The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

EVIDENCE ONE/ Tattooed Heart (Album Of The Month/ November 2004)
  • Band: Evidence One
  • Albumtitel: Tattooed Heart
  • Spielzeit: 43:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast/ Warner
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 15.11.2004
  • Wertung: 9,0/ 10

Review:
Mit ihrem Debüt "Criticize The Truth" (2002) haben EVIDENCE ONE sowohl hierzulande - als auch im Ausland - für mächtig Furore gesorgt und beackerten im Vorprogramm der britischen Metal-Ikone SAXON die europäischen Bühnen. Diese Tour und die Auftritte bei diversen Festivals (u. a. beim Wacken Open Air 2003 und beim legendären GODS OF AOR-Festival) scheinen dem Quintett um FRONTLINE-Mainmann Robby Böbel und Sänger Carsten Schulz (DOMAIN, MIDNITE CLUB) härtetechnisch nochmals einen richtigen Schub verpasst zu haben. Zwar bewegen sich EVIDENCE ONE auf ihrer zweiten Scheibe immer noch vorwiegend in kernigen und kantigen Hard Rock-Gefilden, aber mit dem deftigen Opener-Duo "Moonsigh" (orientalisch untermalt) bzw. "Virus In My Veins", das durch ein grandioses Gitarrenspiel und dezente Keyboards von Mr. Böbel besticht, bestreiten sie erfolgreich metallische Pfade, ohne dabei den Sinn für eingängige Melodien außen vor zu lassen. Nicht minder druckvoll prescht der Stampfer "Written In Blood" mit einer mörderischen Hookline durch die Gehörgänge um sich unauslöschbar im Gehirn festzufressen. Der Titeltrack hingegen stellt sich als typische EVIDENCE ONE-Hymne der Marke "Criticize The Truth" heraus und dürfte dementsprechend live auch mächtig abgehen. In annähernd die selbe Kerbe schlägt der straighte Rocker und mein persönlicher Favorit "When Thunder Hits The Ground"... Mächtig viel Groove auf der Pfanne, stampfender Rhythmus, bestechende Gitarrensolos und eine eingängige Chorusline, die geradezu zum Mitgrölen einlädt. Aber EVIDENCE ONE können auch noch anders, so haben sie z. B. mit den progressiv angelegten Songs "In Love And War" oder "Anything I Need To Know" - einem eh schon äußerst abwechslungsreichen Album - sehr gekonnt noch weitere interessante Farbtupfer verpasst. Es scheint als würden die verschiedenen Betätigungsfelder den Mannen wirklich gut tun, denn Robby Böbel, Thomas "Hutch" Bauer (Bass) und Rami Ali (Drums) können - im Gegensatz zu FRONTLINE - nun endlich ungebremst abrocken und Carsten Schulz reift immer mehr zu einem der besten Sänger in unseren Breiten. Durch die Reduzierung der Keyboards und die Hinzunahme von Wolfgang Schimmer als zweiten Gitarristen ist es der Band gelungen, ihre enorme Live-Power auch im Studio einzufangen. Außerdem rundet eine äußerst druckvolle Produktion den Silberling nahezu perfekt ab. Obwohl ich persönlich das eingangs erwähnte Debüt noch um den berühmten letzten Tick besser finde, würde es mich nicht wundern, wenn EVIDENCE ONE mit "Tattooed Heart" der Sprung in die Charts gelänge und somit den eigentlichen Hauptbands der Akteure alsbald den Rang ablaufen würde. We will see!

Sonny

Trackliste: 01. Moonsigh - 02. Virus In My Veins - 03. Written In Blood - 04. Tattooed Heart - 05. Infinite Seconds - 06. When Thunder Hits The Ground - 07. In Love And War - 08. Slave To The Machine - 09. Anything I Need To Know - 10. Child Of Insanity - 11. Wall Of Lies (Bonustrack for Japan and German limited edition)

Thanks to Markus & Jaap @ Nuclear Blast

weitere Reviews über EVIDENCE ONE:
EVIDENCE ONE/ The Sky Is The Limit (Album Of The Month/ June 2007)
EVIDENCE ONE/
Criticize The Truth

You can check out an exclusive pre-listening of the whole album over here!


ZENO/ Zeno (re-release)
  • Band: Zeno
  • Albumtitel: Zeno
  • Spielzeit: 49:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Karo
  • Veröffentlichung: 08.11.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Nachdem MTM bereits zeitgleich mit dem letzten ZENO-Album "Listen To The Light" (1998) den Zweitling bzw. die Demo-Collection "Zenology" veröffentlicht hat, wird nun der Backkatalog mit dem selbstbetitelten Debüt vervollständigt. Via MTM Classix kommt das 1986 veröffentlichte Album komplett remixed und remastert dieser Tage erneut auf den Markt. Wenn man sich solche Perlen wie die mit russischer Folklore angehauchte Ballade "Love Will Live" oder die majestätisch schreitende Hymne "Emergency" zu Gemüte führt, dann kann man gut verstehen, warum die Band um Gitarrist Zeno Roth (Bruder des Gitarrenvirtuosen Uli Jon Roth) mit ihrem asiatisch untermalten Melodic Rock seinerzeit 25.000 Exemplare im Land der aufgehenden Sonne absetzen konnte. Allein der fernöstlich anmutende Opener "Eastern Sun" oder der Groover "Signs On The Sky", der mit hymnischen Chören sofort zum Mitsingen ermuntert, rechtfertigt die Anschaffung dieser Scheibe. Die tontechnische Überarbeitung und die stattliche Anzahl an Bonustracks (u. a. die Ur-Versionen von "Signs On The Sky" und "Don't Tell The Wind") dürfte den Silberling nicht nur für Genre-Neulinge, sondern auch für Sammler, die das Original in ihren Reihen wissen, durchaus zum Objekt der Begierde machen. Wie auch immer: "Zeno" gehört in jeden gutgeführten Melodic Rock-Haushalt.
PS. unter den Bonustracks solltet ihr eure Aufmerksamkeit vor allem dem Rotzrocker "Don't Count Me Out" und dem melodisch-fesselnden "How Can I Know" widmen.

Sonny

Trackliste: 01. Eastern Sun 4:45 - 02. A Little More Love 3:48 - 03. Love Will Live 4:43 - 04. Signs On The Sky 3:58 - 05. Far Away 4:34 - 06. Emergency 3:01 - 07. Don't Tell The Wind 6:11 - 08. Heart On The Wing 5:16 - 09. Circles Of Dawn 3:53 - 10. Sent By Heaven 4:50 - 11.Sunset 0:35
The Making Of ZENO Extra Tracks:
12. Don't Count Me Out 3:36 - 13. Signs On The Sky (Earlier Version) 3:42 - 14. How Can I Know 3:27 - 15. Don't Tell The Wind (Earlier Version) 5:20 - 16. Love Will Live (extended 12" Version) 6:28

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über ZENO:
ZENO/ Runway To The Gods (Album Of The Month/ October 2006)
ZENO/ Zenology II


VARIOUS ARTISTS/ plaene@world
  • Band: Various Artists
  • Albumtitel: plaene@world
  • Spielzeit: 76:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pläne Records/ BMG
  • Vergleichbare Bands: 2many 2mention
  • Veröffentlichung: 22.11.2004
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Seinen Ursprung hat Pläne Records, das zu Beginn der 70er zum wichtigsten und bekanntesten Verlag für das deutsche, politisch links-angehauchte Liedgut wurde, vor auf den Tag genau 40 Jahren. Im Laufe der Jahre hat der Verlag aber auch seine Fühler nach internationalen Interpreten ausgestreckt, sodass der Pläne-Verlag im Grunde genommen die Urheberrechte auf den Begriff Weltmusik für sich in Anspruch nehmen könnte. Zum Anlass ihres 40jährigen Bestehens hat die Plattenfirma nun diese vorliegende Compilation, die von Weltmusik-Redakteur und DJ Badre Lammghi zusammengestellt wurde, veröffentlicht. Diese Zusammenstellung stellt eine erlesene Auswahl aus dem aktuellen Pläne'schen Repertoire dar und beschränkt sich ausschließlich auf die internationalen Artisten des Verlags. Für Rockmusik-Fans, die der Weltmusik nicht abgeneigt sind, dürften allem voran die Beiträge der Schwedisch/ Indischen Kultband MYNTA ("Jaane Kya Hua") oder "Khandagaity" von den Mongolen YAT-KAH, die stampfenden Hard Rock - unterstützt mit traditionellen Gesängen und Instrumenten - mit klassischen Kehlkopf-Gesang zu einem atemberaubenden Klangerlebnis werden lassen, das Salz in der Suppe sein. Aber auch OYSTERBANDs "In Your Eyes", das aufgrund seiner irischen Elemente zum Abzappeln, Stampfen und Mitrocken einlädt, oder das sambalastige "Blown On Wind" (SANTANA lässt grüßen!) der Südafrikanerin BONGI MAKEBA erweisen sich durchaus als Rock-kompatibel. Für tanzbares französisches Flair sorgen Akkordeon-Magierin LYDIE AUVRAY ("Oh Ma Cannellou") und ihr männliches Pendant MICHEL MACIAS ("Mohabixho"). Auch das russischsprachige "Moskau - Odessa" vom mittlerweile verstorbenen Moskauer Liedermacher VLADIMIR VOSSOTZKI glänzt im rotzigen Gewand des französischen Chansons und bei der Klavier-Nummer "Zelbike Gasn" von GIORA FEIDMAN will man sogar vermeintliche Zitate aus der Casablanca-Schnulze "As Time Goes By" heraushören. Die Beiträge aus Griechenland (MARIA FARANTOURI), Argentinien (ATAHUALPA YUPANQUI) und Brasilien (BADEN POWELL) zielen hingegen auf die reinrassigen Weltmusik-Fans ab. Obwohl, eine Nummer wie den von MARIA FARANTOURI, NADIA WEINBERG und ELINOAR MOAV VENIADIS interpretierten "Song Of Songs", der abwechselnd in englischer, griechischer und hebräischer Sprache dargeboten wird, könnte man sich mit Abstrichen auch im Programm von NIGHTWISH vorstellen. Ein sehr facettenreiches Album, das nicht nur den Weltmusik-Puristen ansprechen dürfte, sondern auch etwas für den Fan der rockigeren Klänge einige Überraschungen parat hat.

