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Review:
Bands aus Australien, wie z. B. VANISHING POINT oder BLACK
MAJESTY, haben es hierzulande schon zu einem gewissen
Bekanntheitsgrad geschafft. Mit ein bisschen Glück könnten
diesen Status auch bald WITHOUTEND inne haben, denn auf ihrem
selbstbetitelten Debüt präsentiert das Trio aus Melbourne
verschachtelten Progressive Rock, der stellenweise etwas düster
angehaucht oder mystisch ist, aber zu jeder Sekunde
nachvollziehbar bleibt. Diese Stilrichtung, die einer
progressiven Version von HIM meets REAMONN ziemlich nahe kommt,
erweist sich wie maßgeschneidert für das klare und gefühlvolle
Organ von Sänger und Schlagzeuger Nicholas Georgakopoulos.
Gelegentlich dringt man sogar in die Düstersphären von
MOONSPELL vor, wie sich an "Analyse" (hitverdächtig!),
das durch die Sopranistin Nicoletta Kardas auch noch
NIGTWISH-artiges Flair getaucht wird, am leichtesten
nachvollziehen lässt. Aber so richtig auf einen Stil festnageln
lässt sich die Band nicht, denn während man bei der 8minütigen
Ballade "I Still Remember" sanfte METALLICA-Einflüsse
mit gefühlvollen Keyboardparts verschmolzen hat, lässt man es
beim "Searching For Meaning" oder "Descend"
in fast metallischer Manier krachen, sodass man phasenweise
Vergleiche zu Genre-Göttern DREAM THEATER ziehen kann. Gekrönt
wird dieses wirklich spannende Album durch den gefühlsechten
Höhepunkt "The Third Day", einem Gänsehaut-Garant,
der abermals gitarrentechnisch an METALLICA erinnert.
Anspruchsvolle Prog-Fans sollten sich diesen Silberling auf
keinem Fall entgehen lassen. Zu kaufen gibt's das Teil unter www.justforkicks.de.
| Trackliste: | 1. Again - 2. In Transit - 3. Analyse - 4. I Still Remember - 5. Searching For Meaning - 6. Descend - 7. Comfort Zone - 8. Compulsion - 9. The Third Day |
Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music
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Review:
Schon mit ihrem Debüt "Sands In Time" (2002) konnten
VAGH ziemlich gute Resonanzen bei verschiedenen Online-Magazinen
und in vereinzelten Fachblättern einfahren. Die Schweden um
Namensgeber und Songwriter Robin Vagh (Gitarren/ Keyboards) sind
angetreten um eingängigen Melodic Rock der 80er Jahre mit einer
messerscharfen, harten, und einprägsamen Gitarrenarbeit zu
vereinen, die von dezent - aber stets präsenten -
Keyboardteppichen getragen wird. Diese Eigenschaften machen auch
den Nachfolger "Into The Future Zone" zu einem
äußerst erfreulichen Hörgenuss. Lauscht einfach mal den
Klängen des zwar sphärisch beginnenden, aber unheimlich erdig
rockenden Openers "To Hell And Back Again" oder dem
ordentlich röhrenden Groover "Love Touch" - die Songs
werden euch nicht mehr schnell aus den Ohren gehen. Während
"Calling On You" oder Rocker "This Feeling
Inside" - nicht zuletzt wegen des Gesangs von Jonas Blum -
an HOTWIRE erinnern, weiß die rhythmische Midtempo-Nummer
"I Wanna Feel Love" (Vocals by John Marshall Gibbs) mit
fast PELLschen Arrangements auf sich aufmerksam zu machen.
Stellenweise fallen die Gitarren härtetechnisch sogar so stark
aus, dass sie fast in metallische Sphären a la NO BROS
vorstoßen. Als Highlights der Scheibe möchte ich allerdings den
Kracher "Moment Of A Touch" und die gewaltige Ballade
"Don't Turn Away" aufführen, die beide von Noomi
Stragefors stark in Szene gesetzt werden und mit zum Besten
gehören was der "Female Fronted"-Hard Rock zu bieten
hat. Außerdem tut sich noch das rotzige "Rebecca"
(Mörder-Groove) positiv hervor. Da die Scheibe nur als
Schweden-Import zu haben ist, solltet ihr den Mailorder-Anbieter
eures Vertrauens kontaktieren oder "Into The Future
Zone" gleich direkt unter www.vagh.net ordern.
| Trackliste: | 1. To Hell And Back Again - 2. Cant Reach You - 3. I Wanna Feel Love - 4. Love Touch - 5. Show Me Heaven Tonight - 6. Calling On You - 7. Moment Of A Touch - 8. Rebecca - 9. Invincible - 10. Dont Turn Away - 11. This Feeling Inside - 12. Future Zone |
Thanks to Robin @ Slick City Slackers Productions
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Review:
Als mir das Debüt der dänischen Multikulti-Truppe ins Haus
geflattert ist, dachte ich mir noch im Stillen: "Ah, wieder
mal so einen Metal-Combo, die sich im unüberschaubaren
Bombastic-/ Melodic-Dickicht ihren Weg bahnen will!" Aber
weit gefehlt, denn die Band um den 24jährigen Gitarristen
Michael Kammeyer brilliert mit epischen Power Metal, der
einerseits ziemlich deutsch/ europäisch anmutetet und
andererseits aber durchaus auch Parallelen zur US-Szene bildet.
So stellt der Opener "Sleepy Hollow", der sich über
ein verträumt-ruhiges Gitarren-Intro zu einer richtigen
Doublebass-Orgie a la ICED EARTH entwickelt, eine Symbiose aus
IRON MAIDschen Riffing und Shout-/ Screaming-Linien der Marke
GAMMA RAY meets JUDAS PRIEST dar. Natürlich kommt die Band noch
nicht an die Klasse der eben genannten Vorbilder heran, aber die
Metal-Hymne "The Journey", die sich mit einem
mega-melodischen Refrain und glühenden Gitarrenläufen durch die
Gehörwindungen fräst, und die unheimlich gefühlvolle
Halbacoustic-Ballade "Until We Fade Away" verdeutlichen
einmal mehr, dass alle Mitglieder nicht nur Meister ihres Faches
sind, sondern auch äußerst songdienlich zu Werke gehen. Über
dieser erstaunlich hohen instrumentalen Homogenität thront das
unverkennbare Organ eines Lance Kings, der sich vorwiegend im
progressiven Genre mit Bands wie BALANCE OF POWER oder MATTSON
einen Namen gemacht hat. Bei Songs wie der abwechslungsreichen
Epic-Nummer kann sich der Ausnahmesänger endlich einmal nach
Lust und Laune austoben, denn bei diesem Track kommt der
unglaubliche Facettenreichtum seines Organs nahezu komplett zum
Tragen. Den Abschluss eines ziemlich gelungenen Debüts bietet
die wuchtige 6 1/2 min-Nummer "Power Of Imaginations"
und das überleitende Instrumental "The Nature Of
Triumph". Bleibt abschließend nur noch zu hoffen, dass
PYRAMAZE in dieser Besetzung ein paar Jahre überleben kann, denn
dann könnten sie zu einer der Speerspitzen der europäischen
Metal-Szene werden.
| Trackliste: | 1. Sleepy Hollow - 2. Forsaken Kingdom - 3. Melancholy Beast - 4. The Journey - 5. Until We Fade Away - 6. Legend - 7. Mighty Abyss - 8. The Nature Of Triumph - 9. Power Of Imagination |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über PYRAMAZE:
PYRAMAZE/ Legend Of The Bone Carver
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Review:
Ganze sieben Jahre - mal abgesehen von der Compilation "Good
Times - The Essential Stage Dolls"/ 2002 - hat es gedauert,
bis das legendäre AOR-Trio aus Norwegen endlich wieder ein
musikalisches Lebenszeichen von sich gibt. "Get A
Life", so das Motto ihrer mittlerweile siebten
Studio-Scheibe, ist ein richtig starkes und zeitloses Rock-Album
geworden, nach dem die Fans von BRYAN ADAMS (Titeltrack), HUEY
LEWIS ("Runnin' Back To You") oder DEF LEPPARD
("Don't Fight It") ordentlich lechzen dürften.
Sänger/ Gitarrist Torstein Flakne und seinen Rhythmusfraktion
Terje Storli (Bass) bzw. Morten Skogstad (Drums) demonstrieren
über 11 Songs wie zeitgemäßer AOR zu klingen hat, ohne das
sofort Kommerzschreie aufkommen. Freilich haben die STAGE DOLLS
mit "Someone Like You" auch eine Kuschel-Ballade an
Bord, die getragen von Streichparts im countrylastigen Sound so
ziemlich jedes Frauenherz zum Schmelzen bringen dürfte, aber das
restliche Material rockt sich mit tollen Melodien und genialen
Hooks durch die Gehörgänge. Ein AOR-Album, das wirklich keine
Wünsche offen lässt, denn von Balladen über stampfende
Midtempo-Hymnen ("Too Late For Love"/ "Naked In
The Rain") bis hin zum handfesten Groover ("24/7")
ist alles dabei, was das Fan-Herz begehrt. Gekrönt wird das
Meisterwerk mit einer richtig kraftvollen und fetten Produktion,
die den heutigen Standards mehr als gerecht wird. Ergo ist die
Höchstnote die einzig richtige Schlussfolgerung. Ein
unabdingliches Muss für alle AOR-Jünger!!! Bleibt abschließend
nur noch zu hoffen, dass uns die "Bühnen-Puppen" nicht
wieder sieben Jahre auf den Nachfolger warten lassen. Obwohl bei
dieser bestechenden Qualität!?!
