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MASTERPLAN/ Aeronautics
  • Band: Masterplan
  • Albumtitel: Aeronautics
  • Spielzeit: 54:07 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AFM Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 24.01.2005
  • Charteinstieg: 07.02.2005 Platz Nr. 39
  • weitere Platzierung:
    14.02.2005 Platz Nr. 92
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Nachdem die ex-Kürbisköpfe Roland Grapow und Uli Kusch mit ihrem selbstbetitelten MASTERPLAN ihren einstigen Arbeitgebern und dem Rest der Welt gezeigt haben, wo im deutschen Metal der Hammer zu hängen hat, zünden sie nun - ziemlich genau zwei Jahre später - zusammen mit Ausnahmesänger Jorn Lande die zweite Stufe ihres Masterplans. Wer gedacht hat, dass besagtes Hammerwerk nicht mehr zu toppen wäre, der wird bereits während des ersten Durchlaufs - getragen vom Opener "Chrimson Rider" - erneut zum unerwarteten Höhenflug ansetzen, denn diese Abgeh-Nummer fängt genau dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Die folgende Midtempo-Hymne "Back For My Life" wurde nicht zu unrecht bereits als Single ausgekoppelt, denn hier ist es der 5köpfigen Crew gelungen eine wunderschöne Melodie mit der nötigen Mystik und Dramatik perfekt in Einklang zu bringen. Was außerdem im Laufe der ersten Nummern auffällt, ist die Tatsache, dass der Sound von MASTERPLAN noch facettenreicher und ausgereifter geworden ist. So zeigt Bandleader und Saitenvirtuose Roland Grapow einerseits anhand von "Wounds", das eine ordentliche HELLOWEEN-Schlagseite aufweist, ganz ungeniert wo seine Wurzeln liegen. Andererseits lassen sich beim bombastischen "I'm Not Afraid" Parallelen zu den härteren Tagen von MAGNUM ziehen, was nicht zuletzt an der unglaublich herausragenden Gesangsleistung von Jorn Lande liegt. Aber ganz egal, ob man sich nun den brachial-swingenden Klängen von "Headbangers Ballroom" hingibt, oder bei der Ballade "After The War" (im Original von IRON SAVIOR) ins Schwärmen kommt, man trifft unweigerlich auf einen absoluten Killer. Des weiteren machen die eingängige Doublebass-Kampfansage "Into The Arena", der schleppende Midtempo-Groover "Dark From The Daying" und "Black In The Burn", das erneut an HELLOWEEN zu seligen "Keeper"-Zeiten erinnert, "Aeronautics" zum ersten Überflieger-Album des eben gerade begrüßten neuen Jahres. Are you ready for take off?
PS. Ich persönlich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass HELLOWEEN - gesetzt den Fall sie schaffen es dieses Jahr noch ein neues Album einzuspielen - gegen dieses Machtwerk anstinken können. Auch wenn es tatsächlich ein "Keeper Of The Seventh Key - Part 3" geben sollte ;-)

Sonny

Trackliste: 1. Crimson Rider - 2. Back For My Life - 3. Wounds - 4. I'm Not Afraid - 5. Headbanger's Ballroom - 6. After This War - 7. Into The Arena - 8. Dark From The Dying - 9. Falling Sparrow - 10. Black In The Burn

Thanks to Michael @ AMF Records


BRINGS/ Su Lang Mer Noch Am Lääve Sin
  • Band: Brings
  • Albumtitel: Su Lang Mer Noch Am Lääve Sin
  • Spielzeit: 63:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Na Klar!/ BMG
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 03.01.2005
  • Charteinstieg: 17.01.2005
  • weitere Platzierungen:
    24.01.2005 Platz Nr. 96 / 31.01.2005 Platz Nr. 88
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Mit ihrem Debüt "Zwei Zoote Minsche" waren BRINGS für mich der Mundart Rock-Newcomer des Jahres 1991 und spätestens mit ihrer dritten Scheibe "Hex ’n’ Sex" konnten die Kölner aus den übergroß anmutenden Schatten ihrer Stadtkollegen BAP herausspringen. Seit ihrem Debüt sind nun 14 Jahre vergangen, in denen nicht nur jede Menge Wasser den Rhein hinuntergelaufen ist, sondern auch eine nicht zu leugnende Weiterentwicklung statt gefunden hat. Nachdem die ersten drei Alben komplett im kölschem Dialekt eingespielt wurden, folgte mit "Glaube, Liebe, Hoffnung" das erste Album in Hochdeutsch. Nach "Knapp", die sowohl Nummern in Mundart als auch in Deutsch enthielt, verlor ich die Band irgendwie aus den Augen. Doch als ich nun vor einiger Zeit hörte, dass der rheinische Fünfer an karnevalangehauchter Rockmusik Gefallen gefunden hat, bin ich wieder neugierig geworden. Nun liegt mir mit "So Lang Mer Noch Am Lääve Sin" das 10. Studio-Album der „Jecken“ vor. Ich sehe euch schon lapidar abwinken: „Um Himmelswillen, werden uns altbekannte Trink- und Stimmungslieder nun etwa auch in kölschem Slang neuverkauft?!?“ – Keine Bange, denn nach tagelanger Dauerbeschallung bin ich ohne schlechtes Gewissen zu einer unerwarteten Schlussfolgerung gekommen: BRINGS haben es – als eine der ganz ganz wenigen Bands – geschafft, ernstzunehmende Mundart-Rockmusik mit karnevalistischem Flair zu vereinen, ohne dabei dem Kitsch zu verfallen. Während der 64minütigen Spielzeit meistern sie zu jeder Sekunde eine riskante Gratwanderung zwischen originellem Kölsch Rock und gekonnten Swing-Sound a la JAMES LAST. Wer jetzt geglaubt hat, mit dieser äußerst anspruchsvollen und unterhaltsamen Mixtur wäre schon das Ende der Fahnenstangen erreicht, der wird u. a. von der punk-frivolen Attitüde bei "Dich Verjess Ich Nie" (die ÄRZTE hätten es wohl auch nicht besser gekonnt) oder der greifbaren Trucker-Atmosphäre bei "Ich fahr..." vollends geplättet sein. Ja, sogar ein HipHop-Song wie "Spring" wird durch den immer präsenten Big Band-Sound und den genial-eingängigen Rock-Chorus zu einem erfreulich angenehmen Hörerlebnis. Auch die beiden Neueinspielungen von "Su Lang Mer Noch Am Lääve Sin" und "Kölle" sind wahre Geniestreiche. Während der Titeltrack einen Streifzug durch die europäische Musikvielfalt (bespickt mit Chanson- und Folklore-Parts verschiedenster Couleur) darstellt, erweist sich ihre Heimat-Hommage in der Neufassung als röhrender Groover. Weitere erfrischende Faschingskrapfen sind der Stampfer "Mer Trecke Op D’r Mond", das ziemlich rotzig rockende "Drieß Jet Drop" und der Blueser "Dräume Jon", der mit lässigen KURT OSTBAHN-Füllung überrascht. Wer eine unterhaltsame Stimmungsscheibe – fernab von trivialen und ausgelutschten Karneval-Klischees – sucht, wird von "Su Lang Mer Noch Am Lääve Sin" bestens bedient. In diesem Sinne: Kölle Alaaf!

Sonny

Trackliste: 1. Man müsste nochmal 20 sein - 2. Driess jet drop - 3. Spring - 4. Mer trecke op d'r Mond - 5. Dich verjess ich nie - 6. Alle Mann - 7. Loss mer singe - 8. Ich fahr - 9. Loss mer danze - 10. Koot oder lang - 11. Su lang mer noch am Lääve sin - 12. Kölle - 13. Dräume jon - 14. Stäne sinn

Thanks to Christian @ Na Klar!

weitere Reviews über BRINGS:
BRINGS/ Hay! Hay! Hay! (Mundart-Tipp/ January 2007)


STEVEN/ Jukeboxing - 10 Years Of Steven
  • Band: Steven
  • Albumtitel: Jukeboxing – 10 Years Of Steven
  • Spielzeit: 75:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: ??.01.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Es muss wohl 1983 am SMV-Tag der Knaben-Realschule Freilassing gewesen sein, als ich einen der aller ersten Auftritt von Stefan Hogger und seiner damaligen Schüler-Band SHIVA beiwohnen durfte. Seither ist verdammt viel Wasser die Saalach hinuntergeflossen, aber der Sänger ist in jenen Jahren, die von einigen Bandwechseln begleitet waren, unbeirrbar seinen musikalischen Weg gegangen. Zum Jahreswechsel hat er mit seiner aktuellen Band STEVEN das 10jährige Bestehen gefeiert. Anlässlich dieses Jubelfestes haben er und seinen Mannen
"Jukeboxing – 10 Years Of Steven" eingespielt. Da STEVEN vorwiegend als Cover-Band ihre Brötchen verdienen, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Album zu ¾ mit Cover-Nummern besetzt ist. Dieser Tatbestand soll aber keineswegs ein Indiz dafür sein, dass Stefan Hogger keinen ernstzunehmenden Songwriter abgibt. Ganz im Gegenteil, denn die atemberaubende Ballade "I Came, I Saw And I Was Falling In Love With" oder der Midtempo-Groover "My Back To You" (beide vom Album "Come As You Are"/ 1996), bei dem Stefan Hogger stellenweise an GEORGE MICHAEL erinnert, strotzen geradezu vor Hitpotenzial. Während sich zuerst genannter Song nicht zuletzt aufgrund seiner stilvoll betonten Rhythmusarbeit sofort im Ohr festsetzt, kommt letzterer richtig fett und leicht angefunkt aus den Lautsprechern. Meine Lieblingsnummer unter den STEVEN-Eigenkompositionen ist allerdings der „rohe“ und erdige Kracher "Set Me Free". Auch den Fremdkompositionen wie z. B. BON JOVIs "In These Arms", dem BEATLES-Stampfer "Come Together" oder "Lady In Black" (URIAH HEEP) wurde unverkennbar der eigene Stempel aufgedrückt. Mit dem geschmeidigen "Easy" von den COMMODORES und dem "Longsome Loser" der LITTLE RIVER BAND demonstriert die Band recht eindrucksvoll, dass sie sich auch in popigeren Gefilden pudelwohl fühlt. Ein Zuckerl der besonderen Art stellt der „hidden track“ dar, denn hier interpretiert Herr Hogger auf nahezu geniale Weise die legendäre JANIS JOPLIN-Hymne "Mercedes Benz" (... und das als Mann, Kompliment!/ Anmerk. d. Verfasser), die begleitet von stampfenden Drums nahtlos in QUEENs "We Will Rock" übergeht. Kurzum: "Jukeboxing – 10 Years Of Steven" ist ohne jeglichen Nostalgiefaktor eine wirklich runde Sache geworden und dürfte somit für jeden Cover Rock-Fan ein gefundenes Fressen sein.
PS. Trotz allem Lobes vermisse ich persönlich eine JEFF SCOTT SOTO-Nummer, denn diesen großartigen Entertainer zählt der STEVEN-Frontmann zu seinen Einflüssen... Na Stefan, wie wär’s mal mit einem Song von Mr. SOTO? ;-)

