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FRONTLINE/ The Seventh Sign
  • Band: Frontline
  • Albumtitel: The Seventh Sign
  • Spielzeit: 39:37 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: nein, ich sage jetzt bestimmt nicht Journey ;-)
  • Veröffentlichung: 28.06.2004
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Wie schon der Titel des neuen FRONTLINE Albums "The Seventh Sign" erkennen lässt, handelt es sich - inklusive des "Japan only"-Releases "Heroes" und der "Almost Unreleased"-Scheibe - tatsächlich schon um das siebte Album der Franken. Da die Band um Gitarrist/ Keyborder Robby Böbel und Sänger Stephan Kämmerer bisher noch auf jedes Album eine Schippe drauflegen konnte, durfte man gespannt sein, was sich das Quartett seit dem letzten regulären Studio-Album "Against The World" (2002) Neues einfallen lassen hat. Und tatsächlich überraschen FRONTLINE ihre Fangemeinde, denn schon der Opener "You Can't Tame Me" kommt ungewohnt heftig aus den Boxen. Doch gleich mit dem melodischen "This Lie" (Hammerchorus), das mit genialen Gitarrensolos ausgestattet ist, schaltet die Band wieder einen Gang zurück, um den perfekten Übergang zum sphärisch basslastigen Midtempo-Groover "Like You Do", das erneut mit tollen Gitarrenpassagen brilliert (Kompliment, Herr Böbel ;-), einzufädeln. Bevor die Mannen um den "deutschen" Steve Perry mit der Hymne "Like You Do" wieder richtig Gas geben, darf noch mit dem lässig-kraftvollen "Getaway" noch mal richtig durchgeatmet werden. Des weiteren verbreiten der leicht aggressive Groover "Where's The Love" und "Melt My Eyes", das gelegentlich an die frühen Tage von BON JOVI erinnert, mächtig gute Laune. Mit "You Never Cried", das von einer grandiosen Arbeit der Rhythmus-Fraktion Hutch Bauer (Bass)/ Rami Ali (Drums) lebt, endet das Album genauso überraschend wie es begonnen hat, denn bei dieser Nummer gehen die FRONLINErs so modern zu Werke wie bisher noch bei keinem ihrer Songs. Durchhänger oder gar Ausfälle sind auf diesem Album Fehlanzeige. Lediglich die Spielzeit von unter 40 min könnten manche Dauer-Nörgler vielleicht als Kritikpunkt anführen. Aber Denjenigen wird anhand der limitierten Erstauflage im Digi-Pack, die mit dem Cover des JOUNREY-Klassikers "Seperate Ways" einen Bonustrack enthält, vehement entgegengetreten. Da erneut Robby Böbel produktionstechnisch die Fäden selbst in der Hand hatte, kann man mit 100%iger Sicherheit davon ausgehen, dass auch FRONTLINE drin ist, wo FRONTLINE draufsteht! Fazit: Stephan Kämmerer, Robby Böbel & Co. haben - ohne ihrer Wurzeln abtrünnig zu werden - mit "The Seventh Sign" ihr wohl mit Abstand härtestes Album eingespielt, denn eine astreine Ballade sucht man auf diesem Album vergebens. Melodic Rock pur!!! Nur schade, dass uns die Band nicht mal wieder live beehrt, denn es gäbe - neben meiner Wenigkeit - bestimmt viele Fans die nach dem ein oder anderen Auftritt der Franken lechzen.

Sonny

Trackliste: 1. You Can’t Tame Me - 2. This Lie - 3. Like You Do - 4. Getaway - 5. Take Me Higher - 6. Part Of My Life - 7. Where’s The Love - 8. Melt My Ice - 9. This Is My Life - 10. You Never Cried

Thanks to Birgitt @ Germusica

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FADING STARLIGHT/ Timeless Fate
  • Band: Fading Starlight
  • Albumtitel: Timeless Fate
  • Spielzeit: 47:08 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: TTS Media/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: frühere Helloween meets Blind Guardian, Domain meets Gary Moore vor seiner Blues-Zeit
  • Veröffentlichung: 28.06.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Schon das Debüt der Niedersachsen hatte seinerzeit einen wohlverdienten Stammplatz in meinem CD-Player ergattern können und auch die ersten Takte des kompromisslosen und eingängigen Openers "As The Harlequin Died", der ein wahres Gewitter an Doublebass-Attacken darstellt, schüren die Hoffnung, dass der langersehnte "Lost"-Nachfolger es dem Erstling gleichtun würde. Dieser Hoffnung wird durch den Groover "The Missing Link" und dem folgenden Riff-Monster "Alone", das vom Kontrast des glasklaren Gesangs von Inga Scharf und den dezent eingestreuten Shout-Parts lebt, noch mehr Eindruck verliehen. Doch spätestens mit der getragenen Hymne "Rain" ist es unwiderrufliche Gewissheit, dass das Quintett mit "Timeless Fate" ihr sehr gelobtes Debüt noch toppen konnten. Erstens wird zu jeder Sekunde auf dem Album klar, dass die Songs - im Gegensatz zum selbstbetitelten Debüt - einer weiblichen Stimme auf den Leib geschrieben wurde, und zweitens hat nicht nur Frontfrau Inga ihr klassisch ausgebildetes Organ weiterentwickelt, sondern auch das Zusammenspiel der gesamten Band hat einen nahezu unglaublichen Fortschritt gemacht. Trotz dieser mannschaftlichen Geschlossenheit komme ich nicht daran vorbei, das großartige Gitarrenspiel von Bandkopf Sebastian Scharf gesondert hervorzuheben ("Alone"/ "Every Hundred Years" usw...). Besonders angetan haben mir es der Stampfer "Dawn Of Tommorrow", die melodische Midtempo-Nummer "Spirit Of The Seas", für das Gitarrenmeister Richtie Blackmore wahrscheinlich sein letztes Hemd geben würde, sowie die abschließende Mitsing-Nummern "Every Hundred Years" (so könnte DOMAIN mit einer klassisch ausgebildeten Frauenstimme klingen ;-). Falls euch NIGHTWISH einen Touch zu düster, oder BLACKMORE'S NIGHT euch viel zu seicht sein sollten, dann dürfte FADING STARLIGHT genau die perfekte Marschrichtung für euch sein. Hut ab, eine nahezu perfekte und "scharf"-eigenständige Vorstellung!

Sonny

Trackliste: 1. As The Harlequin Died - 2. The Missing Link - 3. Alone - 4. Rain - 5. Down In This Land - 6. Timeless Fate - 7. Dawn Of Tomorrow - 8. Spirit Of The Sea - 9. Disguised - 10. Chapter II - 11. Every Hundred Years

Thanks to Sönke @ TTS Media
&
Inga @ Fading Starlight

weitere Reviews über FADING STARLIGHT:
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RAY WILSON/ The Next Best Thing
  • Band: Ray Wilson
  • Albumtitel: The Next Best Thing
  • Spielzeit: 45:38 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: InsideOut/ SPV
  • Vergleichbare Bands: 2 many 2 mention
  • Veröffentlichung: 28.06.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Wer RAY WILSON auf seinem Solo-Debüt kennen und lieben gelernt hat, der wird vom Ergebnis auf der Nachfolger-Scheiblette ordentlich überrascht sein. Denn der einstige GENESIS-Frontmann hat die Acoustic-Klampfe - bis auf ein paar Ausnahmen - eingepackt und dafür ordentlich zur Stromgitarre gegriffen. Aber nicht nur instrumententechnisch hat ein Wechsel stattgefunden, sondern auch in der musikalischen Ausrichtung hat sich einiges getan. Zwar verbreitet "These Are The Changes" durch Originalzitate diverser US-Präsidenten (u. a. George W. Bush, Nixon, Ronald Reagan) eine doch ziemlich nachdenkliche Stimmung, die auch auf dem Debüt stellenweise zu spüren war, aber schon das folgende "Inside" ballert mit schweinescharfen Gitarrenriffs ziemlich fett und modern aus den Boxen. Doch keine Angst, der Schotte hat sich nicht komplett dem momentanen ach so modernen NuBreed verschrieben, sondern vielmehr seinen facettenreichen Sound mit einer weiteren Zutat noch mehr Würze verliehen. Gelegentlich sind auch Einflüsse der BEATLES ("Adolescent Breakdown") oder jazzige Elemente auf "The Next Best Thing" auszumachen, wie sich an "The Fool In Me" oder am lässig-trägen Titeltrack (Instrumental) heraushören lässt. Beide Nummern ziehen ihren besonderen Reiz aus den perfekt integrierten Trompetensolos bzw. den Akkordeon-Parts, die selbigen ein eigenartig-faszinierendes Flair verleihen. Sehr gelungen sind auch die gefühlvolle Piano-Ballade "Sometimes" und das bombastisch angelegte "Magic Train", das durch die Harmonika-Parts gegen Ende des Songs den Charme von BOB DYLAN mit ins Spiel bringt. Ich persönlich hätte mir vielleicht die ein oder andere etwas heitere Nummer gewünscht, denn in der Grundausrichtung ist das Album doch ziemlich melancholisch angelegt. Nichtsdestotrotz verdeutlicht RAY WILSON mit "The Next Best Thing" einmal mehr, dass er zu einem richtig guten Songwriter und Sänger gereift ist. Ich werde es wohl nie verstehen, warum Mike Rutherford & Co. kein zweites Album mit ihm in Angriff genommen haben.

