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WIG WAM/ 667... The Neighbour Of The Beast
  • Band: Wig Wam
  • Albumtitel: 667... The Neighbour Of The Beast
  • Spielzeit: 46:24 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Global Music/ Norwegen-Import
  • Vergleichbare Bands: Return, Kiss, Guns N' Roses, Cinderella
  • Veröffentlichung: ??.03.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Party-Animals und Spandexhosen-Fetischisten aufgepasst, denn WIG WAM is back! Nach schier unzählbaren Jahren meldet sich die aus den USA nach Norwegen immigrierte Glam-Bande mit einem neuen Album stilgerecht und mehr als eindrucksvoll zurück. Schon der Titel "667... The Neighbour Of The Beast" und das gleichnamige Intro lassen erahnen, dass es hier mit tierischem Ernst zur Sache geht ;-) Auf das vielversprechende Vorspiel folgt mit dem überirdischen Groover "The Best Song Of The World" sogleich die unverblümte Wahrheit. Mit ihrem melodischen Mitsingsingle-Hit "Crazy Things" haben WIG WAM am norwegischen Vorentscheid zum Eurovision Songcontest teilgenommen und damit nicht nur die Bevölkerung geschockt, sondern auch den dritten Platz damit erreicht. Bei der Midtempo-Nummer "Out Of Time", die durch einen Hammer-Chorus besticht, sorgen die Mannen um Sänger Glam für etwas Kontrast, denn den filigranen - immer präsenten - Keyboards werden sporadisch dominante und dreckige Gitarren entgegengesetzt. Während sich das besitzergreifende "Mine All Mine" mit fetten Riffs ausgestattet recht rotzig in den Gehörgängen breit macht, geht man mit "Hard To Be A Rock 'N' Roller" noch kontrastreicher zur Sache. Diese geniale Party-Hymne bezieht ihre Würze aus der Verschmelzung von modernen, fast Rap-ähnlichen Passagen und traditionellen Glam-Klängen. Aber auf "667... The Neighbour Of The Beast" gibt es nicht nur "hau drauf"-Partymucke, sondern mit "Tell Me What You Go" und "A Long Way" sind auch eine einfühlsame Ballade bzw. eine akustisch-verruchte Lagerfeuer-Nummer der Marke CINDERALLA meets GUNS N' ROSES mit von der Partie. Bevor man sich mit der sphärischen Nummer "Turn To You" in die radiotaugliche Pop Rock-Ecke begibt, bringt Gitarrist Tenny mit seinem VAN HALEN-lastigen Solo "Errection" nochmals die Saiten ordentlich zum Glühen. Stilvoll abgerundet wird die Hammerscheibe mit der Stadion-Hymne "No More Living On Lies" (VAN HALEN und BON JOVI hätten es nicht besser gekonnt) und einer dementsprechenden rau-kraftvollen Produktion. In diesem Sinne "Lets get ready to be WIG WAM'ed!"... Einmal in die 80er und zurück!
Da der unterhaltsame und atemberaubende Silberling in den Geschäften hierzulande wieder mal schwer zu finden sein dürfte, sollten interessierte Ohren sich mal bei
www.aorheaven.com umhören ;-)

Sonny

Trackliste: 1. 667 - 2. The Best Song In The World - 3. Crazy Things - 4. Out Of Time - 5. Mine All Mine - 6. Hard To Be A Rock 'N' Roller - 7. Tell Me Where To Go - 8. Erection - 9. I Turn To You - 10. Car-Lyle - 11. Bless The Night - 12. A Long Way - 13. No More Living On Lies

Thanks to Björn @ Showfabrikken

weitere Reviews über WIG WAM:
WIG WAM/ Wig Wamania (Glam Rock-Tipp/ June 2006)
WIG WAM/ Hard To Be A Rock 'N' Roller (Glam Rock-Tipp/ November
2005)


CLANROCK/ Out Of Ashes
  • Band: Clanrock
  • Albumtitel: Out Of Ashes
  • Spielzeit: 65:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nibelung Records/ PSK
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: ??.03.2003
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Normalerweise sind Mittelalter-Heavy Metal und Bands wie IN EXTREMO oder SUBWAY TO SALLY nicht unbedingt meine Sache. Doch was CLANROCK auf "Out Of Ashes" ans Tageslicht fördern ist aller Ehren wert, denn sie schlagen nicht den heftigen Weg der genannten Bands ein, sondern erweitern ihren MA-Sound mit Elementen von JETHRO TULL ("Priest"), KANSAS, LED ZEPPELIN ("Between The World") und dem Flair der POGUES ("Bullet, Fire Or Lane"). Diese Feststellung soll aber nicht den Eindruck erwecken, dass auf ihrem Album nur Altbackenes und Geklontes zu finden ist. Im Gegenteil! - CLANROCK zeigen nur ganz klar wo ihre Wurzeln liegen, denn schließlich hat die Band unter dem Namen EVERYDAY ZULU bereits drei griffige Blues Rock-Scheiben eingespielt. Infolge ständiger Lineup-Wechsel kamen Sänger Winny Bruns und Multi-Instrumentalist Pit Vinandy (Ullinean Pipes, Flutes, Harp, Irish Mandolin, Tin Whistle) in die Band. Aufgrund der vermehrt auftretenden keltischen (und modernen) Elemente hat sich zwar die musikalische Ausrichtung grundlegend geändert, aber das Sextett begeht trotzdem keinen Verrat an seinen Roots. Sprich: auf "Out Of Ashes" haben die Luxemburger beide Stilrichtungen verdammt gut unter einen Hut gebracht und somit ihren ganz eigenen Sound angesetzt. Als Highlights entpuppen sich die beiden Traditionals "Essegkrou" und "Rommelpott", die beide standesgemäß in Letzeburgischen Dialekt gehalten sind, sowie das spannend-progressive 11min-Stück "Time Seller", das den Zuhörer mit gefühlvollen Gesangpassagen, Gitarrensoli und wunderschönen Keyboards fesselt. Wie bei dieser Nummer, sind auch beim Kracher "Burn For Love", der von gefühlsberauschenden Synthies getragen wird, die mittelalterlichen Elemente kaum auszumachen. Man merkt einfach an allen Ecken und Enden der Scheibe, dass hier offenherzige und vorausschauende Musiker am Werk sind. Also, ich will doch schwer hoffen, dass CLANROCK ihrem Sound treu bleiben und noch einige Alben veröffentlichen. Eine sehr starke Vorstellung!

Sonny

Trackliste: 1. Between The World -2. Foggy Dew - 3. Wave - 4. Essegkrou - 5. Stop The Feeling - 6. Point Of No Return - 7. Empty Spaces - 8. Priest - 9. Rommelpott - 10. Bullet, Fire Or Lance - 11. Burn For Love - 12. Time Seller (Bonustrack) - 13. The Flower (Bonustrack)

Thanks to Ralph @ Indevent Promotion


SPIHA/ Egoreactor
  • Band: Spiha
  • Albumtitel: Egoreactor
  • Spielzeit: 42:00 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nibelung Records/ PSK
  • Vergleichbare Bands: Spirtiual Beggars, Monster Magnet, Waltari
  • Veröffentlichung: 30.03.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Dass aus Finnland nicht nur geiler Doom, Gothic , Death/ Black oder Power Metal kommen kann, dafür stehen u. a. auch SPIHA, denn das frische Sixpack um Sänger Henri Lönnrot (alias Henry Lee Rock), der stimmlich in angenehmster Weise an einen jungen OZZY OSBOURNE erinnert, zelebrieren fetten Rock 'N' Roll, der mächtig in den Allerwertesten tritt. Egal ob sie dabei nun mit einer gehörigen Stoner-Prise wie beim Titeltrack oder spacig - wie im Falle von "Bloodrain" - ans Werk gehen, sie verstehen zu jedem Zeitpunkt den Zuhörer zu Luftgitarren-Attacken zu ermuntern. Dabei könnten sich sogar Größen wie der bereits genannte "Prince Of Darkness" eine ordentliche Scheibe abschneiden, denn der teilweise schleppende Midtempo-Kracher "If I Ever Let You Go" wäre bestimmt auch die Krönung auf seiner nächsten Scheibe. Das quirlige "Samurai Of The Sound" hingegen könnte ich mir gar auf einer neuen BLACK SABBATH-Scheibe (man wird doch wohl noch träumen dürfen ;-) vorstellen. Gemäßigter lassen es SPIHA beim melancholischen "Monster" (klingt irgendwie nach GUNS N' ROSES), das trotzdem noch mächtig Groove auf der Pfanne hat, und bei "I Fall", das mit einer leichten Doom-Schlagseite aus den Boxen wabbert, angehen. Lediglich das old school-mäßige "I Ain't The One" fällt etwas aus dem Rahmen. Da auch der Sound (Finnvox Studios!) nahezu keine Wünsche offen lässt, kann man ohne Zweifel von einem richtig starken Debüt sprechen. Hoffentlich bleiben SPIHA ihrer rotzig-fetten Linie auch mit dem Nachfolgeralbum treu.

Sonny

Trackliste: 1. Egoreactor - 2. Bloodtrain - 3. Altamont - 4. If I Ever Let You Go - 5. Samurai Of The Sound - 6. Monster - 7. Scratch - 8. Freedom Fuel - 9. I Ain't The One - 10. If I Fall

Thanks to Ralph @ Indevent Promotion


SYLVAN/ X-rayed
  • Band: Sylvan
  • Albumtitel: X-Rayed
  • Spielzeit: 68:45 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Point Music
  • Vergleichbare Bands: Pink Floyd and Marillion meets Reamonn and HIM
  • Veröffentlichung: 29.03.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Schwer eingängige und höchst anspruchvollste Kost bieten uns die deutschen Prog-Rocker SYLVAN auf ihrem mittlerweile vierten Longplayer "X-Rayed". Zehn - größtenteils konzeptionell angelegte - Songs, die abwechslungsreicher nicht sein könnten, haben die Hamburger in den vergangenen zwei Jahren kreiert und eindrucksvoll interpretiert. Wie schon der recht gelungene Vorgänger "Artificial Paradise", der vielleicht einen Tick eingängiger war, ist auch das neue Material nichts für zwischendurch, sondern verlangt aufgrund seines tiefgreifenden Songwritings und seiner ausgefeilten Arrangements erhöhte Aufmerksamkeit vom Zuhörer. Obwohl das Album mit Highlights bespickt ist, komme ich nicht umher, dass ich - stellvertretend für das rundumgelungene Gesamtwerk - "Fearless" und "Related Gift" hervorhebe. Während das eine durch die eigenwillige Kombination von Weltmusik, Reggae, modernen rhythmischen Sprechgesang und der melancholischen Dramatik einen gigantischen Spannungsbogen aufbaut, weiß das andere mit gefühlvoll gehauchten Vocals zu fesseln. Selten ist mir in letzter Zeit ein Art Rock-Album untergekommen, das ausdrucksstarken und facettenreichen Gesang, modernstrukturierte Synthesizerklänge und virtuose Pianoparts so elegant mit gefühlvollen - als auch aggressiven - Gitarreneinlagen und variablen Rhythmusarbeit in Einklang bringt wie "X-Rayed". Wer auf den fast naiv rockenden Charme von PINK FLOYD und MARILLION, gepaart mit der Melancholie von REAMONN oder HIM steht, der dürfte an diesem Album mit Sicherheit seine helle Freude haben. "X-Rayed" ist somit nicht nur ein Fall für Prog-Puristen, im Gegenteil, der Silberling dürfte höchstwahrscheinlich auch unter den Alternative Rock-Freaks Anklang finden.