Leider wurde das Album bisher nur in Norwegen veröffentlicht,
aber der Mailorder-Anbieter eures Vertrauens müsste die
Hammer-Scheibe eigentlich in seinem Repertoire haben ;-).
| Trackliste: | 1. 24/7 - 2. Runnin Back To You - 3. Get A Life - 4. Someone Like You - 5. Youre The One - 6. Too Late For Love - 7. Naked In The Rain - 8. Everybody Wanna R&R - 9. Only - 10. Dont Fight It - 11. Summertime Ladies |
Thanks to Stein @ Musicbusiness Norway
weitere Reviews über
STAGE DOLLS:
STAGE DOLLS/ Get
A Live (CD/ DVD)
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Review:
Eigentlich war MICHAEL MITTERMEIER immer wie in rotes Tuch für mich und daher
war es mir nicht sonderlich aufgefallen, dass der gebürtige Dorfener im Jahr
2003 eine kreative Auftritt- und Medienpause eingelegt hat. Während des schöpferischen
Breaks ging der Entertainer für ein halbes Jahr nach Amerika, um dort einige
englischsprachige Auftritte in New Yorker Clubs zu absolvieren. Nun ist er mit
seinem neuen Programm "Paranoid" zurück! Allein dieser Titel machte
mich als bekennenden BLACK SABBATH/ OZZY OSBOURNE-Fan natürlich extrem
neugierig, zumal besagter Song auch als Intro für das Programm herhalten
musste. Nun liegt mir das aktuelle Album vom MICHL zur Beschreibung vor und nach
wochenlangen Dauergast-Spielen in meinen sämtlichen CD-Playern (zuhause, im
Auto, im Büro und in der Werkstatt) muss ich gestehen, dass mir in den letzten
Jahren – genervt durch die nicht zu stoppende und stellenweise wirklich
haarsträubende Comedy-Welle – ein echtes Juwel des bayerischen Entertainments
sprichwörtlich durch die Lappen gegangen ist. Egal wie oft man sich dieses
Album, das im Quatsch Comedy Club/ Berlin und Schmidts Tivoli/ Hamburg
aufgenommen wurde, auch anhört, man wird mit jedem Durchlauf wieder auf eine
neue Spitzfindigkeit von MICHAEL MITTERMEIER aufmerksam und zu
Zwerchfell-Attacken „genötigt“. Dabei ist es ganz egal ob er die deutsche
Griesgrämigkeit, Jammer-Mentalität und Schwarzmalerei ("Graue
Zeiten"), die US-amerikanische Einfältigkeit, Dummheit und Borniertheit
(z. B. "The Depp Of The Year"), die Casting/ Soap-Welle ("Geneva
Entertainment Convention") oder Mode-Erscheinungen ("Weidmannsheil Für
Arschgeweihe") aufs Korn nimmt, die Pointen der Gags verlieren auch nach
den x-ten Durchlauf nichts an ihren Überraschungsmomenten. Auffallend ist auch,
dass MM nachdenklicher bzw. erwachsener geworden ist, denn er geht vermehrt auf
alltägliche Zwiegespräche, Verhaltensweisen und Beziehungskisten ("Täuschungsmanöver")
zwischen Mann und Frau – sowie auf sozial- und weltpolitische Themen – ein.
Auf der anderen Seite ist der Unterhaltungskünstler auch etwas „härter“
geworden, denn während der fast 70minütigen Spielzeit begibt er sich auf eine
riskante Gratwanderung zwischen intelligentem Kabarett, treffender Komik und
punktgenauen Gags, die nicht selten haarscharf an der Gürtellinie
vorbeischrammen. Aber keine Angst, MICHAEL MITTERMEIER läuft zu keinem
Zeitpunkt Gefahr in die derben, obszönen, seichten und stellenweise recht
trivialen Untiefen eines INGO APPELTs oder STEFAN RAABs abzurutschen. Vielmehr
verbindet er äußert gewitzt die bereits erwähnten Komponenten und Geschichten
mit leicht (für seine Zwecke) uminterpretierten Bibelzitaten (z. B.
"Offenbarung"), Science Fiction und Weltverschwörungstheorien. Die
Geschichte endet mit MITTERMEIERs ganz eigenen Interpretation vom "Jüngsten
Tag", bevor seine Frau Gudrun alias SOMERSAULT mit dem besinnlichen "Wise
Up" die Show musikalisch abrundet. Kein Zweifel: MICHAEL MITTERMEIER ist spätestens
seit seinem Projekt "Mittermeier und Friends" der Rock ’N’ Roller
unter den Entertainern/ Kabarettisten und mit "Paranoid" untermauert
er diesen Status. Daher war es auch endlich an der Zeit, dass MM auf unseren
Seiten dementsprechend gewürdigt wird... also keine Bange, hier sind keine
Drogen-Experimente schiefgelaufen J
| Trackliste: | 1. Paranoid - 2. Graue Zeiten - 3. Der Schrödersche Blähsack - 4. The Depp Of The Year - 5. Apocalypse Wow! - 6. Das weibliche Gedächtnis - 7. Tante Tosca - 8. Danke Amerika! - 9. El Potroaches - 10. Die Offenbarung - 11. Putsch Made In Germany - 12. Geneva Entertainment Convention - 13. Männer und Western - 14. Die mit dem Wolf tanzt (feat. Eastie Kevin & Dirty Dörte) - 15. Passwort Halle Berry - 16. Diktatorin in Deutschland - 17. Brainsuckers from Outer Space - 18. Asyl für Pancho Villa - 19. Michl der Täufer - 20. Der Katzentest - 21. Waidmannsheil für Arschgeweihe - 22. Sackwaxing - 23. Jesus Christ Kifferstar - 24. Judas in der Schule - 25. Ein unmoralisches Angebot - 26. Täuschungsmanöver - 27. Bad Accent for President - 28. Amok-Sepp & Massaker-Schorsch - 29. Gayland - 30. Terror in Pink - 31. Die Wiege der Menschheit - 32. Der Jüngste Tag - 33. Wise Up |
Thanks to Pirate Records
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Review:
Es gibt wirklich nur wenige ernstzunehmende Melodic Metal Bands,
die bereits mit ihrem Debüt einen bleibenden Eindruck
hinterlassen und in der Lage sind, diesen dann auch noch mit dem
Nachfolger vehement vertiefen. ALTARIA gehören definitiv zu
jener äußerst raren Gattung, denn trotz Sängerwechsel haben
die Finnen mit ihrem Zweitling die extrem hohe Messlatte, die sie
sich mit "Invitation" selbst auferlegt haben, lässig
übersprungen. "Divinity", so der vielversprechende
Titel des neuen Machwerks, zeigt sich nicht nur eingängiger als
das angesprochene Debüt, sondern wirkt aufgrund des Wechsels am
Mikro auch nicht mehr ganz so "steril". War
"Invitation" durch das klassisch ausgebildete Organ von
Jouni Nikula stellenweise doch etwas schwerverdaulich, so hat der
neue Sänger Taage Laiho (KILPI) mit seinem facettenreichen
Gesangstil dem Sound von ALTARIA noch mehr Leben, Intensität und
Abwechslung verliehen. So donnern Songs wie der gewaltig
treibende Opener "Unchain The Rain" (erinnert
phasenweise STRATOVARIUS), das majestätisch-stampfende
"Prophet Of Pestilence" oder "Falling Again",
das mit ziemlich rotzigen und speedigen Parts zu gefallen weiß,
nahezu göttlich aus den Boxen. Außerdem fressen sich das
cool-groovende "Haven" und Speedgranate "Stain On
The Switchblade" schonungslos durch die Gehörwindungen.
Lediglich das etwas kantig-bizarre "Divine", vermag
auch nach mehreren Durchläufen nicht richtig zu zünden. Das
ändert aber nichts im Geringsten an der Tatsache, dass das
Quartett um Marko Pukkila (Bass) und Tony Smedjebacka (Drums)
erneut ein edles Stück Melodic Metal eingefräst haben. Bleibt
abschließend nur noch zu hoffen, das ALTARIA bald in die Phalanx
ihrer großen Landsmänner STRATOVARIUS und SONATA ARCTICA
vorstoßen können. Verdient haben sie es allemal!
| Trackliste: | 1. Unchain The Rain |
Thanks to Birgitt @ Germusica
weitere Reviews über
ALTARIA:
ALTARIA/ The Fallen Empire
ALTARIA/ Invitation
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Review:
Nachdem die wohlbekannten US-Rocker AXE nicht mehr aus den Pott
zu kommen scheinen, hat sich deren Frontmann Bob Harris mit EDGE
OF FOREVER ein neues Betätigungsfeld gesucht. Die neue
italienische Melodic-Fregatte patrouillieren in klassischen 80er
Hardrock-Gewässern, die durch großartige Melodien,
neoklassische Elemente ("Birth Of Sun") und dezent
eingestreute Prog-Passagen ("Mother Of Darkness")
veredelt werden. Zwar können EDGE OF FOREVER noch nicht ganz mit
den legendären AXE mithalten, aber der gutgeschmierte
Fünfzylinder hat einige Nummern am Start, die in ein paar Jahren
- ohne Klimmzüge machen zu müssen - als Klassiker durchgehen
dürften. So hat man z. B. mit "Prisoner" ein
Wahnsinns-Duett am Start, bei dem Mr. Harris von keinem
Geringeren als JEFF SCOTT SOTO begleitet wurde. Der
TALISMAN-Fronter hat zudem auch noch die meisten Background
Vocals eingesungen. Als weitere Anspieltipps drängen sich der
schwere - aber trotzdem sehr eingängige - Groover "Whatever
Comes", die geniale Gänsehaut-Nummer "The Road We
Walked On" oder der abschließende Kracher "I Won't Be
A Fool No More" auf. EDGE OF FOREVER ist ein nahezu perfekt
abgestimmter Hard Rock-Motor, denn der ausdrucksstarke Gesang,
das virtuose Gitarren-/ Keyboardspiel und die bestens
harmonierende Rhythmusfraktion sorgt für einen druckvollen und
wohlklingenden Gesamtsound. Außerdem enthält dieses starke
Debüt ein Video-Clip des Openers/ Titeltracks, der die explosive
Spielfreude der Band mehr als würdig ins Bild setzt. Fans von
AXE und den obengenannten Bands sollten sich diese Scheibe ganz
oben auf ihrem Shopping-Zettel notieren.
