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  • Band: Boogie Stuff
  • Albumtitel: Have Mercy!
  • Spielzeit: 62:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Itasca Music/ Sky Productions/ KDC München
  • Vergleichbare Bands: ZZ Top, Lynyrd Skynrd, Allman Brother, Doc Holliday (alle nur phasenweise)
  • Veröffentlichung: 21.09.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Gut fünf Jahre hat sich Sänger/ Gitarrist Horst Tolks Zeit gelassen um nun endlich den dritten Output, nach der EP "Rockin' The Blues" (1992) und dem Album "... Still Rough'n Wild" (1999), auf die hiesige Blues Rock-Gemeinde loszulassen. War der Vorgänger noch von Cover-Versionen dominiert, so hat der Anteil an Eigenkompositionen auf "Have Mercy!" beachtlich zugenommen. So verteilt sich diesmal das Verhältnis der 15 Nummern (inkl. "hidden track") auf nur 9:6 zugunsten der Fremdkompositionen. Wobei besonders das eigene Material mit ziemlich viel Wiedererkennungswert zu erfreuen weiß, wie das lässig cruisende "Long Way To Memphis" und der Groove-Hammer "Bad Boy", dem durch einen dezenten - aber ständig präsenten - Orgel-Teppich ein guter Nährboden für das rotzig-filigrane Gitarrenspiel von Horst Tolks und für die druck- und schwungvolle Rhythmusarbeit von Andy Brötzner (Bass) und Fred "Mampfy" Forrester (Drums) geboten wird, vehement verdeutlichen. Recht unterhaltsam zeigt sich auch die beschwingte "old school" Boogie-Nummer "Hello Baby", die mich stellenweise doch an Brian Setzer und seine STRAY CATS erinnert. Aber auch die Cover-Versionen zeugen durchaus von Ideenreichtum, denn das Trio hat z. B. dem Disco-Hit "Funky Town" von LIPPS INC. eine herrliche groovende und erdige Gitarrenrock-Kutte verpasst. - Einfach genial! Natürlich haben BOOGIE STUFF auch im genre-üblichen Revier gewildert und Nummern wie "Homesick" (ATLANTA RHYTHM SECTION), ZZ TOPs "Just Got Paid" und "Don't Believe A Word" (im Original von THIN LIZZY) mit ihrem eigenen Heavy Duty Blues-Rock veredelt. Als weitere Ohrenschmeichler entpuppen sich die drei Live-Aufnahmen mit Jimmy Carl Black (Schlagzeuger a. u. bei FRANK ZAPPA, MOTHERS OF INVENTION) am Mikrofon. Wobei "Indian Of The Group" und "Black Limousine" vom gleichnamigen FARRELL & BLACK BAND-Album stammen. Durch das raue und charismatische Organ des Cheyenne-Indianers wird dem eh schon belebenden und energiegeladenen Sound noch die nötige Extravaganz eingeimpft. Des weiteren unterstreichen diese Aufnahmen die hohen Live-Qualitäten von BOOGIE STUFF und zeigen einmal mehr, dass hier ein eingeschworenes Trio zugange ist. Meine momentanen persönlichen Favourites sind der schwere Slow/ Midtempo-Stampfer "Jungle Of Chicks" und der "hidden track" "Racing Boogie", in dem Horst Tolks noch mal ordentlich die Saiten qualmen lässt. Nach einigen Durchläufen kann man ohne Übertreibung behaupten, dass sich die fünf Jahre Wartezeit richtig gelohnt haben, denn nicht nur musikalisch ist alles im tiefgrünen Bereich, sondern auch aufnahme- und produktionstechnisch. Kein Wunder, wusste doch Flitzefinger Tolks mit Bobby Altvater einen sehr erfahrenen und ausgebufften Rock Recording-Guru an seiner Seite. Bleibt abschließend nur noch zu hoffen, dass BOOGIE STUFF dieses Album ordentlich betouren und ihnen damit der langverdiente Durchbruch gelingt.

Sonny

Trackliste: 1. Muddy Water - 2. Shake - 3. Long Way To Memphis - 4. Homesick - 5. Bad Boy - 6. Don´t Believe A Word - 7. Funky Town - 8. Desert Night - 9. Just Got Paid - 10. Jungle Of Chicks - 11. Indian Of The Group (live feat. JCB) - 12. Who Did You Love (live feat. JCB) - 13. Black Limousine (live feat. JCB) - 14. Hello Baby

Thanks to Horst @ Boogie Stuff


ZUPFGEIGENHANSEL/ Kein Schöner Land (Off Rock & Metal review/ Folk-Kult!!!)
  • Band: Zupfgeigenhansel
  • Albumtitel: Kein Schöner Land
  • Spielzeit: 48:49 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pläne Records/ BMG
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 27.09.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Es ist mal wieder Folk-Zeit auf ROCK & METAL HEAVEN. Mit der Wiederveröffentlichung von "Kein Schöner Land" (1983) ist nun endlich der komplette Studio-Backkatalog von ZUPFGEIGENHANSEL - Dank Pläne Records - auf CD zu haben. Obwohl das Duo schon seit Jahren getrennte Wege geht, scheint es eine Art Geschenk zum 30jährigen Bühnenjubiläum von Thomas Friz und Erich Schmeckenbecher zu sein. Auf "Kein Schöner Land" haben ZUPFGEIGENHANSEL seinerzeit Themen aufgegriffen, die heute treffender denn je erscheinen. Man lausche nur dem in Ironie getränkten "Lügenlied" oder der "Lindenballade", die stellenweise stark an den jungen Reinhard Mey erinnert. Die Vorliebe des Duos für jüdisches Liedgut, dürfte spätestens seit ihrem 1979er Album "Jiddische Lieder" bekannt sein, deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie auch ihre nachfolgenden Alben gelegentlich mit derartigem Material gewürzt haben. So verleihen "Fun Wos Lebt A Jid?" und "Margaritkes" - trotz ihrer nachdenklichen Texte - dem Album einen Hauch von Unbeschwertheit. Außerdem wissen die fast swingende Version der Volksweise "Muß I Denn" und das umgeschriebene "(K)Ein Schöner Land" durch ihren zart-schwäbischen Dialekt bzw. ihren aktualisierten Text zu begeistern. Zum Abschluss bietet "Kein Schöner Land" mit den beiden Bonus-Nummern "Dire-gelt" und "Tsen Brider", die aus der bisher noch nicht auf CD erhältlichen Live-Platte "Eintritt Frei" stammen, ein besonderes Zuckerl.

Sonny

Trackliste: 01.Neues Wanderlied [3.43] - 02.Nehmt Abschied [3:22]  - 03.Fun wos lebt a jid? [2:52] - 04.Gesang der Edellatscher [3:06] - 05.Zogen einst fünf wilde Schwäne [3:32] - 06.Muß i denn [3:07] - 07.Lügenlied [5:04] - 08.Margaritkes [2:26]  - 09.Lindenballade [8:54] - 10.Ein schönes Land [2:30]  - 11.Dire-gelt [2:21] - 12.Tsen brider [7:25] 

Thanks to Jochen @ Pläne Records

weitere Reviews über ZUPFGEIGENHANSEL:
ZUPFGEIGENHANSEL/
Miteinander (re-release) (Off Rock & Metal review/ Folk-Kult!!!)


707/ The Bridge (re-release)
  • Band: 707
  • Albumtitel: The Bridge
  • Spielzeit: 49:12 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Supertramp, Status Quo, REO Speedwagon, Survivor
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Die Scheibe hätte eigentlich der Nachfolger von "The Second Album" werden sollen, aber aufgrund eines Labelwechsels und den unterschiedlichen musikalischen Vorstellungen zwischen den neuen Geschäftspartnern verstaubte "The Bridge" im Band-Archiv. Stattdessen musste man dem Wunsch der Plattenfirma entsprechen und mit dem neuen Sänger Kevin Chalfant das Album "Megaforce" aufnehmen. Aber jetzt müssen Fans und Sammler nicht mehr länger von "The Bridge" träumen, denn MTM Classix fördern dieses kleine Juwel neu abgemischt und mit drei mehr als ordentlichen Bonustracks im Gepäck endlich ans Tageslicht. Wenn man solche Perlen wie den SUPERTRAMP-lastigen Opener "Leader" und "Hungry For Your Love", das stellenweise den schmissigen Charme von STATUS QUO verbreitet, hört, kann man eigentlich gar nicht verstehen warum die neue Plattenfirma seinerzeit auf neues Material und einen neuen Sänger bestand, denn schon alleine diese beiden Nummern sind viel knackiger und mitreisender als die meistens Songs, die Mr. Chalfant mit seinem Organ veredelt hat. Ohne "Megaforce" an Qualität etwas absprechen zu wollen, aber "The Bridge" spielt ohne Leistungseinbrüche in einer deutlich höheren Liga, wie sich an der phantastischen Hymne "You're All I Need" (REO SPEEDWAGON meets STATUS QUO) und der simplen - aber nicht minder eingängigen - Midtempo-Nummer "Want Your Love" leicht nachvollziehen lässt. Obwohl das Material keine Zweifel aufkommen lässt, dass es aus den glorreichen 80ern stammt, wirkt der größte Batzen der Songs äußerst erfrischend. Als weitere Anspieltipps möchte ich euch das zackige "Couldn't Be Better", das mit exzellenten Chören und tollen Synthie-Parts besticht, und die hauchzarte Ballade "The Girl With The Broken Heart" empfehlen. Zu meinen persönlichen Lieblings-Nummern zählt außerdem noch der abschließende Midtempo-Stampfer "Perfect Lies", der mich gitarrentechnisch an die Anfangszeit von KINGDOM COME erinnert. Wirklich schade, dass die Scheibe seinerzeit nicht veröffentlicht wurde, denn ich könnte meinen Allerwertesten darauf verwetten, dass "The Bridge" der Band damals noch mehr Erfolg gebracht hätte als "Megaforce". Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden ;-)

Sonny

Trackliste: 01. Leader - 02. Hungry For Your Love - 03. You’re All I Need - 04. Want Your Love - 05. Sirens of the Sea - 06. Message From A Friend - 07. Love You ‘Til I Die - 08. Head Over Heels - 09. Walking Out - 10. Couldn’t Be Better - 11. The Bridge - 12. The Waiting Game (Bonus track) - 13. The Girl With The Broken Heart (Bonus track) - 14. Perfect Lies (Bonus track)

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über 707:
707/
Mega Force (re-release)


DJANGO ASÜL/ Hardliner
  • Band: Django Asül
  • Albumtitel: Hardliner
  • Spielzeit: 67:59 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Zampano/ BMG
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 06.09.2004
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Nachdem die letzten Werke von MICHAEL MITTERMAIER und WILLY ASTOR an dieser Stelle schon besprochen wurden, war es nur noch eine Frage der Zeit wann auch der türkische Niederbayer (oder sagt man besser niederbayrische Türke?) DJANGO ASÜL mit seinem aktuellen Programm "Hardliner" als Kabarett-Tipp auf Rock & Metal Heaven Einzug hält. Während seiner satirischen und teilweise bissigen Seitenhieben zu außen- ("Unbegrenzten Möglichkeiten") und innenpolitischen ("Senilitätsgarantie"), sozial- ("Meinungsbildhauer") und gesellschaftskritischen ("Harte Einschnitte") Themen mutiert der unverbesserliche Romantiker mit unglaublich viel Witz und Geschick zum scharfzüngigen und wortgewandten Befürworter der harten Linie, ohne dabei das nötige Format und Augenzwinkern vermissen zu lassen. So zerpflückt er aus der Sicht seines türkischen Bekannten ganz ungeniert die "Agenda Zwei Null Eins Null" oder sucht fast naiv nach einfacher Bewältigung des Nahostkonflikts ("Hartplatz Nahost"). Aber er hält nicht nur der Politik und der Gesellschaft den Spiegel vor, sondern nimmt auch seine Eltern, seine türkischen Bekannten und zuletzt auch sich selbst ("Undergroundromantiker"/ "Singulärprinzip") gehörig aufs Korn. So schildert er in "Pränatalabhärtung" nicht nur seine prägenden Erlebnisse kurz vor bzw. nach der Geburt, sondern auch die ersten abhärtenden Erziehungsmaßnahmen seines Vaters, denen er als Erwachsener anhand "Finaler Konter" eine verspätete Retourkutsche verpasst. Also: Für was braucht Deutschland die ruhige Hand von Bundeskanzler Schröder, wenn es einen spitzfindigen "Hardliner" wie DJANGO ASÜL hat. Ganz großes Kabarett, das mit Sicherheit jede Menge Lachkrämpfe oder zumindest einen gehörigen Zwerchfellmuskelkater zur Folge hat!

Sonny

Trackliste: 1. Errorkommando - 2. Quizhotel - 3. Scheitern Als Chance - 4. Agenda Zwei Null Eins Null - 5. Harte Einschnitte - 6. Pränatalabhärtung - 7. Unbegrenzte Möglichkeiten - 8. Senilitätsgarantie - 9. Pseudo-Outing - 10. Undergroundromantiker - 11. Singulärprinzip - 12. Herr 12-Zylinder - 13. Meinungsbildhauer - 14. Hartplatz Nahost - 15. Finaler Konter

Thanks to Sol @ Management & Kontakt


VARIOUS ARTISTS/ Breathe - A Tribute to Pink Floyd
  • Band: Various Artists
  • Albumtitel: Breathe - A Tribute To Pink Floyd
  • Spielzeit: 61:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Pink Floyd logischerweise ;-)
  • Veröffentlichung: 27.09.2004
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Mausoluem Records scheint sich - langsam aber sicher - zu einem echten Spezialisten für Tribute-Alben zu entwickeln, denn nach den Huldigungen an die SCORPIONS ("Six Strings Twelve Stings") und GUNS N' ROSES ("Uncivil Wars") folgt mit "Breathe - A Tribute To PINK FLOYD" nun schon das dritte Album seiner Art innerhalb nur eines einzigen Monats. Diese Veröffentlichung ist nicht nur angesichts der mitwirkenden Personen, sondern auch in punkto Qualität den genannten Artgenossen ein gutes Stück weit voraus. Trotzdem sei erwähnt, dass es sich bei dieser Scheibe im Grunde genommen um eine Wiederveröffentlichung handelt, da das Material bereits vor gut zwei Jahren unter dem Titel "Pigs And Pyramids - An All Star Lineup Is Performing Songs Of Pink Floyd" erschienen ist. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass man auf dem aktuellen Silberling die Trackreihenfolge etwas abgeändert hat. Die treibenden Kräfte hinter diesem Projekt waren damals Bob Kulick und Billy Sherwood, die sich u. a. mit solchen Ausnahmesängern wie JEFF SCOTT SOTO ("Us And Them"), TOTO-Fronter Bobby Kimball ("Have A Cigar"), GLENN HUGHES ("Young Lust") oder Robin McAuley (MSG/ "Breathe In The Air") umgeben haben, um elf Meisterstücke der Psychedelic-Legende einzuspielen. Auch die Liste der Instrumentalisten lässt mit Namen wie Richie Kotzen (Guitars/ ex-POISON/ MR. BIG), Bruce Kulick (KISS) oder Chris Squire (Bass & Vocals/ YES) und Eric Singer (Drums/ KISS) - um nur einige zu nennen - keine Wünsche offen und liest sich wie ein "Who is who" der AOR- und Hard Rock-Szene. Wer sich in Anbetracht dieser großen Namen auf eine ordentliche Portion an Eigenständigkeit oder Innovation gehofft hat, ist hier fehl am Platz, denn diese Nummern orientieren sich alle ziemlich stark an den Originalen. Natürlich ist es bei einem solchen Aufgebot an phantastischen und charismatischen Sängern unumgänglich, dass sie dem Material ihren eigenen Stempel aufdrücken, aber dies geschieht in einer sehr dezent-angenehmen Form, sodass zu jeder Sekunde PINK FLOYD allgegenwärtig ist. Meine Lieblingsnummern sind "Shine On You Crazy Diamond", das von Steve Lukather (TOTO) gitarren- und gesangstechnisch grandios umgesetzt wird, sowie das von Chris Squire intonierte "Comfortably Numb" und "Us And Them", das JEFF SCOTT SOTO gänsehauterregend in Szene setzt. Man könnte fast sagen: ein PINK FLOYD-Album von bekennenden PINK FLOYD-Fans. Ich denke, ein größeres Kompliment kann man einer Tribute-Scheibe nicht machen.