Sonny

Trackliste: 1. So Easy - 2. So Much More - 3. Lost - 4. You Are - 5. Fearless - 6. Belated Gift - 7. Today - 8. Through My Eyes - 9. Given - Used - Forgotten - 10. This World Is Not For Me

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


METALIUM/ As One - Chapter Four
  • Band: Metalium
  • Albumtitel: As One - Chapter Four
  • Spielzeit: 59:57 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Armageddon Products/ Soulfood/ Sony
  • Vergleichbare Bands: ansatzweise Helloween
  • Veröffentlichung: 29.03.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Es ist nun auch schon mittlerweile wieder fünf Jahre her, dass die einstige All Star-Truppe METALIUM mit "Millenium Metal" den ersten Teil ihrer Saga aufs Metal-Volk herabgelassen hat. Dieser Tage feuert das Hamburger Metal-Flaggschiff mit "As One - Chapter Four" seinen vierten Output ins Universum. Im Gegensatz zu den ersten beiden Alben hat sich das Band-LineUp über den Vorgänger "Nation Hero" zum aktuellen Streich stabilisiert und deshalb ist der Albumtitel nicht nur am konzeptionellen Inhalt festzumachen, sondern auch an der Entwicklung der Band. Durch die gefestigte Bandstruktur zeigen sich METALIUM auf "As One" nicht nur menschlich und musikalisch gereift, sondern auch um einige Ecken facettenreicher. Dieser Umstand schlägt besonders bei einer Nummer wie "Illuminated (Opus One)" ins Gewicht. Für dieses ausgefeilte 12min-Epos konnte das Quartett keinen geringeren als Tastenkönig Don Airey (DEEP PURPLE/ RAINBOW u. v. m.), der diesem schwer groovenden und melodischen Meisterwerk mit seinen einzigartigen Synth-Sounds eine fesselnde Atmosphäre und den nötigen Tiefgang verleiht, für sich gewinnen. Natürlich sind - nach wie vor - messerscharfe Riffs und atemberaubende Gitarren-Soli ("Illuminated"), sowie pulsierende Bassläufe ("Screaming Into Darkness") und wuchtige Drums ("Athena") die Hauptzutaten im donnernden Sound von METALIUM, für den erneut Bassist Lars Ratz höchstpersönlich gesorgt hat. Konzentrierte sich das Konzept der Vorgänger noch auf den Helden Metalian, so wird im vierten Teil der Saga der Schritt der Gleichberechtigung vollzogen, denn diesmal dreht sich alles um das weibliche Pandon Metaliana, die so einige Prüfungen überstehen muss, bevor sich beide am Ende der Geschichte erstmals gegenüber stehen. Die Rolle jener weiblichen Kriegerin übernimmt die japanische Metal-Shouterin Saeko Kitamae, die sich im dramatischen Duett "Find Out" erstmals einem breiteren Publikum präsentiert. Als weitere Kostproben solltet ihr euch die hymnische Speed-Granate "Goddess Of Love And Pain" und den mitgröl-tauglichen Titeltrack aufs Ohr drücken. Zwar lassen sich mit der bereits erwähnten Epic-Nummer und der temporeichen Power Melodic-Hymne "No One Will Save" noch Vergleiche zu ihren Metal-Stadtvätern HELLOWEEN ziehen, aber von Einflüssen wie z. B. MANOWAR oder IRON MAIDEN werden sich die Herren um Ausnahmesänger Henning Basse mit dem hier vorliegenden Album locker freischwimmen können. Ich wage zu behaupten, dass METALIUM mit "As One - Chapter Four" ihr innovativstes und bisher bestes Album eingefräst haben. Volle Breitseite!
Außerdem enthält die limitierte Digipack-Ausgabe der Scheibe eine umfangreiche Multimedia-Section, die u. a. ein Video von "Pain Crawles In The Night" (Live-Sequenzen vom W.O.A. 2003 + Studio-Shots) und einen Bildschirmschoner beherbergt.

Sonny

Trackliste: 1. Astral Avatar - 2. Warrior - 3. Pain Crawles In The Night - 4. Find Out - 5. No One Will Save You - 6. Meaning Of The Light - 7. Illuminated (Opus One) - 8. Meaning Of Light (reprise) - 9. Athena - 10. Screaming In The Darkness (european bonus track) - 11. Power Strikes The Earth - 12. Goddess Of Love And Pain - 13. As One (finale)

Thanks to Britta @ ICS Germany

weitere Reviews über METALIUM:
METALIUM/ Demons Of Insanity - Chapter Five


DEACON STREET PROJECT/ Deacon Street Project
  • Band: Deacon Street Project
  • Albumtitel: Deacon Street Project
  • Spielzeit: 48:34 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Journey, Toto, Frontline
  • Veröffentlichung: 29.03.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Der schwedische Produzent, Songwriter und Multi-Instrumentalist Tommy Denander (RADIOACTIVE/ PRISONER/ SAYIT) scheint zu jener Kategorie von Menschen zu gehören, die anscheinend mit verdammt wenig Schlaf auskommen. Nur so kann ich es mir erklären, dass er nun gemeinsam mit seinem langjährigen Kumpel Chris Demming (AOR/ SPIN GALLERY) schon wieder ein neues Projekt ins Leben gerufen hat. Zugegeben, die Songs, die auf dem gleichnamigen Erstling von DEACON STREET PROJECT vertreten sind, hatten die beiden Workaholics ursprünglich für diverse andere Künstler geschrieben, aber leider wollte diese Nummern bisher niemand aufnehmen. Um das Dutzend starker Songs im puren und klassischen Stile a la JOURNEY oder TOTO ("Caught Me Fear Of Loving") nicht in den Archiven verstauben zu lassen, hat sich das arbeitswütige Duo dazu entschieden, die Nummern - gemeinsam mit auserwählten Freunden - selbst an den Start zu bringen. Zur instrumentalen Unterstützung holten sich die Herren die Gitarristen Jeff Northrup (XYZ), Bruce Gaitsch (RICHARD MARX), SAYIT und Lars Chriss (LION'S SHARE) sowie die beiden Schlagzeuger Marcus Liliequist und Pat Thern ins Boot. Als Sänger fungierten neben Chris Demming u. a. Jan Johansen (IGNITION) und PRISONER-Kehle Geir Rönning. Als Anspieltipps einer durchgängig homogenen Scheibe möchte ich euch den frisch aufrockenden Opener "Radio", die AOR-Hymne "I Can't Go Back" (JOURNEY meets FRONTLINE) oder die an RICHARD MARX erinnernde Gänsehaut-Nummer "Before I Just Loved You" empfehlen. Meine persönlichen Favoriten hören auf die Titel "Loves Got A Hold On Me" und "I Don't Mind". Während die eine Nummer mit wunderschönen Melodien zum Träumen verführt, wird bei der anderen herzerfrischend und ziemlich modern in RASMUS-ähnlichem Stil abgerockt. Also ist die Scheibe nicht nur für eingefleischte AOR-Freaks ein gefundenes Fressen, sondern dürfte durchaus auch die Freunde der etwas moderneren Marschrichtung begeistern. There are no leftovers, but great songs!

Sonny

Trackliste: 1. Radio - 2. Changes - 3. Caught Up In A Fear Of Love - 4. I Can't Go Back - 5. Lost In The Moment - 6. Before I Loved Just You - 7. Living A Lie - 8. Love Got A Hold On Me - 9. Find Me A Meaning - 10. I Don't Mind - 11. Someday I'll Offer You Surrender - 12. Mad About You

Thanks to Birgitt @ Germusica

weitere Reviews über DEACON STREET:
DEACON STREET/ II


CP-RONO/ Ratio
  • Band: CP Rono
  • Albumtitel: Ratio
  • Spielzeit: 42:38 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: TTS Media/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Creed & Monster Magnet mit einem Touch von Cure & Nickelback
  • Veröffentlichung: 29.03.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Die Band CP RONO aus Bingen am Rhein ist bisher noch nicht groß in der Metal-Szene in Erscheinung getreten, aber mit seinem vielseitigen Debüt namens "Ratio" wird der dynamische Vierer bestimmt dafür sorgen, dass sich an diesem Umstand in kürzester Zeit etwas ändert. Musikalisch bewegt sich der Multikulti-Haufen ziemlich gekonnt zwischen den verschiedensten Spielarten der Szene hin- und her. Egal, ob nun Grunge, Hardcore und Metal ("Lost, Gone, Down And Out") oder die etwas unbekannteren Richtungen wie Noise oder Emo, die Band scheint sich auf keine gängigen Trends festnageln zu lassen. Einerseits überwiegen in den Songs orientalisch/ asiatische Klänge, die irgendwie den Hauch von CURE ("Echoes") mit ins Spiel bringen, andererseits gehen CP RONO fast poppig-funky zu Werke. Mit dem recht rockigen, bassschwangeren Opener "Surpreme Court" und dem schleichend groovenden "Shallow", sowie mit der gefühlvollen Ballade "Echoes" und dem Kracher "Lost, Gone, Down And Out" hat die Band eine paar Nummern am Start, die - ganz nach ihrer Band-Philosophie - internationales Format besitzen. Leider kann man nicht alle Songs mit diesem Qualitätssiegel auszeichnen, denn mit etwas emotions- und kraftlosen "17" und dem belanglos dahinplätschernden "How Does It Feel" haben sich auch zwei schwächere Nummern eingeschlichen. Trotzdem bleibt unterm Strich ein recht ordentliches Debüt, das auf einen weiteren Output dieser Band hoffen lässt, denn in den Jungs steckt jede Menge Potenzial. Also gebt der Band eine Chance und nehmt euch beim nächsten CD-Shopping-Tag ein bisserl Zeit für "Ratio".