Sonny

Trackliste: 01.TONY FALANGA - Nana [1:26] - 02.MIKIS THEODORAKIS/NADIA WEINBERG - Song Of Songs [4:04] - 03.GIORA FEIDMAN - Zeblike Gasn [3:19] - 04.ABDULLAH IBRAHIM - Touch Of Your Lips [3:19] - 05.ATAHUALPA YUPANQUI - Danza De La Paloma Enamorada [2:42]-  06.BADEN POWELL - A Felicidade [4:25] - 07.MARIA FARANTOURI - To Treno Fevgi Stis Ochto [3:45] - 08.MICHEL MACIAS - Mohabixho [3:40] - 09.EDDIE & FINBAR FUREY - Rocky Roll Reel [4:14] - 10.MYNTA - Jaane KyaHua [4:37] - 11.YAT-KHA - Khandgaity [3:16] - 12.OYSTERBAND - In Your Eyes [4:16] - 13.LYDIE AUVRAY - Oh Ma Cannelou [3:28] - 14.SERGE LOPEZ - Solear [3:09] - 15.LLUIS LLACH - Junts [3:30] - 16.BERNARDO SANDOVAL - Mariposa [3:40] - 17.SALSA PICANTE - A Mi Tierra [5:55] - 18.THE ORIGINAL KOCANI ORKESTAR - Agonija [5:21] - 19.BONGI MAKEBA - Blow On Wind [4:38] - 20.VLADIMIR VISSOTZKI - Moskau-Odessa [2:58] 

Thanks to Jochen @ Pläne Records


HIGHER GROUND/ A Thousand Pieces
  • Band: Higher Ground
  • Albumtitel: A Thousand Pieces
  • Spielzeit: 43:01 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Harem Scarem
  • Veröffentlichung: 29.11.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Da das Debüt "Perfect Chaos" (1994) seinerzeit nicht über das Insider-Dasein hinausgekommen ist, dürfte HIGHER GROUND in unseren Breiten nicht allzu bekannt sein. Doch an diesem Umstand dürfte das Nachfolgerwerk "A Thousand Pieces" eigentlich ziemlich schnell etwas ändern, denn mit ihrem Mix aus traditionellem AOR, der stellenweise an HAREM SCAREM erinnert, und dem sogenannten NuBreed müsste der schwedische Fünfer eigentlich genau den Nerv der Zeit getroffen haben. Zumal das Album mit ausgefeilten Arrangements, dezenten weiblichen Backgrounds, dem ausdrucksstarken Gesang von Peter Lindberg und einem in sich greifenden Zusammenspiel aller Akteure zu punkten weiß. Zum Antesten eignen sich vor allem der lässige Stadion-Rocker "I Feel Alive" (erinnert stellenweise an den 80er Sound von U2), das etwas bizarre und aggressive "Goodbye" (Riff-Monster) oder das rotzig-melodisch stampfende "Another Day" hervorragend. Zwar sind einige Durchläufe von Nöten bis man den richtigen Zugang zu den besagten Nummern bekommt, aber danach fressen sie sich regelrecht wie Würmer in der Birne fest.

Sonny

Trackliste: 1. Inside Me, 2. Speechless, 3. I Feel Alive, 4. Goodbye, 5. She’s Gone, 6. Falling Apart, 7. Cry, 8. Another Day, 9. She Plays, 10. Believe, 11. The Genius

Thanks to Birgitt @ Germusica


UNCHAINED/ My Guide (CD-Single)
  • Band: Unchained
  • Albumtitel: My Guide (EP)
  • Spielzeit: 18:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Sound Riot Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Iron Maiden goes Melodic Metal, Edguy, Baltimoore
  • Veröffentlichung: 24.11.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nachdem ich nun zwar ziemlich verspätet, aber überraschend doch noch in den Genuss der ersten UNCHAINED-Single "My Guide" gekommen bin, hege ich gewisse Zweifel an der Aussagekraft des von Kollege Christian besprochenen Debütalbum "Unchained". Ich kann während der drei Tracks weder seine Vergleiche zu SONATA ARCTICA oder GAMMA RAY, noch zu PINK CREAM 69 nachvollziehen. Das Gehörte kommt eher einer Mischung aus IRON MAIDEN goes Melodic Metal ("My Guide"), EDGUY ("Like A Candle")  und BALTIMOORE zu "THOUGHT FOR FOOD"-Zeiten ("My Guide"/ Demoversion) – gepaart mit der Rotzigkeit der früheren MÖTLEY CRÜE ("Open Your Eyes") – gleich. Diese doch recht vielversprechende Single lässt ordentlich aufhorchen und macht mich jetzt doch mächtig neugierig auf das selbstbetitelte Debüt der Schweden...

Sonny

Trackliste: 1. My Guide - 2. Open Your Eyes - 4. Like The Candle - 5. My Guide (pre-production version)

Thanks to Luis & Gilson @ Sound Riot Records

weitere Reviews über UNCHAINED:
UNCHAINED/ Unchained


TWILIGHTNING/ Plague-House Puppet Show
  • Band: Twilightning
  • Albumtitel: Plague-House Puppet Show
  • Spielzeit: 46:57 min
  • Plattenfirma: Spinefarm Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Vanishing Point, Gamma Ray, Iron Maiden
  • Veröffentlichung: 22.11.2004
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Die Formkurve zeigt steil nach oben im Fall von TWILIGHTNING! Wobei ihrem Vorgänger "Delirium Vail" teilweise noch deutliche Schwächen auszumachen waren, haben die sechs Finnen es innerhalb eines Jahres geschafft fast sämtliche Fehler und Schwächen zu beseitigen. Und somit klingt ihr aktuelles Album deutlich gereifter und glatter. Auch die Produktion ist diesmal eher der Musik angepasst und verleiht den zehn Songs den richtigen letzten Biss. Musikalisch sind die Jungs ihrem eigenen Still treu geblieben und bewegen sich noch immer im Bereich des melodischen Power-Metal. Jedes der Lieder von "Plague-House Puppet Show" kommt mit eingängigen Refrain über die Ostssee und überrascht teilweise mit extrem harten Power-Riffs, die diesmal noch eine Spur härter ausgefallen sind als auf dem Vorgängeralbum (z. B. "Painting The Blue Eyes"). Insgesamt muss man einfach sagen, dass TWILIGHTNING eine klare Bereicherung darstellen und deutlich neue Akzente im melodischen Metal-Bereich setzen. Keine abgedroschenen Klitsches, die wir wohl alle nur zu gut von anderen bekannten Bands kennen. Spitzenleistung! Klarer Fall, dass sich das Sextett mit dieser tadellosen Darbietung die Höchstnote verdient hat, weiter so!
Anmerkung: Pädagogisch sehr wertvoll und absolut empfehlenswert ;-)

Christian

Trackliste: 1. Plague-House Puppet Show -2. Into Treason - 3. The Fiend - 4. Victim Of Deceit - 5. Painting The Blue Eyes - 6. In The Fervor's Frontier - 7. Fever Pitch - 8. Diamonds Of Mankind - 9. Riot race - 10. Lubricious Thoughts

Thanks to Jan @ Sure Shot Worx

weitere Reviews über TWILIGHTNING:
TWILIGHTNING/
Delirum Veil


ENERTIA/ Force
  • Band: Enertia
  • Albumtitel: Force
  • Spielzeit: 53:22 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Nevermore, Psychotic Waltz, Eidalon
  • Veröffentlichung: 22.11.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
ENERTIA wurden 1996 in New York von Scott Featherstone & Roman Sigleton (beide Gesang und Gitarre) gegründet: Innerhalb eines Jahres schafften sie es dann sich im NY Underground einen fantastischen Ruf zu erarbeiteten und traten seitdem bei mehr als 200 Festivals und 290 Club Shows auf. Bis zu ihrem Debütwerk "Force", das uns jetzt vorliegt, war es also kein leichter Weg. Der aber meiner Meinung nach jetzt aber auf das Gründlichste belohnt werden sollte, denn die Boys vereinen auf ihrem Silberling die kompromisslose Linie von NEVERMORE mit der musikalischen Vielfalt von PYSCHOTIC WALTZ und verfeinern diese ohnehin brandheiße Mischung mit genialem Riffing in der Art von EIDALON. Ein wirklich hammermäßiges Album für Heavy Metaler, die ohnehin schon über ein gut austrainiertes Genick verfügen! Absoluter Abschuss dieses Albums ist der Opener "Time To Go", der einem gleich mal gehörig in den Arsch tritt und sogleich in die Stimmung bringt um die nächsten 50 Minuten richtig genießen zu können! Fazit: Hoch mit der Pommesgabel und "Bang your fuckig Head"!!! Moderner Thrash wie er nur selten besser zu bekommen ist. Kaufen, kaufen ... du sitzt ja noch immer vor deinem Rechner. Jetzt aber schnell!

Christian

Trackliste: 1. Time To Go - 2. Messed Up Son - 3. Anything - 4. Secrets - 5. Bleed - 6. Not Alone - 7. Hole I The Head - 8. Clearer - 9. Withstand - 10. The Sky Is Falling - 11. Gun

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


RPM/ RPM (re-release)
  • Band: RPM
  • Albumtitel: RPM
  • Spielzeit: 60:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Van Zant, Foreigner, Van Stephenson
  • Veröffentlichung: 22.11.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Was MTM Classix in letzter Zeit wiederöffentlichen, müsste den Fan des gepflegten 80er Hard/ Melodic Rocks eigentlich in schier endlosen Freudentaumel versetzen. Diesmal haben sich die Münchener dem schwergesuchten Debüt der nordamerikanischen AOR-Band RPM angenommen und das Klassikermaterial mit fünf zusätzlichen Nummern erstmals auf CD gebannt. Den Opener "A Legend Never Dies", der schon auf diversen Bootlegs im letzten Jahrzehnt die Runde machte, dürfte eigentlich jedem traditionsbewussten Hard Rock-Freak im Ohr hängen. Aber diese fantastische Hymne war bei weiten nicht der einzige Killer, der auf dieser Scheibe zu finden war. Da wären - um nur einige zu nennen - z. B. die Ballade "I Don't Feel The Same", die durch wunderschöne Melodien und gefühlvolle Arrangements (ganz FOREIGNER-like) zu gefallen weiß, oder die romantische Midtempo-Rocker "You" und der mächtig elegante Stampfer "Firestarter". Auch das Bonusmaterial schlägt in die selbe Kerbe und ist (Gott sei Dank) weit entfernt vom unsäglichen Lückenfüller-Status. Wobei das fröhlich-wippende "On Again, Off Again", "Deeper In Love" mit seinen eingängigen Chören und das an DURAN DURAN erinnernde "Every Heart To Break" besonders gute Laune verbreiten. Dieses Teil muss man als anspruchvoller Hard/ Melodic Rock Fan einfach in seiner Sammlung wissen. Abschließend bleibt nur noch zu hoffen, dass MTM Classix auch bald den RPM-Zweitling "Phonogenic" aus dem Dornröschenschlaf erweckt.

Sonny

Trackliste: 01. A Legend Never Dies - 02. 2+2 - 03. I Don't Feel The Same - 04. Rendevouz - 05. Envy - 06. You - 07. Firestarter - 08. Dont Make It Hard - 09. Video Games - 10. I'm A Wreck
Unreleased Bonustracks:
11. On Again, Off Again - 12. Oh, Oh Pamela - 13. Deeper Than Love - 14. Hands - 15. Every Heart You Break

Thanks to Sebastian @ MTM Music


COURAGEOUS/ Inertia
  • Band: Courageous
  • Albumtitel: Inertia
  • Spielzeit: 58:13 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: ???
  • Veröffentlichung: 22.11.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Das Quintett COURAGEOUS aus Frankfurt (kleine frage: West oder Ost also Oder oder Main?) traten bereits 2001 auf dem uns allen bekannten Bang Your Head-Festival auf, wo sie die Massen durch einen sehr professionellen Gig auf Anhieb zu überzeugen wussten (hab's selbst miterlebt)! Und nun liegt uns von dieser Combo das erste Reguläre Scheibchen vor, eben "Inertia". Zu beschreiben ist diese Mischung aus Power-Thrash-Nu und Heavy Metal wirklich schwer! Teilweise erinnert COURAGEOUS an KORN oder andere bekannte Nu-Metal Bands (höre hierzu Track 5 "Invisible Enemy") dann wieder wie NEVERMORE und diverse Power Metal-Größen ("Intertia", "Fade Away" oder "Tortured By Memories"). Alles in allem ein super geglückter erster Output, der sich wirklich hören lassen kann und welcher der Band hoffentlich weit über unsere Landesgrenzen hinweg ein treue Anhängerschaft bescheren wird. Speziell jüngeren Leuten dürfte die sehr energiegeladene Musik gefallen. Aber auch Musikliebhabern der etwas älteren Gattung wird dieses qualitativ sehr hochwertige und abwechslungsreiche Album zusagen. Fazit: Wohl einer von leider viel zu wenigen deutschen Metal Höhepunkten in diesem Jahr. Unbedingt Gehör schenken!