Sonny

Trackliste: 1. Money - 2. Run Like Hell - 3. Young Lust - 4. Welcome To The Machine - 5. Another Brick In The Wall - 6. Any Color You Like - 7. Have A cigar - 8. Comfortably Numb - 9. Shine On You Crazy Diamond - 10. Breathe In The Air - 11. Us And Them

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records

weitere Reviews über PINK FLYOD-Tributes:
VARIOUS ARTISTS/
Pigs & Pyramids - An All Star Lineup Performing The Songs Of PINK FLOYD


CHRIS CAFFERY/ Faces
  • Band: Chris Caffery
  • Albumtitel: Faces
  • Spielzeit: 76:16 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Black Lotos Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Savatage, Alice Cooper
  • Veröffentlichung: 27.09.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Da sich ja seit dem letzten Album "Poets And Madmen" im Hause SAVATAGE veröffentlichungstechnisch nicht wirklich recht viel getan hat, kommt deren hauptamtlicher Vorzeige-Gitarrist Chris Caffery nun mit seiner Soloscheibe gerade zum rechten Zeitpunkt ums Eck. Auf seinem Debüt präsentiert er nicht nur unglaubliche 16 (!) Songs, sondern bringt dabei sein komplettes Spektrum zur Entfaltung. Selbiges erstreckt sich von mächtigen - stellenweise doomlastigen ("Life, Crazy Life") - melodischen (Titeltrack) Heavy Metal, Psychedelic- ("Jealousy") und Blues-Kost ("Never") bis hin zu Crossover und NuMetal ("Piss Me Off"). Bei dieser enormen Vielfalt verdeutlicht er - ohne auf endloslange Solo-Orgien zurückzugreifen - nicht nur sein Ausnahmekönnen am Griffbrett, sondern CHRIS CAFFERY weiß auch durchaus mit seinem starken und rauen Organ zu beeindrucken, sodass man sich unweigerlich die Frage stellen muss, warum man ihn nicht schon gelegentlich das Mikro bei SAVATAGE in die Hand gedrückt hat. Allerdings muss man fairerweise hinzufügen, dass er natürlich den Stimmband-Akrobaten, die bisher das Mikro bei SAVATAGE geschwungen haben, nicht ganz das Wasser reichen kann. Als Anspieltipps eignen sich der Stampfer "Evil Is As Evil Does", der an die moderneren Scheiben von ALICE COOPER erinnert, und die simple gestrickte Acoustic-Nummer "Music Man" sowie "Bag O'Bones", das mit lässigen Slide Guitar-Parts aufwartet. Außerdem wartet "Faces" auf der Bonus-CD "God Damn War", die leider zur Besprechung nicht vorlag, mit neun weiteren Nummern auf, die aber allesamt einen Deut aggressiver ausgefallen sein sollen als das Material auf dem eigentlichen Album. Kurzum, die Fans bekommen richtig viel für ihre sauerverdiente Kohle geboten und da sich "Faces" gelegentlich auch stark an SAVATAGE orientiert, dürfte die Scheibe für die ausgehungerte Anhängerschaft ein gefundenes Fressen sein. Lechz

Sonny

Trackliste: 01. Alas - 02. Faces - 03. Fade Into The X - 04. Pisses Me Off - 05. Remember - 06. The Fall - 07. Music Man - 08. Life, Crazy Life!!! - 09. The Mold - 10. Bag o´Bones - 11. Evil Is As Evil Does - 12. Never - 13. So Far Today - 14. Jealousy - 15. Preludio - 16. Abandoned

Thanks to Bauke @ cmm

weitere Reviews über CHRIS CAFFERY:
CHRIS CAFFERY/ Pins And Needles (Special-Tipp/ March 2007)


SEVENTH ONE/ What Should Not Be
  • Band: Seventh One
  • Albumtitel: What Should Not Be
  • Spielzeit: 46:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Demons & Wizards, Blind Guardian, Queensyrche
  • Veröffentlichung: 27.09.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Schon mit ihrem Debüt "Sacrifice" (2002) konnten mich die Schweden um Sänger Rino Fredh schwer beeindrucken, doch was sie jetzt mit dem Nachfolger "What Should Not Be" abgeliefert haben, gehört mit zum Feinsten was die europäische Power Metal-Szene in den letzten Monaten hervorgebracht hat. Konnte man auf dem Erstling noch Einflüsse von ihren Landsmännern HAMMERFALL oder den Teutonen-Metallern von GRAVE DIGGER heraushören, so hat sich die Gangart auf dem neuen Album in eine etwas progressivere Richtung verschoben, die im Falle von "Shattered Glass" sogar Vergleiche zu QUEENSYRCHE in den Sinn rufen. Während die abschließende Ballade gut und gerne auf "Promised Land" der einstigen Prog-Götter hätte stehen können, versprüht der drückende Midtempo-Groover "How Many Years" den Bombast und die Dramatik des Jon Schaffer/ Hansi Kürsch-Projekts DEMONS & WIZARDS. Diese beiden Beispiele sollen jetzt aber nicht den Eindruck erwecken, dass sich auf "What Should Not Be" alles zwischen Low- und Midtempo-Bereich abspielt. Nein im Gegenteil, denn das Quintett hat auch peitschende Metal-Hymnen wie z. B. den Opener "Eyes Of The Nation" im Repertoire. Trotz der Tempovielfalt haben alle neun Nummern etwas gemeinsam: sie wissen mit ausgefeilten Arrangements und Harmonien, sowie mit viel Melodie und mehrstimmigen Gesängen zu glänzen. Aus einem durchgehend guten Album will ich allerdings noch den Speed-Kracher "Ancient Oath", den BLIND GUARDIAN bestimmt nicht besser hätten umsetzen können, oder das endlos groovende "Gallows Pole" hervorheben. Sollten die Herren Schaffer/ Kürsch tatsächlich noch in diesem Jahr mit ihrem langerwarteten Zweitling aufwarten, dann dürften sie an "What Should Not Be" ordentlich zu knabbern haben.

Sonny

Trackliste: 1. Eyes Of The Nation - 2. How Many Years - 3. Mercenaries Call - 4. Ancient Oath - 5. Gallows Pole - 6. Awaken Visions - 7. What Should Not Be - 8. Where Infinity Ends - 9. Shattered Glass

Thanks to Britta @ ICS Germany


PAIN OF SALVATION/ Be
  • Band: Pain Of Salvation
  • Albumtitel: Be
  • Spielzeit: 75:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 27.09.2003
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nachdem ich von der äußerst melancholischen und düsteren Seite des sehr persönlichen Vorgängers der Schweden ziemlich überrascht war, verblüfft mich das Quintett um Mastermind Daniel Gildenlöw mit seinem Nachfolger erneut. "Be", so der schlichte Titel des neuen Konzeptes, fesselt den Zuhörer - ganz im Gegensatz zu "Remedy Lane" (2002) - größtenteils durch seine wahrlich lebensbejahenden Elemente und erfrischenden Melodien, die von einem neunköpfigen Klassik-Orchester (Streichern und Bläsern) getragen werden. Die Geschichte ist innerhalb ihrer drei Akte (plus Prologue und Finale) dem Geheimnis des irdischen Daseins auf der Spur und wartet während ihrer 1 1/4stündigen Reise durch die Wirrungen des Lebens mit so einigen Überraschungen und Höhepunkten auf. Obwohl "Be" ein in sich geschlossenes Gesamtwerk darstellt und jeder Song ohne den anderen (inklusiv der musikalisch untermalten Erzählpassagen) nicht richtig funktionieren würde, komme ich - um die Komplexität des Werkes zu verdeutlichen - nicht um einige Anspieltipps herum. Man nehme zum Beispiel das Irish Folk-lastige "Imago", das aufgrund mittelalterlichen bzw. orientalischen Elementen pure Lebensfreude vermittelt. Auch das sprudelnde Pianostück "Pluvius Aestivus", das gewürzt mit erquickenden Klassik-Stringparts scheinbar neue Lebensgeister erweckt, schlägt annähernd in die selbe Kerbe. Aber "Be" ist beileibe nicht nur romantisch-verträumt, sondern es weist auch gelegentlich eine härtere, etwas düsterere Stimmung auf. So bilden fast bleischwere Riffs und peitschende Drums, sowie aggressive Gesangsparts und melancholische Cellos, das düstere Grundgerüst beim 7 1/2minütigen "Diffedentia", dem andererseits durch klare Klarinetten-Passagen und Gesangsstrukturen wiederum Aufhellung widerfährt. Als Herzstück und Meisterwerk der Scheibe kristallisiert sich allerdings das 10min-Epos "Dea Pecuniae" heraus. Diese Nummer vereint sowohl verrucht bluesige und soulige Parts, als auch barocklastiges Bombast- und rotziges Rock 'N' Roll-Flair in sich (schlichtweg genial!!!). Also schaltet euer Handy aus oder rupft das Telefonkabel aus der Wand, schnappt euch das Booklet und setzt euch den Köpfhörer auf und lasst euch von PAIN OF SALVATION hinter das Geheimnis unseres Daseins führen. Vielleicht werdet ihr ja fündig! Wie dem auch sei, auf alle Fälle solltet ihr euch die knapp 76minütige Traumreise nicht entgehen lassen.

Sonny

Trackliste: 1. Animae Partus -2. Deus Nova - 3. Imago - 4. Pluvius Aestivus - 5. Lilium Cruentus - 6. Nauticus - 7. Dea Pecuniae - 8. Vocari Dei - 9. Diffidentia - 10. Nihil Morari - 11. Latericius Valete - 12. Omni - 13. Iter Impius - 14. Martius/Nauticus II - 15. Animae Partus II

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über PAIN OF SALVATION:
PAIN OF SALVATION/ Scarsick


JEAN BEAUVIOR/ Chameleon
  • Band: Jean Beauvoir
  • Albumtitel: Chameleon
  • Spielzeit: 48:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Music
  • Vergleichbare Bands: Lenny Kravitz, (rockiger) Seal, Prince
  • Veröffentlichung: 27.09.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
CROWN OF THORNS-Frontikone JEAN BEAUVOIR ist bei Soloausflügen immer wieder für Überraschungen gut. War sein Acoustic-Album "Bare To The Bones" schon ein gutes Stück weit vom Sound seiner Stammcombo entfernt, so liegen zwischen dem Melodic Hard Rock vergangener Tage und dem Material auf seinem mittlerweile vierten Alleingang fast schon Welten. Diese Eigenschaft hat nichts wirklich Negatives an sich, denn der charismatische Musiker präsentiert eine sehr hörenswerte und vielfältige Mischung aus Pop, Soul und Funk, die irgendwo zwischen Mega-Acts wie LENNY KRAVITZ oder SEAL anzusiedeln ist. Zwar rocken der ordentlich angefunkte Opener "I Wanna Know" und das folgende "Higher" noch recht ordentlich, aber schon spätestens mit dem sehr Pop Soul-lastigen "I Don't Need Ya'" (erinnert stellenweise an PRINCE) wird das Material dem Albumtitel vollends gerecht. Weitere Argumente, welche die Wandlungsfähigkeit von JEAN BEAUVOIR unterstreichen, wären "Where The River Runs Deep", das eine gehörige Portion Karibik-Flair verbreitet, oder das fast BoyGroup-taugliche "I Want To Lay Here". Anderseits hätten aber Nummern wie "Even More" oder "Dying End" stilistisch auch wunderbar auf den Vorgänger gepasst. Wie auch schon auf "Bare To The Bones" hat der Meister nicht nur produktionstechnisch selbst Hand angelegt, sondern neben dem Gesang auch noch sämtliche Instrumente in Eigenregie eingespielt. Obwohl ich persönlich von besagter Acoustic-Scheibe mehr angetan war, muss ich gestehen, dass sich "Chemeleon" mit jedem Durchlauf mehr in meinen Gehörgängen einnistet. Dies gilt insbesondere für die RAMONES-Nummer "Something To Believe In", die JB zusammen mit Dee Dee Ramone geschrieben hat, und die abschließende Ballade "Angel".

Sonny

Trackliste: 1. I Wanna Know - 2. Higher - 3. I Don’t Need Ya - 4. Where The River Runs Deep - 5. I Want To Lay Here - 6. Something To Believe In - 7. Even More - 8. Addicted To Us - 9. Dying Bed - 10. Teenager - 11. Amazing - 12. Angel

Thanks to Bonna @ Ulftone

weitere Reviews über JEAN BEAUVIOR:
JEAN BEAUVOIR/
Bare To The Bones


VARIOUS ARTISTS/ Uncivil Wars - Tribute to Guns N' Roses
  • Band: Various Artists
  • Albumtitel: Uncivil Wars - A Tribute To Guns N' Roses
  • Spielzeit: 52:18 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Guns N' Roses natürlich ;-)
  • Veröffentlichung: 27.09.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Dieses GUNS N' ROSES-Tribute-Album, das bereits im März in den USA veröffentlicht wurde, zählt ohne Übertreibung zu den besseren seiner Gattung. Dank Mausoleum Records kommt nun auch die europäische Fangemeinde zu zivilen Preisen in den Genuss des wirklichen gelungenen Silberings. Für diese Huldigung hat sich das Gitarrenduo Tracii Guns (L.A. GUNS) und Gilby Clarke (ex-GUNS N' ROSES) - neben Tieftöner Kyle Kyle (BANG TANGO) und MÖTLEY CRÜE-Drummer Randy Castillo - noch mit elf mehr oder weniger bekannten Sängern umgeben, um zwölf Meilensteine der G N' R-Ära zum Besten zu geben. Dabei wissen vor allem die Darbietungen von John Corabi und Christina Kartsonakis auf Anhieb zu überzeugen. Während die mir bis dato ungekannte Sängerin dem ursprünglichen 7min-Epos "Civil War" mit ihrem sanften Organ eine extravagante Note eingehaucht hat, zeigt sich der ex-MÖTLEY CRÜE-Sänger mit der ziemlich countrylastigen Version von "Used To Love Her" und der Acoustic-Ballade "Patience" von seiner raubeinig-sanften Seite. Außerdem schlagen RATT-Shouter Jizzy Pearls, der die Hymne "Sweet Child O' Mine" in einer rotzig-modernen Variante präsentiert, und QUIREBOYS-Reibeisen Spike, der die Ballade "Don't Cry" in einen wohligen Sleaze-Mantel kleidet, äußerst positiv zu Buche. Auch die Leistung von Fred Coury (CINDERELLA) sollte man nicht übersehen, denn für einen hauptamtlichen Drummer schlägt er sich hervorragend als Sänger ("It's So Easy"). Auf der anderen Seite entpuppen sich der von MITCH MALLOY intonierte Soundtrack-Beitrag "You Could Be Mine" und "Paradise City" in der klapprig-krächzenden Version von Kory Clarke (WARRIOR SOUL) als abschreckende Negativbeispiele. Trotz dieser kleinen Ausrutscher sollte "Uncivils Wars" in keiner gepflegten G N' R-Sammlung fehlen, denn nicht nur die Songauswahl ist äußerst gelungen, sondern auch die Produktion ist für Tribute-Verhältnisse ungewöhnlich gut.

