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Review:
Wow, auch nach tagelangen Dauereinsatz überraschen mich DOMAIN mit ihrem neuen
Album "Last Days Of Utopia" immer wieder aufs Neue. Seit ihrem
verdammt starken Comeback mit "One Million Lightyears From Home"
(2001) haben sie sich immer sehr offen für neue Dinge gezeigt, ohne dabei die
Trademarks, die man mit dem Namen DOMAIN verbindet, zu verleugnen. So haben sie
den typischen DOMAIN-Sound von Album zu Album mit neuen Varianten verfeinert.
Diese verschiedenen Spielvarianten – sei es nun eingängig-progressiv,
symphonisch, episch oder neoklassisch – kommen nun auf der ersten
Konzeptscheibe der Band allesamt zum Zuge. Aber DOMAIN wären nicht DOMAIN, wenn
sie ihren Sound für dieses Album nicht um eine weitere Zutat bereichert hätten:
Auf "Last Days Of Utopia" spielen erstmals auch orchestrale
Arrangements eine tragende Rolle im deutlich härteren Soundgefüge des Fünfers
um Ausnahmesänger Carsten Schulz und Filigran-Flitzefinger Axel Ritt, der die
Saiten in gewohnter Manier richtig qualmen lässt. Neben immens starken Songs
wie "Ocean Paradise", bei der bei genauerem Hinhören seichte
QUEEN-Kniffe auszumachen sind, oder dem speedig-melodischen "The Great
Rebellion", der sich mit (mittlerweile) DOMAIN-typischen Mitsing-Chören in
den Gehörgängen festsetzt, weiß auch das interessante Konzept des Albums, das
auf einer erdachten Geschichte von Carsten Schulz beruht, vollends zu überzeugen.
Thematisch handelt "Last Days Of Utopia" von einer gestrandeten Person
auf der Suche nach dem Glück. Als weitere Highlights kristallisieren sich die
Mega-Ballade "The Beauty Of Love" (endlose Gänsehaut-Attacken!), der
bombastische Doublebass-Kracher "Endless Rain" und der alles überragende
Titeltrack, der seinen Reiz aus der Kombination zwischen neoklassischen
Elementen, dramatischen Speed-Gitarrenläufen und hymnischen Parts zieht,
heraus. Natürlich kommt eine Konzeptscheibe nicht ohne die überleitenden
Instrumentals, in denen Meister Ritt – im Gegensatz zum Rest der Scheibe –
die Saiten sehr gefühlvoll streichelt, aus. Gekrönt wird das neue Mach(t)werk
mit einer standesgemäßen Produktion aus dem Hause Ritt, die wie gewohnt
keinerlei Wünsche offen lässt. So wie’s aussieht haben DOMAIN nun endgültig
ihren Sound gefunden! Oder mit welchen raffinierten Schachzug überraschen sie
uns beim nächsten Mal?!?
Achja, nicht zu vergessen: "Last Days Of Utopia" erscheint zusätzlich
in einer limitierten Doppel-CD, die Remixe von "A New Beginnig",
"Endless Rain" und "Left Alone" enthält. Hinzugesellen sich
u. a. noch das Video zu "Endless Rain", zwei weitere Nummern und und
und ... also richtig fett „value for money“! – Wer da nicht zugreift, dem
ist wirklich nicht mehr zu helfen ;-)
| Trackliste: | Disc 1 1. Harbour Of Hope Disc 2 1. Head Above The Water - 2. Caught In The Flame - 3. A New Beginning (Non Epic Version) - 4. Endless Rain (Non Epic Version) - 5. Left Alone (Non Epic Version) - 6. Endless Rain (Video Clip) |
Thanks to Stephan @ True Music Promotions
weitere Reviews über DOMAIN:
DOMAIN/ The Sixth Dimension
DOMAIN/ The Artefact
DOMAIN/ New Horizons (Acoustic EP)
DOMAIN/ One Million Lightyears From Home
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Review:
Am wirkvollsten ist Musik meistens, wenn sie in ursprünglichster Form geboten
wird. Diese Weisheit bewahrheitet sich auf dem neuen Album von ANNE HAIGIS.
Nachdem sie bereits auf ihrem letzten Studio-Album "Homestory" von unnötigen
Effekten und programmierten Sequenzen Abstand genommen hat, ist die wandlungsfähige
Musikerin nun noch einen Schritt weiter gegangen: 8:00 pm ist eine reinrassige
Acoustic-Scheibe geworden, die auf diversen Shows zwischen Oktober und Dezember
2004 aufgenommen wurde. Dabei war dieser mutige und riskante Schritt nicht
einmal geplant. Vielmehr wurde die spontane Idee aus der Not geboren, denn
aufgrund eines personellen Engpasses ist die experimentierfreudige Sängerin das
Wagnis eingegangen sich für einige Gigs nur von ihrem Gitarristen Jens Filser
auf der Acoustic-Gitarre begleiten zu lassen. Herausgekommen ist dabei ein Album
bzw. Live-Programm für ein Acoustik-Duo, wie es authentischer, atmosphärischer
und ergreifender nicht sein könnte und das so ganz nebenbei eine gelungene
Abwechslung zum traditionellen Bandprogramm darstellt. Highlights aus diesem
packenden Album herauszupicken, stellten den Verfasser dieser Zeilen nahezu vor
eine schier unlösbare Aufgabe. Auf der einen Seite stehen Songs wie "All I
Wanna Do", "Kind Der Sterne" oder "No Men’s Land",
die den Zuhörer zum mitrocken animieren. Auf der anderen Seite sorgen das
bedrohliche wirkende "Haut Für Haut" oder "Heckenschützen Der
Angst", dem Saitenvirtuose Filser anhand eines unglaublich filigranen Solos
seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt, für endloses Gänsehaut-Feeling.
"Nacht Aus Glas", das TRUDE HERR kurz vor ihrem Tod zur Melodie von
ELTON JOHNs "Sorry Seems To Be The Hardest Word" geschrieben hat, ist
nicht nur viel ergreifender und zerbrechlicher als in der ursprünglichen
Fassung, sondern lässt mir sogar kurzfristig den Atem stocken. Großartig sind
auch die reduzierten und eigenwilligen Interpretationen von JOHN HAITTs
"Thing Called Love", JOAN OSBOURNEs "One Of Us" und ALANIS
MORISSETTEs "Everything", denen das Duo elegant neues Leben
eingehaucht hat. Ich möchte sogar behaupten: erstere Nummer, die erneut im
Duett gesungen wird, ist noch um Nuancen besser als die eh schon geniale Version
von BONNIE RAITT und BRUCE HORNSBY. Also, wer auf handgemachte, ehrliche und
authentische Musik steht, kommt an diesem atemberaubenden Album bestimmt nicht
vorbei.
PS. laut Aussage der Künstlerin soll auch die Band noch viel akustischer
werden. Wir werden sehen... äähhhhmmm... hören, was die Zeit bringen wird.
| Trackliste: | 1.