Christian

Trackliste: 1. Inertia - 2. Trapped - 3. Fade Away - 4. Together As One - 5. Invisible Enemy - 6. Tortured By Memories - 7. In Doom - 8. All These Years - 9. The Puppeteer - 10. But My Freedom - 11. Free Will - 12. Tear Off My Mask

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


BRAZEN ABBOT/ A Decade Of Brazen Abbot
  • Band: Brazen Abbot
  • Albumtitel: A Decade Of Brazen Abbot
  • Spielzeit: 63:34 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 22.11.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Der Frontiers-Stall nimmt langsam überdimensionale Formen an, denn nun wissen die Italiener mit BRAZEN ABBOT, der Band von Ausnahmegitarrist, Komponist und Multi-Instrumentalist Nikolo Kotzev, einen weiteren Hochkaräter in ihren Reihen. Nach vier Studio-Alben, für die er sich Sangesgrößen wie Glenn Hughes (ex-DEEP PURPLE), Göran Edman (ex-YNGWIE MALMSTEEN, KHARMA), Thomas Vikström (ex-CANDLEMASS, STORMWIND) und Joe Lynn Turner (ex-RAINBOW) ins Studio geholt hat, präsentiert er zum 10jährigen Band-Jubiläum erstmals ein Live-Album. Mitgeschnitten wurde die "A Decade Of Brazen Abbot", während der ersten BRAZEN ABBOT-Tour am 31. Juli letzten Jahres beim Konzert in Sofia/ Bulgarien. Auf der Tour durch sein Heimatland begleiteten ihn Sänger Joe Lynn Turner, Lars Pollack (Keyboards), Wayne Banks (Bass) und Schlagzeuger Thomas Broman. So ganz gerecht wird die Veranstaltung ihrem Titel allerdings nicht, denn die Setlist setzt sich aus nahezu dem kompletten Material des letzten Albums "Guilty As Sin" zusammen. Lediglich die zweite BRAZEN ABBOT-Scheibe "Eye Of The Storm" wurde in Form von "The Road To Hell", das mit einem herrlichen Drum-Solo eingeleitet wird, bedacht. Anstatt auch auf Material vom Debüt "Live & Learn" oder "Bad Religion" zurückzugreifen, gibt man mit "Can't Let You Go" und "I Surrender" zwei RAINBOW-Klassiker aus der Joe Lynn Turner-Ära zum Besten. Was sich allerdings als wahrer Glücksgriff herausstellt, denn die beiden Nummern werden vom Publikum richtig frenetisch abgefeiert und bieten zudem eine willkommene Abwechslung zum eigenen Material. Beschlossen wird das Album mit der atemberaubenden Acoustic-Version des Hits "Love Is On Our Side", dem Japan-Bonus von "Guilty As Sin". Schon alleine diese zusätzliche Studio-Nummer rechtfertigt den Kauf dieser Live-Konserve.

Sonny

Trackliste: 1. Intro - 2. Mr. Earthman - 3. One life to live - 4. Slip away - 5. Guilty as sin part 1 - 6. Guilty as sin part 2 - 7. Supernatural - 8. Keyboard solo - 9. Can't let you go - 10. I'll be free - 11. I surrender - 12. Drum solo - 13. Road to hell - 14. Love is on our side (Acoustic Version)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über BRAZEN ABBOT:
BRAZEN ABBOT/ My Resurrection


David Lee Roth - Diamond Dave
  • Band: David Lee Roth
  • Albumtitel: Diamond Dave
  • Spielzeit: 45:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Detonator Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: only Diamond Dave
  • Veröffentlichung: 22.11.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Nun kommen wir - Dank Detonator Records - endlich auch in Deutschland (ganz ohne teure Import-Umwege) in den Genuss der neuen Scheibe von Großmaul DAVID LEE ROTH. Das Album wurde in den Staaten zwar bereits vor gut 1 1/2 Jahren veröffentlicht, aber da sich der ehemalige VAN HALEN-Frontmann auf einem Terrain bewegt, das nicht nur ausschließlich mit Rockmusik zu tun hat, scheuten wohl viele Plattenfirmen hierzulande das Teil auf den Markt zu bringen. Trotzdem kann ich diese zögerliche Einstellung nicht ganz nachvollziehen, denn auch nach zahllosen Durchläufen kann ich beim besten Willen nichts Schlechtes (abgesehen von dem unsäglichen "Act One") an "Diamond Dave" finden . Klar, die meisten Fans hätten sich nach so langer Pause ein Album mit einigen Songs gewünscht und nicht eine Scheibe, die zum Großteil von Cover-Versionen dominiert wird. Aber andererseits unterstreicht Mr. ROTH mit diesem aufgefallenen Longplayer erneut, dass er einer der besten Entertainer unsere Zeit ist. Lässig und gekonnt schlängelt er sich durch Blues ("You Got The Blues, Not Me ...") über Soul ("Made Up My Mind") und Funk ("Stay While The Night Is Young)" bis hin zu Swing ("Ice Cream Man") und Big Band Sound ("Bad Habits"). Lediglich mit der stampfenden Eigenkomposition "Thug Pop" (erinnert stellenweise an AEROSMITH) wildert Diamond Dave in rockigeren Gefilden. Es ist einfach eine Wohltat wie der Meister die Songs von den DOORS ("Soul Kitchen"), BEATLES ("Tomorrow Never Knows") und HOMBRES ("Let It All Hango Out") oder von JIMI HENDRIX ("If 7 Was Six)" und STEVE MILLER ("Shoo Bop") auf seine eigene und unverkennbare Weise interpretiert. Für die instrumentale Begleitung holte der Sänger u. a. Brain Young (Gitarre), Ray Luzier (Schlagzeug/ MEDICINE WHEEL) und James LoMenzo (Bass/ WHITE LION/ ZAKK WYLDE) ins Boot.
Fazit: Dieses Album verlangt musikalische Offenheit, denn eines ist sicher, DAVID LEE ROTH ist nicht so leicht in eine Schublade zu zwingen und seien wir uns mal ehrlich, dieser Mann hat alleine im kleinen Zeh mehr Charisma als all die derzeit hochgezüchteten Stars und Sternchen zusammen.

Sonny

Trackliste: 1. You Got The Blues, Not Me... - 2. Made Up My Mind - 3. Stay While The Night Is Young - 4. Shoo Bop - 5. She's Looking Good - 6. Soul Kitchen - 7. If 6 Was 9 - 8. That Beatles Tune - 9. Medicine Man - 10. Let It All Hang Out - 11. Thug Pop - 12. Act One - 13. Ice Cream Man - 14. Bad Habits

Thanks to Ralph @ Indevent Promotion

weitere Reviews über DAVID LEE ROTH:
DAVID LEE ROTH/
Diamond Dave (US-Import)


Review:
TWILIGHT GUARDIANS stammen aus Finnland, wo sie mittlerweile auch einen sehr guten Ruf besitzen. Und spätestens seit ihrer Mini-CD "Land Of The Kings" waren die 4 Jungs um Vesa Virtanen (Vocals) auch bei uns zumindest im Underground bekannt: Für ihren CD-Erstling "Tales Of The Brave" (2002) bekamen sie bei allen bekannten Fach-Mags durch die Bank gute Kritiken. Jetzt sollte ihnen der verdiente Durchbruch nicht länger verwehr bleiben da ihr neues Album "Wasteland" quer durchs Beet einwandfreie Power Metal-Nummern bietet, die alle samt mit eingängigen Hooks und Riffs bestückt sind. Besonderen Lob verdient die in meinen Augen sehr gute Coverversion des JUDAS PRIEST-Klassikers "Rocka Rolla", die hier in einem sehr modernen Kleid rüberkommt, aber trotzdem zu überzeugen weiß. Aber Medaillengewinner der 10 hier anwesenden Anwärter ist verkappte Titeltrack "King Of The Wasteland", der alle anderen durch seinen coolen Refrain in den Schatten stellt. Fazit: Ein Album für wohl jeden Metaller, der sich mal gerne wieder eine frische Brise Melodic-Power-Metal um die Nase wehen lassen möchte.

Christian

Trackliste: 1. Weak Generation - 2. The Next Call - 3. Search For Grace - 4. Angels - 5. King Of The Wasteland - 6. Time Has come - 7. Farher's Cave - 8. Rocka Rolla - 9. The Wraith - 10. Hellward

Thanks to Jan @ Sure Shot Worx

weitere Reviews über TWILIGHT GUARDIANS:
TWILIGHT GUARDIANS/ Sin Trade


THE SIGN/ The Second Coming
  • Band: The Sign
  • Albumtitel: The Second Coming
  • Spielzeit: 55:49 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Kansas, Styx, Zon
  • Veröffentlichung: 22.11.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Obwohl der Erstling von THE SIGN zu meinen persönlichen Lieblingsalben aus dem Jahre 2000 gehört, komme ich mit dem Nachfolgewerk "The Second Coming" auch nach unzähligen Durchläufen nicht ganz zurecht. Wahrscheinlich beruht dieser Umstand auf der Tatsache, dass die neue Scheibe, welche die "Aryon"-Geschichte weitererzählt, eine deutlich progressivere Schlagseite aufweist als das relativ leicht verdauliche und eingängige Debüt "Signs Of Life". Diese Zeilen sollen aber nicht den Eindruck erwecken, dass "The Second Coming" ein schlechte Scheibe ist, denn die Sänger Terry Brock (ex-STRANGEWAYS) und Randy Jackson (ZEBRA) sowie Songwriter/ Multi-Instrumentalist Mark Mangold (DRIVE, SHE SAID) gehören nach wie vor zur ersten Garde ihrer Zunft, aber stellenweise ist "The Second Coming" doch etwas zu trocken bzw. unruhig ausgefallen und vielleicht zu übertrieben auf Komplexität getrimmt. Sprich die zündenden und mitreißenden Elemente, die beim speedlastigen Kracher "Motorcycle Messiah" oder bei der röhrenden Hymne "Shine" gelegentlich aufblitzen, sind im Vergleich zum sehr ausgewogenen Vorgänger doch ziemlich rar gesät. Nur allzu selten kommt das ausdruckstarke Organ von Terry Brocks so frei zur Entfaltung wie bei der Gänsehaut-Nummer "Keep On Breathin'". Unterm Strich bleibt ein Album, das bei eingeschworen Fans von KANSAS, STYX oder ZON regen Anklang finden müsste, aber der Großteil der THE SIGNS-Anhängerschaft (mich eingeschlossen) hat sich von "The Second Coming" - aufgrund des phänomenalen Erstlingswerks der Supergroup - wahrscheinlich ein bisschen mehr erwartet. Nichtsdestotrotz ist "The Second Coming" gelungener Pomp Rock, der es wert ist Gehör zu finden.

