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RICHIE KOTZEN/ Acoustic Cuts

Review:
Diesmal haben wir eine ganz besondere CD, die es unbedingt Wert ist, mit größter Aufmerksamkeit bedacht zu werden, zum "Album Of The Month" auserkoren. Eigentlich hat RICHIE KOTZEN diese Scheibe nur aufgenommen, um sie exklusiv über seine Website und auf seinen Konzerten zu verkaufen. Aber auf Drängen seiner Fans hat der Ausnahmegitarrist/ -musiker sich dazu entschlossen, "Acoustic Cuts" einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie FRONTIERS RECORDS zum Release angeboten. Dank der Italiener schneit uns dieser Tage nun dieses außergewöhnliche Album ins Haus und zaubert - passend zur staden Zeit - ein fast besinnliches Flair in die heimischen vier Wände. Zehn seiner bekanntesten Nummern präsentiert uns RICHIE KOTZEN - nur mit seiner Gitarre und Stimme bewaffnet - in einer ganz persönlichen und intimen Atmosphäre. Diese Nummern unterstreichen allesamt, dass Mr. KOTZEN nicht nur ein begnadeter Gitarrist, sondern auch ein außergewöhnlicher Sänger ist. Obwohl sich das komplette Album auf verdammt hohen Niveau abspielt und mit Gänsehaut-Feeling nur so um sich wirft, möchte ich "Where Did Our Love Go", das wohl am deutlichsten veranschaulicht, dass MR. BIG auch ganz gut ohne einen Eric Martin am Mikrophon ausgekommen wäre, sowie das nachdenklich stimmende "Would I" und schmissige "You've Got The Fire" etwas hervorheben. Wirklich unglaublich was man nur mit einer Acoustic-Gitarre und einer ausdruckstarken Stimme bewirken kann. Für Fans des Meisters gehört dieses Album sowieso zum Pflichtprogramm - alle anderen Musikfreaks, die den ruhigen und den ursprünglichen Momenten der Rockmusik etwas abgewinnen können, sollten sich diesen gefühlsintensiven Genuss nicht entgehen lassen. Hut ab!

Sonny

Trackliste: 1. Change - 2. What Is - 3. High - 4. Don't Ask - 5. Where Did Our Love Go - 6. Rust - 7. I Would - 8. You've Got A Fire - 9. Don't Wanna Lie - 10. Lets Say Goodbye

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
&
Mario @ Frontiers Records

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RICHIE KOTZEN/
Change


NEPO J. FITZ/ Balladen
  • Band: Nepo J. Fitz
  • Albumtitel: Balladen
  • Spielzeit: 33:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: 
  • Veröffentlichung: ??.12.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Mit NEPO J. FITZ betritt der nächste Spross aus dem bekannten bayrischen Künstler-Clan die Bühne. Dem Sohn von Sängerin/ Kabarettistin/ Schauspielerin LISA FITZ und Musiker ALI KHAN wurde das Talent ja praktisch schon in die Wiege gelegt. Auf seinem ersten Album "Balladen" präsentiert uns NEPO J. FITZ neun Songs, die sich aus fünf wunderschönen Eigenkompositionen und vier hervorragend interpretierten Klassikern zusammensetzen. Mit seiner ausdruckstarken Stimme und seinem nicht minder gefühlvollen Klavierspiel lässt er solche zeitlosen Klassiker wie "Knocking On Heaven’s Door" (im Original von BOB DYLAN) oder die beiden BEATLES-Hymnen "Let It Be" und "Yesterday" in einem aufs Nötigste reduzierten und romantischen Licht erstrahlen. Dass er nicht nur ein sehr begabter Musiker ist, sondern auch einen äußerst hoffnungsvollen Songwriter abgibt, zeigt das recht anspruchsvolle Material aus eigener Feder. Von diesen Songs kristallisieren sich vor allem das verträumte "Voices"  und das dramatisch-schmissig aufgebaute "Silent Bird" als Highlights heraus. Kurzum: Mit ein bisschen Glück sollte sich NEPO J. FITZ aus dem Schatten seiner Eltern lösen können, denn er hat nicht nur verdammt viel Talent, sondern scheint auch die nötige Ausstrahlungskraft zu besitzen... mich hat er jedenfalls überzeugt!
PS. wer sich selbst ein Bild über das Können von NEPO J. FITZ  machen möchte, der sollte sich mal unter www.nepofitz.com umhören und am besten "Balladen" gleich bestellen!

Sonny

Trackliste: 1. Be My Light (Fitz) - 2. Friends (Fitz) - 3. Voices (Fitz) - 4. Time Will Pass By (Fitz) - 5. Silent Bird (Fitz) - 6. Knocking On Heaven's Door (Dylan) - 7. Let It Be (Lennon) - 8. Yesterday (Cartney) - 9. House Of The Rising Sun (Animals)

