The Home Of ROCK & METAL HEAVEN

BARBARA CLEAR/ Live In Der Olympiahalle München
  • Band: Barbara Clear
  • Albumtitel: Live In Der Olympiahalle München
  • Spielzeit: 53:41 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: Janis Joplin, Kate Bush, Blackmore's Night, (frühere) Suzanne Vega
  • Veröffentlichung: ??.07.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Der 24. April 2004 dürfte mit Sicherheit in die Analen der deutsche Musikgeschichte eingehen, denn erstmals ist mit BARBARA CLEAR eine Solokünstlerin das Wagnis eingegangen, in Eigenregie die Münchener Olympiahalle für ein Konzert anzumieten. Dieses Risiko hat sich voll ausgezahlt, denn an diesem Abend war die ehrwürdige Halle nicht nur nahezu ausverkauft, sondern schon Tage zuvor erweckte das "kleine" Energiebündel urplötzlich die uneingeschränkte Aufmerksam von Presse, Rundfunk und Fernsehen. Dieses für Künstlerin und Zuschauer fast unbeschreiblich ergreifende Konzert liegt nun in Form einer Doppeledition (CD & DVD) vor. Da es höchstwahrscheinlich den Rahmen sprengen würde dieses tolle Package in einer Rezension zu würdigen, habe ich mich kurzerhand entschlossen das Live-Album und die Live-DVD getrennt zu besprechen. Den Beginn macht nun also der Review über die CD. Da es aus Kapazitätsgründen unmöglich war das gesamte Konzert - im Gegensatz zur DVD - auf einen Silberling zu bannen, hat man sich wohl dazu entschlossen auf der CD "nur" einen repräsentativen Querschnitt des Auftritts zu präsentieren. Obwohl auch die chronologische Reihefolge der Songs etwas verändert worden ist, wirkt die Sache nicht im geringsten zerpflückt, sondern Dank der hervorragenden Tonbearbeitung wie aus einem Guss. Die Highlights aus rocktechnischer Hinsicht dürften zweifelsohne die ausdruckstarken Interpretationen DEEP PURPLEs "When A Blind Man Cries", und "Venus", das schon mit SHOCKING BLUE (1969) und BANANARAMA (1986) zu Hitehren gelangte, sowie das sagenumwobene "Hotel California" (EAGLES) sein. Eine raffinierter Spagat ist Frau CLEAR mit "Any Man Of Mine" (im Original von SHANIA TWAIN) gelungen, dass sie mit dem allseits bekannten Groove von QUEENs "We Will Rock You" versehen hat, um dann zum Abschluss übergangslos in selbigem Klassiker zu enden. Natürlich dürfen Eigenkompositionen wie z. B. das emotionsgeladene "Die Lebenden" und "Faraways Eyes", das bestimmt auch BLACKMORE'S NIGHT perfekt ins Konzept passen dürfte, oder "It's Not Enough" (erinnert stellenweise 10 CC) bei einem CLEAR-Konzert nicht fehlen, denn die sind ja bekanntlich das Salz in der Suppe. Egal ob man nun bei diesem historischen Musikereignis live vor Ort beiwohnen konnte oder nicht, "Live In Der Olympiahalle München" dürfte für reichlich Emotionen und Gänsehaut-Feeling sorgen. Ich denke, BARBARA CLEAR hat sich zu ihrem 40. Geburtstag nicht nur einen lange gehegten Traum erfüllt, sondern vielen anderen Interpreten gezeigt, dass man auch ohne finanzgeile Plattenfirmen im Rücken sein eigenes Ding durchziehen kann. Hut ab, Frau CLEAR.
To be continued...

  • Band: Barbara Clear
  • DVD: Live In Der Olympiahalle München
  • Spielzeit: ca. 126 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: Janis Joplin, Kate Bush, Blackmore's Night, (frühere) Suzanne Vega
  • Veröffentlichung: ??.07.2004
  • Wertung: 10/ 10
BARBARA CLEAR/ Live In Der Olympiahalle München (DVD)

Review:
... wie in der Beschreibung der CD angekündigt, folgt nun die Rezension zur DVD von "Live In Der Olympiahalle München". Dem bereits oben angesprochenen Gänsehaut-Feeling, welches das Live-Album verbreitet, wird durch die aufwendigen und ergreifenden Bild- und Tonaufnahmen das Tüpfelchen auf dem "i" verpasst. Es ist einfach grandios zu sehen, wie es BARBARA CLEAR nur mit ihrer Gitarre und ihrer Stimme gelingt mit 8000 Besuchern zu kommunizieren. Die Sängerin scheint es immer zu schaffen einen ganz besonderen Draht zu ihrem Publikum aufzubauen, egal ob sie dabei nun vor 20 oder 8000 Leuten spielt, sie zaubert mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit immer eine recht spannungsgeladene und intime Atmosphäre. So könnte man bei den ruhigen und nachdenklichen Songs nahezu eine Stecknadel fallen hören, während sich das Publikum in den rockigen Momenten bedingungslos mitreißen lässt. Die DVD hat meines Erachtens noch mehr für den bodenständigen Rock-Fan zu bieten, denn neben den bereits erwähnten Klassikern (siehe CD-Review) hat BARBARA CLEAR auch erfolgreiche Hits von U2 ("I Still Haven't Found What I'm Looking For"), LED ZEPPELIN ("Stairway To Heaven") und den ROLLING STONES ("Ruby Tuesday") unbeirrbar ihren ureigenen Stempel charmant aufgedrückt. Obwohl sich die ganze Sache als Augen- und Ohrenschmaus der Extraklasse herauskristallisiert, will ich euch trotzdem meine persönlichen Favoriten dieses Silberlings verraten. Das sind zum einen die kraftgeladene Interpretation von PETER GABRIELs "Solsbury Hill" und die endlos stampfende "Proud Mary" (im Original von CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL) sowie zum anderen die grandiose Darbietung des BOB DYLAN-Klassikers "Knocking On Heaven's Door" aus dem Soundtrack zu "Pat Garret & Billy The Kid". Ohne jetzt in Lobhudelei zu verfallen, aber was BARBARA CLEAR auf die Beine stellt hat wirklich Hand und Fuß! Oder wisst ihr vielleicht noch einen Solo-Künstler der nicht nur das finanzielle Risiko eingeht auf eigene Verantwortung die Olympiahalle anzumieten, sondern auch keine Kosten und Mühen scheut, dieses Unfangen - ohne ein finanzkräftiges Label im Rücken - für die Ewigkeit auf DVD festzuhalten? Ich nicht!
Also dann, auf ein Neues am 12. März in der Olympiahalle zu München!
Falls ich euch jetzt den Mund wässrig gemacht haben sollte, dann begebt euch doch einfach auf
www.barbara-clear.de und bestellt euch die phantastische Doppel-Edition zum Preis 30 €. Ich kann euch garantieren, die beiden prächtigen Silberlinge sind jeden verdammten Cent wert. Dort könnt ihr übrigens auch die Tickets für das nächste Konzert in der Olympiahalle ordern ;-)
Sonny

Trackliste: CD: 1. Rosie (3:15) - 2. Genie In A Bottle (2:24) - 3. Battlefield (3:40) - 4. Delta Dreamland (4:26) - 5. Tumbleweed (4:32) - 6. Ghostdance (3:44) - 7./8. Any Man Of Mine/ Rock You (6:09) - 9. When A Blind Man Cries (4:18) - 10. Faraway Eyes (3:13) - 11. It´s Not Enough (2:42) - 12. Die Lebenden (3.41) - 13. Venus (2:31) - 14. Indian Reservation (2:40) - 15. Hotel California (4:08) - 16. Mercedes Benz (2:11)

DVD: 1. May Morning Dew Traditional - 2. Faraway Eyes - 3. Rosie - 4. Willing - 5. Delta Dreamland - 6. The Woman In Me - 7. Wounded Knee - 8. Battlefield - 9. Slow Me Down - 10. I Still Haven´t Found What I´m Looking For - 11. Die Lebenden - 12. Stairway To Heaven - 13. I Feel The Same - 14. Cottonfields - 15. Steh Auf - 16. What´s Up - 17. Tumbleweed - 18. Rescue Me - 19. Ruby Tuesday - 20. Genie In A Bottle - 21. Me And Bobby McGee - 22. Torn - 23./24. Any Man Of Mine/ Rock You - 25. When A Blind Man Cries - 26. Solsbury Hill - 27. I Call You - 28. Proud Mary - 29. Angel From Montgomery - 30. Hotel California - 31. Ghoastdance - 32. Was Wollen Wir Trinken - 33. It´s Not Enough - 34. Venus - 35. Indian Reservation - 36. Knocking On Heaven´s Door - 37. Mercedes Benz

Thanks to Ralph @ Clear Support

weitere Reviews über BARBARA CLEAR:
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Ticket To Munich - Barbara Clear In Concert


ANGTORIA/ Demo
  • Band: Angtoria
  • Albumtitel: Demo
  • Spielzeit: 21:50 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Schweden
  • Vergleichbare Bands: Liv Kristine, Delight, Savatage, Nightwish
  • Veröffentlichung: ??.07.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Wenn Sarah Jezebel Deva, die u. a. schon auf Alben von CRADLE OF FILTH oder THERION zu hören war, und das Brüderpaar Chris (ABYSSOS) und Tommy Rehn (MOAHNI MOAHNA) gemeinsame Sache machen, dann müsste man wahrscheinlich annehmen, dass sich das Trio auf Death- oder Black Metal-Pfaden bewegt. Aber weit gefehlt! ANGTORIA zelebrieren - nahezu in Perfektion - orchestralen Heavy Metal, den man grob gesagt mit LIV KRISTINE meets SAVATAGE meets NIGHTWISH überschreiben könnte. Das hier vorliegende 5 Track-Demo haben ANGTORIA eingespielt, um damit bei den namhaften Labels des Genres shoppen zu gehen. Gleich zu Beginn offeriert uns die Band mit "Six Feet Under's Not Deep Enough" die wohl kraftvollste Nummer auf dieser CD. Gefolgt von der Coverversion des KYLIE MINOGUE-Hits "Confide In Me", die von den Multi-Instrumentalisten und Producer-Koryphäen Chris und Tommy Rehn mit wuchtig-symphonischen Arrangements zu einem atmosphärischen Klangerlebnis geformt wurde. Zu einem wahren Killer entwickelt sich das progressiv angehauchte und orientalisch untermalte "Deity Of Disgust", bei dem der engelhafte Gesang von Sarah Jezebel in Martin Häggström seinen männlichen Widerpart findet. Das von zarten Steicherparts und sprudelnden Harfenklängen untermalte "A Child That Walks In The Path Of A Man" (eine sehr atmosphärische Nummer) und das hymnische "Suicide On My Mind" vervollständigen ein großartig arrangiertes und produziertes Demo, das verdammt neugierig auf ein komplettes Album macht. Kurzum: Es würde mich wundern, wenn ANGTORIA nicht bald bei einem Label wie Nuclear Blast, Drakkar Records oder Century Media einen Deal an Land ziehen könnten, denn die Mucke ist schlichtweg genial!!!