You
Can Sleep While I Drive |
Thanks to Jochen @ Pläne Records
weitere Reviews über
ANNE HAIGIS:
ANNE HAIGIS/ Das Beste In Deutsch 2
ANNE HAIGIS/ Homestory
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Review:
Kaum zu glauben, aber wahr: Die neue IMPELLITTERI prescht ungewohnt heftig und
abwechslungsreich aus den Boxen. Großen Anteil an dieser Überraschung dürfte
der neue Sänger Curtis Skeltion haben, denn das facettenreiche Organ des
ex-SPEAK NO EVIL-Fronters passt hervorragend zum messerscharfen, rasanten und
variantenreichen Gitarrenspiel von Meister Chris Impellitteri. Zugegeben, der
Mann konnte sich bisher noch nicht solche Lorbeeren wie Rob Rock oder Graham
Bonnet verdienen, aber er hat dem traditionellen IMPELLITTERI-Sound ("The
Iceman Cometh", "Propaganda Mind" und "The Writing’s On
The Wall") eine ordentlich modern angehauchte Frischzellen-Kur verpasst.
Richtig modern geht man allerdings erst bei der verzerrten Hymne
"Hurricane" (erinnert stellenweise an die kommerzielle Phase von
MEGADETH) oder dem Hardcore/ NuMetal-Kracher "Crushing Daze" ans Werk.
Merkwürdigerweise muss ich nach mehreren Durchläufen feststellen, dass es mir
gerade diese beiden Nummern besonders angetan haben, obwohl ich mich
normalerweise eher mit den traditionellen Klängen identifiziere. Als schlagkräftige
Kaufargumente erweisen sich des weiteren der neoklassisch angelegte
Doublebass-Knaller "Judgement Day", der mit atemberaubenden Solos des
Saitenwizards aufwartet, oder die äußerst gelungene EMINEM-Verballhornung
"Punk". Obwohl mir – wie bereits kurz angeschnitten – die
bisherigen IMPELLITTERI-Veröffentlichungen mehr zusagen, muss ich gestehen,
dass ich auch vom neuen Soundgewand stark beeindruckt bin. Fazit: Mit
"Pedal To The Metal" begeht die Band um den amerikanischen
Flitzefinger keineswegs einen radikalen Stilbruch, sondern hat einfach die
Zeichen der Zeit erkannt. Also, die Scheibe stößt auch den traditionell
verwurzelten IMPELLITTERI-Fan nicht vor den Kopf... Allerdings stößt die arg
knapp bemessene Spielzeit etwas übel auf.
| Trackliste: | 1. The Iceman Cometh 3:37 - 2. The Kingdom Of Titus (Tribute) 3:25 - 3. Dance With The Devil 3:40 - 4. Hurricane 4:19 - 5. Crushing Daze 2:34 - 6. Destruction 3:40 - 7. Judgement Day 3:19 - 8. Punk 3:36 - 9. Propaganda Mind 4:10 - 10. The Writing's On The Wall 4:13 |
Thanks to Martin @ SPV
weitere Reviews über IMPELLITTERI:
IMPELLITTERI/ System
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X (Japan
Import)
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Review:
Es gibt sie noch, die progressiv-lastig ausgerichteten Bands, welche
mit einem schweren Siebziger-Jahre-Touch versehen ihre Titel zu Gehör bringen.
Wäre der Sound noch etwas muffiger, könnte man meinen, man hätte die Uhr um
30 Jahre nach hinten gedreht. Ich muss gestehen, ich hatte noch nie etwas von
der schwedischen Band gehört, die mit ihrer Mixtur aus so ziemlich allem was
Prog-Rock ausmacht, mit Ausnahme der Virtuosität, ihr Repertoire souverän in
dem hier in Schweden aufgenommenen und auf DVD gebannten Konzert abspielt. Wer
nun auf High-End-Speed a la DREAM THEATER spekuliert, braucht die DVD erst gar
nicht einzulegen. Harmonisch des Öfteren bei KING CRIMSON, rhythmisch mit einem
hohen PINK FLOYD-Anteil ausgerüstet und gesangstechnisch aufgrund des melodiös
geprägten, hochwertigen weiblichen Gesangsanteils durchaus mit leichten ALANIS
MORISSETTE-Akzenten versehen, legen ISILDURS BANE einen wabbernden
Collagenteppich aus Klängen, Sounds, Loops und Trance, dass man unweigerlich
nach dem vergessenen Joint sucht, der sich doch noch irgendwo in der alten
Jeansjacke befinden muss. Aufgrund der prall gefüllten Bühne (8 Musiker + Gäste),
aber vor allem auch aufgrund der Performance an sich geht in Sache Stageacting
absolut nichts, womit wir auch schon beim einzigen Schwachpunkt angekommen sind.
ISILDURS BANE sind ausschließlich fürs Ohr konzipiert und erinnern in ihrem
Aktionsradius ein wenig an die letzten EAGLES-Konzerte. Auch dort machten 5 Männer
handwerklich hochwertige Musik und sahen aus wie die Buchhalter bei der
Gothaer-Versicherung.
| Trackliste: |
1. Under The Wind - 2. Heal (intro) - 3. Good - 4. Open - 5. Dark II - 6. Ends - 7. Cage - 8. Eyes - 9. Idea - 10. Heal - 11. People Are Afraid - 12. The Voyage: The Adventure Of The Whirling Delirium - 13. The Voyage: A Telescope And A Hot Air Nallon - 14. Loss - 15. Rage - 16. The Voyage: Wild As A Toad - 17. The Voyage: Magnificent Giant Battles - 18. Without Grace - 19. The Asylum (bonus material: Live at Gouveia Art Rock 2004, Portugal) - 20. Idea (bonus material) - 21. Celestial Vessel (bonus material) - 22. Without Grace (audio bonus material) - 23. People Are Afraid (audio bonus material) - 24. Under The Wind (audio bonus material) - 25. Thoughts Stand Still (audio bonus material) |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
weitere Reviews über ISILDURS BANE:
ISILDURS BANE/ Songs From The Observatory (EP)
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Review:
Es scheint der Monat der Chill-Out Releases zu sein, auch RAIN befinden sich
im Segment der getragenen Musik. Ruhig plätschert ihre Mixtur aus PINK
FLOYD-Tempi mit zuweilen getragenen GENESIS-Gesangslinie dahin. Niemanden und
nichts störend wie ein Gebirgsbach auf dem Weg ins Tal. Wohl gemerkt,
Gebirgsbach – nix Fluss, nix Strom – nur ein Bach, d.h. keiner wird belästigt,
es fühlt sich aber auch keiner wirklich ergriffen. Man merkt die Liebe zum
Details, dennoch fehlt mir persönlich der entscheidende Punch... zumindest ab
und zu...
