK DUVAL entschwinden lässt. Normalerweise ist diese Musikrichtung nicht unbedingt die meinige, aber die manchmal etwas strange anmutende Mischung fesselt auch mich auf besondere Art und Weise. Ich bin mir sicher, dass DAS SCHEIT seinen Weg machen wird.

Sonny

Trackliste: 1. 7 Seconds - 2. Coming Up Roses - 3. Much Deeper - 4. Splinters - 5. About U - 6. Earth Stands Still - 7. Shoot Song - 8. Catpiss - 9. Hardbody - 10. Long Walk - 11. Lonely Walk - 12. Until I've Been Forgottten

Thanks to Stan & Moritz @ Gordeon Music


PEO/ Look What I've Started (re-release)
  • Band: PEO
  • Albumtitel: Look What I’ve Started
  • Spielzeit: 68:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Jim Jidhed, Lou Gramm
  • Veröffentlichung: 14.02.2005
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Da mir PEO PETTERSSON als Sänger vom AXIA-Debüt (1968), das ziemlich genau vor einem Jahr über MTM Classix wiederveröffentlicht wurde, bekannt war und ich nicht recht viel mit der Scheibe anfangen konnte, waren meine Erwartungen an seine Solo-Scheibe nicht besonders hoch. Nun, ein paar Tage und Umläufe später ist meine Verwunderung immer noch so groß wie beim ersten Lauschangriff. Auf "Look What I’ve Started", das ursprünglich 1995 das Licht der Welt erblickt, reiht sich doch tatsächlich ein Killer an den anderen – Egal ob man sich dabei nun den stampfenden und eingängigen Opener "Could This Be Love?", den angesleazten Southern Rocker "Day And Night" (CINDERELLA meets ZZ TOP) oder die beschwingte Shouter-Hymne "Looking For Love", mit der Herr PETTERSSON in Sphären eines LOU GRAMM vorstößt, zu Gemüte führt, von den 12 Nummern ist jede ein Volltreffer. Dass das schwedische Multitalent nicht nur volle Lotte abrocken kann, sondern auch einen Riecher für gefühlvolle bzw. relaxte Momente hat, wird vom röhrenden Low-/ Midtempo-Track "Doesn’t Matter" und der pianodominanten Ballade "Can’t Bring Me Down" untermauert. Begleitet wird diese Wiederveröffentlichung von fünf bisher unveröffentlichten Bonusnummern, die zwar nicht ganz den immens hohen musikalischen und produktionstechnischen Level des ersten Dutzend halten können, aber den Gehörgenuss nicht grundlegend schmälern. Kurzum: Mit dieser Neuauflage verhelfen MTM Classix einem seinerzeit übersehenen Juwel zu neuem Glanz. Eine Pflichtscheibe für alle Fans des gepflegten Scandi-AORs!

Sonny

Trackliste: 01. Could This Be Love? 3.40 - 02. Doesn’t Matter 3.20 -03. Only One Love 3.35 - 04. Two Strong Arms 3.50 - 05. Long Time No See 3.45 - 06. Endless Waiting 3.40 - 07. Day And Night 3.50 - 08. Good Soul Companion 3.17 - 09. Two Sheels On Fire 4.00 - 10. Don’t You Ever Leave Me Now 3.35 - 11. Looking For Love 4.15 - 12. Can’t Bring Me Down 4.40
Unreleased bonus tracks:
13. Queen Of The Night 4.13 - 14. Calling Paradise 3.38 - 15. Still Believe 4.49 - 16. I Must Be Dreaming 5.04 - 17. Amanda (Instrumental) 4.34