Sonny

Trackliste: 1. You're Crazy [3:26] Vocals: STEVIE RACHELLE [TUFF] - 2. It's So Easy [3:17] Vocals: FRED COURY [CINDERELLA]  - 3. Welcome To The Jungle [4:29] Vocals: KEVIN DUBROW [QUIET RIOT] - 4. My Michelle [3:41] Vocals: PHIL LEWIS [L.A. GUNS] - 5. Sweet Child O' Mine [4:54] Vocals: JIZZY PEARL [ RATT and LOVE HATE] - 6. Paradise City [5:58] Vocals: KORY CLARKE [WARRIOR SOUL] - 7. Mr. Brownstone [3:55] Vocals: JOE LESTE [BANG TANGO and BEAUTIFUL]  - 8. You Could Be Mine [4:58] Vocals: MITCH MALLOY - 9. Used To Love Her [3:27] Vocals: JOHN CORABI [MÖTLEY CRÜE, UNION and RATT] - 10. Don't Cry [4:22] - Vocals: SPIKE [QUIREBOYS] - 11. Patience [4:57] Vocals: JOHN CORABI [MÖTLEY CRÜE, UNION and RATT] - 12. Civil War [4:57] Vocals: CHRISTINA KARTSONAKIS

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


MELIAH RAGE/ Barley Human
  • Band: Meliah Rage
  • Albumtitel: Barely Human
  • Spielzeit: CD 1: 44:00 min/ CD 2: 54:14
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escapi/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Metallica, Danzig, Megadeth
  • Veröffentlichung: 27.09.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Die ersten beiden Scheiben ("Kill To Survive", 1988/ "Solitary Solitude", 2000) von MELIAH RAGE genießen in der Bay Area Thrash-Szene mit Sicherheit Klassiker-Status. Aber wie so vielen anderen hoffungsvollen Bands wurde die aufkommende Grunge-Seuche auch der Band aus Boston zum Verhängnis. Nachdem vor zwei Jahren zunächst das 1992er Demo-Album "Unfinished Business" veröffentlicht wurde, kommen die Mannen um Gitarrist Anthony Nichols endlich auch wieder mit frischer Kost über den großen Teich. Nach einigen Nummern zeigt sich auch sehr deutlich, dass der Fünfer über die Jahre hinweg keinen Millimeter von seiner musikalischen Philosophie aufgegeben hat, denn nach wie vor haben sich die Herren auf die Fahne geschrieben Bay Area Thrash mit melodischem Power Metal und düsterer Rotzmucke a la DANZIG ("Bloodbath", "Motor Psycho") zu vereinen. Was sich für die heutige Zeit vielleicht etwas strange anhört, hat aber durchaus Überzeugungskraft. Dieses Attribut kommt besonders in den gemäßigteren Momenten - wie u. a. bei der phantastischen Midtempo-Hymne "Ungodly" oder dem modern angelegten und halbakustischen "Hellsong" - zum Tragen, die beide auch an die ruhigen Nummern von METALLICA erinnern. Obwohl die Herren instrumententechnisch äußerst fit sind und die Scheibe mit einer äußerst ansprechenden Produktion zu glänzen weiß, kann "Barely Human" nicht über die ganze Distanz den hohen Level der bereits erwähnten Nummern halten. Einer dieser kleinen Durchhänger ist das 8minütige Instrumental "Rigid", das zwar die instrumentellen Fähigkeiten der einzeln Musiker offenbart, aber sich im Endeffekt nicht aus einem Guss präsentiert. Ein besonderes Zuckerl stellt allerdings die Bonus-CD dar: Hierbei handelt es sich um das eingangs genannte Demo, das neben acht stillvollen Thrash-Nummern der Marke METALLICA meets MEGADETH ein rund 18minütiges Interview mit Bandleader Tony Nichols aus dem Jahre 2002 enthält. Die Highlights dieser zusätzlichen CD, die von keinem geringeren als GODSMACK-Fronter Sully Erna eingetrommelt wurde, sind der lässige Groover "Ruthless", die Thrash-Hymne "Blacksmith" und das aggressiv-schmissige "Violent Force".
Eigentlich ist für dieses Doppelalbum das Schlagwort "value for money" angebracht, aber das klägliche vierseitige Booklett (z. B. keine Lyrics, keine Trackliste der Bonus-Scheibe) wirft doch etwas Schatten auf dieses starke Doppel. Nichtsdestoweniger dürften Genre-Fans und die Anhängerschaft von MELIAH RAGE richtig viel Freude an dieser VÖ haben.

Sonny

Trackliste: 1. Hate Machine, 2. Invincible, 3. Barely Human, 4. Ungodly, 5. Wrong Place Right Time, 6. Rigid, 7. Bloodbath, 8. Hell Song, 9. Motor Psycho

Bonus CD:1. Mind Stalk, 2. Moment Of Silence, 3. Ruthless, 4. Decade Of Dreams, 5. Blacksmith, 6. Possessing Judgement, 7. Violent Force, 8. Season To Kill, 9. Interview

Thanks to Birgitt @ Germusica


CIRCUS/ Circus
  • Band: Circus
  • Albumtitel: Circus
  • Spielzeit: 45:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Bauhaus, Killing Joke, Heroes Del Silencio, Moonspell
  • Veröffentlichung: 27.09.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Im Großen und Ganzen bin ich normalerweise schon für spanischsprachigen Hard Rock oder Heavy Metal zu begeistern, aber das selbstbetitelte Debüt der Madrilenen von CIRCUS weiß mich auch nach mehreren Rotationen nicht restlos zu überzeugen. Zugegeben, am instrumentalen Können des Trios oder an der wirklich klaren und druckvollen Produktion gibt es eigentlich nichts auszusetzen, nur fehlt es dem Material irgendwie an den überraschenden und fesselnden Momenten. Gute Ansätze zeigen Sänger, Gitarrist und Keyboarder Pablo Giaretta , Sergio Patón (Bass) und Schlagzeuger José R. Maganto auf ihrem Erstling zuhauf, was z. B. Nummern wie das sphärisch-wavige "Dos Mentiras" und die leicht spacige Low/ Midtempo-Hymne, die von wunderschönen Gitarrenlinien und dezenten Pianoklängen getragen wird, ohne Zweifel aufzeigen. Eigentlich meint man, dass jeden Moment der entflammende Funke überspringen müsste, aber auf unerklärliche Weise scheinen diese immer knapp vor dem endgültigen Entflammungspunkt restlos zu verglimmen. Als weitere Entscheidungshilfen sollte man sich vielleicht den modern angelegten Groover "El Espejo" und die spanische Coverversion des DAVID BOWIE-Klassiker "Heroes" ("Héroes") heranziehen, die fast noch mehr Emotionen versprüht als das Original. Fazit: Sollte es der Band gelingen auch ihr Songwriting mit der Qualität und dem Elan ihrer instrumentalen Fähigkeit zu infizieren, dann dürfte CIRCUS bald zur führenden Garde der spanischsprachigen Rockbands gehören.

Sonny

Trackliste: 1. Otra Voz - 2. Claudia - 3. Dos Mentrias - 4. Tu Esclavo - 5. Mientras Me Armo De Valor - 6. Interior - 7. Reflejos - 8. Circus - 9. Sonámbulo - 10. El Espejo - 11. Héroes - 12. No Soy Yo

Thanks to Patrycja @ Locomotive Music


JAN DEGENHARDT/ Stimmen Hinter'm Spiegel (Off Rock & Metal review)
  • Band: Jan Degenhardt
  • Albumtitel: Stimmen Hinter'm Spiegel
  • Spielzeit: 51:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pläne Records/ BMG
  • Vergleichbare Bands: Konstantin Wecker meets Reinhard Mey meets Rainhard Fendrich
  • Veröffentlichung: 27.09.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Off Rock & Metal-Tipp der zweite! JAN DEGENHARDT wurde das Liedermacher- und Sangestalent schon in die Wiege gelegt, denn sein Vater ist kein Geringerer als der politische Dichter und Sänger FRANZ JOSEF DEGENHARDT. Stilistisch bewegt er sich sehr facettenreich zwischen Chanson oder Folk ("Carrickfergus") und erinnert dabei an eine Mischung aus KONSTANIN WECKER, REINHARD MEY ("Mein Bester Kumpel") und RAINHARD FENDRICH ("Tango"). Fünf Jahre nach seinem Debüt "Aufbruch" macht er auf "Stimmen Hinter'm Spiegel" mit nackten Wahrheiten, etwas Ironie und einem ordentlichen Augenzwinkern - frei nach dem Motto: die Wahrheit liegt in den Zwischentönen - wieder auf sich aufmerksam. Während der 13 Songs macht er keinen Hehl aus seiner Vorliebe für lateinamerikanische Klänge und Chansons. Während die feurigen Elemente aus Samba oder Bossa Nova vor allen Dingen beim "Marathon Berlin" oder bei "Madeleine" zum Tragen kommen, ist das französische Flair besonders beim frei übersetzten Jacques Brel-Lied "Mein Bester Kumpel" und der Coverversion des KLAUS HOFFMANN-Stücks "Mein Hund Ist Schwul", das im Chanson-Gewand der 20er Jahre gehüllt ist, allgegenwärtig. JAN DEGENHARDT weiß aber nicht nur mit seinen eigenwilligen Interpretationen von Fremdkompositionen zu glänzen, denn auch das Material aus seiner eigenen Feder wie der Titeltrack oder das aufs Minimum reduzierte "Schnee über Nürberg" hat nicht nur anspruchsvolle Texte, sondern aufgrund der klassischen Instrumentierung melodisch-seelischen Tiefgang. Eine schönes und lebendiges Album, das die folgenden gut 50 Minuten zu einem kurzweiligen Vergnügen macht.

Sonny

Trackliste: 01. Unten am Wasser [4:34]  - 02.Tango [4:15] - 03.Madeleine [4:39]  - 04.Liebst du mich noch [4:50] - 05.Marathon Berlin [4:55]  - 06.Schnee über Nürnberg [4:34] - 07.Carrickfergus [4:01] - 08.Mein Hund ist schwul [3:03]  - 09.Mein bester Kumpel [1:43] - 10.Stimmen hinter'm Spiegel [3:25] - 11.Unicornio azul [4:44] - 12.Und hätt ich Flügel [3:38] - 13.E-mail um Mitternacht [4:36]

Thanks to Jochen @ Pläne Records


BERNARD ALLISON/ Higher Power
  • Band: Bernard Allison
  • Albumtitel: Higher Power
  • Spielzeit: 59:05 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ruf Records
  • Vergleichbare Bands: Mink DeVille meets Lynyrd Skynryd with a touch of Steve Vai and Stevie Ray Vaughan
  • Veröffentlichung: 24.09.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Obwohl BERNARD ALLISON noch keine 40 Lenze zählt, ist er schon längst in die Phalanx der großen Blues-Sänger/ Gitarristen vorgedrungen. Dieser Tage kam sein mittlerweile neuntes Studioalbum in die Läden, welches den hoffnungsschürenden Titel "Higher Power" trägt. Auf seinem aktuellen Longplayer präsentiert uns der Sohn von Blues/ Soul-Legende LUTHER ALLISON dreizehn - meist von ihm geschriebene - neue Songs, die nahezu seinen gesamten Facettenreichtum aufzeigen. Vom soulgetränkten Blues (z. B. das wummernde "Too Cool") über treibende Funkgrooves ("Woman Named Trouble") bis hin zu krachend-rockigen Gitarrenriffs ("Stakes Have Gone Up") ist auf diesem Album so ziemlich alles vertreten, was bei Blues Rock-Fans für eine erhöhte Herzfrequenz sorgen dürfte. Besonders in den rockigen Momenten weiß der Mann mit dem leicht lispelnden Gesang richtig ordentlich zu Punkten. Während der lässig lockere Stampfer "Time Flies By" gut und gerne auch auf MINK DeVILLEs "Cabretta" hätte stehen können, macht sich bei "Next 2 U" virtuoses Gitarrenspiel breit, das stellenweise sogar in Sphären von Ausnahme-Saitenakrobats STEVE VAI vorstößt. Als Highlights einer hochklassigen Scheibe kristallisieren sich "Stay With Me Tonight" (eine Mitsing-Hymne a la "Sweet Home Alabama"), der schmissige Klimper-Blueser "It's A Man Down There" (Saloon-Atmosphäre pur!) und die schnörkellose Akustik-Ballade "Ami" heraus. Wie es auf BERNARD ALLISON-Alben mittlerweile schon gute Tradition ist, hat es sich Sohnemann auch diesmal nicht nehmen lassen, einige Songs ("Raggedy And Dirty"/ "Into My Life") seines Vaters mit seinem eigenen Soundgewand zu versehen. Fazit: Aus dem Schatten seines berühmten Vaters hat er sich ja schon vor einigen Jahren gelöst. Nun ist er selbst auf dem besten Weg um zur lebenden Blues Rock-Legende zu werden.
Zum Abschluss noch ein Tipp: Mitte November macht ALLISON jr. die deutschen Clubs (
Tourdaten) unsicher. Also, wer den begnadeten Musiker mal live erleben möchte, sollte die Gelegenheit unbedingt beim Schopfe packen.

Sonny

Trackliste: 01. I've Learned My Lesson - 02. Raggedy And Dirty - 03. Standing on the Edge of Love - 04. Stay With Me Tonight - 05. Too Cool - 06. It's A Man Down There - 07. New Life I'm In - 08. Woman Named Trouble - 09. Time Flies By - 10. Stakes Have Gone Up - 11. Into My Life - 12. Next 2 U - 13. Ami

Thanks to Katrin @ Ruf Records


VOX TEMPUS/ In The Eye Of Time
  • Band: Vox Tempus
  • Albumtitel: In The Eye Of Time
  • Spielzeit: 57:26 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Progman Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Rush, Queensryche, Fates Warning
  • Veröffentlichung: 21.09.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Vor einigen Wochen flatterte uns das erfrischende Debüt von VOX TEMPUS, das den Anhängern von RUSH, QUEENSRŸCHE oder FATES WARNING wahrscheinlich Freudentränen ins Gesicht treiben dürfte, überraschend in Haus. Kein Wunder, denn um Newcomer handelt es sich bei diesem Quartett keinesfalls - bilden doch die ehemaligen EQUINOX-Musiker Ray Mantor (Gitarren), Jim Turba (Bass) und Sänger Dan Reed, der in den Anfangstagen für MILLENIUM seine Stimmbänder schwingen ließ, den Rumpf der Kalifornier. Außerdem spielt Keyboarder Eric Ragno (ex-TAKARA) im Sound der Band eine tragende Rolle und für die Drum-Parts konnte man sogar den vielbeschäftigten Session-Schlagzeuger Gregg Bissonette (u. a. DAVID LEE ROTH, STEVE VAI, SANTANA) als Special Guest gewinnen. Auf ihrem Erstling "In The Eye Of The Time" zelebrieren VOX TEMPUS anspruchsvollen und eingängigen Progressive Rock/ Metal in Tradition der eingangs erwähnten Bands, der besonders in den ruhigen und gefühlvollen Momenten wie der Ballade "Broken" oder dem 7 1/2minütigen "Revelations" seine prickelndsten Phasen besitzt. Letztere Nummer ist bespickt mit sanft-quirligen - stets präsenten - Keyboardteppichen von Eric Ragno und schweren Riffs bzw. spritzigen Gitarreneinlagen von Ray Mantor, die den Nährboden für den klaren und emotionsgeladenen Gesang von Dan Reed bilden. Obwohl die Grundessenz des Albums unumstritten bei kraftvollen und harmonischen (stellenweise melancholischen) Melodien liegt, bleibt der würzende Frickelfaktor ("Voice Of Time") nicht aussen vor. Als Herzstück der Scheibe erweist sich zweifelsohne das 13 1/2min-Epos "Love, Lies and Treason", in dem mehr geschieht als auf manch kompletten Album von derzeit gehypten Prog-Bands. Den stilvollen Abschluss bildet die Piano-Nummer "Steal The Moment", die einmal mehr die gesanglichen Qualitäten von Dan Reed unterstreicht. Fazit: Ein starkes Debüt, das Hoffnung auf einen noch stärkeren Nachfolger schürt.

