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STYGMA IV/ Hell Within
  • Band: Stygma IV
  • Albumtitel: Hell Within'
  • Spielzeit: 64:05 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: NTS Records/ Point Music
  • Vergleichbare Bands: Metal Church, Yngwie Malmsteen, Dream Theater, Savatage
  • Veröffentlichung: ??.01.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Seit ihrem Debüt "Solum Mente Infirmis" (1998 unter dem Banner von STYGMATA) veröffentlichten die Österreicher mit schöner Regelmäßigkeit qualitativ hochwertige Alben. Trotzdem überrascht mich diese Band immer wieder aufs neue, denn was das Quartett um den Ausnahmesänger Ritchie Krenmaier und den Saitenvirtuosen Günter Maier auf ihrem neuesten Streich "Hell Within" bieten, sorgt für dermaßen viel Erstaunen, dass ich für die ersten Momente meine Kinnlade nicht mehr hoch bekomme. Mit dem thrashigen - durchaus melodischen - Opener "Mental Power", der von beeindruckenden Gitarrenriffs bzw. bedrohlichen Keyboards getragen wird, und dem abwechslungsreichen Doublebass-Hammer "Point Of No Return" (Orchester-Parts) sowie der 7minütigen Epic-Nummer "The Last Stand", die mit einer leicht progressiven Schlagseite zu glänzen weiß, haben die Herren aus unserem Nachbarland ein vielseitiges und heftiges Opener-Trio geschnürt, das die Erwartungen an die nächsten Songs in nahezu galaktische Höhen treibt. Doch mit der Metal-Hymne "Blackhole", die sich mit Sicherheit in der Live-Setlist der Band etablieren dürfte, scheinen die STYGMA IV mit spielerischer Leichtigkeit das verdammt hohe Niveau halten zu können. Bei dieser Nummer möchte ich besonders das filigrane Gitarrenspiel von Herrn Meier hervorheben, der wohl mittlerweile in seiner Heimat zu den besten seiner Zunft gehören dürfte. Als sehr spannende Sache kristallisiert sich auch der Titeltrack heraus, denn hier pendelt die Band lässig zwischen wuchtig-stampfenden Grooves und releaxten Passagen hin und her. Während die Herren zu Beginn dieser Nummer alles restlos in den Boden zu rammen scheinen, geht es im Mittelteil - untermalt von dezentem Doublebass-Spiel - relativ gefühlvoll zur Sache, um dann mit einem brillanten Gitarrensolo a la MALMSTEEN zum Höhepunkt zu kommen. Als nicht weniger gelungen erweist sich der balladeske Übergang ("March Of The Legions") zum cool groovenden und melodischen "Legions Of The Damned". Mit der Speed-Nummer "Night's Ascending" geben Krenmaier & Co. nochmals so richtig Gas, bevor sie mit dem wunderschönen "Another World" erstmals akustisch-balladeske und verspielte Klänge anschlagen. Mit "Shadowman" und "Tears" hingegen dürften sie die Herzen derjenigen höher schlagen lassen, die bombast- bzw. doom-lastige Kost zu ihrer Leib- und Magenspeise erkoren haben. Zum großen Finale haben sich STYGMA IV an einen wahren Klassiker herangewagt. Zwar kommt ihre Interpretation "Music" nicht an das legendäre Original von JOHN MILES heran, aber es ist ihnen geglückt, diese Nummer in ein ansprechendes Metal-Gewand zu kleiden. Abschließend kann man ohne Übertreibung sagen, dass unsere Nachbarn mit "Hell Within" ein wahres Meisterwerk - und somit ihr bis dato bestes Album - abgeliefert haben.

Sonny

Trackliste: 1. Mental Power - 2. Points Of No Return - 3. The Last Stand - 4. Blackhole - 5. Hell Within - 6. March Of Legions - 7. Legions Of The Damned - 8. Night's Ascending - 9. Another World - 10. Shadowman - 11. Tears - 12. Days Of Doom - 13. Music

mp3-Audio-Trailer for "Hell Within"

Thanks to Günter @ Stygma IV

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SPIDER MURPHY GANG/ Unplugged - Skandal im Lustspielhaus (Kult-Tipp)
  • Band: Spider Murphy Gang
  • Albumtitel: Unplugged - Skandal im Lustspielhaus
  • Spielzeit: CD 1: 65:28 min/ CD 2: 74:44 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: SPV Recordings/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Spider Murphy Gang, Chuck Berry, Elvis Presley, Hank Williams
  • Veröffentlichung: 26.01.2004
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Achtung Kult!!! Leute, wie doch die Zeit vergeht! Ich weiß es noch wie heute: Ich war gerade mal 13 Jahre alt, als SPIDER MURPHY GANG während ihrer "Dolce Vita"-Tour in Saaldorf (einer Nachbar-Gemeinde meiner Heimatstadt Freilassing) zu Gast waren. Während die bayrischen Rock 'N' Roller für den Großteil meiner damaligen Klassenkameraden schon zum "Kulturgut" gehörten, wurde ich erstmalig auf besagten Konzert mit der Band um Sänger/ Bassist Günther Sigl und Gitarrist Barny Murphy (bürgerlicher Name: Gerhard Gmell) konfrontiert. Seit jenem Abend gehörte SPIDER MURPHY GANG neben ELVIS PRESLEY zu meinem täglichen musikalischen Pflichtprogramm und waren letztendlich auch der Auslöser dafür, dass ich auch immer den härteren Klängen meine Aufmerksamkeit schenkte. Als Keyboarder Michael Busse (1988) und Schlagzeuger Frank Trojan (1992) die Band verlassen, entschwand auch mein Interesse an SMG. Vor kurzem verwirklichten sich die einzig verbliebenen Gründungsmitglieder Günther Sigl & Barny Murphy einen langgehegten Traum und brachten ein Unplugged-Set auf die Bühne, dass nicht nur die eigene Bandgeschichte Revue passieren lässt, sondern in dem sie zur Hälfte auch ihren Idolen Tribut zollen. Abgespielt hat sich das Specktakel in 16 Akten im Lustspielhaus zu München. Da die Karten für die insgesamt 16 Auftritte im Nu vergriffen waren, haben sich die beiden Bandköpfe dazu entschieden, die letzten vier Konzerte (08.10. - 11.10.2003) mitzuschneiden und die besten Momente auf der hier vorliegenden Doppel-CD zu verewigen. In den folgenden 140 min untermauern die SPIDERS nicht nur ihren Ruf als erstklassige Live-Band, sondern Frontmann Günther auch seine Qualitäten als herausragenden Entertainer, wie die witzig-charmanten Überleitungen zwischen den einzelnen Songs mehr als verdeutlichen. Den musikalischen Einstand gibt die Band mit einzigartigen Interpretationen der Rock 'N' Roll-Evergreens "Honky Tonk Blues" (HANK WILLIAMS), "Blue Suede Shoes" (CARL LEE PERKINS) und CHUCK BERRYs "Rock And Roll Music". Von letzterem wurde nicht nur Gitarrist Barny, der den Stil des Meisters ausführlich studiert hat, maßgeblich beeinflusst, sondern auch der gesamte Bandsound war in der Anfangzeit maßgeblich von den BERRYschen Elementen geprägt ("Rock 'N' Roll Schuah"). Es dürfte wohl jedem SMG-Fan klar sein, dass die Band die Songs ihrer Idole nicht nur einfach 1:1 nachspielt, sondern selbige auch geschickt in ihren eigenen typischen Sound verpackt , und - wenn nötig - auch perfekt mit ihrem eigenen Material detailverliebt erweitert. So haben die Herren z. B. ELVIS PRESLEYs ersten Hit "That's All Right" geschickt mit "Schickeria" verbunden und "Du Machst Mi High" geht im Mittelteil nahezu nahtlos in "Marina" (ROCCO GRANATA) über. "Ich Grüße Alle und den Rest der Welt" haben Sigl & Co. sogar so elegant in den Mantel des CANNED HEAT-Klassiker "Going Up The Country" gehüllt, dass man fast annehmen könnte, es wäre schon immer Bestandteil dieser Nummer gewesen. Musikalischen Ideenreichtum legt der Münchener Sechszylinder auch bei Songs wie "Johnny B. Goode" oder "Mir San Prominent" an den Tag. Während der CHUCK BERRY-Klassiker in ein relaxtes Samba-Gewand der Marke SANTANA gekleidet wurde, weiß die ironisch aufgebaute Nummer mit dem rockigen Hauch der SCHÜRZENJÄGER zu gefallen. Ebenfalls mit einer ordentlichen Portion Ironie wird "Renate (Du Konnst Mi Gern Ham)" vorgetragen, in diesem volkstümlich angelegten Song nehmen die vielseitigen Musiker die arrogante Volksmusik-Szene ordentlich auf die Hörner. Natürlich kommen auch die eigenen Klassiker nicht zu kurz, und wie man an "Wer Wird Denn Woana", "Mir San A Bayrische Band" und "Skandal Im Sperrbezirk" hört, haben diese Nummern auch im Unplugged-Sound nichts an Power und Reiz verloren. Perfekt abgerundet wird die Show durch die bayrische Version des THE CHORDS-Hits "Sh Boom" ("Sch-Bum ('S Leb'n Is Wair A Traum)") und als Zuckerl beinhaltet die Scheibe die stromlose Version von "Unterm Kastanienbaum", bei der man sich zu dieser Jahreszeit nichts sehnlicher als die nächste Biergarten-Saison herbeiwünscht (... der nächste Sommer kommt bestimmt ;-) Wem es im letzten Herbst nicht vergönnt war die SPIDER MURPHY GANG im Lusthaus erleben zu dürfen oder die Unplugged-Tour im Januar verschlafen hat, wird mit diesem Doppel-Album auf äußerst unterhaltsame Weise entschädigt. Also Augen und Ohren auf beim nächsten Plattenkauf, sonst versäumt ihr nicht nur eine wunderschöne Zeitreise durch die 25jährige Bandgeschichte, sondern auch Rock 'N' Roll-Klassiker im ungewohnten Soundgewand.