Thanks to Sebastian @ MTM Music


ERIKA/ In The Arms Of A Stranger (re-release)
  • Band: Erika
  • Albumtitel: In The Arms Of Stranger
  • Spielzeit: 37:26 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Heart, Sandra, Belinda Carlisle, Agneta Fältskog
  • Veröffentlichung: 14.02.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Cool, MTM Classix haben sich gut ein Jahr nach dem Re-Release von "Cold Winter Nights" nun auch dem zweiten Album von ERIKA angenommen. Wie auch schon auf dem Debüt wird die „Female Fronted“ Rock-Fraktion, die es mit den Grenzen zwischen Pop Rock und melodischen Hard Rock nicht so genau nimmt, allerbestens bedient. Zwar kann "In The Arms Of Stranger" nicht ganz gegen den fabelhaften Vorgänger anstinken, aber der heitere Midtempo-Stampfer "Wake Me Up When The House Is On Fire" oder die Pop Rock-Hymne "Games We Play", die an eine straight rockende SANDRA erinnert, besitzen jede Menge Hitpotenzial. Auch der halbballadesken Titeltrack, in dem die damalige YNGWIE MALMSTEEN-Gattin in die Sphären einer Agneta Fältskog (ABBA) vorstößt, und das beschwingt rockende "Walk Into My Heart", das stellenweise das Flair von BELINDA CARLISLEs "Circle In The Sand" in sich trägt, entwickeln sich nach mehreren Durchläufen zu echten Perlen. Als weitere Anspieltipps bieten sich das recht erdig rockende "Danger In Disguise" (geile Saxophon-Parts) und der gefühlvolle Rausschmeißer "Fall From Grace" an. Einzig kleiner Wehrmutstropfen ist die ziemlich knapp bemessene Spielzeit und die Tatsache, dass dieses Album nicht mit diversen Bonustracks aufgewertet wurde. Daher hege ich die stille Hoffnung, dass MTM Classix noch weitere Scheiben der „Queen Of Swedish Rock“ neu auflegen wird... oder steht gar ein Comeback an?!?
Originalton ERIKA: „Oh, I don’t think so, but you should never say never…“

Sonny

Trackliste: 01. 6. AM 0.25 - 02. Wake Me Up When The House Is On Fire 4.08 - 03. Rock Me Into Heaven 3.20 - 04. Games We Play 3.15 - 05. Easy Come, Easy Go 3.35 - 06. In The Arms Of A Stranger 3.51 - 07. Made Of Stone 4.08 - 08. Walk Into My Heart 3.47 - 09. Shadows In Rain 3.04 - 10. Danger In Disguise 3.26 - 11. Fall From Grace 3.25

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über ERIKA:
ERIKA/ Cold Winter Night (re-release)


FRANTIC BLEEP/ The Sense Apparatus
  • Band: Frantic Bleep
  • Albumtitel: The Sense Apperatus
  • Spielzeit: 41:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Earache Records/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Pain, Cradle of Filth, Fear Factory
  • Veröffentlichung: 14.02.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Earache Records sind ein kleines englisches Labelm das seit 1988 besteht und damals schon mit sehr spezieller Musik von sich reden machte (MORBID ANGEL, CARACASS, ENTOMBED etc.). Seitdem hat sich an der Firmenpolitik relativ wenig geändert und es bestimmen noch immer kleine Extreme-Acts wie zum Beispiel THE HAUNTED oder aber jetzt in diesem Fall FRANTIC BLEEP das Erscheinungsbild. Mit „The Sense Apperatus“ legen FRANTIC BLEEP (stammen aus Norwegen) ein hammermäßiges  Debüt-Album vor, dass sich zwischen Power Black- & Industrial-Metal bewegt und zur keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Immer wieder neue Fassetten eröffnen sich dem Hörer die einmal spannend, dann wieder düster und verspielt wirken. Die Band besteht mittlerweile seit mehr als vier Jahren und die restlichen Mannen um den Bandleader Patrick Scantlebury (Guitars & Synths) sind meiner Meinung nach wirklich sehr begabte Musiker die nur so vor Kreativität strotzen. Dieses Album ist genau richtig für all die, die gerne extreme, aber trotzdem moderne Musik mögen.