| Trackliste: |
1.The Lammas Lands - 2.Parsifa - 3.Starcrossed - 4.The Silver Apples of the Moon - 5.Light and Magic - 6.Jerusalem - 7.Cerulean Blue |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
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Review:
NARNIA-Sänger Christian Rivel scheint mit seiner Hauptband nicht vollends
ausgelastet zu sein, denn mit AUDIOVISION hat er sich nun ein weiteres Standbein
geschaffen, mit dem er sich die Pausen zwischen den NARNIA-Alben sinnvoll
vertreiben will. Apropos weiteres Standbein: Das Debüt besagter Band wird auch
über sein eigenes Label Rivel Records veröffentlicht. Musikalisch bewegen sich
AUDIOVISION in einem schwimmenden Übergang zwischen melodischen Hard Rock
("Face
To Face") und Heavy Metal ("Show
My The Way"), der hin und wieder progressiv angehauchte Elemente
("The
King Is Alive") an Land schwemmt. Aber dieser Sidekick fristet bei
Leibe nicht nur ein Lückenfüller-Dasein, denn mit seinem Kumpel Lars Chriss
(Gitarre/ LIONSHARE), dem Keyboarder Andreas Lindahl und dem Rhythmus-Duo Mikael
Höglund (Bass/ ex-THUNDER) und Thomas Broman (Schlagzeug/ u. a. GLENN HUGHES)
hat Herr Rivel ein mehr als solides Heavy Rock-Album eingehämmert. Nach einigen
Durchläufen entpuppen sich die Ballade "Read
Between The Lines", die mich stellenweise sehr an die neuen EUROPE
erinnert, und der Opener/ Titeltrack, der in Form einer wilden Dampfwalze mit
bombastischen Chören a la BLIND GUARDIAN auf den Zuhörer zurollt, als wahre
Ohrwürmer. Ein absoluter Killer ist in meinen Ohren das phänomenale Remake des
SWEET-Klassikers "Love
Is Like Oxygene". In diesem Duett wird Christian Rivel von
Entertainment-Ikone JEFF SCOTT SOTO zu einer Gesangsleistung gepusht, die
stellenweise an den seligen Freddy Mercury herankommt. Falls Herr Rivel dieses
Projekt ernsthaft weiterverfolgt, kann ich mir vorstellen, dass er damit bald
seiner eigentlichen Hauptband den Rang abläuft.
| Trackliste: | 1.
The Calling |
Thanks to Birgitt @ Germusica
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Review:
Christian Rivel zum Zweiten. Während der hauptamtliche NARNIA-Sänger mit dem
AUDIOVISON-Projekt eher das melodische Hard Rock-/ Heavy Metal-Feld bestellt,
hat er zusammen mit seinem Kumpel Jani Stefanovic (Gitarre, Keyboards, Drums
& Programming) bei DIVINEFIRE die melodischen Keimlinge auf ein
songtaugliches Minimum reduziert. Stattdessen setzt man hier vermehrt auf Power,
Speed oder Bombast und sät gelegentlich auch thrashy ("The World’s On
Fire") bzw. bleischwere Sprösslinge ("The Spirit") dazwischen.
Beim symphonischen Doublebass-Kracher "Never Surrender" lassen sich
stellenweise sogar Parallelen zu den Epic Metal-Göttern RHAPSODY ziehen, nur
mit dem kleinen Unterschied, dass die Italiener wahrscheinlich nicht ganz so
kompromisslos die Dreschmaschine zum Einsatz bringen würden. Die Prunkstücke
auf "Glory Thy Name" sind die schleppende Ballade "Pay It Forward", die mit göttlichen
Keyboards, filigranen Leadgitarren und einem glasklaren Gesang zu überzeugen
weiß, und das 10minütige Epos "The Spirit". Diese Nummer vereint
nicht nur alle Eigenschaften des DIVINEFIRE-Sounds, sondern lebt besonders vom
Wechselbad zwischen Thrash, orientalisch angehauchter Klassik und schleppenden
Doom-Passagen. Zudem wurde hier soundtechnisch nicht gekleckert, sondern
ordentlich geklotzt. Hoffentlich bleibt dieses Album nicht die einzige Aussaat
von DIVINEFIRE.
Tipp: Da das Album in Deutschland nur als Import erhältlich ist, sollten sich
Interessenten unter www.megarock.se
umsehen.
| Trackliste: |
1.
From Death To Life - 2. The
World´s On Fire |
Thanks to Birgitt @ Germusica
weitere Reviews über DIVINEFIRE:
DIVINEFIRE/ Hero
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Review:
Dass Meistersänger JOE LYNN TURNER ein Garant für knackige Hard Rock-Alben
ist, dürfte bei unserer werten Leserschaft wohl hinlänglich bekannt sein, aber
was der einstige RAINBOW-/ DEEP PURPLE-Sänger auf seinem neuesten Output zum
Besten gibt, das dürfte selbst die kühnsten
Erwartungen seiner Fans übertroffen haben. Auf "The Usaual Suspects"
ist der bluesbetonte Hard Rock der letzten Scheiben wieder etwas in den
Hintergrund getreten und stattdessen nähert sich JLT den AOR-Wurzeln seiner
Anfangstage. Das neue Album stellt aber keineswegs eine bloße Fortsetzung vom
genialen Solo-Debüt "Rescue Me" dar, sondern vereint vielmehr sämtliche
Schattierungen seiner bisherigen Karriere in sich. So paart sich das Flair der
1985er-Scheibe z. B. mit einer Prise von DEEP PURPLE (zur "Slaves And
Masters"-Phase), mit RAINBOW ("Jack Knife") und einem Spritzer
HTP ("Ball And Chian"). Gelegentlich wird der Zuhörer auch von Songs
überrascht, die man vielleicht eher von FOREIGNER erwarten würde, denn die
balladesk angehauchte Hammernummer "Rest Of My Life" und den
Midtempo-Groover "All Alone" hätten Lou Gramm & Mick Jones zu
ihren besten Tagen auch nicht besser hinbekommen. Als weitere Kaufargumente
sollte man den bombastischen Opener "Power Of Love", den orientalisch
angehauchten Mega-Groover "Into The Fire" und die Bilderbuch-Ballade
"Live And Love Again", die kaum noch an Gefühl, Ausdruckskraft und
Intensität zu überbieten ist, nicht außer Acht lassen. Außerdem wartet die
"The Usual Suspects" mit einer richtig packenden Produktion auf. Diese
Scheibe ist nicht nur Pflicht für die Fans der genannten Bands und des
Meisters, sondern für alle, die vom Melodic Rock-Fieber erfasst sind.
| Trackliste: | 1. Power
Of Love |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über JOE LYNN TURNER:
JOE LYNN TURNER/ Second Hand Life
SUNSTORM/ Sunstorm
(Earcatcher/ September 2006)
AKIRA KAJIYAMA + JOE LYNN TURNER/ Fire Without Flame
HUGHES TURNER PROJECT/ HTP 2
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Review:
Wenn es ein Album gibt, dass ich während der letzten Jahre immer wieder
herbeigesehnt habe, dann ist das eindeutig die dritte Scheibe meiner
Lieblings-Schweden. Vier Jahre haben SEVEN WISHES – gebeutelt durch zahlreiche
Umbesetzungen, geschäftliche und private Sorgen – ins Land ziehen lassen, um
nun endlich den heißersehnten "Utopia"-Nachfolger zu präsentieren.