Sonny

Trackliste: CD 1:
1. Honky Tonk Blues - 2. Blue Suede Shoes - 3. Rock And Roll Music - 4. Rock N´Roll Schuah - 5. Johnny B.Goode - 6. That`s Allright/ Schickeria - 7. Mir san prominent - 8. Sommer in der Stadt - 9. Du machst mi high/ Marina - 10. Pfüati Gott Elisabeth - 11. Wer wird denn woana

CD 2:
1. Spann Stomp - 2. Rag Mop - 3. Blue Moon Of Kentucky - 4. Going Up The Country/ Ich grüße Alle und den Rest der Welt - 5. Wenn - 6. Mit`n Frosch im Hois und Schwammerl in de Knia - 7. Renate (Du konnst mi gern ham) - 8. Ich schau dich an - 9. Rock`N Roll Rendevouz/ Jailhouse Rock - 10. Mir san a bayrische Band - 11. Rock Around The Clock/ Skandal im Sperrbezirk - 12. Sch-bum (`S Leb`n is wiar a Traum) - 13. Unterm Kastanienbaum (Bonus-Tack)

Thanks to Julia @ SPV


VARIOUS ARTISTS/ Armageddon Over Wacken - live 2003

Review:
Was hatten wir im letzten Jahr doch für einen geilen Jahrhundert-Sommer. Neben dem endlos schönen Wetter und den nahezu tropischen Temperaturen, wurde die Festival-Saison nun schon zum 14tenmal mit dem legendären WACKEN OPEN AIR gekrönt. Wie jedes Jahr gaben sich auch 2003 national und international hochkarätige Bands verschiedenster Spielart und Couleur im hohen Norden von Deutschland ein erdbodenerschütterndes Stelldichein. Einen recht abwechslungsreichen und wohlumfassenden Querschnitt des Festivals hat das neue Metal-Label Armageddon Products - in enger Zusammenarbeit mit dem W:O:A Veranstaltungsteam & Productionscompany ICS GmbH - in Form der hier vorliegenden Doppel Live-CD an den Start gebracht. Auf den beiden Silberlingen tummeln sich nun große Haie und kleinere Fische aus dem Dark-/ Black Metal-, Thrash-, Power Metal-, Melodic Metal- und Hard Rock-Gewässern wie z. B. IN FLAMES ("Clayman"), GRAVEWORM ("Abhorrence"), HOLY MOSES ("Current Of Death"), SONATA ARCTICA ("8th Dommandment"), PRIMAL FEAR ("Angel In Black"), FREEDOM CALL ("Land Of Light"), SINNER ("Rebell Yell") oder VICTORY ("Are You Ready"). Aber es sind beileibe nicht nur englischsprachige Beiträge vertreten, denn mit den Folk-Rockern von SUBWAY TO SALLY ("Falscher Heiland") und dem Krawallbruder ONKEL TOM ("Diebels Alt") wird auch das Fähnchen des deutschsprachigen Liedgutes auf "Armageddon Over Wacken" aufrecht erhalten. Diese Compilation ist ein megastarkes Erinnerungsstück für alle Headbanger, die diesem großartigen Spektakel beiwohnen durften, aber auch ein schönes Dokument für all die jenen, die - aus welchen Gründen auch immer - das letztjährige W:O:A nicht miterleben konnten. Da auf diesem Doppeldecker 26 Bands/ Interpreten vertreten sind, und die ganze Sache als aufwendiges Digi-Pack (inkl. 24seitigem Booklet) für den Preis von einer einzelnen CD angeboten wird, ist der oft strapazierte Ausdruck "value for money" nicht gerade fehl am Platz. Des weiteren stellt dieses Doppelalbum den Auftakt einer Serie von mehreren "Armageddon Over Wacken"-Produkten dar. So folgen in den nächsten Monaten z. B. die DVD der 1. Wacken Roadshow sowie eine Wacken 2003-DVD. Also wir harren der Dinge, die da kommen!

Sonny

Trackliste: CD1: 1. IN FLAMES/ Clayman - 2. SUBWAY TO SALLY/ Falscher Heiland - 3. SONATA ARCTICA/ 8th Commandment - 4. GRAVEWORM/ Abhorrence - 5. SINNER/ Rebell Yell - 6. DEW SCENTED/ Cities Of The Death - 7. ROTTING CHRIST/ King Of A Stellar War - 8. METALIUM/ Pain Crawles In The Night - 9. SENTENCED/ Brief Is The Light - 10. SEVENTH ONE/ Hallowed Ground - 11. MALEVOLENT CREATION/ The Will To Kill - 12. DARK AGE/ Know Me Strong - 13. PRIMAL FEAR/ Angel In Black

CD 2: 1. LORDI/ Biomechanic Man - 2. HOLY MOSES/ Current Of Death - 3. APOKALYPTISCHE REITER/ Metal Will Never Die - 4. KATAKLYSM/ Illuminatic - 5. V8 WANKERS/ This One Is For You - 6. FREEDOM CALL/ Land Of Light - 7. VICTORY/ Are You Ready - 8. SYMPHORCE/ Slow Down - 9. TWISTED TOWER DIRE/ Axes And Honor - 10. CALLENISH CIRCLE/ Obey Me - 11. CIRCLE II CIRCLE/ Watching In The Silence - 12. RAISE HELL/ Wicked Is My Game - 13. ONKEL TOM/ Diebels Alt

Thanks to Britta @ ICS Germany

weitere Reviews über ARMAGEDDON OVER WACKEN:
VARIOUS ARTISTS/ Armageddon Over Wacken - live 2004


BALTIMOORE/ The Ultimate Tribute
  • Band: Baltimoore
  • Albumtitel: Ultimate Tribute
  • Spielzeit: 55:32 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Lion Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Baltimoore mit den unterschiedlichsten Einflüssen, Kingdom Come
  • Veröffentlichung: 26.01.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review
Wie der Titel dieser Scheibe schon verdeutlicht, handelt es sich bei "Ultimate Tribute" nicht um eine neue Studioscheibe aus der Feder von Björn Lodin, sondern um eine Auswahl von Songs, die dem Sänger und seinen Mannen besonders am Herzen liegen. Dass der Bandkopf solche Klassiker wie "Kill The King" (RAINBOW) oder "Never Say Die" (BLACK SABBATH) nicht einfach nur 1:1 umgesetzt hat, dürfte aufgrund seines markant-rauchigen Organs auch für keinerlei Verwunderung Anlass geben. Bedingt durch diese unverwechselbare Stimmlage erscheint z. B. "Freedom" einen Tick soullastiger als die ursprüngliche Version von Gitarrengott JIMI HENDRIX. Instrumentale Unterstützung bekam er bei dieser Scheibe von GLENN HUGHES-Klampfer Thomas Larsson, der bei "Samuria" (MSG) mit seinem brillanten Gitarrenspiel Herrn Michael Schenker das Fürchten lehren dürfte, sowie Tieftöner Weine Johansson und Schlagzeuger Ian Haugland (EUROPE). Diese Herren, die bereits die altbekannten Hits für "The Best Of Baltimoore" in neuen Glanz erscheinen ließen, sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich die Interpretationen von "She" (KISS) bzw. "Love Child" (DEEP PURPLE) groovetechnisch nicht hinter den Originalen verstecken zu brauchen. In diesem Stile hat sich die Band einem Dutzend Klassikern aus den 70ern angenommen und sie in einen wohlwärmenden BALTIMOORE-Mantel verhüllt, dass man wie z. B. beim MONTROSE-Hit "Rock Candy" fast annehmen könnte, es handele sich hierbei um eigenes Material. "Ultimate Tribute" schürt die Hoffnung, dass Herr Lodin auch mit eigenen neuen Nummern an die wieder Qualität früherer Tage anschließt. Dieses Album dürfte nicht nur für die Anhängerschaft von BALTIMOORE interessant sein, sondern auch für jeden, der sich mit der Rockmusik aus den 70er Jahren identifiziert.

Sonny

Trackliste: 1. Kill The King - 2. Rock Candy - 3. Beggars Day - 4. Never Say Die - 5. Samurai - 6. Freedom - 7. She - 8. Love Child - 9. Mississippi Queen - 10. Solid Gold Brass - 11. Riff Raff - 12. The Rocker