Christian

Trackliste: 1. A Survey - 2. The Expulsion - 3. Sins Of Omittance - 4. But A Memory - 5. Mausolos - 6. Curtainraiser - 7. Mandaughter - 8. Nebulous Termini - 9. Cone

Thanks to Dana @ Gordeon Music


MILESABOVE/ Move Or Be Moved
  • Band: milesABOVE
  • Albumtitel: Move Or To Be Moved
  • Spielzeit: 48:34 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Harem Scarem (Rubber), 7th Heaven
  • Veröffentlichung: 14.02.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Obwohl ich mich mit dem derzeit angesagten „NuBreed“ nicht sonderlich identifizieren kann, haben milesABOVE mit ihrem Debüt "Further" (2003) einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Diese Erfahrung muss ich auch nun mit "Move Or Be Moved" machen. Zwar kommt der Nachfolger eine ordentliche Portion rauer ("Gimme Nothin’") und kantiger um die Ecke, aber die stellenweise raffiniert eingewobenen Streicherparts hauchen dem Zweitling – in arrangementtechnischer Hinsicht – ein klassisches Flair ein, das gelegentlich an die orchestrale Phase der BEATLES ("Lights Out") erinnert. Die Highlights der Scheibe sind in meinen Ohren der rifflastige Midtempo-Stampfer "Little Miss Innocent", der durch seine geschickt integrierten Country-Rhythmen und seine starken Leadgitarren besticht, und das leicht melancholische "Close My Eyes", das seine Dramatik aus dem Kontrast zwischen sanften Streicherparts und fetten melodischen Riffs gewinnt. Mit dem episch angelegten "God Help Us" haben die Kanadier sogar ein kleines Kunstwerk geschaffen – eine so gefühlvolle und emotionsgeladene Nummer hätten auch QUEEN nicht besser hinbekommen. Fazit: milesABOVE klingen nicht auf Teufel komm raus modern, sondern reichern ihren zeitgemäßen Sound gekonnt mit Elementen aus 30 Jahren Rockmusik an. Modern Rock ganz ohne Scheuklappen!

Sonny

Trackliste: 1. Faith Unkind - 2. Little Miss Innocent - 3. Thread - 4. Close My Eyes - 5. Careful What You Wish For - 6. Faraway - 7. August Ends - 8. Lights Out - 9. Gimme Nothin' - 10. Burning Bridges - 11. Live For Today - 12. Watching the Picture Fade - 13. God Help Us

Thanks to Birgitt @ Germusica


ADDICTION CREW/ Break In Life
  • Band: Addiction Crew
  • Albumtitel: Break In Life
  • Spielzeit: 40:07 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Earache Records/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Red Hot Chilli Peppers, Faith No More, Guano Apes
  • Veröffentlichung: 14.02.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Also entweder strahlt der NuMetal aus Italien einen besonderen Charme aus, oder die Amici vom Stiefel können wirklich am besten mit den modernen Klängen umgehen. Nur so kann ich mir erklären, dass es immer wieder gerade die Bands aus dem Land von Pizza und Spaghetti sind, die mich für diese sonst so ungeliebte Musik begeistern können. Im Fall der Newcomer ADDICTION CREW macht wohl auch die ziemlich gelungene Mischung aus Rhythm ’N’ Blues, Black Music, HipHop, Hardcore und NuMetal, die man gelegentlich mit orchestralen Arrangements ("Disconnect") in Szene setzt, den gewissen Reiz aus. Zudem muss ich zugeben, dass das liebreizende Organ von Sängerin Marta, das irgendwo zwischen OFRA HAZA und Heike Grebita (BACKSLASH) anzusiedeln ist und einen tollen Widerpart zu den aggressiven Shouts, Screams und Sprechgesängen von Yuri und Gitarrist Alex bildet, eine beruhigende Wirkung auf mich hat. Zum Antesten würde ich den mystisch angehauchten Opener "What About" (RED HOT CHILLI PEPPERS meets FAITH NO MORE), der mit einer gehörigen Portion Hitpotenzial protzt, oder die in Electronic-Effekten getauchte Ballade "All" den Vorrang geben. Wobei man allerdings den verzerrten Groover "One Way Serial", der in der selbigen Liga wie GUANO APES "Open Your Eyes" spielt, und dem Black Music/ HipHop-lastigen Kracher "In A We Trust" nicht ganz außen vor lassen sollte. Dieses Album dürfte höchstwahrscheinlich verdammt gut bei der jungen MTVIVA-Fraktion ankommen, aber auch die Rockfreaks des älteren Jahrgangs, die auch den modernen Klängen offen gegenüberstehen, sollten auf "Break In Life" durchaus fündig werden.