| Trackliste: | 01. Feeding
The Fire 4:29 |
Thanks to Sebastian
@ MTM Music
weitere Reviews über EDGE OF FOREVER:
EDGE OF FOREVER/ Let The Demon Rock 'N' Roll
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Review:
Frankreich gilt ja gemeinhin eher als Entwicklungsland in Sachen
Heavy Metal, doch hin und wieder gelingt es einer Band sich aus
dem Underground hochzuarbeiten. Die Düstermetaller LYZANXIA
gehören spätestens seit ihrem offiziellen Debüt
"Eden" (2001/ die Band veröffentlichte bereits 1999
mit "Lullaby" ein "full length"-Album in
Eigenregie) zu den führenden Kräften in der französischen
Szene. Zwar wandert die Band um die Gebrüder Franck
(Rhythm-Guitar/ Vocals) und David Potvin (Lead-Guitar/ Vocals) in
etwa auf den Pfaden von IN FLAMES und DIMMU BORGIR, aber die
Franzmänner auf diese beiden bekannten Acts zu reduzieren, wäre
viel zu einfach und zu plump. LYZANXIAs Sepktrum erstreckt sich
von nahezu popigen Parts, über kultivierten und kraftvollen
Metal bis hin zum modern-bleiern Death-Metal, der - gepaart mit
einem Meer an Melodie - vom munteren Wechselspielchen zwischen
klarem Gesang und abgrundtiefen Growls lebt. Da sich die meisten
Songs aufgrund ihres hohen Anteils an einprägsamen Melodien
schon nach dem ersten Durchlauf in die Gehörgänge fressen,
dürften Songs wie das halbballadeske "Black Side", die
Thrash-Hymne "D. M." oder der abwechslungsreiche
Finisher "Glass Bones" auch für Melodic Power
Metal-Freaks, die gerne etwas über den Tellerrand hinausschauen,
durchaus interessant sein. Da hinter den Reglern kein geringerer
als Fredrik Nordström (u. a. IN FLAMES oder HAMMERFALL) saß,
darf man davon ausgehen, dass sich produktionstechnisch alles auf
Top-Niveau abspielt. Also Leute, traut euch und riskiert den ein
oder anderen Lauscher.
| Trackliste: | 1. Time Dealer - 2. Medulla Need - 3. Damnesia - 4. Mind Split - 5. Dusk - 6. Game Time - 7. My Black Confession - 8. Black Side - 9. Silence Code - 10. D. M. - 11. Fugitive - 12. Glass Bones |
Thanks to Reality Entertaiment
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Review:
Gut 1½ Jahre ist es nun her,
dass uns Multi-Instrumentalist DANIELE LIVERANI mit "A Human
Into Dreams' World" den ersten Teil seiner GENUIS-Trilogie
präsentierte. Dieser Tage geht das Rock Opern-Spektakel um den
Hauptdarsteller Genius (Mark Boals/ RING OF FIRE, ex-YNGWIE
MALMSTEEN) mit "In Search For The Little Prince" nun in
die zweite Runde. Neben Genius ist nur noch sein ständiger
Begleiter Twinspirit n. 32, der wieder von PAIN OF
SALVATION-Fronter Daniel Gildenlow verkörpert wird, aus der
ersten Episode übriggeblieben. Aber auch diesmal konnte das
italienische Musikwunder mit u. a. Russell Allen (SYMPHONY X),
Edu Flaschi (ANGRA), Eric Martin (ex-MR. BIG), Johnny Gioeli
(HARDLINE, AXEL RUDI PELL) und Oliver Hartmann (EMPTY TREMOR,
ex-AT VANCE), der sämtliche Chöre eingesungen hat, wahre
Meister ihres Faches für sein faszinierendes Projekt gewinnen.
Trotzdem komme ich nicht umhin besonders die Gesangsleistung von
Herrn Gioeli in "What He Has To Say" und "All My
Fault" hervorzuheben, denn in diesen beiden Nummern erinnert
er sehr stark an einen Freddy Mercury (R.I.P.) in Bestform.
Produktions- und Instrumententechnisch hat Signore LIVERANI fast
wieder alles selbst erledigt, lediglich an den Drums ging ihm
erneut KHYMERA-Kumpel Dario Ciccioni, der auf diesem Album einmal
mehr einen grandiosen Job abliefert, zur Hand. Da "In Search
For The Little Prince" - wie auch schon der erste Teil - das
komplette Spektrum von Melodic Rock, Heavy Metal und Progressive
Metal abdeckt, dürfte diese Oper erneut Rock-Fans
verschiedenster Couleur ansprechen. Obwohl es sich hier um ein in
sich geschlossenes und durchgehend fesselndes Werk handelt,
möchte ich stellvertretend für die verschiedenen Stilrichtungen
das von ERIC MARTIN intonierte "My Dear Son" und
"You Be Free", das mit einer unglaublichen Grazie von
Liv Kristine (LEAVES' EYES/ ex-THEATRE OF TRAGEDY) eingehaucht
wurde, sowie den filigran-treibenden Rocker "Fight
Again" (Mark Boals) als Anspieltipps aufführen. Also nehmt
euch Zeit und lasst euch in den nächsten 80 min von DANIELE
LIVERANI & Co. durch seine unfassbare Traumwelt führen. Ich
bin nur gespannt, wie der "kleine" Italiener dieses
Meisterwerk noch toppen möchte.
| Trackliste: | 1. He Will Die - 2. Playing In Their Dreams - 3. You Wont Escape - 4. Valley - 5. Beware - 6. My Dear Son - 7. What He Has To Say - 8. All My Fault - 9. To Be Free - 10. Fight Again - 11. Far Away From Here |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über
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DANIELE LIVERANI'S GENIUS/ Episode 3: The Final Surprise
KHYMERA/ A New Promise
(Earcatcher/ December 2005)
DANIELE LIVERANI/ Daily Traum
EMPTY TREMOR/ The Alien Inside
DANIELE LIVERANI'S GENIUS/ Ep. 1: A Human Into Dreams’ World
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Review:
Im Zuge der Veröffentlichung des zweiten Teil von DANIELE
LIVERANI'S GENIUS-Rock Oper kommt nun endlich auch "Daily
Trauma", das der Italiener bereits 1998 gemeinsam mit
Drummer Dario Ciccioni aufgenommen hat, zu
Veröffentlichungsehren. Obwohl es sich hierbei um ein
lupenreines Instrumental Rock-Album handelt, muss man "Daily
Trauma" wohl als Mutter der eingangs erwähnten Rock-Oper
benennen, denn das Konzept von GENIUS beruht auf dieser
experimentellen, aber auch äußerst hörenswerten Scheibe. Auf
"Daily Trauma" kommen nicht nur die Anhänger edelster
progressiver ("Dream League Raid") und melodischer
("The Angel And The Sentence") Rock-Klänge, sondern
auch Freunde "verrückter" Gitarrenspielereien a la
STEVE VAI ("Happy Train", "Twin Spirits"),
voll auf ihre Kosten. Unter den 18 Tracks verbergen sich aber
auch etliche Geschwindigkeitsräusche (z. B. "Race Against
Time"), symphonische Kabinettstückchen ("Toy
Warehouse") und extrem gefühlvolle Stimmungsbilder der
Marke JOE SATRIANI ("I Will Try"), die in diesem 75min
Kunstwerk für die nötige Abwechslung sorgen. Sollten euch die
Herren VAI und SATRIANI zu abgehoben bzw. zu balladesk sein, dann
seid ihr bei DANIELE LIVERANI richtig aufgehoben, denn der
italienische Ausnahmemusiker, der auch hier sämtliche Keyboards-
und Bass-Part eingespielt hat, bewegt sich sehr gekonnt zwischen
beiden Extremen. Eine äußerst interessante und sinnvolle
Ergänzung zur GENIUS-Trilogie, zumal "Daily Trauma"
als Midprice-Release in die Läden kommt.