Thanks to Birgitt @ Germusica

weitere Reviews über BALTIMOORE:
BALTIMOORE/ X (Traditional Tipp/ October 2006)
BALTIMOORE/ Kaleidoscope
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STREAM/ Chasin' The Dragon
  • Band: Stream
  • Albumtitel: Chasin' The Dragon
  • Spielzeit: 67:12 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: spätere Dokken, Kiss zu "Carnival Of Souls"-Zeiten
  • Veröffentlichung: 26.01.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
STREAM wurde Mitte/ Ende der 80er als Solo-Projekt von Ausnahme-Gitarrist Peter Scheithauer in Frankreich gegründet. Bei diesem Projekt wirkten schon bekannte Musiker wie z. B. der Kurzzeit-ACCEPT-Sänger David Reece, Bassist Jack Wright (IMPELLITTERI, GUIFFRIA, ALICE COOPER) oder MR. BIG-Drummer Pat Torpey mit. Mitte der 90er konnte er für die Scheibe "Nothing Is Scared" neben den ehemaligen GUIFFRIA-Sängerknaben David Glenn Eisley auch Bob Daisley (Bass/ u. a. RAINBOW, OZZY OSBOURNE) und KISS-Schlagzeuger Eric Singer für die Rhythmusfraktion gewinnen. Diesen raren Silberling, der ursprünglich 1998 über das deutsche Label USG Records veröffentlicht wurde, bringen nun die belgischen Metal-Spezialisten Mausoleum Records unter dem Titel "Chasin' The Dragon" - gepaart mit 4 Bonus Tracks aus den früheren Alben - erneut auf den Markt. Musikalisch bekommen wir auf dieser Scheibe eine Mixtur aus Heavy Metal (Titeltrack) bzw. Hard Rock ("Snake Eyed Moon") der 90er Jahre serviert, die des öfteren mit einer alternativen Prise verfeinert wird. Neben dem exzellenten Gitarrenspiel von Monsieur Scheithauer, fällt auch die überaus starke Gesangarbeit von David Glen Eisley - die übrigens hervorragend zur etwas härteren Gangart passt - äußerst positiv ins Gewicht. Einerseits zeigt der facettenreiche Sänger, dass er in gewohnt rau-charmanter Manier stampfende - sowie balladeske - Klänge ("Rock Bottom") in Szene zu setzen weiß, andererseits zeugt das düstere "Camouflage", dass sein Organ auch verdammt gut mit modernen Doom-Klängen harmoniert. Den absoluten Höhepunkt erlebt "Chasin' The Dragon" mit der brillanten und Doom-lastigen Ballade "Fade To Black" und der folgenden Killer-Nummer "Bed Of Fire", das gut und gerne auf KISS' "Carnival Of Souls" stehen hätte können. Leider fällt das Album mit dem Instrumental "The Other Side" - das einmal mehr verdeutlicht, wessen Handschrift dieses Projekt trägt - und den vier zusätzlichen Nummern (darunter u. a. die beiden von David Reece eingesungenen Tracks "Tonight You Gonna Fly" und "In Your Lies"), die das produktionstechnische Niveau der ersten 10 Nummern nicht halten können, etwas nach unten ab. Nichtsdestotrotz dürfte die Scheibe nicht nur für die Fans von David Glenn Eisley zum Pflichtprogramm gehören, sondern auch für Freaks von gitarrenbetonten Heavy Rock.
Außerdem arbeitet Peter Scheithauer derzeit mit neuer Besetzung am Nachfolger, der voraussichtlich Ende des Jahres unter dem Titel "Metamorphosis" erscheinen soll. Von der Qualität des neuen Line-Ups können wir uns hoffentlich bald auf der geplanten Europa-Tour des Quartetts überzeugen.

Sonny

Trackliste: 1. Chasin' The Dragon - 2. Snake Eyed Moon - 3. Rock Bottom - 4. Camouflage - 5. Fade To Black - 6. Bed Of Fire - 7. Blood For Gold - 8. Far From The Madding Crowd - 9. The Other Side (instrumental) - 10. Still Believe (Touch Of A Stranger) - 11. Real World (bonus track) - 12. Heaven's Gate (bonus track) - 13. Tonight You're Gonna Fly (bonus track) - 14. In Your Lies (bonus track)

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


IMAGO MORTIS/ Vida: The Play Of Change
  • Band: Imago Mortis
  • Albumtitel: Vida: The Play Of Change
  • Spielzeit: 60:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Mausoleum Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Pain Of Salvation, Saviour Machine, Pink Floyd
  • Veröffentlichung: 26.01.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Wie schon der Name der Band erahnen lässt, handelt es sich bei IMAGO MORTIS (zu Deutsch: Bild des Todes) um eine Band, die sich den düsteren und schwermütigeren Klängen hingibt. Genauer gesagt widmet sich der brasilianische Fünfer, der 1999 mit "Images Fromt The Shady Gallery" seinen Einstand feierte, dem progressiv angelegten Doom Metal. Aber wenn man sich den Nachfolger "Vida: The Play Of Change" so richtig zu Gemüte führt, stößt man nicht nur auf Doom- ("Three Parchae"/ Killernummern!) und Prog-Elemente ("Long River"), sondern man wird auch mit symphonischen Passagen, akustischen Parts ("Insomnia") und wohldosierten Death Metal-Anleihen konfrontiert. Aber auch Thrash-Metal scheint für IMAGO MORITS kein Fremdwort zu sein, denn "Pain" erweist sich als erstklassiger Nackenbrecher mit progressiver Verspieltheit. Thematisch erzählt dieses Konzept-Album die Geschichte um den Todeskampf eines Menschen, der von der unheilbaren Krankheit Vadi heimgesucht wurde. Dieser Kampf zwischen Leben und Tod findet in der ergreifenden Ballade "Me And God" und in der Begegnung mit dem Teufel ("The Silent King") seinen musikalischen - wie thematischen - Höhepunkt. Während Sänger Alex Voorhees in der 7minütigen Ballade - in welcher der Protagonist der Geschichte bei Gott um eine letzte Chance fleht - sich von einer herzerweichenden, sanften Seite präsentiert, bringt er in letzterer Nummer die geballte Dramatik und Theatralik gekonnt auf den Punkt. Neben der enormen stimmlichen Bandbreite von Alex Voorhees muss man unbedingt das makellose Zusammenspiel der Band hervorheben. Leider hinterlässt die leiernde Abschlussnummer "Saudade" einen etwas faden Nachgeschmack, aber trotzdem lassen das gekonnt abwechslungsreiche Songwriting und die starke Produktion "Vida: The Play Of Change" zu einem wahren Meisterwerk avancieren. Ein eigenständiges Album mit künstlerisch hohen Anspruch, das aber trotzdem sehr frisch, unverbraucht und innovativ klingt.

Sonny

Trackliste: 1. Long River - 2. Central Hospital - 3. Three Parchae - 4. Pain - 5. Envy - 6. Me And God - 7. The Silent King - 8. Insomnia - 9. Terminal Christ - 10. Unchained Prometheus - 11. Saudade - 12. The Play Of Change (Multimedia track)

Thanks to Alfie @ Mausoleum Records


SHIVA/ Desert Dreams
  • Band: Shiva
  • Albumtitel: Desert Dreams
  • Spielzeit: 45:10 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: -
  • Veröffentlichung: 26.01.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Nachdem SHIVA Ende des vorletzten Jahres mit ihrem selbstbetitelten Album ein glänzendes und viel umjubeltes Debüt feiern konnten, war ich natürlich gespannt, ob das Duo Anette Johansson (Gesang)/ Mats Edström (Gitarren/ Keyboards) mit ihrem neuen Silberling "Desert Dreams" den hohen Erwartungen gerecht werden konnten. War der Vorgänger doch eher leichtverdaulich und eingängig, sind bei der neuen Scheibe - aufgrund der kraftvolleren und deutlich moderneren Gangart - doch einige Durchläufe mehr von Nöten. Aber die Geduld macht sich bezahlt, denn Nummern wie der mächtig treibende Opener "Mystery Of Mind", der schwermütige und modern-orientalisch untermalte Titeltrack oder der Kracher "Unjustify The Truth", der durchaus auch auf der letzten SKEW SISKIN-Scheibe hätte stehen können, erweisen sich als besonders nachhaltiges Material. Die stärksten Nummern hören aber auf die Titel "Losing My Child" und "Passanger Of Live". Während die eine durch ihre melancholisch-balladeske Stimmung und einer verdammten starken Gesangsleistung von Frau Johansson (Gänsehaut-Garantie) zu glänzen weiß, kann die andere mit sanften melodischen Klängen punkten. Auf diesem Album treffen abwechslungsreiche und ausdruckstarke feminine Vocals auf wuchtige und donnernde Gitarrenriffs. Abgerundet wird die Scheibe durch eine spritzig erfrischende Produktion und den fulminanten Rausschmeißer "Preacher". Fazit: Die Scheibe lässt sich schwer in eine der gängigen Schubladen einordnen, aber Liebhaber des kraftvollen und bombastischen Hard Rocks dürften sicherlich nur schwerlich an "Desert Dreams" vorbeikommen.

Sonny

Trackliste: 1. Mystery Of Mine - 2. Desert Dreams - 3. Unjustify The Truth - 4. Completetely Strangers - 5. Losing My Child - 6. Passengers Of Live - 7. Crucified - 8. Porno Star - 9. Dawning Of A New Horizon - 10. The Preacher

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über SHIVA:
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Shiva


THE WILD BOYS/ High Time
  • Band: The Wild Boys
  • Albumtitel: High Time
  • Spielzeit: 37:34 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands: BoysVoice, Crystal Ball, ZZ Top, Dire Straits
  • Veröffentlichung: 26.01.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Obwohl THE WILD BOYS schon seit Mitte der 70er aktiv sind, hat die Band mit
der hier vorliegenden CD erst Anfang 2004 ihr Debüt veröffentlicht, auf das ich erst vor kurzem durch den Beitrag "Minds Eye Diary" auf dem 7. Teil des "Munich’s Hardest Hits... Melodic Rock Is Back"-Samplers aufmerksam wurde. Auf "High Time" bietet das Trio aus Schiltach unterhaltsame, erdige und frische Rockmusik, die sich einerseits mit ZZ TOP meets DIRE STRAITS (Titeltrack) umschreiben lässt, andererseits aber auch an die Anfangstage von BOYSVOICE ("Wild Boys Rap"/ "Asian Eyes") oder CRYSTAL BALL ("Cheap Tricks"/ ein Ohrwurm vor dem Herrn!) erinnert. So verbreiten Hanse (Gitarre, Gesang), Nando (Bass, Gesang) & Jusy (Drums, Percussion) über 12 Nummern – ohne jeglichen Durchhänger – verdammt gute Laune, die vor allem durch die charmant-raubeinige Version des BACKSTREET BOYS-Megahits "Quit Playing Games", die Mitsing-Hyme "Let It Out" und die pfeffrige Umsetzung des SWEET-Klassikers "Wig Wam Bam" ohne jeden Umweg sofort auf den Zuhörer überschwappt. Außerdem entpuppt sich "Minds Eye Diary" nach ein paar Durchläufen als Groover allererster Güte. Musikalisch und songwritertechnisch ist also alles im tiefgrünen Bereich... und die Produktion???... na was wohl?... vom Feinsten natürlich!!!
Alsdann, schnell auf www.thewildboys.net surfen und das Teil sofort ordern!