Sonny

Trackliste: 1. What About - 2. Shall Rise - 3. Callin' - 4. All - 5. Crack File - 6. Break In - 7. Higher - 8. Disconnect - 9. One Way Serial - 10. In A We Trust - 11. Damn Speaker - 12. Dust In The RMX

Thanks to Stan & Moritz @ Gordeon Music


JARTSE TUOMINEN/ Time Of Change
  • Band: Jartse Tuominen
  • Albumtitel: Time Of Change
  • Spielzeit: 44:37 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Rockadillo Records/ Finnland-Import
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 09.02.2005
  • Wertung:  5/ 10

Review:
Mit JARTSE TUOMINEN stellt sich ein in Finnland geborener, aber mittlerweile in den USA lebender Fusio-Gitarrist der Öffentlichkeit vor. Im Info, welches die Promotion Firma der CD beigelegt hat, wird in seiner Vita auf verschiedene Stationen seines Schaffens hingewiesen, u.a. auf Auftritte mit JOE SATRIANI, JACKSON BROWNS und den DOOBIE BROTHERS. ...ja; und das ist es dann leider auch schon was es von JARTSE TUOMINEN an Höhepunkten zu berichten gibt. TUOMINEN bringt auf seiner CD diverse Stilarten zum Besten, von Funk über Rock bis hin zum Fusion mit leichten Prog-Einlagen und verläuft sich damit im Niemandsland der vielen Instrumental-Releases der letzten Zeit. Leider gelingt es ihm nicht wirklich packende Elemente in sein Spiel zu transportieren, seien es eingängige Hooks, eigenständige Licks oder gar einen individuellen Ton, das Mindeste, was man bei Instrumentalmusik benötigt um nicht im „Elevator-Standard“ zu verblassen. Die Produktion hat Proberaum-Charakter, d.h. der Sound ist alles andere als brillant, aber zumindest authentisch. Auch hier, wie so oft, ein handwerklich guter Gitarrist, aber ohne Eigenständigkeit und mit dem Unterhaltungswert des deutschen Formatradios.

Axel „Ironfinger“ Ritt

Trackliste: 1. Midnight Express - 2. Seven Seas - 3. Texas Roots - 4. Time of Change - 5. Out There - 6. One of Those Days - 7. Weird Timing - 8. Dreamer - 9. Love and the Perfect Game - 10. The Longest Mile

Thanks to Tom @ PTPromotion

weitere Reviews über JARTSE TOUMINEN:
JARTSE TUOMINEN feat. Special Guest Stars/ Northern Lights


ASTRAL DOORS/ Evil Is Forever
  • Band: Astral Doors 

  • Albumtitel: Evil Is Forever

  • Spielzeit: 49:27 min

  • Plattenfirma: Locomotive Records/ Al!ve

  • Vergleichbare Bands: Black Sabbath mit Tony Martin, Rainbow & Deep Purple

  • Veröffentlichung: 07.02.2005

  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Nachdem ASTRAL DOORS letztes Jahr mit ihrem ersten offiziellen Album "Of The Father And The Son" allerorts Aufmerksamkeit erregten, war natürlich auch ich sehr gespannt auf das neue Scheibchen. – Und tatsächlich: das neue Album "Evil is Forever" kann genau wie sein Vorgänger auf Anhieb überzeugen und zeigt uns sofort die absoluten Stärken dieser schwedischen Combo. Diese liegen nach wie vor in tadellosen Kompositionen im Still ihrer großen Vorbilder zu denen ohne Zweifel BLACK SABBATH, RAINBOW und DEEP PURPLE gehören. Als Unterschied zum vorherigen Silberling ist allerdings äußerst positiv zu bemerken, dass die Mannen um Joachim Nordlund einen eindeutigen Schritt in Sachen eigenen Sound gemacht haben. Zwar hat man noch immer teilweise denn Eindruck als ob die dargebotenen Nummern von einer der oben genannten göttlichen Bands stammt, aber dies kommt nicht mehr sooft vor wie noch bei "Of The Father And The Son". Klare Stärke der Band sind tonnenschwere Riffs und ein sehr charismatische Gesang, der an deutlich Tony Martin erinnert. Als Anspieltipp im Plattenladen empfehle ich den Titeltrack, der mit seinem sehr eingängigem und melodischen Chorus sofort ins Ohr geht. Fans der erwähnten Vergleichsbands kommen hier mal wieder so richtig auf ihre Kosten. Viel Spaß!