Sonny

Trackliste: 1. Six Feet Under's Not Deep Enough - 2. Confide In Me (Kylie Minogue cover) - 3. Suicide On My Mind - 4. Deity Of Disgust - 5. A Child That Walks In The Path Of A Man

Thanks to Tommy @ Virtual Symphony Studios


DESTRA/ Joy's Rhapsody
  • Band: Destra

  • Albumtitel: Joe’s Rhapsody

  • Spielzeit:  59:33 min

  • Plattenfirma/ Vertrieb: Hellion/ Just For Kicks

  • Vergleichbare Bands: so ziemlich alles... ;-)

  • Veröffentlichung: 27.07.2004

  • Wertung: 5 / 10

Review:
Da mir keinerlei Info-Material vorliegt, habe ich leider keine Ahnung wo die Band her kommt, den Namen der Musiker nach zu urteilen dürfte es Südeuropa bzw. Südamerika sein. Wie dem auch sei, es erwartet uns Prog-Rock in so ziemlichen allen handwerklichen Abstufungen, garniert mit einem stilistischen Allerlei was an Konfusität kaum zu überbieten ist. Dagegen ist FRANK ZAPPA überschaubar. Stark pentatonisch geprägte Gesangslines treffen auf alles was es an musikalischen Ausrichtungen gibt. QUEEN, DREAM THEATER, CREED, DEEP PURPLE, Folk-Pop bis hin zu schwülstigen ROBBIE WILLIAMS-Abklatsch ist alles vertreten was man sich an Klängen vorstellen kann. Zuweilen erinnert dieses Sammelsurium an die berüchtigte Krautrock-Ära deutscher Vertreter in den Siebzigern. Einen größeren Image-Schaden wie das fehlen jeglicher Ausrichtung kann man sich als noch unbekannte Band eigentlich nicht zufügen. Teilweise hochtechnische Gitarrenläufe treffen auf Timing-Probleme tiefster Gangart. Kurze Glenn-Hughes-Gesangsknaller werden im gleichen Atemzug 2 Töne später mit übelsten Intonations-Problemen in den Boden gestampft. Fakt, die Band hat ihren Stil so etwas von überhaupt nicht gefunden, die Produktion ist lausig, aber es besteht meines Erachtens die Möglichkeit, dass die Band sich musikalisch noch findet. Im Moment klingt das Gesamtbild wie „gut gemeint“ bis hinzu „gewollt, aber nicht gekonnt“, von daher warten wir einfach mal ab was die Zukunft bringt.

Axel „Ironfinger“ Ritt

Trackliste: 1. The Dinner/ Intro - 2. Cruel Jungle (Part One) - 3. Family Album (Part One And Two) - 4. Julie - 5. Cruel Jungle (Part Two) - 6. My Little War (My Big Disgrace) - 7. Lost Bullet - 8. Goodbye Blue Sky - 9. Darkness Land - 10. Wisdom Calls (The Preaching) - 11. One Last Pray

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


WEINHOLD/ From Heaven Through The World To Hell
  • Band: Weinhold
  • Albumtitel: From Heaven Through The World To Hell
  • Spielzeit: 65:21 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Zed Yago, Velvet Viper, Jutta Weinhold
  • Veröffentlichung: 26.07.2004
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Kaum zu glauben, aber es ist nun endlich wahr geworden. Jutta Weinhold, die "Grande Dame" des dramatischen Heavy Metals ist wieder zurück. So ziemlich genau ein Jahrzehnt nach ihrer Solo-Scheibe "To Be Or Not..." lässt die charismatische und stimmgewaltige Sängerin in Form von "From Heaven Through The World To The Hell" endlich den sehnsüchtig erwarteten Nachfolger auf ihre treue und ausgehungerte Fanschar los. Zwischenzeitlich sind mit "
In Session" (1999) und "... From The Twilightzone" (2002) zwar zwei Alben veröffentlicht worden, an denen Frau Weinhold maßgebend beteiligt war, aber bei diesen Releases handelt es sich einerseits um ihre Rock/ Soul/ Rhythym 'N' Blues-Scheibe mit Keyboarder Klaus Henatsch bzw. um die Best Of ZED YAGO, das auch ein paar Hits der Nachfolgeband VELVET VIPER beinhaltet. Das aktuelle Album unterstreicht mit 10 neuen zerbrechlich-einfühlsamen, dramatischen - teils düsteren - powergeladenen und bombastischen Nummern die unverwechselbare Klasse der vielseitigen Ausnahmesängerin. Mit einem mörderisch groovenden Paukenschlag namens "Strike" gibt es gleich ordentliche Treffer auf die Zwölf. Gefolgt wird dieser Opener von den beiden phantastischen Epic-Nummern "Metamorphosis" und "Macbeth". Während sich erste Nummer - stellenweise untermalt von klassischen Elementen und Musical-Parts - auf Franz Kafkas Horrorklassiker "Die Verwandlung" basiert, hat die ausdrucksstarke Künstlerin Shakespeares Trauerspiel in ein hymnisch-dramatisches Metal-Gewand (geniale Gitarren) gekleidet. Schwer bluesgetränkt und mit eingängigen Chören ausgestattet, macht sich die aggressiv-gefühlvolle Ballade "Heaven" in den Gehirnwindungen breit, bevor das düster groovende "My Own Sister" von der Seele des gebannten Zuhörers Besitz ergreift. Noch düsterer und doomlastiger wummert "Blues Metal" aus den Boxen, ohne allerdings das Gespür für einprägsame bluesy Melodien außen vor zu lassen. Außerdem sind mit "Rock Of Metal" und "Nearly A Lovesong" eine Live-Hymne bzw. ein Tanzboden-Stampfer aller erster Güte mit von der Partie. Während das "fast Liebeslied" durch die Abwechslung von modern-melodischen und recht traditionellen Chören besticht, könnte man bei "Wounded Pioneer" annehmen, dass Angus Young & Co. hier Paten gestanden hätten. - Soviel rotziger Hard & Blues Rock stecken in dieser endlos groovenden Nummer. Zum Abschluss zeigt uns die facettenreiche Sängerin in Form der ZED YAGO-Hymne "Black Bone Song", dass noch jede Menge ungebändigte und geballte Power in ihr stecken. Es hat fast den Anschein, als wäre das letzte, doch recht aufreibende Jahrzehnt spurlos an ihr vorübergegangen. Ein phantastisches und abwechslungsreiches Album, das eigentlich Rockfans jeglicher Couleur ansprechen dürfte. Kurzum: Einfach geil J

Sonny

Trackliste: 1. Strike - 2. Metamorphosis - 3. Macbeth Intro - 4. Macbeth - 5. Heaven - 6. My Own Sister - 7. Blues Metal - 8. Rock Of Metal - 9. Nearly A Lovesong - 10. Wounded Pioneer - 11. Black Bone Song (Live Bonus Track)

Thanks to Britta @ ICS Germany

weitere Reviews über JUTTA WEINLHOLD:
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ZED YAGO/
... From The Twilight Zone - The Best Of Zed Yago
JUTTA WEINHOLD BAND/
In Session


STATETROOPER/ The Calling
  • Band: Statetrooper
  • Albumtitel: The Calling
  • Spielzeit: 47:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: CIC
  • Vergleichbare Bands: MSG, Silver, Whitesnake, Bon Jovi
  • Veröffentlichung: 26.07.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Ursprünglich wurde STATETROOPER als Soloprojekt von Ausnahmesänger Gary John Barden (SILVER) gestartet, der kurz zuvor bei der MICHAEL SCHENKER GROUP ausgestiegen war. Aus diesem Projekt entwickelte sich ziemlich rasch eine sehr ernstzunehmende Band, die 1987 ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlichte und tatsächlich einen Supporter-Job bei BLUE OYSTER CULT für deren ausverkaufte Tour durch England aufriss. Nachdem besagtes Debüt kürzlich über das englische Melodic-Label Escape Records wiederveröffentlicht wurde, wurden auch die Schreie der Fans nach neuem Material der Band immer vehementer. Diese unaufhörlichen Rufe hatten zur Folge, dass sich Gary Barden, Bruce Bisland (Drums) und Gitarrist Jeff Summers erneut zusammen getan haben und mit der Unterstützung des Jungspunds Martin Mickels (Gitarre) endlich mit "The Calling" (welch passender Titel ;-) das Nachfolgewerk eingespielt haben. Auf diesem Album verschmelzen unwiderstehliche Groover ("Casablance"), spacige Rocker ("I'm Alive"/ erinnert stellenweise etwas an KISS), lässig-flockige ("Marionettes") bzw. einfühlsame Rocknummern ("Don't Say Goodbye") zu einem sehr unterhaltsamen und abwechslungsreichen Rockalbum. Als Anspieltipps kann man "D.O.A.", das dem Zuhörer mit MSGschen Flair einen gehörigen Tritt ins Sitzfleisch verpasst, und die Stadionrock-Hymne "How Does It Feel", die Erinnerung an BON JOVI zu "Slippery When Wet"-Zeiten erweckt, bedenkenlos empfehlen. Ein abschließendes Sahnehäubchen kredenzen uns Barden & Co. mit "I Believe", das eine Acoustic-Ballade der Extra-Klasse darstellt. Musikalisch ist also auf "The Calling" alles im tiefgrünen Bereich und da Vorzeige-Producer Michael Voss (u. a. SILVER, BISS, CASANOVA) an den Reglern schraubte, darf man also davon ausgehen, dass sich die Scheibe auch produktionstechnisch auf höchsten Niveau abspielt.
PS. 2004 scheint das Jahr des Herrn Barden zu sein, denn in Kürze erfreut er die Fangemeinde mit einem Solo-Album und der vierte SILVER-Streich lässt auch nicht mehr allzu lange auf sich warten
J