Thanks to Nepo J. Fitz


STAGE DOLLS/ Get A Live (CD/ DVD)
  • Band: Stage Dolls
  • Albumtitel: Get A Live (CD + DVD)
  • Spielzeit: CD: 73:20 min/ DVD: ca. 20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Music Business Norway/ Norwegen-Import
  • Vergleichbare Bands: Bryan Adams, Huey Lewis
  • Veröffentlichung: 20.12.2005
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Es ist gerade mal gut ein halbes Jahr her, dass uns das norwegische Trio nach sieben Jahren Studiopause mit ihrem neuesten Output aufs Größte erfreut haben. Anlässlich ihres 20jährigen Bestehens kredenzen sie den treuen Fans nun ihr erstes Live-Album, das zudem noch eine Bonus-DVD mit den Live-Videos von "Stand By Me", "Wings Of Steel" und dem Lieblingslied von Sänger/ Gitarrist Torstein Flakne "Love Don't Bother Me" (5.1 Dolby Surround Sound) und interessanten Statements der einzelnen Bandmitglieder enthält. Mitgeschnitten wurde das Bandjubiläum am 6. September 2003 im Spektrum zu Trondheim. Vor über 4000 (!) begeisterten Fans wurden die STAGE DOLLS in ihrer Heimatstadt von Beginn an frenetisch abgefeiert. Kein Wunder, denn die Setlist ließ keinerlei Wünsche offen! So boten die STAGE DOLLS - unterstützt von Keyboarder Tron Hustad und drei Background-Sängerinnen - ein Best Of-Programm, das sich nahezu über sämtliche aufgenommene Alben erstreckt. Lediglich Nummern aus dem sträflich unterbewerteten "Dig" (1997) sucht man auf "Get A Live" vergebens. Die Highlights dieses großartigen Events sind die Hits "Commandos", "Wings Of Steel" und "Heart To Heart" sowie der Stampfer "Left Foot Boogie", der Kracher "Ten Tons Of Rock 'N' Roll" und die Mitsing-Hymne "Soldier's Gun". Ein weiterer großer Pluspunkt ist der authentische Sound des Mitschnitts. Hier scheint erfreulicherweise wirklich nichts im Nachhinein vertuscht oder ausgebessert worden zu sein. Aber eine Kleinigkeit gibt es letztendlich dann doch noch auszusetzen: Leider wurde der Großteil der Ansagen (und vielleicht auch ein paar Nummern?) herausgeschnitten. Somit konnte auch die sagenhafte Atmosphäre des Gigs - die zweifelsohne vorhanden war, wie die Live-Videos stellenweise eindrucksvoll unterstreichen - nicht 1:1 auf Konserve eingefangen werden. Aber die drei gelungenen Ausschnitte der Bonus-DVD machen Hoffnung, dass die Herren vielleicht bald die komplette Show auf einer abendfüllenden DVD nachschieben (schön wär's!).
In Deutschland könnt ihr diese empfehlenswerte Import-Scheibe beim
AOR Heaven käuflich erwerben.

Sonny

Trackliste: CD: 01. Stand By You - 02. Love Cries - 03. Hard To Say Goodbye - 04. Commandos - 05. Sorry Is All I Can Say - 06. Still In Love - 07. Wings Of Steel- 08. Magic - 09. Love Don't Bother Me - 10. Left Foot Boogie - 11. Ten Tons Of Rock 'N Roll - 12. Money - 13. Ammunition - 14. Heart To Heart- 15. Soldier's Gun
Bonus DVD: 01. Stand By You - 02. Wings Of Steel - 03. Love Don't Bother Me - 04. Interviews

Thanks to Stein @ Musicbusiness Norway

weitere Reviews über STAGE DOLLS:
STAGE DOLLS/
Get A Life


  • Band: Silence
  • Albumtitel: Nostalgia
  • Spielzeit: 65:43 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Vinny Records/ Rock In Spain
  • Vergleichbare Bands: Bryan Adams, Alanis Morissette und andere Soft-Rock Konsorten
  • Veröffentlichung: 17.12.2004
  • Wertung: 4/ 10

    Christian

SILENCE/ Nostalgia

  • Band: Silence

  • Albumtitel: Nostalgia

  • Spielzeit: 65:43 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Vinny Records/ Rock In Spain

  • Vergleichbare Bands: 91 Suite, Urban Tale, U2, Pink Floyd

  • Veröffentlichung: 17.12.2004

  • Wertung: 7,5/ 10

    Sonny


- Review:
Aus Frankreich stammen SILENCE, ich meine das alleine macht noch kein schlechtes Album, aber was SILENCE hier auf ihre Hörer niederlassen ist ganz simpler Pop Rock, der meiner Meinung nach etwas zu gefühlvoll ausgefallen ist. Und diese kraftlose Schmusestimme macht den Eindruck als ob hier ein Eunuch das Singen gelernt hätte. Zwar sind manche Instrumental-Einlagen nicht von schlechten Eltern und lassen aufhorchen, aber dennoch ist dieses Album etwas für eingefleischte Weicheier, die neben dem Radio auch mal gerne eine radiotaugliche CD in ihren Player stecken möchten. Das Einzige was mich auf "Nostalgia" wirklich überzeugen kann ist der lupenreine, transparente Sound, welcher der Musik leider aber auch nicht mehr helfen kann.Einziger Lichtblick auf diesem Album ist für mich "Familiy Home", der mich etwas an PINK FLOYDs "Devision Bell"-Scheibe erinnert und mit sehr gekonnten und anspruchsvollen Instrumenten-Parts aufwarten kann.