| Trackliste: | 1. Kingdom Gate - 2. Happy Train - 3. Twin Spirit - 4. Wild Tribe - 5. The Angel And The Sentence - 6. Dream League Raid - 7. Perpetual Gratitude - 8. Time To Leave - 9. Odd Valley - 10. At The Sultan Castle - 11. Sweet Lady - 12. Underground - 13. #33 - 14. Reace Against Time - 15. Toy Warehouse Rescue - 16. I Will Try - 17. Sad Train - 18. Daily Trauma |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
weitere Reviews über
DANIELE LIVERANI:
DANIELE LIVERANI'S GENIUS/ Episode 3: The Final Surprise
KHYMERA/ A New Promise
(Earcatcher/ December 2005)
DANIELE LIVERANI'S GENIUS/ Episode 2: In Search Of The Little Prince
EMPTY TREMOR/ The Alien Inside
DANIELE LIVERANI'S GENIUS/ Ep. 1: A Human Into Dreams’ World
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Review:
Eigentlich hielt ich Nu Metal für eine Modeerscheinung, die
genauso schnell wieder von der Bildfläche verschwindet wie sie
aufgetaucht ist. Zumal mich das nervige und zigmal wiederholte
"... this doesn't feels nice... the doesn't feel good"
des eintönig-kreischenden Openers "Train" in meiner
Meinung bestätigt und ich folglich "Take It As A
Compliment" gleich wieder aus dem Rotationsschacht meines
Players verbannen wollte. - "Doch halt!"... denn das
folgende "Drama Queen", das sich wie eine Melange aus
OZZY OSBOURNE meets Nu Metal anhört, hält mich davon ab die
Auswurf-Taste zu betätigen und beim folgenden "Kisses Of A
Strobelight", das mit tollen Melodielinien und einem extrem
eingängigen Chorus aufwartet, ertappe ich mich sogar schon beim
Mitwippen. Das melodische - fast naive - "Eobane" und
das sphärische "Syndrome", das mit einem Mördergroove
ausgestattet ist, verbreiten verdammt gute Laune und haben sogar
das Potenzial zum Tanzflächenfüller. Fazit: Die Hamburger
scheinen mit der guten Mixtur aus moderner Härte, zeitgemäßen
Effekten und Melodien, die gitarrentechnisch stellenweise an die
früheren U2 erinnern, sowie einprägsamen Refrains und
wohldosierten Rap-Vocals, ihr eigenes Ding gefunden zu haben. Man
könnte ja fast zum Nu Metal-Freak werden ;-)
| Trackliste: | 1. Train - 2. Drama Queen - 3. Kisses Of Strobelight - 4. Incomplete - 5. Chicken Song - 6. Knukkohed - 7. Eobane - 8. Syndrome - 9. S.T.C. (Shoot Them Canons) feat. CURSE - 10. Take It As A Compliment - 11. Stay Different - 12. The Good Life Period |
Thanks to Dominic @ Rodeostar
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Review:
Diese Band entstand durch eine Auftragsarbeit der Songwriter
Jamie Scholz (Vocals) und Timo Brauwers (Gitarre) für den
Kurzfilm "Das Amulett" (2000). Aber schon während der
Aufnahme entwickelte sich das Projekt zu einer richtigen Band und
das Ergebnis auf ihrem Debüt kann sich wirklich hören lassen.
Die 11 Songs (inkl. 2 Song-Intros) auf "Circle Of Ways"
sind eine wohlklingende Kombination aus dem modernen Riffing und
Gesang der Marke NICKELBACK ("Breakable") verbunden mit
der Mystik von HIM oder SISTER OF MERCY und einer nicht
unerheblichen Portion 90er Grunge. Einerseits klingen LEAF
äußerst verspielt ("Floatin"), andererseits zeigen
die Shout-/ Screaming-Parts bei Songs wie "Thank You"
und dem SISTER OF MERCY-Cover "Temple Of Love" die
düstere und aggressive Seite der Band. Es soll hier aber jetzt
nicht der Eindruck erweckt werden, dass die Mönchengladbacher
keinen Wert auf sanfte Melodien legen, denn mit "Not
Enough", das ganz nebenbei ordentlich groovt, und
"Stolen Childhood" treten sie vehement den Gegenbeweis
an. Obwohl die Musikrichtung von LEAF nicht ganz meiner
Marschrichtung entspricht, möchte ich bei diesem Album doch von
einem durchaus gelungenen Debüt sprechen. Fans der oben
genannten Bands dürften sicherlich ihre Freude an "Circle
Of Ways" haben.
| Trackliste: | 1. Impressions - 2. Breakable - 3. Circle Of Ways - 4. Swimming - 5. 81 - 6. Floatin - 7. Burned Eyes - 8. Changin - 9. Not Enough - 10. Stolen Childhood - 11- Thank You - 12. Inside Me - 13. Temple Of Love |
Thanks to Claudia @ Locomotive Music
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Review:
Als Neuling in deutschen Metal-Gewässern kann man PREDATOR
gerade nicht mehr bezeichnen, denn die Band um Sänger Marko
Osterholz hat unter dem Banner STORMBLADE mit vier recht
ansprechenden Eigenproduktionen im metallischen Underground schon
einige Achtungserfolge einfahren können. Nach einigen
Lineup-Wechseln hat man 2002 mit der Hamburger Plattenfirma
Remedy Records im Rücken unter dem Namen PREDATOR einen
Neuanfang gewagt. Das Ergebnis präsentiert uns der Fünfer in
Form von 10 traditionellen Metal-Happen, die irgendwo in der
Schnittmenge zwischen PRIMAL FEAR (Titeltrack/ "Waiting
Forever") und den Metalgöttern JUDAS PRIEST anzusiedeln
sind. Aber gelegentlich blitzen auch Elemente a la HELLOWEEN und
MOONSPELL durch. Während man sich mit dem melodisch-sphärischen
"Escape From Nowhere" oder den rasanten
Gitarreneinlagen beim Finisher "Night Of the Witches"
doch ziemlich eindeutig an den Hamburger Vorbildern orientiert,
ist man bei der Mitsing-Hymne "Coming Home" noch einen
Schritt weitergegangen und bringt stellenweise die coole
Düsternis der Portugiesen ins Spiel. Das ruhige "Dream's
Assassin" hingegen hätte bestimmt auch auf einer der
letzten AXXIS-Scheiben stehen können, was nicht zuletzt dem sehr
variablem Organ von Herrn Holzmann zuzuschreiben ist. Im ersten
Moment erinnert er an Brian Ross (BLITZKRIEG) oder Ralf
Scheepers, aber in den düsteren und ruhigen Parts lassen sich
auch Parallelen zu Fernando Ribeiro bzw. Bernhard Weiß ziehen.
Zwar sind die PREDATOR noch einige Ecken von genannten Bands
entfernt, aber die deutsche Metal-Szene ist wieder um einen recht
hoffnungsvollen Act reicher geworden. Mal sehen, wie sich die
"Plünderer" weiterentwickeln :-)
| Trackliste: | 1. Predator - 2. Addicted To Pain - 3. Hollow Words - 4. Buried Alive - 5. Coming Home - 6. Dreams Assassin - 7. Escape From Nowhere - 8. Outlaw - 9. Waiting Forever - 10. Night Of The Witches |
Thanks to Jan @ Sure Shot Worx
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Review:
Mit "A Night At The Cockfights" vermochten STAMPADE
QUEEN zumindest schon einmal den bislang coolsten Albumtitel des
laufenden Jahres zu verbuchen - umso erfreulicher, dass die
dargebotene Mucke der US-Amerikaner die hochgesteckten
Erwartungen erfüllen kann. Sich stilistisch dem
bluesgeschwängerten Riff Rock a la RHINO BUCKET oder THE POOR
verschreibend, rock 'n' rotzen sich STAMPADE QUEEN durch die
nächste knappe Stunde, und bleiben hierbei stets dem Motto ihres
Openers "Never Turn Your Back On Rock 'N' Roll" treu.
Besonders erwähnenswert erscheint mir die Tatsache, dass der
Sänger der Formation wie der Zwillingsbruder von Gene Simmons
klingt. - Wer's nicht glaubt, sollte unbedingt Titel wie
"Woman In A Fast Car", "Get Upv oder "Dee Dee
Dominatorv antesten. Vor allem letztgenannter Song erinnert im
Refrain ungemein an "Plaster Caster" und glänzt
dennoch durch eine gehörige Portion Eigenständigkeit. Einzelne
Anspieltipps zu erwähnen ist bei "A Night At The
Cockfights" schwer wie lange nicht mehr, da die CD mit jedem
Hördurchgang besser wird und sich die Songs förmlich im Gehör
"fest-grooven". Trotzdem sind meine absoluten Faves
"Mister Saturday Night" und "Get Up"
("...I love the ladies - in my mercedes, they drive me crazy
..."), dicht gefolgt vom flotten "Daisy Mae" und
dem bluesigen "Wet Velvet". Hier stimmt einfach alles:
die Gitarren rocken, die Drums haben Druck, die Songs zünden und
die Texte triefen vor Klischees. Gerne einmal würde ich die
"Königlichen" live in einem kleinem Club sehen... jede
Wette, dass die Bude brennt... Eine erfrischend retro-klingende
CD, die gar nicht erst versucht auf moderne Trends zu setzen,
sondern sich auf klassischen, old-school Rock 'N' Roll besinnt.
Eine sehr empfehlenswerte Anschaffung - erhältlich ist der
Silberling unter www.perrisrecords.com
| Trackliste: | 1. Never Turn Your Back On Rock'N' Roll - 2. Woman In A Fast Car - 3. Sunshine Annie - 4. Mister Saturday Night - 5. Daisy Mae - 6. Get Up - 7. Dee Dee Dominator - 8. Freewheeler - 9. Devil's Glove 10. Wet Velvet - 11. Living On Ten 24/ 7 - 12. Stampede Queen |
Thanks to Tom @ Perris Records
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Review
Dass der Wilhelmshavener Sechszylinder seit seinem tollen Debüt
"Savage Land" (1999) ímmer qualitativ hochwertige
Scheiben veröffentlicht hat und sich über die bisherigen Alben
stetig weiterentwickelt hat, dürfte sich in der Szene wohl schon
rumgesprochen haben. Aber was die Musikantenschar um Sänger
Klaus Dirks auf ihrem nunmehr vierten Album "Among The
Gods" abliefern, dürfte nun auch bei den hartgesottensten
Kritikern für weitgeöffnete Kinnläden sorgen. Zehn
symphonische Metal-Happen - wie sie dynamischer und
abwechslungsreicher nicht sein könnten - werden uns hier
eindrucksvoll von einer Band präsentiert, die aufgrund der immer
noch bestehenden Urbesetzung bis in die Grundmauern gefestigt
ist. Die tragenden Eckpfeiler bilden zweifellos das
harmonisch-kraftvolle "The Mircle Dancer", die auf
Bolero-Flair schwebende Ballade "New World Symphony"
sowie "Ship Of Fools", welches man durchaus als kleinen
Bruder von EDGUYs "The Piper Never Dies" bezeichnen
kann, und die mystischen "Seven Seas", die vereinzelt
Einflüsse der symphonischen BEATLES offenbaren. Auf diesen
imposanten Mauerwerk thront in Form der
Götterdämmerungs-Bücher 1-3 ("Black Rain",
"Among The Gods" und "Arabia") ein mehr als
majestätisches und würdiges Dach. Vervollkommnet wir das
Meisterwerk durch Doublebass-Hymen wie "Hydrophobia"
und "Meet You Heaven", die STRATOVARIUS auch recht gut
zu Gesicht gestanden hätten. Fazit: Mit "Among The
Gods" müsste MOB RULES eigentlich der längst wohlverdiente
Durchbruch gelingen.