Sonny

Trackliste: 1. The Calling - 2. Casablanca - 3. I’m Alive - 4. Amerasians - 5. Love Lies Bleeding - 6. D.O.A. - 7. Marionettes - 8. Don’t Say Goodbye - 9. How Does It Feel - 10. Twilight’s Last Gleaming - 11. I Believe

Thanks to Birgitt @ Germusica


BOBBY RUSH/ Folk Funk
  • Band: Bobby Rush
  • Albumtitel: Folk Funk
  • Spielzeit: 49:43 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ruf Records
  • Vergleichbare Bands: Blues Brothers, Band Chuck Berry, Buddy Holly, Lynyrd Skynyrd, Canned Heat and many more
  • Veröffentlichung: 23.07.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Mit der vorliegenden Veröffentlichung wollte sich BOBBY RUSH eigentlich einen langgehegten Wunsch erfüllen und ein traditionelles Blues-Album einspielen. Aber kaum im Studio angekommen entwickelte das Album eine überraschende Eigendynamik und die ursprünglichen Pläne wurden komplett über den Haufen geworfen. Herausgekommen ist dabei "Folk Funk", ein sehr abwechslungsreicher Silberling, der neben Folk, Funk ("Chicken Heads - Refried") auch noch den klassischen Chicago-Blues ("Ride In My Automobile"), Jazz ("Ninety-Nine"), traditionelle Gospel ("Saints Gotta Move") und Boogie ("Feeling Good-Part One") präsentiert. Unter den elf äußerst erdigen Nummern haben sich mit "Uncle Esau" und "Voodoo Man" auch noch zwei Songs eingeschlichen, die man ohne große Gewissensbisse sogar dem Southern Rock-Metier zuschreiben kann. Während erstere mit einem leichten Touch von BUDDY HOLLY brilliert, weiß die letztere mit einem erhöhten Coolness-Faktor zu gefallen. Neben BOBBY RUSHs lässigem Gesang und frischem Gitarrenspiel zieht sich die Dominanz seiner fesselnden Harmonica-Parts wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Ein Album, das einerseits tief in die Wurzeln des Blues' geht, andererseits aber nicht die richtig funkigen und modernen Elemente außen vor lässt. Ein wahres Fest für den offenen Blues-Anhänger!

Sonny

Trackliste: 01. Feeling Good (Part One) - 02. Uncle Esau - 03. Ninety-Nine - 04. Chicken Heads (Refired) - 05. Ride In My Automobile  - 06. River's Invitation - 07. Everybody Wants To Know - 08. Voodoo Man - 09. Get Back - 10. Saints Gotta Move - 11. Feeling Good (Part Two)

Thanks to Katrin @ Ruf Records


  • Band: Jeff Scott Soto
  • Albumtitel: Believe In Me
  • Spielzeit: 29:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: sollte es da wirklich jemanden geben?
  • Veröffentlichung: 21.07.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Als Vorboten für das im September erscheinende dritte Solo-Album von JEFF SCOTT SOTO veröffentlichen Frontiers Records vorab eine EP. Derartige Releases sind unserer profitgierigen Zeit meist als Abzock-Produkte verschrien, aber dies kann man von "Believe In Me" nicht im geringsten behaupten, denn die Scheibe enthält neben dem Titeltrack vier sogenannte "non album"-Tracks und einen recht gut aufgemachten Video-Clip der Single. Die Nummer dürfte ein wahres Fest für Fans von JOURNEY sein, denn bei dem eingängigen und durchaus radiotauglichen Rocker hat Gitarrero Neil Schon kompositorisch - als auch gitarrentechnisch - seine Finger im Spiel. Die weiteren Nummern wie "As I Do 2 U" oder das gospelmäßige "This Ain't The Love" (Gänsehaut pur!) kommen für JSS-Verhältnisse ungewohnt melancholisch bzw. soft und balladesk- aber nicht minder eindrucksvoll - ums Eck gebogen. Mein persönlichen Favoriten auf dieser EP sind der Titeltrack und die abschließende Ballade "Still Be Loving You", das mit wunderschönen Streicher- und Latino-Parts aufwartet. Diese Scheibe macht nicht nur verdammt viel Lust auf das Album "Lost In Translation", sondern auch mächtig neugierig auf das gemeinsame Projekt mit Neil Schon, das bekanntlich unter dem Namen SOUL SIRKUS an einem Album rumschraubt.

Sonny

Trackliste: 1. Believe In Me - 2. As I Do 2 U - 3. The Ain't The Love - 4. Lonely Shade Of Blue - 5. Still Believe Loving You - 6. Believe In Me (Videoclip)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über JEFF SCOTT SOTO:
JEFF SCOTT SOTO/ Essential Ballads
JEFF SCOTT SOTO/
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JEFF SCOTT SOTO/
JSS Live At The Gods 2002


ZILLION/ Zillion
  • Band: Zillion
  • Albumtitel: Zillion
  • Spielzeit: 39:41 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Bruce Dickinson, Michael Kiske, Led Zeppelin mit modernen Einflüssen
  • Veröffentlichung: 21.07.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Vollmundig werden ZILLION im Promo-Sheet als neue Super-Group des Hard Rocks angepriesen. Aufgrund der hierzulande sehr prominenten Besetzung mit Sänger/ Gitarrist/ Keyboarder Sandro Giampietro (SUPARED), GRAVE DIGGER-Tieftöner Jens Becker (ex-RUNNING WILD/ KINGDOM COME) und Drum-Monster Mike Terrana (RAGE/ AXEL RUDI PELL uvm.), trifft diese Behauptung den Nagel voll auf den Kopf. Auch das powergeladene Opener-Trio mit dem melodischen Midtempo-Stampfer "You And Me", "This Day Is Gone" (wuchtiger Metal-Groover) und dem rhythmisch-rotzigen "Dirty Little Secret", das in lässiger Manier fast ein bisschen an seinen ehemaligen Brötchengeber Michael Kiske erinnert, unterstreichen diese These eindrucksvoll. Allerdings kann dieses hohe Level nicht über die gesamte Spielzeit aufrecht erhalten werden und so haben sich z. B. mit "Kryptonite" und der Ballade "Day Or Night" zwei etwas schwächere Nummern eingeschlichen, die leichte Schatten auf den ansonst sehr positiven Gesamteindruck werfen. Nichtsdestotrotz bewegt sich das Trio auf sehr eigenständige Art und Weise gekonnt zwischen klassisch ("The Hose") bzw. melodischen Hard Rock ("Take It Away") und typischen Melodic Metal ("Wonder Why"). Fazit: Dem eingangs erwähnten Status einer neuen Super-Group können ZILLION noch nicht ganz für sich in Anspruch nehmen, aber sie befinden sich eindeutig auf einem sehr guten Weg.

Sonny

Trackliste: 1. You And Me - 2. This Day Is Gone - 3. Dirty Little Secrete - 4. Never Down - 5. Kryptonite - 6. The Smile - 7. Wonder Why - 8. Take It Away - 9. Day Or Night - 10. The Hose - 11. Say Goodbye

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


FUNNY MONEY/ Back Again
  • Band: Funny Money
  • Albumtitel: Back Again
  • Spielzeit: 73:49 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Tuff, (kommerzielle) Twisted Sister (beide stellenweise)
  • Veröffentlichung: 20.07.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
FUNNY MONEY ist das Baby der ehemaligen KIX-Röhre Steve Whiteman. Nachdem "Back Again" bereits gestrichen war, legt Perris Records den Silberling in remasterter Version und mit 5 Bonusstücken neu auf. Stilistisch sich weniger an AC/DC und Co. orientierend, bieten FUNNY MONEY leicht sleazig angehauchten Hard Rock, der oftmals von Harmonikaklängen untermalt wird - trotzdem keine Angst, mit Lagerfeuerromantik hat "Back Again" nichts am Hut... "Ressurection" entpuppt sich mit seinem verschrobenem Rhythmus und dem wenig eingängigem Refrain als deplaziert in Sachen Opener, doch erweisen sich bereits das nachfolgend flotte "Funny Money", sowie die Halbballade "Pink Glasses" als Appetithäppchen für Anhänger sleazig anmutender Töne, die den Spannungsbogen äußerst gelungen hin zum Highlight der CD "Wrapped Around You" aufbauen: Hier regiert pures 80er Jahre-Feeling, und man fühlt sich förmlich an einen lauen Sommerabend direkt an den Sunset-Strip zurückversetzt. Die Vocals erinnern in den höheren, druckvollen Passagen deutlich und durchaus positiv an Dee Snider (TWISTED SISTER). "I Felt Everything" weist einen deutlichen TUFF-Einschlag auf und entpuppt sich bereits beim ersten Hördurchgang als Ohrwurm. Als Schlaftabletten erweisen sich - entgegen des Titels - "Horny Kisses" und das mit einem Harp-Solo versehene "Damage Control" sowie das als Groover angedachte, jedoch völlig schräge "Owe It All To You". Die Live-Stücke sind der ebenfalls vergriffenen Live-CD "Even Better Live" entnommen und machen deutlich, dass die Band live wesentlich roher rüberkommt als auf Konserve - dürfte also Spaß machen, die Jungs live zu sehen. Besonders gelungen ist die Vorstellung der Bandmitglieder während "Boogie Man", wobei mir noch immer nicht klar ist, ob es sich bei dem Gitarristen nun wirklich um den kurzfristig für den Stammgitarristen eingesprungenen TED NUGENT handelt oder nicht ... wie dem auch sei, das kurz zitierte Riff von "Cat Scratch Fever" rockt noch immer. Der Sound ist für Perris Records Verhältnisse amtlich - weitere Infos zur Band findet Ihr unter
www.perrisrecords.com.

