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Review:
Mit ihrem Debüt "Criticize The Truth" (2002) haben
EVIDENCE ONE sowohl hierzulande - als auch im Ausland - für
mächtig Furore gesorgt und beackerten im Vorprogramm der
britischen Metal-Ikone SAXON die europäischen Bühnen. Diese
Tour und die Auftritte bei diversen Festivals (u. a. beim Wacken
Open Air 2003 und beim legendären GODS OF AOR-Festival) scheinen
dem Quintett um FRONTLINE-Mainmann Robby Böbel und Sänger
Carsten Schulz (DOMAIN, MIDNITE CLUB) härtetechnisch nochmals
einen richtigen Schub verpasst zu haben. Zwar bewegen sich
EVIDENCE ONE auf ihrer zweiten Scheibe immer noch vorwiegend in
kernigen und kantigen Hard Rock-Gefilden, aber mit dem deftigen
Opener-Duo "Moonsigh" (orientalisch untermalt) bzw.
"Virus In My Veins", das durch ein grandioses
Gitarrenspiel und dezente Keyboards von Mr. Böbel besticht,
bestreiten sie erfolgreich metallische Pfade, ohne dabei den Sinn
für eingängige Melodien außen vor zu lassen. Nicht minder
druckvoll prescht der Stampfer "Written In Blood" mit
einer mörderischen Hookline durch die Gehörgänge um sich
unauslöschbar im Gehirn festzufressen. Der Titeltrack hingegen
stellt sich als typische EVIDENCE ONE-Hymne der Marke
"Criticize The Truth" heraus und dürfte
dementsprechend live auch mächtig abgehen. In annähernd die
selbe Kerbe schlägt der straighte Rocker und mein persönlicher
Favorit "When Thunder Hits The Ground"... Mächtig viel
Groove auf der Pfanne, stampfender Rhythmus, bestechende
Gitarrensolos und eine eingängige Chorusline, die geradezu zum
Mitgrölen einlädt. Aber EVIDENCE ONE können auch noch anders,
so haben sie z. B. mit den progressiv angelegten Songs "In
Love And War" oder "Anything I Need To Know" -
einem eh schon äußerst abwechslungsreichen Album - sehr gekonnt
noch weitere interessante Farbtupfer verpasst. Es scheint als
würden die verschiedenen Betätigungsfelder den Mannen wirklich
gut tun, denn Robby Böbel, Thomas "Hutch" Bauer (Bass)
und Rami Ali (Drums) können - im Gegensatz zu FRONTLINE - nun
endlich ungebremst abrocken und Carsten Schulz reift immer mehr
zu einem der besten Sänger in unseren Breiten. Durch die
Reduzierung der Keyboards und die Hinzunahme von Wolfgang
Schimmer als zweiten Gitarristen ist es der Band gelungen, ihre
enorme Live-Power auch im Studio einzufangen. Außerdem rundet
eine äußerst druckvolle Produktion den Silberling nahezu
perfekt ab. Obwohl ich persönlich das eingangs erwähnte Debüt
noch um den berühmten letzten Tick besser finde, würde es mich
nicht wundern, wenn EVIDENCE ONE mit "Tattooed Heart"
der Sprung in die Charts gelänge und somit den eigentlichen
Hauptbands der Akteure alsbald den Rang ablaufen würde. We will
see!
| Trackliste: | 01. Moonsigh |
Thanks to Markus & Jaap @ Nuclear Blast
weitere Reviews über
EVIDENCE ONE:
EVIDENCE ONE/ The Sky Is The Limit (Album Of The Month/ June 2007)
EVIDENCE ONE/ Criticize The Truth
You can check out an exclusive pre-listening of the whole album over here!
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Review:
Nachdem MTM bereits zeitgleich mit dem letzten ZENO-Album
"Listen To The Light" (1998) den Zweitling bzw. die Demo-Collection "Zenology" veröffentlicht hat, wird nun der
Backkatalog mit dem selbstbetitelten Debüt vervollständigt. Via
MTM Classix kommt das 1986 veröffentlichte Album komplett
remixed und remastert dieser Tage erneut auf den Markt. Wenn man
sich solche Perlen wie die mit russischer Folklore angehauchte
Ballade "Love Will Live" oder die majestätisch
schreitende Hymne "Emergency" zu Gemüte führt, dann
kann man gut verstehen, warum die Band um Gitarrist Zeno Roth
(Bruder des Gitarrenvirtuosen Uli Jon Roth) mit ihrem asiatisch
untermalten Melodic Rock seinerzeit 25.000 Exemplare im Land der
aufgehenden Sonne absetzen konnte. Allein der fernöstlich
anmutende Opener "Eastern Sun" oder der Groover
"Signs On The Sky", der mit hymnischen Chören sofort
zum Mitsingen ermuntert, rechtfertigt die Anschaffung dieser
Scheibe. Die tontechnische Überarbeitung und die stattliche
Anzahl an Bonustracks (u. a. die Ur-Versionen von "Signs On
The Sky" und "Don't Tell The Wind") dürfte den
Silberling nicht nur für Genre-Neulinge, sondern auch für
Sammler, die das Original in ihren Reihen wissen, durchaus zum
Objekt der Begierde machen. Wie auch immer: "Zeno"
gehört in jeden gutgeführten Melodic Rock-Haushalt.
PS. unter den Bonustracks solltet ihr eure Aufmerksamkeit vor
allem dem Rotzrocker "Don't Count Me Out" und dem
melodisch-fesselnden "How Can I Know" widmen.
| Trackliste: | 01. Eastern Sun 4:45 The Making Of ZENO Extra Tracks: 12. Don't Count Me Out 3:36 - 13. Signs On The Sky (Earlier Version) 3:42 - 14. How Can I Know 3:27 - 15. Don't Tell The Wind (Earlier Version) 5:20 - 16. Love Will Live (extended 12" Version) 6:28 |
Thanks to Sebastian
@ MTM Music
weitere Reviews über ZENO:
ZENO/ Runway To The Gods
(Album Of The Month/ October 2006)
ZENO/ Zenology II
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Review:
Seinen Ursprung hat Pläne Records, das zu Beginn der 70er zum
wichtigsten und bekanntesten Verlag für das deutsche, politisch
links-angehauchte Liedgut wurde, vor auf den Tag genau 40 Jahren.
Im Laufe der Jahre hat der Verlag aber auch seine Fühler nach
internationalen Interpreten ausgestreckt, sodass der
Pläne-Verlag im Grunde genommen die Urheberrechte auf den
Begriff Weltmusik für sich in Anspruch nehmen könnte. Zum
Anlass ihres 40jährigen Bestehens hat die Plattenfirma nun diese
vorliegende Compilation, die von Weltmusik-Redakteur und DJ Badre
Lammghi zusammengestellt wurde, veröffentlicht. Diese
Zusammenstellung stellt eine erlesene Auswahl aus dem aktuellen
Pläne'schen Repertoire dar und beschränkt sich ausschließlich
auf die internationalen Artisten des Verlags. Für
Rockmusik-Fans, die der Weltmusik nicht abgeneigt sind, dürften
allem voran die Beiträge der Schwedisch/ Indischen Kultband
MYNTA ("Jaane Kya Hua") oder "Khandagaity"
von den Mongolen YAT-KAH, die stampfenden Hard Rock -
unterstützt mit traditionellen Gesängen und Instrumenten - mit
klassischen Kehlkopf-Gesang zu einem atemberaubenden
Klangerlebnis werden lassen, das Salz in der Suppe sein. Aber
auch OYSTERBANDs "In Your Eyes", das aufgrund seiner
irischen Elemente zum Abzappeln, Stampfen und Mitrocken einlädt,
oder das sambalastige "Blown On Wind" (SANTANA lässt
grüßen!) der Südafrikanerin BONGI MAKEBA erweisen sich
durchaus als Rock-kompatibel. Für tanzbares französisches Flair
sorgen Akkordeon-Magierin LYDIE AUVRAY ("Oh Ma
Cannellou") und ihr männliches Pendant MICHEL MACIAS
("Mohabixho"). Auch das russischsprachige "Moskau
- Odessa" vom mittlerweile verstorbenen Moskauer
Liedermacher VLADIMIR VOSSOTZKI glänzt im rotzigen Gewand des
französischen Chansons und bei der Klavier-Nummer "Zelbike
Gasn" von GIORA FEIDMAN will man sogar vermeintliche Zitate
aus der Casablanca-Schnulze "As Time Goes By"
heraushören. Die Beiträge aus Griechenland (MARIA FARANTOURI),
Argentinien (ATAHUALPA YUPANQUI) und Brasilien (BADEN POWELL)
zielen hingegen auf die reinrassigen Weltmusik-Fans ab. Obwohl,
eine Nummer wie den von MARIA FARANTOURI, NADIA WEINBERG und
ELINOAR MOAV VENIADIS interpretierten "Song Of Songs",
der abwechselnd in englischer, griechischer und hebräischer
Sprache dargeboten wird, könnte man sich mit Abstrichen auch im
Programm von NIGHTWISH vorstellen. Ein sehr facettenreiches
Album, das nicht nur den Weltmusik-Puristen ansprechen dürfte,
sondern auch etwas für den Fan der rockigeren Klänge einige
Überraschungen parat hat.