Noch ein Tipp für Sammler! Die Limited Edition von "Among
The Gods" wartet mit einer geballten Ladung an Schmankerln
auf. Die Bonus-CD enthält neben zwei verschiedenen Videoclips
von "Black Rain" z. B. auch eine Cover-Version von
SAVATAGEs "When I Bleed" und einige unveröffentlichte
Tracks.
| Trackliste: | 01. Black Rain - 02. Hydrophobia - 03. Invitation Time - 04. The Miracle Dancer - 05. Among The Gods - 06. New World Symphony - 07. Ship Of Fools - 08. Seven Seas - 09. Meet You In Heaven - 10. Arabia |
Thanks to Martin @ SPV
weitere Reviews über MOB
RULES:
MOB RULES/ Hollowed Be Thy Name
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Review:
Mit ihrem phänomenalen Comeback "This Is Rock 'N'
Roll" und ihrer letztjährigen Live-Scheibe "100%
Live" haben sich Mega-Rotz-Röhre Spike und seine
Spiesgesellen mehr als eindrucksvoll in der Rock 'N' Roll-Szene
zurückgemeldet. Nun mischen die englischen Rock 'N' Roller mit
dem heißersehnten Studio-Nachfolger "Well Oiled" die
Szene ordentlich auf. Zwar braucht der gut geschmierte Nachfolger
etwas länger als besagte Comeback-Scheibe um sich auf dem Weg
durch Gehörgänge in den Gehirnwindungen festzusetzen, aber die
QUIREBOYS sind nach wie vor ein Garant für 100%ige Rock-Mucke.
Der etwas gewöhnungsbedürftige Opener "Good To See
You" hat allerdings leichte Startschwierigkeiten, doch mit
"Finner Stuff", das mit einer feurigen Mischung aus THE
FACES und AC/DC zu begeistern weiß, oder dem endlos schmutzigen
und schmissigen "Lorraine Lorraine" kommt der Rock 'N'
Roll-Motor immer besser ins Laufen. Eine kurze, aber auch sehr
willkommene Verschnaufpause wird dem geneigten Fan mit der
ausdruckstarken Ballade "Too Familiar" geboten, bevor
mit dem Stampfer "You've Got A Nerve" wieder dezent Gas
gegeben wird. Spätestens mit "What's Your Name" und
"The Last Fence" wird die Maschinerie wieder auf
Hochtouren gebracht. Dazwischen leistet sich der Sechszylinder in
Form des relaxten "Sweet As The Rain" noch eine kleine
Cruising-Phase, während man mit der abschließenden 6min-Nummer
fast in Southern Rock-Gefilde a la LYNYRD SKYNYRD (gemixt mit
Magie von THE DOORS) abdriftet. Trotz all der eben aufgeführten
Vergleiche haben die QUIREBOYS seit über 15 Jahren ihren eigenen
unverkennbaren Stil kreiert. Fazit: Wo QUIREBOYS draufsteht sind
unwiderruflich 100% Rock 'N' Roll drin.
Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass die QUIREBOYS nicht nur
WHITESNAKE auf ihren Konzerten durch das Vereinigte Königreich
begleiten, sondern Coverdale und seine weiße Schlange auch
hierzulande supporten.
| Trackliste: | 1. Good To See You - 2. The Finer Stuff - 3. Lorraine Lorraine - 4. Too Familiar - 5. You've Got A Nerve - 6. What's Your Name - 7. Sweet As The Rain - 8. The Last Fence - 9. Black Mariah |
Thanks to Martin @ SPV
weitere Reviews über THE
QUIREBOYS:
QUIREBOYS/ This Is Rock 'N' Roll
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Review:
Es ist noch gar nicht lange her, da wurde das zum Klassiker
erkorene Debüt "Back On Track" der beiden
Ausnahmemusiker anlässlich des 10ten Jahrestag über das
niederländische Label Shire Records wiederveröffentlicht.
Jetzt, gut ein halbes Jahr später haben sich Sänger PAUL
SHORTINO und der YXZ-Flitzefinger J. K. NORTHRUP nach über einer
Dekade erneut zusammengetan um mit "Afterlife"
neuerlich Lobeshymnen einzufahren. Angefangen vom
flott-melodischen Opener "Here I Am", der ziemlich
bassschwanger aus den Boxen wummert, über den erdig-rockenden
Titeltrack, der bereits auf dem Sampler "MTM Music
Compilation Vol. 9" zu hören war, bis hin zum schleichenden
"Feel Again", das aufgrund seiner untergründigen
Melancholie immer wieder an Lenny Wolf (KINGDOM COME) erinnert
und southern-lastigen Stampfer "Crossfire", bringen
alle Songs auf Anhieb den Funken zum Überspringen. Als weitere
Highlights möchte ich das Instrumental "Mark My
Words", das eine ziemlich progressive Schlagseite aufweist
und gelegentliche Vergleiche zu STEVIE VAI aufkommen lässt (Well
done, Mr. NORTHRUP), und das etwas bizarre "As I Fall"
hervorheben. Mit der phantastischen und melancholischen Ballade
"Prisoner" haben SHORTINO/ NORTHRUP einen würdigen
Ausklang für eine fast perfekte Scheibe kreiert. Zwar ist
"Afterlife" in der Grundessenz eine deutliche Ecke
melancholischer als das Eingangs erwähnte Debüt, aber das tut
der Qualität des Silberlings keinen Abbruch.
| Trackliste: | 01. Here I Am 3:41 - 02.
Afterlife
3:41 |
Thanks to Sebastian
@ MTM Music
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Review:
Es ist gerade mal ein Jahr her, dass BEFORE THE DAWN mit ihrem
Debüt "My Darkness" auf der Erfolgsspur von SENTENCED,
der früheren PARADISE LOST oder HIM wandelte und dafür auch
recht ordentliche Kritiken bei der Fachpresse einheimsen konnte.
Dass es sich bei besagtem Erstling bei Leibe um keine
Eintagsfliege handelte, wird spätestens durch die sehr
melodische Midtempo-Nummer "Crush" und dem folgenden
fett-mystischen Düsterkracher "Into You", das durch
starken Kontrast zwischen Panu Willmans (klingt stellenweise wie
der Prince Of Darkness OZZY OSBOURNE) klarem Gesang und Tuomas
Saukkonens düsterem Gröl-Organ eine besonders kaltprickelnde
Atomsphäre aufbaut, verdeutlicht. Obwohl das furchteinflößende
Organ von Herrn Saukkonen des öfteren das Blut in den Adern
gefrieren lässt, kommen gerade die von ihm dominierten Songs wie
der Gooverhammer "The Black" melodietechnisch gesehen
nicht zu kurz. Als weitere Anspieltipps drängen sich der
getragen-rockende Opener "Heaven" und das
abschließende Semi-Acoustic-Stück "Hiding" auf. Falls
in eurer Metal-Brust ein düsteres und melodisches Gothic-Herz
pochen sollte, dann dürfte "4:17 am" selbiges
höchstwahrscheinlich ordentlich in Wallung bringen.
| Trackliste: | 01. Heaven - 02. Seed - 03. Dreamer - 04. Fade Away - 05. Crush - 06. Into You - 07. My Room - 08. The Black - 09. Vengeance - 10. Hiding |
Thanks to Claudia @ Locomotive Music
weitere Reviews über BEFORE THE DAWN:
BEFORE THE DAWN/ The Ghost
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Review:
Nach drei - mehr als ordentlichen - Studio-Alben und einigen
geilen Supporter-Jobs (u. a. für HAMMERFALL, VIRGIN STEELE oder
BLIND GUARDIAN) bringt die Nürnberger Metal-Institution nun ihr
erstes Live-Album auf den Markt, das während der gemeinsamen
Europa-Tour mit den Krefelder Vorzeige-Metallern im Frühjahr
2002 aufgezeichnet wurde. Erfreulicherweise wurde die Scheibe in
heimischen Gefilden (Düsseldorf, München und Stuttgart)
mitgeschnitten, sodass man sich auf deutschsprachige Ansagen von
Sänger Chris Bay freuen darf (leider wirklich selten auf
Live-Scheiben von deutschen Metal-Acts). Zudem müssen die Mannen
um Herrn Bay und Trommeltier Dan Zimmermann bei diesen drei
Konzerten in einer Wahnsinnsspiellaune gewesen sein, denn der
Funke scheint wirklich von der ersten Sekunde an sofort aufs
Publikum übergesprungen zu sein. So erweisen sich die Highlights
der bisherigen Studio-Alben auch als wahre Live-Knüller.
Angefangen von der Bandhymne "Freedom Call" und dem
verspielt-stampfenden "Heart Of The Rainbow", über die
abwechslungsreichen Epic-Nummern "The Quest" und
"Metal Invasion", bis hin zum genialen Midtempo-Kracher
"Land Of The Light" und dem lässigen Träller-Song
"Hymn To The Brave", der immer irgendwie das Flair von
"Top Gun" ins Spiel bringt, wissen fast alle Songs mit
hochprozentigem Mitsing-Charakter zu glänzen. Obwohl die Setlist
sich aus den drei bereits angesprochenen Gigs zusammensetzt, ist
der Silberling nahezu aus einem Guss und widerspiegelt somit das
Flair eines echten Konzertes (was heutzutage leider nicht mehr
unbedingt Standart ist). Außerdem haben FREEDOM CALL noch ein
besonderes Zuckerl für ihre Fans draufgepackt, denn "Live
Invasion" hat die bisher nur in Frankreich und Japan
veröffentlichte EP "Taragon" im Gepäck. Endlich
müssen auch die Fans hierzulande nicht mehr so tief in die
Tasche greifen, um an solche Perlen wie "Warriors Of
Light" und "Heart Of The Brave" oder die endlose
geniale Coverversion des ULTRAVOX-Smashers "Dancing With
Tears In My Eyes" zu kommen. Ohne der Live-Scheibe etwas an
Qualität abzusprechen, möchte ich sogar soweit gehen und
behaupten, dass sich die Anschaffung von "Live
Invasion" alleine wegen dieser Bonus-CD bezahlt macht, denn
die Franken haben auf die ursprüngliche Trackinglist mit
"Hiroshima" (WISHFUL THINKING) und "Dr.