Sonny

Trackliste: 1. For Every Life - 2. Escape - 3. Broken - 4. Beginnings - 5. Revelations - 6. What About - 7. Voice of Time - 8. Love, Lies And Treason - 9. Steal The Moment

Thanks to Eric @ Vox Tempus


SIMON APPLE/ River To The Sea
  • Band: Simon Apple
  • Albumtitel: River To The Sea
  • Spielzeit: 70:33 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Trunk Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Paul McCartney, Spock’s Beard, Asia, Beatles, Supertramp, Erik Norlander
  • Veröffentlichung: 21.09.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
SIMON APPLE wurde von den beiden Musikern Buzz Saylor (Drums, Percussion) und Jeff Miller (Piano, Keyboards, Gitarren) gegründet, um ihre favorisierten Musikstil auf einen Nenner zu bringen. Diesem Nenner ist das Trio nun mit ihrem zweiten in Eigenregie veröffentlichten Longplayer ein gehöriges Stück näher gekommen. Obwohl das Material auf "River To The Sea" ziemlich komplex arrangiert ist, wirkt ihre 70minütige musikalische Reise durch Pop/ Rock, Progressive Rock ("Take My Life"), Punk ("Significance") und Jazz
("The Way Outside"/ "The Way Inside") zu keiner Sekunde anstrengend oder gar nervtötend. Im Gegenteil, die Musik wirkt zum größten Teil erheiternd relaxt und strahlt lebensbejahende Energien aus. Einen großen Anteil an der Wirkung des Albums hat die äußerst angenehme Stimme von Dan Merrill, der stellenweise ziemlich stark an PAUL McCARTNEY erinnert und der Szenerie – egal ob rockig oder balladesk (Acoustic-Nummer "Katherine") – eine beruhigende, aber zu keinem Zeitpunkt einschläfernde Stimmung einhaucht. Alleine die Tatsache, dass die Band Gastmusiker wie Duck Dharma (Gitarre/ BLUE OYSTER CULT), die Bassisten Tony Levin (KING CRIMSON) und Steve Rodby (PAT METHENY GROUP) oder den ELO-Cellisten Hugh McDowell für sich gewinnen konnte, spricht für die Qualität, die auf "River To The Sea" zweifellos zuhause ist. Als Anspieltipps sind diesmal zu empfehlen: das beschwingt aufrockende "The Colours In Between", die brillante Gänsehaut-Nummer "Hold Me (Like A Lover)" und das jazzige "Taken Roots", in welches das Kreativduo Saylor/ Miller geschickt (übertüncht von harten Gitarrenriffs) Flamenco-Rhythmen und Samba-Beats eingestrickt hat. Im Grunde genommen ist es aber ziemlich egal, wo ihr den Silberling lasertechnisch abtastet, denn einen Schwachpunkt oder gar Ausfall sucht man auf "River To The Sea" vergebens... Da dürfte sich so mancher namhafte Act warm anziehen.
Neugierig geworden? Soundfiles antesten und dann ab zu www.justforkicks.de, denn dort könnt ihr die Scheibe ohne Import-Umwege bestellen. Fans der obengenannten Bands und Stilrichtungen werden vollends auf ihre Kosten kommen. Garantiert!

Sonny

Trackliste: 1. Leap Of Faith (with Steve Rodby) - 2. Weight Of The World (with Tony Levin) - 3. The Colours In Between - 4. Hold Me [Like A Lover] (with Tony Levin) - 5. A Way Outside (with Steve Rodby & Dave Stahl) - 6. A Way Inside (with Steve Rodby & Dave Stahl) - 7. Significance (with Buck Dharma) - 8. Taken Root (with Steve Rodby & Dave Stahl) - 9. The Weight Is On... - 10. Take My Life - 11. For Every Loss (with Steve Rodby) - 12. Katherine - 13. A Lot Of Hope (with John Helliwell & Dave Stahl) - 14. A Reason Why... - 15. River To The Sea (with Hugh McDowell & Steve Rodby)
Bonus Tracks
16. Wait... - 17. Weight Of The World (single edit) (with Tony Levin)

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


DORO/ Classic Diamonds
  • Band: Doro
  • Albumtitel: Classic Diamonds
  • Spielzeit: 47:36 min
  • Plattenfirma: AFM Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: 100% Doro
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Charteinstieg: 04.10.2004 Platz Nr. 33
  • weitere Platzierungen:
    11.10.2004 Platz Nr. 68 / 18.10.2004 Platz Nr. 79
  • Wertung: 10 /10

Review:
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber die Flut an "Rock / Metal meets Klassik"-Alben hängt mir schlichtweg zum Hals heraus ... seid doch mal ehrlich, wirklich innovativ waren doch lediglich die Genre-Vorreiter von DEEP PURPLE (deren "Concerto ..." mir übrigens überhaupt nicht zusagt) - die restlichen Trittbrettfahrer wie METALLICA oder die SCORPIONS boten für meine Ohren einen völlig uninspirierten und unpassenden Mix zweier grundverschiedener Musikstile ... spätestens jedoch KISS haben durch ihre orchestrale Vergewaltigung unsterblicher Bandklassiker mein persönliches Fass zum überlaufen gebracht. Ideale Voraussetzungen für einen objektiven und fairen Review denkt ihr? Wartet, denn es kommt noch besser ... DORO PESCH ließ mich seit etlichen Jahren mehr oder weniger kalt. Unbestritten, auf jedem ihrer Alben findet sich das ein oder andere Highlight, aber irgendwie kommt in mir nur äußerst selten das Verlangen auf, ihre Scheiben vor dem sicheren Staub-Tod in meinem CD Regal zu erlösen. Ob dies nun am ausgeprägten deutschen Akzent der einstigen (wieso einstigen?/ Anmerk. Sonny) Metal-Queen oder den stets auf sie abgesungenen und oft als unkritisch anmutenden Lobhymnen liegt weiß ich auch nicht - "es ist halt so". Ideale Voraussetzungen für einen objektiven und fairen Review dachte also auch ich, als ich die zum Review vorgelegt bekam ... Doch bereits der Opener "I Rule The Ruins" sorgt für ungläubiges Staunen meinerseits - mit einer derart ineinander stimmigen Fusion von Rock und Klassik hätte ich nie gerechnet. Hier passt einfach alles, da sich DORO unter Zuhilfenahme des 40köpfigen Classic Night Orchestra - entgegen ihrer unrühmlichen Kollegen - darauf besonnen hat, ihre Songs rein akkustisch zu interpretieren und so gar nicht erst Zweifel daran aufkommen lässt, ob ein derartiges Stilexperiment glücken kann. Alleine die völlig umarrangierte JUDAS PRIEST-Coverversion "Breaking The Law" verdient schon fast das Prädikat "weltklasse" ... allerdings nur fast, wäre da nicht Ihr unsäglicher Duett-Partner Udo Dirkschneider (ex-ACCEPT / U.D.O) ... hört euch an, wie beschissen er bei seinem ersten Einsatz (passenderweise ..."all in all, it´s so frustrating") "klingt" - erschreckend ... ( diese Nummer ist auch auf der im Vorfeld EP enthalten - Udo ist hier nicht zu hören, was die Scheibe zu einem uneingeschränkten Kauftipp macht). Ganz im Gegenzug zu "Udo, dem Schrecklichen" verhält es sich mit unserem blonden Engel. - DORO interpretiert die Auszüge ihres bisherigen Schaffens in einer Art und Weise, dass dem Zuhörer ein Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt. Ob nun "heftigere" Sachen wie "All We Are" oder "Burn It Up", die Nummern lassen zu keinem Zeitpunkt ihre ursprüngliche Härte vermissen, da die Klassikparts äußerst gefühlvoll in die Songs eingebaut wurden, wohingegen mir die f-a-n-t-a-s-t-i-s-c-h interpretierten Balladen wie "Für Immer", "1.000 x Gelebt" und allem voran "Love Me In Black"" persönlich die Sprache verschlagen - Arrangement und Umsetzung erstklassig. Meiner Meinung nach ist diese famose Veröffentlichung JEDEM Musikfan blind ans Herz zu legen, da DORO mit "Classic Diamonds" einen wahren Rock/ Metal-Klassiker geschaffen hat - beide Daumen nach oben!!!

Florian

Trackliste: 1. I Rule The Ruins - 2. Metal Tango - 3. Breaking The Law - 4. All We Are - 5. Für Immer - 6. Let Love Rain On Me - 7. Burn It Up - 8. Tausend Mal Gelebt - 9. I'm In Love With You - 10. Always Live To Win - 11. Undying - 12. Love Me In Black - 13. She's Like Thunder - 14. The Last Goodbye - 15. The Final - 16. Let Love Rain On Me (Video) (Data Track)

Thanks to Rebecca @ AMF Records

weitere Reviews über DORO
DORO/ Warrior Soul (Album Of The Month/ March 2006)
DORO/
Fight


BRYAN ADAMS/ Room Service
  • Band: Bryan Adams
  • Albumtitel: Room Service
  • Spielzeit: 36:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Polydor/ Universal
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Charteinstieg: 04.10.2004 Platz Nr. 01
  • weitere Platzierungen:
    11.10.2004 Platz Nr. 07 / 18.10.2004 Platz Nr. 05
    25.10.2004 Platz Nr. 15 / 01.11.2004 Platz Nr. 20
    08.11.2004 Platz Nr. 33 / 15.11.2004 Platz Nr. 32
    22.11.2004 Platz Nr. 48 / 29.11.2004 Platz Nr. 50
    06.12.2004 Platz Nr. 51 / 13.12.2004 Platz Nr. 48
    20.12.2004 Platz Nr. 52 / 27.12.2004 Platz Nr. 54
    03.01.2005 Platz Nr. 57 / 10.01.2005 Platz Nr. 75
    17.01.2005 Platz Nr. 79 / 24.01.2005 Platz Nr. 88
    31.01.2005 Platz Nr. 92
  • Wiedereinstieg: 28.02.2005 Platz Nr. 63
  • weitere Platzierungen:
    07.03.2004 Platz Nr. 98
  • Wiedereinstieg: 04.04.2005 Platz Nr. 94
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Nachdem BRYAN ADAMS zuletzt vor gut zwei Jahren mit seinem Soundtrack für den großartigen Zeichentrickfilm "Spirit - Stallion Of The Cimarron" auf sich aufmerksam machte, kommt er nun endlich mit seinem neuen Album "Room Service" über den großen Teich. Erfreulicherweise ist der neue Output wieder eine Portion rockiger ausgefallen als noch der Vorgänger "On A Day Like Today" (1998). Zwar lässt es Mr. Charming noch lange nicht so krachen wie zu seiner rockigsten Phase in den 80ern, aber "Room Service" besitzt mindestens genauso viel Rock-Potenzial wie das 96er Album "18 'Til I Die". Songs wie der phänomenale Groover "She's A Little Too Good For Me" oder der Titeltrack, der in den Gitarren-Elementen etwas an AC/DC erinnert, verdeutlichen, dass BRYAN ADAMS nach all seinen sanften Jahren keineswegs das Gefühl für richtig fette Rock-Hymnen verloren hat. Natürlich gehören einfühlsame Balladen wie "Flying", das irgendwie den Charme von "(Everything I do) I do It For You" in sich trägt, nach wie vor zum festen Repertoire des Kanadiers. Meines Erachtens ist "Room Service" nicht nur das rockigste Album seit langem, sondern auch das facettenreichste Album, das die sympathische Röhre jemals aufgenommen hat. Ihr glaubt es nicht? Dann lauscht einfach mal den Klängen von "Open Road" oder dem wunderschön arrangierten "I Was Only Dreamin'". Während letztere Nummer mit majestätischen Bläser- und filigranen Streicherparts besticht, strahlt die erste Single-Auskopplung dezentes BOB DYLAN-Flair aus. Nicht zu vergessen: der countrylastige Schleicher und Rausschmeißer "Why Do You Have To Be So Hard To Love", der sich förmlich für eine weitere Single aufdrängt. Die absoluten Highlights befinden sich mit der Hymne "Right Back Where I Started From", die auch auf "Restless" eine verdammte gute Figur gemachte hätte und der Midtempo-Stampfer "Nowhere Fast", der sich mit sanften Passagen a la SMOKIE in den Gehörgängen einnistet, im letzten Drittel der Scheibe. Für mich persönlich ist "Room Service" eine der positivsten Überraschungen, die das Jahr 2004 bisher zu bieten hatte.