Erwerben kann man dieses Album ausschließlich auf den Konzerten von STEVEN und über www.steven-band.de

Sonny

Trackliste: 1. In These Arms (BON JOVI) - 2. Blues Brothers-Medley (BLUES BROTHERS) - 3. I Want It All (QUEEN) - 4. Lonesome Loser (LITTLE RIVER BAND) - 5. Hush (DEEP PURPLE) - 6. Easy (COMMODORES) - 7. Living On A Prayer (BON JOVI) - 8. Here I Go Again (WHITESNAKE) - 9. CCR-Medley (CCR) - 10. Come Together (BEATLES) - 11. Lady In Black (URIAH HEEP) - 12. I Came, I Saw And I Was Falling In Love With You (STEVEN) - 13. One In A Million (STEVEN) - 14. My Way Back To You (STEVEN) - 15. Set Me Free (STEVEN) - 16. The Final Countdown (EUROPE)

Thanks to Stefan @ Steven


CLOUDSCAPE/ Cloudscape
  • Band: Cloudscape
  • Albumtitel: Cloudscape
  • Spielzeit: 46:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Royal Hunt, Masterplan, (frühere) Europe
  • Veröffentlichung: 31.01.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Aus den schier unerschöpflichen Tiefen Skandinaviens kommen immer wieder großartige Metal-Bands empor. CLOUDSCAPE ist eine jener hoffnungsvollen Combos, die für sich den Melodic Metal entdeckt hat. Stilistisch sind die Schweden wohl am ehesten irgendwo zwischen ROYAL HUNT und MASTERPLAN zuhause. Außerdem klingt Sänger Miceal Andersson stellenweise wie eine Kombination aus dem MASTERPLAN-Fronter Jorn Lande und Joey Tempest (EUROPE). Dass der Fünfer aber keine billige Imitation der genannten Bands ist, sondern sein eigenes Dings durchzieht, davon zeugen ein Dutzend richtig starker Songs. Diese Nummern bestechen nicht nur durch das gute Songwriting – nein, die Herren wissen auch mit ihren instrumentalen Fähigkeiten vollends zu überzeugen. Obwohl für die Musiker zu jedem Zeitpunkt der Song im Vordergrund steht, nutzt jedes Bandmitglied geschickt den Freiraum, der ihm zugestanden wird. Die Highlights sind – neben dem dramatisch-rockenden Opener "As The Light Leads The Way" – der hypermelodische Kracher "Under Fire", der sich mit einer genialen Hookline und großartigen Gitarrensoli durch die Gehörgänge schlängelt, oder der hymnische Doublebass-Knaller "Dawn Of Fury". Des weiteren manifestieren der spacig-verspielte Kracher "Scream" und Midtempo-Stampfer "Aqua 275"  den hervorragenden Gesamteindruck des selbstbetitelten Debüt. Fazit: Keyboardteppiche – gepaart mit filigranen Gitarren, monströsen Riffs und wuchtig-wirbelnde Drums – bilden eine symphonische Spielwiese für einen klaren und ausdruckstarken Gesang. Genauso hat Melodic Metal zu klingen! Wer sich das Album nicht reinzieht ist selber Schuld!

Sonny

Trackliste: 1. As The Light Leads The Way - 2. Under Fire - 3. Aqua 275 - 4. Witching Hour - 5. In These Walls - 6. Out Of The Shadows - 7. Everyday is Up To You - 8. Dawn of Fury - 9. Slave - 10. The Presence Of Spirits - 11. Scream - 2. Losing Faith

Thanks to Birgitt @ Germusica

weitere Reviews über CLOUDSCAPE:
CLOUDSCAPE/ Crimson Skies


RADIOCRAFT/ Red
  • Band: Radiocraft
  • Albumtitel: Red
  • Spielzeit: 40:29 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: CatHasTrophy Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Headpins, Pat Benatar, Saraya, Alannah Myles
  • Veröffentlichung: ??.01.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
RADIOCRAFT ist eine noch relativ junge Band aus Romeo/ Michigan um die Sängerin/ Songwriterin Suzie Ferro und den Gitarristen/ Songwriter Kevin Breslin, die mit
"Red" bereits ihr zweites Album veröffentlichen. Musikalisch bietet der US-Fünfer Classic Hard Rock/ Melodic Rock, der aufgrund der heutigen Produktionsmöglichkeiten recht zeitgemäß rüberkommt. Stimmlich bündelt Suzie Ferro das energiegeladene Screaming von Darby Mills (HEADPINS/ "The Wheel"), die Röhre einer ALANNAH MYLES ("Cinderella") und den sinnlich tiefen Gesang a la LISA MARIE PRESLEY ("Porcelain") zu ihren ganz eigenen Stil. Während Songs wie der Titeltrack und das country-beeinflusste "Change The World" genau den Nerv der oben genannten Fan-Klientel treffen dürfte, spricht der gnadenlos stampfende Opener und das wummernde "Cinderella" die Herrschaften an, die es stellenweise auch etwas heftiger mögen. Zu meinen persönlichen Favoriten gehört die abschließende Ballade "Still Lying Water", die trotz ihrer verträumten Stimmung nicht die nötige Portion an Power vermissen lässt. Ein ausdruckstarkes Album, das es – ohne wenn und aber – verdient hätte auch hierzulande veröffentlicht zu werden.
Fans des melodischen „female fronted“ Hard Rock sollten sich die Scheibe auf keinen Fall entgehen lassen... unter www.radiocraftmusic.com werdet ihr fündig!

Sonny

Trackliste: 1. The Wheel - 2. Red - 3. Start Over - 4. Rescue Me - 5. Bakersfield - 6. You And Me - 7. Porcelain - 8. Change The World - 9. Cinderella - 10. Still Lying Water  

Thanks to Suzie @ CatHasTrophy Records


MATHILDA/ Supersex Rational
  • Band: Mathilda
  • Albumtitel: Supersexy Rational
  • Spielzeit: 51:37 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pläne Records/ BMG
  • Vergleichbare Bands: Juli meets Nena meets Hildegard Knef
  • Veröffentlichung: 31.01.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Diesmal haben wir für unseren „Off Rock & Metal Tipp“ ein extravagantes Scheibchen vorliegen. Man stelle sich vor, man würde aus der Power der neuen Deutschrock-Hoffnung JULI mit den melancholischen Elementen von NENA und dem Chanson-Flair von HILDEGARD KNEF einen Sound-Mix kreieren, dann würde wohl ziemlich genau der Stil von MATHILDA dabei herauskommen. Auf ihrem Debüt "Supersexy Rational" spielt das Septett um Schauspielerin/ Sänger Anika Mauer mal leicht angerockten ("Butterfahrt"), mal angeproggten ("Herbst") und mal ordentlich angefunkten ("Fünf Finger") Pop-Chanson, der auch gelegentlich mit ziemlich traditionell – wie im Falle von "Philosophenkongress" – aus den Klangkörpern sprudelt. Musikalischer Kopf der Berliner ist Gitarrist Florian Bald, der nicht nur für Text und Musik verantwortlich ist, sondern auch für die facettenreichen Arrangements, die sich von Rumba und Swing über Jazz und Soul bis Rock und Elektronik erstrecken. Als „hors d'oeuvres“ möchte ich euch die verträumte "Straßenbahn", das von südländischen Charme umwobene "Soviel Leben" und "Eine Karte Von Ihm", das durch seine Bar-Atomsphäre besticht, ans Ohr legen. Ein gelungenes Debüt!

Sonny

Trackliste: 01. Butterfahrt - 02. Ein Tag - 03. Philosophenkongress - 04. Frag nicht - 05. Herbst - 06. Straßenbahn - 07. Fünf Finger - 08. So viel Leben - 09. Ich Hund - 10. Audrey Hepburn - 11. Ein guter Film - 12. Ein Karte von ihm - 13. Wenn die Musik vorbei ist - 14. Indigo

Thanks to Jochen @ Pläne Records

weitere Reviews über MATHILDA:
MATHILDA/ M Wie Mord (Off Rock & Metal-Tipp/ March 2007)


RHAPSODY SWEDEN/ Strange Vibrations
  • Band: Rhapsody Sweden

  • Albumtitel: Strange Vibrations

  • Spielzeit: 52:25 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV

  • Vergleichbare Bands: Deep Purple, Rainbow, Queen

  • Veröffentlichung: 24.01.2005

  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Wow, ein feines Scheibchen haben da MTM Classix vom Staub der Vergessenheit befreit. Hard Rock aus den 70enr ist – von ein paar Ausnahmen abgesehen – nicht gerade meine bevorzugte Richtung, aber RHAPSODY SWEDEN haben es geschafft, das 70er Feuer wieder mal in mir zu entfachen. Dieser seltene Umstand ist der Tatsache zu verdanken, dass sich das Schweden-Quintett in der Nische DEEP PURPLE meets RAINBOW meets QUEEN zuhause fühlt. Zugegeben, die meisten Emporkömmlinge der damaligen Zeit wurden gerade von diesen Bands maßgebend beeinflusst, aber RHAPSODY SWEDEN besitzen nicht zuletzt aufgrund des nicht gerade alltäglichen Organs von Benny Ahlkvist so etwas wie Wiedererkennungswert. Die Highlights der ursprünglich 1977 veröffentlichten Scheibe sind der Blues-Nummer "Crazy Dance", die während ihrer 6 ½ min Spieldauer richtige Steherqualitäten ans Licht bringt, und der dramatische "Belly Dancer", der durch seine wuchtigen Drums und filigranen Gitarrensoli besticht. Da "Strange Vibrations" erstmals auf CD veröffentlicht wird, hat die remasterte Version aus dem Hause MTM Classix natürlich zwei Bonus-Tracks im Gepäck. Von den beiden zusätzlichen Nummern, die eigens für diese Wiederveröffentlichung eingespielt wurden, erweist sich besonders der hymnische Mitsing-Rocker "It’s Gotta Be Tonight" als echter Knüller. Leider hinterlässt der Sound – trotz Nachbearbeitung – einen leicht faden Beigeschmack, aber das tut dem Nostalgie-Faktor des Albums keinen Abbruch. Übrigens: Die Band scheint bei den Aufnahmen für die Bonus-Tracks wieder richtig Blut geleckt zu haben, denn nun wollen sie doch tatsächlich noch ein komplett neues Album nachschieben... Man darf also gespannt sein!