Sonny

Trackliste: 1. Surpreme Court - 2. Shalllow - 3. All These Things - 4. So Beautiful - 5. Echoes - 6. 17 - 7. Lost, Gone, Down And Out - 8. How Does It Feel - 9. The Rain

Thanks to Sönke @ TTS Media


A.O.K./ Kinderlieder Frei Ab 18
  • Band: A.O.K.
  • Albumtitel: Kinderlieder Frei Ab 18
  • Spielzeit: 43:03 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: eine derartige Band ist mir bisher noch nicht untergekommen
  • Veröffentlichung: 29.03.2004
  • Wertung: 2/ 10

Review:
Bei den Frankfurtern A.O.K. handelt es sich wohl um die meistgescholtenste Hardcore/ Punk-Band in unseren Gefilden. Die Band hat wohl mehr mit den schlechten Kritiken ihre bisherigen sechs Studio-Scheiben für Aufmerksamkeit gesorgt (mehrmals Arschbombe des Monats bei den Kollegen vom Rock Hard), als denn mit ihren musikalischen Fähigkeiten. Deshalb stellt sich mir auch die Frage, was den Hessen-Fünfer wohl nach fast acht Jahren Studio-Abstinenz dazu bewogen hat, erneut einen Aufnahmeraum zu entern, um den Studio-Silberling Nr. 8 einzuholzen. Nachdem ich mich nun zu mehreren Durchläufen von "Kinderlieder Frei Ab 18" gezwungen habe, bin ich nun zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich hierbei bestimmt nicht um einen Anfall von musikalischer Weiterentwicklung handelt, denn viel hat sich im Lager der selbsternannten Nothingcore-Könige nicht verändert. Die Band versprüht weder Originalität ("Fünf Gegen Einen"), noch glänz sie durch Songwriter- oder Performer-Qualitäten. Wären da nicht Songs wie "Volxmusik Fürn Arsch" oder Hardcore-Hymne "Superstars", dann würden A.O.K. mit dem Unternehmen "Kinderlieder Frei Ab 18" erneut als reinste Materialverschwendung in die Analen der Musikgeschichte eingehen. Da zahl ich doch lieber freiwillig die 10 € Praxis-Gebühr, bevor ich meine sauerverdiente Kohle in einen Erguss von A.O.K. investiere, denn nach dem Genuss von "Kinderlieder Frei Ab 18" ist ein Arztbesuch unter Umständen dringend von Nöten ;-). Ich bin nun wirklich für die verschiedensten Musikrichtungen offen, aber hier ist nun wirklich jedes weitere Wort zuviel. Sorry!

Sonny

Trackliste: 1. Gartenzwerg Des Todes - 2. Adelbert - 3. Butzemannslayer - 4. Der Knüppel Aus Dem Sack 2003 - 5. Superstars - 6. Geht Der Peter Nüsse Schütteln - 7. The Small Bitchbock - 8. Volxmusik Fürn Arsch - 9. Scream Bloody Tor 2003 - 10. Wischmob - 11. Brutalo Kasper - 12. SM Hänschen - 13. Marilyn Männchen - 14. Brombeerhagel 2003 - 15. R.E.T. - 16. Fasching In Hanau (2000x schneller) - 17. Keiner Lacht Ohne Hoden - 18. Fünf Gegen Einen - 19. Mir Scheint Die Sonne Aus Dem Arsch

Thanks to Julia @ Flying Dolphin

weitere Reviews über A.O.K.:
A.O.K./ Dreilochbegehbar & Herrenrundentauglich


HUBI MEISEL/ EmOcean
  • Band: Hubi Meisel
  • Albumtitel: EmOcean
  • Spielzeit: 71:13 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Lion Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Ayreon
  • Veröffentlichung: 26.03.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nachdem HUBI MEISEL (ex-DREAMSCAPE) für sein nicht zu verachtendes Debüt "CUT" von einigen Kritikern zu Unrecht richtig Schelte bezogen hat, kehrt der Sänger nun wiedererstarkt mit einer nicht ganz alltäglichen Scheibe zurück. Zwar wurde dieses Album schon im September des letzten Jahres erstmals veröffentlicht, aber aufgrund diverser Probleme mit dem damaligen Label kam es zum Bruch zwischen beiden Parteien. Dieser Tage erscheint das zweite Solo-Werk des Wahl-Müncheners nun über die finnische Plattenfirma Lion Muisc erneut. "EmOcean" ist ein sehr aufwendiges Prog Metal-Konzept-Album, das sich u. a. in der Sargasso See und auf dem versunkenen Kontinent Atlantis abspielt. Wer auf dieser "eigenartigen" Scheibe unnachvollziehbares Gitarren-Gefrickle oder gar sinnlos verschachtelte Keyboard-Passagen erwartet hat, der ist hier fehl am Platze. Vielmehr bekommt man auf "EmOcean" herzerfrischende, kraftvolle Gitarrenparts kombiniert mit wohlklingenden Keyboardsounds serviert. Trotz einer nicht zu verleugnenden instrumentalen Härte verbreitet dieses Album, geprägt durch den sehr emotionalen Gesang von HUBI MEISEL, ein nahezu entspannendes Flair. Selten hat mich eine Geschichte so gefesselt wie "EmOcean". Ich kann euch nur raten, dass ihr für die folgenden fast 72 min das Telefonkabel aus der Wand rupft und den Kopfhörer aufsetzt, damit ihr dieses faszinierende Werk - samt seines aufwendig gestalteten 16-seitigen Booklet - ungestört genießen könnt. Im Gegensatz zur damaligen VÖ erscheint "EmOcean" in Form eines limitierten Digi-Packs, das mit zwei zusätzlichen und wunderschönen Nummern aufwartet. Wollen wir mal hoffen, dass HUBI MEISEL nach dem labeltechnischen Hin und Her endlich mit "EmOcean" richtig durchstarten kann. Verdient hätten es das Werk und ihr Schöpfer allemal! Also Augen auf beim nächsten Plattenkauf!

Sonny

Trackliste: 1. Lost in the Waters of Sargasso [04:48] - 2. Poseidons Trident [05:19] - 3. Nocturnal Breeze [04:23] - 4. Dolphins Wake [04:24] - 5. Underwater Fears [03:33] - 6. FantaSea [04:07] - 7. The Souls of Atlantis [12:57] - 8. Sapientia Vitae [05:51] - 9. Azure Dreams (instrumental) [02:07] - 10. Aqua Phoenix [03:42] - 11. Aero Nautical [04:18] - 12. EmOcean [06:14] - 13. Crystal Moon* [3:24] - 14. Tears of an Enchanted Sea* [6:06] (* bonus tracks Europe/ USA)

Thanks to Hubi @ HJM Promotions

weitere Reviews über HUBI MEISEL:
HUBI MEISEL/ Kailash (Earcatcher/ February 2006)
HUBI MEISEL/
C U T


FEAD/ Nameless
  • Band: Fead
  • Albumtitel: Nameless
  • Spielzeit:  51:24 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Pacific West Entertainment/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Blink 182 in Hardcore
  • Veröffentlichung: 23.03.2004
  • Wertung: 2/ 10

Review:
... und wieder ein muffiger Proberaum-Mitschnitt der auf CD gepresst wurde. Gibt es eigentlich überhaupt keine Budgets mehr für ausgebildete Toningenieure? Nur weil die ganze Recording-Hardware immer preiswerter wird, heißt das doch noch lange nicht, dass jeder Hansel auf den Recording-Button drücken darf. Nun, bei den kompositorischen und handwerklichen Fähigkeiten dieser Band ist der Fakt der Aufnahme der Titel ohnehin nicht so entscheidend. Belanglos, ohne Ideen, ausgestattet mit einem „Sänger“ der über keinerlei Intonation verfügt, da ist der „Sound“ dieser Platte dann auch wieder völlig unwichtig. Thema verfehlt, setzen 5! Sorry!

Axel „Ironfinger“ Ritt

Trackliste: 1. Deemed Impossible - 2. Lead On - 3. Jailswine - 4. The Grip - 5. Spoonfed - 6. Nameless

Thanks to Nina @ Nina Denny Public Relations


R.A.W./ First
  • Band: R.A.W.
  • Albumtitel: First
  • Spielzeit: 52:24 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Classix/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Dalton, Speed Limit
  • Veröffentlichung: 22.03.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Die Gebrüder Bosse (Vocals) und Anders Lindmark (Bass) dürften den Schweden-Kennern unter euch keine Fremden mehr sein, denn schließlich haben die beiden Brüder mit den beiden DALTON-Alben "The Race Is On" (1987) und "Injection" (1989) für zwei AOR-Happen der besonderen Güte gesorgt. Nachdem DALTON sich Anfang der 90er aufgelöst hatten, gründeten sie gemeinsam mit dem DALTON-Schlagzeuger Adam Karsnäs und Mick Larson (Gitarre) die Band R.A.W. Dieses Quartett brachte es auf zwei gute Alben ("First", 1995/ "Now We Are Cookin'", 1997), wovon das schlichtbetitelte Debüt der Schweden dieser Tage via MTM Classix erneut zu Veröffentlichungsehren kommt. Somit bleiben solch Perlen wie der Party-Knaller "T.G.I.F." und Mitsing-Hymne "Too Hot To Handle" nicht nur den absoluten Schweden-Freaks vorbehalten, sondern auch das Ottonormal-Hard Rock-Volk kommt - Dank MTM - in den Genuss dieser beiden Übernummern. Auch dem Charme des gefühlvollen Rockers "Since You've Been Gone" (nein, keine Coverversion des RUSS BALLARD/ RAINBOW-Klassikers!) vermag man sich nur schwerlich zu entziehen. Neben bereits genannten Songs und den beiden Bonustracks "It Just Came Down" und "I Believe" - einer wunderschönen Acoustic-Nummer - drängen sich noch die beiden ehemaligen Singleauskopplungen "First Time Love" (ausdruckstarke Acoustic-Ballade mit einem Hauch von GUNS 'N ROSES) und die Midtempo-Nummer "Don't Tell Me Lies", wovon sich erstere sogar in den schwedischen Charts platzieren konnte, als Anspieltipps auf. Die Macher von MTM Classix beweisen mit dieser Wiederveröffentlichung erneut ein sehr glückliches Händchen. Bitte mehr von dieser Güte...