Sonny

Trackliste: 1. Aryon Overture - 2. Stained (Gone) - 3. The Morning After (Time to run) - 4. Motorcycle Messiah - 5. Shine - 6. Bliss - 7. If For One Moment - 8. Flame Of The Oracle - 9. The Ooze - 10. Inner Child (Exorcise) - 11. Black Mountain - 12. Keep On Breathin' - 13. Shine (Finale) - 14. Rapture (Ode to Aryon) - 15. Maniac

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


LAST WARNING/ Face 2 Face
  • Band: Last Warning
  • Albumtitel: Face 2 Face
  • Spielzeit: 33:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ton 4 Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands: Suicidal Tendencies, Paradise Lost, Machine Head und Grip Inc mit einen Hauch von Cure
  • Veröffentlichung: 20.11.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Wenn ich mich mit einer Musikrichtung wirklich schwerlich anfreunden kann, dann ist das wohl der Hardcore. Daher ging ich auch mit ziemlich gemischten Gefühlen an das neue Album von LAST WARNING heran, aber nach einigen Durchgängen muss ich zugeben, dass der Sound des Österreicher-Quintett – trotz aller Aggressivität und allem Speed – seine Mauern auf einem durchaus melodischen, metallischen und punkig angehauchten Fundament aufgebaut hat. Der melodischste Track auf "Face 2 Face" ist wohl ohne jeden Zweifel der eigentliche Opener "Nothing", der sich anhört als hätten NEW ORDER und eine „Gute Laune“-Punkband beschlossen gemeinsam metallischen Hardcore zu machen. Auch der relativ düstere und leicht mystische Kracher "Immortality" ist fernab von chaotischen Gebolze und beim apokalyptisch-hektischen Stampfer "The Beginning Of The End" sind sogar gelegentlich CUREsche Gitarrenlinien auszumachen. Zwar haben sich meines Erachtens mit "Give Me Break" und "Something To Say" auch zwei Songs eingeschlichen, die haarscharf an der Schmerzgrenze vorbeizischen, aber im Großen und Ganzen kann sich auch ein Melodic Metal-Freak (wie ich) mit dieser aggressiv-melodischen Mischung aus Hardcore, Punk und Metal ganz gut anfreunden. Ob sich LAST WARNING allerdings im schier unüberschaubaren internationalen Genredickicht durchsetzen können, wird die Zeit zeigen. Antesten sollte man die Band auf alle Fälle mal... alsdann, ab auf die nächste Welle und auf www.lastwarning.at gesurft.

Sonny

Trackliste: 01. Hate Me - 02. Nothing - 03. Bang - 04. I Wanna Feel - 05. Immortality - 06. Give Me A Break - 07. Something To Say - 08. The Beginning Of The End - 09. Face To Face - 10. Inside Me - 11. Just For The People

Thanks to Grini @ Last Warning


MIKE KENEALLY BAND/ Dog

Review:
MIKE KENEALLY (Sänger/ Songwriter/ Produzent/ Ausnahmegitarrist) wird den meisten Lesern wahrscheinlich durch seine Arbeiten mit FRANK ZAPPA und STEVE VAI bekannt sein. In letzter Zeit ist er mir persönlich allerdings durch seinen Gastauftritt auf dem zweiten CHAIN-Album "chain.exe" aufgefallen. Für seinen neusten Solostreich hat sich das Multi-Talent mit Gitarrist Rick Musallem, Bryan Beller (Bass/ MULLMUZZLER) und Schlagzeuger Nick D’Vergilio (TEARS FOR FEARS/ GENESIS) umgeben und einen Longplayer eingespielt, der allen ZAPPA oder VAI-Fans das Herz in der Hose aufgehen lassen müsste. Auf "Dog" ist ein kunterbunter Eintopf, der sich nicht allzu leicht kategorisieren lässt, denn hier verschmelzen Hardcore mit Blues, Progressive Rock mit Reggae-Rhythmen ("Raining Sound"), Jazz mit Funk ("Choosing To Drown") und den fesselnden, unfassbaren Fantasien a la FRANK ZAPPA und STEVE VAI ("Simple Pleasure" oder "Physics"). Die Highlights dieser Scheibe sind vor allem das relaxte "Splane", das akustisch-swingende "Gravity Grab" und der bassgeschwängerte Groover "Panda". Ein echtes Meisterwerk, das alle bereits genannten Elemente in einer einzigen Nummer vereint, haben MIKE KENEALLY und seine Mannen allerdings mit der abwechslungsreichen – manchmal recht strange anmutenden – 15min-Nummer "This Takes Like A Hotel" an den Start gebracht. Wie gesagt, ein wahrer Ohrenschmaus für die Fans der oben erwähnten Herren. Aber wer mit alternativ angehauchtem Experimental Art Rock nichts anzufangen weiß, sollte lieber die Ohren von "Dog" lassen.
PS. den Genre-Freaks sei die Special Edition dieser Scheibe ans Herz gelegt, denn die 2500 Exemplare sind nicht nur von MIKE KENEALLY selbst handsigniert und –nummeriert, sondern enthalten noch eine umfassende DVD mit Live-Auftritten der Band (5.1 Dolby Surround!), „behind the scene“-Material und vielem mehr...
Falls ihr an der Scheibe interessiert sein solltet, dann schaut euch einfach unter www.justforkicks.de um.

Sonny

Trackliste: 1. Louie - 2. Bober - 3. Splane - 4. Pride Is A Sin - 5. Simple Pleasure - 6. Physics - 7. Raining Sound - 8. Choosing To Drown - 9. Gravity Grab - 10. This Tastes Like A Hotel - 11. Panda

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


RAGE/ From The Cradle To The Stage
  • Band: Rage
  • Albumtitel: From The Cradle To The Stage
  • Spielzeit: CD 1: 66:55 min/ CD 2: 68:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Rage only!
  • Veröffentlichung: 15.11.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Wer hätte im schnelllebigen Heavy Metal-Geschäft ernsthaft geglaubt, dass RAGE nach "Ten Years In Rage", den erfolgreichen "Lingua Mortis"-Scheiben und dem drohenden Ende bei den Aufnahmen zu "Ghosts" noch ihr 20jähriges Bandjubiläum feiern würden? Wahrscheinlich nur sehr wenige Berufsoptimisten! Doch Bandleader Peavy Wagner (Gesang/ Bass) scheint in Saitenvirtuosen Victor Smolski und Drum-Tier Mike Terrana ehrliche Sinnesgenossen gefunden zu haben und so feiert das internationale Trio nach drei hervorragenden Studio-Alben, die sie gemeinsam eingespielt haben, mit ihrem ersten offiziellen Live-Album "From The Cradle To The Stage" nun doch noch 20 Jahre RAGE. Mitgeschnitten wurde die hochoffizielle Jubiläumsshow in der legendären Zeche zu Bochum am 25. Januar 2004 und wird nun den Fans in Form einer sehr atmosphärischen DCD präsentiert. Nahezu alle 15 Studio-Alben, die das einzig verbliebene Urmitglied Peavy Wagner bisher in seiner 20jährigen Karriere eingespielt hat, wurden live-technisch bedacht. Lediglich auf Material aus "Execution Guranteed" (1987), "Perfect Man" (1988) und der 90er Scheibe "Reflections Of A Shadow" wartet man in der gigantischen Setlist vergebens. Auch ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich selbige fast zur Hälfte aus dem Material der letzten drei Scheiben zusammensetzt, denn schließlich sind es genau jene Alben, die das Trio bisher gemeinsam eingespielt haben. Nichtsdestotrotz klingt aber auch das ältere Material wie z. B. die AVANGER-Hymne (so hießen RAGE zu ihren Anfangstagen) "Prayers Of Steel", der Thrasher "Sent By The Devil", das speedige "Suicide" oder "Firestorm" und "Enough Is Enough", die sich beide als gewaltige Live-Stampfer erweisen, so knackig und frisch als hätten die drei Ausnahmemusiker diese Nummern erst eben aus der Taufe gehoben. Bei der Klasse dieser Musiker ist es nur verständlich, dass sie sich die Freiheit nehmen dem Publikum ihr Können an ihren Instrumenten zu demonstrieren. Hierfür eignet sich natürlich das Instrumental "Unity" hervorragend, welches nahezu nahtlos in Mike Terranas gnadenloses Schlagzeug-Solo ("Arnachy") übergeht, bevor Victor Smolski einige Nummern später bei seinem Soli "Rocket Science" die Saiten filigran und zügellos zum Glühen bringt. Die absoluten Knüller auf diesem heißen Doppeldecker sind - neben der Live-Hymne "Down" - der Monster-Groover "Back In Time" und "Higher Than Sky". Zuletzt genannte Mitsing-Nummer rundet die sagenhafte Setlist nicht nur perfekt ab, sondern ist meines Erachtens die Krönung eines atemberaubenden Gigs.
Also, doch nicht von der Wiege ins Grab, sondern erst auf die Bühne und das hoffentlich (in dieser Besetzung) noch für mindestens weitere 10 Jahre... In diesem Sinne: Hoch die Tassen!
Wem dieses fette Tondokument nicht ausreicht, der sollte sich am besten auch gleich die gleichnamige Doppel-DVD einverleiben.

Sonny

Trackliste: Disc 1
1. Orgy Of Destruction - 2. War Of World - 3. Great Old Ones - 4. Paint The Devil On The Wall - 5. Sent By The Devil - 6. Firestorm - 7. Down - 8. Prayers Of steel - 9. Suicide - 10. Days Of December - 11. Unity - 12. Anarchy (drum solo) - 13. Enough Is Enough - 14. Invisible Horizons - 15. Set This World On Fire

Disc 2

1. Flesh And Blood - 2. Rocket Science - 3. Soundchaser - 4. Straight To Hell - 5. Back In Time - 6. Refuge - 7. From The Cradle To The Grave - 8. Black In Mind - 9. Solitary Man - 10. Don't Fear The Winter - 11. All I Want - 12. Higher Than The Sky

Thanks to Martin @ SPV

weitere Reviews über RAGE:
RAGE/
Soundchaser
RAGE/
Unity


THE LADDER/ Future Miracles
  • Band: The Ladder
  • Albumtitel: Future Miracles
  • Spielzeit: 46:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: FM, Shadowman, Foreigner
  • Veröffentlichung: 15.11.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Es ist so ziemlich genau zehn Monate her, als Sänger Steve Overland und HEARTLAND-Saitenzupfer Steve Morris mit dem SHADOWMAN-Debüt "Land Of The Living" mächtig aufhorchen ließen. Diesmal hat das Goldkelchen den ex-TEN-Gitarristen Vinny Burns und seinen FM-Kumpel Pete Jupp (Drums) um sich geschart, um unter dem Namen THE LADDER ein weiteres Highlight zu kreieren. Stilistisch bewegt sich das Quartett, das mit Bob Skeat am Bass komplettiert wird, zwischen melodisch-eingängigem ("Like Lovers Do") und riffbetonten ("Say It Like It Is") Hard Rock. Innerhalb dieses Spektrums haben sie die richtige Balance zwischen gefühlsechten Balladen ("Do You Love Me Enough"), einfühlsamen Midtempo-Nummern ("Closer To Your Heart") und stampfenden Rock-Hymnen ("Dangerous") gefunden. Als weitere Anspieltipps möchte ich euch das schleichende "All I Ever Wanted", das mit mächtigen Riffs und dezent eingestreuten Hammond-Parts zu gefallen weiß, oder das lässig rockende "Too Bad", das mich stellenweise an FOREIGNER erinnert, ans Herz legen. Produktionstechnisch hat Steve Morris (HEARTLAND, SHADOWMAN) das äußerst unterhaltsame Album veredelt und so erklingt "Future Miracles" in einem sehr klaren, aber druckvollen Sound. Wer schon vom SHADOWMAN-Erstling angetan war, wird von diesem Album hellauf begeistert sein.