Sonny

Trackliste: 01. These Are The Changes - 02. Inside - 03. How High - 04. The Fool In Me - 05. Adolescent Breakdown - 06. Sometimes - 07. Alone - 08. Magic Train - 09. The Actor - 10. Ever The Reason - 11. Pumpkinhead - 12. The Next Best Thing (intrumental)

Thanks to Detlev @ InsideOut Music

weitere Reviews über RAY WILSON:
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Change


HEART/ Jupiter's Darling
  • Band: Heart
  • Albumtitel: Jupiter's Darling
  • Spielzeit: 68:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eagle Records/ Edel
  • Vergleichbare Bands: Heart, Sheryl Crow, Led Zeppelin, Beatles, Coverdale/ Plant
  • Veröffentlichung: 28.06.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Eine halbe Ewigkeit ist es schon her, dass die Wilson-Sisters mit "Desire Walks On" das letzte HEART-Album veröffentlicht haben. Genauso plötzlich wie sie damals von der Bildfläche verschwunden sind, tauchen sie dieser Tage - mit neuer Besetzung im Rücken und 18 (!) neuen Nummern im Gepäck - wie Phönix aus der Asche wieder auf. Auf ihrem mittlerweile elften Studio-Album "Jupiter's Darling" vereinen die stimmgewaltigen Schwestern so ziemlich alle Stilelemente, die sie im Laufe ihrer fast 30jährigen Musikerlaufbahn verwendet haben, mit einen zeitgemäßen Sound. Wie wahrscheinlich zu erwarten war, spielt sich ein Großteil der Nummern in ruhigeren - manchmal gar melancholischen - Gefilden ab, wie z. B. beim country-lastigen Acoustic-Song "Things" oder dem leicht bizarrem "I'm Fine", die beide von Nancy Wilson gesungen werden und in die Richtung von SHERYL CROW tendieren. Andererseits überrascht die Band mit Nummern wie "Enough", das gelegentlich an die klassischen BEATLES erinnert, oder mit dem tollen Blueser "Down The Nile". Während der modern-fette Groover "Oldest Story Of The World" und das düster-cool stampfende "Move On", das einen Hauch von Industrial in sich verbirgt, oder das sphärisch-nachdenkliche "Led To One" (erinnert stellenweise an COVERDALE/ PLANT) zeigen, dass die Ausnahmesängerin Ann und Schwesterherz Nancy (Gitarren) trotz ihres fortgeschrittenen Alters noch ordentlich abrocken können und keineswegs zum alten Eisen gehören. Zugegeben, an die Klasse solcher Meilensteine, wie "Heart" oder "Bad Animals" kommt die hier vorliegende Scheibe nicht heran, aber im nahezu unüberschaubaren Wiedervereinigungs-Sumpf, der doch ziemlich viel recycelten Schrott hervorbringt, stellt "Jupiter's Darling" eine äußerst angenehme Überraschung dar.

Sonny

Trackliste: 1. Make Me - 2.Oldest Story In The World - 3.Things - 4.The Perfect Goodbye - 5.Enough - 6.Move On - 7.I Need The Rain - 8.I Give Up - 9.Vainglorious - 10.No Other Love - 11.Led To One - 12.Down The Nile - 13.I’m Fine - 14.Fallen Ones - 15.Lost Angel - 16.Hello Moonglow - 17.How Deep It Goes - 18.Fallen Ones (Unplugged)

Thanks to Bauke @ cmm


VARIOUS ARTISTS/ Songs An Einem Sommerabend... Die Vierte
  • Band: Various Artists
  • Albumtitel: Songs An Einem Sommerabend ... Die Vierte
  • Spielzeit: 76:14 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pläne Records/ BMG
  • Vergleichbare Bands: zu viele, um ehrlich zu sein
  • Veröffentlichung: 28.06.2004
  • Wertung: keine Bewertung

Review:
Dass ich nicht nur eine Schwäche für die nationalen Liedermacher, sondern auch für die internationale Songwriter-Szene habe, dürfte für die Stammbesucher dieser Seite keine Überraschung mehr sein. Aufgrund von "Songs An Einem Sommerabend", einem von Ado Schlier ins Leben gerufenen Liedermacher-Festivals, entwickelte sich die Wiese vor dem Kloster Banz (bei Bad Schaffelstein) über die letzten Jahre hinweg zum wahren Mekka der nationalen und internationalen Liedermacher-Gilde. Am 9./ 10. Juli diesen Jahres ging das beliebte Festival mittlerweile zum 18tenmal über die Open Air-Bühne. Im Vorfeld des Festivals hat das Independent-Label Pläne Records nun die vierte Ausgabe seiner Sampler-Reihe "Songs An Einem Sommerabend" veröffentlicht, die 18 Studio-Aufnahmen (+ eine Live-Aufnahme) der dort beteiligten Interpreten beinhaltet. Da sich auf dem Silberling mit JOANA ("Reimen Muss Sich's Auch"), HANNES WADER ("Manche Stadt"), WILLY ASTOR ("Diamant") oder LUDWIG HIRSCH ("Die Hand") nicht nur die Größen aus der deutsch/ österreichischen Szene ein Stelldichein geben, sondern durch Beiträge von LYDIE AUVRAY & DIE AUVRETTES (Frankreich), ETTA SCOLLO (Italien), BERNADO SANDOVAL (Spanien) oder DULCE PONTES (Portugal) und RALPH McTELL (England) ein gesamt europäisches Billing zustande kommt, wird die Europäische Union ganz zwanglos auf musikalischer Ebene vollzogen. Mit der Teilnahme der australischen Band NAKED RAVEN und dem anglo-amerikanischen "Lästermaul" COLIN WILKIE wird diesem Festival sogar kosmopolitisches Flair eingehaucht. Da sich alle Interpreten auf einem derart hohen Level bewegen, fällt es ziemlich schwer sich für Anspieltipps zu entscheiden. Aber die bluesgetränkte Nummer "Die Hand", das LUDWIG HIRSCH in gewohnt zartbitterer und ironischer Manier vorträgt, und NAKED RAVENs "Someday" (erinnert stellenweise an die rockigen Momente von THE CORRS), das sogar Westcoast/ AOR-Feeling ins Spiel bringt, sollten Rock-Fans unbedingt Gehör schenken. RALPH McTELL, der schon mit "Streets Of London" in den 70ern einen Welthit feiern konnte, zeigt mit "After Rain" (aus dem 95er Album "Sand In Your Shoes"), dass er nach wie vor das Gefühl für melancholisch-eingängige Melodien hat. Als sehr interessant entpuppt sich auch BARBARA ZANETTIs Homage an "Papà", das durch den Kontrast der italienischen und deutschen Sprache in Kombination mit Acoustic-/ String- und Dobro-Passagen ein faszinierendes Flair verbreitet. Da dieses Album so ziemlich alle erdenklichen Ecken des Liedermacher-Genres abdeckt, eignet sich "Songs An Einem Sommerabend ... Die Vierte" - genau wie seine drei Vorgänger - als optimale Einstiegsdroge in die Szene.
PS. Wer nicht die Möglichkeit hatte das faszinierende Festival live mitzuerleben, dem sei folgender Sendetermin an Herz gelegt: 3. September 2004, 22.30 bis 00.00 Uhr, Bayerisches Fernsehen

Sonny

Trackliste: 01. JOANA - Reimen muss sich's auch [2:50] - 02. HANNES WADER - Manche Stadt [4:19] - 03. LYDIE AUVRAY - Oh ma Cannelu 3:33] - 04. BODO WARTKE - Grässlich vergesslich [3:50] - 05. ETTA SCOLLO - Piano Piano [5:42] - 06. BERNARDO SANDOVAL - Carino [3:50] - 07. WILLY ASTOR - Diamant [4:53] - 08. LUDWIG HIRSCH - Die Hand [4:12] - 09. NAKED RAVEN - Someday [3:35] - 10. HANS ECKHARD WENZEL - Herbstlied [3:40] - 11. ACAJO - La Storia Di Orso [3:30] - 12. DULCE PONTES - Lagrima [4:48] - 13. RALPH MCTELL - After Rain [5:08] - 14. KLAUS HOFFMANN - Da wird eine Insel sein [4:07] - 15. COLIN WILKIE - Empty Chairs [4:31] - 16. TITLA - S'Innofeldmandl [3:58] - 17. BARBARA ZANETTI - Papa [3:15] - 18. MEY / WADER / WECKER - So trolln wir uns [2:49] - 19. LYDIE AUVRAY & STREICHQUARTETT INDIGO - Tango Taquin [3:34]

Thanks to Jochen @ Pläne Records


ONKEL TOM/ Lieder, Die Das Leben Schreibte (DVD)
  • Band: Onkel Tom Angelripper
  • DVD: Lieder, Die Das Leben Schreibte
  • Spielzeit: ca. 140 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Music/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Tom Angelripper, Toten Hosen,
  • Veröffentlichung: 28.06.2004
  • Wertung: keine

Review:
Als Vorboten für diese ab(end)füllende DVD servierten uns ONKEL TOM und seine Trinkkumpane vor einigen Wochen den prickelnd frischen Sixpack "Bon Scott Hab' Ich Noch Live Gesehen". Jetzt stellen die lustigen Gesellen in Form von "Lieder, Die Das Leben Schreibte" eine ganze DVD-Kiste Diebels Alt kalt. Die 24 frischgekühlten Hopfenkaltschalen werden im Rahmen eines "Face to Face"-Interviews mit ONKEL TOM in recht urigen Ambiente serviert. Während dieser gemütlichen Gesprächsrunde wird das ein oder andere Bierchen geköpft und auch so manch schwergehütetes Geheimnis ausgeplaudert. Die meisten Flaschen dieses süffig-herben Gebräus wurden auf dem Wacken Open Air 2003 bzw. währende der Wacken Road Show 2003 abgefüllt, wie z. B. das "Potpourrie Der Guten Laune" (u. a. "Wenn Das So Weiter Geht", "Wer Soll Das Bezahlen" usw.) oder das Medley aus Klassikern wie "Bier her", "Jetzt Trink'n Ma Noch Ein Flascherl Wein" und "Wir Versaufen Unserer Oma Ihr Klein Häuschen" ect. Zwischendurch werden immer wieder kleine Anekdoten wie etwa "Kampftrinken mit Tom", "Alle unter Strom, außer der Bühne" oder "Kleine Unter"brech"ung mit Tom" eingespült. Meine persönlichen Favoriten auf dieser feuchtfröhlichen DVD sind das Making Of "Bon Scott Hab' Ich Noch Live Gesehen" und "Es Gibt Kein Bier Auf Hawaii". Wobei die fangeselligen Interpretationen von "In München Steht Ein Hofbräuhaus" und "Trink, Brüderlein Trink" auch nicht zu verachten sind. Als kleine Zugabe befinden sich im Eisfach des prallgefüllten Kühlschranks einige tiefgekühlte Absacker, die u. a. aus Outtakes und einem unterhaltsamen Filmchen zur Jahreswende bestehen. Also nicht nur das witzig gestaltete Digi-Pack in Form eines Kühlschranks erweist sich als toller Gag, sondern auch der kaltgestellte Inhalt hat äußerst großen Unterhaltungswert. Da leider keine der Aufnahmen im frischen 5.1 Surround Sound serviert wird, bleibt ein leicht abgestandener Nachgeschmack anstatt des "Mitten Drin"-Feelings. Nun denn liebe Freunde des Hopfenblütentees, wir lassen uns die Laune nicht vermiesen: Oans, zwoa g'suffa!