Sonny

Trackliste: 1. Ran Out Of Love 4:29 - 2. 50/50 3:31 - 3. Turn Back Time 3:58 - 4. Don't Tell Me Lies 4:17 - 5. Michelle 4:22 - 6. Why Stop 3:32 - 7. T.G.I.F 3:35 - 8. Golddiggers 2:34 - 9. Touch Of Love 4:14 - 10. To Hot To Handle 3:58 - 11. Since You've Been Gone 3:16 - 12. First Time Love 4:18 - 13. It Just Came Down (bonus track) 4:18 14. I Believe (bonus track) 3:05

Thanks to Sebastian @ MTM Music


WOLFEN/ Humanity... Sold Out!
  • Band: Wolfen
  • Albumtitel: Humanity... Sold Out!
  • Spielzeit: CD: 68:38 min/ DVD: 57:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: TTS Media/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Iced Earth, Bruce Dickinson, Iron Maiden, Testament
  • Veröffentlichung: 22.03.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Sappralot, hier kracht's aber ordentlich im Gebälk. Die Kölner WOLFEN wurden in der heimischen Fachpresse schon für ihr imposantes Debüt "Don't Trust The White" mit reichlich Lorbeeren überhäuft und es wurden sogar Vergleiche zu internationalen Größen wie ICED EARTH oder zu der Thrash-Legende TESTAMENT gezogen. Dass Selbige nicht übertrieben und voreilig an den Haaren herbeigezogen wurden, sondern durchaus auf einem soliden Fundament basieren, beweisen solche Nummern wie z. B. der orientalisch angelegt Thrasher "The Uninvited Guest" oder der endlos groovende und kraftvoll-melodische Titeltrack des neuen Machwerks namens "Humanity... Sold Out!". Für besagten Titeltrack konnte man sogar GRIP INC.-Röhre Gus Chambers für ein Duett mit Andreas v. Lipinski, der sich noch um einiges facettenreicher als auf dem Erstling präsentiert, gewinnen. Aber nicht nur der stimmgewaltige Frontmann zeigt sich von einer reiferen Seite, sondern auch die Band hat eine enorme Weiterentwicklung vollzogen. Hiervon zeugen die Songs wie das Doublebass-Gewitter "Restoration" oder die deutschsprachige Nummer "Schwarz", die zwar von einer kraft- und gefühlvollen Melodienlinie a la IRON MAIDEN und der Dramatik von ICED EARTH lebt, aber trotzdem typisch WOLFEN ist. Als weitere Entscheidungshilfen möchte ich euch den dramatischen Kracher "Perfect Virus" und das 71/2mintige Epos "Verge Of Tears" mit auf den Weg zum Plattendealer geben. War das Debüt - garniert von thrashigen Ausflügen - noch mehr im traditionellen Metal verankert, so hat sich auf dem Neuling das Gewicht diesmal mehr in Richtung Thrash-Gefilde verschoben. In der Grundessenz ist "Humanity... Sold Out!" zwar wesentlich härter als der Vorgänger ausgefallen, aber auch der Sinn für melodische Elemente tritt verschärft in den Vordergrund. Diese Scheibe dürfte somit sowohl für True Metal-Fraktion, als auch für die Freunde kraftvoller und melodischer Thrash-Kost das Salz in der Suppe sein.
Außerdem enthält dieses Album nicht nur eine normale CD, sondern wird mit einer Audio-DVD im Doppelpack zum Preis von einer CD angeboten. Das heißt ihr habt zuhause das volle Klangerlebnis im 5.1 Dolby Digital-Sound und könnt somit die andere Scheibe getrost im CD-Wechsler eures fahrbaren Untersatzes einnisten.

Sonny

Trackliste: CD: 1. White Noise - 2. Hollow Man - 3. Sick Mind - 4. The Uninvited Guest - 5. Humanity... Sold Out! - 6. Restoration - 7. Schwarz - 8. Devils Paradise - 9. Perfect Virus - 10. On The Verge Of Tears - 11. Mindless Clones - 12. The Afterlife

Audio-DVD: 1. White Noise - 2. The Uninvited Guest - 3. Sick Mind - 4. Hollow Man - 5. Perfect Virus - 6. Restoration - 7. The Afterlife - 8. Mindless Clones - 9. Humanity... Sold Out! - 10. Schwarz

Thanks to Sönke @ TTS Media

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WOLFEN/ The Truth Behind


VICIOUS/ Vile, Vicious, Victorious
  • Band: Vicious
  • Albumtitel: Vile, Vicious & Victorious
  • Spielzeit: 35:22 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Sound Riot Records/ Twilight
  • Vergleichbare Bands: The Haunted, Edge of Sanity, Ektomorf
  • Veröffentlichung: 22.03.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
VICIOUS sind eine Thrash Death Metal-Kapelle aus Schweden, die es jetzt 6 Jahre nach ihrer Band Gründung geschafft haben einen Plattenvertrag zu ergattern. Und selbigen haben sie meiner Meinung nach auch schwer verdient, denn ihre durchaus explosive Mischung passt genau in heutigen Zeitgeist, aber ist keiner Zeit zu modern oder zu experimentell. Scheinbar arbeitet Schweden massiv daran die neue Thrash Metal-Macht in Europa zu werden. "Vile, Vivious & Victorious" würde ich in etwa mit "Made Me Do It" von THE HAUNTED gleichstellen, das seiner Zeit ja sehr gehuldigt wurde. Allerdings besitzen VICIOUS eine deutlich ausgeprägtere Death Metal-Schlagseite und erinnern mich damit sehr an EDGE OF SANITY mit ihrem 94er-Werk "After the Glow". Teilweise lässt Gitarrist Henrik Wenngren mit seinen  Lead-Parts etwas IRON MAIDEN-Feeling aufkommen, das sich dann wieder in massive Thrash-Parts verwandelt. Gnadenlose Doublebass-Hämmer begleitet von einem einwandfreien und fingerfertigen Bassisten liefern hierfür das Fundament. Der mit Abstand beste Song der Scheibe ist "Deadicate", der mit seiner sehr harmonischen, aber dennoch aggressiven Grundstimmung sofort Gänsehautgefühle aufkommen lässt. Alles in allem eine geile Scheibe für jeden Thrash Metal-Fan!

Christian

Trackliste: 1. Beast - 2. Trigger Needs Some Action - 3. High On Fire - 4. Deadicate - 5. Life Corrupted - 6. Deathrash - 7. Boots Of Led - 8. A Vicious Mind - 9. The Feeder Of Evil

Thanks to Luis & Gilson @ Sound Riot Records


ENUFF Z'NUFF/ Favorites
  • Band: Enuff Z' Nuff
  • Albumtitel: Favorites
  • Spielzeit: 76:46 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Contraire
  • Vergleichbare Bands: Beatles, Cheap Trick, The Clash
  • Veröffentlichung: 22.03.2004
  • Wertung: keine Wertung

Review:
Nach zehn Studio- und einer Live-Scheibe veröffentlicht der New Yorker Vierer um die Bandgründer Donnie Vie (Vocals) und Chip Z' Nuff (Bass/ Guitar) mit "Favorites" nun endlich auch ihr erstes Best Of-Album. Seit ihrem selbstbetitelten Debüt (1989) verbinden sie auf ihre lässig-unnachahmliche Weise die rotzige Attitüde von Bands wie CHEAP TRICK oder THE CLASH mit den oft recht anspruchsvollen Melodienbögen der BEATLES ("Favorites"). Diese Compilation erstreckt sich nun mit satten 19 Nummern über fast alle Studiowerke der Band. Aus dem genialen Erstling sind z. B. der Kracher "New Thing" und die Lowtempo-Hymne "Fly High Michelle" vertreten. Des weiteren zaubern auch das melodische "Mother's Eyes", das fetzige "One Step Closer" und das orientalisch angelegte "Stoned" einen Hauch von Cabrio-Feeling in unsere spätwinterlich beheizte Bude und man vergisst für fast 80min die frostigen Temperaturen hierzulande. Aber auch die Slide-Nummer "My Herion" oder das cool groovende "Man Without A Heart" vom letzten Album "Welcome To Blue Island" weiß mit sommerlichen Vibrations zu gefallen. Leider hat man die beiden Mitt90er-Scheiben "1985" und "Peach Fuzz" sträflich vernachlässigt, denn Songs wie die Schleicher "No Second Time" und "You Got To Hold On Me", oder der Stampfer "Let It Go" oder das lässige "Vacant Love" hätten auf dieser Best Of sicherlich auch eine gute Figur gemacht. Klar, alles kann man nicht haben, aber ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass ENUFF Z' NUFF genügend Material gehabt hätten ein Doppel-Album dieses Kalibers zu veröffentlichen. Wer sich bisher - aus mir unverständlichen Gründen - den Sound von ENUFF Z' NUFF entziehen konnte, sollte "Favorites" unbedingt antesten, da diese Compilation einen gelungenen Querschnitt über die 15 jährige Schaffensperiode der Melodie-Fanatiker Donnie Vie und Chip Z' Nuff bietet. Glaubt mir, ihr werdet nicht mehr loskommen von dieser Musik.

Sonny

Trackliste: 1. New Thing - 2. Fly High Michelle - 3. She Wants More - 4. Mother's Eyes - 5. Baby Loves You - 6. One Step Closer - 7. Right By Your Side - 8. Taken A Ride - 9. My Dear Dream - 10. Stoned - 11. My Herion - 12. Wheels - 13. 5 Smiles Away - 14. Freak - 15. Believe In Love - 16. There Goes My Heart - 17. Everything Works If You Let It - 18. Time To Let You Go - 19. Man Without A Heart

Thanks to Sven @ MusicConsult

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PRETTY BOY FLOYD/ Size Really Does Matter
  • Band: Pretty Boy Floyd
  • Albumtitel: Size Really Does Matter
  • Spielzeit: 38:06 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Contraire
  • Vergleichbare Bands: Poison, Mötley Crüe, Jetboy
  • Veröffentlichung: 22.03.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Endlich ist es soweit: PRETTY BOY FLOYD are back! Zwar hat das amerikanische Label Perris Records über die letzten Jahre hinweg einige Scheiben mit Demo-/ Live-Material und unveröffentlichten Songs zutage gefördert, aber auf so richtig knackig-frische Kost warteten die Fans der Glam Rock-Bande lange Zeit vergebens. Der erste echte Studio-Streich seit dem überragenden Debüt "Leather Boyz With Electric Toys" hört auf den Titel "Size Really Does It Matter" und wartet mit zehn guten Songs im typischen 80er Glam Rock auf, den man gelegentlich mit einigen modernen Gitarrenriffs ("2Heads2Faces") und (den seit METALLICAs "St. Anger" wieder in Mode gekommenen) steril-blechernen Schlagzeugsound ("I've Got Nothing") aufgepeppt hat. Der brachial-punkige Opener "Dead" zeigt den neugeformten Vierer in Klasse und Spritzigkeit des bereits erwähnten Debüts und auch das arschtretende "Suicide", das mit einer extrem eingängigen Melodie und einer kurzen Pianoeinlage im Mittelteil zu glänzen weiß, schlägt in die gleiche Kerbe. Während Stampfer "Earth Girl" Vergleiche zu den früheren MÖTLEY CRÜEs in Erinnerung ruft, hätte die astreine Rock 'N' Roll-Nummer "Fuck The Rock" bestimmt verdammt gut auf eine der letzten SHAMELESS-Scheiben (auf denen Mr. Summers maßgeblich beteiligt war) gepasst. Auch der Tempo-Kontrast auf dieser Scheibe erweist sich als Pluspunkt, denn von Balladen ("2Heads2Faces"/ "727") über Midtempo-Hymnen bis hin zu Uptempo-Rockern ("Things I Said") ist alles vertreten, was eine gute Glam-Scheibe ausmacht. Meine persönlichen Faves dieser Scheibe sind das bedrohlich-schleichende "2Heads2Faces" und der erschütternde Hammer "Another Day (In The Death Of America)", der mit einem großartigen Gitarrensolo in Form der US-Nationalhymne aufwartet. Sänger Steve "Sex" Summers, der als einzig verbliebenes Originalmitglied noch im heutigen LineUp der Band vertreten ist, hat über die Jahre nichts an seiner unnachahmlichen Klasse und Rotzigkeit verloren. Leider entspricht die Produktion nicht ganz den heutigen Standards, denn die ist meiner Meinung etwas zu dünn ausgefallen. Nichtsdestotrotz dürfte jeder PRETTY BOY FLOYD-Fan das Material auf "Size Really Does It Matter" auf Anhieb lieben. Eine richtig ehrliche Scheibe...