Eines kann ich euch aber schon vorab verraten: Es hat sich – verdammt noch mal
– jeder einzelne Tage des Wartens gelohnt! Diesen Eindruck vermittelt bereits
das fesselnde Opener-Trio anhand des mächtigen und rifflastigen Stampfers
"Cross My Heart", der rotzig-trotzigen Hymne "Won’t See My Cry"
und der sphärisch-modernen Midtempo-Nummer "Fortuneteller". Auch der
Mitsing-Groover "Follow The Star" und das beschwingte "Goes
Around Comes Around" sind Ohrwurm-Granaten allererster Sahne. Erst mit der
einfühlsamen Ballade "Time To Say Goodbye", die dem Zuhörer ein
scheinbar endloses Gänsehaut-Feeling auf den Rücken zaubert, zeigt sich das
Quartett um Bassist Tony Westgard von der beschaulichen Seite. Zwar ziehen die
nachfolgenden Songs ganz dezent an der Euphorie-Bremse, doch das ändert nichts
daran, dass SEVEN WISHES mit "Destination: Alive" ihr bis dato bestes
Album eingespielt haben. Ein Album, das in diesen eiskalten Wintertagen wie ein
Meer an erwärmenden Sonnenstrahlen wirkt... Ja, da macht sich gleich
Cabriolet-Laune breit... Fette 8,5 Punkte J
| Trackliste: | 01. Destination: Alive 0.49 - 02.
Cross My Heart 4.11 |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
weitere Reviews über SEVEN WISHES:
SEVEN WISHES/ Utopia
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Review:
Da der letzte Alleingang ("Mo’s Barbeque") der beiden
THUNDER-Zugpferde Danny Bowes (Gesang) und Luke Morley (Gitarre) nicht gerade
berauschend ausgefallen ist, durfte man gespannt sein, ob sie mit ihrem siebten
THUNDER-Album, das bezeichnenderweise "The Magnificent Seventh!" heißt,
auch dem Titel gerecht werden würden. Als Opener haben Bowes, Morley & Co ihre
Vorab-Single "I Love You More Than Rock ’N’ Roll" gewählt. Mit
diesem von dezenten Bläserparts untermalten bodenständigen Rocker hat es die
Band sogar bis auf Platz 27 in UK Single-Charts geschafft. Nicht minder hitverdächtig
erscheinen mir der bluesgetränkte Stampfer "Gods Of Love", "Amy’s
On The Run" (erinnert stellenweise an AEROSMITH) oder "One Foot In The
Grave", das in Form einer gitarrenbetriebenen Blues-Lokomotive durch die
Gehörgänge dampft. Außerdem wird uns mit dem modern angehauchten "Fade
Into The Sun" wohl die härteste und schnellste Nummer präsentiert, die
uns je von den Briten zu Ohren gekommen ist. Aber es wird auf dem neuen
Silberling bei Leibe nicht nur mächtig abgerockt, denn auch die
Balladen-Fraktion wird mit dem sanften "I’m Dreaming" und "Together
or Apart", das gekonnt zwischen southern-angehauchter Ballade und
emotionsgeladenen Rocker hin- und herpendelt, bestens bedient. Mein absoluter
Fave ist allerdings "Monkey See, Monkey Do", das richtig schön fett
mit orchestralem Bombast a la LED ZEPPELIN ausgeschmückt ist. Fazit: Was das
starke Comeback "Shooting At The Sun" bereits angedeutet hat, wird auf
"The Magnificent Seventh!" erfreulicherweise zur Realität: THUNDER
sind mit dieser Scheibe ihren Wurzeln wieder ein gutes Stück näher gekommen.
Ich bin der Meinung, das neue Album darf fast in einem Atemzug mit "Backstreets
Symphony" und "Laughing On Judgement Day" genannt werden.
| Trackliste: | 1. I Love You More Than
Rock 'N' Roll |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über THUNDER:
THUNDER/ Robert Johnson's Tombstone
(Traditional-Tipp/ November 2006)
THUNDER/ Shooting At The Sun
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Review:
Nachdem die Kanadier mit "Dreamland" ein überraschend gutes Comeback
feiern konnten, wurde die Band um die Gründungsmitglieder Johnnie Dee (Gesang/
Gitarre) und Darry Grehan (Gitarre) im Jahre 2002 doch tatsächlich auch für
das mittlerweile legendäre GODS-Festival gebucht. Da dieses Festival seit
Jahren ton- und bildtechnisch komplett mitgeschnitten wird, war es auch nur eine
Frage der Zeit wann auch endlich diese spezielle „one-off“-Show der
kanadischen AOR-Meister konserventechnisch vermarktet wird. Auf "HMS
Live" bietet die Band einen guten Querschnitt über die ersten drei Alben
(allesamt aus den 80ern), der leider nur durch zwei Nummern aus besagter
Comeback-Scheibe bzw. dem „Candian only“-release "Lemon Tongue"
angereicht wird. Dabei fügen sich der coole Midtempo-Kracher "What I Know"
und die modern angehauchte AOR-Hymne "Touch The Sun" nahezu nahtlos in
die Klassiker der Band ein, wie u. a. der glänzende Übergang
(Streicherpassage) zwischen zuletzt genannter Nummer und "What Does It
Takes" untermauert. Aufgrund dieser Tatsache kann ich es auch nicht ganz
nachvollziehen, warum die Band gänzlich auf Material aus dem 91er Album
"Monsters Under The Bed" verzichtet hat. Aber dieser kleine Makel tut
dem Unterhaltungsfaktor der Scheibe keinen Abbruch, denn schließlich wird man
mit starken Darbietungen wie dem quirligen "All Along You Knew", das
modernes JETHRO TULL-Flair in sich transportiert, und dem fetzig-eingängigen
Stampfer "Looking Out For No. 1" oder dem fetten Groover "New
Girl Now" bestens entschädigt. Da sich auch soundtechnisch alles im
grünen Bereich bewegt, darf man bei "HMS Live" von einem durchaus
gelungenen Live-Dokument sprechen.
| Trackliste: | 1. Other Side Of Midnight - 2. What I Know - 3. Stay In The Light - 4. Burning in Love - 5. Wave Babies - 6. Touch The Sun - 7. Piano Solo - 8. What Does it Take - 9. Feel it Again - 10. All Along You Knew - 11. Lookin’ Out For No. 1 - 12. Guitar Solo - 13.. Bad Attitude - 14. New Girl Now |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über HONEYMOON SUITE:
HONEYMOON SUITE/ HMS Live (DVD)
HONEYMOON SUITE/ Dreamland
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Review:
Nachdem ich ja bereits in der Besprechung zum Album erwähnt habe, dass die „one-off“-Show
der kanadischen AOR-Meister nicht nur tontechnisch, sondern auch bildtechnisch
festgehalten wurde, will ich mich in den nächsten Zeilen der "HMS
Live"-DVD eingehender widmen. Den Eindruck, den mir bereits das Album nach
etlichen Durchläufen vermittelt hat, wird mir nun durch die hier vorliegende
DVD nochmals bestätigt. Obwohl das Penningtons in Bradford/ GB
zu dieser relativ frühen Uhrzeit schon verdammt gut besucht war, machte sich
noch nicht recht viel von der berühmten Festival-Atmosphäre bemerkbar. Also
entweder war das Publikum noch im Tiefschlaf, oder es handelte sich schlicht um
die bekannte englische Zurückhaltung. An der Performance der Band kann es
jedenfalls nicht gelegen haben, denn HONEYMOON SUITE lieferten einen äußerst
tighten und herzerfrischenden Gig ab. Erst gegen Mitte der Show und nach
mehrfach ermunternden Kommentaren von Sänger Johnnie Dee schien das Publikum
vom HMS-Fieber infiziert worden zu sein, denn ab dem mitreißenden Rocker
"All Along You Knew" und den schon bei der Album-Rezension erwähnten
Highlights wurde die Band endlich
gebührend abgefeiert. Diese DVD ist sicherlich eine willkommene Ergänzung zum
Live-Album, da sie etwas mehr Live-Atmosphäre als besagtes Tondokument in die
heimischen vier Wände zaubert.
