The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

ASIA/ Silent Nation
  • Band: Asia
  • Albumtitel: Silent Nation
  • Spielzeit: 58:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands: only Asia
  • Veröffentlichung: 30.08.2004
  • Charteinstieg: 13.09.2004 Platz Nr. 77
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Außer den ersten drei Scheiben, die allesamt noch von John Wetton eingesungen wurden, waren die letzten drei Scheiben der UK-Pomp Rock Band wirklich nicht "my cup of tea". Besonders mit "Arena" und "Aura", die doch zum Teil recht experimentell und jazzig ausgefallen sind, hat sich das Quartett um Gründungsmitglied und Keyboarder Geoff Downes einen nicht geringen Anteil ihrer großen Fan-Schar vergrault. Ganz anders verhält es sich allerdings mit dem neuesten Streich von ASIA, denn die Band hat sich - gottlob - wieder ihrer alten Stärken besonnen und mit "Silent Nation" (nanu, der erste Albumtitel, der nicht mit einem A beginnt!?!) ein Album eingespielt, dass wie ein Fels in der Brandung steht. Thematisch befasst sich diese Konzept-Scheibe mit der Zerstörung der Welt durch den Menschen, was aber nicht heißen soll, dass man auf dem Silberling jetzt auch nur musikalisch Trübsal bläst. Vielmehr sprudeln Songs wie "Long Way From Home", "Ghost In The Mirrow" (erinnert stellenweise an REO-Speedwagon) und das flockig rockende "I Will Be There For You", das mit einem genialen Gitarrensolo von Herrn Govan aufwartet, hoffnungsvoll aus den Boxen und entwickeln sich rasch zu immens mächtigen Ohrwürmern, die - ohne verstaubt zu klingen - an ihre kommerzielle Phase in den 80ern anzuschließen scheinen. Natürlich sind - bedingt durch die Thematik der Scheibe - auch Songs dabei, die richtig zum Nachdenken anregen wie z. B. der mahnende, aber nicht minder majestätische Opener "What About Love", "Darkness Day" oder das abschließende "The Prophet", das seine Dramatik aus den gekonnt im Intro eingewobenen Wal-Gesänge gewinnt. Egal, welche Stelle der Laser gerade abtastet, man wird einfach jederzeit mit genialen Pomp-Rock, durch den die Band einst groß wurde, bestens bedient. Kurzum, "Silent Nation" ist das beste Album seit John Payne das Mirko bei ASIA schwingt. Ich bin mir sicher, dass ASIA mit dieser Scheibe wieder jede Menge Fans, die man schon verloren glaubte, ins Boot zurückholen kann. Kaufpflicht!!!
PS. die Special Edition im luxuriösen Digibook wartet zusätzlich mit einer "Making Of"-DVD zu "Silent Nation" auf.

Sonny

Trackliste: 01. What About Love - 02. Long Way From Home - 03. Midnight - 04. Blue Moon Monday - 05. Silent Nation - 06. Ghost In The Mirror - 07. Gone Too Far - 08. I Will Be There For You - 09. Darkness Day - 10. The Prophet

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über ASIA:
ASIA/ Asia (unknown & wellkown Rock-Pearls)


MAGNUM/ Brand New Morning
  • Band: Magnum
  • Albumtitel: Brand New Morning
  • Spielzeit: 55:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Hard Rain, Bob Catley
  • Veröffentlichung: 30.08.2004
  • Charteinstieg: 13.09.2004 Platz Nr. 60
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Nachdem mich MAGNUM mit ihrer Comeback-Scheibe "Breath Of Life" (2002) nicht richtig überzeugen konnten, hegte ich keine großen Hoffnungen, dass es sich mit dem Nachfolger "Brand New Morning" vielleicht anders verhalten könnte. Aber meistens kommt es ganz anders als man denkt, denn es hat ganz den Anschein als hätten sich die Herren um Tony Clarkin und Bob Catley in den letzten 2 1/2 Jahren des öfteren mal ihre besten Alben ("On A Storytellers Night" oder "Wings Of Heaven") zu Gehör geführt. Die Songs kommen ohne viel Firlefanz aus und drücken schnörkellos, geradlinig und in bester 80er-Manier aus den Boxen. Hört euch das geniale Openertrio mit dem endlos groovenden Titeltrack, dem stampfenden "It's Time To Come Together" und dem majestätisch im Midtempo schlendernden "We All Run" an, dann werdet ihr verstehen, was ich meine. Schon allein diese drei Songs sind es wert sich das Album zuzulegen. Aber besagte Songs sind lange noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn Nummern wie "The Last Goodbye" oder das dramatische "Hard Road" dürften jeden MAGNUM-Kritiker (falls es die überhaupt geben sollte ;-) vor Ehrfurcht erstarren lassen. Mit der spannenden 9min-Nummer "The Scare Crow" wird ein Album, das - ohne in Euphorie zu verfallen - Dauerbrenner-Qualitäten besitzt, stilvoll abgerundet. Mit diesem Album strafen Tony Clarkin & Co. alle Kritiker lügen, die MAGNUM nach dem kontrovers diskutierten Comeback schon wieder im Ruhestand gesehen haben.

Sonny

Trackliste: 1. Brand New Morning - 2. It's Time To Come Together - 3. We All Run - 4. The Blue And The Grey - 5. I'd Breathe For You - 6. The Last Goodbye - 7. Immigrant Son - 8. Hard Road - 9. The Scarecrow

Thanks to Martin @ SPV


FROM THE INSIDE/ From The Inside

Review:
Endlich ist es soweit, Danny Vaughn meldet sich nach drei Jahren Pause wieder im Business zurück. Aber nicht mit einer neuen VAUGHN-Scheibe oder gar der heißersehnten TYKETTO-Reunion, sondern mit FROM THE INSIDE, einem weiteren Projekt des umtriebigen Produzenten/ Bassisten/ Keyboarders Fabrizio V. Zee Grossi (u. a. OVER THE EDGE, PERFECT WORLD, VERTIGO). Und wie gehofft, gehen alle elf Nummern auf Anhieb ins Ohr. Diese Eigenschaft mag in erster Linie darauf beruhen, dass die dargebotenen Nummern der musikinteressierten Menschheit größtenteils schon bekannt sein dürften, da hier eine ordentliche Portion von Coverversionen zugange ist. Diese Fremdwerke tun aber der Qualität des Silberlings keinen Abbruch, denn Danny Vaughn gehört mit Sicherheit zu der Garde von Sängern, die den Nummern anderer Interpreten und Komponisten locker und lässig ihren eigenen Stempel aufdrücken. Da wären zum Beispiel mit "Suddenly" (geschrieben von DESMOND CHILD/ u. a. ALICE) und "Damn" zwei Nummern aus dem letzten LeANN RIMES-Album "Twisted Angel". Beide Nummern hatten ja schon in ihren ursprünglichen Fassungen viel Rockpotenzial, aber was Danny Vaughn und Signore Grossi aus den beiden Nummern gemacht haben, ist schlichtweg als genial zu bezeichnen. Auch die von MARTIN STENMARK geschriebene Nummer "Losing Game" dürfte hierzulande schon ziemlichen Bekanntheitsgrad haben, denn schließlich handelt es sich hierbei um eine Single von "Star Search"-Sieger MARTIN KESICI, die im letzten Herbst in deutschen Radios rauf- und runterdudelte. Das absolute Highlight stellt für mich allerdings der vom Duo Grossi/ Vaughn geschriebene Opener "Nothing At All" dar, der in bester TYKETTO-Manier aus den Boxen donnert. Allerdings sollten hier die "very bluesy" Version von AMANDA MARSHALLs "Beautiful Goodbye" und die Midtempo-Nummer "Fight For Love", die sich in Form einer Mischung von VAUGHN meets FOREIGNER in die menschliche Festplatte einfräst, nicht einfach vernachlässigt werden. Zwar hätte ich mir persönlich noch viel mehr Material aus der Feder von Mr. VAUGHN gewünscht, aber nichtsdestotrotz lässt es sich mit dem vorliegenden Ergebnis auf "From The Inside" mehr als prächtig leben. Hoffentlich bleibt FROM THE INSIDE nicht ein "one off"-Projekt.