Christian

Trackliste: 1. Bride Of Christ - 2. Time To Rock -3. Evil Is Forever - 4. Lionheart - 5. Praise The Bones - 6. Pull The Break - 7. Fear In Their Eyes - 8. Stanlingrad - 9. From The Cradle To The Grave - 10. The Flame - 11. Path To Delirium

Thanks to Patrycja @ Locomotive Music

weitere Reviews über ASTRAL DOORS:
ASTRAL DOORS/ Astralism
ASTRAL DOORS/ Raiders Of The Ark (EP)
ASTRAL DOORS/
Of The Son And The Father


LAKE PLACID/ Make More Friends
  • Band: Lake Placid
  • Albumtitel: Make More Friends
  • Spielzeit: 32:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Universal Music
  • Vergleichbare Bands: Blondie, Shade, Soft Cell, Doors
  • Veröffentlichung: 07.02.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Diesen Monat präsentieren wir eine recht ausgefallene Scheibe als „Newcomer-Tipp“. Stellt euch doch mal vor, es würde sich die Möglichkeit bieten, dass Deborah Harry (BLONDIE) zusammen mit den DOORS und SOFT CELL ein Album zusammen einspielen könnten... das Ergebnis würde wahrscheinlich ziemlich nahe an das Debüt der Dänen herankommen. Das Oktett um die Frontfrau TK spielt eine erfrischende Mischung aus Edel-Punk a la BLONDIE und SOFT CELLschem Elektro Pop ("We Are The Lakes"), die mit Elementen aus Stoner Rock ("Get Up") und sanften Jazz ("To Enjoy Life") raffiniert angereichert wird. Songs wie das flockig angefunkte "Is This Love" oder die nachdenklich stimmende Ballade "This Air", die von harmonischen Bläserparts getragen wird, und das ordentlich stampfende "Are You With Me" bilden die Höhepunkte auf "Make More Friends". Aber nicht nur mit besagten Nummern dürften sich LAKE PLACID mehr Freunde gemacht haben, denn auch "My Machine", das mit seinen sinnlich swingenden Rhythmen (SHADE lässt grüßen) förmlich zum engumschlungenen Tanz mit der Liebsten einlädt, und der besinnliche Finisher "We All Bleed", dürfte bei Anhängern von erfrischend experimenteller Rock/ Pop-Musik zu Begeisterungsattacken führen. Fazit: Durch die elegante Vermengung der erwähnten Elemente haben LAKE PLACID einen fast eigenständigen Sound kreiert, der sich als durchaus partykompatibel erweist. In diesem Sinne: Party on!

Sonny

Trackliste: 1. Me And My Friends - 2. Is This Love - 3. Get Up - 4. Chimes - 5. This Air - 6. Are You With Me - 7. We Are The Lakes - 8. My Machine - 9. To Enjoy Life - 10. We All Bleed