Sonny

Trackliste: 1. East Side Story - 2. This Side Of Paradise - 3. Not Romeo Not Juliet - 4. Flying - 5. She's A Little Too Good For Me - 6. Open Road - 7. Room Service - 8. I Was Only Dreaming - 9. Right Back Where I Started From - 10. Nowhere Fast - 11. Why Do You Have To Be So Hard To Love

Thanks to Polydor Island Group

weitere Reviews über BRYAN ADAMS:
BRYAN ADAMS/ Reckless (unknown & wellkown Rock-Pearls)


GLENN HUGHES/ Soulfully Live In The City Of Angels
  • Band: Glenn Hughes
  • Albumtitel: Soulfully Live In The City Of Angels
  • Spielzeit: CD 1: 42:08 min/ CD 2: 47:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: wir wollen Majestät doch nicht beleidigen!
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Über die Karriere von GLENN HUGHES hier viele Worte zu verlieren, würde wohl den Rahmen dieses Reviews sprengen, denn "The Voice Of Rock" hat sich seinen Namen nicht nur durch die Erfolge mit DEEP PURPLE, BLACK SABBATH oder KLF gemacht, sondern auch durch die endlos vielen Beiträge bei diversen anderen Bands, Projekten und Solokünstlern. Am 11. Januar diesen Jahres hat der Weltklasse-Sänger einen erlauchten und auserlesenen Kreis von Freunden und Stammbesuchern seiner Website ins Sound Image Studio zu Hollywood geladen, um mit ihnen ein Konzert im intimen Kreis zu feiern. Genauso auserlesen wie sich das Publikum zusammensetzt, gestaltet sich auch das Band-LineUp und die Setlist. Zur instrumentalen Unterstützung hat sich Mr. HUGHES neben seinen langjährigen Begleitern JJ Marsh (Gitarre) und Keyboarder Ed Roth, auch den RED HOT CHILI PEPPERS-Drummer Chad Smith und George Nastos als zwei Gitarristen an Bord geholt. Für den gesanglichen Background weiß der charismatische Sänger/ Bassist zudem mit Kevin DeBrow (QUIET RIOT) und ex-SANTANA-Sängerknaben Alex Ligertwood zwei exzellente Sänger an seiner Seite, die seinen variablen und kraftvollen Gesang u. a. bei "Can't Stop The Flood", "Higher Places" oder "Written All Over Your Face", die allesamt aus den letzten beiden Solo-Scheiben stammen, mehr als tatkräftig unterstützen. Aber die Setlist erstreckt sich bei weitem nicht nur über die Solo-Releases des Meisters, sondern auch Klassiker wie "Mistreaded" (starke 11minütige Version mit atemberaubenden Solo-Einlagen von JJ Marsh), "Gettin' Tighter" (mit fesselnden Drum/ Bass-Zwiegespräch) und "Keep On Moving" aus seiner Zeit bei DEEP PURPLE und seinen Anfangstagen mit TRAPEZE ("Medusa"/ "Seafull") werden hier zum Besten gegeben. Abgerundet wird das Live-Programm mit den HUGHES/ THRALL-Nummern "Coast To Coast" und "First Step Of Love"). Außerdem wird das Doppel-Album noch mit zwei neuen zusätzlichen Studio-Nummern veredelt. Das wäre zum einen "The Healer", eine ruhige und ausdruckstarke Acoustic-Nummer und zum anderen der europäische Bonustrack "Change", der leider auf der zur Besprechung vorliegenden Version nicht enthalten ist. Aber nichtsdestoweniger macht "Soulfully Live In The City Of Angels" seinem Titel alle Ehre und begleitet den Zuhörer über gut 90 min auf einer eindrucksvollen Zeitreise durch die letzten 35 Jahre der Musikgeschichte von GLENN HUGHES. Schön, dass diese Veranstaltung mitgeschnitten wurde, somit kann auch der Ottonormalverbraucher die intime Atmosphäre des Gig in sich aufsagen.

Sonny

Trackliste: CD 1: 1. Can’t Stop the Flood - 2. Higher Places - 3. Written All Over Your Face - 4. Medusa - 5. Wherever You Go - 6. Seafull.
CD 2: 1. Coast to Coast - 2. First Step Of Love - 3. Mistreated - 4. Gettin’ Tighter - 5. You Keep On Moving - 6. The Healer (bonus studio track) - 7. Change (bonus european studio track).

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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Review:
Zeitgleich zum gleichnamigen Live-Doppelalbum veröffentlicht "The Voice" GLENN HUGHES auch den DVD-Mitschnitt seines Special-Gigs im Sound Image Studio zu Hollywood. Das DVD-Format enthält zwar auch die gleichen Songs in der selben chronologischen Abfolge wie das Ton-Dokument, aber trotzdem bevorzuge ich persönlich das doppelstöckige Silbertörtchen. Denn im Gegensatz zur CD gerät auf der DVD die intime Stimmung des Konzerts immer wieder durch die lautlosen Einblendungen der Songtitel aus dem Fluss. Zwar wurde auf dem Live-Album auch zwischen den einzelnen Songs gefaded, aber besagte Einblendungen stehen anstelle der eigentlichen Ansagen von GLENN HUGHES, die zweifelsohne als Bindeglied zwischen den einzelnen Nummern fungieren. Hingegen wirken sich die stellenweise auf Nostalgie getrimmte Bildqualität sowie die klare und druckvolle Produktion (wohldosiertes und ausbalanciertes 5.1-Soundgefüge) äußerst positiv auf den Gesamteindruck aus. Trotz des bereits angesprochenen Kritikpunkts und des etwas dünngesäten Bonusmaterials (kleine Fotogalerie, diverse (Kurz)Interviews) ist es wirklich löblich, dass dieses Konzert vor elitärem Kreis auch für eine breitere Masse nicht nur auf Tonkonserve, sondern auch filmtechnisch festgehalten wurde. So gesehen eine wirklich sinnvolle Ergänzung zum Live-Doppeldecker.
P.S. Die DVD ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich. Zum einen in der üblichen Case-Version und zum anderen in der limitierten Special-Coverpak-Edition.

Sonny

Trackliste: 1. Can't Stop The Flood - 2. Higher Places - 3. Written All Over Your Face - 4. The First Step Of Love - 5. Sea Full - 6. Wherever You Go - 7. Coast To Coast - 8. Medusa - 9. Mistreated - 10. Getting Tighter - 11. You Keep On Moving

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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JEFF SCOTT SOTO/ Lost In Translation
  • Band: Jeff Scott Soto
  • Albumtitel: Lost In Translation
  • Spielzeit: 49:22 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: es gibt nur einen JSS
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nachdem uns Herr Soto erst vor einigen Wochen anhand der EP "Believe In Me" einen kleinen Vorgeschmack gegeben hat, schlägt dieser Tage nun das neue Album "Lost In Translation" hierzulande auf. Da die EP für JSS-Verhältnisse ziemlich soft ausgefallen ist, werden wahrscheinlich einige Leute befürchtet haben, dass auch das neue Album softer ausfallen könnte. Diese Befürchtungen haben sich gottlob nicht bestätigt, wie man schon nach dem ersten Durchlauf von "Lost In Translation" attestieren kann: Zwar sind mit der sehr melodischen und gefühlvollen Ballade "If This Is The End" und der von Pianoklängen untermalten Halbballade "Beginning 2 End" zwei ruhige Nummern am Start, in den JSS einmal mehr seine große Klasse für die sanften Momente beweist, aber das restliche Material rotzt und rockt außerordentlich gut nach vorn ab. Mit derartigen Eigenschaften wissen insbesondere der Opener "Believe In Me" (geile AOR-Nummer), der mörderische Groover "Drowning" und der übermächtige Stampfer "On My Own", dessen Reiz in den unwiderstehlich modernen und fetten Gitarren-Riffs steckt, den Zuhörer in den Bann zu ziehen. Außerdem sollte man sich unbedingt am lässig-flockigen "High Time" und der flotten Acoustic-Nummer "Sacred Eyes" versuchen, die den Silberling wunderbar abrunden. Leider kann ich hier weder zum Bonustrack "Dulce Lady" noch zum Bonus-Videotrack "If This The End" etwas sagen, da beide Nummern auf der hier vorliegenden Scheibe gänzlich verschwiegen werden. Was aber dem Hörgenuss, den "Lost In Translation" ohne Zweifel verbreitet, keinen Abbruch tut.

Sonny

Trackliste: 1. Believe In Me - 2. Soul Divine - 3. Drowning - 4. If This Is The End - 5. Lost In The Translation - 6. Doin’ Time - 7. High Time - 8. Beginning 2 End - 9. On My Own - 10. Find Our Way - 11. Sacred Eyes - 12. Dulce Lady (Bonus Track) - 13. Includes video: If This Is The End.

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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SAXON/ Lionheart
  • Band: Saxon
  • Albumtitel: Lionheart
  • Spielzeit: 49:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands: gibt's die überhaupt?
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Charteinstieg: 04.10.2004 Platz Nr. 44
  • weitere Platzierungen:
    11.10.2004 Platz Nr. 77
  • Wertung: 8/ 10

Review:
SAXON-Alben sind eigentlich so ziemlich über jeden Zweifel erhaben, denn ein richtig enttäuschendes oder gar schlechtes Album hat die NWOBHM-Legende seit der Veröffentlichung ihres selbstbetitelten Debüts (1979) noch nicht abgeliefert. Gut drei Jahre nach "Killing Ground" kommen sie nun mit ihrem neuen Studioalbum über den Kanal. Während dieser Zeit, die von Tourneen und Festival-Auftritten dominiert wurde, scheint die Band wieder richtig Blut geleckt zu haben. Vor allem bei Front-Ikone Biff Byford scheinen die verstärkten Live-Aktivitäten eine Art Blutverjüngung bewirkt zu haben, denn so spritzig und kraftgeladen wie er sich z. B. beim speedlastigen Opener "Witchfinder General", in dem er sich sogar in Sphären eines ROB HALFORDs sirent, oder beim straighten Kracher "Man And Machine" präsentiert, hat man ihn schon lange nicht mehr erlebt. Letztere Nummer, wie auch das von rockigen Gitarren dominierte "English Man`O´War", sind mit typischen SAXON-Refains ausgestattet und beißen sich regelrecht in der Gehirnrinde fest. Der Titeltrack und sein Intro "The Return" bilden hingegen eine sehr atmosphärische Epic-Nummer, die mit der für SAXON typischen Hymnenhaftigkeit und abwechslungsreichen Gitarrenparts zu fesseln weiß. Als weitere Earcatcher drängen sich der düstere Groover "Beyond The Grave" und der abschließende Dampfhammer "Flying On The Edge" auf. Fazit: "Lionheart" ist annähernd aus dem Holz geschnitzt, das "Solid Balls Of Rock" oder "Dogs Of War" zu Klassikern reif ließ.

Sonny

Trackliste: 1. Witchfinger General - 2. Man And Machine - 3. The Return - 4. Lionheart - 5. Beyound The Grave - 6. Justice - 7. To Live By The Sword - 8. Jack Tars - 9. Englisch Man'O'War - 10. Searching For Atlantis - 11. Flying On The Edge

Thanks to Martin @ SPV

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DOUBLE DIAMOND/ Stand Up And Fight
  • Band: Double Diamond
  • Albumtitel: Stand Up And Fight
  • Spielzeit: 49:42 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: frühere Helloween, Gamma Ray, Primal Fear, Judas Priest
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Obwohl die Belgier von DOUBLE DIAMOND schon seit über zwanzig Jahren ihr Unwesen in der europäischen Metal-Szene treiben, veröffentlichen sie mit "Stand Up And Fight" erst ihr zweites Studio-Album. Also ist es nicht unbedingt verwunderlich, dass diese Band bis dato noch nicht bis in meine Gemächer vorgedrungen ist. Bereits der wuchtige Opener "Dreams" zeigt deutlich was für die nächsten knapp 50 min auf dem Programm steht. - Nämlich bodenständiger True Metal der gehobenen Sorte, der trotz tieftriefender Metal-Klischees zu keinem Zeitpunkt Gefahr läuft im Kitschsumpf zu ersticken. Dabei orientiert sich der Fünfer vorwiegend an mitteleuropäischen/ deutschen Szenegrößen und stimmt diesen Sound stellenweise sehr gekonnt mit US-Metal-Elementen ab. Für diese Art von Mucke haben sie auch meines Erachtens mit Filip Lemmens genau den richtigen Sänger an Bord, denn er bewegt sich stimmtechnisch irgendwo zwischen Kai Hansen (GAMMA RAY) und Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR). Er gehört zwar nicht zur Champions League der europäischen Sänger, aber mit ein bisschen Spucke und Geduld könnte er sich zu einem ernstzunehmenden Aufstiegsaspiranten mausern. So setzen sich nach einigen Durchläufen das speedige "Ride The Wind", der Doublebass-Kracher "Father Of Time" und das holprig-melodische "Murder At Midnight" regelrecht in den Lauschern fest. Die absoluten Highlights dieser rundum gelungenen Scheibe sind allerdings die Schlacht-Hymne "Warriors Of Steel", die stellenweise die Genre-Leader MANOWAR in Erinnerung rufen, und das tempovariable "Be Strong". Bei zuletzt genannter Nummer wird der Zuhörer nach einem wilden Drum-Intro - aufgrund eines halbakustischen Parts - in den Glauben versetzt, dass es sich hier um eine Ballade handelt, aber schon ein paar Sekunden später wird er von nahezu reinrassigen Thrash-Riffs an die Wand geblasen. Ein richtig gutgemachtes Metal-Album, das bei traditionsbewussten Metalheads vor lauter Freude zu unentwegtem Herzrasen dürfte.

Sonny

Trackliste: 1. Dreams - 2. Ride The Wind - 3. Father Of Time - 4. Flash In The Sky - 5. The Seventh Seal - 6. Break The Chains - 7. Dying In The Name Of Peace - 8. Murder At Midnight - 9. Warriors Of Steel - 10. Be Strong - 11. Run If You Can

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


ARREST/ Night Stalker
  • Band: Arrest
  • Albumtitel: Night Stalker
  • Spielzeit: 55:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: a little bit of Manowar, Running Wild, U.D.O. and Ozzy Osbourne
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nachdem es in den letzten Wochen auf diesen Seiten härtetechnisch gesehen doch eher beschaulich zugegangen ist, wird es endlich mal wieder Zeit für eine geballte Dosis traditionellen, rohen und unverfälschten Heavy Metal. Da kommt die dritte Scheibe des Hanauer Vierers ARREST gerade recht. Nachdem sie ihre ersten beiden Scheiben in Eigenregie veröffentlicht haben, konnten sie für ihr neues Machwerk "Night Stalker" endlich einen Plattendeal an Land ziehen und sind somit in der Lage ihren eigenen Metal-Sound, der ohne die überstrapazierten Klischees irgendwo zwischen den früheren MANOWAR ("Same Old Story"), U.D.O und OZZY OSBOURNE anzusiedeln sein dürfte, auch an ein breiteres Publikum heranzutragen. Gelegentlich streut man auch orientalisch anmutende oder leicht verspielte Elemente ein, wie etwa beim Kracher "Running Process" oder der Midtempo-Nummer "Dancing On The Edge". Des weiteren bringen die Hymne "Solitary Man", in der Sänger Alex Weinrauch die geballte Power eines Herrn Dirkschneider mit der Dramatik eines Ozzy Osbournes paart, und die mit Klassik-Parts versehene 7min-Nummer "Silent Truth" sowie das epische Meisterwerk "Desperate Memories", das gitarrentechnisch Vergleiche zu IRON MAIDEN ziehen lässt, die Qualitäten der Band vollends zutage. Das ARREST durchaus in der Lage sind nicht nur melodische, sondern auch eingängige Songs zu schreiben davon zeugen "Where Are We Now?" (klingt beinahe wie S.I.N. on Heavy Metal) oder "Shadows Behind Me", das stellenweise das mystische Flair eines ROBERT MILES mit in das sonst traditionelle Soundgewand einwebt. Songwriter- und musiktechnisch ist somit wirklich alles in bester Ordnung. Sollte es den Herren um Alex Weinrauch (zudem noch Gitarrist und Keyboarder) allerdings gelingen, diese Qualitäten auch noch auf den Produktionssektor zu übertragen, dann dürfte die Band einer rosigen Zukunft entgegen sehen. So lange es solche Bands wie ARREST hierzulande gibt, braucht es uns um den deutschen Metal bestimmt nicht Bange sein.