Christian

+ Review:
Oha Herr Kollege Christian, sind das etwa die Folgeschäden der 3. Rosenheimer Trümmernacht?!? Dass AOR nicht unbedingt zu deinen musikalischen Vorlieben gehört ist mir ja bekannt, aber dass dich nun dein sonst so sensibles Gespür für feinen Prog Rock im Stich lässt, wundert mich jetzt doch etwas. Denn auf dem neuen Silberling der Franzosen ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein simpler Pop Rock zu finden, der als radiotauglich einzustufen ist. Vielmehr pendeln Jerome Cazard (Vocals, Mandoline, Akkordeon) und Bruno Levesque (Gitarren, Keyboards, Bass, Mandoline) zwischen den beiden eingangs genannten Musikstilen ziemlich gefühlvoll hin und her. Stimmt, der Gesang ist ziemlich klar und alles andere als akzentfrei, aber im Vergleich zum enttäuschenden Vorgänger "Utopia" zeugt  "Nostalgie" von unerwarteter Homogenität und Eingängigkeit. Zugegeben, SILENCE haben nicht unbedingt das Rad neu erfunden und es ist nicht alles Gold was glänzt, aber "Nostalgia" kann es fast mit den Debütwerken von 91 SUITE und URBAN TALE aufnehmen. Diese Behauptung wird von Songs wie dem sehr feinfühlig rockenden Opener "Stupid Man" (BRYAN ADAMS-Gitarren treffen auf frühere U2-Harmonien) oder der modernen AOR-Hymne "Electric Harps" mehr als eindrucksvoll untermauert. Weitere harmonische AOR-Köstlichkeiten sind die mit Faustine Bosson im Duett gesungene Piano-Ballade "Where No One Lives" und der flockige Midtempo-Stampfer "Chrome & Glass" sowie das wahrlich gelungene "Family Home", das an die kommerziellere Phase von PINK FLOYD erinnert. Ich denke, man kann ohne Übertreibung behaupten, dass "Nostalgia" mit zu den besten AOR-Scheiben zählt, die jemals aus Frankreich gekommen sind. In diesem Stile darf das Duo Levesque/ Cazard ruhig weitermachen ;-)

Sonny

Trackliste:

1. Stupid Man - 2. Electric Harps - 3. My Sight - 4. Where No One Lives - 5. A Passing Show - 6. Chrome & Glass - 7. Brother - 8. Family Home - 9. Time - 10. Just Us - 11. In Between Days - 12. Easy Way - 13. Ocean

Thanks Vicente @ Vinny Records


VARIOUS ARTISTS/ The Glam That Stolen Christmas Vol. 1
  • Band: Various Artists
  • Albumtitel: The Glam That Stole Christmas Vol. 1
  • Spielzeit: 35:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 16.12.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nachdem der Perris Records-Stall mittlerweile schon stattliche Ausmaße angenommen hat, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann uns der Sleaze/ Glam Rock-Spezialist nun endlich mit einem Weihnachts-Sampler heimsuchen würde. Unter dem denkwürdigen Titel "The Glam That Stole Christmas Vol. 1" werden den Sleaze/ Glam Rock-Hirten elf größtenteils recht festliche Nummern kredenzt, die mehr oder weniger rotzig die frohe Botschaft verkünden. Den Anfang machen AMERICAN HEARTBREAK mit ihrem bescheidenen "The Greatest Christmas Song Ever Written", das mit einer gehörigen Portion Punk durch die festlich geschmückten Stuben fegt. Aufpoliert wird die besinnliche Atmosphäre durch "Here Is Christmas", dem LILLIAN AXE noch etwas mehr Power eingehaucht haben. Neben der Weihnachts-Hymne, die ursprünglich von NANCY & ANN WILSON stammt, gehören KRISTY "KRASH" MAJORS' hitverdächtige Version des Klassiker "Christmas (Baby, Please Come Home"), die fettes T. REX-Flair versprüht, und "I Wish Everyday Could Be Like Christmas" (im Original von BON JOVI), das der italienische Sänger CHRIS HEAVEN und der polnische Ausnahme-Gitarrist MICHAEL GAPYS in QUEENschen Festtagsgewand erstrahlen lassen, zu den Highlights auf dem festlich-rotzigen Silberling. Leider kommt auch dieses Album nicht ganz ohne produktionstechnische Stilblüten aus, denn die Kult-Nummer "Winter Wonderland", die von den BIG BANG BABIES gekonnt mit der richtigen Dosis Sleaze gewürzt wird, oder dem charmanten "Christmas Time" von LOUND 'N' NASTY hätte etwas mehr Fett und Kruste auf der Weihnachtsgans gut getan. Die Beträge von FIZZY BANGERS, die sich dem traditionellen Buddhisten/ Hindu-Weihnachtssong "Hooray For Santa Claus" angenommen haben, und DECADENZA kommen nicht über mittelmäßigen Demo-Status hinaus. Erst mit GRAYSON MANORs extrem lässiger Interpretation von "Blue Christmas" (da hätte sich sogar ELVIS PRESLEY noch ein Scheibe abschneiden können) wird der weihnachtliche Haussegen wieder gradegerückt - Vorausgesetzt man ignoriert "Nuttin' For Christmas" von AMERICAN SMASH ;-)

Sonny

Trackliste: 1. AMERICAN HEARTBREAK/ The Greatest Christmas Song Ever Written - 2. LILLIAN AXE/ Here Is Christmas - 3. KRISTY MAJORS/ Christmas (Baby Please Come Home) - 4. LOUD 'N' NASTY/ Christmas Time - 5. CHRIS HEAVEN & MICHAEL GAPYS/ I Wish Everyday Could Be Like Christmas - 6. BIG BANG BABIES/ Winter Wonderland - 7. FIZZY BANGERS/ Hooray For Santa Claus - 8. DECADENZA/ Dead By X-Mas -9. ROCKING SCOUNDRELS/ Rock 'N' Roll Sleigh Ride - 10. GRAYSON MANOR/ Blue Christmas - 11. AMERICAN SMASH/ Nuttin' For Christmas