Sonny

Trackliste: 1. Dead - 2. Suicide - 3. I've Got Nothing - 4. Earth Girl - 5. Things I Said - 6. Another Day (In The Death Of America) - 7. 2Heads2Faces - 8. Fuck The Rock - 9. 727 - 10. It's Alright

Thanks to Sven @ MusicConsult

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DOUBLE CROSS/ Time After Time
  • Band: Double Cross
  • Albumtitel: Time After Time
  • Spielzeit: 59:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Contraire
  • Vergleichbare Bands: FM, Strangeways, Atlantic, Def Leppard
  • Veröffentlichung: 22.03.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass ich eine gefasste Meinung, die ich über eine Veröffentlichung habe, revidieren muss. Aber wie heißt es so schön: "Ausnahmen bestätigen die Regel!". So geschehen mit dem Debüt von DOUBLE CROSS, denn diese Scheibe lag mir vor einigen Monaten schon als UK-Import vor und ich sah mich aufgrund der soundtechnisch wirklich abgrundschlechten Promo-CDR zu einer weniger erbaulichen Wertung genötigt. Nun, da mir die Scheibe als offizieller Deutschland-Release vorliegt, werde ich das Gefühl nicht los, dass mir damals mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Rough-Mix den Hörgenuss ordentlich vermiest haben muss. Musikalisch bewegen sich die Herren von der Britischen Insel irgendwo zwischen FM und STRANGWAYS. Nur mit dem feinen Unterschied, dass DOUBLE CROSS einen Tick bombastischer an die Sache herangehen und gelegentlich zu DEF LEPPARDschen Chören greifen. Dieses Stilmittel kommt besonders bei der Halb-Ballade "Don't Walk Away" und dem Schleicher "When To Worlds Collide" zum Tragen. Des weiteren überzeugen der sehr atmosphärisch groovende Opener "Reach Out" und der flotte Rocker "My Heart Belongs To You" durch ein geschlossenes Bandgefüge, aus dem ich Sänger Rick Chase und Gitarrero Stephen Kelly aufgrund seiner großartigen und herzerfrischenden Solos hervorheben. Endlich wieder eine Band aus dem Vereinten Königreich, die mit "Time After Time" eine recht ordentliches Melodic Rock-Teil über den Ärmel-Kanal schickt. Dem Silberling sollte man als Melodic-Freak unbedingt Gehör schenken!

Sonny

Trackliste: 1. Reach Out - 2. How Do We Know - 3. Touch The Sun - 4. When Two Worlds Collide - 5. When We Were Young - 6. Valley Of The Kings - 7. Don't Walk Away - 8. One Lonely Night - 9. All My Days - 10. My Heart Belongs To You - 11. Only The Strong - 12. Time After Time

Thanks to Sven @ MusicConsult


MUDMEN/ Mudmen
  • Band: Mudmen
  • Albumtitel: Mudmen
  • Spielzeit: 34:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Contraire
  • Vergleichbare Bands: The Offspring, Pogues
  • Veröffentlichung: 22.03.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
MUDMEN sind eine Sechsmannkappelle aus Kanada, die auf ihrem selbstbetitelten Debüt eine ziemlich eigenwillige Mischung aus Punk Rock, Alternative und Nu Rock servieren. Eigenwillig deshalb, weil MUDMEN wohl so ziemlich die erste Band aus diesem Bereich ist, die diesen Sound-Mix gekonnt mit Dudelsack-Klängen zu vereinen vermag. Ich muss ehrlich zugeben, dass die ganze Sache etwas strange klingt, aber irgendwie verstehen es die "crazy canucks" auf ihre unbekümmerte Art den Zuhörer zu fesseln. Unter den 10 Titeln tummeln sich ein paar Songs, die es durchaus verdient hätten in den Radio- und Fernseh-Stationen verstärkt Airplay zu bekommen, um somit eine breitere Masse zu erreichen und womöglich zum Hit zu avancieren. Zu dieser Kategorie gehören für mich zweifelsohne der beschwingte Stampfer "5 O'Clock", der sich mit eingängig-frechen Melodien durch die Gehörgänge bohrt, oder die gefühlsechte Ballade "Lost". Natürlich bietet sich dieser Musikstil bestens dazu an, auch die feucht-fröhliche Party-Gesellschaft mit einem Song - in Form des fetzigen "Drink And Fight" - zu beglücken. Aber das Klischee einer Trinklieder-Band a la POGUES legen MUDMEN sofort wieder mit dem abschließenden Instrumental "Masons Apron" ab. Leider sind mit "Saturday" und "Coma" auch zwei Nummern dabei, die auf dem doch etwas zu kurzgeratenen Album einen etwas faden Nachgeschmack hinterlassen.

Sonny

Trackliste: 1. In My Head - 2. Winners - 3. 5 O'Clock - 4. Saturday - 5. Coma - 6. Underdog - 7. Wasting Time - 8. Lost - 9. Drink & Fight - 10. Masons Apron

Thanks to Sven @ MusicConsult


ANTHENORA/ The Last Command
  • Band: Anthenora
  • Albumtitel: The Last Command
  • Spielzeit: 52:28 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Iron Maiden, Judas Priest, Accept, Grave Digger
  • Veröffentlichung: 22.03.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
ANTHENORA sind eine fünfköpfige Band aus Italien und frönen nicht wie die meisten ihrer Landsleute dem typischen Spaghetti-Metal, der in den letzten Jahren wirklich überhandgenommen hat, sondern praktizieren richtig rau-klassischen Power Metal. Einen Namen machte sich die Band in ihrer Heimat u. a. als bekannteste italienische IRON MAIDEN-Tribute Band, was sogar dazu führte, dass MAIDEN-Drummer Nick McBrain vor zwei Jahren die Jungs als Support für seine TOTAL McBRAIN DAMAGE-Tour eingeladen hat. Nun legen die Turiner mit "The Last Command" ihr Debüt vor. Auf ihrem Erstling präsentieren sie zehn - von Tony Fontò (WHITE SKULL) knackig produzierte - Kracher, die allesamt auf einem Konzept zwischen der nahenden dunklen Zukunft und der europäischen Vergangenheit während des zweiten Weltkriegs basieren. Musikalisch tummeln sie sich in ähnlichen Gewässern wie IRON MAIDEN ("Dark Alliance"/ "General K."), JUDAS PRIEST ("Foreteller") und GRAVE DIGGER (Titeltrack). Hier treffen abwechslungsreiche Vocals (mit stellenweise starken Akzent und gelegentlich leichten Schwachstellen), auf fetzige Gitarren, wummernde Bassläufe und knackige Doublebass-Wirbel. Logischerweise ist noch nicht alles Gold, was auf dieser Scheibe glänzt, aber mit "The Last Command" haben die Italiener ein solides Debüt eingezimmert, das auf potenzialreichem Fundament steht. Ich bin mir sicher, dass wir nicht zum letzten Mal von dieser Band gehört haben...

Sonny

Trackliste: 1. The Last Command - 2. Operation Sea Lion - 3. Prophet Of Sorrow - 4. Dark Alliance - 5. Hunter - 6. General K. - 7. Foreteller - 8. The Legion - 9. Machines Of War - 10. The Fortress - (hidden track) Savior

Thanks to Julia @ Flying Dolphin


IMPERIAL CROWNS/ Hymn Book
  • Band: Imperial Crowns
  • Albumtitel: Hymn Book
  • Spielzeit: 45:58 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ruf Records
  • Vergleichbare Bands: Otis Redding, Captain Beefheart, Blind Wille Johnson, stellenweise Rolling Stones
  • Veröffentlichung: 19.03.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Mit "Hymn Book" präsentieren uns die IMPERIAL CROWNS mittlerweile schon ihr zweites Album. Wie schon auf dem selbstbetitelten Vorgänger (2001) servieren uns die Mannen um Sänger Jimmie Wood (u. a. Bruce Hornsby, Etta James, Blues Brothers Band) rotzigen und erdigen Blues und Soul, der den Spirit von Legenden wie OTIS READING oder BLIND WILLIE JOHNSON in sich transportiert und gelegentlich mit dem aufmüpfigen Flair der ROLLING STONES ("Lil' Death") zu begeistern weiß. An Abwechselung mangelt es der Scheibe mit Sicherheit nicht, denn während "Kingsize Jones" oder "Golden Girl" mit einer ordentlichen Portion Funk auf sich aufmerksam machen, versetzt "Baby's Gone Wild" dem Zuhörer mit seinen stampfenden Beats und einer wohlwollen Ladung Groove einen gewaltigen Tritt in den Allerwertesten. Das Trio sieht sich andererseits aber auch durchaus in der Lage eine sehr gefühlvolle und einfühlsame Atmosphäre zu verbreiten, was eine Nummer wie der Schleicher "Don't Miss Your Water" mehr als eindrucksvoll unterstreicht. Außerdem können IMPERIAL CROWNS mit "(Simply) Just A Dream" (erinnert stellenweise an BRUCE SPRINGSTEEN) und "Restless Soul", das nicht nur einmal den Vergleich zu ELIVS PRESLEYs "Heartbreak Hotel" aufkommen lässt, zwei weitere große Highlights auf der Habenseite verbuchen. Eine Scheibe die Blues- und Blues Rock-Kreisen sicherlich schnell ihre Freunde finden wird, zumal die CD in Form eines schöngestalteten Digi-Book zu haben ist.
Wer sich auch von den Live-Qualitäten der Band gerne überzeugen möchte, dem sei die im Herbst geplante Deutschland-Tour ans Herz gelegt.