P.S. Im Vergleich zu den beiden HARDLINE-Veröffentlichungen, die ebenfalls auf
dem GODS-Festival 2002 mitgeschnitten wurden, bin ich von der Qualität der
HMS-Aufzeichnung äußert angenehm überrascht.
| Trackliste: | 1. Other Side Of Midnight - 2. What I
Know - 3. Stay Iin The Light - 4. Burning in Love - 5. Wave Babies - 6.
Touch The Sun - 7. Piano Solo - 8. What Does it Take - 9. Feel it Again -
10. All Along You Knew - 11. Lookin’ Out For No. 1 - 12. Guitar Solo -
13.. Bad Attitude - 14. New Girl Now |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über HONEYMOON SUITE:
HONEYMOON SUITE/ HMS Live
HONEYMOON SUITE/ Dreamland
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Review:
Nachdem der US-Release von "?" bei meinem Kollegen Florian nicht
besonders gut weggekommen ist, waren meine Erwartungen an das neue Album von
ENUFF Z’ NUFF ziemlich niedrig geschraubt. Doch jetzt, wo "?" zigmal
meine Lauscher freigespült hat, muss ich selbiges Fragezeichen hinter die
Besprechung meines Kollegen setzen. Ich kann der Band, die hier in
Originalbesetzung zu Werke gegangen ist, weder Ideenmangel noch Belanglosigkeit
unterstellen. Zugegeben, gegen den Vorgänger "Welcome To Blue Island"
kann die neue Scheibe nicht ganz ansticken, aber sie hat nun wirklich mehr
Lichtblicke als den gefühlvollen Schleicher "Home Tonight" und "Help",
das gelegentlich Vergleiche mit NAZARETH zulässt, zu bieten. Da wären z. B.
der flott-abgespacte und mitreißende Rocker "Hang On For Life", das lässig-roh
groovende "Man With A Woman" oder die Ballade "How Are You",
die auf das nötigste reduziert ist. In einem Punkt muss ich meinem Kollegen
allerdings Rechtgeben: "Stone Cold Crazy" hebt sich vom gesamten Album
ab! Aber auf die Coverversion des QUEEN-Klassiker hätten Donnie Vie und Chip
Znuff locker und lässig verzichten können ;-) Am Ende bleibt ein Album stehen,
das zwar gelegentlich Schattenseiten aufweist, aber für die Fans der Band in
keiner Weise eine Enttäuschung darstellt... und daran vermag auch die
Acoustic-Version von "Fly High Michelle" (europäischer Bonus Track),
die etwas lethargisch aus den Boxen plätschert, nichts zu ändern.
| Trackliste: | Gorgeous - 2. Home Tonight - Help.... - 4. No Place Like Home - 5. Harleya - 6. Hang On For Life - 7. Man With A Woman - 8. How Are You?; - 9. Joni Woni (Likes To Ride The Pony) - 10. This Guy - 11. Stone Cold Crazy - 12. Fly High Michelle (acoustic version/ european bonus track) |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über ENUFF Z' NUFF:
ENUFF Z' NUFF/ ? (US-version)
ENUFF Z' NUFF/ Favorites
ENUFF Z' NUFF/ Welcome To Blue Island
(US-version)
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Review:
Es ist mal wieder an der Zeit, dass diese Seiten vom einem gehörigen Schuss
kompromisslosen und knüppelharten Thrash heimgesucht werden. Selbiger wird auf
dem Debüt von RECKLESS TIDE geboten und zwar im wahrsten Sinnen des Wortes,
denn auf "Repent Or Seal Your Fate" wird während der 14 Nummern
(inklusive Instrumental) ordentlich und standesgemäß geknüppelt. Trotz aller
Brutalität und Aggressivität, die in Form von rasendschnellen Riffs,
stalinorgelmäßigen Schlagzeugfeuer und tiefen Growls (Andrew Throt) auf den
geneigten Zuhörer einprasseln, zeigt sich die Band um das Ehepaar Susanne
(Gitarren, Sonwriting) und Kai Swillus (Schlagzeug) hin und wieder um songführende
Melodien bemüht. Großen Anteil an diesen eingängigeren und harmonischeren
Momenten hat vor allen Dingen der zweite Sänger Kjell Hallgreen, der
stellenweise äußerst angenehm an Hansi Kürsch (BLIND GUARDIAN) erinnert und
den perfekten Gegenpart zu Andrew Throt bildet. Gelegentlich lassen die
Hannoveraner auch einen Hauch von BLIND GUARDIANschen Bombast (Titeltrack) und
Progressivität ("Equality") geschickt in ihren stellenweise etwas
durchschaubaren Sound einfließen, der den traditionalistischen Thrash mit den
Elementen der Moderne ziemlich gekonnt in Einklang bringt. Für ein bisschen
Auflockerung in diesem kompromisslosen „Geknüpple“ sorgt die doch recht
witzig und hymnisch arrangierte "Lebende Organverpflanzung". Mein persönlicher
Favorit auf dem Erstling der Gewinner der letztjähren „Metal Battle“ auf
dem Open Air zu Wacken ist allerdings "To Die For Creativity" (samt
Intro "Intensity"), denn dieser Song birgt einen gigantischen
Spannungsbogen in sich und vereint so ziemlich alle Elemente, die den TIDEschen
Sound ausmachen. "Repent Or Seal Your Fate" dürfte eigentlich für
Fans old school-Thrashern wie EXODUS, TESTAMENT und ANNIHILATOR eine willkommene
und modern angehauchte Abwechslung sein.
| Trackliste: | 1. Desperation
|
Thanks to Britta @ ICS Germany
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Review:
Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten Alben, die von der Fachpresse mit
ziemlich guten Kritiken bedacht worden waren, konnte DAS SCHEIT nun mit ihrem
dritten Longplayer endlich den wohlverdienten Plattenvertrag an Land ziehen.