| Trackliste: | 01.TONY FALANGA - Nana [1:26] - 02.MIKIS THEODORAKIS/NADIA WEINBERG - Song Of Songs [4:04] - 03.GIORA FEIDMAN - Zeblike Gasn [3:19] - 04.ABDULLAH IBRAHIM - Touch Of Your Lips [3:19] - 05.ATAHUALPA YUPANQUI - Danza De La Paloma Enamorada [2:42]- 06.BADEN POWELL - A Felicidade [4:25] - 07.MARIA FARANTOURI - To Treno Fevgi Stis Ochto [3:45] - 08.MICHEL MACIAS - Mohabixho [3:40] - 09.EDDIE & FINBAR FUREY - Rocky Roll Reel [4:14] - 10.MYNTA - Jaane KyaHua [4:37] - 11.YAT-KHA - Khandgaity [3:16] - 12.OYSTERBAND - In Your Eyes [4:16] - 13.LYDIE AUVRAY - Oh Ma Cannelou [3:28] - 14.SERGE LOPEZ - Solear [3:09] - 15.LLUIS LLACH - Junts [3:30] - 16.BERNARDO SANDOVAL - Mariposa [3:40] - 17.SALSA PICANTE - A Mi Tierra [5:55] - 18.THE ORIGINAL KOCANI ORKESTAR - Agonija [5:21] - 19.BONGI MAKEBA - Blow On Wind [4:38] - 20.VLADIMIR VISSOTZKI - Moskau-Odessa [2:58] |
Thanks to Jochen @ Pläne Records
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Review:
Da das Debüt "Perfect Chaos" (1994) seinerzeit nicht
über das Insider-Dasein hinausgekommen ist, dürfte HIGHER
GROUND in unseren Breiten nicht allzu bekannt sein. Doch an
diesem Umstand dürfte das Nachfolgerwerk "A Thousand
Pieces" eigentlich ziemlich schnell etwas ändern, denn mit
ihrem Mix aus traditionellem AOR, der stellenweise an HAREM
SCAREM erinnert, und dem sogenannten NuBreed müsste der
schwedische Fünfer eigentlich genau den Nerv der Zeit getroffen
haben. Zumal das Album mit ausgefeilten Arrangements, dezenten
weiblichen Backgrounds, dem ausdrucksstarken Gesang von Peter
Lindberg und einem in sich greifenden Zusammenspiel aller Akteure
zu punkten weiß. Zum Antesten eignen sich vor allem der lässige
Stadion-Rocker "I Feel Alive" (erinnert stellenweise an
den 80er Sound von U2), das etwas bizarre und aggressive
"Goodbye" (Riff-Monster) oder das rotzig-melodisch
stampfende "Another Day" hervorragend. Zwar sind einige
Durchläufe von Nöten bis man den richtigen Zugang zu den
besagten Nummern bekommt, aber danach fressen sie sich regelrecht
wie Würmer in der Birne fest.
| Trackliste: | 1. Inside Me, 2. Speechless, 3. I Feel Alive, 4. Goodbye, 5. Shes Gone, 6. Falling Apart, 7. Cry, 8. Another Day, 9. She Plays, 10. Believe, 11. The Genius |
Thanks to Birgitt @ Germusica
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Review:
Nachdem ich nun zwar ziemlich verspätet, aber überraschend doch noch in den
Genuss der ersten UNCHAINED-Single "My Guide" gekommen bin, hege ich
gewisse Zweifel an der Aussagekraft des von Kollege Christian besprochenen Debütalbum
"Unchained". Ich kann während der drei Tracks weder seine Vergleiche
zu SONATA ARCTICA oder GAMMA RAY, noch zu PINK CREAM 69 nachvollziehen. Das Gehörte
kommt eher einer Mischung aus IRON MAIDEN goes Melodic Metal ("My
Guide"), EDGUY ("Like A Candle")
und BALTIMOORE zu "THOUGHT FOR FOOD"-Zeiten ("My
Guide"/ Demoversion) – gepaart mit der Rotzigkeit der früheren MÖTLEY
CRÜE ("Open Your Eyes") – gleich. Diese doch recht
vielversprechende Single lässt ordentlich aufhorchen und macht mich jetzt doch
mächtig neugierig auf das selbstbetitelte Debüt der Schweden...
| Trackliste: | 1. My Guide - 2. Open Your Eyes - 4. Like The Candle - 5. My Guide (pre-production version) |
Thanks to Luis & Gilson @ Sound Riot Records
weitere Reviews über UNCHAINED:
UNCHAINED/ Unchained
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Review:
Die Formkurve zeigt steil nach oben im Fall von TWILIGHTNING!
Wobei ihrem Vorgänger "Delirium Vail" teilweise noch
deutliche Schwächen auszumachen waren, haben die sechs Finnen es
innerhalb eines Jahres geschafft fast sämtliche Fehler und
Schwächen zu beseitigen. Und somit klingt ihr aktuelles Album
deutlich gereifter und glatter. Auch die Produktion ist diesmal
eher der Musik angepasst und verleiht den zehn Songs den
richtigen letzten Biss. Musikalisch sind die Jungs ihrem eigenen
Still treu geblieben und bewegen sich noch immer im Bereich des
melodischen Power-Metal. Jedes der Lieder von "Plague-House
Puppet Show" kommt mit eingängigen Refrain über die
Ostssee und überrascht teilweise mit extrem harten Power-Riffs,
die diesmal noch eine Spur härter ausgefallen sind als auf dem
Vorgängeralbum (z. B. "Painting The Blue Eyes").
Insgesamt muss man einfach sagen, dass TWILIGHTNING eine klare
Bereicherung darstellen und deutlich neue Akzente im melodischen
Metal-Bereich setzen. Keine abgedroschenen Klitsches, die wir
wohl alle nur zu gut von anderen bekannten Bands kennen.
Spitzenleistung! Klarer Fall, dass sich das Sextett mit dieser
tadellosen Darbietung die Höchstnote verdient hat, weiter so!
Anmerkung: Pädagogisch sehr wertvoll und absolut empfehlenswert
;-)
| Trackliste: | 1. Plague-House Puppet Show -2. Into Treason - 3. The Fiend - 4. Victim Of Deceit - 5. Painting The Blue Eyes - 6. In The Fervor's Frontier - 7. Fever Pitch - 8. Diamonds Of Mankind - 9. Riot race - 10. Lubricious Thoughts |
Thanks to Jan @ Sure Shot Worx
weitere Reviews über
TWILIGHTNING:
TWILIGHTNING/ Delirum Veil
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Review:
ENERTIA wurden 1996 in New York von Scott Featherstone &
Roman Sigleton (beide Gesang und Gitarre) gegründet: Innerhalb
eines Jahres schafften sie es dann sich im NY Underground einen
fantastischen Ruf zu erarbeiteten und traten seitdem bei mehr als
200 Festivals und 290 Club Shows auf. Bis zu ihrem Debütwerk
"Force", das uns jetzt vorliegt, war es also kein
leichter Weg. Der aber meiner Meinung nach jetzt aber auf das
Gründlichste belohnt werden sollte, denn die Boys vereinen auf
ihrem Silberling die kompromisslose Linie von NEVERMORE mit der
musikalischen Vielfalt von PYSCHOTIC WALTZ und verfeinern diese
ohnehin brandheiße Mischung mit genialem Riffing in der Art von
EIDALON. Ein wirklich hammermäßiges Album für Heavy Metaler,
die ohnehin schon über ein gut austrainiertes Genick verfügen!
Absoluter Abschuss dieses Albums ist der Opener "Time To
Go", der einem gleich mal gehörig in den Arsch tritt und
sogleich in die Stimmung bringt um die nächsten 50 Minuten
richtig genießen zu können! Fazit: Hoch mit der Pommesgabel und
"Bang your fuckig Head"!!! Moderner Thrash wie er nur
selten besser zu bekommen ist. Kaufen, kaufen ... du sitzt ja
noch immer vor deinem Rechner. Jetzt aber schnell!
| Trackliste: | 1. Time To Go - 2. Messed Up Son - 3. Anything - 4. Secrets - 5. Bleed - 6. Not Alone - 7. Hole I The Head - 8. Clearer - 9. Withstand - 10. The Sky Is Falling - 11. Gun |
Thanks to Alfie @ Mausoleum Records
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Review:
Was MTM Classix in letzter Zeit wiederöffentlichen, müsste den
Fan des gepflegten 80er Hard/ Melodic Rocks eigentlich in schier
endlosen Freudentaumel versetzen. Diesmal haben sich die
Münchener dem schwergesuchten Debüt der nordamerikanischen
AOR-Band RPM angenommen und das Klassikermaterial mit fünf
zusätzlichen Nummern erstmals auf CD gebannt. Den Opener "A
Legend Never Dies", der schon auf diversen Bootlegs im
letzten Jahrzehnt die Runde machte, dürfte eigentlich jedem
traditionsbewussten Hard Rock-Freak im Ohr hängen. Aber diese
fantastische Hymne war bei weiten nicht der einzige Killer, der
auf dieser Scheibe zu finden war. Da wären - um nur einige zu
nennen - z. B. die Ballade "I Don't Feel The Same", die
durch wunderschöne Melodien und gefühlvolle Arrangements (ganz
FOREIGNER-like) zu gefallen weiß, oder die romantische
Midtempo-Rocker "You" und der mächtig elegante
Stampfer "Firestarter". Auch das Bonusmaterial schlägt
in die selbe Kerbe und ist (Gott sei Dank) weit entfernt vom
unsäglichen Lückenfüller-Status. Wobei das fröhlich-wippende
"On Again, Off Again", "Deeper In Love" mit
seinen eingängigen Chören und das an DURAN DURAN erinnernde
"Every Heart To Break" besonders gute Laune verbreiten.
Dieses Teil muss man als anspruchvoller Hard/ Melodic Rock Fan
einfach in seiner Sammlung wissen. Abschließend bleibt nur noch
zu hoffen, dass MTM Classix auch bald den RPM-Zweitling
"Phonogenic" aus dem Dornröschenschlaf erweckt.
| Trackliste: | 01. A Legend Never Dies
- 02. 2+2 - 03. I Don't Feel The Same - 04. Rendevouz - 05. Envy Unreleased Bonustracks: 11. On Again, Off Again - 12. Oh, Oh Pamela - 13. Deeper Than Love - 14. Hands - 15. Every Heart You Break |
Thanks to Sebastian
@ MTM Music
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Review:
Das Quintett COURAGEOUS aus Frankfurt (kleine frage: West oder
Ost also Oder oder Main?) traten bereits 2001 auf dem uns allen
bekannten Bang Your Head-Festival auf, wo sie die Massen durch
einen sehr professionellen Gig auf Anhieb zu überzeugen wussten
(hab's selbst miterlebt)! Und nun liegt uns von dieser Combo das
erste Reguläre Scheibchen vor, eben "Inertia". Zu
beschreiben ist diese Mischung aus Power-Thrash-Nu und Heavy
Metal wirklich schwer! Teilweise erinnert COURAGEOUS an KORN oder
andere bekannte Nu-Metal Bands (höre hierzu Track 5
"Invisible Enemy") dann wieder wie NEVERMORE und
diverse Power Metal-Größen ("Intertia", "Fade
Away" oder "Tortured By Memories"). Alles in allem
ein super geglückter erster Output, der sich wirklich hören
lassen kann und welcher der Band hoffentlich weit über unsere
Landesgrenzen hinweg ein treue Anhängerschaft bescheren wird.