Sonny

Trackliste: 1. Nothing At All - 2. Suddenly - 3. Fight For Love - 4. Losing Game - 5. Damn - 6. Stop - 7. Relentless - 8. Blessing In Disguise - 9. Is Anybody Watching Me? - 10. Always - 11. Beautiful Goodbye
Bonus multimedia tracks: 12. Nothing At All (video) - 13. Danny Vaughn Video Interview

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über DANNY VAUGHN:
DANNY VAUGHN/ Traveller


KINGDOM COME/ Perpetual

Review:
Es wird wohl keinen zweiten Musiker geben, über den sich die Geister der Kritiker und Fans so uneins sind wie bei Lenny Wolf. Entweder man liebt die Musik vom oft als Egozentriker dargestellten Sänger und Multi-Instrumentalist, oder man hasst sie abgrundtief. Ich für meinen Teil zähle mich ohne Zweifel zu erstgenannter Kategorie, denn erstens ist der KINGDOM COME-Mastermind nie irgendwelchen Trends hinterhergehechelt, sondern setzt selbige. Und zweitens ist er - trotz vieler Tiefschläge - immer seiner eigenen Linie treugeblieben bzw. ist immer wieder für eine Überraschung gut. Fiel "Independent" schon ziemlich modern und experimentell aus, so darf man sein neues Werk durchaus als konsequente Fortsetzung sehen. Trotz all dieser Eigenschaften klingt "Perpetual" wieder mehr nach KINGDOM COME als sein Vorgänger, da die typisch melancholischen Melodienbögen a la Lenny Wolf wieder mehr zum Tragen kommen. So fällt eigentlich nur das erste Drittel von dieser Scheibe extrem modern und experimentell aus, aber spätestens ab dem schaurig-genialen "Silhouette Paitings" oder dem schweren Riffhammer "With The Sun In Mind", der durch seine sehr sphärischen Elemente zu fesseln weiß, zeigt "Perpetual" so ziemlich alle Facetten von KINGDOM COME. Sprich, Lenny Wolf, der das Material - bis auf die Gitarrensolos - wieder im Alleingang eingespielt und produziert hat, ist es auf dem Album nahezu perfekt gelungen, die traditionellen Elemente von KINGDOM COME in einen modern-düsteren Sound zu betten. Da das Material wieder einen sehr melancholischen Anstrich hat, mag die Scheibe vielleicht nicht gleich auf Anhieb ins Ohr gehen, aber sie zieht den Zuhörer mit jedem Durchlauf immer ein Stückchen mehr in ihren Bann. Also Vorsicht ist geboten, denn Songs wie "King Of Nothing", das durch seine trägen bzw. tiefgestimmten Gitarren- und wunderschönen Melodienparts besticht, und das symphonisch angelegte "Inhaling The Silence", besitzen einen verdammt hohen Suchtfaktor.
PS. Wer allerdings mit dem Vorgänger nicht viel anfangen konnte, der sollte wohl "Perpetual" erst einmal in Ruhe antesten!

Sonny

Trackliste: 1. Gotta Move Now - 2. Hang 'em High - 3. Crown of Moscow - 4. Time to Realign - 5. Silhouette Paintings - 6. With the Sun in Mind - 7. King of Nothing - 8. Borrowed Time - 9. Connecting Pain - 10. Watch the Dragon Fly - 11. Inhaling the Silence

Thanks to Sven @ Music Consult

weitere Reviews über KINGDOM COME:
KINGDOM COME/ Ain't Crying For The Moon (Surprise Of The Month/ October 2006)
KINGDOM COME/
Independent


RICHIE KOTZEN/ Get Up
  • Band: Richie Kotzen
  • Albumtitel: Get Up
  • Spielzeit: 39:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Richie Kotzen only
  • Veröffentlichung: 30.08.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Trotz seines noch jungen Alters hat es RICHIE KOTZEN (ex-POISON, ex-MR. BIG) mittlerweile auf 14 Solo-Alben gebracht. Der neueste Streich hört auf den Namen "Get Up" und wie dieser Titel wahrscheinlich schon erahnen lässt, wird auf dem Album - im Gegensatz zum Vorgänger "Change" - wieder ordentlich abgerockt. Man höre und staune, wie rotzig ("Fantasy") und fettgroovend (Titeltrack) Herr KOTZEN hier zu Werke geht. Während bei "Get Up" Vergleiche zu GLENN HUGHES nicht abwegig erscheinen, ist es dem Ausnahme-Musiker mit ersterer Nummer gelungen, seinen eigenständigen Sound durch Elemente a la AC/DC mit der nötigen Roughness anzureichern. Natürlich kommt das Multi-Talent nicht ganz ohne seine Vorliebe für den Blues und Soul aus, was Songs wie die radiotaugliche Midtempo-Nummer "Made For To Night", das gefühlvolle "Special" oder die Ballade "Remember", die mit Stehblues-Qualitäten zu protzen weiß, nochmals eindrucksvoll untermauern. Musikalisch erinnert das dargebotene Material am ehesten an eine Melange aus dem Album "Mother Heads Family Reunion" und den restlichen Alben aus seiner bisherigen Solo-Schaffensperiode. D. h., RICHIE KOTZEN hat es geschafft, so ziemlich seinen ganzen Facettenreichtum auf dieser einen Scheibe zu konzentrieren. Wie auch schon beim Vorgänger hat der Meister wieder das komplette Album im Alleingang eingespielt und selbstredend war er auch für die Produktion zuständig. Heraus gekommen sind dabei 11 Songs, die man - vielleicht abgesehen von den genannten Blues-Nummern - nicht nur einfach so nebenbei hören kann, vielmehr verlangt "Get Up" dem Zuhörer schon einiges an Aufmerksamkeit ab. Also ein Album, dass auch noch nach dem x-ten Durchlauf mit einigen Überraschungen aufwarten kann.

Sonny

Trackliste: 1. Losin' My Mind - 2. Fantasy - 3. Remember - 4. Get Up - 5. So Cold - 6. Such A Shame - 7. Made For Tonight - 8. Still - 9. Never Be The Same - 10. Special - 11. Blame On Me*
*European bonus track

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über RICHIE KOTZEN:
RICHIE KOTZEN/ Into The Black (Crossfire-Review/ by Friedemann & Sonny)
FORTY DEUCE/ Nothing To Lose
RICHIE KOTZEN/
Acoustic Cuts (Album Of The Month/ December 2004)
RICHIE KOTZEN/
Change