Thanks to Tom @ Perris Records


PLANET P PROJECT/ 1931
  • Band: Planet P Project
  • Albumtitel: 1931 – Go Out Dancing (Part One)
  • Spielzeit: 50:59 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ProgRock Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Alan Parsons, Michael Ernst, Pink Floyd
  • Veröffentlichung: 07.12.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Den älteren Lesern müsste das PLANET P PROJECT um Tony Carey eigentlich bekannt sein, denn schließlich hat das Multi-Talent unter diesem Banner zu Beginn der 80er zwei herausragende Alben ("Planet P Project"/ "Pink World") veröffentlicht. Spätestens bei der Erwähnung des Radio-Hits "Why Me?" dürfte der Groschen entgültig gefallen sein. Nun, gut zwanzig Jahre später kehrt der einstige RAINBOW-Keyboader ("Rainbow Rising") mit dem dritten PLANET P PROJECT-Album zurück. Die Comeback-Scheibe "1931" stellt den Auftakt zur Trilogie "Go Out Dancing" dar und beschäftigt sich mit dem Verlauf und den Wirren des zweiten Weltkriegs. Musikalisch vollzieht Tony Carey einen – im ersten Anschein – gewöhnungsbedürftigen Spagat zwischen seichten Prog Rock, AOR und progressivem und Science Fiction-lastigen Art Pop. In dieser recht gewagten und äußerst tanzbaren Mixtur sind zwar in vereinzelten Arrangementstrukturen gewisse Ähnlichkeiten zu ALAN PARSONS ("My Radio Talks To Me"), PINK FLOYD oder ENIGMA ("The Other Side Of The Mountain") auszumachen, aber im Grunde genommen steht die Musik von Tony Carey auf den Säulen der Eigenständigkeit. Nach einigen Durchläufen kristallisieren sich das keltisch angehauchte "Join The Parade" und der zweideutige Tanzboden-Stampfer "Work (Will Make You Free)", der mich gelegentlich an die rockig-bizarren Momente von ART OF NOISE erinnert, sowie die nachdenklichstimmende und hoffnungsschöpfende Ballade "Waiting For The Winter", in der Tony Careys charismatische Stimme voll zum Tragen kommt, als Highlights heraus. Unterm Strich ist ein vielschichtiges Album herausgekommen, das bei Leibe keinen Schnellschuss darstellt, denn "1931" ist über einen Zeitraum von gut 10 Jahren (1993 – 2003) gereift. Obwohl der erste Teil dieser Trilogie (abgesehen von ein paar Ausnahmen) eher ein Fall für die Fans anspruchsvoller Popmusik sein dürfte, sollte auch der weitschichtig interessierte Rockfan dieses Album nicht außer Acht lassen. Ich für meinen Fall bin jedenfalls schon sehr neugierig auf die beiden folgenden Episoden von "Go Out Dancing", denn Tony Carey ist eben nicht „nur“ schon über dreißig Jahre im Geschäft, sondern auch ein Garant für innovative Scheiben.

Sonny

Trackliste: 01. My Radio Talks To Me - 02. Join The Parade - 03. Good Little Soldiers - 04. Work (Will Make You Free) - 05. The Judge And The Jury - 06. The Other Side Of The Mountain - 07. Waiting For The Winter - 08. Believe It - 09. The Things They Never Told Me - 10. Where Does It Go

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


VARIOUS ARTISTS/ Munich's Hardest Hits - Melodic Rock Is Back Vol. 6

Review:
Mittlerweile dürften zumindest vereinzelte Teile der "Melodic Rock Is Back"-Reihe aus dem Hause Munich's Hardest Hits Bestandteil einer jeden gutgeführten Plattensammlung sein, zumal der Münchener Internet-Sender immer wieder eine äußerst erlesene Mischung aus vielversprechenden Underground-Material, verschollengeglaubter Klassiker und sträflich vernachlässigter Perlen oder kommender Highlights an den Start bringt. Pünktlich zur Weihnachtszeit stellen die Radio-Macher nun den sechsten Teil ihrer beliebten Sampler-Reihe an den Start. Wie seine Vorgänger weiß auch "Melodic Rock Is Back Vol. 6" beispielsweise anhand von EVAs "One Day Without You" und FROZEN RAINs "Waiting For You" mit einigen bisher unveröffentlichten Leckerbissen zu überraschen. Während die italienischen AOR-Rocker eine wunderschöne, halbballadeske Midtempo-Nummer, die teilweise mit dem Charme eines rockenden ZUCCHEROs ausgestattet ist, von ihrem kommenden Album "Blue" präsentieren, bietet der belgische Komponist und Multi-Instrumentalist Kurt Vereecke mit der Melodic Rock-Hymne "Waiting For You" einen vielsprechenden Ausblick auf das demnächst kommende Debüt seines Projekts. Aber das ist längst noch nicht alles an unveröffentlichten Material - so haben Peter Hanft und Thomas Schafhauser z. B. mit dem amtlichen Stampfer "Rock Me Gently" einen ungeschliffenen Diamanten der Norweger HEAVEN ausgegraben, der eigentlich für den Nachfolger des schwergesuchten und kürzlich wiederveröffentlichten Debüt "Take Me Back" (1989) aufgenommen wurde. Des weiteren sind der leicht progressiv angehauchte Rocker "Magic" der Slowenen REQUIEM, das mit Keyboards a la ERIK NORLANDER und einem Blackmore'schen Gitarrenspiel zu glänzen weiß, oder der mit keltischen Elementen angereichte Opener "Just Another Stranger" (WAYNE SMART) äußerst zu empfehlen. Bei zuerst genannter Nummer lassen sich stellenweise sogar stimmliche Parallelen zu Gary Barden (SILVER, STATETROOPER, ex-MSG) ziehen. Zu meinen persönlichen Faves zählen der Mitsing-Rocker "Street Girl" (von RAW SILK aus Griechenland), der u. a. mit majestätischen Keyboards ausgestattet ist, und STATEMENTs "Dancing On The Edge", das im typisch deutschen Hard Rock-Flair der beginnenden 90er ausgestattet ist. Fazit: "Melodic Rock Is Back" entwickelt sich immer mehr zu einer unabdinglichen Serie, die Schmuckstück einer jeden Sammlung sein sollte und durchaus in einigen Jahren Kult-Status inne haben dürfte.
Falls ihr jetzt neugierig geworden seid, dann solltet ihr euch mal unter
www.munichshardesthits.com umschauen, denn dort gibt's "Melodic Rock Is Back Vol. 6" für freundliche 9,95 € (+ 2,00 € Versand). Falls es wirklich immer noch Rock-Fans geben sollte, die noch keinen Teil dieser Serie in ihrer Sammlung wissen, sollten sich selbige mal überlegen, ob sie nicht gleich die komplette Reihe zum Vorzugspreis von 53,95 € (+ 3,50 € Versand) ergattern wollen. Ein kleiner Tipp (oder Wink mit dem Zaunpfahl ;-) an unsere weiblichen Leser: Solltet ihr noch kein Weihnachtsgeschenk für euren Liebsten haben... Wie wär's mit "Melodic Rock Is Back"?
PS. die Arbeiten an Volume 7 laufen schon auf Hochtouren... Also, Augen auf beim Plattenkauf!