Speziell jüngeren Leuten dürfte die sehr energiegeladene Musik
gefallen. Aber auch Musikliebhabern der etwas älteren Gattung
wird dieses qualitativ sehr hochwertige und abwechslungsreiche
Album zusagen. Fazit: Wohl einer von leider viel zu wenigen
deutschen Metal Höhepunkten in diesem Jahr. Unbedingt Gehör
schenken!
| Trackliste: | 1. Inertia - 2. Trapped - 3. Fade Away - 4. Together As One - 5. Invisible Enemy - 6. Tortured By Memories - 7. In Doom - 8. All These Years - 9. The Puppeteer - 10. But My Freedom - 11. Free Will - 12. Tear Off My Mask |
Thanks to Alfie @ Mausoleum Records
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Review:
Der Frontiers-Stall nimmt langsam überdimensionale Formen an,
denn nun wissen die Italiener mit BRAZEN ABBOT, der Band von
Ausnahmegitarrist, Komponist und Multi-Instrumentalist Nikolo
Kotzev, einen weiteren Hochkaräter in ihren Reihen. Nach vier
Studio-Alben, für die er sich Sangesgrößen wie Glenn Hughes
(ex-DEEP PURPLE), Göran Edman (ex-YNGWIE MALMSTEEN, KHARMA),
Thomas Vikström (ex-CANDLEMASS, STORMWIND) und Joe Lynn Turner
(ex-RAINBOW) ins Studio geholt hat, präsentiert er zum
10jährigen Band-Jubiläum erstmals ein Live-Album.
Mitgeschnitten wurde die "A Decade Of Brazen Abbot",
während der ersten BRAZEN ABBOT-Tour am 31. Juli letzten Jahres
beim Konzert in Sofia/ Bulgarien. Auf der Tour durch sein
Heimatland begleiteten ihn Sänger Joe Lynn Turner, Lars Pollack
(Keyboards), Wayne Banks (Bass) und Schlagzeuger Thomas Broman.
So ganz gerecht wird die Veranstaltung ihrem Titel allerdings
nicht, denn die Setlist setzt sich aus nahezu dem kompletten
Material des letzten Albums "Guilty As Sin" zusammen.
Lediglich die zweite BRAZEN ABBOT-Scheibe "Eye Of The
Storm" wurde in Form von "The Road To Hell", das
mit einem herrlichen Drum-Solo eingeleitet wird, bedacht. Anstatt
auch auf Material vom Debüt "Live & Learn" oder
"Bad Religion" zurückzugreifen, gibt man mit
"Can't Let You Go" und "I Surrender" zwei
RAINBOW-Klassiker aus der Joe Lynn Turner-Ära zum Besten. Was
sich allerdings als wahrer Glücksgriff herausstellt, denn die
beiden Nummern werden vom Publikum richtig frenetisch abgefeiert
und bieten zudem eine willkommene Abwechslung zum eigenen
Material. Beschlossen wird das Album mit der atemberaubenden
Acoustic-Version des Hits "Love Is On Our Side", dem
Japan-Bonus von "Guilty As Sin". Schon alleine diese
zusätzliche Studio-Nummer rechtfertigt den Kauf dieser
Live-Konserve.
| Trackliste: | 1. Intro - 2. Mr. Earthman - 3. One life to live - 4. Slip away - 5. Guilty as sin part 1 - 6. Guilty as sin part 2 - 7. Supernatural - 8. Keyboard solo - 9. Can't let you go - 10. I'll be free - 11. I surrender - 12. Drum solo - 13. Road to hell - 14. Love is on our side (Acoustic Version) |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über BRAZEN ABBOT:
BRAZEN ABBOT/ My Resurrection
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Review:
Nun kommen wir - Dank Detonator Records - endlich auch in
Deutschland (ganz ohne teure Import-Umwege) in den Genuss der
neuen Scheibe von Großmaul DAVID LEE ROTH. Das Album wurde in
den Staaten zwar bereits vor gut 1 1/2 Jahren veröffentlicht,
aber da sich der ehemalige VAN HALEN-Frontmann auf einem Terrain
bewegt, das nicht nur ausschließlich mit Rockmusik zu tun hat,
scheuten wohl viele Plattenfirmen hierzulande das Teil auf den
Markt zu bringen. Trotzdem kann ich diese zögerliche Einstellung
nicht ganz nachvollziehen, denn auch nach zahllosen Durchläufen
kann ich beim besten Willen nichts Schlechtes (abgesehen von dem
unsäglichen "Act One") an "Diamond Dave"
finden . Klar, die meisten Fans hätten sich nach so langer Pause
ein Album mit einigen Songs gewünscht und nicht eine Scheibe,
die zum Großteil von Cover-Versionen dominiert wird. Aber
andererseits unterstreicht Mr. ROTH mit diesem aufgefallenen
Longplayer erneut, dass er einer der besten Entertainer unsere
Zeit ist. Lässig und gekonnt schlängelt er sich durch Blues
("You Got The Blues, Not Me ...") über Soul
("Made Up My Mind") und Funk ("Stay While The
Night Is Young)" bis hin zu Swing ("Ice Cream
Man") und Big Band Sound ("Bad Habits"). Lediglich
mit der stampfenden Eigenkomposition "Thug Pop"
(erinnert stellenweise an AEROSMITH) wildert Diamond Dave in
rockigeren Gefilden. Es ist einfach eine Wohltat wie der Meister
die Songs von den DOORS ("Soul Kitchen"), BEATLES
("Tomorrow Never Knows") und HOMBRES ("Let It All
Hango Out") oder von JIMI HENDRIX ("If 7 Was Six)"
und STEVE MILLER ("Shoo Bop") auf seine eigene und
unverkennbare Weise interpretiert. Für die instrumentale
Begleitung holte der Sänger u. a. Brain Young (Gitarre), Ray
Luzier (Schlagzeug/ MEDICINE WHEEL) und James LoMenzo (Bass/
WHITE LION/ ZAKK WYLDE) ins Boot.
Fazit: Dieses Album verlangt musikalische Offenheit, denn eines
ist sicher, DAVID LEE ROTH ist nicht so leicht in eine Schublade
zu zwingen und seien wir uns mal ehrlich, dieser Mann hat alleine
im kleinen Zeh mehr Charisma als all die derzeit hochgezüchteten
Stars und Sternchen zusammen.
| Trackliste: | 1. You Got The Blues, Not Me... - 2. Made Up My Mind - 3. Stay While The Night Is Young - 4. Shoo Bop - 5. She's Looking Good - 6. Soul Kitchen - 7. If 6 Was 9 - 8. That Beatles Tune - 9. Medicine Man - 10. Let It All Hang Out - 11. Thug Pop - 12. Act One - 13. Ice Cream Man - 14. Bad Habits |
Thanks to Ralph @ Indevent Promotion
weitere
Reviews über DAVID LEE ROTH:
DAVID LEE ROTH/ Diamond Dave
(US-Import)
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Review:
TWILIGHT GUARDIANS stammen aus Finnland, wo sie mittlerweile auch
einen sehr guten Ruf besitzen. Und spätestens seit ihrer Mini-CD
"Land Of The Kings" waren die 4 Jungs um Vesa Virtanen
(Vocals) auch bei uns zumindest im Underground bekannt: Für
ihren CD-Erstling "Tales Of The Brave" (2002) bekamen
sie bei allen bekannten Fach-Mags durch die Bank gute Kritiken.
Jetzt sollte ihnen der verdiente Durchbruch nicht länger verwehr
bleiben da ihr neues Album "Wasteland" quer durchs Beet
einwandfreie Power Metal-Nummern bietet, die alle samt mit
eingängigen Hooks und Riffs bestückt sind. Besonderen Lob
verdient die in meinen Augen sehr gute Coverversion des JUDAS
PRIEST-Klassikers "Rocka Rolla", die hier in einem sehr
modernen Kleid rüberkommt, aber trotzdem zu überzeugen weiß.
Aber Medaillengewinner der 10 hier anwesenden Anwärter ist
verkappte Titeltrack "King Of The Wasteland", der alle
anderen durch seinen coolen Refrain in den Schatten stellt.
Fazit: Ein Album für wohl jeden Metaller, der sich mal gerne
wieder eine frische Brise Melodic-Power-Metal um die Nase wehen
lassen möchte.
| Trackliste: | 1. Weak Generation - 2. The Next Call - 3. Search For Grace - 4. Angels - 5. King Of The Wasteland - 6. Time Has come - 7. Farher's Cave - 8. Rocka Rolla - 9. The Wraith - 10. Hellward |
Thanks to Jan @ Sure Shot Worx
weitere Reviews über
TWILIGHT GUARDIANS:
TWILIGHT GUARDIANS/ Sin Trade
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Review:
Obwohl der Erstling von THE SIGN zu meinen persönlichen
Lieblingsalben aus dem Jahre 2000 gehört, komme ich mit dem
Nachfolgewerk "The Second Coming" auch nach unzähligen
Durchläufen nicht ganz zurecht. Wahrscheinlich beruht dieser
Umstand auf der Tatsache, dass die neue Scheibe, welche die
"Aryon"-Geschichte weitererzählt, eine deutlich
progressivere Schlagseite aufweist als das relativ leicht
verdauliche und eingängige Debüt "Signs Of Life".
Diese Zeilen sollen aber nicht den Eindruck erwecken, dass
"The Second Coming" ein schlechte Scheibe ist, denn die
Sänger Terry Brock (ex-STRANGEWAYS) und Randy Jackson (ZEBRA)
sowie Songwriter/ Multi-Instrumentalist Mark Mangold (DRIVE, SHE
SAID) gehören nach wie vor zur ersten Garde ihrer Zunft, aber
stellenweise ist "The Second Coming" doch etwas zu
trocken bzw. unruhig ausgefallen und vielleicht zu übertrieben
auf Komplexität getrimmt. Sprich die zündenden und
mitreißenden Elemente, die beim speedlastigen Kracher
"Motorcycle Messiah" oder bei der röhrenden Hymne
"Shine" gelegentlich aufblitzen, sind im Vergleich zum
sehr ausgewogenen Vorgänger doch ziemlich rar gesät. Nur allzu
selten kommt das ausdruckstarke Organ von Terry Brocks so frei
zur Entfaltung wie bei der Gänsehaut-Nummer "Keep On
Breathin'". Unterm Strich bleibt ein Album, das bei
eingeschworen Fans von KANSAS, STYX oder ZON regen Anklang finden
müsste, aber der Großteil der THE SIGNS-Anhängerschaft (mich
eingeschlossen) hat sich von "The Second Coming" -
aufgrund des phänomenalen Erstlingswerks der Supergroup -
wahrscheinlich ein bisschen mehr erwartet. Nichtsdestotrotz ist
"The Second Coming" gelungener Pomp Rock, der es wert
ist Gehör zu finden.
| Trackliste: | 1. Aryon Overture - 2. Stained (Gone) - 3. The Morning After (Time to run) - 4. Motorcycle Messiah - 5. Shine - 6. Bliss - 7. If For One Moment - 8. Flame Of The Oracle - 9. The Ooze - 10. Inner Child (Exorcise) - 11. Black Mountain - 12. Keep On Breathin' - 13. Shine (Finale) - 14. Rapture (Ode to Aryon) - 15. Maniac |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Wenn ich mich mit einer Musikrichtung wirklich schwerlich anfreunden kann, dann
ist das wohl der Hardcore. Daher ging ich auch mit ziemlich gemischten Gefühlen
an das neue Album von LAST WARNING heran, aber nach einigen Durchgängen muss
ich zugeben, dass der Sound des Österreicher-Quintett – trotz aller
Aggressivität und allem Speed – seine Mauern auf einem durchaus melodischen,
metallischen und punkig angehauchten Fundament aufgebaut hat. Der melodischste
Track auf "Face 2 Face" ist wohl ohne jeden Zweifel der eigentliche
Opener "Nothing", der sich anhört als hätten NEW ORDER und eine
„Gute Laune“-Punkband beschlossen gemeinsam metallischen Hardcore zu machen.