ALAN PARSONS/ A Valid Path
  • Band: Alan Parsons
  • Albumtitel: A Valid Path
  • Spielzeit: 49:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eagle Records/ Edel
  • Vergleichbare Bands: Schiller, Harold Faltermayer, Art Of Noise, Michael Ernst, Jean Michel Jarre
  • Charteinstieg: 13.09.2004 Platz Nr. 84
  • weitere Platzierungen:
    20.09.2004 Platz Nr. 72 / 27.09.2004 Platz Nr. 87
  • Veröffentlichung: 30.08.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Über ALAN PARSONS muss man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Egal ob nun als Ton-Ingenieur (u. a. BEATLES), Produzent (z. B. PINK FLOYDs Meilenstein "Dark Side Of The Moon") oder als Interpret (u. a. das legendäre Debüt "Tales Of Mystery And Imagination"), der Mann hat es auf jedem Sektor zu Weltruhm gebracht. Fünf Jahre nach seinem letzten eigenen Studio-Werk "The Time Machine" steht mit "A Valid Path" nun endlich der langersehnte Nachfolger in den Läden. Wer die Vorgängerwerke von ALAN PARSONS kennt, wird wahrscheinlich von seinem neuesten Streich ziemlich überrascht sein, und zwar im positiven Sinne des Wortes. Zwar praktiziert der Meister nach wie vor seinen unverkennbaren progressiven Pop/ Rock, der ihn als Interpret großgemacht hat, aber durch die verstärkten Einflüsse von moderner und elektronischer Musik, hat er erneut Weitblick bewiesen und genau den momentanen Zeitgeist getroffen. So hat er sich neben dem PINK FLOYD-Gitarristen David Gilmour z. B. Eletronic-Künstler wie CRYSTAL METHOD ("We Play The Game"), SHPONGLE ("Return To Tunguska") und UBERZONE ("L'Arc En Ciel") mit ins Boot geholt. Während es Herrn PARSONS mit "We Play The Game" gelungen ist seinen klaren Gesang, mit groovenden Electronic-Beats und melodischen Keyboard-Parts sowie mit genialen Leadguitar-Parts in Einklang zu bringen, brilliert der Opener "Return To Tunguska" aufgrund des Kontrastes zwischen den sphärischen, orientalischen Electronic-Elementen a la SHPONGLE und der bestechenden Gitarrenarbeit von David Gilmour. Richtig elektronisch-fettbebend geht es bei "You Can Run" (feat. DEEP E) zur Sache. Trotz aller elektronischer Härte zieht sich eine Ohrwurm-Melodie, die etwas an ART OF NOISE erinnert, wie ein roter Faden durch diese Nummer. Besonders gelungen sind außerdem die beiden Neuaufnahmen der Klassiker "Mammagamma (04)", das stellenweise an HAROLD FALTERMAYERs erinnert, und "A (Recurring) Dream Within A Dream", bei denen Sohnemann Jeremy eine tragenden Rolle spielt. Abgerundet wird die abwechslungs- und überraschungsreiche Scheibe durch das majestätische anmutende "Chomolungma" ... Progressiv Electronic Pop/ Rock at it's best... Die sogenannten "open minded" Hörer werden mit dieser Scheibe wahrscheinlich keinerlei Probleme haben. Die traditionsbewussten Fans von ALAN PARSONS hingegen sollten allerdings nicht unbedingt blind zugreifen, sondern die Scheibe erst mal in Ruhe antesten. Fazit: Nichtsdestotrotz dürfte es ALAN PARSONS mit "Valid Path" gelingen, nicht nur neue Fans hinzuzugewinnen, sondern damit auch seine Stammhörerschaft zu überzeugen... dieser Name bürgt einfach für ständige Weiterentwicklung und Qualität.

Sonny

Trackliste: 1. Return To Tunguska - 2. More Lost Without You - 3. Mammagamma 04 - 4. We Play The Game - 5. Tijuaniac - 6. L’Arc En Ciel - 7. A Recurring Dream Within A Dream - 8. You Can Run - 9. Chomolungma

Thanks to Bauke @ cmm


PRIDE OF LIONS/ Black Ribbons (Voices Of The World) (Single)
  • Band: Pride Of Lions
  • Albumtitel: Black Ribbons (Voices Of The World)
  • Spielzeit: 14:04 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Survivor
  • Veröffentlichung: 30.08.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Mit ihrem selbstbetitelten Debüt haben PRIDE OF LIONS eine der besten Melodic Rock-Scheiben der letzten Jahre veröffentlicht, das nicht ganz zu Unrecht in einigen Fachmagazinen zum Album des Jahres 2004 gekürt worden ist. Nun wird das Erfolgsduo Jim Peterik (ex-SURVIVOR)/Toby Hitchcock mit seiner neuen Single "Black Ribbons (Voices Of The World") vorstellig. Der Titeltrack beruht leider auf einem sehr traurigen Ereignis, nämlich dem Terroranschlag auf Madrid am 11. März diesen Jahres. Durch die schrecklichen Bilder, die an diesem Tag durch die Nachrichtenlandschaft liefen, fühlte sich der Songwriter so stark berührt, dass er seine Gefühle in einem Song Ausdruck verleihen musste. Diese ergreifende Ballade ist im Stile des POL-Erstlings bzw. des WORLDSTAGE Projects angelegt und schürt somit die Hoffnung, dass wir beim Nachfolger "The Destiny Stone", der im November erscheinen soll, erneut mit einem Meisterwerk rechnen dürfen. Die Single enthält des weiteren zwei bisher unveröffentlichte POL-Live-Aufnahmen, bei denen es sich zum einen um das auf besagten Debüt vertretenen "Gone" und zum zweiten um den von Jim Peterik verfassten JOURNEY-Klassiker "I Can't Hold Back" handelt, in dem das 26jährige Sangeswunder Toby Hitchcock eine verdammt gute Performance abgibt, sodass sogar ein Jim Jamison wahrscheinlich vor Neid erblassen dürfte. Zwar sind drei Nummern nicht gerade viel für eine Veröffentlichung, aber da ein Teil des Erlöses dieser Single zu Gunsten der "Spanish Association Of Victims Of Terror" geht und der Titelsong auch nicht auf dem Zweitling von PRIDE OF LIONS vertreten sein wird, sollten Sammler unbedingt zuschlagen!

Sonny

Trackliste: 1. Black Ribbons (Voices Of The World) - 2. Gone (live version) - 3. I Can't Hold Back (live version)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über PRIDE OF LIONS:
PRIDE OF LIONS/ The Roaring Of Dreams (Earchatcher/ February 2007)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (DVD) (Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/ Live In Belgium (Live-Candy/ June 2006)
PRIDE OF LIONS/
The Destiny Stone
PRIDE OF LIONS/
Pride Of Lions


MÄGO DE OZ/ Belfast
  • Band: Mägo De Oz
  • Albumtitel: Belfast
  • Spielzeit: 62:25 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Folk-Musik, die ihre Wurzeln im Metal der 80er Jahre hat
  • Veröffentlichung: 30.08.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Es ist zwar erst gut ein ¾ Jahr her, dass Kapitän José und seine siebenköpfige Piraten-Crew mit dem ersten Teil ihres Meisterwerks "Gaia" auf großen Raubzug gingen, aber um der immer größeren Fan-Schar die Wartezeit auf das neue Schlachtschiff zu verkürzen, hat die mittlerweile zum Nonett gewachsene Besetzung ein Schmankerl der besondern Art eingezimmert. "Belfast" besteht zum Teil aus bisher nie veröffentlichten Versionen bekannter Nummern wie z. B. "Alma" und "Hasta Que Muerte Nos Separe", die beide orchestral arrangiert wurden, oder dem in Metal gekleidete "La Rosa De Los Vientos". Außerdem haben sie WHITESNAKEs "Guilty Of Love" ("Dame Tu Amor"), dem URIAH HEEP-Klassiker "Lady In Black" ("Dama Negra" ) und der ELVIS PRESLEY-Schnulze "I Can't Help Falling In Love" ("Todo Irá Bien") durch die spanische Sprache nicht nur südländisches Flair eingehaucht, sondern selbigen auch unverkennbar ihren bandtypischen Stempel aufgedrückt. - Phänomenal! Beim fettgroovenden Titeltrack, man möchte es kaum glauben, handelt es sich doch tatsächlich um den Superhit der Disco-Ikonen BONEY M. und auch an den Evergreen "Somewhere Over The Rainbow" (recht ansprechende Acoustic-Nummer!) hat man sich herangewagt. Beide Nummern gehören zu den ganz seltenen Tracks, die MÄGO DE OZ bisher in englischer Sprache aufgenommen haben. Letztendlich hat die Band mit "Irish Pub" und "Se Acabó" auch zwei Instrumentale auf das Album gebuttert, die zwar recht nett klingen, aber nicht zwingend notwendig sind. Für Fans der Band ist "Belfast" mit Sicherheit eine willkommene Überbrückung bis zum zweiten Teil von "Gaia", aber Einsteigern würde ich wohl eher "Folktergeist" oder eben besagtes Konzept-Album empfehlen.