Florian

Trackliste: 1. Ressurection - 2. Funny Money - 3. Pink Glasses - 4. Sloopy Kisses - 5. Wrapped Around You - 6. Horny Kisses - 7. Damage Control - 8. I Felt Everything - 9. Owe It All To You - 10. Boogie Ban (live) - 11. I'm Your Whore (live) - 12. Art Of Persuation (live) - 13. Baby Blues (live) - 14. You Rub Me The Right Way (live) - 15. Off My Rocker (live)

Thanks to Tom @ Perris Records


MILLENIUM/ Jericho
  • Band: Millenium
  • Albumtitel: Jericho
  • Spielzeit: 47:19 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Metal Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Iced Earth, Circle II Circle, Savatage
  • Veröffentlichung: 19.07.2004
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Nachdem im Frühjahr 2002 Goldkelchen Jorn Land bei MILLENIUM ausgestiegen und in Richtung MASTERPLAN abgewandert war, hegte ich eigentlich keine größeren Hoffnung auf ein neues Album der Florida-Rocker (btw. was ist eigentlich aus dem angedachten Cover-Album geworden?). Um so größer war natürlich die Vorfreude als ich mit "Jericho" überraschend das vierte Album der Band um Ausnahme-Gitarrist Ralph Santolla (ex-DEATH/ ex-ICED EARTH) in meinen heimischen CD-Player legen konnte. Doch auf die Vorfreude folgte ziemlich schnell die Ernüchterung, denn was schallte da durch meine Gehörgänge? Anstatt des von Keyboards und Gitarren getragene melodischen Hard Rocks bekommt der verblüffte Fan melodischen Metal zu hören, der sich irgendwo zwischen ICED EARTH, SAVATAGE und CIRCLE II CIRCLE abspielt. Also dann doch alles im überdurchschnittlichen Bereich? Nein, nicht ganz! Der Band, die mit dem zweiten Gitarrist Shane Frane (CIRCLE II CIRCLE), den beiden Bassern Steve McKenna (TEN) und Tere Bertke (BLACKHAWK) sowie Schlagzeuger Mark Prator (ex-ICED EARTH/ DEMONS & WIZARDS) hervorragend besetzt ist, instrumentales Können abzusprechen würde an Frevel grenzen. Aber der zurückgekehrte Sänger Todd Plant, der stimmlich an LIONHEART-Sänger Steve Grimmett erinnert, kann beleibe nicht die große Lücke füllen, die ein Ausnahme-Shouter wie Jorn Lande hinterlassen hat. Auch das Songwriting erscheint etwas überraschungslos und so plätschert der größte Teil des Album knapp über dem Mittelmaß vor sich hin, ohne dass der sehnsüchtig erwartete Funke auf den Zuhörer überspringt. Erfreulicherweise wird das Album mit zunehmender Spieldauer besser und so befinden sich mit dem dramatisch-bombastischen Groover "Wheel Of Fortune", dem mitreißenden Stampfer "Let There Be The Light" und "Burning Again", einer leicht doomigen Epic-Nummer, die besten Nummern am Ende des Albums. Fazit: "Jericho" ist ein Album, das die früheren Fans der Band wahrscheinlich etwas verwirren dürfte, aber einige Fans aus dem Melodic Metal-Bereich könnte die Scheibe sicherlich ansprechen. Falls die US-Rocker den Weg, den sie mit den letzten drei Songs eingeschlagen haben, auf ihrem nächsten Album fortsetzen können, dann dürften sie den obengenannten Bands vielleicht bald Paroli bieten können.

Sonny

Trackliste: 1. My Saving Grace - 2. Heaven Awaits - 3. My War - 4. Heresy - 5. Morning Star - 6. Above This World - 7. Enemy Of The Sun - 8. Wheel Of Fortune - 9. Let There Be Light - 10. Burning Again

Thanks to Birgitt @ Germusica

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BOSCO/ Herzblut
  • Band: Bosco
  • Albumtitel: Herzblut
  • Spielzeit: 38:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Oomph!, Weißglut, Rammstein
  • Veröffentlichung: 19.07.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Die Jubeltage der sogenannten Neuen Deutschen Härte sind ja mittlerweile schon ein Weilchen her. Aber spätestens seit dem Erfolg von OOMPH! mit "Wahrheit Oder Pflicht", das in meinen Ohren das Meisterwerk überhaupt darstellt, erlebt dieses Genre seinen zweiten Frühling und so ist es sonderlich verwunderlich, dass sich einige Bands im Fahrwasser der Niedersachsen tummeln. Zu jenen aufstrebenden Combos gehören auch BOSCO. Zwar kommen die Nordfriesen nicht an die Klasse der oben genannten Szene-Größen heran, aber man zeigt anhand von Songs wie dem basslastigen "Verlieren", dem melancholisch-relaxten "Traumzeit", das durch das Einstreuen von CUREschen Elemente einen eigenartigen Charme versprüht, und dem gefühlsintensiven "Ganz Nah", dass man es durchaus versteht Wut, Melancholie und Angst mit harten Gitarren, wummernden Bässen und einprägsamen Melodien in Einklang zu bringen. Leider gelingt es dem Trio nicht ganz diese Geschlossenheit über die gesamte Spieldauer aufrecht zu erhalten, denn dem restlichen Material fehlt stellenweise der letzte Biss. Kurzum: in der Band steckt noch jede Menge Potenzial, das nur darauf wartet abgerufen zu werden. Vielleicht ja schon beim nächsten Album!?!

Sonny

Trackliste: 1. Nicht allein - 2. Alles von mir - 3. Verlieren - 4. Tausend Fragen - 5. Zu viel - 6. Traumhochzeit - 7. Halt dich fest - 8. Ohne Herz - 9. Ganz nah - 10. Tut mir leid

Thanks to Claudia @ Locomotive Music


DEMIR DEMIRKAN/ 2004 Istanbul
  • Band: Demir Demirkan
  • Albumtitel: 2004 Istanbul
  • Spielzeit: 44:55 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Contraire
  • Vergleichbare Bands: gibt's die wirklich?
  • Veröffentlichung: 19.07.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Kennern der türkischen Hard Rock/ Heavy Metal-Szene dürfte DEMIR DEMIRKAN keine unbekannte Größe mehr sein, denn schließlich hat sich der Songwriter/ Gitarrist in den 90ern mit seiner Band PENTAGRAM auch hierzulande einen gewissen Bekanntheitsgrad erspielt. Mittlerweile hat sich DEMIR DEMIRKAN auf Solopfade begeben und avancierte in der Türkei mit seinen ersten beiden Alben zum Superstar. Auch als Songwriter/ Produzent machte er sich u. a. mit dem von SERTAB ERENER interpretierten Song "Every Way That I Can" einen Namen, denn selbige Nummer bescherte der Türkei den Sieg beim Eurovision Song Contest 2003. Dieser Tage kam sein Drittling "2004 Istanbul" im restlichen Europa zu Veröffentlichungsehren und wie auch schon auf seinen beiden Vorgängern gelingt es ihm spielend den Spagat zwischen traditioneller Anatolischer Musik ("Kahpe"), Blues ("Tomorrow Is Another Day"), Funk ("Berlin"), Rock ("Zaferlerim"), HipHop ("Hayat Sensiz Olmuyor"), moderne Härte ("Yalanlar") und eingängigen, rockig-sphärischen Melodien herzustellen. Über acht türkisch-, drei englischsprachige Nummern und einem Instrumental (in dem er an einen gewissen STEVE VAI erinnert) demonstriert er auf eindrucksvolle Weise, wie abwechselungsreiche und zeitgemäße Gitarren-Rockmusik - frei von sprachlichen Barrieren - zu klingen hat. Mit dem eingängigen Opener "Senden Sorna" und dem vorwärtsrockenden "Köle Krale" hat er sogar zwei Nummern am Start, die mit ein bisschen Glück auch in unseren Breiten zu Hitehren gelangen könnten. Obwohl das Album - aufgrund der vorwiegend türkischen Nummern - etwas exotisch und gewöhnungsbedürftig für mitteleuropäische Rock-Ohren klingt, wächst der Ohrwurmcharakter mit jedem weiteren Durchlauf des Silberlings. Vielschichtig interessierte Rockfans sollten auf alle Fälle ein Ohr riskieren.

Sonny

Trackliste: 1. Senden Sonra - 2. Kahpe - 3. What’s Done Is Done - 4. Gitti Gider - 5. Köle Kral - 6. Tomorrow Is Another Day - 7. Yalanlar - 8. Berlin - 9.Yavas Yavas - 10. Zaferlerim - 11. Sololar - 12. You Oughta Know

Thanks to Sven @ MusicConsult


WILLI ASTOR/ Wortstudio - Vorlaut Deluxe
  • Band: Willy Astor
  • Albumtitel: Wortstudio – Vorlaut Deluxe
  • Spielzeit: 68:16 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: BMG/ Ariola
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 19.04.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nach seiner letzten Wortspielerei "Aloneunderholder – Gehe Hin Und Meerrettich" musste die Erde fast dreimal die Sonne umkreisen bis WILLY ASTOR mit "Wortstudio – Verlaut Deluxe" wieder zur Attacke auf unser Zwerchfell bläst und mit Wortgewandtheiten die Gehirnwindungen des konzentrierten Zuhörers zum Glühen bringt. Dies gelingt ihm allem voran mit "Kinomo", in dem er Titel zahlloser Kino-Filme und Film-Klassiker zu einer wahrlich atemberaubenden „Lovestory mit Happy End“ hochschaukelt. Atemberaubend in zweifacher Hinsicht, denn erstens sprudeln ihm die Spitzfindigkeiten ganz lässig heraus und zweitens bringt er das versammelte Publikum schier zu Verzweiflung, weil er ihnen – vor Beginn seines nicht reißen wollenden Redeflusses – den Vorschlag macht, doch die verarbeiteten Filme mitzuzählen. Aber auch sein Silbensalat in "Handycap", in dem er abgefahrene Philosophien über unsere kleinen Mobilfunkgeräte, (z. B. Handy und Neandertaler) vom Stapel lässt. Als besonderes Highlight entpuppt sich "Toi Tol Stoi", in dem der Bayer aus Dichter- und Literatennamen sowie aus verschiedensten Bucharten und literarischen Fachausdrücken eine unterhaltsame Geschichte locker aus dem Ärmel schüttelt. So werden insgesamt fünf Wortstudio-Kunsttücke (des weiteren "Selbsthifegrappa" und "Adventsstadium") von so manch pfiffigen Zweizeiler ("Junge Pfarrer") oder krassem Gedicht ("Wies’n"), witzigen Sketch und gnadenlos guten Song umgarnt. Dazu hat er sich auch so namhafte Gäste wie OTTO ("Herr Walkes, Bitte 37"), GÜNTHER GRÜNWALD ("Doping Wondratschek", "Antisorgin"), ERKAN & STEFAN oder MICHAEL MITTERMAIER eingeladen. Während die beiden Döner-Großmäuler vor und nach dem Rap-Monster "Fasermacker" eine dicke Lippe riskieren, brummt ihm der schelmische Michl zwecks "Kartoffelbrei Für Mittermeier" eine Strafe von 5 Euro zum Wohl der Wortspielkasse auf. Musikalisch bekommen u. a. unsere Nachbarn Österreich, Schweiz und Frankreich ihr Fett ordentlich ab. So erstrahlen "Ein Lied Für Österreich" und "Franzosenpack" traditionsbewusst im Heurigen- bzw. Provence-Flair, wo hingegen "Hopp Schwyz!" im coolen Rap-Gewand groovt. Für hartgesottene Rockfans hat der Wortakrobat das punkige "Ellenbogenhaut", bei dem er die deutsche Punkrock-Szene ordentlich aufs Korn nimmt, oder die RAMMSTEIN-Verballhornung "Sag Nicht Knubbel Zu Mir" auf Lager. Einen Hauch von Jamaika-Feeling verbreitet das Allround-Talent anhand der Reggae-Nummer "Da Rast A Mann" und abschließend wagt er sich mit "Gestern Hab Ich Mein Wecker Daschlag’n!" sogar an eine Persiflage von KONSTANTIN WECKERs "Willy". Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches und unterhaltsames Album des Silbenmagiers.