Auch der relativ düstere und leicht mystische Kracher "Immortality"
ist fernab von chaotischen Gebolze und beim apokalyptisch-hektischen Stampfer
"The Beginning Of The End" sind sogar gelegentlich CUREsche
Gitarrenlinien auszumachen. Zwar haben sich meines Erachtens mit "Give Me
Break" und "Something To Say" auch zwei Songs eingeschlichen, die
haarscharf an der Schmerzgrenze vorbeizischen, aber im Großen und Ganzen kann
sich auch ein Melodic Metal-Freak (wie ich) mit dieser aggressiv-melodischen
Mischung aus Hardcore, Punk und Metal ganz gut anfreunden. Ob sich LAST WARNING
allerdings im schier unüberschaubaren internationalen Genredickicht durchsetzen
können, wird die Zeit zeigen. Antesten sollte man die Band auf alle Fälle
mal... alsdann, ab auf die nächste Welle und auf www.lastwarning.at
gesurft.
| Trackliste: | 01. Hate Me - 02. Nothing - 03. Bang - 04. I Wanna Feel - 05. Immortality - 06. Give Me A Break - 07. Something To Say - 08. The Beginning Of The End - 09. Face To Face - 10. Inside Me - 11. Just For The People |
Thanks to Grini @ Last Warning
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Review:
MIKE KENEALLY (Sänger/ Songwriter/ Produzent/ Ausnahmegitarrist) wird den
meisten Lesern wahrscheinlich durch seine Arbeiten mit FRANK ZAPPA und STEVE VAI
bekannt sein. In letzter Zeit ist er mir persönlich allerdings durch seinen
Gastauftritt auf dem zweiten CHAIN-Album "chain.exe" aufgefallen. Für
seinen neusten Solostreich hat sich das Multi-Talent mit Gitarrist Rick Musallem,
Bryan Beller (Bass/ MULLMUZZLER) und Schlagzeuger Nick D’Vergilio (TEARS FOR
FEARS/ GENESIS) umgeben und einen Longplayer eingespielt, der allen ZAPPA oder
VAI-Fans das Herz in der Hose aufgehen lassen müsste. Auf "Dog" ist
ein kunterbunter Eintopf, der sich nicht allzu leicht kategorisieren lässt,
denn hier verschmelzen Hardcore mit Blues, Progressive Rock mit Reggae-Rhythmen
("Raining Sound"), Jazz mit Funk ("Choosing To Drown") und
den fesselnden, unfassbaren Fantasien a la FRANK ZAPPA und STEVE VAI
("Simple Pleasure" oder "Physics"). Die Highlights dieser
Scheibe sind vor allem das relaxte "Splane", das akustisch-swingende
"Gravity Grab" und der bassgeschwängerte Groover "Panda".
Ein echtes Meisterwerk, das alle bereits genannten Elemente in einer einzigen
Nummer vereint, haben MIKE KENEALLY und seine Mannen allerdings mit der
abwechslungsreichen – manchmal recht strange anmutenden – 15min-Nummer
"This Takes Like A Hotel" an den Start gebracht. Wie gesagt, ein
wahrer Ohrenschmaus für die Fans der oben erwähnten Herren. Aber wer mit
alternativ angehauchtem Experimental Art Rock nichts anzufangen weiß, sollte
lieber die Ohren von "Dog" lassen.
PS. den Genre-Freaks sei die Special Edition dieser Scheibe ans Herz gelegt,
denn die 2500 Exemplare sind nicht nur von MIKE KENEALLY selbst handsigniert und
–nummeriert, sondern enthalten noch eine umfassende DVD mit Live-Auftritten
der Band (5.1 Dolby Surround!), „behind the scene“-Material und vielem
mehr...
Falls ihr an der Scheibe interessiert sein solltet, dann schaut euch einfach
unter www.justforkicks.de um.
| Trackliste: | 1. Louie - 2. Bober - 3. Splane - 4. Pride Is A Sin - 5. Simple Pleasure - 6. Physics - 7. Raining Sound - 8. Choosing To Drown - 9. Gravity Grab - 10. This Tastes Like A Hotel - 11. Panda |
Thanks to Nicole @
Just For Kicks Music
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Review:
Wer hätte im schnelllebigen Heavy Metal-Geschäft ernsthaft
geglaubt, dass RAGE nach "Ten Years In Rage", den
erfolgreichen "Lingua Mortis"-Scheiben und dem
drohenden Ende bei den Aufnahmen zu "Ghosts" noch ihr
20jähriges Bandjubiläum feiern würden? Wahrscheinlich nur sehr
wenige Berufsoptimisten! Doch Bandleader Peavy Wagner (Gesang/
Bass) scheint in Saitenvirtuosen Victor Smolski und Drum-Tier
Mike Terrana ehrliche Sinnesgenossen gefunden zu haben und so
feiert das internationale Trio nach drei hervorragenden
Studio-Alben, die sie gemeinsam eingespielt haben, mit ihrem
ersten offiziellen Live-Album "From The Cradle To The
Stage" nun doch noch 20 Jahre RAGE. Mitgeschnitten wurde die
hochoffizielle Jubiläumsshow in der legendären Zeche zu Bochum
am 25. Januar 2004 und wird nun den Fans in Form einer sehr
atmosphärischen DCD präsentiert. Nahezu alle 15 Studio-Alben,
die das einzig verbliebene Urmitglied Peavy Wagner bisher in
seiner 20jährigen Karriere eingespielt hat, wurden
live-technisch bedacht. Lediglich auf Material aus
"Execution Guranteed" (1987), "Perfect Man"
(1988) und der 90er Scheibe "Reflections Of A Shadow"
wartet man in der gigantischen Setlist vergebens. Auch ist es
nicht weiter verwunderlich, dass sich selbige fast zur Hälfte
aus dem Material der letzten drei Scheiben zusammensetzt, denn
schließlich sind es genau jene Alben, die das Trio bisher
gemeinsam eingespielt haben. Nichtsdestotrotz klingt aber auch
das ältere Material wie z. B. die AVANGER-Hymne (so hießen RAGE
zu ihren Anfangstagen) "Prayers Of Steel", der Thrasher
"Sent By The Devil", das speedige "Suicide"
oder "Firestorm" und "Enough Is Enough", die
sich beide als gewaltige Live-Stampfer erweisen, so knackig und
frisch als hätten die drei Ausnahmemusiker diese Nummern erst
eben aus der Taufe gehoben. Bei der Klasse dieser Musiker ist es
nur verständlich, dass sie sich die Freiheit nehmen dem Publikum
ihr Können an ihren Instrumenten zu demonstrieren. Hierfür
eignet sich natürlich das Instrumental "Unity"
hervorragend, welches nahezu nahtlos in Mike Terranas gnadenloses
Schlagzeug-Solo ("Arnachy") übergeht, bevor Victor
Smolski einige Nummern später bei seinem Soli "Rocket
Science" die Saiten filigran und zügellos zum Glühen
bringt. Die absoluten Knüller auf diesem heißen Doppeldecker
sind - neben der Live-Hymne "Down" - der
Monster-Groover "Back In Time" und "Higher Than
Sky". Zuletzt genannte Mitsing-Nummer rundet die sagenhafte
Setlist nicht nur perfekt ab, sondern ist meines Erachtens die
Krönung eines atemberaubenden Gigs.
Also, doch nicht von der Wiege ins Grab, sondern erst auf die
Bühne und das hoffentlich (in dieser Besetzung) noch für
mindestens weitere 10 Jahre... In diesem Sinne: Hoch die Tassen!
Wem dieses fette Tondokument nicht ausreicht, der sollte sich am
besten auch gleich die gleichnamige Doppel-DVD einverleiben.
| Trackliste: | Disc 1 1. Orgy Of Destruction - 2. War Of World - 3. Great Old Ones - 4. Paint The Devil On The Wall - 5. Sent By The Devil - 6. Firestorm - 7. Down - 8. Prayers Of steel - 9. Suicide - 10. Days Of December - 11. Unity - 12. Anarchy (drum solo) - 13. Enough Is Enough - 14. Invisible Horizons - 15. Set This World On Fire Disc 2 1. Flesh And Blood - 2. Rocket Science - 3. Soundchaser - 4. Straight To Hell - 5. Back In Time - 6. Refuge - 7. From The Cradle To The Grave - 8. Black In Mind - 9. Solitary Man - 10. Don't Fear The Winter - 11. All I Want - 12. Higher Than The Sky |
Thanks to Martin @ SPV
weitere Reviews über
RAGE:
RAGE/ Soundchaser
RAGE/ Unity
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Review:
Es ist so ziemlich genau zehn Monate her, als Sänger Steve
Overland und HEARTLAND-Saitenzupfer Steve Morris mit dem
SHADOWMAN-Debüt "Land Of The Living" mächtig
aufhorchen ließen. Diesmal hat das Goldkelchen den
ex-TEN-Gitarristen Vinny Burns und seinen FM-Kumpel Pete Jupp
(Drums) um sich geschart, um unter dem Namen THE LADDER ein
weiteres Highlight zu kreieren. Stilistisch bewegt sich das
Quartett, das mit Bob Skeat am Bass komplettiert wird, zwischen
melodisch-eingängigem ("Like Lovers Do") und
riffbetonten ("Say It Like It Is") Hard Rock. Innerhalb
dieses Spektrums haben sie die richtige Balance zwischen
gefühlsechten Balladen ("Do You Love Me Enough"),
einfühlsamen Midtempo-Nummern ("Closer To Your Heart")
und stampfenden Rock-Hymnen ("Dangerous") gefunden. Als
weitere Anspieltipps möchte ich euch das schleichende "All
I Ever Wanted", das mit mächtigen Riffs und dezent
eingestreuten Hammond-Parts zu gefallen weiß, oder das lässig
rockende "Too Bad", das mich stellenweise an FOREIGNER
erinnert, ans Herz legen. Produktionstechnisch hat Steve Morris
(HEARTLAND, SHADOWMAN) das äußerst unterhaltsame Album veredelt
und so erklingt "Future Miracles" in einem sehr klaren,
aber druckvollen Sound. Wer schon vom SHADOWMAN-Erstling angetan
war, wird von diesem Album hellauf begeistert sein.