Sonny

Trackliste: 1.Intro: Irish Pub - 2. Belfast - 3. La Rosa De Los Vientos (metal version) - 4. Dame Tu Amor - 5. Majer Amante - 6. Alma - 7. Más Que Una Intención (version orquestral) - 8. Dama Negra - 9. Todo Irá Bien - 10. Se Acabó (instrumental) - 11. Hasta Que Tu Muerte Nos Separe (version orquestral) - 12. Somewhere Over The Rainbow

Thanks to Patrycja @ Locomotive Music

weitere Reviews über MÄGO DE OZ:
MÄGO DE OZ/ Rarezas
MÄGO DE OZ/
Gaia


SAEKO/ Above Heaven Below Heaven
  • Band: Saeko
  • Albumtitel: Above Heaven, Below Heaven
  • Spielzeit: 50:21 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Helloween, Dark Moor (mit Elisa C. Martin), Edenbrigde, Metalium, Judas Priest
  • Veröffentlichung: 23.08.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Erst kürzlich haben Armageddon Music mit JUTTA WEINHOLDs Comeback-Scheibe ein wahres Juwel veröffentlicht, da erwartet uns in Form von "Above Heaven, Below Heaven" das nächste heiße Eisen aus der Hamburger Metal-Schmiede. Das Debüt der japanische Metal-Princess, die erstmals mit dem Duett "Find Out" auf dem letzten METALIUM-Langeisen einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist ziemlich stark am Melodic Power Metal europäischer Prägung angelehnt. So erinnert z. B. der Doublebass-Killer "Sins For The Gods" an HELLOWEEN (zu seligen "Keeper"-Zeiten) und das leicht neoklassisch angelegte "Nature Of Mortality" könnte fast aus der Endphase von DARK MOOR und Sängerin Elisas C. Martin stammen. Nichtsdestotrotz hat sie durch ihren unvergleichlichen Gesang und die geschickte Einflechtung traditionell-fernöstlicher Klänge einen nahezu eigenständigen Sound geschaffen, was Songs wie die gefühlvolle Ballade "On The Way To Eternity" oder der bereits erwähnte Opener sehr eindrucksvoll unterstreichen. Da alle Songs in englischer Sprache vorgetragen werden, kommt stellenweise unwillkürlich das typisch japanische Lispeln zu Tage, was aber der Qualität von "Above Heaven, Below Heaven" keinen Abbruch tut. - Vielmehr verleiht dieser "Makel" dem Material einen nicht allzu geringen und äußerst charmanten Anteil an Exotik. Neben dem ausdrucksstarken und variablen Gesang zeigt sich die zierliche Japanerin nicht nur für die Keyboard- und Piano-Parts, sondern auch für die Kompositionen und Texte verantwortlich. Um das Material produktionstechnisch auf höchsten Level zu bringen, hat sich Lars Ratz (METALIUM) der "metalhungriger" SAEKO angenommen. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich gelegentlich auch METALIUMsche Einflüsse ("Seek The Light", "Way Of The ONe") breit machen. Zumal mit Schlagzeuger Michael Ehre, der auf diesem Album neben ex-ACCEPT-Klampfer Hermann Frank und Sven Lüdke (ex-MURDER ONE) sich auch an der Sechssaitigen versuchte, ein weiteres Mitglied der Hanseaten mit von der Partie ist. Des weiteren drängen sich der JUDAS PRIEST-lastige Nackenbrecher "Sinners For False Lights" und das wunderschöne "Don't Be Afraid", bei dem die 30jährige sich selbst auf dem Piano begleitet, oder der träge Groover "Song Of Delight", der sich gen Ende zu einer mitreißenden Hymne entwickelt, als Anspieltipps auf. Ein richtig faszinierendes Debüt, das den Metal durch die traditionellen japanischen Elemente in eine völlig neue Richtung bringt und förmlich nach einer Fortsetzung schreit. Man darf gar nicht dran denken, dass die Künstlerin - ihren Eltern zu Liebe - ihrer metallischen Lebensphilosophie fast Lebwohl gesagt hätte.

Sonny

Trackliste: 1. Above Heaven - Below Heaven - 2. Sins for The Gods - 3. Nature Of Mortality - 4. On The Way To Eternity - 5. Seek the Light - 6. Hands Of Might - 7. Sinners For False Lights - 8. Way To The One - 9. Don't Be Afraid - 10. Birthright - 11. Song Of Delight - 12. Heaven Above - Heaven Below

Thanks to Britta @ ICS Germany

weitere Reviews über SAEKO:
SAEKO/ Life


GOTTHARD/ One Team One Spirit - The Very Best Of Gotthard
  • Band: Gotthard
  • Albumtitel: One Team One Spirit - The Very Best Of Gotthard
  • Spielzeit: CD1: 74:18 min/ CD2: 75:33 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: BMG/ Ariola
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 23.08.2004
  • Charteinstieg: 06.09.2004 Platz Nr. 77
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Es ist gerade mal 2 3/4 Jahre her, dass uns GOTTHARD bzw. deren Plattenfirma mit der Best Of Ballads-Compilation "One Live One Soul" ein verspätetes Weihnachtsgeschenk offeriert haben. Jetzt steht in Form von "One Team One Spirit" schon die nächste Best Of-Veröffentlichung aus dem Hause GOTTHARD in den Läden. Zwar konnte man sich bei diesem Doppel-Album auch endlich dazu entschließen eine komplette Scheibe mit Rock-Nummern zusammenzustellen. Aber kann mir bitte jemand den Sinn einer erneuten Balladen-CD erklären, die fast zu 50% die gleichen Nummern enthält wie auch das eingangs erwähnte Album? Sicher, es sind mit der Olympiahymne "One Team One Spirit" und "What About Love" sowie der Piano-Version von "Everything Must Change" und "One Live One Soul", das Steve Lee gemeinsam mit Monserrat Caballe zum Besten gibt, zwei neue und zwei neu arrangierte Nummern auf diesem Silberling vertreten, aber muss man deshalb gleich wieder eigens einen Tonträger nur mit Balladen füllen? Zumal sich wahrscheinlich viele Fans der härteren Klänge Nummern wie den Monster-Groover "In The Name", das fetzige "Hole In One" oder "Open Fire" (bzw. generell mehr aus der Hammer-Scheibe "Dail Hard") auf einer doppelten Rock-Ausgabe gewünscht hätten, die um die neuen bzw. neu arrangierten Balladen erweitert wird. Zur erfreulichen Seite zählen allerdings "Fire & Ice" und "Inside Out", denn mit diesen beiden Nummern stellen die erfolgreichen Schweizer unter Beweis, dass sie nach wie vor in der Lage sind starke Rock-Hymnen zu schreiben. Während erstere Nummer eigens für die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft als kraftvoller Motivationsschub (immerhin sind die Cracks bis ins Viertelfinale vorgedrungen) für die WM in der Tschechischen Republik aufgenommen wurde, weiß sich andere mit fast SURVIVORischen Rock-Charme im Gehörgang festzusetzen. Abschließend ist aufgrund der doch beachtlich langen Spielzeiten ein insgesamt positives Resümee zu ziehen, denn einem Szene-Einsteiger wird verdammt viel fürs Geld geboten. Ob man damit allerdings die hartgesottenen Rock-Fans zufrieden stellen kann, bleibt abzuwarten. In diesem Sinne, lassen wir uns überraschen.