Sonny

Trackliste: 1. Wild Boys Rap - 2. Asian Eyes - 3. Cheap Tricks - 4. Shadows - 5. Quit Playing Games - 6. Let It Out - 7. Minds Eye Diary - 8. Wig Wam Bam - 9. Drunken Sailer - 10. Dreams - 11. High Time - 12. 40 (bonus track)

Thanks to Jusy @ The Wid Boys


PUMP/ Against Everyone's Advice
  • Band: Pump
  • Album: Against Everyone’s Advice
  • Spielzeit: 51:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Neon Knights/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Whitesnake, Dokken, Boysvoice
  • Veröffentlichung: 21.01.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Als ich das Cover der hier vorliegenden Scheibe zum erstenmal sah, dachte ich: „Oh je! Da hat mir unsere Chefin doch glatt eine Nu-Rock/ Metal-Scheibe zum Beschreiben zugedacht.“ Doch weit gefehlt, denn schon die ersten Takte des stampfenden Openers "Dangerous" verdeutlichen mal wieder, dass man nicht unbedingt von der Verpackung auf den Inhalt schließen sollte. Auf ihrem Erstling "Against Everyone’s Advice" stellen uns PUMP elf Nummern vor, die im typischen 80er Hard/ Heavy Rock-Sound der Marke WHITESNAKE meets DOKKEN mächtig in den Allerwertesten treten. Nummern wie der bodenerschütternde Groover "Shake", der mahnende Rocker "No Fight – No Glory" und der leichte speedige Rausschmeißer "Heaven Cries" gehen sofort ins Ohr und dürften das Blut jedes Traditionalisten zum Kochen bringen. Lediglich mit der Acoustic-Nummer "It’s Too Late" und der Gänsehaut-Nummer "I’m Free", in denen Ex-BRAINSTORM-Shouter Marcus Jürgen des Öfteren an David Coverdale erinnert, schlägt der Fünfer bedeutend ruhigere Töne an. Leider hat sich mit dem monoton-stampfenden "Shake" auch eine etwas schwächere Nummer eingeschlichen.

Sonny

Trackliste: 1. Dangerous - 2. Inside Out - 3. Wasted - 4. It's Too Late - 5. Reckless - 6. Shake - 7. No Fight - No Glory - 8. No Fool Like You - 9. I'm Free - 10. Waiting For The Moment - 11. Heaven Cries - 12. Blood Red Skies

weitere Reviews über PUMP:
PUMP/ Breakdown To Breakthrough


LANA LANE/ Winter Sessions
  • Band: Lana Lane
  • Albumtitel: Winter Sessions
  • Spielzeit: 58:28 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Think Tank Media/ Empire Music
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: 21.01.2004
  • Wertung: 10/ 10

Review:
Noch liegen uns die wunderschönen Klänge ihrer genialen "Covers Collection" in den Ohren, da kommt die Queen des Symphonic/ Prog Rocks schon mit ihrem nächsten Streich auf den Markt. Das abermals faszinierende Werk hört auf den Namen "Winter Sessions" und beherbergt neben sieben - vorwiegend ruhigen bisweilen melancholischen - Eigenkompositionen (bzw. aus der Feder von Göttergatten ERIK NORLANDER) erneut einige Coverversionen, die Mr. NORLANDER auf seine unverkennbare Weise umarrangiert hat und dementsprechend von LANA LANE gefühlvoll und ausdruckstark interpretiert werden. Die bekanntesten Vertreter dieser Spezies sind ohne Zweifel "A Whiter Shade Of Pale" und "California Dreaming". Während der PROCOL HARUM-Klassiker doch ziemlich nahe am Original orientiert ist, ist der MAMAS & PAPAS-Hit in ein leicht jazziges Gewand gekleidet. Apropos Jazz: in den beiden anderen Coverversion "I'll Be Seeing You" und "I'll Wind (You're Blowin' Me No Good)" geht Mrs. LANE - äußerst gekonnt - ihrer Vorliebe für Jazz-Music nach. Dass es auf "Winter Sessions" aber nicht nur sanft und balladesk zugeht, davon zeugen der recht quirlige Uptempo-Rocker "December Moon" und "Carry Me Home", das mit einem brillant eingängigen Chorus, einer genialen Bridge und zwei atemberaubenden Gitarren-Soli aufwartet. Des weiteren bieten sich die beiden Epic-Balladen "Spirit Of Gypsy" und "Carnivale (Let It Rain)" als wertvolle Begleiter für einen kuscheligen Winterabend an. Natürlich eignet sich dieses Konzept-Album nicht nur für einen gemütlichen Winterabend, sondern "Winter Sessions" verbreitet seine Magie auch nach einem stressigen Arbeitstag. - Ein wahres Meisterwerk, egal zu welcher Jahreszeit.

Sonny

Trackliste: 1. What A word - 2. Spirit Of The Gypsy - 3. A Whiter Shade Of Pale - 4. December Moon - 5. I'll Be Seeing You - 6. Carnivale (Let It Rain) - 7. Carry Me Home - 8. I'll Wind (You're Blowin' Me No Good) - 9. California Dreamin' - 10. Winter Song - 11. Terminus Pro Tempore

Thanks to Erik @ Think Tank Media

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TIERRA SANTA/ Las Mil Y Una Noches
  • Band: Tierra Santa
  • Albumtitel: Las Mil Y Una Noches (5 track promo)
  • Spielzeit: 22:41 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb:Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Iron Maiden
  • Veröffentlichung: 20.01.2004
  • Wertung: keine Bewertung

Review:
TIERRA SANTA haben mit ihren bisher fünf veröffentlichten Studioalben nicht nur den Metal aus Spanien salonfähig gemacht, sondern konnten auch auf ihren vielen Konzerten jenseits der spanischen Pyrenäen ihren Ruf als beeindruckender Live-Act manifestieren. Nun flattert dieser Tage unter dem Titel "Las Mil Y Una Noches" (zu Deutsch: Tausend und eine Nacht) das langerwartete Live-Album des Vierers um den sympathischen Sänger Angel in die Läden. Leider enthält die mir vorliegenden Promo-CD nur 5 Songs (???) aus einem Album, welches sich eigentlich über zwei CDs und 20 Songs erstreckt, und somit bleibt auch eine treffende Gesamtbewertung ein Ding der Unmöglichkeit. Zugegeben, die Klasse der dargebotenen Nummern wie "La Conción Del Pirata" (aus "Tierres Del Leyenda") oder "Sodoma Y Gomora", das sich als wahrer Live-Killer entpuppt, lassen einen verdammt starken Live-Doppeldecker erwarten. Auch das extrem eingängige "Juana De Arco" und das speedig dargebotene "Hamlet" blasen in das selbe Horn. Dennoch sollte sich jeder selbst zum Plattendealer bemühen, um einen relevanten Gesamteindruck von dieser Scheibe zu gewinnen. Sorry, aber aufgrund der oben beschriebenen Umstände kann ich euch diesmal nicht mehrverraten.

Sonny

Trackliste: 1. Mi Tierra - 2. La Canción Del Pirata - 3. Sodoma Y Gomorra - 4. Juana De Arco - 5. Hamlet

Thanks to Julia @ Flying Dolphin

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STREET TALK/ Destination
  • Band: Street Talk
  • Albumtitel: Destination
  • Spielzeit: 76:45 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Journey, Henry Lee Summer, Police
  • Veröffentlichung: 19.01.2004
  • Wertung: keine

Review:
Mit Best Of-Alben ist es immer so eine zwiespältige Sache. Ob eine Band schon nach drei Studioalben eine derartige Compilation auf den Markt bringen soll, darüber scheiden sich wohl die Geister. Während die eine Fraktion derartige Veröffentlichungen den Studioalben vorzieht, legt die andere mehr auf die einzelnen Scheiben wert. STREET TALK, die schwedische Band um Songwriter/ Keyboarder Fredrik Bergh und Sänger Göran Edman (ex-YNGWIE MALMSTEEN/ KHARMA), lässt nun mit "Destination" ihre erste Best Of-Scheibe aufs hungrige AOR-Volk los. Die Trackliste bietet einen wunderbaren Querschnitt über die bisherige Schaffensperiode der Band und erstreckt sich über sämtliche Alben. Aus dem hochgelobten Debüt haben es beispielsweise "If You Say It's Over", das von der instrumentalen Ausrichtung stellenweise an POLICE erinnert, und der handfeste AOR-Stampfer "Walk Away From Love" auf "Destination" geschafft. Vom Nachfolger "Transition" tummeln sich u. a. die Hymne "Ye Gods And Little Fishes" und der Schleicher "Need Someone", der gut und gerne auf einer der 80er Scheiben von HENRY LEE SUMMER hätte stehen können, unter den 18 auserwählten Tracks. Der Großteil der Nummern (6 Stück) stammt allerdings vom letzten Album "Restoration", wovon sich die herzerweichende Ballade "My Heart Beats For You" und die wunderschöne Midtempo-Nummer (in bester JOURNEY-Manier) "Why Is My Heart Feeling Lonley Tonight" positiv hervortun. Diese beiden Songs hat Goldkelchen HUGO (ex-OPEN SKYZ/ VALENTINE) mit seinem atemberaubenden Organ veredelt. Vervollständigt wird das Album mit den beiden Japan-Bonus Tracks von "Transition" und zwei neu aufgenommen Songs. Bei den Bonussen handelt es sich um die verspielten Instrumentals "I Always Remember" und "After The Tears", die sich als ausschmückendes Beiwerk erweisen. Das neue Material dürfte jeden AOR-Freak voll begeistern, denn der flotte Opener "Astray" und das groovende "Made For Paradise" kommen richtig griffig aus den Lautsprechern. Aufgrund der beiden Japan-Nummern und der zwei neuen Tracks dürfte "Destination" nicht nur für Genre-Einsteiger, sondern auch für Sammler ziemlich interessant sein. Hier wird auf alle Fälle jede Menge fürs sauerverdiente Geld geboten.