Thanks to Birgitt @ Germusica
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Review:
Leute, wie doch die Zeit vergeht! MTM-Music schickt seine
hauseigene Compilation mittlerweile schon in die zehnte Runde.
Für diese Jubiläumsausgabe hat sich das Münchener Label etwas
ganz besonderes einfallen lassen. So besteht die Trackinglist
erstmalig aus bisher nur unveröffentlichten Material und wartet
mit so einigen Überraschungen auf. Da wären z. B. der Opener
"All In All" von einer Band namens RELAPSE, die um
ex-CITA/ GUILD OF AGES-Sänger Danny Martinez gegründet wurde
und so ziemlich aus dem Original-LineUp von CITA besteht, oder
der Stampfer "Everything About Your" vom hoffentlich
bald kommenden neuen FATE-Album. Des weiteren machen die
Stadion-Rocker "Pray For The Rain" oder der
mitreißende Groover "Cross My Heart" ordentlich
Appetit auf die nächsten Album von BRUNOROCK bzw. SEVEN WISHES
(auf "Destination" freue ich mich jetzt schon wie ein
kleines Kind ;-) Die Highlights sind meines Erachtens die
Mitsing-Hymne "Farewell" von SHYLOCK und der
phänomenale Semi-Acoustic-Stampfer "Never Change" von
S.I.N. (Killer!!!), die beide Thomas Hässler gewidmet sind.
Außerdem besticht der ZENO-Shouter "Call To The
Heart", der wohl einer der Bonustracks auf "Zenology
II" (re-issue von "Zenology") sein wird, mit
hochkarätigen Live-Qualitäten. Apropos Live! Beschlossen wird
das fast 75minütige Hörvergnügen mit zwei Live-Beiträgen
(Rough Mixes) vom diesjährigen Deep Impact-Festival zu München.
Zum einen wären das DARE mit ihrem majestätischen Kracher
"Into The Fire" und der FATE-Klassiker "Everything
About You". Dieses "goldene" Album ist für mich
persönlich die Krönung einer sehr gelungen Sampler-Reihe. Also,
ihr wisst was ihr am 15 diesen Monats zu tun habt. Ab zum Dealer
eures Vertrauens und lasst euch schon mal das verfrühte
Weihnachtsgeschenk aus dem Hause MTM für wenig Geld einpacken.
| Trackliste: | 01. RELAPSE/ All In All (Rough
Mix unreleased / forthcoming album t.b.a.)
4:22 - 02. MARTIE PETERS GROUP/ The Beast
Inside (unreleased / forthcoming album Martie
Peters Group) 3:58 |
Thanks to Sebastian
@ MTM Music
weitere Reviews über MTM
MUSIC COMPILATIONS:
VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation "10th
Anniversary" (Sampler-Tipp/ October 2006)
VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation Rock Ballads Vol. 6
VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation Rock Ballads Vol. 5
VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation Vol. 9
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Review:
Die überraschende Comeback-Scheibe "Dance With The
Witches" gehört zu meinen persönlichen Favorites aus dem
Jahr 2002. Daher setzte ich doch ziemlich große Hoffnungen in
das neue Album der liebevoll genannten Masters of Black Romantic,
doch nach ein paar Tagen intensivster Beschallung mit
"Witchcraft" macht sich doch etwas Ernüchterung in
meinen vier Wänden breit. Was aber nicht unbedingt heißen soll,
dass die Scheibe nicht gut ist, aber irgendwie hätte ich mir
persönlich mehr Nummern im Kaliber von "Frankstein's
Brother" gewünscht. Dieser Song stampft mit seinem
mörderischen Groove einfach alles ungespitzt in den Boden, was
sich ihm in den Weg stellt und ist zudem noch mit einer
gnadenlosen Hookline gesegnet. Auch der hymnische Opener
"The Sinister Child" und Ballade "Sleeping
Beauty", das sich mit barocken Elementen durch die
Gehörgänge schlängelt, ist mit allen Vorzügen ausgestattet,
die den Schwaben ihren bezeichnenden Beinamen eingebracht haben.
Das restliche Material jedoch vermag - abgesehen von der
düsteren Ballade "Blood Lies In My Hand" - den
genannten Beispielen nicht wirklich das Wasser zu reichen.
Entweder sind die Songs zu soft und zu sehr auf Nummer sicher
getrimmt ("Fallen From God") oder es mangelt ihnen am
letzten Quäntchen Durchschlagskraft ("Salome"). Zudem
hinterlässt ein stellenweise dünnbrüstiger Sound einen etwas
faden Nachgeschmack. Also bleibt unterm Strich ein Album, das
zwar keinen Fan der Band enttäuschen wird, aber auch nicht gegen
das letzte Album und die Klassiker der Band ansticken kann.
| Trackliste: | 01. The Sinister Child - 02. At The Break Of This Day - 03. Fallen From God - 04. Frankenstein´s Brothers - 05. Until The War Will End - 06. Witchcraft - 07. Sleeping Beauty - 08. Puppet In A Play - 09. The Kiss Of Death - 10. Moonfleet - 11. Salome - 12. The Drinking Song - 13. Blood Lies In My Hand (bonus track) - Stormwitch (feat. Martin Winkler/ bonus track) |
Thanks to Markus & Jaap @ Nuclear Blast
weitere Reviews über
STORMWITCH:
STORMWITCH/ Dance
With The Witches
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Review:
Die CD, die uns hier vorliegt eröffnet uns einen Blick auf 30
Jahre Blues History
und schmeißt uns Klassiker wie "Bad To The Bone" um
die Ohren. Dargeboten wird dieses Blues Rock-Gewitter von einer
super-tighten und präzise aufeinander eingespielten Band, eben
den oben genannten DESTROYERS. Alles in allem kann man hier der
Blues Rock Fan getrost zugreifen und wird sicherlich nicht
enttäuscht sein, aber richtige Überraschungen darf man nicht
wirklich erwarten, da jedem Kenner dieser Musikrichtung die
dargebotenen Stücke bestens bekannt sein dürften! Trotz
alledem: eine solide Darbietung, die ihre Qualitäten hat.
| Trackliste: | 01. Long Gone - 02. Who Do You Love - 03. Night Time - 04. I Drink Alone - 05. One Bourbone, One Scotch, One Beer - 06. Don't Let The Bossman Get You Down - 07. The Sky Is Crying - 08. Sweet Little Lady - 09. Greedy Man - 10. Bad To The Bone - 11. The Fixer - 12. That's It I Quit - 13. Rockin' My Life |
Thanks to Jan @ Sure Shot Worx
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Review:
Nachdem Jim Peterik und Toby Hitchcock für das PRIDE OF
LIONS-Debüt nicht zu unrecht mit geradezu fantastischen Kritiken
überhäuft worden sind, durfte man natürlich gespannt sein, ob
der Ausnahmemusiker/ -songwriter und sein junges Sangestalent
erneut ein Meisterwerk auf das Melodic Rock-Volk herablassen
würden. Und was soll ich sagen? Jawohl, sie haben! Wiederum ist
es Herrn Peterik gelungen die besten Elemente des 80er Melodic
Rocks in 12 meisterliche Hymnen zu packen und sie mit den
Möglichkeiten der heutigen Produktionstechnik zu ergänzen.
Herausgekommen sind dabei z. B. majestätisch arrangierte
Balladen wie z. B. "Back To Camelot" oder "Light
From A Distant Shore", die beide durch ihre orchestrale
Untermalung bestechen. Auf der anderen Seite stehen faszinierende
Rocknummern wie "Born To Believe In You" oder das
Eröffnungsduo "The Courage To Love Somebody" und
"Parallel Lines". Während erstere Nummern den Zuhörer
mit seinen seichten - aber allgegenwärtigen - Keyboards zu
fesseln weiß, punktet der Opener mit stampfenden Passagen und
einer gnadenlosen Hookline. Außerdem kann man sich dem
spanischen/ lateinamerikanischen Charme der Gitarren- und
Flötenparts im Titeltrack nur äußerst schwerlich entziehen. Zu
meinen persönlichen Favoriten gehören "Man Behind The
Mask", das sich anhört als hätten SURVIVOR, STYX und QUEEN
gemeinsame Sache gemacht, und der tempovariierende Rocker
"Letter To The Future", der durchaus auch aus der Feder
von GIORGIO MORODER hätte stammen können. Mit "The Gift Of
Song", einer Hommage an JOHN MILES findet ein prächtiges
Melodic Rock-Feuerwerk seinen krönenden Abschluss. Kurzum: Wie
schon auf dem selbstbetitelten Debüt wird der traditionsbewusste
Melodic Rock-Anhänger auch auf "The Destiny Stone" auf
allerbeste Weise bedient - ganz unabhängig davon welchen Song
man sich gerade einfährt.
| Trackliste: | 1. The Courage To Love Somebody - 2. Parallel Lines - 3. Back to Camelot - 4. Born To Believe In You - 5. What Kind of Fool - 6. Man Behind The Mask - 7. Light From A Distant Shore - 8. Letter To The Future - 9. The Destiny Stone - 10. Second Hand Life - 11. Falling Back To Then - 12. The Gift of Song |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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PRIDE OF LIONS/ The Roaring Of Dreams
(Earchatcher/ February 2007)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium
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(Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/ Black Ribbons (Voices Of The World) (Single)
PRIDE OF LIONS/ Pride Of Lions
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Review:
Jau, endlich kommt meine stille Leidenschaft für instrumentalen Hard Rock/
Heavy Metal nicht nur wieder mal zum Zug, sondern gleich voll auf ihre Kosten.