Sonny

Trackliste: 1. Herr Walkes, bitte 27 - 2. Im Nachhinein - 3. WORTSTUDIO Kinomo - 4. Doping Wondratschek - 5. Berlien, wa! - 6. Po-Triologie - 7. Formentera - 8. WORTSTUDIO Selbsthilfegrappa - 9. Persien sucht den Superschah - 10. Erkan und Stefan - 11. The Fasermacker feat. WILL LEE MC - 12. Erkan und Stefan II - 13. WORTSTUDIO Handycap - 14. Das Allerschlimmste - 15. Junge Pfarrer - 16. Antisorgin - 17. Ellenbogenhaut feat. Still Freunde, Sportler! - 18. Schlüssel im Bus - 19. WORTSTUDIO Toi Tol Stoi - 20. Langsamer Walser - 21. Ein Lied für Österreich - 22. Wiesn - 23. Sag nicht Knubbel zu mir feat. Stammreim - 24. Der Fall "Stroh Maus" - 25. Der Humorfachmann - 26. WORTSTUDIO Adventsstadium - 27. Hopp Schwyz! - 28. Mouda gey eina - 29. WILL LEE MC im World Wibe Web - 30. Da rast a Mann feat. "The LangWailers" - 31. Kartoffelbrei für "Mittermaier" - 32.  Franzosenpack - 33. Gestern hab ich mein Wecker daschlag'n!

Thanks to Conny @ Backstage Promotion


VARIOUS ARTISTS/ Hollywood Hairspray III
  • Band: Various Artists
  • Albumtitel: Hollywood Hairspray Vol. III
  • Spielzeit: 68:10 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: 2 many 2 mention
  • Veröffentlichung: 15.07.2004
  • Wertung: 7,5/ 10


Review:
Das umtriebige, kleine US-Label Perris Records veröffentlicht hiermit bereits den dritten Teil seiner "Hollywood Hairspray"-Serie. Wie bislang gewohnt, wird ein respektabler Überblick über die aktuelle Veröffentlichungspolitik des Labels geboten, was sowohl Sleaze-Fans als auch klassische Hard Rock-Fans begeistern dürfte. Mir auf den ersten Blick größtenteils unbekannte Bands zeigen, dass es in den US of A anscheinend noch immer eine aktive und funktionierende Underground-Szene gibt, die partout "keine Haare lassen will". Entgegen des Titels "In It For The Money" merkt man bereits beim Opener der Band STAMPEDE QUEEN, dass die Beteiligten der Sache eine ganze Menge Spaß abgewonnen haben dürften. Das Resultat ist ein wahres Groovemonster, das an die besten Tage der seligen LITTLE CAESAR erinnert. Im Anschluss daran spielen sich FUNNY MONEY, das nicht mehr ganz so neue Projekt des ehemaligen KIX-Shouters Steve Whiteman, ihr "Bad Luck" frisch und unbeschwert von der Leber, ehe uns SHAMELESS um den deutschen Bassisten Alex Michael und den Glam-Gott Steve Summers (PRETTY BOY FLOYD) mit "Realize" Ihre balladeske Seite offenbaren. GEMINI FIVE paaren in "Babylon Rocks" gekonnt Ihre 80er Roots mit dezent modernen Einflüssen, und einem überzeugenden Sänger: "Projekt gelungen, die Nummer rockt!" Eine wahre Hard Rock-Kalorienbombe a la HEAVEN'S EDGE meets Jack Ponti offerieren uns CRASH DIET, deren "Riot In Everyone" alles hat, was die Hymne einer Hair Band in den 80er Jahren ausmachte: einen geilen Sänger, Gang-Vocals, ein cooles Solo und einen absoluten Mitgröl-Refrain... für mich die beste Nummer dieser CD. Fazit: Nicht ganz so gut wie der zweite Teil der Serie, aber durchaus eine lohnenswerte Anschaffung, die einige Anspieltipps enthält, die es wert sind, intensiver unter Beschallung genommen zu werden. Zu beziehen gibt es die CD, wie auch die ersten beiden Teile der Serie, unter
www.perrisrecords.com.

Florian

Trackliste: 1. STAMPEDE QUEEN/ In For The Money 2. FUNNY MONEY/ Bad Luck 3. MAD MARGITT/ Straight Through The Heart 4. CHERRY STREET/ Comes Around, Goes Around 5. TIGERTAILZ/ King Of The world 6. SHAMELESS/ Realize 7. GEMINI FIVE/ Babylon Rocks 8. MACHINEGUN KELLY/ Whiteline Offside 9. SWITCHBLACD/ Switchblade Serenade 10. CRAZY LIXX/ Death Row 11. EAT THE GUN/ Welcome To The Show 12. NINETEEN 88/ Big Rawk 13. CRASH DIET/ Riot In Everyone 14. SCHROEDER/ Doesn't Do A Thing For Me 15. TOMMY AND THE LOVE TRIBE/ Million Times 16. SLEAZY DREAM/ Backslide 17. TRACY GUN PUSSY/ Play It Hard

Thanks to Tom @ Perris Records

weiter Reviews über die Holly Hairspray-Serie
VARIOUS ARTISTS/
Hollywood Hairspray II


NATURAL SCIENCE/ This Side Of Paradise
  • Band: Natural Science
  • Albumtitel: This Side Of Paradise
  • Spielzeit: 52:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Lone Wolf Music/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Dream Theater, Savatage, Rush
  • Veröffentlichung: 13.07.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Proggies aufgepasst! Progressive Rock/ Metal aus den Niederlanden hat man hierzulande eigentlich immer mit dem Namen ARIEN LUCASSEN und seinen verschiedenen Projekten verknüpft. Aber nun hat er mit NATURAL SCIENCE ordentliche Konkurrenz aus dem eigenen Land bekommen. Musikalisch hat das Quintett versucht irgendwo zwischen Symphonic Rock und Progressive Rock/ Metal sein ganz eigenes Ding zu finden. Zwar konnte die Band dieses Vorhaben nicht komplett in die Tat umsetzen, denn hier und da ist der Einfluss von SAVATAGE ("Just Befor Dawn") oder DREAM THEATER ("This Side Of Paradise") noch zu stark zu verspüren, aber Nummern wie das eindrucksvoll wummernde "Match Made Up ..." oder "May You Live In Interesting Times" lassen aufblitzen, dass die Band um Sänger Roy Wassink durchaus ihren eigenen Kopf hat. Letztere Nummer erstreckt sich über vier Parts und wartet mit allen Elementen auf, die man sich von einem anspruchsvollen Prog-Epos erwartet: Acoustic- und Hard Rock-Einlagen, metallische Grooves und Gitarrensolos, quirlige und majestätische Synthies, sowie leichtverdauliche Jazz- und Fusion-Parts, die mittels eines facettenreichen Gesangs ihre Vollendung finden. Nur das bizarre "Meltdown Marvin", das stellenweise mit etwas punkig/ hardcore-lastigen Charme aus den Lautsprechen rumpelt, fällt etwas zu stark aus dem Rahmen. Ansonsten kann man von einem durchaus gelungenen Debüt sprechen, das kein aufrichtiger Prog-Freak aus dem CD-Player verbannen dürfte.
Wer sich für diese Scheibe interessiert, wird beim Spezialisten für Progressive Rock/ Metal
Just For Kicks fündig

Sonny

Trackliste: 1. On My Own - 2. Just Before Dawn - 3. For Better Days - 4. This Side Of Paradise - 5. Match Made Up... - 6. Meltdown Marvin
May you live in interesting times:
7. In Our Times - 8. Soundbite Symphony - 9. Men At Arms - 10. Novska