Sonny

Trackliste: 1. Guten Tach...!!! - 2. Kampftrinken mit Tom (Wacken Open Air 2003) - 3. Immer wenn ich traurig bin (Wacken Open Air 2003) - 4. Potpourrie der guten Laune: a) Wenn das so weiter geht - b) Am 30. Mai ist Weltuntergang - c) Wer soll das bezahlen - d) Heute blau und morgen blau - e) Wir machen durch bis morgen früh - f) Einer geht noch rein - g) Oh, wie ist das schön - 5. Diebels Alt (Wacken Open Air 2003) - 6. Alle unter Strom, außer der Bühne (Summer Breeze 2001) - 7. Caramba, Caracho, ein Whiskey (Wacken Open Air 2003) - 8. Bon Scott hab' ich noch live gesehen (Making Of) - 9. Bon Scott hab' ich noch live gesehen (Das Video) - 10. Schnaps das war sein letztes Wort (Wacken Open Air 2003) - 11. Delirium (Wacken Open Air 2003) - 12. Kleine Unter"brech"ung mit Tom (Voerde 1999) - 13. In München steht ein Hofbräuhaus (Wacken Open Air 2003) - 14. Auf allen Kanälen (Onkel Tom im TV) - 15. Auf Tour mit Onkel Tom - 16. Im tiefen Keller (Wacken Open Air 2003) - 17. Es soll keiner sagen, wer trinkt, der ist schlecht (Wacken Road Show 2003) - 18. Auch Onkel Tom muss proben (Proberaumbesuch bei Onkel Tom in Heidelberg) - 19. Medley (Wacken Roadshow 2003): a) Wir haben den Kanal noch lange nicht voll - b) Bier her - c) Wir haben Hunger - d) Die Musik hat Durst - e) Jetzt trink'n ma noch ein Flascherl Wein - f) Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen - g) Schon wieder eine Seele Vom Alkohol gerettet (volkstümliches Trinklied) - 20. Trink, Brüderlein trink (Wacken Roadshow 2003) - 21. Lagerfeuerromantik mit Onkel Tom - 22. Es gibt kein Bier auf Hawaii (Wacken Roadshow 2003) - 23. Nach der Show ist vor der Show (Aftershow) - 24. ... und Schluss!!!
Bonus: 1. Hauptfilm - Sylvester mit Onkel Tom (Ein Heller und ein Batzen) - 2. Outtakes - 3. Armageddon-Music Past - 4. Armageddon-Music Future

Thanks to Britta @ ICS Germany

weiter Reviews über ONKEL TOM:
ONKEL TOM/
Bon Scott Hab' Ich Noch Live Gesehen (EP + DVD)



by Carsten "Lizard" Schulz 
(EVIDENCE ONE/ DOMAIN/ MIDNITE CLUB)

PINK FLOYD/ Inside - A Critical Review 1967 - 1996 (DVD)
  • Band: Pink Floyd
  • DVD: Inside – A Critical Review 1967 – 1996
  • Spielzeit: ca. 100 min (2 DVDs!)
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Classic Rock Prod./ Ragnarock Films
  • Vergleichbare Bands: nicht wirklich, oder?
  • Veröffentlichung: 28.06.2004
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Nachdem ich mir nun in aller Ruhe "Inside PINK FLOYD – A Critical Review" zu Gemüte geführt habe, bin ich doch nicht uneingeschränkt begeistert. Die vorliegende Doppel-DVD (wobei ich schon mal nicht ganz begreife, weshalb man die 100 Minuten Spielzeit nicht auf eine DVD packen konnte), samt opulentem Booklet ist zumindest von der Aufmachung her eine durchaus edle Angelegenheit. Inhaltlich handelt es sich um eine von Band, Management oder Plattenlabel nicht authorisierte Dokumentation über jedes einzelne PINK FLOYD Studioalbum. Und da stößt man dann auch gleich auf die erste Problematik: Da man eben unabhängig von der Band selbst operiert, muss man sich auf nicht authorisiertes bzw. offizielles Film- und Tonmaterial stützen, was beispielsweise zu solchen Spaßigkeiten führt, wie einer Streichquartettaufnahme zur Kritik des "Animals" Albums – ohne PINK FLOYD. Auch fällt negativ auf, dass immer wieder die gleichen Bandfotos und live-Sequenzen dargeboten werden, schlichterdings, weil offenbar kein anderes Material zur Verfügung stand. Aufgebaut ist "Inside – A Critical Review", das stellenweise durchaus kurzweilig daherkommt, chronologisch, Album für Album, jedoch leider mit meiner Ansicht nach, wenig wirklich neuen Hintergrundinfos. Eine Reihe Musikjournalisten und Classic Rock Produzenten kommen zu Wort (selbstredend immer die gleichen) und geben ihre Meinung zu jedem Album zum Besten. Was allerdings die Kommentare einer mir bisher reichlich unbekannten Prog Combo namens MOSTLY AUTUMN sollen (deren angegebene Website leider nicht aufrufbar ist), ist mir nicht ganz klar. Ehrlich gesagt, es erscheint doch reichlich vermessen, wenn eine Band, die außerhalb der (ich vermute) schottischen Heimat bisher für wenig Furore sorgen konnte, sich darüber auslässt, was PINK FLOYD wie auszudrücken versuchte. Ganz gleich, ob die Jungs und Mädels mit ihren FLOYD-Covers (von denen selbstredend auch welche als "Bonus Features" auf den DVDs zu finden sind) einen guten Job machen, oder nicht, es hätte dieser ambitionierten Dokumentation sehr gut getan, sich vielleicht die eine oder andere Prog-Größe zur Seite zu nehmen. So kommt das eigentlich nur wie alberne, schlecht versteckte Werbung für MOSTLY AUTUMN rüber. Die Macher von "A Critical Review", welches so kritisch nun auch wieder nicht ist, weisen darüber hinaus daraufhin, dass die DVDs durchaus auch als Unterrichtsmaterial verwendbar wären. Naja, wenn der MOSTLY AUTUMN Keyboarder hin und wieder die FLOYD-Akkordfolgen erklärt und nachspielt, auch wenn sie zu ihrer Zeit selbstverständlich immer wieder Neuland betreten hatten, so macht das noch lange kein Unterrichtsmaterial. Zusammenfassend ist diese Doppel-DVD tatsächlich, was nun auch nicht wirklich überrascht, wirklich nur was für die absoluten Komplettisten unter den die-hard FLOYD Fans, und diese, so befürchte ich, werden nicht wirklich Neues in den 100 Minuten finden. Wie sagte einer der Interviewten doch so schön: „Was soll ich über 'Dark Side Of The Moon' sagen, was nicht schon gesagt wurde?!“ Tja!

Lizard

Thanks to Jo Sorel-Cameron @ Classic Rock Productions Ltd

weitere Reviews über PINK FLOYD:
PINK FLOYD/ London 1966/ 1967
PINK FLOYD/ In Their Own Word - Reflections On "The Wall" (DVD)


CP 24/ World Between The Lines
  • Band: CP24
  • Albumtitel: World Between The Lines
  • Spielzeit: CD: 45:22 min/ DVD: 45:15 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: TTS Media/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Metallica, Nevermore, Megadeth, Metal Church, Testament
  • Veröffentlichung: 28.06.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Nicht schlecht, Herr Specht! Eine Scheibe aus deutschen Landen die äußerst hörenswerten Power-, Thrash-, und Progressive Metal amerikanischer Prägung in sich vereint. Das starke Opener-Trio mit dem treibenden Opener "Breaking The Silence", dem Riffmonster "Grave Of My Tears" und dem melodischen Titeltrack, der alles kompromisslos in den Boden stampft, was sich ihm in den Weg stellt, versetzt den interessierten Zuhörer sofort zurück in die Glanzzeit des Bay Area Thrashs. Also alles im grünen Bereich und somit ein Genre-Highlight? Nein, nicht ganz! Denn wie schon der Titel dieser Scheibe andeutet, die Wahrheit liegt bekanntlich zwischen den Zeilen. Zwar liefern die Kölner mit "Question Of Hate" ein wahres Riff- und Doublebass-Massaker ab, aber mit Beginn der Midtempo-Nummer "Corroded Passion", die mich stellenweise an das erste BLAZE-Album erinnert, nimmt der fesselnde Charakter des Album mit zunehmender Spieldauer ab. Diese Tatsache widerspiegelt sich vor allem in der etwas inspirationslosen Ballade "The Sound Outside", in der Sänger Joachim Weber, der ansonsten einen richtig guten Job abliefert, wirklich seine schlechtesten Momente hat. Erst mit dem nackenmuskelkaterverdächtigen "Inside Of Me" (TESTAMENT lassen grüßen) und dem abschließenden "Don't Speak", das mit einem überirdischen Groove zu faszinieren weiß, laufen CP24 zur eingangs erwähnten Form wieder auf. Fazit: Um den Thrash Metal-Nachwuchs braucht uns hier wirklich nicht bange sein, denn instrumententechnisch sind CP24 wirklich eine Wucht und ich bin mir sicher, dass Joachim Weber bis zum nächsten Album seine kleinen gesangstechnischen Schwankungen in den Griff bekommt, denn er hat mit Sicherheit das Potenzial ein ganz Großer zu werden.
P.S. Das Album hält mit einer zusätzlichen Audio-DVD, wie es im Hause TTS Media Music mittlerweile schon gute Tradition ist, für 5.1 Surround-Freaks wieder ein besonderes Bonbon bereit. Also Klangerlebnis pur! ... und das zum Preis für eine einzige CD!