Sonny

Trackliste: 1. Astray (unreleased/ new 2003 recording) - 2. Tables Turning - 3. Ye Gods And Little Fishes - 4. Dancer In The Rain - 5. Made For Paradise (unreleased/ new 2003 recording) - 6. Hare And Hounds - 7. Need Someone - 8. Language Of Love - 9. If You Say It's Over - 10. Someday (I'll Get Over You) - 11. After The Tears (instrumental/ Japanese Bonus Track from "Transition") - 12. Walk Away From Love - 13. My Heart Beats For You - 14. Could You Be The Only One - 15. If Anybody Breaks Your Heart - 16. Standing In The Rain - 17. Why Is My Heart Feeling Lonely Tonight - 18. I'll Always Remember (instrumental/ Japanese Bonus Track from "Transition")

Thanks to Sebastian @ MTM Music

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STREET TALK/ V


ERIC MARTIN/ Destroy All Monsters
  • Band: Eric Martin
  • Albumtitel: Destroy All Monsters
  • Spielzeit: 48:54 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Mr. Big
  • Veröffentlichung: 19.01.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
Nachdem uns ex-MR. BIG-Shouter ERIC MARTIN erst vor kurzem mit seiner Acoustic-EP "Pure" den vergangenen Sommer versüßt hat, legt er uns nun mit "Destroy All Monsters" sein fünftes Solo-Album vor. Diese Scheibe bietet bereits wie der Vorgänger "I'm Goin' Sane" prickelnd moderne und eingängige Rockmusik, ohne aber in irgendeiner Weise Verrat an seinen Wurzeln zu begehen. So tendiert z. B. die fetzige Nummer "Kansas" eher in die Richtung von "Sucker For A Pretty Face" bevor es mit flotten "Woke Up 2 Late" und dem Midtempo-Stampfer "Janie Won't Open" in eine deutlich modernere Ecke geht. Auf diesem Album kommen aber mit "You're To Good For Him" auch die akustischen Momente nicht zu kurz. Mit dieser von spanischen Flair umgebenen Ballade und der reggaelastigen Nummer "I Can Die Now", dürfte der ewige Jüngling mit Sicherheit wieder so einige Frauenherzen zum Schmelzen bringen. Richtig krachen lässt Ausnahme-Vokalist mit "Something There" und "What If", das dem Silberling mit punkig-bizarren Momenten eine rotzige Würze verleiht. Das abschließende "If" schlägt so ziemlich in die gleiche Kerbe bzw. ist sogar noch einen Zacken schneller und beweist, dass der mittlerweile fast 44jährige noch jede Menge Pfeffer im Hintern hat. Wer sich schon mit dem Vorgänger pudelwohl fühlte, dürfte an "Destroy All Monsters" ebenfalls seinen Gefallen finden. Eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Scheibe.

Sonny

Trackliste: 1. What's The Worst That Can Happen - 2. Kansas - 3. I Woke Up 2 Late - 3. Janie Won't Open - 4. Where Are You - 5. You're Too Good For Him - 6. Living In Black And White - 7. Something There - 8. What If - 9. I Can Die Now - 10. Burnin' My Mind - 11. If

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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ERIC MARTIN/
Pure


INNERSELF/ Emotional Disorder
  • Band: Innerself
  • Albumtitel: Emotional Disorder
  • Spielzeit: 50:26 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: stellenweise Sepultura, Slayer, Pantera, Metallica
  • Veröffentlichung: 19.01.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Kennern der spanischen Underground-Szene dürfte evtl. die Band LIVIATHAN ein Begriff sein. Dieses Quintett wagte 2001 unter den Namen INNERSELF einen Neuanfang. Auf ihrem Debüt "Emotional Disorder" bieten sie uns eine aggressive Kreation aus Thrash & Hardcore Metal, deren Reiz in einfachen Arrangements und klassisch angelegten Metal-Riffing liegt. Hin und wieder schimmert - aufgrund dezent eingestreuter Electro-Elemente und Samples - etwas modernere Härte durch, die besonders in Songs wie "Hate Feets Hate" und "Change The World" (Groove-Hammer) zum Tragen kommt. Stellenweise hört sich die Scheibe so an, als hätte man Schlagerröhre HANS HARTZ mit einer Hardcore Metal-Band ("Hear Me") im Studio eingesperrt, denn das Reibeisenorgan von Sänger Fernando Mateos liegt auf der gleichen Wellenlänge, wie die des deutschen JOE COCKERs. Ihre besten Momente haben INNERSELF mit der Riff-Attacke "To Destroy Me Live", dem episch angelegten "Words Without Words" und dem melodischen Thrasher "More Than You Deserve". Obwohl auf dieser Scheibe kein Füller auszumachen ist, vermisst man auch nach mehreren Durchläufen den letzten Kick, der ein Killer-Album ausmacht. Was aber nicht heißen soll, dass INNERSELF mit "Emotional Disorder" kein ordentliches Debüt abgeliefert haben, sondern das in der Band einfach noch vielmehr steckt, als sie auf diesem Album von sich preisgibt. Ich bin mir sicher, dass diese Band ihren Weg machen wird. Vorerst gibt's fette 7 Punkte.

Sonny

Trackliste: 1. Desperate - 2. Hate Feeds Hate - 3. Ebola - 4. Hear Me - 5. Man Used To Be - 6. To Destroy My Life - 7. Deathmaster - 8. Change The World - 9. Words Without Worth - 10. More Than You Deserve - 11. Dead Calm

Thanks to Julia @ Flying Dolphin


LAST AUTUMN'S DREAM/ Last Autumn's Dream
  • Band: Last Autumn's Dream
  • Albumtitel: Last Autumn's Dream
  • Spielzeit: 52:52 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/ Soulfood
  • Vergleichbare Bands: Europe, Treat, Fair Warning, Bad Habbit
  • Veröffentlichung: 19.01.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Es ist gerade mal ein Jahr her, dass der schwedische Sänger/ Songwriter mit seinem 4. Solo-Album "The Gift" äußerst positiv überraschte. Jetzt hat er sich mit ex-FAIR WARNING-Saitenzupfer Andy Malecek und den EUROPE-Recken Mic Michaeli (Keyboards), John Leven (Bass) sowie Schlagzeuger Ian Haughland zusammengetan und bringt unter dem Banner LAST AUTUMN'S DREAM eine Scheibe an den Start, die so ziemlich genau in die Schnittmenge der genannten Bands fällt. Allerdings braucht es ein Weilchen bis der Funke auf den Zuhörer richtig überspringt, denn die ersten vier Songs sind zwar gute Melodic Rock-Hausmannskost, aber sind doch auf etwas lauer Flamme zubereitet. Unter dem Topf beginnt das Feuer erst mit der eingängigen Midtempo-Nummer, die mit einem schönen A Cappella-Intro eingeleitet wird, zu lodern. Die folgende erdige Rocknummer "Talk To Me" entwickelt sich nach einleitendem Riffgewitter aufgrund des mitreißenden Refrains und der tollten Chöre zu einer wahren Hymne mit Mitsing-Charakter. Mit "The One" - hingegen - sorgen die Herren für eine ordentliche Portion Gänsehaut-Feeling, bevor sie mit dem modern-melodischen "Never Let Go You" tempotechnisch wieder einen Zahn zulegen. Nach mehreren Durchläufen kristallisiert sich der mitreißende Stampfer "High Up" (geniales Gitarrensolo) als Highlight des Albums heraus. Leider drehen die Herren bei den letzten zwei Songs ("Movin' On"/ "Going Home") die Flamme etwas zurück. Somit bleibt unterm Strich ein solides Melodic Rock-Album, das den Fans des Genres sicher einige Freude bereiten, aber sicherlich nicht vom Hocker reißen wird.

Sonny

Trackliste: 1. Again And Again - 2. Doin' Time (bonus track) - 3. Guardian Angel - 4. Brak The Chains (Of Destiny) - 5. Blink Of The Eye - 6. Talk To Me - 7. The One - 8. I Never Let You Go - 9. High Up - 10. Movin' On - 11. Going Home

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion

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LAST AUTUMN'S DREAM/ Winter In Paradise
LAST AUTUMN'S DREAM/
II


VARIOUS ARTISTS/ Influences & Connections Vol. 1: Mr. Big

Review:
Mit "Influences & Connections" startet das Italienische Label Frontiers eine neue Serie, in der wegweisende Bands der Rockszene gehuldigt werden. Den gelungenen Auftakt macht man mit der amerikanischen Ausnahmetruppe von MR. BIG. Auf dem Silberling werden 13 der größten Hits dieser Band von verschiedenen Interpreten präsentiert, die entweder MR. BIG maßgeblich beeinflusst haben, oder ihnen ziemlich nahe standen. Neben den Originalmitgliedern Billy Sheehan (Bass), Pat Torpey (Drums) und Richtie Kotzen (Gitarre) gaben sich Ausnahmesänger(innen) wie Paul Rodgers (BAD COMPANY), JOE LYNN TURNER ("Colorado Bulldog"/ "Daddy, Brother, Lover, Little Boy") oder Ann Wilson (HEART), die durch ihr unverkennbar charmantes Organ "Promise Her The Moon" mit frischen Flair umgibt, ein gelungenes Stelldichein. Als besondere Ohrschmeichler erweisen sich die Balladen "Wild World" (intoniert von Mr. "Wonderful" JOHN WAITE) und "To Be With You", welches mehr als eindrucksvoll von Richie Kotzen dargeboten wird und irgendwie noch viel reizvoller als das geniale Original aus den Lautsprechern kommt. Außerdem verhelfen Mickey Thomas (STARSHIP) und GLENN HUGHES dem einfühlsamen "Just Take My Heart" bzw. den Rocker "Price You Gotta Pay" zu neuen Glanz. Aber wie oft auf derartigen Scheiben ist auch auf "Influences & Connections Volume 1: Mr. Big" nicht alles Gold was glänzt. So erweisen sich die Versionen von "Take That Cover" (Dough Pinnick/ KING'S X) oder "Addicted To That Rush" (Billy Sheehan) als leichte Stimmungskiller, während MR. BIG-Schlagzeuger PAT TORPAY mit "Crawl Over Me" auch als Sänger eine verdammt gute Figur macht. Aber nicht nur erstklassige Sänger sind auf dieser Scheibe zum Zuge gekommen, sondern mit Steve Lukather (TOTO), YNGWIE MALMSTEEN oder Marty Friedman (ex-MEGADETH) haben einige Ausnahmegitarristen ihre diversen Solos beigesteuert. Insgesamt gesehen muss man Frontiers Records zu einem mehr als gelungenen Start ihrer neuen Serie gratulieren! Man darf schon neugierig sein, welche Band/ Interpreten das Label auf Vol. 2 zum Thema macht?