Sonny

Trackliste: 1. Like Lovers Do - 2. Closer To Your Heart - 3. Do You Love Me Enough - 4. Dangerous - 5. Baby Blue - 6. All I Ever Wanted - 7. Time For Changes - 8. Say It like It Is - 9. When Tomorrow Comes - 10. Too Bad

Thanks to Birgitt @ Germusica


VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation Vol. 10

Review:
Leute, wie doch die Zeit vergeht! MTM-Music schickt seine hauseigene Compilation mittlerweile schon in die zehnte Runde. Für diese Jubiläumsausgabe hat sich das Münchener Label etwas ganz besonderes einfallen lassen. So besteht die Trackinglist erstmalig aus bisher nur unveröffentlichten Material und wartet mit so einigen Überraschungen auf. Da wären z. B. der Opener "All In All" von einer Band namens RELAPSE, die um ex-CITA/ GUILD OF AGES-Sänger Danny Martinez gegründet wurde und so ziemlich aus dem Original-LineUp von CITA besteht, oder der Stampfer "Everything About Your" vom hoffentlich bald kommenden neuen FATE-Album. Des weiteren machen die Stadion-Rocker "Pray For The Rain" oder der mitreißende Groover "Cross My Heart" ordentlich Appetit auf die nächsten Album von BRUNOROCK bzw. SEVEN WISHES (auf "Destination" freue ich mich jetzt schon wie ein kleines Kind ;-) Die Highlights sind meines Erachtens die Mitsing-Hymne "Farewell" von SHYLOCK und der phänomenale Semi-Acoustic-Stampfer "Never Change" von S.I.N. (Killer!!!), die beide Thomas Hässler gewidmet sind. Außerdem besticht der ZENO-Shouter "Call To The Heart", der wohl einer der Bonustracks auf "Zenology II" (re-issue von "Zenology") sein wird, mit hochkarätigen Live-Qualitäten. Apropos Live! Beschlossen wird das fast 75minütige Hörvergnügen mit zwei Live-Beiträgen (Rough Mixes) vom diesjährigen Deep Impact-Festival zu München. Zum einen wären das DARE mit ihrem majestätischen Kracher "Into The Fire" und der FATE-Klassiker "Everything About You". Dieses "goldene" Album ist für mich persönlich die Krönung einer sehr gelungen Sampler-Reihe. Also, ihr wisst was ihr am 15 diesen Monats zu tun habt. Ab zum Dealer eures Vertrauens und lasst euch schon mal das verfrühte Weihnachtsgeschenk aus dem Hause MTM für wenig Geld einpacken.

Sonny

Trackliste: 01. RELAPSE/ All In All (Rough Mix unreleased / forthcoming album “t.b.a.”) 4:22 - 02. MARTIE PETERS GROUP/ The Beast Inside (unreleased / forthcoming album “Martie Peters Group”) 3:58 - 03. SHYLOCK/ Farewell (unreleased - dedicated to Thomas Häßler - forthcoming album “t.b.a.”) 3:33 - 04. FATE/ Everything About You (unreleased / forthcoming album “t.b.a.”) 4:46 - 05. BRUNOROCK/ Pray For The Rain (unreleased / forthcoming album “Interaction“) 4:27 - 06. SIN/ Never Change (unreleased / dedicated to Thomas Häßler - forthcoming album “t.b.a.”) 4:10 - 07. SHY/ I Will Be Home (unreleased / forthcoming album “Sunset And Vine”) 4:30 - 08. SEVEN WISHES/ Cross My Heart (unreleased / forthcoming album “Destination: Alive”) 4:12 - 09. ZENO/ Call Of The Heart (unreleased / forthcoming album “Zenology II”) 4:00 - 10. EDGE OF FOREVER/ Snake Eyes (unreleased / forthcoming album “Let The Demon Rock ‘N’ Roll”) 4:54 - 11. RPM/ How Do I Get You (unreleased / recent album “RPM”) 4:40 - 12. RHAPSODY SWEDEN/ I’ve Done All I Can (unreleased / forthcoming album “Strange Vibrations”) 4:08 - 13. NOVAK/ Save Me (unreleased / forthcoming album “Forever Endeavour”) 3:27 - 14. JANI LANE/ Lay Your Hands On Me (unreleased / forthcoming album “Tribute To Bon Jovi”) 4:58 - 15. MISTY MAY/ Reality (unreleased / forthcoming album “t.b.a.”) 4:28 - 16. DARE/ Into The Fire (Rough Mix / live recorded at DEEP IMPACT FESTIVAL MUNICH 2004) 5:28 - 17. FATE/ Everything About You (Rough Mix / live recorded at DEEP IMPACT FESTIVAL MUNICH 2004) 5:08

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über MTM MUSIC COMPILATIONS:
VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation "10th Anniversary" (Sampler-Tipp/ October 2006)
VARIOUS ARTISTS/ MTM Music Compilation Rock Ballads Vol. 6
VARIOUS ARTISTS/
MTM Music Compilation Rock Ballads Vol. 5
VARIOUS ARTISTS/
MTM Music Compilation Vol. 9


STORMWITCH/ Witchcraft
  • Band: Stormwitch
  • Albumtitel: Witchcraft
  • Spielzeit: 57:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast/ Warner
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 15.11.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Die überraschende Comeback-Scheibe "Dance With The Witches" gehört zu meinen persönlichen Favorites aus dem Jahr 2002. Daher setzte ich doch ziemlich große Hoffnungen in das neue Album der liebevoll genannten Masters of Black Romantic, doch nach ein paar Tagen intensivster Beschallung mit "Witchcraft" macht sich doch etwas Ernüchterung in meinen vier Wänden breit. Was aber nicht unbedingt heißen soll, dass die Scheibe nicht gut ist, aber irgendwie hätte ich mir persönlich mehr Nummern im Kaliber von "Frankstein's Brother" gewünscht. Dieser Song stampft mit seinem mörderischen Groove einfach alles ungespitzt in den Boden, was sich ihm in den Weg stellt und ist zudem noch mit einer gnadenlosen Hookline gesegnet. Auch der hymnische Opener "The Sinister Child" und Ballade "Sleeping Beauty", das sich mit barocken Elementen durch die Gehörgänge schlängelt, ist mit allen Vorzügen ausgestattet, die den Schwaben ihren bezeichnenden Beinamen eingebracht haben. Das restliche Material jedoch vermag - abgesehen von der düsteren Ballade "Blood Lies In My Hand" - den genannten Beispielen nicht wirklich das Wasser zu reichen. Entweder sind die Songs zu soft und zu sehr auf Nummer sicher getrimmt ("Fallen From God") oder es mangelt ihnen am letzten Quäntchen Durchschlagskraft ("Salome"). Zudem hinterlässt ein stellenweise dünnbrüstiger Sound einen etwas faden Nachgeschmack. Also bleibt unterm Strich ein Album, das zwar keinen Fan der Band enttäuschen wird, aber auch nicht gegen das letzte Album und die Klassiker der Band ansticken kann.

Sonny

Trackliste: 01. The Sinister Child - 02. At The Break Of This Day - 03. Fallen From God - 04. Frankenstein´s Brothers - 05. Until The War Will End - 06. Witchcraft - 07. Sleeping Beauty - 08. Puppet In A Play - 09. The Kiss Of Death - 10. Moonfleet - 11. Salome - 12. The Drinking Song - 13. Blood Lies In My Hand (bonus track) - Stormwitch (feat. Martin Winkler/ bonus track)

Thanks to Markus & Jaap @ Nuclear Blast

weitere Reviews über STORMWITCH:
STORMWITCH/
Dance With The Witches


GEORGE THOROGOOD AND THE DISTROYERS/ 30th Anniversary Tour: Live

Review:
Die CD, die uns hier vorliegt eröffnet uns einen Blick auf 30 Jahre Blues History
und schmeißt uns Klassiker wie "Bad To The Bone" um die Ohren. Dargeboten wird dieses Blues Rock-Gewitter von einer super-tighten und präzise aufeinander eingespielten Band, eben den oben genannten DESTROYERS. Alles in allem kann man hier der Blues Rock Fan getrost zugreifen und wird sicherlich nicht enttäuscht sein, aber richtige Überraschungen darf man nicht wirklich erwarten, da jedem Kenner dieser Musikrichtung die dargebotenen Stücke bestens bekannt sein dürften! Trotz alledem: eine solide Darbietung, die ihre Qualitäten hat.

Christian

Trackliste: 01. Long Gone - 02. Who Do You Love - 03. Night Time - 04. I Drink Alone - 05. One Bourbone, One Scotch, One Beer - 06. Don't Let The Bossman Get You Down - 07. The Sky Is Crying - 08. Sweet Little Lady - 09. Greedy Man - 10. Bad To The Bone - 11. The Fixer - 12. That's It I Quit - 13. Rockin' My Life

Thanks to Jan @ Sure Shot Worx


PRIDE OF LIONS/ The Destiny Stone
  • Band: Pride Of Lions
  • Albumtitel: The Destiny Stone
  • Spielzeit: 64:15 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Survivor, Worldstage
  • Veröffentlichung: 08.11.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Nachdem Jim Peterik und Toby Hitchcock für das PRIDE OF LIONS-Debüt nicht zu unrecht mit geradezu fantastischen Kritiken überhäuft worden sind, durfte man natürlich gespannt sein, ob der Ausnahmemusiker/ -songwriter und sein junges Sangestalent erneut ein Meisterwerk auf das Melodic Rock-Volk herablassen würden. Und was soll ich sagen? Jawohl, sie haben! Wiederum ist es Herrn Peterik gelungen die besten Elemente des 80er Melodic Rocks in 12 meisterliche Hymnen zu packen und sie mit den Möglichkeiten der heutigen Produktionstechnik zu ergänzen. Herausgekommen sind dabei z. B. majestätisch arrangierte Balladen wie z. B. "Back To Camelot" oder "Light From A Distant Shore", die beide durch ihre orchestrale Untermalung bestechen. Auf der anderen Seite stehen faszinierende Rocknummern wie "Born To Believe In You" oder das Eröffnungsduo "The Courage To Love Somebody" und "Parallel Lines". Während erstere Nummern den Zuhörer mit seinen seichten - aber allgegenwärtigen - Keyboards zu fesseln weiß, punktet der Opener mit stampfenden Passagen und einer gnadenlosen Hookline. Außerdem kann man sich dem spanischen/ lateinamerikanischen Charme der Gitarren- und Flötenparts im Titeltrack nur äußerst schwerlich entziehen. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören "Man Behind The Mask", das sich anhört als hätten SURVIVOR, STYX und QUEEN gemeinsame Sache gemacht, und der tempovariierende Rocker "Letter To The Future", der durchaus auch aus der Feder von GIORGIO MORODER hätte stammen können. Mit "The Gift Of Song", einer Hommage an JOHN MILES findet ein prächtiges Melodic Rock-Feuerwerk seinen krönenden Abschluss. Kurzum: Wie schon auf dem selbstbetitelten Debüt wird der traditionsbewusste Melodic Rock-Anhänger auch auf "The Destiny Stone" auf allerbeste Weise bedient - ganz unabhängig davon welchen Song man sich gerade einfährt.