Stein" (HELLOWEEN) noch zwei Coverversionen der edelsten
Sorte draufgepackt. "A great piece of Metal" der Marke
"Made in Germany"... auch wenn einige böses Zungen
behaupten mögen, FREEDOM CALL seien der dreisteste
HELLOWEEN-Klon auf Gottes Erden ... was ich persönlich nicht so
ganz nachvollziehen kann ;-)
| Trackliste: | CD 1: 1. The Spell - 2. We Are One - 3. Freedom Call - 4. Tears Of Taragon - 5. The Quest - 6. Heart Of The Rainbow - 7. Eyes Of The World - 8. Metal Invasion - 9. Land Of Light - 10. Warriors - 11. Shine On - 12. Rise Up - 13. Hymn To The Brave CD2: 1. Warriors Of Light - 2. Dancing With Tears In My Eyes (ULTRAVOX cover) - 3. Heart Of The Brave - 4. Kingdom Come (EP Version) - 5. Tears Of Taragon (Story Version) - 6. Hiroshima (WISHFUL THINKING cover) - 7: Dr. Stein (HELLOWEEN cover) |
Thanks to Julia @ SPV
weiter Reviews über
FREEDOM CALL:
FREEDOM CALL/ The Circle Of Life
FREEDOM CALL/ Eternity
FREEDOM CALL/ Cyrstal Empire
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Review:
Eigentlich muss ich gestehen, dass ich mit den bisherigen BLACK
LABEL SOCIETY-Veröffentlichungen nicht sonderlich viel anfangen
konnte. Aber nicht so mit dem neuesten Output der Band um OZZY
OSBOURNE-Klampfer Zakk Wylde, denn auf "Hangover Music Vol.
VI" wird nicht brachial und kompromisslos drauflos gerockt.
Vielmehr wandert der Ausnahmegitarrist annährend auf den
akustischen Pfaden seines Solo-Albums "Book Of
Shadows". Zwar gehen BLACK LABEL SOCIETY mit Sicherheit viel
düsterer ("Queen Of Sorrow") - und stellenweise auch
etwas heavier - ans Werk, aber in Nummern wie "Yesterday,
Today, Tommorrow" oder "Woman Don't Cry" lodert
immer wieder das Feuer von den JOHN LENNON, ELTON JOHN oder
ZUCCHERO ("She Deserves A Free Ride (Val's Song)/ Wont Find
It There") auf. Schon alleine für einen abwechslungreichen
Opener wie "Crazy Or High" oder die explosive
Halbakustic-Nummer "House Of Doom", die beide bestimmt
gut auf ein GUNS N' ROSES-Album gepasst hätten, würde Mr.
Egomane Axl Rose mit Sicherheit sein letztes Hemd geben. Den
absoluten Höhepunkt dieser durchgehend fantastischen Produktion
stellt für mich allerdings die unvergleichliche
Piano-Interpretation des PROCOL HARUM-Klassikers "Whiter
Shade Of Pale", in der Zack Wylde sein ganzes gesangliches
Können in die Waagschale wirft und damit einmal mehr
verdeutlicht, dass er nicht nur ein begnadeter
Multi-Instrumentalist ist, sondern auch als Sänger eine verdammt
gute Figur macht. Dass "Hangover Music Vol. VI" in
punkto Coolness und Lässigkeit kaum noch zu überbieten ist,
davon zeugen z. B. das extrem relaxte "Demage Is Done",
das mit wunderschönen Piano- und Acoustic String-Parts für
Gänsehaut-Feeling der gehobenen Klasse sorgt, oder die
facettenreiche Hommage an den ALICE IN CHAINS-Fronter Layne
Stanley ("Layne"). Also Leute, "Hangover Music
Vol. VI" in den CD-Wechsler, Lautstärkeregler nacht rechts,
Sonnenbrille aufgesetzt und bei heruntergekurbelten Fenstern
lässig dem Sonnenuntergang entgegen gecruist.
| Trackliste: | 1. Crazy Or High - 2. Queen Of Sorrow - 3. Steppin Stone - 4. Yesterday, Today, Tomorrow - 5. Takillya (Estyabon) - 6. Won't Find It Therre - 7. She Deserves A Free Ride (Val's Song) - 8. House Of Doom - 9. Damage Is Done - 10. Layne - 11. Woman Don't Cry - 12. No Other - 13. A Whiter Shade Of Pale - 14. Once More - 15. Fear |
Thanks to Bauke @ cmm
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Review:
Bei dieser Wiederveröffentlichung handelt es sich um das dritte
Album der von Kevin Russel (Gitarre/ Gesang) und Jim McClarty
(Drums) 1977 gegründeten Band. Zu Beginn der glorreichen 80er
konnten sie mit ihrer Debüt-Single "I Could Be Good For
You", "Tonite's Your Night" und dem Titeltrack der
hier vorliegenden Scheiben einige Hits landen. Mit der zuletzt
genannten Nummer kamen Kevin Russel & Co sogar zu
Soundtrack-Ehren, denn der flotte Rocker "Mega Force"
war das Titelthema zum gleichnamigen Film. Aber nicht nur der
Opener strotzt mit einer ordentlichen Portion Hitpotenzial,
sondern auch der abwechslungsreiche Groover "Can't Hold
Back", das lockerflockige "Hello Girl" (FOREIGNER
lassen grüssen) und "No Better Feeling", das
gitarrentechnisch stellenweise an AC/DC erinnert, hätten damals
sicher die Charts von hinten aufgerollt. Das starke Album, das
dank MTM Classix nun komplett remastered erstmals auf CD
veröffentlicht wird, wurde - wie es im Hause MTM mittlerweile
schon gute Tradition ist - erneut mit recht ordentlichem
Bonus-Material aufgewertet, das zu 50% aus Instrumentals besteht.
Von diesen zusätzlichen Nummern hinterlassen besonders
"Mega Force 2", das noch eine Ecke erdiger klingt als
sein Vorgänger, und die Live-Version des Klassiker - trotz
diverser Soundschwankungen - einen positiven Eindruck.
| Trackliste: | 01. Mega
Force 4:00 |
Thanks to Sebastian
@ MTM Music
weitere Reviews über
707:
707/ The Bridge (re-release)
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Review:
Wer hierzulande nach Metal US-amerikanischer Prägung sucht, der
wird mit Sicherheit zu aller erst auf STORMHAMMER aufmerksam.
Obwohl die Münchener schon seit 1993 aktiv sind, haben sie erst
vor vier Jahren mit "Fireball" ihr herzerfrischendes
Debüt veröffentlicht. Während der Erstling noch von ETERNAL
FLAME-Kopf Michael Schinkel eingesungen wurde, hat man den nicht
minderschlechten Nachfolger "Cold Desert Moon" mit
Tommy Lion (ex-DRIFTER) aufgenommen. Zwar hat sich für den
mittlerweile dritten Longplayer das Besetzungskarussell erneut
gedreht, aber mit Drummer Chris Widmann hat man einen
Schlagzeuger gefunden, der sich nicht nur verdammt gut ins
Bandgefüge passt, sondern mit seiner unbeschwerten und
treibenden Spielart dem Bandsound den letzten Kick verpasst. Auf
"Lord Of Darkness" werden stiltechnisch keine neuen
Impulse gesetzt, sondern man stützt sich auf die altbekannten
Stärken, die da heißen: ausdruckstarke Vocals, traditionelle
und messerscharfe Riffs, eine ordentliche Portion Melodie,
Doublebass-Attacken und natürlich die genre-üblichen
Schlachtfeld- und Helden-Texte. Da sich das gesamte Album auf
einem sehr hohen Level bewegt, fällt es richtig schwer eine
bestimmt Nummer herauszuheben. Aber beim nächsten CD-Shopping
solltet ihr unbedingt der Killerballade "Wise Man", dem
erdbodenerschütternden Stampfer "Metal Heart" und der
neuen Bandhymne "StormHammer" (MANOWAR hätten es nicht
besser gekonnt) euer kampferprobtes Gehör leihen. Diese Scheibe
gehört einfach zum Pflichtprogramm für jeden
traditionsbewussten Metaller!!!
| Trackliste: | 1. Living In The Dark - 2. Ace In The Hole - 3. Time Out Of Mind - 4. Lord Of Darkness - 5. Medusa's Head - 6. Cyber Mortis - 7. Gates Of Mystery - 8. Wise Man - 9. Metal Heart - 10. Shades Of Fear - 11. StormHammer - 12. Shadows Of Glory |
Thanks to Alfie @ Mausoleum Records
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Review:
Es ist wieder mal an der Zeit auf Rock & Metal Heaven ein
nicht unbedingt Rock-kompatibles Genre zu beleuchten. Diesmal
haben wir uns der deutschsprachigen Folkmusik angenommen. Eine
der führenden Kräfte dieser Szene waren in den 70ern ohne
Zweifel ZUPFGEIGENHANSEL, denn mit ihren drei
"Volkslieder"-Alben oder den "Jiddischen
Liedern" haben sie das deutsche Volkslied wieder salonfähig
gemacht bzw. zur Völkerverständigung beigetragen. Zu Beginn der
80er avancierte ihr sechstes Album "Miteinander" zur
Kultscheibe der Friedens- und Umweltbewegung, die dieser Tage nun
endlich zum erstenmal auf CD wiederveröffentlicht wurde. Abseits
vom wachsweichen Pop/ Rock-Sektor und dem von den Medien gehypten
volkstümlichen "Dauer gute Laune"-Getue, haben
seinerzeit die Schwaben um Erich Schmeckenbecher und Thomas Friz
mit ihren Interpretationen von traditionellen Liedgut und
Volksweisen, sowie mit ihren selbstkritischen und zum Nachdenken
anregenden Eigenkompositionen genau den Nerv der Zeit getroffen.