Sonny

Trackliste: 01. I've Done All I Can (4.05) - 02. Been So Long (4.02) - 03. Crazy Dance (6.33) - 04. Belly Dancer (6.35) - 05. Strange Vibrations (4.38) - 06. The Creepers (8.20) - 07. Take To The Highway (9.40)
new & unreleased bonus tracks:
08. It’s Gotta Be Tonight (3.43) - 09. Sweet Rock 'N' Roll (4.18)

Thanks to Sebastian @ MTM Music


SPOCK'S BEARD/ Octane
  • Band: Spock’s Beard
  • Albumtitel: Octane
  • Spielzeit: 55:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Trans Sibirian Orchestra, Dream Theather
  • Veröffentlichung: 31.01.2005
  • Charteinstieg: 14.02.2005 Platz Nr. 81
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
SPOCK’S BEARD melden sich diese Tage mit einem eindrucksvollem neuen Album zurück; das sich "Octane" nennt und das seinen Vorgänger "Feel Euphoria" (2003) in nichts nachsteht: Es ist wie man es von SPOCK’S BEARD nicht anders gewöhnt ist : „die Entwicklung bleibt niemals stehen und der Ideenreichtum scheint hier niemals zu versiegen!“ Die Mannen um Nick D’Virgillio (Gesang , Schlagzeug) legen sich mit ihrem neuen Scheibchen die Messlatte selbst wieder ein Stückchen höher, denn so perfekt wie auf "Octane" klangen SPOCK’S BEARD noch nie. Noch mehr tänzelnde Keyboardmelodien, noch mehr vertrackte Rhythmen und Beatwechsel und noch anspruchsvollere Gitarrenarbeit. Hier sind wahrlich Meister ihres Fachs unter sich! Bei aller Liebe zu ihren Instrumenten wird aber niemals der Song als Ganzes vergessen und das Songwriting kommt bei keinem Lied zu kurz. Am besten gefällt mir "NWC" (Instrumental), das sich als vertracktes Riff-Gewitter mit viel platz für Soloparts präsentiert, und der Opener "The Ballet Of The Impact", der sich langsam von einem akustischen Gitarren-Intro immer mehr steigert und am Schluss in das sehr rockige "I Wouldn’t Let It Go" übergeht. BEARD-Fanherzen werden bei "Octane" auf keinen Fall leiden müssen, denn sie sind zurück und dies besser und überzeugender als jemals zuvor. Ein MUSS für jeden Prog Rock-Fan.

Christian

Trackliste: 01. The Ballet Of The Impact 02. I Wouldn't Let It Go 03. Surfing Down The Avalanche  - 04. She Is Everything  - 05. Climbing Up That Hill  - 06. Letting Go  - 07. Of The Beauty Of It All  - 08. NWC  - 09. There Was A Time  - 10. The Planet's Hum  - 11. Watching The Tide  - 12. As Long As We Ride 

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über SPOCK'S BEARD:
SPOCK'S BEARD/ Spock's Beard
SPOCK'S BEARD/ Gluttons For Punishment - Live In '05


MPG/ Martie Peters Group
  • Band: MPG
  • Albumtitel: Martie Peters Group
  • Spielzeit: 48:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb:  MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: White Lion, Mike Tramp, Lenny Wolf, Frontline
  • Veröffentlichung: 31.01.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Also, wenn ich es besser wüsste, würde ich der vorliegenden Scheibe ungesehen den Stempel WHITE LION verpassen, denn MPG rocken im Laufe der 11 Songs in bester Manier von Mike Tramp & Co. Hinter diesen Initialen steht das Soloprojekt von ex-PUSH-Sänger Martie Peters, der stimmlich an die besten Tage des bereits erwähnten Dänen erinnert und in den melancholischen Momenten annähernd an Lenny Wolf herankommt. Während sich der markante Einfluss des KINGDOME COME-Mainmans besonders in der sehr emotionalen Ballade "Takes Some Time" breit macht, hätte der melodische Midtempo-Groover "Heart Is An Empty Space" auch dem letzten MIKE TRAMP-Album gut zu Gesicht gestanden. Das Highlight ist für mich vor allem das geniale Opener-Duo mit dem Kracher "The Best Inside", der mit seichten Doublebass-Passagen durchsetzt ist, und "Riot On The 5th Floor", das mit einer gnadenlosen Hookline gesegnet ist und sich als wahres Riffgewitter erweist. Außerdem verbreiten das leicht angepunkte "Take Me Over The Edge" und der hymnische Groover "Number 1", der durchaus auch aus der Feder von FRONTLINE hätte stammen können, verdammt gute Laune. Abgerundet wird das Album durch die schmissige Coverversion von "Dixie Toot", mit dem schon ROD STEWART und RON WOOD 1974 einen Hit landen konnten. Soundfetischisten mag vielleicht die Produktion an manchen Ecken etwas zu kantig und roh sein, aber ich meine, diese „Rohheit“ ist hauptausschlaggebend für den melodisch-rotzigen Charme von "Matrie Peters Group". Kurzum: Besser hätte sich ein neues WHITE LION-Album sicherlich auch nicht angehört! MPG rockt ohne Ende.

Sonny

Trackliste: 01. The Beast Inside 3:58 - 02. Riot On The 5th Floor 4:36 - 03. Only Dreaming 4:09 - 04. Number 1 4:55 - 05. Takes Some Time 4:58 - 06. Heart Is An Empty Space 3:35 - 07. A World Without You 4:42 - 08. Take Me Over The Edge 4:33 - 09. Bird On The Wire 3:31 - 10. Hard To Choose 4:52 - 11. Dixie Toot 5:10

Thanks to Sebastian @ MTM Music


ULLI SIMON & LA KAMANCHACA feat. PATRICIO MANNS/ A Todo Trapo (Off Rock & Metal Review)

Review:
Da ich mich mittlerweile nicht nur für anspruchsvolle Weltmusik, sondern auch für eingängigen und seichten Jazz begeistern kann, gibt es in diesem Monat einen zweiten „Off Rock & Metal“-Review, denn ULLI SIMON & LA KAMANCHAC bringen beide Komponenten in nahezu unvergleichlicher Weise auf einen Nenner. Auslöser für das vorliegenden Album waren der 30. Todestag von Victor Jara, dem wichtigsten Vertreter des lateinamerikanischen Protestliedes, und der 100. Geburtstag des chilenischen Dichters und Nobelpreisträgers (1971) Pablo Neruda. Diese Ereignisse bewegten den chilenischen Liedermacher Ulli Simon, der bereits seit 1973 in Deutschland lebt, und den Komponisten Ramón Gorigoitia zu "A Todo Tropa", das eine Hommage an beiden herausragenden chilenischen Künstler darstellen soll. Mit diesen Zeilen soll, aber nicht der Eindruck erweckt werden, dass ULLI SIMON & LA KAMANCHAC stur auf den Pfaden der chilenischen Folklore wandern. – Nein, sie haben die traditionelle lateinamerikanische Musik auf angenehme Weise mit Klassik, Jazz und den Dichtungen von Pablo Neruda und Victor Jara, die durch eigene Texte ergänzt werden, geschickt verwoben und somit eine moderne Form der „Musica Popular Latinoamericana“ kreiert. Die prickelndsten Momente einer sehr anspruchsvollen und unterhaltsamen CD sind meines Erachtens das flotte und abwechslungsreiche "A Cuba", das förmlich zum Kreisen der Hüften auffordert, und das von Patrico Mann gesungene  "Medianoche" und "Angelita Huenumán". Letztere Nummer kann man sogar getrost als Paradebeispiel für den Begriff Weltmusik aufführen, denn sie vereint nicht nur die bereits erwähnten Elemente, sondern bereichert die ohnehin schon facettenreiche Spielart von ULLI SIMON & LA KAMANCHAC noch mit indianischem und indischem Flair. Wie steht’s doch ach so treffend in der Produkt-Info: "A Todo Tropa" entführt den Zuhörer in eine cosmopolite Welt, in der farbenreiche Harmonien neben rhythmischer Energie und instrumenteller Vielfältigkeit eine Einheit bilden... That’s It!