Musikalisch bewegen sich die Rüdesheimer irgendwo zwischen modernem Rock/ Metal
und Gothic/ Dark Wave. Dieser Spielart hat man – gepaart mit einer gehörigen
Portion harten bzw. schweren Gitarren und Electronic-Elementen – ein
melodisches Klanggewand verpasst, das gelegentlich sogar auf Pop-Elemente der
glorreichen 80er-Ära zurückgreift. Herausgekommen sind dabei zwölf tanzbare
Songs, von denen vor allem die Coverversion des BLACK-Hits "Coming Up
Roses" (Wahnsinn, wie viel Rock-Potenzial in dieser Nummer steckt!) für überfüllte
Tanzflächen in den einschlägigen Clubs sorgen dürfte. Des weiteren
kristallisieren sich "Much Deeper" (ROBERT MILES meets OOMPH!), das
aufgrund seiner gefühlvollen Synthies und der schwer groovenden Gitarren einen
enormen Spannungsbogen aufbaut, oder "Earth Stands Still" als heiße
Geheimtipps heraus. Letztere Nummer kommt – gebettet in einem Meer von
Computer-Effekten – sehr atmosphärisch aus den Boxen und strömt nahezu in
der Manier eines JEAN MICHAEL JARRE-Opus durch die Gehörgänge. Andere
Anspieltipps wären der abgespacte "Long Walk", in dem Sänger Clint
an Nick Holmes (PARADISE LOST) erinnert, und das gefühlvolle "Until I’ve
Been Forgotten", das meine Gedanken des öfteren in Richtung FRANK DUVAL
entschwinden lässt. Normalerweise ist diese Musikrichtung nicht unbedingt die
meinige, aber die manchmal etwas strange anmutende Mischung fesselt auch mich
auf besondere Art und Weise. Ich bin mir sicher, dass DAS SCHEIT seinen Weg
machen wird.
| Trackliste: | 1. 7 Seconds - 2. Coming Up Roses - 3. Much Deeper - 4. Splinters - 5. About U - 6. Earth Stands Still - 7. Shoot Song - 8. Catpiss - 9. Hardbody - 10. Long Walk - 11. Lonely Walk - 12. Until I've Been Forgottten |
Thanks to Stan & Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Da mir PEO PETTERSSON als Sänger vom AXIA-Debüt (1968), das ziemlich genau vor
einem Jahr über MTM Classix wiederveröffentlicht wurde, bekannt war und ich
nicht recht viel mit der Scheibe anfangen konnte, waren meine Erwartungen an
seine Solo-Scheibe nicht besonders hoch. Nun, ein paar Tage und Umläufe später
ist meine Verwunderung immer noch so groß wie beim ersten Lauschangriff. Auf
"Look What I’ve Started", das ursprünglich 1995 das Licht der Welt
erblickt, reiht sich doch tatsächlich ein Killer an den anderen – Egal ob man
sich dabei nun den stampfenden und eingängigen Opener "Could This Be
Love?", den angesleazten Southern Rocker "Day And Night"
(CINDERELLA meets ZZ TOP) oder die beschwingte Shouter-Hymne "Looking For
Love", mit der Herr PETTERSSON in Sphären eines LOU GRAMM vorstößt, zu
Gemüte führt, von den 12 Nummern ist jede ein Volltreffer. Dass das
schwedische Multitalent nicht nur volle Lotte abrocken kann, sondern auch einen
Riecher für gefühlvolle bzw. relaxte Momente hat, wird vom röhrenden Low-/
Midtempo-Track "Doesn’t Matter" und der pianodominanten Ballade
"Can’t Bring Me Down" untermauert. Begleitet wird diese Wiederveröffentlichung
von fünf bisher unveröffentlichten Bonusnummern, die zwar nicht ganz den
immens hohen musikalischen und produktionstechnischen Level des ersten Dutzend
halten können, aber den Gehörgenuss nicht grundlegend schmälern. Kurzum: Mit
dieser Neuauflage verhelfen MTM Classix einem seinerzeit übersehenen Juwel zu
neuem Glanz. Eine Pflichtscheibe für alle Fans des gepflegten Scandi-AORs!
| Trackliste: | 01.
Could This Be Love? 3.40 Unreleased bonus tracks: 13. Queen Of The Night 4.13 - 14. Calling Paradise 3.38 - 15. Still Believe 4.49 - 16. I Must Be Dreaming 5.04 - 17. Amanda (Instrumental) 4.34 |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
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Review:
Cool, MTM Classix haben sich gut ein Jahr nach dem Re-Release von "Cold
Winter Nights" nun auch dem zweiten Album von ERIKA angenommen. Wie auch
schon auf dem Debüt wird die „Female Fronted“ Rock-Fraktion, die es mit den
Grenzen zwischen Pop Rock und melodischen Hard Rock nicht so genau nimmt,
allerbestens bedient. Zwar kann "In The Arms Of Stranger" nicht ganz
gegen den fabelhaften Vorgänger anstinken, aber der heitere Midtempo-Stampfer
"Wake Me Up When The House Is On Fire" oder die Pop Rock-Hymne "Games
We Play", die an eine straight rockende SANDRA erinnert, besitzen jede
Menge Hitpotenzial. Auch der halbballadesken Titeltrack, in dem die damalige
YNGWIE MALMSTEEN-Gattin in die Sphären einer Agneta Fältskog (ABBA) vorstößt,
und das beschwingt rockende "Walk Into My Heart", das stellenweise das
Flair von BELINDA CARLISLEs "Circle In The Sand" in sich trägt,
entwickeln sich nach mehreren Durchläufen zu echten Perlen. Als weitere
Anspieltipps bieten sich das recht erdig rockende "Danger In Disguise"
(geile Saxophon-Parts) und der gefühlvolle Rausschmeißer "Fall From
Grace" an. Einzig kleiner Wehrmutstropfen ist die ziemlich knapp bemessene
Spielzeit und die Tatsache, dass dieses Album nicht mit diversen Bonustracks
aufgewertet wurde. Daher hege ich die stille Hoffnung, dass MTM Classix noch
weitere Scheiben der „Queen Of Swedish Rock“ neu auflegen wird... oder steht
gar ein Comeback an?!? Originalton ERIKA: „Oh, I don’t think so, but
you should never say never…“
| Trackliste: | 01. 6. AM 0.25 - 02.
Wake Me Up When The House Is On Fire 4.08 |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
weitere Reviews über ERIKA:
ERIKA/ Cold Winter Night (re-release)
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Review:
Earache
Records sind ein kleines englisches Labelm das seit 1988 besteht und damals
schon mit sehr spezieller Musik von sich reden machte (MORBID ANGEL, CARACASS,
ENTOMBED etc.). Seitdem hat sich an der Firmenpolitik relativ wenig geändert
und es bestimmen noch immer kleine Extreme-Acts wie zum Beispiel THE HAUNTED
oder aber jetzt in diesem Fall FRANTIC BLEEP das Erscheinungsbild. Mit „The
Sense Apperatus“ legen FRANTIC BLEEP (stammen aus Norwegen) ein hammermäßiges
Debüt-Album vor, dass sich zwischen Power Black- & Industrial-Metal
bewegt und zur keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt. Immer
wieder neue Fassetten eröffnen sich dem Hörer die einmal spannend, dann wieder
düster und verspielt wirken. Die Band besteht mittlerweile seit mehr als vier
Jahren und die restlichen Mannen um den Bandleader Patrick Scantlebury (Guitars
& Synths) sind meiner Meinung nach wirklich sehr begabte Musiker die nur so
vor Kreativität strotzen. Dieses Album ist genau richtig für all die, die
gerne extreme, aber trotzdem moderne Musik mögen.