Sonny

Trackliste: 1. Lil' Death - 2. The River - 3. Kingsize Jones - 4. Baby's Gone Wild - 5. Golden Girl - 6. Ya Don't Miss Your Water - 7. Comin' Fuh Ya - 8. Love Blues - 9. (Simply) Just A Dream - 10. Restless Soul - 11. Mr. Jinx

Thanks to Katrin @ Ruf Records


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IMPERIAL CROWNS/ Preachin' The Blues Live! - Chapter 1, Verse 3


REVEREND BIZARRE/ In The Rectory Of The Bizarre Reverend
  • Band: Reverend Bizarre
  • Albumtitel: In Tht Rectory Of The Bizarre Reverend
  • Spielzeit: 74:08 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nibelung Records/ PSK
  • Vergleichbare Bands: Black Sabbath, Candlemass, Moonspell, Saint Vitus
  • Veröffentlichung: 16.03.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
REVEREND BIZARRE sind die wohl einzige Old School Doom-Metal Band, die jemals aus Finnland kam. Die drei Jungs (Magister Albert/ Voc.& Bass, Peter Vicar/ Guitar und Earl of Void/ Drums) präsentieren uns auf ihrem Erstlingswerk "In The Rectory Of The Bizarre Reverend", dass es durchaus auch heute noch Musiker gibt, welche die längst für todgeglaubte Kunst des Doom Metals noch beherrschen. Gewiss, die Glanztaten dieser Musikbewegung sind schon einige Zeit her. Umso bewundernswerter ist daher die Tatsache, dass es immer mal wieder Bands gibt, die es sich fest vorgenommen haben dieses Genre nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Und wahrlich REVEREND BIZARRE hören sich so an, als wären sie den 70ern gerade erst entsprungen: Tonnenschwere Riffs rollen wie eine Dampfwalze über dich hinweg, wie es eigentlich sonst nur einer beherrscht, nämlich der Meister und Erfinder des Doom-Metal himself Tony Iommy (von der Metal-Legende BLACK SABBATH). Auch sonst wurde bei der Produktion und beim Songwriting sehr darauf geachtet, dass sich alles möglichst traditionell und dem Stil der alten Meister entsprechend anhört. Auf der CD befinden sich sechs Songs, die alle eine Laufzeit von über 10 Minuten besitzen, dabei ist bei mir speziell der letzte Titel im Gehör hängen geblieben. "Cirith Ungol", der sogar eine Spielzeit von über 20 Minuten vorzuweisen hat und im Aufbau sehr an den gleichnamigen Titelsong von BLACK SABBATHs Debüt (eben "Black Sabbath") erinnert. Die Scheibe ist genau das richtige Fressen für alle, die gerne mal wieder einen Nostalgieabend verbringen wollen!

Christian

Trackliste:

01. Burn In Hell! - 02. In The Rectory - 03. The Hour Of Death - 04. Sodoma Sunrise - 05. Doomsover - 06. Cirith Ungol

Thanks to Ralph @ Indevent Promotion


EDGUY/ Hellfire Club
  • Band: Edguy
  • Albumtitel: Hellfire Club
  • Spielzeit: 60:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuclear Blast/ EastWest Records
  • Vergleichbare Bands: Edguy
  • Veröffentlichung: 15.03.2004
  • Charteinstieg: 29.03.2004 Platz Nr. 26
  • weitere Platzierungen:
    05.04.2004 Platz Nr. 49 / 12.04.2004 Platz Nr. 63
    19.04.2004 Platz Nr. 89 / 26.04.2004 Platz Nr. 96
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Nachdem die Hessen mit ihrem letzten Studio-Album "Mandrake" ordentlich um den ganzen Globus getourt sind und ihre Qualität als Live-Band auf "Burning Down The Opera" dingfest gemacht haben, folgt nun mit dem "Hellfire Club" das nunmehr siebte Studio-Album. Gleich mit den ersten Takten des Openers "Mysteria", der dem gebannten Zuhörer ordentlich in den Allerwertesten tritt, wird klar, dass EDGUY - im Vergleich zu früheren Scheiben - nicht nur rotziger, sondern auch rauer und etwas düsterer ans Werk gehen. Auch der 10min-Epos "The Piper Never Dies", zeigt die Mannen um den zum wahren Entertainer gereiften Tobias Sammet von einer ganz ungewohnten Seite. Bei dieser Nummer sind zwar 70ies-Einflüsse a la RAINBOW oder DEEP PURPLE allgegenwärtig, aber die Band hat diese Elemente so geschickt in ihren eigenen Sound eingearbeitet, das man annehmen könnte, es sei immer schon so gewesen. Dieses kleine Meisterwerk unterstreicht erneut, dass EDGUY ein besonders Feeling für episch angelegte Songs haben, denn "The Piper Never Dies" wirkt trotz seiner Länge verdammt abwechslungsreich. Hier bauen eine stampfende Rhythmusarbeit, spektakuläre Keyboards/ röhrende Hammonds und heftig-filigrane Gitarreriffs einen gigantischen Spannungsbogen auf, über dem der ausdrucksstarke Gesang von Herrn Sammet thront. Gegen Ende dieser Nummer treten unweigerlich wieder stimmliche Vergleiche zu Bruce Dickinson (IRON MAIDEN) ans Tageslicht. Mit dem speedig-eingängigen "We Don't Need A Hero" hingegen haben EDGUY eine für sie typische Nummer am Start, die - garniert von orchestralen Parts und catchy Hooks - allen bisherigen Alben der Band gut zu Gesicht gestanden hätte. Während die Herren mit der Hymne "Down To The Devil" sämtlichen Klischees der Szene frönen, legen sie mit der Singleauskopplung "King Of Fools" ungewohnt modern groovende Klänge an den Tag. Mit der wunderschönen Ballade "Forever", die von der erstmaligen Zusammenarbeit mit einem echten Symphonie-Orchester (FILMORCHESTER BABELSBERG) getragen wird, darf der geneigte Fan für kurze Zeit durchatmen, bevor es mit dem Riffmonster "Under The Moon" wieder richtig heftig und mystisch zur Sache geht. Beim folgenden "Lavatory Love Machine" (mit dem der sympathische Frontmann seine "Flugangst" selbstironisch auf die Schippe nimmt) kann ich mir durchaus vorstellen, dass diese Nummer - aufgrund des einladenden Chorus - zur Mitsing-Hymne auf der kommenden Tour avanciert. Aber auch das speedig-treibende "Rise Of The Morning Glory", der Groover "Navigator" und das abschließende "The Spirit Will Remain", welches mit seinem Orchester-Arrangement das Sahnehäubchen auf einer rundum perfekten Scheibe darstellt, haben gehörigen Anteil daran, dass sich EDGUY nicht nur nahezu phantastisch weiterentwickelt haben, sondern mit "Hellfire Club" erneut ein Hammeralbum abliefern... Langsam wird mir diese Band wirklich unheimlich, denn erneut muss ich bei EDGUY die Notenskala bis aufs Letzte ausreizen ;-) ... Also am 15. März unbedingt beim Dealer eures Vertrauens vorbeischauen und sich "Hellfire Club" eintüten lassen. Dann heißt es auch in euren vier Wänden: "Welcome to the freak show"...

Sonny

Trackliste: 1. Mysteria - 2. The Piper Never Dies - 3. We Don't Need Another Hero - 4. Down To The Devil - 5. King Of Fools - 6. Forever - 7. Under The Moon - 8. Lavatory Love Machine - 9. Rise Of The Morning Glory - 10. Lucifer In Love - 11. Navigator - 12. The Spirit Will Remain

Thanks to Markus @ Nuclear Blast

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EDGUY/
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DANNY DANZI/ Danziland
  • Band: Danny Danzi
  • Albumtitel: DanziLand
  • Spielzeit: 59:00 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Johnny Lima, Journey meets Van Halen
  • Veröffentlichung: 15.03.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Mit DANNY DANZI findet nach dem Schweden-Duo SHIVA mittlerweile der zweite Z Records-"Flüchtling" im Stall des Münchener Hard Rock-Label MTM Music Unterschlupf. 1999 konnte der Multi-Instrumentalist mit seinem im Alleingang eingespielten Debüt schon hervorragende Kritiken einfahren und spielte dann mit einer eigens zusammengestellten Band einige Shows in den Staaten und England. Nun, fünf Jahre später schickt Mr. DANZI - unterstützt von seinen Mannen - mit "Danziland" den langerwarteten Nachfolger ins Rennen. Nach einem Lampenfieber-Intro ("Welcome") wird das Album mit einer Gitarrenorgie (Titeltrack) eröffnet, die den Nerv aller Gitarrenfreaks treffen dürfte. Allerdings geht's mit dem folgenden "Eternity", einem exzellenten Midtempo-Stampfer der Marke JOURNEY, gleich wieder bedeutend ruhiger zur Sache. Diese Nummer mündet nahezu übergangslos in die abwechslungsreiche Hymne "Just A Matter Of Time" über, die ausgestattet mit genialen Gitarrenläufen und -solis sowie einem VAN HALENschen Chorus zu fesseln weiß. Nicht minder abwechslungsreich zeigt sich "Let It Go". Beginnend als Piano-Ballade steigert sich der Song bis zum Mittelteil zu einem melodischen und eingängigen Midtempo-Killer. Auf die erste und einzige astreine Ballade im "Danziland" müssen sich die Freunde der sanften Klänge allerdings in Geduld üben, denn "Time Passes By" kommt erst im letzten Drittel der Scheibe zum Zuge. Da diese einfühlsame Nummer mit einer starken Gesangsarbeit, energiegeladenen Gitarren und wunderschönen Pianoeinlagen glänzt, hat sich das Warten durchaus gelohnt. Etwas untypisch für US-Hard Rocker kommt "Destiny" um die Ecke, denn diese Nummer lebt nicht nur von progressiven Einlagen, sondern von symphonischen Elementen, die doch eher auf dem europäischen Kontinent beheimatet sind. Mein persönliches Highlight der Scheibe ist allerdings der lässige Hard Rocker "Fool", der mit simplen und soliden 80er Elementen zu gefallen weiß. Alle, die auf abwechslungsreichen, melodischen und gitarrenorientierten Hard Rock "Made In USA" abfahren, werden hier ordentlichst bedient.
PS. wir Europäer kommen mit "What About Us" sogar in den Genuss einer zusätzlichen Nummer.

Sonny

Trackliste: 1. Welcome (Intro to DanziLand) 1:07 - 2. DanziLand 3:46 - 3. Eternity 5:01 - 4. Just A Matter Of Time 6:32 - 5. Let It Go 5:39 - 6. Only The Strong Will Survive 4:03 - 7. Wild & Dangerous 5:11 - 8. Time Passes By 4:57 - 9. Destiny 6:36 - 10. Fool 5:40 - 11. All Or Nothing 5:21 - 12. What About Us (European bonus track)

Thanks to Sebastian @ MTM Music


POWER QUEST/ Neverworld
  • Band: Power Quest
  • Albumtitel: NeverWorld
  • Spielzeit: 59:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Stratovarius, Rhaposody & Freedom meets Van Halen
  • Veröffentlichung: 15.03.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
Normalerweise bin ich ein Fan jener Bands, die sich im Fahrwasser von STRATOVARIUS, RHAPSODY oder FREEDOM CALL tummeln, aber mit der vorliegenden Scheibe kann ich mich auch nach mehreren Durchläufen nicht sonderlich anfreunden. Zwar laufen Songs wie das quietsch-quirlige "Temple Of Fire", "Egde Of Time" oder "For Evermore", die beide von den Keyboards her an VAN HALEN erinnern, relativ schnell ins Ohr. Aber ehrlich gesagt, im Gehirn vermögen sie sich nicht richtig einzufräsen. Der Hund liegt nicht unbedingt an den songwritertechnischen Fähigkeiten von Bandkopf und Keyboarder Steve Williams (ex-DRAGONHEART), sondern eher am stellenweise etwas schmalbrüstigen und ausdrucksschwachen Gesang ("Sacred Land") von Alessio Garavello begraben. Anderseits zeigen Songs wie der fulminant-abwechslungsreiche Opener "NeverWorld (Power Quest II)" oder die relaxte Herzschmerz-Ballade "When I'm Gone", dass in dem anglo-italienischen Haufen eine Menge Potenzial schlummert. Außerdem dürften Songs wie die Doublebass-Attacke "Into The Light" und das abschließende 11min-Epos "Lost Without You", bei dem Alessio Garavello tatkräftige Unterstützung von Sabine Edelsbacher (EDENBRIDGE) bekam, bei Freunden des symphonisch angelegten Power Metals für leicht erhöhte Herzfrequenz sorgen. Eines ist gewiss: Mit "NeverWorld" konnten sich POWER QUEST gegenüber ihrem Debüt "Wings Of Forever" (2002) steigern! Aber wie gesagt: "... ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer".