Sonny

Trackliste: 1. WAYNE SMART/ Just Another Stranger - 2. RAW SILK/ Street Girl - 3. [gæleri]/ Blue Town - 4. FROZEN RAIN/ Waiting For You (from the forthcoming 2005 album) - 5. REQUIEM/ Magic - 6. EVA/ One Day Without You (new 2004 studio-track) - 7. SECRET SMILE/ Into The Night - 8. STATEMENT/ Dancin' On The Edge - 9. PLATITUDE/ Oblivion - 10. HEAVEN/ Rock Me Gently (prev. unreleased) - 11. SCOTT SUDBURY/ The Last American Dreamer - 12. SUBWAY/ Into The Fire - 13. JOSEPH LEE WOOD/ Are You Ready (new 2004 studio-track) - 14. SHANNON/ Wild, Wild, Wild

Thanks to Tom & Peter @ Munichs Hardest Hits

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MIKE TRAMP/ Songs I Left Behind

Review:
Ist das der Total-Ausverkauf im Hause TRAMP/ WHITE LION? Nachdem der Sänger nun schon eine sechsteilige Bootleg-Serie, die zum größten Teil aus unveröffentlichten Material von WHITE LIONS besteht, über seine Website und auf seinen Shows vertickt, beglückt uns der nicht gerade untätige Däne (nach seinem Live-Album "Rock 'N' Roll Alive!") mit "Songs I Left Behind". Wie der Titel wahrscheinlich schon erahnen lässt, handelt es sich hier nicht um eine neue Platte im üblichen Sinne, sondern um eine Zusammenstellung von Material, das aus dem Zeitraum zwischen 1992 - 2002 stammt und es nie auf die jeweiligen Alben geschafft hat. Da die bisherigen Solo-Alben des Herrn TRAMPS allesamt mit verdammt hoher Qualität zu beeindrucken wussten, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass auch die sogenannten Leftovers um Klassen besser sind als manch taufrisches Material anderer Interpreten. Ganze 16 Nummern hat MIKE TRAMP auf dieses Album gepackt, von denen jede einzelne seine Veröffentlichungsberechtigung hat und sich auf Anhieb - egal ob nun rockig und besinnlich - in den Gehirnwindungen festsetzt. Als Highlights der Scheibe kristallisieren sich der flockige Rocker "Do It While You Can", der modern angehauchte Kracher "One For Anger, Two For Pain" und der Stampfer "I'll Be There", der AC/DC bzw. T. REX-like aus den Boxen groovt, heraus. Natürlich trifft MIKE TRAMP auch wieder mit seinen melancholischen und ruhigen Songs wie z. B. dem wunderschönen Schleicher "I Won't Walk Away" genau den Nerv seiner Fans. In diese Kategorie gehören auch das BOB DYLAN-lastige "Before The Night" und "Love Won't Wait On Me", das von lässig geschlagenen Akustikklampf-Parts untermalt wird. Um nochmals auf die Eingangs aufgeworfene Fragestellung zurückzukommen: Bei dem hochkarätigen Material von einem Total-Ausverkauf zu sprechen, käme einer Majestätsbeleidigung gleich!

Sonny

Trackliste: 1. Sometimes - 2. Do It While You Can - 3. Over And Out - 4. Love Won't Wait On Me - 5. If I Was Real - 6. One For Anger, Two For Pain - 7. Before The Night - 8. I Won't Walk Away - 9. Show Me - 10. I'll Be There - 11. I Don't Believe Anymore - 12. What If I - 13. Love Me Somebody - 14. Think About The Times - 15. Falling Down - 16. Darkness

Thanks to Bonna @ Ulftone Music

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RTZ/ Lost And Found
  • Band: RTZ/ Delp & Goudreau
  • Albumtitel: Lost And Found/ Delp & Goudreau
  • Spielzeit: CD 1: 41:25 min/ CD 2: 40:32 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Boston, Bryan Adams, Chris Rea (beide stellenweise), Beatles
  • Veröffentlichung: 06.12.2003
  • Wertung: CD 1: 7/ 10, CD 2: 8,5/ 10