Sonny

Trackliste: 1. The Courage To Love Somebody - 2. Parallel Lines - 3. Back to Camelot - 4. Born To Believe In You - 5. What Kind of Fool - 6. Man Behind The Mask - 7. Light From A Distant Shore - 8. Letter To The Future - 9. The Destiny Stone - 10. Second Hand Life - 11. Falling Back To Then - 12. The Gift of Song

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über PRIDE OF LIONS:
PRIDE OF LIONS/ The Roaring Of Dreams (Earchatcher/ February 2007)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (DVD) (Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/
Black Ribbons (Voices Of The World) (Single)
PRIDE OF LIONS/
Pride Of Lions


DEREK SHERINIAN/ Mythology
  • Band: Derek Sherinian

  • Albumtitel: Mythology

  • Spielzeit: 45:50 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV

  • Vergleichbare Bands:

  • Veröffentlichung: 08.11.2004

  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Jau, endlich kommt meine stille Leidenschaft für instrumentalen Hard Rock/ Heavy Metal nicht nur wieder mal zum Zug, sondern gleich voll auf ihre Kosten. "Mythology", so der Titel des vierten Soloalbums des einstigen DREAM THEATER-Tastenmagiers DEREK SHERINIAN, ist ein abwechslungsreiches und prickelndes Scheibchen geworden. Neben seiner „Stammformation“ mit Zakk Wylde (OZZY OSBOURNE, BLACK LABEL SOCIETY) und Steve Lukather an den Gitarren sowie dem Rhythmus-Duo Tony Franklin (Bass) und TOTO-Schlagzeuger Simon Phillips, hat er diesmal – u. a. mit BILLY IDOL-Klampfer Steve Stevens, Gitarrenvirtuosen Allan Holdsworth und MAHAVISHNU ORCHESTRA-Geiger Jerry Goodman – weitere hochkarätige Musiker um sich geschart. Dass sich dieses namhafte LineUp nicht nur wie ein „Who Is Who“ der Musikszene liest, sondern auch für besondere Qualität bürgt, dafür stehen Songs wie der heftig krachende und filigrane Opener "Day Of The Dead" (Allan Holdsworth), das speedige Riffmonster "God Of War" (John Sykes/ BLUE MURDER) und "El Flamingo Suave", das aus der Kombination von feurigen Flamenco-Gitarren (Steve Stevens), jazzigen Parts und sphärischen Keyboards lebt. Meine momentanen Lieblingsstücke sind das spacig rockende "Alpha Brust" und das verträumte "A View From The Sky", diese beiden Nummern definieren das große Plus von "Mythology" klar und deutlich: Teamgeist! – DEREK SHERINIAN begibt sich auf dieser Scheibe mitnichten auf einen Egotrip, vielmehr lässt er seinen Mitstreitern jeglichen Freiraum und bereichert deren Darbietungen mit seinem virtuosen und raffinierten Tastenspiel. Ein weiterer Leckerbissen ist der einzige Vocal-Track "The River Song", den Zakk Wylde nicht nur mit seinen schweren Riffs und filigranen Soli, sondern auch mit seinem rauen und whiskeygetränkten Organ veredelt hat. Ein sehr erfrischendes Instrumental-Album, das man als pflichtbewusster Hard Rock/ Heavy Metal-Fan unbedingt sein Eigen nennen sollte.

Sonny

Trackliste: 01. Day Of The Dead  - 02. Alpha Burst  - 03. God Of War  - 04. El Flamingo Suave  -05. Goin' To The Church 06. One Way Or The Other  - 07. Trojan Horse  - 08. A View From The Sky  - 09. The River Song 

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über DEREK SHERINIAN:
DEREK SHERINIAN/ Blood Of The Snake (Instrumental-Tipp/July 2006)


TAK MATSUMOTO GROUP/ TMG I

Review:
In seiner Heimat Japan gehört Tak Matsumoto (B'Z) bereits seit einiger Zeit zu den bekanntesten Songwritern, Gitarristen und Produzenten der Hard Rock-Szene. Nun hat der Saitenhexer mit Ausnahmesänger Eric Martin (ex-MR. BIG), Bassist/ Sänger Jack Blades (NIGHT RANGER/ ex-DAMN YANKEES) und den beiden Schlagzeugern Brain Tichy (ex-FOREIGNER/ PRIDE & GLORY) und Cindy Blackman (LENNY KRAVITZ) ein All-Star-LineUp um sich geschart, um auch den Rest der Welt von seinen Qualitäten zu überzeugen. Da "TMG I" im Land der aufgehenden Sonne bereits im Juni veröffentlicht wurde und mit überschwänglichen Kritiken bedacht worden war, war ich natürlich sehr gespannt auf diesen Silberling. Leider kann ich diese überwältigenden Lobpreisungen auch nach zahllosen Durchläufen nicht 100%ig nachvollziehen. Zugegeben, das Debüt der TAK MATSUMOTO GROUP ist ein sehr gelungenes Album, aber ein kleines Stückweit von einem echten Killeralbum entfernt. Und sind wir doch mal ehrlich, wenn nicht Eric Martin dieses Album mit seinem Wahnsinnsorgan veredelt hätte, würde hierzulande wahrscheinlich kein Hahn nach diesem Silberling krähen. Nichtsdestotrotz stecken Nummern wie der kantige Groover "I Wish You Where Here" oder die lässig-flotte "Greatest Show On Earth", die von einem Grundgerüst aus japanischen Saitenklängen getragen wird, den Großteil der Veröffentlichung auf dem modernen Hard Rock-Sektor locker und lässig in die Tasche. Das Geheimnis dieser Songs liegt darin, dass Tak Matsumoto & Co. nicht auf Teufel komm raus modern klingen wollen, sondern stattdessen klassische Hard Rock-Elemente mit den heutigen Möglichkeiten der Technik ziemlich gekonnt in Einklang gebracht haben. Des weiteren möchte ich euch mit leicht exotischen anmutenden Häppchen wie "Sings Of Live" (so könnten AEROSMITH mit Eric Martin am Mikro klingen) und der Hard Rock-Hymne "Wonderland" den Mund wässerig machen. Außerdem ist positiv zu erwähnen, das sich unter den vierzehn (!) Nummern mit "Two Of A Kind" nur eine einzige Ballade und kein einziges Instrumental befindet, was für das Album eines Edel-Gitarristen doch etwas ungewöhnlich ist. Fazit: Selten ist mir so ein kantiges und knackiges Gitarrenrock-Album untergekommen, dass so elegant den klassischen Hard Rock mit modernen Elementen verbindet.

Sonny

Trackliste: 1. Oh Japan - Our Time Is Now - 2.  Everything Passes Away - 3. Kings For A Day - 4.  I Know You By Heart - 5. I Wish You Were Here - 6. The Greatest Show On Earth - 7. Signs Of Life - 8. Red, White And Bullet Blues - 9. Trapped - 10. My Alibi - 11. Wonderland - 12. Train, Train - 13. Two Of A Kind - 14. Never Good-Bye

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


RIVERSIDE/ Out Of Myself
  • Band: Riverside
  • Albumtitel: Out of my Mind
  • Spielzeit: 53:18 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: The Laser's Edge/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Anathema, Pink Floyd
  • Veröffentlichung: 08.11.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Eine wahrhaft positive Überraschung kommt dieses Monat aus Polen zu uns nach Hause. RIVERSIDE legen mit ihrem Debüt-Album "Out Of My Mind" eine coole Mischung aus Prog und Alternative Rock-Songs vor, die auf Anhieb zu gefallen wissen. Düstere Intros öffnen auf einmal eine helle Pforte, aus denen gleichermaßen Trauer und Freunde auf uns herabregnen. Angenehme Traumlandschaften nehmen in unseren Vorstellungen Gestallt an (na ja, vielleicht muss der eine oder andere auch etwas nachhelfen. Aber mit einem feinen Fläschchen Wein klappt es bestimmt!!!). Verfeinert werden diese ohnehin tadellosen Songs mit einer sehr guten Gesangsleistung von Mariusz Duda, der mich sehr an Geoff Tate (QUEENSŸRCHE) erinnert!
Absolutes Highlight in meinen Ohren ist "Reality Dream", der durch seine atmosphärische Dichte Erinnerungen an Glanztaten von ANATHEMA ins Gedächtnis ruft!
Fazit: Reinhören, kaufen und genießen!

Christian

Trackliste: 1. The Same River - 2. Out Of Myself - 3. I Believe - 4 .Reality Dream - 5. Loose Heart - 6. Reality Dream II - 7. In Two Minds - 8 .The Curtain Falls - 9. Ok

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über RIVERSIDE:
RIVERSIDE/ Voices In My Head
RIVERSIDE/ Second Life Syndrome


ANTI-DEPRESSIVE DELIVERY/ Feel. Melt. Release. Escape.

Review:
Die vier Musiker um den Bandkopf Pete Beck (Vocals) stammen allesamt aus Norwegen, was man der Musik aber (leider) zu keiner zeit anhört. Das leider begründe ich damit, dass Bands aus diesen Breitengraden normalerweise eine deutlich dunklere Atmosphäre besitzen, was im Falle von "Feel. Melt. Release. Escape." der Gesamtstimmung auch nicht wirklich schlecht getan hätte! Alles was ich dem Fünfer bestätigen kann, ist dass sie sich zu 100 % nicht in irgendeine Sparte einordnen lassen, die meinem Spektrum bekannt ist. Eine sehr wilde Mischung aus 70er Hard Rock (DEEP PURPLE & URIAH HEEP) und jazzigen Elementen wird mit modernen, fast technolastigen Sounds (Titeltrack) kombiniert. Teilweise lassen die Jungs dann zwar wieder kurz ihre Klasse aufblitzen ("Path Of Sorrow"), aber diese Momente sind sehr mager gesät und werden auch meistens sofort wieder im Keim erstickt. Es tut mir leid, aber dieser Art von Musik kann ich leider nichts abgewinnen. Aber bedeutet nicht das Wort "art" vom Englischen ins Deutsche übersetzt "Kunst"? Und unter dem Schleier der Kunst ist ja bekanntlich alles erlaubt! Wie ist das mit Kunst noch mal? Die Kunst liegt im Auge bzw. im Ohr des Betrachters oder so! Also selbst ein Bild davon machen. Viel Spaß dabei!

Christian

Trackliste: 1. End Of Days -2. Coward - 3. Voyage Of No Brain Discovery - 4. Path Of Sorrow - 5. Penny Is A Slut Machine - 6. Feel. Melt. Release. Escape - 7. 0 - 8. The Anti - Depressive Delivery - 9. Bones & Money

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


WHITE WILLOW/ Storm Season
  • Band: White Willow
  • Albumtitel: Storm Season
  • Spielzeit: 47:25 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: The Laser's Edge/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: ???
  • Veröffentlichung: 08.11.2004
  • Wertung: 3,5/ 10

Review:
Manchmal gibt es einfach CDs, die eigentlich keinerlei Berechtigung für ihre Veröffentlichung haben, und dennoch liegt mir hier eine solche vor. Die 5 Norweger die hier am Werk sind besitzen durchaus technisches Können. Einziges Problem: sie haben es leider mit keinem ihrer sieben Songs geschafft auf den Punkt zu kommen! Dazu gnadenlose Einsätze von Cello und Flöten, die meinen Ohren und Nerven dann endgültig den Garausmachen! Den Rest müsst ihr euch leider selbst vorstellen, denn mir hat es leider völlig die Sprache verschlagen! Ich will mich ja hier nicht als Richter und Henker aufdrängen, aber Rache ist süß und deshalb lautet mein Urteil: 10 Jahre Verbannung auf eine einsame Insel, damit die Jungs mal richtig Zeit haben zum Üben!!! Fazit: Von dieser Scheibe kann ich ohne große Bedenken abraten.
PS: Ah, noch schöne Grüße nach Norwegen: "Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal!"