Sonny

Trackliste: 01. Amo Valparaiso [6:31] - 02. Manifiesto [4:44] - 03. Sangre de Toro [4:21] - 04. A Cuba [7:09] - 05. Medianoche [4:08] - 06. Angelita Huenuman [7:17] - 07. Plaza De Casablanca [5:27] - 08. Te Recuerdo Amanda [4:30] - 09. Araucania Rosa Mojada [3:34] - 10. Llego Volando [3:03] - 11. En El Rio Mapocho [5:13] - 12. Futuro [4:15] 

Thanks to Jochen @ Pläne Records


KOMA/ Sinónimo De Ofender
  • Band: Koma

  • Albumtitel: Sinónimo De Ofender

  • Spielzeit: 54:06 min

  • Plattenfirma: Locomotive Records/ Al!ve  

  • Vergleichbare Bands: Heroes de Silencio, Moonspell

  • Veröffentlichung: 31.01.2005

  • Wertung: 6/ 10

Review:
KOMA gibt es schon seit 10 Jahren. In dieser Zeitspanne haben sie 4 Studioalben und eine Live-Doppel-CD veröffentlicht und nun liegt uns mit "Sinonimo De Ofender" ihr 5ter Streich vor. Etwas erinnern mich die die Jungs (Birgi, Juan, Carlos, Rafa & Natxo) an BÖHSE ONKELZ, nur mit spanischem Gesang und mit etwas härteren Gitarren. Thematisch befasst die Band sich fast ausschließlich mit Themen aus Politik und dem sozialem Umfeld, die sie zuerst mit ihrem schwarzen Humor in den Schmutz ziehen, um sie anschließend mit ihrer Aggression den Erdboden gleich zu machen. Die Instrumentalisierung ist eine starke Mischung aus BÖHSE ONKELZ, CRO MAGS und etwas Punk der Marke DEAD KENNEDYS. Da ich ausschließlich auf englischsprachigen Heavy Metal stehe, hat es KOMA bei mir nicht wirklich leicht, aber ich bemühe mich sehr denn Gesang zu ignorieren, um mich besser auf das restliche Umfeld konzentrieren. Und das ist keinesfalls von schlechten Eltern: die Gitarren donnern teils im Highspeed-Tempo aus den Boxen – dann wieder zäh und sehr langsam, aber dafür extrem hart. Letztendlich ist die Scheibe dann aber für meinen Geschmack doch etwas zu Gewöhnung bedürftig. Ihr könnt euch aber trotzdem die CD ruhigen Gewissens bei eurem Dealer reinpfeifen, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich ja vortrefflich streiten und wie ich ja oben schon erwähnt habe: bin ich sehr dem Englisch verfallen!

Christian

Trackliste: 1. Protestantes - 2. Imaginatelos Cagando - 3. Pensamientos F´nebres - 4. Trabajo Manual - 5. El Muro De Berlin - 6. Porculizaciones Anónimas - 7. Ven Que No Te Va A Doler - 8. De Revés - 9. El Alambique - 10. La Chuleria - 11. Santo - 12. Baga, Biga, Higa - 13. Buenos Rollos

Thanks to Patrycja @ Locomotive Music


CANDYE KANE/ White Trash Girl
  • Band: Candye Kane
  • Albumtitel: White Trash Girl
  • Spielzeit: 42:28 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ruf Records
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 31.01.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Eine ordentliche Portion Blues gefällig, die voll aus dem Leben gegriffen und richtig erdig ist? Dann seid ihr bei CANDYE KANE mit Sicherheit bestens aufgehoben. Auf ihrem mittlerweile siebten Album bietet die nicht nur stimmvoluminöse Künstlerin neben zehn eigenen Songs auch vier Coverversionen. Trotz des etwas trivial anmutenden Titels ist "White Trash Girl" weder Blues für Arme, noch auf irgendeine Weise Müll. - Ganz im Gegenteil, denn im Lauf der gut 40 min reiht sich ein Highlight an das nächste und dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob die gebürtige Kalifornierin nun im schmissigen Soul ("What A Day For A Daydream"), im lässig-schleichenden Jazz-Sound ("Misunderstood") oder umgarnt von zarten Funk-Flair ("Queen Of The Wrecking Ball") zuwerke geht. Als schlichtweg genial möchte ich allerdings den fetzigen Opener und Titeltrack, der stilistisch gut in die JOHN LEE HOOKER-Ecke passt, und die swingende Big Band-Hymne "Big Fat Mamas Are Back In Style" sowie den "Masturbation Blues", der raffiniert in typischen Chuck Berry-Sound getaucht ist, bezeichnen. Weitere schwergewichtige Überzeugungsargumente wären die Interpretation der Leiber/ Stoller-Nummer "I Wanna Do More", die „Miss Rhythm“ RUTH BROWN schon zu Hitehren führte, oder die röhrende "Estrogen Bomb" und das gospellastige Finale "Let There Be Peace On Earth". Fazit: Wenn es im Blues einen weiblichen Entertainer gibt, der es mit der Männergarde locker aufnehmen kann, dann dürfte es nur einen Namen geben: CANDYE KANE!!!

Sonny

Trackliste: 01. White Trash Girl - 02. Estrogen Bomb - 03. What Happened To The Girl - 04. What A Day For A Daydream - 05. Big Fat Mamas Are Back In Style - 06. Queen Of The Wrecking Ball - 07. Misunderstood - 08. I Wanna Do More - 09. It Must Be Love - 10. Work What You Got - 11. I Could Fall For You - 12. Mistress Carmen - 13. Masturbation Blues - 14. Let There Be Peace On Earth

Thanks to Katrin @ Ruf Records


UNCHAINED/ Unchained
  • Band: Unchained
  • Albumtitel: Unchained
  • Spielzeit: 47:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Sound Riot Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Sonata Arctica, Gamma Ray, Pink Cream 69
  • Veröffentlichung: 28.01.2005
  • Wertung: 5/ 10

Review:
Da Melodic Metal nicht unbedingt zu meinen Steckenpferden gehört, wollen wir es mal kurz und schmerzlos hinter uns bringen. Zwar haben diese Musiker technisch einiges drauf und besitzen auch durchaus abwechslungsreiche und gute Ideen, aber irgendwie will bei mir der Funke nicht so ganz überspringen. Dieser Umstand liegt in erster Linie daran, dass sich die gesamte CD auf Dauer doch etwas einfältig präsentiert und sich der Gesang immer gleich gestaltet und weder besondere Höhen noch Tiefen besitzt. Am anspruchsvollsten ist "Theater Of Fear", das sich deutlich von den restlichen 8 Songs abzeichnet und mit seiner verspielten Melodieführung  angenehmes wohl fühl Ambiente versprüht. Aber ansonsten läuft das gesamte Geschehen eher ohne großes Aufsehen zu erregen so vor sich hin und eignet sich allenfalls für zur Untermalung einer anstrengenden Autofahrt.

Christian

Trackliste: 01. My Guide - 02. Theater Of Fear - 03. I Dream - 04. Ghost Of The Alchemic Hall - 05. The Analyst - 06. Like The Candle - 07. Ordinary Sinner - 08. The Great Witch Hunt - 09. Seventh Sin

Thanks to Luis & Gilson @ Sound Riot Records

weitere Reviews über UNCHAINED:
UNCHAINED/ My Guide (CD-Single)


DEMEAN/ Today We Rise
  • Band: Demean
  • Albumtitel: Today We Rise
  • Spielzeit: 45:00 min
  • Plattenfirma/Vertrieb: Hawino Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Carcass, Confessor, Behritd, Napalm Death
  • Veröffentlichung: 27.01.2005
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Das ist genau die Musik, die ich so sehr liebe! Laut, brutal, kompromisslos, blutrünstig und furchteinflößend wie man sie in der heutigen Zeit nicht allzu oft  geboten bekommt. DEMEAN spielen Grindcore im Stile alter Größen dieser  Szene... wobei der Tödliche Gesang sehr an Barny von NAPALM DEATH erinnert. Auch das restliche Orchester lässt keinerlei Wünsche offen, sodass es auch dem eingefleischten Extrem-Metaller spätestens nach dem dritten Song die Freudentränen in die Augen treibt. Gnadenlose Highspeed-Riffs  reihen sich hier aneinander als ob es nichts Leichteres geben würde und untermalt wird das ganze Gemetzel mit beinhartem Doublebass-Geballere der Güteklasse Stalinorgel. 14 tadellose Grindcore-Tracks befinden sich auf "Today we Rise"  wobei mir "Death Before Dishonor" am besten gefällt, da der ganze Song eigentlich ein nur viel zu schnell gespielter Blues ist . Genau das Richtige für die Art von Metaller, die der Meinung sind, dass NAPALM DEATH auch nicht mehr das sind, was sie mal waren! ... oder auch für diejenigen, die beim Aufstehen in aller Frühe schon gerne eins auf die Fresse bekommen (zu denen ich mich auch selber zähle) Na dann: guten Morgen!

Christian

Trackliste: 01. Shofar (Intro) - 02. Sacrifice Yourself - 03. Against All Odds - 04. Stop The Machine - 05. Today We Rise - 06. Awakening Of The Beast - 07. June 5, 1989 - 08. Pain - 09. Death Before Dishonor - 10. When The Hatchet Drops - 11. Fight With All Your Heart - 12. Hear Our Prayers - 13. Can You Save Us (Interlude) - 14. Salvage The Remains

Thanks to Dana @ Gordeon Music


HEARTCRY/ Lightmaker
  • Band: Heartcry
  • Albumtitel: Lightmaker
  • Spielzeit: 49:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Rivel Records/ Megarock Sweden
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 26.01.2005
  • Wertung: 6/ 10

Review:
"Lightmaker", das mittlerweile vierte Album von HEARTCRY, gehört zu dieser Sorte von Veröffentlichungen, bei denen ich mich nach jedem Durchlauf grundsätzlich in Widersprüche verstricke. Einmal sind es die melodischen Momente wie die Hymne "Burn Out" oder "End Of Times", die mich stellenweise zu überzeugen wissen, ein anderes Mal sind es wieder die aggressiv-speedigen Nummern wie "Runaway Train" oder der Titeltrack. Allerdings erscheint mir gerade "Lightmaker" ein Paradebeispiel für die stilistische Unentschlossenheit von HEARTCRY zu sein, denn hier versucht die Band um Anders Johansson (Vocals/ Gitarre) die verschiedensten musikalischen Stimmungen des Albums in einer Nummer einzufangen. Fazit: "Lightmaker" ist ein stark stimmungsschwankendes Album, denn zu guter Letzt wird der Zuhörer mit schweren Groovern wie "Justice" und "Alone", die beide von röhrenden Hammonds untermalt sind, in düster rockende Gefilde begleitet. Also, wer sich einem musikalischen Wechselbad der Gefühle hingeben möchte, ist bei HEARTCRY an der richtigen Adresse...