Sonny

Trackliste: 1. Mr. Big (feat. PAUL RODGERS) - 2. Take Cover (feat. members of KING'S X) - 3. Colorado Bulldog (feat. JOE LYNN TURNER) - 4. Wild World (feat. JOHN WAITE) - 5. Price You Gotta Pay (feat. GLENN HUGHES) - 6. Promise Her The Moon (feat. ANN WILSON) - 7. Addictid To That Rush (feat. BILLY SHEEHAN) - 8. JUST TAKE MY HEART (feat. MICKEY THOMAS) - 9. Shine (feat. DOGSTAR) - 10. Crawl Over Me (feat. PAT TORPEY) - 11. To Be With You (feat. RICHIE KOTZEN) - 12. Grenn-Tinted Sixties Mind (feat. DONNIE VIE) - 13. Daddy, Brother, Lover, Little Boy (feat. JOE LYNN TURNER)

Thanks to Sandra @ Undercover Promotion


Wuthering Heights - Far From The Madding Crowd
  • Band: Wuthering Heights
  • Albumtitel: Far From The Madding Crowd
  • Spielzeit: 61:17 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Locomotive Music/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Blind Guardian, Symphony X, Rhapsody
  • Veröffentlichung: 19.01.2004
  • Bewertung: 9/ 10

Review:
Sie hören sich an wie Blind Guardian, sind es aber nicht. Der erste Song (Intro) erinnert schwer an GARY MOOREs "Wild Frontier"-Album! Aber spätestens nach dem 3. Song wird jedem klar, daß das Five-Pack um Eric Raven keine billigen Nachahmer ihrer Vorbilder sind, sondern durchaus ihren ganz eigenen Stil besitzen! Das gesamte Album ist sowieso etwas straighter und nicht so melodiös und verspielt wie es bei BLIND GUARDIAN der Fall wäre. Der Fünfer aus Skandinavien verwöhnt unser Gehör mit rasant gespielten Übergängen, orchestralen Klängen und Power-Riffs der Güteklasse A. Wobei auf keinen Fall das musikalische Können unterbewertet werden darf, denn hier sind wirklich Meister ihres Fachs am Werk. Jeder Song reiht sich übergangslos an den nächsten, so daß beim Hörer der Eindruck entsteht, er würde ein einziges, ewig langes Lied genießen. Und man kann hier wirklich von Genuß sprechen, denn es ist alles bis auf den letzten Ton perfekt in Szene gesetzt! Herausragende Songs sind: "Gather Ye Wild", das ich ja oben bereits angesprochen habe, und das mit seinen 2 Minuten zwar kurze aber sehr imposant inszenierte Intro. "Tree", der mit Doublebass unterlegte, mit tollen Melodien aufgewertete Song stellt wohl das Highlight dieser CD dar. Ebenso zu empfehlen sind die beiden Songs "Longing For The Woods 1 & 2", die sehr an "Barth Song" von BLIND GUARDIAN erinnern. Alles in allem wird hier jeder Heavy-Metal-Messias voll bedient.
Nicht lange Geld zählen - einfach kaufen! Ein absolutes MUSS!!! schon am Anfang des Jahres!

Christian

Trackliste: 1. Gather Ye Wild - 2. Road Goes Ever On - 3. Tree - 4. Longing For The Woods Pt. 1: The Wild Children - 5. Highlands Wind - 6. Longing For The Woods Pt. 2: The Ring Of Fire - 7. The Bollard - 8. Bad Hobbits - 9. Longing For The Woods Pt. 3: Herne's Prophecy - 10. Land Of The Olden Glory - 11. Lament For Lóren

Thanks to Julia @ Flying Dolphin

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WUTHERING HEIGHTS/ The Shadow Cabinet


HANK!/ What's Up?
  • Band: Hank
  • Albumtitel: What´s up?
  • Spielzeit: 46:02 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: TTS Media/ Al!ve
  • Vergleichbare Bands: Doompla , Farmer Boys
  • Veröffentlichung: 19.01.2004
  • Wertung: 8/ 10

Review:
Ruhrpott-Rock 'N' Roll der etwas besseren Art! Die drei Musiker, die sich hier zusammengefunden haben (alle heißen mit Vornamen übrigens Hank), sind durch die Bank sehr erfahrene Musiker, die schon vorher bei diversen Projekten live- und Studioerfahrungen sammeln konnten, ehe sie ihre gemeinsame Band in Sachen Kick Ass-Rock 'N' Roll gründeten! Zahlreiche Eigenkompositionen, die Elemente wie Melodic, Rhythmus und harte Grooves miteinander verschmelzen lassen, befinden sich auf ihrem Debutalbum "What´s up?". Das auch durch eine simple, aber sehr effektive Produktion besticht und zu überzeugen weiß. Herausragende Songs sind: "Dark Side Of Paradise", das etwas an GUNS N' ROSES-Nummern erinnern kann; "Hell Is Human", der wohl härteste Song auf der ganzen Scheibe. Und mein persönlicher Favorit: "Anybody There", eine gelungene Halbballade, die den gewissen Tiefgang besitzt! 2004 wird wohl ein tolles Konzertjahr für die HANKs werden, die ab Februar auf ausgiebiger Clubtour bei uns zulande unterwegs sind und die durch ihren aktuellen Silberling wohl viele neue Fans dazugewinnen werden.
Für alle Fans von Kick Ass Rock 'N' Roll ein Muss, zudem die Scheibe zu einem regulären Preis von unter 10 € im Handel erhältlich sein wird. Da lacht der Geldbeutel ;-)

Christian

Trackliste: 1. Devils Gift - 2. Be My Girl - 3. Free - 4. Dessidents Of Love - 5. Down On Me - 6. Anybody There? - 7. Freeze Me - 8. Clarity - 9. Darkside of Paradise - 10. Hell Is Human - 11. Taste Of Freedom

Thanks to Sönke @ TTS Media


GLASS HAMMER/ Shadowlands
  • Band: Glass Hammer
  • Albumtitel: Shadowlands
  • Spielzeit: 58:08 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Arion Records/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: Kansas, Yes, Spock's Beard, Genesis
  • Veröffentlichung: 14.01.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Nachdem ich erst kürzlich einen Ausritt auf ungewohnten Terrain gewagt habe, verschlägt es mich mit der Beschreibung der hier vorliegenden Scheibe erneut in progressive Gefilde. Obwohl die Band um die beiden Köpfe/ Multi-Instrumentalisten Steve Bab und Fred Schendel mit "Shadowlands" schon ihr achtes Album (inkl. einem Live-Album) veröffentlicht hat, ist mir von GLASS HAMMER bisher nichts zu Ohren gekommen. Ein erster Blick auf die Tracklist lässt exzessiven Prog-Rock erwarten, der sämtliche Klischees des Genres abdeckt, denn ganze fünf Nummern erstrecken sich über die Spielzeit von knappe einer Stunde. Aber anstatt der erwarteten Frickel-, Schrammel- und Hammond-Orgien überraschen die Amerikaner beim Opener "So Close, So Far" mit akustischen und folklastigen Klängen, der über wunderschöne Harmonien zwischen den diversen Tasteninstrumenten und Gitarren fast nahtlos in klassisch-symphonische Strukturen übergeht. Dass die Keyboards im Sound von GLASS HAMMER eine sehr gewichtige Rolle spielen, kommt besonders in "Run Lisette" zum Tragen. Getragen von melodisch-seichten Keyboard- und Orgel-Klängen, sowie elegant eingestreuten Streicherpassagen, schleicht sich diese Nummer gekrönt von engelsgleichen Backing Vocals (Bethany Warren) durch die Gehörgänge. Ich will jetzt aber nicht den Eindruck erwecken, dass hier nur eine starke Instrumental-Fraktion am Werk ist. - Nein, denn mit Walter Moore und Susie Bogdanowicz wissen die Tenneseer zwei gute Vokalisten in ihren Reihen, die nicht nur als ausschmückendes Beiwerk im Bandsound agieren, sondern auch ein wichtiges Zahnrad im Uhrwerk von GLASS HAMMER bilden. Obwohl sich das gesamte Album auf einem ziemlich hohen Niveau abspielt, vermögen "Farewall To Shadowlands" und das folgende "Longer" den bereits erwähnten Nummern nicht das Wasser zu reichen. Als musikalisches Kunstwerk erweist sich allerdings das 20minütige "Behind The Great Beyond", denn trotz der äußerst beachtlichen Länge wirkt dieses Epos zu keinem Zeitpunkt langatmig oder gar ermüdend. Hier ist einfach Abwechslung groß angesagt, denn kaum hat man sich zu Beginn an die klassische Hausmusik gewöhnt, wird man von dominant-röhrendenden Keyboards, "singenden" Gitarren, Synthesizern a la JEAN MICHEL JARRE oder mittelalterlichen Akustikklängen überrascht. Fans von symphonisch angelegten Neo-Prog sollten sich "Shadowlands" auf keinen Fall entgehen lassen und am besten gleich unter
www.justforkick.de vorbeischauen.