"Mythology", so der Titel des vierten Soloalbums des einstigen DREAM
THEATER-Tastenmagiers DEREK SHERINIAN, ist ein abwechslungsreiches und
prickelndes Scheibchen geworden. Neben seiner „Stammformation“ mit Zakk
Wylde (OZZY OSBOURNE, BLACK LABEL SOCIETY) und Steve Lukather an den Gitarren
sowie dem Rhythmus-Duo Tony Franklin (Bass) und TOTO-Schlagzeuger Simon
Phillips, hat er diesmal – u. a. mit BILLY IDOL-Klampfer Steve Stevens,
Gitarrenvirtuosen Allan Holdsworth und MAHAVISHNU ORCHESTRA-Geiger Jerry Goodman
– weitere hochkarätige Musiker um sich geschart. Dass sich dieses namhafte
LineUp nicht nur wie ein „Who Is Who“ der Musikszene liest, sondern auch für
besondere Qualität bürgt, dafür stehen Songs wie der heftig krachende und
filigrane Opener "Day Of The Dead" (Allan Holdsworth), das speedige
Riffmonster "God Of War" (John Sykes/ BLUE MURDER) und "El
Flamingo Suave", das aus der Kombination von feurigen Flamenco-Gitarren
(Steve Stevens), jazzigen Parts und sphärischen Keyboards lebt. Meine
momentanen Lieblingsstücke sind das spacig rockende "Alpha Brust" und
das verträumte "A View From The Sky", diese beiden Nummern definieren
das große Plus von "Mythology" klar und deutlich: Teamgeist! –
DEREK SHERINIAN begibt sich auf dieser Scheibe mitnichten auf einen Egotrip,
vielmehr lässt er seinen Mitstreitern jeglichen Freiraum und bereichert deren
Darbietungen mit seinem virtuosen und raffinierten Tastenspiel. Ein weiterer
Leckerbissen ist der einzige Vocal-Track "The River Song", den Zakk
Wylde nicht nur mit seinen schweren Riffs und filigranen Soli, sondern auch mit
seinem rauen und whiskeygetränkten Organ veredelt hat. Ein sehr erfrischendes
Instrumental-Album, das man als pflichtbewusster Hard Rock/ Heavy Metal-Fan
unbedingt sein Eigen nennen sollte.
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über DEREK SHERINIAN:
DEREK SHERINIAN/ Blood Of The Snake
(Instrumental-Tipp/July 2006)
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Review:
In seiner Heimat Japan gehört Tak Matsumoto (B'Z) bereits seit
einiger Zeit zu den bekanntesten Songwritern, Gitarristen und
Produzenten der Hard Rock-Szene. Nun hat der Saitenhexer mit
Ausnahmesänger Eric Martin (ex-MR. BIG), Bassist/ Sänger Jack
Blades (NIGHT RANGER/ ex-DAMN YANKEES) und den beiden
Schlagzeugern Brain Tichy (ex-FOREIGNER/ PRIDE & GLORY) und
Cindy Blackman (LENNY KRAVITZ) ein All-Star-LineUp um sich
geschart, um auch den Rest der Welt von seinen Qualitäten zu
überzeugen. Da "TMG I" im Land der aufgehenden Sonne
bereits im Juni veröffentlicht wurde und mit überschwänglichen
Kritiken bedacht worden war, war ich natürlich sehr gespannt auf
diesen Silberling. Leider kann ich diese überwältigenden
Lobpreisungen auch nach zahllosen Durchläufen nicht 100%ig
nachvollziehen. Zugegeben, das Debüt der TAK MATSUMOTO GROUP ist
ein sehr gelungenes Album, aber ein kleines Stückweit von einem
echten Killeralbum entfernt. Und sind wir doch mal ehrlich, wenn
nicht Eric Martin dieses Album mit seinem Wahnsinnsorgan veredelt
hätte, würde hierzulande wahrscheinlich kein Hahn nach diesem
Silberling krähen. Nichtsdestotrotz stecken Nummern wie der
kantige Groover "I Wish You Where Here" oder die
lässig-flotte "Greatest Show On Earth", die von einem
Grundgerüst aus japanischen Saitenklängen getragen wird, den
Großteil der Veröffentlichung auf dem modernen Hard Rock-Sektor
locker und lässig in die Tasche. Das Geheimnis dieser Songs
liegt darin, dass Tak Matsumoto & Co. nicht auf Teufel komm
raus modern klingen wollen, sondern stattdessen klassische Hard
Rock-Elemente mit den heutigen Möglichkeiten der Technik
ziemlich gekonnt in Einklang gebracht haben. Des weiteren möchte
ich euch mit leicht exotischen anmutenden Häppchen wie
"Sings Of Live" (so könnten AEROSMITH mit Eric Martin
am Mikro klingen) und der Hard Rock-Hymne "Wonderland"
den Mund wässerig machen. Außerdem ist positiv zu erwähnen,
das sich unter den vierzehn (!) Nummern mit "Two Of A
Kind" nur eine einzige Ballade und kein einziges
Instrumental befindet, was für das Album eines Edel-Gitarristen
doch etwas ungewöhnlich ist. Fazit: Selten ist mir so ein
kantiges und knackiges Gitarrenrock-Album untergekommen, dass so
elegant den klassischen Hard Rock mit modernen Elementen
verbindet.
| Trackliste: | 1. Oh Japan - Our Time Is Now - 2. Everything Passes Away - 3. Kings For A Day - 4. I Know You By Heart - 5. I Wish You Were Here - 6. The Greatest Show On Earth - 7. Signs Of Life - 8. Red, White And Bullet Blues - 9. Trapped - 10. My Alibi - 11. Wonderland - 12. Train, Train - 13. Two Of A Kind - 14. Never Good-Bye |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Eine wahrhaft positive Überraschung kommt dieses Monat aus Polen
zu uns nach Hause. RIVERSIDE legen mit ihrem Debüt-Album
"Out Of My Mind" eine coole Mischung aus Prog und
Alternative Rock-Songs vor, die auf Anhieb zu gefallen wissen.
Düstere Intros öffnen auf einmal eine helle Pforte, aus denen
gleichermaßen Trauer und Freunde auf uns herabregnen. Angenehme
Traumlandschaften nehmen in unseren Vorstellungen Gestallt an (na
ja, vielleicht muss der eine oder andere auch etwas nachhelfen.
Aber mit einem feinen Fläschchen Wein klappt es bestimmt!!!).
Verfeinert werden diese ohnehin tadellosen Songs mit einer sehr
guten Gesangsleistung von Mariusz Duda, der mich sehr an Geoff
Tate (QUEENSRCHE) erinnert!
Absolutes Highlight in meinen Ohren ist "Reality
Dream", der durch seine atmosphärische Dichte Erinnerungen
an Glanztaten von ANATHEMA ins Gedächtnis ruft!
Fazit: Reinhören, kaufen und genießen!
| Trackliste: | 1. The Same River - 2. Out Of Myself - 3. I Believe - 4 .Reality Dream - 5. Loose Heart - 6. Reality Dream II - 7. In Two Minds - 8 .The Curtain Falls - 9. Ok |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über
RIVERSIDE:
RIVERSIDE/ Voices In My Head
RIVERSIDE/ Second Life
Syndrome
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Review:
Die vier Musiker um den Bandkopf Pete Beck (Vocals) stammen
allesamt aus Norwegen, was man der Musik aber (leider) zu keiner
zeit anhört. Das leider begründe ich damit, dass Bands aus
diesen Breitengraden normalerweise eine deutlich dunklere
Atmosphäre besitzen, was im Falle von "Feel. Melt. Release.
Escape." der Gesamtstimmung auch nicht wirklich schlecht
getan hätte! Alles was ich dem Fünfer bestätigen kann, ist
dass sie sich zu 100 % nicht in irgendeine Sparte einordnen
lassen, die meinem Spektrum bekannt ist. Eine sehr wilde Mischung
aus 70er Hard Rock (DEEP PURPLE & URIAH HEEP) und jazzigen
Elementen wird mit modernen, fast technolastigen Sounds
(Titeltrack) kombiniert. Teilweise lassen die Jungs dann zwar
wieder kurz ihre Klasse aufblitzen ("Path Of Sorrow"),
aber diese Momente sind sehr mager gesät und werden auch
meistens sofort wieder im Keim erstickt. Es tut mir leid, aber
dieser Art von Musik kann ich leider nichts abgewinnen. Aber
bedeutet nicht das Wort "art" vom Englischen ins
Deutsche übersetzt "Kunst"? Und unter dem Schleier der
Kunst ist ja bekanntlich alles erlaubt! Wie ist das mit Kunst
noch mal? Die Kunst liegt im Auge bzw. im Ohr des Betrachters
oder so! Also selbst ein Bild davon machen. Viel Spaß dabei!
| Trackliste: | 1. End Of Days -2. Coward - 3. Voyage Of No Brain Discovery - 4. Path Of Sorrow - 5. Penny Is A Slut Machine - 6. Feel. Melt. Release. Escape - 7. 0 - 8. The Anti - Depressive Delivery - 9. Bones & Money |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Manchmal gibt es einfach CDs, die eigentlich keinerlei
Berechtigung für ihre Veröffentlichung haben, und dennoch liegt
mir hier eine solche vor. Die 5 Norweger die hier am Werk sind
besitzen durchaus technisches Können. Einziges Problem: sie
haben es leider mit keinem ihrer sieben Songs geschafft auf den
Punkt zu kommen! Dazu gnadenlose Einsätze von Cello und Flöten,
die meinen Ohren und Nerven dann endgültig den Garausmachen! Den
Rest müsst ihr euch leider selbst vorstellen, denn mir hat es
leider völlig die Sprache verschlagen! Ich will mich ja hier
nicht als Richter und Henker aufdrängen, aber Rache ist süß
und deshalb lautet mein Urteil: 10 Jahre Verbannung auf eine
einsame Insel, damit die Jungs mal richtig Zeit haben zum
Üben!!! Fazit: Von dieser Scheibe kann ich ohne große Bedenken
abraten.