Sonny

Trackliste: 1. Alone -  2. Battleground - 3. Burn Out - 4. Child - 5. Dark Side - 6. End Of Times - 7. Get Ready - 8. Justice - 9. Lightmaker - 10. Runaway Train

Thanks to Birgitt @ Germusica


GREENHOUZE/ Greenhouze
  • Band: Greenhouze
  • Albumtitel: Greenhouze
  • Spielzeit: 51:10 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 24.01.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Anhand einer AOR-Scheibe, die sich nicht so einfach im gegenwärtigen Feld des Hard Rocks eingrenzen lässt, präsentieren uns GREENHOUZE ihren Erstling. Bei dieser Band handelt es sich aber keinesfalls um Greenhorns, denn Bandgründer/ Multi-Instrumentalist Lars Levin (Gitarren, Bass, Keyboards) und Sänger Solli sind keine Unbekannten mehr. Während sich der eine bereits als Produzent und Session-Musiker einen Namen machen konnte, dürfte der andere einigen Besuchern als Sänger von SONS OF ANGELS, PSYCHO MOTEL oder 21 GUNS bekannt sein. Der sehr melodische, eingängige und gefühlvolle Sound der Norweger lässt sich wohl am besten als Melodic Hard Rock umschreiben, der seine enorme Ausstrahlungskraft aus den wohlklingenden New Age- und prickelnden Symphonic/ Progressive Rock-Elementen tankt. Alle 12 Nummern, egal ob sie nun rockig-folkiger (Instrumental "Snow On The Roof") oder balladesker ("Remember") Natur sind, sprudeln dermaßen relaxt aus den Boxen, dass jeder Durchlauf ein akustisches Erholungsbad darstellt. Oder besser gesagt: Lars Levins hochemotionales Gitarrenspiel scheint den ausdrucksstarken und einfühlsamen Gesang von Solli förmlich auf einer unbändigen Woge zu tragen. Die Highlights dieser Scheibe sind ohne Zweifel die gefühlvolle Ballade "Tall Grasses" und die AOR-Hymne "Train Song", der sich mit einer genialen Chorus- und Hookline ins Langzeitgedächtnis einbettet. Obwohl an vereinzelten Stellen Anleihen von U2 ("Insanity"), DIRE STRAITS ("Rain"), PINK FLOYD meets THE CARS ("Everything") oder BRUCE SPRINGSTEEN ("Highway To The Sun") auszumachen sind, kann man den Stil von GREENHOUZE ohne schlechtes Gewissen getrost als eigenständig bezeichnen. Eine wunderschöne Scheibe, die einen Hauch von Frühlingserwachen in die winterlich-wohligen vier Wände zaubert.

Sonny

Trackliste: 01. The Point 4:10 - 02. Waterline 3:02 - 03. Here In The Air 3:54 - 04. Remember 3:51 - 05. Train Song 5:26 - 06. Insanity 5:02 - 07. Tall Grasses 4:30 - 08. Clouds (instrumental) 1:46 - 09. Rain 4:51 - 10. Snow On The Roof (instrumental) 4:27 - 11. Everything 5:09 - 12. Highway In The Sun 4:56

Thanks to Sebastian @ MTM Music


LAST AUTUMN'S DREAM/ II

Review:
Irgendwie konnte ich vor einem Jahr die Lobeshymnen für das Debüt von LAST AUTUMN’S DREAM nicht ganz nachvollziehen. Abgesehen von dem ein oder anderen guten Song, brodelte der Rest doch etwas belanglos auf Sparflamme vor sich hin. Selbiges kann man – trotz des Weggangs der drei EUROPE-Recken (Ian Haugland/ Drums, Mic Michaeli/ Keyboard und John Leven/ Bass) – vom hier vorliegenden Nachfolger aber nicht behaupten. Obwohl sich Sänger Mikael Erlandsson und Gitarrist Andy Malecek (ex-FAIR WARNING) wegen des EUROPE-Comebacks um eine neue Mannschaft bemühen mussten, vermittelt das Material auf "II" fast zu jedem Zeitpunkt – egal ob man sich nun gerade den modern angehauchten Stampfer "Lost In You", in dem Herr Erlandsson gelegentlich an Michael Voss (CASANOVA/ ex-DEMON DRIVE) erinnert, oder die gefühlvolle Ballade "(Always Be) You And I" einfährt – dass hier eine eingeschworene Mannschaft zugange ist. Raffiniert werden rotzig SMOKIE-Parts mit QUEENschen Arrangments ("This Gotta Be Love") verschmolzen oder man spielt gekonnt mit progressiven BEATLES-Harmonien ("Helpless"). Gekrönt wird das fesselnde und abwechslungsreiche Album allerdings mit den beiden Mitsing-Hymen "Up In Paradise" und "Over And Out", die ohne Zweifel ein Fall fürs Melodic Rock-Lehrbuch sind. "II" ist Melodic Rock, der im Gegensatz zum Vorgänger verdammt viel Druck auf dem Kessel hat. Ausdruckstarker Gesang, harmonisch-filigrane – stellenweise leicht rotzige – Gitarren, teilweise progressive Keyboards und eine pulsierende Rhythmus-Fraktion (TALISMAN-Duo Marcel Jakob/ Bass und Jamie Borger/ Drums) machen diese Scheibe zu einer sehr unterhaltsamen Geschichte. Man kann nur hoffen, dass die Band in dieser Besetzung noch einige Alben folgen lässt!

Sonny

Trackliste: 1. Brand New Life - 2. Lost In You - 3. Heat Of Emotion - 4. So Much Love In The World - 5. Helpless - 6. This Gotta Be Love - 7. Up In Paradise - 8. Over And Out - 9. (Always Be) You And I - 10. Running - 11. Round And Round - 12. Keep Falling - 13. A Place To Hide In Town

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über LAST AUTUMN'S DREAM:
LAST AUTUMN'S DREAM/ Saturn Skyline (Surprise Of The Month/ February 2007)
LAST AUTUMN'S DREAM/ Winter In Paradise
LAST AUTUMN'S DREAM/
Last Autumn's Dream


ALOGIA/ Secret Spheres Of Art
  • Band: Alogia

  • Albumtitel: Secret Spheres Of Art

  • Spielzeit: 43:54 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Records/ Al!ve

  • Vergleichbare Bands: Iced Earth, Dream Theater & Static-X

  • Veröffentlichung: 24.01.2005

  • Wertung: 8/ 10

Review:
Die aus Serbien stammenden ALOGIA knallen uns eine sehr abwechslungsreiche Kombination aus 70er Hard Rock, 80er Heavy Metal und 90er Jahre Progressiv Power Metal vor den Latz. Geile schnelle Gitarrenläufe duellieren sich mit einer sehr harten und präzisen Rhythmus-Abteilung und eine sehr helle klare Stimme passt sich vortrefflich in das restliche Geschehen ein. In ihrer Musik verarbeiten sie hörbar klassische, orientalische und schottische Elemente, die immer wieder ab und an um die Ecke lugen. Die Gitarrenarbeit erinnert mich sehr an präzise Spielweise eines Jon Schaffers (ICED EARTH), von der ich annahm, sie wäre nahezu einmal. Bester Song auf "Secret Spheres Of Art" ist meiner Meinung nach "Journey Into The Damn Of Life", das einem mit seiner tiefschwarzen Atmosphäre eine ordentliche Gänsehaut auf den Rücken zaubert. Fazit: Ein Muss für jeden Liebhaber der etwas härteren Gangart. Hier wird keiner enttäuscht  - egal ob er nun METALLICA-, ICED EARTH-, MEGADETH- oder DREAM THEATER-Fan ist.

Christian

Trackliste: 1. Secret Spheres - 2. Journey Into The Dawn Of Life - 3. Politics Of War - 4. Legend Of A Stolen Heart - 5. Falling Asleep - 6. Kontinuum - 7. Mystica Aegyptorium - 8. Amon - 9. Beyond The Time - 10. Lament - 11. Astral Horizons - 12. As The Time Passes By - 13. Overture Solemnis - 14. Samson

Thanks to Patrycja @ Locomotive Music


GLENN HUGHES/ Soul Mover
  • Band: Glenn Hughes
  • Albumtitel: Soul Mover
  • Spielzeit: 61:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: na wo gibt's denn so was?
  • Veröffentlichung: 24.01.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nach dem intimen und atmosphärischen Live-Doppelalbum "Soulfully Live In The City Of Angels" schiebt "The Voice Of Rock" nun mit "Soul Mover" sein nächstes Studio-Album nach. Im Vergleich zum Vorgänger "Songs In The Key Of Rock", das überraschend rockig und erdig ausgefallen ist, geht GLENN HUGHES auf dem aktuellen Output wieder vermehrt seiner Vorliebe für Funk, Soul und Blues nach. Zwar benötigt der Großteil der 12 Nummern einige Rotationen bevor sie richtig zünden, aber dafür entpuppen sich vor allem "Let It Go", das während seiner 7minütigen Spieldauer mit einem Hauch von Doom umgeben ist, und "Isolation", das zwischen verspieltem SANTANA-lastigen Schleicher und typischen HUGHES-Groover hin- und herpendelt, als wahre Ohrenweide. Als weitere Kaufanreize erweisen sich der sphärisch-bizarre Groover "Miss Little Insane, der gefühlsbetonte Blueser "Last Mistake" und der abschließende Kracher "Don't Let Me Bleed", der mit reichlich Gänsehautparts bespickt ist. Ich persönlich kann zwar mit dem eingangs erwähnten Live-Doppeldecker bzw. dem Vorgänger mehr anfangen, aber DEEP PURPLE-Fans, die sich mit der funkigen Phase Mitte der 70er identifizieren, werden von "Soul Mover" vollauf begeistert sein.