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


ERIK NORLANDER/ Stars Rain Down
  • Band: Erik Norlander
  • Albumtitel: Stars Rain Down
  • Spielzeit: 75:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Think Tank Media/ Empire Music
  • Vergleichbare Bands: Keith Emerson, härtere Ausführung von Jean Michel Jarre, Lana Lane
  • Veröffentlichung: 12.07.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Im Hause LANE/ NORLANDER scheint man sich keine Verschnaufpause zu gönnen, denn kaum hat die bessere Hälfte mit einem Live-Album vorgelegt, schiebt der Maestro selbst eine Live-Scheiblette nach. "Stars Rain Down", so der hoffnungsschürende Titel, erstreckt sich über die bisherigen drei Solo-Studio-Alben und die beiden ROCKET SCIENTISTS-Longplayer, wobei natürlich der größte Batzen von der letztjährigen Rock-Oper "Music Machine" stammt. Die Scheibe stellt sich aus diversen Europa-Konzerten zwischen 2001 - 2003 zusammen und ein nicht gerade geringer Anteil wurde - wie auch der Großteil von LANA LANEs DVD "Storybook: Tales From Germany & Japan" - beim Gig am 27. Juni 2003 im Aschaffenburger Colos-Saal mitgeschnitten. Ein großer Pluspunkt der Scheibe ist die Tatsache, dass sich die akrobatischen Instrumental-Tracks von Herrn NORLANDER mit den gesungenen Nummern schön die Waagen halten. Somit ist auch die Gefahr auf etwaige Gähnattacken seitens der Zuhörer gebannt. Zur gesanglichen Untermalung des Materials ist natürlich Gattin LANA LANE, sowie Kelly Keeling (ex-BATON ROUGE/ ex-MSG/ KING KOBRA), der ja sozusagen den Charakter des Hauptdarstellers in "Music Machine" inne hat, mit von der Partie. Die Highlights dieser Scheibe sind eindeutig die Songs, die vom besagten Konzert in Deutschland stammen wie z. B. "Beware The Vampires", das von Lana und Kelly gemeinsam gesungen wird, und "One Of The Machine" oder die Hymne "Heavy Metal Symphony", bei der sich Herr Keeling in hervorragender Verfassung befindet. Von den Instrumentalen kristallisieren sich Eriks eigenwillige Interpretation vom Soundtrack-Theme zur Science Fiction-Serie "Space: 1999", das 10min-Epos "Sky Full Of Stars" und "Neurosaur", das mit sphärisch-progressiven, gelegentlich sogar New Age-lastigen und jazzigen Parts zu gefallen weiß, als Glanzlichter heraus. Da "Stars Rain Down" einen repräsentativen Querschnitt über die bisherige Schaffensperiode von ERIK NORLANDER bietet, dürfte auch die Scheibe auch für Leute interessant sein, die bisher dem Ausnahme-Keyboarder bisher noch kein Ohrenmerk geschenkt haben. Für die Fans des vielbeschäftigten Ehepaars gehört diese Scheibe sowieso zum Pflichtprogramm.
PS. Diese Zeilen sind noch nicht mal richtig eingetippt, da macht sich auch schon die Kunde breit, dass der nächste Output bereits in trockenen Tüchern ist. Gemeinsam mit Schlagwerker Greg Ellis (u. a. VAS, STEVE STEVENS) hat ERIK NORLANDER zum vierten Solo-Schlag ausgeholt. Das Electronic-Album "Seas Of Orion" schlägt am 11. September auf europäischen Boden auf.

Sonny

Trackliste: 1. Rome Is Burning [6:15] - 2. Beware The Vampires [4:53] - 3. One Of The Machines [5:33] - 4. Mariner [7:54] - 5. Sky Full of Stars [10:14] - 6. Lost Highway [5:13] - 7. Arrival [1:52] - 8. Neurosaur [5:27] - 9. Heavy Metal Symphony [5:09] - 10. Project Blue Prince [5:24] - 11. Fly [7:35] - 12. Oblivion Days [4:34] - 13. Space: 1999 [4:55]

Thanks to Erik @ Think Tank Media

weitere Reviews über ERIK NORLANDER:
ERIK NORLANDER/ Hommage Symphonique (Symphonic Rock-Tipp/ January 2007)
ERIK NORLANDER/
Threshold (special edition/ re-release)
ERIK NORLANDER/
Music Machine


LANA LANE/ Return To Japan
  • Band: Lana Lane
  • Albumtitel: Return To Japan
  • Spielzeit: CD 1: 75:03 min/ CD 2: 58:40 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Think Tank Media/ Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: stimmlich Ann Wilson (Heart)
  • Veröffentlichung: 12.07.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Seit ihrem letzten Studio-Album sind gerade mal sechs Monate vergangen, da beehrt uns die Queen des Symphonic Rocks hierzulande erstmals mit einem Live-Album. Auf nahezu 134 min bietet uns LANA LANE einen erlesen Querschnitt durch ihre Karriere, den man ohne Übertreibung als Best Of-Programm bezeichnen darf. Der erste Silberling enthält Live-Mitschnitte aus den Japan-Tourneen der Jahre 1999 bzw. 2002 und auf der zweiten CD befinden sich Acoustic Sets und Special Events, die während der diversen Promotion-Touren zwischen 1998 - 2002 im Land der aufgehenden Sonne aufgezeichnet wurden. Obwohl die Ausnahmesängerin auf beiden Scheiben eine gewohnt bestechende Performance abliefert und ERIK NORLANDERs präzis-filigrane Produktion die Songs genau auf den Punkt bringen, hat es mir der Silberling mit den Acoustic-Sets besonders angetan. Lasst einfach mal eure malträtierten Lauscher von brillanten Darbietungen wie "Take A Breath", "Stardust" oder dem himmlisch-klaren "Symphony Of Angels" verwöhnen, dann wisst ihr was ich meine: Diese Versionen sind einfach Balsam für die Rock- und Metal-Seele. Aber auch die Perlen der ersten CD sollten hier unbedingt Erwähnung finden, denn das tolle "Introductory Medley", das aus den Intros diverser Studio-Alben besteht, und "The Beast Within" oder "Queen Of The Ocean" vermögen den Zuhörer auf nahezu unbeschreibliche Weise in ihren Bann zu ziehen. Kurzum, ganz egal was LANA LANE und ihr Göttergatte ERIK NORLANDER aufnehmen oder produzieren, man kann einfach immer davon ausgehen, dass sich alles auf höchstmöglichem Niveau abspielt. Einfach Klasse!

Sonny

Trackliste: CD 1: Lana Lane Band: Introductory Medley (1. Dark Water Part III - 2. Fanfare For The Dragon Isle - 3. Garden Of The Moon - 4. In The Hall Of The Ocean Queen) - 5. Escher's Staircase - 6. The Beast Within You - 7. Rainbow's End - 8. Queen Of the Ocean 9. Project Shangri La - 10. Evolution Revolution - 11. Frankenstein Unbound - 12. Athena's Shadow - 13. Night Falls - 14. Astrology Prelude - 15. Redemption Part II - 16. Secrets Of Astrology.

CD 2: Acoustic Live and Special Events: 1. Take a Breath - 2. Stardust - 3. Symphony Of Angels - 4. Dream On - 5. Alexandria - 6. Autumn Leaves - 7. Let Heaven In - 8. Dreamcurrents - 9. Avalon - 10. Seasons End - bonus tracks (full band): 11. In The Court Of The Crimson King - 12. Long Live Rock 'N' Roll.

Thanks to Erik @ Think Tank Media
&
Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über LANA LANE:
LANA LANE/ Gemini (Symphonic Rock-Tipp/ January 2007)
LANA LANE/ 10th Anniversary Concert (DVD/ CD) (Live Candy/ March 2006)
LANA LANE/ Lady Macbeth
LANA LANE/
Storybook: Tales From Europe And Japan (DVD)
LANA LANE/
Winter Sessions
LANA LANE/
Covers Collection


LANA LANE/ Storybook: Tales From Europe And Japan (DVD)
  • Band: Lana Lane
  • DVD: Storybook - Tales From Europe & Japan
  • Spielzeit: ca. 182 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Think Tank Media/ Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: erinnert stimmlich an Ann Wilson (HEART)
  • Veröffentlichung: 12.07.2004
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Wenn es eine/n Künstler/in geben sollte, die/ der Hard- ("Frankenstein Unbound"), Melodic- ("Under The Olive Tree"), Progressive- und Gothic-Rock ("Before You Go") sowie traditionellen und neoklassischen Heavy Metal ("Destination Roswell"/ "The Beast Within You") ohne Grenzen in sich verschwimmen lassen kann, dann dürfte diese Umschreibung wohl am ehesten auf LANA LANE zutreffen. Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Live-Doppel-CD debütiert die Queen des Symphonic Rocks nun endlich auch auf DVD. Nun kommt man nicht nur in den Genuss LANA LANE zu hören, sondern auch sie noch voll in Action mitzuerleben. Im Gegensatz zu "Return To Japan" beschränken sich die Live-Mitschnitte nicht nur auf die diversen Japan-Tourneen, sondern hier sind auch Auftritte auf europäischen Boden in Bild und Ton festgehalten. Erfreulicherweise stammt ein Großteil der europäischen Aufzeichnungen vom Konzert am 27. Juni 2003 im Colos-Saal zu Aschaffenburg. Durch die kulturellen Unterschiede zwischen Fernost und Europa entwickeln sich je nach Location und Mentalität ganz unterschiedliche Vibrations, die in sich eine sehr positive Spannung aufbauen. Auflockerung erfährt der interessierte Zuhörer und Betrachter durch die sehr informativen "own words" -Interviews zwischen den einzelnen Songs. Hier kommt allerdings nicht nur LANA LANE und ihr Gatte ERIK NORLANDER zu Wort, sondern auch die jeweiligen Komponisten und involvierten Musiker. Chronologisch erstrecken sich die Aufnahmen aus dem Zeitraum zwischen 1997 - 2003, wobei man den jüngeren Bildern - nicht zuletzt wegen der phantastischen Video-Animationen und der spektakulären Überblendungen - besondere Aufmerksamkeit schenken sollte. Eins steht fest, egal ob man nun die früheren oder die aktuelleren Mitschnitte favorisiert: LANA LANE trägt ihre Nummern nicht nur sehr gekonnt vor, sondern lebt in ihnen auch noch richtiggehend auf. Eine Performerin in wahrsten Sinne des Wortes. Einfach ganz großes Kino.