Sonny

Trackliste: CD 1 Rock: 1. Sister Moon 03:55 - 2. Mighty Quinn 03:15 - 3. Mountain Mama 03:53 - 4. Top Of The World 03:48 - 5. Eagle 05:05 - 6. Human Zoo 03:29 - 7. What I Like 04:31 - 8. Inside Out 04:05 - 9. Movin' On 03:22 - 10. Why Don't We Do It 01:01 - 11. Make My Day 03:41 - 12. Fire And Ice 03:11 - 13. Fist In Your Face 03:49 - 14. No Tomorrow 05:20 - 15. Light In Your Eyes 03:56 - 16. Cheat & Hide 03:56 - 17. Standing In The Light 03:54 - 18. Hush 04:05 - 19. Firedance 06:05
CD 2 Ballads: 1. Homerun 04:56 - 2. Have A Little Faith 03:50 - 3. Reason To Live 04:48 - 4. One Team One Spirit (Album Version) 04:06 - 5. Heaven 04:32 - 6. All I Care For 03:10 - 7. Love Soul Matter 03:41 - 8. Still I Belong To You 04:34 - 9. Let It Rain 04:37 - 10. You 04:19 - 11. Say Goodbye 04:22 - 12. Let It Be 06:17 - 13. What About Love 04:27 - 14. Janie's Not Alone 04:14 - 15. First Time In A Long Time 04:33 - 16. Montserrat Caballé & Gotthard: One Life One Soul 03:58 - 17. Everything Can Change (Piano Version) 05:05

Thanks to Sven @ Music Consult

weitere Reviews über GOTTHARD:
GOTTHARD/ Lipservice
GOTTHARD/ Human Zoo
GOTTHARD/
Homerun


EYES OF SHIVA/ Eyes Of Soul
  • Band: Eyes Of Shiva
  • Albumtitel: Eyes Of Souls
  • Spielzeit: 58:32 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Angra, Stratovarius, Rhapsody, Jethro Tull
  • Veröffentlichung: 23.08.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Ich bin ja nun bekennender Fan der oben genannten Bands und bin bekanntlich auch sehr für Combos zu haben, die sich im Fahrwasser der selbigen tummeln. Der neueste Abkömmling dieser beliebten Klon-Maschinerie sind EYES OF SHIVA. Was die Brasilianer allerdings von ihren zuhauf auftretenden Artgenossen wesentlich unterscheidet, sind die wahrlich nicht einfallslosen eigenen Stilmittel. So hat der Fünfer um das Gitarrenduo Renato Mendes und Ricardo Gil einen neoklassischen Sound a la STRATOVARIUS meets ANGRA kreiert, der mit einem ordentlichen Batzen an folkloristischen Elementen und südamerikanischen Temperament angereichert ist und gelegentlich sogar in leicht progressiv angehauchte Gewässer abtaucht. Gesanglich erinnert das hohe Organ von André Ferrari gelegentlich an einen Dan Lucas zu KARO-Zeiten, was ja auch nicht gerade die schlechteste Referenz darstellt. Zum Antesten will ich euch die neoklassische Hmyne "Lampiäo", die aufgrund der eingewobenen Samba-Rhythmen eine temperamentvolle Atmosphäre einbringt, und die ausdrucksstarke Ballade "Pride" (Michael Kiske lässt grüßen!) sowie das HEART-Cover "Alone", in dem Signore Ferraris hoher Gesang richtig gut zur Geltung kommt, unbedingt ans Herz legen. Zwar sind EYES OF SHIVA von ihren Vorbildern noch ein paar Lenze entfernt, aber die Band hat es wirklich verdient, dass Genre-Fans ihrem Debüt eine faire Chance einräumen. Leider haben sich z. B. mit dem RHAPSODY-Abklatsch "Psychos Of The New Millennium" oder dem progressiven und schwerverdaulichen Titeltrack auch eine paar einfallslosere Nummern eingeschlichen, die den genannten Anspieltipps nicht ganz das Wasser reichen können. Dafür gibt es an diesem größtenteils recht erfrischenden Debüt soundtechnisch nichts auszusetzen, denn für die Produktion und den Mix zeigen sich ANGRA-Keyboarder Tabio Laguna bzw. Dennis Ward (PINK CREAM 69) verantwortlich. Man darf gespannt sein, wie sich die Südamerikaner weiterentwickeln.

Sonny

Trackliste: 1. Essence (Instrumental) - 2. Eagle Of The Sun - 3. Lampião - 4. Psychos Of The New Millennium - 5. Pride - 6. Eyes Of Soul - 7. World Tomorrow - 8. Future - 9. Alone (Heart Cover) - 10. Just A Miracle

Thanks to Patrycja @ Locomotive Music


SNAKERYDER/ Snakeryder
  • Band: Snakeryder
  • Albumtitel: Snakeryder
  • Spielzeit: 46:45 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Z Records/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Dreamhunter
  • Veröffentlichung: 23.08.2004
  • Wertung: 5/ 10

Review:
Das noch relativ viel versprechende "Shake For A Shake" eröffnet das Debüt von SNAKERYDER und haucht allmählich verblassende Erinnerungen an Bands wie HEAVEN'S EDGE oder DREAMHUNTER ein wenig neues Lebens ein. Infolge der leicht an AC/DC angelehnte Gitarrenrhythmik und einem Sänger, der Marc Storace nicht unähnlich klingt, lassen sich vor allem in "Got No Time For Romance" auch Vergleiche zu KROKUS nicht von der Hand weisen. Ihre balladeske Seite offenbaren uns SNAKERYDER in der (Halb)ballade "Don't Wanna Let Go", bei dem die Anhänger skandinavischer 80er Jahre-Hair Bands zumindest ansatzweise zufrieden gestellt werden dürften. Mir ist die Nummer, wie auch schon der Vorgänger "Love It Bites" zu flach und nichts sagend... 08/15, und ab in den Schmalztopf... Anders verhält es sich da schon mit dem hymnenhaften "There's A Price You Have To Pay", das Party-Feeling garantiert und wie eine Mischung aus DREAMHUNTER und TWISTED SISTER zu Ihrer ultrakommerziellen Spätphase klingt "...can´t take my soul, in the name of Rock ´n´ Roll...". Nach diesem kurzem Moment des Lichtes folgt leider ein musikalischer Schatten dem nächsten, da das Songwriting bei bestem Willen nicht einmal zweitligatauglich ist. Leider stellt sich mir auch bei SNAKERYDER die Frage, wie man um Himmelswillen mit einer Platte, die soundtechnisch nicht der Bringer ist und vielleicht drei Hinhörer beinhaltet, die Welt erobern will. Zumal die passableren Songs nach allem, aber nur nicht nach eigenen Trademarks klingen. "A Long Way Home" wird es, analog ihres eigenen Titels, in meinen Augen auch für die Jungs von SNAKERYDER werden, sollte sich auf ihrer nächsten CD nicht Gravierendes ändern.