PS: Ah, noch schöne Grüße nach Norwegen: "Vielleicht
klappt es ja beim nächsten Mal!"
| Trackliste: | 1. Chemical Sunset - 2. Sally Left - 3. Endless Science - 4. Soulburn - 5. Insomnia - 6. Storm Season - 7. Nightside Of Eden |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
ÆON SPOKE ist die neue Band um die beiden ex-DEATH/
CYNIC-Mitglieder Paul Masvidal (Vocals/ Gitarre) und Schlagzeuger
Sean Reinert. Mit ihrer neuen Mannschaft bestellen sie Felder,
die fernab von ihren einstigen Bands angesiedelt sind. Vielmehr
zelebrieren sie äußerst gekonnt melancholischen und sehr
gefühlvollen Gitarrenrock, der gelegentlich mit raffinierten
Alternative- ("No Answer"/ SemiAcoustic-Rocker)und Art
Rock-Elementen ("Grace") gekreuzt wird. Gelegentlich
driftet man mit Nummern wie z. B. "Silence" oder
"Face The Wind" sehr ausgefuchst in die Singer/
Songwriter-Ecke ab, was dem sehr ausgeglichenen Organ von Paul
Masvidal sehr entgegenkommt. Mit den beiden abschließenden
Nummern "Nothing" und "Yellowman", die
stellenweise - von der Songstruktur her - sehr an PINK FLOYD
erinnern, haben sich ÆON SPOKE die beiden besten (und
progressivsten) Leckerbissen bis zum Schluss aufgehoben. Für
reinrassige Prog-Freaks mag das Album etwas zu geradlinig sein,
wer aber auf schnörkellosen Crossover der obengenannten Bands
abfährt, dürfte bei diesem Silberling leicht ins Träumen
kommen.
| Trackliste: | 1. No Answers 3.46 - 2. Pablo At The Park 5.16 - 3. Suicide Boy 3.34 - 4. Grace 5.54 - 5. Silence 4.22 - 6. Emmanuel 4.37 - 7. Face The Wind 5.38 - 8. For Good 4.11 - 9. Nothing 5.33 - 10. Yellowman 3.45 |
Thanks to Nicole @
Just For Kicks Music
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Review:
Auch SONIC X haben beim wiederauferstandenen Z Records ein
Zuhause gefunden. Stilistisch bieten die Jungs auf ihrem
gleichnamigen Silberling klassischen 80er Jahre US-Hard Rock.
Unbestritten ist das kräftige "News For You" ein
durchaus gelungener Opener, unbestritten groovt "Two
Sides" mächtig, unbestritten fetzten die Gitarren ziemlich
durchgängig auf der ganzen CD, unbestritten versteht der
Sänger, der mich manchmal ein wenig an eine härtere Version von
Jack Russell erinnert, sein Handwerk ... unbestritten sind jedoch
auch die Songs zum Groß nicht gerade der Bringer ... "love
It or leave it"... ich finde lediglich die Power-Ballade
"When Seasons Change" wirklich gelungen - hier trifft
endlich einmal ein 100%-iger Ohrwurm Refrain auf ein
gefühlvolles und erstklassig dargebotenes Gitarren-Solo, ohne
dabei etwas von der ursprünglich angedachten Power einzubüßen.
Weitere Anspieltipps sind besagter Opener, sowie das nachfolgende
"City of Sin". Obwohl - auch soundtechnisch - eine der
besseren aktuellen Veröffentlichungen aus dem Hause Z Records,
empfehle ich die CD vor dem Kauf auf jeden Fall anzutesten - auch
erscheinen mir 9 Songs und eine Spielzeit von unter 45 Minuten
nicht unbedingt freundlich gegenüber eurer Geldbörse ...
| Trackliste: | 1. News For You - 2. City Of Sin - 3. Two Sides - 4. Witches Den - 5. Lonely Heart - 6. Obsession - 7. Season's Change - 8. Broken Wings - 9. Feed The Flame |
Thanks to Sven @ Music Consult
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Review:
Langsam wird's mir wirklich unheimlich! Ich konnte mich zwar hin
und wieder schon für Prog-Rock begeistern, aber in letzter Zeit
scheine ich mich zum echten Liebhaber des Genres zu entwickeln.
Also entweder werden auf diesem Sektor momentan viele verdammt
gute Scheiben veröffentlicht oder ich hab mich doch tatsächlich
mit dem Prog-Virus infiziert. Bestes Beispiel ist
"One", das neuerste Werk von NEAL MORSE, der einst das
Herzstück von SPOKE'S BEARD darstellte. Nachdem sich der Sänger
und Multi-Instrumentalist auf seinem letzten Output
"Testimony" für seine Verhältnisse progtechnisch
ziemlich zurückgehalten hat, geht es auf "One" wieder
ordentlich in die Vollen. Zwar hat er - wie auch beim
Vorgänger-Album - sämtliche Songs selbst geschrieben,
arrangiert und produziert, sowie einige Instrumente selbst
eingespielt, aber bei der Rhythmus-Sektion wollte er auch diesmal
nichts dem Zufall überlassen und hat sich deshalb erneut DREAM
THEATER-Schlagzeuger Mike Portney, der diesmal am Bass von Randy
George unterstützt wird, mit ins Boot geholt. Hier wird also
ordentlich geklotzt und nicht gekleckert. So lassen z. B. der
18minütige und belebende Opener "The Creation" und das
nicht minder kürzere "The Separated Man" genug Platz
für experimentale und virtuose Spielereien, aber man verliert
dabei nie den Faden für den Song oder die wunderschönen
Melodien, die zumeist von dezenten und echten Streich- bzw.
Orchesterparts getragen werden. Gerade letztere Nummer ist
prädestiniert für das Lehrbuch "Wie schreibt man einen
abwechslungsreichen Song?", denn hier vereinen sich
orientalische bzw. mittelalterliche Klänge und Flamenco-Zitate -
garniert mit einem Gitarrenspiel, das an JIMMY PAGE erinnert, und
Arrangements der BEATLES-Schule - zu einem wahren Meisterwerk.
Des weiteren kommt man der schlichten, aber gefühlsintensiven
Akustik-Ballade "Cradle The Grave" (Gänsehaut-Feeling
pur!) oder dem schmissig-bluesy rockenden "Help Me/ The
Spirit And The Flesh" (getränkt in Samba-Flair a la
SANTANA) nicht vorbei. Für die Freunde der härteren Klänge
dürfte allerdings "Author Of Confusion" recht
interessant sein. Abgeschlossen wird dieses Hammerwerk durch das
im Big Band-/ Klassik Orchester-Sound rotzig aufrockende
"Reunion". Ein 80minütiges Klang-Erlebnis, das seines
Gleichens sucht. Falls ihr von NEAL MORSE nicht genug kriegen
könnt, dann solltet ihr besser gleich zur Special-Edition
greifen, denn hier bekommt ihr - neben einem aufwendig
gestaltetem Booklett - neun zusätzliche Nummern auf höchstem
Niveau präsentiert. Diese Bonus-CD setzt sich zur Hälfte aus
exzellent interpretierten Cover-Versionen wie z. B. der 1971er
GEORGE HARRISON-Hitsingle "What Is Life?" oder dem
U2-Smasher "Where The Streets Have No Name" zusammen.
Ein besonderes Highlight und den krönenden Abschluss stellt das
Medley aus den beiden THE WHO-Klassikern "I'm Free" und
"Sparks" dar.
Für Proggies gehört die Scheibe sowieso zum Pflichtprogramm,
alle anderen sollten unbedingt ein Ohr (am besten beide)
riskieren. Es lohnt sich!!!
| Trackliste: | 01. The Creation [I) One
Mind, II) In A Perfect Light, III) Where Are You?, IV)
Reaching From The Heart] - 02. The Man´s Gone - 03.
Author Of Confusion - 04. The Separated Man [I) I´m In A
Cage, II) I Am The Man, III) The Man´s Gone (Reprise),
IV) Something Within Me Remembers] - 05. Cradle To The
Grave - 06. Help Me / The Spirit And The Flesh - 07.
Father Of Forgiveness - 08. Reunion [I) No Separation,
II) Grand Finale, III) Make Us One] Bonus-CD: 01. Back To The Garden - 02. Nothing To Believe - 03. Cradle To The Grave (Neal´s Vocal) - 04. King Jesus - 05. What Is Life? - 06. Where The Streets Have No Name - 07. Day After Day - 08. Chris Carmichael´s Aria - 09. I'm Free / Sparks |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über NEAL MORSE:
NEAL MORSE/ Sola Scriptura
(Special-Tipp/ February 2007)
NEAL MORSE/ ?
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Review:
Welcher Rock-Fan kann nicht auch ein Lied davon singen… ohne Vorwarnung
reißt dich früh morgens der Radiowecker brutal aus deinen Träumen, um dich
wie meistens „ohr-al“ zu misshandeln… wenn doch nur ein Hauch von
musikalischem Niveau geboten wäre. – Aber nein, man könnte meinen, die
Radio-Fritzen hätten wirklich jeden Tag nur die „Alltime Greatest Shits“
zur Verfügung stehen. Wie immer heißt es dann schnellstens raus aus den Federn
und die Stereoanlage angeschmissen … jetzt kann der Tag beginnen… Es gibt
Zeiten, da könnte mir schon in der Früh das Kotzen kommen, und ich könnte das
Radio echt kurz und klein hacken… soviel zum Thema: „Was fällt mir spontan
zum Albumtitel "Blood On Tthe Radio" ein“. Bei eben dieser
Veröffentlichung handelt es sich um einen Livemitschnitt der US-Amerikaner
BROKEN TEETH, wie ich ihn mir nur ein einziges Mal als „Aufweck-Mucke“
wünschen würde… rotziger Riff Rock, der dich den vergossenen Schweiß, den
Rauch und das Bier auf der Bühne beinahe riechen lässt. Der Sänger schreit
sich die Seele aus dem Leib, die Drums knallen und die Gitarren bieten das volle
(3 Akkord)-Brett. Die Jungs bieten einen respektablen Querschnitt
durch ihre beiden Studio-Alben "Broken Teeth" und "Guilty
Pleasure", um mit "Bonfire" auch einen neuen Song an den Start zu
bringen. Einzelne Stücke besonders hervorzuheben ist nur schwer möglich, da
das ganze Konzert so gut wie aus einem Guss klingt. Wobei wir aber auch beim
Kritikpunkt VON "Blood on the Radio" wären … auf Dauer gesehen geht
mir die CD „zu sehr auf die Fresse“ – ein wenig Abwechslung hätte der
Sache mit Sicherheit gut getan. Trotzdem eine lohnenswerte Anschaffung bei der
Fans der obig aufgeführten Bands auf Ihre Kosten kommen sollten.
| Trackliste: |
1.
She’s Gonna Blow - 2. Pull The Plug - 3. Stick It In - 4. Chaingang - 5.
Devil Money - 6. Hangin’ By The Skin - 7. Down To The Fire - 8. High On
Danger - 9. Shangrila - 10. She Dances Evil - 11. Bonfire (Unreleased)
- 12. Undertaker - 13. Crashlanding Affair - 14. Guilty Pleasure - 15. El
Diablo |
Thanks to Tom @ Perris Records
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Review:
Wenn es Musiker geben sollte, bei denen Groove anstatt Blut durch
die Adern fließen sollte, dann trifft dies bestimmt in erster
Linie auf KING'S X zu, denn dieses Element scheint für diese
Trio das wichtigste Lebenselixier zu sein. Obwohl sich die
Texaner mit Alben wie "Gretchen Goes To Nebraska" und
"Faith Hope Love" den Kultstatus nicht zu unrecht
erarbeitet haben, muss ich ehrlich gestehen, dass ich bisher die
Studio-Alben der menschlichen Groove-Maschine sträflich
vernachlässigt habe. Denn was uns die Herren Ty Tabor (Gitarre/
Gesang), Doug Pinnick (Bass/ Gesang) und Jerry Glaskill (Drums/
Gesang) auf dem hier vorliegenden "Live All Over The
Place" kredenzen, kommt einem göttlichen Groove-Feuerwerk
gleich. Zwar stammen die Live-Aufnahmen aus verschiedenen
Perioden der vergangenen 15 Jahre, aber trotzdem wirkt das
Doppelalbum keineswegs wie ein liebloses Live-Patchwork. Im
Gegenteil, hier wurden 25 rohe und ungeschliffene Mitschnitte
auserkoren, die zweifelsohne packende Vibes in sich
transportieren und beste Laune verbreiten. Kostproben gefällig?