Sonny

Trackliste: 1. Different Spheres - 2. Same Old Story - 3. Solitary Man - 4. Running Process - 5. Dancing On The Edge Of Chaos - 6. Night Stalker - 7. Silent Truth - 8. Shadows Behind Me - 9. Where Are We Now - 10. Desperate Memories - 11. The Prophecy - 12. The Other Dimension

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records

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TOYZ/ House Of Cards
  • Band: Toyz
  • Albumtitel: House Of Cards
  • Spielzeit: 53:14 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Foreigner, Bon Jovi, Axxis, Ram Jam, Van Halen
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Frankreich ist ja nicht unbedingt als sprudelnder Quell in Sachen Hard Rock bekannt, aber ab und an entspringen auch aus einem lauen Quellchen mitreißende Flüsse. Nicht ganz so gewaltig, aber doch ziemlich vielversprechend strömt das Debüt der Franzosen TOYZ durch die Boxen der heimischen Anlage. Klare Pluspunkte kann der Fünfer alleine schon dadurch sammeln, dass er hier nicht in seiner Muttersprache abrockt, sondern - für Franzosen nicht unbedingt üblich - der englischen Sprache den Vorzug gegeben hat. Musikalisch hat man dabei eine Melange aus FOREIGNER, BON JOVI ("She's A Star"), VAN HALEN ("New Love Is Blind") und AXXIS ("Anything To Prove") kreiert, die stellenweise mit der symphonisch-progressiven Würze von ERIK NORLANDER ("She's A Star") oder RAM JAM ("That's My Heart") veredelt wird. Gelegentlich zeigen unsere Nachbarn sogar verdammt viel Witz und Einfallsreichtum wie z. B. mit dem abschließenden schmissig-schmutzigen Stampfer "Spanish Nights", in den man ganz raffiniert Flamenco-Parts mit Kastanietten eingebaut hat. Unterm Strich bleibt ein abwechslungsreiches Album, dessen ausgewogene Dosierung zwischen keyboard- und gitarrenorientierten Rock einen weiteren großen Pluspunkt darstellt. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass "House Of Cards" nicht im VÖ-Dickicht dieser Tage erstickt, denn TOYZ haben eine faire Chance verdient.

Sonny

Trackliste: 1. Heart Beats Alone - 2. She's A Star - 3. Castle Of Cards - 4. Thrill Of Flesh - 5. Anything To Prove - 6. One Step To Hell - 7. That's My Heart - 8. I Will Return - 9. New Love Is Blind - 10. Big Ice Creams - 11. Spanish Nights

Thanks to Birgitt @ Germusica


BONRUD/ Bonrud
  • Band: Bonrud
  • Albumtitel: Bonrud
  • Spielzeit: 44:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Foreigner, Lou Gramm, Richard Marx, Journey, Mr. Mister, Boston, REO Speedwagon
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Hinter BONRUD verbirgt sich ein Melodic Rock-Projekt, bei dem der amerikanische Gitarrist und Producer Paul Bonrud federführend ist. Musikalisch bewegt sich das Trio im typischen Melodic Rock der 80er Jahre irgendwo zwischen RICHARD MARX, JOURNEY und FOREIGNER, was nicht zuletzt am Organ von Sänger David Hendricks liegt, das irgendwo zwischen Lou Gramm und RICHARD MARX anzusiedeln ist. Zwar fängt das selbstbetitelte Debüt mit der mitreißenden Rock-Hymne "Leap Of Frith", dem mächtigen Groover "The Phoenix" und dem gefühlvollen "Desperate Heart" sowie dem flotten Rocker "I've Changed" sehr hoffnungsvoll an. Aber spätestens nach dem ersten Drittel der Scheibe stellt sich doch leichte Ernüchterung ein, denn mit "Give Me Chance" und "Take Me Home" folgen Nummern die doch etwas belang- und überraschungslos im Midtempo-Bereich bzw. balladesk vor sich hinplätschern. Erst mit dem gitarrenbetonten Rocker "Date With Destiny" und dem eingängigen "Once In A Lifetime", das durch die Tempovariation zwischen Ballade und gepflegten Uptempo zu überzeugen weiß, zeigen sich BONRUD wieder von ihrer einfallsreicheren Seite. Mit der Semi-Acoustic-Nummer "Live Your Dreams" hat Herr Bunrud allerdings ein kleines Juwel zutage gefördert, der sich nicht hinter Klassikern von BOSTON oder REO SPEEDWAGON zu verstecken braucht. Fazit: Ein recht ordentliches Debüt, das aber sicherlich noch nicht das ganze Potenzial des Multitalents offenbart.

Sonny

Trackliste: 1. Leap Of Faith - 2. The Phoenix - 3. Desperate Heart - 4. I've Changed - 5. Give Me A Chance - 6. Take Me Home - 7. Date With Destiny - 8. Once In A Lifetime - 9. Live Your Dreams - 10. Look Me In The Eyes - 11. Hollywood Movie Star

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


BLACKMORE'S NIGHT/ Beyond The Sunset - The Romantic Collection
  • Band: Blackmore's Night
  • Albumtitel: Beyond The Sunset - The Romantic Collection
  • Spielzeit: CD: 55:23 min/ DVD: ca. 23 min/ Bonus-CD: 12:35 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Es war ja nun wirklich nur noch ein Frage der Zeit, wann BLACKMORE'S NIGHT nach ihren vier sehr erfolgreichen Studio-Alben und dem Live-Doppelalbum "Past Times With Good Company" nun endlich auch eine Zusammenstellung ihrer romantischsten Songs veröffentlichen würden. Unter den vierzehn Titeln auf "Beyond The Sunset - The Romantic Collection" tummeln sich altbewährte Hits wie z. B. das allseits bekannte "Wish You Where Here", das JOAN BEAZ-Cover "Diamonds & Rust" oder das orientalisch anmutende "I Still Remember", sowie zwei Neuaufnahmen ("Ghost Of A Rose"/ "Now And Then" und ein neuer Titel namens "Once In A Million Years". Über die beiden Neueinspielungen und den neuen Song kann ich mich leider nicht äußern, da mir zur Besprechung lediglich das Bonus-Material vorliegt. Das wären zum einem eine kurze DVD und zum anderen eine Bonus-CD mit stimmungsvollen Weihnachtsliedern. Diese kleine, aber feine DVD präsentiert das Minne-Duo und seine Spielleute im stilgerechten Ambiente auf ihrem Konzert in Solingen. Die fünf Darbietungen (u. a. "Morning Star", "Play Minstrel Play" oder "Under A Violet Moon") sind eine echte Augen- bzw. Ohrenweide und stellen einen genussvollen Appetizer auf die bald kommende und abendfüllende DVD dar. Auf der Bonus-CD veredeln Ritter Richtie Blackmore und Burgfräulein Candice Night ihren mittelalterlichen Sound erstmals mit weihnachtlichen Klängen und Texten. Unter den drei Nummern hinterlassen allem voran das majestätisch schreitende "We Three Kings" und das besinnliche "Christmas Eve" einen sehr stimmungsvollen Eindruck. Fazit: Aufgrund der DVD-Beilage dürfte "Beyond The Sunset - The Romantic Collection" nicht nur für Neueinsteiger, sondern auch für die hartgesottene Fan-Gemeinde ein willkommener Begleiter durch die "stade Zeit" sein. Also lehnt euch entspannt zurück und nehmt euch ruhig Zeit zum Träumen.

Sonny

Trackliste: 1. Once In A Million Years (neuer Song) 4:31 - 2. Be Mine Tonight 2:52 - 3. Wish You Were Here 5:04 - 4. Waiting Just For You 3:17 - 5. Durch Den Wald Zum Bach Haus 2:33 - 6. Ghost Of A Rose (neu aufgenommene Version) 5:41 - 7. Spirit Of The Sea 4:52 - 8. I Still Remember 5:42 - 9. Castles And Dreams 3:34 - 10. Beyond The Sunset 3:45 - 11. Again Someday 1:41 - 12. Diamonds And Rust 4:53 - 13. Now And Then 3:13 (neu aufgenommene Version) - 14. All Because Of You 3:34

Bonus DVD :
1. Written In The Stars 2:42 - 2. Morning Star 5:08 - 3. Play Minstrel Play 5:27 - 4. Minstrel Hall 4:18 - 5. Under A Violet Moon 4:57

Bonus Christmas CD:
1. Emanuel 3:30 - 2. We Three Kings 4:47 - 3. Christmas Eve 4:20

Thanks to Martin @ SPV

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RING OF FIRE/ Lapse Of Reality
  • Band: Ring Of Fire
  • Albumtitel: Lapse Of Reality
  • Spielzeit: 68:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Yngwie Malmsteen, Europe, Asia, Queen
  • Veröffentlichung: 20.09.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Eigentlich sind mir bisher sämtliche RING OF FIRE-Album auf Anhieb ins Ohr gegangen, aber ich muss gestehen, dass ich mit dem mittlerweile dritten Studio-Album der Band um ex-YNGWIE MALMSTEEN-Goldkelchen Mark Boals leichte Schwierigkeiten habe. Dieser Umstand mag damit zusammenhängen, dass die musikalische Gangart wegen des Weggangs von Tastenwizard Vitalij Kuprij leicht korrigiert wurde. Zwar wandert die Band noch gelegentlich auf neoklassisch angehauchten Pfaden ("Change"), aber mit dem neuen Tastenmann und Rhythmusgitarristen Steve Weingart gehen die Wege mehr in Richtung des symphonischen und progressiven Hard Rocks. An und für sich eigentlich kein Kritikpunkt, denn man kann Herrn Boals & Co. bestimmt nicht vorwerfen, dass sie selbst kopieren und stiltechnisch stagnieren. Trotzdem scheinen sich die Herrschaften nicht 100%ig sicher zu sein, in welche Richtung es zukünftig gehen soll, denn sie pendeln für meinen Geschmack während der 13 Songs etwas zu häufig zwischen den genannten Stilelementen hin und her. Als Anspieltipps möchte ich den pompösen Opener und Titeltrack, der in den Chören an die goldenen Tage von ASIA erinnert, und das flockig groovende "Change", das stellenweise den Geist der früheren EUROPE in sich trägt, allerdings nicht vorenthalten. Unbestrittene Höhepunkte des Albums sind aber zweifelsohne die gefühlsintensive Piano-Ballade "You Where There" und die Frickel-Hymne "Own Little Mystery", in denen Mark Boals einmal mehr seinen Status als Ausnahmesänger untermauert. Hätten sich mit der modern-frickligen "Machine" und dem monotonen Groover "Don't Know (What You Talking About)" nicht zwei schwache Songs eingeschlichen, könnte man trotz der bereits erwähnten stilistischen Unentschlossenheit von einem verdammt starken Album sprechen.

Sonny

Trackliste: 1. Lapse of Reality - 2. Saint Fire - 3. Change - 4. That Kind Of Man - 5. You Were There - 6. Perfect World - 7. Machine - 8. The Key - 9. Don't Know (What You're Talking About) - 10. One Little Mystery - 11. Darkfall - 12. Faithfully 13. Lapse of Reality (Long Version)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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SHAKRA/ My Life - My World (DVD/ CD)
  • Band: Shakra
  • DVD/ Album: My Live - My World
  • Spielzeit: DVD: ca. 170 min/ CD: 70:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Point Music
  • Vergleichbare Bands: AC/DC, Krokus
  • Veröffentlichung: 15.09.2004
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Ihr erstes Live-Album veröffentlichten die Eidgenossen bereits nach ihren ersten beiden Studio-Langrillen und stellten damit einem breiteren Publikum ihre enorme Live-Power unter Beweis. Zwei Studio-Silberlinge und einen Sängerwechsel später kommt der Fünfer nun mit seiner ersten DVD "My Life - My World" über die Alpen. Um die unbändige Spielfreude der Band auch stilgerecht auf Bild- und Tonkonserve umzusetzen, hat man eigens am 13. März einen Gig im Schweizer Kult-Hard Rock-Tempel Z7 zu Pratteln angesetzt, der zur Krönung auch noch über den Schweizer Radiosender DRS 3 live übertragen wurde. Beste Tonqualität ist man ja mittlerweile aus dem Hause SHAKRA gewöhnt, aber auch in der Bild- und Schnitttechnik haben die Mannen um das Gitarristen-Duo Thom Blunier und Thomas Muster nichts dem Zufall überlassen. Von der Setlist (Best Of-Programm im wahrsten Sinne des Wortes) über die Performance und Pyro-Effekte bis hin zur Bühnen-, Beleuchtungs- und Aufnahmetechnik (Dolby Digital 5.1) spielt sich einfach alles auf einem Top-Level ab. Dabei erstreckt sich gut die Hälfte der Setlist über das aktuelle Studioalbum "Rising", während sich die andere Hälfte aus den drei Alben zusammensetzt, die vom früheren Sänger Piet Wiedmer eingesungen wurden. Gerade bei älteren Nummern zeigt sich, dass SHAKRA mit Mark Fox einen echten Glücksgriff gemacht haben, denn er ist seinem Vorgänger nicht nur gesangstechnisch ebenbürtig, sondern verleiht dem Bühnensound von SHAKRA noch etwas mehr Rotzigkeit und Roughness. Man führe sich nur die coole und freche Bühnenperformance bei Songs wie "Watching You", "She's My Pride" oder "Hand On The Trigger" vor Augen, die der Jungspund an den Tag legt. Mit einer unglaublichen Lässig- und Spritzigkeit präsentiert er das ältere Material, sodass man fast glauben könnte er wäre schon seit ewigen Zeiten der Sänger von SHAKRA. Da auch die anderen Musiker in punkto Spielfreude ihrem Frontmann nicht im Geringsten nachstehen und sich zudem setlisttechnisch ein Killer an den anderen reiht, ist über 1 1/2 Stunden eine furiose Rockparty angesagt. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass es der Band mit dieser DVD perfekt gelungen ist, ihre unbändige Live-Power einzufangen und sie in die heimischen Wohnzimmer zu transportieren. Zudem wartet das Medium noch mit sehr informativen und unterhaltsamen Interviews auf, in denen die Bandkumpels in charmanten Schwiizertütsch gegenseitig übereinander Auskunft geben. Aber dass ist noch nicht alles: Da diese atemberaubende DVD auch noch eine Live-CD des Konzerts im Gepäck hat, könnt ihr dieses Vergnügen auch außerhalb der eigenen vier Wände genießen. Leider musste man gegenüber der DVD bei dieser CD aufgrund Platzmangels auf solche Perlen wie "She's My Pride", "Too Close", "Who's Got The Rhythm" und "Wonder" (inklusive Schlagzeug-Solo) verzichten. Aber nichtsdestotrotz ist "My Live - My World" eine großartige Momentaufnahme des bisherigen Höhepunkts einer phantastischen Band, die für alle Ewigkeit zum Pflichtprogramm eines jeden Hard Rock-Fans gehören wird. Hier kann man nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Danke SHAKRA!!!