Florian

Trackliste: 1. Shake For A Shake - 2. Got No Time For Romance - 3. Love It Bites - 4. Don't Wanna Let Go - 5. There's A Price You Have To Pay - 6. The USA - 7. Road To Ruin - 8. A Long Way Home - 9. Stick To Your Guns - 10. Danger Zone

Thanks to Sven @ Music Consult


ADAM BOMB/ Bone Yard
  • Band: Adam Bomb
  • Albumtitel: Bone Yard
  • Spielzeit: 60:12 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Z Records/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: (stellenweise) ein äußerst schwacher Alice Cooper
  • Veröffentlichung: 23.08.2004
  • Wertung: 1,5/ 10

Review:
Auf ADAM BOMB wurde ich erstmalig aufmerksam, als ich so um die 15 Jahre alt gewesen bin und hochgradig CD-süchtig war. Damals gab ich beinahe meine gesamte Kohle für "lowest Budget" -Scheiben aus den sogenannten (und damals Gott sei Dank noch vorhandenen) Krabbel-Kisten aus. -Unzählige Schätze habe ich damals zu Spottpreisen ergattert, aber ebensoviel Schrott habe ich auch unter dem fadenscheinigen Argument "... ein guter Song ist drauf... " gekauft, in mein CD - Regal gestellt und dort verstauben lassen. So krank es auch klingen mag (und damals mit Sicherheit auch gewesen ist): ein Tag, ohne ein heißersehntes CD-Schnäppchen mit den simplen Kaufkriterien "lange Haare, rockiger Inhalt" bedeutete für mich ein wirklich krasses Gefühl der Unzufriedenheit, das zeitweilig sogar in hektische Panik-Attacken ausarten konnte. Jeder CD-Freak der erstmalig eine Krabbel-Kiste erspäht, dürfte meine Aufregung nachvollziehen können ("...hoffentlich schnappt mir ja niemand etwas weg..."). Warum ich Euch diesen ganzen Summs erzähle ist einfach: Auf dem Gipfel meines Suchtstadiums habe ich damals beinahe jeden Schrott gekauft, hatte allerdings schon zu diesem Zeitpunkt noch genügend musikalischen Geschmack oder Stolz (bist du sicher? wohl eher keine Kohle mehr ;-)/ Anmerkung Sonny), um mir eine Scheibe - trotz heftigster Entzugserscheinungen - selbst für 0,99 DM nicht zu kaufen. Das Erstwerk des hier zu rezensierenden ADAM BOMB habe ich mir damals mit Sicherheit 25x angehört (wirklich?!?/ Anmerkung Sonny), da sie den hartnäckigen Bodensatz der Sonderangebote im hiesigen Müller Markt bildete und ich mich nie mit ihr anfreunden konnte. Die CD war trotz "langer Haare und rockigem Inhalt" schlicht Sch... Nun erscheint auf Z Records mit "Bone Yard" die aktuellste Veröffentlichung aus dem Hause ADAM BOMB und da sich manche Dinge bekanntlich niemals ändern, ist auch hier wieder alles beim Alten - die "Arsch-BOMB-e" des Monats geht auch diesmal wieder an unseren ALICE COOPER für die ganz, ganz Armen. Lahme, teils leicht angesleazte Songs, ohne den geringsten Wiedererkennungswert verdeutlichen, untermalt von einem völlig drucklosen Demosound und einem unfähigen Sänger, dass eine Spielzeit von einer guten Stunde mitunter sehr anstrengend werden und ermüdend sein kann. Einen Anspieltipp gibt es dieses Mal lediglich in Form des ROLLING STONES Covers "It´s Only Rock 'N' Roll" - einen derart geilen Song bekommt selbst Mr. BOMB nicht wirklich tot ...

Florian

Trackliste: 1. Star Mangled Banner - 2. The Beginning Of The End - 3. Anxiety - 4. Shattered Smile - 5. Life's A Bitch And Than You Live - 6. Rock Sex City - 7. SST - 8. I Want My Heavy Metal - 9. Shape Of The World - 10. I'm On It - 11. D.W.I On The Info Superhighway - 12. Pure S.E.X. - 13. What In The World - 14. It's Only Rock 'N' Roll - 15. Jeepster

Thanks to Sven @ Music Consult


KICK/ New Horizon
  • Band: Kick
  • Albumtitel: New Horizon
  • Spielzeit: 44:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Majestic Records/ Rough Trade
  • Vergleichbare Bands: TEN goes NuBreed, U2 (früher), Jon Bon Jovi zu "Destination Anywhere"-Zeiten
  • Veröffentlichung: 21.08.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Mit ihren bisherigen Veröffentlichungen konnten mich die Briten-Rocker um Sänger Nick Workman nicht richtig überzeugen, deshalb hatte ich auch keine besonders großen Erwartungen in ihr mittlerweile drittes Album gesetzt. Doch schon der hochexplosive Opener "Electric Storm" und der orientalisch angelegte Titeltrack (so könnte ich mir die NuBreed-Variante von TEN vorstellen) lassen mich gleich zu Beginn alle gehegten Zweifel über Bord werfen. Es scheint als wäre es Haupt-Songwriter/ Bassist Mickey J. mit den neuen Nummern gelungen, der Band einen unverkennbaren und zündenden Sound zu verpassen. Mit "New Horizon" dürften KICK eine ziemlich breite Masse ansprechen, denn neben den Fans der bereits genannten Band, dürfte es auch für die Anhänger der früheren U2 ("Give Me Something To Hold On") und von JON BON JOVI ("Watch Me Fly") jede Menge zu entdecken geben. Vor allem in den ruhigeren Momenten erinnert der Fünfer an die "Destination Anywhere"-Phase des Superstars aus New Jersey. Außerdem rocken "High" und "Access Denied", das irgendwie den Spirit von QUEEN in sich trägt, wie die Hölle. Leider hat sich mit dem bizarr-holprigen "In Too Deep" auch ein etwas schwächerer Song eingeschlichen, der den überraschend guten Gesamteindruck geringfügig nach unten korrigiert. Ich bin mir fast sicher, dass KICK mit ihrem neuen Silberling neue Horizonte erschließen werden.

Sonny

Trackliste: 1.Electric Storm - 2.New Horizon - 3.Paralysed - 4.Give Me Something To Hold on to - 5.Power Within - 6.High - 7.Forever Yours - 8.Watch Me Fly - 9.Access Denied - 10.In Too Deep - 11.Bone