Sonny

Trackliste: 1. Soul Mover - 2. She Moves Ghostly - 3. High Road - 4. Orion  - 5. Change Yourself - 6. Let It Go - 7. Dark Star - 8. Land of the Livin' (Wonderland) - 9. Isolation - 10. Miss Little Insane - 11. Last Mistake  - 12. Don't Let Me Bleed - 13. Soul Mover (video)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über GLENN HUGHES:
GLENN HUGHES/ Music For The Divine
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Soulfully Live In The City Of Angels
HUGHES TURNER PROJECT/ HTP 2
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Songs In The Key Of Rock


VOYAGER/ Element V
  • Band: Voyager
  • Albumtitel: Element 4
  • Spielzeit: 57:06 min 
  • Plattenfirma/ Vertrieb: DVS Records/ CM Distro
  • Vergleichbare Bands: Rhapsody, frühe Helloween, HIM
  • Veröffentlichung: 24.01.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review: 
VOYAGER sind eine von vielen sehr begnadeten Nachwuchsbands aus Australien, die jetzt nach und nach zu uns herüberkommen. Vor einigen Jahren begann dieser musikalische Boom in Down-Under mit VANISHING POINT und diese Linie wird jetzt konsequent fortgesetzt. "Element 4" ist ein abwechslungsreiches Debüt-Album geworden, das bei vielen älteren Metal-Fans das späte 80er Jahre Feeling wieder reanimieren dürfte, denn teilweise erinnern VOYAGER derart an HELLOWEEN, dass man losheulen möchte (...das waren damals schon schöne Zeiten, schluchz!) 14 wunderschöne Retro-Songs mit moderner Schlagseite – teilweise mit orientalischen Melodien verfeinert - die dann sehr in Richtung RHAPSODY gehen. Um sich im Plattenladen einen Eindruck verschaffen zu können solltet ihr euch denn Opener "Sic Transit Gloria Mundi" anhören, der das gesamte Können der Band am besten repräsentiert, oder Song Nr.8 "Miseria", der vom Gesang und der gesamten  Stimmung sehr an HIM erinnert! Im Ganzen ist "Element 4" eine durchwegs gute Scheibe, die es mit seinem internationalem  Format mit anderen Retro-Bands ohne Probleme aufnehmen kann.

Christian

Trackliste: 1. Sic Transit Gloria Mundi - 2. To The Morning Light - 3. Cosmic Armageddon, Part I - 4. Towards Uncertainty - 5. The Eleventh Meridian - 6. This Bitter Land - 7. The Ancient Labyrinth - 8. Miseria - 9. Monument - 10. The V Element - 11. Cosmic Armageddon, Part II - 12. Kingdoms Of Control - 13. Time For Change - 14. Echoes Of Old Terra

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


TOMMY FUNDERBURK/ Anything For You
  • Band: Tommy Funderburk

  • Albumtitel: Anything For You

  • Spielzeit: 43:40 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood

  • Vergleichbare Bands: Toto, King Of Hearts, Richard Marx, Queen

  • Veröffentlichung: 24.01.2005

  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
TOMMY FUNDERBURK machte sich zu Beginn/ Mitte der 90er vor allem als Backgroundsänger (u. a. WHITESNAKE, RICHARD MARX, RICK SPRINGFIELD) bzw. als Leadsänger bei BOSTON ("Walk On") oder KING OF HEARTS einen Namen. Nachdem es in den letzten Jahren etwas ruhiger um ihn geworden war, kommt er nun mit seinem ersten Solostreich über den großen Teich. Musikalisch bewegt er sich – wie sollte es auch anders sein – zwischen klassischem Melodic Rock und AOR. Obwohl die 10 Songs auf "Anything For You" unheimlich schöne Melodien in sich transportieren, mangelt es letztendlich dem Großteil an den richtig entflammenden Momenten. Zu den Ausnahmeerscheinungen zählen das schwelgend-rockende "Remember Our Love", das lässig vor sich herschlendernde "Only You Can Give Me" und die sphärische "Second Chance", das mich gelegentlich an das jüngere Material von QUEEN erinnert. Mehr Nummern von diesem Kaliber hätten dem Album hörbar gut getan... So unterm Strich ein nettes melodisches Album, das bei den Fans der obengenannten Bands bestimmt Anklang finden dürfte. Nicht mehr und nicht weniger!

Sonny

Trackliste: 1. Learning How To Love - 2. Remember Our Love - 3. Anything For You - 4. Only You Can Give Me - 5. To Say You Love Me - 6. You Got The Love - 7. Skin - 8. The Garden - 9. Second Chance - 10. Say A Little Prayer

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


MENNEN/ Freakazoid
  • Band: Mennen
  • Albumtitel: Freakazoid
  • Spielzeit: 59:04 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Einflüsse verschiedenster Couleur
  • Veröffentlichung: 24.01.2005
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher nicht wirklich viel mit der Musik von MENNEN anfangen konnte. Daher ging ich auch ohne große Erwartungen an das neue Album der Niederländer heran. Zwar sind auch beim vierten Streich der Band um Sänger und Namensgeber Joss Mennen (ex-ZINATRA) mehr Durchläufe von Nöten, aber gelegentlich flammt auf "Freakazoid" das Feuer auf, das ich bei ihren bisherigen Veröffentlichungen tunlichst vermisst habe. Zu diesen Momenten zählen vor allem der beschwingte und eingängige Opener "Down" und der recht ordentlich rockende Titeltrack, der mich in den Chören stellenweise an QUEEN erinnert oder "The World Stop Turning", das von Gitarren a la VAN HALEN meets TALISMAN dominiert wird. Leider sind die erwärmenden Augenblicke auf dieser Scheibe sehr spärlich gesät, denn von den 14 Nummern (inkl. drei Bonus-Tracks) kommen eben nur die wenigsten über gutes Mittelmaß hinaus. Trotzdem dürften Hard Rock-Fans, die auch mit Einflüssen von POLICE ("It’s Over"), STING ("Believe") oder U2 ("Loose Somebody") zurechtkommen, auf "Freakazoid" durchaus fündig werden.

Sonny

Trackliste: 1. Down - 2. Above The Waterline - 3. It's Over - 4. Rain - 5. Secrets And Lies - 6. Bob - 7. Freakazoid - 8. These Good Times - 9. Believe - 10. The World Stop Turning - 11. Wicked White

Thanks to Birgitt @ Germusica


GRAVE DIGGER/ The Last Supper
  • Band: Grave Digger
  • Albumtitel: Last Supper
  • Spielzeit: 51:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast/ Warner
  • Vergleichbare Bands: Running Wild, Sinner, Rage
  • Veröffentlichung: 17.01.2005
  • Charteinstieg: 31.01.2005 Platz Nr. 39
  • weitere Platzierungen:
    07.02.2005 Platz Nr. 98
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nachdem ich mich vor gut 1 ½ Jahren aufgrund des starken Konzeptalbums "Rheingold" letztendlich mit dem GRAVE DIGGER-Virus infiziert habe, war ich ziemlich gespannt was die Herren um Chef-Schaufler Chris Boltendahl wohl mit ihrem mittlerweile 12. Album vom Stapel lassen. Frei von jeglichen Konzeptzwängen begeben sich GRAVE DIGGER auf "Last Supper" zurück zu ihren Wurzeln und haben dabei elf Hymnen eingespielt, die – ohne altbacken zu wirken – das Flair deutschen Heavy Metals der 80er in sich transportieren. Dabei sind solch erbarmungslose Nackenbrecher wie "Hell To Pay", das rifftechnisch gelegentlich an die frühen DEEP PURPLE erinnert, oder "Black Widow" herausgekommen. Auf der anderen Seite animieren der bombastische Titeltrack, der sich mit einem hymnischen Chorus in die Birne einhämmert, und der fette Midtempo-Groover "Grave In The No Man’s Land" (erinnert stellenweise an RUNNING WILD) zum kollektiven Mitstampfen. Als weitere Beilagen für die Henkersmahlzeit sollte man unbedingt die schleppende Epic-Nummer "Crucified" und die abschließende Ballade "Always And Eternally" in Erwägung ziehen. Kein Zweifel, "Last Supper" ist das bisher beste GRAVE DIGGER-Album! Bleibt bloß zu hoffen, dass die Band den Titel des Albums nicht allzu wörtlich nehmen und noch einige Scheiben von diesem Kaliber folgen lassen.

Sonny

Trackliste: 01. Passion - 02. The Last Supper - 03. Desert Rose - 04. Grave In The No Man`s Land - 05. Hell To Pay - 06. Soul Savior - 07. Crucified - 08. Divided Cross - 09. The Night Before - 10. Black Widow - 11. Hundred Days - 12. Always and Eternally - 13. Sleepless (digi-bonus) - 14. Jeepers Creepers (digi-bonus)

Thanks to Markus & Jaap @ Nuclear Blast

weitere Reviews über GRAVE DIGGER:
GRAVE DIGGER/ Liberty Or Death
GRAVE DIGGER/  Yesterday (Single-Tipp/ September 2006)
GRAVE DIGGER/ Rheingold


ANGELHEART/ Caution It Rocks!
  • Band: Angelheart
  • Albumtitel: Caution It Rocks
  • Spielzeit: 39:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Point Music
  • Vergleichbare Bands: Anastacia, Alanis Morissette, Alannah Miles, Shiva, Heart (alle nur stellenweise)
  • Veröffentlichung: 17.01.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Ich muss gestehen, dass ich mir - in Anbetracht der ersten beiden Scheiben von ANGELHEART - beim Titel des neuen Albums ein gewisses hämisches Grinsen nicht verkneifen konnte. Doch bereits mit dem modern groovenden Opener "Gonna Get You", der an eine härtere ANASTACIA erinnert, erhält meine leichte Häme den ersten gehörigen Dämpfer und das mit schweren Riffs beladenene "Into The Night" erschüttert meinen anfangs gehegten Zweifel gar in seinen Grundmauern. Während die ersten beiden Alben "If Ever ..." (2001) und "The Wild Heart Of Allison" (2002) sich mehr im Fahrwasser von ROXETTE aufhielten bzw. nur stellenweise das rockige Herz der Band um Sänger Janet La Rose (ex-ALLISON) und Gitarrist/ Sänger Paul Etterlin schlagen ließen, pocht auf "Caution It Rocks" - abgesehen von der Ballade "Wintersong", die von der Stimmung gut zu BLACKMORE'S NIGHT passen würde - das Rock-Heart ziemlich wild und zeitgemäß. Die absoluten Knaller auf dieser Scheibe sind für mich der hitverdächtige Groover "Maybe", den eine ALANNAH MILES auch nicht besser hätte interpretieren können, und das orientalisch untermalte Riffgewitter "Caged". Auch beim restlichen Material kommt trotz des melodischen Grundgerüstes der Brat-Faktor nicht zu kurz. Hervorheben möchte ich außerdem noch die großartige Interpretation des CLOUT-Klassikers "Substitute", in dem Janet La Rose stellenweise in die Sphären einer Ann Wilson (HEART) vorstößt. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass ANGELHEART diesen Kurs beibehalten, denn dieser Sound passt wie das Tüpfelchen auf dem I zu den Schweizern. Respekt!!!