Sonny

Trackliste: 1. So Close, So Far - 2. Run Lisette - 3. Farewell To The Shadowlands - 4. Longer - 5. Behind The Great Beyond

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music

weitere Reviews über GLASS HAMMER:
GLASS HAMMER/ The Inconsolable Secret


MICHAEL ERNST/ Excalibur
  • Band: Michael Ernst with Alan Parsons & Chris Thompson
  • Albumtitel: Excalibur
  • Spielzeit: 49:20 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Point Music
  • Vergleichbare Bands: Alan Parsons Project, FarCorperation, Blue System
  • Veröffentlichung: 12.01.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Seit diese Promo-Scheibe zum erstenmal in meinem CD-Player gelandet ist, konnte sie selbigen nur unter schwierigsten Umstanden und nach zigfacher Dauerrotation verlassen. Das Faszinierende an dieser Scheibe ist nicht nur alleine das Konzept, welches sich um das sagenumwobene Schwert Excalibur dreht, sondern vielmehr die äußerst gelungene Vermengung der verschiedensten Musikelemente und Einflüsse. Auf "Excalibur" geben sich angefangen von Worldmusic ("Time To Change") und Gospel ("Every Dream Will Have It's Day") über sakrale Gesänge ("Stop") und Klassik bis hin zum Pop und zur ruhigen Rockmusik, die verschiedensten Musikrichtungen ein Stelldichein. So lassen sich auf dieser Scheibe Einflüsse von BLUE SYSTEM (Titeltrack, "Magic"), FARCORPORATION und anderen Frank Farian-Projekten ("Back Again", "People Shall Be Free") oder ALAN PARSONS PROJECT ("A Long, Long Time Ago") nicht verleugnen. Im Falle der herzzerreißenden Ballade "Goodbye" fühlt man sich sogar des öfteren an BETTE MIDLERs "From A Distance" erinnert. Ich will durch diese Vergleiche jetzt aber nicht den Eindruck erwecken, dass es sich bei diesem Album um einen lauwarmen Aufguss vergangener Tage handelt. - Nein, im Gegenteil! Diese verschiedenen Elemente hat man mit aufwendigen - gut ausarrangierten - orchestralen Parts ("Magic", "A Long, Long Time Ago", "Goodbye" ) und wohldosierten - nicht überladenen - Effekten ("Back Again") gekonnt zu einem schwereinzuordnenden Meisterwerk geformt. Trotz des Konzept-Charakters hat jeder Song das Potenzial ganz ohne Probleme für sich alleine zu stehen. Man merkt "Excalibur" zu jedem Zeitpunkt an, dass es ursprünglich vorgesehen war, das Werk als Musical auf die Bühne zu bringen, denn auf dieser Scheibe wurde wirklich nichts dem Zufall überlassen. Nicht umsonst hat der Wiener Komponist und Sänger MICHAEL ERNST über zehn Jahre an der zeitnahen Umsetzung bzw. Weiterführung der Legende herumgefeilt. Schon alleine die Tatsache, dass er solch Koryphäen wie ALAN PARSON (Consultant Producer, Backing Vocals), Producer Johnny Bertl, der sich mit VSOP (VIENNA SYMPHONY ORCHSTRA POP) und dem Musical "Falco Meets Amadeus" einen Namen gemacht hat, und Sänger CHRIS THOMPSON (ex-MANFRED MANN'S EARTH BAND), der fünf Songs mit seinem Gesang veredelt hat, für sein Projekt gewinnen konnte, spricht für die Qualität von "Excalibur". Als Anspieltipps möchte ich die von Klavier- und Orchesterklängen getragene Nummer "On The Run", "Dreams con Come True (Now It's Up To You)", das mit einem Hauch von klassischen BEATLES-Flair zu brillieren weiß, und die wunderschöne Pianonummer "Part Of Me, Part Of You" ans Herz legen. Die musikalisch bestens gelungenen Darbietungen werden von einem aufwendig gestalteten und äußerst informativen Digi-Pack, das u. a. die Story von "Excalibur" (in Deutsch/ Englisch) beinhaltet, perfekt begleitet. Dieses Album dürfte nicht nur für eingefleischte ALAN PARSONS PROJECT-Fans ein gefundenes Fressen sein, sondern dürfte auch die Anhänger der sanften AOR-Kost in seinen Bann ziehen. Also lasst euch für die nächsten 50 min von MICHAEL ERNST & Co. auf eine atemberaubende Zeitreise mitnehmen. - Es lohnt sich wirklich! Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass es MICHAEL ERNST letztendlich doch noch gelingt seinen Traum zu verwirklichen, und "Excalibur" als Musical auf die Bühne bringt.

Sonny

Trackliste: 1. The King Of Swords - 2. Excalibur - 3. Magic - 4. A Long, Long Time Ago - 5. Back Again - 6. Stop - 7. On The Run - 8. Dreams Can Come True (Now It's Up To You) - 9. Goodbye - 10. People Shall Be Free - 11. Time To Change - 12. Part Of Me, Part Of You - 13. Every Dream Will Have Its Day

Thanks to Birgit @ Brooke Lynn Promotions


ERIKA/ Cold Winter Night (re-release)
  • Band: Erika
  • Albumtitel: Cold Winter Night
  • Spielzeit: 48:26 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: MTM Music/ SPV
  • Vergleichbare Bands: Heart, Blondie, Sandra, Cher
  • Veröffentlichung: 12.01.2004
  • Wertung: 9/ 10

Review:
Mit "Cold Winter Nights" (1990) fördern MTM Classix den nächsten Schweden-Happen aus vergangenen Tagen erneut ans Tageslicht. ERIKA, die ex-Gattin von Flitzefinger YNGWIE MALMSTEEN, machte damals eigentlich mehr durch ihre flotten Sprüche und ihren eigenwilligen Kleidungsstil, als durch ihre musikalischen Leistungen auf sich aufmerksam. Dabei waren auch ihre gesanglichen Qualitäten nicht von schlechten Eltern, denn nicht umsonst avancierte "Together We're Lost" zum Smash-Hit und ging als einer der erfolgreichsten schwedischen Pop Rock-Songs in die Geschichte ein. Aber auch die anderen Songs wie z. B. das rockig-eingängige "Line Of Fire" (erinnert in manchen Passagen an CRETU-Gattin SANDRA) oder die Halb-Ballade "Hurting So Bad", die dem Zuhörer mit nahezu lieblichen Chören einen wohligen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt. Während ERIKA und ihre Band beim getragenen "Heavenly" mit sphärischen Klängen und klaren Gesangspassagen die Musik-Fans zu fesseln wissen, entpuppt sich der Titeltrack als groovende Mitsing-Hymne. Außerdem schlagen die akustisch angelegte Nummer "Love In Vain" und der Tanzflächenfüller "Emergancy", zu dem YNGWIE MALMSTEEN ein Gitarrensolo beigesteuert hat, äußerst positiv zu Buche. Natürlich haben MTM Muisc die Scheibe nicht einfach nur neuaufgelegt, sondern haben hierzulande unveröffentlichte Versionen von "Together We're Lost" (Club Mix bzw. extended Version) und das sehr punkig anglegte "Super Sonic City" (BLONDIE hätte es nicht besser gekonnt) mit draufgepackt. Zuletzt genannte Nummer stammt aus dem Japan-only-Release "Planet X" und wurde im Land der aufgehenden Sonne zum Superhit. Da dieses Album die perfekte Gratwanderung zwischen Pop Rock und Hard Rock darstellt, dürfte "Cold Winter Nights" nicht nur bei Hard Rock-Freaks Anklang finden. Für Fans des Female Fronted Rock sollte diese Scheibe zur Pflicht-Lektüre gehören. Eindeutig das bisherige Highlight der MTM Classix-Serie! Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht der einzige Re-Release der "Queen Of AOR" aus dem Hause MTM bleibt.

Sonny

Trackliste: 1. Prelude - 2. Together We're Lost - 3. Line Of Fire - 4. Hurting So Bad - 5. Heavenly - 6. Cold Winter Night - 7. Living Like A Hurricane - 8. Love In Vain - 9. Emergance - 10. Last Call For Love - 11. Postlude - 12. Super Sonic City (bonus track) - 13. Together We're Lost (bonus track/ club version) - 14. Together We're Lost (bonus track/ extended version)

Thanks to Sebastian @ MTM Music

weitere Reviews über ERIKA:
ERIKA/ In The Arms Of A Stranger (re-release)


JETTISON EDDY/ Trippin On Time
  • Band: Jettison Eddy
  • Albumtitel: Trippin On Time
  • Spielzeit: 50:48 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Nuerra Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: Cold, Matchbox 20
  • Veröffentlichung: 02.01.2004
  • Wertung: 8,5/ 10

Review:
Ich kann mich nun wirklich nicht als Liebhaber der sogenannten "Nu Breed"-Generation bezeichnen, aber manchmal bestätigen Ausnahmen einfach die Regel. Eine dieser äußerst seltenen Ausnahmen kommt aus den USA und hört auf den Namen JETTISON EDDY. Mit ihrer Scheibe "Trippin On Time" haben sich die Sonnyboys aus den Staaten förmlich in meinem CD-Player eingenistet, um dort wahrscheinlich bis zu ihrem nächsten Streich zu verweilen. Auf dem Silberling reihen sich 12 lässig rockende bzw. ordentlich stampfende Nummern aneinander, die allesamt mit einem immens hohen Hitcharakter ausgestattet sind und "Trippin On Time" zum wahren Meisterwerk wachsen lassen. JETTISON EDDY ist es einfach gelungen, zeitgemäßen Melodic Rock mit dezent-modernem Gitarren-Riffing und -spiel ohne erkennbare Grenzen ineinander verschmelzen zu lassen. Egal ob nun melodisch gerockt wird (Titeltrack oder "Tonight We Run") oder es mit einer gewissen Portion Blues-Rock zur Sache geht - wie etwa beim basslastigen "Walk With Me" - man trifft immer auf einen Knaller. Wer jetzt noch auf einen hauptamtlichen Groover gewartet hat, der bekommt in Form von "Little Luck" und dem Rausschmeißer "Save Me" ordentlich eins mit der Pfanne übergebraten. Wie "You" zeigt, war man sich auch nicht zu schade die Acoustic-Gitarre auszupacken. Nur kommt diese Nummer mit einer Spielzeit von nicht mal 2 min leider etwas zu kurz, aber wie sagt uns ein altbekanntes Sprichtwort? "In der Kürze liegt die Würze!". - Zudem wurde dieser Release noch mit einer fetten Produktion von Keith Olsen (u. a. WHITESNAKE, SCORPIONS uvm.), die wahrscheinlich so manchen Act aus dem Hard Rock-/ Heavy Metal-Bereich vor Neid die Zornesröte ins Gesicht treiben dürfte, veredelt. Hoffentlich lassen die Mannen um Sänger Jon Manitta nicht allzu lange auf den Nachfolger warten.