Sonny

Trackliste: 1. NeverWorld (Power Quest II) - 2. Temple Of Fire - 3. Edge Of Time - 4. Sacred Land - 5. When I'm Gone - 6. For Evermore - 7. Well Of Souls - 8. Into The Light - 9. Lost Without You

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


EMPTY TREMOR/ The Alien Inside
  • Band: Empty Tremor
  • Albumtitel: The Alien Inside
  • Spielzeit: 59:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Dream Theater, Shadow Gallery
  • Veröffentlichung: 15.03.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Kennern der italienischen Prog-Szene dürfte EMPTY TREMOR keine unbekannte Größe sein, denn die Band veröffentlicht mit "The Alien Inside" ihr mittlerweile drittes Studioalbum. Da EMPTY TREMOR nach der Veröffentlichung des zweiten Albums ("Eros & Thanatos" 1999) und mit neuem Vertrag in der Tasche mal wieder ohne Sänger dastanden, verpflichtete die Band um Multi-Instrumentalist Daniele Liverani den ehemaligen AT VANCE-Sänger Oliver Hartmann, der schon im Herbst 2002 am ersten Teil der Rockoper "Genius" des hauptamtlichen Keyboarders beteiligt war. Konnte man der Band - trotz sehr guter Ansätze - den auf beiden Erstlingen aufgrund ihrer Jugend und der fehlenden Erfahrung - abgesehen von Keyboarder Daniele Liverani - vielleicht noch etwas Unreife und Kopflastigkeit ankreiden, so haben sie sich mit zunehmenden Alter und gereifter Spielpraxis zu einer der besten Bands dieses Genres entwickelt. Außerdem ist die lange Sendepause zwischen den beiden Alben (immerhin fast fünf Jahre) ein Indiz dafür, dass das Sextett diesmal ein aufgefeiltes, kraftvolles und energiegeladenes Album an den Start bringen wollte. Dieses Vorhaben haben die Italiener auch ziemlich gekonnt in die Tat umgesetzt. Auf "The Alien Inside" stimmt vom abwechslungsreichen Songwriting über den facettenreichen Gesang von Oliver Hartmann - der übrigens zum progressiven Metal passt wie die berühmte Faust aufs Auge - bis hin zum instrumentalen Zusammenspiel der einzelnen Bandmitglieder einfach alles. Hier sind logischerweise Musiker am Werk, die alle Meister ihres Faches sind und sich äußerst songdienlich verhalten. Aus einem Grundgerüst von Jazz, progressiven Hard Rock und Metal, das mit verspielten Keyboardläufen und anspruchsvollen Gitarrenparts ausgiebig ausgestattet ist, kreiert der Sechszylinder einen Prog-Meilenstein, der sich hinter Namen wie DREAM THEATER, QUEENSYRCHE oder SHADOW GALLERY nicht zu verstecken braucht. - Ihr glaubt es nicht? Dann führt euch doch einfach mal den Opener/ Titeltrack, das verträumt-relaxte "I Found You" oder den Kraftfutter-Epos "Who You Really Are" zu Gemüte, und ihr werdet mir uneingeschränkt recht geben. Außerdem wissen "Don't Stop Me" und Ballade "Stay" mit neoklassischen bzw. akustischen Klängen zu begeistern. Also nichts mit "Leerem Beben"!

Sonny

Trackliste: 1. The Alien Inside - 2. I Found You - 3. A New World - 4. Who You Really Are - 5. Don't Stop Me - 6. Stay - 7. The Love I've Never Had - 8. The Alien Outside

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


HOUSE OF LORDS/ The Power And The Myth
  • Band: House Of Lords
  • Albumtitel: The Power And The Myth
  • Spielzeit: 43:35 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: frühere House Of Lords meets Led Zeppelin verfeinert mit modernen Elementen
  • Veröffentlichung: 15.03.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Nach der Rückkehr von TNT versucht mit HOUSE OF LORDS (fast in Original-Besetzung) eine weitere erfolgreiche Band aus den 80ern wieder in der heutigen Hard Rock-Szene Fuß zu fassen. Nachdem der Release für diese Comeback-Scheibe schon vor zwei Jahren angekündigt und immer wieder nach hinten verschoben wurde, hatte ich persönlich - nach dem Ausstieg von Gründer/ Keyboarder Gregg Giuffria - eigentlich schon gar nicht mehr mit "The Power And The Myth" gerechnet. - Aber unverhofft kommt oft! - Soviel schon mal vorab: Alle diejenigen, die mit einer Fortsetzung im Stile der ersten drei Alben gerechnet haben, dürften sich mit diesem Silberling wahrscheinlich verdammt schwer tun. Zugegeben, auch ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten mit dieser Scheibe, aber es ist nun mal eine unumstößliche Tatsache, dass seit "Demons Down" über 12 Jahre ins Land gezogen sind und sich auch die einzelnen Bandmitglieder musikalisch weiterentwickelt haben. Die Musik der US-Amerikaner ist einfach vielschichtiger und somit auch etwas schwerverdaulicher geworden. In ihrem orientalisch ausgerichteten Sound spielen die Keyboards eine oft noch dominantere Rolle ("Living In Silence") als zu früheren Tagen und auch die komplette instrumentale Ausrichtung weißt eine deutlich progressivere Gangart ("Mind Trip") auf. Aber so ganz können und wollen sich die Herren um Ausnahmesänger James Christian ihrer Wurzeln dann doch nicht erwehren, denn mit der gelungenen Midtempo-Nummer "All Is Gone", der phantastischen Ballade "Am I The Only One" und der schönen Halb-Acoustic-Nummer "Child Of Rage" lassen HOL stellenweise das Flair vergangener Tage aufleben. Nichtsdestotrotz sollte man auch den komplexeren Nummern wie etwa dem instrumentalen Titelstück, für das man keinen geringeren als den DREAM THEATER-Tastenvirtuosen Derek Sherinian gewinnen konnte, oder dem mit dezenten Streicher-Parts verfeinerten "The Man Who I Am" unbedingt Gehör schenken. Aufgerundet wird das facettenreiche Album mit einer klaren und druckvollen Produktion, für die sich die Band selbst verantwortlich zeigt.

Sonny

Trackliste: 1. Today - 2. All Is Gone - 3. Am I The Only One - 4. Living In Silence - 5. The Power And The Myth - 6. The Rapture - 7. The Man Who I Am - 8. Bitter Sweet Euphoria - 9. Mind Trip - 10. Child Of Rage

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

weitere Reviews über HOUSE OF LORDS:
HOUSE OF LORDS/ Live In The UK
HOUSE OF LORDS/ World Upside Down


TNT/ My Religion
  • Band: TNT
  • Albumtitel: My Religion
  • Spielzeit: 44:53 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Westworld meets frühere TNT, Queen, Helloween
  • Veröffentlichung: 08.03.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Nachdem TNT im vergangenen Sommer mit dem 5-Tracker "Give Me A Sign" nach vier Jahren Pause ("Transistor") endlich wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben haben, folgt nun mit "My Religion" das heißersehnte achte Studioalbum der Band um Ausnahmesänger Tony Harnell und Saitenartist Ronni LeTekro. Obwohl der eingangs erwähnte 5-Tracker die Erwartungen an das neue Album in schier unermessliche Sphären geschraubt hat, darf man ohne Übertreibung sagen, dass die Band selbige mit "My Religion" nicht nur erfüllt, sondern sogar noch getoppt hat. Zwar ist der neue Silberling etwas düsterer ("Give Me A Sign") als die bisherigen Veröffentlichungen der Norweger ausgerichtet, aber dafür ist "My Religion" nicht ganz so modern ausgefallen, wie man es nach der vorab veröffentlichten EP vielleicht vermuten hätte können. Viel mehr ist der Band, die hier im altbewährten LineUp (Morty Black/ Bass, Diesel Dahl/ Drums) zu Werke geht, ein gewagter Spagat zwischen dem Flair der 80er ("Live For Today") und den Elementen der Neuzeit ("Give Me A Sign") geglückt. "My Religion" dürfte somit weder die Traditionalisten, noch die Fans der modern angehauchten Klänge enttäuschen. Während der melodisch-stampfende Opener "Invisible Noise" an die ruhigen Momente der heutigen HELLOWEEN erinnert, wissen Nummern wie "Lonely Nights" oder "Everybody's Got A Secret" mit QUEENschen Arrangements zu glänzen. Allerdings hätte ich mir letzteren Track auch auf KAROs Klassiker "Heavy Birthday" sehr gut vorstellen können. Killer sind auf diesem Album allgegenwärtig, egal ob ihr nun die wunderschöne Ballade "Perfectly", den hitverdächtigen Midtempo-Stampfer "You'll Be There", den modern angelegten Groover "Everything U R" oder den Titeltrack (eine Mitsing-Hymne vor dem Herrn ;-) lasertechnisch abtastet. - Also wieder mal "no fillers - all killers"? Nein, nicht ganz, denn die beiden etwas belanglosen Instrumentals "Flow" und "The Last Word" wussten leider die Höchstnote dummerweise zu verhindern. Diese kleinen "Ausrutscher" werden von einem perfekten Songwriting, einer bestechenden Performance der gesamten Band und einer druckvollen Produktion locker wettgemacht. Endlich eine Comeback-Scheibe, die sich ihrer Bezeichnung alle Ehre macht und nicht wie so viele ihrer Artgenossen nach reiner Abzocke stinkt. - Wie auch immer: "TNT is my religion!". In diesem Sinne, Welcome back!