Review:
Wie der Titel "Lost And Found" vielleicht schon erahnen lässt, handelt es sich bei dieser Scheibe um eine Zusammenstellung von unveröffentlichtem Material, an dem Sänger Brad Delp und Gitarrist/ Keyboarder Barry Goudreau (beide ex-BOSTON) schon vor dem selbstbetitelten RTZ-Debüt (1991) gearbeitet haben. Diesen Umstand merkt man dem Material auf "Lost And Found" auch ohne Zweifel an. Zwar klingt die erste Hälfte der CD - trotz soundtechnischer Abstriche - noch ziemlich rockig und knackig (z. B. "One Step Away" oder "Such A Feel"), aber danach rutscht der Silberling nicht nur in extrem popige Gefilde ("Rock The Night"/ "Winner And Loosers") ab, sondern selbige Songs kommen zudem auch noch soundtechnisch ziemlich kraftlos und schmalbrüstig aus den Boxen. Aber unter den elf Nummern stößt man durchaus auf die ein oder andere verstaubte Perle, die bereits beim ersten Durchlauf ihren Glanz leicht durchschimmern lassen. Das wäre zum einen der leicht sleazige Stampfer "Social Disease", der klingt als hätten sich BRYAN ADAMS und die QUIREBOYS zu ihren Glanzzeiten miteinander verbündet, und zum anderen der Groover "I'm On The Roll", der mit der unbeschwerten Art von JOAN JETT und einem Schuss CINDERELLA das Eis zum Schmelzen bringt. Soundtechnisch in wesentlich besserem Bild präsentiert sich das neue Material des Duos, das sich auf der Bonus-CD "Delp & Goudreau" befindet. Besagter Silberling bewegt sich eigentlich konstant zwischen Low- bzw. Midtempo und wartet gleich mit einer handvoll wirklich fantastischer Songs auf. Hört euch einfach mal Songs wie das in Blues/ Soul getränkte "Let It Roll" oder das atemberaubende Instrumental "Keep On Running", in dem Mr. Goudreau die Seiten zum Glühen bringt und die Hammond röhren lässt, und ihr werdet begeistert sein. Diese Begeisterung dürfte beim Genuss des verträumten "I Need Love" (wunderschöne Arrangements) wahrscheinlich ins Unermessliche steigen, denn bei dieser Nummer scheint das Flair eines gewissen JOHN LENNON allgegenwärtig (phänomenale Darbietung Mr. Delp!). Des weiteren kann ich euch die southernlastige Live-Nummer "The Rhythm Won't Stop", die auch mit Abstand die heftigste Darbietung auf diesem Album darstellt, und die abschließende Acoustic-Nummer "My One True Love", die mit wunderschönen Streicherparts garniert ist (erinnert irgendwie an den BEATLES-Klassiker "Here Comes The Sun), nur dringendst empfehlen. Alles in allem eine sehr interessante und lohnenswerte Zusammenstellung.

Sonny

Trackliste: 1. One Step Away - 2. Fool For Love - 3. Such A Feel - 4. Rise Above It All - 5. Social Disease - 6. I’m On A Roll - 7. Rock The Night - 8. Better & Better - 9. Power of Love - 10. Show Me.

Bonus CD: 1.
What You Leave Behind - 2. Hands Of Time - 3. Let It Roll - 4. Out Of My Hands - 5. Keep On Runnin' - 6. Everyday - 7. I Need Your Love - 8. The Rhythm Wont Stop - 9. Reconciliation - 10. My One True Love.

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


MYSTERELL/ Sensational
  • Band: Mysterell
  • Albumtitel: Sensational
  • Spielzeit: 45:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Journey, Bad English, Def Leppard
  • Veröffentlichung: 06.12.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Hinter MYSTERELL verbirgt sich das Solo-Projekt von PANGEA-Mastermind Torben Lysholm. Ein Solo-Projekt im wahrsten Sinne des Wortes, denn der zum gewieften Producer gereifte Musiker zeigt sich vom Gesang über Gitarren und Keyboards bis hin zur kompletten Rhythmusarbeit selbst verantwortlich. Trotz dieser Tatsache glänzen die elf Songs auf "Sensational" durch eine unfassbare Frische und Abwechslungsreichtum. Zwar wird das Material nicht ganz seinem Titel gerecht, aber die lässig schreitende Lowtempo-Hymne "When You Love" oder der mächtige Stadiongroover "Bring The House Down" wirken im Vergleich zum letzten DEF LEPPARD-Album wie eine Frischzellenkur. Aber etwas mehr zum Thema Abwechslung: während die leicht soulige Ballade "There Was You" an den richtigen Stellen mit wunderschönen Acoustic-Parts zu gefallen weiß, erinnern einige Gitarrenparts beim sehr sphärisch und spannend aufgebauten "Remember Me" gelegentlich an einen gewissen Mark Knopfler (DIRE STRAITS). Wobei angemerkt sei, dass sich diese Nummer ab dem Mittelpart zu einer wahren Luftgitarren-Orgie entwickelt. Einen Farbtupfer der besonderen Art stellt "Help Me Find The Way (Back To Your Heart)" dar, denn dieser Song versprüht trotz seiner rockigen Elemente den unwiderstehlichen Charme von LIONEL RICHIE. Eine richtig gute Scheibe für Musikfreaks, deren Vorlieben irgendwo zwischen anspruchsvollen Pop Rock und eingängigem Melodic Rock liegen.

Sonny

Trackliste: 1. Don't Ever Stop - 2. I Belong To You - 3. Why? - 4. When You Love - 5. Bring The House Down - 6. There Was You - 7. Remember Me - 8. Help Me Find The Way (Back To Your Heart) - 9. Sling Shot - 10. Take Me To The River - 11. The Challenge