Thanks to Dana @ Gordeon Music


JOHN HACKETT/ Checking Out Of London
  • Band: John Hackett
  • Albumtitel: Checking Out Of London
  • Spielzeit: 50:03 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Hacktrax/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Steve Hackett, Mike Batt, Tony Carey, Ray Wilson
  • Veröffentlichung: 07.02.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
JOHN HACKETT kannte ich bisher eigentlich nur durch seine Beiträge auf den Veröffentlichungen seines bekannteren Bruders STEVE HACKETT (Gitarre/ ex-GENESIS). Dass der begnadete Flötist aber auch einen ganz hervorragenden Songwriter, Sänger und Gitarristen abgibt, hat sich wohl noch nicht sonderlich herumgesprochen. Mit seinem zweiten Solo-Streich, bei dem er natürlich auch gitarrentechnisch von seinem Bruder tatkräftig unterstützt wird (u. a. "Late Trains", "Headlights"), präsentiert er uns – ganz im Gegensatz zum instrumentalen und klassikgeprägten Vorgänger "Velvet Afternoon" – ein progressives Soft Rock-Album. Songs wie die edle Pop-Nummer "The Halloway And The Pram", das sphärische und SANTANA-lastige "DNA" oder die beruhigende Ballade "Winter" laden den Zuhörer auf eine entspannende Traumreise ein, bei der man fast die Welt um sich herum vergessen könnte. Obwohl die Mannen um JOHN HACKETT beim verzerrt rockenden und röhrenden "Ego & Id", das spürbar von orientalischen Elementen geprägt ist, und beim bedrohlich-hoffnungsvollen "Whispers" (beide gesungen von Tony Patterson) etwas mehr Gas geben, passen diese ziemlich stark riffenden Nummern verdammt gut ins Gesamtgefüge und tun dem Entspannungsfaktor von "Checking Out Of London" keinen Abbruch. Als weitere Anspieltipps will ich euch das reggaelastige "More" oder den beschaulichen Titeltrack, der mich stellenweise an SIMON & GARFUNKEL erinnert, ans Ohr legen.
Ergattern könnt ihr das gutproduzierte Teil bei www.justforkicks.de.

Sonny

Trackliste:

1. Late Trains - 2. The Hallway And The Pram - 3. Ego & ID - 4. DNA - 5. Fantasy - 6. Dreamtown - 7. Headlights - 8. Winter - 9. Whispers - 10. More - 11. Dust - 12. Checking Out Of London

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


SHY/ Sunset and Vine
  • Band: Shy
  • Albumtitel: Sunset & Vine
  • Spielzeit: 61:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Journey, Hugo, Frontline
  • Veröffentlichung: 07.02.2005
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Ich weiß es wirklich nicht: entweder waren meine Erwartungen bzw. Ansprüche an das neue Album von SHY zu groß, oder ich befinde mich seit Tagen in einem kontinuierlichen Stimmungstief!?! – Trotz intensivster Dauerrotation mit "Sunset & Vine" bin ich von der Wirkung der Scheibe doch etwas enttäuscht. Klar, am genialen Gesang von Tony Mills gibt es nach wie vor nichts auszusetzen und manche Songs wie der hymnische Opener "High Time" oder das recht flotte "Soul Searching" deuten an zu welchen Großtaten die Briten im Grunde genommen fähig sind. Trotzdem vermisst man größtenteils in letzter Konsequenz die herzerfrischend rockende „Kompromisslosigkeit“, die den Vorgänger "Unfinished Business" zu einem Meilenstein des britischen AORs gemacht hat. Zwar sind die dargebotenen Songs weitab vom Füllerdasein, aber leider mangelt es der Scheibe auch an den echten und unwiederbringlichen Killern. Fazit: "Sunset & Vine" ist zwar ein recht ordentliches, aber relativ unspektakuläres Album, das man in dieser Form von SHY einfach nicht erwartet hat. Ein paar gute Momente sind einfach etwas zu wenig für eine Band vom Kaliber SHY. Schnief
L!

Sonny

Trackliste: 01. High Time 6.28 - 02. Open your Heart 6.04 - 03. Soul Searching 5.33 - 04. Where is the Love 7.15 - 05. You could be Dreaming 6.16 - 06. Don't jump the Gun 6.27 - 07. First Love 5.28 - 08. I will be home tonight 7.20 - 09. Walk through Fire 5.04 - 10. Slowly 6.06

Thanks to Sebastian @ MTM Music

Last Update: Sunday, 04. September 2005
created in January 2001 © by
Sonny