Thanks to Jan @ Sure Shot Worx


SUE FOLEY/ Change
  • Band: Sue Foley
  • Albumtitel: Change
  • Spielzeit: 50:05 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ruf Records
  • Vergleichbare Bands: Bonnie Raitt, Janis Choplin, Joan Baez, John Lee Hocker
  • Veröffentlichung: 21.08.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Wow, da hat sich wieder mal ein Blues-Album der Extra-Klasse in meinen auf Metal geeichten CD-Player eingeschlichen. Obwohl die Kanadierin mit "Change" mittlerweile schon ihr neuntes Album veröffentlicht, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass mir bisher von SUE FOLEY noch nichts zu Ohren gekommen ist. Und es hat ganz den Anschein, als wäre mir auf meinen gelegentlichen Ausflügen in die Blues-Gefilde bis dato ein kleiner Juwel vorenthalten geblieben, denn die zwölf Nummern auf der hier vorliegenden Scheibe transportieren mehr Magie als manche Musiker in einem ganzen Künstlerleben verbreiten. Großen Anteil an diesem seltenen Umstand hat wohl die besonders warme und intime Club-Atmosphäre von Hugh's Room in Toronto/ Kanada, wo "Change" im Dezember vergangenen Jahres mitgeschnitten wurde. Außerdem kommen die Aufnahmen gänzlich ohne Overdubs und Nachbearbeitungen aus, was in der heutigen Zeit nahezu schon undenkbar geworden ist. Da SUE FOLEY die Hälfte der Nummern nur mit ihrer facettenreichen Stimme und ihren nicht weniger variablen Gitarrenspiel zum Besten gibt, bekommt der bluesinteressierte Zuhörer deftige Kost serviert, die auf das Wesentlichste reduziert ist. Führt euch mal "Hardworking Woman", das in den 20/ 30ern von einer gewissen MISSISSIPPI MATILDA dargeboten wurde, oder die "bare to bones"-Version des BEATLES-Klassiker "Here Comes The Sun" zu Gemüte, dann werdet ihr höchstwahrscheinlich meine Begeisterung für diese Scheibe teilen. Aber auch die Songs, die sie gemeinsam mit der Band vorträgt wie z. B. die lässige Saloon-Nummer "Carless Love" (im Original von WILLIAM CHRISTOPHER HANDY) oder die schmissige Variante der MEMPHIS MINNIE-Nummer "Me And My Chauffeur", wirken zu keinem Zeitpunkt überladen. Vielmehr unterstreichen Bassist Mike Turenne, Tom Bona (Schlagzeug) und Tastenwirbelwind Graham Guest das stellenweise an JANIS CHOPLIN erinnernde Organ und das unglaublich fesselnde Gitarrenspiel der Künstlerin. Die Trackliste verteilt sich auf sieben Cover-Versionen, die SUE FOLEY auf ihre ganz eigene Art und Weise umarrangiert hat, und auf fünf vielseitige Eigenkompositionen, die sich vom melodischen Fingerpicking im Piedmont-Stil ("Goin' Down The Road Again") über den gefühlvoll-nachdenklichen Material ("Change") bis hin zum fetzigen Boogie ("Shake That Thing") erstrecken. Ein Album, das von jeder Menge Spielwitz zeugt und ganz zwanglos, ja fast schon Jam-mäßig aus den Boxen sprudelt. Feinerle!

Sonny

Trackliste: 01. Goin' Down THe Road Again - 02. Hardworking Woman - 03. Doggie Treats - 04. Careless Love - 05. Change - 06. Bad Luck Woman - 07. Mournin' In The Morning - 08. Sugar In My Bowl - 09. Here Comes The Sun - 10. Me And My Chauffeur - 11. You Don't Have To Go - 12. Shake That Thing

Thanks to Katrin @ Ruf Records


ANNICA/ Badly Dreaming (re-release)
  • Band: Annica
  • Albumtitel: Badly Dreaming
  • Spielzeit: 51:25 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ MusicBuyMail.com
  • Vergleichbare Bands: Pat Benatar, Stevie Nicks, Alannah Myles, Headpins
  • Veröffentlichung: 16.08.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Eines ganz besonderen Juwels haben sich MTM Classix mit der Wiederveröffentlichung von ANNICAs "Badly Dreaming" angenommen. Das Debüt und bisher einzigste Solo-Album der finnischen Künstlerin wurde 1988 erstmals auf dem guten alten Vinyl veröffentlicht, um kurze Zeit später als CD in geringer Auflage zu einer der meistgesuchtesten Scheiben der Szene zu avancieren. Um an eine der seltenen CD-Pressungen von "Badly Dreaming" zu gelangen, bezahlten Sammler bei Internet-Auktion wie z. B. Ebay Spitzenpreise bis zu 150 US-$. Dank des Münchener Labels kommt nun auch die nicht so finanzkräftige Sammler-Gemeinde in den Genuss dieser Scheibe und wie es mittlerweile zum guten Ton der Firma gehört, schallt der Silberling komplett neu gemastert und mit einer Handvoll Bonüssen aus den Boxen. Neben den 10 Original-Songs des Klassikers, sind fünf Nummern aus einem ebenfalls sehr gesuchten und selbstbetitelten Debüt-Album (2000) von ANNICAs späterer Band PINK FLAMINGO am Start. Vom neueren Material laufen der fette und HEADPINS-lastige Groover "I'm Ready" sowie "Fine Polca" und "Give Me Love", die beide einer Mischung von JON BON JOVI ("Blaze Of Glory") und ALANNAH MILES (zu "Rockinghorse"-Zeiten) ziemlich nahe kommen, richtig gut ins Ohr. Obwohl eigentlich jede der Original-Nummern über jeden Zweifel erhaben ist, komme ich nicht umher, dass ich euch Leckerlis wie "Dreaming" oder "Badly" (PAT BENATAR lässt grüßen) ans Herz lege. Während letztere Nummer mit einem lässigen Groove ausgestattet ist, erweist sich andere als wahre AOR-Hymne. Meine persönlichen Favoriten hören allerdings auf die Titel "Whats Your Game" und "Into Dark", das mich verdammt stark an die rockigen Momente einer STEVIE NICKS erinnert. Wie dem auch sei, "Badly Dreaming" ist ein Klassiker des "female fronted"-AORs, den man unbedingt in seinen Reihen haben sollte und ist meines Erachtens neben ERIKAs "Cold Winter Night" der beste Release von MTM Classix. Bitte mehr davon
J

Sonny

Trackliste: 01. So Devine - 02. Dreaming - 03. Badly - 04. Loose Me - 05. What's Your Game - 06. Black Waves - 07. To Another Shotre - 08. She's A Belladonna - 09. No Hearts - 10. Into Dark
Bonus Tracks:
11. I’m Ready - 12. Fine Polca - 13. Be My Angel - 14. Give Me Love - 15. Breathing

Thanks to Sebastian @ MTM Music


THRESHOLD/ Subsurface
  • Band: Threshold
  • Albumtitel: Subsurface
  • Spielzeit: 58:32 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Bonfire meets Vanden Plas, Enchant usw.
  • Veröffentlichung: 03.08.2004
  • Charteinstieg: 16.08.2004 Platz Nr. 66
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Bisher habe ich zwar die Karriere der britischen Prog-Rocker, die sich von Album zu Album stets weiterentwickelt haben, aufmerksam verfolgt, aber trotz mehrerer Anläufe konnte ich mit der Musik von THRESHOLD nie so richtig warm werden. Doch mit ihrem mittlerweile siebten Album scheint der filigran-rockende Sechszylinder ein wahres Meisterwerk abzuliefern, denn die neun Nummern auf "Subsurface" faszinieren den aufmerksamen Zuhörer schon mit dem ersten Durchlauf. Der größte Pluspunkt des Materials ist die Homogenität zwischen den einzelnen Musikrichtungen, da das Kreativ-Trio - bestehend aus Keyboarder Richard West, Karl Groom und Nick Midson (beide Gitarre) - nicht davor zurückscheut auch Elemente von Hard Rock, Melodic Rock und Heavy Metal in ihren hochtechnisch, komplexen und progressiven Sound einfließen zu lassen. Sprich, bei THRESHOLD gilt das Hauptaugenmerk dem Song und nicht der Instrumentenverliebtheit der einzelnen Musiker. Der fesselnde Sound von THRESHOLD lässt sich wohl am ehesten mit dem Satz "BONFIRE goes Progressive Rock/ Metal" umschreiben, weil Sänger Andrew McDermott (ex-SERGANT FURY) in etlichen Passagen an einen Claus Lessmann in Höchstform erinnert. Obwohl es sich bei "Subsurface" um kein Konzept-Album handelt, knüpft das Album thematisch an den Vorgänger "Critical Mass" an und widerspiegelt uns somit die alltäglichen Machtspielchen verschiedenster Couleur, die oft in Gleichgültigkeit gegenüber den Mitmenschen verfällt und den Ver- bzw. Zerfall der Gesellschaft zur Folge hat. Aufgrund der durchgehend hohen Qualität und Eingängigkeit der Songs fällt es verdammt schwer sich für Anspieltipps zu entscheiden, aber eingefleischte Hard Rock-Fans sollten unbedingt mal den hymnisch-melodischen und sphärisch groovenden Opener "Mission Profile" anchecken. Während die Freunde der etwas gedämpfteren Klänge mit der Ballade "Flags And Footprints" auf ihre Kosten kommen dürften, werden wohl die Prog-Fanatiker eher die facettenreiche 10min-Nummer "The Art Of Reason" zu ihrem Meisterwerk erküren. Wie man anhand dieser drei Nummer mit Sicherheit heraushören wird, spricht THRESHOLD mit "Subsurface" wirklich ein sehr breitgefächertes Publikum an. Da es auch mit jedem Durchlauf wieder neue Details zu entdecken gibt, wird das Album schnell zum Dauerbrenner. Ich kann mir gut vorstellen, dass den sympathischen Briten mit diesem Meisterwerk endlich der Durchbruch gelingt. Für mich gehört "Subsurface" auf alle Fälle zu den Top-Scheiben 2004 des Prog-Genres.