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


LA/ Unfinished Business
  • Band: LA
  • Albumtitel: Unfinished Business
  • Spielzeit: 39:18 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Riot, Driver, Virgin Steele, Shagarack
  • Veröffentlichung: 06.12.2003
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Tonträgertechnisch sind die Dänen erstmals 1985 mit ihrem selbstbetitelten Debüt auffällig geworden. Aber aufgrund der finanziellen Engpässe der jeweiligen Geschäftspartner wechselten LA häufig die Plattenfirma und kamen somit nie über den Insider-Status hinaus. Im selben Jahr begann der Fünfer um Sänger und Bassist Jan Achmann noch mit den Aufnahmen für einen zweiten Longplayer. Trotz verstärkter Live-Präsenz ließ sich partout kein neues Label finden und die Band löste sich schließlich 1996 auf. Wegen der ständigen Nachfragen seitens der Fans haben sich LA wieder zusammengetan und die Demos für besagtes zweites Album wieder ausgegraben. Obwohl das Material mittlerweile fast zwanzig Jahre auf dem Buckel hat, ließ LA sich nicht davon abhalten die Songs neu zu bearbeiten und suchten schließlich Tommy Hansen in seinen Jailhouse Studios auf. Das Ergebnis auf "Unfinished Business" gibt den Dänen unumwunden recht, denn sie haben ihren 80er US-lastigen Hard/ Heavy Rock, der stellenweise an DRIVER ("Down The Cross") oder VIRGIN STEELE (zu ihren Anfangstagen) erinnert, in den Sound der Gegenwart gekleidet. Die knackige und von Gitarren getriebene Hymne "High On You" und die Halbballade "Last Night" oder der Schweine-Rocker "Sweet Georgia Brown" müssten eigentlich jedem Retro-Freak die Freudentränen ins Gesicht treiben. Meine persönlichen Highlights auf dieser Scheibe sind der Speedster "Point Of Uncontrol" und die Live-Version von "Hunted", die den Fans der NWOBHM als Nahrungsergänzungsmittel äußerst willkommen sein dürfte. Geile Mucke die einfach tierisch viel Freude bereitet. Wie sagt die Band doch selbst ach so treffend: "Rock 'N' Roll with balls"... daran vermag auch die arg knapp bemessene Spielzeit nichts zu ändern.

Sonny

Trackliste: 1. Creditcard Lover - 2. High On You - 3. Down The Cross - 4. Last Night - 5. News On the Loose - 6. Point Of Uncontrol - 7. Sweet Georgia Brown - 8. Wheelchair 'n' Ragtime - 9. Gates To The Sky (live) - 10. Hunted (live)

Thanks to Birgitt @ Germusica


PAATOS/ Timeloss (re-release)
  • Band: Paatos
  • Albumtitel: Timeloss
  • Spielzeit: 39:46 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 06.12.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Nachdem PAATOS mit ihrem zweiten Album "Kallacain" verdammt gute Kritiken einfahren konnte, stieg auch die Nachfrage nach dem Erstling der Schweden. Nun haben InsideOut das Debüt "Timeloss", das ursprünglich vor zwei Jahren veröffentlicht wurde und nur in Schweden erhältlich war, mit dem Videoclip zu "Hypnotique" angereicht und weltweit neu aufgelegt. Musikalisch verbindet das Quintett den anspruchsvollen Progressive Rock der 70er mit einer ordentlichen – stets eingängigen – Portion Jazz und modernen Beats & Loops. Diese sehr entspannend wirkende Mixtur trägt das zart-verträumte Organ von Sängerin Petronella Nettermalm, das an die angenehmen Momente einer BJÖRK erinnert, auf einer ausdauernden sanften Woge. Lediglich mit dem abschließenden "Quits", das mit flotten Drums ’N’ Bass protzt, verlässt man die verträumten Pfade um dann in einem jazzigen Improvisationsstück zu enden. Trotzdem mangelt es besagtem 12minütigen Kunstwerk nicht im geringsten an federführenden Melodien und den fesselnden Momenten. Kurzum: Dieses Album dürfte sowohl ein Fest für melodieverliebte Prog Rock-Fans, als für den reinrassigen Jazz-Anhänger sein.

Sonny

Trackliste: 01. Sensor  - 02. Hypnotique  - 03. Téa  - 04. They Are Beautiful  - 05. Quits 

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über PAATOS:
PAATOS/ Silence Of Another Kind


PLATENS/ Between To Horizons
  • Band: Platens
  • Albumtitel: Between Two Horizons
  • Spielzeit: 53:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Fair Warning, Grand Illusion
  • Veröffentlichung: 06.12.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
PLATENS ist das neue Betätigungsfeld von ex-THY MAJESTIE-Sänger Dario Grillo, das sich überraschenderweise ziemlich weitab vom Power Metal seiner damaligen Band abspielt. Stattdessen wird uns Melodic Hard Rock präsentiert, der sich ungefähr in der Manier von FAIR WARNING oder GRAND ILLUSION in unseren Gehörgängen breit macht. Gelegentlich wird dieses Soundgefüge mit hymnischen Melodic Metal-Parts ("Into The Fire") oder pfiffigen und bizarren Progressive Rock-Elementen ("Check It Out") verfeinert, sodass sich die Stilrichtung nicht eindeutig eingrenzen lässt. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass "Between Two Horizons" ein sehr abwechslungsreiches und unterhaltsames Album geworden ist, das auch noch nach schier endlosen Hearing-Sessions noch verdammt viel Spaß macht. Ihr seid jetzt richtig neugierig auf das neue Projekt des Sängers und Multi-Instrumentalisten geworden? Dann nichts wie ab zum Händler eures Vertrauens um das PLATENS-Debüt anzutesten. Zum Anschnuppern eignen sich vor allem der prickelnd rockende Opener "Here I Am", der sich mit geilen Chören durch die Gehörmuscheln windet, oder die Halbakustik-Nummer "Your Heart Will Claim His Truth", bei der stellenweise spanisches Flair durchblitzt. Des weiteren dürfte "Chasm Of Madness" bei Prog-Freunden regen Anklang finden, während man sich mit "Check It Out" unter den anspruchsvollen Hair Rock-Feaks durchaus Freunde machen könnte. In Anbetracht der Tatsache, dass Dario Grillo - abgesehen vom Schlagzeug (Alessandro Grillo) - alle Instrumente selbst eingespielt hat, darf man ohne große Übertreibung von einem wahrlich gelungenen Debüt sprechen. Hoffentlich bleibt "Between Two Horizons" nicht der einzige Output von PLATENS!