Sonny

Trackliste: DVD: 1. Now Or Never - 2. Done Me Wrong - 3. Too Good For Me - 4. Watching You - 5. Sign In The Sky - 6. Little Stories - 7. She's My Pride - 8. I Will Be There - 9. Anything - 10. Too Close - 11. Who's Got The Rhythm - 12. Rising High - 13. My Life - My World - 14. Trapped - 15. Don't Try To Call - 16. Nothing To Lose - 17. Why Dont't You Call Me - 18. Hands On The Trigger - 19. Wonder

CD: 1. Now Or Never - 2. Done Me Wrong - 3. Too Good For Me - 4. Watching You - 5. Sign In The Sky - 6. Little Stories - 7. I Will Be There - 8. Anything - 9. Rising High - 10. My Life - My World - 11. Trapped - 12. Don't Try To Call - 13. Nothing To Lose - 14. Why Don't You Call Me - 15. Hands On The Trigger

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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THE JELLY JAM/ 2
  • Band: The Jelly Jam
  • Albumtitel: 2
  • Spielzeit: 45:37 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Kings X, Black Sabbath, Beatles, Jane's Addiction
  • Veröffentlichung: 13.09.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Ursprünglich hat sich JELLY JAM aus dem Projekt PLATYPUS herauskristallisiert. Hinter dieser Band stecken der KING'S X-Sänger und -Saitenvirtuose Ty Tabor, der Tieftöner John Myung (DREAM THEATER) sowie der Schlagzeuger und Globetrotter Rod Morgenstern (DIXIE DREGS). Aufgrund des LineUp sitzt man leicht dem Irrglauben auf, dass es sich hier um eine simple Stil-Vermengung der eigentlichen Hauptbands handeln könnte. - Im Gegenteil! Im Sound des Trios machen sich Elemente aus 40 Jahren Rock-Geschichte breit, wobei sich arrangementtechnisch die 70er Jahre wie ein roter Faden durch das gesamte Album ziehen (die BEATLES lassen grüßen). Nach einigen Durchläufen entwickeln sich der halbakustische Stampfer "Coming Round" und der bleischwere Schleicher "Empty", der mit doomlastigen Riffs und melodisch-verzerrten Gesangspassagen aus den Boxen wummert, sowie der mehrstimmige Groover "She Was Alone" zu wahren Ohrwürmern. Außerdem lassen sich noch das beinahe Instrumental "Drop The Gun", welches phasenweise an die DIRE STRAITS erinnert, und das sehr atmosphärische "Angel Or Devil" als Anspieltipps aufführen. Obwohl jeder der Herren an seinem Instrument zur ersten Garde gehört, verzichten sie auf jegliche Anfälle von Egoismus und legen ihr Hauptohrenmerk auf den jeweiligen Song. Ein sehr anspruchvolles Rock-Album, das mit dem sehr gewöhnungsbedürftigen Bizarr-Rocker "War Is ..." leider auch einen Ausrutscher nach unten verzeichnet.

Sonny

Trackliste: 1. Not Today 3:22 -2. Coming Round 3:37 - 3. Empty 5:24 - 4. Drop The Gun 3:04 - 5. Allison 5:32 - 6. Maybe 4:45 - 7. She Was Alone 4:34 -8. Angel Or Devil 4:50 - 9. You Don't Need Me Anymore 2:40 - 10. Runaway 3:15 - 11. War Is... 3:27 - 12. Message 0:36

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


VARIOUS ARTISTS/ Six Strings, Twelve Strings - Tribute To The Scorpions
  • Band: Various Artists
  • Albumtitel: Six Strings, Twelve Stings - Tribute To The Scorpions
  • Spielzeit: 50:32 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: na, wer wohl?
  • Veröffentlichung: 13.09.2004
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Da ich mittlerweile ein Freund von Tribute-Alben geworden bin und auch die SCORPIONS (von einigen Ausnahmen abgesehen) zu meinen absoluten Favorites gehören, habe ich "Six Strings, Twelve Stings" mit großen Erwartungen in den CD-Player geschoben. Zwar fängt der Silberling mit dem von Kelly Hanson intonierten "Rock You Like A Hurricane" richtig gut an, aber schon die quietschende Interpretation der Klassiker-Ballade "Still Loving You" von KIX-Fronter Steve Whiteman lässt schon erstmals den Halsmuskel vor Schreck erstarren. Obwohl das rotzige Organ von Kevin DeBrow (QUIET RIOT) dem Kracher "Big City Nights" recht gut zu Gesicht steht, kommt diese Version - nicht zuletzt wegen der scheppernden Drums - auch nicht viel besser weg. Noch grausamer wird es allerdings bei "Black Out", das TUFF-Shouter Stevie Rachelle mit seinem kreischenden Gekrächze verhunzt hat. Aber keine Angst, Durchhaltevermögen macht sich bei dieser Scheibe wirklich bezahlt, denn nach viel Schatten kommt in Form des lässigen "The Zoo" (Jizzy Pearl, LOVE/HATE) und des spacig-rockenden "Trance" (Kory Clarke, SPACE ACE COWBOYS) auch wieder die Sonne etwas zum Vorschein. Die einzigen echten Glanzlichter dieser Scheibe sind allerdings "He's A Woman, She's A Man" (John Corabi, UNION/ ex-MÖTLEY CREW) und "Holiday", das von Ausnahmesänger Paul Shortino (ROUGH CUTT) fast inbrünstig vorgetragen wird. Äußerst positiv schlagen die Interpretationen der einzelnen Gitarrensolos zu Buche, denn ex-DOKKEN-Klampfer George Lynch hat die Parts nicht einfach 1:1 nachgespielt, sondern durchaus seine eigenen Ideen mit eingebracht. Bedauernswerterweise hat Herr Lynch, der hier mit einer kompletten Band am Start ist, diesen Ideenreichtum bei der Produktion vermissen lassen, denn der Großteil des Materials kommt soundtechnisch nicht über Demo-Qualität hinaus, was natürlich unweigerlich Abzug in der B-Note zur Folge hat. Wenn man allerdings das informative und schöne Booklet oder die nicht gerade alltägliche Trackinglist in die Gesamtwertung mit einbezieht, dann gestaltet sich "Six Strings, Twelve Stings - Tribute To The Scorpions" als recht interessantes Tribute-Album.

Sonny

Trackliste: 1. Here I Am (Rock You Like A Hurricane) - 2. Still Lovin' you - 3. Fallin In Love - 4. Big City Nights - 5. Blackout - 6. No One Like You - 7. The Zoo - 8. Steamrock Fever - 9. In Trance - 10. He's A Woman, She's A Man - 11. Holiday - 12. Lovedrive

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


PULSE/ Worlds Apart
  • Band: Pulse
  • Albumtitel: Worlds Apart
  • Spielzeit: 59:35 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Magnum, Dare, Heartland
  • Veröffentlichung: 13.09.2004
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Manchmal gibt es einfach Scheiben, die den Rezensenten fast an den Rande eines Nervenzusammenbruchs treiben. Zu jener Gattung darf man mit Sicherheit auch das zweite Werk von PULSE zählen, da die Widersprüche auf diesem Album kaum zu überhören sind. Einerseits scheint musikalisch und songwritertechnisch alles im grünen Bereich, denn die Band um Gitarrist Vince O'Regan hat ein wirklich gutes Gefühl für eingängige Melodien und schöne Harmonien, aber andererseits bewiesen sie mit der soundtechnischen Bearbeitung von "Worlds Apart" ein weniger glückliches Händchen. Die Produktion ist dermaßen dünn, schwachbrüstig und drucklos ausgefallen, dass es schon ziemlich nahe an der Grenze des Zumutbaren liegt. Dieser Sound verdeckt wie ein Cumulonimbus das Licht der Sonne, sodass eigentliche Perlen wie der schleppende Midtempo-Track "Feels Like The First" oder die Hymne "Do It Again" ihren strahlenden Glanz nicht restlos entfalten können. An diesem mittleren Sound-Debakel kann leider auch die gefühlvolle und abschließende Semi-Acoustic-Nummer "No Turning Back" nichts mehr ändern. Wirklich sehr schade, denn mit einem besseren Sound wäre sicherlich eine Top-Note fällig gewesen.
L

Sonny

Trackliste: 01. Nothin I Can Do About It - 02. Worlds Apart - 03. Price Of Loving You - 04. Talk To My Heart - 05. Lost Without You - 06. Your Not Alone - 07. Feels Like The First Time - 08. Break The Chain - 09. Do It All Again - 10. In Your Eyes - 11. No Turning Back

Thanks to Sebastian @ MTM Music


MICHAEL SADLER/ Clear
  • Band: Michael Sadler
  • Albumtitel: Clear
  • Spielzeit: 55:25 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MSI Records/ ProgRock Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Saga, ABC mit einem Hauch von QUEEN
  • Veröffentlichung: 07.09.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
MICHAEL SADLER ist aufgrund seines markanten Organs mit Sicherheit maßgeblich am großen und kontinuierlichen Erfolg der kanadischen Prog Rock-Band SAGA beteiligt. Obwohl er schon 1998 auf Drängen seiner Fans mit "Back Where You Belong" ein Solo-Album veröffentlicht hat, darf man "Clear" als das offizielle Solo-Debüt bezeichnen, denn der erste Silberling wurde seinerzeit nur sehr limitiert übers Internet vertickt. Auf der vorliegenden Scheibe sind zwölf Songs vertreten, die sich aus komplett neuem Material - als auch aus überarbeiteten Nummern von "Back Where You Belong" - zusammensetzen. Stilistisch lässt sich "Clear" wahrscheinlich am ehesten als eine Kombination von softrockenden SAGAs und rocklastigen ABCs umschreiben, die mit einem leichten Hauch von QUEEN ("Lonely") gekrönt wird. Da sich die gesamte Scheibe auf einem verdammt hohen Niveau abspielt und mit ausgeklügelten Arrangements zu überzeugen weiß, fällt es richtig schwer bestimmte Nummern hervorzuheben. Doch damit man sich ein Bild über die abwechslungsreiche und soft-bombastische Melodic Rock-Scheibe machen kann, sollte man sich unbedingt das gospelartige "Too Much Time On My Hands", "I'm Not The Enemy", das stellenweise an AL CORLEYs "Square Rooms" erinnert und mit seichten Rap-Passagen zu glänzen weiß, oder die bittersüße Ballade "Can't Let You Go" (hätte RICHARD MARX nicht besser gekonnt) zu Gehör führen. Zu meinen ganz persönlichen Favoriten zählen allerdings der sphärische Opener "Who's Sorry Now" und die kindlich verspielte, aber trotzdem fettrockende Hymne "One Minute". Obwohl "Clear" vielleicht etwas zu soft ausgefallen ist, dürfte die Scheibe wohl zum Pflichtprogramm der SAGA-Anhängerschaft gehören. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass der Sänger mit diesem Album eine neue Fanklientel ansprechen wird. Mit ein bisschen Glück könnte die perfekt produzierte Scheibe sogar über den Insider-Status hinaus kommen, denn die Qualität und das Potenzial dazu hat sie allemal.

Sonny

Trackliste: 01. Who's Sorry Now - 02. Who's Foolin' Who - 03. Too Much Time on my Hands - 04. I'm Not The Enemy - 05. Can't Let Go - 06. Lonely - 07. One Minute - 08. In The Name of Love - 09. Why We Lie - 10. One Heart - 11. Surrender Your Heart - 12. Clear

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

weitere Reviews über MICHAEL SADLER:
SAGA/ Worlds Apart Revisited
SAGA/ Trust
SAGA/
Marathon


KICK AXE/ IV
  • Band: Kick Axe
  • Albumtitel: IV
  • Spielzeit: 59:45 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Helix + Yes, Uriah Heep und Led Zeppelin (stellenweise)
  • Veröffentlichung: 06.09.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
KICK AXE hatten in den 80ern drei gute - bisweilen exzellente - Alben veröffentlicht und zählen mit Sicherheit zu den besten Hard Rock-Bands, die Kanada damals zu bieten hatte. Nach 17jähriger Pause tauchen sie nun wieder wie Phönix aus der Asche wieder auf und präsentieren dem Hard Rock-Fan auf ihrem vierten Album, das man schlicht mit "IV" betitelt hat, vierzehn neue Songs. Stilistisch bewegt sich der Fünfer dabei im typischen klassisch angelegten kanadischen Heavy Rock, der gelegentlich mit Pomp Rock-Elementen von YES ("Turn To Stone"/ "Do You Know") oder der Dramatik LED ZEPPELIN ("City Lights"/ "Who Knows Ya") durchsetzt wird. Stellenweise scheinen sich auch Einflüsse von URIAH HEEP breit zu machen, denn "Time" erinnert vom Groove her schon beinahe eklatant an den Klassiker "Lady In Black". Nichtsdestotrotz besitzt der Sound von KICK AXE, nicht zuletzt wegen des beinahe kraftvoll-lethargischen Organs von Sänger Gary Langen, einen ziemlich hohen Wiederkennungswert. Als Anspieltipps sollte man sich unbedingt das mächtig stampfende "Who Says", den bodenerschütternden Groover "Rock 'N' Roll Dog" und die Magie versprühende Low/ Midtempo-Nummer "The Only Ones Here" unbedingt heranziehen, die sich allesamt im letzten Viertel der Scheibe tummeln. Warum man sich allerdings die besten Songs bis zum Schluss aufgehoben hat, ist mir wirklich ein Rätsel. Eine andere Anordnung der Songs hätte der guten Scheibe vielleicht noch etwas mehr Feuer verliehen. Sei's drum, die Scheibe dürfte für Liebhaber des Canadian Rocks ein gefundenes Fressen sein, aber auch Freunde des Pomp Rocks könnten sich stellenweise von "IV" angesprochen fühlen.

Sonny

Trackliste: 01. Right Now (4:37) - 02. Rockin Daze (4:21) - 03. Consolation (4:36) - 04. Turn To Stone (3:55) - 05. Do You Know (3:56) - 06. Who Knows Ya (4:28) - 07. Woe (3:30) - 08. Time (4:25) - 09. Slip Inside My Dream (4:06) - 10. Who Says (2:47) -11. Rock n Roll Dog (3:02) - 12. Black Heart (4:37) - 13. City Lights (5:59) - 14. The Only Ones Here (4:45)

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über KICK AXE:
KICK AXE/ Rock The World (re-release)


NORTHERN TALES/ Melancoma
  • Band: Northern Tales
  • Albumtitel: Melancoma
  • Spielzeit: CD: 44:44 min/ DVD 50:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: TTS Media/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: In Flames, Sencented, Moonspell
  • Veröffentlichung: 06.09.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Gelegentlich stürze ich mich ja auch gerne in die düsteren Untiefen des Metals, aber mit Death Metal-Bands aus deutschen Landen konnte ich bisher noch nie so richtig warm werden. Daher waren meine Erwartungen auch nicht besonders hoch, als ich das neueste Machwerk von NORTHERN TALES in den Rotations-Schacht meiner CD-Mühle steckte. Doch das recht melodische Intro und die fetten Riffs vom schwungvollen Opener "Heads Or Jails" machten mich sofort hellhörig und spätestens beim extrem eingängigen "Pathless Field" ertappte ich mich wie ich vorsichtig mit dem Kopf zu nicken anfing. Das schöne am Sound von NORTHERN TALES ist - neben den sehr melodischen und relativ harmonischen Arrangements - das extrem variable Organ von Sänger Danyel Rohr, das vom gefühlvollen Gesang eines Fernando Ribeiro (MOONSPELL) über Warrel Danes (NEVERMOORE) charismatisch-psychotischen Vocals bis zum bleischweren Growling und markdurchdringenden Screaming reicht. Genauso facettenreich wie die stimmliche Bandbreite des Sängers ist, präsentiert sich auch die musikalische Ausrichtung des Bremer Quintetts, denn im Sound von NORTHERN TALES verwischen sich die Grenzen von Gothic-, Black- und Death Metal. Daher sollte man sich die eindrucksvolle Ballade "Call Of Despair" oder den kontrastreichen Kracher "The Other Side", der seine düstere Magie aus den Übergängen zwischen furchteinflössenden Growls und hymnischen Gesangspassagen zieht, unbedingt als schwergewichtige Überzeugungsargumente auf seinem Einkaufszettel notieren. Des weiteren schlagen das aufpeitschende "Shed No Tear" und die abschließende Acoustic-Nummer "In Filth We Crawl" (im Original auf "Bloodporn Industries") positiv zu Buche. Wie es im Hause TTS Media Music mittlerweile bei ihren Priority Releases gute Tradition ist, wird dem Fan für den Preis von einer CD nicht nur das Album in gewohntem Stereo-Sound, sondern auch noch eine Audio-DVD im aufwendigen 5.1 Surround-Verfahren offeriert. Durch diese neue Aufnahmetechnik wird der peitschend-schweren Rhythmus-Arbeit von Drummer Armin Wätjen und Tieftöner Nils Schimanski, dem filigran-aufwühlenden Gitarrenspiel von J. R. Friede und dem besitzergreifenden Gesang von Danyel Rohr noch mehr an Intensität verliehen. Aber damit noch nicht genug, denn mit der Acoustic-Nummer "I Will Remember" hat man eine zusätzliche Nummer aus dem Vorgänger-Album, die nochmals für verschärfte Gänsehaut sorgt, im 5.1-Digital Format draufgepackt. Also, wenn das nicht "value for money" ist, dann weiß ich's auch nicht! Zwar schleicht sich hin und wieder eine Nummer ein, mit der ich nicht besonders viel anzufangen weiß (z. B. das Instrumental "Melancoma"), aber durch die zwei Silberlinge habe ich auf alle Fälle Lust bekommen, die beiden ersten Alben ("A Vocalist's Diary"/ 2000 und "Bloodporn Industries"/ 2002) anzutesten.