Sonny

Trackliste: CD: 1. Breaking The Silence - 2. Graves Of My Tears - 3. World Between The Lines - 4. Question Of Hate - 5. Corrode Passion - 6. The Sound Outside - 7. Refusing Messiah - 8. Rejected - 9. Inside Of Me - 10. Don't Speak

Audio DVD: 1. Breaking The Silence - 2. Graves Of My Tears - 3. World Between The Lines - 4. Question Of Hate - 5. Corrode Passion - 6. The Sound Outside - 7. Refusing Messiah - 8. Rejected - 9. Inside Of Me - 10. Don't Speak

Thanks to Sönke @ TTS Media


PLACID SILENCE/ Autumn Skies
  • Band: Placid Silence
  • Albumtitel: Autumn Skies
  • Spielzeit: 49:45 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: gemäßigtere Skew Siskin, rockiger Blondie, No Doubt
  • Veröffentlichung: 25.06.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Wow! Kaum zu glauben, welch hoffnungsvolle Band sich mit PLACID SILENCE in der Augsburger Undergroundsszene tummelt. Obwohl sich die Fuggerstädter während ihrer bisher 5jährigen Bandgeschichte immer wieder nach einer neuen Frontfrau umsehen mussten, haben sie es nun doch noch geschafft ein komplettes Album (in Urbesetzung!) einzuspielen. Während der 11 Songs (inkl. Intro "Message From Beyond") pendelt der rotzig-melodische Fünfer zwischen gemäßigteren SKEW SISKIN und einer frech-rockenden BLONDIE hin und her. Diese "frivole" Mischung wird gelegentlich mit einer Dosis swingenden Punk ("Calling Jesus") a la NO DOUBT oder fetten Power Rock-Riffs ("Brave And Mighty") noch zusätzlich aufgepeppt. Im Falle von "Thunderstorm Love" sind auch softere Momente im Sound der Schwaben auszumachen. Während bei dieser Nummer stellenweise immer wieder MARK KNOPFLERsche Gitarren durchschimmern, erinnern die Gesanglinien an die "rockigeren" Momente der KELLY FAMILY. "Arisel" hingegen könnte herauskommen, wenn THE CURE eine Sängerin vom Kaliber Nina C. Alice (SKEW SISKIN) in ihren Reihen wüßten. Wie alle genannten Beispiele verdeutlichen, ist die vielseitige Sängerin Sabrina Kraus das Aushängeschild einer musikalisch gut funktionierenden Band. Zwar hätte der Sound hier und dort noch etwas druckvoller sein können, aber nichtsdestotrotz haben PLACID SILENCE mit "Autumn Skies" eine mehr als ordentliche Duftmarke gesetzt. Als Anspieltipps empfehle ich das vorwiegend in deutscher Sprache gehaltene "Run", sowie "Loud, Wild And Dirty", das ordentlich 70er Flair in sich transportiert (DEEP PURPLE lässt grüßen!) und live wie eine Rakete abgehen dürfte, oder den sehr anspruchsvollen Titeltrack, der sich über 7 min erstreckt.

Sonny

Trackliste: 1. Message From Beyond - 2. Calling Jesus - 3. Brave And Mighty - 4. Thunderstorm Love - 5. Arise! - 6. Silence Remains - 7. Honey - 8. Run - 9. The Day Our Children Die - 10. Loud, Wild And Dirty - 11. Autumn Sky

Thanks to Bernhard @ Placid Silence


TEN/ Return To Evermore
  • Band: Ten
  • Albumtitel: Return To Evermore
  • Spielzeit: 66:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Intensity Records
  • Vergleichbare Bands: Magnum
  • Veröffentlichung: 23.06.2004
  • Wertung: 9,5/ 10

Review:
Nach dem sich die einzelnen Bandmitglieder mit ihren diversen (Solo-)Projekten ausgetobt haben, kommen sie nun endlich nach 2 1/2 Jahren mit dem neuen Album ihres Hauptbetätigungsfeldes zurück. Die schöpferische TEN-Pause scheint aber allen Mitgliedern recht gut bekommen zu sein. Wurde der Vorgänger "Far Beyond The World" von einigen Seiten als zu schwerverdaulich und schwer eingängig eingestuft (was ich persönlich nicht ganz nachvollziehen kann/ Anmerk. d. Verf.), so verschlägt es die Mannen um Schwerstarbeiter Gary Hughes erfreulicherweise wieder annähernd in ihre melodischste Phase zurück, die sie zweifellos zur Zeit ihrer ersten beiden Alben gehabt haben. Mit steigender Anzahl der Durchläufe vermittelt sich dem Zuhörer unweigerlich der Eindruck, dass sich die britischen Vorzeige-Melodic Rocker auf relativ "soften", aber sehr abwechlungsreichen Pfaden durch die 13 erstklassigen Songs bewegen. Diese Tatsache tut der Qualität von "Return To Everymore" keinen Abbruch, denn mit der zartgehauchten Ballade "Sail Away" und dem poplastigen Rocker "Temple Of Love", der sich mit unverkennbaren Hooks der Marke Gary Hughes in die Gehirnrinde fräst, haben TEN zwei Nummern am Start, die mit etwas Glück und entsprechendem Airplay zu Hits avancieren dürften. Andererseits sollte man nicht die Klasse der TEN-typsichen AOR-Hymne "Even The Ghosts Cry" (geniales Gitarren-Solo) oder des flockigen Uptempo-Rockers "Evermore", der keltische/ irische Elemente a la GARY MOORE in den unverkennbaren Sound mit einfließen lässt, übersehen. Egal, ob sich die Band nun im akustisch-balladesken ("Stay A While"), leicht düster- ("Strangers In The Night") oder lässig-rockenden Metier bewegt oder recht riffbetont ("Evil's On Top Of The World") bzw. modern groovend ("Tearing My Heart Out") zur Sache geht, es handelt sich immer um einen Killer. Auch produktionstechnisch hat Herr Hughes nichts dem Zufall überlassen und hat deshalb wieder selbst Hand angelegt, denn schließlich weiß er am Besten wie TEN zu klingen haben. Da die Scheibe unumwunden eines der Genre-Highlights diesen Jahres darstellt, gehört "Return To Evermore" zum festen Bestandteil einer jeden gutsortierten Plattensammlung.
PS. Ein kleiner Tipp für Sammler! Solltet ihr die Scheibe beim Händler eures Vertrauens nicht antreffen, dann empfiehlt es sich "Return To Evermore" direkt bei Intensity Records zu bestellen, denn alle direkt bestellten Teile werden von Gary Hughes höchstpersönlich signiert. Als kleinen Service unsererseits, haben wir den direkten Verkaufslink im Anschluss an dieses Review eingebunden.

Sonny

Trackliste: 1. Apparition - 2. Dreamtide - 3. Evermore - 4. Sail Away - 5. Temple Of Love - 6. Even The Ghosts Cry - 7. Strangers In The Night - 8. Evil's On The Top Of The World - 9. The One - 10. Lost Soul - 11. Stay A While - 12. Tearing My Heart Out

Thanks to Annette @ Intensity Records

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TEN/
Far Beyond The World

INTENSITY RECORDS are now pleased to announce that you can purchase the new TEN CD 
"RETURN TO EVERMORE" 
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PS. Gary Hughes will sign all copies of the CD ordered from Intensity Records, Unit 6 Maritime Street Industrial Estate, Copse Road, Fleetwood, FY7 7PB, United Kingdom.

STAN BUSH/ Shine
  • Band: Stan Bush
  • Albumtitel: Shine
  • Spielzeit: 41:00 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Stan Bush the voice of AOR
  • Veröffentlichung: 23.06.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Neben Steve Perry (ex-JOURNEY) und Jim Peterik (PRIDE OF LIONS/ ex- SURVIVOR) gehört STAN BUSH zu den großen und unverwechselbaren Stimmen im traditionellen AOR. Drei Jahre nach "Language Of The Heart" kommt nun endlich der langersehnte Nachfolger auf den Markt. Während der Vorgänger generell eine nachdenkliche Aura ausstrahlte, sind zwar auf "Shine" auch noch ein paar tiefgründige Nummern vertreten, aber durch das Wechselspiel von gefühlvollen Balladen ("What You Mean Tonight"), stilechten Midtempo-Nummern ("I Turn To You") und eingängigen Uptempo-Krachern (Titeltrack), ist "Shine" ein richtig gutes Rock-Album geworden, das dem Zuhörer mit jedem Durchlauf immens viel Spaß bereitet. Songs wie die beiden Kracher "Falling" und "The Chance You Take", die beiden mit einem Mörder-Chorus ausgestattet sind, oder das extrem einfühlsame "When I Dream" sind genau das richtige für die diesjährige Cabriolett-Saison. Zur instrumentalen Unterstützung hat sich Mr. BUSH eine Band zusammengestellt, die mit Tim Pierce (Gitarre), Matt Bissonette (Bass) und Kenny Aronoff (Drums) einige Größen der AOR-Szene beherbergt. Nach dem - mit Verlaub gesagt - etwas lauen "Langue Of The Heart" hat die Songwriter-Ikone gemeinsam mit Curt Cuomo (Produktion/ Keyboards) ein abwechslungsreiches AOR-Album eingezimmert, dass problemlos an die Tradition der Scheiben aus den frühen 90er anschließt. Ein unabdingliches Muss für Anhänger des etwas softeren Rock-Genres.

Sonny

Trackliste: 1. Shine - 2. Falling - 3. I Will Be There - 4. I Turn To You - 5. What You Mean Tonight - 6. Say It Ain’t Love - 7. Have You Ever Believed - 8. Do It All Over - 9. The Chance You Take - 10. When I Dream - 11. Bonus video track: Falling / Stan Bush interview and EPK

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über STAN BUSH:
STAN BUSH/ In This Life (Earcatcher/ April 2007)


VOODOO HILL/ Wild Seed Of Mother Earth
  • Band: Voodoo Hill
  • Albumtitel: Wild Seed Of Mother Earth
  • Spielzeit: 52:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Rainbow, Black Sabbath, Glenn Hughes
  • Veröffentlichung: 23.06.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nachdem ich mit dem zweiten Output von Dario Mollo's Projekt THE CAGE nicht viel anfangen konnte, war ich extrem gespannt wie es sich wohl mit dem neuen Album von VOODOO HILL verhalten würde. Wie auch schon für das selbstbetitelte Debüt konnte der Songwriter/ Gitarrist für "Wild Seed Of Mother Earth" erneut Meistersänger Glenn Hughes für sich gewinnen. Wusste der Vorgänger durch den eindeutig an RAINBOW angelehnten Sound überzeugen, so ist der Italiener auf dieser Scheibe noch einen Schritt weitergegangen und ist in deutlich härtere Gefilde vorgedrungen. Man kann sogar ohne Übertreibung sagen, dass es sich hierbei um das wohl härteste und rockigste Album handelt, das "The Voice Of Rock" jemals mit seinem unverkennbaren Organ veredelt hat. Elf Songs hat das Multi-Talent dem Ausnahmesänger auf den Leib geschrieben, die sämtliche Facetten des Glenn Hughes' auf einem Album vereinen. Egal ob nun beim ungewohnt kompromisslosen und aggressiven Stampfer "Dying To Live", dem soften und sehr atmosphärischen Titeltrack, der gelegentlich das Flair von LED ZEPPELIN ins Spiel bringt, oder dem Blues-Rocker "My Eyes Don't See It", Mr. Hughes ist zu jeder Sekunde Herr der Lage. Des weiteren dürften Songs wie der verspielte und hymnisch-schräge Midtempo-Stampfer "Soulprotector", das kantig-düstere Groover "Atmosphere" und der eingängige Opener "Make It Feel" dafür sorgen, dass "Wild Seed Of Mother Earth" in einigen Jahren als Klassiker gehandelt wird. Fazit: Die Scheibe ist Abwechslung pur!