Sonny

Trackliste: 1. Long Break - 2. The Wall - 3. A Little Piece - 4. Trippin On Time - 5. You - 6. Walk With Me - 7. Little Luck - 8. Tonight We Run - 9. On My Own - 10. Lighthouse - 11. Save Me

Thanks to Michael @ Nuerra Records


WHITE COWBELL OKLAHOMA/ Cencerro Blanco
  • Band: White Cowbell Oklahoma
  • Albumtitel: Cencerro Blanco
  • Spielzeit: 45:56 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Slick Monkey/ Just For Kicks
  • Vergleichbare Bands: ZZ Top, Ram Jam,
  • Veröffentlichung: ??.01.2004
  • Wertung: 7/ 10

Review:
Was zur Hölle ist denn das?!?
Southern Boogie Hard Rock in seiner dreckigsten und abgedrehtesten Fassung, die mir persönlich jemals zu Ohren gekommen ist. Da haben sich 10 schräg-humorvolle Vögel (darunter vier Leadgitarristen!) zu WHITE COWBELL OKLAHOMA zusammengetan und lehren der traditionsbewussten bzw. stellenweise angestaubten Southern Rock-Gemeinde ordentlich das Fürchten. Im wahrsten Sinne des Wortes sind allem voran das punklastige "Cheerleader" und der bluesig-thrashige Titeltrack musikalisch äußert furchteinflössend. Ich will damit aber keineswegs den Eindruck erwecken, dass "Cencerro Blanco" ein total überflüssiges Album ist – nein, im Gegenteil. Die Musik der Kanadier ist so was von ausgeflippt und schamlos, dass man sie fast schon wieder als genial beschreiben möchte. Meine persönlichen Highlights sind "Put The South In Your Mouth", bei dem sich Parallelen zu RAM JAMs "Black Betty" nicht verleugnen lassen, sowie der von DEEP PURPLE-lastigen Grooves dominierte Stampfer "Southern Grace"  und "Packin’ My Bags", das sich in einer unglaublichen lässigen Manier durch die Gehörgänge schlendert. Als weiterer Leckerbissen erweist sich das soulgetränkte 7min-Epos "Ole Glory", das mit weiblich-kraftvollen Gesangsparts zu überraschen weiß. Fans der alten Southern Rock-Schule sollten sich vorsichtig an "Cencerro Blanco" herantasten, wobei das Album bei Anhängern der zügellosen Klänge zu Begeisterungsstürmen führen dürfte.
Zweifellos der verrückteste und wildeste Haufen seit den legendären LENINGRAD COWBOYS!!!

Sonny

Trackliste: 1. Cowbell Intro - 2. Shot A Gamblin' Man - 3. Cheerleader - 4. Put The South In Your Mouth - 5. Cencerro Blanco - 6. Southern Grace - 7. Monster Railroad - 8. Packin' My Bags - 9. San Antone - 10. Ole Glory - 11. Rollin' High Rider - 12. Black Mountain Top

Thanks to Nicole @ Just For Kicks Music


RUBBISH/ A Kind Of Art
  • Band: Rubbish
  • Albumtitel: A Kind Of Art
  • Spielzeit: 52:27 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Eigenproduktion/ Deutschland
  • Vergleichbare Bands:
  • Veröffentlichung: ??.01.2004
  • Wertung: 7,5/ 10

Review:
RUBBISH lassen sich nicht sonderlich leicht in der großen Hard Rock-Schublade eingrenzen, denn ihr Sound lässt sich weder mit dem traditionellen, noch mit modernen Sound des Genres umschreiben. Vielmehr haben sie meines Erachtens beide Komponenten - gewürzt mit einer gehörigen Portion Wave-Rock - verdammt gut in Einklang gebracht und somit ihr ziemlich eigenständiges Ding kreiert, das die Band selbst liebevoll mit Rub-Pop umschreibt. Aber keine Angst, denn die Scheibe hat nicht sonderlich viel mit herkömmlichen oder ausgelutschten Pop zu tun, denn das Album-Debüt der Münsteraner rockt an allen Ecken und Enden. So geht der Vierer auf "A Kind Of Art" mal doomlastig ("Sojuz I - The Death Of Komarov"), tragisch-hymnisch ("Drought") oder mal schleppend-verträumt - wie im Falle der Ballade "How Does It Feel?" - zu Werke. Das Ganze wird dann wohldosiert in ein modernes Soundbecken - bespickt mit faszinierenden Samples und prickelnden Loops - eingetaucht. Durch die schweren prägnanten Riffs vom Gitarrenduo Schnabel/ Barth, das ausdruckstarke Organ von Sänger/ Bassist Carsten Püttmann, der gelegentlich an Peter Heppner (WOLFSHEIM) erinnert, und die punktgenauen Rhythmus-Arbeit von Schlagzeuger JK Maatje wird "A Kind Of Art" zu einem sehr abwechslungsreichen Klangerlebnis. An diesem wohlgelungenen Endergebnis ist ein gewisser Michael Voss (CASANOVA/ SILVER/ ex-DEMON DRIVE) nicht ganz unschuldig, denn schließlich hat der ausgebuffte Musiker/ Komponist/ Producer nicht nur die würzigen Keyboard-Parts beigesteuert, sondern der Band auch produktionstechnisch ordentlich unter die Arme gegriffen. Als weitere Anspieltipps möchte ich Euch die lässig schlendernde Version des KIM WILD-Hits "Kids In America", die ordentlich Fett in der Bratpfanne hat, und die beschauliche Acoustic-Nummer "Beyond" empfehlen. Warum RUBBISH allerdings für dieses Album noch keinen Plattendeal an Land ziehen konnte, erscheint mir äußerst schleierhaft.
Interessierte können "A Kind Of Art" über
www.rubbishmusic.com beziehen.

Sonny

Trackliste: 1. Sunmoon - 2. Sojuz I - The Death Of Komarov - 3. Silent Sway - 4. Drought - 5. 1 - 2001 - 6. How Does It Feel? - 7. Disease - 8. Kids In America - 9. Virus - 10. Beyond

Thanks to JK Maatje @ Rubbish Office


GRANDMA MOSES/ Too Little, Too Late
  • Band: Grandma Moses
  • Albumtitel: Too Little, Too Late
  • Spielzeit: 72:38 min
  • Plattenfirma/ Vertrieb: Perris Records/ US-Import
  • Vergleichbare Bands: The Ramones (allerdings mit einem brauchbaren Sänger), Backyard Babies
  • Veröffentlichung: ??.01.2004
  • Wertung: 6,5/ 10

Review:
GRANDMA MOSES entstanden 1991 in Vancouver um den ehemaligen PRETTY BOY FLOYD-Drummer Sandy Hazard. Da sich seinerzeit Glam Rock nach einigen fetten Jahren auf dem absteigenden Ast befand, orientierte sich das Quintett eindeutig in Richtung Street-Punk Rock a la RAMONES oder den NY DOLLS. So Befinden sich auf vorliegender CD sage und schreibe 23 (!) Titel, die roh, aber nicht spartanisch produziert, allesamt im Drei-Minuten-Sektor anzusiedeln sind. Da ich persönlich Punk Roc" noch nie großartig etwas abgewinnen konnte, ist es natürlich höllisch schwer, die CD objektiv zu bewerten... zu oft sehe ich mich beim Hören der gesamten CD in meinen alten Vorurteilen bestätigt, Punk Rock- Songs gleichen sich wie ein (Oster)-Ei dem anderen... Drei Akkorde, Schlagzeugwirbel, ein einfacher Mitgröl-Refrain. Mich langweilt das Ganze einfach spätestens nach dem vierten Song, und ich kann mir nicht vorstellen, freiwillig je eine ganze Punk-CD am Stück zu hören. Allerdings befinden sich auf "Too Little, Too Late" durchaus einige Songs, die ich als wirklich gelungen bezeichnen würde:
Das flotte "Shit" beispielsweise macht wirklich Lust auf mehr und mündet in den ebenfalls gelungenen Groover "Diggin' For Gold", der Erinnerungen an die BACKYARD BABIES aufkommen lässt.
"Thrill Kill" entpuppt sich bereits beim ersten Hördurchgang mit seinem schneidenden Riff und dem typischen Mitgröl-Refrain als das absolute Highlight dieser Veröffentlichung. "Chinese Rocks" bereitet seinem Titel ebenfalls alle Ehre und drückt gewaltig auf die Tube... "Knock Me Down" findet sich in der Live- und der Studioversion wieder - mir persönlich sagt die Live-Fassung mehr zu ... klassisch die Ansage des Songs : 1, 2 ,3, 4 ... Den fanatischen PRETTY BOY FLOYD-Komplettisten unter Euch empfehle ich unbedingt die CD vor dem Kauf anzutesten, da Sie wirklich gar nichts mit den glorreichen "Leather Boyz" zu tun hat ... Leute, die gerne mal zu CDs der HANIO ROCKS, RAMONES und Konsorten greifen, sollten der Scheibe durchaus einmal Ihr Gehör leihen, da GRANDMA MOSES diese Zielgruppe optimal und kompetent bedienen.

Florian

Trackliste: 1. Who You Trying To Kid - 2. Shit - 3. Digging For Gold - 4. Thrill Kill - 5. Little America - 6. Sad Life - 7. Mongoloid - 8. Infidelity - 9. Chinese Rocks - 10. Working Class Whore - 11. Death To The 60s - 12. Urchin - 13. 7-11 - 14. Knock Me Down - 15. Engine Number - 16. River Of Tears - 17. Junkie Fixation - 18. Dismail Jimmy - 19. Pills - 20. Cougharama - 21. Junkie Fixation - 22. Knock Me Down - 23. Something That I Said

Thanks to Perris Records

Last Update: Sunday, 11. December 2005
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