| Trackliste: | 1. A Survey - 2. The Expulsion - 3. Sins Of Omittance - 4. But A Memory - 5. Mausolos - 6. Curtainraiser - 7. Mandaughter - 8. Nebulous Termini - 9. Cone |
Thanks to Dana @ Gordeon Music
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Review:
Obwohl ich mich mit dem derzeit angesagten „NuBreed“ nicht sonderlich
identifizieren kann, haben milesABOVE mit ihrem Debüt "Further"
(2003) einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Diese Erfahrung muss ich
auch nun mit "Move Or Be Moved" machen. Zwar kommt der Nachfolger eine
ordentliche Portion rauer ("Gimme Nothin’") und kantiger um die
Ecke, aber die stellenweise raffiniert eingewobenen Streicherparts hauchen dem
Zweitling – in arrangementtechnischer Hinsicht – ein klassisches Flair ein,
das gelegentlich an die orchestrale Phase der BEATLES ("Lights Out")
erinnert. Die Highlights der Scheibe sind in meinen Ohren der rifflastige
Midtempo-Stampfer "Little Miss Innocent", der durch seine geschickt
integrierten Country-Rhythmen und seine starken Leadgitarren besticht, und das
leicht melancholische "Close My Eyes", das seine Dramatik aus dem
Kontrast zwischen sanften Streicherparts und fetten melodischen Riffs gewinnt.
Mit dem episch angelegten "God Help Us" haben die Kanadier sogar ein
kleines Kunstwerk geschaffen – eine so gefühlvolle und emotionsgeladene
Nummer hätten auch QUEEN nicht besser hinbekommen. Fazit: milesABOVE klingen
nicht auf Teufel komm raus modern, sondern reichern ihren zeitgemäßen Sound
gekonnt mit Elementen aus 30 Jahren Rockmusik an. Modern Rock ganz ohne
Scheuklappen!
| Trackliste: | 1. Faith Unkind - 2. Little Miss Innocent - 3. Thread - 4. Close My Eyes - 5. Careful What You Wish For - 6. Faraway - 7. August Ends - 8. Lights Out - 9. Gimme Nothin' - 10. Burning Bridges - 11. Live For Today - 12. Watching the Picture Fade - 13. God Help Us |
Thanks to Birgitt @ Germusica
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Review:
Also entweder strahlt der NuMetal aus Italien einen besonderen Charme aus, oder
die Amici vom Stiefel können wirklich am besten mit den modernen Klängen
umgehen. Nur so kann ich mir erklären, dass es immer wieder gerade die Bands
aus dem Land von Pizza und Spaghetti sind, die mich für diese sonst so
ungeliebte Musik begeistern können. Im Fall der Newcomer ADDICTION CREW macht
wohl auch die ziemlich gelungene Mischung aus Rhythm ’N’ Blues, Black Music,
HipHop, Hardcore und NuMetal, die man gelegentlich mit orchestralen Arrangements
("Disconnect") in Szene setzt, den gewissen Reiz aus. Zudem muss ich
zugeben, dass das liebreizende Organ von Sängerin Marta, das irgendwo zwischen
OFRA HAZA und Heike Grebita (BACKSLASH) anzusiedeln ist und einen tollen
Widerpart zu den aggressiven Shouts, Screams und Sprechgesängen von Yuri und
Gitarrist Alex bildet, eine beruhigende Wirkung auf mich hat. Zum Antesten würde
ich den mystisch angehauchten Opener "What About" (RED HOT CHILLI
PEPPERS meets FAITH NO MORE), der mit einer gehörigen Portion Hitpotenzial
protzt, oder die in Electronic-Effekten getauchte Ballade "All" den
Vorrang geben. Wobei man allerdings den verzerrten Groover "One Way Serial",
der in der selbigen Liga wie GUANO APES "Open Your Eyes" spielt, und
dem Black Music/ HipHop-lastigen Kracher "In A We Trust" nicht ganz außen
vor lassen sollte. Dieses Album dürfte höchstwahrscheinlich verdammt gut bei
der jungen MTVIVA-Fraktion ankommen, aber auch die Rockfreaks des älteren
Jahrgangs, die auch den modernen Klängen offen gegenüberstehen, sollten auf
"Break In Life" durchaus fündig werden.
| Trackliste: | 1. What About - 2. Shall Rise - 3. Callin' - 4. All - 5. Crack File - 6. Break In - 7. Higher - 8. Disconnect - 9. One Way Serial - 10. In A We Trust - 11. Damn Speaker - 12. Dust In The RMX |
Thanks to Stan & Moritz @ Gordeon Music
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Review:
Mit JARTSE TUOMINEN stellt sich ein in Finnland geborener, aber mittlerweile
in den USA lebender Fusio-Gitarrist der Öffentlichkeit vor. Im Info, welches
die Promotion Firma der CD beigelegt hat, wird in seiner Vita auf verschiedene
Stationen seines Schaffens hingewiesen, u.a. auf Auftritte mit JOE SATRIANI,
JACKSON BROWNS und den DOOBIE BROTHERS. ...ja; und das ist es dann leider auch
schon was es von JARTSE TUOMINEN an Höhepunkten zu berichten gibt. TUOMINEN
bringt auf seiner CD diverse Stilarten zum Besten, von Funk über Rock bis hin
zum Fusion mit leichten Prog-Einlagen und verläuft sich damit im Niemandsland
der vielen Instrumental-Releases der letzten Zeit. Leider gelingt es ihm nicht
wirklich packende Elemente in sein Spiel zu transportieren, seien es eingängige
Hooks, eigenständige Licks oder gar einen individuellen Ton, das Mindeste, was
man bei Instrumentalmusik benötigt um nicht im „Elevator-Standard“ zu
verblassen. Die Produktion hat Proberaum-Charakter, d.h. der Sound ist alles
andere als brillant, aber zumindest authentisch. Auch hier, wie so oft, ein
handwerklich guter Gitarrist, aber ohne Eigenständigkeit und mit dem
Unterhaltungswert des deutschen Formatradios.
| Trackliste: | 1. Midnight Express - 2. Seven Seas - 3. Texas Roots - 4. Time of Change - 5. Out There - 6. One of Those Days - 7. Weird Timing - 8. Dreamer - 9. Love and the Perfect Game - 10. The Longest Mile |
Thanks to Tom @ PTPromotion
weitere Reviews über JARTSE TOUMINEN:
JARTSE TUOMINEN feat. Special Guest Stars/ Northern
Lights
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Nachdem ASTRAL DOORS letztes Jahr mit ihrem ersten
offiziellen Album "Of The Father And The Son" allerorts Aufmerksamkeit
erregten, war natürlich auch ich sehr gespannt auf das neue Scheibchen. – Und
tatsächlich: das neue Album "Evil is Forever" kann genau wie sein
Vorgänger auf Anhieb überzeugen und zeigt uns sofort die absoluten Stärken
dieser schwedischen Combo. Diese liegen nach wie vor in tadellosen Kompositionen
im Still ihrer großen Vorbilder zu denen ohne Zweifel BLACK SABBATH, RAINBOW
und DEEP PURPLE gehören. Als Unterschied zum vorherigen Silberling ist
allerdings äußerst positiv zu bemerken, dass die Mannen um Joachim Nordlund
einen eindeutigen Schritt in Sachen eigenen Sound gemacht haben. Zwar hat man
noch immer teilweise denn Eindruck als ob die dargebotenen Nummern von einer der
oben genannten göttlichen Bands stammt, aber dies kommt nicht mehr sooft vor
wie noch bei "Of The Father And The Son". Klare Stärke der Band sind
tonnenschwere Riffs und ein sehr charismatische Gesang, der an deutlich Tony
Martin erinnert. Als Anspieltipp im Plattenladen empfehle ich den Titeltrack,
der mit seinem sehr eingängigem und melodischen Chorus sofort ins Ohr geht.