Sonny

Trackliste: 1. Here I Am - 2. Can Feel It - 3. Your Heart Will Claim His Truth - 4. Into The Fire - 5. My Reason - 6. Check It Out - 7. Angel’s Cry - 8. The Last Kiss (inspired by the movie “L’Ultimo Bacio” by Gabriele Muccino) - 9. Chasm Of Madness - 10. Waves Of Sea -11. Between Two Horizons

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


GHOST MACHINERY/ Hauting Remains
  • Band: Ghost Machinery
  • Albumtitel: Haunting Remains
  • Spielzeit: 62:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Sound Riot Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Stratovarios, Vanishing Point, Sonata Arctica
  • Veröffentlichung: 03.12.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
GHOST MACHINERY präsentieren uns dieser Tage ihr Debüt-Album, das ich in die Kategorie Neo-Classic Power Metal einordnen würde. Die Band beseht aus Pete Ahonen (Voc. & Git.), Tapsa Pelkonen (Bass) und Jussi Ontero (Drums & Keyboards). Die Jungs waren allesamt schon zusammen in der Schule und kennen sich demnach eine halbe Ewigkeit. Eine lupenreine Produktion gibt den 13 Songs den nötigen letzten Schliff. Abwechslungsreiche Song-Konzepte reihen sich hier aneinander und sorgen so dafür das der Silberling zu keiner Minute langweilig wird. Zu erwähnen ist noch die Coverversion von GARY MOOREs "Out In The Fields", das mit zu den Highlights auf "Haunting Remains" gehört. Aber der mit Abstand beste Song auf diesem gelungenen Scheibchen ist "Temples Of Gold", das mich sehr an NIGHTWISHs "Wish I Had An Angel" erinnert. Also, falls ihr noch genug Platz auf eurer Wunschliste für Weihnachten habt, dann solltet ihr diesen Silberling noch tunlichst auf selbiger platzieren. Mit Abstand die beste Veröffentlichung in diesem Sektor seit Monaten. Viel Spaß!!!

Christian

Trackliste: 1. World Of Unbelievers - 2. Blinded Eyes - 3. Temples Of Gold - 4. Evil Eithin US - 5. Down In Flames - 6. Dreamworld - 7. From The Edge Of The World - 8. Darkest Hour - 9. Fallen Angels - 10. Heaven Of Hell - 11. In Your (Evil) Dreams - 12. Out In The Fields - 13. Shadows

Thanks to Luis @ Sound Riot Records


HULDRA/ I Syndens Slør
  • Band: Huldra
  • Albumtitel: I Syndens Slør
  • Spielzeit: 40:43 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Huldra Records/ Norwegen-Import
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Heaven
  • Veröffentlichung: ??.12.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Hinter dem norwegischen Trio HULDRA stehen Kenneth Pedersen (Vocals, Gitarre), Tomi Pederson (Gitarre, Bass) und Arnfinn Knutsen (Drums), die Ende der 80er unter dem Namen HEAVEN mit "Take Me Back" einen echten AOR-Hammer abgeliefert haben. Danach wurde es schnell wieder ruhig um die Herren, bis 2001 schließlich HULDRA mit ihrem norwegischsprachigen Debüt "
Neste Morgens Lys" aufwarteten. Ganze drei Jahre, die 2003 durch die Wiederveröffentlichung von "Take Me Back" versüßt wurden, hat die Band ins Land streichen lassen, um ihren Landsleuten den langerwarteten Zweitling "I Syndens Slør" zu bescheren. Basierte "Neste Morgens Lys" noch deutlich auf dem AOR der vergangenen Tage, so stellt das neue Album eine wohlklingende Mixtur aus Westcoast ("Skyt Hål På Ledningen"), AOR ("Du Går") und herzerfrischen Melodic Rock ("Den Du E") dar, die man gelegentlich mit etwas SANTANA-Blut ("Evighetspina"/ Titeltrack) auffrischt. Dabei bewegen sich die Herren vornehmlich im gefühlvollen Balladen- bzw. sanften Midtempo-Bereich und fördern dabei solche Perlen wie "Her Står Eg" und "Kom Te Ditt Vindu" zutage, die ziemlich stark an das besagte HEAVEN-Album erinnern. Überhaupt muss man nach einigen Durchläufen feststellen, dass die norwegische Sprache den Songs ein „sanftes“ Melodienkleid verleiht und einfach perfekt zu dieser Stilrichtung passt. Lediglich beim sanft röhrenden Groover "Fine Mennesker" und beim angefolkten Stampfer "Ingen Vei Tebake" geht es etwas „rauer“ zur Sache. Unterm Strich ist dabei – obwohl ich des Norwegischen natürlich nicht mächtig bin – ein sehr unterhaltsames und unglaublich gutes Album herausgekommen.
Mit der spanischen Sprache haben wir uns in diesem Bereich mittlerweile schon ziemlich gut angefreundet... Wenn’s mal ein bisschen Norsk sein darf, dann solltet ihr unbedingt mal unter www.huldrarecords.no vorbeischauen. Es lohnt sich garantiert!

Sonny

Trackliste: 1. Evighetspina - 2. Du Gaar - 3. I Syndens Sloer - 4. Her Staar Eg - 5. Seinsommarstider - 6. Den Du E - 7. Fine Mennesker - 8. Kom Te Ditt Vindu - 9. Koss Kan Det Ha Seg - 10. Skyt Haal Paa Ledningen - 11. Ingen Vei Tebake  

Thanks to Huldra Records

Last Update: Sunday, 02. October 2005
created in January 2001 © by
Sonny