Sonny

Trackliste: 1. Introductory Medley (Japan 2002) - a. Dark Water Part III; b. Fanfare for the Dragon Isle; c. Garden of the Moon; d. In the Hall of the Ocean Queen - 2. Escher's Staircase (Japan 2002) - 3. Rainbow's End (Japan 1999) - 4. Project Shangri-La (Germany 2003) - 5. Queen of the Ocean (Japan 2002) - 6. Destination Roswell (Belgium 2003) - 7. Frankenstein Unbound (Japan 2002) - 8. Before You Go (Germany 2003) - 9. Under the Olive Tree (Japan 1998) - 10. The Beast Within You (Japan 2002) - 11. Night Falls (Japan 1999) - 12. Through the Rain (Germany 2003) - 13. Seasons (Japan 1998) - 14. Love is an Illusion (Japan 1998) - 15. Avalon (Germany 1997) - 16. Evolution Revolution (Japan 1999) - 17. Symphony of Angels (Japan 1998) - 18. Astrology Prelude (Germany 2003) - 19. Redemption Part II (Germany 2003) - 20. Secrets of Astrology (Japan 2002)

Thanks to Erik @ Think Tank Media
&
Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über LANA LANE:
LANA LANE/ Gemini (Symphonic Rock-Tipp/ January 2007)
LANA LANE/ 10th Anniversary Concert (DVD/ CD) (Live Candy/ March 2006)
LANA LANE/ Lady Macbeth
LANA LANE/
Return To Japan
LANA LANE/
Winter Sessions
LANA LANE/
Covers Collection


KRAGENS/ Dying In A Desert
  • Band: Kargens
  • Albumtitel: Dying In A Desert
  • Spielzeit: 52:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Manitou Music/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: Iced Earth, Nevermore, Judas Priest mit einer Prise Neo-Klassik a la Sonata Arctica
  • Veröffentlichung: 12.07.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Die Metal-Szene in Frankreich brachte in den letzten Jahren ein paar vielversprechende Bands (HEAVENLY, KARELIA) ans Tageslicht, die sich mehr oder weniger auch auf dem gesamteuropäischen Markt durchzusetzen vermochten. Mit einer Kombination aus der depressiven Bedrohlichkeit von NEVERMORE ("Lord Of Chaos"), der Dramatik von ICED EARTH ("Fear") und der Aggressivität von JUDAS PRIEST versuchen auch KARGENS im hartumkämpften Power Metal-Markt Fuß zu fassen. Diese Mixtur klingt zwar äußerst interessant, aber ob die Band um Sänger Renaud Espeche damit in die Fußstapfen der genannten Bands treten kann, erscheint mir doch etwas zu hochgegriffen, da es nicht nur irgendwie an der vielzitierten Eigenständigkeit mangelt, sondern auch an den Überraschungseffekten der verschiedenen Nummern. Gut, andererseits zeigen KARGENS mit dem Nackenbrecher "Metal Hunter", in dem Monsieur Espeche an einem Rob Halford in Bestform erinnert, und der neoklassischen Speedhymne "World Made Of Heroes" sowie dem abschließenden Stampfer "Destroyin The Temple", der einen düster-groovenden Hauch von WWIII versprüht, dass sie durchaus den nötigen Pfeffer im Hintern bzw. im Songwriting haben. Wer sich am stellenweise stark französisch akzentuierten Gesang nicht stört, wird mit Sicherheit seine Highlights auf dieser Scheibe finden.

Sonny

Trackliste: 1. Dying In A Desert - 2. Carnivore Ritual - 3. Kragens - 4. Fear - 5. Lords Of Chaos - 6. Metal Hunter - 7. Satan The Killer - 8. Nightmare - 9. Road Warrior - 10. World Made Of Heroes - 11. Rise Up Your Fist To Fight - 12. Destroyin The Temple

Thanks to Jan @ Sure Shot Worx

weitere Reviews über KRAGENS:
KRAGENS/ Seeds Of Pain


HODSON/ This Strange World
  • Band: Hodson
  • Albumtitel: This Strange World
  • Spielzeit: 58:29 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Rainbow, Magnum, Ten, Whitesnake
  • Veröffentlichung: 12.07.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Hinter dieser neuen Band steht kein geringerer als TEN-Keyboarder Paul Hodson, der sich nicht zuletzt auch als Songwriter und Produzent des letzten BOB CATLEY-Albums "When Empires Burn" einen Namen gemacht hat. Nun ist er erstmals in eigener Sache aktiv und untermauert, dass er nicht nur ein äußerst fähiger Songwriter und Keyboarder ist, sondern auch einen sehr passablen Sänger abgibt. Stimmlich bewegt er sich ziemlich gekonnt zwischen solchen Größen wie Ronnie James Dio oder Graham Bonnet. Diese markante Stimmlage erfährt besonders beim Cover des RAINBOW-Klassikers "Light In The Black", das etwas düsterer - aber nicht minder quirlig/ progressiv - als das Original aus den Boxen schallt, ihren powergeladenen Höhepunkt. Dass HODSON auch nicht allzu weit von TENschen Sound entfernt ist, zeigt die Epic-Nummer "The Calling", welche durchaus auf einem der letzten Alben der Briten seinen berechtigten Platz gehabt hätte. Was aber nicht heißen soll, dass hier über neuen Nummern nur ein halbgarer Aufguss seines Hauptbrötchengebers präsentiert wird. - Nein, im Gegenteil, denn schon mit dem folgenden "Saviour" geht es wieder eher in die Richtung RAINBOW meets IRON MAIDEN. Als weitere Testläufer möchte ich euch "Jelunda" (interessantes tibetanisches/ mongolisches Intro, toller Chorus, spritzige Gitarren und tragende, fernöstliche Keyboards), das irisch-walisisch angehauchte "Swan" oder "Soulman" empfehlen. Letzteres hebt sich aufgrund der doch recht einprägsamen bzw. leichtverdaulichen Melodien und leicht speedigen Gitarreneinlagen vom restlichen Material etwas ab. Zwar dürften Fans des klassischen und epischen Hardrocks mit Sicherheit von "This Strange World" angetan sein, aber da das Album stellenweise etwas zu unruhig und überladen klingt, dauert es ein paar Durchläufe bis sich das Material dem Zuhörer gänzlich erschließt. Also Geduld ist angesagt! Falls sich HUDSON noch zu einem weiteren Album entschließt, wäre eine Prise mehr Eigenständigkeit angebracht.

Sonny

Trackliste: 1. This Foolish World - 2. Jelunda - 3. The Calling - 4. My Saviour - 5. English Rose - 6. Shamen Eyes - 7. Soulman - 8. Light in the Black - 9. The Swan 10. This Foolish World (video clip)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


VARIOUS ARTISTS/ MTM-Compilation Rock Ballads Volume 5
  • Band: Various Artists
  • Albumtitel: MTM Music Rock Ballads Vol. 5
  • Spielzeit: 75:23 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: 2many
  • Veröffentlichung: 12.07.2004
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Es ist mal wieder an der Zeit, dass MTM Music mit einer repräsentativen Zusammenstellung über ihre aktuellen bzw. kommenden Veröffentlichungen die leidenschaftlichen Rock-Fans versorgen. Aus diesem Grunde veröffentlicht das Münchener Label den mittlerweile fünften Teil ihrer begehrten "Rock Ballade"-Reihe. Highlights dieser Compilation sind zweifelsohne die Beträge der Comebacker von TNT ("Perfectly"), XYZ ("Deny") und SHORTINO/ NORTHRUP ("Like A Storm"), aber auch Nummern wie "Desert Rain" der finnischen Newcomer HUMAN TEMPLE, das stellenweise sehr an ELTON JOHNs "Candle In The Wind" erinnert, oder der erfrischend-relaxte "Train Song" (bisher unveröffentlicht!) von den neuen norwegischen Hoffnungsträgern GREENHOUZE sind eine stilgerechte Untermalung für ein rockig-balladeskes "Dinner For Two". Unbedingt Gehör schenken sollten Freunde der ruhigen Klänge allerdings auch S.I.N.s "A New Tomorrow" (gefühlsecht und Gänsehaut pur!), die sehr melancholische "Late Night Show" der Franken SHYLOCK oder "Heaven In My Hand" von BROKE 'N' BLUE, das doch stellenweise stark an die sehr sanften Momente ihrer Landsleute ROXETTE erinnert. "Rock Ballads Vol. 5" verdeutlicht einmal mehr, dass nur Rockbands in der Lage sind, echte und intensive Balladen zu fabrizieren. Bei dieser Veröffentlichung sind Balladen-Freaks bestens aufgehoben!

Sonny

Trackliste: 01. DARE/ Silent Hills (recent album "Beneath The Shining Water") 4:01 - 02. TNT/ Perfectly (recent album "My Religion") 5:15 - 03. HUMAN TEMPLE/ Desert Rain (recent album "Insomnia") 4:40 - 04. JOE LYNN TURNER/ Love Don't Live Here (recent album "JLT") 5:34 - 05. GREENHOUZE/ Train Song (forthcoming album "Greenhouze")*** 5:26 - 06. XYZ/ Deny (recent album "Letter To God") 4:22 - 07. FARO/ Coast To Coast (recent album "Dawn Of Forever") 4:25 - 08. EDGE OF FOREVER/ The Road We Walked On (recent album "Feeding The Fire") 5:55 - 09. S.I.N./ A New Tomorrow (recent album "Somewhere Into Nowhere") 5:21 - 10. CRYSTAL BLUE/ Sylvia (recent album "Detour") 5:20 - 11. SAYIT/ Longing For Someone To Hold (recent album "Sayit - Louder") 4:55 - 12. SHYLOCK/ Late Night Show (recent album "Welcome To Illusion") 5:19 - 13. SHIVA/ Loosing My Child (recent album "Desert Dreams") 4:29 - 14. SHORTINO/NORTHRUP/ Like A Storm (recent album "Afterlife") 4:13 - 15. BROKE'N'BLUE/ Heaven In My Hands (recent album "Northern Light") 5:41

*** unreleased tracks!

Thanks to Sebastian @ MTM Music

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VARIOUS ARTISTS/
MTM Music Compilation Vol. 10
VARIOUS ARTISTS/
MTM Music Compilation Vol. 9


MIND KEY/ Journey Of A Rough Diamond
  • Band: Mind Key
  • Albumtitel: Journey Of Rough Diamond
  • Spielzeit: 59:01 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Dream Theater, Symphony X, Queen
  • Veröffentlichung: 12.07.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Im Grunde genommen sind die italienischen Frontiers Records ein Melodic Rock-Label, aber gelegentlich nehmen sie auch Progressiv Metal Bands - vornehmlich aus heimischen Gefilden - unter ihre Fittiche. So geschehen auch mit MIND KEY, einem Fünfer aus Neapel, der mittlerweile seit 1999 besteht und sich im Fahrwasser von Genregrößen wie DREAM THEATER, SYMPHONY X oder ROYAL HUNT bewegt. Zwar ist Sänger Mark Besile kein Ausnahmesänger wie z. B. James LaBrie, aber er hat irgendwo zwischen Oliver Hartmann (EMPTY TREMOR/ ex-AT VANCE), QUEENs Freddy Mecury (R.I.P.) und Johnny Gioeli (AXEL RUDI PELL/ HARDLINE) seinen eigenen Stil gefunden und hat mit Sicherheit das Zeug zu einem Großen der Sangeszunft. Auch die restlichen Bandmitglieder zeigen anhand von frischen Gitarrenparts, erquickenden Keyboards und einer verspielt-wuchtigen Rhythmusarbeit, dass sie ihr Fach von der Picke auf gelernt haben. Trotz ihrer Detailverliebtheit verlieren die Mannen um die Bandgründer Dario De Cicco (Keyboards) und Emanuele Colella (Gitarre) nie den Sinn für wunderschöne Melodien, durch die sie geschickt die verschiedenen Spielarten des Progressive Metal mit Hard Rock vereinen. Man kann behaupten, die Italiener haben den Bogen raus. Als Anspieltipps möchte ich euch das verträumte "Memory Calling", das wuchtig-moderne "Lord Of The Flies" (dezent eingestreute Reggae-Passagen) oder "Love Remains The Same", das sich stellenweise wie eine Melange aus EUROPEs "Carrie" und dem JOHN MILES-Klassiker "Music" sowie harten Breaks a la SEPULTURA anhört, mit auf den Weg zum Plattendealer eures Vertrauens geben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Band auf ihrem Aufstieg in den Progressive Metal-Olymp schnell vorwärts kommen wird.