Sonny

Trackliste: 1. Mission Profile - 2. Ground Control - 3. Opium - 4. Stop Dead - 5. The Art Of Reason - 6. Pressure - 7. Flags And Footprints - 8. Static - 9. The Destruction Of Words

Thanks to Detlev @ InsideOut Music


GRAND ILLUSION/ Ordinary Just Won't Do
  • Band: Grand Illusion
  • Albumtitel: Ordinary Just Won't Do
  • Spielzeit: 53:12 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Sony
  • Vergleichbare Bands: Styx, Giant
  • Veröffentlichung: 02.08.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Manchmal macht es wirklich richtig Spaß zu verfolgen, wie sich manche Bands kontinuierlich weiterentwickeln, ohne Verrat an ihren Trademarks zu begehen. Zu diesen äußerst angenehmen Erscheinungen darf sich ohne Übertreibung auch GRAND ILLUSION zählen. Der Weg, den die Band auf dem ohnehin schon starken Vorgänger "View From The Top" (2002) eingeschlagen hat, findet in "Ordinary Just Won't Do" seine zielstrebige Fortsetzung. Sprich, die Westcoast-lastigen Einflüsse der Anfangsphase hat man nun komplett abgelegt und frönt jetzt ungeniert dem kraftvollen und hypermelodischen Hard Rock, der in punkto Spielfreude kaum noch zu übertreffen sein dürfte. Bestätigt wird dieser Fakt gleich zu Beginn mit dem wirklich fettgroovenden "Devil's Advocate" und die Mega-Hymne "Gone For Good", die sich mit an STYX erinnernden Chören schamlos in die Gehörgänge des geneigten Fans bohrt. Obwohl es sich bei "Ordinary Just Won't Do" um das härteste Album in der bisherigen Geschichte von GRAND ILLUSION handelt, hat man - wie man am gefühlsbetonten "Heaven Or Hell" feststellen kann - die Balladen-Fraktion nicht vergessen. Während der schmissige Stampfer "Pull You Down" einen Hauch QUEENschen Bombast verspürt, transportiert das speedige "Love Lies Buried" gitarrentechnisch zartes METALLICA-Flair (zu ihrer kommerziellen Phase) in sich. Neben dem herausragenden Gesang von Peter Sundell zieht sich die dezent-dominante und quirlige Gitarrenarbeit von Neuzugang Ola Af Trampe wie ein roter Faden durch die 12 formidablen Songs. Hinzu kommt eine transparente und klare Produktion von Tommy Hansen, die sogar Major-Ansprüche zufrieden stellen dürfte. Ein Muss für alle Freunde des melodischen Hard Rocks.

Sonny

Trackliste: 1. Devil's Advocate - 2. The Best Is yet to come - 3. Gone For Good, 4. Heaven Or Hell - 5. New Beginning - 6. 1982 - 7. Pull You Down - 8. Love Lies Buried - 9. Back To Yesterday - 10. And This Is Why - 11. When You Were Mine - 12. On Time

Thanks to Birgitt @ Germusica


BONED/ Up At The Crack
  • Band: Boned
  • Albumtitel: Up At The Crack
  • Spielzeit: 42:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Kix, AC/DC, Rhino Buckett, Stampede Queen, Johnny Crash, Krokus
  • Veröffentlichung: ??.08.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
BONED formierten sich im Jahre 2003 um den britischen Rhythmus-Gitarristen Dan Davie. Allerdings hat die dargebotene Mucke nichts mit dem damals so angesagten Nu Rock zu tun, sondern beschreitet konsequent den Weg, den Konsorten wie KROKUS, RHINO BUCKETT, KIX & Co. erfolgreich von "AC / DC" abgekupfert haben, weiter... Bereits das Cover zollt den australischen Musikgöttern Tribut – was der Fünfer dann aber in der nachfolgenden, knappen Dreiviertelstunde an einem Rock ’N’ Roll Feuerwerk vom Stapel läßt, dürfte selbst dem seligen Bon Scott ein breites Grinsen ins Gesicht jagen... fette Rhythmus-Gitarren, knallige Drums, solider Bass, druckvoller Sound und ein Shouter, der klingt als wäre er das reinkarnierte "Problem Child" nach einem "Jailbreak" bereit zu "Dirty Deeds" auf dem "Highway to Hell"... Stilistisch ziehen die Jungs alle Register: mal bluesig wie auf "Ain’t No Talking With Your Mouth Full", mal grundsolide und groovig wie auf dem Titelstück, mal fetzig wie auf "God Given Rock ’N’ Roll" – "Up At the Crack" ist einfach die perfekte Möglichkeit, die schier unerträgliche Wartezeit bis zur Veröffentlichung des nächsten Longplayers von Angus & Co. angenehm zu verkürzen. Dennoch wage ich der Presseinfo „... so würden AC/DC heute klingen, wenn Bon Scott noch leben würde...“ dahingehend zu widersprechen, dass es a) blödsinnig ist darüber zu diskutieren
        und
     b)
selbst die härteren Songs der Australier schon damals eine Spur grooviger und eingängiger waren als die von BONED.
Allerdings möchte ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für "Up At The Crack" aussprechen, die alleine schon in "Wasted Line" begründet liegt ... dieser Song ist ein absoluter Killer, bei dem alles stimmt: die Drums drohen Dir den Schädel einzuschlagen, wohingegen Dir die Gitarren beinahe den Atem abschneiden – der Refrain wird Dich dann endgültig killen ... ein rechter Punch von Mike Tyson persönlich könnte nicht direkter auf die Fresse gehen – ein absoluter Knaller... unbedingt kaufen!!!

Florian

Trackliste:

1. Up At The Crack - 2. Drain The Main Vein - 3. Ain’t  No Talking With Your Mouth Full - 4. Loaded On Love - 5. Wasted Lline - 6. Driving On The Sidewalk - 7. Tails Up Heads Down - 8. Gotta Turn - 9. Loser - 10. God Given Right To Rock ‘N’ Roll

Thanks to Tom @ Perris Records

Last Update: Sunday, 16. January 2005
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