Sonny

Trackliste: 1. Make Believe - 2. Dying To Live - 3. Still Evergreen - 4. Atmosphere - 5. Wild Seed of Mother Earth - 6. My Eyes Don’t See It - 7. Can’t Stop Falling - 8. Nothing Stays The Same - 9. Soul Protector - 10. She Cast No Shadow - 11. 16 Guns

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


HUMAN TEMPLE/ Insomnia
  • Band: Human Temple
  • Albumtitel: Insomnia
  • Spielzeit: 50:00 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Treat, Europe
  • Veröffentlichung: 21.06.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Dass aus Finnland hervorragender Gothic- oder Power Metal kommt, ist man ja schon seit Jahrzehnten gewohnt, aber mittlerweile kristallisieren sich aus dem nördlichen Völkchen immer mehr recht anspruchsvolle Melodic Rock-Bands heraus. Zu jener aufstrebenden Gattung dürfen sich auch HUMAN TEMPLE zählen, denn mit ihrem Debüt "Insomnia" hat die Band eine Scheibe vorgelegt, die so manchen eingefleischten Melodic-Freak beeindrucken dürfte. Zwar sind nicht alle Songs vom Kaliber des melodischen Stampfers "Goin' All The Way", der von den Keyboards stellenweise an VAN HALEN meets EUROPE erinnern mag, oder der simplen - aber ausdruckstarken - Ballade "Forever", aber Ausfälle sind unter den elf Nummern nicht auszumachen. Zugegeben, mit dem steril-bassschwangeren "Out Of Love" oder dem schleppenden Midtempo-Song "Animal" haben die Mannen um Sänger Janne Hurme, der in Finnland als gefeierter Schlager/ Pop-Star gilt, auch ein paar Durchhänger am Start. Für diese kleinen Schwächen wird man aber mit "Walk Between The Shadows", die mit tollen Melodien und Hooks zu gefallen weiß, und dem lässigen Groover "On A Night Like This" postwendend entschädigt. Ein weiteres Zuckerl kommt in Form der rhythmischen Mitsing-Nummer "Till' The Day I Die" auf die AOR- und Hard Rock-Gemeinde zu. Zudem konnte die Band mit Emppu Vuorinen (NIGHTWISH), Jan Liimatainen(SONATA ARTICA) und Erkka Korhonen (URBAN TALE) drei der erfolgreichsten finnischen Gitarristen für das ein oder andere Gastsolo gewinnen. Fazit: Mit dieser Scheibe fädeln sich HUMAN TEMPLE nahezu übergangslos in die vorderste Riege (z. B. HOUSE OF MIRRORS oder URBAN TALE) der finnischen Melodic Rock-Szene ein.

Sonny

Trackliste: 01. Im Sorry 4:39 - 02. Goin All The Way 3:44 - 03. Dreamchild 4:40 - 04. Out Of Love 4:35 - 05. Desert Rain 5:26 - 06. Animal 3:38 - 07. Walk Between The Shadows 3:29 - 08. Judas My Brother 6:19 - 09. On A Night Like This 3:47 - 10. Till The Day I Die 4:37 -11. Forever 4:54

Thanks to Sebastian @ MTM Music


TRANCE OF MINE/ Reflections
  • Band: Trance Of Mine
  • Albumtitel: Reflections
  • Spielzeit: 58:32 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Gaia Disk/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Ofra Haza goes Alternative Rock, Cranberries, Dreams Of Sanity, Nightwish
  • Veröffentlichung: 18.06.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Meinereiner ist ja nicht unbedingt für Alternative Rock zu begeistern, aber die Symbiose aus melodischen Frauengesang, kraftvollen bzw. düsteren Grooves und Riffs ("Blind Side"), wohltuenden Electronic- ("Reality") oder Acoustic-Elementen ("Hourglass") und in Trance versetzende Ethnic-Parts ("Ascend") klingt nicht nur sehr strange, sondern hat auch unbestritten seine Reize. Genau in dieser Melange hat das kanadische Trio um Sängerin/ Pianistin Isabel Plant (ex-TRANCENDENCE) seine musikalische Heimat gefunden. So könnte man einerseits den sphärisch rockenden Opener "Distant Ground" oder "Sotiria", das mit bedrohlichen Grooves und wummernden Bässen den Boden erbeben lässt, aufgrund der arabisch anmutenden Elemente im weitesten Sinn mit dem Titel "OFRA HAZA goes Alternative Rock" umschreiben. Andererseits ist beim getragenen Groover "Inmost" eine deutliche CRANBERRIES-Schlagseite auszumachen, die nicht zuletzt auf dem variablen Sangesorgan von Isabel Plant beruht. Aber auch die Rhythmik in dieser Nummer erinnert stellenweise sehr stark an die Iren, die Mitte der 90er Dauergäste in den Charts waren. Trotz dieser Vergleiche ist der Sound von TRANCE OF MINE als ziemlich eigenständig zu bezeichnen, denn die Band hat genau zwischen den erwähnten Genres und Stilmitteln ihr ganz eigenes musikalisches Zuhause gefunden. Hört euch einmal das 15minütige "Daedalus" an und ihr werdet mir uneingeschränkt recht geben. Dieses Epos, das mit dezenten Klassik-Elementen veredelt wurde, vereint alle bereits erwähnten Elemente zu einem raffinierten Kunstwerk. "Reflections" dürfte eigentlich bei den Fans der oben genannten Bands ohne weiteres regen Anklang finden, zumal nicht nur die Performance der Band, sondern auch die Produktion von Yanik Daunais den hohen Ansprüchen der Vergleichsband gerecht wird.

Sonny

Trackliste: 1. Distant Ground - 2. Inmost -  3. Ascend - 4. Reality - 5. Blind Side - 6. Awakening -  7. Asleep - 8. Sotiria - 9. Hourglass - 10. Daedalus

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


PRAYING MANTIS/ The Best Of Praying Mantis
  • Band: Praying Mantis
  • Albumtitel: The Best Of Praying Mantis
  • Spielzeit: 79:11 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Tyketto, Rainbow, Iron Maiden
  • Veröffentlichung: 17.06.2004
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Nachdem die beiden letzten Alben der UK-Melodics ja nicht unbedingt das Gelbe vom Ei waren, durfte man gespannt sein, ob sich das Brüderpaar Tino (Gitarre) & Chris Troy (Bass) und Gitarrist Dennis Stratton auf ihrer ersten Best Of-Compilation wohl verstärkt ihren früheren Veröffentlichungen widmen würden. Zur Freude der Fangemeinde darf diese Frage mit einem eindeutigen "ja, sie haben!" beantwortet werden. Zwar haben sich mit der für "The Journey Goes On" neu überarbeiteten Version von "Nacked" und mit dem Titeltrack von "Nowhere To Hide" zwei Nummern aus den letzten beiden Alben auf diese Best-Of "verlaufen", aber der Großteil spannt sich über die Phase von "Preadator In Disguise" (1991) bis "Forever In Time" (1998), in der das Stammtrio Sänger wie Colin Peel, Mark Thompson-Smith, Gary Barden (ex-MSG) oder Tony O'Hara in ihren Reihen wusste. Während die Live-Version von "Cheated" (im Original aus dem Debüt "Time Tells No Lies"/ 1981) und die mystisch, über allem thronenden Hymne "Don't Be Afraid Of The Dark" in bekannter Manier von Gary Barden (STATETROPPER/ ex-MSG) intoniert werden, zeigt Chris Troy anhand von "Can't See The Angels", das mit einem Hammer-Chorus ausgestattet ist und von klaren Keyboards getragenen wird, dass auch er ohne Probleme einen mehr als ordentlichen Frontmann abgeben kann. Aus dem 1990er Album "A Cry For The New World" kommen mit dem stampfend-abwechslungsreichen Titeltrack, dem leicht speedigen, aber stets melodischen "Letting Go" (erinnert im Intro gitarrentechnisch an IRON MAIDEN) und "Journeyman", das mit einer wichtigen Rhythmusarbeit zu glänzen weiß, gleich drei Nummern (allesamt von Colin Peel eingesungen) zu Best Of-Ehren. Da es höchstwahrscheinlich nicht viele Melodic-Fans gibt, die sämtliche Alben der "Gottesanbeterin" in ihrer Sammlung stehen haben, dürfte diese Best Of-Scheibe mit Sicherheit ihren Absatzmarkt finden. Allerdings ist mit dem abschließenden "A Moment In Life", das mit weltmusikalischen Flair und leicht modernen Sounds jongliert, eine bisher unveröffentlichte Nummer am Start, die diese Compilation auch für Sammler interessant machen dürfte. Fazit: Eine Songauswahl die ihrem Titel wirklich Ehre macht.

Sonny

Trackliste: 1. Cheated (live) - 2. Can’t See The Angels - 3. A Cry For The New World - 4. Letting Go - 5. Journeyman - 6. Only The Children Cry - 7. Turn The Table - 8. Don’t Be Afraid Of The Dark - 9. Best Years - 10. Forever In Time - 11. Nowhere To Hide - 12. Naked (re-recorded version) - 13. A Moment In Life (bonus track)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


KEE MARCELLO'S K2/ Melon Demon Divine
  • Band: Kee Marcello's K2
  • Albumtitel: Melon Demon Divine
  • Spielzeit: 65:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: I really don't know
  • Veröffentlichung: 17.06.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Gut acht Jahre hat sich der einstige EUROPE-Klampfer KEE MARCELLO mit seiner zweiten Solo-Scheibe Zeit gelassen. Während "Shine On" mehr auf der relaxten Singer/ Songwriter-Schiene dahindampfte, ist "Melon Demon Divine" ein gitarrenorientiertes Hard Rock-Album geworden. Wer sich jetzt aber der Illusion hingibt, dass der Gitarrist/ Keyboarder und Sänger nun auf ausgetretenen EUROPE-Pfaden wandert, der befindet sich eindeutig auf dem Holzweg. Viel mehr zelebriert der vielseitige Musiker äußerst anspruchsvollen modernen und fett groovenden Hard Rock, der trotz seiner sehr melodischen Elemente einen leicht dunklen Charme versprüht. Gelegentlich würzt er sein kraftvolles Süppchen mit leichten CURE-Einflüssen ("Blood") oder akustisch/ symphonisch-orchestralen Parts wie z. B. beim emotionsgeladenen "Epic", während sich beim sphärischen Groove-Hammer "Reptor" in puncto Gitarrenriffs ohne weiteres Parallelen zu LED ZEPPELINs "Kashmir" ziehen lassen. Hin und wieder lässt Meister MARCELLO auch seiner ruhigen Ader freien Lauf wie das bluesig/ jazzige "Tattoo For Patto" oder "Coming Home", das eine gelungene Symbiose aus relaxten - extrem ausdruckstarken - Blues und orchestralen Streicherparts darstellt, mehr als eindrucksvoll untermauern. Mit dem Instrumental von "Raptor" und dem offiziellen Master Cup-Theme "Can I B The 1", das er gemeinsam mit Tennis-Star Niklas Kroon geschrieben hat, werden dem geneigten Gitarrenfreak noch zwei tolle Bonus-Tracks kredenzt.