Sonny

Trackliste: 1. Gonna Get You - 2. Into The Night - 3. Caged - 4. Died Inside - 5. I'll Try - 6. Maybe - 7. Wintersong - 8. I Feel You - 9. Desert Bloom - 10. If I Needed You - 11. Substitute

Thanks to Birgit @ Brooke Lynn Promotions


ANGER/ The Bliss
  • Band: Anger
  • Albumtitel: The Bliss
  • Spielzeit: 46:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Machine Head (stellenweise)
  • Veröffentlichung: 17.01.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Hardcore oder Nu Metal gehören ja gerade nicht zu meinen musikalischen Leibspeisen, aber wenn die Zutaten und die Zubereitung stimmen, dann stehe ich auch dieser Musikrichtung recht offen gegenüber. Im Falle von ANGERs "The Bliss" scheinen beide Voraussetzungen gegeben, denn die Portugiesen haben - unter produktionstechnischem Beistand von Tommy Newton - auf ihrer mittlerweile dritten Langrille eine zeitlose Mischung aus Hardcore, Nu Metal und traditionell rockenden Parts kreiert. Angefangen vom aggressiv-drückenden Opener "Feel My Anger", bei dem man typische Nu Metal-Elemente mit einem Groove, der an die Schweizer Hard Rocker von SHAKRA erinnert, phantasievoll in Einklang gebracht hat, über das melodische und punklastige "Say (What You Wanna)" bis hin zu "Upside Down", bei dem zwischen den stilvollen Samples gelegentlich Blackmore'sche Gitarren und Songstrukturen a la ALICE IN CHAINS durchschimmern, weiß der Fünfer um Sänger Pedro Pereira durchaus mit eingängigen und leicht verdaulichen Songs zu punkten. Dieser - in diesem Genre - relativ seltene Umstand ist wahrscheinlich dem auf ein songdienliches Maß zurechtgestutzten Anteil an Screamparts zu verdanken. Als weitere Anspieltipps sollte man übrigens noch das seichte und melodische "Gonna Down" oder die abschließende Ballade "Lost Soul", die vielleicht ein kleinwenig zu poppig geraten ist, in Ohrenschein nehmen. Fans der modernen harten Klänge dürften eigentlich bei "The Bliss" keinerlei Bedenken äußern, aber auch der weitschichtig offene Musikliebhaber dürfte auf diesem Album durchaus fündig werden.

Sonny

Trackliste: 01. Feel My Anger - 02. Another Game - 03. Iced - 04. Devil In My Mind - 05. Say (What You Wanna) - 06. Instants - 07. Upside Down - 08. Innersight - 09. Xenemy - 10. God In Me -  11. Gonna Drown - 12. Lost Soul

Thanks to Britta @ ICS Germany


TONY SPADA/ The Human Element
  • Band: Tony Spada
  • Albumtitel: The Human Element
  • Spielzeit: 42:06 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Surveillance Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Steve Morse, Steve Hackett, Steve Howe, (ein Hauch) Steve Vai… jetzt aber genug der Steves ;-)
  • Veröffentlichung: 05.01.2005
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Intim-Kennern der amerikanischen Progressive Rock-Szene dürfte TONY SPADA als Komponist und Gitarrist von HOLDING PATTERN bekannt sein. Bereits 1993 veröffentlichte der Saitenartist mit "Balance Of Power" sein erstes Solo-Album. Während besagtes Debüt ziemlich powerbetont und rifforientiert war, ist die Reichweite von "The Human Element" ungleich größer. Das variantenreiche Spiel von TONY SPADA erstreckt sich von leichtverdaulichem Progressive Rock über Fusion bis hin zum astreinen Kickass Rock und wird gelegentlich durch erfrischende Acoustic-Einlagen ("One For Two" oder "Autumn Dance") aufgelockert. Als Anspieltipps kann ich das dezent keltisch angelegte "Jack The Hat", das enorm gefühlvoll melodische "Mile High" (Gänsehaut pur!) und das versierte "Destination Home", das mich in angenehmer Weise an meinen Lieblingsgitarristen STEVE VAI erinnert, nur wärmstens empfehlen. Ein Album das nicht nur für Gitarristen interessant sein dürfte, sondern auch für Freunde von anspruchsvoller Gitarrenmusik eine Ohrenweide ist.
Ordern könnt ihr "The Human Element" unter www.justforkicks.de

Sonny

Trackliste: 1. Iraqiroll - 2. Jack The Hat - 3. Trick Shoes - 4. One For Two - 5. Intruders - 6. Sleaze Factor - 7. Autumn Dance - 8. Mile High - 9. Surfin' UFO - 10. Clinically Proven - 11. Destination Home

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


SKY HIGH/ Sky High (re-release)
  • Band: Sky High
  • Albumtitel: Sky High
  • Spielzeit: 52:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Grooveyards Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Jimmy Hendrix, Walter Trout, John Mayal, Paul Rogers
  • Veröffentlichung: 02.01.2005
  • Wertung: 7/ 10

Review:
In ihrer schwedischen Heimat können SKY HIGH laut Labelinfo bereits auf über ein Dutzend Veröffentlichungen zurückblicken. Das kreative Rückrat der Formation bildet Clas Yingstrom - ein Gitarrenheld der alten Schule, dessen unüberhörbar deutlichster Einfluss „Jimmy Händ-Tricks“ ist. Gottlob wird diesem jedoch nicht  übertrieben Tribut gezollt, sodass sich des weiteren deutliche Blueseinflüsse wie ein roter Faden durch die Veröffentlichung ziehen. Ursprünglich im Jahre 1980 ausschließlich auf Vinyl und in schwedischer Sprache veröffentlicht, legen Grooveyard Records das selbstbetitelte Debüt des Trios erstmalig in digitaler Form und mit englischen Vocals neu auf. Der groovige, Midtempo Opener "Rainbow Child" erinnert vor allem gesanglich unweigerlich an PAUL ROGERS zu seiner "Luisianna Blues"-Phase Anfang der Neunziger Jahre – äußerst gelungen! Weitere Anspieltipps sind das an „Mr. Slideguitar“ GEORGE THOROGOOD angelehnte "Cold Winds" sowie der "Sky High Boogie", welcher aufgrund seiner Harpbegleitung angenehme Erinnerungen an JOHN MAYALL aufkommen lässt. Das treibende "Dalarna" dürfte Fans von LYNYRD SKYNYRD und den ALLMAN BROTHERS ansprechen und bildet den gelungenen Abschluss der ursprünglichen Fassung von "Sky High". Als zusätzlicher Kaufanreiz wurde "Sky High" mit drei Bonusstücken angereichert, wobei vor allem die HENDRIX-Coverversion "Fire" mehr als amtlich umgesetzt wurde. Der Sound der Veröffentlichung ist sehr gut - offensichtlicher Schwachpunkt auf diesem Album ist jedoch, dass sich Clas Yingstrom oftmals in uninspiriert wirkend und nicht enden wollende Soli verstrickt. Schade, denn so bekommt das eigentlich gute Songmaterial von Nummern wie "Money Blues" oder "Morning Ballad" zu wenig Gelegenheit um sich entsprechend zu entfalten. Die Hard-Fans obig genannter Gruppen sollten "Sky High" unbedingt antesten, allen anderen wäre ein Testdurchlauf zu empfehlen, da sich die CD über die gesamte Spielzeit hin doch als etwas monoton erweisen mag.

Florian

Trackliste: 1. Rainbow Child - 2. Cold Winds - 3. Wake Up Zombies - 4. Money Blues - 5. Sky High Boogie - 6. Together Again - 7. I Don’t Live Today - 8. Across All Borders - 9. Marning Ballad - 10. Dalarna - 11. Hoochie Coochie Man (Bonus) - 12. Fire (Bonus) - 13. Voodoo Chile (Bonus)

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

weitere Reviews über SKY HIGH:
SKY HIGH/ Still Rockin' (re-release)


RANDY McSTINE/ Guitarizm

Review:
Wieder mal ein Instrumentalalbum eines „Shredding“-Gitarristen. Laut beigefügtem Info wurde die Hälfte des o.g. Albums von RANDY McSTINE im zarten Alter von 12 Jahren aufgenommen, ein Fakt welchem man, so er denn stimmt, Respekt zollen sollte. Zwar sind die hier dargebotenen Riffs und Licks nicht immer der Einzigartigkeit letzter Schluss und auch nicht in der wie laut Info der Plattenfirma gleichen Liga wie Steve Morse oder gar Jeff Beck anzusiedeln, dennoch verfügt McSTINE über einen ordentlichen Ton, wie man in der leicht hakeligen Version von GARY MOOREs Klassiker "The Loner" erkennen kann – wie gesagt, für einen 12-Jährigen wirklich sehr hoffnungsvoll! Ich frage mich immer nur, wer diese Platte kaufen soll. Echte Fans virtuoser Gitarrenmusik werden immer die Originale wie Steve Vai und Kollegen vorziehen, zumal es auch McSTINE  am viel besagten Trademark des einzigartigen Tons fehlt und so viele Freunde und Verwandte gibt es nicht dass sich eine Mindestauflage lohnt. Aber wer weiß, vielleicht bewegt sich Junge ja wie Steven Tyler auf der Bühne, in diesem Fall ist die Erstauflage nach 10 min. ausverkauft ;-)