Sonny

Trackliste: 1. Invisible Noise 4:06 - 2. She Needs Me 3:13 - 3. Lonely Nights 3:54 - 4. My Religion 3:37 - 5. Give Me A Sign (taken from EP - remix 2004) - 6. Perfectly 5:13 - 7. You’ll Be There 3:32 - 8. Flow 0:51 - 9. Live Today 3:39 (taken from EP) - 10. Everybody’s Got A Secret 3:51 - 11. Everything U R 3:52 - 12. Song 4 Dianne 3:45 - 13. The Last Word 0:39

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über TNT:
TNT/ Live In Madrid (DVD + CD) (Live-Candy/ September 2006)
TNT/ All The Way To The Sun


20th CENTURY BOYS/ Beware Of The Rex
  • Band: 20th Century Boys
  • Albumtitel: !Beware Of The Rex!
  • Spielzeit: 41:51 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Ulftone Music/ Edel Contraire
  • Vergleichbare Bands: T. Rex, Demon Drive, Jaded Heart
  • Veröffentlichung: 08.03.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Wenn die älteren Glam-Rocker unter uns den Titel "20th Century Boys" hören, wird höchstwahrscheinlich der Groschen ziemlich schnell fallen. - Bingo! Mit diesem und vielen anderen Songs schrieben Marc Bolan und T. REX von Ende der 60er bis weit in die 70er Musikgeschichte. Aber keine Angst, 20th CENTURY BOYS ist kein neues Best Of-Album dieser Glam Rock-Legende, sondern stellt ein Projekt dar, das zwei überragende Musiker aus deutschen Landen zu Ehren an T. REX ins Leben gerufen haben. Bei den zwei Musikussen handelt es sich zum einen um Michael Voss (CASANOVA/ DEMON DRIVE/ SILVER) und Michael Bormann, seines Zeichens Sänger der Melodic Rock-Band JADED HEART. Beim Kaliber der genannten Musiker darf man davon ausgehen, dass dieses Duo die Songs nicht einfach nachgezockt hat, sondern den 11 T. REX-Klassikern u. a. mit ihren unverkennbaren Organen ihren eigenen Stempel aufgedrückt haben. Zugegeben, an den Kult-Status der Originale kommen diese stark in Szene gesetzten Songs nicht heran, aber nichtsdestotrotz dürften "London Boys", das man mit wohldosierten Effekten aufgepeppt hat, oder das von Herrn Bormann lässig intonierte "Rockin' Rollin'" auf jeder Party für willkommene Abwechslung sorgen. Während das hervorragend als Duett dargebotene "Children Of A Revolution" mit einen Hauch von Orient zu verzücken weiß, kommt der Stampfer "Metal Guru" in nahezu in rotziger DEMON DRIVE-Manier ums Eck. Die Hymne "Get It On" hingegen röhrt orchestral-bizarr aus den Lautsprechern und "Hot Love" hat - außer dem Text - mit der Originalversion wenig gemeinsam. Manchmal blitzen bei dieser Nummer derartig heftig ZEPPELINsche Elemente durch, dass man durchaus annehmen könnte, hier hätten Jimmy Page und Robert Plant produktionstechnisch ihre Finger mit im Spiel gehabt. Diese Scheibe ist nicht nur eine willkommene Abwechslung für junggebliebene Glam-Rocker, sondern dürfte auch für die Fans von DEMON DRIVE oder JADED HEART nicht ganz uninteressant sein. Für mich ist "!Beware Of The Rex!" die außergewöhnlichste T. REX-Tribute-Scheiben, die bisher veröffentlicht wurde und gehört in jede gutgeführte Party Rock-Sammlung. In diesem Sinne: "We Love To Boogie!"

Sonny

Trackliste: 1. London Boys - 2. Soul Of My Suit - 3. Children Of The Revolution - 4. Metal Guru - 5. I Love To Boogie - 6. Jeepster - 7. 20th Century Boy - 8. Get It On - 9. Hot Love - 10. Telegram Sam - 11. Life’s An Elevator

Thanks to Sven @ MusicConsult


SYANIDE KICK/ Syanide Kick
  • Band: Syanide Kick
  • Albumtitel: Syanide Kick
  • Spielzeit: 38:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: ... man will doch wirklich niemanden beleidigen ;-)
  • Veröffentlichung: 02.03.2004
  • Wertung: 1,5/ 10 (den halben Punkt gibt's für die kurz Spielzeit ;-)

Review:
"Hollywood Angel" eröffnet, eingeleitet von einem kurzen Intro, das Debüt der Formation aus L.A. und bereits jetzt offenbart sich dem Hörer das bevorstehende Drama: Billigster, kraftloser Demosound trifft auf einen schrottigen Sänger, gegen den selbst Vince Neil (MÖTLEY CRÜE) klingt wie Luciano Pavarotti ... die Songs bewegen sich beinahe allesamt auf erschreckend niedrigem Niveau - hört Euch nur mal die grauenhafte Ballade "Tonight" an, zum Kotzen... "Sister Groove" oder "Young and wild" - pfui Deibel... Laut Meinung eines Käufers bei amazon.com ist "Syanide Kick" der definitive Nachfolger von POISONs "Look What The Cat Dragged In" ?!?!? Diese Meinung kann ich selbst dann nicht nachvollziehen, wenn Genreklassiker wie RATT, PRETTY BOY FLOYD, JULIETT, MÖTLEY CRÜE etc. den Weg in die heimische Plattensammlung bislang einfach nicht gefunden haben... Das bluesige "I'm Lost" erinnert stellenweise an die legendären LED ZEPPELIN - doch leider nicht im positiven Sinne, offenbart es doch zu deutlich, welch begnadete Musiker Robert Plant, Jimmy Page, John Bonham und John Paul Jones waren (bzw. noch sind/ Anmerkung Sonny ;-), und welch Welten sie von den Jungs um Jerry Martel trennen... Einzig kleiner Lichtblick einer äußerst schwachen Veröffentlichung bildet das abschließende, flotte "Legs Up Hgh", das den Zuhörer zumindest ansatzweise zum Mitwippen bewegt, was aber vielleicht auch daran liegt, dass sich die vorhergehenden Nummern auf schlicht unterirdischem Niveau bewegten. Auch nach dem 15. Hördurchgang kann ich SYANIDE KICK nichts positiveres abgewinnen als: "Danke, dass Ihr diesem Treiben bereits nach (endlosen) 39 Minuten ein Ende setzt". Machen wir es kurz: beide Daumen nach unten, und weiteren Platz gespart!

Florian

Trackliste: 1. Intro - 2. Hollwood Angel - 3. Young & Wild - 4. Tonight - 5. In You Or On You - 6. Sky High - 7. I'm Lost - 8. Let Me Down Easy - 9. Sister Groove - 10. Legs Up High

Thanks to Tom @ Perris Records


AXEL RUDI PELL/ Kings & Queens
  • Band: Axel Rudi Pell
  • Albumtitel: Kings & Queens
  • Spielzeit: 56:31 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Yngwie Malmsteen, Ritchie Blackmore, Hardline
  • Veröffentlichung: 01.03.2003
  • Charteinstieg: 15.03.2004 Platz Nr. 40
  • weitere Platzierungen:
    22.03.2004 Platz Nr. 81
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nachdem uns Gitarrenwirbelwind AXEL RUDI PELL mit "Knights Live" vor knapp 1 ½ Jahren eines der besten Live-Alben präsentiert hat, geht es im Frühjahr 2004 wieder studiotechnisch richtig zur Sache. So viel sei schon mal verraten: War der Vorgänger für einige Fans vielleicht etwas zu schwermütig oder -verdaulich, so darf man sich auf "Kings And Queens" auf vorwärtsrockendes Material freuen, das wieder mehr in die Richtung von "Oceans Of Time" tendiert. Nach dem obligatorischen Intro geht es mit dem rasendschnellen und treibenden Opener "Flyin' High" sowie dem schwindelerregenden Groover "Cold Heaven" gleich mehr als ordentlich zur Sache, um danach mit der krachenden Mitsing-Hyme "Strong As A Rock" (diese Nummer dürfte mit Sicherheit ein Live-Klassiker werden) noch ein mächtiges Brikett nachzulegen. Erst mit der Ballade "Forever Angel" - einer Gänsehaut-Nummer in bester PELL-Manier - schlägt die Band, die nunmehr schon seit drei Studio-Alben in gleicher Besetzung spielt, wieder etwas ruhigere Töne an. Während PELL & Co mit "Sail Away" für verrauchtes und bluesiges Ambiente sorgen, kommen mit "Legions Of Hell" oder "Sea Of Evil" die Fans von epischen PELL-Nummern voll auf ihre Kosten. Dieses Album verdeutlicht einmal mehr, dass Herr PELL - der mit Johnny Gioelli einen Ausnahmesänger an seiner Seite weiß - zu den besten Gitarristen auf diesem Planeten zählt. Fazit: "Kings And Queens" (abgesehen vom oben genannten Live-Album) ist die beste Scheibe, das die Band in dieser Besetzung eingespielt hat. Wo AXEL RUDI PELL draufsteht ist auch PELL drinnen! - Garantiert.

Sonny

Trackliste: 1. The Gate (intro) - 2. Flyin' High - 3. Cold Heaven - 4. Strong As A Rock - 5. Forever Angel - 6. Legions Of Hell - 7. Only The Strong Will Survive - 8. Sailing Away - 9. Take The Crown - 10. Sea Of Evil

weitere Reviews über AXEL RUDI PELL:
AXEL RUDI PELL/ Mystica (Album Of The Month/ August 2006)
AXEL RUDI PELL/
Ballads III
AXEL RUDI PELL/
Knights Live
AXEL RUDI PELL/
Shadow Zone


FORCES@WORK/ Forcilized
  • Band: Forces@Work
  • Albumtitel: Forcilized
  • Spielzeit: 23:43 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: ???
  • Veröffentlichung: ??.03.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Auf der jetzt schon seit längerem erhältlichen Demo
"Forcilized" erwartet den Hörer höchst anspruchsvoller Progressive Metal aus Deutschland, der sich zwischen vielen Musikrichtungen hin und her bewegt. Einmal sind klare Crossover-Einflüsse auszumachen, dann wieder sehr Death- und Thrash Metal-lastige Passagen, die aber immer mit viel Feingefühl und Bravur miteinander verbunden werden. Was sofort auffällt ist die lupenreine Solo-Arbeit auf der Gitarre für die das Duo Mischa Blum und Adrian Weiss verantwortlich sind. Auch der Gesang (Andreas Lohse) ist nicht von schlechten Eltern und passt sich immer sehr gut an das restliche Geschehen an. Leider ist mir das vorliegende Material etwas zu kurz, um mich hier konkreter über die Musik äußern zu können. Nur soviel sei noch gesagt: Die fünf jungen Musiker sind seit Ende letzten Jahres im Studio um ihr erstes reguläres Album aufzunehmen. Na ja ich bin ja schon gespannt, denn wenn sie es schaffen sollten ihre Klasse und das Können auf die Länge einer kompletten LP auszuweiten, dann dürfte uns ohne Zweifel ein Hammerteil bevorstehen!
weitere Infos zur Scheibe findet ihr unter www.forcesatwork.de 

Christian

Trackliste: 1. Vortex Phobia - 2. Harvest At The Bodyfarm - 3. The Benefit Of All My Senses Sharpened - 4. Versus - 5. Husk Of The Withered Moth

Thanks to Andreas @ Forces@Work

weitere Reviews über FORCES@WORK:
FORCES@WORK/ Cold Heart Canyon

Last Update: Sunday, 19. June 2005
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