Dass diese "alten" Töne heute noch genauso aktuell
sind wie vor gut zwanzig Jahren, wiederspiegelt sich z. B. im
Titeltrack, der durch die Kombination aus deutschen Text und der
Musik aus der italienischen Volksweise "La Lega" eine
Art Aufbruchsstimmung vermittelt, die heutzutage aufgrund unserer
gesamtwirtschaftlichen Situation wirklich dringend von Nöten
wäre. Während das swingend-fiedelnde "Waldfest" eine
Aufforderung zur Völkerverständigung darstellt, spricht
"Bella Ciao" wahrscheinlich so manchen Soldaten, der an
den Brennpunkten unserer Welt seinen Dienst tut, direkt aus der
Seele. Obwohl die erste Hälfte der Scheibe ziemlich
nachdenkliche bzw. traurige Lieder enthält, vermittelt der
beschwingte Mittelteil viel Hoffnung, die uns dann mit "Ade
Zur Guten Nacht" gutbehütet einschlafen lässt, damit wir
am nächsten Tag mit frischen Kräften wieder ans Werk gehen
können. Eine Scheibe, wie sie nicht besser in unsere Zeit passen
könnte und die ihre Haltbarkeit über Jahrzehnte hinweg bereits
bewiesen hat. Da das Vinyl damals nur kurzzeitig im Handel war,
dürfte diese liebevoll überarbeitete Wiederveröffentlichung
auf CD ein Jubelfest für jeden Folkfan sein.
| Trackliste: | 01. Herbstlied/ Bunt
sind die Wälder schon [4:54] - 02. Heimatlied
[4:10] |
Thanks to Jochen @ Pläne Records
weitere Reviews über
ZUPFGEIGENHANSEL:
ZUPFGEIGENHANSEL/ Kein Schöner Land (re-release)(Off Rock & Metal review/
Folk-Kult!!!)
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Review:
Nach dem unerwartet großen Erfolg von "The Boogie House
Tapes 1967 - 1976" haben "Dr. Boogie" Walter De
Paduwa, seines Zeichens Radiolegende und Blueshistoriker, und
CANNED HEAT-Schlagzeuger Adolfo "Fito" de la Parra in
ihren schier unerschöpflichen Archiven ausgiebig recherchiert
und erneut eine Sammlung von Live- und Studioaufnahmen
zusammengestellt. Somit ist eine Auslese von Aufnahmen
zusammengekommen, die auf zwei abendfüllenden CDs - neben
Werbspots ("Seven Up" Boogie/ Blues Version/
"Levi's") und lustigen VÖ-Trailern der besten Blues/
Boogie-Band aller Zeiten - auch die letzten Aufnahmen mit dem
unvergessenen und leider viel zu früh verstorbenen Bandgründer,
Sänger und Gitarristen Alan "Blind Owl" Wilson
(R.I.P.) enthält. Auf der zweiten CD befinden sich vorwiegend
Live-Tracks, die von Walter De Paduwa während der 1984er
Europa-Tour, der Show im Hilton Hotel Reno/ Nevada (Mai 1986) und
auf dem Konzert in Barcelona (Februar 1996) mit einem simplen
Stereo-Kassettenrecorder mitgeschnitten wurden. Trotz dieses
"low tec"-Verfahrens wissen die Aufnahmen mit einer
überraschend guten Soundqualität zu überzeugen. Eine wirklich
sehr interessante Scheibe! Allerdings dürfte das silbrige
Doppeltörtchen nur für die eingefleischte CANNED
HEAT-Fangemeinde, die sowieso schon sämtliche Scheiben der
Boogie/ Blues-Legende bzw. "The Boogie House Tapes Vol.
1" in der heimischen Plattensammlung stehen haben, von
Bedeutung sein. Allen anderen sei zum Einstieg entweder eine der
zahlreichen Best Of-Compilations der Band oder die "Blues
Band"-Scheibe von Ruf Records, die einige Klassiker der Band
im neueren Soundgewand präsentiert, ans Herz gelegt.
| Trackliste: | CD 1: 01. Struttin' That Stuff - 02. Go To Utah - 03. Hell's On Down The Road - 04. You Tease Me - 05. Something's Gotta Go - 06. Please Don't Bother Me - 07. Get Off My Back - 08. Saturday Blues - 09. Blind Melon - 10. Sloppy Drunk - 11. Death Bed Blues - 12. Sneakin' Around - 13. Get On My Airplane - 14. Wolfman's Blues - 15. Seven Up - Boogie (commercial) - 16. Seven Up - Blues (commercial) - 17. Schlitz Beer (commercial) - 18. Levi's (commercial) -19. Music City (commercial) - 20. Smokey The Bear (commercial) - 21. Living The Blues (spot) - 22. Boogie With Canned Heat (spot) - 23. Hallellujah (spot) CD 2: |
Thanks to Katrin @ Ruf Records
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Review:
Insgeheim habe ich nach dem Philharmoniker- und dem
Acoustic-Album schon damit gerechnet, dass sich die Hannoveraner
langsam auf ihr Altenteil zurückziehen. Aber kaum ist ein halbes
Jahrzehnt seit dem letzten Studio-Output "Face To Face"
vergangen, da melden sich die SCORPIONS mehr als eindrucksvoll
zurück. Wer jetzt aber geglaubt hat, dass sich das Quintett um
Sänger Klaus Meine mit "Unbreakable" ein weiteres
Weichspüler-Album aufs Kuschelrock-Volk herunterlässt, der ist
hier eindeutig fehl am Platz. Zwar haben die altgedienten Rocker
mit den Balladen "Maybe I Maybe You" (ein gefühlvoll
eingehauchter Gänsehaut-Garant) und "She Said" wieder
zwei Nummern am Start, mit der sie die Softrock-Fraktion bestens
bedienen, aber das restliche Material rockt so wie schon seit
seligen "Savage Amusemant"-Zeiten nicht mehr. Dass die
Band noch lange nicht zum alten Eisen gehört und den Jungspunden
der Szene zeigen wo der Hammer hängt, davon zeugen der Opener
und Groove-Hammer "New Generation", der eingängige und
erdige Stampfer "Love 'Em Or Leave 'Em" und "Deep
And Dark", das in Form einer sehr facettenreichen
Midtempo-Hymne um die Ecke biegt. Schwergroovende und
orientalisch angehauchte Kost erwartet die Fan-Gemeide mit
"Borderline", bevor mit "Blood Too Hot"
ordentlich nach vorne abgerockt wird. Die perfekte Vollendung
findet das richtig erdig - nahezu rotzig - produzierte Album mit
der hitverdächtigen Rock-Hymne "Remember The Good
Times". Diesen Titel kann man stellvertretend aufs ganze
Album beziehen, denn Klaus Meine, Rudolf Schenker und Matthias
Jabs jagen diesmal mit Sicherheit einem längst überholten Trend
hinterher, sondern haben sich auf "Unbreakable" ihrer
wahren Stärken besonnen und ein edles Stück zeitloser und
griffiger Rockmusik eingeholzt, das unbestritten das Zeug zum
Klassiker hat. Einfach "Unbreakable"!!!
P.S. Sammler aufgepasst! Die limitierte Ausgabe der Scheibe
enthält neben einem Video und einer Gallery noch die beiden
Bonus Tracks "My City My Town" und "This
Time", über die ich mich hier leider nicht äußern kann,
da diese auf der mir vorliegenden Snippit-Promo nicht enthalten
waren.
| Trackliste: | 1. New Generation - 2. Love 'Em Or Leave 'Em - 3. Deep And Dark - 4. Borderline - 5. Blood Too Hot - 6. Maybe I Maybe You - 7. Someday Is Now - 8. Through My Eyes - 9. Can You Feel It - 10. She Said - 11. Remember The Good Times |
Thanks to Rosie @ BMG München
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Review:
Mickey Thomas dürfte den Mid-Dreißigern unter uns eigentlich
keine unbekannte Größe sein, denn schließlich hat uns der
einstige STARSHIP-Sänger mit den Hits wie "We Built This
City", der Mega-Ballade "Sara" und "Nothing's
Gonna Stop Us Know" so manche romantische Stunde unserer
Jungendzeit versüßt. Jetzt, fast 20 Jahre nach der Glanzzeit
von STARSHIP kehrt der ausdrucksstarke Sänger an der Seite von
Top-Musikern wie Neal Schon (JOURNEY/ "Surrender"),
RICHIE KOTZEN ("The Man In Between") und Steve Lukather
(TOTO/ "Forest For The Trees") in Form des hier
vorliegenden OVER THE EDGE-Projekts zu. Als wären die Jahre
spurlos an ihm vorübergegangen, interpretiert Mickey Thomas zehn
Melodic Rock-Perlen, die u. a. von Jake Blades (NIGHT RANGER),
dem JOURNEY-Duo Neal Schon und Jonathan Cain oder seinem
ehemaligen STARSHIP-Kumpel Steven Cristol verfasst wurden, in
gewohnt ergreifender und eindrucksvoller Manier. Songs wie der
eröffnende und recht munter drauflosrockende Titeltrack oder der
geniale Stampfer "Surrender" dürften bei den Fans von
JOURNEY zu endlosen O(h)rgasmen führen. Aber auch die
gedämpfteren Nummern - allem voran die Kuschelhymne "Eyes
Wide Open" - machen vor Gänsehaut-Attacken keinen Halt. Mit
"Turn Away" hat das von Fabrizo V. Zee Grossi
produzierte Projekt einen Song am Start, der mit reichlich JOHN
WAITEschen Charme ausgestattet ist und mit ein bisschen Glück
durchaus das Zeug zum Hit hat. Konnte ich noch mit dem
VERTIGO-Projekt (feat. Joseph Williams/ ex-TOTO) von Senore
Grossi - gelinde gesagt - nicht viel anfangen, so überrascht
mich die bestechende Qualität und die Frische von OVER THE EDGE
ungemein. Fazit: "Over The Edge" ist ein Album, das
eigentlich den Titel "Over The Top" verdient hätte.