Fans der erwähnten Vergleichsbands kommen hier mal wieder so richtig auf ihre
Kosten. Viel Spaß!
| Trackliste: | 1. Bride Of Christ - 2. Time To Rock -3. Evil Is Forever - 4. Lionheart - 5. Praise The Bones - 6. Pull The Break - 7. Fear In Their Eyes - 8. Stanlingrad - 9. From The Cradle To The Grave - 10. The Flame - 11. Path To Delirium |
Thanks to Patrycja @ Locomotive Music
weitere Reviews über ASTRAL DOORS:
ASTRAL DOORS/ Astralism
ASTRAL DOORS/ Raiders Of The Ark (EP)
ASTRAL DOORS/
Of
The Son And The Father
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Review:
Diesen Monat präsentieren wir eine recht ausgefallene Scheibe als
„Newcomer-Tipp“. Stellt euch doch mal vor, es würde sich die Möglichkeit
bieten, dass Deborah Harry (BLONDIE) zusammen mit den DOORS und SOFT CELL ein
Album zusammen einspielen könnten... das Ergebnis würde wahrscheinlich
ziemlich nahe an das Debüt der Dänen herankommen. Das Oktett um die Frontfrau
TK spielt eine erfrischende Mischung aus Edel-Punk a la BLONDIE und SOFT
CELLschem Elektro Pop ("We Are The Lakes"), die mit Elementen aus
Stoner Rock ("Get Up") und sanften Jazz ("To Enjoy Life")
raffiniert angereichert wird. Songs wie das flockig angefunkte "Is This
Love" oder die nachdenklich stimmende Ballade "This Air", die von
harmonischen Bläserparts getragen wird, und das ordentlich stampfende "Are
You With Me" bilden die Höhepunkte auf "Make More Friends". Aber
nicht nur mit besagten Nummern dürften sich LAKE PLACID mehr Freunde gemacht
haben, denn auch "My Machine", das mit seinen sinnlich swingenden
Rhythmen (SHADE lässt grüßen) förmlich zum engumschlungenen Tanz mit der
Liebsten einlädt, und der besinnliche Finisher "We All Bleed", dürfte
bei Anhängern von erfrischend experimenteller Rock/ Pop-Musik zu
Begeisterungsattacken führen. Fazit: Durch die elegante Vermengung der erwähnten
Elemente haben LAKE PLACID einen fast eigenständigen Sound kreiert, der sich
als durchaus partykompatibel erweist. In diesem Sinne: Party on!
| Trackliste: | 1. Me And My Friends - 2. Is This Love - 3. Get Up - 4. Chimes - 5. This Air - 6. Are You With Me - 7. We Are The Lakes - 8. My Machine - 9. To Enjoy Life - 10. We All Bleed |
Thanks to Dana @ Gordeon Music
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Review:
JOHN HACKETT kannte ich bisher eigentlich nur durch seine Beiträge auf den Veröffentlichungen
seines bekannteren Bruders STEVE HACKETT (Gitarre/ ex-GENESIS). Dass der
begnadete Flötist aber auch einen ganz hervorragenden Songwriter, Sänger und
Gitarristen abgibt, hat sich wohl noch nicht sonderlich herumgesprochen. Mit
seinem zweiten Solo-Streich, bei dem er natürlich auch gitarrentechnisch von
seinem Bruder tatkräftig unterstützt wird (u. a. "Late Trains",
"Headlights"), präsentiert er uns – ganz im Gegensatz zum
instrumentalen und klassikgeprägten Vorgänger "Velvet Afternoon" –
ein progressives Soft Rock-Album. Songs wie die edle Pop-Nummer "The
Halloway And The Pram", das sphärische und SANTANA-lastige "DNA"
oder die beruhigende Ballade "Winter" laden den Zuhörer auf eine
entspannende Traumreise ein, bei der man fast die Welt um sich herum vergessen könnte.
Obwohl die Mannen um JOHN HACKETT beim verzerrt rockenden und röhrenden
"Ego & Id", das spürbar von orientalischen Elementen geprägt
ist, und beim bedrohlich-hoffnungsvollen "Whispers" (beide gesungen
von Tony Patterson) etwas mehr Gas geben, passen diese ziemlich stark riffenden
Nummern verdammt gut ins Gesamtgefüge und tun dem Entspannungsfaktor von "Checking
Out Of London" keinen Abbruch. Als weitere Anspieltipps will ich euch das
reggaelastige "More" oder den beschaulichen Titeltrack, der mich
stellenweise an SIMON & GARFUNKEL erinnert, ans Ohr legen.
Ergattern könnt ihr das gutproduzierte Teil bei www.justforkicks.de.
| Trackliste: |
1.
Late
Trains
|
Thanks to Nicole @ Just For Kicks
Music
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Review:
Ich weiß es wirklich nicht: entweder waren meine Erwartungen bzw. Ansprüche an
das neue Album von SHY zu groß, oder ich befinde mich seit Tagen in einem
kontinuierlichen Stimmungstief!?! – Trotz intensivster Dauerrotation mit
"Sunset & Vine" bin ich von der Wirkung der Scheibe doch etwas
enttäuscht. Klar, am genialen Gesang von Tony Mills gibt es nach wie vor nichts
auszusetzen und manche Songs wie der hymnische Opener "High Time" oder
das recht flotte "Soul Searching" deuten an zu welchen Großtaten die
Briten im Grunde genommen fähig sind. Trotzdem vermisst man größtenteils in
letzter Konsequenz die herzerfrischend rockende „Kompromisslosigkeit“, die
den Vorgänger "Unfinished Business" zu einem Meilenstein des
britischen AORs gemacht hat. Zwar sind die dargebotenen Songs weitab vom Füllerdasein,
aber leider mangelt es der Scheibe auch an den echten und unwiederbringlichen
Killern. Fazit: "Sunset & Vine" ist zwar ein recht ordentliches,
aber relativ unspektakuläres Album, das man in dieser Form von SHY einfach
nicht erwartet hat. Ein paar gute Momente sind einfach etwas zu wenig für eine
Band vom Kaliber SHY. Schnief L!
| Trackliste: | 01.
High Time 6.28 |
Thanks to Sebastian @ MTM Music
Last
Update: Sunday, 04. September 2005
created in January 2001 © by Sonny