Sonny

Trackliste: 1. Pre-Fix - 2. E.M.D. - 3. Enemies - 4. Blood 5. Epic - 6. Raptor - 7. If - 8. Falling Apart - 9. Hey Romeo - 10. Evil Ways - 11. Tatto For Patto - 12. Comin’ Home - 13. Ride On - 14. Raptor (instrumental version)* - 15. Can I B The 1 (instrumental)*
*
bonus tracks

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


BILLY CROSS/ Life Is Good
  • Band: Billy Cross
  • Albumtitel: Life Is Good
  • Spielzeit: 44:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Kick Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Mark Knopfler, Bryan Adams, Eric Clapton
  • Veröffentlichung: 15.06.2004
  • Wertung: 6/ 10

Review:
Songwriter, Gitarrist und Sänger BILLY CROSS wird wahrscheinlich nicht gerade zur Leib- und Magenkost der Rock & Metal Heaven-Besucher zählen, aber den eingefleischten Fans von BOB DYLAN dürfte der Saitenvirtuose durchaus bekannt sein, denn schließlich gehörte der Mann aus Manhattan Ende der 70er zur Band des begnadeten Entertainers und brachte 1985 sein Solodebüt auf den Markt. Knapp zwanzig Jahre später veröffentlicht er nun mit "Life Is Good" den Nachfolger, dessen Material man ohne schlechten Gewissens als radiotauglichen Pop/ Rock bezeichnen kann. Dabei verwischt der mittlerweile 60jährige mit einer Lässigkeit die Grenzen zwischen Rhythm & Blues ("Nobody Is Playing The Blues"), Soul, Swing ("Rebel Without Applause") und Country Rock ("I Don't Need You"). Leider driftet die Lässigkeit bei den ruhigeren Nummern ("Has Anybody Seen My Girl") und Balladen ("A Reaasonable Man") stellenweise in country-lastige 08/15-Ware oder gar Belanglosigkeit ab. Zu den Highlights gehören unbestritten der eingängige Opener/ Titeltrack, der auf einem Solo-Album von MARK KNOPFLER bestimmt zum Hit avancieren würde, sowie der erdige Groover "There's More Love" und wummernde Midtempo-Kracher "Open Your Eyes". Fazit: Ein Album, das sich vielleicht zur Untermalung einer endlos langen Autobahnfahrt eignet, aber bestimmt niemanden vom Hocker reißt.

Sonny

Trackliste: 1. Life Is Good - 2. I Don't Need You - 3. Nobody's Playing The Blues - 4. A Reasonable Man - 5. Has Anybody Seen My Girl - 6. Byron Keats And Shelly - 7. There's More To Love - 8. You Can't Get Her Out Of My Heart - 9. Rebel Without Applause - 10. Open Your Eyes - 11. The Ballad Of Vicky-Sue - 12. Long Tall Boy - 13. Surf's Up Slight Return

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


ANNE HAIGIS/ Das Beste In Deutsch 2
  • Band: Anne Haigis
  • Albumtitel: Das Beste In Deutsch 2
  • Spielzeit: 58:29 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pläne Records/ BMG
  • Vergleichbare Bands: Jule Neigel
  • Veröffentlichung: 14.06.2004
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Aufgrund des großen Erfolgs von "... In Deutsch" und der ständigen Nachfrage der Fans, warum dieser oder jener Song nicht auf der Zusammenstellung vertreten sei, war es fast schon abzusehen, dass diese Compilation in eine zweite Runde gehen würde. Da ANNE HAIGIS sehr um ihre Fangemeinde bemüht ist, wurde die Trackliste für "Das Beste In Deutsch 2" - wie auch schon die des Vorgängers - mit der Unterstützung ihrer treuen Anhänger per Internet-Voting auf ihrer Homepage zusammengestellt. Dieses Album unterstreicht einmal mehr warum ANNE HAIGIS zwischen Mitte und Ende der 80er Jahre zu den erfolgreichsten Vertretern der Deutschrockszene gehörte und bietet alten - sowie neuen - Fans der Powerfrau einen repräsentativen Querschnitt durch ihre bisher kommerziellste Phase. Den größten Anteil an den zwölf auserwählten Songs hat das selbstbetitelte Deutsch-Debüt (1984), von dem u. a. "Da Ist Doch Was Drin", "Dann Kamst Du" und "I Bin A Kind" vertreten sind. Während zuerst genannte Ballade vom Schicksal einer alternden Musikerin handelt, die nicht mehr ins Muster der Musikindustrie passt, bringt Frau HAIGIS mit schwäbischen Dialekt anhand von letzterer Nummer unser Bedürfnis nach Geborgenheit charmant ans Tageslicht. Außerdem hat sich die stimmgewaltige Sängerin auf besagten Album auch des JANIS JOPLIN-Klassikers "Peace Of My Heart" angenommen und kurzerhand daraus das gefühlskalt anmutende "Mach Schon" geformt. Aus dem 85er Album "Lass Mich Fallen Wie Schnee" sind die beiden Single-Auskopplungen "Verena" und "Machtlos" zu hören, die beide mit typisch deutschen 80er-Popflair und schrillen Tanz-Rhythmus ausgestattet sind. Mit dem von Tony Carey (PLANET P. PROJECT/ ex-RAINBOW) produzierten Album "Geheime Zeichen", das bis heute das erfolgreichste Album von ANNE HAIGIS darstellt, ging die musikalische Marschrichtung wieder mehr zum Rock über, wie das schmissige "Braune Augen" oder das nachdenklich stimmende "Halt Mich Jetzt" ohne großen Schnickschnack eindrucksvoll untermauern. "Heckenschützen Der Angst" und "Schwarzer Filme" (starkes Saxophon-Solo) vom vorerst letzten deutschsprachigen Album "Indigo" (1989) sind eindeutig die melancholischsten Beiträge auf dieser äußerst gelungenen Zusammenstellung. Auch die Liste der Leute mit denen sie während ihrer Deutsch-Phase zusammengearbeitet hat, liest sich wie das "who is who" der damaligen Deutschrock-Produzenten - als da wären: Wolf Mahn, Edo Zanki, Klaus Lage und Tato Gomez. Da alle deutschsprachigen Alben von ANNE HAIGIS nur noch über Internet- und Plattenbörsen zu Liebhaberpreisen zu bekommen sind, dürfte "Das Beste In Deutsch 2" - genauso wie "... In Deutsch" - eine willkommene und kostengünstige Alternative sein, um die Plattensammlung zu vervollständigen. Also zugreifen, Herrschaften!!!
Stellt sich abschließend nur noch die Fragen, wann - oder ob überhaupt - ANNE HAIGIS ihr nächstes deutschsprachiges Album veröffentlicht. Ich denke, der Deutschrock-Szene würde es hörbar gut tun
J

Sonny

Trackliste: 1. Da Ist Doch Was Drin - 2. Dann Kamst Du - 3. Du Siehst Doch Du Störst - 4. Braune Augen - 5. I Bin A Kind - 6. Verena - 7. Mach Schon - 8. Heckenschützen Der Angst - 9. Machtlos - 10. Halt Mich Jetzt - 11. Schwarzer Film - 12. Geheimer Besuch

Thanks to Jochen @ Pläne Records

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ANNE HAIGIS/
Homestory


HOUSE OF MIRRORS/ Nightflight To Paradise
  • Band: House Of Mirrors
  • Albumtitel: Nightflight To Paradise
  • Spielzeit: 46:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Escape Music/ Sony
  • Vergleichbare Bands: Treat, Europe, Dark Sky
  • Veröffentlichung: 14.06.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nachdem die Band mit einigen vielversprechenden Demos den internationalen Melodic-Underground ordentlich aufgewirbelt hat, konnten sie nach 10 Jahren nun endlich einen Plattenvertrag beim renommierten Rock-Label Escape Music an Land ziehen. Musikalisch werden Freunde von TREAT oder den früheren EUROPE ("Alive") aller bestens bedient. Angefangen vom extrem eingängig-rockenden und hitverdächtigen Opener "Spirit Of Freedom" über leicht jazzig-melodische ("Deep Inside)" bzw. mächtige progressive Passagen ("Deliverance") bis hin zu genreüblichen Balladen wie dem gefühlvollen "Long Lost Love" bietet das finnische Quintett ein stilistisch breitgefächertes Spektrum, wie man es in der heutigen Zeit von einem Newcomer aus dieser Sparte nur noch selten zu hören bekommt. Liebhaber des gepflegten Scandinavian Rocks dürften an Nummern wie dem progressive angelegten Rocker "Searching For My Soul", der mit quiriligen Keyboard-Parts aufwartet, und dem melodisch-einfühlsamen Titeltrack sowie dem kompromisslosen Groover "Move On", das mich gitarrentechnisch stellenweise an HEAD EASTs "If You Know Me Better" erinnert, kaum vorbeikommen. Ein starkes Debüt... Man darf gespannt sein, wie sich diese Band weiterentwickelt.