Dann hört euch einfach den 8minütigen Hammer-Groover "Over
My Head", das endlos stampfende "Black Like
Sunday" oder "Finished", das zwar soundtechnisch
nicht gerade brillant rüber kommt, aber grandios abrockt, an und
werdet wahrscheinlich meine Begeisterung teilen. Allerdings sind
meiner Ansicht nach die absoluten Sahnestücke auf dem zweiten
Silberling beheimatet, denn während der acht (inklusive
Bonus-Track) Acoustic-Darbietungen zeigen die Herren, dass sie
auch (fast) ohne Strom ordentlich und filigran abbraten können.
Sie lehnen sich dabei einerseits bei den BEATLES
("Mississippi Moon") und LED ZEPPELIN ("The
Box") an, aber bestechen andererseits durch ihren
unverkennbar eigenständigen Sound. Leider sind auf dieser CD
auch etwas schwerverdaulichere Stücke wie "We Were Born To
Be Loved" oder "Summerland" vertreten. Das ändert
aber nichts an der Tatsache, dass Leute, die auf einen
anspruchsvollen, aber zu keiner Zeit sterilen Crossover zwischen
Rock, Blues, Soul und Psychedelic stehen, bei KING'S X aller
bestens aufgehoben sind.
| Trackliste: | Disc A (electric): 1. Groove Machine 4.10 - 2.
Dogman 4.19 - 3. Believe 6.40 - 4. Little Bit Of Soul
4.48 - 5. Complain 3.16 - 6. Over My Head 8.16 - 7. Manic
Depression 5.38 - 8. Black Like Sunday 3.40 - 9. Finished
4.01 - 10. Screamer 4.30 - 11. Johnny 8.21 Disc B (acoustic): 1. The Difference 3.51 - 2. (Thinking and wondering) What I'm Gonna Do 4.06 - 3. Mr. Evil 4.10 - 4. Mississippi Moon 3.44 - 5. Goldilox 5.02 - 6. Everybody Knows A Little Bit 4.15 - 7. A Box 4.06 - (electric): 8. Talk To You 4.50 - 9. Visions 6.03 - 10. Cigarettes 8.28 - 11. Summerland 3.47 - 12. We Were Born To Be Loved 5.49 - 13. Moan Jam 11.18 - (acoustic bonus track): 14. Over My Head 5.25 |
Thanks
to Detlev @ InsideOut Music
weitere Reviews über KING'S X:
KING'S X/ Ogre Tones
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Review:
Falls Southern Rock für euch ein etwas angestaubtes Genre darstellen sollte,
dann habt ihr bestimmt noch nichts von SOUTHERN BITCH gehört. Das junge
Quartett aus Athen/ Georgia erfindet auf "Snake In The Grass" diese
Musikrichtung zwar nicht völlig neu, aber anhand von geschickt eingeflochtenen
Punk- ("Don’t You Think It’s Time"), Stoner- und Indie-Elementen
("Free Man Now") geben sie der oft stiefmütterlich behandelten
Rock-Gattung neue Impulse. Trotzdem begeht die Band nicht einen totalen
Stilbruch, denn ihre Wurzeln liegen eindeutig im klassischen (Southern) Rock,
Rhythm & Blues ("Could Blooded") und Folk oder Country ("Could
It Be"). Diese Standards machen sich vor allem im variantenreichen
Gitarrenspiel von Adam Musick und seiner Frau Wendy bemerkbar, das sich irgendwo
zwischen den brennenden Saiten von CRAZY HORSE und den rotzigen Licks a la AC/DC
abspielt. Stimmlich erinnert Adam Musick gelegentlich sogar an den einstigen
LYNYRD SKYNYRD-Chef Ronnie Van Zant (R.I.P.). Unterm Strich bleibt ein verdammt
ordentliches und abwechslungsreiches Album, das sowohl die Traditionsfraktion
als auch die Freunde der etwas moderneren Klänge zufrieden stellen dürfte.
Wer meint, er könne sich für das zweite Album der
Amerikaner begeistern, sollte sich umgehend auf www.justforkicks.de
begeben und sich "Snake In The Grass" sichern.
| Trackliste: | 1. True Born Leader - 2. Don't You Think It's Time - 3. Tell Me/ I Won't Follow - 4. Could It Be - 5. Free Man Now - 6. Cold Blooded - 7. Come On - 8. This Time - 9. Mark Of The Beast - 10. Snake In The Grass |
Thanks to Nicole @
Just For Kicks Music
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Review:
Dass Italien immer wieder recht gute Epic Metal-Bands und auch einige
vielversprechende NuMetal-Acts verbringt, hat sich in der Vergangenheit des öfteren
gezeigt. Aber dass die Südländer auch recht ambitionierten Blues Rock
fabrizieren können, hat sich bisher meiner Kenntnis entzogen. Ein
hoffnungsvoller Abkömmling dieser raren Zunft ist das Trio W.I.N.D., das mit
"Groovin’ Trip" ihr mittlerweile drittes Album veröffentlicht. Auf
ihrem neuen Silberling präsentieren Fabio Drusin (Vocals/ Bass), Jimi Barbiani
(Guitars) und Fellgerber Sandro Bencich kraftvollen und psychedelisch
angehauchten Blues Rock der späten 60er/ frühen 70er Jahre, der mit einer
ordentlichen Portion von Improvisations- und Jazz-Elementen durchzogen wird. Die
Glanzpunkte auf "Groovin’ Trip" sind vor allem die vier Live-Auszüge
aus ihrer Show im Auditorium/ Udine, bei der sie von keinem geringeren als
Tastenwirbelwind Johnny Neel (ALLMAN BROTHERS/ GOV’T MULE) unterstützt
wurden. Aber Mr. Neel ließ nicht nur die Hammond ordentlich röhren, sondern
erwies sich auch als voluminöse Unterstützung für Sänger Fabio Drusin.
Dieses stimmlichgeballte Power-Duo kommt besonders beim Groove-Hammer
"Boogie Man" und bei der spannungsgeladenen 13 min-Nummer "Whiping
Post", die das ganze musikalische Repertoire der Band auf einen Nenner
bringt, besonders zur Geltung. Meine persönlichen Lieblingsnummern sind
allerdings die Übernummer "Why Me", die während ihrer 10minütigen
Spieldauer den Zuhörer mit fettgroovenden Gitarren, cool röhrenden Hammonds,
einer bestimmenden Rhythmusarbeit und dem atemberaubend-brummigen Organ von
Johnny Neel zu fesseln weiß, und das fast 15minütge Improvisationsmeisterwerk
"Trieste Wind". Ehrlich gesagt, hatte ich anfangs Zweifel, ob dieses
Album seinen protzigen Titel wirklich gerecht werden würde, aber die Italiener
entführen den geneigten Zuhörer doch tatsächlich auf einen endlos groovenden
Trip.
Falls ihr an der Scheibe Interesse haben solltet, dann einfach www.justforkicks.de
heimsuchen ;-)
| Trackliste: | 1. Lucky Man (4:46) - 2. Fake It (4:55) - 3. Why Me (10:24) - 4. Boogie Man (Live) (8:37) - 5. Can You Feel Me (Live) (5:38) - 6. Dance With The Devil (Live) (9:19) - 7. Whipping Post (Live) (13:01) - 8. One In A Million (7:21) - 9. Trieste Wind (14:36) |
Thanks to Nicole @
Just For Kicks Music
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Review:
Die 1993 gegründete Band UNCLE SID kommt aus Vancover/ Kanada
und hat sich im Vorprogramm von Größen wie URIAH HEEP, APRIL
WINE, BLUE OYSTER CULT und NAZARETH bereits erste Sporen
verdient. Nach der EP "Up 'N Atom" (1994) schicken sie
nun mit "Rock In The Universe" ihr erstes full
length-Album auf die Reise. Musikalisch hat der Vierer irgendwo
zwischen JACKYL, TYGERS OF TAN PANG oder GUNS N' ROSES seine
Heimat gefunden. Mit dem von wilden Gitarren getriebenen Opener
"Break'n Free" und dem wuchtigen Stampfer "Dance
For Me", das vom rauen und kreissägenartigen Organ von
Sänger Wolf lebt, bringen die Kanadier ziemlich dreckigen
Stadionrock im 80er-Flair in die heimischen vier Wände. Auch das
folgende "Phoenix Rising", bei dem die Herren nicht
mehr ganz so viel Power an den Tag legen, weiß noch mit
heulenden Vocals und tollen Gitarrensolos zu gefallen, aber den
nachfolgenden Songs fehlt dann irgendwie der letzte Biss. Erst
wieder mit dem episch aufgebauten "Let Me Go", das
während seiner fast 8minütigen Spielzeit auf GUNS N' ROSES'che
Art gekonnt zwischen Low- und Midtempo hin- und herpendelt,
findet man wieder zur anfänglichen Stärke zurück. Als weitere
Anspieltipps kann ich euch noch die Hymne "Rock 'N'
Roll", die sich anhört als hätten LED ZEPPELIN sich mit
Axl Rose zusammengetan, oder den abschließenden Stampfer
"Believe It!" empfehlen. Fazit: Ich kann mir zwar nicht
ganz vorstellen, dass UNCLE SID mit diesem Album schon durchs
komplette Universum rocken können, aber mit Sicherheit trägt
"Rock In The Universe" zum Erspielen einer breiteren
Fanbase bei.
MP3-Samples und weitere Infos findet ihr unter www.unclesid.com.
| Trackliste: | 1. Break'n Free - 2. Dance For Me - 3. Phoenix Rising - 4. Dream Machine - 5. The Story - 6. Time - 7. Let Me Go - 8. I'm The One - 9. Inside The Fire - 10. Rock 'N' Roll - 11. Believe It! |
Thanks to Emily @ D'Eith & Company Barristers And Solicitors
Last
Update: Sunday, 23. October 2005
created in January 2001 © by Sonny