Christian

Trackliste: 1. Chemical Sunset - 2. Sally Left - 3. Endless Science - 4. Soulburn - 5. Insomnia - 6. Storm Season - 7. Nightside Of Eden

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


AEON SPOKE/ Above The Buried Cry
  • Band: Æon Spoke
  • Albumtitel: Above The Buried Cry
  • Spielzeit: 46:36 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mercy Stroll Recordings/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: gemäßigtere Oasis oder Coldplay treffen auf Pink Floyd
  • Veröffentlichung: 09.11.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
ÆON SPOKE ist die neue Band um die beiden ex-DEATH/ CYNIC-Mitglieder Paul Masvidal (Vocals/ Gitarre) und Schlagzeuger Sean Reinert. Mit ihrer neuen Mannschaft bestellen sie Felder, die fernab von ihren einstigen Bands angesiedelt sind. Vielmehr zelebrieren sie äußerst gekonnt melancholischen und sehr gefühlvollen Gitarrenrock, der gelegentlich mit raffinierten Alternative- ("No Answer"/ SemiAcoustic-Rocker)und Art Rock-Elementen ("Grace") gekreuzt wird. Gelegentlich driftet man mit Nummern wie z. B. "Silence" oder "Face The Wind" sehr ausgefuchst in die Singer/ Songwriter-Ecke ab, was dem sehr ausgeglichenen Organ von Paul Masvidal sehr entgegenkommt. Mit den beiden abschließenden Nummern "Nothing" und "Yellowman", die stellenweise - von der Songstruktur her - sehr an PINK FLOYD erinnern, haben sich ÆON SPOKE die beiden besten (und progressivsten) Leckerbissen bis zum Schluss aufgehoben. Für reinrassige Prog-Freaks mag das Album etwas zu geradlinig sein, wer aber auf schnörkellosen Crossover der obengenannten Bands abfährt, dürfte bei diesem Silberling leicht ins Träumen kommen.

Sonny

Trackliste: 1. No Answers 3.46 - 2. Pablo At The Park 5.16 - 3. Suicide Boy 3.34 - 4. Grace 5.54 - 5. Silence 4.22 - 6. Emmanuel 4.37 -  7. Face The Wind 5.38 - 8. For Good 4.11 - 9. Nothing 5.33 - 10. Yellowman 3.45

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


SONIC X/ Sonic X
  • Band: Sonic X
  • Albumtitel: Sonic X
  • Spielzeit: 42:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Z Records/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: ???
  • Veröffentlichung: 03.11.2004
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Auch SONIC X haben beim wiederauferstandenen Z Records ein Zuhause gefunden. Stilistisch bieten die Jungs auf ihrem gleichnamigen Silberling klassischen 80er Jahre US-Hard Rock. Unbestritten ist das kräftige "News For You" ein durchaus gelungener Opener, unbestritten groovt "Two Sides" mächtig, unbestritten fetzten die Gitarren ziemlich durchgängig auf der ganzen CD, unbestritten versteht der Sänger, der mich manchmal ein wenig an eine härtere Version von Jack Russell erinnert, sein Handwerk ... unbestritten sind jedoch auch die Songs zum Groß nicht gerade der Bringer ... "love It or leave it"... ich finde lediglich die Power-Ballade "When Seasons Change" wirklich gelungen - hier trifft endlich einmal ein 100%-iger Ohrwurm Refrain auf ein gefühlvolles und erstklassig dargebotenes Gitarren-Solo, ohne dabei etwas von der ursprünglich angedachten Power einzubüßen. Weitere Anspieltipps sind besagter Opener, sowie das nachfolgende "City of Sin". Obwohl - auch soundtechnisch - eine der besseren aktuellen Veröffentlichungen aus dem Hause Z Records, empfehle ich die CD vor dem Kauf auf jeden Fall anzutesten - auch erscheinen mir 9 Songs und eine Spielzeit von unter 45 Minuten nicht unbedingt freundlich gegenüber eurer Geldbörse ...

Florian

Trackliste: 1. News For You - 2. City Of Sin - 3. Two Sides - 4. Witches Den - 5. Lonely Heart - 6. Obsession - 7. Season's Change - 8. Broken Wings - 9. Feed The Flame

Thanks to Sven @ Music Consult


NEAL MORSE/ One
  • Band: Neal Morse
  • Albumtitel: One
  • Spielzeit: CD 1: 79:55 min/ CD 2: 39:14 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Spoke's Beard, Yes, Beatles
  • Veröffentlichung: 02.11.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Langsam wird's mir wirklich unheimlich! Ich konnte mich zwar hin und wieder schon für Prog-Rock begeistern, aber in letzter Zeit scheine ich mich zum echten Liebhaber des Genres zu entwickeln. Also entweder werden auf diesem Sektor momentan viele verdammt gute Scheiben veröffentlicht oder ich hab mich doch tatsächlich mit dem Prog-Virus infiziert. Bestes Beispiel ist "One", das neuerste Werk von NEAL MORSE, der einst das Herzstück von SPOKE'S BEARD darstellte. Nachdem sich der Sänger und Multi-Instrumentalist auf seinem letzten Output "Testimony" für seine Verhältnisse progtechnisch ziemlich zurückgehalten hat, geht es auf "One" wieder ordentlich in die Vollen. Zwar hat er - wie auch beim Vorgänger-Album - sämtliche Songs selbst geschrieben, arrangiert und produziert, sowie einige Instrumente selbst eingespielt, aber bei der Rhythmus-Sektion wollte er auch diesmal nichts dem Zufall überlassen und hat sich deshalb erneut DREAM THEATER-Schlagzeuger Mike Portney, der diesmal am Bass von Randy George unterstützt wird, mit ins Boot geholt. Hier wird also ordentlich geklotzt und nicht gekleckert. So lassen z. B. der 18minütige und belebende Opener "The Creation" und das nicht minder kürzere "The Separated Man" genug Platz für experimentale und virtuose Spielereien, aber man verliert dabei nie den Faden für den Song oder die wunderschönen Melodien, die zumeist von dezenten und echten Streich- bzw. Orchesterparts getragen werden. Gerade letztere Nummer ist prädestiniert für das Lehrbuch "Wie schreibt man einen abwechslungsreichen Song?", denn hier vereinen sich orientalische bzw. mittelalterliche Klänge und Flamenco-Zitate - garniert mit einem Gitarrenspiel, das an JIMMY PAGE erinnert, und Arrangements der BEATLES-Schule - zu einem wahren Meisterwerk. Des weiteren kommt man der schlichten, aber gefühlsintensiven Akustik-Ballade "Cradle The Grave" (Gänsehaut-Feeling pur!) oder dem schmissig-bluesy rockenden "Help Me/ The Spirit And The Flesh" (getränkt in Samba-Flair a la SANTANA) nicht vorbei. Für die Freunde der härteren Klänge dürfte allerdings "Author Of Confusion" recht interessant sein. Abgeschlossen wird dieses Hammerwerk durch das im Big Band-/ Klassik Orchester-Sound rotzig aufrockende "Reunion". Ein 80minütiges Klang-Erlebnis, das seines Gleichens sucht. Falls ihr von NEAL MORSE nicht genug kriegen könnt, dann solltet ihr besser gleich zur Special-Edition greifen, denn hier bekommt ihr - neben einem aufwendig gestaltetem Booklett - neun zusätzliche Nummern auf höchstem Niveau präsentiert. Diese Bonus-CD setzt sich zur Hälfte aus exzellent interpretierten Cover-Versionen wie z. B. der 1971er GEORGE HARRISON-Hitsingle "What Is Life?" oder dem U2-Smasher "Where The Streets Have No Name" zusammen. Ein besonderes Highlight und den krönenden Abschluss stellt das Medley aus den beiden THE WHO-Klassikern "I'm Free" und "Sparks" dar.
Für Proggies gehört die Scheibe sowieso zum Pflichtprogramm, alle anderen sollten unbedingt ein Ohr (am besten beide) riskieren. Es lohnt sich!!!

Sonny

Trackliste: 01. The Creation [I) One Mind, II) In A Perfect Light, III) Where Are You?, IV) Reaching From The Heart] - 02. The Man´s Gone - 03. Author Of Confusion - 04. The Separated Man [I) I´m In A Cage, II) I Am The Man, III) The Man´s Gone (Reprise), IV) Something Within Me Remembers] - 05. Cradle To The Grave - 06. Help Me / The Spirit And The Flesh - 07. Father Of Forgiveness - 08. Reunion [I) No Separation, II) Grand Finale, III) Make Us One]

Bonus-CD: 01. Back To The Garden - 02. Nothing To Believe - 03. Cradle To The Grave (Neal´s Vocal) - 04. King Jesus - 05. What Is Life? - 06. Where The Streets Have No Name - 07. Day After Day - 08. Chris Carmichael´s Aria - 09. I'm Free / Sparks

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über NEAL MORSE:
NEAL MORSE/ Sola Scriptura (Special-Tipp/ February 2007)
NEAL MORSE/ ?


BROKEN TEETH/ Blood On The Radio
  • Band: Broken Teeth

  • Albumtitel: Blood On The Radio

  • Spielzeit: 56:39 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import

  • Vergleichbare Bands: Rhino Buckett, Kix, The Poor, Krokus, Stampede Queen, AC/DC

  • Veröffentlichung: 02.11.2004

  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Welcher Rock-Fan kann nicht auch ein Lied davon singen… ohne Vorwarnung reißt dich früh morgens der Radiowecker brutal aus deinen Träumen, um dich wie meistens „ohr-al“ zu misshandeln… wenn doch nur ein Hauch von musikalischem Niveau geboten wäre. – Aber nein, man könnte meinen, die Radio-Fritzen hätten wirklich jeden Tag nur die „Alltime Greatest Shits“ zur Verfügung stehen. Wie immer heißt es dann schnellstens raus aus den Federn und die Stereoanlage angeschmissen … jetzt kann der Tag beginnen… Es gibt Zeiten, da könnte mir schon in der Früh das Kotzen kommen, und ich könnte das Radio echt kurz und klein hacken… soviel zum Thema: „Was fällt mir spontan zum Albumtitel "Blood On Tthe Radio" ein“. Bei eben dieser Veröffentlichung handelt es sich um einen Livemitschnitt der US-Amerikaner BROKEN TEETH, wie ich ihn mir nur ein einziges Mal als „Aufweck-Mucke“ wünschen würde… rotziger Riff Rock, der dich den vergossenen Schweiß, den Rauch und das Bier auf der Bühne beinahe riechen lässt. Der Sänger schreit sich die Seele aus dem Leib, die Drums knallen und die Gitarren bieten das volle (3 Akkord)-Brett. Die Jungs bieten einen respektablen Querschnitt durch ihre beiden Studio-Alben "Broken Teeth" und "Guilty Pleasure", um mit "Bonfire" auch einen neuen Song an den Start zu bringen. Einzelne Stücke besonders hervorzuheben ist nur schwer möglich, da das ganze Konzert so gut wie aus einem Guss klingt. Wobei wir aber auch beim Kritikpunkt VON "Blood on the Radio" wären … auf Dauer gesehen geht mir die CD „zu sehr auf die Fresse“ – ein wenig Abwechslung hätte der Sache mit Sicherheit gut getan. Trotzdem eine lohnenswerte Anschaffung bei der Fans der obig aufgeführten Bands auf Ihre Kosten kommen sollten.