Sonny

Trackliste: 1. Secret Dream - 2. Love Remains The Same - 3. Deep Inside - 4. Memory Calling - 5. Lord Of The Flies - 6. World Of Illusion - 7. Without Rain - 8. Waiting For The Answer [part II: Soul Voyager (instrumental) - part II: The Zero Dimension]

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


FATE/ A Matter Of Attitude (re-release)
  • Band: Fate
  • Albumtitel: A Matter Of Attitude
  • Spielzeit: 50:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Europe, Craaft, Duran Duran, Aerosmith
  • Veröffentlichung: 05.07.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Jubel!!! Mit der zweiten Scheibe von FATE haben sich MTM ein wahres Juwel, das seit einigen Jahren zu den schwergesuchtesten Teilen der Hard Rock-Szene gehört, für ihre Classix-Serie ausgeguckt. Ursprünglich wurde "A Matter Of Attitude" im Sommer 1986 veröffentlicht und stellt bis dato das wohl kommerziellste Album der Dänen um den ehemaligen MERCYFUL FATE-Gitarrist Hank Sherman dar. Da mich diese Scheibe durch die letzten Tage meiner Schulzeit und sämtliche Abschlussprüfungen begleitet hat, war das Wiederhören solcher Perlen wie dem swingend-stampfenden Opener "I Won't Stop" oder "(I Can't Stop) Losing", dessen tolle Gitarrenpassagen von prägnanten und flockigen Keyboardteppichen getragen werden, mit einem mulmig-befreienden Gefühl verbunden. Mit der Überhymne "Hard As Rock" wurden diese Emotionen in gar schwindelerregende Sphären geschraubt, sodass ich mich in Gedanken auf unserer feucht-fröhlichen Abschlussfeier wiederfand. Obwohl die Scheibe mit Highlights bespickt ist, waren und sind - neben den bereits genannten Nummern - der Shouter "Get Up And Go" und "Do It", das lässig im Big Band Sound swingt, die absoluten Knaller. Natürlich wurde die Scheibe komplett neu gemastert und zusätzlich mit unveröffentlichten Material aufgewertet. Bei den beiden Bonus Tracks handelt es sich um "Hardcore Romance", einem relativ kompromisslosen Stampfer der Marke AEROSMITH, und die einfach gehaltene Ballade "Memories Of You" (geniale Gitarrenarbeit). Angesichts der Präsenz der vier Herren auf dem diesjährigen Deep Impact Festival, passt dieser Re-Release sprichwörtlich wie die Faust aufs Auge. Jetzt kann der Sommer eigentlich kommen ;-) Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass Sänger Jeff "Lox" Limbo, Hank Sherman (Gitarre), Pete Steiner (Bass, Keyboards) und Schlagzeuger Bob Lance auf diesen Auftritt auch ein neues Album folgen lassen.

Sonny

Trackliste: 01. I Won’t Stop 3:21 - 02. Hard As A Rock 3:44 - 03. (I Cant Stand) Losing You 4:50 - 04. Point Of No Return 3:48 - 05. Hunter 4:13 - 06. Summerlove 3:56 - 07. Farrah 3:50 - 08. Get Up And Go 3:19 - 09. Limbo A Go Go 4:01 - 10. Do It 2:32 - 11. Hardcore Romance (unreleased bonus track) - 12. Memories Of You (unreleased bonus track)

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über FATE:
FATE/ V
FATE/ Scratch'n Sniff (re-release) (Klassiker-Tipp)


HIRAX/ The New Age Of Terror
  • Band: Hirax
  • Albumtitel: The New Age Of Terror
  • Spielzeit: 37:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: wir wollen doch niemand verärgern ;-)
  • Veröffentlichung: 05.07.2004
  • Wertung: 4,5/ 10

Review:
Normalerweise bin ich ja so ziemlich für jede Couleur der härteren Klänge offen und auch gegen handfesten Thrash habe ich wirklich nichts einzuwenden. Aber das vorliegende Album von HIRAX macht es dem Musikliebhaber und Kritiker beileibe nicht leicht. Zwar geht "The New Age Of Terror" mit dem tickenden "Kill Switch" recht hoffungsvoll los und man ist auch gleich geneigt den Kopf im Takt mitnicken zu lassen, aber die Freude ist nur von kurzer Dauer. Zwar sind die Herren instrumententechnisch voll auf der Höhe, aber das Songwriting zeigt sich größtenteils ideen- oder überraschungslos ("Hostile Territory") und der Gesang von Keaton W. De Pena ("Hell On Earth") wirkt trotz seiner dunklen Hautfarbe stellenweise etwas farblos. Kaum lassen die Amerikaner ihr Können mit dem monströs groovenden Titeltrack und "Swords Of Steel", das relativ melodisch um die Ecke biegt, kurz aufblitzen, da reißen sie alles mit dem Arsch (z. B. "Into The Ruins") ein, was sie sich zuvor mühevoll mit den Händen aufgebaut haben. Wären mehr wummernde Thrash-Hymnen vom Kaliber "El Diablo Negro" mit von der Partie, dann würden HIRAX ihrem angeblichen Kult-Status wahrscheinlich gerecht werden. Die Band aus San Fransisco mag in den 80ern durchaus ihre Daseinsberechtung, neben Größen wie SLAYER, METALLICA oder EXODUS gehabt haben, aber mit diesem Silberling können sie keinen ihrer früheren Fans vom Ofen hervorlocken. Hinzu kommt die indiskutable Spielzeit von knapp 37 min, aber wahrscheinlich hätte sich eine längere Laufzeit noch schlechter auf das Gesamtbild ausgewirkt.

Sonny

Trackliste: 1. Kill Switch - 2. Hostile Territory - 3. The New Age Of Terror - 4. Swords Of Steel  - 5. Into The Ruins - 6. Massacre Of The Innocent - 7. Hell On Earth - 8. Suffer - 9. El Dia De Los Muertos (The Day Of The Dead) - 10. El Diablo Negro - 11. Unleash The Dogs Of War (Open The Gates)

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


EMPIRE/ Leeches
  • Band: Empire
  • Albumtitel: Leeches
  • Spielzeit: 37:03 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: ???
  • Veröffentlichung: 02.07.2004
  • Wertung: 4/ 10

Review:
Ein Review über eine Veröffentlichung aus dem Hause Perris Records zu verfassen ist in Anbetracht gänzlich fehlender Promotion-Infos und aufs spartanischste gehaltene, blanke CD Rohlinge nicht gerade ein Zuckerschlecken ... erweist sich dann sogar die Suche nach Hintergrundinformationen, Lineups, Diskografien etc. im Internet als ergebnislos, kann diese "Vermarktungsstrategie" (hahaha) a la Perris nur dahingehend begründet werden, dass man entweder
a) den Musikfans die Gelegenheit geben will, sich absolut unvoreingenommen mit den aktuellen Veröffentlichungen auseinander zusetzen (was in Anbetracht der aktuellen Veröffentlichungsflut irgendwo und vom idealistischen Standpunkt her Sinn macht)
oder
b) eine totale Fehlbesetzung mit der Öffentlichkeitsarbeit betraut wurde (in meinen Augen so sicher wie die nächste Abschiedstournee der ROLLING STONES).
Dem bunten, comicartigen Cover nach handelt es sich bei EMPIRE um eine klassische Triobesetzung, wobei sich der Sound auf "Leeches" (was für ein bescheuerter Titel für eine Rockscheibe) nur allzu schwer und wenn überhaupt, mit den Worten "strange & weired" kategorisieren lässt. Mal groovig wie in "Wicked dream", mal ein wenig southern-rock-lastig wie "American Wet Dream", mal klassisch old-school hardrockig wie in "Tiger Gloves" fällt vor allem auf, dass die Jungs einen ziemlich fähigen Gitaristen an Bord haben, und der Sänger ungemein variabel und flexibel klingt - allerdings zünden die Songs nur sporadisch, da diese arg verschachtelt und zu komplex arrangiert wirken. Bislang konnten mich lediglich das psychedelisch angehauchte "You're Right Son (She's Gone)" und das melancholische "The Pressure" in seinen Bann ziehen - beide Nummern klingen ungemein eingängig, lassen jedoch auch genau aus diesem Grunde die Frage aufkommen, wo und von wem man das schon einmal gehört hat ... Der Sound auf "Leeches" ist gut - auch in Anbetracht der aktuellen Veröffentlichungen scheint es, als hätten Perris Records mittlerweile Ihre Strategie, jeden klanglichen Erguss einer Band, die nur irgendwie dem Sleaze/ Glam-Sektor zuzuordnen war, über Bord geworfen und den Entschluss gefasst, sich nicht nur durch Quantität, sondern auch durch Qualität (zumindest im Klangsektor) am Markt zu etablieren... vielleicht solltE man dem selbsternannten Marketingdirektor der Company als nächstes stecken, dass eine Investition in die Customer Awareness nicht so falsch sein kann... Sicherlich eine abwechslungsreiche und mutige Veröffentlichung, die mich jedoch nicht vom Hocker reißt - (nicht vorhandene) Infos unter
www.perrisrecords.com

Florian

Trackliste: 1. Leeches - 2. American Wet Dream - 3. Are You There For Love - 4. Wicked Dream - 5. Tiger Gloves - 6. You're Right Son (She's Gone) - 7. The Verdict's Cut - 8. The Pressure - 9. Another Time - 10. Told Your Mama

Thanks to Tom @ Perris Records

Last Update: Sunday, 18. September 2005
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