Axel „Ironfinger“ Ritt

Trackliste:

1. Six String Whiplash - 2. Shredding Skin - 3. Sonic Boom - 4. Blister - 5. Zarcon - 6. Moodswings - 7. Vibrant Lights - 8. Funk Yer Face - 9. Electric Shuffle - 10. Funkalicious - 11. Wired Boots - 12. Cries of War - 13. The Loner

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


AL ESTRADA/ Riffage

Review:
„Ja ist denn heut' schon Musikmesse?“, das sind die ersten Worte die mir in den Sinn kamen, als ich die o.g. Platte hörte. Wer je auf einer Musikmesse war kennt sie, die Gitarrenvorführer, welche die Instrumente der Hersteller in Zimmerlautstärke, besser noch unter einem Kopfhörer, zu einem Playback auf Bontempi-Niveau vorführen. Exakt das ist es was man unter
"Riffage" geboten bekommt, ein handwerklich wirklich ordentlicher Gitarrist ohne Eigenständigkeit spielt mit einem äußerst dürftigen Gitarrensound die wichtigsten Riffs und Licks der Rock- und Metalstandards zu einem erbärmlich programmierten Drumcomputer, einem fahrigen Begleitbass in einer Homerecording-Produktion, welche im heimischen Büro zusammen geklebt worden ist. Perfekt um im Musikgeschäft neue Schüler zu rekrutieren, aber als Tonträger so unnötig wie ein Kropf. Nichts gegen AL ESTRADA, kein schlechter Handwerker, bestimmt auch ein guter Live-Musiker, aber von einer „Plattenproduktion“ erwarte ich Aussage, Attitüde und eine entsprechende klangliche Präsentation, davon ist hier nichts zu merken.

Axel „Ironfinger“ Ritt

Trackliste:

1. I Am War - 2. Radiation Man - 3. Allegiance - 4. Possessed - 5. Unkown Zone - 6. Freedom - 7. La Isla - 8. The Scorpion - 9. Sun In My Hand - 10. Wahz Up! -11. Purple Sky - 12. A Long Goodbye - 13. El Rey - 14. Spanish Eyes - 15. Full Moon - 16. Kaos - 17. Echo Love - 18. Blue - 19. The Feed

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


SKY HIGH/ Still Rockin' (re-release)
  • Band: Sky High
  • Albumtitel: Still Rocking
  • Spielzeit: 65:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Grooveyards Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Steve Ray Vaughn, Cream
  • Veröffentlichung: 02.01.2005
  • Wertung: ohne Bewertung

Review:
Nachdem Grooveyards Records bereits das selbstbetitelte Debüt der Skandinavier nach über 25 Jahren neu aufgelegt haben, kommt nun das ursprünglich im Jahre 1982 und lediglich auf Vinyl releaste Nachfolgewerk "Still Rocking" zu späten, digitalen Veröffentlichungsehren. Angereichert wird das ganze durch 7 Bonusstücke. Waren bei "Sky High" noch deutliche Anlehnungen an Vorbilder wie PAUL RODGERS, JIMMY HENDRIX oder GEORGE THOROGOOD (meist positiv) zu vermerken, bleibt nach "Still Rocking" nur das (ernüchternde) Resultat, dass das Trio um Clas Yngstrom zwar ein deutlich eigenständigeres Werk geschaffen hat, dessen Hauptmanko jedoch eindeutig im leider unterdurchschnittlichen Songmaterial liegt. Sicherlich ist "Still Rocking" eine abwechslungsreiche Bluesveröffentlichung – neben schnellen Nummer wie "We Ain’t Getting Old“ oder dem Titelstück werden beispielsweise in "Fallen Angel" balladeske Töne angestimmt, wohingegen der "Outside Blues" merklich auf Groove zu trimmen versucht wurde. Jedoch versteht keiner der Songs richtig zu zünden bzw. einen Ansatz von Magie zu entfachen – ein zu beckenlastiger Drumsound, sowie ein deutlich erschwachter Sänger tragen einen weiteren Teil zum Misslingen der Veröffentlichung bei.
Fans von JIMMY HENDRIX, CREAM, WALTER TROUT oder RORY GALLAGHER sollten besser auf das phasenweise wirklich gute Debüt zurückgreifen, denn wo "Still Rocking" drauf steht, muss noch lange kein "Still Rocking" drinnen sein.

Florian

Trackliste:

1. Danger In The Dark - 2. Autum City Nights - 3. We Ain’t Getting Old - 4. Starting All Over Again - 5. On The Outside Blues - 6. I’m Still Rocking - 7. Fallen Angel - 8. Hard Working Man - 9. Love Your Life - 10.  Restless Love - 11. I’m Still Rocking (Demo) - 12. On The Outside Blues (Demo) - 13. Hard Working Man (Demo) - 14. Danger In The Night (Demo) - 15. Autumn City Nights(Demo) - 16. Love Your Life (Demo) - 17. Ramblin’ On My Mind (Live)

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

weitere Reviews über SKY HIGH:
SKY HIGH/ Sky High (re-release)


KAMCHATKA/ Kamchatka

Reviews:
Eigentlich war meine Schmerzgrenze schon beim ersten Hördurchgang des selbstbetitelten Debüts des schwedischen Trios KAMCHATKA maßlos überschritten. Auch nach sechs (!) weiteren, qualvollen Runden kann ich der knapp einstündigen Veröffentlichung der Skandinavier nichts, aber auch überhaupt nichts positives abgewinnen. Blues, egal in welcher Form auch dargeboten, sollte eigentlich immer etwas mit Gefühl zu tun haben … aber weit gefehlt … KAMCHATKA haben sich dem musikalischem Supergau verschrieben und knüppeln unter dem Deckmantel des „bluesorientierten Powertrios“ ein Worte wie „Gefühl“ musikalisch in Grund und Boden. Konfus-experimentelle Gitarrenorgien paaren sich mit wirbelnden, jedoch deplazierten Drum-Attacken, die einem vor allem das Hören vergehen lassen. Ob ZZ TOP-lastig ("Tres Hombres"-Phase) wie in "Seed", zähflüssig ("Mnemosyne Walz"), flott ("Eggshell") oder mit Slide-Gitarren versehen ("I Love Everybody") – das Songmaterial ist stets reichlich sperrig und grottenschlecht. Den Gipfel setzt dem Ganzen jedoch die unterirdische (Gröhl)-Gesangsleistung auf dem "Sing Along Song" auf … get "Out Of My Way" ...

Florian

Trackliste:

1. Out My Way - 2. Seed - 3. No - 4. Mnemosyne Walz - 5. Mixed Emotions - 6. Wrong End - 7. Eggshell - 8. I Love Eeverybody - 9. Auto Mowdown - 10. Spacegirl Blues - 11. Sing Along Song - 12. Incognito - 13. Daddy Says - 14. Squirm

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


MICHAEL UBALDINI/ Avenue Of Ten Cent Heart
  • Band: Michael Ubaldini
  • Albumtitel: Avenue Of Ten Cent Hearts
  • Spielzeit: 55:33 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Blackwater Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Elvis Presley, Bob Dylan, Bruce Springsteen
  • Veröffentlichung: ??.01.2005
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Ihr kennt ELVIS PRESLEY... ihr kennt BOB DYLAN... ihr kennt BRUCE SPRINGSTEEN, aber einen kennt ihr wahrscheinlich noch nicht: MICHAEL UBALDINI. Der Rock ’N’ Roll-Poet aus Kalifornien, der mit "Avenue Of Ten Cent Hearts" sein mittlerweile sechstes Album veröffentlicht, vereint die allseits bekannten Attribute der bereits erwähnten Herrschaften und kreiert – unter Einflüssen von CCR ("All The Gardens Of Summer"), AC/DC und JOHNNY CASH ("Waitin’ On A Day [That Never Comes]") – seinen nahezu fast schon wieder eigenständigen Stil. Sprich von (Hard) Rock über Blues und Country bis hin zum Rockabilly ist dem Singer/ Songwiriter MICHAEL URBALDINI nichts fremd. Ja, sogar auf Bläserarrangements, die er geschickt in seine Musik einfließen lässt, greift er ohne große Scheu und Umschweife zurück. Diese Elemente kommen besonders beim Opener-Duo "I’m A Sucker 4 You", das ordentlich Night Club-Atmosphäre verbreitet, und beim lässig rockenden Titeltrack zur Geltung. Bei diesem Facettenreichtum fällt es mir äußerst schwer Anspieltipps zu nennen, aber meine momentanen Favoriten sind der Country-Stampfer "Stone Cold Heart", das schleichende "The Words You Speak" (JOHN LENNON goes Country) und der finale Kracher "The Hills On Fire" (AC/DC meets BRYAN ADAMS). Außerdem könnte das modern angehauchte "(Window Bove’) The Dashboard Light" bei eingerosteten CCR-Fans zu unerwartetem Frühlingserwachen führen. Trotz der genannten Einflüsse klingt "Avenue Of Ten Cent Hearts" zu keiner Zeit angestaubt oder altbacken, sondern stellt zweifellos ein ehrliches und erdiges Stück zeitloser Rockmusik dar.
Lust auf die Musik von MICHAEL URBALDINI bekommen? Auf www.justforkicks.de werdet ihr prompt fündig
J

Sonny

Trackliste: 1. I'm A Sucker 4 You - 2. Avenue Of 10 Cent Hearts - 3. Hard Luck Town - 4. Smoke 'N' Fire - 5. Waitin' On A Day (That Never Comes) - 6. All The Gardens Of Summer - 7. River Of Time - 8. (Lifetime Of) Bar Band Dues - 9. Stone Cold Heart - 10. Old Time Radio - 11. One Thousand Roadblocks - 12. The Words You Speak - 13. (Window Bove') The Dashboard Light - 14. Heart Of This Land - 15. The Hills Are On Fire

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

Last Update: Sunday, 31. July 2005
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Sonny