Florian

Trackliste:

1. She’s Gonna Blow - 2. Pull The Plug - 3. Stick It In - 4. Chaingang - 5. Devil Money - 6. Hangin’ By The Skin - 7. Down To The Fire - 8. High On Danger - 9. Shangrila - 10. She Dances Evil - 11. Bonfire (Unreleased) - 12. Undertaker - 13. Crashlanding Affair - 14. Guilty Pleasure - 15. El Diablo

Thanks to Tom @ Perris Records


KING'S X/ Live All Over The Place
  • Band: King's X
  • Albumtitel: Live All Over The Place
  • Spielzeit: CD 1: 57:44 min/ CD 2: 75:00 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 02.11.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Wenn es Musiker geben sollte, bei denen Groove anstatt Blut durch die Adern fließen sollte, dann trifft dies bestimmt in erster Linie auf KING'S X zu, denn dieses Element scheint für diese Trio das wichtigste Lebenselixier zu sein. Obwohl sich die Texaner mit Alben wie "Gretchen Goes To Nebraska" und "Faith Hope Love" den Kultstatus nicht zu unrecht erarbeitet haben, muss ich ehrlich gestehen, dass ich bisher die Studio-Alben der menschlichen Groove-Maschine sträflich vernachlässigt habe. Denn was uns die Herren Ty Tabor (Gitarre/ Gesang), Doug Pinnick (Bass/ Gesang) und Jerry Glaskill (Drums/ Gesang) auf dem hier vorliegenden "Live All Over The Place" kredenzen, kommt einem göttlichen Groove-Feuerwerk gleich. Zwar stammen die Live-Aufnahmen aus verschiedenen Perioden der vergangenen 15 Jahre, aber trotzdem wirkt das Doppelalbum keineswegs wie ein liebloses Live-Patchwork. Im Gegenteil, hier wurden 25 rohe und ungeschliffene Mitschnitte auserkoren, die zweifelsohne packende Vibes in sich transportieren und beste Laune verbreiten. Kostproben gefällig? Dann hört euch einfach den 8minütigen Hammer-Groover "Over My Head", das endlos stampfende "Black Like Sunday" oder "Finished", das zwar soundtechnisch nicht gerade brillant rüber kommt, aber grandios abrockt, an und werdet wahrscheinlich meine Begeisterung teilen. Allerdings sind meiner Ansicht nach die absoluten Sahnestücke auf dem zweiten Silberling beheimatet, denn während der acht (inklusive Bonus-Track) Acoustic-Darbietungen zeigen die Herren, dass sie auch (fast) ohne Strom ordentlich und filigran abbraten können. Sie lehnen sich dabei einerseits bei den BEATLES ("Mississippi Moon") und LED ZEPPELIN ("The Box") an, aber bestechen andererseits durch ihren unverkennbar eigenständigen Sound. Leider sind auf dieser CD auch etwas schwerverdaulichere Stücke wie "We Were Born To Be Loved" oder "Summerland" vertreten. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Leute, die auf einen anspruchsvollen, aber zu keiner Zeit sterilen Crossover zwischen Rock, Blues, Soul und Psychedelic stehen, bei KING'S X aller bestens aufgehoben sind.

Sonny

Trackliste: Disc A (electric): 1. Groove Machine 4.10 - 2. Dogman 4.19 - 3. Believe 6.40 - 4. Little Bit Of Soul 4.48 - 5. Complain 3.16 - 6. Over My Head 8.16 - 7. Manic Depression 5.38 - 8. Black Like Sunday 3.40 - 9. Finished 4.01 - 10. Screamer 4.30 - 11. Johnny 8.21

Disc B
(acoustic): 1. The Difference 3.51 - 2. (Thinking and wondering) What I'm Gonna Do 4.06 - 3. Mr. Evil 4.10 - 4. Mississippi Moon 3.44 - 5. Goldilox 5.02 - 6. Everybody Knows A Little Bit 4.15 - 7. A Box 4.06 -
(electric): 8. Talk To You 4.50 - 9. Visions 6.03 - 10. Cigarettes 8.28 - 11. Summerland 3.47 - 12. We Were Born To Be Loved 5.49 - 13. Moan Jam 11.18 -
(acoustic bonus track): 14. Over My Head 5.25

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über KING'S X:
KING'S X/ Ogre Tones


SOUTHERN BITCH/ Snake In The Grass
  • Band: Southern Bitch
  • Albumtitel: Snake The In Grass
  • Spielzeit: 54:12 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Captiva Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Crazy Horse und Lynyrd Skynyrd mit einem Hauch von AC/DC
  • Veröffentlichung: ??.11.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Falls Southern Rock für euch ein etwas angestaubtes Genre darstellen sollte, dann habt ihr bestimmt noch nichts von SOUTHERN BITCH gehört. Das junge Quartett aus Athen/ Georgia erfindet auf "Snake In The Grass" diese Musikrichtung zwar nicht völlig neu, aber anhand von geschickt eingeflochtenen Punk- ("Don’t You Think It’s Time"), Stoner- und Indie-Elementen ("Free Man Now") geben sie der oft stiefmütterlich behandelten Rock-Gattung neue Impulse. Trotzdem begeht die Band nicht einen totalen Stilbruch, denn ihre Wurzeln liegen eindeutig im klassischen (Southern) Rock, Rhythm & Blues ("Could Blooded") und Folk oder Country ("Could It Be"). Diese Standards machen sich vor allem im variantenreichen Gitarrenspiel von Adam Musick und seiner Frau Wendy bemerkbar, das sich irgendwo zwischen den brennenden Saiten von CRAZY HORSE und den rotzigen Licks a la AC/DC abspielt. Stimmlich erinnert Adam Musick gelegentlich sogar an den einstigen LYNYRD SKYNYRD-Chef Ronnie Van Zant (R.I.P.). Unterm Strich bleibt ein verdammt ordentliches und abwechslungsreiches Album, das sowohl die Traditionsfraktion als auch die Freunde der etwas moderneren Klänge zufrieden stellen dürfte.
Wer meint, er könne sich für das zweite Album der Amerikaner begeistern, sollte sich umgehend auf www.justforkicks.de begeben und sich "Snake In The Grass" sichern. 

Sonny

Trackliste: 1. True Born Leader - 2. Don't You Think It's Time - 3. Tell Me/ I Won't Follow - 4. Could It Be - 5. Free Man Now - 6. Cold Blooded - 7. Come On - 8. This Time - 9. Mark Of The Beast - 10. Snake In The Grass

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


W.I.N.D./ Groovin' Trip
  • Band: W.I.N.D.
  • Albumtitel: Groovin’ Trip
  • Spielzeit: 78:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Artesuono/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Steppenwolf, Doors, Yardbirds, Lynyrd Skynyrd
  • Veröffentlichung: ??.11.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Dass Italien immer wieder recht gute Epic Metal-Bands und auch einige vielversprechende NuMetal-Acts verbringt, hat sich in der Vergangenheit des öfteren gezeigt. Aber dass die Südländer auch recht ambitionierten Blues Rock fabrizieren können, hat sich bisher meiner Kenntnis entzogen. Ein hoffnungsvoller Abkömmling dieser raren Zunft ist das Trio W.I.N.D., das mit "Groovin’ Trip" ihr mittlerweile drittes Album veröffentlicht. Auf ihrem neuen Silberling präsentieren Fabio Drusin (Vocals/ Bass), Jimi Barbiani (Guitars) und Fellgerber Sandro Bencich kraftvollen und psychedelisch angehauchten Blues Rock der späten 60er/ frühen 70er Jahre, der mit einer ordentlichen Portion von Improvisations- und Jazz-Elementen durchzogen wird. Die Glanzpunkte auf "Groovin’ Trip" sind vor allem die vier Live-Auszüge aus ihrer Show im Auditorium/ Udine, bei der sie von keinem geringeren als Tastenwirbelwind Johnny Neel (ALLMAN BROTHERS/ GOV’T MULE) unterstützt wurden. Aber Mr. Neel ließ nicht nur die Hammond ordentlich röhren, sondern erwies sich auch als voluminöse Unterstützung für Sänger Fabio Drusin. Dieses stimmlichgeballte Power-Duo kommt besonders beim Groove-Hammer "Boogie Man" und bei der spannungsgeladenen 13 min-Nummer "Whiping Post", die das ganze musikalische Repertoire der Band auf einen Nenner bringt, besonders zur Geltung. Meine persönlichen Lieblingsnummern sind allerdings die Übernummer "Why Me", die während ihrer 10minütigen Spieldauer den Zuhörer mit fettgroovenden Gitarren, cool röhrenden Hammonds, einer bestimmenden Rhythmusarbeit und dem atemberaubend-brummigen Organ von Johnny Neel zu fesseln weiß, und das fast 15minütge Improvisationsmeisterwerk "Trieste Wind". Ehrlich gesagt, hatte ich anfangs Zweifel, ob dieses Album seinen protzigen Titel wirklich gerecht werden würde, aber die Italiener entführen den geneigten Zuhörer doch tatsächlich auf einen endlos groovenden Trip.
Falls ihr an der Scheibe Interesse haben solltet, dann einfach www.justforkicks.de heimsuchen ;-)

Sonny

Trackliste: 1. Lucky Man (4:46) - 2. Fake It (4:55) - 3. Why Me (10:24) - 4. Boogie Man (Live) (8:37) - 5. Can You Feel Me (Live) (5:38) - 6. Dance With The Devil (Live) (9:19) - 7. Whipping Post (Live) (13:01) - 8. One In A Million (7:21) - 9. Trieste Wind (14:36)

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


UNCLE SID/ Rock In The Universe
  • Band: Uncle Sid
  • Albumtitel: Rock In The Universe
  • Spielzeit: 60:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Kanada
  • Vergleichbare Bands: Jackyl, Tygers Of Pan Tang, Guns N' Roses
  • Veröffentlichung: ??.11.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Die 1993 gegründete Band UNCLE SID kommt aus Vancover/ Kanada und hat sich im Vorprogramm von Größen wie URIAH HEEP, APRIL WINE, BLUE OYSTER CULT und NAZARETH bereits erste Sporen verdient. Nach der EP "Up 'N Atom" (1994) schicken sie nun mit "Rock In The Universe" ihr erstes full length-Album auf die Reise. Musikalisch hat der Vierer irgendwo zwischen JACKYL, TYGERS OF TAN PANG oder GUNS N' ROSES seine Heimat gefunden. Mit dem von wilden Gitarren getriebenen Opener "Break'n Free" und dem wuchtigen Stampfer "Dance For Me", das vom rauen und kreissägenartigen Organ von Sänger Wolf lebt, bringen die Kanadier ziemlich dreckigen Stadionrock im 80er-Flair in die heimischen vier Wände. Auch das folgende "Phoenix Rising", bei dem die Herren nicht mehr ganz so viel Power an den Tag legen, weiß noch mit heulenden Vocals und tollen Gitarrensolos zu gefallen, aber den nachfolgenden Songs fehlt dann irgendwie der letzte Biss. Erst wieder mit dem episch aufgebauten "Let Me Go", das während seiner fast 8minütigen Spielzeit auf GUNS N' ROSES'che Art gekonnt zwischen Low- und Midtempo hin- und herpendelt, findet man wieder zur anfänglichen Stärke zurück. Als weitere Anspieltipps kann ich euch noch die Hymne "Rock 'N' Roll", die sich anhört als hätten LED ZEPPELIN sich mit Axl Rose zusammengetan, oder den abschließenden Stampfer "Believe It!" empfehlen. Fazit: Ich kann mir zwar nicht ganz vorstellen, dass UNCLE SID mit diesem Album schon durchs komplette Universum rocken können, aber mit Sicherheit trägt "Rock In The Universe" zum Erspielen einer breiteren Fanbase bei.
MP3-Samples und weitere Infos findet ihr unter
www.unclesid.com.

Sonny

Trackliste: 1. Break'n Free - 2. Dance For Me - 3. Phoenix Rising - 4. Dream Machine - 5. The Story - 6. Time - 7. Let Me Go - 8. I'm The One - 9. Inside The Fire - 10. Rock 'N' Roll - 11. Believe It!

Thanks to Emily @ D'Eith & Company Barristers And Solicitors

Last Update: Sunday, 23. October 2005
created in January 2001 © by
Sonny