| Trackliste: | 1. Over The Edge - 2. One World - 3. Thief - 4. Surrender - 5. Eyes Wide Open - 6. Forest For The Trees - 7. The Man In Between - 8. Cover Me - 9. Turn Away - 10. Glory Day Bonus multimedia track: One World (Video); Mickey Thomas video interview |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Normalerweise habe ich für Bands, die dem Melodic Power Metal
verfallen sind, eine besondere Vorliebe, aber aufgrund der
unüberschaubaren Veröffentlichungsflut auf diesem Sektor wird
es immer schwieriger sich die besten Bands herauszupicken.
MEMORIZED DREAMS sind eine 7köpfige Band aus Norwegen, die
versucht in diesem Band-Dickicht Fuß zu fassen. Dieses Vorhaben
gelingt der Band um Gründer/ Gitarrist Kee Janson zumindest in
der ersten Hälfte des Albums recht ordentlich, denn mit Nummern
wie dem dramatisch-rockenden und bassschwangeren Opener
"Cardinal Sin", dem treibenden "Haloes And
Wings" und dem Doublebass-Knaller "Gates Of
Heaven", der von Olaf Heyer (DIONYSUS/ LUCA TURILLI)
gesangtechnisch veredelt wurde, wissen die Norweger durchaus ein
paar Glanzpunkte zu setzen. Doch mit Beginn der etwas
inspirationslosen Ballade "Sea Of Oblivion" schmilzt
der Qualitäts- und Überraschungslevel unaufhaltsam gegen Null.
Bei "Revelating Paradise" und der Midtempo-Nummer
"Light Above All" kann man - aufgrund der desaströsen
Gesangleistung Terje Haroy - fast von Totalausfällen sprechen.
Sollte die Band in der Lage sein, die Qualität der ersten
Nummern auf ein ganzes Album auszuweiten, dann werden wir mit
Sicherheit noch des Öfteren von der Band hören. - Anderenfalls
dürfte die Band im belanglosen Melodic Power Metal-Sumpf
untergehen.
| Trackliste: | 1. Welcome To The Theater - 2. Cardinal Sin - 3. Haloes And Wings - 4. Gates Of Heaven - 5. Sea Of Oblivion - 6. Neverland - 7. Revelating Paradise - 8. Light Above All - 9. Crimson Dream |
Thanks to Luis @ Sound Riot Records
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Review:
Obwohl sich WHITE SKULL in etwa genauso lange wie RHAPSODY im
großen Italian Hollywood Metal-Teich tummeln, konnten sie bisher
nicht annähernd an den Erfolgen und die Qualität ihrer allseits
bekannten Landsmänner heranriechen. An diesem Umstand wird wohl
auch der mittlerweile sechste Longplayer "The VIII
Skull" nicht viel ändern können. Nach einem nicht gerade
prickelnden 2min-Intro beginnt man zwar mit "The Union"
instrumentaltechnisch ziemlich eindrucksvoll, aber spätestens
mit dem Einsetzen des kreischenden und schrägen Organs von
Gustavo "Gus" Adrian Gabarro stellt es dem Verfasser
dieser Zeilen die Nackenhaare auf. Darauf folgt mit der Hymne
"Top Secret", die sich mit einem simplen und
eingängigen Refrain durch die Gehörwindungen bohrt, eines der
spärlich gesäten Highlights. Auch das bassschwangere "Last
Navigation" und das speedige "The Skulls" lassen
sich mit MANOWARschen bzw. HELLOWEENschen Passagen noch relativ
gut verdauen, aber stellenweise ist der extrem akzentuierte
Gesang von Gus ist kaum noch zu ertragen. Als relativ hörenswert
entpuppen sich auch das abwechslungsreiche 71/2 min-Epos
"Power Of Blood" (erinnert mich stellenweise an IRON
MAIDEN) und ganz nett arrangierte Powerballade "I Wanna Fly
Away". Wie gesagt, vom instrumentalen Können her haben es
die Italiener wirklich voll drauf, aber der Schwachpunkt liegt -
wie auch schon beim Vorgänger "The Dark Age" -
unbestritten im äußerst gewöhnungsbedürftigen Gesang. Mit der
Trennung von Sängerin Federica De Boni (2001) nach dem
Meisterwerk "Public Glory, Secret Agony" haben WHITE
SKULL auch jede Menge Charisma eingebüßt.
| Trackliste: | 1. Space Invaders (intro) - 2. The Union - 3. Top Secret - 4. Last Navigator - 5. The Skulls - 6. Missing Link - 7. Creature Of The Abyss - 8. Power And Blood - 9. Perfect Design - 10. The Observers - 11. Mothman Prophecies - 12. I Wanna Fly Away |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Nach über sechs Jahren Pause meldet sich die britische Band um
Sänger Steve Grimmett zurück. Aber wie schon seinerzeit mit
"Under Fire" (1998), habe ich auch mit dem Neuling
"Abyss" so meine Schwierigkeiten, denn trotz
selbstauferlegter Dauerrotation finde ich nicht den kompletten
Zugang zu diesem Album. Zwar beginnen LIONSHEART mit dem
Uptempo-Rocker "Screaming" und dem fetzig rockenden
"Nightmare" ganz schwung- und hoffnungsvoll, aber schon
mit dem leicht doomlastigen "All I Got" und "How
Can I Tell You", das trotz seiner recht fetten Grooves etwas
schwerfällig daherpoltert, beginnt die musikalische
Achterbahnfahrt. Die Höhepunkte dieser Berg- und Talfahrt sind
eindeutig die Ballade "I Need Love" und die
spannungsgeladene Halbakustik-Nummer "If You Cut Me",
das wie die meisten Songs eine ziemlich deutliche
BONFIRE-Schlagseite aufweißt - nur eben mit dem kleinen
Unterschied, dass LIONSHEART eine Ecke härter ans Werk gehen.
Bei "Abyss" von einer Enttäuschung zu sprechen wäre
extrem übertrieben, aber von einem Meisterwerk wie dem
selbstbetitelten Erstwerk und dem Nachfolger "Pride In
Tact" ist das Quartett ein Stück weit entfernt. Unterm
Strich bleibt ein Album, das die Fans der Band wohl nicht
enttäuschen dürfte!
| Trackliste: | 1. Screaming - 2. Nightmare - 3. All I Got - 4. I Need Love - 5. How Can I Tell You? - 6. I'm Alive - 7. Don't Waste My Time - 8. If You Cut Me - 9. Save Me - 10. Witchcraft - 11. How Long? - 12. Abyss |
Thanks to Sandra @ Undercover Promotion
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Review:
Für ihrer Maxi-Single hat
sich das Duo aus Regensburg nicht nur den RVB-Busfahrerchor (!) (Titeltrack),
sondern mit Firebirds ("Patschad Noß") auch eine Schülerband der
besonderen Art (mehr Infos www.cresende.de)
ins Studio geholt. Während "Moidl As Pentling" ("Mädchen Aus
Pentling") – musikalisch großartig umgesetzt – ganz schüchtern und
sehnsüchtig von einer unerfüllten Liebe mit einer Busfahrt-Bekanntschaft erzählt,
kriecht "Patschad Noß" (Patschnass) in röhrend-bluesiger Manier von
OSTBAHN-KURTI & DER CHEFPARTIE schleppend durch den Raum. Komplettiert wird
der 5-Tracker mit dem hoffnungsfrohen "Eck Meiner Söl" ("Ecke
Meiner Seele"), das von wunderschönen Klavierparts getragen wird, und
durch das gstanzlartige Live-Intro ("Owa Wou Liegt Dancing") bzw. den
–Erzählteil ("Immer Wieder Denk I dra") von "Moidl As Pentling",
welche die Nummer live zu einem wahren Highlight reifen lassen dürften. Wie
auch auf dem bereits besprochenen Album "Locker Langa", haben Hubert
Treml & Franz Schuier auch hier scheinbar spielend den Charme des oberpfälzischen
Dialekts in ein Singer/ Songwriter-Ambiente a la BRUCE SPRINGSTEEN eingebettet.
Nicht umsonst steht B.O.S.S. für „brucig ogrichte singa songs“ (zu deutsch:
„brucig Abgerichtete singen Lieder“)
| Trackliste: | 1. Moidl As Pentling (feat. RVB-Busfahrerchor) - 2. Owa Wou Liegt Dancing? (Live - Intro zu "Moidl As Pentling) - 3. Immer Wieder Denk I dra (Live - Erzählteil in "Moidl As Pentling) - 4. Patschad Noß (feat. RVB-Busfahrerchor) - 5. Eck Meiner Söl |
Thanks to Hubert @ b.o.s.s.
weitere Reviews über B.O.S.S.:
B.O.S.S./ Elvis Lebt In Untergrammelsdorf
(Mundart-Tipp/ August 2006)
B.O.S.S./ Locker Langa
(Mundart-Tipp/ May 2003)
Last
Update: Sunday, 28. August 2005
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