Sonny

Trackliste: CD: 01. Heads Or Tails - 02. Satanic Sideshow - 03. Pathless Field - 04. Empty Screen - 05. Call Of Despair - 06. The Other Side - 07. Melancoma - 08. Shed No Tear - 09. Thirst Noone Can Satisfy - 10. In Filth We Crawl [acoustic]
Audio DVD: 01. Heads Or Tails - 02. Satanic Sideshow - 03. Pathless Field - 04. Empty Screen - 05. Call Of Despair - 06. The Other Side - 07. Melancoma - 08. Shed No Tear - 09. Thirst Noone Can Satisfy - 10. I Will Remember [acoustic] - 11. In Filth We Crawl [acoustic]

Thanks to Sönke @ TTS Media


CHAIN/ Chain.exe
  • Band: Chain
  • Albumtitel: chain.exe
  • Spielzeit: 79:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: ProgRock Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Ayreon, Hubi Meisel, Savatage
  • Veröffentlichung: 01.09.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Momentan scheinen sich die Ereignisse (sprich Veröffentlichungen) im Hause Pauly zu überschlagen. Zum Ende des letzten Jahres bescherte er uns mit dem FRAMESHIFT-Erstling (feat. James LaBrie) ein tolles Weihnachtsgeschenk, um im April diesen Jahres seine geniale Solo-Scheibe "13 Days" folgen zu lassen. Obwohl er momentan mächtig mit seiner Rock-Oper "Babysteps" beschäftigt ist, hatte er noch genügend Zeit um den zweiten CHAIN-Output "chain.exe" in trockene Tücher zu bringen. Da ich mich generell nicht als Prog-Puristen bezeichne, war ich in Anbetracht der Länge (38:08 min) des 7teiligen Openers "Cities" erst mal richtig geschockt, denn hinter derartig langen Songs verbergen sich zumeist endloslange Frickelorgien, mit denen sich normalkonsumierende Rock-Fans weder zu identifizieren wissen, geschweige denn selbige nachvollziehen können. Zu meiner großen Verwunderung ließ mich der mächtig groovende und erhabene erste Part des halbstündigen Openers meine anfangs gehegten Vorurteile ziemlich schnell über Bord werfen. Vielmehr fühle ich mich stellenweise äußerst angenehm an das letzte Meisterwerk des Wahl-Münchners HUBI MEISEL erinnert. Über die verschiedenen Parts werden die Ohren mit wunderschönen Saxophon-Solos, hauchzarten und ausdruckstarken - stellenweise exotisch anmutenden - Gesangspassagen, A Capella-Einlagen sowie klassik- und gospellastigen Charme gestreichelt. Es soll jetzt hier aber nicht der Eindruck entstehen, dass hier weichspülermäßig zu Werke gegangen wird. Im Gegenteil, hier wechseln sich die eben genannten Komponenten mit mörderischen Grooves, genial-filigranen Gitarreneinlagen, röhrenden Hammonds, treibender Rhythmusarbeit, sowie erfrischenden Acoustic- und belebenden Pianoparts effektvoll ab. Diese Nummer begleitet den Zuhörer während ihrer sieben Teile auf einer Reise durch Musikrichtungen wie Blues, Soul, Jazz, Rap, Hardcore, Rock, Metal, Musical, Klassik oder Science Fiction, wobei man mit jedem Durchlauf wieder aufs Neue überrascht wird. Für diesen Epos konnte man - neben Jody Ashworth (TSO), Edward Heppenstahl und Maya Hadi - keinen Geringeren als den SAGA-Sänger Michael Sadler als Special Guest gewinnen. Durch die folgende, relativ "simple" gestrickte Power-Ballade "She Looks Like You", die gut und gerne auf Herrn Pauly's Solo-Scheibe hätte stehen können, wird uns eine willkommene Verschnaufpause kredenzt, bevor es mit "Eama Hut" wieder heftiger zur Sache geht. Obwohl keines der Bandmitglieder sein Können unter den Scheffel stellt, beschränkt sich der Frickelfaktor auf ein äußerst songdienliches Maß, wie sich u. a. an Songs wie besagtem "Eama Hut", das zwischen aggressiven Hardcore- und gefühlvollen Acoustic-Parts, sowie von SAVATAGE angehauchten melodischen Elementen galant hin- und herpendelt, oder dem spannend umgesetzten SAGA-Klassiker "Hot To Cold" gut nachvollziehen lässt. Diese Nummer wird wiederum von Michael Sadler vorgetragen, aber im Gegensatz zum Original endet dieses Cover mit einem wunderschönen, mittelalterlich anmutenden Akustikpart, der durch den lieblichen Gesang von Maya Haddi perfekt abgerundet wird. Mit dem abschließenden und nachdenklichen 10min-Epos "Last Chance To See", das mit dem Gesang von Victoria Trevithick und Mike Keneally (der hier zudem noch ein geniales Gitarren-Solo abliefert) veredelt wurde, haben CHAIN sogar eine Nummer am Start, mit der sie auch bei Melodic Rock-Fans ordentlich punkten dürften. Ein wirklich unterhaltsames und abwechslungsreiches Album, das Stephan Kernbach (Keyboards), Henning Pauly (Gitarren), Matt Cash (Vocals), Christian Becker (Bass) und Eddie Marvin (Drums) unter der Mithilfe von diversen Gastmusikern eingespielt haben. "chain.exe" hat einfach alles, was ein gutes Progressive Rock-Album auszeichnet. Obwohl das Material stellenweise Vergleiche zu AYREON zulässt, besitzen die Einfälle, das Songwriting und die Umsetzungen von CHAIN und Henning Pauly hundertmal mehr Qualität, Komplexität und Spontaneität als jene des momentan auch so angesagten Arjen Lucassen. Hier besteht Kaufpflicht für jeden Prog-Fan, der etwas auf sich hält. Also nichts wie ab zu
www.justforkicks.de!

Sonny

Trackliste: 1. Cities part 1 - 2. Cities part 2 - 3. Cities part 3 - 4. Cities part 4 - 5. Cities part 5 - 6. Cities part 6 - 7. Cities part 7 - 8. Eama Hut - 9. She Looks Like You - 10. Never Leave The Past Behind - 11. Hot To Cold (Saga cover tune) - 12. Last Chance To See You

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

weitere Reviews über CHAIN:
CHAIN/ Chain.exe (limited edition/ DVD)


RESPAWN/ Nature's Foul Child
  • Band: Respawn
  • Albumtitel: Nature's Foul Child
  • Spielzeit: 24:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: Nevermore, Overkill, Cradle Of Filth
  • Veröffentlichung: ??.09.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Bereits vor zwei Jahren ließen mich die Berliner mit ihrer selbstbetitelten EP erstmals aufhorchen und vermochten mich ihrer Mischung aus der düster-schizophrenen Seite von NEVERMORE, melodischen Thrash-Elementen a la KREATOR und der Dramatik von ICED EARTH durchaus zu überzeugen. Zwar schimmern diese Einflüsse gelegentlich noch etwas durch, aber im Großen und Ganzen geht die Band auf "Nature's Foul Child" etwas kompromissloser und eigenständiger - mit einem leichten Hang zur progressiven Marschrichtung ("Disperse The Shadows") - zu Werke. Obwohl sich alle fünf Songs auf ziemlich gleichmäßig hohen Niveau abspielen, möchte ich den brachial-melodischen Thrasher "Witness My... (The Dead)" und den folgenden Nackenbrecher "Edge Of Hostility", der von der melodischen Gitarrenarbeit des Duos Eddie Mond/ Matthias Busch und dem Schneidbrenner-Organ von Roland Peters lebt, gesondert hervorheben. Außerdem haben RESPAWN mit Clemens Glombitza (Bass) und Felldrescher Shumon Chakrabarti eine Rhythmus-Fraktion zur Seite, die dem Material einen gehörigen Wumms verleiht. Hatte das Quintett mit den vier Songs von "Respawn" bereits eine ordentliche Visitenkarte abgegeben, so müsste sich doch mit den fünf neuen - von SKEW SISKIN-Gitarrist Jim Voxx fettproduzierten - Songs in der Hinterhand locker ein Label finden lassen, das die Berliner endlich unter Vertrag nimmt. Also, ich persönlich könnte mir RESPAWN sehr gut im Rooster von Metal Blade Records oder Century Media vorstellen.
Ordern könnte ihr "Nature's Foul Child" unter
www.respawnmusic.de für 6,-- € (zgl. 1,44 € Versand/ Inland). Für die Fans der obengenannten Bands eine äußerst sinnvolle Investition.

Sonny

Trackliste: 1. Snapping Rope - 2. Witness My ... (The Dead) - 3. Edge Of Hositlity - 4. Disperse The Shadows - 5. Solid Deserts

Thanks to Roland @ Respawn

weitere Reviews über RESPAWN:
RESPAWN/
Demo


SUGAR MOUNTAIN/ Hand Crafted Tunes
  • Band: Sugar Mountain
  • Albumtitel: Hand Crafted Tunes
  • Spielzeit: 46:15 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Good Sounds/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Rolling Stones, Quireboys, Beatles mit einem Schuss CCR
  • Veröffentlichung: ??.09.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Ich habe nun "Hand Crafted Tunes" schon mehrmals intensivster Lauschangriffe unterzogen, aber ich kann einfach nach wie vor nicht glauben, dass hier wirklich eine spanische Band zugange ist, denn von südländischem Akzent nahezu keine Spur. Musikalisch versuchen SUGAR TUNES erst gar keinen Hehl daraus zu machen wo ihre Wurzeln liegen. Trotzdem besitzt ihre Mischung aus ROLLING STONES, QUIREBOYS & den BEATLES (zu ihrer rotzigen Phase) einen nicht zuleugnenden Anteil an ganz eigenem Charme. – So bereichern sie ihren dachsfrechen Sleaze Rock z. B. mit schleichenden Country-Ambiente ("Soul Window", "Hippie (On The Porch)") und schmissiger Saloon-Atmosphäre ("Just One Day"). Die Highlights dieser recht gut produzierten Scheibe sind allerdings das fetzig rockende "Get High", bei dem ordentlich die Tasten fliegen, und der leicht progressiv interpretierte BEATLES-Klassiker "Drive My Car" (fast so genial wie das Original!!!)
sowie der handfeste „old school“-Rock ’N’ Roller "My Marilyn". Es ist wirklich erstaunlich wie bodenständig die Band um Sänger/ Gitarrist Javier Ruano – ohne jegliches südländisches Flair – rockt!

Sonny

Trackliste: 1. Blame Me - 2. Lowdown - 3. Hippie Girl - 4. Get High - 5. Back From The Ground - 6. Drive My Car - 7. Crazy Mama - 8. Sorry When I'm Gone - 9. Soul Window - 10. Just One Day - 11. Give Me - 12. My Marilyn - 13. Hippie (On The Porch)

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


GUN SHY/ After Dark
  • Band: Gun Shy

  • Albumtitel: After Dark

  • Spielzeit: 66:16 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import

  • Vergleichbare Bands: Warrant, Poison

  • Veröffentlichung: ??.09.2004

  • Wertung: 3,5/ 10

Review:
Perris Records legt hier das von Michael Kelly Smith (BRITNY FOX) produzierte Debüt "After Dark"  der US-Amerikaner GUN SHY neu auf. Die Jungs zocken stark 80er Jahre beeinflussten Hairspray-Rock, der am ehesten mit POISON oder WARRANT zu vergleichen ist. Einige der Songs sind gar nicht mal schlecht und nisten sich schon beim ersten Durchgang im Gehör fest – wäre da nicht der völlig drucklose Demosound, der das Hörvergnügen deutlich schmälert … mehr als schade, denn eine Ballade wie "Don’t Go Away" hätte zu seiner Zeit für ein Meer aus Feuerzeugen gesorgt, und unter der Firmierung POISON/ WARRANT die Charts aufgerollt. "Cry In The Night" erinnert dank seines eingängigen Refrains stilistisch an die Glanztaten von HEAVEN’S EDGE und hat absoluten Ohrwurmcharakter. Auch "Mr. Lonely" versteht den Spannungsbogen geschickt zu spannen, um sich im Refrain auf alte  80er Jahre-Tugenden zu besinnen … würde bloß der stümperhafte Sound nicht in absolutem Gegensatz zur Qualität der obig genannten drei Songs stehen … Die ursprüngliche Fassung der Scheibe wurde im Re-Release um acht Bonusstücke, vier Live,- und vier Demoversionen, angereichert. Ob dieser zusätzliche Kaufanreiz jedoch als gelungen bezeichnet werden darf, wage ich zu bezweifeln … die Live-Versionen klingen, als wären sie von einem schlechten Tape und ohne weitere Bearbeitung direkt auf CD gebrannt worden … teilweise sind nicht mal die Songs vollständig enthalten: "Cry In The Night" wird grausam unter dem Song eingefaded, wohingegen "Something Wicked" nach drei Minuten jäh beendet wird?!? Von den vier Demoversionen ist lediglich der BLACK SABBATH-Klassiker "N.I.B." als gelungen zu bezeichnen: der Sound ist gut, der Song rockt und wird ziemlich nahe am Original dargeboten. "Wonderland", "Christeen" und "Society" scheinen dann wieder aus den Aufwärmsessions der obigen Live-Aufnahmen zu stammen, denn der Sound ist weit davon entfernt auch nur halbwegs akzeptabel zu sein, zudem sind dann auch noch die Songs nicht der große Wurf. So leid es mir auch im Hinblick auf das phasenweise gute Songmaterial tut:  Ich rate davon ab "After Dark" teuer aus den USA zu importieren – investiert Eure hart verdiente Kohle lieber in eine solide und produktionstechnisch ausgegorene Veröffentlichung.

Florian

Trackliste: 1. Helluva Time - 2. Mr. Lonely - 3. Cry In The Night - 4. Something Wicked This Way Comes - 5. Hold On To Yesterday - 6. Don’t Go Away - 7. Hard Life - 8. Society - 9. Something Wicked (live) - 10. Don´t Go Away (live) - 11. Cry In The night (live) - 12. Helluva time (live) - 13. Society - 14. N.I.B.   15. Christeen

Thanks to Tom @ Perris Records

Last Update: Sunday, 06. November 2005
created in January 2001 © by
Sonny