Sonny

Trackliste: 1. Intro - 2. Spirit Of Freedom - 3. Glory Days - 4. Heart Is The Key - 5. Deep Inside - 6. Top Of The World - 7. Deliverance - 8. Alive - 9. Long Lost Love - 10. Searching For My Soul - 11. Night Flight To Paradise - 12. Move On

Thanks to Birgitt @ Germusica

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HOUSE OF MIRRORS/ Desolation


MEDUSA'S CHILD/ Immortal ... Mind Cohesion
  • Band: Medusa's Child
  • Albumtitel: Immortal ... Mind Cohesion
  • Spielzeit: 51:36 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: STF Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands: W.A.S.P., Gamma Ray, Judas Priest, Iron Maiden
  • Veröffentlichung: 14.06.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Manchmal darf man einfach nicht von der Verpackung auf den Inhalt schließen, denn dann ergeht es euch am Ende so wie mir im Falle von MEDUSA'S CHILD. Nach den ersten Blicken aufs Cover war ich mir fast sicher, dass ich es hier mit düsterangehauchten Power Metal zu tun haben würde, aber doch das Intro "Mind Cohesion" und das folgende "Mother Earth" belehren mich eines Bessern. Anstatt der erwarteten Düstermucke erreicht herrlich ehrlicher Melodic Power Metal, der gepaart mit der Rauheit von W.A.S.P und dem Flair eines PETE WYOMING BENDERs meine Lauscher streichelt. Gelegentlich mischen sich auch hymnische Chöre, die an die jungen GAMMA RAY erinnern und besonders beim Midtempo-Stampfer "Center Of The Dark" zum Tragen kommen, unter die wirklich schon sehr exotisch anmutende Mischung. Aber gerade in dieser nichtalltäglichen Kombination liegt die Mystik und Dynamik von "Immortal ... Mind Cohesion" und man muss der Band neidlos attestieren, dass sie (trotz der genannten Vergleichbands) ihren eigenen unverkennbaren Stil gefunden haben. Mit der Ballade "Tears Of The Wolf", das Sänger D. C. Crow mit einer Ergriffenheit - wie ich sie bisher nur von einem Blackie Lawless gehört habe - vorträgt, und dem rhythmischen und erdbodenerschütternden Doublebass-Kracher "Fight Fire With Fire" haben MEDUSA'S CHILD zwei Nummern am Start, die in einigen Jahren durchaus den Status als Klassiker für sich beanspruchen dürften. Egal ob man sich nun an den stolzen Balladen ("Lionsheart"), den mystischen Midtempo-Hymnen ("Medusa's Child") oder den speedlastigen Uptempo-Nummern ("I'm Still Here") lauschtechnisch versucht, man wird immer mit Musik konfrontiert, die sich auf höchsten Level abspielt. Hier passt einfach alles: Ergreifender Gesang, harte Powerriffs, gefühlsbetonte Acoustic-Parts, pfeilschnelle Gitarren-Solos und spannende -Duelle sowie majestätische Keyboards und eine treibende Rhythmusfraktion. Ein erfischendes Album, das eine extrem berauschende Wirkung besitzt - sprich, man wir süchtig davon! Bitte, bald mehr davon...

Sonny

Trackliste: 1. Mind Cohesion - 2. Mother Earth - 3. Holy Land - 4. Eyes Of Fire - 5. Center Of The Dark - 6. Tears Of The Wolf - 7. I'm Still Here - 8. Fight Fire With Fire - 9. Lionheart - 10. Medusa's Child (gilding version)

Thanks to Gaby @ STF-Records


REFLECTION/ Made In Hell
  • Band: Reflection
  • Albumtitel: Made In Hell
  • Spielzeit: 48:09 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: STF Records/ M-System
  • Vergleichbare Bands: Destruction, Kreator, Annihilator
  • Veröffentlichung: 14.06.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Erst vor kurzem durfte ich anhand der Debütscheibe von CP24 erfreut zur Kenntnis nehmen, dass wir uns um den deutschen Thrash-Nachwuchs keine Sorgen machen müssen, da wird mit REFLECTION ein weiterer Hoffnungsträger mit seinem Debüt vorstellig. Nach zwei recht ordentlichen Demo-Scheiben versuchen die Mannen aus dem westfälischen Lünen nun mit "Made In Hell" den alten Hasen der Thrash-Zunft einzuheizen. Zugegeben, einerseits brettern die elf Tracks recht kompromisslos im Old School-Gewand der 80er Jahre aus den Boxen. Andererseits kann man aber nicht behaupten, dass das Material auf dem Silberling angestaubt oder gar altbacken klingt. Hier treffen aggressiv-variable Gesangs-/ Grölpassagen, fett-donnernde Riffs und speedige Gitarrensolos auf eine endlostreibende Rhythmus-Fraktion - ohne aber dabei die führende Melodie außer Acht zu lassen. Der rundlaufende Sechszylinder um Sänger Markus Radola hat zwar auf seinem Erstling keine Aussetzer, aber irgendwie fehlt doch der allerletzte Kick, der den Turbo richtig zum Glühen bringt. Anhänger der obengenannten Bands dürften sicherlich Freude an "Made In Hell" haben, aber dass eingefleischte Hard Rocker - wie in der CD-Info vollmundig angekündigt - zu Songs wie dem eröffnenden Dampfhammer "The Elder's Lore", der melodischen Thrash-Hymne "The Journey" oder dem tonnenschweren Groover "Badmosphere" kräftig die Birne schütteln, wage ich schlichtweg zu bezweifeln. Nichtsdestotrotz befindet sich die Band auf einem guten Weg!

Sonny

Trackliste: 01. The Elder's Lore - 02. Nightshift - 03. Made In Hell - 04. The Overfiend - 05. Badmosphere - 06. The Journey - 07. Everlasting Conflict - 08. Prophets Of Evil - 09. Bloody Visions - 10. Welcome Madness - 11. One Step To Nowhere

Thanks to Gaby @ STF-Records


TOKEN/ Punch
  • Band: Token
  • Albumtitel: Punch
  • Spielzeit: 48:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Yngwie Malmsteen, Nocturnal Rites
  • Veröffentlichung: 14.06.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Seit dem Debüt der Schweden sind mittlerweile auch schon wieder gut zwei Jahre ins Land gezogen. Im Verlaufe dieser Zeit hat sich so einiges im TOKEN-Lager getan, denn durch die Trennung von Sänger H. B. Anderson und Drummer Pontus Ageryd wurde das Lineup gleich an zwei Positionen neubesetzt. Klar, dass ein Sängerwechsel nicht gerade spurlos an einer Band vorbeigeht, aber auch die Neubesetzung an den Kesseln mit Patrik Johansson ist nicht unerheblich daran beteiligt, dass die musikalische Ausrichtung auf dem "Tomorrowland"-Nachfolger einen Zacken härter ausfällt, als es noch auf dem Erstlingswerk der Fall war. Aber nicht nur der neue Schlagwerker bringt durch sein kraftvolles Spiel mehr Wucht in die Musik von TOKEN, sondern auch das deutlich modernere Songwriting. Besagte Weiterentwicklung lässt sich am besten an Nummern wie den basslastigen Ohrwurm "Sometimes" und dem Groove-Hammer "Wake Up", der ein wahres Gewitter an modernen Gitarrenriffs, futuristischen Keyboardläufen und Shout-Passagen in sich beherbergt, dingfest machen. Genauso modern, aber deutlich melodischer sind das folgende "Falling" und der an YNGWIE MALMSTEEN erinnernde Stampfer "Dreaming" ausgefallen. Meine persönlichen Highlights sind allerdings die von Sänger Johan Sjöberg gefühlvoll eingehauchte Ballade "Save Me", die an Dramatik kaum noch zu überbieten ist, und der Kracher "Can't Heal", welcher stellenweise an eine härtere Version des BACKSTREET BOYS-Hits "Harder Than Life" erinnert. Außerdem enthält die Scheibe einen recht vorzeigbaren Videotrack vom über allem thronenden und endlos rockenden Opener "Tear Down The Wall". Zugegeben, der Funke springt bei "Punch" nicht gleich beim ersten Durchlauf auf den Zuhörer über, aber nach einigen Runden muss man TOKEN unumwunden den Sieg durch technischen K. O. zugestehen.

Sonny

Trackliste: 01. Punch In 0:33 - 02. Tear Down The Wall 3:37 - 03. Free I’m Gonna Roll 3:02 - 04. Sometimes 4:21 - 05. Wake Up 4:00 - 06. Falling 3:15 - 07. Dreaming 3:57 - 08. On The Move 3:26 - 09. Save Me 3:57 - 10. The Sin 4:11 - 11. Media Doll 3:13 - 12. I Can’t Heal 2:58 - 13. Turn Back The Time 3:30 - 14. Punch Out 0:38 - 15. Tear Down The Wall 3:42 (video bonus track)

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über TOKEN:
TOKEN/
Tomorrowland


SOULBENDER/ Soulbender
  • Band: Soulbender
  • Albumtitel: Soulbender
  • Spielzeit: 49:03 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Licking Lava Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Alice In Chains, Nevermore
  • Veröffentlichung: 08.06.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Während die komplette QUEENSRŸCHE-Fangemeinde momentan dem zweiten Teil von "Operation Mindcrime" entgegenfiebert, hat Gitarrist Michael Wilton mit SOULBENDER still und heimlich sein Solo-Projekt verwirklicht. Wer hier einen lauwarmen QUEENSRŸCHE-Aufguss erwartet hat, wird von tiefgestimmten Gitarren, wummernden Bassläufen, druckvollen Drums und dem gelassen-aggressiven Gesang von Nick Pollock an die Wand gedrückt, sodass man unweigerlich an eine Mischung aus ALICE IN CHAINS, NEVERMORE und ALICE COOPER erinnert wird. Besonders "Samsara" hätte dem Schockrocker wahrscheinlich bestens zur "Brutal Planet"-Phase ins Konzept gepasst. Mit etwas gebremsten Schaum geht das düstere Kleebatt bei "Primetime" zur Sache. Obwohl hier vielleicht Parallelitäten zu NICKELBACK auszumachen sind, ist diese Nummer wohl etwas zu aggressiv, um als radiotauglich durchzugehen. Als weitere fundierte Überzeugungsargumente sollte man sich unbedingt den schräg-bizarren Groover "The American Dream" oder die Ballade "Hunger", die für ordentliches Kribbeln in der Magengrube sorgt, zu Gemüte führen. Mein persönliches Highlight ist die orientalisch untermalte und progressiv angehauchte Hymne "Three Towers", die wohl am besten verdeutlicht, wie viel Magie im Material von SOULBENDER steckt. Dieses Album müsste jeden Metal-Fan, der sich für düstere Klänge erwärmen kann, auf Anhieb begeistern. Bei QUEENSRŸCHE-Anhänger dürfte das selbstbetitelte Debüt nur zur Erweiterung des musikalischen Horizonts dienen. Alsdann, nur Mut zum Risiko - Es ist lohnenswert sich unter
www.justforkicks.de etwas genauer umzusehen.

Sonny

Trackliste: 1. Fix Me - 2. Clockwork and Compass - 3. Rabbit Hole - 4. The American Dream - 5. Samsara - 6. Prime Time - 7. Shoot Poem - 8. This Ocean - 9. Hunger - 10. Three Towers

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


DARE/ Beneath The Shining Water
  • Band: Dare
  • Albumtitel: Beneath The Shining Water
  • Spielzeit: 43:35 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Runrig, Tony Carey
  • Veröffentlichung: 07.06.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Mit großer Spannung wurde das neue - mittlerweile fünfte - Studio-Album von DARE erwartet und wer gedacht hat, die Waliser würden wieder einen Gang zulegen, der dürfte wohl von "Beneath The Shining Water" ziemlich enttäuscht sein. Denn auf dieser Scheibe macht die Band um das kreative Multitalent Darren Wharton genau da weiter, wo sie vor gut drei Jahren mit "Belief" aufgehört haben. Erneut hat der Sänger/ Keyboarder zehn brillant arrangierte und sehr gefühlvolle Balladen bzw. einfühlsame Songs in ein irisches/ walisisches Flair getaucht, die den Zuhörer sofort zum Träumen verleiten und ihn auf eine Reise durch die walisische Landschaft mitnehmen. Es fällt wirklich schwer einen einzelnen Song aus "Beneath The Shining Water" hervorzuheben, da sich die Nummern gegenseitig perfekt ergänzen und auf einem gleichbleibenden Level abspielen. Man könnte fast annehmen, dass es sich um einen einzigen endlosen Song handelt, den man auf 10 Kapitel aufgeteilt hat. Ich will hier beileibe nicht den Eindruck erwecken, dass man das Album schon nach einem Song kennt - nein, im Gegenteil - Darren Wharton schafft es - aufgrund seiner ruhigen und sanften Stimme - immer wieder den aufmerksamen Zuhörer in einen hypnoseähnlichen Zustand zu versetzen. "Beneath The Shining Water" eignet sich perfekt, um sich nach einem stressigen Tag für gute 40 min die Seele baumeln zu lassen. Einfach Augen zu und ab ...

Sonny

Trackliste: 1. Sea Of Roses 4:36 - 2. Days Gone By 4:14 - 3. Silent Hills 4:01 - 4. Beneath The Shining Water 4:49 - 5. The Battles That You’ve Won 4:02 - 6. Allowed To Fall 4:12 - 7. I’ll Be With You 4:00 - 8. Where Darkness Ends 4:36 - 9. Storm Wind 4:25 - 10. Last Train 4:18

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über DARE:
DARE/ The Power Of Nature - Live In Munich


DIESEL/ Hear
  • Band: Diesel
  • Albumtitel: Hear
  • Spielzeit: 45:30 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Kick Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: U2, Extreme, Mr. Big, Jean Beavoir, Oasis, Beatles
  • Veröffentlichung: 03.06.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review
Mark Lizotte wird den meisten Lesern wohl eher als JOHNNY DIESEL oder "simply" DIESEL bekannt sein. Sein letztes musikalisches Lebenszeichen "Soul Lost Companion" veröffentlichte er 1996 unter seinem bürgerlichen Namen. Dieser Tage kommt mit "Hear" das neue Machwerk des charismatischen Sängers, Songwriter und Gitarristen auch endlich hierzulande zu Veröffentlichungsehren, nachdem es auf dem fünften Kontinent bereits im Herbst 2002 über DIESELs eigenes Label Hepfidlity Records veröffentlicht wurde. Im Gegensatz zu seinen letzten Alben, sind die Songs auf "Hear" - trotz gelegentlicher String- und Orchester Parts - wieder etwas rauer, erdiger bzw. kompakter ausgefallen und kommen somit auch viel schneller auf den Punkt. Als Highlight einer sehr abwechslungsreichen Scheibe kristallisieren sich der rhythmisch-rockende Opener "Angel Face" (erinnert im Gitarrenspiel stellenweise an U2) oder Acoustic-Nummer "Faith & Gasoline" (EXTREME meets MR. BIG), die beide - mit ein bisschen Glück und Airplay - sicherlich zu Hits werden könnten. Auch das mit Dance-Beats aufgepeppte und lässig-melodisch rockende "Getta A Kick" und das äußerst radiotaugliche "She's High" schlagen in die selbe Kerbe. Ich bin mir sicher, würden "Welt-Superstar" KURT NIELSEN oder OASIS letztere Nummer veröffentlichen, dann käme diese bestimmt zu Nr. 1-Ehren. Außerdem unterstreichen "Brighter Than The Sun", das auch der Acoustic-Scheibe von JEAN BEAVOIR gut zu Gesicht gestanden hätte, und das sanft-melancholische - teilweise sogar sphärische - "Battleworm" den Ohrwurm-Charakter des Albums. Ein starkes Album, das - trotz ein paar kleinerer Durchhänger - mit einigen potenziellen Hits aufwartet.

Sonny

Trackliste: 1. Angel Face - 2. Faith & Gasoline - 3. Getta Kick - 4. She's High - 5. Brighter Than The Sun - 6. Battleworn - 7. Don't Send Another - 8. I'm Here - 9. On Your Hand - 10. Lotion - 11. The Embers - 12. I Wanna Fly

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


LUDOX/ Is This For Real?
  • Band: Ludox
  • Albumtitel: Is This For Real?
  • Spielzeit: CD 1: 49:30 min/ CD 2: 65:14 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Kick Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Soft Cell, Human League, ABC, Cure, The Doors, U2
  • Veröffentlichung: 03.06.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review
Im Grunde genommen handelt es sich bei dem hier vorliegenden Doppel-Album um eine Wiederveröffentlichung, denn "Is This For Real?" beinhaltet auf der ersten CD das selbstbetitelte Debüt der Waver LUDOX, das bereits 1995 in Dänemark veröffentlicht wurde, und der zweite Silberling wartet mit sämtlichen Singles und B-Seiten (plus zweier Videos) der dänischen Formation auf. Mit Rock hat die Musik des Fünfers nicht wirklich viel zu tun, vielmehr hatten sie sich während der Grunge-Hochkonjunktur dem schon längst überholten Brit-Pop der 80er Jahre verschrieben. Nichtsdestotrotz konnten LUDOX die "Danish Rock Championship" gewinnen und eben jener unerwartete Erfolg brachte ihnen prompt auch einen Plattenvertrag in ihrer Heimat ein. Gelegentlich verschlägt es die Band auch in die Punk Rock-Richtung der Marke THE CURE, wie sich an der ziemlich frisch rockenden Nummer "Yes I Am" oder "Artists Only" angenehm feststellen lässt. Mit ihrer ersten Single "Sleeping", die mit einer witzigen Portion Swing einen etwas eigentümlichen Charme ausstrahlt, schafften sie sogar den Sprung in die dänischen Top 30. Diese Top-Platzierung täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass die Band dem damaligen Musiktrend schon ordentlich hinterherhinkte. Zwar kommt die Band nicht an die Klasse der oben genannten Bands heran, aber Fans des 80er Brit-Pops dürften mit Sicherheit gefallen an den Klängen von LUDOX finden. Als Appetizer seien diesen Herrschaften der Opener "Audience" (inkl. Intro "Is This For Real?"), das locker-flockige "Snowflakes" oder das dramatisch-rockende "Don't Turn Around" ans Herz gelegt. Ich persönlich bevorzuge allerdings die zweite CD, denn mit Songs wie "Dream Machine", das mit dem Flair von THE DOORS brilliert, und dem lustigen "The TV's On" (THE CURE meets THE DOORS meets frühere U2) fällt dieser Silberling eine Ecke rockiger und kantiger aus. Eingefleischte Hard Rock-Fans hingegen sollten tunlichst die Finger von diesem Doppeldecker lassen!

Sonny

Trackliste: CD 1:
1. Is This For Real? - 2. Audience - 3. Youth Club - 4. Sleeping - 5. Artists Only - 6. Calling All Beginners - 7. Orange Juice - 8. Yes I Am - 9. It's Time For Another Year - 10. Snowflakes - 11. Don't Turn Around - 12. Twilight Train (L'árrivée)

CD 2:
1. Dream Machine - 2. The TV's On - 3. Do You Feel The Same - 4. Yes, I Am - 5. Sleeping - 6. Tattooed - 7. Twilight Train - 8. Audience - 9. Hey D.J.! (At The Youth Club) - 10. Photogenic - 11. Bravo Charlie - 12. The TV's On 13. Coming Up

Videos:
1. Audience - 2. Twilight Train (L'Arrivee)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


APRILLEE/ Demo
  • Band: April Lee
  • Albumtitel: 3-SP Limited
  • Spielzeit: 12:26 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ USA
  • Vergleichbare Bands: Courtney Love, Lita Ford, Hole, No Doubt, Evanescence
  • Veröffentlichung: ??.06.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Vor einiger Zeit ist mir ein sehr vielversprechender 3-Tracker aus den USA auf den Schreibtisch geflattert. Auf "SP-3 Limited" vereint APRILLEE aus Cleveland/ Ohio die punkige Attitüde von NO DOUBT mit der frivolen Rotzigkeit einer COURTNEY LOVE. Der absolute Killer auf dieser Eigenproduktion ist das sträflich unterbewertete ZEBRA-Juwel "Tell Me What You Want", das in der Version von Miss Roberts zu einem astreinen Arschtrittmonster mutiert (so in etwa könnte ich mir eine neue Nummer von LITA FORD vorstellen). Während sich der Opener "Bitterhole" mit einer ordentlichen Prise Industrial und angedeuteten Techno-Parts ins Gehirn einhämmert, herrscht bei "Who Am I" eine mystische Grundstimmung, die verdammt viel düsteres Sexappeal ausstrahlt und stellenweise an die ruhigen Momente von EVANESCENCE erinnert. Da dieses Demo zudem mit einer außerordentlich guten Produktion von Dee Dinco (Gitarre) aufwartet, ist "SP-3 Limited" eine mehr als beachtliche Visitenkarte, die eigentlich einen Plattenvertrag zur Folge haben müsste. Sollte es dem Duo Roberts/ Dinco gelingen diese Qualität auf ein komplettes Album zu transportieren, dann dürften sich oben genannte Interpreten wahrscheinlich verdammt warm anziehen.

Sonny

Trackliste: 1. Bitterhole - 2. Tell Me What You Want - 3. Who Am I?

Thanks to April @ Ghetto Gear Productions

Last Update: Sunday, 13. February 2005
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Sonny